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Karlspreis-Verleihung in Aachen im Zeichen des Krieges in der Ukraine

Aachen – Aktuell werden verschiedene Szenarien der Preisverleihung geplant. Sowohl das Programm als auch die Sicherheitsmaßnahmen können sich abhängig von der Teilnahme von Wolodymyr Selenskyj jederzeit noch kurzzeitig ändern. Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz, die Präsidentin des Europäischen Parlaments Ursula von der Leyen sowie der polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki halten im Krönungssaal Ansprachen mit einer Würdigung des Preisträgers.

Beim Karlspreis LIVE auf dem Katschhof unterschreibt Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen gemeinsam mit Vertretern der ukrainischen Stadt Chernihiv auf der Bühne am Katschhof einen Vertrag zur Solidaritätspartnerschaft zwischen beiden Städten.

Nur wenige Tage vor der Verleihung des Internationalen Karlspreises zu Aachen an Präsident Wolodymyr Selenskyj und das ukrainische Volk haben heute Nachmittag (8. Mai) Aachens Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen und Dr. Jürgen Linden als Vorsitzender des Karlpreisdirektoriums gemeinsam mit dem Aachener Polizeipräsidenten Dirk Weinspach und dem Leitenden Polizeidirektor Wilhelm Sauer Einzelheiten bekannt gegeben. Demnach werden am Sonntag, 14. Mai, rund 700 Personen an den Feierlichkeiten im Krönungssaal teilnehmen. Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz, die Präsidentin des Europäischen Parlaments Ursula von der Leyen sowie der polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki halten Ansprachen mit einer Würdigung des Preisträgers.

Anders als in vergangenen Jahren findet die Karlspreisverleihung in diesem Jahr nicht am Himmelfahrtstag, 18. Mai, sondern am Sonntag, 14. Mai, statt. Um 12 Uhr wird im Dom das feierliche Pontifikalamt zelebriert, um 15 Uhr beginnt die Preisverleihung im Krönungssaal des Aachener Rathauses.

Auf alle Szenarien vorbereitet

Das Karlspreisdirektorium unterstreicht mit der Verleihung des Karlspreises 2023, dass „die Ukraine Teil Europas ist und die Bevölkerung und ihre Regierungsvertreter, an der Spitze Präsident Wolodymyr Selenskyj, europäische Werte vertreten und verteidigen und deshalb die Ermutigung verdienen, rasch Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union zu führen“. Der Vorsitzende des Karlspreisdirektoriums Dr. Jürgen Linden betonte im Pressegespräch, dass man sich nach wie vor auf verschiedene Szenarien vorbereite – mit einer persönlichen oder per Video zugeschalteten Teilnahme von Wolodymyr Selenkskyi an der Preisverleihung oder ohne seine Teilnahme, aber mit einer ranghohen ukrainischen Vertretung seiner Person. Daher könnten sich sowohl das Programm als auch die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen jederzeit kurzfristig ändern. Klar sei nur die Botschaft des Karlspreises: „Europa steht hinter der Ukraine“.

Viele Ehrengäste haben ihr Kommen zugesagt

Unter den Gästen der Karlspreisverleihung befinden sich unter anderem der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz, die Präsidentin des Europäischen Parlaments Ursula von der Leyen sowie der polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki, die Ansprachen mit einer Würdigung des Preisträgers halten.

Zugesagt haben ebenfalls die ehemaligen Karlspreisträger*innen Felipe Gonzáles Marquez (1993), Jean-Claude Trichet (2011), Dahlia Grybauskaite (2013), Martin Schulz (2015) sowie die Preisträgerinnen des vergangenen Jahres Veronica, Tsepkalo, Swetlana Tichanowskaja und – in Vertretung ihrer inhaftierten Schwester Maria Kalesnikava – Tatsiana Khomich. Auch die ukrainische Friedensnobelpreisträgerin Oleksandra Matviichuk ist zu Gast im Krönungssaal. Roberta Metsola, Präsidentin des Europäischen Parlaments, und Bundestagspräsidentin Bärbel Bas haben ebenfalls ihr Kommen zugesagt. Erwartet werden ebenfalls NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst sowie zahlreiche Minister*innen seines Kabinetts. Neben vielen weiteren Ehrengästen haben zudem 14 Botschafter und zahlreiche Mandatsträger, Vertreter von Kirchen und Religionsgemeinschaften sowie der Partnerstädte Aachens ihr Kommen zugesagt.

Verleihung des Europäischen Karlspreises für die Jugend

Am Freitag vor der Karlspreisverleihung, 12. Mai, wird der Europäische Karlspreis für die Jugend verliehen. An dem hierzu ausgeschriebenen Wettbewerb haben sich wieder Hunderte junger Menschen aus den Mitgliedstaaten der Europäischen Union mit sehr unterschiedlichen und vielfältigen Projekten beworben, die zur europäischen Verständigung beitragen, die Entwicklung einer gemeinsamen Identität fördern und beispielgebend für das gelebte Europa sind. „In diesem Jahr haben Jugendliche aus Europa insgesamt über 340 Projekte angemeldet. Ich habe die tolle Stimmung vom letzten Jahr noch in bester Erinnerung und freue mich auf diese lebendigen, begeisterten und begeisternden jungen Menschen, die Europa bereichern und die es so dringend braucht“, sagte Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen. Die Repräsentant*innen der nationalen Gewinnerprojekte aus 27 Mitgliedstaaten werden traditionell zu einem viertägigen Aufenthalt nach Aachen eingeladen. Die Verleihung des Jugendkarlspreises wird live in Deutsch und Englisch auf www.karlspreis.de gestreamt.

Karlspreis-Europa-Forum

Am Samstag, 13. Mai, findet traditionell das Karlspreis-Europa-Forum statt – auch anno 2023 im „Das Liebig“; diesmal unter dem Motto „Europa im Umbruch“. Im unmittelbaren Vorfeld der Karlspreisverleihung finden sich hier europäische Führungspersönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Medien, Kultur und Gesellschaft zu einer Perspektivkonferenz zusammen und diskutieren über die epochalen Herausforderungen, mit denen die EU konfrontiert ist – unter anderem Fragen der Energiesicherheit und der europäischen Sicherheitsarchitektur. Auch diese Veranstaltung wird live in Deutsch und Englisch auf www.karlspreis.de gestreamt.

Karlpreis LIVE auf dem Katschhof

Das kulturelle Programm von Karlspreis LIVE auf dem Katschhof startet am Samstag, 13. Mai um 16.30 Uhr. Dann spielen dort die Brüder Ihor und Denys Pankiv, zwei jungen ukrainische Akkordeonisten aus Liv/Lemberg, die bereits im Europaparlament in Straßburg und beim Jugendkarlspreis 2022 aufgetreten sind. Die ukrainische Solistin Olha Hryhoryk ist ab 17.30 Uhr auf dem Katschhof zu hören. Sie möchte mit ihrer Musik Deutschland die ukrainische Kultur näherbringen – und Hoffnung auf Frieden und eine bessere Zukunft geben. Der weit über die Grenzen der Ukraine hinaus bekannte Trompeter Andriy Ilkiv gastiert mit dem von ihm 1999 gegründeten Blechbläserquintett Kyiv-Bras ab 18.20 Uhr auf dem Katschhof. Um 18.50 Uhr unterschreibt Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen gemeinsam mit Vertretern der ukrainischen Stadt Chernihiv auf der Bühne am Katschhof einen Vertrag zur Solidaritätspartnerschaft zwischen beiden Städten.

Auf dem Katschhof sind gegen 19.10 Uhr auch die diesjährigen Jugendkarlspreisträger*innen zu Gast. Auf der dortigen Bühne begegnen sie wichtigen Ehrengästen der Karlspreisverleihung 2023, die sich den Fragen des Chefredakteurs der Aachener Zeitung Thomas Thelen stellen. Um 20.15 Uhr wird es bis 22 Uhr mal rockig, mal funky mit Soul- und Jazzelementen, wenn dort die Band DC Seven auftritt.

Manifestation „Karlspreis für den Frieden“

Am Sonntag, 14. Mai, wird ab 15 Uhr die TV-Übertragung des Festaktes im Krönungssaal des Aachener Rathauses auf einer Video-Großleinwand auf den Katschhof und in den Elisengarten übertragen. Im Anschluss an die Verleihung singt Marlaine Maas auf dem Katschhof ihre Version des ukrainischen Liedes „Oy U Luzi Chervona Kalyna“, mit der sie über die sozialen Medien bereits Millionen von Menschen erreicht und berührt hat. Nach Ende der Verleihungszeremonie empfangen Dr. Jürgen Linden und Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen Karlspreisträger*innen sowie Staats- und Ehrengäste auf der Bühne am Katschhof, mit denen gemeinsam sie ein Zeichen des Friedens setzen wollen. Zum Ausklang gibt es eine musikalische Verabschiedung durch Marlaine Maas. Der für den Katschhof angekündigte Auftritt von Tamara Lukasheva und ihrem Quartett ist auf 20 Uhr verschoben und findet im Büchel-Museum statt. Einlass ist ab 19 Uhr. Der Katschhof ist für Besucher*innen ab 14.15 Uhr ausschließlich über einen Eingang an der Ritter-Chorus-Straße zugänglich. Dort werden vor dem Einlass die Taschen kontrolliert.

Das Medieninteresse ist extrem groß

Das Medieninteresse an der diesjährigen Verleihung ist extrem groß. Eine knappe Woche vor der Karlspreisverleihung verzeichnet der städtische Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing bereits über 130 Akkreditierungsanfragen – darunter Teams von ARD und ZDF, Deutsche Welle, der FAZ, der Süddeutschen Zeitung, der ZEIT sowie verschiedener in- und ausländischer Fernsehredaktionen, Wort- und Bild-Agenturen, darunter auch die New York Times. Die Karlspreis-Verleihung wird am Sonntag, 14. Mai, live im WDR-Fernsehen von 15 bis 16.30 Uhr ausgestrahlt.

Fahrzeugflotte

Seit vielen Jahren stellt die Mercedes-Benz Niederlassung Aachen einen Teil der Fahrzeugflotte für die Ehrengäste der Karlspreisverleihung. Aktuell besteht die Flotte aus Elektro- und Hybridfahrzeugen verschiedener Baureihen, die rund um die Preisverleihung im Einsatz sind, sagte im Vorfeld der Verleihung Matthias Hindemith, Vertriebsdirektor Pkw Rheinland bei Mercedes-Benz.

Kulinarische Köstlichkeiten

Die Gäste beim Vorabend-Dinner in der Aula Carolina können sich wieder auf kulinarische Köstlichkeiten freuen. Die Küchenkünstler von DORN – Catering und Events verwöhnen die Gäste mit Flusskrebsen und Avocado, Medaillons vom Limburger Klosterschwein und Heinsberger Erdbeeren auf Vanillecreme sowie einer vegetarischen Variante des Menus. Das Abendessen wird musikalisch begleitet von Dmytro Udovychenko (Violine), ukrainischer Stipendiat der Deutschen Stiftung Musikleben.

Zugänglichkeit der Innenstadt ist eingeschränkt

Aufgrund der langen Liste schutzwürdiger Personen und des großen Polizeieinsatzes rund um die Verleihung des Karlspreises wird es vom 12. bis zum 14. Mai im gesamten Stadtgebiet und insbesondere in der Innenstadt zu verschiedenen temporären Straßensperrungen kommen. Ebenso werden zeitig entsprechende Halteverbotszonen eingerichtet. Polizeipräsident Dirk Weinspach sagte dazu: „Die Polizei Aachen gewährleistet auch in diesem Jahr die Sicherheit der Karlspreisverleihung. Wir sind auf diesen groß angelegten Einsatz gut vorbereitet und arbeiten eng mit der Stadt Aachen und mit allen relevanten Sicherheitsbehörden zusammen – dazu zählen auch das NRW-Innenministerium und die Nachrichtendienste.“ Polizei und Stadt haben ein gemeinsames Infoblatt zusammengestellt, das aktuell an die Anwohner*innen des innerstädtischen Bereiches verteilt wird.

Im Bereich Markt, Katschhof, Krämerstraße sowie zwischen Hühnermarkt und Krämerstraße, Schmiedstraße, Fischmarkt und Münsterplatz ebenso wie auf der Jakobstraße zwischen Judengasse und Markt wird in der Nacht zum 14. Mai ab

Mitternacht ein Sicherheitsbereich eingerichtet. Einzelhandel und Gastronomie sind ab diesem Zeitpunkt bis Sonntag, 21 Uhr, geschlossen. An zwölf Orten rund um Dom und Markt werden Durchlassstellen für Anlieger*innen eingerichtet. Die Polizei und die Stadt Aachen bemühen sich, die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten und den Zugang zu Geschäften und Wohnungen zu gewährleisten. Geschäftstreibende sowie Anwohner*innen werden gebeten, an diesen Tagen ihren Personalausweis mitzuführen. Einzelhandel und Gastronomie im oberen Teil der Pontstraße sind bereits am Samstag, 13. Mai, ab 16 Uhr nicht mehr zugänglich und bis Sonntag, 14. Mai, 21 Uhr geschlossen.

Der Leitende Polizeidirektor Wilhelm Sauer wies zudem darauf hin, dass seit heute Vormittag in Aachen die Gullydeckel auf und um den Markt verschlossen werden: „Einige kennen diese Maßnahme noch von der Verleihung des Karlspreises an den ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton. Das ist eine der Maßnahmen, die zu unserem Sicherheitskonzept gehören.“ Zu den üblichen Standardmaßnahmen gehören beispielsweise auch die Absuche nach sprengfähigen Stoffen in Dom und Rathaus durch Sprengstoffspürhunde.

Bürgertelefon

Zu entsprechenden Fragen hat die Stadt Aachen unter der Telefonnummer 0241-432 0 in der Zeit von Samstag, 13. Mai, von 18 bis 21 Uhr und Sonntag, 14. Mai, von 8 bis 18 Uhr ein Bürgertelefon eingerichtet. Auch die Polizei Aachen steht unter der Nummer 0241 9577-21210 für Fragen zur Verfügung.

 

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Top-Events

Kultur, Kunst, Kulinarik – Mayen feiert mit einem großen Stadtfest den Start der Festspielsaison

Mayen – Vom 2 – 4. Juni verwandeln die Burgfestspiele in Kooperation mit der Fuchs-Konzeptfabrik, der MY-Gemeinschaft, der Brückengemeinschaft und vielen anderen lokalen Partner*innen die Mayener Innenstadt in eine große Bühne.

Maxim Wartenberg und sein Trommelfloh. Foto: Katja Wartenberg

Auf dem Marktplatz, auf der Burghofbühne und in den Burggärten gibt es ein ganzes Wochenende lang ein buntes kulturelles Programm, kulinarisch eingerahmt von einem breiten Angebot an Essens- und Getränkeständen auf dem Marktplatz. Gefördert wird ‚KulturGenuss – das Stadtfest zum Auftakt der Burgfestspiele 2023‘ vom Ministerium des Innern und für Sport Rheinland-Pfalz im Rahmen des Förderprogramms „Innenstadt-Impulse“.

Beginn des Stadtfestes ist am Freitagabend, 2. Juni um 18 Uhr, wenn auf dem Marktplatz die Wein- und Foodstände eröffnen. Zu 80er und 90er-Hits von DJ Peter Bauer ist bei Wein, Bier und kulinarischen Köstlichkeiten ein entspannter Start ins Wochenende angesagt.

Am Samstag beginnt das Programm um 12 Uhr. Zunächst heißt es hier: Bühne frei für regionale Vereine! Auf der Marktplatzbühne zeigen Mayener Vereine Ausschnitte aus ihrem aktuellen Programm, auf dem oberen Marktplatz haben Kunsthandwerker*innen ihre Stände aufgebaut. Um 15.30 Uhr öffnet die Burghofbühne ihre Pforten: Theaterfans erleben hier bei freiem Eintritt einen beherzten Ritt durch die Theatergeschichte. Der aus Film und Fernsehen bekannte Schauspieler Thomas Limpinsel zeigt die „Mutter aller Freilicht-Theaterstücke“, Hugo von Hoffmannsthals „Jedermann“ – allerdings nicht in abendfüllender Länge wie bei den Salzburger Festspielen, sondern komprimiert auf eine komödiantisch-rasante 20-Minuten-Fassung.

Im Anschluss galoppieren die Schauspieler Philippe Ledun und Anton Löwe in aberwitzigen 15 Minuten durch Shakespeares Hamlet; die Fassung stammt von Autor Tom Stoppard. In der Stadt sind derweil fantastische Walking Acts des Stelzentheaters Circolo unterwegs. Um 17 Uhr präsentiert sich dann das diesjährige Festspiel-Ensemble mit Programmhighlights auf der Bühne am Marktplatz. Der Samstagabend wird musikalisch von der Band „Straight and dry“ mit Rock, Country und Blues begleitet und endet spektakulär mit einer Licht- und Feuerjonglage gegen 22 Uhr auf dem Marktplatz.

Der Sonntag steht dann ganz im Zeichen der Familien. Von 11 Uhr bis 14.30 Uhr findet auf dem ganzen Burggelände ein vielfältiges Programm mit Spiel- und Mitmachangeboten statt. Das Eifelmuseum öffnet sogar schon ab 10 Uhr bei kostenfreiem Eintritt und bietet kindgerechte Führungen an. Um 12 Uhr rockt die Berliner Kindermusikband „Maxim Wartenberg und sein Trommelfloh“ die Marktplatzbühne. Der sympathische Sänger mit seiner unverwechselbaren Kuhfellhose ist schon im ZDF/KIKA aufgetreten und hat für Mayen seine bekanntesten Songs im Gepäck. Das Kulturprogramm endet am Sonntag mit der Premiere der ersten Burgfestspiel-Produktion, dem Familienstück „Hexe Hillary geht in die Oper“ um 15 Uhr auf der Burgbühne; die Stände auf dem Marktplatz sind noch bis 18 Uhr geöffnet. Mit Ausnahme der Premiere von „Hexe Hillary“ ist die Teilnahme an allen Programmpunkten des Kulturprogramms kostenfrei.

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Politik

Wiederaufbau Landkreis Ahrweiler – Gemeinden der VG Altenahr erhalten weitere 8,6 Mio. Euro

Altenahr/Mainz – RLP Innenminister Michael Ebling hat Förderbescheide in Höhe von insgesamt 8,6 Millionen Euro für die Verbandsgemeinde Altenahr sowie die Ortsgemeinden Ahrbrück, Altenahr, Dernau und Rech überreicht. Die Fördermittel werden aus dem Sondervermögen „Aufbauhilfe 2021“ bereitgestellt und sollen für verschiedene Maßnahmen im Rahmen des Wiederaufbaus eingesetzt werden.

„Die Verbandsgemeinde Altenahr möchte die bewilligten 2,48 Millionen Euro dazu nutzen, temporäre Übergangsmaßnahmen für die Ahrtal-Realschule plus und die Grundschule Altenburg voranzutreiben. Die beiden Schulen mussten aufgrund der Zerstörungen durch die Flut ausgelagert werden, bis deren Gebäude wieder vollständig hergestellt sind“, sagte Minister Ebling. Übergangsweise konnten die beiden Schulen in Grafschaft-Gelsdorf untergebracht werden.

Zudem werden der Ortsgemeinde Altenahr 1,1 Millionen Euro, Ahrbrück zwei Millionen Euro und der Ortsgemeinde Rech 1,9 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. „Die Fördermittel sollen insbesondere für die Behelfsbrücken Altenburg, Brück und Rech eingesetzt werden. Die Errichtung der Behelfsbrücken war und ist für die Wiederherstellung der Infrastruktur in den Gemeinden unerlässlich“, so der Minister.

„Auch die Ortsgemeinde Dernau erhält eine Förderung in Höhe von 1,1 Millionen Euro. Mit der Förderung möchte die Ortsgemeinde die Wiederherstellung und Instandsetzung der Straßenbeleuchtung im Ort mitfinanzieren. Damit wird ein weiterer wichtiger Schritt für den Wiederaufbau der Infrastruktur in Dernau unternommen“, so Minister Ebling.

Mit dem Sondervermögen „Aufbauhilfe 2021“ von Bund und Ländern werden Mittel zur Beseitigung der durch den Starkregen und das Hochwasser vom 14. und 15. Juli 2021 entstandenen Schäden bereitgestellt. Bislang wurden für die Wiederherstellung der allgemeinen kommunalen Infrastruktur in Rheinland-Pfalz Förderungen in Höhe von rund 392 Millionen Euro aus dem Aufbauhilfefonds bewilligt.

„Die Wiederherstellung kommunaler Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten, Bürgerhäusern und vor allem auch der kommunalen Infrastruktur kommt allen zugute. Das Land wird den Gemeinden auch bei den künftigen Maßnahmen als Partner zur Seite stehen“, betonte Minister Ebling.

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Gesundheit

Nächste lebensrettende Blut-Spendetermine in Arloff, Blankenheim, Euskirchen, Hellenthal und Weilerswist

Euskirchen – Wieder Regenschirme für Spender – „Blutspender sind Vorbilder in Sachen Nächstenliebe – und sie sind Lebensretter, weil sie handeln statt zu reden“, sagt Rolf Klöcker, der Geschäftsführer des Rotkreuz-Kreisverbandes Euskirchen vor den nächsten Blutspende-Terminen in Arloff, Blankenheim, Hellenthal, Euskirchen und Weilerswist.

Die Versorgung der Patienten mit Blutpräparaten sei ein Gemeinschaftswerk von vielen Menschen, die Verantwortung für die Gesellschaft übernehmen, so Klöcker. „Ohne Blutspender läuft nämlich nichts in der medizinischen Grundversorgung – Blut wird jeden Tag aufs Neue benötigt“, so Edeltraud Engelen, die Blutspende-Beauftragte und stellvertretende Kreisvorsitzende.

3500 Konserven täglich nötig

Allein der DRK-Blutspendedienst West sei werktäglich auf 3000 – 3500 Blutspenden angewiesen, um hunderte Krankenhäuser zu versorgen. Aus Altersgründen schwinde umgekehrt der Stamm von regelmäßigen Blutspendern immer mehr, so dass es große Schwierigkeiten gebe, zu jeder Jahreszeit genügend Blutskonserven über alle Blutgruppen bereithalten zu können.

Deshalb gibt es aktuell auch wieder eine Blutspender-werben-Blutspender-Aktion. Wer jetzt eine Freundin oder einen Kollegen mitbringt, der die Blutspende zum ersten Mal macht, bekommt einen soliden Regenschirm als kleinen Anreiz.

Das gilt auch bei den nächsten Terminen im Kreis Euskirchen in Bad Münstereifel-Arloff am Dienstag, 23. Mai, von 17 bis 20 Uhr in der Mehrzweckhalle Arloff, Im Floting 333, in Blankenheim am Dienstag, 23. Mai, von 16 bis 20 Uhr im Schulzentrum, Finkenberg 8, und in Hellenthal am Freitag, 26. Mai, von 15 bis 19.30 Uhr in der Gemeinschaftshauptschule, Kalberbenden 14.

In Euskirchen werden Blutspenden genommen am Donnerstag, 1. Juni, von 15 bis 20 Uhr im Rotkreuz-Zentrum, Jülicher Ring 32 B, und in Weilerswist am Sonntag, 4. Juni, von 9 bis 13 Uhr im Forum der Gesamtschule, Martin-Luther-Straße 26. Terminreservierung unter  www.blutspende.jetzt

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Neues Wohnquartier in Aachen – Lebendiges Quartier mit rund 200 Wohneinheiten entsteht

Aachen – Mit einstimmigem Ergebnis konnte sich der Projektentwurf „Höfe“ des Aachener Architekturbüros CROSS Architecture im Planungsausschuss durchsetzen. Der Entwurf überzeugte vor allem mit seinem ökologischen Ansatz und dem Konzept des gemeinschaftlichen Zusammenlebens. Auf der drei Hektar großen Fläche soll in den kommenden Jahren ein lebendiges Quartier mit rund 200 Wohneinheiten entstehen, das sich zu den umliegenden Siedlungen öffnet und städtebaulich neue Akzente setzen wird. „Wir freuen uns, attraktiven Wohnraum und ein gesundes Umfeld für das Zusammenleben mehrerer Generationen zu schaffen“, sagt Anton Bausinger, geschäftsführender Gesellschafter des Bauunternehmens Friedrich Wassermann. „Und das mit einem für Aachen zukunftsweisenden Konzept, das Ökologie und soziales Miteinander intelligent verbindet“.

Grüne Mitte als Treffpunkt

Die Bebauung folgt in ihrer Struktur dem traditionellen Aufbau von Bauernhöfen, in denen sich die Gebäude als Ensemble um ein offenes Hofareal gruppieren. In dem neuen Quartier werden sechs „Hofanlagen“ mit zwei- bis fünfgeschossigen Mehrfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern entstehen, deren Mitte begrünte Flächen mit Platz zum sozialen Austausch, Spielen oder für Aktivitäten wie Urban Gardening bietet. Angelehnt an traditionelle Hofstraßen sollen auch die verkehrsberuhigten Wege weitgehend als Spielstraßen konzipiert werden. Gestalterisch überzeugt das Ensemble mit einem gewachsenen Erscheinungsbild, das städtisches Wohnen und Natur harmonisch verbindet.

Herzstück des Quartiers ist der zentrale Anger, ein klassischer Dorfplatz, der von den Höfen umrahmt wird. Er ist die grüne Mitte, Verteiler und Treffpunkt des gesamten Areals. Mit Ladengeschäften, Kita, Praxisflächen, Co-Workingspaces und Gemeinschaftsräumen zum Feiern oder Kochen soll der Anger zur Anlaufstelle für Bewohner des neuen Quartiers und der umliegenden Siedlungen werden. „Die wesentlichen Fragen, die uns in den letzten zwei Jahren bei der Weiterentwicklung des Entwurfs geleitet haben, waren: Wie schaffen wir zukunftsfähigen, ökologischen Wohnraum? Welche Qualitäten müssen die gemeinschaftlichen und privaten Räume bieten, damit ein sozialer Austausch tatsächlich passiert? Wie schaffen wir es, dass sich das neue Quartier möglichst stark in das Umfeld integriert?“, erklärt Erika Werres, Geschäftsführerin des Kölner Bauträgers WvM Immobilien + Projektentwicklung.

Zukunftsweisende Verkehrsplanung

Zu den Innovationen des Planungsentwurfs gehört außerdem die Idee von Mobility Hubs, die das Quartier weitgehend autofrei halten. Sie bieten ebenerdige Parkplätze für Besucher und gleichzeitig Platz für Car-Sharing-Anbieter, Lastenräder und Ladestationen für E-Autos- und Fahrräder. Über eine Zufahrt in den Mobility Hubs gelangen die Bewohner zu ihren Parkplätzen in den Tiefgaragen. Die Obergeschosse können als weitere Wohneinheiten und gemeinschaftliche Nutzflächen wie Gewächshäuser oder Sportflächen genutzt werden.

Nach dem Zuschlag des Planungsausschusses gehen die GEG Rheinland und CROSS Architecture jetzt in die intensive Planungsphase. Mit ersten Entwürfen wird im kommenden Jahr gerechnet.

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Wirtschaft

Firmenkundenmesse „Fit für die Zukunft“ der Kreissparkasse Mayen gab Unternehmern viele Impulse

Mayen/Region – Über 80 Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmen aus dem Kundenkreis der Kreissparkasse (KSK) Mayen waren zu Gast bei der „Firmenkunden-Hausmesse. Bereits zum dritten Mal hatte die Kreissparkasse Mayen Unternehmerinnen und Unternehmer in ihre Räumlichkeiten eingeladen. Unter dem Motto „Fit für die Zukunft – Ideen für den unternehmerischen Alltag“ informierten Spezialisten der KSK Mayen und deren Verbundpartner Provinzial, UKV und S-Händlerservice sowie der Firma SRSupport GmbH und der IHK Koblenz über aktuelle Themen und Trends und gaben zahlreiche Impulse für die regionalen Unternehmen. Außerdem gab es Gelegenheit zum lockeren Austausch untereinander.

So erfuhren die Teilnehmenden in Fachvorträgen, wie sie die Liqiudität ihrer Firma aktiv managen können, welchen Mehrwert Bürgschaftsversicherung dabei bieten, die Kreditlinie nicht zu belasten und auch Großprojekte einfach und schnell abzusichern, wie „Mobiles Bezahlen“ und moderne Kassensysteme eingesetzt werden können und wie das „FirmenKundenPortal“ der KSK als Online-Banking bzw. Finanzmanagement-Lösung den Unternehmensalltag erleichtern kann.

Zudem gab es wichtige Tipps für eine erfolgreiche Unternehmensnachfolge durch Verkauf über spezialisierte Vermittler, die im Auftrag anderer Firmen sowohl nach geeigneten Übernahmekandidaten für Unternehmenskauf oder Kaufinteressenten und Inverstoren für Unternehmensverkauf suchen.

Ein Thema, dass nahezu alle Teilnehmer einte, war die Bedeutung von Fachkräften. Susanne Ditzer von der IHK Koblenz sprach eine spannende Keynote zum Thema „Als Arbeitgeber punkten“ und zeigte auf, wie auch regionale Arbeitgeber sichtbar für potenzielle Bewerber werden. Wie angekündigt, erfuhren die Teilnehmer dann auch, was Bewerbungsgespräche mit Pizzabestellungen zu tun haben. In beiden Prozessen ist eine gute Bewertung anderer „Nutzer“ für die Entscheidung wichtig, die (Online-)Bearbeitung muss bei jedem Schritt schnell gehen und Feedback an den Bewerber zum Stand des Verfahrens muss jeder Zeit möglich sein – kurzum, sich bewerben ist heute eine Angelegenheit, für die sich viele Menschen immer weniger Zeit nehmen. Umso wichtiger ist es für Unternehmen, den Bewerbungsprozess einfach und effizient zu gestalten, genau so einfach, wie eine Bestellung beim Pizza-Lieferdienst.

Arbeitgeber können auch bei den Vorteilen für Ihre Mitarbeiter einiges tun. Hier stellte die Provinzial attraktive Angebote für Mitarbeiter vor, wie die betriebliche Krankenversicherung (bKV) und betriebliche Altersvorsorge (bAV), die ohne Gesundheitsprüfung einen direkten Mehrwert für die Belegschaft bieten und von der gleichzeitig auch Arbeitgeber profitieren können.

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ACtive for Future – Beim School Summit blicken die Aachener Schulen in die Zukunft

Aachen – Beim ersten „School Summit“, einem Gipfeltreffen der Aachener Schulen zum Thema Nachhaltigkeit Ende April kamen rund 150 Menschen aus mehr als 20 Schulen und zahlreichen außerschulischen Initiativen zusammen. Überdies konnte Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen auch weitere Gäste aus Politik und Verwaltung begrüßen.

Zehn Schulen und zehn außerschulische Initiativen stellten in Talkrunden, in Beiträgen bei der Speakers‘ Corner oder an Mitmach-Ständen vor, was sie bereits an Nachhaltigkeitsprojekten umsetzen. Grundschulen, weiterführende Schulen und auch Berufskollegs waren dabei. Das vorgestellte Themenspektrum war so breit wie die 17 Nachhaltigkeitsziele selbst. Es umfasste klassische Umweltbereiche wie Energie, Wasser, Plastik sowie Natur und biologische Vielfalt ebenso wie Geschlechtervielfalt, Anti-Rassismus-Arbeit, Gemeinwohlökonomie, Fairtrade und Jugendpartizipation.

Mitreißende Musik von der Schulband „Big Beats“ des Inda-Gymnasiums gehörte genauso dazu wie eine große Gemüsepfanne auf dem Vorplatz vom Depot, in der die Koch-Crew der Gemeinschafts-Hauptschule Aretzstraße leckeres Essen für alle zubereitete.

Im Depot herrschte beim School Summit ein reges Treiben, nicht nur, weil es lecker duftende Waffeln und frische Smoothies vom Ernährungs-Rad des Ernährungsrats gab. Eine Badewanne stand für den „Talk in der Wanne“ bereit. Auf und neben der Bühne machten große Sitzwürfel mit den 17 Nachhaltigkeitszielen für alle Teilnehmer*innen klar, um was es beim Schulprogramm ACtive for Future geht: Zu feiern, was an Aachener Schulen bereits im Bereich Nachhaltigkeit passiert und sich gegenseitig zu inspirieren, welche Aktivitäten noch denkbar wären.

Der erste School Summit für Nachhaltigkeit an Aachener Schulen war ein voller Erfolg. Iris Lürken, Vorsitzende des Ausschusses Umwelt- und Klimaschutz, sagte: „Ich bin total begeistert. Es ist fantastisch, wie viele tolle Umwelt- und Nachhaltigkeits-Projekte an Aachener Schulen laufen. Das ist eine wunderbare Veranstaltung zur Vernetzung und eine tolle Atmosphäre!“

Für hervorragende Stimmung sorgten die energiegeladenen Vorführungen des Tanz-Teams der Hauptschule Aretzstraße und der Gruppe A Todo Ritmo sowie ein Poetry-Slam-Beitrag. Beim Mitmach-Markt konnten die Gäste ganz viel selber ausprobieren. Der School Summit bot reichlich Raum, um sich miteinander auszutauschen und zu reden, an den Mitmach-Ständen wie auch bei den Gesprächsrunden.

Umwelt- und Klimaschutzdezernent Heiko Thomas freute sich sehr über die Ideen und Forderungen der Schüler*innen, die von der Bezirks-Schüler*innen-Vertretung vorgetragen worden waren. Er ist an einem weiteren Kontakt interessiert. „Mir ist es wichtig, Strukturen zur Vernetzung aufzubauen und zu verstetigen. Denn ein so großes und bedeutendes Thema wie Nachhaltigkeit an Aachener Schulen braucht Kontinuität.“

Die Vorsitzende des Ausschusses für Schule und Weiterbildung, Ulla Griepentrog, sagte: „Mir gefällt bei ACtive for Future besonders, dass es nicht um Wettbewerb geht, sondern dass alle Schulen mitmachen können und gemeinsam gute Ideen miteinander teilen. Ich denke, wir sollten gelungene Veranstaltungen wie diese verstetigen und uns alle zwei bis drei Jahre zum weiteren School Summits treffen.“

Der School Summit zielte darauf ab, das Schulprogramm ACtive for Future noch bekannter in der (Schul-)Öffentlichkeit zu machen. ACtive for Future stellt Schulen auch einen Online-Nachhaltigkeits-Check zur Verfügung. Mit diesem können die Interessierten ihre Schulen genaustens unter die Lupe nehmen. Außerdem gibt es Workshop-Angebote, Aktionsideen und Unterstützung bei Fragen rund um Nachhaltigkeitsprojekte. Bei ACtive for Future können Schulen außerdem eine finanzielle Unterstützung ihrer Projekte beantragen, um das Thema Nachhaltigkeit an den Schulen dauerhafter zu bespielen. Anträge können noch bis zum 15. Mai 2023 abgegeben werden.

Den Förderantrag sowie weitere Informationen zum Schulprogramm ACtive for Future finden Interessierte hier: www.aachen.de/activeforfuture.

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Knapp 2 Millionen Euro für Wiederaufbau des Sötenicher Bürgerhauses

Kall-Sötenich – Ministerin Ina Scharrenbach übergibt im Sportlerheim Förderbescheid – Herzensprojekt mit Synergieeffekten – „Das passt so – das Konto ist leer“, kommentierte der Vorsitzende des Sötenicher Bürgervereins Heinz Esser scherzhaft den Erhalt eines Bewilligungsbescheids über knapp 2 Millionen Euro aus dem Händen von Ina Scharrenbach, NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung.

Zur Übergabe am Sötenicher Sportlerheim waren auch die stellvertretende Kaller Bürgermeisterin Steffi Hübner, Ortsvorsteher Thomas Müller, Vertreter der Ratsfraktionen und des Sötenicher Bürgervereins, Sportvereins, Junggesellenvereins, Eifelvereins, Musikvereins, Karnevalsvereins sowie der St.-Mathias-Bruderschaft gekommen. Foto: Alice Gempfer / Gemeinde Kall

Mit den nun bewilligten Mitteln zum Wiederaufbau des durch die Flut 2021 komplett zerstörten Bürgerhauses soll die Begegnungsstätte neu aufgebaut werden – wenn auch am neuen Standort und in anderer Form.

Ministerin Scharrenbach warf einen Blick zurück: „Mit Mitteln aus dem Dorferneuerungsprogramm hatten sie das Bürgerhaus mit viel Engagement und Herzblut saniert und standen kurz vor der Neueröffnung.“ Dann aber kam die Flut, die das auf dem Dorfplatz nahe an der Urft gelegene Gebäude zerstörte und in Teilen mit sich riss. Scharrenbach: „Das war sehr bitter.“ Ortsvorsteher Thomas Müller zollte dem Bürgerverein Respekt für seinen langen Atem: „Ihr musstet einige Rückschläge hinnehmen und habt euer Herzensprojekt trotzdem immer weiterverfolgt.“

Am Anfang der Planungen zum Wiederaufbau stand die Standortfrage, denn im Sinne des Hochwasserschutzes sollte das Bürgerhaus nicht wieder am selben Standort errichtet werden. „Die Suche nach einem geeigneten Standort war schwierig“, so Heinz Esser. Bürgermeister Hermann-Josef Esser, der betonte, in keinem verwandtschaftlichen Verhältnis mit dem Bürgervereinsvorsitzenden zu stehen. berichtete: „Schließlich entstand die Idee, hier Synergieeffekte zu nutzen, und den Wiederaufbau des Bürgerhauses gemeinsam mit der Neugestaltung des Sportlerheims anzugehen.“ Hierfür hatte Scharrenbachs Staatssekretär Daniel Sieveke bereits im Januar dieses Jahres einen Förderbescheid in Höhe von 1,5 Millionen Euro überbracht. Im Rahmen des Projektes „Ersatzneubau eines Sportheims und Ertüchtigung der Sportanlage Sötenich“ sollen inklusive Eigenanteil für insgesamt gut 1,9 Millionen Euro auch ein neuer Kunstrasenplatz sowie weitere Freizeitangebote für alle Generationen entstehen.

Lange hatte sich der Bürgerverein mit Unterstützung der Kaller Verwaltung dafür eingesetzt, dass auch der Neubau des Bürgerhauses in die Planungen integriert werden kann, obwohl „Synergie in der Zeughausstraße nicht leicht zu platzieren ist“, wie Bürgermeister Esser mit Blick auf die Kölner Bezirksregierung anbrachte.

„Nun werden wir guten Mutes weiter vorangehen. Das heute ist ein wichtiger Meilenstein“, so der Bürgervereinsvorsitzende, der von seiner Stellvertreterin Birgit Drewes begleitet wurde. Dass das Projekt von der Sötenicher Bevölkerung begrüßt und auch getragen wird zeigte auch die hohe „Vereinsdichte“. Zur Übergabe des Bewilligungsbescheids gratulierten Vertreter des SV Sötenich, des Junggesellen-, Karnevals-, Eifel- und Musikvereins sowie der St.-Mathias-Bruderschaft. Zuspruch gab es vor Ort auch von MdB Detlef Seif, den Landtagsabgeordneten Klaus Voussem und Dr. Ralf Nolten sowie von Kalls stellvertretender Bürgermeisterin Steffi Hübner.

Auf den Zeitplan angesprochen, ging Manfred Poth, Projektleiter Wiederaufbau bei der Gemeinde Kall zunächst auf die besonderen Rahmenbedingungen am Sötenicher Sportplatz ein: „Wir haben hier auch ein Starkregengebiet.“ Daher müssten große Wassermengen oberhalb des Sportplatzes abgeleitet und am Platz vorbei in den Kanal bzw. schließlich in die Urft geleitet werden. Er hoffe, so Poth, dass die Planungen bis zum Sommer 2023 abgeschlossen sein und die Vergabe der Starkregenmaßnahmen Anfang 2024 erfolgen kann. Mit dem Baubeginn für Sportlerheim und Bürgerhaus rechne er im besten Falle für Sommer 2024, wobei die Bauzeit rund anderthalb Jahre betragen werde.

Ein schönes Fazit fand Ministerin Ina Scharrenbach, auch wenn sie einräumte, dass die Metapher nicht von ihr sei: „Die Flut hat Ihre Häuser zerstört, aber auch Ihre Herzen gefüllt. Sie haben sich gegenseitig geholfen und sind wieder aufgestanden.“

 

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Tourismus

Mayen-Koblenzer Initiative lädt zur „LeckerMYK Regionale Tapas Woche“

Region/Mayen-Koblenz – Vom 12. bis 21. Mai locken Gastgeber aus dem Landkreis Mayen-Koblenz mit Kulinarik und Aktionen. Sie sind klein, unglaublich vielseitig und äußerst köstlich. Die Rede ist von Tapas – um genau zu sein, von regionalen Tapas. Vom 12. bis 21. Mai dreht sich in Mayen-Koblenz in der „leckerMYK Regionale Tapas Woche“ bei insgesamt 15 Veranstaltungen und Aktionen alles um die unterschiedlichsten Aspekte der kleinen Speisen, die man sonst eher aus Spanien kennt. Regionale Gastgeber haben sich viel einfallen lassen, um die Teilnehmenden rund um das Thema Tapas zu verwöhnen.

Ob Führung, Wanderung, Koch- oder Yogakurs – gemeinsam mit Winzern, Hofläden und Gastronomen hat die kreiseigene Initiative „lecker MYK“ einmal mehr ein Programm zusammengestellt, das sich sehen lassen kann und dazu einlädt, den Landkreis mit allen Sinnen kennenzulernen und zu genießen. Hier die Veranstaltungen der „leckerMYK Regionale Tapas Woche“ im Überblick:

  • Mai, 14 Uhr: Yoga und Genuss rund um den Paradiesweg. Ort: Parkplatz an der Schützenhalle, Am Blumenberg, 56751 Polch. Info: E-Mail touristik@maifeld.de, Tel. 02605/9615026.
  • Mai, 16 Uhr: Weinprobe mit verfeinerten Mosel-Tapas – mit oder ohne Wanderung. Ort: Weingut Weyh, Röttgenweg 4, 56333 Winningen. Info: E-Mail info@essigmanufaktur-hoffmann.de, Tel. 01520/9083703.
  • Mai, 10 Uhr: Wandern und Genießen auf dem Saynsteig. Ort: Schloss Sayn (Portal Saynsteig), 56170 Bendorf-Sayn. Info: E-Mail werner.langhals@gmail.com, Tel. 0176/81352071.
  • Mai, 14.30 Uhr: Köstliche Zeitreise in die Pellenz. Ort: Vulkanpark-Infozentrum, Rauschermühle 6, 56637 Plaidt“. Info: E-Mail info@vulkanpark.com, Tel. 02632/98750.
  • Mai, 18 Uhr: Kochkurs „Tapas“. (bereits ausgebucht, Zusatztermin: 25. Mai, 18 Uhr). Ort: Hofladen Adams, August-Horch-Straße 24, 56751 Polch. Info: E-Mail info@hofladen-adams.de, Tel. 02654/2340.
  • Mai, 17 Uhr: Mosel Tapas.Live! Ort: Hotel Pistono, Hauptstraße 30, 56332 Dieblich. Info: E-Mail info@winzerhof-gietzen.de, Tel. 0163/4689595.
  • Mai, 17 Uhr: Ausscheller-Führung mit regionalen Tapas. Ort: Ausscheller-Denkmal vor dem Rathaus der Stadt in der Kapellenstraße 16, 56218 Mülheim-Kärlich. Info: E-Mail restaurant@zurlinde.info, Tel. 02630/4130.
  • Mai, 16 Uhr: Essbare Stadt mit rheinischen Tapas. Ort: Tourist-Information Andernach, Hochstraße 80 / Stadthausgalerie, 56626 Andernach. Info: E-Mail info@andernach.net, Tel. 02632/987948-0.
  • Mai, 15.30 Uhr: Münstermaifelder Häppchen – Stadtführung mit Genuss. Ort: Tourist-Information Maifeld, Münsterplatz 6, 56294 Münstermaifeld. Info: E-Mail touristik@maifeld.de, Tel. 02605/9615026.
  • Mai, 17 Uhr: Picknick im Weinberg. Ort: Grillplatz Hotel Klostergut Jakobsberg. Info: www.weingut-matthiasmueller.de, Tel. 02628/ 8741.
  • Mai, 19 Uhr: Der Bechof und weitere Geschichten rund um den Wein. Ort: Bio-Ferienweingut Leyendecker, Moselufer 11-13, 56332 Löf-Kattenes. Info: E-Mail info@weingut-leyendecker.de, Tel. 02605/84649.
  • Mai, 11 Uhr: Naturexkursion: Vom Urwald zur Wacholderheide. Ort: Wacholderhütte Langscheid Neuer Weg 16, 56729 Langscheid. Info: E-Mail info@wacholderhuette.de, Tel. 02655/1577.
  • Mai, 14 Uhr: Ritterführung durch Alkens historische Gassen und Mosel-Tapas im Cafe Alcana. Ort: Von-Wiltberg Str. 1, 56332 Alken. Info: E-Mail info@cafe-alcana.de, Tel. 02605/8497490.
  • Mai, 17.30 Uhr: Regionale Tapas treffen auf regionalen Gin. Ort: Alter Bahnhof Polch, Am Bahnhof 5, 56751 Polch. Info: E-Mail info@alter-bahnhof-polch.de, Tel. 02654/9692240.
  • Mai, 11 Uhr: Moselwein & Mosel-Tapas. Ort: Weingut Dötsch-Haupt, Lennigstraße 38, 56330 Kobern-Gondorf. Info: E-Mail info@doetschhaupt.de, Tel. 02607/8497.

Ausführlichere Informationen zu allen Veranstaltungen gibt es im Internet unter www.leckermyk.de oder in den Flyern zur Regionalen Tapas Woche, die über die Internetseite heruntergeladen oder angefordert werden können.

Gastgeber mit extra Speisekarte in der Aktionswoche:

  • Monte Mare Orangerie, Andernach, Tel. 02632/9872210.
  • Parkhotel „Am Schänzchen“, Andernach, Tel. 02632/920500.
  • Eifelhotel Fuchs, Boos, Tel. 02656/541.
  • Hotel Pistono, Dieblich, Tel. 02607/218.
  • Winzerhof Gietzen, Hatzenport, Tel. 02605/952371.
  • Wacholderhütte, Langscheid, Tel. 02655/1577.
  • Löffels Landhaus, Münstermaifeld, Tel. 02605/953773.
  • Restaurant Zur Linde, Mülheim-Kärlich, Tel. 02630/4130.
  • Alter Bahnhof Ochtendung, Ochtendung, Tel. 02625/9599240.
  • Alter Bahnhof Polch, Polch, Tel. 02654/9692240.
  • AKZENT Hotel Roter Ochse, Rhens, Tel. 02628/2221.
  • Hotel „Zur Post“, Welling, Tel. 02654/6311.
  • Klein´s Fronhof, Winningen, Tel. 02606/435.
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Digitalisierungs-Offensive für gemeinnützige Sport-Organisationen in Nordrhein-Westfalen

Region/Düsseldorf – Mit einer Förderung von 30 Millionen Euro aus dem Programm REACT-EU der Europäischen Union hat die Landesregierung eine Digitalisierungsoffensive für den Breitensport gestartet. Insgesamt wurden mehr als 200 Anträge eingereicht. Mit den Mitteln sollen gemeinnützige Sportorganisationen ihre digitalen Infrastrukturen ausbauen. Stellvertretend für die verschiedenen Sportorganisationen haben der Deutsche Hockey-Bund als Bundesfachverband, der Kanu-Verband Nordrhein-Westfalen als Landesfachverband, der Landessportbund Nordrhein-Westfalen als Träger von Verbandssportschulen sowie der Stadtsportbund Leverkusen als Repräsentant für die Weiterleitungen an die jeweiligen Sportvereine am 03. Mai 2023 die Zuwendungsbescheide von Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, erhalten.

Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen zeigt sich erfreut über die positive Resonanz: „Ich freue mich, dass durch die Förderung zur Digitalisierung von gemeinnützigen Sportorganisationen die bereits begonnenen Bemühungen der Modernisierung in Nordrhein-Westfalen nun zielgenau ergänzt werden. Dass dieses Programm genau zum richtigen Zeitpunkt kam, zeigt die große Zahl der Antragseingänge. Die den jeweiligen Kreis- und Stadtsportbünde zur Verfügung stehenden Fördermittel sind vielerorts um ein Vielfaches von den Sportvereinen überzeichnet worden. Dies zeigt den enormen Bedarf bei der Digitalisierung des Sports, der durch das Digitalisierungsprogramm für gemeinnützige Sportorganisationen ein Stück weit gemildert wird.“

Mit den Investitionen sollen auch die ehrenamtlichen Strukturen gestärkt und die Aus-, Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Sport verbessert werden. Im Einzelnen können die Sportvereine und Sportorganisationen neben der Anschaffung von Laptops, Tablets, digitalen Smartboards oder Videokonferenzsystemen zum Beispiel auch in eine energetisch nachhaltige digitale Steuerungstechnik für Sporthallen und Vereinsgebäude investieren.

Zum Hintergrund:

Die Förderung wird von der Europäischen Union als Teil des Aufbauprogramms „REACT-EU” (Recovery Assistance for Cohesion and the Territories of Europe) finanziert. Ziel des Programms ist es, die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der COVID-19-Pandemie abzumildern sowie eine grüne, digitale und stabile Erholung der Wirtschaft zu unterstützen. Insgesamt stellt die Europäische Union dafür 260 Millionen Euro zusätzlich im Europäischen Fonds für regionale Entwicklung in Nordrhein-Westfalen bereit.

Weitere Informationen finden Sie unter https://www.efre.nrw.de/wegezur-foerderung/react-eu/digitalisierung-gemeinnuetzigersportorganisationen-in-nrw/