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Eine Ära ging zu Ende – Marlies Lottermoser in Mechernich verabschiedet

Mechernich – Volle Kirche, großer Bahnhof für die scheidende katholische Kindergartenleiterin Marlies Lottermoser (63) in St. Johannes Baptist – Zwei Generationen bestritten das Programm – Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick: „Nachbarin und Berufene“.

Beim Empfang für Marlies Lottermoser im Johanneshaus (v.l.) Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, TuS-Präsident und Ratsherr Dr. Peter Schweikert-Wehner, Festausschuss-Präsident Albert Meyer und sein Vereinskollege Gerd Jannes. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Einen ganz großen und auch großartigen Abschied bescherten Kinder und Erwachsene der scheidenden Kindergartenleiterin Marlies Lottermoser (63) in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist. Dort leitete Pfarrer Erik Pühringer einen ökumenischen Wortgottesdienst, der in großen Teilen von Marlies Lottermosers ehemaligen Schützlingen gestaltet wurde.

Einen ganz großen und auch großartigen Abschied bescherten Kinder und Erwachsene der scheidenden Kindergartenleiterin Marlies Lottermoser (r.) in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Und zwar nicht nur von solchen, die noch immer die Kindertagesstätte St. Johannes Baptist der Caritas Lebenswelten gGmbH direkt neben der Pfarrkirche besuchen, sondern auch von deren Eltern, die ebenfalls schon bei der aus Mechernich-Bescheid stammenden Montessori-Erzieherin in den Kindergarten gegangen waren.

Zum Auftakt sang der neue Kinderchor um den Kirchenmusiker Erik Arndt, dann Marlies Lottermosers Kindergartenkinder unter der Leitung ihrer Nachfolgerin Eva Zimmers: „Gestern, heute und morgen bin ich geborgen in Deiner Hand“. Dann schenkten die „Pänz“ ihrer „Lotti“ einen ganzen Blumengarten mit äußerst symbolträchtigen Gewächsen, die sie einzelnen in einen mit Erde gefüllten Bollerwagen setzten.

Blumen als Symbole

Und zwar „gelbe Tulpen für Freundschaft, Lavendel für Ruhe und Ausgeglichenheit, Gänseblümchen für Langlebigkeit, Sonnenblumen für Fröhlichkeit, Veilchen für Schüchternheit, Efeu für Beständigkeit, Margariten für Natürlichkeit und Orangenrosen für Kreativität“, wie die Kinder jeweils dazu sagten. Und dazu die Weisheit: „Kinder wachsen im Kindergarten wie Pflanzen im Garten und die Kinder kommen heutzutage – wie die Pflanzen – auch aus fernen Ländern der Erde.“

Wie der biblische Feigenbaum im Gleichnis, dem man Zeit und pflegliche Behandlungen zugestehen muss, damit er Früchte trägt, so Pfarrer Erik Pühringer in seiner Predigt, erreiche man auch im Umgang mit Kindern, wie Marlies Lottermoser zeitlebens demonstriert habe, die besten Ergebnisse mit Geduld und Ruhe.

Bei den Fürbitten wurde nicht nur die Kindergartenleiterin und Erzieherin Marlies Lottermoser in den Blick genommen, sondern auch die Frau, Mutter und Oma. Auch Ehemann Helmut, die Söhne Mirco und Marcel, Schwiegertöchter und Enkelkinder waren sowohl in der Kirche als auch beim anschließenden Empfang im Johanneshaus mit von der Partie.

Vor Pastor Pühringers Schlusssegen bedankten sich Fahnenabordnungen kirchlicher Mechernicher Vereine, aber auch von TuS und Rotem Kreuz bei Marlies Lottermoser, die am Bleiberg eine „Institution“ gewesen sei und als solche auch in Erinnerung bleibe, so Marcel Hembach als Chef des Vereinskartells, der in Feuerwehruniform gratulierte. Aus den Händen von Festausschuss-Präsident Albert Meyer erhielt die scheidende Kindergartenleiterin einen Karnevalsorden.

Pilgerkreuz als Staffelholz

Ihrerseits gab Marlies Lottermoser das Pilgerkreuz des Kindergartens im Gottesdienst an ihre Nachfolgerinnen Heidi Zander und Eva Zimmer weiter. Erstere war bislang Chefin der Kita St. Nikolaus in Kall und übernimmt nach Marlies Lottermosers offiziellem Ausscheiden Ende März die Bereichsleitung beider Caritas-Lebenswelten-Kindergärten im Kreis Euskirchen, also Mechernich und Kall. Eva Zimmer, die sich bereits seit 2006 an Marlies Lottermosers Seite um die integrative Gruppe beziehungsweise heilpädagogische Gruppe in Mechernich kümmert, wird Standortleiterin in Mechernich.

Furioses Finale in der Kirche war Lotti Krekels Evergreen „Mir schenken der Ahl e paar Blöömche“ – und zwar als Rap der Kinder– und danach als gewaltige Orgelimprovisation von Erik Arndt. Beim Empfang im Johanneshaus sagte Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, der im selben kleinen Dorf Bescheid lebt wie auch Marlies Lottermoser: „Deine Arbeit war nicht nur Beruf, sondern Berufung, insofern hast Du alles richtig gemacht. Wer einer Tätigkeit nachgeht, die er liebt, muss niemals arbeiten…“

Marlies Lottermosers Chef Guido Rothkopf, der Geschäftsführer der Caritas Lebenswelten gGmbH mit Sitz in Eschweiler, die im Bistum Aachen insgesamt elf Kindertagesstätten betreibt, und Bereichsleiterin Susanne Antunes schenkten der nach über 40 Jahren aus dem kirchlichen Dienst scheidenden Kindergartenleiterin die Patenschaft über einen Beleuchtungsengel in der Chorhalle des Aachener Domes. Und mit dem Bekenntnis nach 36 Jahren Mechernich, seit 2006 in den Caritas-Lebenswelten: „Eine Ära geht zu Ende…“

Außerdem verriet Rothkopf denen, die es noch nicht wussten, durch Abspielen der Filmmusik aus den unsterblichen Agatha-Christie-Filmen mit Margret Rutherford den Spitznamen Marlies Lottermosers, nämlich „Miss Marple“.

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Auftakt des zweiten Zukunfts-Dialogs der Smarten Region MYK10 – Save the Date!

Mendig/Region – Wie möchten wir künftig in unserem Landkreis leben, wohnen, uns fortbewegen und arbeiten? Wo wollen wir überhaupt hin? So lauten die zentralen Fragen des zweiten Zukunftsdialogs der Smarten Region MYK10. In einem kreisweiten Online-Dialog können alle Menschen, die im Kreisgebiet wohnen, arbeiten oder auf andere Weise hier verwurzelt sind, digital teilnehmen, sich austauschen und mitdiskutieren. Der zweite Zukunftsdialog der Smarten Region MYK10 wird am 29. März im Rahmen einer Online-Auftaktveranstaltung eröffnet.

Aktuelle Informationen, eine offizielle Einladung, die Agenda sowie Anmeldemöglichkeiten werden demnächst veröffentlicht. Merken Sie sich jetzt schon den Termin zum Auftakt des zweiten Zukunftsdialogs und gestalten Sie die Zukunft unseres Landkreises mit!

Die Verbandsgemeinde Mendig ist Teil der „Smarten Region MYK10“ des Landkreises Mayen-Koblenz. Im Zuge des Förderprogramms „Smart Cities“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen sowie der KfW werden hier vor Ort zukunftsweisende analoge und digitale Strategien sowie innovative Lösungen für alle Daseinsbereiche entwickelt und erprobt. 

 Hier geht es zur Anmeldung: https://eveeno.com/239637791

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Hand in Hand in Sinzig – Von der Schule zum Gesellenstück

Sinzig – Jugendsozialarbeit im AW-Kreis auf neuen Wegen – 20 Jugendliche werden vom Schulabschluss bis zum Ausbildungsende begleitet. Unter dem Motto „From School to Future“ (von der Schule in die Zukunft) wurde jetzt in Sinzig ein Pilotprojekt gestartet, in dem rund 20 junge Menschen vom Schulabschluss bis zum Ausbildungsende beziehungsweise Gesellenbrief von einer festen Ansprechpartnerin begleitet werden.

„Diese Art der Jugendsozialarbeit ist innovativ im Ahrkreis“, betont Siglinde Hornbach-Beckers, Leiterin des Fachbereichs Jugend, Soziales und Gesundheit der Kreisverwaltung Ahrweiler. „‘From School to Future‘ ist eine von mehreren Maßnahmen, die vom ‚Runden Tisch zum (Wieder-)Aufbau der sozialen Infrastruktur‘, ein kreisweiter Zusammenschluss sozialer Träger nach der Flutkatastrophe an der Ahr, initiiert wurde. Die daraus entstandene Initiative ‚Schule, Handwerksberuf(ung), Ausbildung‘ brachte dieses Projekt auf den Weg“, so Hornbach-Beckers. Es richte sich an junge Menschen, die die Abschlussklasse einer Förderschule oder Realschule plus besuchen.

Zum Informationsabend trafen sich jetzt Eltern, Jugendliche, Schulleitungen und Initiatoren im Haus der offenen Tür (HoT) des Bistums Trier in Sinzig, Träger des Projektes. Die dort beschäftigte sozialpädagogische Fachkraft Ulrike Michelt ist seit Anfang Februar mit Schülerinnen und Schülern der Janusz-Korczak-Schule (JKS, Förderschule) und der Barbarossaschule (Realschule plus) in Sinzig im Gespräch. Zudem steht sie im engen Kontakt mit Schulleitungen und Lehrkräften der beteiligten Schulen sowie den Eltern. „In einem ersten Schritt geht es darum, sich kennen zu lernen und einen passenden Ausbildungsplatz im Handwerk zu finden“, erläuterte sie.

Gemeinsam mit den Jugendlichen bereitete Ulrike Michelt auch den Infoabend vor, von der Gestaltung der Projekttafeln bis zur Moderation des Abends. „Die Jugendlichen beider Schulen sind schnell zusammengewachsen“, stellte sie fest. Das bestätigen auch Morgaine (17) aus Gönnersdorf und Paula (16) aus Bad Breisig. „Anfangs waren wir alle etwas zurückhaltend. Schon nach den ersten gemeinsamen Treffen sind wir richtig gut klargekommen“, erzählten sie. Beide haben schon konkrete berufliche Vorstellungen und freuen sich – wie ihre Mitschülerinnen und Mitschüler – über die Unterstützung, auch bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz. „Derzeit sind wir in Gesprächen mit Innungen und Handwerksbetrieben, aber auch mit Einzelhändlern und anderen Gewerbetreibenden“, so Ulrike Michelt. „Wir freuen uns über weitere Betriebe, die Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen und Projektpartner werden möchten.“

„Super, dass junge Menschen über diese Findungsphase in der Ausbildung sozialpädagogisch begleitet werden“, sagte Uta Erlekampf, Konrektorin der Barbarossaschule. „Das ist ein guter neuer Aspekt für die Ausbildung und motiviert. Als Auszubildende sind die Beteiligten in der Gemeinschaft und fühlen sich nicht alleingelassen.“
Auch ihr Kollege Andreas Schmitt, seit eineinhalb Jahren Leiter der JKS, ist überzeugt: „Die Begleitung während der Ausbildung wirkt sich positiv aus, gibt Stabilität und hilft, die Herausforderungen zu schaffen. Wir unterstützen das sehr und freuen uns, dabei zu sein“, so Schmitt. Dieses Projekt passe gut ins schulische Konzept.

Begeistert zeigt sich Petra Klein, HoT-Leiterin und Mitglied der „Initiative Jugendsozialarbeit – Schule, Handwerksberuf(ung), Ausbildung“.

„Auf diesem Weg werden Jugendliche als Beteiligte in der Entwicklung ihrer Interessen und Stärken nachhaltig unterstützt. Das ist der richtige Weg.“

„Ermöglicht wurde „From School to Future“ durch die finanzielle Unterstützung mehrerer Sponsoren“, ergänzte Fachbereichsleiterin Siglinde Hornbach-Beckers: „Die Globus Stiftung fördert das Projekt mit 60.000 Euro, die SWR-Herzenssache und die Lotto-Stiftung Rheinland-Pfalz mit je 10.000 Euro. Dafür sind wir außerordentlich dankbar.“

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Ernte-Versicherungen im Weinsektor – Anträge können noch bis 15. April gestellt werden

Wittlich – Winzer, die eine Mehrgefahrenversicherung abschließen, können aus dem EU-Programm einen Prämienzuschuss erhalten. Die Höhe der Unterstützung wird ab diesem Jahr von 50 Prozent auf 80 Prozent der gezahlten Versicherungsprämie, jedoch höchstens 300 Euro je Hektar, angehoben. Unterstützungen unter 200 Euro je Antrag werden nicht gewährt.

Rheinland-Pfalz hatte die Förderung der Mehrgefahrenversicherung im Weinbau 2021 eingeführt, weil Wetterrisiken wie Hagel und Frost gerade im Weinbau enorme Ernteverluste mit sich bringen können.

Unterstützungsfähig sind Prämien für Mehrgefahrenversicherungen, die Ertragsverluste und Qualitätseinbußen im Weinsektor mindestens durch die Risiken Hagel und Frost absichern. Die Risiken müssen in einem Kombivertrag versichert sein.

Bezuschusst werden Prämienzahlungen, die bis spätestens 30. Juni des Jahres, für das die Unterstützung beantragt wird, erfolgt sind. Darüber hinaus ist bis spätestens 10. Juli ein Versicherungsnachweis über das Bestehen der Mehrgefahrenversicherung bei der zuständigen Kreisverwaltung einzureichen. Für jeden Versicherungsvertrag ist ein separater Antrag auf Unterstützung einzureichen.

Abweichend vom Antragsjahr 2021 wird die Unterstützung ausschließlich bei elektronischer Übermittlung der unterstützungsrelevanten Antragsdaten durch das Versicherungsunternehmen an die zuständige Stelle gewährt. Dies dient der Verwaltungsvereinfachung und Entlastung. Der Antragsteller muss daher per Unterschrift auf dem Antragsformular bestätigen, dass er mit dem elektronischen Datenaustausch zwischen Versicherungsunternehmen und zuständiger Behörde einverstanden ist. Nähere Informationen und Erläuterungen zum Verfahren, Antragsformular sowie ausführliches Merkblatt zum Download, sind unter https://mwvlw.rlp.de/de/themen/weinbau/foerderung/ernteversicherungen-im-weinsektor-mehrgefahrenversicherung/ zu finden.

Anträge sind bis spätestens 15. April 2022 mit dem entsprechenden Formular bei der Kreisverwaltung, Fachbereich Veterinärdienst, Landwirtschaft und Weinbau, Sebastian Wagner, Telefon: 06571 14-2417, E-Mail: Sebastian.Wagner@Bernkastel-Wittlich.de, zu stellen.

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Wirtschaft

Enge Kontakte zur Meckenheimer Wirtschaft geknüpft

Meckenheim – Bürgermeister Holger Jung besucht Unternehmen und stellt sich vor. Seit November 2020 ist Holger Jung nun schon Bürgermeister der Stadt Meckenheim. Aufgrund der Corona-Pandemie konnten die eigentlich für Anfang 2021 geplanten Antrittsbesuche bei Meckenheimer Unternehmen nicht oder nur virtuell stattfinden. Auch die Hochwasserkatastrophe im Sommer des vergangenen Jahres sorgte für ein Aufschieben dieser wichtigen Termine. Nun aber wurde die Reihe der Antrittsbesuche gestartet. Zusammen mit Wirtschaftsförderer Dirk Schwindenhammer ist Holger Jung unterwegs und spricht vor Ort mit den Unternehmerinnen und Unternehmern.

Ein Termin führte nun zur Grafschafter Krautfabrik. Dort stellte Stefan Franceschini seine noch neuen Mitgeschäftsführer Patrick Spicker und Paul Visschers vor. Im Gespräch ging es unter anderem um die Folgen der Corona-Pandemie und die aktuelle weltpolitische Lage. Aber auch ganz konkrete Themen, die die Stadt Meckenheim und den Betrieb direkt betreffen, wurden erörtert. Wie auch für viele andere Unternehmen stellt die Fachkräftegewinnung ein Problem dar. „Hier ist ein guter Kontakt zu den Schulen wichtig, um sich bei den Schülerinnen und Schülern bekannt zu machen“, sagte der Bürgermeister und berichtete über die Erfahrungen der Stadtverwaltung, junge Menschen für eine Ausbildung zu gewinnen.

 

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Impulse

„Anne Frank“ als Puppentheater am 05. April in der Barockfabrik Aachen

Aachen – Am Dienstag, 5. April, zeigt die Berliner Theatergruppe „Artisanen“ um 9 Uhr das dokumentarisch-biographische Theaterstück „Anne Frank“ in der Barockfabrik. Das rot-weiß-karierte Tagebuch der Anne Frank hat im Gegensatz zur Autorin den Holocaust überlebt. Anfangs hat Anne dieselben Probleme wie Pubertierende heute: Familie, Verliebtheit, Einsamkeit und die Suche nach dem eigenen Ich. Doch das normale Erwachsen-werden bricht brutal ab, als die Verfolgung von Jüdinnen und Juden in Europa beginnt.

Ticketvorverkauf und weitere Informationen

Der Ticketverkauf erfolgt ausschließlich an Schulklassen unter manuela.mitrolidis@mail.aachen.de und 0241 – 1807115 (montags-mittwochs).

Die Tickets kosten für Vollzahler 6 Euro; Kinder und Jugendliche zahlen 5 Euro. Gruppen ab 20 Personen zahlen 4 Euro pro Person.
„Anne Frank“ ist für Kinder ab 12 Jahren geeignet.

Nach der Vorstellung gibt es Gelegenheit zu einem Gespräch mit den Spieler*innen, außerdem wird pädagogisches Begleitmaterial zur Vor- bzw. Nachbereitung zur Verfügung gestellt.
Hier geht es zum Trailer: https://vimeo.com/313145066

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GK-Mittelrhein erweitert Ausbildungs-Angebot für Gesundheits-Fachberufe

Region/Mayen-Koblenz – Ausbildung zum Anästhesietechnischen Assistenten startet im Oktober. Anästhesietechnische Assistenten (ATA) sind für alle Arbeitsabläufe zuständig, die mit der Durchführung einer Narkose anfallen. Dabei arbeiten sie insbesondere mit Anästhesisten, aber auch mit anderen Berufsgruppen eng zusammen. Ab Herbst 2022 bildet das Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein erstmalig ATA aus. Die dreijährige Ausbildung erfolgt im Wechsel von theoretischem und praktischem Unterricht sowie Praxiseinsätzen.

Während der Unterricht an der Schule für Anästhesietechnische Assistenz am Bildungscampus Koblenz stattfindet, erfolgt die praktische Ausbildung an den Standorten des GK-Mittelrhein. Dafür sind insgesamt zehn Plätze vorgesehen. „Wir freuen uns, dass wir unser Ausbildungsangebot für Gesundheitsfachberufe weiter ausbauen und zusätzlich zur OTA-Ausbildung jetzt auch mit der ATA-Ausbildung in diesem Bereich einen neuen Schwerpunkt setzen können“, erklärt Natalie Waldforst, Direktorin des Bildungs- und Forschungsinstituts (BFI), das die Ausbildung im GK-Mittelrhein organisiert.

Auf dem Arbeitsmarkt sind ATA begehrt, und zwar nicht nur im Operationssaal, sondern beispielsweise auch in der Endoskopie oder Zentralsterilisation, in der Schmerztherapie oder Notaufnahme. Gefragt sind in diesem hochspezialisierten Beruf Feinfühligkeit, Freude am Umgang mit Menschen und eine gute Beobachtungsgabe auf der einen Seite – technisches Verständnis, medizinisches Interesse und analytische Fähigkeiten auf der anderen Seite. Vorausgesetzt wird ein mittlerer Bildungsabschluss oder gleichwertiger Abschluss. Weitere Infos gibt es online unter www.karriere-gk.de. Hospitationstermine sind nach individueller Abstimmung mit dem BFI möglich. Kontakt: E-Mail: karriere@gk.de, Telefon: 0261 499-2811.

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Stadt Euskirchen startet Foto-Projekt „FreeStyle NRW“ und gibt jungen Menschen eine Plattform

Euskirchen – Mit einem außergewöhnlichen Projekt rund um das Thema der digitalen Fotografie startet die Stadt Euskirchen ein Angebot für Jugendliche im Stadtgebiet. In Kooperation mit dem Verein Ensible e.V ist es das Ziel, mit dem Impulsprojekt „FreeStyle NRW“ eine Ausstellung mit Fotografien junger Menschen aus Euskirchen in die Innenstadt zu bringen, um ihnen eine Plattform zur kreativen Mitgestaltung Ihrer Stadt und Ihrem direkten Umfeld, zu bieten. Deshalb sind alle Jugendlichen im Alter von 13 bis 20 Jahren in der Stadt Euskirchen aufgerufen, sich bis zum 27.04.2022 mit ihren Fotos an dem Projekt zu beteiligen.

„Auf euren Smartphones finden sich oft viele wirklich tolle Bilder. Wir würden uns freuen, wenn ihr euch trauen würdet, uns diese auch zu schicken“ gibt Bürgermeister Sacha Reichelt den jungen Menschen mit auf den Weg. „Dabei wünschen wir uns nicht nur eure schönsten Fotos: Es dürfen auch traurige, aufregende oder ausgefallene Bilder dabei sein“, erklärt er und ergänzt: „Wichtig dabei ist, dass wir eure Kunst, eure kreativen Ideen, eure Visionen durch eure Fotografien sehen können. Wir möchten die Welt mit euren Augen sehen und hören, was ihr zu sagen habt.“

Bis zum Einsendeschluss Ende April finden parallel an den teilnehmenden weiterführenden Schulen entsprechende Fotografie-Workshops statt, um zu inspirieren, aufzuwecken und zu begeistern. Dabei erläutert das Team des Ensible e.V. gemeinsam mit Experten vom Fach, was eigentlich ein gutes Foto ausmacht und wie man mit einem fotografischen Auge sehen kann.  Eine eigens für dieses Projekt zusammengestellte Jury sichtet die eingereichten Werke, um dann eine fachkundige aber auch intuitive Selektion zu treffen.

In einer Vernissage Mitte Mai werden die ausgewählten Fotos den Mitwirkenden präsentiert.

Einige der ausgewählten Bilder werden im Großformat gedruckt und bis zu den Sommerferien im Rathaus sowie im KundenCenter Treffpunkt SVE, in Bussen des Stadtverkehr Euskirchen, der Bibliothek, sowie an weiteren Stellen in der Stadt für die Öffentlichkeit ausgestellt. Andere Bilder werden im digitalen Raum präsentiert, so dass die Werke der Jugendlichen eine große Sichtbarkeit erhalten.

Nach den Sommerferien werden die ausgewählten Fotos für einige Monate an den teilnehmenden Schulen ausgestellt (und kommen so noch einmal auf besondere Weise zur Geltung.)

„Die einzureichenden Fotos können sowohl mit dem Smartphone als auch mit einer Digitalkamera gemacht werden. Wichtig bei Teilnehmenden unter 16 Jahren ist die Einwilligung der Eltern.“ erläutert Dorothea Hudaszek vom Ensible e.V. Dabei erinnert die Projektleiterin alle Fotografierenden: „Und generell gilt natürlich: Wenn andere Personen auf dem Bild zu sehen sind, dann braucht ihr natürlich auch deren Erlaubnis“.

Teilnehmen können alle jungen Menschen aus dem Stadtgebiet Euskirchen. Unter dein.freestyle.nrw können die Bilder eingereicht werden. Wer sich vorher ein wenig über das Projekt informieren möchte, findet alle Informationen dazu unter www.freestyle.nrw

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Butterworth, Rarity & Young – The Tour! – Sonntag 03. April in Mendig

Mendig – Das Programm 2022 der Veranstaltungsreihe “Sagenhaft Musikalisch” startet am Sonntag, den 03.04.2022 um 19:00 Uhr im Sitzungssaal der Stadt- und VG Mendig mit drei top Künstlern aus Schottland. Jenn Butterworth, Hannah Rarity und Ryan Young bescheren bereits solo ein großartiges und prickelndes Musikerlebnis. Wenn sich aber diese drei fantastischen Musiker*Innen auch noch für einen Konzertabend zusammenfinden, dann ist Gänsehaut-Feeling pur garantiert…

Die in Glasgow beheimatete Folkgitarristin und Sängerin Jenn Butterworth ist eine der bemerkenswertesten Musiker*Innen Schottlands – sie ist ein Dreh- und Angelpunkt der pulsierenden und blühenden schottischen Folkszene und tritt regelmäßig mit einer Vielzahl von Künstlern auf, darunter mit ihren eigenen Projekten „Jenn Butterworth & Laura-Beth Salter“ und „Kinnaris Quintet“ sowie mit der experimentellen Folk-Jam-Gruppe „The Blas Collective“.

Häufig begleitet sie auch den gefeierten Fiddle-Spieler Ryan Young – die beiden wurden bei den Scots Trad Music Awards 2018 als „Folk Band of the Year“ nominiert und sind der einzige britische Act, der für einen Auftritt bei der Womex 2019 in Tampere, Finnland, ausgewählt wurde. Bei den Scots Trad Music Awards 2019 wurde Jenn als „Musikerin des Jahres“ ausgezeichnet und bei den BBC Radio 2 Folk Awards für den gleichen Titel nominiert. Wenn sie einmal nicht gerade auf Tournee ist oder Alben aufnimmt, mit denen sie jede Menge Preise und Nominierungen einheimst, ist sie als Dozentin am Royal Conservatoire of Scotland tätig und gibt u.a. auch Workshops in Deutschland, so z.B. auf Burg Fürsteneck. Doch meistens ist sie „On the Road“ – oft mit Ryan Young, einem der Elite-Fiddler Schottlands, dessen Spiel nicht unwesentlich vom Fiddle-Stil der irischen Grafschaft Clare beeinflusst wurde, von Größen wie u.a. Bobby Casey, PJ und Martin Hayes. Seine Leidenschaft sind sehr alte, oft vergessene schottische Melodien, die er gerne auf seine ganz eigene Weise zu neuem Leben erweckt. Seine Tunes strotzen nur so vor frischen melodischen Ideen, einem erhebenden rhythmischen Drive und einer großen Tiefe von Dynamik und Präzision. Sein Klang und Stil sind einfach einzigartig, seine Interpretationen fesselnd, und haben ihm international sehr viel Anerkennung und Lob eingetragen. Live auf der Bühne lebt Ryan Young mit seiner Mimik, ja mit seinem ganzen Körper seine Musik – „Ryan‘s Spiel ist so ausdrucksstark, kanalisiert so tiefe Emotionen, dass es sich wie eine dramatische Aufführung in einem Theater anfühlt“, so Paul Matheson im Magazin Folk Roots (2017). Er wurde für viele Auszeichnungen nominiert, wurde bei den Scots Trad Awards 2017 als „Up And Coming Artist Of The Year“ und 2018 als Folking.com’s „Best Musician“ ausgezeichnet. Sein Debütalbum wurde vom dreifachen GRAMMY-Preisträger Jesse Lewis aufgenommen und erntete begeisterte Kritiken. Bei dieser Tour wird er nicht nur Tunes spielen, sondern auch eine der schönsten Stimmen Schottlands begleiten: Hannah Rarity. Die in 2018 mit dem BBC Radio Scotland Young Traditional Musician of the Year Award ausgezeichnete Musikerin singt seit dem Kindesalter, ist 14 Jahre lang mit dem National Youth Choir of Scotland aufgetreten, hat bereits mit dem Royal Scottish National Orchestra und dem Scottish Chamber Orchestra zusammengearbeitet. Sie ist mit der berühmten irisch-amerikanischen Band „Cherish the Ladies“ auf Tournee gegangen, hat im BBC-Programm „Hogmanay Live“ mitgewirkt und gemeinsam mit den schottischen Virtuosen Phil Cunningham & Aly Bain auf der Bühne gestanden. Mit ihrem warmen Timbre voller emotionaler Tiefe und ihren Liedern zaubert sie Bilder aus Schottland auf die Bühne – ihre Stimme ist wie Schottland selbst – voller Schönheit und Nuancen. Das fand auch das Publikum, bei dem die Künstlerin bei der Young Scots Trad Awards Winner Tour, die Anfang 2020 in Deutschland stattfand, Abend für Abend eine Woge der Begeisterung entfachte. Auch sie hat bereits ein Debütalbum herausgebracht – „Neath the Gloaming Star“, das von der Kritik mit viel Beifall bedacht wurde.

Das Konzert findet unter aktuell geltenden Corona Bestimmungen statt.

Ticketverkauf:
Tabakwaren Blum Mendig, Poststraße 27, 56743 Mendig
www.ticket-regional.de/kul-tour

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Innehalten am Ostlandkreuz – Anlieger schufen Ruhe-Oase auf dem Knoppen in Kall

Kall – Das hölzerne Mahnmal, das an die Vertreibung der Menschen aus den ostdeutschen Gebieten vor 80 Jahren erinnert, gewinnt durch den Ukraine-Krieg an Aktualität. Seit 1958 erinnert das Ostlandkreuz oberhalb des Baugebietes Knoppen in Kall als Mahnmal für die toten Angehörigen der  im Zweiten  Weltkrieg vertriebenen Menschen aus den ostdeutschen Gebieten. Das Kreuz mit der Inschrift „Den Toten der Ostdeutschen Heimat“ hat jetzt knapp 80 Jahre nach dem Weltkrieg durch den Krieg in der Ukraine wieder Aktualität bekommen. Anwohner Wolfgang Röhrig vergleicht den seit Wochen tobenden Krieg in der Ukraine mit der schrecklichen Situation von damals.

Wolfgang Röhrig, der sich seit Jahren mit mehreren Anrainern um die Erhaltung und Pflege der Gedenkstätte kümmert hat jetzt aus aktuellem Anlass am Fuße des Kreuzes eine kleine Tafel mit einem Text und einem Auszug aus dem ökumenischen Friedensgebet  angebracht.

„Nach dem Zweiten Weltkrieg mussten viele Menschen aus den ostdeutschen Gebieten in Richtung Westen fliehen. Der Krieg und die beschwerliche Flucht haben viele Menschen das Leben gekostet. Daran erinnert das Ostlandkreuz hier in Kall“, steht im ersten Abschnitt des Textes. Weiter heißt es da: „Knapp 80 Jahre später ist wieder Krieg im Osten Europas. Wieder müssen viele Menschen – insbesondere Frauen und Kinder – vor den Bomben und Panzern  fliehen. Auch jetzt gibt es wieder viele Tote; Soldaten, Zivilisten und unschuldige Kinder sterben – Warum?“.

Als Auszug aus dem ökumenischen Friedensgebet 2022 hat Röhrig nachdenkliche Passagen ausgewählt und auf der Tafel niedergeschrieben: „Gütiger Gott, wir sehnen uns danach miteinander in Frieden zu leben. Wenn  Egoismus und Ungerechtigkeit überhandnehmen, wenn Gewalt zwischen Menschen ausbricht, wenn  Versöhnung nicht möglich erscheint, bist du es, der uns Hoffnung und Frieden schenkt“.

Ganz aktuell ist die Gebets-Passage: „Wenn  Menschen gegen  Menschen ausgespielt werden, wenn Macht ausgenutzt wird, um andere auszubeuten, wenn Tatsachen  verdreht werden um  andere zu täuschen, bist du es der uns Hoffnung auf Frieden schenkt“.  Das Gebet endet mit dem Schlusssatz: „Schenke uns mutige Frauen und Männer, die Wunden  heilen, die Hass und Gewalt an Leib und Seele hinterlassen. Lass uns die richtigen Worte, Gesten und Mittel finden, um den Frieden zu finden“.

Wolfgang Röhrig wünscht sich, dass viele Menschen die Botschaften am Ostlandkreuz lesen: „Wer dort kurz inne halten will, ist dazu herzlich eingeladen und kann dort auch gerne eine Kerze aufstellen“.  Wer am Ostlandkreuz innehält, erfährt auch die Herkunft des Kreuzes, das am Sonntag, 12. Oktober 1958 feierlich eingeweiht worden war.  500 Menschen waren damals der Einladung des Bundes der der heimatvertriebenen Deutschen und des Vereinskartells gefolgt.

Das Holz des Kreuzes, das damals von Adolf Teuber und Ernst Ludwig Bongard hergestellt wurde, stammte vom  Abriss des St. Michael-Gymnasiums in Bad Münstereifel. Die Inschrift auf dem Kreuz fertigte der Kaller Bildhauer Karl Kisgen, der damals in der Aachener Straße ein Atelier hatte.

In den 80er Jahren wurde das große Holzkreuz durch das heutige ersetzt. Den Zeitpunkt und den Grund dazu hat Wolfgang Röhrig trotz umfangreicher Recherchen bis heute noch nicht herausgefunden.  Es wird vermutet, dass es damals einem Feuer zum Opfer gefallen ist. Nachdem auch der Zahn der Zeit an dem zweiten Kreuz genagt hatte und der Platz kaum noch zugänglich war, entschied sich eine Initiative der Nachbarschaft im Jahr 2017, das völlig verwitterte hölzerne Mahnmal zu restaurieren.

Mit Hilfe des Bauhofes und den Anrainern des Knoppen wurde das Kreuz abgebaut, geschliffen und neu gestrichen. Und auch das verwilderte Gelände um den Aufstellungsort wurde freundlich gestaltet. Eine kleine Sitzgruppe vor dem Kreuz lädt zum Verweilen ein, auf einer Hinweistafel findet der Betrachter die Geschichte des Kreuzes und ein Foto von der Einweihung im Jahr 1958. Ebenso ein Insekten- und ein Bienenhotel.

Für die Bepflanzung rund um das Kreuz hat sich die Nachbarschaft durch die Biologische Station in Nettersheim beraten lassen. Wolfgang Röhrig: „Wer zum Ostlandkreuz kommt, kann sich dann auch vielleicht an den mittlerweile mehr als 200 Frühlingsblütern erfreuen, die wir dort gepflanzt haben“.