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Nach über zwei Jahren und fast 50.000 Euro an Spenden

Mechernich-Weyer – Wie Julia zu ihrem Transporter kam – Kurz vor Weihnachten 2022 wird eine ganz besondere Geschichte öffentlich. Wie ein Lauffeuer verbreitet sich der Wunsch von Wilfried Sievernich und seiner schwerstbehinderten Tochter Julia – der Wunsch nach einem Weihnachtswunder in Form eines neuen behindertengerechten Transporters.

Der Gang in die Öffentlichkeit fiel dem damals 57-jährigen nicht leicht, aber für seine Tochter hat er sich sehr gerne überwunden. Denn Julia wollte gerne wieder Ausflüge mit ihrem Vater unternehmen. Für einen dafür nötigen speziell ausgebauten Transporter fehlte allerdings das Geld.

Julia muss 24 Stunden am Tag betreut werden, sie leidet an Tetraparese, Tetraplegie sowie Muskeldystrophie, einer seltenen, unheilbaren Erbkrankheit. Kurz nach ihrer Geburt hatten die Eltern davon erfahren, Julias Lebenserwartung sollte nur zwei Jahre betragen. Doch laut ihrem Vater ist sie eine „Kämpfernatur“. Und so geht sie nun schon auf die 29 zu.

Bis 2015 hatten die beiden einen Bus, mit dem Julia nicht nur zu Therapien gefahren werden konnte, sondern der die beiden auch zu Ausflügen in den Kölner Zoo oder raus in die Natur brachte. Dann kam das Gefährt nicht mehr über den TÜV und war ohnehin zu klein geworden, weil Julia inzwischen liegend transportiert werden musste.

Alle Versuche, Unterstützung zu erhalten, scheiterten. Anträge, Schreiben und Klinkenputzen des Vaters waren nicht von Erfolg gekrönt. Der Traum von Julia, einmal in ihrem Leben das Meer zu sehen, schien unerreichbar. Bis ihr Vater beschloss, um ein Weihnachtswunder zu bitten.

Die Hilfe von überall

Nach einem Bericht der Agentur ProfiPress in Zusammenarbeit mit dem Bad Münstereifeler Journalisten Manfred Görgen sowie Veröffentlichungen in den lokalen Tages- und Wochenzeitungen, tat sich bereits in wenigen Tagen unfassbar viel. Weinend saß Wilfried Sievernich zu Beginn des neuen Jahres nach eigener Aussage auf dem Parkplatz vor der Bank im Auto – vor Freude.

Denn der Spendenaufruf erreichte viele hilfsbereite Menschen. Jugendfreunde aus Iversheim, die der ehemalige Postbote aufgrund der zeitraubenden Pflege seiner Tochter aus den Augen verloren hatte, meldeten sich und überwiesen Geld. Auch gänzlich unbekannte Menschen, teilweise von weit her, unterstützten ihn und seine Tochter finanziell. „Ich hätte nicht gedacht, dass so viele Leute von Herzen helfen“, so der tief berührte Vater, der mit seiner Tochter lange in Bad Münstereifel gelebt hatte. Auch von dort kam jede Menge Unterstützung.

Ein Highlight der vielen Hilfsaktionen war ein Benefizkonzert in Euskirchen Ende Januar 2023. Organisiert wurde es von Johannes Bernd Moers und Tanja Milden, die inzwischen das Alte Brauhaus in Kreuzweingarten betreiben und dort im Juni dieses Jahres einen Empfang für Julia Sievernich organisierten.

Rund 23.000 Euro an Spendengeldern kamen bei dem Benefizkonzert zusammen. Viele engagierte Menschen aus der Region, Bands, Vereine und Firmen sorgten für diese beachtliche Summe. Die große Hilfsbereitschaft hielt an. Und so kamen letztendlich fast 50.000 Euro zusammen. Nun steht endlich ein Transporter für Julia in Weyer und die langersehnten Ausflüge können beginnen.

Bald endlich ans Meer

Etwas über sechs Meter lang ist der weiße Opel, 130 PS hat er. Julia kann in ihm sicher liegend transportiert werden, auch ihre Sauerstoffversorgung ist gewährleistet. Ein Teil ihres Betreuungsteams vom Intensivpflegedienst Lanzerath aus Wald ist in dem Fünfsitzer stets an ihrer Seite.

Die ersten Ausflüge haben Vater und Tochter bereits hinter sich, mal ging es in den Mühlenpark, mal nach Bad Münstereifel und mal nach Effelsberg zum Radioteleskop. Julia kann leider nicht gut sehen, ihr Hörsinn ist dagegen besonders ausgeprägt. So konnte sie beim Radioteleskop neben dem Gezwitscher der Vögel auch den Geräuschen lauschen, die beim Drehen dieser beeindruckenden Weltraumbeobachtungstechnik entstehen.

Belastend sind diese Ausflüge für sie nicht. „Es ist für Julia kein Stress, sondern ein Glücksgefühl“, so ihr Vater. Im Auto hört sie stets ihre Lieblingsmusik: Rock, Pop und Karnevalslieder.

Als nächstes steht Köln auf dem Programm. Dabei sein wird auch Julias Mutter, die Eltern leben seit einigen Jahren getrennt. Im Dom will die Familie den Madonnen-Altar besuchen, beten und Kerzen anzünden. Dann soll es weitergehen zum Zoo, denn „Julia liebt Tiere über alles“, erklärt Wilfried Sievernich. Die Geräusche der Tiere im Zoo dürften ihr daher besonders gut gefallen. „Hoffentlich trötet einer der Elefanten im Gehege dann mal.“

Und natürlich soll es auch eine Fahrt ans Meer geben. Einmal den Sand fühlen und im Salzwasser schwimmen, ist einfach ein Erlebnis, dass jeder Mensch einmal in seinem Leben gemacht haben sollte. Und dank einer speziellen Weste und dem Transporter soll auch Julia Sievernich diese Erfahrung bald endlich machen können.

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In den vier Meckenheimer Grundschulen hat eine neue Zeitrechnung begonnen

Meckenheim – 48 interaktive Smartboards für alle Grundschulen – Neue Präsentationsmedien ersetzen grüne Tafeln in den Klassenräumen – In den vier Meckenheimer Grundschulen mit ihren fünf Standorten in Meckenheim, Merl und Altendorf hat eine neue Zeitrechnung begonnen. Alle Grundschulen verfügen jetzt über moderne Smartboards.

Das interaktive Präsentationsmedium löst die grünen Tafeln ab und verspricht in den Klassenräumen vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. Davon überzeugte sich Schuldezernent und Erster Beigeordneter der Stadt Meckenheim, Hans Dieter Wirtz, vor Ort in der Klasse 3 c der Katholischen Grundschule Meckenheim. Er zeigte sich begeistert darüber, dass der Einsatz dieses fortschrittlichen Mediums jetzt möglich ist, und zwar zeitgleich in allen Grundschulen der Apfelstadt. „Mit dieser Anschaffung gehen wir mit der Zeit und investieren in unsere Zukunft,“ so Hans Dieter Wirtz.

Im Beisein von Matthias Timmermann, der als städtischer Mitarbeiter das Projekt koordiniert und nach den Vorgaben des Medienentwicklungsplans begleitet hatte, ließ sich der Schuldezernent die Vorteile der Technologie veranschaulichen. Silke Brämm, stellvertretende Leiterin der Katholischen Grundschule Meckenheim, gab Einblicke „in die vielen Funktionen, die wir neuerdings nutzen können. Uns eröffnen sich dadurch ganz neue Möglichkeiten, gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern Tafelbilder flexibel zu erstellen, zu gestalten und abzuspeichern, um in der nächsten Stunde exakt an dieser Stelle fortfahren zu können.“ Ebenso ist das Board ans Internet angeschlossen. „Somit können die Kinder über das Medium aktiv Recherche betreiben und ihre Ergebnisse in vielfältiger Weise über das Bord präsentieren“, erklärte Silke Brämm.

Mit dem im Jahr 2021 politisch entschiedenen Medienentwicklungsplan wurden unter anderem zahlreiche IT-Beschaffungen für die Meckenheimer Schulen beschlossen, um die Digitalisierung sowohl an den Grundschulen im Stadtgebiet als auch an den weiterführenden Schulen am Campus voranzutreiben. In diesem Rahmen konnten in den vergangenen Wochen alle Grundschulen mit den Smartboards ausgestattet werden. Insgesamt wurden 48 interaktive Boards inklusive Zubehör beschafft. Die Auftragssumme für diese umfangreiche Anschaffung liegt bei rund 400.000 Euro.

Zur Finanzierung dieser Schul-IT-Ausstattung wurden im Rahmen der Digitalpaktanträge Fördermittel beim Land Nordrhein-Westfalen beantragt. Die ausgezahlte Fördersumme für diese Anschaffungen liegt bei 360.000 Euro. Die zusätzlich benötigten finanziellen Mittel wurden über den städtischen Haushalt finanziert.

Bevor die interaktiven Tafeln installiert werden konnten, galt es, die grünen Tafeln aus den Klassenräumen zu entfernen. Diese Arbeiten übernahm der städtische Baubetriebshof. Von der modernen Neuanschaffung profitieren alle Meckenheimer Grundschulen: die Katholische Grundschule Meckenheim und ihr Teilstandort Altendorf, die Evangelische Grundschule Meckenheim, die Katholische Grundschule Merl sowie die Gemeinschaftsgrundschule Meckenheim-Merl.

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Weltklasse Sport und spektakuläres Rahmenprogramm beim CHIO Aachen 2024

Aachen – Am heutigen Montagmittag gab es in der Aachener Soers einen Appetizer auf das, was die Welt beim CHIO Aachen 2024 ab dem 28. Juni erwarten wird: Hochklassiger Sport, große Emotionen und ein spektakuläres Rahmenprogramm. Gemeinsam mit den Organisatoren blickten die Dressur-Bundestrainerin Monica Theodorescu und der Bundestrainer der Springreiter, Otto Becker, voraus auf das Weltfest des Pferdesports 2024.

„Es kribbelt immer, wenn wir nach Aachen kommen“, beschreibt Monica Theodorescu ihre Gefühlslage. „Und so kurz vor den Olympischen Spielen in Paris kribbelt es fast noch ein bisschen mehr“, verriet die Bundestrainerin der deutschen Dressurreiter, für die es gilt, während der CHIO Aachen-Tage ihr Team für das Championat zu finden. Daher ist mit Ausnahme von Doppel-Olympiasiegerin Jessica von Bredow-Werndl, die mit ihrer Erfolgsstute TSF Dalera BB bereits für Paris gesetzt ist, die gesamte deutsche Spitze im Deutsche Bank Stadion mit ihren Top-Pferden am Start. Aachen-Rekordsiegerin Isabell Werth setzt auf Quantaz und Wendy de Fontaine, Frederic Wandres sattelt Bluetooth OLD und Duke of Britain FRH und auch Reitmeisterin Ingrid Klimke mit Franziskus FRH sowie Katharina Hemmer mit Denoix PCH möchten sich für einen Start bei den Olympischen Spielen empfehlen. Und auch der Mannschafts-Olympiasieger von 2016, Sönke Rothenberger, der mit seinem Fendi in der Vier-Sterne-Tour an den Start gehen wird, befindet sich noch in Lauerstellung auf einen Platz im Team. Dafür sind in Aachen Top-Leistungen gefragt. Kein Wunder also, dass die Zielsetzung der Bundestrainerin für den Lambertz Nationenpreis lautet: „Gewinnen natürlich!“ Aber die Konkurrenz schläft bekanntlich nicht. Schweden schickt seinen aktuellen Weltcup-Sieger Patrik Kittel ins Rennen, das dänische Team wird angeführt von Mannschafts-Weltmeisterin Nanna Skodborg Merrald, dazu kommen die zweifache WM-Bronzemedaillen-Gewinnerin Dinja van Liere aus den Niederlanden und die britische Doppel-Weltmeisterin Charlotte Fry, die ihre beiden Top-Pferde Glamourdale und Everdale mit in die Soers bringt. Wessen Name am finalen Sonntag nach dem Lindt-Preis auf der legendären Siegertafel verewigt wird, ist in diesem Jahr spannend wie nie. Das freut insbesondere Stefanie Peters. „Es ist ja kein Geheimnis, dass ich Dressur-Fan bin“, schaut die Präsidentin des ausrichtenden Aachen-Laurensberger Rennvereins e.V. (ALRV) voller Vorfreude auf die schönsten zehn Tage des Jahres, in denen sie, wann immer es ihre Zeit erlaubt, bei der Dressur vorbeischauen wird.

Aber nicht nur im Deutsche Bank Stadion, auch im nur wenige Meter Luftlinie entfernten legendären Hauptstadion wird in der kommenden Woche Sport auf Weltklasse-Niveau geboten. Denn auch dort sichtet der deutsche Bundestrainer seine Kandidaten für Paris. „Wir tüfteln für jedes der in Frage kommenden Paare einen Plan aus, in welchen Prüfungen sie jeweils eingesetzt werden“, so Otto Becker, der mit dem gesamten Olympia-Kader in die Soers kommt. Für den Mercedes-Benz Nationenpreis schickt der Bundestrainer Hans-Dieter Dreher, Christian Kukuk, André Thieme und Jana Wargers ins Rennen. Das erlesene Feld der Konkurrenten wird angeführt von der Nummer 1 der Weltrangliste, dem Schweden Henrik von Eckermann, Europameister Steve Guerdat aus der Schweiz und Olympiasieger Ben Maher aus Großbritannien. Und auch im Voltigieren, dem Vierspänner-Fahren und der Vielseitigkeit sind die Allerbesten am Start. So gehen Deutschlands dreifacher Olympiasieger Michael Jung, der zweifache SAP-Cup Sieger Christopher Burton aus Australien und Großbritanniens Team-Olympiasiegerin Laura Collett (GBR) in den reiterlichen Dreikampf. Über die starken Starterfelder freut sich – na klar – auch ALRV-Vorstandsmitglied Birgit Rosenberg. „Das ist schon Weltklasse“, so die CHIO Aachen-Sportchefin, die zugleich auf eine Neuerung aufmerksam machte: In diesem Jahr werden zehn statt acht Teams im Mercedes-Benz Nationenpreis an den Start gehen. „Wir freuen uns sehr, dank einer Wildcard ein Team aus Mexiko hier bei uns in der Soers zu haben.“

Von Neuerungen wusste auch Michael Mronz zu berichten. Insbesondere im Bereich der Digitalisierung hat sich wieder einiges getan. So wurde die CHIO Aachen-App kontinuierlich weiterentwickelt: Modern. Übersichtlich. Userfreundlich. „Einfach der ideale Begleiter für alle Turnierbesucher“, so Michael Mronz, Geschäftsführer der Aachener Reitturnier GmbH (ART). „Und wenn ich alle sage, dann meine ich ALLE. In diesem Jahr haben wir einiges dafür getan, dass wir sowohl in der App als auch im Web und zum Beispiel auf Instagram Schritte zur Barrierefreiheit gehen. Mithilfe von ALT-Texten können auch Fans unsere Infos und News konsumieren, deren Sehfähigkeit beeinträchtigt ist.“ Bezogen auf das Thema Barrierefreiheit verwies Michael Mronz auf ein Pilotprojekt am Turnier-Mittwoch, unter anderem beim Turkish Airlines-Preis von Europa. „An diesem Tag bieten wir zum ersten Mal eine professionelle Audiodeskription an, mit der auch blinde und sehbehinderte Menschen an einer der renommiertesten Springprüfungen im Reitsport teilhaben können“, so Mronz, der zudem den brandneuen CHIO Aachen Podcast hervorhob, der noch in dieser Woche an den Start geht. In der ersten Folge sprechen der Sieger des Rolex Grand Prix 2023, Marcus Ehning, und seine Frau Nadia offen wie nie über Sportliches und Privates. „Reinhören lohnt sich“, spricht Michael Mronz eine klare Empfehlung aus. Und auch davon profitiert der CHIO Aachen: Parallel zum Turnier wird in Aachen der Kongress #neuland organisiert, bei dem internationale Top-Speaker wie zum Beispiel Bayer 04 Leverkusens CEO Fernando Carro, VfB Stuttgarts Vorstandsvorsitzender Alexander Wehrle, RWE-CEO Dr. Markus Krebber, Bayer-CEO Bill Anderson und Sportmanager Oliver Bierhoff zu den drängenden Gegenwartsfragen wie Digitalisierung, vernetzter Mobilität und Energie Stellung beziehen. Außerdem dabei: IOC-Präsident Thomas Bach, der am Dienstag einen Impulsvortrag auf dem CHIO Aachen-Gelände halten wird. Thema des zweiten Kongress-Tages wird der CHIO Aachen Scientist Circle sein. Ein Projekt, das Pferdefachleute und führende Wissenschaftler aus Deutschland, Belgien und der Schweiz zusammenbringt und das Wohlergehen von Sportpferden in den Mittelpunkt seiner Arbeit stellt.

Doch der CHIO Aachen ist und bleibt vor allem das: Weltklasse Sport. An zehn Tagen, in fünf Disziplinen, in den berühmtesten Pferdesport-Arenen der Welt. Insgesamt werden 300 Reiter aus 30 Nationen in Aachen erwartet, dazu rund 600 Pferde. Darauf und auf die vielen Gäste aus aller Welt, die das Turnier stets in die alte Kaiserstadt lockt, freut sich auch Aachens erste Bürgerin Sibylle Keupen. „Der CHIO Aachen“, so die Oberbürgermeisterin, „hat nicht nur eine lange Tradition, sondern auch eine enorme internationale Strahlkraft. Das wird auch in diesem Jahr ein großartiges Ereignis.“ Und ebendieses Ereignis startet in exakt vier Tagen, zunächst mit den Voltigierern und den beiden Konzerten „Pferd & Sinfonie“, die in diesem Jahr das Jubiläum „100 Jahre Turniergeschichte in der Aachener Soers“ thematisieren. Die offizielle Eröffnungsfeier am 2. Juli zaubert – passend zum Partnerland USA – mit zahlreichen Mustangs, dem US-Nationalteam im Cheerleading und vielen weiteren Höhepunkten US-amerikanisches Flair in die Soers. Und spätestens dann wird es auch bei den Teilnehmern und Zuschauern wieder da sein, dieses ganz besondere Kribbeln, wenn sie Teil von Deutschlands größter Sportveranstaltung sein dürfen.

Tickets gibt es online, an der Hotline (0241-917-1111) oder im Ticketshop am Turniergelände.

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Aachener Politik bringt Planung für Grün- und Freifläche auf den Weg

Aachen – Das Altstadtquartier Büchel soll ein urbaner Raum mit viel Grün, attraktiver Architektur und ansprechenden Aufenthaltsflächen werden. Der Planungsausschuss hat in seiner Sitzung am Donnerstag (20. Juni) hierfür einstimmig den nächsten wegweisenden Beschluss gefasst. In den kommenden Wochen sollen die Pläne für die Büchel-Freianlagen weiter vertieft werden, anschließend werden erste Bauleistungen ausgeschrieben. Läuft alles nach Plan, können ab Frühjahr 2025 wieder Bagger am Büchel anrollen, um den Tiefbau und den ersten Bauabschnitt der künftigen Grünfläche herzustellen.

Im vergangenen Jahr hatte sich das Berliner Büro GM013 Landschaftsarchitektur bei einem Wettbewerb zur Freianlagenplanung durchgesetzt. Stadt Aachen und die städtische Entwicklungsgesellschaft (SEGA) haben das Siegerbüro anschließend mit der Entwurfsplanung beauftragt, die nun von der Politik abgesegnet wurde. Im Mittelpunkt der künftigen Aachener Freifläche im Herzen der City stehen vier grüne Quartiersterrassen. Neue Plätze, Wege und naturnah gestaltete Flächen sollen direkte Wege- und Sichtverbindungen zur Altstadt und zum Bädersteig schaffen. Es entstehen auch multifunktionale Rasenflächen, die Raum für Bewegung, Spiel und Sport bieten. Zudem werden rund 50 Bäume und Sträucher gepflanzt. Am Ort der ältesten Thermenanlage der Aachener Innenstadt wird auch das Wasser wieder in Form eins Brunnenlaufs an die Oberfläche geholt. Zahlreiche Sitzbänke werden im Büchel-Park der Zukunft zum Verweilen einladen. Die SEGA wird die Pläne noch einmal öffentlich vorstellen und eine Outdoor-Ausstellung anbieten. Weitere Infos folgen hierzu im Laufe des Sommers.

Für das erste Gebäude unter dem Titel „Baustein Wissen“ ist ebenfalls ein Stadtmacher gefunden worden. Dieser bereitet momentan einen Architekturwettbewerb für sein Gebäude vor. Das Konzeptverfahren zur Grundstücksvergabe für den nächsten Baustein „RedHouse +“ bereitet die SEGA derzeit vor.

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CHIO Aachen 2024 – Förderung des Therapeutischen Reitens ist Ehrensache

Aachen – Die „Glücks-Bringer“ Charity-Kooperation zugunsten des Therapeutischen Reitens und des Pferdesports für Menschen mit Behinderung zwischen dem Aachen-Laurensberger Rennverein (ALRV) und dem Deutschen Kuratorium für Therapeutisches Reiten (DKThR) ist seit 1999 ein beständiger Teil des Weltfests des Pferdesports. Auch in diesem Jahr werden, traditionell am Soerser Sonntag, Spenden gesammelt, die der Aktion in vollem Umfang zugutekommen.

Mit der langjährigen Zusammenarbeit mit dem DKThR setzt der ALRV ein deutliches Zeichen für Inklusion. Jeder Mensch gehört beim CHIO Aachen ganz natürlich dazu – ob mit oder ohne Behinderung. Alle dürfen mitmachen. Alle die möchten, können dabei sein. Hier wird Kontakt gefördert und Teilhabe gelebt.

Jahr für Jahr wird dem Therapeutischen Reiten und dem Pferdesport für Menschen mit Behinderung Raum gegeben. Die CHIO-Besucher können hautnah erleben, welche Wirkung das Pferd auf den Menschen hat. Neben Linderung, Förderung und Prävention schenken Pferde Mut und Lebensfreude.

Den Auftakt macht am Soerser Sonntag, dem traditionellen Tag der offenen Tür (30. Juni) die Kollekte während des Ökumenischen Gottesdienstes im Deutsche Bank Stadion (Beginn: 11.30 Uhr), angekündigt von Jaycen Schlesinger. Der 16-Jährige ist mit dem Down-Syndrom zur Welt gekommen und hat seine Liebe zu den Pferden schon entwickelt, bevor er laufen konnte. Zur Geburt hat er das Pony „Glücksbär“ geschenkt bekommen. Mittlerweile sind die beiden unzertrennlich und auf Instagram zu richtigen Stars und Vorbildern für eine ganze Community avanciert.

Im Nachmittagsprogramm heißt es gegen 13.40 Uhr auf dem großen Vorbereitungsplatz Springen „Therapeutisches Reiten im Land der unbegrenzten Möglichkeiten“. Als „Glücks-Bringer“ stellen sich vom DKThR anerkannten Therapiehöfe aus der Region Aachen vor und präsentieren ihre Arbeit. Mit dabei: Lohner Hof Reit- und Therapiezentrum (Eschweiler), Reittherapiezentrum Abenteuerland (Stolberg), Reithalle Rattenhaus (Eynatten/Belgien) und Kid`s auf Trab, Zentrum für Therapeutisches Reiten (Stolberg).

Am gesamten Soerser Sonntag freut sich das Team des DKThR auf viele Besucher am Spenden- und Infostand in der Nähe des Haupteingangs. Dort ist für die jüngsten Besucher ein Hobby Horsing Mitmach-Parcours aufgebaut. Mit Steckenpferden können sie sich fit für den Soerser Sonntag machen und eine der begehrten Siegerschleifen sammeln. Darüber hinaus stehen auch in der restlichen Turnierwoche Spendenbüchsen an den CHIO-Infoständen bereit.

Die Spenden, die im Rahmen der „Glücks-Bringer“ Charity-Aktion gesammelt werden, kommen zur Hälfte dem Deutschen Kuratorium für Therapeutisches Reiten zugute und fließen in den KinderUnterstützungsFonds (KUF) des Verbands. Der Rest verteilt sich auf die vier vom Kuratorium anerkannten Therapiehöfe im Raum Aachen.

Das DKThR ist ein gemeinnütziger Verein zur Förderung des Therapeutischen Reitens (pferdgestützte Therapie, Förderung und Sport). Es ist seit über 50 Jahren die zentrale Anlaufstelle für alle Fragen zu diesem Themenbereich und dabei der älteste Verband seiner Art weltweit.

Weitere Infos zum Deutschen Kuratorium für Therapeutisches Reiten gibt’s hier.

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Arzneimittel-Versorgung in Rheinland-Pfalz gefährdet

Region/Mainz – Bundesgesundheitsminister Lauterbach schafft mit seinem neuen Apothekenreformgesetz die öffentlichen Apotheken ab! – Der nach langer Wartezeit vorgelegte Referentenentwurf zur Apothekenreform spricht eine deutliche Sprache: der Bundesgesundheitsminister möchte die wohnortnahe Versorgung durch heilberuflich geführte Apotheken abschaffen. Die bis dato bekräftigte Aussage der Bundes-SPD, keine Leistungskürzungen vorzunehmen, haben sich damit nicht bewahrheitet. Stattdessen hält Bundesgesundheitsminister Lauterbach an seinen Liberalisierungsplänen fest, die er bereits im Oktober 2023 in seinem Eckpunktepapier publiziert hat. Neben Apotheken ohne Apothekerinnen und Apothekern sieht der Referentenentwurf anstatt einer Erhöhung nur eine Umverteilung des apothekerlichen Honorars vor. Ebenso sollen abgespeckte Zweigapotheken die Versorgung in weniger dicht besiedelten Gebieten sichern.

„Die im Koalitionsvertrag der Ampelregierung getätigte Aussage, man wolle die Apotheken vor Ort stärken, hat sich mit diesem Referentenentwurf vollkommen ins Gegenteil verkehrt. Die bestehende Versorgungslandschaft wird entprofessionalisiert und destabilisiert, d. h. dass die bewährte und qualitativ hochwertige Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln durch die Vor-Ort-Apotheken nicht mehr flächendeckend möglich sein wird“, mahnt Peter Stahl, Kammerpräsident der Landesapothekerkammer Rheinland-Pfalz. Der vorliegende Referentenentwurf zum Apothekenreformgesetz sieht vor, zukünftig Apotheken ohne Apotheker zu betreiben („Apotheke light“). Dies kommt der Aufgabe des freien Heilberufs des Apothekers und der Selbstständigkeit gleich. Die erfahrenen Pharmazeutisch-technischen-Assistenten (PTA) in den Filialapotheken sollen laut dem Gesetzesentwurf dann ohne die anwesenden approbierten Pharmazeutinnen und Pharmazeuten die Arzneimittelabgabe übernehmen. Die Abgabe von Betäubungsmitteln oder das Anfertigen von individuellen Rezepturen soll zwar weiterhin durch die Apothekerschaft erfolgen, jedoch ist vorgesehen, dass Apotheker nur noch 8 Stunden in der Woche in der öffentlichen Apotheke anwesend sein müssen. Für die Patientinnen und Patienten bringen diese Neuregelungen erhebliche Einschränkungen mit sich, da die Leistungen nur noch in den begrenzten Anwesenheitszeiten der Apothekerinnen und Apotheker verfügbar sind.

Dass der Apothekerberuf zukünftig durch den Ausbildungsberuf der PTA ersetzt werden soll, um damit Kosten zu sparen, widerspricht dem Berufsethos und ist perfide. Weiteres Einsparpotenzial sieht Lauterbach auch bei den Öffnungszeiten von Apotheken. Kürzere Öffnungszeiten und die damit verbundenen Einsparungen bei den Gehältern der Angestellten würden laut Bundesgesundheitsministerium eine Ersparnis von jährlich 11,4 Millionen Euro bewirken. „Es ist absolut inakzeptabel, dass ein sozialdemokratisch geführtes Ministerium plant, die Gehälter der Angestellten in Apotheken zu kürzen, um Einsparungen zu erzielen. Es zeugt nicht nur von einer eklatanten Missachtung des pharmazeutischen Berufsstandes, sondern führt auch zu erheblichen Qualitätseinbußen der bestehenden Arzneimittelversorgung“, kritisiert Thomas Christmann, der Vizepräsident der Landesapothekerkammer Rheinland-Pfalz. In diesem Zusammenhang sollte nicht unerwähnt bleiben: Laut der jüngsten Fachkräfteengpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit gehören Apotheker und PTA zu den vom Fachkräftemangel besonders betroffenen „Engpassberufen“.

Und auch das seit über 10 Jahren nicht angepasste Apothekerhonorar findet im neuen Referentenentwurf keine Beachtung. Die ABDA-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening sagt hierzu: „Der Entwurf sieht keinerlei Anpassung an die massiv gestiegenen Kosten vor, bringt dafür aber kürzere Öffnungszeiten und weniger qualifiziertes Personal ins Spiel“. Bei der Vergütung will Lauterbach das Fixum in zwei Schritten leicht erhöhen: von derzeitig 8,35 Euro auf 8,66 Euro im Jahr 2025 und auf 9 Euro im Jahr 2026. Die Finanzierung dieser Erhöhung wird jedoch durch eine Senkung des prozentualen Zuschlags von 3 Prozent auf 2 Prozent des Apothekeneinkaufspreises (Marktpreises) für Arzneimittel realisiert. Auch diese Umverteilung wird dazu führen, dass viele Apotheken erhebliche Einnahmeverluste erleiden.

Dass die Apothekenreform eine flächendeckende Versorgung nur simuliert und bestehende Strukturen aufweicht, zeigt sich ebenso am Beispiel der Liberalisierung des Filialapothekensystems. Zukünftig soll es nach Ansicht Lauterbachs möglich sein, Filialen auch außerhalb benachbarter Kreise in einem größeren räumlichen Umfang zu betreiben (3 Autostunden von der Hauptapotheke entfernt). Jeder Inhaber darf zukünftig 2 sogenannte Zweigapotheken eröffnen. Diese fungieren hierbei als preisgünstige Arzneimittelabgabestellen ohne eigene Rezeptur oder pharmazeutisch geschultes Personal. Vor allem im ländlichen Bereich stellen diese neuen „billigen“ Zweigapotheken, die in direkter Nachbarschaft zu heimischen Hauptapotheken eröffnet werden können, eine nicht zu überwindende Konkurrenz dar. Viele kostenintensive Hauptapotheken mit pharmazeutischem Personal und eigener Rezeptur auf dem Land wären so dem finanziellen Untergang geweiht. Vielerorts wird es dadurch mittel- und langfristig keine Vor-Ort-Apotheken mehr geben, die die Gesundheitsvorsorge der Bevölkerung sicherstellen. Ebenso werden viele Beschäftigte ihren wohnortnahen Arbeitsplatz verlieren.

„Dass Bundesgesundheitsminister Lauterbach seine Reformpläne der Apothekerschaft und deren Standesvertretung zunächst nicht direkt zugestellt hat, sondern diese über eine große deutsche Tageszeitung mitteilen ließ, offenbart seine völlige Missachtung und Respektlosigkeit uns gegenüber. Angebote zu einem konstruktiven Austausch zwischen Bundesgesundheitsministerium und der Apothekerschaft hat es zu Genüge gegeben, unter anderem auch vonseiten der Landesapothekerkammer Rheinland-Pfalz. Diese Angebote waren dem Minister nicht einmal eine Antwort wert. Dies spricht alles eine klare Sprache“, betont Stahl.

Auf politischer Landesebene zeigt sich dagegen ein ganz anderes Bild. Die Gesundheitsminister-innen und -minister der Bundesländer lehnen die Pläne von Karl Lauterbach zur Apothekenreform ab. Auf der Gesundheitsministerkonferenz in Travemünde (13./14. Juni 2024) forderten sie stattdessen die Umsetzung des GMK-Beschlusses (5./6. Juli 2023) zur Sicherstellung der flächendeckenden Arzneimittelversorgung durch Einführung neuer Finanzierungskonzepte für Apotheken. „Die persönliche, fachkundige Medikationsberatung durch approbierte Apothekerinnen und Apotheker trägt wesentlich zur Therapietreue, zur Anwendungssicherheit und damit zum Therapieerfolg bei. Sie leistet einen wertvollen Beitrag bei der angespannten Arzneimittel-versorgungslage“, heißt es in dem Abschlussdokument. Man bittet die Bundesregierung daher schnellstmöglich die „erforderlichen Rahmenbedingungen zu schaffen“, um noch vorhandene Apotheken in ihren Strukturen zu stärken und wirtschaftlich zu stabilisieren und „Eingriffe mit massiven negativen Auswirkungen auf das Apothekennetz“ zu verhindern.

Der Referentenentwurf wurde mittlerweile offiziell versandt; zusammen mit einer Einladung zur mündlichen Anhörung am 25. Juni. Laut Kabinettszeitplanung soll das Apothekenreformgesetz am 17. Juli im Bundeskabinett besprochen werden. Das Gesetz soll laut Entwurf am Tag nach Veröffentlichung in Kraft treten.

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Dankeschön an die ehrenamtlichen EM-Einsatzkräfte

Düren/Region – Peter Kaptain, Allgemeiner Vertreter des Landrats, hat sich im Namen des Kreises Düren bei den Ehrenamtlichen bedankt, die die Sicherheit bei der Europameisterschaft gewährleisten.  Insgesamt 400 Einsatzkräfte aus dem Kreisgebiet unterstützen während der in Nordrhein-Westfalen stattfindenden EM-Spiele die jeweiligen Spiel-Städte in Sachen Sicherheit. Es greift ein landesweites Konzept, bei dem alle Kreise und kreisfreien Städte beteiligt sind.

So standen auch am Mittwoch, 19. Juni, während des EM-Spiels in Köln insgesamt 119 Ehrenamtliche von 18 bis 1 Uhr nachts für den Ernstfall bereit. Sammelplatz war das Trainingsgelände des Institutes der Feuerwehr, NRW Außenstelle Kreis Düren, in Kreuzau-Stockheim. Kräfte der Katastrophenschutzbehörde des Kreises Düren, Kreisbrandmeisterei, des Feuerschutztechnischen-Zentrums des Kreises Düren (FTZ), der Rettungsdienst Kreis Düren AöR (RDKD), die Informations- und Kommunikationseinheit des Kreises Düren (IuK) sowie Kräfte der Feuerwehr Düren, Johanniter-Unfall-Hilfe, Schnelleinsatzgruppe (SEG) Notärzte, des Technischen Hilfswerkes (THW), Malteser Hilfsdienstes (MHD) und von den Kreisverbänden des Deutschen Roten Kreuzes aus Düren waren vor Ort.

Dies nahm Peter Kaptain, Allgemeiner Vertreter des Landrats, zum Anlass, um sich nach dem Fußballspiel für die ehrenamtliche und selbstlose Einsatzbereitschaft zu bedanken. „Es ist nicht selbstverständlich, dass so viele von Ihnen hier bereitstehen, um im Ernstfall zu helfen und Menschenleben zu retten. Während es fußballerisch für Deutschland gut läuft, hoffen wir natürlich auch, dass die Fans friedlich feiern. Sie alle machen die Europameisterschaft in diesen schwierigen Zeiten, in denen wir uns befinden, möglich. Dafür möchte ich Ihnen im Namen von Landrat Wolfgang Spelthahn und des gesamten Kreises Düren von Herzen danken“, betonte Peter Kaptain, der neben seiner Funktion als Allgemeiner Vertreter des Landrats auch der zuständige Dezernent für den Katastrophenschutz beim Kreis Düren ist. Er überreichte einen speziell für diesen Anlass entworfenen Anstecker aus Metall. Auch die Ehrenamtlichen, die in den künftigen Bereitschaften für die Europameisterschaft im Einsatz sein werden, erhalten diesen Anstecker. „So haben Sie ein kleines Andenken an Ihren Einsatz, der wieder bestätigt, welches ehrenamtliche Engagement die Menschen im Kreis Düren innehaben“, so Peter Kaptain weiter.

Insgesamt 31 Fahrzeuge standen in der richtigen Ausrück-Reihenfolge bereit. Innerhalb von 75 Minuten hätten die Einsatzkräfte aus dem Kreis Düren in Köln sein müssen. Die Katastrophenschutzbehörde des Kreises Düren hat seit Monaten spezielle Sicherheitskonzepte erarbeitet, Einsätze vorgeplant, Personal strukturiert, Übungen durchgeführt und die Technik geprüft. Insgesamt wurden für elf Termine der Europameisterschaft in Deutschland Reserve-Einheiten aus dem Kreis Düren angefordert.

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90 Jahre Freibad Schleiden – Ein Grund zum Feiern!

Schleiden – Bürgermeister Pfennings gratulierte gemeinsam mit der Geschäftsführerin der GfW Schleiden, Bianka Renn zum Jubiläum – Schwimmbadfest im September – Verlässt man Schleiden in Richtung Monschau, so stößt man unmittelbar nach der letzten Wohnbebauung der Straße „Im Wiesengrund“ auf das Erlebnisfreibad Dieffenbach. Das im Schatten des Kammerwalds gelegene Schwimmbad feiert in diesem Jahr sein 90-jähriges Bestehen.

Seit 35 Jahren wird das beliebte Schwimmbad von Elmar Scholzen betrieben, der mit viel Engagement für den Erhalt und die Weiterentwicklung dieser wichtigen Freizeiteinrichtung sorgt.

„Das Freibad Schleiden ist nicht nur ein Ort der Erholung und Freizeit, sondern auch ein Stück lebendige Geschichte unserer Stadt und möchte mich bei allen bedanken, die das Freibad unterstützen und mit Leben füllen“, so Bürgermeister Pfennings. Ein besonderer Dank gelte Elmar Scholzen und seiner Frau, die schon so lange mit ihrem Team den Betrieb stemmen.

Anlässlich des Jubiläums wird die Stadt Schleiden in Zusammenarbeit mit der GfW Schleiden am 7. September 2024 ein Schwimmbadfest organisieren, zu dem bereits jetzt Bürgerinnen und Bürger, sowie Freunde des Freibads ab 16:00 Uhr herzlich eingeladen sind.

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Stadt Mayen wird um 20,7 Millionen Euro entschuldet

Mayen – Bescheid zum Landesprogramm „Partnerschaft zur Entschuldung der Kommunen“ durch Minister Clemens Hoch überreicht – Kürzlich konnte Oberbürgermeister Dirk Meid Staatsminister Clemens Hoch von Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit im Mayener Rathaus begrüßen.

Clemens Hoch brachte erfreuliche Nachrichten für die Stadt Mayen mit: In einer kleinen Feierstunde überreichte der Staatsminister dem Stadtchef den Bewilligungsbescheid zur Teilnahme am Landesprogramm „Partnerschaft zur Entschuldung der Kommunen in Rheinland-Pfalz (PEK-RP)“.

Mit der Teilnahme an diesem Programm wird die Stadt Mayen mit einem Betrag von rund 20,7 Mio. Euro, also ca. 53% ihrer Liquiditätskreditschulden (=Überziehungskredit) entlastet. Durch die Schuldübernahme wird die Stadt Mayen nicht nur von der Tilgungsverpflichtung entlastet, sondern es tritt auch eine jährliche Zinsersparnis von rd. 400.000 Euro pro Jahr ein und dies ohne Berücksichtigung eines evtl. Risikos zukünftig steigender Zinsen.

Die Stadt Mayen ist verpflichtet, den bei ihr verbleibenden Restbetrag von rd. 18,2 Mio. Euro innerhalb von 30 Jahren zu tilgen, d.h. es ergibt sich eine jährliche Mindesttilgungsverpflichtung in den kommenden Jahren in Höhe von rd. 606.000 Euro.

„Ich bedanke mich bei Minister Clemens Hoch und dem Land für die Übernahme der Schulden in dieser beachtlichen Höhe. Diese Entlastung ist besonders in Zeiten der sowieso angespannten finanziellen Lage der Kommunen ein wichtiger Meilenstein, woran weiter festgehalten werden muss“, so Oberbürgermeister Dirk Meid. „Zu hoffen ist, dass auch der Bund zu seinen Aussagen im Koalitionsvertrag steht und ebenfalls seinen Beitrag zur weiteren Entschuldung der Kommunen leistet. Hierfür kämpft die Stadt Mayen bereits seit Jahren gemeinsam mit einer Vielzahl weiterer Kommunen als Mitglied im überregionalen und überparteilichen Aktionsbündnis ‚Für die Würde unserer Städte‘.“

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CHIO Aachen 2024: Karli und das Sinfonieorchester Aachen geben Vorgeschmack auf „Pferd & Sinfonie“

Aachen – Da war das Staunen groß, als CHIO Aachen-Maskottchen Karli am Samstag plötzlich zum Dirigenten und Tänzer mutierte und den Aachener Elisengarten gemeinsam mit vier Musikern des Sinfonieorchesters Aachen kurzzeitig zur Open-Air-Konzertbühne verwandelte. „Eviva España“ gab einen eindrucksvollen Vorgeschmack auf das, was die Besucher am kommenden Wochenende bei „Pferd & Sinfonie“ erwartet. Das Konzert ist traditionell der atemberaubende Auftakt des CHIO Aachen. Diese beiden spektakulären Abende im Deutsche Bank Stadion leben vom faszinierenden Zusammenspiel zwischen dem Sinfonieorchester Aachen und einer einmaligen Pferdeshow. In diesem Jahr geht es um Historie und Helden. „Pferd & Sinfonie“ wird sich am 28. und 29. Juni ausschließlich um „100 Jahre Turniergeschichte“ in der Aachener Soers drehen. Und dabei spielt auch Spanien eine zentrale Rolle. 2001 begann die Tradition der Partnerländer beim CHIO Aachen eben mit jenem Spanien. Die Pferdetrainerin, Showreiterin und Schauspielerin Kenzie Dysli wird die Besucher gemeinsam mit Pferdeshow-Star Laury Tisseur noch einmal dorthin mitnehmen, genauer gesagt ins wunderbare Andalusien.

Der Streifzug durch die frühen Jahre der Aachener Turniergeschichte hält für die Zuschauer noch weitere Höhepunkte bereit. So werden unter anderem die deutschen Vierspännerfahrer Michael Freund und Daniel Würgler ein Schaubild in den Sand des Deutsche Bank Stadions zaubern, das den Fahrsport aus dem Aachener Wald wieder aufleben lässt. Mit Ingrid Klimke kommt auch ein wahrer Zuschauermagnet zu „Pferd & Sinfonie“. Gemeinsam mit ihrer Tochter Greta Busacker wird die Reitmeisterin ein Pas de deux in Erinnerung an ihren Vater und Opa Dr. Reiner Klimke präsentieren. Am 28. und 29. Juni erklingt jeweils um 20.30 Uhr unter dem Dirigat von Christopher Ward, dem Generalmusikdirektor der Stadt Aachen, der erste Ton des beliebten Formats.

Tickets für das Konzert „Pferd & Sinfonie“ gibt es online, an der Hotline: 0241-917-1111 und im Ticketzelt auf dem Turniergelände.