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Neue Dezernentin beim Kreis Düren – Susanne Dettlaff tritt Amt an

Düren – Susanne Dettlaff ist neue Dezernentin beim Kreis Düren. Die Stadtplanerin und Architektin trat ihr Amt am 1. Juli an und wurde von Landrat Wolfgang Spelthahn offiziell begrüßt.

Susanne Dettlaff verantwortet das Dezernat V und ist Nachfolgerin von Hans-Martin Steins, der Anfang des Jahres in den Ruhestand ging.
Zum ihrem Dezernat gehören das Amt für Geoinformationen und Liegenschaftskataster, das Bauordnungsamt, das Amt für Tiefbauangelegenheiten, Verkehrslenkung und Wohnungsbauförderung sowie das Umweltamt. Weitere Themen: der Strukturwandel, die Wirtschaftsförderung sowie die Regionalplanung.

„Wir heißen Susanne Dettlaff herzlich willkommen“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn. „Sie ist eine hervorragende Besetzung für die Dezernatsleitung. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit.“

Sie fühle sich „sehr willkommen“ beim Kreis Düren und freue sich auf ihre Aufgaben, sagte die neue Kreis-Dezernentin. Zuvor hat sie bei der Stadt Elsdorf den technischen Fachbereich verantwortet und arbeitete lange im Bereich der Stadt- und Regionalplanung bei der Stadt Frechen und war dort Leiterin der kommunalen Liegenschaften und der Wirtschaftsförderung.

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„Am besten, wir gewännen im Lotto…“

Mechernich-Holzheim – Ortstermin im vom Hausschwamm infizierten Gebälk von St. Lambertus in Holzheim ergab technische Lösungsmöglichkeiten, schadhafte Balken auszutauschen, ohne das Dach abzudecken – 1,6 Millionen standen bereits als Finanzrahmen im Raum, jetzt könne man vorsichtig kalkulieren, wie es weitergeht, so Pfarrer Erik Pühringer.

Baustopp oder geht es weiter mit der Renovierung der Holzheimer Pfarrkirche St. Lambertus? Diese bange Frage bewegt seit Wochen nicht nur die 400 Gläubigen der Gemeinde. Auch Pfarrer Erik Pühringer, dem auch für Holzheim zuständigen Leiter der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) St. Barbara, bereiten Feuchtigkeitsschäden und Hausschwamm schlaflose Nächte, seit die Kirche im Dezember 2022 praktisch über Nacht für einsturzgefährdet erklärt und geschlossen werden musste.

Anfang Juli kam er jetzt auf dem Baugerüst am Kirchenschiff mit einer illustren Expertenrunde zusammen, die über die weiteren Schritte beriet. „Wir haben es mit dem Hausschwamm zu tun“, konstatierte Architekt Max Ernst aus Zülpich. Und zwar seien gerade die dicksten und massiv wirkenden Eichenbalken im Dachstuhl weit schlimmer betroffen als vermutet, so Pfarrer Erik Pühringer.

Diplom-Ingenieur Gaspare Masala vom Kölner Ingenieurbüro Schwab-Lemke, der mit seinem Kollegen Erik Jardelot beim Ortstermin dabei war, hat ganz aktuell eine Lösung gefunden, wie man die maroden Balken im Gebälk austauschen kann, ohne das Dach abzudecken. „Sonst drohten weitere Feuchtigkeitsschäden in Gebälk und Decke“, so GdG-Leiter Erik Pühringer.

Denkmalschutz mit dabei

Auch die Stadtverwaltung Mechernich war durch ihren Stadtplaner und obersten Denkmalschützer Thomas Schiefer vertreten. Ebenso Bistumsarchitekt Klaus Kaulard, der Steinfachmann Jan Schwieren, Holzexperte Lothar Rosenbaum und Tobias Dropmann-Fischer als geprüfter Sachverständiger für Holzschutz der Konservierungs- und Restaurierungsfirma „Conex Art“ aus Essen.

Neben Pfarrer Pühringer leisteten auch Kirchenrendantin Gerda Schilles und die Holzheimer Kirchenvorstände Helga Leinenbach, Jochen Emonds, Franz-Josef Lingscheidt und Peter Schneider ihre Beiträge. „Am wichtigsten war es, festzustellen, ob und wie es weitergeht“, so Erik Pühringer: „Wir sind tatsächlich in gewisser Weise aus einer Sackgasse heraus.“

Allerdings wissen jetzt alle Beteiligten auch, dass nicht nur das Kirchenschiff der 1844 nach Plänen von Architekt Johann Peter Cremer errichteten Pfarrkirche komplett renovierungsbedürftig ist. Es wurde in der Expertenrunde am Mittwoch ebenfalls attestiert, dass sich auch im Gebälk des Glockenturm schadhafte Stellen befinden.

Erik Pühringer: „Eine davon kann nicht auf die lange Bank geschoben werden, da sie zu einem Einsturz führen könnte. Sie muss dringend behoben werden, am besten so lange das Gerüst noch steht, da sonst das frisch sanierte Dach erneut beschädigt würde. Dafür wollen wir das Vorhandensein des umfangreichen Gerüstmaterials ausnutzen und nicht irgendwann wieder neu anfangen müssen“.

Andere Fragen bleiben einstweilen ungelöst, wie eine Sperre ohne große optische Veränderungen, die zwischen Dachstuhl und Giebel eine weitere Ausbreitung des Hausschwamms verhindern soll. Was die Kosten der umfangreichen Holzheimer Kirchenrenovierung betrifft, hüllen sich zurzeit noch alle Beteiligten in Schweigen. Der bisher bekannte Rahmen betrug 1,6 Millionen Euro. Auf der Basis der gewonnenen neuen Erkenntnisse könne man „vorsichtig daran gehen, die weiteren Schritte zu kalkulieren“, wie es Pfarrer und GdG-Leiter Erik Pühringer ausdrückt.

Von gewonnenem Geld erbaut

Helga Leinenbach, die stellvertretende Kirchenvorstandsvorsitzende, und Kirchenvorstand Jochen Emonds berichteten vor Ort, dass die Gottesdienste seit Weihnachten 2022 im benachbarten Pfarrheim gefeiert werden. Einige Pfarrangehörige seien allerdings auch dazu übergangen, in Nachbarpfarreien die Heiligen Messen zu besuchen.

Stadtplaner Thomas Schiefer erklärte am Rande des Ortstermins, dass der Erhalt der vielen Kirchen im Stadtgebiet große Herausforderungen mit sich bringe. Einerseits würden die Gemeinden und das Bistum insgesamt durch Kirchenaustritte an Menschen und Finanzen schwächer, anderseits steige der Finanzbedarf für die Renovierung.

Weihnachten 2022 war die Pfarrkirche St. Lambertus praktisch von einem Tag auf den anderen wegen Einsturzgefährdung geschlossen worden. Durch Kondenswasser konnte sich der Hausschwamm ausbreiten und die Holzkonstruktion schädigen.

Der Westturm von St. Lambertus ist der älteste Baukörper und stammt vermutlich von der ursprünglichen Kirche, die im Jahr 1067 erwähnt wird. In den folgenden Jahrhunderten wurde das ursprüngliche Gotteshaus mehrfach umgebaut.

Als Pfarrer Damian Velder (1791-1861) und seine Verwandten einen großen Lotteriegewinn gemacht hatten, stifteten sie das Geld für eine neue Kirche. Sie wurde 1844 nach Plänen von Architekt Johann Peter Cremer errichtet, die Bauleitung hatte Franz Matthias Plum, der schon vor J. P. Cremer einen Plan entworfen hatte.

Am 21. September 1845 wurde die Kirche benediziert. Anschließend wurden Decke und die Ostwand, 1903 die übrigen Wände ausgemalt. 1972, 1975 und 1978 musste die Kirche bereits restauriert werden. Beim jetzigen Ortstermin scherzten Teilnehmer angesichts der unwägbaren Kosten: „Am besten, wir spielen nochmal Lotto… vielleicht haben wir ja nocchmal Glück wie Pfarrer Velder.“

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CHIO Aachen 2024 – Nachgerückt und durchgestartet – André Thieme siegt im Rolex Grand Prix 2024

Aachen – Was für ein Rolex Grand Prix, was für ein Finale für den CHIO Aachen 2024! Eigentlich war André Thieme gar nicht qualifiziert für die Teilnahme am Highlight des Wochenendes. Samstagabend erfuhr er, dass er nachrücken kann. Sonntagnachmittag erfüllte seine große Pferde-Liebe Chakaria ihm einen Lebenstraum.

Der Weg dahin war allerdings kein leichter. Der Mercedes-Benz Nationenpreis sei eine Enttäuschung für ihn gewesen, so Thieme. Sein Pferd in Topform, trotzdem je ein Abwurf in beiden Umläufen. Damit schienen gleich zwei Träume geplatzt: der von der Teilnahme am Rolex Grand Prix, weil er nicht qualifiziert war, und auch der von den Olympischen Spielen in Paris. Damit, Nummer fünf für Olympia zu sein, habe er sich abgefunden, so Thieme. Was das andere angeht – Thieme konnte nachrücken auf die Liste der besten 40, die beim Highlight im Parcours an den Start gehen dürfen. Und da das Thema Olympia vom Tisch war, habe er auch seine Lockerheit zurückgewonnen, erzählte Thieme weiter – „das eine oder andere Bier hat auch geholfen“ – und zitiert seine Frau: „Sie hat gesagt: Jetzt geh los und hol uns ein bisschen Geld rein!‘“ Als guter Ehemann, der seine Chakaria genauso liebe wie seine Frau, tat er wie ihm geheißen.

Nach zwei Umläufen blieben nur noch vier Anwärter auf die 500.000 Euro Preisgeld und den Sieg im Rolex Grand Prix übrig. Eröffnet wurde das Stechen von McLain Ward, USA. Er habe Ilex noch nicht lange, aber der sei ein „big Jumper“ hatte Ward schon am Vortag berichtet. Das demonstrierte der elfjährige KWPN-Wallach v. Baltic VDL eindrucksvoll und sprang zum dritten Mal null. Die Zeit schien allerdings schlagbar zu sein: 41,02 Sekunden.

Martin Fuchs und Leone Jei waren schneller, hatten aber einen Abwurf, was letztlich Rang vier bedeutete. Dann kamen Thieme und Chakaria. Die Stute machte schon in den ersten beiden Umläufen den Eindruck, als habe sie nicht vor, heute einen Fehler zu machen. Und auch im Stechen lieferte sie ab: fehlerfrei, 39,77 Sekunden, schneller als Ward, neue Führung. Dabei habe es sich erst einmal gar nicht so angefühlt: „Nach der Kombination dachte ich, ich bin hinter McLain und ich habe nur noch diese beiden Sprünge, ich muss es versuchen. Also bin ich vor dem Oxer wirklich kurz rum und das hat perfekt geklappt. Ich weiß nicht, wie viele Galoppsprünge ich auf den letzten gemacht habe. Es fühlte sich so an, als kämen wir nie an. Aber irgendwie haben wir es an den letzten beiden Sprüngen rausgeritten.“ Etwas, woran auch Steve Guerdat einen Anteil habe: „Ich muss Steve danken. Er hat gesagt, meine Stute springe heute so fantastisch, heute könne ich es versuchen.“ An seinen Rat, bei den Distanzen jeweils einen Galoppsprung weniger zu machen, hatte er sich dann aber doch nicht herangetraut.

Dann gingen als letztes Paar im Stechen Richard Vogel und United Touch S in den Parcours. Die Zuschauer skandierten Vogels Namen. Er hatte sich in dieser Woche in ihre Herzen geritten. United Touch breitete seine Flügel aus und segelte durch die Soers. Blitzschnell und fehlerfrei bis zum letzten Hindernis. Er war schon halb drüber über den grün-gelben Rolex-Steilsprung. Doch dann berührte er mit einem Hinterhuf ganz leicht die Stange und sie fiel. Vogel hatte die Faust schon in die Luft gereckt, als er registrierte, was passiert war. Aus der Traum, Rang drei für ihn. Und Sieg für André Thieme mit Chakaria vor McLain Ward und Ilex.

Thieme: „Ich hatte schon vorher emotionale Momente mit Chakaria. Aber hier in Aachen ist es nochmal etwas anderes – vor zwei Jahren, als wir hier den Mercedes-Benz Nationenpreis gewonnen haben und ich als letzter Reiter null bleiben musste. Aber der Rolex Grand Prix in Aachen, das ist der Lebenstraum eines jeden Reiters. Die meisten kommen nicht mal in die Nähe. Wäre ich zwei Jahre älter, würde ich wahrscheinlich sagen, jetzt höre ich auf.“ Aber das ist er ja zum Glück nicht. Und nach diesem Sieg geht seine ganz persönliche Rolex Grand Slam-Reise los. Denn nun ist er der Anwärter auf den Rolex Grand Slam of Show Jumping.

McLain Ward scherzte: „Heute morgen dachte ich, wenn ich vor Richi bin, ist es gut genug und nun bin ich wieder Zweiter.“ Wo er die Zeit verloren hat, wusste er: „Im Nachhinein hätte ich ganz locker acht statt neun Galoppsprünge machen können.“ Dennoch war er zufrieden: „Mein Pferd ist in der letzten Runde besser gesprungen als in der ersten. André ist ein großes Risiko eingegangen und das hat sich ausgezahlt. Es war großartiger Sport!“

Das sah auch Richard Vogel so, der die Möglichkeit nutzte, um sich bei seinem gesamten Team zu bedanken. Diese Woche sei mehr ihr Verdienst als seiner. „Das war die Woche meines Lebens. Ich weiß nicht, ob ich das hier in Aachen noch einmal erleben werde.“ Was den Ausgang des heutigen Springens angeht: „Ich bin meinen Plan fürs Stechen mit McLain noch mal durchgegangen. Vor dem letzten Hindernis dachte ich, ich könnte ihn noch einmal durchatmen lassen. Die Zeit war gut. Dann ist mein Pferd vorne über das Hindernis gesprungen, aber hinten nicht. Ich war sicher, das Glück ist auf meiner Seite, aber dem war nicht so.“ Trotzdem: „Es war eine fantastische Woche und ich bin glücklich mit meinem Pferd, das drei unglaubliche Runden gesprungen ist.“ Dass das Publikum dann sogar noch seinen Namen skandiert hat, war quasi die Kirsche auf der Torte: „Aachen ist das beste Turnier der Welt. Hier zu sein und zu wissen, dass die Zuschauer hinter einem stehen, gibt einem Rückenwind. Ein tolles Gefühl!“

CHIO Aachen-Sportchefin Birgit Rosenberg bedankte sich zunächst bei Sponsor Rolex für inzwischen 25 Jahre Partnerschaft. Ihr Fazit zum CHIO Aachen 2024: „Wir haben unglaublichen, atemberaubenden Sport erlebt. Wie ich schon nach der Dressur gesagt habe, wir können nur die Bühne bereiten. Aber ihr habt uns alles zurückgegeben mit super Ritten und großartigem Sport über die ganze Woche. Es war ein super Publikum, eine fantastische Atmosphäre in den voll besetzten Stadien. Wir hatten eine absolute Rekordzahl an Zuschauern: 370.000. Der Pferdesport ist sehr lebendig hier in Aachen.“

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CHIO Aachen 2024 – Werth und Wendy sorgen für Gänsehaut-Momente im Lindt-Preis

Aachen – 14-mal schon konnte Isabell Werth sich auf ihrer „Lieblingstafel“ verewigen, der neben dem Einritt ins Hauptstadion der Soers. Dass ihr 15. Sieg in der Grand Prix Kür, dem Lindt-Preis, ein ganz besonderer ist, liegt unter anderem an ihrer neuen vierbeinigen Tanzpartnerin Wendy.

„Normalerweise ruft das Deutsche Bank Stadion immer beim Springen an, dass wir zu laut sind. Aber diesmal war es bei der Dressur auch ganz schön laut”, stellte CHIO Aachen-Sportchefin Birgit Rosenberg mit Seitenblick auf die drei Erstplatzierten im Lindt-Preis, der Grand Prix-Kür am Sonntagmorgen beim CHIO Aachen, fest. Isabell Werth mit Wendy, Frederic Wandres auf Bluetooth und Ingrid Klimke mit Franziskus gehörten zu denjenigen, die das ausverkaufte Deutsche Bank-Stadion zum Toben gebracht haben. Allen voran Werth und Wendy.

Satte 89,095 Prozent vergaben die Richter für die Vorstellung der Rappstute. Bei einem Championat wäre das ein Einzelmedaillen-verdächtiges Ergebnis. Wendy setzte keinen Huf falsch in ihrer neuen Kür, für die Barry Manilows „Oh Mandy“ zu „Oh Wendy“ wurde. Geklatscht wurde bei fast allen Reitern auf der letzten Linie. Aber bei Werth und Wendy flippten die Leute aus, johlten und pfiffen. Nichts mehr von der sakralen Stille, die sonst an Dressurvierecken herrscht. Hier herrschte nur eins: Begeisterung. Wer davon ziemlich unberührt blieb, war Wendy. Wie Isabell Werth sagte: „Sie hatte kein nasses Haar am Körper, als sie rein ging und auch keins, als sie raus kam.“ Ungeachtet des tobenden Publikums piaffierte und passagierte sie im Takt weiter und schritt dann gelassen gen Ausgang, während Werth sich winkend beim Publikum für die Ovationen bedankte. Definitiv ein besonderer Moment. Auch für die Dressurreiterin, die schon alles gewonnen hat, was es zu gewinnen gibt.

„Das war auch für mich unglaublich. Heute war unser Tag. Wir wachsen immer mehr zusammen. Wendy war wirklich total cool, obwohl es so laut wurde. Sie sagt einfach: ,Sag mir, was ich machen soll‘, und dann macht sie es. Ich war schon so oft dort drin. Aber heute war der beste aller Tage. Es ist eine Freude, hier zu sein.“

Platz zwei ging mit 83,010 Prozent an Frederic Wandres und Bluetooth. Gestern noch hatte Isabell Werth ihn mit einem strengen „Reiß dich zusammen!“ aus seinem mentalen Tief geholt, heute habe sich alles schon etwas leichter angefühlt, so Wandres. Mit seiner Prüfung war er zufrieden: „Ich hatte keine technischen Fehler, lediglich im Schritt kam etwas Spannung auf und in der B-Note ist noch Luft nach oben. Wir waren an der einen oder anderen Stelle etwas hinter der Musik.“ Was Bluetooth angeht, was er sehr zufrieden: „Wir sind am Montag gekommen und heute am Sonntag fühlte er sich noch genauso frisch und gut an, wie am Montag.“

Ingrid Klimke und Franziskus wurden mit 81,385 Prozent Dritte. Gleich zu Beginn ihrer Kür sieht ihre Choreografie einen Starken Trab vor, die große Stärke von „Franz“. Leider unterlief ihm gleich hier ein Taktfehler. „Ich habe vielleicht ein bisschen zu viel riskiert und zu viel Druck gemacht. Danach bin ich es dann vorsichtig angegangen“, analysierte Klimke die Situation. Dennoch sei sie glücklich, heute dabei gewesen zu sein. „Das war das erste Mal, dass ich hier die Kür am Sonntagmorgen geritten bin. Die Atmosphäre ist unglaublich! Schon auf dem Abreiteplatz hört man die Zuschauer und wenn man dann unter der Brücke her ins Stadion einreitet, das ist ein ganz besonderer Moment.“ Und dann erst der Moment, wenn man zum letzten Gruß aufmarschiert ist: „Aachen ist einfach einzigartig. Das Publikum ist so fachkundig. Sie wissen, was sie sehen und was sie wollen.“

Dem konnte Birgit Rosenberg nur zustimmen: „Wir sind ja nur diejenigen, die die Bühne bereiten. Ansonsten liegt es an den Reitern und den Pferden. Vielen Dank für die schönen Bilder, die wir über die ganze Woche gesehen haben!“

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CHIO Aachen 2024 – Boyd Exell gewinnt Preis der Event Rent GmbH, Niederlande den Boehringer Ingelheim Nationenpreis

Aachen – Der Finaltag bei den Vierspännern, der Preis der Event Rent GmbH, bot Stoff für eine griechische Tragödie mit allem, was dazu gehört. Zu den tragischen Helden zählte das deutsche Team im Boehringer Ingelheim Nationenpreis.

Australiens Boyd Exell blieb auch in der dritten Teilprüfung der Vierspänner, dem Kegelfahren um den Preis der Event Rent GmbH, souverän und triumphierte vor Bram Chardon (NED) und Dries Degrieck (BEL). Mit 146,27 Minuspunkten besiegelte er seinen zwölften (!) Sieg im Preis der Familie Richard Talbot, der Einzel-Gesamtwertung der Vierspänner. Erfreulich aus deutscher Sicht: Hinter ihm reihten sich Mareike Harm (167,64) und Georg von Stein ein (167,97).

So weit die guten Nachrichten von den deutschen Fahrern. Dass Bundestrainer Karl-Heinz Geiger trotzdem aus seinem Herzen keine Mördergrube machte, als er sein Fazit „Ich bin frustriert!“ äußerte, lag am Abschneiden des Teams GER im Boehringer Ingelheim Nationenpreis. Nicht weil sie Zweite geworden waren und die Niederländer ihrer seit 2007 währenden Siegesserie in der Soers einen weiteren Triumph hinzufügten. Das war nicht das Problem. Doch nie zuvor war Platz eins für Deutschland so zum Greifen nah, wie dieses Jahr. Schon nach der Dressur hatten Mareike Harm, Michael Brauchle und Georg von Stein die Führung übernommen. Im Gelände fuhren sie sie souverän nach Hause und vor dem heutigen Kegelfahren hatten sie einen so großen Vorsprung, dass der heutige Auftritt beinahe nur noch Formsache zu sein schien. Doch wer Murphys Gesetz kennt, weiß: Was schiefgehen kann, geht schief.

Was vor allem schiefging, war die Runde von Michael Brauchle, der mit seinem Gespann in ein falsches Hindernis hineinfuhr und damit ausschied. Bitter! Bei dem Europameister von 2015 flossen Tränen, als er den Platz verließ. Georg von Stein und Mareike Harm hätten trotzdem noch die Möglichkeit, den Sieg nach Hause zu fahren. Aber dann fiel ein Ball zu viel. Aus der Traum vom Sieg. „Aber ich freue mich über Platz zwei und drei in der Einzelwertung, auch Hinblick auf die WM in Ungarn“, so Bundestrainer Karl-Heinz Geiger.

Die Niederlande hatten den Nationenpreis mit 334,520 Minuspunkten abgeschlossen, für Deutschland waren es 335,610. Rang drei ging an die Belgier mit 352,560 Minuspunkten.

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Sportlich, sportlich diese Vulkaneifel – Der Maare-Mosel-Lauf am 24. August

Daun – Auch in diesem Jahr lockt eine der schönsten Regionen Deutschlands mit sportlichen Herausforderungen. Dabei geht es für Sportlerinnen und Sportler des Maare-Mosel-Laufs vorbei an geheimnisvollen Maaren, erloschenen Vulkanen, zerklüfteten Felsen und sanft geschwungenen Hügeln – eine einmalige Gelegenheit, die Blicke über eine beeindruckende Landschaft schweifen zu lassen.

Die Vulkaneifel ist ein Eldorado für sportliche Herausforderungen

Hier findet jeder seine Challenge – Profis und Amateure kommen im GesundLand Vulkaneifel gleichermaßen auf ihre Kosten. Jeder steckt seine Strecke individuell ab: von genussorientiert bis sportlich. „Der Maare-Mosel-Lauf ist ein tolles Sportfest und gleichzeitig eine super Werbung für die Region. Für den Tourismus sind diese Events von großer Bedeutung“, so Vera Esch, die Geschäftsführerin des GesundLand Vulkaneifel.

Laufen im größten Maargebiet Europas

Für leidenschaftliche Läufer ist das Maare-Mosel-Lauf ein Muss: Hunderte Sportler sind Teil dieses ganz besonderen Run mit unvergesslichen Ausblicken auf die geheimnisvollen Eifelmaare, zerklüftete Felsen und sanft geschwungene Hügel.

„Neben einem großartigen Naturerlebnis punktet das GesundLand Vulkaneifel auch mit gut ausgebauten Wegen, um dem stressigen Alltag einfach laufend zu entfliehen“, weiß Schirmherr Thomas Scheppe, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Daun. Glücksmoment pur – der Zieleinlauf im Land der Maare und Vulkane.

Abwechslungsreiche Strecken

Am Maare-Mosel-Lauf darf jeder teilnehmen: Anfängerinnen und Anfänger entscheiden sich bei der Anmeldung am besten für die 5 Kilometer lange Strecke rund um Gillenfeld. Der doppelt so lange Hauptlauf – im Bitburger Läufer Cup – führt durch das idyllische Naturschutzgebiet Mürmes. Ambitionierte Läuferinnen und Läufer können sich an den 21,1 Kilometer langen Halbmarathon wagen; sie sammeln auf ihrem Weg wertvolle Naturerlebnisse, indem sie etwa das Schalkenmehrener Maar umrunden. Wer es etwas gemütlicher mag, nimmt am rund 7 Kilometer langen GesundLand Lauf walkend, laufend oder wandernd teil – ohne, dass dabei die Zeit erfasst wird. „Voll im Trend ist der Firmencup, der von der VR Bank RheinAhrEifel präsentiert wird. Raus aus dem Bürostuhl und rein in die Laufschuhe“, fordert Orga-Leiter Markus Appelmann auf. Kinder- und Jugendläufe runden das Angebot ab. Ist die Ziellinie schließlich überquert, sorgt ein abwechslungsreiches Programm auf der Gillenfelder Open-Air-Bühne für einen unterhaltsamen Ausklang.

Viele Partner stehen hinter dem Event

„Diese Veranstaltung wäre ohne engagierte Sponsoren nicht möglich: Ich bedanke mich daher bei unseren Partnern VR Bank RheinAhrEifel, Nürburg Quelle, Bitburger 0,0%, Provinzial Dirk Hayer, apra-norm, Vulkaneifel Therme, GesundLand Vulkaneifel und inMEDIA. Zahlreiche Ehrenamtliche tun ebenfalls alles dafür, damit der Maare-Mosel-Lauf ein voller Erfolg wird“, schließt Thomas Scheppe, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Daun.

Der Maare-Mosel-Lauf am 24. August ist DER Treff für Profis und Hobbysportler.

Weitere Infos zum Event unter: maaremosellauf.de.

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CHIO Aachen 2024 – Robert Whitaker gewinnt Mystic Rose-Preis

Aachen – Sein Vater hat den Rolex Grand Prix gewonnen, sein Onkel ebenfalls. Für Robert Whitaker ist 2024 der erste CHIO Aachen-Start. Mit einem Sieg im Mystic Rose-Preis konnte er sich auf seinen ersten Großen Preis in Aachen einstimmen.

Nach Rang drei im Mercedes-Benz Nationenpreis konnte Robert Whitaker sich heute auch eine gelbe Aachen-Schleife sichern. Im Sattel des 15-jährigen KWPN-Wallachs Evert war der Brite mit 64,97 Sekunden der Schnellste im Mystic Rose-Preis, einem 1,45 Meter-Zeitspringen. „Es war eine gute Woche für mich und mein erster Sieg hier in Aachen ist das Highlight“, so Whitaker – fügte aber gleich hinzu: „Doch noch ist die Woche ja nicht vorbei …“. Denn für ihn stand auch noch der Rolex Grand Prix auf dem Programm.

Im Gegensatz zu Romain Duguet aus der Schweiz, der seine Aachen-Woche mit einem zweiten Platz im Sattel seines Selle Français-Wallachs Bel Canto du Boguin abschloss. Duguet und Bel Canto de Boguin benötigten 65,19 Sekunden für ihre ebenfalls fehlerfreie Runde. In Sachen Top drei-Ergebnisse hat US-Reiter McLain Ward Richard Vogel diese Woche Konkurrenz gemacht. Heute kam noch eine weitere hinzu: Rang drei im Sattel der OS-Stute First Lady v. Don Diarado in 65,64 Sekunden.

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CHIO Aachen 2024 – Zweiter Sieg für Siebe Leemans im NetAachen-Preis

Aachen – Zum ersten Mal beim CHIO Aachen am Start, zwei Prüfungen geritten, zwei Prüfungen gewonnen – das niederländische Nachwuchstalent Siebe Leemans blickt auf eine 100 Prozent-Erfolgsquote bei seinem Debüt in der Soers im Rahmen des NetAachen-Preises zurück.

Besser geht’s nicht. Nachdem der frisch gebackene Niederländische Meister der Jungen Reiter, Siebe Leemans, bereits die Einlaufprüfung im NetAachen-Preis für sich entscheiden konnte, setzte er im Finale mit Stechen noch eins drauf. Von den 20 Teilnehmern hatte genau die Hälfte das Stechen erreicht. Leemans, der mit seinem Vater trainiert und in der Nähe von Eindhoven beheimatet ist, war achter Starter mit seiner Karamella. Die neunjährige Stute nahm dem bis dato führenden Paar noch einmal 0,73 Sekunden ab. Zwei Ritte später stand Siebe Leemans als Sieger fest.

Rang zwei ging an den 2022er Doppel-Europameister der Children, den erst 16-jährigen Tony Stormanns, im Sattel des Selle Français-Wallachs Donjon d’Asschaut. Der für Deutschland startende Sohn der ehemaligen Weltklassespringreiterin Helena Stormanns, die heute als Trainerin hoch erfolgreich ist, kam nach 42,93 Sekunden ins Ziel. 42,20 waren es bei Siebe und Karamella gewesen. Dritter wurde mit deutlichem Abstand der Zweitplatzierte der Einlaufprüfung, Tom Wachman aus Irland im Sattel von Obora’s Laura (43,61).

Siebe war natürlich überglücklich über seinen Erfolg. „Ich war schon froh, hier reiten zu dürfen und nun zweimal gewonnen zu haben, ist natürlich etwas ganz Besonderes.“ Allerdings weiß er auch, dass er mit Karamella die richtige Partnerin an seiner Seite hat: „Mein Pferd ist eine echte Kämpferin. Sie will einfach immer null bleiben.“ Siebes nächstes Ziel sind nun die U21-Europameisterschaften.

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CHIO Aachen 2024 – Rebecca Thamm mit der „Silbernen Kamera“ ausgezeichnet

Aachen – Der Pferdesport hat viele Gesichter, er erzählt spannende Geschichten und er kann unheimlich emotional sein. Dies bewies am gestrigen Samstagabend erneut die Verleihung der „Silbernen Kamera“, bei der das beste Pferdefoto des Jahres gekürt wurde.

Was macht ein gutes Foto aus? Das Motiv? Die handwerkliche Qualität? Die Stimmung? Diese Frage muss alljährlich eine hochkarätige Jury beantworten, denn der CHIO Aachen-Ausrichter Aachen-Laurensberger Rennverein e.V. (ALRV) verleiht traditionell die „Silberne Kamera“ für das beste internationale Pferdesportfoto des Jahres. 166 Fotografien waren eingereicht worden, gewinnen konnte nur eine. In diesem Jahr entschieden Gerrit Nieberg, deutscher Springreiter und Sieger des Rolex Grand Prix beim CHIO Aachen 2022, Vorjahressiegerin Pauline Roy Chowdhury, Andreas Müller (CEO Medienhaus Aachen) und ALRV-Vorstandsmitglied Philip Erbers über Sieger und Platzierte. „Die Qualität der Fotos ist hervorragend. Die Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen“, so Philip Erbers. Überzeugt hat die hochkarätige Jury die Einsendung von Rebecca Thamm. Ihr Foto, das einen außergewöhnlichen Fair Play-Moment während des CHIO Aachen 2023 festgehalten hat, stach dank eines perfekten Zusammenspiels aus Emotionen und Technik aus den eingesendeten Beiträgen besonders hervor. Platz zwei ging an die niederländische Fotografin Danielle Smits, die einen innigen Moment auf dem Vorbereitungsplatz des CHIO Aachen eingefangen hat. Als Dritte ausgezeichnet wurde Jasmin Metzner mit ihrem Foto des Rolex Grand Prix Siegers 2023, Marcus Ehning.

Die „Silberne Kamera“ wird vom Aachen-Laurensberger Rennverein vergeben und wurde von dem Künstler Wolfgang Lamché geschaffen. Die Ehrung wurde am Samstagabend von ALRV-Aufsichtsratsmitglied Peter Weinberg vorgenommen. Der erste Platz ist mit 2500 Euro dotiert, der zweite mit 1000 Euro und der dritte mit 500 Euro.

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Top-Events

Kurpark Bad Neuenahr-Ahrweiler wird bei „Typisch Kölsch“ zur Sommer-Party-Zone

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Sechs Bands von Kasalla bis Räuber sorgen für kölsche Musik vom Feinsten – Die Vorbereitungen für das Event „Typisch Kölsch“ am Samstag, 10. August, ab 16.30 Uhr im Kurpark von Bad Neuenahr-Ahrweiler laufen auf Hochtouren. Mit dabei sind die Bands De Räuber, Kasalla, Eldorado, Stadtrand, Veedel for 12 und Jeckediz. Jetzt trafen sich die Organisatoren von der Ahrtal und Bad Neuenahr-Ahrweiler Marketing GmbH und dem Festausschuss Karneval Bad Neuenahr-Ahrweiler 1917 e.V. (FAK) zu einem Termin vor Ort, um die letzten Details für die große Sommer-Karnevals-Party abzustimmen.  Während der FAK für das Bühnenprogramm gesorgt hat und die Bands am Eventtag auch betreut, ist die Marketing GmbH für die Organisation des Events und den Ticket-Verkauf zuständig.

Gute Laune, Sommerfeeling und ein fünfstündiges Programm voller Kölner Karnevals-Größen erwartet die Fans des kölschen Lebensgefühls im Open-Air-Gürzenich im Ahrtal. Passend dazu gibt es sowohl kühles Kölsch vom Fass als auch fruchtige Blanc de Noirs und andere sommerliche Weine aus dem Ahrtal. Für allerhand leckere Speisen und Snacks sorgt ein vielfältiges Gastronomie-Angebot. Kostüme sind willkommen und erwünscht.

Los geht es um 16.30 Uhr mit den Lokalmatadoren der kölschen Musik aus dem Ahrtal: Die Band Jeckediz zündet als Eisbrecher ein Feuerwerk von beliebten Hits aus dem Rheinland zum Mitsingen, Schunkeln und Tanzen. Ab 17.30 Uhr rocken StadtRand die Bühne. Die sechs Jungs machen Musik, um gute Laune zu verbreiten, aber auch in Erinnerungen zu schwelgen, beispielweise mit Hits wie „Orjenal“ „Ahle Kess“ und „Alles för die Liebe“. Die Band Eldorado betritt um 18.30 Uhr mit Songs wie „Verlieb’ dich nie (Thekenmädche)“, „Domstadtkind“, „Zick zo Lääve“ oder „All in“ die große Bühne im Kurpark. Sie haben sich mit ihren Top-Hits bereits in kürzester Zeit einen einen Stammplatz in allen großen karnevalistischen Formaten wie der Sessions-Eröffnung vom Heumarkt im WDR oder der „Lachenden Kölnarena“ erspielt.

Kasalla lassen es dann ab 19.45 Uhr krachen im Kurpark: Die Kölsch-Rock-Truppe sorgt seit ihrem ersten Mega-Hit „Pirate“ im Jahr 2011 jährlich für Nachschub zum Abrocken. Songs wie „Alle Jläser huh“ und „Stadt met K“, die für immer in die Annalen der kölschen Musik eingegangen sind, werden den Kurpark zum Beben bringen. Um 21 Uhr sorgt die Band „Veedel for 12“ mit ihrer Mischung aus bekannten kölschen Megahits für super Stimmung im Kurpark. Krönender Abschluss von „Typisch Kölsch“ sind die „Räuber“. Sie haben es sich nicht nehmen lassen, auf ihrer „Dreimolelf Jubiläumstour 2024“ Station im Ahrtal zu machen. Im Gepäck haben sie neben ihren unzähligen legendären Songs wie „Für die Iwigkeit“ oder „Dat es Heimat“ auch ihren neuesten Hit „Oben unten“.

Die Tickets kosten 37 Euro für Erwachsene (ermäßigt 33 Euro für Kultur- und Gästekarteninhaber sowie Schwerbehinderte 100 %) und 15 Euro für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 15 Jahre. Erhältlich sind die Tickets ab sofort online unter ticket.ahrtal.de oder in folgenden Vorverkaufsstellen: Tourist-Information Bad Neuenahr im Kurpark, Tourist-Information Ahrweiler am Blankartshof und Ticket- und Konzertshop Ruland in Meckenheim, Hauptstraße 75.