Kategorien
Politik

Ein Würfel für die Spitzenforschung für die RWTH Aachen – 40 Millionen Investition

Aachen – Mit Cube 3 entsteht an der RWTH Aachen ein hochmoderner Bau für Informations- und Kommunikationstechnologie – NRW Ministerin Ina Brandes bei der Grundsteinlegung: Spitzenforschung ‚made in NRW‘ braucht eine exzellente Infrastruktur.

Dieser Zauberwürfel ist ein Meilenstein für die Wissenschaftsstandort Nordrhein-Westfalen Mit dem Cube 3 entsteht an der Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH) ein neues Gebäude für Spitzenforschung in der Informations- und Kommunikationstechnologie! In dem hochmodernen würfelförmigen Bau entstehen Büros, Seminarräume und Labore, in denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Informations- und Kommunikationstechnologien von morgen erforschen werden. Sie arbeiten unter anderem daran, das Leben von hörgeschädigten Menschen zu verbessern und Assistenzsysteme in Autos weiter zu entwickeln. Auch gehen sie der Frage nach, wie Telefonate so natürlich klingen können wie ein Gespräch von Angesicht zu Angesicht.

Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen (BLB NRW) setzt das innovative Projekt um. Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft trägt mit 20 Millionen Euro rund die Hälfte der Baukosten. Die andere Hälfte finanzieren der BLB NRW und die RWTH.

Zur Grundsteinlegung steuerte Ministerin Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, am Freitag, 28. Juni einen roten Tintenroller für die Zeitkapsel bei. Hintergrund: Ministerinnen und Minister zeichnen laut Gemeinsamer Geschäftsordnung für die Ministerien des Landes Nordrhein-Westfalen Akten mit roter Tinte ab.

Ministerin Ina Brandes: „Spitzenforschung ‚made in NRW‘ braucht eine exzellente Infrastruktur. In Cube 3 werden exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler daran arbeiten, ihre Forschung aus dem Labor in die Anwendung zu bringen – und so das Leben der Menschen besser zu machen. Das gilt hier ganz besonders für Menschen mit Hörproblemen und für Fragen der vernetzten Mobilität. Im Cube 3 wird die Zukunft erdacht, entwickelt – und ganz sicher erfahrbar werden. Ich gratuliere zur Grundsteinlegung und wünsche einen unfallfreien Bau!“

Prof. Dr. Ulrich Rüdiger, Rektor der RWTH: „Insbesondere unser Profilbereich Information and Communication Technologies ICT erfährt durch den Cube 3 einen weiteren Push. Unsere Profilbereiche adressieren die großen gesellschaftlichen Fragen und ICT befasst sich mit der Anwendung von Computern, eingebetteten und steuernden Geräten und menschlicher sowie computergestützter Informationsverarbeitung, um Informationen in digitaler Form zu speichern, abzurufen, zu manipulieren, darzustellen und zu verstehen, wobei Kommunikationstechnologien im weiteren Sinne genutzt werden. Alles Themen, die uns in unserem Alltag intensiv beschäftigen.“

Gabriele Willems, Geschäftsführerin BLB NRW: „Mit dem dritten Cube setzen wir unsere erfolgreiche Zusammenarbeit mit der RWTH fort und schaffen ein modernes Umfeld für Spitzenforschung.“

Cube 3 entsteht auf dem Campus Hörn und reiht sich ein in zwei weitere Würfel-Bauten, die auch zum Schwerpunkt Informations- und Kommunikationstechnologie der RWTH Aachen gehören. In das neue Gebäude mit rund 3000 Quadratmetern Nutzfläche ziehen drei Institute aus der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik: das Institut für Hörtechnik und Akustik, das Institut für Kommunikationssysteme und das Institut für Theoretische Elektrotechnik.

Unter anderem entstehen hochspezialisierte Messräume, Labore für akustische virtuelle Realität und technische Werkstätten. Die Forschungsergebnisse können dabei helfen, die Unterschiede im Hören gezielt zu erforschen, um zum Beispiel das Leben von Menschen mit Hörproblemen an lauten Orten wie Schulen oder Restaurants zu verbessern. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Hochfrequenzbauelementen für Anwendungen wie Abstandsradare und Hochgeschwindigkeitsdatenübertragungen. Diese sind essenziell für Technologien wie 5G oder gar zukünftiges 6G, und haben praktische Auswirkungen auf Fahrassistenzsysteme und mobile Kommunikationsnetzwerke.

Kategorien
Gesundheit

Sprechstunden-Termine im St. Elisabeth Krankenhaus Mayen ab sofort online buchbar

Mayen – Patienten des St. Elisabeth Krankenhaus Mayen steht ab sofort ein Portal zur Verfügung – Sprechstundentermine unkompliziert, jederzeit und überall vereinbaren: Das ist im St. Elisabeth in Mayen ab sofort möglich. Terminbuchungen für Sprechstunden in den drei folgenden Klinikbereichen in Mayen können über folgende Links bequem online erfolgen:

Das Patientenportal bietet nun Online-Terminbuchungen an. Foto: GK-Mittelrhein/Andrea Schneider

„Das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) fördert die Digitalisierung im Gesundheitswesen hin zum Krankenhaus der Zukunft. Patienten die Möglichkeit einer Online-Terminbuchung anzubieten, ist ein ganz wesentlicher Baustein der Zukunftsfähigkeit. Wir freuen uns, dieses Projekt am Standort St. Elisabeth in Mayen nun umsetzen und anbieten zu können“, betont der Kaufmännische Direktor Jonas Wilbert.

Kategorien
News

IHKs übergeben Ministerin Neubaur Pakt für Planungs-Beschleunigung

Aachen – Wie können Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigt werden? Diese Frage haben sich die Industrie- und Handelskammern (IHKs) im Rheinischen Revier – Aachen, Köln und Mittlerer Niederrhein – gestellt. Gemeinsam haben sie mit Vertretern aus Kommunen, Landesverwaltungen sowie externen Planungs- und Genehmigungsexperten darüber diskutiert und den „Pakt für Planungsbeschleunigung im Rheinischen Revier“ erarbeitet. Die 16-seitige Selbstverpflichtung wurde von allen (Oberbürger-)Bürgermeisterinnen, (Ober-)Bürgermeistern, Landräten und den Regierungspräsidenten aus Düsseldorf und Köln unterzeichnet. Jetzt haben die Akteure den Pakt Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, überreicht.

„Energiewende, die nachhaltige Transformation der Wirtschaft, die Digitalisierung und der damit einhergehende Strukturwandel sind enorme Herausforderungen für das Rheinische Revier, denen wir uns für eine erfolgreiche und zukunftsfähige Wirtschaftsregion stellen müssen und wollen“, erklärte Michael F. Bayer, Hauptgeschäftsführer der IHK Aachen. „Allerdings hemmt die Dauer der Planungs- und Genehmigungsverfahren die dringend erforderlichen Maßnahmen und Investitionen.“ Auf die notwendigen Gesetzesänderungen habe man nicht warten wollen. „Stattdessen haben wir uns damit auseinandergesetzt, wie innerhalb der bestehenden Rechtlage schnellere Genehmigungen und Planungen gelingen.“

Mit dem Pakt haben die Städte, Gemeinden, Kreise und Bezirksregierungen im Rheinischen Revier eine Selbstverpflichtung erarbeitet, die künftig allen Planungs- und Genehmigungsprozessen zugrunde liegen soll. „So sollte unter anderem auf rechtlich nicht zwingend erforderliche Verfahrensschritte verzichtet werden, eine frühzeitige Abstimmung aller Parteien erfolgen, die Vollständigkeit von Unterlagen schnellstmöglich geprüft und Zeitpläne auf allen Seiten eingehalten werden“, sagte Bayer.

Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur: „Einfache und schnelle Planungs- und Genehmigungsverfahren sind notwendig, damit dringende Investitionen zügig getätigt und all das innovative Potenzial zur Gestaltung des Rheinischen Reviers ohne unnötige Hemmnisse und Verzögerungen genutzt werden kann. Wir setzen uns daher in Nordrhein-Westfalen und im Bund für eine umfassende Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren ein. Der Pakt für Planungsbeschleunigung im Rheinischen Revier leistet einen beachtlichen Beitrag, dieses Anliegen auf regionaler und lokaler Ebene umzusetzen. Es ist gut, dass hier alle Beteiligten an einem Strang ziehen, denn das Anliegen ist komplex und vielfältig.“

Bei der anschließenden Talkrunde, an der unter anderem Dr. Thomas Wilk, Regierungspräsident von Köln, teilnahm, betonte Bayer: „Auch die IHKs wollen dazu beitragen, schneller und effizienter zu planen und zu genehmigen. Dazu entwickeln wir für unsere Mitgliedsunternehmen Angebote, um Antragsunterlagen vollständig und prüffähig einzureichen.“

Kategorien
Top-Themen

Aachen fährt elektrisch

Aachen – Das Projekt ALigN leistet einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Elektromobilität – Das Förderprojekt ALigN konnte Ende 2023 erfolgreich abgeschlossen werden. Das Kürzel steht für den „Ausbau von Ladeinfrastruktur durch gezielte Netzunterstützung). Das Projekt wurde gemeinsam von der Stadt Aachen, der STAWAG, der Regionetz, der RWTH Aachen sowie den Unternehmen Smartlab, Umlaut (Accenture) und aixACCT umgesetzt. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz hat es im Rahmen des Sofortprogramms „Saubere Luft“ gefördert. Es gab zwei Hauptziele: Zum einen sollte die Ladeinfrastruktur ausgebaut werden, um die Elektromobilität in Aachen zu fördern. Zum anderen sollten die Auswirkungen des Ausbaus auf die Infrastruktur des Stromnetzes gezielt erforscht werden.

ALigN wurde im September 2018 gestartet und lief bis Ende 2023. Insgesamt sind in dieser Zeit 670 Ladepunkte aufgebaut worden, 379 davon sind öffentlich zugänglich. Überwiegend privat nutzbare Ladepunkte wurden bei über 20 Unternehmen im Stadtgebiet geschaffen. Hier sollte die Antriebswende vom konventionell zum elektrisch angetriebenen Firmenfahrzeug forciert werden. Und den Mitarbeitenden sollte ebenfalls der Umstieg vom Verbrenner zum Elektrofahrzeug erleichtert werden.

Insgesamt hat der bisherige Aufbau an Ladeinfrastruktur zu einer guten Situation bei den wichtigsten Kennziffern in der Stadt Aachen geführt: Ende 2023 mussten sich nur 14 Elektrofahrzeuge (inklusive PlugIn-Fahrzeuge) einen Ladepunkt teilen. Bundesweit kamen auf einen Ladepunkt 22 E- und PlugIn-Fahrzeuge. Und auch beim Verhältnis der E-Fahrzeuge (inklusive PlugIn) am Gesamt-Fahrzeugbestand lag Aachen Ende 2023 deutlich über dem des Bundes: 7 Prozent zu 4,8 Prozent. Derzeit stehen in Aachen rund 650 öffentlich zugängliche Ladepunkte zur Verfügung. Von denen sind 379 im Rahmen des Projekt ALigN aufgebaut worden. Einen guten Überblick über den Großteil dieser Ladepunkte können sich Interessierte mit Hilfe des Mobilitätsdashboards der Stadt Aachen verschaffen: https://verkehr.aachen.de/.

Oberbürgermeister Sibylle Keupen sagt: „Ich freue mich für die Menschen, die nicht zu Hause oder am Arbeitsplatz laden können, dass wir in der Stadt Aachen einen großen Schritt weiter sind beim Ausbau der Ladeinfrastruktur mit klimaneutral produziertem Strom. Unsere Stadt ist damit eine Vorreiterstadt für klimaneutralen Verkehr: Den größten Beitrag für die Reduzierung der Kohlendioxid (CO2)-Emissionen im Verkehr wird die „Antriebswende“ übernehmen. Das haben wir schon mit der Teilnahme an der EU-Mission bekräftigt. Aachen ist eine Vorreiterstadt für klimaneutralen Verkehr. Das Maßnahmenpaket im Aachener Klimaschutzkonzept umfasst den ÖPNV-Ausbau, die Umgestaltung der Straßen zu klimaresilienten und sicheren Straßenräumen, die Neuorganisation des Parkens sowie den Ausbau des Mobilitätsmanagements. Das haben wir mit der Teilnahme an der EU-Mission bekräftigt.“

STAWAG-Vorstand Wilfried Ullrich verweist darauf, dass sich die Stawag schon sehr lange als Vorreiter der Energiewende engagiert. Dabei habe sie bereits vor rund fünfzehn Jahren mit dem Aufbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur begonnen. „Über 300 öffentliche und halböffentliche Ladepunkte betreiben wir heute in Stadt und Region, von denen rund 200 im Rahmen des gemeinsamen Projektes ALigN errichtet worden sind.“ Insofern habe das überaus erfolgreich abgeschlossene Projekt einen erheblichen Anteil daran, dass E-Mobilist*innen und zukünftige E-Mobilist*innen in Aachen ausreichend Ladeinfrastruktur vorfinden und auch in Zukunft vorfinden werden.

Professor Rik de Doncker leitet das RWTH-Institut für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe (ISEA). Der ALigN-Antrag ist maßgeblich vom ISEA erstellt worden. Der Hochschullehrer betont, dass durch die intensive Zusammenarbeit mit der Stadt Aachen sowie den anderen am Projekt beteiligten Unternehmen Synergien entstanden sind. Technologisches Know-how und die städtischen Ressourcen wären im Projekt ALigN optimal genutzt worden, um die Mobilitätswende in Aachen voranzutreiben. Er erläutert: „Neben den ambitionierten Zielen der Stadt Aachen, eine Vielzahl von Ladestandorten im Stadtgebiet zu errichten, wurden an der RWTH Energiemanagement-Konzepte, neuartige Netzstrukturen und leistungselektronische Technologien zur Vermeidung von Netzhemmnissen erforscht. Sie alle ermöglichen eine zukunftsorientierte und kostengünstigere Ladeinfrastruktur.“

Die Kombination aus einem umsetzungsorientierten Projekt mit der gleichzeitigen Kopplung von Forschung, Technologieentwicklung und -erprobung habe sich als sehr erfolgreich herausgestellt und konnte im ALigN-Vorhaben anschaulich demonstriert werden.

Für die Zukunft wünscht sich die RWTH Aachen, die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Stadt Aachen sowie den Umsetzungsunternehmen weiter zu intensivieren. Laut De Donker geht es darum, im Bereich von Forschung und Entwicklung der Ladeinfrastruktur national und international eine Vorreiterrolle einzunehmen. Zukünftige Forschungsthemen sind die großflächige Ausstattung von Parkhäusern mit Ladeinfrastruktur, Schnellladeinfrastruktur oder die Nutzung von Vehicle-to-Grid, also der Fahrzeugbatterie als netzdienlicher Speicher. Neue und vertiefende Erkenntnisse seien nötig, um lokale Emissionen zu vermeiden und ein stabiles, elektrische Stromnetz zukunftssicher zu gestalten.

Für Marc Heusch, ALigN-Projektleiter und Leiter des Teams Elektromobilität der Stadt Aachen, liegt der Erfolg des Projekts darin, dass trotz schwieriger äußerer Faktoren sämtliche Projektziele erreicht wurden. So habe sich der Ausbruch der Corona-Pandemie negativ auf die zur Verfügung stehenden Personalressourcen der beteiligten Projektpartner und Subunternehmen ausgewirkt. Und die gerissenen Lieferketten haben zu erheblich längeren Lieferzeiten für die benötigten Produkte geführt. Hinzu kam die zeitweilige Insolvenz des Generalunternehmens, das die Ladeinfrastruktur liefern und installieren sollte.

„Hierfür haben wir die volle Anerkennung unseres Projektträgers, des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt, erhalten“, sagt Heusch. „Darüber hinaus haben wir durch die immer bessere und intensivere Zusammenarbeit zwischen den Projektpartnern gute Grundlagen und Prozesse geschaffen. Sie sind für den weiteren erfolgreichen Ausbau der öffentlich nutzbaren Ladeinfrastruktur in Aachen durch private Betreiber entscheidend.“

Das zeige sich auch daran, so Heusch, dass der Aufbau von Ladeinfrastruktur auch nach dem Projektende auf hohem Niveau weiterläuft, sowohl auf öffentlichen wie auf privaten Flächen. Sehr erfreulich sei auch, dass im Gewerbepark Avantis ein großer Schnellladepark in direkter Autobahnnähe entsteht, der spätestens 2025 ans Netz gehen wird.

„Aktuell ist die Versorgung mit Ladeinfrastruktur für die Aachener Emobilist*innen insgesamt sehr gut“, sagt der frühere ALigN-Projektleiter Marc Heusch. „Trotzdem müssen wir noch besser werden in der bedarfsgerechten Abdeckung der gesamten Fläche. Auch wenn der Zuwachs an Ladeinfrastruktur sehr zufriedenstellend verläuft, bleiben die Herausforderungen für die nächsten Jahre aufgrund der zu erwartenden steigenden Zulassungszahlen bei Elektrofahrzeugen sehr groß.“

Kategorien
Kunst & Kultur

„Tryptychon“ findet „Antipendium von Mechernich“ – Altartuch von unschätzbarem Wert

Mechernich – Altartuch von unschätzbarem Wert, das lange auf der Rückseite des Aachener Domaltares hing, stammt ursprünglich aus dem Hause Nesselrode auf Haus Rath zwischen Strempt und Roggendorf – Wikipedia-Autor Dr. Peter Schweikert-Wehner will über das „unschätzbar kostbare Stück“ berichten.

Wie im Zusammenhang mit einer Veröffentlichung über den Roggendorfer Klappaltar bekannt wurde, verbirgt sich hinter dem Wikipedia-Rechercheur und Autor „Tryptychon“ kein anderer als der Mechernicher Apotheker, Kommunalpolitiker und TuS-Vorsitzende Dr. Peter Schweikert-Wehner.

Über 3600 kunstgeschichtliche Expertisen hat er bereits für das berühmte Internetlexikon erarbeitet, hauptsächlich über Kölner Kirchenschätze, aber auch aus dem Stadtgebiet Mechernich, beispielsweise über den Roggendorfer Schnitzaltar und die Kallmuther Pieta.

Jetzt hat „Tryptychon“, Jahrgang 1968, einen neuen Coup gelandet. Gemeinsam mit dem Regionalhistoriker Peter-Lorenz Könen und dem Journalisten Manfred Lang kam er dem „Antependium von Mechernich“ auf die Spur. Diese Stickerei von unschätzbarem Wert stammt ursprünglich wahrscheinlich aus der Schlosskapelle des untergegangenen Hauses Rath zwischen Strempt und Roggendorf – und hing bis vor einigen Jahren auf der Chorseite des Aachener Domaltares.

Das sakrale Kunstwerk besteht in der Hauptsache aus Leinen, 29 verschiedenen Stoffen als Applikationsmaterial und 16 verschiedenen und verschieden farbigen Stickgarnen. Das Altartuch hat äußersten Seltenheitswert.

Konstante Temperatur und Feuchtigkeit

Jetzt ist das kostbare Stück wieder in den Asservaten der Aachener Domschatzkammer unter Verschluss, weil es in seinen öffentlichen Jahren im Dom doch erheblichen Schaden genommen hat. Die Textilexpertin der Domschatzkammer, Monica Paredis-Vroon, muss das „Antependium von Mechernich“ nach den 90er Jahren ein weiteres Mal restaurieren. Bis dahin liegt das Altartuch wie andere wertvolle Textilien der Domschatzkammer bei konstanter Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Dunkeln – ohne den schädlichen Einfluss von Insekten und Staub.

Monica Paredis-Vroon ist glücklich, dass die aus Mechernich stammende 86,2 Zentimeter breite und 92,2 Zentimeter hohe Stickerei, die unter dem ersten Aachener Bischof Berdolet zu Napoleons Zeiten ins dortige Münster gelangte, nun auf absehbare Zeit nicht mehr als rückwärtiger Schmuck des Hauptaltars genutzt werden soll.

Dr. Peter Schweikert-Wehner will demnächst alle Fakten zum „Antependium von Mechernich“ zusammentragen und darüber publizieren. Auch verwandte Arbeiten hat er bereits in den Domschatzkammern zu Köln und Mainz aufgetan und will darüber auf Wikipedia berichten. Das hatte er erst zur Jahreswende 2023/24 auch über den „Roggendorfer Schnitzaltar“ gemacht, der um 1500 an der Nahe entstand und 1891 als Schenkung der Bergbaubetreiber-Familie Kreuser nach Roggendorf kam.

Dass Peter Schweikerts heimliche Leidenschaft Kirchenschätzen und ihren Ursprüngen gehört, mag überraschen, wer ihn bislang nur als Karnevalsprinz, Fußballpräsident und Stadtratskandidat wahrgenommen hat. Für ihn selbst ist alles ganz logisch: „Ich bin in Sinzig aufgewachsen und habe mich schon von Kind auf für die Sinziger Kirchen und ihre Darstellungen fasziniert.“

Könen deckt „Kirchenkrimi“ auf

Anfang der 2000er Jahre war der Mechernicher Heimatforscher Anton Könen der Aachener Domschatzkammer bei Recherchen zum „Antependium von Mechernich“ behilflich. Bei seinen Nachforschungen stieß Könen auf einen Kriminalfall zur Zeit des Barock, den Raub des Mechernicher Kirchenschatzes im Jahre 1732. In diesem Jahr wurde die Mechernicher Kirche gleich zweimal von Kirchenräubern ausgeplündert und unter anderem „aller Leinwand und der Gewänder“ beraubt. Das entnahm Könen einem Bericht des Mechernicher Pfarrers Johannes Toller (1730-1753).

Vor 1732 konnte das Altartuch sich also jedenfalls nicht im Besitz der Pfarre St. Johannes Baptist befunden haben. Der Heimatforscher stieß bei seinen weiteren Untersuchungen auf eine Schenkung der Freifrau von Nesselrode auf Haus Rath, einem heute verschwundenen Herrschaftssitz zwischen Strempt und Roggendorf. Die Mitinhaberin der halben Reichsherrschaft Mechernich vermachte der beraubten Pfarre 1733 unter anderem ein Altartuch. Mit hoher Wahrscheinlichkeit, so Könen und Monica Paredis-Vroon, handelte es sich dabei um das heutige Altartuch im hohen Dom zu Aachen, das „Antependium von Mechernich“.

Und das hing, möglicherweise seit seiner Herstellung 1624, in der Schlosskapelle des Hauses Rath. Denn die Freifrau von Nesselrode stiftete nach 1733 noch eine Reihe weiterer Kunstgegenstände aus ihrer aufgehobenen Schlosskapelle an die Pfarrei Mechernich.

Bischof Berdolet, der erste Bischof des von Napoleon Bonaparte geschaffenen ersten Bistums Aachen, das aber nachher wieder aufgelöst wurde, stattete dem Dekanat Zülpich, zu dem auch Mechernich gehörte, 1805 eine ausgedehnte Visitation ab.

Nahm Bischof Berdolet es mit?

Nachgewiesen ist von diesem Besuch, dass Berdolet aus der Pfarrkirche in Nemmenich ein wertvolles Holzkreuz mitnahm, eine Schenkung des Grafen Latour. Das Kreuz wurde im Kreuzgang des Aachener Münsters aufgestellt.

Anton Könen schrieb 2000 in seinem Bericht an das Aachener Domkapitel: „Auf die gleiche Art und Weise könnte auch das Tuch von Mechernich nach Aachen gelangt sein“. Berdolet werde mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit bei seiner Visitation 1805 auch Mechernich, das damals größte Bleibergwerk im französischen Kaiserreich, besucht haben. Dabei könnte er auf der Suche nach weiteren Requisiten für eine würdige Ausgestaltung der neuen Bischofsresidenz das „Antependium von Mechernich“ nach Aachen mitgenommen haben.

Außer dem im Münster zu Aachen befindlichen Stück gibt es noch zwei weitere dieser Machart. Eines befindet sich im Hohen Dom zu Mainz, das zweite im Domschatz der Erzdiözese Köln. Alle drei „Antependien“ mit einem heiligen Bischof unbekannten Namens im Zentrum sind Klosterarbeiten, möglicherweise aus der Voreifel. Das „Antependium von Mechernich“ trägt als einzige der drei Arbeiten eine Jahreszahl: 1624.

Am Anfang der Recherchen stand die nach 1960 zweite Restaurierung des Aachener Altartuchs durch Monica Paredis-Vroon im Jahre 1997. Die Restauratorin wollte damals wissen, wie das Altartuch nach Aachen gekommen ist, wie es zuvor in den Besitz der ursprünglichen Besitzerin, der Pfarrgemeine Mechernich, gelangt war, und schließlich, in welchem Kloster die Arbeit entstanden war. Das Domkapitel wandte sich unter anderem an Anton Könen.

Als erstes verwarf Könen die bis dahin im Domkapitel zu Aachen vertretene These, das „Antependium von Mechernich“ sei 1856 im Zuge des Neubaus der 1944 zerbombten Mechernicher Pfarrkirche St. Johannes Baptist nach Aachen gekommen. „Zu diesem Zeitpunkt gab es kein Bistum Aachen“, schrieb Könen in seinem Recherchen-Protokoll nach Aachen, und Mechernich hätte die wertvolle, 86,2 Zentimeter breite und 92,2 Zentimeter hohe Stickerei im Zweifelsfall ans Erzbistum Köln abgegeben.

Zu dem gehörte die Pfarre Mechernich seinerzeit nämlich. Dazu hätte aber laut Könen gar keine Veranlassung bestanden, denn die Gemeinde St. Johannes Baptist hatte vor, während und nach den Neubauarbeiten der Pfarrkirche ja noch die Alte Kirche (Ersterwähnung 1308) auf dem Johannesberg in Benutzung. Dorthin verbrachte die Gemeinde ihre liturgischen Gegenstände und anderes wertvolles Inventar.

Da sich das „Antependium von Mechernich“ 1856 schon nicht mehr darunter befand, war es also schon vorher vom Bleiberg verschwunden. Und zwar laut Könens Recherchen zwischen 1801 und 1821, als es schon einmal, aber nur kurzzeitig ein von Kaiser Napoleon (Bonaparte) eingesetztes Bistum Aachen gab.

Kategorien
News

CHIO Aachen 2024 – Nostalgisches Spektakel – „Pferd und Sinfonie“

Aachen – „Pferd und Sinfonie“ begeistert mit einer Zeitreise durch 100 Jahre Turniergeschichte – Man nehme die großartige Live-Musik des Sinfonieorchesters Aachen, anmutige Tänzer, rasante Kutschen, eine Prise Nostalgie und natürlich jede Menge Pferde. Heraus kam eine Inszenierung des Konzertklassikers „Pferd und Sinfonie“, die das Publikum am Freitag- und Samstagabend im Deutsche Bank Stadion mitnahm auf eine Zeitreise durch 100 Jahre Turniergeschichte in der Aachener Soers.

„Wie alles begann“ – passender hätte das erste Schaubild des beliebten Formats zum Auftakt von Deutschlands größter Sportveranstaltung am Freitag- und Samstagabend nicht heißen können. Der Aachen-Laurensberger Rennverein (ALVR) feiert in diesem Jahr 100 Jahre Turniergeschichte in der Aachener Soers. Und so erinnerte das Nordrhein-Westfälische Landgestüt zum Auftakt mit seiner Kaltblut-Quadrille an die frühen 20er-Jahre. Mit ihrem kraftvollen Auftritt brachten die schwergewichtigen Publikumslieblinge den Boden des Deutsche Bank Stadions ordentlich zum Beben und bescherten so der nostalgischen Reise durch das vergangene Jahrhundert den perfekten Auftakt.

Was folgte, waren unter dem Dirigat von Generalmusikdirektor Christopher Ward einige der populärsten Stücke der Klassik-Geschichte: Von der legendären „Tritsch-Tratsch-Polka“ von Johann Strauss über populäre Melodien aus „Indiana Jones“ und „Der mit dem Wolf tanzt“ bis hin zu fetzigen Hits von ABBA, Elton John und Robbie Williams. Und dazu gab es Schaubilder mit jeder Menge Action. Das Quadrillen Team Emsland ließ Willibert Mehlkopfs Hochsprungrekord aus dem Jahr 1985 eindrucksvoll Revue passieren, rasante Vollblüter aus dem Rennstall Almenräder flitzten durch die Arena, das Showteam Britta Rasche-Merkt begeisterte mit einer spektakulären Feuershow, und Kenzie Dysli und Laury Tisseur entführten die Zuschauer ins wunderbare Andalusien. Mit ihrer eindrucksvollen Freiheitsdressur der Pura Raza Espaniol, die vom Live-Gesang der Sopranistin Inga Wea emotional begleitet wurde, erinnerten die beiden Pferdetrainer an das erste Partnerland des CHIO Aachen aus dem Jahr 2001: Spanien! Inzwischen eine liebgewordene Tradition, durfte an diesem Abend auch das diesjährige Partnerland, die USA, natürlich nicht fehlen. So versprühte das Western-Showteam um Sandra Rohde das Gefühl des Wilden Westens. Und spätestens als gleich vier Legenden des Fahrsports – Michael Freund und Rainer Duen aus Deutschland, der Schweizer Daniel Würgler und der Schwede Frederik Persson – mit ihren rasanten Gespannen jene Zeit erlebbar machten, als die Fahrwettbewerbe noch im Aachner Wald entschieden wurden, hielt es die Zuschauer nicht mehr auf ihren Plätzen. Standing Ovation gab es ebenfalls auch für Reitmeisterin Ingrid Klimke und ihre Tochter Greta Busacker, die mit ihrem anmutigen Pas de Deux nicht nur an die 1. Dressur-Europameisterschaft in Aachen, sondern auch an ihren Vater und Opa Dr. Reiner Klimke erinnerten, der mit zwei Goldmedaillen dekoriert der umjubelte Held des Championats im Jahr 1967 gewesen ist. Gänsehaut! Und eben diese gab es auch, als der Jugendchor des Theater Aachens unter der Leitung von Jori Klomp das berühmte „Hallelujah“ von Leonard Cohen anstimmte und die Zuschauer das Deutsche Bank Stadion mit ihren Smartphones in ein stimmungsvolles Lichtermeer verwandelten. Das war magisch!

Kategorien
Tourismus

Auch in der Freizeit Naturschutz am Laacher See beachten

Region/Mayen-Koblenz – Die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz kündigt verstärkte Kontrollen an – Der „Laacher See“ wird seit jeher als Naherholungsraum genutzt und ist ein beliebtes Ausflugsziel in der Region. Vor allem bei den aktuellen Temperaturen ist mit einem erhöhten Besucheraufkommen zu rechnen. Aus diesem Anlass weist die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Mayen-Koblenz darauf hin, dass die Bestimmungen des Naturschutzes bei einem Besuch des Laacher Sees einzuhalten sind. Dies wird auch in diesem Jahr wieder durch Außendienstmitarbeiter der Kreisverwaltungen Mayen-Koblenz und Ahrweiler kontrolliert.

Die Mitarbeitenden informieren Badegäste und Erholungssuchende über die geltenden Regeln. Bei schwerwiegenden Verstößen können auch Platzverweise erteilt und Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet werden.

Der Laacher See ist das größte Naturschutzgebiet im nördlichen Rheinland-Pfalz und ein wichtiges Flora-Fauna-Habitat sowie Vogelschutzgebiet. Die seltenen feuchtland- und wassergebundenen Tier- und Pflanzenarten leben vor allem im Uferbereich des Sees. Immer wieder betreten oder befahren viele Gäste, trotz Hinweistafeln, das Seeufer und den Wald an Stellen außerhalb der gekennzeichneten Wege, picknicken und grillen in Seenähe oder schwimmen in den sensiblen Uferbereichen. Zertrampelte Wald- und Uferbereiche, hinterlassene Abfälle und eine nachhaltige Störung der natürlichen Lebensräume sind die Folge.

„Wer lieber im See als im Freibad schwimmen möchte, findet neben der offiziellen Badestelle des Campingplatzes mit dem Krufter Waldsee sowie dem Riedener Waldsee zwei wunderbare Seen im Landkreis, in denen das Baden erlaubt ist. Außerdem sollte es selbstverständlich sein, im Wald kein Feuer zu entzünden und Abfall nicht in der Natur zu entsorgen“, sagt Iris Arens von der Unteren Naturschutzbehörde.

Die Kreisverwaltung appelliert daher an alle, die Bestimmungen des Naturschutzes einzuhalten, um die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt zu schützen und zu erhalten. Entsprechende Hinweistafeln im Bereich der Parkplätze sowie entlang des Uferrundweges weisen Besucher ausdrücklich auf die geltenden Regeln hin.

 

Kategorien
News

Ehemaliger Fußball-Nationalspieler war zu Gast bei den „Geißböcken Nordeifel“

Roggendorf – Patrick Helmes schoss beim 1. FC Köln in 92 Spielen 47 Tore – Derzeit EM-Experte bei RTL und Sky – Jetzt Ehrenmitglied -Der Ex-Nationalspieler und einstige Stürmer des 1. FC Köln, Patrick Helmes, ist derzeit im Zuge der Fußball-EM als Experte bei den Fernsehsendern RTL und Sky unterwegs, und dort ein gefragter Mann, wenn es um das Analysieren der EM-Spiele geht.

Auch Ex-Nationalspieler Patrick Helmes ist nun Ehrenmitglied der „Geißböcke Nordeifel“. Vorsitzender Günter Henk (links) und Stellvertreterin Sanda Igel überreichten die Urkunde. Foto: Reiner Züll

Am Donnerstag war spielfrei, und so nutzte der 40-jährige Ex-Profi die Gelegenheit zu einem Abstecher nach Roggendorf, wo er den Monatsstammtisch des FC-Fanclubs „Geißböcke Nordeifel“ im Clublokal Zagreb besuchte. Mit seiner Ehefrau und zwei seiner vier Kinder hatte Helmes zuvor das Phantasialand in Brühl besucht.

Bei ehemaligen Spielern und auch den aktuellen Funktionären des Kölner Geißbock-Clubs hat der Roggendorfer Fanclub einen guten Namen. Und so berichtete der Vorsitzender Günter Henk, dass Patrick Helmes der nunmehr 73. Besucher vom FC sei. Viele von ihnen seien auch Ehrenmitglied der Roggendorfer Geißböcke, die im nächsten Jahr ihr 20jähriges Bestehen feiern.

Und auch Patrick Helmes wurde jetzt diese Ehre zuteil, als die Vize-Vorsitzende Sandra Igel ihm die Ernennungsurkunde überreichte. Es gab viel zu erzählen an dem Abend, an dem sich der ehemalige FC-Kicker viel Zeit für seine Roggendorfer Freunde nahm. Eigentlich besuche er selten Stammtische von Fanclubs. „Doch hier mache ich das Günter zuliebe“, wies Helmes auf die fast 20-jährige Freundschaft mit dem Roggendorfer Vorsitzenden Günter Henk hin.

Günter Henk hatte eingangs die Fußballkarriere des heute 40-jährigen Ex-Profis beleuchtet, der von 2005 bis 2008 und von 2013 bis 2015 insgesamt 92 Spiele für den FC Köln bestritt und 47 Tore erzielte. Seine von Henk beschriebenen Torerfolge kommentierte Helmes in Roggendorf recht cool: „Ich war ja schließlich Stürmer“.

Beim FC hatte Patrick Helmes damals eine Auszeit genommen, als er von 2008 bis 2011 für den diesjährigen Double-Sieger Bayer 04 Leverkusen (57 Liga-Spiele, 28 Tore) und von 2011 bis 2013 beim VfL Wolfsburg (37 Spiele, 24 Tore) spielte, ehe er in die Domstadt zurückkehrte.

Dem Bayer-04-Club aus Leverkusen steht er noch immer sehr nahe, da er den erfolgreichen Verein seit knapp zwei Jahren als TV-Experte mitbegleitet. „Dort stimmt die Struktur im Club und vor allem die Qualität der Mannschaft“, so Helmes. In der U-21-Nationalmannschaft bestritt er neun Spiele und schoss drei Tore; bei 13 Spielen im Trikot der Nationalmannschaft erzielte er zwei Treffer.

Hauptthemen beim Stammtisch mit dem Ex-FC-Profi waren natürlich die derzeitige Situation beim in die zweite Liga abgestiegenen FC Köln, und natürlich die derzeit stattfindende Fußball-Europameisterschaft. Der Abstieg des FC sei kein Trainerproblem gewesen. Helmes: „Die Mannschaft hatte einfach zu wenig Qualität“. Hinzugekommen seien Ausfälle von Leistungsträgern: „Und ohne wirkliche Offensive kann man in der ersten Bundesliga nicht bestehen“.

Er besuche noch regelmäßig die Spiele des 1. FC Köln, auch wenn es jetzt um Punkte in der zweiten Liga gehe, in der es der FC nicht leicht haben werde. Die Transfersperre sei zusätzliches Gift für den Verein. „Die zweite Liga ist nächsten Jahr ja fast besser als die erste“, beschreibt Helmes die zukünftige Konkurrenz des FC. Die zweite Liga sei mit Traditionsmannschaften wie dem HSV, den Knappen von Schalke 04 oder der Fortuna aus Düsseldorf außergewöhnlich stark besetzt.

Helmes ist jedoch davon überzeugt, dass sich die Geißböcke keine Sorgen um einen Abstieg aus der zweiten Liga machen müssen.  Denn, so der Sky-Experte: „Auf die Zuschauer kann sich der FC verlassen, egal ob in der ersten oder der zweiten Liga“.

Die Frage, wer wohl Fußball-Europameister wird, beantwortete Patrick Helmes analytisch: „Wir müssen nicht unbedingt Europameister werden, damit wir wieder stolz auf unsere Mannschaft sind“. Man müsse bei den Fans verspielten Kredit zurückgewinnen“. Die Nationalmannschaft habe in den letzten Jahren kein gutes Bild auf, aber auch neben dem Platz abgegeben. Experte Helmes: „Doch aktuell haben wir wieder eine tolle Mannschaft, bei der viele dran glauben, dass wir Europameister werden können“.

Mit Pero Banic, dem Inhaber des Restaurants Zagreb, führte Helmes eine ganz besondere Unterhaltung, denn Banic erkundigte sich nach dem kroatischen Nationalspieler Boris Zivkovic, der von 1997 bis 2003 bei Bayer Leverkusen gespielt, und 2005 mit Patrick Helmes zusammen beim FC gekickt hatte. Zivkovic habe damals regelmäßig mit Mannschaftskameraden das Roggendorfer Lokal besucht. Banic: „Bestell ihm mal viele Grüße von mir“.

Im nächsten Jahr am 15. April feiern die „Geißböcke Nordeifel“ in Roggendorf ihr 20jähriges Bestehen. Dann soll es einen großen Aufmarsch von ehemaligen FC-Spielern geben. Dann wird auch Patrick Helmes wieder dabei sein. „Ich habe einen Super-Abend bei Euch gehabt“, verabschiedete sich Experte Helmes. (Reiner Züll)

Kategorien
News

Ticketverkauf für den CHIO Aachen 2025 ist gestartet

Aachen – Gerade erst ist er gefallen, der Startschuss für den CHIO Aachen 2024. Während die besten Pferd-Reiter-Kombinationen sich aufmachen, Sportgeschichte zu schreiben, geht der Blick aber schon voraus auf das kommende Jahr. Denn auch 2025, vom 24. Juni bis zum 4. Juli, suchen die wohl berühmtesten Prüfungen der Welt wieder ihre Sieger.

Die besten Pferde, die besten Reiter, der beste Sport in der spektakulärsten Atmosphäre – mit diesem Versprechen tritt der CHIO Aachen auch 2025 an. Und Sie können dabei sein. Schnell sein lohnt sich!

Tickets gibt’s hier im Onlineshop, unter +49-241-9171111 und in der Geschäftsstelle des Aachen-Laurensberger Rennvereins.

Kategorien
Top-Themen

Meilenstein bei der Quartiers-Entwicklung Housing in Bitburg erreicht

Bitburg – Projektgesellschaft gegründet – Die Konversion des ehemals militärisch genutzten Housing-Areals in Bitburg mit einer Größe von 625.000 Quadratmetern gehört zu den großen Aufgaben der nächsten Jahre. Im neuen Quartier sollen vielfältige Angebote für Wohnen, Arbeiten, Soziales, Freizeit und Bildung entstehen und so ein wirksamer Beitrag zur Stadt- und Regionalentwicklung geleistet werden.

Die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Flugplatz Bitburg stimmte nun nach europaweiter Ausschreibung der Geschäftsanteile der Gründung einer Projektgesellschaft für die Entwicklung des Housing-Geländes in Bitburg zu. Das Unternehmen firmiert unter dem Namen „Projektgesellschaft Bitburg Housing GmbH“.

An der neuen GmbH sind fünf Gesellschafter mit folgenden Anteilen beteiligt:
• Zweckverband Flugplatz Bitburg 30 %
• Quartiersmanufaktur GmbH & Co. KG 25 %
• Kreissparkasse Bitburg-Prüm 15 %
• Volksbank Trier Eifel eG 15 %
• E.ON Energy Solutions GmbH 15 %

Landrat Andreas Kruppert: „Ein wichtiges Ziel des Zweckverbandes ist es, das Housingprojekt über ein ÖPP-Modell (Öffentlich-private-Partnerschaft) zu realisieren.

Durch ein europaweites Vergabeverfahren konnten wir kompetente und leistungsstarke Partner in den Bereichen Projektentwicklung / Projektmanagement, Finanzwesen und Versorgungswirtschaft für die Housingentwicklung gewinnen. Das Kompetenzmosaik der Gesellschafter ist eine hervorragende Grundlage, dieses große und herausfordernde Vorhaben erfolgreich für Bitburg und die Region umzusetzen. Wichtige weitere Schritte sind jetzt, auf der Grundlage der vielen vorliegenden Planungen in einer Konzeptionierungsphase die städtebauliche Rahmenplanung sowie die Finanz- und Zeitplanung zu konkretisieren und insbesondere auch die Erwerbsverhandlungen mit der BImA zu Ende zu führen.“

Der Landrat betont, dass der Zweckverband mit der BImA seit Jahrzehnten sehr vertrauensvoll zusammenarbeite. Die Gespräche seien bislang gut und konstruktiv verlaufen. Es sei Aufgabe der kommunalen Seite und der neuen Projektgesellschaft, den Entwicklungsrahmen vorzugeben, damit eine abschließende Wertfindung erfolgen könne.

Die Projektsteuerung und das Projektmanagement für die neue Gesellschaft wird die Quartiersmanufaktur aus Trier übernehmen. Das Unternehmen mit den Gesellschaftern Dr. Martin Koch, Jan H. Eitel und Jürgen Raber an der Spitze hat sich seit Jahrzehnten auf Konversion und Immobilienentwicklung spezialisiert und ist an vielen Stellen im Südwesten Deutschlands tätig. So wurde u. a. die Westerwaldkaserne in Montabaur sehr erfolgreich zu einem neuen Stadtteil entwickelt. Auch in der Region Trier haben die Gesellschafter ihre Spuren hinterlassen. Jan Eitel war als Geschäftsführer der EGP GmbH für die Konversion mehrerer brachgefallener Areale in Trier verantwortlich, so etwa für die ehemalige Kaserne Castelnau, den Neuen Petrisberg und Bobinet. Mit Andreas Hilgert stellt die Quartiersmanufaktur auch den Geschäftsführer für die neue Projektgesellschaft.

Gesellschafter Jan Eitel: „Das Team der Quartiersmanufaktur wird sich mit aller Erfahrung und Begeisterung dem Projekt widmen. Gemeinsam mit dem Zweckverband und den Projektpartnern werden wir diese anspruchsvolle Aufgabe, eine für Bitburg und die Region herausragende Flächenentwicklung zu realisieren, aktiv gestalten. Unser Anspruch ist es, eine unverwechselbare Projektkonzeption zu schaffen, damit für Bitburg einzigartige Immobilienprodukte entstehen können, die machbar, nachgefragt und bezahlbar sind. Dies erfordert in der gegenwärtigen Zeit mit multiplen Risiken und diversen Herausforderungen auf dem Immobilienmarkt einen robusten städtebaulichen Rahmen, der geordnet und stark einerseits sowie anpassungsfähig und flexibel andererseits ist.“

Für die Gesamtfinanzierung des Housingprojektes zeichnen mit der Kreissparkasse Bitburg-Prüm und der Volksbank Trier Eifel eG die beiden regionalen Kreditinstitute verantwortlich. Sie werden auch den Vertrieb von Grundstücken und Wohnungen übernehmen sowie die Zusammenarbeit mit der regionalen Wirtschaft begleiten.

Vorstand Rainer Nickels: „Als regional verwurzeltes Finanzinstitut sehen wir es als unsere Verantwortung an, zur nachhaltigen Entwicklung und Stärkung unserer Gemeinschaft beizutragen. Das Konversionsprojekt Housing Bitburg bietet eine einzigartige Gelegenheit, brachliegende Flächen und veraltete Infrastrukturen in wertvollen Wohn- und Lebensraum zu verwandeln.

Die Kreissparkasse Bitburg-Prüm beteiligt sich am Konversionsprojekt, um die nachhaltige Stadtentwicklung voranzutreiben. Dies stärkt die regionale Wirtschaft, schafft neue Arbeitsplätze sowie dringend benötigten neuen Wohnraum und unterstützt lokale Unternehmen. Unser Engagement unterstreicht unsere Verpflichtung zu innovativen und nachhaltigen Projekten, die das Wohl der Region und ihrer Einwohner stärken. Wir freuen uns, Teil einer erfolgreichen Kooperation zwischen öffentlichen Institutionen, privaten Investoren und der Zivilgesellschaft zu sein. Wir sind davon überzeugt, dass das Housing-Projekt ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung unserer Stadt ist und freuen uns darauf, die positive Transformation aktiv mitzugestalten“.

Vorstand Andreas Theis: “Wir freuen uns sehr darüber, bei einem so bedeutenden Projekt für unsere Heimat mitwirken zu können. Bereits seit 1863 fördern wir als regionale Genossenschaftsbank die Menschen in unserer Region. Das Konversionsprojekt US-Housing stellt einen neuen Meilenstein für Bitburg und die Region dar, und wir sind stolz darauf, mit unserer Unternehmenskraft als Gesellschafter und Partner an diesem wichtigen Zukunftsprojekt beteiligt zu sein. Schon seit vielen Jahren begleiten wir Menschen und Unternehmen als Finanzierungspartner bei der Umsetzung ihrer Immobilienvorhaben, sei es bei der privaten Baufinanzierung, der Baulanderschließung und Projektierung oder der Objektvermarktung. Unsere Expertise verbunden mit einem fundierten Netzwerk und langjähriger Erfahrungen und Kontakte geben uns einen guten Blick auf die Bedarfe der Menschen, wenn es um das Thema Immobilien geht. Wir sind froh, diese Erfahrungen und Kontakte in das Projekt einbringen zu können.“

Als starker Partner aus der Energiewirtschaft engagiert sich die E.ON Energy Solutions GmbH aus Essen in der neuen Projektgesellschaft. Im Fokus steht dabei eine nachhaltige Versorgung in den Bereichen Energie, Wärme und Telekommunikation, die E.ON Energy Solutions gemeinsam mit verbundenen Unternehmen planen und realisieren wird. Darüber hinaus wird E.ON ein zukunftsweisendes Mobilitätskonzept für das neue Quartier umsetzen.

E.ON Energy Solutions bietet Städten und Industrien integrierte Energielösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Planung, Bau und Betrieb der Anlagen an.

Dr. Jochen Handke, Geschäftsführer bei E.ON Energy Solutions: „Im Rahmen der Entstehung des neuen Quartiers in Bitburg entwickeln wir ein ganzheitliches Versorgungs- und Mobilitätskonzept. Wir möchten damit unseren Kundinnen und Kunden vor Ort ermöglichen, selbst einen Beitrag zu einem klimafreundlichen Energiesystem zu leisten. Gemeinsam mit unserer Konzerngesellschaft Westenergie AG als verlässlicher und langjähriger Partner in der Region und aktiver Player der Energiewende bringen wir eine breite Palette an nachhaltigen, innovativen Lösungen ein und können bestmöglich auf die Bedürfnisse der künftigen Bewohnerinnen und Bewohner eingehen.“
Alle Partner freuen sich auf ein spannendes Projekt und fühlen sich in der neuen Konstellation für die Aufgabe bestens gerüstet.