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„Zukunftstag“ in Jülich am Samstag 04. Mai auf dem Schlossplatz

Jülich – Der Städtebau, Bildung und Wissenschaft, Forschung und Entwicklung sowie Tagebauumfeld-Initiativen informieren über die Zukunft Jülichs und der Region. Die Stadt Jülich lädt am Samstag, 04. Mai, von 10-16 Uhr auf dem Schlossplatz zu einem Event der besonderen Art ein. Mit Aktionen für die ganze Familie gibt es die Chance, die Pläne zur zukünftigen Entwicklung der Stadt, dem Umland und darüber hinaus greifbar aufbereitet zu erleben.

Für alle Interessierten wurde ein attraktives Rahmenprogramm vorbereitet. Auch in diesem Jahr wird wieder ein Sandkasten für die Kleinsten zur Verfügung stehen. Wer hoch hinaus will, für den steht ein Fesselballon an einem Kran bereit, der bis über die Baumwipfel gezogen wird. Alle Altersgruppen sind dazu eingeladen, sich an den ringsherum aufgebauten Ständen über die geplanten Projekte zu informieren.

Integriert in den Zukunftstag ist der Tag der Städtebauförderung. Hier erwarten die Besucherinnen und Besucher Informationen zum Integrierten Handlungskonzept (InHK) und den Maßnahmen rund um Marktplatz, Schlossplatz und Kölnstraße. Zudem stellt das Citymanagement seine Arbeit und dessen Förderprogramme vor. Die Jahrgangsstufe 5 des Mädchengymnasium Zitadelle widmet sich dem Thema Ladenleerstand und präsentieren ihre Ideen. Das Jugendparlament Jülich (JuPaJü) beteiligt sich mit einer Wand der Zukunft bei dem vor allem junge Menschen ihre Wünsche für Jülich einbringen können.

Im ganzen Jülicher Stadtgebiet gibt es viele weitere Projekte, die die Stadt attraktiver, lebenswerter und zukunftssicher machen werden. Dazu gehören die Sophienhöhe, der Brainergy Park, sowie die beiden zukünftigen Seenlandschaften am Hambachsee und am Indesee. Am Zukunftstag erfahren Besucher das WER, WIE, WAS und WOZU dieser Projekte. Mit dabei sein werden Team der Zukunftsagentur Rheinisches Revier (ZRR), die Entwicklungsgesellschaften indeland GmbH und Neuland Hambach GmbH sowie das FZ Jülich und RWE. Zudem wird der Campus Jülich der FH Aachen, das Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR), das HC H2 Helmholtz Cluster Wasserstoff, der Kreis Düren, die Stadtentwicklungsgesellschaft SEG, das Strukturwandelmanagement sowie das NaMoK Team der Stadt Jülich vor Ort sein.

 

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Tourismus

Neun Weingüter, fünf Kilometer Rundtour und chillige Lounge in Ahrweiler

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Der AhrWeinWalk lädt unter dem Motto „Genuss im Weinberg“ am Christi-Himmelfahrt-Wochenende wieder zu Wein und Wandern nach Ahrweiler ein. Von Donnerstag, 9. Mai, bis Sonntag, 12. Mai, können die Gäste erstklassige Weine auf einer rund fünf Kilometer langen Rundtour entlang der Ahrweiler Höhenwege probieren und sich mittels Wanderkarte eigenständig zu den Weinständen navigieren. Die Vorbereitungen der Ahrtal und Bad Neuenahr-Ahrweiler Marketing GmbH und der teilnehmenden Ahrweiler Winzerbetriebe laufen auf Hochtouren. Tickets für das Starterpaket sind unter ticket.ahrtal.de erhältlich. Im Starterpaket enthalten sind ein Weinglas, gefüllt mit Sekt, eine Wanderkarte und eine Stempelkarte zur Teilnahme an einem attraktiven Gewinnspiel. Mit dem Kauf des Starterpakets unterstützen die Gäste die Durchführung der Veranstaltung und damit die teilnehmenden Winzer.

Neun Weingüter präsentieren an eigenen Weinständen mit gemütlichen Sitzgelegenheiten und liebevoll gestalteten Dekorationen ihre Weine: Vom samtigen Spätburgunder über fruchtigen Blanc der Noir bis hin zur Spezialität des Ahrtals, dem seltenen Frühburgunder. Mit dabei sind das Weingut J.J. Adeneuer, das Weingut Kurth, das Weingut Pollig & Schmidt, das Weingut Coels, der Winzerhof Körtgen, die Jungwinzer next Generation, das Weingut Maibachfarm, das Weingut Peter Kriechel und der Ahrweiler Winzerverein. Die Weinstände sind jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

Im Anschluss ist an allen Veranstaltungstagen Gelegenheit, den Abend in der AfterWalkLounge an der Winzerkapelle Sankt Urban bei einem Glas Wein und mit chilligen Sounds und Beats ausklingen zu lassen. Betrieben wird sie jeweils bis 22 Uhr (donnerstags bis 21 Uhr) von der Eventagentur butlery in Zusammenarbeit mit Ahrweiler Gastronomiebetrieben, die kleine Speisen und Snacks anbieten.

Startpunkt des AhrWeinWalk ist der Ahrtal-Stand an der Weinlage „Ahrweiler Rosenthal“ in unmittelbarer Nähe der Bahnhaltestelle Ahrweiler Markt. Dort erhalten die Gäste ihr Starterpaket. Die An- und Abreise ist mit dem ÖPNV möglich.

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KSK Mayen unterstützt Anschaffung moderner Medizintechnik für Kinderklinik in Mayen

Mayen/Region – Modernes Ultraschallgerät für Kinderklinik in Mayen – Einen Spendenscheck über 2.500 Euro durfte kürzlich der Förderverein St. Elisabeth Krankenhaus Mayen für die Kinderklinik des Mayener Krankenhauses entgegen nehmen. Zur Anschaffung eines modernen Ultraschallgerätes für die Kinderklinik nahm die Kreissparkasse (KSK) Mayen die Gelegenheit gerne wahr, das Vorhaben des Fördervereins mit einer Spende zu unterstützen.

Der KSK-Vorstandsvorsitzende Karl-Josef Esch gratulierte persönlich zur Spende und übergab gemeinsam mit dem Vorstand des Fördervereins symbolisch den „großen“ Scheck an Markus Bunzel, dem kaufmännischen Direktor des Mayener Krankenhauses. Esch unterstrich bei der Übergabe die Wichtigkeit der Arbeit des Mayener Krankenhauses sowie die Notwendigkeit des Einsatzes modernster Technik, insbesondere auch für die „kleinen“ Patienten. Gerade vor dem Hintergrund, dass das bisher genutzte Ultraschallgerät nicht mehr den aktuellen Anforderungen einer modernen medizinischen Versorgung entspreche, sei die Neuanschaffung eine sinnvolle und auch wichtige Investition in die Zukunft, wie Markus bestätigend Bunzel hinzufügt.

Dr. Paul Glauben als Vorsitzender des Fördervereins und sein Vorstandskollege Heinz Schäfer bedankten sich im Beisein ihres Schatzmeisters Peter Lampmann für das Engagement der Kreissparkasse Mayen. Sie betonten an der Stelle aber auch, dass zur zeitnahen Anschaffung eines modernen Ultraschallgerätes noch weitere Spenden nötig seien, die gerne über den Förderverein St. Elisabeth Krankenhaus Mayen weitergeleitet werden können. 

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MYK Landrat und RLP Umweltministerin besuchen Wacholderheiden in Langscheid

Langscheid/Mayen-Koblenz – Landrat Dr. Saftig und Erster Kreisbeigeordneter Badziong stellten Arbeit der kreiseigenen Stiftung Natur und Umwelt vor – Die Wacholderheiden in Langscheid gehören zu den bedeutendsten Biotopen in Mayen-Koblenz und beherbergen eine ganz besondere Flora und Fauna. Um die einzigartige Naturlandschaft zu bewahren, wurde einer Verbuschung und Vergrasung zunächst durch das EU-LIFE-Projekt „Schutz und Pflege von Wacholderheiden der Osteifel“ entgegengewirkt. Nach Auslauf des Projektes hat die kreiseigene Stiftung für Natur und Umwelt in Zusammenarbeit mit der Biotopbetreuung die Bearbeitung der Flächen übernommen. Gemeinsam mit Umweltministerin Katrin Eder, dem Präsidenten der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord Wolfgang Treis, dem Vorsitzenden der Stiftung und Ersten Kreisbeigeordneten Pascal Badziong sowie weiteren kommunalen Vertretern und Projektbeteiligten machte sich Landrat Dr. Alexander Saftig vor Ort ein Bild von der aktuellen Situation.

„Der Erhalt der Heide ist mit viel Arbeit verbunden. Ohne kontinuierliche Freistellungsmaßnahmen würden die Wacholderpflanzen durch andere Arten verdrängt“, betonte Landrat Dr. Alexander Saftig. Dies bestätigt auch der Biologe Jörg Hilgers, der das Projekt seit Beginn begleitet und für die Gruppe ein kompetenter Ansprechpartner war. „Der Erfolg der nachhaltigen Entwicklungspflege ist enorm“, sagte Hilgers. „Dazu zählt beispielsweise die Wiederansiedlung der Heidelerche, die fast schon ausgestorben war.“ Weiter haben zahlreiche bedrohte Vogel- und Insektenarten wie der Baumpieper oder der Neuntöter durch die Entwicklungsmaßnahmen enorm profitiert und sind in der Wacholderheide wieder zu finden.

Durch die fachliche Führung von Jörg Hilgers konnten sich die Teilnehmenden selbst von der wunderbaren Landschaft sowie den besonders geschützten Heidelebensräumen, die schon längst verschollen geglaubte Tier- und Pflanzenarten beherbergen, überzeugen. Während die landeseigenen und kommunalen Flächen in den Wacholderheiden vom Land Rheinland-Pfalz im Rahmen der Biotopbetreuung bearbeitet werden, kümmert sich die Stiftung für Natur und Umwelt im Landkreis Mayen-Koblenz um einen Flächenpool von rund 200 Hektar alleine in den Wacholderheiden.

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Politik

NRW Minister Liminski zieht Bilanz seiner Zypern-Reise zum Thema Flucht und Migration

Region/Düsseldorf – NRW Minister Liminski: Angesichts des Sterbens im Mittelmeer und der Notlage in Gaza muss Europa endlich vom Reden ins Handeln kommen – Minister Nathanael Liminski ist in dieser Woche für zwei Tage nach Zypern gereist. Themen seiner Gespräche mit Regierungsvertretern, Behörden, Nicht-Regierungsorganisationen und Experten waren vor allem Migration und die humanitäre Hilfe für die Menschen im Gazastreifen.

 Minister Liminski: „Auch wenn mehr als tausend Kilometer Luftlinie zwischen uns liegen, ist uns Zypern mit seinen Herausforderungen in vielerlei Hinsicht ganz nah. Ob Migration oder die Folgen des Nahost-Konfliktes, beide Themen kommen in Zypern wie unter einem Brennglas zusammen und betreffen auch uns in Nordrhein-Westfalen. Kein EU-Mitgliedsland nimmt im Verhältnis zu seiner Einwohnerzahl mehr Flüchtlinge auf als der kleine Mittelmeerstaat. Wir müssen das unüberhörbare Alarmsignal von Zypern zu den drastisch steigenden Flüchtlingszahlen ernst nehmen. Auch bei der humanitären Hilfe für Gaza steht Zypern in der ersten Reihe. Im östlichen Mittelmeer ist die Humanität Europas einem Stresstest ausgesetzt – und muss sich bewähren.“

Erste Station der Reise war der Hafen von Larnaka. Dort sprach Minister Liminski in Begleitung der deutschen Botschafterin auf Zypern, Anke Schlimm, unter anderem mit der Besatzung des Schiffes „Open Arms“, das im Mittelmeer in Seenot geratene Flüchtlinge rettet. Gemeinsam mit der Initiative „World Central Kitchen“ organisiert die NGO zudem die Lieferung von Lebensmitteln und Hilfsgütern nach Gaza. Liminski: „Nordrhein-Westfalen bleibt an der Seite Israels. Das steht auch nicht im Widerspruch dazu, dass wir die extreme humanitäre Notlage im Gazastreifen sehen und lindern wollen. Es war mir wichtig, die engagierten Helferinnen und Helfer der Organisationen kennenzulernen, die unter schwierigsten Bedingungen Hilfslieferungen nach Gaza ermöglichen, und von ihnen Informationen zur Lage aus erster Hand zu erhalten.“ Minister Liminski ließ sich außerdem von amerikanischen Regierungsvertretern zu den Plänen der USA unterrichten, gemeinsam mit regionalen Partnern einen temporären Hafen vor der Küste des Gazastreifens zu errichten, um Hilfsgüter effizienter als bisher über den Seeweg transportieren zu können.

Um die Sicherheit im Mittelmeer ging es bei den Gesprächen mit den Mitarbeitern des „Joint Rescue Coordination Center“ (JRCC). Die Behörde ist Kern des Such- und Rettungssystems der Republik Zypern und sorgt dafür, Notsituationen auf See früh zu erkennen und Menschenleben schnell zu retten. Im „Cyprus Center for Land Open Seas and Port Security“ (CYCLOPS) informierte sich Minister Liminski über die internationale Zusammenarbeit zur Schulung in verschiedenen Bereichen der nicht-militärischen Sicherheit – dazu zählen Zoll- und Ausfuhrkontrolle, Hafen- und Seesicherheit sowie Cybersicherheit. „Angesichts der unsicheren Lage im Nahen Osten stellt sich die Frage noch einmal mehr, wie wir vernetzte Sicherheit in einem für Europa strategisch wichtigen Raum organisieren“, so der Minister.

Beim Austausch im zypriotischen Innenministerium berichtete der Staatssekretär Elikkos Elia über die Herausforderungen bei der Bewältigung von Flüchtlingsbewegungen syrischer Flüchtlinge aus dem Libanon. Liminski: „So, wie es jetzt ist, kann es nicht weitergehen. Angesichts der rasant steigenden Zahlen muss jeder verstehen, dass die zypriotischen Kollegen in Sachen Flucht an ihre Grenzen gekommen sind. Wenn man die Zuzugszahlen für Zypern und seine Größe auf Deutschland überträgt, wird die Dramatik der Situation sofort deutlich.“ Während im ersten Quartal 2023 über den Seeweg rund 80 Flüchtlinge auf Zypern angekommen sind, waren es im ersten Quartal 2024 bereits über 2.000. Vor diesem Hintergrund hat die zypriotische Regierung jüngst bekanntgegeben, die Bearbeitung von Asylanträgen syrischer Flüchtlinge auszusetzen.

Am Abend des ersten Reisetags diskutierte Minister Liminski im Rahmen der „Dinner Debate“ der Konrad-Adenauer-Stiftung unter anderem mit dem libanesischen Parlamentarier und früheren Sozialminister Pierre Bou Assi und dem ehemaligen Innenminister Zyperns, Nikos Nouris, zum Thema „Jenseits der Grenze: Die Herausforderung der Migration als Faktor der deutschen und zypriotischen Außenpolitik“. Minister Liminski hat dort unterstrichen: „Die Einigung zum EU-Asyl- und Migrationspaket ist ein erstes wichtiges Signal. Wir dürfen dabei jedoch nicht stehen bleiben und müssen weiter an einer nachhaltigen Lösung arbeiten.“

Ein Bild von der Lage vor Ort machte sich Minister Liminski am zweiten Tag beim Besuch des Flüchtlingslagers Pournara, einer von zwei Erstaufnahmeeinrichtungen im Land. In der ursprünglich für maximal 1.800 Personen ausgelegten Unterkunft kommen aktuell 300 bis 500 Personen pro Tag an. Entsprechend ist das Lager weit über seine Kapazitäten belegt. „Auch wenn oft abstrakt von Welle, Krise oder Strom die Rede ist: An diesem Ort bekommt die große Frage der Migration ein menschliches Gesicht. Niemand begibt sich leichtfertig auf den unsicheren Weg über das Mittelmeer“, sagt Minister Liminski.

Die Reise wurde mit einem Besuch im Hauptquartier der Friedenstruppe UNFICYP der Vereinten Nationen auf Zypern abgeschlossen, die seit 1964 vor Ort präsent ist und seit 1974 die entmilitarisierte Zone zwischen der Republik Zypern und den von türkischen Truppen okkupierten Nordteil der Insel überwacht. „Wer Zypern verstehen möchte, muss sich mit dem ungelösten territorialen Konflikt zwischen der Republik Zypern und der Türkei eingehend beschäftigen. Auch im Hinblick auf die Migrationsfrage spielt der Konflikt eine bedeutende Rolle, da Flüchtlinge immer wieder aus der Türkei über das besetzte Gebiet nach Zypern gelangen,“ betonte der Minister.

Sein abschließendes Fazit lautet: „So gut organisiert die Hilfe hier vor Ort auch funktioniert, so offenkundig ist auch, dass wir so nicht auf Dauer weitermachen können. Die Debatte zur Migration braucht weniger Mahnerei und Moralisieren. Europa braucht den Mut zu Steuerung und Begrenzung der Migration, um der Situation gerecht zu werden – und vor allem den Menschen. Das heißt konkret, mit einem Drittstaaten-Modell und geordneten Verfahren außerhalb Europas Schleusern das Handwerk zu legen, so illegale Migration zu unterbinden und Fluchtursachen zu bekämpfen. Das ist humaner als der Status Quo, in dem Schlepper darüber entscheiden, wer den Weg nach Europa schafft. Nur mit mehr Ordnung werden wir dauerhaft denen angemessen helfen können, die unsere Hilfe wirklich brauchen. Das Sterben im Mittelmeer muss endlich ein Ende haben.“

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Wirtschaft

Eifel Edelbrand w.V. – Edler Brand mit edlen Zielen

Prüm – Der Schnaps hat in der Eifel eine uralte Tradition. Die Brenner von Eifel Edelbrand haben ihn perfektioniert und so mit höchster Qualität unter dem Label der Regionalmarke den Weg in den Einzelhandel geschafft. Zum Qualitätsanspruch zählt auch die Pflege der Streuobstlandschaften.

Man kann wohl sagen, dass er ein Stück Eifeler Kulturgut ist, der früher stets griffbereit in jeder Stube stand. Ob nach dem zünftigen Essen, beim Plausch mit dem Nachbarn, als Absacker in der Dorfkneipe oder als Hausmedizin: Der Brand war, maßvoll genossen, ein täglicher Begleiter.

Ein Wandel von Masse zur Klasse

Noch vor wenigen Jahrzehnten gab es in fast jedem Dorf mindestens einen Landwirten, der als Kleinbrenner sein eigenes Obst sowie das anderer Obstbaumbesitzer brannte. Der beste Teil der Ernte wurde zu eigenen Obstschnäpsen gebrannt. Für den Großteil der Erzeugung sicherte der Staat als Abnehmer über das Brandweinmonopol einen auskömmlichen Preis. Durch den Wegfall dieses Rechtes mit den garantierten Abnahmen wurde das Brennen für viele nicht mehr lohnend, sie schlossen ihre Brennereien. Die Verbliebenen setzen seither verstärkt auf Qualität.

Im Familienverbund geerntet, in Erzeugergemeinschaft vermarket

Für die Mitglieder von EIFEL Edelbrand steht diese Qualität an oberster Stelle. Das beginnt bereits bei der Auswahl der besten Früchte aus besonders sonnigen Lagen der Südeifel. Jedes Jahr im Herbst rücken die bäuerlichen Familien mit Verwandten und Freunden aus, um das späte Obst zu ernten. Die einheimischen Sorten wie Apfel, Nelchesbirne, Mirabelle oder Zwetschge werden auf jedem Hof mit höchster Sorgfalt handsortiert, gemaischt, vergoren und nach traditionellem Verfahren gebrannt. Die jeweiligen Anteile, die an die Erzeugergemeinschaft geliefert werden, müssen sich vorab einer strengen analytischen und sensorischen Prüfung durch ein externes Labor unterziehen. Nur wenn Optik, Geruch und Geschmack den hohen Anforderungen entsprechen, gelangen die Brände in die gemeinsamen, sortenreinen Lagertanks des Vereins – und von dort in die Flasche. Per Hand wird abgefüllt, etikettiert und verpackt, bevor die edlen Tropfen ihren Weg zum Endkunden, zur Gastronomie oder dem Handel antreten.

Regionalmarke ist und war erfolgsentscheidend

Seit der Gründung des wirtschaftlichen Vereins produzieren und vermarkten die Brenner ihr Produktsortiment unter dem Label der Regionalmarke EIFEL, mit dem markanten EIFEL-E. Und das nicht nur um dem Verbraucher zu zeigen, dass 100% Eifel in jeder Flasche steckt. „Ohne Unterstützung der Markenmanager hätten wir es alleine niemals geschafft, unsere Produkte im Einzelhandel listen zu lassen. Sie sind von Beginn an Türöffner und Bindeglied zwischen uns Bauern und den Einkäufern in den Zentralen der Lebensmittelketten“, so der Vereinsvorsitzende Andreas Hahn. Und in diese Vermarktungsschiene gehen etwa zwei Drittel des EIFEL Edelbrandes. „Der Handel hat eigene Anforderungen, eigene Rahmenbedingungen – und eine eigene Sprache“ weiß der Geschäftsführer der Regionalmarke Markus Pfeifer, der früher selbst in leitender Position im Lebensmitteleinzelhandel tätig war. Beide bestätigen: Es ist kein Selbstläufer, einmal gelistet zu sein – man muss ständig an dieser Handelspartnerschaft arbeiten.

Win-Win – auch für die Natur

Wer die Südeifel bereist, wird schnell von den vielen Streuobstwiesen verzaubert. Doch ohne Bewirtschaftung ist diese Naturlandschaft in Gefahr. „Naturschutz muss sich tragen“, so die Philosophie von Landwirt und Obstbrenner Andreas Hahn. Wenn das Obst keinen wirtschaftlichen Ertrag mehr einbringt, werden die Bäume irgendwann verschwinden. Denn sie benötigen stetige Pflege – vom regelmäßigen Schnitt bis zur manuellen Entfernung der schädigenden Mistel. Hierzu tragen die Brenner mit ihrem Engagement entscheidend bei. Auch die verstärkt aufkommenden bürgerschaftlichen Initiativen zum Erhalt der Streuobstwiesen in den Eifel-Dörfern stimmen Hahn zuversichtlich, dass das prägende Landschaftsbild trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen auch in den nächsten Generationen erhalten bleibt.

Somit ist jede gekaufte Flasche EIFEL Edelbrand nicht nur ein wahrer Genuss, sondern gleichzeitig ein Beitrag zur Existenzsicherung der Obstbrenner und zum regionalen Naturschutz. Wenn das nicht starke Kaufargumente sind.

“Ohne Unterstützung der Markenmanager hätten wir es alleine niemals geschafft, unsere Produkte im Einzelhandel listen zu lassen.“

Andreas Hahn – Vorsitzender von Eifel Edelbrand w.V.

https://www.eifeledelbrand.de/

“Die EIFEL Edelbrände waren eine der ersten Produkte auf dem das markante Regionalmarke EIFEL „e“ prangte. Ein besonderes Geschmackserlebnis bietet der regionaltypische Nelchesbirnen-Obstbrand. Vor vielen Jahren eine fast vergessene Birnensorte, welche aber glücklicherweise eine regelrechte Renaissance erlebt.“

Markus Pfeifer – Geschäftsführer Regionalmarke EIFEL

www.regionalmarke-eifel.de

Eifel-Edelbrand w.V.

2004 wurde auf Initiative des Gründungsmitgliedes und langjährigen Vorsitzenden Alfred Hauer die Vermarktungsinitiative und Erzeugergemeinschaft für Eifeler Obstbrände gegründet. Die Brenner haben sich selbst hohe Qualitätskriterien auferlegt: Das benötigte Obst darf ausschließlich von ungedüngten und ungespritzten Streuobstbeständen aus dem Naturraum Eifel stammen. Die Bäume sind in einem vorgegebenen Rhythmus zu beschneiden und das vollreife Obst handverlesen und sauber einzumaischen. Bei einer kontrollierten Vergärung ist der richtige Brennzeitpunkt zu wählen. Alle wichtigen Vorgänge sind zu dokumentieren und unterliegen der Kontrolle eines anerkannten Prüfinstituts. Eifel Edelbrand w.V. hat heute 9 aktive Mitgliedsbetriebe.

Weitere Infos und Bestellmöglichkeiten: www.eifeledelbrand.de – erhältlich auch in ausgewählten Märkten.

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Top-Themen

Die „C & C Eifel Windenergie GmbH & Co. KG“ plant den Bau und den Betrieb von vier Windkraftanlagen

Region/Koblenz/Hallschlag/Gerolstein – Die SGD Nord prüft Antrag auf Errichtung und Betrieb von vier Windkraftanlagen bei Hallschlag in der Eifel – Die „C & C Eifel Windenergie GmbH & Co. KG“ plant den Bau und den Betrieb von vier Windkraftanlagen auf dem Gebiet der Ortsgemeinde Hallschlag in der Verbandsgemeinde Gerolstein. Zu diesem Zweck hat sie bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord eine immissionsschutzrechtliche Genehmigung für das Vorhaben beantragt. Die Windkraftanlagen im geplanten „Windpark Steinert“ sollen eine Nabenhöhe von rund 166 Metern sowie eine Gesamtleistung von circa 22.240 Kilowattstunden aufweisen.

Die SGD Nord ist seit Juni 2023 für die immissionsschutzrechtliche Genehmigung von Windenergieanlagen im nördlichen Rheinland-Pfalz zuständig. Dabei verfolgt sie das Ziel, Anträge möglichst schnell und kompetent zu bearbeiten, um den Ausbau erneuerbarer Energien zu fördern. Die Unterlagen und bisher vorliegenden Stellungnahmen zum geplanten „Windpark Steinert“ sind vom 29. April bis zum 28. Mai 2024 bei folgenden Stellen öffentlich einsehbar: Bei der SGD Nord, Kurfürstenstraße 12-14, 56068 Koblenz; bei der Verbandsgemeindeverwaltung Gerolstein, Kyllweg 1, 54568 Gerolstein; sowie im Internet. Den vollständigen Bekanntmachungstext und den Link zum Download der Antragsunterlagen finden Sie auf der Homepage der SGD Nord.

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News

Käthe Eisenbürger spendet für die neue Wald-Kita in Mayen

Mayen – Anlässlich ihres 90. Geburtstags bat Käthe Eisenbürger – statt der üblichen Geschenke – um eine Geldspende für die neue Wald-Kita der Stadt Mayen. Dass man sich mit nun 90 Jahren immer noch offen gegenüber neuen sozialen Projekten in ihrer Heimatstadt Mayen zeigt, ist für die langjährige Vorsitzende der CDU und jetzige Ehrenvorsitzende selbstverständlich. Getreu ihrem Motto „Stillstand ist Rückschritt“ interessiert und engagiert sie sich weiterhin mit viel Herzblut für die Belange ihrer Heimatstadt.

Kürzlich konnte Bürgermeister Bernhard Mauel in Beisein von Bereichsleiterin des Stadtjugendamtes Sandra Dietrich-Fuchs und Waldpädagoge Peter Hüging der Spenderin einen Überblick des Geländers der Wald-Kita ermöglichen.

Das Spendengeld soll für die Anschaffung einer Sitzgruppe mit Überdachung verwendet werden. Der hierfür vorgesehene Platz konnte nun in Augenschein genommen werden. Die entsprechende Sitzgruppe wird zeitnah von der Komm-Aktiv GmbH hergestellt.

Bürgermeister Bernhard Mauel bedankte sich für die überaus großzügige Spende und versprach der rüstigen Frontfrau: ,,Sobald der Kita-Bauwagen und die Sitzgruppe fertiggestellt sind wird es einen erneuten Besichtigungstermin in erweiterter Runde geben.‘‘

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Gesundheit

Bad Münstereifel stärkt Position als Kneippheilbad

Bad Münstereifel – Wasseranwendungen sind die wohl bekannteste der fünf Säulen der Gesundheitslehre nach Sebastian Kneipp. So war es für die Stadt Bad Münstereifel als Kneippheilbad selbstverständlich, diese prominent in der Neugestaltung des Europaplatzes zu integrieren. Offiziell in Betrieb genommen wurden das neue Arm- sowie das Tretbecken nun zu Beginn des Frühjahrs. Eröffnet worden war der Europaplatz bereits im November 2023 mit einem kleinen Festakt. Die Inbetriebnahme der Kneipp-Becken war aufgrund der kalten Jahreszeit hingegen für den Frühjahr terminiert worden. Dieser präsentierte sich in den vergangenen Tagen zwar eher von seiner kühlen und nassen Seite, ließ aber während des Anwasserns die Sonne erstrahlen.

Die Eröffnung der neuen Kneipp-Becken wurde im Rahmen des traditionellen „Anwasserns“, mit dem jährlich die Kneipp-Freiluftsaison eingeläutet wird, feierlich begangen. Der Kneipp-Verein Bad Münstereifel, vertreten durch seinen Vorsitzenden Peter Hanschke und zahlreiche weitere Mitglieder, spielt sowohl beim Kneippen in der Stadt als auch beim „Anwassern“ eine zentrale Rolle. Der Verein füllt die von der Stadt zur Verfügung gestellten Angebote mit Leben und bietet einen reichhaltigen Kalender an Kursen, Wanderungen, Radtouren und anderen Veranstaltungen. Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian dankte den aktiven Mitgliedern des Kneipp-Vereins für ihr ehrenamtliches Engagement, das diese Angebote erst möglich macht. Den Gästen gegenüber erläuterte der „echte“ Pfarrer Kneipp alias Günter Puhe die Elemente und die Technik des Wassertretens und verpasste Interessierten mit der Gießkanne eine Gesichtsanwendung.

Der Europaplatz beherbergt in seiner neuen Gestaltung neben der Wassertherapie drei weitere der fünf Säulen nach Sebastian Kneipp. Im oberen Teil des Europaplatzes ist mit einem Klettergerüst, aber auch kleinen Geräten für die ältere Generation, die Säule der Bewegung abgebildet. Der inneren Balance kommen die Ruheplätze in verschiedenen Abschnitten des Platzes zugute. Die vierte Säule der Kräuter inklusive Schildern mit Namen und Wirkweise ist ebenfalls im Bereich „Kneipp und Meditation“ zu finden.

Die neuen Kneipp-Becken markieren einen sichtbaren Schritt in der Modernisierung von Bad Münstereifel als Kneippheilbad. Mit diesen Einrichtungen wird nicht nur die Tradition der Kneipp‘schen Wasseranwendungen fortgeführt, sondern auch die Attraktivität der Stadt als Gesundheits- und Erholungsziel gesteigert. Der Status als Kneippheilbad ist ein wichtiger Bestandteil des Selbstverständnisses von Bad Münstereifel. Seit der staatlichen Anerkennung im Jahr 1974 und der Verleihung des Titels „Bad“ im Jahr 1967 ist Kneipp ein integraler Bestandteil der Stadt. Die Verwaltung und Politik sind sich einig, dass das Kneipp-Wesen weiterhin unterstützt und ausgebaut werden muss, um Bad Münstereifel weiterhin als gesundheitsfördernde Destination zu positionieren.

Die Zukunft des Kneippheilbades Bad Münstereifel steht im Mittelpunkt dieser Bemühungen. Auf den Beschluss der Politik hin plant die Stadt, einen nicht genutzten Teil des eifelbades zur zentralen Kurmittelabgabestelle zu ertüchtigen und somit die Gesundheitsangebote für Gäste, aber auch Einheimische, auszubauen. Diese Investitionen sind nicht nur für den touristischen Sektor von Bedeutung. In einer Zeit, in der Resilienz und Prävention immer wichtiger werden, sind diese Angebote auch als Faktor der öffentlichen Gesundheitsvorsorge aller Bürgerinnen und Bürger zu sehen.

Die regelmäßigen finanziellen Zuwendungen, die Bad Münstereifel als Kneippheilbad erhält, sind sicher ein wichtiger Faktor, aber nicht der Hauptgrund, warum investiert werden soll. Neben dem mittelalterlichen Stadtkern und dem Outlet sind der Heilbadstatus und die entsprechenden Angebote auch nach Jahrzehnten noch ein zentrales Merkmal der Stadt. Etliche Gäste sehen darin einen wichtigen Entscheidungsfaktor für einen Aufenthalt in Bad Münstereifel – insbesondere jene Gäste, die gezielt nach naturbasierten Heilverfahren suchen. Viele der Heilbad-Einrichtungen werden von den Gästen sowie Einheimischen gerne und oft genutzt.

Die anvisierte zentrale Kurmittelabgabestelle im eifelbad bringt nicht nur einen Ausbau der Kurangebote mit sich, sondern auch generell eine Attraktivitätssteigerung des eifelbades.  Die künftigen Angebote im Kur und Wellnessbereich bereichern das Angebot Bad Münstereifels für die Gäste- und Bewohnerschaft.

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Tourismus

Gemeinsam Natur erleben – Das Wander- und Mountainbike-Event am 1. Mai in Bad Bertrich

Bad Bertrich/Daun – Immer mehr Gäste sind im GesundLand Vulkaneifel aktiv unterwegs – zu Fuß oder auf dem Bike. Die Vulkaneifel hat das Glück, beliebtes Urlaubsziel für Wanderer zu sein und zugleich zu den Top-Bikeregionen in Deutschland zu gehören. Zum zweiten Mal präsentieren das GesundLand Vulkaneifel und der VulkanBike Trailpark die Veranstaltung „Gemeinsam Natur erleben“ – am 1. Mai in Bad Bertrich.

Bad Bertrich: Eingebettet in herrlich grüne Wälder

„Mit unserer Veranstaltung „Gemeinsam Natur erleben“ laden wir Wander- und Mountainbike-Fans am 1. Mai nach Bad Bertrich ein“, so Vera Esch, die Geschäftsführerin des GesundLand Vulkaneifel. Die Wanderer gehen auf Deutschlands schönsten Wanderweg 2023, die „HeimatSpur Wasserfall-Erlebnisroute“ (ca. 13 Kilometer), die Mountainbiker auf das „Trail Eldorado“ (ca. 30 Kilometer).

Gemeinsam Natur erleben und gemeinsam stärken

Kurz vor Ende der jeweiligen Tour treffen sich Wanderer und Mountainbiker an der legendären Maischquelle nähe Kennfus. Dort bereitet die Feuerwehr Kennfus ein Barbecue mit Steaks, Bratwurst, „Krumpaare Schnittcha“ und kühlen Getränken vor. Die Anmeldung ist kostenlos. Vera Esch schließt: „Wichtig ist uns das Signal des Events. Bisher gab es kaum Probleme zwischen Wanderern und Mountainbikern – und das soll auch so bleiben.“

Infos

Gemeinsam Natur erleben am 1. Mai – Parkplatz Bad Bertrich Ortseingang West, Parkhaus gegenüber der Tourist Information
Treffpunkt 10 Uhr: Kurgarten in Bad Bertrich (direkt vor dem Kursaalgebäude)

Anmeldung kostenlos

Barbecue wird direkt vor Ort an der Maischquelle bei den Vereinen bezahlt

Anmeldelink:

https://www.vulkan.bike/gemeinsamnaturerleben/