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HyDN baut neue Wasserstoff-Produktionsanlage im Jülicher Brainergy Park

Jülich/Düren – Die Gesamtinvestition beträgt rund 35 Millionen Euro – Es ist der nächste wichtige Meilenstein für den Kreis Düren auf seinem Weg zur Wasserstoffregion: Der Bau der Wasserstoff-Produktionsanlage im Jülicher Brainergy Park hat nun offiziell begonnen. Mit einem symbolischen Spatenstich am Mittwoch, 3. Juli, feierte der Kreis Düren mit seinen Partnern dieses neue Kapitel.

„Der heutige Tag markiert einen wichtigen Schritt nach vorne. Wir als Kreis Düren möchten zeigen, dass es auch direkt vor Ort gelingt, grünen Wasserstoff zu produzieren, der regional verwertet wird. Ein Vorhaben, das sich nicht nur auf den Klimaschutz positiv auswirkt, sondern auch zeigt, dass wir als Braunkohleregion den Strukturwandel auch mit Hilfe von Wasserstoff erfolgreich bewältigen können und uns zukunftssicher aufstellen“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn.

Betreiberin der neuen Wasserstoff-Produktionsanlage ist die HyDN GmbH. Dieser Gesellschaft gehören zu gleichen Teilen der Kreis Düren und die Messer Industriegase GmbH (MIGG) an. Sie wurde 2022 mit dem Zweck gegründet, die neue Produktionsanlage in dem innovativen Gewerbegebiet zu planen, zu bauen und zu betreiben.

„Bei der Umsetzung des Projektes haben wir uns bewusst für lokale und regionale Partner entschieden. Nicht nur die Lieferanten der Produktionsanlage, auch der regenerative Strom sowie die Abnehmer des grünen Wasserstoffs sind weitgehend im Rheinischen Revier angesiedelt. Die Projektzusammenarbeit zwischen den Partnern läuft hervorragend, wir liegen im Zeitplan und werden voraussichtlich im Herbst 2025 grünen Wasserstoff produzieren“, betonen Anne Schüssler und Frank Hopfenbach als Geschäftsführer der HyDN GmbH.

Der erste grüne, also mit Hilfe von erneuerbaren Energien hergestellte, Wasserstoff (H2) wird vorrangig in der Mobilität eingesetzt. So sollen in Zukunft nicht nur die Brennstoffzellenbusse betankt werden können, sondern auch Autos und Züge. Derzeit sind fünf H2-Busse im Kreis Düren unterwegs, die bereits im Großen Tal in Düren tanken können. Ende dieses Jahres werden weitere 20 Fahrzeuge die Busflotte aufstocken. Der Vorteil an den Fahrzeugen: Statt schädlicher Gase stoßen sie umweltfreundlichen Wasserdampf aus.

Bei der Herstellung wird Wasser mit Hilfe von Strom in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten. Die Anlage kann bis zu 180 Kilogramm Wasserstoff pro Stunde bei einer Leistung von zehn Megawatt produzieren. Zur Einordnung: Ein H2-Auto verbraucht im Schnitt ein Kilogramm Wasserstoff auf 100 Kilometern, ein Bus rund sechs Kilogramm auf 100 Kilometern. Die neue Produktionsanlage in Jülich gehört mit dieser Leistung zu den ersten ihrer Art in Deutschland, die in Betrieb sein werden.

Mit der Realisierung des Projektes wurden die Unternehmen NEUMAN & ESSER und die Messer SE & Co. KGaA (Messer) beauftragt. NEUMAN & ESSER liefert zwei NEA|HYTRON PEM Elektrolyseure zur Wasserstofferzeugung sowie zwei NEA|HOFER Membrankompressoren zur Verdichtung des Wasserstoffs. Messer ist für die Speicherung des gewonnenen Wasserstoffs, seine Abfüllung und die Qualitätskontrolle zuständig.

„Für die Messer Industriegase ist dies ein weiteres wichtiges strategisches Projekt, denn neben der Herstellung von Luftgasen, wie Sauerstoff, Stickstoff und Argon werden wir ab 2025 auch direkten Zugriff auf grünen Wasserstoff haben. Messer ist nicht nur beim Engineering der Wasserstoffproduktionsanlage beteiligt, sondern wird langfristig den Betrieb der Anlage übernehmen sowie den grünen Wasserstoff vertreiben“, sagt Peter Laux, Geschäftsführer der Messer Industriegase.

„Die Idee der lokalen Wasserstoffproduktion hat uns sofort überzeugt und wir sind bereits seit langer Zeit im engen Austausch mit dem Kreis Düren und MESSER. Wir freuen uns sehr, als Generalunternehmer unser gesamtes Lösungsportfolio entlang der Wasserstoffwertschöpfungskette in dieses Projekt einbringen zu können – inklusive des 10 MW PEM Elektrolyseurs. Neben den für diese Anwendung üblichen Membranverdichtern setzen wir hier auch unsere trockenlaufenden Kolbenverdichter für 500 bar Enddruck ein. Der Kolbenverdichter ermöglicht deutlich größere Liefermengen bei gleichzeitiger Einhaltung der Wasserstoffreinheitsanforderungen. Die gesamte Anlage wird durch unser digitales XPLORE System überwacht und optimal im Betrieb gehalten“, sagt Alexander Peters, Geschäftsführender Gesellschafter von NEUMAN & ESSER.

Der Bau der neuen Anlage wird durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur mit rund 14,7 Millionen Euro unterstützt. Dies geschieht im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff 2 (NIP 2).

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CHIO Aachen 2024 – Dreifacher Grund zur Freude für Eugenio Garza Perez

Aachen – Es muss nicht immer der Große Preis sein, der einen Spitzenspringreiter zum Strahlen bringt. Mexikos WM-Reiter Eugenio Garza Perez konnte gestern gleich drei Gründe aufzählen, weswegen sein Sieg im Preis der StädteRegion Aachen in memoriam Landrat Hermann-Josef Pütz für ihn ein ganz Besonderer ist.

Denn abgesehen davon, dass es natürlich immer gut ist, ein 1,50 Meter-Springen bei einem Fünf-Sterne-Turnier für sich zu entscheiden, stellte Eugenio Garza Perez zum einen fest: „Hier in Aachen zu gewinnen – das ist ein Traum, der wahr wird!“ Zum anderen freute der Mexikaner sich für seinen vierbeinigen Sportpartner, den 16-jährigen Zangersheider Victer Finn DH Z. „Der Sieg ist umso schöner mit diesem Pferd. Wir haben eine so lange gemeinsame Geschichte. Er verdient es.“

Diese lange gemeinsame Geschichte begann vor knapp neun Jahren. „Wir haben alles zusammen gemacht, von Junge Reiter-Prüfungen über Championate. Er ist einfach ein unglaubliches Pferd. Er hatte ein bisschen Verletzungspech. Darum ist er nie im Spitzensport gegangen, wie er es in meinen Augen eigentlich verdient hätte. Ich freue mich einfach so für das Pferd – ihn glücklich und gesund hier siegen zu sehen, ist toll!“

Und wer wurde Zweiter? Erneut Richard Vogel. Bereits gestern hatte er mit seinem Hannoveraner Wallach Cydello im Eröffnungsspringen die silberne Schleife geholt, heute gab es eine weitere für die beiden. Das Mexiko-Duo war nach 27,43 Sekunden in der zweiten Phase des 1,50 Meter-Zwei-Phasen-Springens ins Ziel gekommen. „Flying Vogel“ und Cydello benötigten 28,07 Sekunden. Das reichte lässig, um Ben Maher (GBR) und Exit Remo auf Rang drei zu verweisen (28,71). Für Richard Vogel erhöht sich die Quote von Top drei-Platzierungen beim diesjährigen CHIO Aachen damit auf vier von vier.

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Kunst & Kultur

Meckenheim gratuliert der Musikschule Voreifel

Meckenheim – Herzliche Glückwünsche für die Stadt Meckenheim hat Bürgermeister Holger Jung der Musikschule des VHS-Zweckverbandes Voreifel überbracht. Das Stadtoberhaupt wohnte dem Festakt anlässlich des 50. Jubiläums der Musikschule Voreifel in der Rheinbacher Stadthalle mit anschließendem Musikschulfest bei und zeigte sich begeistert: „Die Arbeit unserer Musikschule lässt sich nur in den höchsten Tönen loben. Engagierte und qualifizierte Lehrkräfte führen junge Menschen an die Instrumente heran und bilden sie zu hervorragenden Musikerinnen und Musikern aus. Das Ergebnis ist absolut hörenswert, wie die Konzerte der unterschiedlichen Ensembles und Orchester belegen.“

Das gesamte Wochenende stand im Zeichen des runden Geburtstages. Schon einen Tag vor dem Festakt hatten die Tomburg Voices, das Jugendorchester und das Sinfonische Orchester Tomburg Winds Kostproben ihres Könnens gegeben. Für Holger Jung ein perfektes Beispiel für die musikalische Bandbreite. „Das Angebot unserer Musikschule könnte vielfältiger kaum sein. Neben klassischen Stücken haben auch Jazz, Pop, Swing, Folk und Cross-Over ihren festen Platz im Repertoire, sodass die Musikschule Voreifel mit ihren unterschiedlichen Ausrichtungen und Prägungen seit 50 Jahren im kulturellen Leben von Meckenheim, Rheinbach und Swisttal verankert ist“, sagte Meckenheims Bürgermeister und überbrachte die herzlichsten Glückwünsche aus der Apfelstadt.

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CHIO Aachen 2024 – Frederic Wandres und Quizmaster zum Zweiten im Preis der VUV

Aachen – Man darf Frederic Wandres‘ Quizmaster wohl inzwischen als Spezialisten des Prix St. Georges um den Preis der VUV – Vereinigte Unternehmerverbände Aachen bezeichnen. 2021 war er Zweiter in dieser Prüfung der kleinen Tour im Deutsche Bank Stadion des CHIO Aachen, 2022 war er siegreich, 2023 wieder Zweiter und nun hatte er wieder die Nase vorn.

Mit 73,970 Prozent und Rang eins von allen fünf Richtern haben Frederic Wandres und sein zwölfjähriger Quasar de Charry-Sohn Quizmaster das Geschehen 2024 auf dem Dressurviereck im Deutsche Bank Stadion eröffnet. Damit sicherten sie sich nach 2022 zum zweiten Mal in ihrer gemeinsamen Aachen-Karriere den Preis der VUV – Vereinigte Unternehmerverbände Aachen.

Hinter dem Siegerpaar wurde es eng. Rang zwei teilten sich zwei Reiterinnen, die ebenfalls beide unter deutscher Flagge starten: Charlott-Maria Schürmann auf ihrer wunderschönen Dante Weltino-Tochter Dante’s Pearl und Juliane Brunkhorst mit dem DeLorean-Sohn Diamante Negro. Beide Nachwuchspferde – Dante’s Pearl ist neunjährig, Diamante Negro erst acht – wurden heute mit 72,088 Prozent bedacht.

Aber am Ende war es die Erfahrung, die siegte. „Ich bin super zufrieden“, betonte Frederic Wandres und lobte seinen „Professor“ Quizmaster: „Er hat wieder eine supersolide Runde abgeliefert und konnte seine Stärken in seinen Grundgangarten voll ausspielen. So kann es weitergehen!“

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Siebenköpfige Mechernicher Delegation in der Partnerstadt Skarszewy freundschaftlich empfangen

Mechernich/Skarszewy – Mechernicher Delegation war beim Mittsommerfest in der polnischen Partnerstadt Skarszewy zu Gast – Mittsommer am Borówno-Wielkie-See – „Ich habe dieses Städtchen und seine Menschen im vergangenen Jahr kennen- und lieben gelernt“, versicherte Mechernichs Vize-Bürgermeister Egbert Kramp (58) am Rand des Borówno-Wielkie-Sees in der pommerschen Partnerstadt 50 Kilometer südlich von Danzig. Dort hatte man eine tolle Showbühne mit allen Schikanen der Technik errichtet, auf der Bürgermeister Jacek Pauli am Samstag punkt 18 Uhr das traditionelle Mittsommerfest eröffnete.

Dabei ist jedes Jahr um das Fest Johannes des Täufers herum, dem Schutzpatron der Gemeinde Skarszewy, auch eine Eifeler Delegation vom Bleiberg mit dabei. Diesmal unter der Führung des städtischen Dezernenten Ralf Claßen und des stellvertretenden Bürgermeisters Egbert Kramp.

Ersterer bestach durch eine humorvolle Rede auf Sommer, See und Sommerfest, zweiterer rief unter dem Applaus der Menge: „Es lebe die deutsch-polnische Freundschaft!“ Dr. Peter Schweikert-Wehner, der Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Kultur und Soziales der Stadt Mechernich, erinnerte daran, dass Johannes Baptist, der Stadtpatron der einen (Skarszewy), gleichzeitig Pfarrpatron der anderen Partnerstadt (Mechernich) ist.

Danach übernahm die siebenköpfige Folk-Rock-Band „Mitra“ aus Gdynia das Podium und unterhielt die Menge mit ausgezeichneter Popmusik. Bei Einbruch der Dunkelheit schwebten feengleiche Wesen der Grundschule Nr. 1 aus Skarszewy in langen weißen Gewändern ein, um nach einem Brauch selbstgeflochtene Kränze zu Wasser zu lassen.

Krystian Buchholc, Deutschlehrer und Übersetzer der Mechernicher Delegation, erklärte dem „Bürgerbrief“ zu den Hintergründen des folkloristischen Treibens, dem Wasser fließe zur Mittsommer-Sonnenwende eine ganz besondere Gabe zu: „Man glaubt, dass das Eintauchen in einen Teich, Bach oder Fluss in der Mittsommernacht oder das Baden im nächtlichen Tau den Körper gesund, sauber, schön und begehrenswert macht.

Buchholc begleitet seit vielen Jahren auch die Schüler- und Jugendaustausche zwischen den Partnerstädten, wie auf deutscher Seite Sabine Sommer und Claudia Schulte, erste und zweite Vorsitzende des Freundeskreises Mechernich-Skarszewy, die am Wochenende ebenfalls mit in Polen von der Partie waren.

Erste Kontakte vor zwölf Jahren

Erste Kontakte zwischen den Rathäusern wurden seit 2012 geknüpft – damals noch unter Bürgermeister Darius Skalski. Er und das Unternehmer-Ehepaar Bozana und Zygmunt Oelrich sowie Teresa Swieca, die Vorsitzende der örtlichen Gruppierung der in Mechernich gegründeten Communio in Christo, waren schon Jahre vorher häufig im Mutterhaus der von Mutter Marie Therese ins Leben gerufenen geistlichen Gemeinschaft an der Mechernicher Bruchgasse zu Besuch.

Oelrichs, Dorota Grzywacz und Teresa Swieca waren als Funktionäre des örtlichen Partnerschaftsvereins in Skarszewy am Samstagmittag Gastgeber der Mechernicher. Ralf Claßen und Manuela Holtmeier, die Teamleiterin für Bürger & Politik sowie Koordinatorin der Mechernicher Städtepartnerschaften, überreichten mit Dr. Peter Schweikert-Wehner, dem Vorsitzenden des Ausschusses für Bildung, Kultur und Soziales, sowie Vize-Bürgermeister Egbert Kramp, den beiden Vertreterinnen des Freundeskreises Skarszewy-Mechernich, Sabine Sommer und Claudia Schulte, sowie Diakon Manfred Lang als Gastgeschenke bestickte Handtücher mit den Namenszügen der beiden Partnerstädte.

Lang war als Berichterstatter der Stadtverwaltung, aber auch als stellvertretender Generalsuperior des Ordo Communionis in Christo in offizieller Mission dabei. Vor Ort trafen Teresa Swieca und er Absprachen für eine gemeinsame Wallfahrt der polnischen Gruppierungen der Communio in Christo Ende des Monats nach Tschenstochau zur „Schwarzen Madonna“. Auch das 40jährige Bestehen der Communio in Christo, das am 8. Dezember mit Bischof Dr. Helmut Dieser in der Mechernicher Pfarrkirche St. Johannes Baptist gefeiert werden soll, war ein Thema.

Bürgermeister Jacek Pauli begrüßte die Mechernicher am Samstag außerordentlich freundlich – zunächst privat am See Borówno-Wielkie, dann am anderen Ende der Stadt bei einer simulierten Bergung verletzter ukrainischer Flüchtlinge, bei der militärische und zivile Einheiten wie die Feuerwehr Hand in Hand zusammenarbeiteten.

Schützenpanzer vorgeführt

Der Militär-affine Bürgermeister, selbst Kommandant der Reserve, ließ es sich nicht nehmen, Ralf Claßen und Egbert Kramp und ihrer Truppe einen der eingesetzten Rosomak-Schützenpanzer (englischer Name „Wolverine“) vorzuführen. Auf der Seebühne und vor den Mikrophonen des Lokalsenders „Radio Gdansk“ erwies sich Jacek Pauli einmal mehr als eloquenter „Macher“ in der Gemeinde Skarszewy.

Das 2:0 der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen Dänemark sahen die Mechernicher später noch im Hotel, sonntags besuchten sie Danzig, das Nationalmuseum und das mondäne Ostseebad Sopot. Dezernent und Kämmerer Ralf Claßen bedankte sich für die Freundschaft, die die Bürger und Offiziellen von Skarszewy und Mechernich verbinde, namentlich neben Bürgermeister Jacek Pauli vor allem bei der Schulleiterin Ewa Pastwa und Dolmetscher Krystian Buchholc, die die deutsche Delegation hervorragend betreuten.

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CHIO Aachen 2024 – Enno Klaphake holt Deutschlands U25 Springpokal der Stiftung Deutscher Pferdesport und Holger Hetzel

Aachen – Klaphake? U25 Springpokal? Da war doch was! Richtig, ehe Laura Klaphake für Deutschland WM-Bronze 2018 holte, war sie erfolgreiche Teilnehmerin der Serie der Stiftung Deutscher Pferdesport und Holger Hetzel um den Preis von Holger Hetzel. Nun ist Bruder Enno in ihren Fußstapfen unterwegs.

Hochspannung bis zum Schluss beim diesjährigen U25 Springpokal! Acht Paare im Stechen, Enno Klaphake und NC Verso Red Wine lagen mit 38,17 Sekunden in Führung, als die Sieger der gestrigen Einlaufprüfung, Hannes Ahlmann und Tokyo, die Soers betraten. Schon letztes Jahr hatte Ahlmann die Einlaufprüfung gewonnen und war ins Stechen der Entscheidung vorgedrungen, kassierte hier aber einen Abwurf. Das wollte er dieses Jahr besser machen, das hatte er gestern angekündigt. Bis zum letzten Hindernis war er auf der Siegerstraße, fehlerfrei und schneller als Klaphake. Doch dort fiel die Stange und damit Ahlmanns Siegesträume auf den heiligen Aachener Rasen. Das Paar belegte am Ende Rang sechs.

Des einen Leid, des anderen Freud. Enno Klaphake: „Ich hatte gar nicht damit gerechnet, weil nach mir ja noch Hannes Ahlmann kam, der dann aber zu meinem Glück den letzten Sprung um hatte.“ Umso größer die Freude bei ihm: „Jetzt hier in Aachen gewinnen zu dürfen – ja, Ausnahme! Ein Wahnsinnsgefühl!“ Seine Dankbarkeit galt neben den Sponsoren, die das Finale in Aachen ermöglichen, vor allem seinem OS-Wallach NC Verso Red Wine, einem zwölfjährigen Vigo d’Arsouilles-Sohn, den Enno in- und auswendig kennt. „Ich habe ihn seit er sechs ist. Er ist ein sehr spezielles Pferd – aber gerade dadurch so gut, weil er vorsichtig ist und eine so gute Einstellung hat. Wenn ich kämpfe, kämpft er mit!“

Platz zwei sicherte sich die Deutsche Meisterin der U25 Springreiter und Deutsche Meisterin der Damen von 2023, Mylen Kruse. Sie hatte den Holsteiner Hengst Lovelight v. Lord Z mit nach Aachen gebracht. Die beiden sind erst seit kurzem ein Paar. Das heute war ihr erstes gemeinsames Stechen überhaupt. Umso glücklicher war Kruse über das Ergebnis: eine fehlerfreie Runde im Stechen in 40,60 Sekunden. Aber selbst, wenn sie keine Schleife gewonnen hätte, würde sie aus Aachen einiges mitnehmen. Darauf angesprochen, welchen Stellenwert der U25 Springpokal zum Beispiel im Vergleich zu ihrem DM-Titel habe, sagte sie: „Natürlich war das in Balve toll, weil man dort gegen Senioren geritten ist. Aber Aachen als Veranstaltungsort gleicht das wieder aus. Dass man hier so viele andere Reiter beobachten kann, ist unheimlich wertvoll!“ Sie schaue sich von allen gerne etwas ab, „am Ende kann man niemanden kopieren, nur etwas mitnehmen“.

Der drittplatzierte Marvin Jüngel (0/41,23) hat hingegen ein ganz klares Vorbild: „Richard Vogel!“, kommt es wie aus der Pistole geschossen. Der hatte den U25 Springpokal ja dreimal gewonnen und ist nun als Nummer zehn bester Deutscher auf der Weltrangliste der Springreiter. Bei ihm hatte Jüngel über den Winter einige Monate verbracht. Auch er war mit Vorschusslorbeeren in die Soers gekommen. Im Mai hatte er zum zweiten Mal in Folge das Deutsche Spring-Derby in Hamburg für sich entscheiden können. Während er dort auf seiner Langzeitpartnerin Balou’s Erbin saß, hatte er für den Auftritt in Aachen seine neunjährige Zukunftshoffnung DSP Kontendra v. Contendro gesattelt. Auch er war überglücklich mit seinem dritten Platz: „Ich bin super, superstolz! Die Stute wächst ja gerade erst in all das hinein und das war ein unheimlich schnelles Stechen. Ich bin auf jeden Fall mehr als glücklich!“

Zwischen die Top drei und den sechstplatzierten Ahlmann schoben sich in der Reihenfolge Antonia Locker auf Cristobal (0/41,68) und Beeke Carstensen, Schwester der Vorjahressiegerin Teike Carstensen, mit Carbas (0/44,94).

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Politik

Interkommunale Zusammenarbeit zwischen den Verbandsgemeinden Ulmen, Cochem, Zell und Kaisersesch

Kaisersesch – Zusammenarbeit intensiviert – Verbandsgemeinden im Landkreis Cochem-Zell unterzeichnen Kooperationsvereinbarung – Unter dem Motto „Gemeinsam gestalten – erfolgreich verwalten“ haben die Verbandsgemeinden Zell (Mosel), Ulmen, Cochem und Kaisersesch (ZUCK) eine engere Zusammenarbeit vereinbart, um so zukünftig modern, bürgernah und effizient zu handeln. Ende Juni wurde die Kooperationsvereinbarung zur Interkommunalen Zusammenarbeit (IKZ) unter dem Namen IKZ ZUCK von den Bürgermeistern der Verbandsgemeinden unterzeichnet.

Gegenstand der Kooperationsvereinbarung ist die interkommunale Zusammenarbeit zwischen den Verbandsgemeinden zur Wahrnehmung gemeinsamer Aufgaben mit dem Ziel, ihre Leistungs- und Handlungsfähigkeit zu sichern, ohne dabei ihre Eigenständigkeit und Identität zu verlieren.

In den letzten Jahren haben sich die Aufgaben in den öffentlichen Verwaltungen stark verändert. Diese müssen neben ihren regulären sowie gesetzlich vorgeschriebenen Tätigkeiten immer mehr zusätzliche Dienste anbieten und übernehmen, was die meisten Verwaltungen vor große Herausforderungen stellt. Diese Herausforderungen sind bei allen Verwaltungen gleich und werden durch die schwierige Personalgewinnung im öffentlichen Dienst, die knappen finanziellen Ressourcen, die zunehmende technologische Entwicklung sowie die gestiegenen Erwartungen seitens der Bürgerinnen und Bürger nur verstärkt. Dabei ist auch die Bevölkerungsentwicklung im Rahmen des demografischen Wandels nicht zu unterschätzen.

Der Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz hat die Problematik ebenfalls erkannt und diese in dessen neuem Organisationsmodell der „Gemeinde 3.0“ berücksichtigt. Die Lösung stellt dabei ein aufgabenbasierter Zusammenschluss von Verwaltungen dar, genannt „Interkommunale Zusammenarbeit“. Damit sollen künftig Synergieeffekte ohne den Verlust der Selbstständigkeit in ausgewählten Aufgabenbereichen entstehen. In diesem Zusammenhang können schnellere Reaktionen sowie mehr Flexibilität gezeigt, spezialisierte Fachkräfte gemeinsam eingesetzt und eine nachhaltige sowie wirtschaftliche Ausrichtung fokussiert werden.

Die Verbandsgemeinden Zell (Mosel), Ulmen, Cochem und Kaisersesch sowie die Kreisverwaltung Cochem-Zell arbeiten im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung im Bereich „E-Government“ bereits seit dem Jahr 2016 erfolgreich zusammen. Dabei haben sich die Verbandsgemeinden insbesondere durch die Einstellung eines gemeinsamen Prozessdesigners hervorgehoben und die Zusammenarbeit wurde intensiviert. So ist etwa das Bürgerportal Cochem-Zell entstanden. Der regelmäßige Austausch mit den Mitgliedern der Arbeitsgruppe zeigte, dass nicht nur in der Digitalisierung Ansatzpunkte der Zusammenarbeit bestehen, sondern aufgrund gleicher Zielsetzungen auch in vielen weiteren Bereichen.

Zitate der vier Bürgermeister:

Bürgermeister Alfred Steimers, Verbandsgemeinde Ulmen:

„Die Herausforderungen, denen sich unsere Verwaltungen gegenübersehen, sind vielfältig und erfordern innovative Lösungen. Durch die intensivere interkommunale Zusammenarbeit können wir Synergien nutzen, unsere Effizienz steigern und den Bürgerinnen und Bürgern einen noch besseren Service bieten. Besonders in Zeiten des demografischen Wandels und der technologischen Entwicklungen ist es wichtig, flexibel und anpassungsfähig zu sein. Diese Kooperationsvereinbarung ist ein großer Schritt in die richtige Richtung und ein klares Bekenntnis zur gemeinsamen Gestaltung unserer Zukunft.“

Bürgermeister Wolfgang Lambertz, Verbandsgemeinde Cochem:

„Die jetzt vereinbarte Kooperation bietet allen vier beteiligten Verwaltungen viele Vorteile: Angefangen davon, dass Ressourcen gebündelt und besser genutzt werden können. Durch den Erfahrungsaustausch können wir voneinander lernen und gemeinsam innovative Lösungen entwickeln. Ferner können durch die Zusammenarbeit Kosten gespart und die Qualität der Dienstleistungen verbessert werden. All dies trägt dazu bei, den Service für die Bürgerinnen und Bürger der Verbandsgemeinden zu verbessern und die Verwaltungen moderner und effizienter zu gestalten.“

Bürgermeister Albert Jung, Verbandsgemeinde Kaisersesch:

„Seit vielen Jahren findet eine gute Zusammenarbeit zwischen den Bürgermeistern sowie den Verwaltungsmitarbeitenden der vier Verbandsgemeinden statt. Mit Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung wollen wir unsere Dienstleistungen noch effizienter und serviceorientierter gestalten und so gemeinsam in den nächsten Jahren neue Wege gehen.“

Bürgermeister Jürgen Hoffmann, Verbandsgemeinde Zell (Mosel):

„In einer intensiveren Zusammenarbeit der Verbandsgemeinden liegt der Schlüssel, um schneller und qualitativ besser voran zu kommen. Keiner ist perfekt und jeder kann von dem anderen etwas lernen.“

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CHIO Aachen 2024 – Zweimal Zweiter, nun Erster – Richard Vogel siegt im Preis des Handwerks

Aachen – Niemand kann sich als Sieger fühlen, so lange Richard Vogel den Parcours noch nicht beendet hat. Diese Erfahrung musste Denis Lynch heute im Preis des Handwerks machen. Der Ire Denis Lynch und sein zwölfjähriger Cornet Obolensky-Sohn Cornet’s Iberio hatten als sechstes Paar mit 62,33 Sekunden die Führung übernommen im Preis des Handwerks und behielten sie bis fast zum Schluss. Aber dann waren Richard Vogel und der belgische Corydon-Sohn Phenyo van het Kayserbos als viertletztes Paar an der Reihe und schnappten Lynch in 61,43 Sekunden den Sieg vor der Nase weg. Rang drei sicherte sich mit Shane Sweetnam auf Irandole du Flot ein weiterer schneller irischer Reiter (62,82).

Dabei ist Aachen erst das dritte gemeinsame Turnier für Richard Vogel und seinen erst neunjährigen Phenyo van het Kaiserbos. Trotzdem passte gerade Aachen perfekt in den Plan. „Wir sind ein recht neues Paar. Aber ich bin ganz begeistert von ihm, weil er in recht kurzer Zeit einen Riesenfortschritt gemacht hat, und ich erhoffe mir viel von ihm. Hier in Aachen gibt es Gott sei Dank auch Springen wie jetzt dieses (den Preis des Handwerks), das noch nicht zu hoch ist, also auf 1,45 Meter-Niveau, und daher eher auf das Tempo und nicht nur die Höhe ausgelegt ist. Das tut Phenyo auf dem Ausbildungsstatus, auf dem er gerade ist, ganz gut. Dann kann er hier erst einmal reinschnuppern auf solchen Turnieren und in solchen Arenen. Da ist vorher noch nie gesprungen. Von daher sind wir überglücklich, wie er das heute schon absolviert hat und dass wir auch schon an die Zeit denken konnten und nicht nur versuchen mussten, null zu sein.“

Auf Sieg geritten war er dennoch nicht. Er wollte seinem Sportpartner einfach die bestmögliche Erfahrung in seinem ersten Aachen-Parcours geben: „Phenyo ist sowieso sehr grundschnell. Dann haben wir einfach versucht, nicht zu weit rauszugehen in den Wendungen. Er mag es eh eher mit etwas höherer Grundfrequenz zu gehen, weil er von Natur aus vielleicht nicht das allerletzte Springvermögen hat. Von daher war das nach seinem Geschmack, würde ich behaupten und hat ihm mehr Spaß gemacht, als wenn wir viel langsamer galoppiert wären. Dann hätte er es an den Oxern vielleicht sogar ein bisschen schwerer gehabt.“ Was aber nicht heißen soll, dass er in Zukunft nicht auch größere Aufgaben für Phenyo sieht. „Generell erhoffen wir uns viel von ihm, auch dass er hier nächstes Jahr oder übernächstes Jahr vielleicht auch ein Loch – oder zwei – höher gehen kann.“

Für Richard Vogel war es die dritte Top drei-Platzierung bei drei Springen beim CHIO Aachen 2024. Gestern war er mit zwei anderen Pferden jeweils Zweiter, heute nun der Sieg mit Phenyo. „Das würden wir gerne so beibehalten“, grinst Vogel, fügt aber gleich darauf hinzu: „Das wird uns nicht gelingen, aber bislang läuft es sehr gut. Alle Pferde sind super drauf, springen sehr gut und ich versuche, dass ich gut reite und meine Pferde nicht im Stich lasse. Dann haben wir glaube ich noch die eine oder andere Schleife zu holen hier.“

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Gesundheit

Marienhaus Klinikum optimiert mit hochmodernem Laser die Behandlung vieler urologischer Erkrankungen

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Experten aus dem Krankenhaus Maria Hilf Bad Neuenahr-Ahrweiler laden zum kostenlosen Infoabend am 16. Juli um 17.00 Uhr. Chefarzt Dr. Christian Fisang und sein Team nehmen sich persönlich Zeit, um Betroffene, Angehörige und Interessierte über fortschrittliche Therapieoptionen zu informieren. Der kostenfreie Infoabend ist Teil der Veranstaltungsreihe „Medizin verstehen | Infoveranstaltungen von Experten für Jedermann“.

Von Prostata bis Nierenstein: In der Urologie des Neuenahrer Marienhaus Klinikums optimiert seit kurzem ein hochmoderner Laser die Behandlung vieler urologischer Erkrankungen.

Die neue Lasertechnologie kommt zum Beispiel bei der präzisen Behandlung von Prostataerkrankungen, der Entfernung von Tumoren sowie der Zertrümmerung von Nieren- und Harnblasensteinen zum Einsatz.

Die Veranstaltungsreihe „Medizin verstehen | Infoveranstaltungen von Experten für Jedermann“ findet in Kooperation mit dem Förderverein des Klinikums statt und nimmt jeden Monat ein anderes Krankheitsbild in den Fokus. Im Anschluss an kurze Vorträge haben Teilnehmende die Gelegenheit, individuelle Fragen zu stellen und mit den Referenten ins Gespräch zu kommen. Weitere Themen und Termine finden Interessierte auf der Homepage des Krankenhauses unter www.marienhaus-klinikum-ahr.de.

Der Veranstaltungsort – die Aula des Klinikums – ist am besten über den Eingang des Nebengebäudes Haus Klara zu erreichen (unterhalb des Krankenhauses, direkt hinterm Hubschrauberlandeplatz). Autofahrerinnen und -fahrer können den angrenzende Parkplatz Klara nutzen.

Was? Von Prostata bis Nierenstein
Moderne Laserbehandlungen in der Urologie
Wann? Dienstag, 16.07. | 17:00-18:30 Uhr
Wo? Aula im Krankenhaus Maria Hilf
Dahlienweg 3 | 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler

 

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Wirtschaft

Neuer Geschäftsführer der enewa GmbH

Wachtberg – Zum 01.07.2024 wurde Swen Christian neuer Geschäftsführer der enewa GmbH – Energie + Wasser Wachtberg. Er übernimmt damit von Volker Strehl, dem früheren Vorstand der Gemeindewerke Wachtberg AöR, nach sechs Jahren den Staffelstab und führt das Kommunalunternehmen von nun an gemeinsam mit dem Geschäftsführer Kai Birkner.

Christian dankt den Wachtberger Gremien mit der Aufsichtsratsvorsitzenden Andrea Lohmeier an ihrer Spitze und dem Vorstand der am Unternehmen beteiligten STAWAG, Dr. Christian Becker, für deren breite Unterstützung und deren Vertrauen. Einen großen Dank spricht er Volker Strehl für die bisherige erfolgreiche Führung des Kommunalunternehmens aus. „Der von Volker Strehl gemeinsam mit Kai Birkner eingeschlagene Kurs ist in Zeiten regionaler und globaler Herausforderungen richtig, und ich werde ihn konsequent weiter gehen. Es kommt in Anbetracht der Themen Energieversorgung und Preisentwicklungen zunehmend darauf an, nachhaltige Lösungen im Sinne erneuerbarer Energien zu finden. Dazu bin ich entschlossen und dankbar, ein hervorragendes Team an meiner Seite zu wissen,“ so der neue Geschäftsführer.

Der 42-jährige Diplom-Geograph ist seit 2018 hauptamtlicher Beigeordneter der Gemeinde Wachtberg. Er war in den vergangenen sechs Jahren für die enewa GmbH Mitglied des Aufsichtsrats sowie Vorsitzender der Gesellschafterversammlung und kennt das Unternehmen daher bereits gut. Die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat und Position als Gesellschafter übernimmt fortan Bürgermeister Jörg Schmidt.