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CHIO Aachen 2024 – Wahr gewordene Träume im SAP-Cup, Triumph der Briten im Nationenpreis

Aachen – Reiter, die sich in die Arme fielen, Besitzer, die in Tränen ausbrachen und ein Kursdesigner, der sich wohl am liebsten ganz still aus Aachen verabschiedet hätte. Aber da hatte er die Rechnung ohne die Reiter gemacht. Fazit eines ganz besonderen SAP-Cups beim CHIO Aachen 2024.

Olympiasiegerin Julia Krajewski und ihr Newcomer Nickel sind die Sieger des SAP-Cups 2024 mit 30,3 Minuspunkten. Platz zwei ging an U25-Nachwuchsstar Calvin Böckmann mit The Phantom Of The Opera. Letztere beendeten mit ihrem Dressurergebnis von 30,9 Minuspunkten. EQuiRatings powered by SAP hatte vor der Prüfung ausgerechnet: bei 420 Starts in den letzten Jahren gelang es nur 20 Paaren, die Prüfung mit Dressurergebnis zu beenden. Dieses Jahr kamen noch zwei hinzu, neben Calvin der Australier Christopher Burton mit Clever Louis, die am Ende Vierte wurden. Zwischen die beiden Deutschen und den Stilist von Down-Under schob sich Laura Collett auf Dacapo als beste Reiterin des Siegerteams Großbritannien.

In der Nationenpreiswertung setzten die Briten sich mit 112,8 Minuspunkten gegen die Vertreter des Partnerlandes USA durch (123,7) sowie gegen die Iren (138,0). Die deutsche Mannschaft belegte Rang vier (147,5).

Soweit die Fakten. Dass die Briten den Nationenpreis gewonnen haben – übrigens zum vierten Mal nach 2011, 2021 und 2022 –, ist nicht weiter verwunderlich. Das Mutterland der Vielseitigkeit ist immer für einen Sieg gut. Der Ausgang der Einzelwertung war schon überraschender. Fairerweise muss man sagen, dass drei deutsche Paare – die nach Dressur und Springen führenden Michael Jung auf Chipmunk, der in der Zwischenwertung Drittplatzierte Christoph Wahler sowie die Sieger von 2022, Sandra Auffarth mit Viamant du Matz – mit Blick auf die Olympischen Spiele gar nicht erst versucht haben, ihre Positionen zu halten. Michael Jung musste gar nicht im Cross antreten. Sandra Auffarth und Christoph Wahler durften vorzeitig abbrechen.

Julia Krajewski und der zehnjährige Holsteiner Numero Uno-Sohn Nickel gingen als Führende ins Gelände, nachdem Michael Jung und Chipmunk Dispens hatten. Sie lieferten eine sichere Runde, hatten lediglich 6,4 Zeitfehler auf dem Konto und konnten Rang eins halten. Sie waren allerdings schon achtes Paar im Cross gewesen, die Prüfung lief noch gute zwei Stunden und nach ihnen waren noch drei starke Paare dran. Der Gedanke an einen potenziellen Sieg war also noch weit weg. Zufrieden war sie aber schon da, vor allem mit Nickel: „Ich denke, das ist ein Pferd, der kann auf jeden Fall Aachen gewinnen. Wenn nicht dieses Jahr, dann ein anderes“, so Krajewski. Ein „Kumpel“ sei Nickel, einer der „immer versucht, die gestellte Aufgabe zu lösen“. Später berichtete sie, vor ihrem Ritt ein Foto von der Siegertafel neben dem Einritt gemacht zu haben. „Ich dachte, wie cool wäre es, meinen Namen hier nochmal stehen zu sehen?“ Denn 2018 hatte sie Michael Jungs Chipmunk in der Soers zum Sieg geritten. Aber dass es so schnell gehen würde, kam dann doch überraschend. „Ich habe leider recht früh ein Eisen verloren. Der Boden ist gut und das Pferd ist ausbalanciert, aber das habe ich hier und da in den engeren Wendungen gemerkt und befürchte, dass mich das die drei, vier Sekunden gekostet hat, die jetzt fehlen“, sagte sie noch direkt nach ihrem Ritt.

Die Spannung stieg, als sich die Vorbeiläufer im Laufe des Vormittags häuften und Krajewski und Böckmann immer weiter nach vorne rutschten im Ranking. Und als die zuvor vor ihnen rangierte Britin Emily King mit Valmy Biats als letzte Starterin des Geländes heile und gesund, aber mit 4,8 Zeitfehlern ihren Job getan hatte und damit klar war, dass Krajewski gewonnen hatte und Böckmann Zweiter war, gab es im Zielbereich des SAP-Cups 2024 kein Halten mehr. Siegerin und Zweitplatzierter fielen sich in die Arme und wurden von einem Gratulanten an den nächsten weitergereicht. Der letzte in der langen Schlange war Nickels Besitzer, dem die Tränen der Freude übers Gesicht liefen.

Krajewski: „Aachen zu gewinnen, ist natürlich ganz, ganz besonders. Es ist fast wie ein Championat. Da ist so viel zwischen der Hoffnung zu gewinnen und dann dem tatsächlichen Sieg. Ich zählte nicht zu den Favoriten, was es umso schöner macht, wenn es eine Überraschung ist. Ich kann noch gar nicht richtig glauben, dass das tatsächlich passiert ist.“

Calvin Böckmann sagte nach seinem Ritt auf die Frage, wie er es geschafft hat, in die Zeit zu reiten: „Ich glaube, das Pferd und ich sind über die letzten zweieinhalb Jahren unheimlich zusammengewachsen. Wir waren Anfang des Jahres ja in Amerika (beim CCI5*-L in Kentucky) für unsere erste Fünf-Sterne-Prüfung und ich habe das Gefühl, das hat uns beide einfach noch mehr zusammengeschweißt. Ich vertraue ihm blind, er vertraut mir blind. Dann macht es das einfach möglich, dass man hier und da die erste Distanz nimmt, die Wendungen enger nimmt und das hat uns sehr gut in die Karten gespielt.“ Da ahnte er noch nicht, dass er Zweiter in Aachen werden würde. Und so richtig glauben konnte er es auch immer noch nicht, als er danach gefragt wurde: „Ich habe all meine Freunde angerufen und sie sagten, das sei wirklich verrückt. Das ist das besonderste Turnier, das wir haben in Deutschland und die Atmosphäre ist unglaublich!“

Dem konnte die drittplatzierte Laura Collett nur beipflichten: „Alles hier ist so besonders, die Atmosphäre, die Zuschauer und nirgendwo auf der Welt springen wir in einem Stadion wie diesem.“ Ihr Eindruck der Strecke: „Das war ein Go-Cart Kurs, ein Hindernis folgt aufs nächste. Die Strecken in Aachen sind immer anspruchsvoll.“

Der Mann, der seit Jahr und Tag für die Kurse in Aachen verantwortet, könnte sich nach dem heutigen Tag einmal mehr auf die Schulter klopfen. Aber da das nicht seine Art ist, haben das andere für ihn gemacht. Es war die letzte Strecke, die Rüdiger Schwarz gebaut hat und die Dankbarkeit war von Seiten der Turnierleitung wie auch der Reiter gleichermaßen groß. CHIO Aachen-Sportchefin Birgit Rosenberg sagte: „Rüdiger Schwarz hat einen so fantastischen Job über die letzten Jahre gemacht und es war immer ein Vergnügen, mit ihm zusammenzuarbeiten. Er tut immer das Beste für die Pferde und das Beste für den Sport.“

Dem konnte Julia Krajewski, die lange Zeit auch von Rüdiger Schwarz trainiert worden war, nur beipflichten: „Als wir abgegangen sind, gab es Leute die sagten, der Kurs sei einfacher, als sonst. Aber er war perfekt gebaut. Wir hatten „Missed flags“, „MIMs“ und Vorbeiläufer. Man musste intelligent reiten und seinen Kopf benutzen. Rüdiger hat geprägt, wie Gelände geritten wird und wie Gelände aufgebaut wird.“

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Politik

Spitzenforschung „made in NRW“ prägt eine ganze Region!

Region/Düsseldorf – Junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler entwerfen die Zukunft des Rheinischen Reviers – Das Graduiertencluster AUFBRUCH bringt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen, die mit ihrer Forschung die Transformation im Rheinischen Revier gestalten. Mit seiner starken Land- und Ernährungswirtschaft und einer breit aufgestellten Unternehmens- und Forschungslandschaft im Bereich der Biotechnologie bietet die Region beste Voraussetzungen für nachhaltiges Wirtschaften. Im jetzt gestarteten Graduiertencluster werden 37 Promovierende aus unterschiedlichen Fachgebieten der Bioökonomie bei ihren Vorhaben gefördert. Die jungen Forscherinnen und Forscher werden gezielt dabei unterstützt, ihre Innovationen zum Beispiel mit Unternehmensgründungen in die Anwendung zu bringen. Der Bund fördert das von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH) koordinierte Projekt bis 2028 mit insgesamt 12,5 Millionen Euro.

Wissenschaftsministerin Ina Brandes: „Das Rheinische Revier bietet Forscherinnen und Forschern die einmalige Gelegenheit, mit ihrer wissenschaftlichen Arbeit eine ganze Region zu prägen. Spitzenforschung ‚made in NRW‘ wird einen entscheidenden Beitrag leisten, das Leben der Menschen im Rheinischen Revier zu verbessern. Ich freue mich sehr, dass wir mit der neuen Förderung des Bundes die Kompetenzen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft bündeln können. Davon profitiert die Region ebenso wie der Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen.“

Projektkoordinatorin Prof. Dr. Regina Palkovits von der RWTH Aachen: „Menschen mit solch herausragenden Qualifikationen werden im Arbeitsmarkt von morgen ihre Unternehmen aufrütteln, neue Kooperationen aufbauen und Produkte und Prozesse von Beginn an nachhaltig denken. Diese Fachkräfte können den Transformationsprozess in der Region nicht nur passiv begleiten, sondern aktiv mitgestalten.“

In dem neuen Konsortium arbeiten die RWTH Aachen, die Fachhochschule Aachen, die Technische Universität Dortmund, die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, das Forschungszentrum Jülich, die Technische Hochschule Köln, die Hochschule Niederrhein und das Cluster industrielle Biotechnologie zusammen. Die Partner bringen Kompetenzen aus Biotechnologie, Chemie, Verfahrenstechnik, Logistik, Wirtschaftswissenschaften, Sozialwissenschaften und Raumplanung ein. Das Cluster bildet die Forscherinnen und Forscher interdisziplinär weiter und fördert Kooperationen mit anderen Fachrichtungen und der Wirtschaft. Themen der Promotionsvorhaben sind unter anderem die Herstellung biologisch abbaubarer Kunststoffe, Finanzierungsstrategien für Bioökonomie-Start-ups und die Potenziale verfügbarer Biomassen – etwa die Nutzung von Pflanzenresten aus der Land- und Fortwirtschaft.

Das Rheinische Revier strebt danach, zu einer Modellregion der nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Bioökonomie zu werden. Das Graduiertencluster AUFBRUCH ist Teil der Ankerprojekte, die aus Sicht des Landes als wesentliche Hebel zu einer erfolgreichen, zügigen und sichtbaren Umsetzung des Strukturwandels beitragen.

Bund und Land unterstützen die nachhaltige Transformation des Rheinischen Reviers mit mehr als 14,8 Milliarden Euro. Das Land flankiert die Förderung aus Bundesmitteln mit eigenen Haushaltsmitteln. Bislang sind 191 Projekte mit einem Fördervolumen von rund 1,7 Milliarden Euro bewilligt.

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Alemannia Aachen-Flagge zur Erinnerung an Aufstieg

Aachen – Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen hat am gestrigen Freitag, 5. Juli, gemeinsam mit Stadtdirektorin Annekathrin Grehling eine unterschriebene Flagge an den Geschäftsführer der Alemannia Aachen, Sascha Eller, überreicht. Die Alemannia-Flagge soll an den Aufstieg in die 3. Bundesliga und den Gewinn des Fußball-Verband Mittelrhein Pokals erinnern.

Beim offiziellen Empfang im Rathaus des Aufstiegteams der Alemannia am 26. Mai wurde die große Alemannia-Flagge vom gesamten Kader der Alemannia, der Oberbürgermeisterin und den anwesenden Beigeordneten und Ratsleuten unterschrieben. Ratsleute, die am Empfang nicht teilnehmen konnten, haben in der letzten Ratssitzung, 26. Juni, ihre Unterschrift nachgeholt, so dass die Flagge jetzt an Alemannia Aachen übergeben werden konnte.

 

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CHIO Aachen 2024 – Lady Gaga, Tom Cruise und die Freiheitsstatue – tolle Quadrillen im Preis des Handwerks!

Aachen – Keine Frage, die USA, das CHIO Aachen-Partnerland 2024, haben die Teilnehmer am diesjährigen Quadrillenchampionat künstlerisch inspiriert. Aber gekickt wurde auch!

Liebevoll gestaltete Kostüme, ausgefeilte Choreografien und eine Musikauswahl, die von Pop über Country bis hin zur Fußballhymne reichte – den Zuschauern, die sich gestern Abend für das Quadrillen Championat um den Preis des Handwerks statt fürs Fußball EM-Viertelfinale entschieden hatten, wurde einiges geboten. Die Vorstellungen der sechs Mannschaften waren ebenso hochklassig wie das Richterkollegium, das sie zu beurteilen hatte: Die Championats-Richter Katrina Wüst, Henning Lehrmann und Susanne Baarup zeigten sich begeistert von der Kreativität der Teilnehmer.

Voll des Lobes war das Richtertrio schon für die erste Quadrille, die des Kreisverbands Mettmann unter der Leitung von Mannschaftsführerin Elke Buddenberg. Vera Haug auf Tenterhofs Hofmeister, Christina Konings mit Milady N, Emely Schermuck auf Glenn Flanell sowie Lisa Malin Schöning auf Berney lieferten ab. Katrina Wüst hob besonders das Gerittensein der Pferde hervor und die pferdegerechte Abwechslung in der Choreografie. Das gab Höchstnoten, 90 Prozent in Summe.

Mettmann hielt die Führung bis zum Schluss. Aber als letztes Team kamen die Vorjahressieger in das Deutsche Bank Stadion, der Kreisverband Bergisch Land unter Mannschaftsführerin Norma Frerck, die stilecht verkleidet als Freiheitsstatue und zu „Hit the Road Jack“ tanzten, so dass Ray Charles seine Freude gehabt hätte. Und die Mannschaftsführerin hatte allen Grund, ihre Flamme hochzuhalten, denn ihre vier Reiterinnen lieferten ein Programm nach Maß ab, bei dem alles klappte. Stefanie Haase mit Chestnut K, Nicola Heynen auf Livius, Heike Holtkamp im Sattel von Sambuko und Ramona Müller mit Dr. Mo agierten synchron und die Pferde zeigten sich gehorsam. „Wer es schafft, eine Freiheitsstatue zum Rocken zu bringen, der hat schon viel geschafft“, fasste eine begeisterte Katrina Wüst zusammen, lobte die Linienführung und vor allem die Durchlässigkeit der Pferde und verkündete dann die Bewertung: satte 93 Prozent und damit der zweite Sieg in Folge im Preis des Handwerks für den Kreisverband Bergisch Land.

Über den dritten Platz konnte sich mit 85 Prozent der Kreisverband Neuss freuen, vorgestellt von Anja Mede. Hier ritten Janina Lichtenberg mit Fahrenheit’s petite fleur, Anke Roeb auf First Silvano, Sabrina Stocks mit Sir Bernstein und Letizia Vogler auf Fille d’amour.

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CHIO Aachen 2024 – Charlotte Fry und Glamourdale eine Klasse für sich im Preis der Soers

Aachen – Man muss es so sagen, die Doppel-Weltmeister aus Großbritannien, Charlotte Fry und Glamourale, haben ihre Konkurrenten geradezu deklassiert im Preis der Soers, dem Grand Prix Spécial der CDI4*-Tour.

Nach ihrem Triumph im Grand Prix knackten Charlotte Fry und Glamourdale auch im Grand Prix Spécial um den Preis der Soers die 80 Prozent-Marke. 80,107 Prozent wurden es, mit denen die zweifachen Weltmeister von Herning 2022 Isabell Werth mit Quantaz (75,0) und Frederic Wandres auf Duke of Britain (73,128) auf die Plätze verwiesen.

Die Vorstellung von Fry und Glamourdale war eine mit Wow-Effekt – auch wenn sich vor und in der Rechtspirouette teure Fehler einschlichen. Erst sprang Glamourdale einmal um, dann verlor er in der Pirouette die Balance und musste sich herausstemmen. Aber danach hatte Fry ihn wieder bei sich. Das Raunen der Zuschauer bis dahin und das mitfühlende Aufstöhnen, als es passiert war, sagten alles: Das war eine Vorstellung, die niemanden kalt gelassen hat. „Ehrlich gesagt, das war eines der tollsten Gefühle, die er mir je gegeben hat in einer Prüfung“, strahlte Charlotte „Lottie“ Fry. Für den Fehler hatte sie eine plausible Erklärung: „Ich war so begeistert von meiner Linkspirouette, dass ich irgendwie vergessen habe, den Rest der Mittellinie zu reiten. Es war also mein eigener Fehler. Aber in den übrigen Teilen der Aufgabe war er so bei mir und hatte so viel Go und so viel Spaß da drin. Das war das beste Gefühl, das ich mir vor Paris hätte wünschen können.“ Paris – hier spielt Fry auf die Olympischen Spiele an, für die sie und Glamourdale als Vertreter Großbritanniens bereits gesetzt sind.

Glamourdale hat nun für den Rest der Woche frei. Heute geht es für Charlotte Fry mit ihrem zweiten Pferd Especial im Grand Prix Spécial um den MEGGLE-Preis weiter.

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CHIO Aachen 2024: Geburtstagsgeschenk für Lana-Pinou Baumgürtel im Preis der Liselott und Klaus Rheinberger Stiftung

Aachen – Kann man sich einen schöneren Geburtstag vorstellen, als ein Sieg beim ersten Auftritt in Aachen zu feiern und das auch noch im ersten Jahr auf S-Niveau? Für Lana-Pinou Baumgürtel wurde das gestern Wirklichkeit im Preis der Liselott und Klaus Rheinberger Stiftung.

Im Preis der Liselott und Klaus Rheinberger Stiftung für Junge Reiter wird zunächst die FEI-Einzelaufgabe für die Altersklasse U21 geritten und morgen eine Kür. Für Lana-Pinou Baumgürtel ist es nicht nur das erste Jahr in Aachen, es ist auch ihre erste Saison im Junge Reiter-Lager. Allerdings hat sie mit ihrer Stute Emma schon EM-Medaillen in allen Farben bei den Junioren gewonnen. Die beiden sind schon lange ein Team. „Wir haben Emma jung gekauft. Sie war vorher Zuchtstute und ich habe sie mit meiner Trainerin zusammen ausgebildet.“ Und das offensichtlich mit Erfolg. 70,823 Prozent gaben die Richter, das Bestergebnis des heutigen Tages. Und das zum 19. Geburtstag. „Ich freue mich überhaupt hier zu sein und hier starten zu dürfen. Und dass wir jetzt gewinnen konnten, ist natürlich sehr sehr toll“, so Lana-Pinou.

Das einzige weitere Paar, das über 70 Prozent kam, waren Kate Kyros und Intro K. Hierzulande dürfte Kyros wenig bekannt sein. Das ist nicht verwunderlich. Die 18-Jährige kommt aus Australien und dies ist ihre erste Saison in Europa. Dementsprechend war auch sie zum ersten Mal im Deutsche Bank Stadion im Einsatz. 70,176 Prozent erhielt sie für die Vorstellung auf ihrem Apache-Sohn Intro K.

Rang drei sicherte sich mit 69,765 Prozent ein in Europa gut bekanntes Nachwuchstalent aus Dänemark: die aktuelle U21-Mannschaftseuropameisterin Sophia Ludvigsen (21) im Sattel von Blue Hors Touch of Olympic L. Für Sophia ist es ihr letztes Junge Reiter-Jahr, aber sie reitet parallel auch schon Grand Prix. Für sie ist es ebenfalls der erste Aachen-Start. Ihr Pferd, Blue Hors Touch of Olympic L, kennt das Deutsche Bank Stadion allerdings bereits von den Auftritten dort mit seiner Ausbilderin Nanna Skodborg Merrald. Mit ihr war er letztes Jahr in der kleinen Tour platziert gewesen. Zuvor hatte er schon Silber bei Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde mit ihr gewonnen.

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Kunst & Kultur

evm lädt Schülerinnen und Schüler aus der Region zu den Burgfestspielen in Mayen ein

Mayen – 468 Kinder erleben das Weltraumabenteuer „Peterchens Mondfahrt“ – Auch in diesem Jahr verschenkte die Energieversorgung Mittelrhein (evm) wieder 468 Eintrittskarten an sieben Grundschulen für die Kindervorstellung der Burgfestspiele Mayen. Das Kinderstück der Saison ist das Weltraumabenteuer „Peterchens Mondfahrt“, basierend auf dem bekannten Märchen von Gerdt von Bassewitz.

Seit mehr als 20 Jahren ist die evm Sponsor der Burgfestspielen Mayen und lädt jedes Jahr Grundschulkinder zu einer Vorstellung ein. „Die Burgfestspiele leisten einen wertvollen Beitrag für die Kulturlandschaft der gesamten Region“, erklärt Marcelo Peerenboom, Pressesprecher der evm. „Diese Veranstaltung möchten wir fördern und nebenbei auch den Nachwuchs an die Theaterwelt heranführen. Daher spendieren wir jedes Jahr eine Veranstaltung für die Grundschulen aus der Region.“ Die evm fördert als regional verwurzeltes Unternehmen vielfältige sportliche, kulturelle und soziale Initiativen.

In der Geschichte von „Peterchens Mondfahrt“ machen sich zwei mutige Kinder und ein schüchterner Maikäfer auf eine abenteuerliche Reise zum Mond. Ihr Ziel: Ein altes Unrecht wiedergutzumachen, das vor vielen Hundert Jahren begangen wurde.

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CHIO Aachen 2024 – Richard Vogel und der phänomenale Phenyo im Feinkost Käfer-Preis

Aachen – Die Jagdspringprüfung über Gräben und Wälle zählt zu den Klassikern beim CHIO Aachen. Schon nach dem Sieg im Preis des Handwerks mit Phenyo van het Keyserbos hatte Richard Vogel angekündigt, diese Prüfung um den Feinkost Käfer-Preis liege seinem Pferd. Er sollte Recht behalten.

Cian O’Connor als Ire auf einem Pferd namens Fox Chapel – das klang nach einer vielversprechenden Kombination für den Feinkost Käfer-Preis, der Jagdspringprüfung über Gräben und Wälle und tatsächlich gingen die beiden zwischenzeitlich in Führung. Doch als letztes Paar ließen Richard Vogel und Phenyo van het Keyserbos nichts anbrennen und rollten das Feld von hinten auf. Sie nahmen O’Connor und seiner Selle Français-Stute ziemlich genau drei Sekunden ab, quasi eine Ewigkeit, wenn es gegen die Uhr geht. Schon im Preis des Handwerks hatte Vogel von der „Grundschnelligkeit“ seines neunjährigen Wallachs geschwärmt. Diese machte sich auch heute bezahlt. Cian O’Connor musste mit Rang zwei Vorlieb nehmen. An dritter Stelle reihte sich mit 0,12 Sekunden Abstand Philip Rüping im Sattel von For Dilando PS ein.

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CHIO Aachen 2024 – Martin Fuchs holt im RWE Preis von Nordrhein-Westfalen seinen ersten Aachen-Einzelsieg

Aachen – In all den Jahren, die der Schweizer Martin Fuchs nun hier in Aachen am Start ist, hat er es nie geschafft, eine goldene Schleife in einer der anderen Hauptprüfungen zu ergattern. Gestern im RWE Preis von Nordrhein-Westfalen war es endlich so weit.

Aachens Parcourschef Frank Rothenberger hatte die Crème de la Crème des Springsports vor knifflige Aufgaben gestellt im RWE Preis von Nordrhein-Westfalen. Am Ende waren es zehn Paare, die den Einzug ins Stechen schafften. Martin Fuchs und sein Hannoveraner Wallach Commissar Pezi (v. Lord Pezi) waren gleich zweites Paar gegen die Uhr, nachdem Daniel Deußer und Gangster v.h. Noddevelt die Messlatte mit fehlerfreien 45,22 Sekunden hoch gehängt hatten. Doch Fuchs und Commissar Pezi nahmen ihnen noch einmal fast zwei Sekunden ab. „Es war gut, dass ich Daniels Ritt sehen konnte. Er hat an ein paar Stellen Galoppsprünge ausgelassen, wo ich mir unsicher war. Aber mein Pferd hat die Hindernisse heute wirklich gesucht.“ Ergebnis: null Fehler, 43,06 Sekunden. Super Zeit, aber gut genug? „Ich wusste nicht, ob es reichen würde bei einem Starterfeld wie dem hier …“, so Fuchs zu seiner Gemütslage in dem Moment.

Das erste Mal zittern musste er zwei Paare später bei den beiden Deutschen Meistern, Patrick Stühlmeyer und Drako de Maugre. Der Kannan-Sohn ist in Spitzenform (das waren heute Nullrunde vier und fünf der Aachen-Woche) und Stühlmeyer steuerte ihn schnell und geschmeidig durch den Stechparcours. Doch es reichte nicht. Bei 44,52 Sekunden stoppte die Uhr. Vorläufig Rang zwei.

Natalie Dean aus dem Partnerland USA und Acota M waren das einzige Paar, der ebenfalls unter 44 Sekunden blieb, doch die beiden hatten einen Abwurf. Irlands Nationenpreissieger von gestern, Denis Lynch, fand nicht recht den Rhythmus mit Cordial: vier Fehler und weit weg von der Siegerzeit.

Dann erklang die Startglocke für Lorenzo de Luca mit Denver de Talma. Sportlich war es seit einer Weile stiller geworden um den Italiener. Mit Denver de Talma hat er nun wieder ein Pferd für die ganz großen Aufgaben. Das demonstrierten die beiden in 44,35 Sekunden, genau zwei Zehntelsekunden weniger als Stühlmeyer und Drako de Maugre. Die beiden nachfolgenden Paare, Janika Sprunger auf Orelie und Kevin Staut mit Dialou Blue PS, hatten nach Abwürfen mit der Entscheidung nichts mehr zu tun. So blieb es bei der Rangierung: Martin Fuchs vor Lorenzo de Luca vor Patrick Stühlmeyer. Und Daniel Deußer konnte sich über Rang vier freuen.

„Das war ein perfekter Nachmittag“, brachte Martin Fuchs es auf den Punkt. „Beim besten Turnier der Welt vor so einem fantastischen Publikum ist dieser Sieg natürlich ein wunderbares Gefühl.“

Dem konnte Lorenzo de Luca nur beipflichten. „Es ist super, hier auf dem Podium zu sein. Seit vergangenem Jahr habe ich versucht, einen Startplatz für dieses Jahr zu bekommen. Danke, dass ich hier sein darf!“

Patrick Stühlmeyer erklärte: „Nach der Deutschen Meisterschaft ist der dritte Platz natürlich ein super Erfolg für mich. Hier vor ausverkauftem Haus reiten zu dürfen, ist schon phänomenal!“ Er hat aber auch das nächste Ziel schon wieder vor Augen: „Wir schauen hoffnungsvoll auf Sonntag.“

Daniel Deußer sprach von seinem Pferd, Gangster van het Noddevelt, den er im Dezember vergangenen Jahres übernommen hat: „Er ist auch ein bisschen so wie er heißt – ein Gangster. Aber ich bin sehr froh, wie er sich in einem großen Stadion wie diesem anfühlt.“ Ob er eines Tages in Killer Queens Hufspuren treten und den Rolex Grand Prix gewinnen könnte? „Ich bin sicher, er wird vielleicht eines Tages einen Großen Preis wie diesen am Sonntag gewinnen.“

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CHIO Aachen 2024 – Boyd Exell siegreicher „Punkte-Jäger“ im Preis der Fa. Horsch, Der Entsorger

Aachen – Ehe es für die Vierspänner morgen auf die Marathon-Strecke geht, waren heute noch einmal absolute Präzision und etwas Mathematik gefragt bei der „Jagd um Punkte“, dem Preis der Fa. Horsch, Der Entsorger.

Die „Jagd um Punkte“ der Fa. Horsch, Der Entsorger ist zwar eine Kegelfahrprüfung, aber eine der besonderen Art. Welche Hindernisse die Fahrer wann anfahren, ist nicht vorgegeben, sondern sie können ihn innerhalb von drei Minuten frei wählen. Für die Absolvierung der Hindernisse gibt es Punkte, je schwieriger die Aufgabe, desto höher die Punkteausbeute. Einzige Vorgabe: Jedes Hindernis darf nur zweimal durchfahren werden. Es gewinnt der Fahrer, der in der kürzesten Zeit die meisten Punkte gesammelt hat.

Und das war Australiens Boyd Exell. Mit Celviro, Checkmate, Hero und Ivor an den Leinen war er der einzige, der 1900 Punkte sammeln konnte. Somit war es irrelevant, dass er nicht der Schnellste gewesen war, denn die Zeit entscheidet nur bei Punktgleichstand. Platz zwei ging an den Niederländer Bram Chardon mit 1840 Zählern. Dritter wurde der Schweizer Jérôme Voutaz, der es auf 1820 Zähler brachte.