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Lage am heutigen Montag nach der Hochwasser-Katastrophe im Stadtgebiet Mechernich beruhigt sich

Mechernich – Strom- und Wasserversorgung größtenteils in Funktion, alle 44 Ortslagen sind erreichbar – Versorgung mit Sachgütern gesichert – 300 Mechernicher Feuerwehrleute helfen jetzt auch in den schwerer betroffenen Nachbarkommunen – Großes Lob von Bürgermeister und Krisenstab an die vielen freiwilligen Helfer – Bergschadensgebiet in den nächsten Wochen nicht betreten – Bürgermeister fordert lokale und regionale Bauten für Regenrückhalt und eine Solidarversicherung gegen Elementarschäden.

Aufräumen an der Alten Schule in Mechernich-Bleibuir. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress

Im Stadtgebiet Mechernich selbst kam offenbar niemand beim Hochwasser ums Leben, nicht einmal Verletzte waren zu beklagen, bei denen „Rettungsmittel“ hätten eingesetzt werden müssen: Das ist die gute Nachricht aus Mechernich, die Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, Erster Beigeordneter Thomas Hambach und Fachbereichsleiterin Silvia Jambor am Montagmittag zur Lage am Bleiberg herausgeben konnten.

Die Schäden des verheerenden Hochwassers entlang Rot-, Blei- und Veybach sind immens. Der Krisenstab möchte keine Gewichtung abgeben, so Erster Beigeordneter Thomas Hambach: „Viele Ortslagen sind schwer betroffen! Brücken wurden zerstört – unter anderem in Satzvey am Bahnübergang und zwischen Bescheid und Wielspütz – und Straßen unterspült wie in Schaven. Dennoch sind alle Ortslagen wieder erreichbar.“

Hilfsgüter gibt es in der Dreifachturnhalle

Neben vielen, vielen Privathäusern, Wohn- und Geschäftsräumen sind auch 20 städtische Immobilien vom Hochwasser betroffen, darunter Schulen und Sporthallen wie Dreifachturnhalle und Oktogon im städtischen Schulzentrum und der Kindergarten am Dorfgemeinschaftshaus Firmenich. Auch Firmen wurden Opfer der von Starkregen ausgelösten Flut.

Die zeitweise innen unter Wasser stehende Dreifachturnhalle dient in trockenen Bereichen gleichwohl weiterhin als Hilfszentrum für Sachleistungen. Wer immer Sachspenden benötigt, kann sich dort ans Rote Kreuz wenden und erhält schnell und unbürokratisch, was er braucht. „Es werden zurzeit keine weiteren Sachspenden benötigt. Die Lager sind voll!“, so Thomas Hambach. Einige Supermärkte waren leergekauft, jetzt füllen sich die Regale wieder.

„Die Wasserversorgung steht wieder, auch der Strom bis auf wenige Trafostationen“, so der Beigeordnete. Pumpanlagen waren zeitweise ausgefallen, wurden aber zwischenzeitlich von den Mechernicher Stadtwerken wieder repariert und laufen. Von Stromausfall seien bestenfalls noch einzelne Straßenzüge betroffen, so Hambach.

Bohrungen im Bergschadensgebiet

Die Warnung, das Bergschadensgebiet nicht zu betreten, wird aufrechterhalten. Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, der das Gelände hinter der sogenannten „Papageiensiedlung“ am Montagmorgen nochmals mit Vertretern des Bergamtes und der Feuerwehr in Augenschein nahm, appellierte an die Bevölkerung, das frühere Bergwerksgelände zwischen Mechernich und Kallmuth, Bergheim und Roggendorf/Strempt in den kommenden Wochen zu meiden.

Der Geländeeinbruch, der dort am Wochenende am Ortsrand der Hardt registriert worden war, wolle das Bergamt verfüllen lassen. Ob sich eine Weltkriegsbombe in dem ehemaligen Luftschacht befindet, habe der Kampfmittelräumdienst noch nicht bestätigt. Mit Bohrungen solle die Festigkeit des Untergrundes untersucht werden. Bei Versuchen, einen Kleinbagger einzusetzen, gab der Boden nach. Es handelt sich um einen alten Bergbauabschnitt, von dem kein verlässliches Kartenmaterial vorliegt.

„Die Hilfsbereitschaft unter den Bürgern ist riesig und sehr beeindruckend“ sagte Silvia Jambor. Erster Beigeordneter Thomas Hambach bedankte sich nachdrücklich auch bei den 300 städtischen Feuerwehrkräften und anderen Hilfs- und Rettungsdiensten, die seit Mittwochabend in Wechselschicht ununterbrochen im Einsatz sind. „Der Dienst der Ehrenamtlichen und Freiwilligen verdient höchste Anerkennung und Dank“, so auch Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick.

Thomas Hambach: „Viele unserer Freiwilligen Feuerwehrfrauen und -männer befinden sich derzeit schon wieder im überörtlichen Einsatz und helfen in den noch weit schlimmer verwüsteten Notstandsgebieten Schleiden und Bad Münstereifel.“ Silvia Jambor: „Alle machen einen wahnsinnigen Job. Das ist schon beeindruckend.“

Schadensermittlung läuft

Die Stadtverwaltung Mechernich hat eine Schadensermittlung an den vielen in Mitleidenschaft gezogenen Privathäusern, Grundstücken, Straßen und Brücken eingeleitet. Es sollen Prioritäten festgelegt werden, was, wie und in welcher Reihenfolge angegangen werden muss, so Hambach und Jambor.

Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick zog eine ernüchternde Bilanz: „Die Hochwassergefahr wächst. Über die Ursachen und das Angehen dagegen muss sich die hohe Politik international verständigen – was nutzt es allein, wenn Deutschland klimaneutral wird? Der Himmel und die Wolken kennen keine Grenzen!“

Im regionalen Rahmen müsse man jetzt daran gehen, weitere Regenrückhalte zu schaffen, so Dr. Schick: „Die können eine solche Regenmenge, wie sie diesmal binnen weniger Stunden gefallen ist, möglicherweise auch nicht bändigen, aber sie helfen zumindest bei Hochwasserereignissen mit abgeschwächten Niederschlagsmengen.“ Vor Städten müssten große Regenrückhaltungen gebaut werden.

Der Bürgermeister von Mechernich fordert außerdem eine gesetzliche Zwangsverpflichtung für Versicherungen, Menschen an Bach- und Flussläufen gegen Elementarschäden zu versichern.

Dr. Schick: „Wenn alle verpflichtet würden, sich gegen Elementarschäden zu versichern, dann wäre das auch finanzierbar, denn es entstünde eine Solidargemeinschaft, in der die Bergbewohner bei Hochwasser mit für die Schäden der Talbewohner aufkommen.“ Das umgekehrte Prinzip herrsche etwa bei Sturmschäden, wo Immobilien in exponierten Lagen weit mehr gefährdet seien als solche im Tal.

„Das hätte den Trost in Situationen wie diesen, dass jeder wüsste, dass er wenigstens materiell gegen Zerstörungen abgesichert wäre“, so Dr. Hans-Peter Schick.

Wie der mit seinem Firmensitz an der Deponie zeitweise unter Wasser gesetzte Müllentsorger Schönmackers der Stadtverwaltung Mechernich mitteilt, werden die Gelben Tonnen, die in der vergangenen Woche nicht geleert wurden, nicht außerturnusmäßig abgeholt: „Aktuell liegt die Priorität der Fa. Schönmackers in der Leerung von Restabfall, Bioabfall und Sperrmüll.“ Gelbe Tonnen und Papiersammlungen müssten warten. Es könne weiterhin zu Abfuhrproblemen kommen.

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RLP Ministerin Daniela Schmitt setzt Vergaberecht für betroffene Gebiete aus

Region/Mainz – Die Rheinland-Pfälzische Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt hat für die von den verheerenden Hochwasserschäden betroffenen Kommunen das Haushaltsvergaberecht zunächst bis zum Jahresende ausgesetzt. Damit können öffentliche Aufträge schneller und unbürokratischer vergeben werden.

„Das Land und die Kommunen stehen bei dem Wiederaufbau der betroffenen Gebiete vor einer Herkulesaufgabe. Mit den Erleichterungen im Vergaberecht können viele Aufträge, die zur Wiederherstellung der öffentlichen Infrastruktur notwendig sein werden, schnell und unbürokratisch vergeben werden. Damit leisten wir einen Beitrag zur schnellen Beseitigung der Schäden und einem zügigen Wiederaufbau“, sagte Wirtschaftsministerin Schmitt.

Das Haushaltsvergaberecht für Beschaffungen, die zur Bewältigung der unmittelbaren und mittelbaren Folgen der Flutkatastrophe dienen, wird zunächst bis Ende des Jahres 2021 ausgesetzt. Damit müssen keine förmlichen Vergabeverfahren durchgeführt werden.

Auch für öffentliche Aufträge oberhalb der EU-Schwellenwerte können Leistungen schnell und effizient insbesondere über das Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb beschafft werden. So ist es denkbar, dass Angebote formlos und ohne Beachtung konkreter Fristvorgaben eingeholt werden können und sogar nur ein Unternehmen angesprochen werden kann, sollten es die Umstände – wie aktuell – erfordern.

Die Aussetzung des Haushaltsvergaberechts vor dem Hintergrund des unvorstellbaren Ausmaßes der Schäden gilt für die betroffenen Landkreise Ahrweiler, Mayen-Koblenz, Bernkastel-Wittlich, Eifelkreis Bitburg-Prüm, Trier-Saarburg, Vulkaneifel und die kreisfreie Stadt Trier.

„Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen bereit, um Fragen der betroffenen Landkreise und Kommunen zu beantworten, wie Vergabeverfahren rechtssicher und beschleunigt durchgeführt werden können“, sagte Ministerin Schmitt

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Ein Gemälde von Mo.T. für die Mayener Bürger

Mayen – Kunstwerk ab sofort bei Hiebel-Weingart ausgestellt. Im Juni überreichte der Künstler Mo.T. an Oberbürgermeister Dirk Meid stellvertretend für die BürgerInnen ein Gemälde als Dank für die gute Aufnahme in Mayen: Nachdem das Gemälde zunächst im Schaufenster des Modehauses Küster zu bewundern war, ist es jetzt bei Herrenausstattung Hiebel-Weingart zu sehen.

„Mit diesem Gemälde möchte ich den Mayener Bürgern für all ihre Freundlichkeit und die Integrierung in der Stadt danken“, so Mo. T. “Ein Kunstwerk mit dem Ziel, Freude in die Herzen der Menschen zu schicken “, so der Künstler weiter.

Oberbürgermeister Dirk Meid dankte Hans-Paul Hiebel, Inhaber von Herrenausstattung Hiebel-Weingart, für die Unterstützung der Aktion und die Bereitschaft, das Gemälde im Schaufenster zur Marktstraße auszustellen.

„Für mich ebenso wie für meine Tochter Julia Hermann-Hiebel und meinen Schwiegersohn Peter Hermann ist es im Sinne der Heimatverbundenheit und der vielfältigen Aktivitäten in und für Mayen yselbstverständlich, eine solche Aktion zu unterstützen“, so Hans-Paul Hiebel, Inhaber von Hiebel-Weingart. „Es ist bewundernswert, wie gut sich der Künstler mit den Mayener Sehenswürdigkeiten auskennt und diese in bemerkenswerter Weise auf die Leinwand gebracht hat“, so Hiebel weiter.

Wer noch mehr Kunstwerke von Künstler Mo.T. sehen möchte, kann seine erste Einzelausstellung ‚Orient und Okzident‘ ab 18. Juli bis 08. August jeweils samstags und sonntags von 11:00 bis 17:00 Uhr in der Stehbachgalerie im Alten Arresthaus in Mayen besichtigen.

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Dachdecker-Innung Westeifel hält Jahres-Hauptversammlung

Prüm/Mirbach – Sich wieder persönlich zu treffen, war für die Innungsfachbetriebe der Dachdecker-Innung Westeifel ein wichtiges Anliegen. Nach über fünfzehn Monaten kamen die Mitglieder nun Anfang Juli im Dorfgemeinschaftshaus in Mirbach zur Jahreshauptversammlung zusammen. Thema war natürlich auch die Pandemie und deren Folgen für das Handwerk. Obermeister Manuel Peiffer ging in seinem Jahresrückblick auf die besondere Situation für die Dachdeckerbetriebe ein, nicht zuletzt auf die Preisexplosion am Holzmarkt.

Schwerpunkt der Versammlung war jedoch der Blick nach vorne, dem auch die Fachvorträge an diesem Abend Rechnung trugen. Den Beginn machte Detlef Thul, Geschäftsführer der Thula GmbH aus Wittlich, zum Thema „Arbeitssicherheit im Dachdeckerhandwerk“. Im Anschluss sprach Vorstandsmitglied Harald Handwerk in einem anschaulichen Vortrag über Risiken bei „Aufdachdämmung durch Insekten- und Marderschäden“. Handwerk ist seit über 30 Jahren vereidigter Sachverständiger in seinem Gebiet. Abgerundet wurde das Informationsangebot durch Vorstandsmitglied Rainer Koch. Er sprach zum Thema „Befestigung und Aufdachdämmung“ und erläuterte aktuelle Rechtsnormen aus dem Baurecht und den Fachregeln. Der Dachdeckermeister aus Kelberg ist ebenso Mitglied in verschiedenen Fachausschüssen auf Bundesebene beim Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks.

„Das wir so starke Fachkompetenzen in den eigenen Innungsreihen haben, freut uns natürlich sehr“, sagt Dirk Kleis, Geschäftsführer der Innung und der Kreishandwerkerschaft Mosel-Eifel-Hunsrück-Region. „Das Netzwerk einer Innung ist ein Vorteil für Handwerker, welcher nicht oft genug hervorgehoben werden kann.“

Zum Abschluss der Versammlung wurde dann bei Innungsmitglied und Lehrlingswart Markus Heupts in Mirbach noch weiter gefachsimpelt.

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Hinweis zur aktuellen medizinischen Versorgung in der Kupferstadt Stolberg

Stolberg – Aktuell wird die Unterkunft im Goethe-Gymnasium von zahlreichen Menschen aufgesucht, die in irgendeiner Form medizinische Versorgung benötigen. Die Unterkunft am Goethe-Gymnasium kann eine medizinische Versorgung nicht gewährleisten.

Bitte suchen Sie Hausärzte, das Bethlehem-Gesundheitszentrum oder im Bereich Zweifall/Vicht die mobile Praxis an der Mehrzweckhalle Vicht, Rumpenstraße, geöffnet täglich 8-15 Uhr, auf. Die Arztpraxen außerhalb des Überschwemmungsgebietes haben weiter wie üblich geöffnet.

Die Stadt Stolberg arbeitet aktuell mit Hochdruck und priorisiert daran, die Arztpraxen im Überschwemmungsgebiet mit Strom zu versorgen.

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Zugverkehr zwischen Kaisersesch und Limburg wird auf Wasserstoff umgestellt

Kaisersesch – „Wir freuen uns sehr über die Entscheidung der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV Nord), drei wasserstoffbetriebene Züge auf der Strecke zwischen Kaisersesch, Koblenz und Limburg einzusetzen. Damit wird nicht nur ein emissionsfreier Schienenverkehr realisiert, es ist auch eine Stärkung unseres SmartQuart Projektes in Kaisersesch. Denn aus diesem Projekt soll der grüne Wasserstoff geliefert werden”, so Bürgermeister Albert Jung.

Erste mit wasserstoffbetriebene Züge gibt es schon seit einigen Jahren, jetzt sollen sie auch in der Eifel fahren. Mit der Entscheidung der Verbandsversammlung wird der Weg für eine emissionsfreie Personenbeförderung freigemacht, auch auf Strecken ohne Oberleitung.

„Die Eifelquerbahn mit Oberleitung auszustatten würde viel zu lange dauern und sehr teuer werden. Mit den Wasserstoff angetriebenen Zügen können wir sehr schnell einen emissionsfreien Personentransport realisieren. Gerade hier in unseren Mittelgebirgsregionen hat ein Brennstoffzellenantrieb Vorteile gegenüber einem reinen Batterieantrieb. Und anstatt Feinstaub und Ruß, wie bei Dieselloks auszustoßen, tropft aus dem Auspuff nur Wasser“, ergänzt Jung.

Landrat Manfred Schnur aus Cochem freut sich, „denn damit bekommt unser kommunales Wasserstofferzeugungsprojekt SmartQuart in Kaisersesch mit größter Wahrscheinlichkeit einen sehr guten Ankernutzer. So können Synergien gehoben werden.“

Mit einer Tankfüllung Wasserstoff kann der Zug etwa 1000 km zurücklegen.

„Wir hoffen jetzt mit allen Beteiligten, dass auch die Eifelquerbahn wieder reaktiviert wird und bald diese Wasserstoffzüge von Limburg über Koblenz bis nach Gerolstein und Trier fahren können“, betont Jung abschließend.

Hintergrund:

Seit einem Jahr gibt es in Kaisersesch ein Reallabor der Energiewende, das SmartQuart Projekt. Gefördert durch das Bundeswirtschaftsministerium, soll hier anhand der Produktion von grünem Wasserstoff das Potenzial des Wasserstoffs in der Sektorenkopplung dargestellt werden. Die Sektoren Elektrizität, Wärmeversorgung, Verkehr und Industrie werden zusammen betrachtet, um alle Sektoren der Wirtschaft leichter dekarbonisieren zu können.

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Nach dem Hochwasser: Stadt Aachen hilft der schwer getroffenen Region

Aachen – Fünf Tage nach der verheerenden Hochwasser-Katastrophe in der Region ist der Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) der Stadt Aachen am heutigen Montagmorgen, 19. Juli erneut zusammengekommen, um die Lage zu bewerten und das weitere Vorgehen abzustimmen. „In dieser schwierigen Zeit stehen wir als Region zusammen. Es ist selbstverständlich, dass wir als Stadt Aachen unseren stark betroffenen Nachbarn in Eschweiler und Stolberg mit allen zur Verfügung stehenden Ressourcen unserer Verwaltung helfen“, sagt Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen weitere Unterstützung zu. Wichtig sei es nun auch, die beeindruckende bürgerschaftliche Hilfsbereitschaft nachhaltig zu koordinieren, damit sie da ankomme, wo sie am dringendsten nötig ist. Die Stadt Aachen wird hierzu weitere Informationen mitteilen. Oberbürgermeisterin Keupen ist hierzu auch mit ihren Amtskolleginnen und -kollegen in der StädteRegion im Austausch.

Die Aachener Stadtverwaltung hat bereits seit einigen Tagen dringende Meldeangelegenheiten für die Stadt Stolberg übernommen. Der Stadtbetrieb fährt seit Ende der vergangenen Sonderschichten in den stark betroffenen Gebieten im Aachener Südraum. Zahlreiche Sperrgutcontainer werden in Kornelimünster, Friesenrath und Hahn aufgestellt, um das von der Flutwelle Mobiliar zu entsorgen. Baumkontrolleure der Stadt Aachen sind in die Region entstand worden, um einsturzgefährdete Bäume zu begutachten und – falls notwendig – fällen zu lassen. Auch städtische Ingenieure sind als Sachverständige im Einsatz. Aktuell begutachten diese im belgischen Eupen Brücken.

Die Feuerwehr Aachen ist weiterhin mit zwei Löschzügen in Stolberg im Einsatz, eine Einheit unterstützt die Kräfte in Eschweiler. Die Aachener Ortsgruppe des Technischen Hilfswerks (THW) ist seit Tagen im Dauereinsatz, so betreibt sie unter anderem derzeit drei Essensausgabestellen in Stolberg.

In Kornelimünster ist die Grundschule Abteigarten durch die Wassermassen stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Experten des Gebäudemanagements untersuchen aktuell das Gebäude. „Wir werden den Kindern einen Schulunterricht nach den Ferien ermöglichen“, verspricht Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen. Sollte klar sein, dass das Gebäude ganz oder in Teilen in einigen Wochen aufgrund der Hochwasser-Schäden nicht betriebsbereit sein, werde man Eltern, Kinder und Lehrer frühzeitig über Alternativen informieren, sichert Keupen zu. Die Kindertagestätte in Hahn ist ebenfalls vom Hochwasser getroffen, auch dort laufen die Schadensbegutachtungen.

Mit allgemeinen Fragen oder Hilfsangeboten können sich Bürger*innen weiterhin an die Rufnummer 0241/510051 wenden. Dies ist eigentlich die Corona-Hotline, wird aber derzeit zu diesem Zweck freigeschaltet. Wer per Mail Fragen stellen oder Hilfe anbieten möchte, kann dies an stadt.aachen@mail.aachen.de tun.

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Kreissparkasse Mayen führt „Umschlag gegen Telefonbetrug“ ein

Mayen/Region – Der sogenannte „Enkeltrick“ ist schon viele Jahre alt und immer noch gelangen Betrüger damit an das Geld ihrer gutgläubigen Opfer. Oft sind es ältere Menschen, die nach einem Telefonanruf hohe Bargeldsummen abheben und in gutem Glauben an Betrüger übergeben. Die Fallzahlen bei Telefonbetrug sind in den letzten Jahren sogar gestiegen, wie einer Veröffentlichung der „Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes“ zu entnehmen ist.

Die Masche ist ausgesprochen raffiniert und setzt auf den „Schockeffekt“. So geben sich Anrufer zum Beispiel als Polizeibeamte aus und behaupten, eine naher Verwandter hätte einen schweren Unfall gehabt. Jetzt würde dringend Geld benötigt für eine Operation. Manchmal wird auch vor einem bevorstehenden Einbruch gewarnt und empfohlen, sein Hab und Gut in die Obhut der Polizei zu übergeben. Seit der Corona-Pandemie haben die Straftäter die Einsamkeit und Hilfsbereitschaft der meist älteren Menschen noch mehr ausgenutzt. Nicht selten behaupten Anrufer auch, sie seien Ärzte und brauchen teure Medikamente aufgrund einer Corona-Infektion eines nahen Verwandten.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreissparkasse Mayen sind in diesem Thema hochsensibilisiert und werden auch regelmäßig in Sachen Betrugsprävention und Geldwäsche geschult. So konnten in den letzten Jahren einige Fälle von Betrug verhindert und der Polizei wertvolle Hinweise gegeben werden. Im letzten Jahr erst machte ein besonders dreister Betrugsversuch an einer Andernacher Seniorin Schlagzeilen, der dank eines aufmerksamen Azubis und dem beherzten Eingreifen eines Beraters nochmal vereitelt werden konnte.

Leider gelingt es Tätern immer wieder, ihre Opfer durch konkrete Handlungsanweisungen so zu instruieren, dass die Bankmitarbeitenden keine Anhaltspunkte für eine bevorstehende Straftat bemerken. Genau hier setzt die Aktion „Umschlag gegen Telefonbetrug“ ein.

Ab sofort werden größere Bargeldabhebungen bei der Kreissparkasse Mayen in einen speziellen Umschlag übergeben, der nochmal zur Vorsicht aufrufen soll. Die Umschläge sind beidseitig bedruckt und geben Anhaltspunkte dafür, wann man Gefahr läuft, Opfer eines Betruges zu werden. Anhand gut lesbarer Fragen, die er Kunde für sich beantworten muss, wird er aufgefordert, bei zwei oder mehr „Ja-Antworten“ die Polizei zu kontaktieren.

„Den Impuls von Hans Peter Siewert, Vorsitzender des Seniorenbeirats der Stadt Mayen, haben wir gerne aufgenommen und beteiligen uns an der Aktion, die von der „Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes“ angeregt wurde. Da die Täter immer raffinierter vorgehen und gerade jetzt in der Corona-Pandemie die Hilfsbereitschaft zumeist älterer Menschen ausnutzen, wollen wir unseren Beitrag dazu leisten, dass solche Betrugsversuche in Zukunft keinen Erfolg mehr haben werden“, so der Vorstandsvorsitzende Karl-Josef Esch zum Engagement der Kreissparkasse Mayen.

Hans Peter Siewert bedankte sich mit den Worten: „Wir sind der Kreissparkasse sehr dankbar, das ein solcher „Sicherheitsumschlag“ nun auch in unser Region zum Einsatz kommt“.

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Rückkehr in evakuierte Ortsteile in der Stadt Euskirchen

Euskirchen – Die Bezirksregierung hat die Staumauer der Steinbachtalsperre abschließend geprüft. Die Bürgerinnen und Bürger aus den evakuierten Orten können heute Montag, 19. Juli in ihre Orte zurückkehren. Dabei ist folgendes zu beachten:

Die Orte können erst nach Aufhebung der Betretungsverbote aufgesucht werden:

Palmersheim: Betretungsverbot bis 10 Uhr
Flamersheim: Betretungsverbot bis 12 Uhr
Schweinheim: Betretungsverbot bis 14.30 Uhr

Alle Bürgerinnen und Bürger sind aufgefordert, zunächst die Anlaufstellen in ihren Orten anzusteuern.

In Palmersheim ist die Anlaufstelle am Dorfgemeinschaftshaus, in Flamersheim an der Grundschule und in Schweinheim am Pferdehof Brock.

Es ist wichtig, dass beim Aufräumen umgehend verdorbene Lebensmittel in verschlossenen Tüten in Rest- und Biotonnen gesammelt werden, sofern vorhanden. Zusätzlich sollen noch Container bereitgestellt werden.

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Besprechung auf der Feuerwache – Stolberger Politik steht zusammen

Stolberg – Am heutigen Montagmorgen hat Bürgermeister Patrick Haas alle Fraktionen und Einzelratsmitglieder zu einer Lagebesprechung in die Feuerwache der Kupferstadt Stolberg eingeladen. Themen waren neben der Lagemeldung vor allem die Beschleunigung der anstehenden Entscheidungen, damit die Kupferstadt Stolberg handlungsfähig bleibt.

Insbesondere die Beschleunigung der Vergabeverfahren und die Sicherstellung der Liquidität der Kupferstadt Stolberg standen im Fokus der Besprechung, damit bei der Wiederherstellung der Infrastruktur und dem Wiederaufbau keine Zeit verloren wird.

„Die Unterstützung und Zustimmung der Politik ist parteiübergreifend riesig. Verwaltung und Politik gehen Hand in Hand, das hat diese Runde ganz klar gezeigt. Wir werden diese Katastrophe nur gemeinsam und parteiübergreifend meistern“, freut sich Bürgermeister Patrick Haas über die Gesprächsergebnisse.