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CHIO Aachen 2024 – Speed, Spannung, Spaß im MERKUR SPIELBANKEN-Cup

Aachen – Am späten, gestrigen Samstagabend bebte die Soers beim Merkur Spielbanken-Cup, dem „Jump & Run“ der besonderen Art. Sechs Mannschaften à sechs Pferde, zwei Reiter und ein Fahrer sind die Zutaten, die aus dem MERKUR SPIELBANKEN-Cup einen Staffellauf der besonderen Art in der Soers machen. Erst wartet auf die Teilnehmer ein kleiner Cross. Sobald der Vielseitigkeitsreiter im Ziel ist, legt der Springreiter los. Und wenn der seinen Parcours beendet hat, nimmt der Buschreiter, der sein Pferd inzwischen abgegeben haben sollte, die Beine in die Hand und rennt so schnell er kann in Richtung Kutsche, springt drauf und ab geht die Vierspänner-Post. Es siegt das schnellste Team mit den wenigsten Fehlern.

Das war am gestrigen Abend das „grüne Team“, ein australisch-brasilianisches Trio mit Kevin McNab auf Willunga, Rodrigo Pessoa im Sattel von Dhalida sowie Boyd Exell, der ja schon im Preis der schwartz Gruppe der Schnellste gewesen war. Zusammen kamen sie auf 126,30 Sekunden.

Platz zwei ging mit 129,32 Sekunden an das orangefarbene Team, das auch tatsächlich zu zwei Dritteln aus Oranje-Reitern bestand: Lars Kersten mit Holywood und Bram Chardon mit seinem Gespann. Das fehlende Drittel war eigentlich britisch, wurde aber mit einer Teamjacke der Niederländer getarnt: David Doel auf Captain Kadou.

Und über Platz drei konnte sich mit 131,12 Sekunden die rote Mannschaft freuen, bestehend aus Calvin Böckmann mit Crunchip M aus Deutschland in Kombination mit den Schweizer Freunden Romain Duguet mit Stawita PS und Jérôme Voutaz, dessen vier Freiberger mit ihrer Wendigkeit und ihrem Speed begeisterten.

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CHIO Aachen 2024 – Ein „Sieg, der die Welt bedeutet“ für Ecuadorianer Julio Mendoza Loor im IWEST-Preis

Aachen – Sein Leben lang hat Julio Mendoza Loor davon geträumt, in Aachen an den Start zu gehen. Dieser Traum ging für den Dressurreiter aus Ecuador nicht nur in Erfüllung, er wurde gestern Abend im IWEST-Preis sogar noch übertroffen.

Mit einem denkbar knappen Vorsprung setzte sich der Goldmedaillengewinner der Pan-Amerikanischen Spiele, Julio Mendoza Loor im Sattel seines KWPN-Wallach Jewel’s Goldstrike, an die Spitze der Grand Prix Kür um den IWEST-Preis. 78,920 Prozent erhielten sie für ihre Vorstellung zu unter anderem „La Isla Bonita“. Rang zwei hatte 78,510 Prozent auf dem Konto. Das waren die Polin Sandra Sysojeva und ihre erst achtjährige Oldenburger Stute Maxima Bella. Die US-amerikanischen Mannschaftssilbermedaillengewinner der Olympischen Spiele in Tokio, Steffen Peters und Suppenkasper, kamen auf 76,430 Prozent und wurden Dritte.

„Dieser Sieg bedeutet für mich die Welt“, erklärte der überwältigte Sieger. „Ich habe immer davon geträumt, hier in Aachen an den Start zu gehen. Dass dieser Traum nun in Erfüllung gegangen ist mit diesem Pferd, bedeutet mir alles!“ Jewel’s Goldstrike aka „Goldie“ ist seit fünf Jahren bei ihm. Ihr bislang größter Erfolg war der Titel bei den Pan-Amerikanischen Spielen 2023. Bis dato waren sie ausschließlich in den USA im Turniereinsatz (wo Goldie ansonsten ein 24/7 Weideleben hat, wie Mendoza Loor erklärt), dies ist ihre erste Saison in Europa.

Die Waage gehalten haben sich Freude und Enttäuschung beim Team der Zweitplatzierten, Sandra Sysojeva mit Maxima Bella. Die Rappstute tauchte in Hagen erstmals auf dem internationalen Viereck auf und bot ein Bild erfreulicher Leichtigkeit und Harmonie mit ihrer Reiterin. Was vor ein paar Jahren noch alles andere als selbstverständlich erschien, wie ihre Trainerin berichtete: „Sandra hat sie zweijährig zusammen mit anderen jungen Pferden gekauft. Die Stute stellte sich als extrem schwierig heraus. Aber mit unendlich viel Geduld hat sie es geschafft, sie auf ihre Seite zu bekommen.“ Und nun waren sie bei ihrem ersten CHIO-Auftritt Zweite. Bis Julio Mendoza Loor und Jewel’s Goldstrike als letztes Paar aufs Viereck gingen, sahen sie sogar wie die Sieger aus. Als sie die goldene Schleife dann so knapp verpasst haben, war natürlich auch etwas Enttäuschung da. Aber das dürfte bestimmt nicht ihr letzter Auftritt in Aachen gewesen sein.

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CHIO Aachen 2024 – Sparkassen-Youngsters-Cup für Levi Noesar, ein Fohlen für Richard Vogel

Aachen – Unglaublich, aber wahr: Im Finale des Sparkassen-Youngsters-Cup hat Richard Vogel seinen vierten Sieg in dieser Aachen-Woche verbucht (zusätzlich zu weiteren vier zweiten Plätzen). Möglich gemacht hat es ein Pferd, auf dem große Hoffnungen ruhen.

Für den Sparkassen-Youngsters-Cup hatte Richard Vogel den achtjährigen KWPN-Wallach Levi Noesar mit nach Aachen gebracht, einen Zirocco Blue-Sohn, den kein Geringerer als Jur Vrieling, der frühere Mannschaftswelt- und – Europameister aus den Niederlanden und Reiter von Zirocco Blue, gezogen hat. In der ersten von insgesamt drei Wertungsprüfung waren sie Zweite, in der zweiten Fünfte und heute zeigte der bunte Fuchs dann, was alles in ihm steckt. In 42,93 Sekunden fegten er und Vogel durch den Stechparcours. Streitig machen konnte ihnen den Sieg nur noch Ben Maher (GBR) mit dem OS-Wallach Corlander als letztes Paar des Stechens. Sie hatten die erste Wertung gewonnen und Maher hatte dem Cornet Colbert-Sohn damals Starqualitäten zugesprochen. Die demonstrierte er auch heute. Aber schneller als Vogel und Levi Noesar waren sie nicht. Mit 42,93 Sekunden mussten sie sich knapp geschlagen geben. An dritter Stelle reihte sich die erst siebenjährige Zangersheider Stute Marieke Z Santa Rosa v. Moncler van Overis unter der Kanadierin Erynn Ballard ein. 43,78 Sekunden hatten die beiden benötigt.

Richard Vogel berichtete über Levi Noesar: „Bevor ich ihn bekommen habe, war er in der Ausbildung bei Nina Piasecki. Er gehört Mario Piasecki und Patrick Mielnik zusammen. Die haben sich dann entschieden, dass er auf dem Weg in den größeren Sport zu mir eventuell gut passen würde. Ich habe ihn im Dezember bekommen, aber wir haben ihn bewusst nicht mitgenommen nach Amerika, weil wir ihn ein bisschen schonender ausbilden wollten und habe dann eigentlich erst im April angefangen, Turniere mit ihm zu bestreiten.“ Die ersten internationalen Ergebnisse seither können sich sehen lassen: drei Turniere, acht Prüfungen, acht Platzierungen, kein einziger Abwurf. Die makellose Bilanz wurde auch in Aachen nicht getrübt: „Wir sind natürlich überglücklich, dass er hier drei Tage null sprang und jetzt im Finale konnten wir noch das i-Tüpfelchen setzen.“ Das spricht für sich, was die Qualität dieses Pferdes angeht. Zumal die Konkurrenz groß war. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer hatte sich fürs Stechen qualifiziert, 17 von 30 Pferden. Im Stechen gab es dann 15 Null-Fehler-Ritte.

Die Sparkasse stiftet alljährlich einen ganz besonderen Ehrenpreis für den Punktbesten aller drei Wertungen: ein vielversprechendes Fohlen mit Springabstammung. Das war dieses Jahr ein Rheinländer Stütchen, das von Christian Ahlmanns Nachwuchsstar Dourkhan Hero Z aus einer Canturo-Mutter abstammt. Züchter ist Peter Chorus aus Aachen. Und der neue Besitzer heißt Richard Vogel. Sein Plan mit seinem Neuzugang? „Großziehen und ausbilden!“ Vielleicht kehrt die junge Dame ja in ein paar Jahren in die Soers zurück.

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CHIO Aachen 2024 – Wotax-Preis für Charlott-Maria Schürmanns schwarze Perle

Aachen – Mit einer Runde, die fast so schön war wie ihre Stute Dante’s Pearl sicherte sich Charlott-Maria Schürmann die Intermédiaire I um den Wotax-Preis. Harmonisch und von hoher Qualität war die Vorstellung, mit der Charlott-Maria Schürmann und ihre neunjährige Oldenburger Rappstute Dante’s Pearl gestern die Intermédiaire I um den Wotax-Preis gewonnen haben. Alle fünf Richter hatten das Paar unangefochten an erster Stelle. Rang zwei sicherten sich Frederic Wandres und Quizmaster mit 73,647 Prozent. Dahinter reihte sich Juliane Brunkhorst im Sattel von Diamante Negro mit 72,50 Prozent ein. Ein deutsches Triple also.

Für Charlott-Maria Schürmann markierte dies einen ganz besonderen Erfolg. 2016 und 2017 platzierte sie sich hier mit ihrem früheren Erfolgspferd Burlington in der CDI4*-Tour. Und nun kehrte sie siegreich zurück: „Aachen ist natürlich für jeden Reiter eine riesengroße Ehre, hier reiten zu dürfen. Mit Dante’s Pearl war ich dieses Jahr schon gut gestartet. Aber dass ich dann das Ticket für Aachen bekommen konnte, hat mich erhrlich gesagt schon sehr umgehauen. Und dass sie jetzt hier so performt, damit habe ich natürlich nicht gerechnet. Ich bin überglücklich, dass sie sich jetzt hier in diesem vollen Stadion so toll zelebrieren konnte und einfach alles gegeben hat. Sie hat es richtig genossen und ich auch. Ein Traum hier!“ Ein Traum mit einem Traumpferd, wie Schürmann bestätigt: „Pearlie ist jetzt seit zwei Jahren bei mir und sie verzaubert glaube ich jeden, der sie sieht, weil sie einfach so wunder-, wunderschön ist. Dieses Pferd ist einfach einmalig, glaube ich und ist einfach etwas Besonderes für uns alle.“

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Neues Postrecht kommt – Die erste grundlegende Überarbeitung des Postrechts seit über 25 Jahren kann in Kraft treten

Region/Berlin – Der Bundesrat hat am Freitag, 05. Juli, dem von der Bundesregierung vorgelegten Postrechtsmodernisierungsgesetz zugestimmt – Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, Robert Habeck: „Mit dem nun beschlossenen Gesetz bringen wir das Postrecht ins 21. Jahrhundert und bieten Lösungen für die drängenden Herausforderungen im Postsektor: Wir stellen sicher, dass in der Stadt und auf dem Land auch in Zeiten sinkender Briefmengen eine erschwingliche Versorgung mit Briefen und Paketen gewährleistet ist. Gleichzeitig machen wir Nachtflüge überflüssig und setzen Anreize für ökologisch nachhaltige Postdienstleistungen. Ein besonderes Augenmerk legen wir auf die Beschäftigten, die jeden Tag unsere Pakete zustellen. Durch besondere Kennzeichnungs- und Zustellvorgaben für schwere Pakete entlasten wir sie unmittelbar und sorgen zugleich mit neuen Instrumenten dafür, dass im gesamten Postsektor gute Arbeitsbedingungen herrschen.“

Ein wesentliches Element der Novelle ist die Flexibilisierung der gesetzlich vorgegebenen Laufzeitvorgaben für Briefsendungen. Durch eine angemessene Verlängerung wird deutlichen Preissteigerungen – wie sie in anderen europäischen Ländern bereits erfolgt sind – entgegengewirkt. Dabei stellen die gesetzlichen Vorgaben quasi sicher, dass Briefe spätestens nach vier Tagen zugestellt werden und dass die Zustellung weiterhin an sechs Werktagen pro Woche erfolgt.

Damit die gesetzlichen Vorgaben zur flächendeckenden Versorgung in der Praxis eingehalten werden, werden die Durchsetzungsbefugnisse der Bundesnetzagentur deutlich gestärkt. Sie kann in Zukunft konkrete Anordnungen erlassen und wirksame Bußgelder verhängen – zum Beispiel mit Blick auf den Betrieb einer Filiale.

Die Arbeitsbedingungen im Postsektor werden durch ein neues Marktzugangsverfahren und nachträgliche Überprüfungen durch die Bundesnetzagentur zukünftig engmaschiger kontrolliert. Zudem werden Auftraggeber, die sich zur Erbringung von Postdienstleistungen der Dienste von Subunternehmen bedienen, stärker in die Verantwortung genommen: Sie sind zukünftig verpflichtet, die von ihnen beauftragten Anbieter regelmäßig nach gesetzlichen Vorgaben zu überprüfen.

Zur unmittelbaren Entlastung der Paketzustellerinnen und -zusteller müssen Pakete ab einem Gewicht von 10 Kilogramm zukünftig gut sichtbar gekennzeichnet werden. Pakete mit einem Gewicht von mehr als 20 Kilogramm müssen durch zwei Personen zugestellt werden. Ausnahmen sind nur erlaubt, wenn einer einzelnen Zustellerin oder einem einzelnen Zusteller ein geeignetes technisches Hilfsmittel zur Verfügung gestellt wird.

Neue Impulse gibt das Gesetz auch für den Wettbewerb im Postsektor. Insbesondere im Bereich kleinformatiger Warensendungen sowie Zeitungen und Zeitschriften wird der Marktzugang für Wettbewerber in Zukunft einfacher.

Nach der Zustimmung des Bundesrates wird das Gesetz in den kommenden Wochen in Kraft treten.

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CHIO Aachen 2024 – Brillanter Sport im Marathon um den Preis der schwartz Gruppe

Aachen – Scharen von Besuchern hatten sich ins Gelände der Aachener Soers aufgemacht, um den Marathon der Vierspänner um den Preis der schwartz Gruppe live zu erleben. Was sie geboten bekamen, war Fahrsport vom Feinsten.

„Ein sehr guter Aufbau! Technisch, aber auch mit Hindernissen, die einen schnellen Galopp erlaubte“ – so charakterisierte der deutsche Bundestrainer Karl-Heinz Geiger die Marathonstrecke der Vierspänner, für die Alexander Flocke verantwortlich zeichnete. Das sorgte für einen Tag, der Werbung für den Fahrsport machte.

Der schnellste im Gelände war heute der Zweite der Dressur, Australiens Boyd Exell. Der strahlte übers ganze Gesicht im Ziel. Nicht nur, weil er den Preis der schwartz Gruppe für sich entscheiden konnte, sondern vor allem, weil sein Gespann ihm ein so fantastisches Gefühl gegeben hat. „Die Pferde sind ganz, ganz toll gegangen. Sie haben als Team zusammengearbeitet und waren im Flow. Das hat richtig Spaß gemacht!“

Mit 104,48 Punkten setzte sich Boyd Exell gegen Michael Brauchle durch, für den es 110,56 Zähler wurden. An dritter Stelle reihte sich Österreichs Daniel Schneiders ein (112,25). Bemerkenswert auch der sechste Platz von Mareike Harm (116,86). Zum einen war sie damit zweitbeste Deutsche, zum anderen ist das ein historischer Erfolg, denn es ist die höchste Platzierung, die je eine Frau im Soerser Marathon erreichen konnte. Und sie schob sich damit auf einen sensationellen zweiten Platz in der kombinierten Einzelwertung um den Preis der Familie Richard Talbot. Führend ist hier Boyd Exell. An dritter Stelle liegt Dressur-Sieger Chester Weber (USA), der heute Rang zwölf belegte.

Sensationell ist auch das Gesamtergebnis der deutschen Fahrer, die auf dem besten Wege sind, die seit 2007 währende Siegesserie der Niederländer in der Soers zu beenden. Sie führen im Boehringer Ingelheim Nationenpreis sogar ziemlich deutlich mit 318,520 Minuspunkten vor den Niederlanden (328,140) und Australien (332,880).

Dementsprechend zufrieden ist der Bundestrainer nach dem heutigen Tag: „Ich bin unheimlich stolz, dass wir mit einem solchen Vorsprung führen und dass unter den besten sechs drei Deutsche sind!“

Neben Mareike Harm rangiert nämlich Michael Brauchle auf dem vierten Platz und Georg von Stein ist Sechster. Nun heißt es Daumen drücken für das morgige Kegelfahren, den Preis der Event Rent GmbH.

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CHIO Aachen 2024 – Baumgürtels zweiter Streich im Preis der Liselott und Klaus Rheinberger Stiftung

Aachen – Es war ein kleines Déjà-Vu in der Kür um den Preis der Liselott und Klaus Rheinberger Stiftung für Junge Dressurreiter. Nicht nur Lana-Pinou Baumgürtel konnte ihren Spitzenplatz verteidigen. Auch dahinter bestätigten die Top drei ihre Form der ersten Prüfung.

Mit starken 77,375 Prozent setzte sich Lana-Pinou Baumgürtel auf ihrer Emma an die Spitze des Feldes im Preis der Liselott und Klaus Rheinberger Stiftung. Zweite wurde wie gehabt die Australierin Kate Kyros im Sattel von Intro K, heute mit 76,475 Prozent. Und an dritter Stelle fand sich erneut die Dänin Sophia Ludvigsen auf Touch of Olympic L wieder (75,470).

Baumgürtel, die am Tag ihres ersten Sieges hier in Aachen ihren 19. Geburtstag gefeiert hat, hatte schon auf dem Abreiteplatz ein super Gefühl. „Emma ist super drauf! Das ist das zweite Mal, dass wir die neue Kür auf dem Turnier reiten und es hat super geklappt. Ich bin sehr, sehr zufrieden.“

Riesig groß war auch die Freude bei der Familie der Zweitplatzierten, Kate Kyros. Dies ist ihre erste Saison in Europa und „Kür-Päpstin“ Katrina Wüst bei C gab ihr satte 82,20 Prozent in der künstlerischen Note, was sogar besser war als die Wertung der Siegerin. Und Richterkollege Cesar Torrente bei B sah die beiden nicht nur in der B-, sondern auch in der A-Note, der Wertung der technischen Ausführung an der Spitze. Also: Down Under vielleicht demnächst ganz oben.

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CHIO Aachen 2024 – Allianz-Preis an Ben Maher vor Vogel und Ward

Aachen – Für die Springreiter ist er einer der Highlights in der gesamten CHIO Aachen-Woche: der Allianz-Preis. Ben Maher sorgte am Samstag dafür, dass nach dem SAP-Cup am Mittag auch am Nachmittag der Union Jack gehisst werden konnte.

Die Siegerrunde des Allianz-Preises war den besten zehn Paaren des ersten Umlaufs vorbehalten. Gestartet wurde in umgekehrter Reihenfolge der Ergebnisse, der beste Reiter aus Runde eins war also letzter in Runde zwei. Und das war Richard Vogel, wohl mittlerweile der Angstgegner für sämtliche Springreiter.

Der US-Amerikaner McLain Ward und Callas hatten in 37,01 Sekunden die Pole Position erobert, als Ben Maher und Exit Remo in den Parcours kamen. Maher war erfolgshungrig. „Die Pferde sind bislang eigentlich gut gesprungen, aber in den großen Prüfungen hatte ich Abwürfe. Die Besitzer meiner Pferde sind hier, von daher wollte ich mein Bestes geben, um einen Sieg zu holen.“ Mit dieser Einstellung gelang es ihm, seinen 15-jährigen KWPN-Wallach (der übrigens dieselbe Mutter hat, wie das 2016er Olympia-Dressurpferd Vancouver K von Judy Reynolds/IRL) fehlerfrei und schneller als Ward über den Kurs zu reiten. Bei 36,54 Sekunden stoppte die Uhr, neue Führung. Jetzt konnte Maher nur noch warten und hoffen, dass es reichen würde. Das hat funktioniert.

Richard Vogel hatte Cydello für den Allianz-Preis gesattelt, den zehnjährigen Hannoveraner Cascadello-Sohn, den man inzwischen wohl als Vogels Drittpferd hinter United Touch S und Cepano Baloubet bezeichnen kann. Allein diese Woche in Aachen war er schon zweimal Zweiter. Heute gab es in fehlerfreien in 36,90 Sekunden die dritte silberne Schleife. McLain Ward und Callas wurden Dritte, während Ben Maher sich freuen konnte, sein Ziel erreicht zu haben.

So ganz einfach sei das allerdings nicht gewesen: „Normalerweise hat Exit Remo einen sehr großen Galoppsprung. Aber schon als ich den ersten Sprung angeritten bin, merkte ich, dass er nicht wirklich so schnell sein wollte, wie ich es sein wollte. Danach war alles Drücken. Das war ehrlich gesagt kein sehr gutes Gefühl. Aber vor dem zweiten Sprung habe ich abrupt gewendet, was eigentlich gar nicht der Plan war. Doch manchmal stellt sich das Unerwartete als Vorteil heraus. Ich denke, da habe ich den Zeitvorteil gegenüber Platz zwei herausgeholt.“ Aus Mahers Sicht ein besonderer Erfolg: „Wenn man in Aachen für eine Prüfung wie diese einreitet, hat das den Stellenwert wie anderswo der Große Preis. Für mich, meine Besitzer, meine Familie – alle sind hier – also ganz toll!“ Aber noch ist die Woche ja nicht rum. „Ich hoffe, dass es morgen ebenso endet“, stellte er in Aussicht.

Was sowohl Richard Vogel als auch McLain Ward natürlich gerne vereiteln würden. Vogels Plan für morgen im Großen Preis, für den er sein designiertes Olympiapferd United Touch S satteln wird: „auf dem Podium bleiben“. Ward wird Ilex satteln, ein Pferd, das er noch nicht so lange hat, aber ein „big Jumper“, wie er sagt. „Und ich denke ein Pferd, das Mr. Vogels Galoppsprung erreicht“, scherzte er in Anspielung auf den Riesengalopp von Vogels United Touch S.

Birgit Rosenberg brachte es in der Pressekonferenz auf den Punkt: „Ich wäre nicht überrascht, wenn wir uns morgen in der gleichen Konstellation wiedersehen würden.“

Im Rahmen der Siegerehrung wurde bekanntgegeben, dass die Allianz Deutschland und der CHIO Aachen ihre Partnerschaft ausbauen und auch in Zukunft gemeinsame Wege beschreiten.

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CHIO Aachen 2024 – Sieg und persönliche Bestleistung für Werth und Wendy im MEGGLE-Preis

Aachen – Nach dem Grand Prix sicherte sich Isabell Werth auch den Grand Prix Spécial um den MEGGLE-Preis beim CHIO Aachen 2024 – und hat zudem gezeigt, dass sie auch als Mentaltrainerin einen guten Job macht.

Mit 78,085 Prozent setzten sich Isabell Werth und Wendy de Fontaine klar an die Spitze des Grand Prix Spécial um den MEGGLE-Preis. Das ist ein neues persönliches Bestergebnis für die zehnjährige dänische Sezuan-Tochter in ihrem vierten Spécial mit Werth. Die beiden dahinter platzierten Paare trennte gerade mal ein halber Punkt. Das Kopf-an-Kopf-Rennen im Deutsche Bank Stadion endete zugunsten der Niederländerin Dinja van Liere im Sattel ihres Newcomers Vita de Lusso, die sich mit 76,872 Prozent vor Frederic Wandres und Bluetooth setzten, für die es 76,851 Prozent wurden. In Punkten: 1806,50 zu 1806 Zählern. Knapper geht es nicht.

Isabell Werth zu ihrem Reitgefühl heute: „Ich muss wirklich sagen, Wendy war fantastisch. Wir wachsen täglich mehr zusammen. Das kann man sehen, das kann man fühlen. Dieses Pferd zu reiten, ist ein Vergnügen. Sie will immer ihr ihr Bestes geben. Heute fühlte es sich sehr harmonisch an und ich habe den Eindruck, dass wir immer mehr zu einer Einheit werden.“

Dinja van Lierens Vita de Lusso ist noch jünger als Wendy, erst neunjährig. Seit drei Jahren hat Dinja van Liere ihn unter dem Sattel. Dies ist seine erste Grand Prix-Saison und eigentlich hatte sie das Turnier nach Platz vier im Grand Prix um den Preis der Familie Tesch schon abbrechen wollen, weil sie das Gefühl hatte, viel besser könne es nicht mehr werden. Aber: „Mein Pferd hat mich heute umgehauen. Er entwickelt sich so schnell. Heute war er noch mal viel besser als Donnerstag. Er hat mir wirklich Gänsehaut beschert.“ Auch er sei ein Pferd, das sich durch seinen Arbeitswillen und seine Gehfreude auszeichne. Beides könne sie mehr und mehr für sich nutzen: „Er entspannt sich immer mehr im Viereck, so dass ich zum Reiten komme und ihn nicht immer nur zurückhalten muss. Ich bin einfach unglaublich stolz, auch darauf, dass ich mich hier zwischen den starken Deutschen nach oben kämpfen konnte.“

Frederic Wandres war ebenfalls hoch zufrieden mit seinem Ritt auf Bluetooth. Für ihn sei dieses Turnier vor allem mental eine Herausforderung. Und heute sei der Druck besonders groß gewesen. „Es ging nicht nur darum, die Richter hier zu überzeugen, sondern auch den Dressurausschuss, der das Team für Olympia zusammenstellt“, erklärte er. Der CHIO Aachen ist nämlich die finale Sichtung für der Nominierung für die Spiele 2024 in Paris. Wandres weiter: „Bei manchen Turnieren ist man im Flow und man kann das von Anfang bis Ende mitnehmen. Aber bei diesem Turnier hatte ich mit Duke (of Britain, seinem zweiten Grand Prix-Pferd) Fehler und die habe ich dann auf Bluetooth mitgenommen. Das hat mich ein bisschen aus der Bahn geworfen. Normalerweise ist es meine Stärke, konstant fehlerfreie Prüfungen abzuliefern. Da habe ich ein bisschen das Selbstvertrauen verloren.“ Geholfen habe ihm Isabell Werth mit drei Worten: „Reiß dich zusammen!“ Hat funktioniert.

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Allianz und der CHIO Aachen bauen Partnerschaft aus

Aachen – Der CHIO Aachen ist das Weltfest des Pferdesports. Der Ort, zu dem sich jedes Jahr aufs Neue die besten Reiterinnen und Reiter der Welt versammeln und gemeinsam mit Ihren einzigartigen Pferden Millionen von Menschen weltweit begeistern. CHIO Aachen, das bedeutet zehn Tage Weltklasse-Sport, zehn Tage voller Höchstleitungen und Emotionen. Wenn die Stadien gefüllt sind und die Top-Stars des internationalen Pferdesports in die größte Reitsportarena einreiten, dann wird immer wieder auch Sportgeschichte geschrieben. „Fußball hat Wembley, Tennis hat Wimbledon, Reiten hat Aachen.“ Mit diesem Vergleich wurde schon oft die Bedeutung des CHIO Aachen für den Pferdesport beschrieben.

Seit 2017 ist die Allianz, eines der weltweit größten Versicherungsunternehmen, Partner des CHIO Aachen. Jetzt haben sich beide Partner auf eine langfristige Fortführung dieser Partnerschaft verständigt. „Die Werte der Allianz sind auch die Werte des CHIO Aachen – Exzellenz, Teamgeist und Leidenschaft. Unsere vertrauensvolle Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren und auch in Zukunft ist ein Beweis dafür, dass eine erfolgreiche Partnerschaft auf gegenseitigem Respekt und gemeinsamen Visionen basiert“, so Bernd Heinemann, unter anderem für das Marketing im Allianz Konzern verantwortlich. „Unsere Vertragsverlängerung ist ein Zeichen unserer langfristigen Verbundenheit und unseres Engagements für den Pferdesport. Wir freuen uns darauf, weiterhin gemeinsam die Faszination des Reitsports zu erleben und die Zukunft des CHIO Aachen mitzugestalten.“

Die verlässliche und intensive Verbindung zwischen dem CHIO Aachen und der Allianz, die Pferdeliebhabern als kompetenter Partner bei essenziellen Themen wie Pferde-OP- und Pferdekrankenversicherung, Pferdehalter-Haftplichtversicherung oder Betriebshaftpflichtversicherung zur Seite steht, geht inzwischen weit über das Weltfest des Pferdesports hinaus. Als wichtiger Unterstützer des CHIO Aachen CAMPUS ermöglicht die Allianz Deutschland rund ums Jahr hochklassige Trainings-, Fitness- und Weiterbildungsangebote auf dem traditionsreichen Turniergelände in der Aachener Soers und mit dem Format „CAMPUS on Tour“ weit darüber hinaus. „Dieses Engagement spricht für die Stärke der Marke CHIO Aachen und für das auf die nachhaltige Förderung des Pferdesports ausgelegte Konzept des CHIO Aachen CAMPUS“, so Michael Mronz. „Wir freuen uns sehr, dass wir auch in Zukunft mit einem der weltweit wichtigsten Partner des Sports zusammenarbeiten dürfen.“