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EifelSpur „So weit das Auge reicht“ zum beliebtesten Wanderweg gewählt

Mechernich/Nordeifel – Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr wurde wieder der beliebteste Wanderweg in der Nordeifel gesucht. Und gefunden: die EifelSpur „So weit das Auge reicht“ in Mechernich, gewählt mit über 18 Prozent aller abgegebenen Stimmen.

Bei der von der „Nordeifel Tourismus GmbH“ (NeT) und dem Kreis Euskirchen durchgeführten Online-Wahl konnten Interessierte ihrer Lieblings-„EifelSchleife“ oder –„EifelSpur“ jeweils eine Stimme geben. „Insgesamt haben sich 801 Wanderinteressierte an der Wahl beteiligt“, freut sich dessen Geschäftsführer Patrick Schmidder.

Knapp dahinter folgt auf dem zweiten Platz die EifelSpur „Auf den Spuren der Raubritter“. Mit größerem Abstand folgen die beiden EifelSpuren „Wo die Ahr entspringt“ und „Silberschatz“ sowie die EifelSchleife „Fuchshöhle“.

„Ehre, wem Ehre gebührt“

Die für den Sieger zuständige Ortsgruppe Mechernich des „Eifelvereins“ um ihren Vorsitzenden und „Vater der EifelSpur“ Horst Müller sowie die Wegepaten Dr. Birgit Knauff, David Rosenbaum und Michael Surbach erhielten „für ihr Engagement und die gute Pflege des Weges“ nun einen Sieger-Award, eine Wanderbank aus der Serie der „EifelSchleifen und EifelSpuren“ sowie eine Geldprämie in Höhe von 300 Euro für die Vereinskasse.

Diese kamen direkt aus den Händen von Landrat Markus Ramers, gleichzeitig Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der „Nordeifel Tourismus GmbH“, und dem Mechernicher Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick. Auch Stadtkämmerer Ralf Claßen und Gabriele Schumacher von der Stadtverwaltung war zugegen, als die feierliche Würdigung am Ausgangspunkt des Wanderwegs im „Bergbaumuseum“ in Mechernich stattfand. „Ehre, wem Ehre gebührt. Deshalb wird die EifelSpur »So weit das Auge reicht« im weiteren Saisonverlauf in ein besonderes Rampenlicht gerückt“, so Schmidder.

Mit sechs Stimmen zum Sieg

Bürgermeister Dr. Schick wies zu diesem Anlass nochmals auf die facettenreiche Landschaft im Mechernicher Stadtgebiet, die Börde genauso beinhaltet wie das für die Eifeler Mittelgebirge. Hinzu kämen die lange Bergbauhistorie und atemberaubende Landschaften, die jährlich nicht nur viele Touristen begeistert, sondern auch bedrohten Arten wie dem Karl-Mey-Veilchen einen guten Nährboden bietet.

Landrat Markus Ramers gratulierte ebenfalls besonders der Mechernicher Ortsgruppe des Eifelvereins, die sich in ihrer Freizeit um die Instandhaltung der Wege kümmern. „Sechs Stimmen haben übrigens den Sieg gebracht“, freute sich Ramers. Für ihn seien die Wege ein „großartiges System“, „eine Erfolgsgeschichte, auf die man stolz sein“ könne – dass es in Zukunft mit bestimmten Maßnahmen noch weiter aufzuwerten gelte. Doch dazu später mehr.

Wegewart David Rosenbaum sprach allen Beteiligten im Namen der Ortsgruppe Dank aus und sei froh, dass der Weg „entlang atemberaubender Fernsichten und toller Landschaften“ den ersten Platz erreicht hat. Er ergänzte: „Wegen unserer schönen neuen Bank stehen wir derzeit schon mit den Mechernicher Bauhof in Kontakt, um für sie ein schönes Plätzchen zu finden.“ Da lobte auch der Ortsgruppen-Vorsitzende Horst Müller nochmal die gute Zusammenarbeit: „Die Stadtverwaltung und der Bauhof unterstützen den Eifelverein hier so gut wie sonst nirgendwo im Kreis. Die Dienstwege sind kurz und die Zusammenarbeit sehr gut!“

„So weit das Auge reicht“

Was sich die Wanderinteressierten auf den Wegen zukünftig wünschen? Mehr Mobiliar, bessere gastronomische Angebote und mehr Schutz vor den Auswirkungen des Klimawandels. Foto: Gabriele Schumacher/Stadt Mechernich/pp/Agentur ProfiPress

„Weite Blicke über die Landschaft der Eifel und tiefe Einblicke in die Welt des Bergbaus. Das ist möglich bei einer Wanderung auf der 15 Kilometer langen EifelSpur im Stadtgebiet Mechernich“, schreibt die NeT über den Siegerweg „So weit das Auge reicht“.

Ausgangspunkt der Wanderung ist das „Bergbaumuseum“ in Mechernich. Anfangs führt sie entlang eines Militärsperrgebiets, danach durch das ehemalige Erzabbaugebiet und später durch das Naturschutzgebiet „Kallmuther Berg“.

Am Aussichtspunkt „Tagebau Kallmuther Berg“ bietet sich ein „faszinierender Blick auf das stillgelegte Bleierz-Abbaugebiet und die dahinterliegenden Landschaften“. Auf dem zweiten Teil der Strecke warten weitere besondere Aussichten als Belohnung auf die Wandernden, wie am „Eifel-Blick Galgennück“ bei Lorbach.

Aufgrund von Bergbauschäden ist zwar ein kurzer Teilabschnitt der ursprünglichen Wegeführung gesperrt, sei mit einer alternativen Wegeführung aber „gut wanderbar“. Ein großes Angebot an Einkehrmöglichkeiten bietet sich schließlich im Stadtzentrum von Mechernich an. „Dazu ist vom dortigen Rad- und Wanderbahnhof eine umweltfreundliche An- und Abreise möglich“, so die NeT.

Viel gelernt

Neben der Stimmabgabe hätten die Verantwortlichen im Zuge der Wahl auch wertvolle Informationen erhalten. So konnte zusätzlich die Frage beantwortet werden, was sich die Wanderinteressierten auf den Wegen und den neuen 16 EifelRadSchleifen zukünftig wünschen. Darunter mehr Mobiliar, ein besseres gastronomisches Angebot und mehr Schutz vor den Auswirkungen des Klimawandels. Von zahlreichen Teilnehmenden habe es auch ein „großes Lob“ für die Wege gegeben.

Die Wahl „Wanderweg des Jahres“ erfolgt mit Unterstützung der „e-regio GmbH & Co. KG“ und der „Bungard Tischlerwerkstätten GmbH & Co. KG“. Auch in den nächsten Jahren werde die Wahl durchgeführt. Dabei müssen alle siegreichen Wege pausieren, um anderen die Chance auf einen Sieg zu ermöglichen. Die Eifelspur „So weit das Auge reicht“ hat aufgrund ihrer anhaltend hohen Platzierungen nun die „gelb-rote Karte“ – und muss die nächsten drei Jahre in der Abstimmung aussetzen. „Wir wollten nämlich keinen FC Bayern-Effekt“, sagte Landrat Markus Ramers dazu mit einem Schmunzeln.

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Erfolgreicher Start der Lotto-Elf in die Jubiläumssaison

Region/Koblenz/Mainz-Kastel – Ein Spiel der Legenden für zwei soziale Zwecke – 6:6 zwischen Lotto-Elf und der Traditionsmannschaft von Eintracht Frankfurt spielte 12.000 Euro ein – War das ein Spektakel gleich zum Beginn der Jubiläumssaison der Lotto-Elf: Die Prominentenmannschaft von Lotto Rheinland-Pfalz und die Traditionsmannschaft von Eintracht Frankfurt trennten sich nach einem begeisternden Spiel in Mainz-Kastel mit 6:6. Das Spiel hatte zwar keinen Sieger, dafür waren das Kinderhospiz Bärenherz in Wiesbaden und die Kinderkrebshilfe Mainz die Gewinner: Beide Institutionen erhielten jeweils 6.000 Euro.

Anlass des Spiels war nicht nur das 25-jährige Bestehen der vom doppelten Vizeweltmeister Hans-Peter Briegel gecoachten Lotto-Elf, sondern auch der 75. Geburtstag von Lotto Hessen und das Jubiläum 125 Jahre Eintracht Frankfurt. Dieses bemerkenswerte Spiel, das maßgeblich von Lotto-Geschäftsführer Jürgen Häfner und dem Frankfurter Urgestein Charly Körbel initiiert wurde, lockte zahlreiche Ehrengäste unter den knapp 1.000 Zuschauern an, darunter die Oberbürgermeister von Mainz, Nino Haase, und Wiesbaden, Gert-Uwe Mende sowie Ex-Weltklasseturner Eberhard Gienger, der mit einem spektakulären Fallschirmflug auf der Mittellinie landete.

Die Hauptakteure des Abends waren zweifellos die Spieler der beiden Teams, unter anderem Guido Buchwald, Edgar Schmitt oder Darius Wosz. Der ehemalige Mainzer und Frankfurter Michael Thurk spielte eine herausragende Rolle, als er im ersten Durchgang für Eintracht Frankfurt auflief und das erste Tor des Tages erzielte.

Zur Halbzeit führte Eintracht Frankfurt mit 4:2, wobei Alex Meier besonders herausragte. Nach der Pause wechselte Thurk das Trikot und spielte für die Lotto-Elf, die einen spektakulären Endspurt hinlegte. Benjamin Auer erzielte sein 100. Tor für das Team von Lotto Rheinland-Pfalz, und Thurk setzte die beiden entscheidenden Tore, so dass das Spiel schließlich 6:6 endete.

Lotto-Geschäftsführer Jürgen Häfner resümierte: „Was für ein wunderbarer Fußballabend und ein grandioser Auftakt in unsere Jubiläumsspielzeit!“ Er bezog sich nicht nur auf das Spiel selbst, sondern auch auf die beeindruckende Spendensumme von 12.000 Euro.

Alexander Sausmikat, Geschäftsführer von Lotto Hessen, ergänzte: „Die gemeinsame Organisation dieses Spiels durch LOTTO Rheinland-Pfalz und LOTTO Hessen ist etwas ganz Besonderes. Dies macht auch möglich, dass wir diese beeindruckende Spendensumme überreichen können.“

Und Gabriele Klinkel, die 1. Vorsitzende des ausrichtenden Kasteler-Vereins, war ebenfalls sehr zufrieden: „Wir hatten großen Respekt vor dieser Aufgabe. Die Aussicht, viel Geld für diese beiden herausragenden Institutionen einspielen zu können, hat uns besonders motiviert. Wir sind stolz und zufrieden.“

Dieser Abend war ein voller Erfolg für alle Beteiligten und verdeutlichte zum Beginn der neuen Saison einmal mehr das herausragende Engagement der Lotto-Elf für wohltätige Zwecke.

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Tourismus

Tausende Besucher beim Blumenmarkt in Kommern

Mechernich-Kommern – Zu einer ausgiebigen Shoppingtour lud der legendäre Blumen- und Kleintiermarkt von Kommern vergangenen Sonntag ein. Tausende Besucher strömten in den historischen Ortskern. Neben Pflanzen wurden auch zahlreiche Dekorationsobjekte angeboten.

In seiner Reportage für die Rheinische Redaktionsgemeinschaft (RRG) schreibt der Journalist Cedric Arndt: „Immer wieder musste Isabelle Meyer plötzlich auftauchenden Hindernissen ausweichen, da sie aufgrund der Menge an Blumen, die sie auf den Armen trug, kaum noch die Straße vor sich erkennen konnte.“

„Ich bin wohl offensichtlich schlecht vorbereitet, sonst hätte ich einen Einkaufswagen oder etwas ähnliches mitgebracht“, scherzte die Mechernicherin auf dem Heimweg von einem sehr erfolgreichen Einkaufsbummel über den Kommerner Blumen-, Kleintier- und Bauernverkaufsmarkt: „Mir war vorher schon klar, dass ich mit Sicherheit wieder etwas finden würde, was mir gefällt, aber diese Vielfalt und vor allem diese Preise haben mich dann doch überrascht, und ich musste einfach zuschlagen.“

Blütenmeer versprochen

Ein wahres Blütenmeer hatte Ortsbürgermeister Rolf Jaeck den Besuchern des traditionellen Marktes versprochen, und erneut konnte er dieses Versprechen einlösen. Insgesamt 45 Händler waren mit Ständen vertreten und luden mit ihrem reichhaltigen Angebot an Blumen, Kräutern, Dekorationen und kulinarischen Köstlichkeiten zu einer ausgiebigen Shoppingtour im historischen Ortskern ein.

„Für uns als Vereinskartell ist dieser Tag ein wahres Fest“, freute sich Rolf Jaeck, der zugleich auch Vereinskartellvorsitzender ist, im Interview mit der „Kölnischen Rundschau“ und dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Anders als in den Vorjahren wurde das Handelsgeschehen diesmal auch als „Bauernmarkt“ angekündigt, also Umschlagplatz für landwirtschaftliche Erzeugnisse aus der Umgebung.

Rolf Jaeck kündigte bereits weitere Schritte in diese Richtung an. „Mit Ausnahme der regelmäßig im Mühlenpark stattfindenden Tiermärkte gibt es kaum noch Händler, die Kleintiere anbieten. Stattdessen wollen wir verstärkt regionale Landwirte unterstützen, die auf dem Markt ihre Produkte anbieten können“, sagte der Ortsbürgermeister der Presse.

Diesmal waren bereits Spargel, Erdbeeren und Honig im Angebot von Monika Schink. „Ich habe sie vor Jahren selbst als Kundin auf einem Pflanzenmarkt kennengelernt, als ich mich für meinen eigenen Garten ausstatten wollte“, berichtete Mitarbeiterin Christina Bosse: „Wir haben uns über unsere Erfahrungen ausgetauscht, und seitdem helfe ich ihr beim Verkauf.“

Seit 6 Uhr auf den Beinen

Christina Bosse: „Die Stauden, die zum Teil schon viele Jahrzehnte hier in der Eifel wachsen, sind einfach großartig auf die hiesigen Begebenheiten eingestellt und sind sehr robust. Das wissen auch die Besucher der Märkte sehr zu schätzen, mit denen man bei solchen Gelegenheiten immer wieder ins Gespräch kommt.“

Derart motivierte Verkäufer und bei sommerlichem Wetter gut gelaunte Gäste stimmten auch Veranstalter Rolf Jaeck glücklich. „Ich bin an solchen Tagen zwar schon seit 6 Uhr morgens auf den Beinen und komme den ganzen Tag kaum zur Ruhe, weil ich natürlich auch alle Händler persönlich willkommen heißen möchte.“

Aber das gesamte Vereinskartell sei sehr stolz, dass diese traditionsreiche Veranstaltung weitergeführt werden kann, so Jaeck: „Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Mal.“

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Archivar Eberhard Malecha erhält den Silbertaler der Stadt Alsdorf

Alsdorf – Silbertaler der Stadt Alsdorf und Eintrag ins Gästebuch – Dass er sich über diese Auszeichnung freute, stand ihm ins Gesicht geschrieben. Lächelnd und auch durchaus gerührt nahm Stadtarchivar Eberhard Malecha den „Silbertaler der Stadt Alsdorf“ von Bürgermeister Alfred Sonders entgegen, es folgte auch ein Eintrag ins Gästebuch der Stadt Alsdorf. „Als Alsdorfer bedeutet mir eine Auszeichnung meiner Heimatstadt ganz besonders viel.“ Dass Eberhard Malecha den Silbertaler verdient habe, machte Bürgermeister Sonders im Beisein des Vorsitzenden des Geschichtsvereins Franz-Josef Müller und Kassierer Bernd Hilgers deutlich: „Sie haben uneigennützig und selbstlos Arbeit für die Dokumentation unserer Geschichte in Alsdorf geleistet. Ich bin Ihnen persönlich dankbar nicht nur für das, was Sie machen, sondern auch für Ihre Ausdauer und Ihren persönlichen Verzicht auf Privates beim Aufbau und der Pflege unseres städtischen Archivs.

Die Akribie und Liebe, mit der Sie das über zehn Jahre vorangetrieben haben, ist beachtenswert.“ Malecha erinnerte in seinen Dankesworten auch an den langjährigen Vorsitzenden des Geschichtsvereins und Ehrenbürger der Stadt Alsdorf Rudolf Bast: „Rudi hat das Pflänzchen gesetzt. Er wäre sehr glücklich, wenn er sehen könnte, was daraus erwachsen ist. Ich habe ihm viel zu verdanken.“ Auch dankte er dem Standesbeamten Michael Wiesner für dessen Unterstützung, besonders beim Erstellen des Personenstandsarchivs. Unterstützung, so Malecha, hatte er auch stets seitens des Bürgermeisters, des Geschichtsvereins und der Verwaltung. „Ich konnte schalten und walten, wie es notwendig war.“ Der pensionierte Beamte der Bundeswehrverwaltung hat eine Archivausbildung an der Archivschule in Marburg gemacht.

Bis zur Pensionierung 2015 war der heute 71-Jährige im Archiv einer Zentralmilitärischen Oberbehörde in Köln eingesetzt. Den Aufbau und die Führung des Archivs des Alsdorfer Geschichtsvereins übernahm er Ende 2013. Ab 2018 wirkte er bei der administrativen Vorbereitung und dem Aufbau des neuen Stadtarchivs in Alsdorf maßgeblich mit und hat in hauptverantwortlicher Position die Führung des Personenstandsarchivs der Stadt Alsdorf. Seit Januar ist er mit der Umsetzung der Vorgaben des neuen Archivs der Stadt Alsdorf betraut. Mit dem Erhalt des „Silbertalers“ einher geht auch immer das Versprechen der Stadt bei Not dem Inhaber helfend zur Seite zu stehen.

 

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Pastoraler Raum Daun stellt Schutzkonzept zur Prävention sexualisierter Gewalt vor

Daun – Hinsehen statt wegschauen: So könnte das Motto des  Schutzkonzepts des Pastoralen Raums Dauns zur Prävention sexualisierter Gewalt vereinfacht lauten. Das Ziel: die zugehörigen Pfarreien, Institutionen und Orte zu einem sicheren Raum für alle werden lassen, insbesondere für Kinder, Jugendliche und schutzbefohlene Erwachsene. Vorgestellt wurde das institutionelle Schutzkonzept am 15. Mai in Nerdlen vor rund 40 interessierten Haupt- und Ehrenamtlichen. Dazu eingeladen hatten Stefan Becker und Dekan Jonas Weller vom Leitungsteam des Pastoralen Raums.

Stefan Becker, als Gemeindereferent selbst 17 Jahre in der Jugendarbeit engagiert, stellte gleich zu Beginn klar, dass das nun geltende Schutzkonzept nicht in Stein gemeißelt sei, sondern stetig evaluiert und weiterentwickelt werde. Das 27 Seiten starke Heft im DinA5 Format, das bald auch online auf den Seiten des Pastoralen Raums und der Pfarreien abrufbar sein wird, umfasst Eckpunkte zu Beschwerde- und Beratungswegen, zur Personalauswahl und -fortbildung,  zum Qualitätsmanagement oder zu Dienstanweisungen und hausinternen Regelungen. Hinzu kommen ein Verhaltenskodex, ein  anschaulich aufbereiteter Interventionsplan und eine Selbstverpflichtungserklärung.

Achtsamer und wertschätzender Umgang

Becker griff einige Punkte des Verhaltenskodex heraus, der unter anderem Themen wie Nähe und Distanz, Beachtung der Intimsphäre, Sprache und Wortwahl, die Nutzung von Medien und sozialen Netzwerken oder auch angemessener Körperkontakt im Umgang mit Kindern und Jugendlichen benennt. Diese verknüpfte er mit konkreten Beispielen, denn das Konzept solle „praxisnah sein und nicht in einer Schublade verstauben“, wie er betonte. Dabei gelte es nicht, in kirchlichen Bereichen Mitarbeitende unter Generalverdacht zu stellen, sondern eine „Kultur der Achtsamkeit“ zu fördern, die auch den Hauptamtlichen mehr Sicherheit und Orientierung für ein korrektes Verhalten biete.

Ob Toben oder Fangenspielen im Zeltlager, ob Einzelgespräch mit einem Seelsorger beim Firmunterricht, ob Hilfestellung beim Ankleiden eines Messdieners oder das Fotografieren von Kindern bei einer Ferienfreizeit: All diese Situationen forderten einen achtsamen, wertschätzenden Umgang und das Bewusstsein, dass mit der Macht als Betreuungsperson oder Seelsorgende eine große Verantwortung einhergehe. Grundsätzlich gelte für alle in der Jugendarbeit Tätigen, dass sie alle fünf Jahre ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen und eine Präventionsschulung absolvieren müssen.

Mit Transparenz Vertrauen zurückgewinnen

Pamela Diederichs von der Fachstelle Jugend Wittlich, die bei der Erstellung des Konzepts als pädagogische Fachreferentin mit Rat zur Seite gestanden hatte, skizzierte die Ausgangslage für das Konzept: Die Kirche befinde sich im Umbruch, neben gesellschaftlichen Veränderungen hätte vor allem die Aufdeckung sexueller Missbrauchstaten einen massiven Vertrauensverlust für die Kirche bedeutet. „Wenn wir eine diakonische, also nah bei den Menschen agierende Kirche sein wollen, erreichen wir das nur durch Transparenz und indem wir für die Leute ein sicheres Umfeld schaffen, in dem sie sich geborgen fühlen.“ Dieser Auftrag könne nur gelingen, wenn sich möglichst viele Menschen in den Gemeinden davon ansprechen lassen und Zivilcourage zeigten, um alte Machtstrukturen aufzubrechen.

Seinen besonders großen Dank richtete Dekan Jonas Weller an das „Präventionsteam“ von Ansprechpersonen aus allen Pfarreien, das sich ebenfalls vorstellte. Sechs Ehrenamtliche und die beiden Hauptamtlichen Stefan Becker vom Leitungsteam und Gemeindereferentin Martina Phlepsen  werden künftig erreichbar sein, wenn es um das Thema sexualisierte Gewalt geht. „Mein großes Anliegen ist, an einem anderen Bild von Kirche mitzuwirken“, betonte Hannah Wirtz aus der Pfarrei Daun. Dazu treffe sich das Team regelmäßig, nehme an Fachtagungen und Schulungen zum Thema teil. Dekan Weller lobte die Bereitschaft, das Thema wachzuhalten und sich zu engagieren: Wir möchten zeigen, dass wir trotz aller Negativschlagzeilen intensiv daran am Arbeiten und auf einem guten Weg sind.“ Von den jüngeren Leuten im Publikum kam dann auch der Vorschlag, das Schutzkonzept nicht nur an die Mitarbeitenden zu verteilen, sondern auch an die Eltern und Großeltern derer, um die es gehe: „Ich finde, dass es professionell wirkt und Sicherheit gibt, wenn die Familie weiß, wo sie ihr Kind hingibt. Dass die Leute dort geschult sind und es einen Verhaltenskodex gibt. Damit darf man doch durchaus werben“, fand die 19-jährige Johanna Otten.

Das Schutzkonzept gibt es in den nächsten Tagen unter: www.pr-daun.de.

  

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Tourismus

Neue Ära für Tourismus in Ahrweiler – Tourist-Information nach Flutkatastrophe wiedereröffnet

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Nach vielen Monaten des Provisoriums feiern die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler und der Ahrtal-Tourismus die Wiedereröffnung der Tourist-Information Ahrweiler im historischen Gebäude am Blankartshof. Aufgrund der verheerenden Auswirkungen der Flutkatastrophe waren intensive Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten erforderlich, damit die Tourist-Information wieder in neuem Glanz erstrahlt.

Als Eigentümerin hatte die Kreisstadt die erforderlichen Arbeiten in enger Abstimmung mit dem Ahrtal-Tourismus als Betreiber koordiniert. „Der Blankartshof ist als denkmalgeschütztes Gebäude ein Herzstück der historischen Bausubstanz in Ahrweiler. Ihn zu sanieren und darin wieder die Tourist-Information einzurichten, war für die Stadt selbstverständlich. Denn die Tourist-Information ist ein wichtiger Bestandteil des touristischen Angebots und deren Wiedereröffnung ein weiterer Blick nach vorne im Wiederaufbau unserer Region“, erklärte der Erste Beigeordnete Peter Diewald bei der offiziellen Eröffnung. Der Ahrtal-Tourismus hatte seit dem Frühjahr 2022 vor dem Blankartshof in einer Holzbude eine provisorische Tourist-Info eingerichtet.

Bereits zum verlängerten Christi-Himmelfahrt-Wochenende waren nun die Türen der frisch sanierten Tourist-Information erstmals geöffnet, damit die Gäste sich inmitten der Ahrweiler Altstadt von den zahlreichen touristischen Attraktionen und Angeboten inspirieren lassen konnten. Andreas Lambeck, Geschäftsführer der Ahrtal und Bad Neuenahr-Ahrweiler Marketing GmbH und des Ahrtal-Tourismus Bad Neuenahr-Ahrweiler e. V., betonte: „Jetzt, wo mehr und mehr Gastgeber und Einzelhändler in Ahrweiler das Stadtbild wiederbeleben, möchten wir für unsere Gäste und Einwohner den gewohnten Service bieten und zusätzlich zur telefonischen Erreichbarkeit wieder persönlich vor Ort für Fragen zur Verfügung stehen.“

Die Tourist-Information Ahrweiler ist eine von zwei Tourist-Informationen im Stadtgebiet und spielte vor der Corona-Pandemie und der Flut eine bedeutende Rolle im Tourismusgeschehen. Mit über 40.000 Kunden war sie nicht nur Anlaufstelle für Ahrtal-Besucher, sondern auch Startpunkt für zahlreiche Gästeführungen.

Die Wiedereröffnung markiert einen wichtigen Meilenstein im Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe. Ursprünglich vor der Flut im Rahmen der EFRE-Förderung „Tourismus für Alle“ geplant, stand die Sanierung der Tourist-Information nicht nur aufgrund der historischen Bedeutung des Gebäudes, vor großen Herausforderungen. Trotzdem signalisierte das Wirtschaftsministerium Rheinland-Pfalz weiterhin Unterstützung, um den Wiederaufbau voranzutreiben.

Zum aktuellen Zeitpunkt ist einer der zwei Räume fertiggestellt. Die Planungen für eine Erweiterung mit einem Nebenraum als Informationszentrum, Ausstellungsbereich und Startpunkt für Gästeführungen, laufen bereits.

Die Tourist-Information Ahrweiler ist zu folgenden Zeiten geöffnet:

Montag und Donnerstag: 10:00–12:00 Uhr und 13:00–16:00 Uhr

Freitag: 10:00–12:00 Uhr und 13:00–17:00 Uhr

Samstag, Sonntag und Feiertage: 10:00–15:00 Uhr

 

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News

Eines der modernsten Alarmierungs-Systeme in ganz Deutschland ist im Kreis Euskirchen gestartet

Euskirchen – Die Zeiten, in denen die Feuerwehren mittels heulender Sirene zu ihren Einsätzen gerufen wurden, sind vorbei: Der Kreis Euskirchen hat auf die digitale Alarmierung umgestellt. Symbolisch betätigte Landrat Markus Ramers einen roten Buzzer, um das neue Alarmierungssystem in Betrieb zu nehmen. „Das digitale Netz zur Alarmierung der Einsatzkräfte sowie zur Ansteuerung der Warnsirenen im gesamten Kreisgebiet ist ein weiterer wichtiger Meilenstein für den Bevölkerungsschutz im Kreis Euskirchen.“ Damit verfüge man über eines der modernsten Alarmierungssysteme in ganz Deutschland.

Die Umstellung ist lange geplant und ausgiebig getestet worden. Wie Kreisbrandmeister Peter Jonas sagte, habe allein die Aufbauphase etwa neun Monate gedauert, der Probebetrieb rund vier Monate. Das bisher genutzte analoge Netz entspreche nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Mit dem neuen digitalen Netz, das zentral vom Kreis gesteuert und überwacht werde, profitiere man von vielen Vorteilen. Peter Jonas: „Dadurch können wir gleichzeitig eine Vielzahl von Alarmen schnell und zuverlässig an eine große Anzahl von Einsatzkräften verschlüsselt übermitteln. Dies ermöglicht eine effiziente und zeitnahe Reaktion auf Notfälle oder andere wichtige Ereignisse. Darüber hinaus ist die Einbindung von Mobilfunktechnik parallel und unterstützend möglich. Somit können auch Empfänger erreicht werden, die außerhalb des digitalen Alarmierungsnetzes unterwegs sind.“

Ein weiterer großer Vorteil der digitalen Alarmierung sei deren Notstromversorgung. Mit den Erfahrungen aus der Flut 2021 und der drohenden Energiemangellage 2022 im Rahmen des russischen Angriffskrieges in der Ukraine seien zudem die Ursprungsplanungen in 2023 nochmals umfangreich überarbeitet und um weitere Maßnahmen ergänzt worden.

Um die kreisweite Abdeckung des digitalen Netzes zu gewährleisten, seien insgesamt 45 Standorte für die Sendetechnik ausgewählt worden. An die Einsatzkräfte wurden parallel rund 4.200 Meldeempfänger verteilt, davon etwa 3400 an die kommunalen Feuerwehren und rund 800 an die Hilfsorganisationen DRK, MHD, DLRG und Rettungsdienst sowie ans THW. Alles in allem hat das Projekt ein finanzielles Volumen von rund 4,3 Mio. Euro.

Das neue Alarmierungssystem ermöglicht es nun auch, die Warnsirenen im Kreisgebiet direkt anzusteuern. Mittlerweile sind kreisweit 210 Sirenen auf die neue Technik umgestellt, bis Jahresende werden es annähernd 300 sein. Diese neuen Sirenen werden in Zukunft also nicht mehr zur Alarmierung der Einsatzkräfte genutzt, sondern nur noch, wenn die Bevölkerung vor drohenden Gefahren gewarnt werden soll.

Übrigens wird das alte analoge Netz nicht abgeschaltet. Martin Fehrmann, Abteilungsleiter Gefahrenabwehr: „Dieses Netz kann im Krisenfall weiter als Funknetz genutzt werden, zum Beispiel als zusätzlichen Kommunikationskanal in die Koordinierungsstellen der Kommunen.“

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Wirtschaft

Businessplan-Wettbewerb KUER.NRW – Land NRW sucht die besten Ideen für nachhaltiges Wachstum

Region/Düsseldorf – Gründerinnen und Gründer aus der Umweltwirtschaftsbranche in Nordrhein-Westfalen können sich ab sofort zum neunten KUER.NRW-Businessplan-Wettbewerb des Landes anmelden. Zu gewinnen sind nicht nur Preisgelder in Höhe von insgesamt 15.000 Euro, sondern auch die Unterstützung auf dem Weg zum eigenen Unternehmen: Ein erfahrenes Team aus Expertinnen und Experten begleitet die Entwicklung von der Idee bis zum tragfähigen Businessplan inklusive der Produktion professioneller Unternehmensvideos.

„Wir wollen Nordrhein-Westfalen zur ersten klimaneutralen Industrieregion Europas transformieren, um unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen, zukunftsfähige Arbeitsplätze zu schaffen und soziale Sicherheit zu gewährleisten. Bei diesem Kraftakt spielen die Unternehmen der Umweltwirtschaft eine zentrale Rolle. Mit großer Innovationskraft tragen sie dazu bei, den Erfolg des Wirtschaftsstandorts Nordrhein-Westfalen fest mit dem Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz zu verbinden. „Als bundesweit erster Wettbewerb für grüne Gründungen steht KUER.NRW seit 2014 beispielhaft für eine vorausschauende Umweltwirtschaftspolitik in Nordrhein-Westfalen“, erklärte Umweltminister Oliver Krischer zum Start des Wettbewerbs.

Der KUER.NRW-Businessplan-Wettbewerb 2024 richtet sich an Einzelpersonen oder Gründungsteams mit Sitz in Nordrhein-Westfalen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden über fünf Monate individuell mit verschiedenen Coaching-Angeboten begleitet. Sie erhalten Einblicke in die Grundlagen der Businessplanerstellung, einen Überblick über Förderprogramme und Finanzierungsinstrumente sowie erste Branchenkontakte. Am Ende steht ein fertiger Businessplan.

#MeilensteineGreenNRW

Vor zehn Jahren sind mit KUER.NRW und dem EFRE-Leitmarktwettbewerb EnergieUmweltwirtschaft.NRW wichtige Maßnahmen im Rahmen der nordrhein-westfälischen Umweltwirtschaftsstrategie an den Start gegangen. Zeit für eine Bestandsaufnahme und einen strategischen Blick nach vorn: Unter dem Motto #MeilensteineGreenNRW sollen bisherige Erfolge präsentiert und neue Maßnahmen begonnen werden. Neben KUER.NRW stehen 2024 unter anderem der erste Green Start-up Monitor NRW, die Verleihung des Umweltwirtschaftspreis.NRW, der Umweltwirtschaftsbericht NRW sowie der SUMMIT Umweltwirtschaft.NRW auf dem Programm.

Verschiedene Förderprogramme und strategische Einzelförderungen unterstützen Innovationen, Projekte und neue Ansätze der nordrhein-westfälischen Umweltwirtschaft. Umweltminister Oliver Krischer: „Bis 2030 rechnen wir in der Umweltwirtschaft Nordrhein-Westfalens mit 800.000 Erwerbstätigen und einer Bruttowertschöpfung von jährlich 70 Milliarden Euro. Die Umweltwirtschaft bleibt ein wichtiger Motor und Wegbereiter der ökologischen Transformation. Darum legen wir auch weiterhin einen Schwerpunkt auf grüne Innovationen, grüne Gründungen sowie grünes Wirtschaften und Netzwerken. Nordrhein-Westfalen zeigt den Weg zu einer innovativen und erfolgreichen Green Economy“.

Hintergrund zum KUER.NRW-Businessplan-Wettbewerb

Die grüne Gründungsförderung ist zentraler Bestandteil der Umweltwirtschaftsstrategie des Landes Nordrhein-Westfalen. Der KUER.NRW Businessplan Wettbewerb unterstützt bei der Erstellung eines aussagekräftigen Businessplans, der auch vor Investoren Bestand hat.

Den Wettbewerb richten die Organisationen pro Ruhrgebiet e.V. und Business Angels Deutschland e.V. (BAND) im Auftrag des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr (MUNV) im Rahmen des Programms „KUER.NRW | Grüne Gründungen Nordrhein-Westfalen“ aus. Die Teilnahme ist kostenlos.

Die Unternehmensgründung muss in Nordrhein-Westfalen erfolgen bzw. erfolgt sein und darf bis zu maximal zwei Jahre zurückliegen. Die Prämierung der diesjährigen Gewinnerteams findet am 3. Dezember 2024 im Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr in Düsseldorf statt.

Weitere Informationen:

https://kuer.nrw/kuer-businessplan-wettbewerb/kuer-businessplan-wettbewerb-ablauf/

https://www.meilensteine-green.nrw

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„SolAixQ – Solar lernen im Aachener Quartier“

Aachen – Qualifizierungsangebot zur Installation von Photovoltaik-Anlagen erfolgreich gestartet – Um als Stadt nachhaltig klimaneutral zu werden, ist ein Ausbau der Photovoltaik-Anlagen auf den Aachener Dächern notwendig. Dies führt selbstverständlich auch zu einem höheren Bedarf an Monteur*innen in diesem Bereich. Diesen beiden Herausforderungen begegnet das Projekt „SolAixQ“ mit der Qualifizierung zum/r „Solarhelfer*in“.

Gemeinsam mit den Projektpartner*innen vom Sozialwerk Aachener Christen e.V. und der low-tec gemeinnützigen Arbeitsmarktförderungsgesellschaft Düren mbH sowie in enger Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer Aachen, dem Jobcenter und der Fachinnung für Elektrotechnik der Kreishandwerkerschaft ist es der Stadt Aachen gelungen, ein wegweisendes und einmaliges Qualifizierungsangebot im Handwerk zu entwickeln. Insgesamt sollen innerhalb des Projektes bis Juni 2026 300 Menschen qualifiziert werden und im Handwerk eine nachhaltige Perspektive finden. „Wir bieten den Teilnehmenden mit dieser Qualifizierung eine Plattform für die Zukunft“, sagt Frank Denker, Projektleiter bei der low-tec gemeinnützigen Arbeitsmarktförderungsgesellschaft Düren mbH.

Das Qualifizierungsangebot richtet sich speziell an Langzeitarbeitslose und Geflüchtete. Durch eine sechsmonatige Schulung werden die Teilnehmenden fachtheoretisch und -praktisch, aber auch persönlich auf ihre zukünftige Tätigkeit vorbereitet. Praktika ermöglichen Einblicke in das Berufsfeld und die Möglichkeit, sich mit potenziellen Arbeitgeber*innen in der Region zu vernetzen. Damit ergibt sich die besondere Chance, unmittelbar eine Beschäftigung im Wachstumsmarkt der Photovoltaik-Anlagen-Installation zu finden. Die ersten Teilnehmenden sind begeistert: „Eine Qualifizierung, die mir die Möglichkeit gibt, ein einem zukunftsorientierten Job eine Anstellung zu finden“, so Tornike Zirkadze, einer Teilnehmenden.

Ein weiterer elementarer Baustein des Projekts ist die Förderung der Unternehmen vor Ort. Primäres Ziel ist es, die Unternehmen, darunter kleine und mittelständische Unternehmen, Startups und das Handwerk, in den Fördergebieten Aachen-Nord und Aachen-Ost mit Blick auf die zentralen Herausforderungen wie den Fachkräftemangel, den Klimawandel und die Digitalisierung zu fördern, zu beraten und zu vernetzen.

Das Projekt wurde der Politik in verschiedenen städtischen Ausschüssen vorgestellt und wegen seines lösungsorientierten und praktikablen Ansatzes begrüßt. Auch auf der offiziellen Auftaktveranstaltung des Fördermittelgebers in Berlin am vergangenen Freitag (10. Mai) wurde das Projekt als innovativ gelobt. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen sowie über den Europäischen Sozialfonds.

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Eine neue Ziegenherde am Weinfelder Maar

Daun – Anders als in den Jahren zuvor, ist Familie Fries nun in das Naturschutzprojekt am Weinfelder Maar eingestiegen. Nachdem Familie Kordel vom Weinfelder Hof über 10 Jahre lang die Beweidung des Gebietes übernommen hatte, hat sie nun aus betrieblichen Gründen die Bewirtschaftung der Maarhänge an den Betrieb von Udo Fries übergeben.

Am 2. Mai wurde die Weidesaison am Weinfelder Maar eröffnet. Gleich beim Auftrieb der farblich bunt gemischten Ziegenherde von Udo Fries ist auffallend, dass manche Tiere kleine Glocken am Hals hängen haben. Beim Klang der Glocken denkt man doch gleich an einen Almauftrieb. Schnell hat man die Glöckchen nicht mehr gehört und die rund 50 Burenziegen haben sich auf die Erkundungsreise durch das Gebiet begeben. Etwas später im Jahr werden sie bei ihrer Rasenmähertätigkeit durch Bentheimer Schafe ergänzt.

Durch den reibungslosen betrieblichen Übergang wird in dem 2013 begonnen Beweidungsprojekt eine Beweidungs-Kontinuität gewährleistet. Und die ist besonders wichtig, gilt es doch, der starken
Verbuschungstendenz auf den Maarhängen entgegen zu wirken. Die Offenhaltung der vom Vulkanismus geprägten Kulturlandschaftsausschnitte wie hier am legendären Totenmaar soll vorzugsweise durch die Einrichtung von Großweidesystemen nachhaltig gewährleistet werden. Der Erlebnischarakter der Landschaft wird für die vielen Besucher insbesondere durch die Anwesenheit der Ziegen und Schafe erhöht.

Ein kleiner Wehrmutstropfen: die kleine Eselherde verlässt nun den Maarkessel. Der Landkreis Vulkaneifel bedankt sich herzlich bei dem Betrieb der Familie Kordel vom Weinfelder Hof sowie bei allen Projektbeteiligten für die jahrelange, vertrauensvolle Zusammenarbeit und das Engagement, in dem nicht immer einfachen Projekt der Maarbeweidung.