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Frauenhaus für die Eifel – Belegung ab November 2024 möglich

Bitburg/Daun – 18 Frauenhäuser gibt es bisher in Rheinland-Pfalz, die nächsten befinden sich in Trier und Koblenz. Doch rund um die Eifel ist ein weißer Fleck auf der Landkarte, wo es keine Unterbringung für von Gewalt betroffene Frauen und Kinder gibt. Das soll sich nun endlich ändern.

Andreas Kruppert, Landrat Eifelkreis Bitburg-Prüm, und Rainer Hoffmann, Geschäftsführer des DRK Kreisverband Bitburg-Prüm, unterzeichnen Vereinbarung zum Betrieb.

Nach Jahren der Planung, Ausschreibung und Vorbereitung kann nun das Frauenhaus für die Eifel seinen Betrieb aufnehmen. Um die laufenden Kosten zu finanzieren, haben Landrat Andreas Kruppert (Eifelkreis Bitburg-Prüm) und der Geschäftsführer des DRK Kreisverbandes Bitburg-Prüm, Rainer Hoffmann eine Vereinbarung unterzeichnet.

Das Frauenhaus ist eine gemeinsame Einrichtung der 4 Landkreise Vulkaneifel, Cochem-Zell, Bernkastel-Wittlich und Bitburg-Prüm. Im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit wird das Frauenhaus von den vier Landkreisen finanziell getragen. Durch die aktuelle Vereinbarung mit dem Betreiber des Hauses DRK Kreisverband Bitburg-Prüm e.V. soll dem Frauenhaus eine finanzielle Basis garantiert werden. Die Belegung des Hauses kann ab November 2024 beginnen.

Die Kommunale Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Vulkaneifel, Doris Sicken, freut sich sehr über die Entwicklung und betont den hohen Bedarf in unserer Region: „Ich freue mich, dass wir nun auf der Zielgeraden angekommen sind und unser kontinuierliches Streben und die vielen Gespräche mit dem Ministerium für Frauen, Familie, Kultur und Integration und weiteren Stellen Früchte tragen: Im November diesen Jahres wird unser Frauenhaus für die Eifel eröffnet. Unser Engagement hat sich gelohnt!

Und der Bedarf ist wirklich vorhanden: Jährlich suchen über 30 Frauen aus unseren vier Landkreisen Aufnahme in Frauenhäusern. Leider müssen diese oft wegen Vollbelegung abgewiesen werden. Was diese Frauen bereits erlebt und hinter sich haben, bevor sie sich überhaupt an ein Frauenhaus wenden, ist unvorstellbar. Ich bin überzeugt: Jede abgewiesene Frau ist eine zu viel!“

Auch Landrätin Julia Gieseking ist glücklich, dass schon bald die ersten Frauen Zuflucht in der Eifel finden können: „Ich bin froh, dass das Frauenhaus in der Eifel nach jahrelangen Planungen nun bald an den Start geht. Ein wichtiges Projekt, welches auch vom Kreistag des Landkreises Vulkaneifel immer unterstützt wurde, und ein gutes Beispiel für interkommunale Zusammenarbeit!“

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NRW-Wirtschafts-Ministerin Mona Neubaur startet Dahlemer Windpark

Dahlem – In den letzten Wochen sind im Teilprojekt Windpark Dahlem V weitere 3 Windenergieanlagen in der Gemeinde Dahlem in Betrieb gegangen. Damit ist über 12 Jahre nach den entsprechenden Beschlüssen des Gemeinderates das gesamte geplante Windpark-Projekt mit 18 Windenergieanlagen in der Gemeinde Dahlem abgeschlossen.

Aus diesem Anlass hatte Bürgermeister Jan Lembach die für Energie zuständige NRW-Wirtschaftsministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin Mona Neubaur nach Dahlem eingeladen. Zusammen mit rund 50 Gästen aus Politik, Verwaltungen und Energie-Fachleuten wurde die letzte Anlage offiziell und feierlich gestartet.

Nach der Begrüßung blickte Bürgermeister Jan Lembach zunächst zurück auf den erfolgreichen und zügigen Start der ersten 10 Windenergieanlagen im Baasemer Wald bereits Ende 2016.

Diese Anlagen haben seither rund 750 Mio. kWh umweltfreundlichen Windstrom erzeugt. Dann folgte ein beschwerlicher Weg der Genehmigungsverfahren und gerichtlichen Auseinandersetzungen mit Naturschutzverbänden bis zur Fertigstellung von 5 weiteren Anlagen 2022 und bis zum aktuellen Abschluss mit 3 Anlagen in 2024.

Trotz aller Erschwernisse können sich die Gemeinde mit den Bürgerinnen und Bürgern und die Fa. Dunoair über den erfolgreichen Abschluss des nachhaltigen Windenergieprojektes freuen. Und auch die weiteren nachhaltigen Energiekonzepte in der Gemeinde stellte Bürgermeister Jan Lembach vor:

Geplante Freiflächen-PV-Anlagen, PV-Anlagen auf den Dächern und zur Selbstversorgung gemeindlicher Gebäude, den geplanten Batteriegroßspeicher, den hohen Anteil an E-Fahrzeugen und weitere Energieprojekte. Insgesamt ist die Gemeinde Dahlem in den letzten Jahren zum Vorreiter und positiven Beispiel für die Umsetzung der Energiewende in der Region und in NRW geworden

Moritz Martin vom Windenergieunternehmen Dunoair fasste für die anwesenden Gäste das Projekt auch zahlenmäßig zusammen: 18 Windenergieanlagen mit 70 MW Anlagenleistung können pro Jahr rund 175 Mio. kWh Windstrom erzeugen. Das entspricht einem Durchschnittsverbrauch Strom von rund 140.000 Menschen.

Moritz Martin dankte der Gemeindeverwaltung für die gute und partnerschaftliche Zusammenarbeit im Sinne einer nachhaltigen Regionalentwicklung.

Die NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur lobte die Projekte und Initiativen in der Gemeinde Dahlem und dankte der Gemeindeverwaltung für den umfassenden Beitrag zur regenerativen Stromerzeugung. Sie wird das Engagement und die Erfolge der kleinen Gemeinde Dahlem mitnehmen in das Land NRW. „Dahlem ist Modellkommune und Rollenvorbild bei der Umsetzung der Energiewende in NRW“, so die Ministerin. „Was treibt die Gemeinde an, dass Sie sich so für die nachhaltige Energie einsetzt?!“.

Über die positiven und lobenden Worte freuten sich auch die anwesenden Mitglieder des Gemeinderates und natürlich die Kolleginnen und Kollegen der Gemeindeverwaltung. Es ist die Bestätigung für die geleistete und in Teilen sehr herausfordernde Arbeit in den zurückliegenden Jahren.

Mitarbeiter Erwin Bungartz, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters und seit 15 Jahren in der Gemeindeverwaltung federführend für die Umsetzung der Windenergie und die weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung Dahlem erhielten einen verdienten Sonderapplaus für den fortwährenden und nimmermüden Einsatz.

Mit Blick auf die zukünftigen Ausbauziele der Landesregierung bei der Windenergie in NRW sagte Ministerin Neubaur zu, dass die bisherigen Leistungen der Gemeinde Dahlem bei den zukünftigen Anforderungen berücksichtigt werden.

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62.500 Zuschauer verfolgten am Wochenende Motorsportfest am legendären Nürburgring

Nürburgring – Schumacher-Comeback, doppelter Bruder-Erfolg und volle Tribünen – Brüder Kelvin und Sheldon van der Linde gewinnen DTM-Rennen – Vater-Sohn-Duo Schumacher dominiert im Prototype Cup Germany – Im Fokus der Zuschauer an beiden Renntagen: Die Hauptrennen der DTM, die erneut eindrucksvoll zeigten, was diese Serie so besonders macht.

Volle Tribünen, packende Action: Die DTM bot am Wochenende 62.500 Zuschauern ein echtes Motorsportfest. Foto: Gruppe C

Ein Starterfeld mit 21 Fahrern und GT3-Fahrzeugen von sieben Herstellern, die allesamt um Punkte und Überraschungen kämpfen können. Dies bestätigte sich auch in den Rennen. Während am Samstag Kelvin van der Linde mit seinem ABT-Audi sowohl die Pole-Position als auch den Rennsieg einfuhr, setzte sich am Sonntag zunächst Mercedes-AMG-Pilot Maro Engel in einem äußerst spannenden Qualifying durch. Wenig später, im nicht weniger packenden Rennen, stand erneut der Name van der Linde ganz oben auf dem Podium. Diesmal jedoch mit dem Vornamen Sheldon.

Abseits der DTM-Meisterschaft bot das Rahmenprogramm den Nürburgring-Besuchern ein besonderes Highlight: das Renn-Comeback von Ralf Schumacher. Gemeinsam mit seinem Sohn David trat der ehemalige Formel-1-Pilot im Prototype Cup Germany zu seinem ersten Renneinsatz seit 12 Jahren an und feierte beim Gastspiel in der Eifel einen eindrucksvollen Doppelsieg. Das Vater-Sohn-Gespann sicherte sich sowohl am Samstag als auch am Sonntag die Pole-Position und gewann in der Folge auch beide Rennen souverän.

Für Ralf Schumacher war es eine Rückkehr an eine altbekannte Wirkungsstätte: Am Nürburgring feierte der mittlerweile 49-Jährige 2003 seinen Sieg beim Großen Preis von Europa. Im vergangenen Jahr begeisterte er zudem an gleicher Stelle die Fans beim Red Bull Formula Nürburgring-Event, bei dem er in seinem ehemaligen Formel-1-Boliden Demorunden für die Zuschauer drehte.

Das außergewöhnlichste Bild des Wochenendes lieferte unterdessen ein besonderes Fan-Highlight: Die DTM Track Safari. Drei Reisebusse gingen im Rahmen der speziellen DTM-Session auf die Strecke und boten den Insassen einen einzigartigen Blick auf die Boliden. Als einzige Rennserie überhaupt hat die DTM dieses besondere Mittendrin-Erlebnis im Angebot.

„Vor 40 Jahren feierte die DTM auf der gerade erst eröffneten Grand-Prix-Strecke ihre Premiere, und auch in diesem Jahr hat wieder alles perfekt zusammengepasst“, resümierte Nürburgring-Geschäftsführer Ingo Böder. „Dass in diesem Jahr mit 62.500 Zuschauern rund 13.000 mehr als im vergangenen Jahr gekommen sind, zeigt, dass die DTM mit ihrem Konzept genau richtig liegt und das Motorsport-Format erfolgreich weiterentwickelt. Ich denke, dass der Nürburgring in diesem Jahr wieder seinen Teil zu einem aufregenden Wochenende beigetragen hat, und ich freue mich darauf, die DTM auch nächstes Jahr wieder hier begrüßen zu dürfen.“

Wann genau die DTM 2025 an den Nürburgring zurückkehrt wird der ADAC in Kürze bei der Vorstellung des DTM-Kalenders für das nächste Jahr verkünden.


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Mechernicher Stadtverwaltung gibt Entwarnung nach Sabotageverdacht

Mechernich – Trinkwasser sicher genießbar – Das Trinkwasser der Kernstadt Mechernich, des Bundeswehrstandortes sowie der Ortschaften Breitenbenden, Strempt, Denrath, Weißenbrunnen und Roggendorf ist sicher. Das haben umfangreiche Tests der Stadtwerke und Bundeswehr ergeben, die vom Gesundheitsamt bestätigt wurden.

Bis jetzt galt ein Abkochgebot, nachdem Bundeswehrangehörige am Donnerstagnachmittag mutmaßliche Beschädigungen an der Einzäunung eines Hochbehälters der städtischen Trinkwasserversorgung in der Nähe des Bundeswehrdepots West entdeckt hatten. Nun steht fest, dass keine Verunreinigung durch Keime oder ähnliches vorliegt.

„Gute und schnelle Arbeit!“

Bereits am frühen Freitagmorgen hatte der Krisenstab der Stadt eine erste und weitgehende Entwarnung gegeben. Die analytische Taskforce der Feuerwehren Dortmund und Essen, die noch am Donnerstagabend zur Trinkwasseruntersuchung an den Bleiberg geschickt worden war, konnte nach ersten Untersuchungen chemische Parameter ausschließen.

Weil man zu der Zeit noch vermutete, dass womöglich Saboteure auch die Trinkwasserversorgung des NATO-Stützpunkts Geilenkirchen (AWACS) und des Bundeswehrstandortes Köln-Wahn angegriffen haben könnten, ging man auch in Mechernich erst einmal von einem Sabotageversuch aus, auf den auch großes mediales Interesse folgte.

Im Namen der Mechernicher Stadtverwaltung betont der Erste Beigeordnete Thomas Hambach nun: „Wir danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, der Feuerwehr, Bundeswehr sowie allen weiteren Beteiligten für die gute und schnelle Arbeit!“

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Sport verbindet – Neuer Podcast des Stadtsportbund Aachen e.V.

Aachen – Der Stadtsportbund Aachen e.V. geht neue Wege, um das Thema Inklusion im Sport weiter voranzutreiben. Mit „Sprung nach vorne – Der Podcast vom Stadtsportbund Aachen über Inklusion im Sport(verein)“ startet in wenigen Tagen ein spannendes Audioformat, das tiefgreifende Diskussionen und bewegende Geschichten rund um Inklusion im Sport beleuchtet. Der Podcast verspricht nicht nur informative Inhalte, sondern bringt auch prominente Gäste aus der Sportwelt zusammen.

Moderiert wird der Podcast von Prof. Dr. Sina Eghbalpour. Mit ihrer fundierten Erfahrung als Sport-Inklusionsmanagerin, Expertin in eigener Sache und Vorstandsmitglied des Stadtsportbundes Aachen e.V. sorgt sie dafür, dass das Thema von allen Seiten beleuchtet wird. In jeder Episode begrüßt sie Personen aus verschiedenen Bereichen der Sportwelt, darunter Expert*innen in eigener Sache, Sportler*innen, Übungsleitungen sowie Sportfunktionär*innen. Es sind interessante Gesprächspartner*innen dabei, darunter der Präsident des Landessportbundes NRW, die Diversitymanagerin des Deutschen Olympischen Sportbundes sowie der Vorsitzende der Stiftung Sicherheit im Sport.

Die Gespräche decken ein breites Themenspektrum ab – von den strukturellen Herausforderungen über praktische Umsetzungsmöglichkeiten bis hin zu persönlichen Erfahrungen. Der Podcast bietet nicht nur inspirierende Geschichten, sondern auch konkrete Tipps, wie Barrieren überwunden und der Sport für alle zugänglich gemacht werden kann.

„Sprung nach vorne“ lädt die Zuhörer*innen ein, Teil einer wichtigen Diskussion über Vielfalt im Sport zu werden und ist ein Muss für alle, die sich für die Förderung von Inklusion im Sport engagieren oder einfach mehr über das Thema erfahren möchten. Der Podcast, der mit freundlicher Unterstützung der Aktion Mensch entstand, wird auf allen gängigen Plattformen unter dem Titel „Sprung nach vorne“ zu finden sein.

Informationen zum Podcast sowie zum Thema Inklusion und Sport finden Sie auf der Homepage des Stadtsportbundes Aachen www.sportinaachen.de.

 

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Arbeitsministerin Dörte Schall und Handwerkskammer Koblenz ziehen Bilanz der „Freiwilligen Aufbauzeit im Ahrtal“

Bad Neuenahr-Ahrweiler/Mainz – Von der Flutkatastrophe im Ahrtal vor drei Jahren waren auch rund 500 Handwerksbetriebe betroffen. In vielen wurde ausgebildet oder stand mit dem Beginn des neuen Ausbildungsjahres auch die Frage im Raum, ob eine Lehre unter den neuen Rahmenbedingungen überhaupt möglich sei.

Gute Laune beim Ahr-Handwerk (von links Ralf Hellrich, Dörte Schall und Kurt Krautscheid) mit Blick auf die Ausbildungszahlen: nach der Flutkatastrophe 2021 gab es Sorgen, die Ausbildung in den Handwerksbetrieben würde nun runtergefahren aufgrund der vielfältigen Probleme, die es zu lösen galt. Stattdessen wurden Rekordwerte bei der Zahl neu abgeschlossener Lehrverträge erreicht, wobei sich auch das Projekt ‚Freiwillige Aufbauzeit im Ahrtal‘ deutlich bemerkbar machte. Foto: Photo Herzmann

Was niemand ahnen konnte: bereits 2021 stieg die Zahl der Lehrlinge in Handwerksbetrieben entlang der Ahr deutlich. Zusätzlich kamen viele junge Helfer in die Krisenregion und wollten anpacken. „Diese Ausgangslage lief auf das Handwerk zu und wir haben unter anderem mit dem Arbeitsministerium das Projekt ‚Freiwillige Aufbauzeit im Ahrtal‘ initiiert, das gezielt interessierte Jugendliche über ein Praktikum hin zur handwerklichen Ausbildung führen sollte“, erinnert sich Ralf Hellrich als Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer (HwK) Koblenz. Eine Idee, die sich zum Volltreffer entwickelte, wie jüngst die neue Arbeitsministerin Dörte Schall, Ralf Hellrich und HwK-Präsident Kurt Krautscheid im „Flutkrisenzentrum des Handwerks“ berichteten.

Die Ahr-Akademie der HwK wurde direkt nach der Flut zum Treffpunkt des handwerklichen Krisenstabes und war nun auch Veranstaltungsort der Pressekonferenz zum Projekt ‚Freiwillige Aufbauzeit im Ahrtal‘. Zuvor ging es bei einem Betriebsbesuch in der Schreinerei Mülligan in den Praxistest. Hier, in der Bad Neuenahrer Tischlerwerkstatt, spielte sich eine der vielen Erfolgsgeschichten des Projektes ab, denn der ehemalige Student Constantin Sper fand über die ‚Freiwillige Aufbauzeit im Ahrtal‘ nicht nur eine Lehrstelle, sondern auch seine eigentliche Berufung. „Im Verlauf meiner ersten Studiensemester merkte ich, dass ich doch lieber etwas Praktisches machen möchte. Die ‚Freiwillige Aufbauzeit im Ahrtal‘ war die perfekte Gelegenheit, mich im Handwerk auszuprobieren“, erklärte Sper, dessen Elternhaus selbst von der Flut betroffen war und der so auch direkte Kontakte mit dem wiederaufbauenden Handwerk hatte.

„Interesse an Handwerksberufen wecken und beim Wiederaufbau des Ahrtals anpacken: Das ist die Idee der Freiwilligen Aufbauzeit im Ahrtal. Gemeinsam mit der Handwerkskammer Koblenz haben wir ein Angebot entwickelt, das es jungen Menschen ermöglicht, neben dem sozialen Engagement für ihre Heimat auch handwerkliche Grundfähigkeiten zu erlernen und verschiedene Handwerksberufe kennenzulernen“, erklärte Arbeitsministerin Dörte Schall bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit und in der Handwerkskammer.

Das Projekt ‚Freiwillige Aufbauzeit im Ahrtal‘ bietet seit März 2022 jungen Menschen bis 27 Jahren die Chance, sich im Handwerk beruflich zu orientieren. Im Rahmen von Betriebspraktika haben die Teilnehmer die Möglichkeit, sich in den unterschiedlichsten Gewerken auszuprobieren, so als Maurer, Tischler, Fliesenleger oder Kfz-Mechatroniker. Seit Projektbeginn 2022 konnten 46 Teilnehmer Erfahrungen im Handwerk sammeln. Bisher wurden weit über 100 Praktika in rund 70 Handwerksbetrieben im Ahrtal absolviert. Das Angebot wird ergänzt durch eine fachpraktische Qualifizierung in den Lehrwerkstätten der Handwerkskammer Koblenz. Im Projekt stehen fortlaufend zwölf Plätze für Teilnehmer bis 27 Jahre zur Verfügung. Sie erhalten ein monatliches Entgelt von 470 Euro und eine Unterkunft. Auch Kosten für An- und Abreise zu Beginn und zum Ende des Projektes werden erstattet.

„Das Handwerk ist maßgeblich am Wiederaufbau im Ahrtal beteiligt und hält darüber hinaus für Nachwuchskräfte viele interessante wie erfolgsorientierte Zukunftsaussichten bereit. Das Angebot von 130 Ausbildungsberufen ist da und wir arbeiten mit vielfältigen Möglichkeiten, das Jugendlichen näher zu bringen – auch in Kombination aus Berufsfindung und Wiederaufbau durch das Handwerk“, erklärte Kurt Krautscheid, der durch die Pressekonferenz führte. Ralf Hellrich ergänzte: „Unser Projekt steht für eine Win-Win-Situation, denn Jugendliche, die sich gleichzeitig am Wiederaufbau beteiligen wollen, lernen potenzielle Ausbildungsbetriebe kennen und können sich in unterschiedlichen Handwerksberufen ausprobieren. Das kommt den jungen Menschen, dem Handwerk wie auch der Region zugute.“

Dafür stehen auch die aktuellen Ausbildungszahlen. Wurden im Landkreis Ahrweiler im Jahr vor der verheerenden Flut 262 neue Ausbildungsverhältnisse abgeschlossen, stieg diese Zahl 2021 auf 273, dann 2022 sogar auf den Langzeithöchststand von 306. 2023 gab es 273 neue Ausbildungsverhältnisse „und aktuell liegen wir auf einem Kurs, der ein vergleichbares Ergebnis erwarten lässt. Das sind richtig gute Nachrichten. Das Projekt hat dabei seinen Beitrag geleistet“, so Hellrich.

„Mit der Aufbauzeit sind wir neue Wege bei der Berufsorientierung gegangen und haben gleichzeitig den Wiederaufbau in der Flutregion unterstützt. Viele der Teilnehmenden haben aus dem Projekt heraus eine Ausbildung im Handwerk begonnen. Sie sind die Fachkräfte von morgen, die mit ihrem Engagement und ihrem handwerklichen Geschick ihre Region auch in Zukunft voranbringen werden“, so Arbeitsministerin Schall.

Neben den interessierten Jugendlichen brauche es aber auch Handwerksbetriebe, die Praktikumsplätze zur Verfügung stellen. Über ihre Erfahrungen im Projekt berichteten Alexander Lehnhoff, Betriebsinhaber der Schreinerei Mülligann aus Bad Neuenahr-Ahrweiler und zugleich Ausbildungsmeister von Constantin Sper. „Nach anfänglicher Skepsis, ob ein solches zusätzliches Projekt wirklich etwas bringen kann, bin ich heute davon überzeugt: das hat uns wirklich weitergebracht. Sowohl uns als Betrieb wie auch Constantin profitieren. Das stärkt uns als Team im Unternehmen und ist natürlich auch eine wertvolle Verstärkung bei der Auftragsabwicklung. Und zu tun haben wir reichlich.“

Das zunächst für ein Jahr angesetzte Modellprojekt wurde zuletzt bis zum 31. Dezember 2024 verlängert. Im Jahr 2024 stellt das Land rund 149.000 Euro für die Umsetzung des Projekts zur Verfügung. Weitere 37.000 Euro werden von der Handwerkskammer Koblenz getragen.

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Fortschritt

Nürburgring klettert auf Platz 4 der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands

Nürburgring – Der Nürburgring hat sich als eine der Top-Attraktionen in ganz Deutschland etabliert. In der aktuellen Umfrage der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) wurde die legendäre Rennstrecke von internationalen Besuchern auf Platz vier der beliebtesten Sehenswürdigkeiten des Landes gewählt. Nach der starken Top-5-Platzierung im Vorjahr konnte sich der Nürburgring somit nochmals um einen weiteren Platz verbessern. Neben bekannten Städten, Bauwerken, Ausflugszielen und Naturschönheiten schaffte es der Nürburgring als einzige Sport- und Eventlocation überhaupt ins Top-100-Ranking. An der Abstimmung, die seit 2012 jährlich durchgeführt wird, nahmen in diesem Jahr mehr als 25.000 Nutzer aus über 20 Ländern teil.

„Diese Platzierung bestätigt die Strahlkraft des Nürburgrings auch weit über die Motorsport-Szene hinaus und unterstreicht seine Bedeutung für eine ganze Region“, freut sich Alexander Gerhard, Kommunikationsleiter des Nürburgrings. „Mit der Kombination aus großen Events, Angeboten für Tagesausflüge, vielfältiger Gastronomie und Übernachtungsmöglichkeiten, umgeben von weitläufiger Natur, hat sich die bekannteste Rennstrecke der Welt als vielseitiges Reiseziel für verschiedene Zielgruppen etabliert. Hierzu gehören Motorsport-Fans genauso wie Festivalbesucher, Sportler, Familien und Naturfreunde.“ Wie beliebt der Nürburgring auch außerhalb der Großveranstaltungen ist, zeigt laut Gerhard ebenfalls die starke Resonanz auf die Angebote während der aktuellen Ferienzeit. Erfolgreiche Premiere feierte in diesem Rahmen das „Nürburgring Erlebnis-Sommer Ticket“, das verschiedene Attraktionen des Nürburgrings inkludiert.

Der Nürburgring, im Volksmund auch „Grüne Hölle“ genannt, zieht Besucher aus der ganzen Welt an. Neben hochkarätigen Events bietet die Destination Nürburgring ein breites Spektrum an Erlebnissen. Dazu gehören unter anderem das Erlebnismuseum ring°werk, die ring°kartbahn, die Nürburgring eSports Bar sowie vielfältige Übernachtungs- und Gastronomieangebote, darunter die von Lindner betriebenen Nürburgring Hotels, der Nürburgring Ferienpark, das Devils Diner, das Bitburger Gasthaus und das Restaurant Lucia. Die umliegende Region bietet zudem zahlreiche Freizeitmöglichkeiten wie Wandern, Radfahren und kulturelle Veranstaltungen, die die Vielfalt der Eifel-Region unterstreichen.

Die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) führt seit 2012 die Abstimmung zu den beliebtesten touristischen Zielen in Deutschland durch. Gewertet werden ausschließlich Teilnehmer aus den internationalen Märkten. Aus den Nennungen ergibt sich das Ranking der Top 100.

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Wirtschaft

Vorstand gratulierte sieben Jubilaren – 40 Jahre Treue zur Kreissparkasse Mayen gewürdigt

Mayen/Region – Im Rahmen einer kleinen feierlichen Runde gratulierte der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse (KSK) Mayen, Karl-Josef Esch sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu ihrem 40-jährigen Sparkassenjubiläum. Karl-Josef Esch würdigte den langjährigen Einsatz der sieben Jubilare im Dienste der Kreissparkasse, von denen jeder im August auf beachtliche vier Jahrzehnte Sparkassenzugehörigkeit zurückblicken darf.

Auch im Beisein seines Vorstandskollegen Christoph Weitzel und des stellvertretenden Vorstandmitglieds Frank Mörsch sowie Karl-Heinz Nigbur als Leiter des Bereichs Personalmanagement sowie Kurt Schmitz als Vertreter des Personalrates dankte Karl-Josef Esch allen Jubilaren für ihre langjährige Treue zur KSK als Arbeitgeber. Er hob die Bedeutung dieser treuen Verbundenheit sowohl für die Kundenbeziehungen als auch für die Kreissparkasse Mayen hervor. „Erfahrene und kompetente Mitarbeiter sind für jedes Unternehmen der Schlüssel zum Erfolg“, so Esch weiter. „Gerade in der heutigen Zeit ist diese langjährige Verbundenheit zu einem einzigen Arbeitgeber keine Selbstverständlichkeit mehr. Wir freuen uns um so mehr, dass Sie sich bei uns im Haus wohlfühlen, bzw. wohlgefühlt haben,“ betonte Karl-Josef Esch.

In lockerer Runde und bei einem Glas Sekt tauschten sich die Jubilare mit dem Vorstandsvorsitzenden über gemeinsame Erlebnisse und die Veränderungen im Sparkassenalltag der vergangen Jahrzehnte aus.

Mit einem kleinen Präsent bedankte sich der Vorstand abschließend bei jedem der Jubilare für dessen langjährige Treue und wünschte allen noch weitere erfolgreiche Jahre auf dem gemeinsamen Weg in der  Kreissparkasse.

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Weitblick

Puppentheater „Hilfe die Olchis kommen“ in der Kleinen Bühne im Kurpark Bad Neuenahr

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Die Kleine Bühne im Kurpark freut sich am Donnerstag, 22. August, auf viele kleine Gäste. Denn um 17 Uhr spielt das Figurentheater Köln das Stück „Hilfe die Olchis kommen“. Das Figurentheater Köln arbeitet mit hochwertigen Handpuppen, Stab- und Flachfiguren und hat es sich zur Aufgabe gemacht kindgerechte Inhalte mit einem qualitativen Spiel zu verbinden. Gegründet und bespielt wird es von Andreas Blaschke der seine Ausbildung im Hänneschen Theater in Köln absolvierte.

Eine spannende Geschichte rund um die Einwohner von Schmuddelfing erwartet alle Besucher an diesem Tag: Die Olchis leben in einer Höhle auf der Müllkippe von Schmuddelfing. Ihnen kann es gar nicht dreckig genug sein. Sie lieben Müll und Unrat, fressen am liebsten alten Autoreifen und fluchen „schleimeschlammig“ vor sich hin. Doch als der Bürgermeister des Städtchens Schmuddelfing auf die beinahe geniale Idee kommt, die Olchis als Müllschlucker einzusetzen, gibt es Probleme. Fliegenschiss und Olchi-Furz das Leben ist doch viel zu kurz.

Tickets zum Preis von 6 Euro für Kinder und 8 Euro für Erwachsene sind im Vorverkauf erhältlich unter ticket.ahrtal.de oder in den Tourist-Informationen Ahrweiler am Blankartshof und Bad Neuenahr im Kurpark.

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Impulse

Rock in Rott Festival 2024 – Spektakuläre Lichtershow zum 5. Jubiläum!

Roettgen-Rott – Das „Rock in Rott Festival“ – 23. bis 25. August 2024 – verkündet zwei aufregende Neuigkeiten: Das vollständige Line-Up des Höhepunkts für Fans legendärer Rockmusik steht. Und am Samstagabend, 24. August, wird eine eindrucksvolle Lichtershow den Himmel über Rott erleuchten.

Das Line-Up des Charity-Festivals präsentiert eine beeindruckende Auswahl an Acts. Neben hochkarätigen Tribute-Acts von Bands wie AC/DC, Coldplay und den Rolling Stones werden auch die Legendary Birds auftreten. Sie bieten eine „Best of all times“-Show und lassen die letzten fünf Jahre von „Rock in Rott“ mit Hits von Dire Straits, The Cars und Limp Bizkit Revue passieren. Ebenfalls auf der Bühne stehen wird die international gefeierte Originalband Dubioza Kolektiv. Neu im Line-Up sind das alternative Rock-Kollektiv D.M.I. aus Ostbelgien, die mit ihren Interpretationen von Songs von Kings Of Leon, Biffy Clyro und den Red Hot Chili Peppers das Gelände rocken werden, sowie The Stitchmachines mit ihrer Mischung aus Rock und Metal.

Ein weiteres spektakuläres Highlight gibt es am Samstagabend: Zur Mitternachtsstunde wird das 5. Jubiläum des Festivals mit einer beeindruckenden Lichtershow gekrönt. Über 120 „flying stars“ werden in den Himmel aufsteigen und – begleitet von mitreißender Musik – für einzigartige Stimmung sorgen. Fast eine halbe Stunde lang wird der Nachthimmel über Rott im Lichterglanz erstrahlen. Die Entscheidung, statt auf Feuerwerk auf eine Drohnen-Lichtershow zu setzen, wurde auch aus Umweltgründen getroffen.

„Mit diesen Highlights wollen wir unseren Besuchern danken und das 5. Jubiläum des Rock in Rott Festivals gebührend feiern. Wir haben noch eine weitere Überraschung vorbereitet, die jedoch Überraschung bleiben soll. Verraten sein nur so viel: Sie soll Solidarität und Gemeinschaft fördern“, verkündet Andreas Schindler, Mitveranstalter des Festivals und Gesellschafter der m3connect.

Bis zum Festival ist es noch knapp eine Woche. Tickets sind unter www.rockinrott.de erhältlich. Regelmäßige Updates und Neuigkeiten werden auf den Social-Media-Kanälen des Festivals bekannt gegeben.