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Zukunftsgutscheine – Neue Fördermittel für regionale Wirtschaft

Region/Aachen – Nächstes Etappenziel auf dem Weg ins Morgen-Land: Um die regionale Wirtschaft beim Strukturwandel zu unterstützen, ist in Nordrhein-Westfalen das Förderprogramm „Zukunftsgutscheine Rheinisches Revier“ gestartet. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen berät Unternehmen aus der Städteregion Aachen und aus den Kreisen Düren, Euskirchen und Heinsberg, wann, wie und in welchem Umfang sie die zusätzlichen Fördergelder beantragen können.

„Wir rufen unsere Mitglieder auf: Nutzen Sie die neu geschaffenen Fördermöglichkeiten, um mit den Zukunftsgutscheinen in das Morgen-Land nach dem Strukturwandel zu investieren“, appelliert Michael F. Bayer, Hauptgeschäftsführer der IHK Aachen. „Die Zukunftsgutscheine kommen genau zur richtigen Zeit. Sie helfen Unternehmerinnen und Unternehmern, verstärkt in unseren Standort zu investieren, damit Arbeitsplätze und Wohlstand in der Region gesichert sind.“

Mit den Zukunftsgutscheinen Rheinisches Revier unterstützen die Europäische Union, das Land Nordrhein-Westfalen und die Bundesagentur für Arbeit kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 249 Beschäftigten. Die Förderung erstreckt sich auf vier Felder: Beratung, Personal, Qualifizierung oder Investitionen. Die Förderquote beträgt bis zu 60 Prozent. Die Mittel können beispielsweise für betriebliche Investitionen zur Transformation ihres Produktionsprozesses und Geschäftsmodells eingesetzt werden oder zur Diversifizierung ihrer Produkte unter den Aspekten Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung, Energieeffizienz, Klimaschutz und Digitalisierung.

Auch Beratungsleistungen werden gefördert: mit pauschal 720 Euro pro Beratertag sowie Weiterbildungsmaßnahmen für Mitarbeitende, etwa durch einen Bildungsscheck mit bis zu 500 Euro pro Person. Auch die Ersteinstellung von Fachkräften, die den Transformationsprozess des Unternehmens vorantreiben, wird maximal zwei Jahre lang gefördert. Dabei ist zum Beispiel ein Zuschuss von bis zu 4.198 Euro pro Monat für Mitarbeitende mit Meister- oder Bachelor-Abschluss und bis zu 5.726 Euro mit Master-Abschluss möglich.

Interessierte Unternehmen können sich direkt an IHK-Berater Sven Dohmen wenden: Telefonisch unter 0241 4460-280 oder per E-Mail an sven.dohmen@aachen.ihk.de. Weitere Informationen zu den Zukunftsgutscheinen gibt es auch auf der Website der IHK Aachen unter www.ihk.de/aachen/zukunftsgutscheine.

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Das Veterinäramt Vulkaneifel informiert

Daun – Ganz Rheinland-Pfalz und damit auch der Landkreis Vulkaneifel ist frei von der Blauzungenkrankheit (BTV). Wie das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität (MKUEM) mitteilt, wird das BTV-8 Sperrgebiet in Deutschland mit Änderung der Durchführungsverordnung (EU) 2021/620 aufgehoben. Die Regelung gilt ab 05.06.2023.

Somit hat der Landkreis Vulkaneifel nach über 4 Jahren als BTV8- Sperrgebiet die Freiheit von Blauzungenkrankheit erreicht.Es entfallen hiermit alle bisher auf Blauzunge bezogenen Verbringungsbeschränkungen für Rinder, Schafe, Ziegen und Cameliden.

Auch unser Nachbarland Belgien hat die BTV – Freiheit erreicht. Wir freuen uns sehr über diese Entwicklung und bedanken uns bei allen Landwirten für die gute Zusammenarbeit.

Bei Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Veterinäramt Vulkaneifel Ansprechpartner: Cornelia Mäckler
Tel. 06592/933 353 veterinaeramt@vulkaneifel.de

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47 „Rettungspunkte“ im Mechernicher Bergschadens-Gebiet installiert

Mechernich – Gelb-rote Schilder am Wegesrand helfen Rettungsdiensten, schnell und zielsicher zu Notfällen zu kommen. Man erkundet einen abgelegenen Wanderweg, keine Hilfe ist in der Nähe und dann passiert es plötzlich: Man knickt beispielsweise mit den Fuß um, hat starke Schmerzen und kann sich nichtmehr weit bewegen. Der erste Gedanke ist dann, den Notruf unter 112 zu verständigen. Doch folgt wahrscheinlich schnell die Frage: „Wo bin ich hier eigentlich genau?“ Überall sind nur Bäume oder Felder, das unwegsame Areal ist riesengroß…

Nun gibt es aber gute Nachrichten. Genau für diese Fälle hat die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Mechernich, zusammen mit der Stadtverwaltung, dem Roten Kreuz im Kreis Euskirchen und dem Mechernicher Ortsverband des „Eifelvereins“, sogenannte „Rettungspunkte“ positioniert – fürs Erste in Teilen des Bergschadensgebietes, ganze Stück 47 an der Zahl. Doch bald sollen weitere folgen. Darauf steht „MCH“, eine Abkürzung für Mechernich, gefolgt von einer Zahl, die man beim Notruf durchgeben muss. So weiß die Leitstelle dann ganz genau, wohin sie die Helfer schicken muss.

Bereits in der Praxis bewährt

„Alle 500 Meter ein Schild zu haben war unser Ziel“, erklärt Achim Nießen gegenüber dem Mechernicher Bürgerbrief, als sich das Warnfahrzeug der Feuerwehr langsam durch das dichtbewachsene Bergschadensgebiet bei Bergheim bewegt. Mit dabei ist auch Markus Kurtensiefen, beide sind Einsatzleiter im Führungsdienst bei der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt. An diesem Tag sind sie mit David Rosenbaum, Wegewart der Ortsgruppe des Eifelvereins, im ehemaligen Bergbaugebiet unterwegs. Nießen ist darüber hinaus in der Leitstelle des Kreisfeuerwehrverbands tätig, Kurtensiefen bei der Mechernicher Feuerwehr der Bundeswehrkaserne.

Dass die Beschilderung sinnvoll ist, zeigte sich auch schon in der Praxis. Wegewart David Rosenbaum erzählt: „Auf einer Wanderung im Nationalpark ist beispielsweise jemand kollabiert, dem dank eines Schildes in der Nähe schnell geholfen werden konnte.“ Um bei Bedarf oder Bränden schnell vor Ort sein zu können, greift auch die Feuerwehr auf die Schilder zurück.

Immer wieder tauchen die gut sichtbaren gelb-rot leuchtenden Täfelchen am Wegesrand auf, die natürlich für Rettungswagen erreichbar sein müssen. Die auffälligen Schilder sind in erster Linie an Wegekreuzungs-Pfosten befestigt. Sie säumen dabei auch Wanderwege wie die „Eifelschleife Bergbaukundlicher Wanderweg“ oder die „Eifelspur Soweit das Auge reicht“ sowie markante Punkte in der Umgebung wie den „Malakowturm“. „Schließlich kennen sich die Wenigsten, gerade auch Touristen, hier richtig gut aus“, betonte Nießen.

Erst vor kurzem wurde das Mechernicher Bergschadensgebiet teilweise wieder für Spaziergänger und Radfahrer freigegeben, da das stark untertunnelte Gebiet nach der Flutkatastrophe von 2021 erst wieder an Stabilität und Sicherheit gewinnen musste. Autos und andere motorisierte Fahrzeuge sind dort generell nicht erlaubt.

Rotes Kreuz stellte Schilder zur Verfügung

Das Prinzip der „Rettungspunkte“ gibt es schon länger, sei es im Nationalpark Eifel oder in Nachbarkommunen. Vor der Pandemie entschieden sich Kurtensiefen und Nießen dann, dasselbe auch für Mechernich ermöglichen zu wollen und fingen an. Dann kam Corona und Flut, die Aktion geriet ins Stocken. Nun, nach der „Wiedereröffnung“, konnte die Arbeit im Bergschadensgebiet aber endlich beendet werden.

Denn als die Stadtverwaltung den Bereich wieder freigab, fackelte Markus Kurtensiefen nicht lange. „Bewaffnet“ mit Rucksack und Akkuschrauber machte er sich auf den Weg und installierte die potenziell lebensrettenden Schilder im gesamten ehemaligen Bergbaugebiet verteilt. Meist bediente er sich dabei der schon vorhanden Infrastruktur an Schildpfosten des Eifelvereins. Gesponsert hatte die Schilder der Kreisverband des Roten Kreuzes, die Stadt Mechernich kümmert sich um die Instandhaltung. Als nächstes kommen Gebiete wie die „Schavener Heide“ dran, in der sich auch noch wenige Anhaltspunkte für Rettungseinsätze befinden.

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„Psychosoziale Hilfe Bad Münstereifel“ – Zwei Jahre nach der Flutkatastrophe

Bad Münstereifel – Auch zwei Jahre danach wird psychosoziale Hilfe benötigt – Nicht alle Folgen der Flutkatastrophe vom 14./15. Juli 2021 sind sichtbar. Spuren hat das Wasser nicht nur an Häusern und Straßen hinterlassen, sondern auch in den Köpfen und Seelen sehr vieler Menschen. Deshalb hat Michael Mönks bereits kurz nach der Flut damit begonnen, die „Psychosoziale Hilfe Bad Münstereifel“ mit aufzubauen. Seitdem haben mehrere Ehrenamtliche dort ein offenes Ohr für alle Menschen, die unter den Folgen der Flutkatastrophe leiden. Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian und Gina Burgwinkel-Ernst, Leiterin des Amtes für Öffentliche Sicherheit, Ordnung und Soziales, waren am Standort der Psychosozialen Hilfe am Ende des Parkplatzes „Im Goldenen Tal“, um sich mit ehrenamtlichen Mitarbeitern erneut über die aktuelle Situation auszutauschen. Neben dem Fluthilfebüro der Malteser sind die Berater, Seelsorger und Therapeuten dort in zwei gemütlich eingerichteten Containern untergebracht.

Mehr als 1.000 Gespräche haben die Ehrenamtler seit der Flutkatastrophe geführt. „Es ist ein niederschwelliges Angebot“, betont Mönks. Das heißt, dass es nicht um Therapie oder Krankheitsdiagnosen geht, sondern schlichtweg um das Reden und Zuhören. Gerne vermitteln die Helfer auch mentale Techniken, mit Belastungen umzugehen. „Selbstermächtigung“ heißt das Schlagwort – sich nicht vom Erlebten bestimmen lassen, sondern wieder handlungsfähig werden. Auf Wunsch leitet das Team ihre Gesprächspartner auch an Therapeuten weiter und unterstützt bei der Suche nach verschiedenen Therapieangeboten. Ebenso vermittelt es zum Beispiel, wenn es darum geht, handfeste oder finanzielle Hilfe zu erhalten. Michael Mönks erinnert sich an eine Betroffene, die ihre Wohnung nach der Flut lange Zeit nicht betreten hat. Aus Angst vor dem Anblick, der sie nach der ganzen Zeit dort erwartete, wagte sie sich nicht mehr in die Wohnung. Mönks vermittelte Hilfe der „Dachzeltnomaden“, die ihre Wohnung aufräumten. Für die Betroffene war es eine große Hilfe.

Auch fast zwei Jahre nach der Flut nehmen Menschen die Psychosoziale Hilfe in Anspruch. Etliche Betroffene werden erst mit diesem Abstand vom Erlebten eingeholt. „Bei manchen kommen durch die Flut auch alte Traumata wieder hoch, zum Beispiel Kriegstraumata“, berichtet Dorothee Wald. Und es sind nicht nur direkt Betroffene, die Hilfe benötigen. „Es kamen auch Menschen, die selbst nicht betroffen waren, aber aushalten mussten, dass um sie herum alle betroffen waren“, sagt Christine Gottwald. Auch zahlreiche Helfer benötigen Hilfe, um das Erlebte zu verarbeiten. Anfangs gab es auch Kinder, mit denen die Helfer Gespräche führten. „Kinder stecken das Erlebte teils in eine Kiste und vergessen es. Wenn sie erwachsen sind, kommt es dann vielleicht durch ein Hochwasser oder auch nur einen Geruch wieder hoch, und sie wissen nicht, was mit ihnen los ist“, so Dorothee Wald: „Deshalb rate ich den Eltern, dass sie für ihre Kinder aufschreiben, was sie in jungen Jahren erlebt haben.“

Wer das niederschwellige Angebot der „Psychosozialen Hilfe Bad Münstereifel“ in Anspruch nehmen möchte, kann sich unter Tel. 0157/50 39 82 37 oder per E-Mail an psycho-soziale-akuthilfe@posteo.de bei Michael Mönks melden.

 

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Kunst & Kultur

Uraufführung der Komödie „Verhext und Zugenäht“ bei den Burgfestspielen Mayen – Premiere am 17. Juni

Mayen – Eine glückliche Beziehung zu führen, ist nicht immer ganz leicht. Schon im Normalfall gibt es im Paarleben genug Herausforderungen zu meistern. Aber wenn die eigene Freundin eine Hexe ist und ausgerechnet an dem Abend, als sie zum ersten Mal die zukünftigen Schwiegereltern treffen soll, am berüchtigten „Malus magus“ leidet, dann kann der Abend nur in der Katastrophe enden. Vor allem, wenn der Schwiegervater in spe ein notorischer Spießer und Besserwisser ist und seine höllische Majestät, der Teufel persönlich, auch noch in das Familientreffen platzt und seine ganz eigene Agenda verfolgt.

Mit der Komödien-Uraufführung „Verhext und Zugenäht“ stellt sich der aus Film und Fernsehen bekannte Schauspieler Thomas Limpinsel dem Mayener Publikum erstmalig als Autor vor. Und der Titel ist Programm. Limpinsel lässt seine Hauptfiguren, die Hexe Marie und ihren Lebensgefährten Paul, durch einen Abend voller Pleiten, Pech und Pannen navigieren. Paul steht gewaltig unter dem Schlappen seines dominanten Vaters Horst, der an nichts ein gutes Haar lassen kann: An der Wohnungseinrichtung nicht, am Abendessen nicht und noch nicht einmal an Marie, deren magische Erkältung im Laufe des Abends immer schlimmer wird. Fast unmöglich, die ganzen Zauber- und sonstigen Missgeschicke zu vertuschen und die Stimmung hochzuhalten.

Inszeniert wird die aberwitzige Komödie, die am 17. Juni Premiere feiert, von Regisseurin Caroline Stolz, der Intendantin des Rheinischen Landestheaters Neuss. Stolz gilt als ausgewiesene Komödien-Expertin und probt mit den Schauspieler*innen akribisch an den Szenen voller Slapstick und Situationskomik. „Präzision ist das wichtigste Stichwort“, sagt Stolz. „Nur wenn das Timing auf den Punkt stimmt, überträgt sich das Feuerwerk auch auf das Publikum.“ Die neuen Ensemble-Mitglieder Silke Buchholz, Jörg Thieme, Kora Pavelić und die bereits aus der letzten Spielzeit bekannten Schauspieler Marc Simon Scheufen und Michael Ophelders werfen sich mit jeder Menge Energie und Spielfreude in absurde Verfolgungsjagden, urkomische Verwechslungsarien und aberwitzige Verwandlungsmomente. Da knallen die Türen und wackeln die Bilder im Bühnenbild von Ingo Bracke, dass außerdem die eine oder andere magische Überraschung bereithält!

Wie Marie und Paul den Abend mit den Schwiegereltern meistern und ob der Teufel am Ende doch Oberhand behält, das erfährt man ab dem 17. Juni auf der Bühne der Genovevaburg.

Karten für das Komödien-Feuerwerk gibt es bei Reisebüro Bell Regional Touristikcenter in der Rosengasse 5, 56727 Mayen. Ticket-Hotline: 02651/494942 oder per Mail an tickets@touristikcenter-mayen.de.

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Kunst & Kultur Tourismus

Auf den Spuren starker Frauen in Aachen – Spannende Stadtführung am Montag 12. Juni und Freitag 16. Juni

Aachen – Spannende Stadtführung mit Sabine Mathieu – Ohne die Frauen war das wirtschaftliche und soziale Leben in Aachen zu keiner Zeit vorstellbar. Einige von ihnen haben in der Stadt ihre Spuren hinterlassen. Stadtführerin Sabine Mathieu hat die Stadtführung „Auf den Spuren der starken Frauen in Aachen“ entwickelt. An zwei Tagen während der Heiligtumsfahrt können Pilgerinnen und Pilger diese kostenfrei erleben: Montag,  12. Juni und Freitag, 16. Juni. Treffpunkt ist jeweils um 15 Uhr am Elisenbrunnen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

„Wir folgen eigentlich dem Weg einer normalen Stadtführung“, erzählt sie, „dort finden wir an vielen Stellen Ankerpunkte zum Thema Frauen in Aachen.“ Die Führung beginnt bei Elise vom Elisenbrunnen, die zwar namentlich fast jeder kennt, deren Person aber weitgehend unbekannt bleibt. Natürlich werden auch die inzwischen selig gesprochenen  Klostergründerinnen des 19. Jahrhunderts ebenso thematisiert, wie die Frauen und Töchter Karls des Großen oder die zu Unrecht ermordeten sogenannten Aachener Hexen.

Die Gruppen erfahren zudem, wie sich das Bild von Frauen in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder gewandelt hat. Selbstverständlich werden auch die starken Frauen der Neuzeit vorgestellt. Dazu gehört nicht nur die erste Oberbürgermeisterin der Kaiserstadt, sondern auch die erste Ehrenbürgerin, Karlspreisträgerin und Ritterin des Ordens „Wider den Tierischen Ernst“. „Wenn man sich mit der Geschichte von Frauen beschäftigt, erkennt man gut, dass Frauen zwar nicht immer nur dumm gehalten wurden, man ihnen jedoch nur dann Bildung und Anerkennung zukommen ließ, wenn es gerade opportun war“, erzählt Sabine Mathieu, „dennoch gab es immer wieder Frauen, die sich ihren Platz in der Gesellschaft erfolgreich erkämpft haben.“

Zur Heiligtumsfahrt gibt es außerdem einen „Frauenkraftort. Dazu öffnen die Schervierschwestern ihre Klosterpforte in der Elisabethstraße 19 in Aachen. Gemeinsam mit der Frauenseelsorge im Bistum Aachen laden sie zu vielfältigen Angeboten: Liegestühle, Stullen & Getränke, spirituelle Impulse und stärkende Workshops erwarten die Besucherinnen. Die Workshops werden zweimal durchgeführt: um 13 bzw. 15.30 Uhr und dauern 90 Minuten.

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Mehr als 1000 Menschen feiern die erste große Pilgermesse auf dem Katschhof in Aachen

Aachen – Nach Ansicht des früheren Bischofs von Osnabrück, Franz-Josef Bode, bringen die in Aachen verehrten Heiligtümer die Menschen in Berührung mit dem Geheimnis der Menschwerdung und Erlösung. „Durch die Jahrhunderte lange Verehrung sind sie immer kostbarer geworden wie ein gehüteter Schatz, dessen Wert durch Alter nicht abnimmt, sondern zunimmt, und den es immer neu zu entdecken gilt“, betonte Bode.

Mit mehr als 1000 Menschen feierte Franz-Josef Bode den ersten Pilgergottesdienst auf dem Katschhof. Foto: Domkapitel Aachen / Andreas Steindl

„Es atmet Geschichte“

„An genau dieses Urereignis unseres Heils, mehr noch an ihn, den Heiland Jesus Christus selbst, erinnern uns die heiligen Sachen, die seit Jahrhunderten in Aachen aufbewahrt und verehrt werden.“ Für sie sei die großartige Chorhalle des unvergleichlichen Aachener Domes als kostbare, lichtdurchflutete Schatulle gebaut worden. Mit mehr als 1000 Menschen feierte Franz-Josef Bode den ersten Pilgergottesdienst auf dem Katschhof. Schon in seiner Ansprache betonte der emeritierte Bischof: „Es ist ein Gänsehaut-Gefühl dieses Lendentuch in Händen zu halten. Es atmet Geschichte.“

Bode, dessen Rücktritt als Bischof von Osnabrück vor wenigen Wochen von Papst Franziskus angenommen worden war, berichtete, dass er gerade dabei sei, aus dem großen Bischofshaus in Osnabrück auszuziehen und sich für den Ruhestand in eine kleinere Wohnung zu begeben. Dabei stehe er vor der schwierigen Frage, was er in die neue Wohnung mitnehmen solle und welche Dinge so unverzichtbar seien, dass er nicht ohne sie in die neue Zeit gehen wolle. „Wenn wir Menschen schon so im ganz normalen Leben unsere ,Heiligtümer´ haben als Erinnerung an glückliche Stunden und liebe Personen, wie sehr müssen uns erst alle Dinge wichtig sein, die uns in die Nähe des Geheimnisses der Menschwerdung Gottes und unserer Erlösung bringen“, unterstrich Bode. Der verstorbene frühere Bischof von Aachen, Klaus Hemmerle, habe einmal formuliert: „Wir gehen in Aachen mit dem Heiligen auf Tuchfühlung.“ Diese Entdeckung, diese Tuchfühlung mit dem Heiligen könne aber nur geschehen, wenn Menschen sich berühren ließen von der Person Jesu Christi und von seinem Lebensstil, wenn sie ihm nachfolgten und wenn die Erinnerungsstücke dazu dienten, sich des Lebens Jesu zu „erinnern“ im tiefen Sinn des Wortes, es für sich neu zu entdecken. „Nur der- und diejenige geht mit dem Geheimnis Christi auf Tuchfühlung, lässt sich bis heute davon berühren, der / die sich auf Tuchfühlung, auf Entdeckung des Menschen neben ihm begibt“, betonte Bode. Die Macht der Erinnerung, die Macht der Jahrhunderte alten Geschichte der Verehrung der heiligen Gegenstände wolle den Menschen – mit Augen zu sehen – klarmachen, was gerade in unserer Zeit und Welt heute so unendlich wichtig sein müsste, wo der Glaube an den ganz konkret menschgewordenen Gott verdunste oder in Vergessenheit gerate, weil das Bild von ihm so nebulös und inhaltslos geworden sei, statt wirklich geerdet und menschennah zu sein.

Echtheit ist nicht die entscheidende Frage

„Deshalb ist die alles entscheidende Frage bei der Verehrung dieser Gegenstände nicht: Wie echt oder wie alt oder wie wertvoll sind sie? Die entscheidende Frage lautet:  Wer ist der, zu dem diese Dinge gehören?“, hob der frühere Bischof von Osnabrück mit großem Nachdruck hervor. „Nicht, was man denkt und tut, nicht, wofür man diesen Jesus hält, ist entscheidend bei der Verehrung dieser Heiligtümer, sondern wofür wir, wofür ich, wofür jeder und jede Einzelne ihn hält und was er ihm und ihr bedeutet.“ Es gehe um die lebendige Beziehung zu der Person Jesus Christus, die geboren sei, gelebt habe, gestorben und auferstanden sei. Sie wolle immer neu entdeckt werden, so Bode.

Zur vollen und tiefen Beziehung zu diesem Christus gehöre die Annahme der ganzen Wirklichkeit mit all ihren Höhen und Tiefen, und das nicht in Verzweiflung, sondern in Hoffnung, in Vertrauen und Liebe, weil genau dieser Jesus schon alles mit und für uns Menschen durchgetragen habe. „Nichts anderes bezeugen wir mit der Verehrung der Heiligtümer in Aachen“, erklärte Bode. „Mit keinem Geringeren als dem Gottmenschen selbst gehen wir mitten in Zweifel, Angst und Not auf Tuchfühlung; wir entdecken ihn neu, um darin Halt zu finden.“ Die Heiligtumsfahrt öffne die Menschen neu für die große Liebe Gottes in der Eucharistie und nehme sie schrittweise mit in das tiefste Geheimnis des Glaubens. „Eine Kirche, in der das bleibt, dieses Suchen und Tasten, diese Nähe, diese Tuchfühlung und Berührung mit Gott und allen Menschen, wird Zukunft haben, davon bin ich fest überzeugt“, schloss Bode.

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29 Hammerschläge bis zur Öffnung des Marienschreins in Aachen

Aachen – Bischof Helmut Dieser ruft bei der Eröffnung der Aachener Heiligtumsfahrt dazu auf, Jesus zu entdecken. Donnernd tönen die Hammerschläge in die Stille des Aachener Doms: Es ist der Moment bei der Erhebung der Heiligtümer, bei dem alle mitzählen: Wie viele Schläge braucht der Goldschmied, um den Bügel des Schlosses am Marienschrein zu öffnen? Wie viele Schläge, bis die Heiligtümer – das Kleid Mariens, die Windel Jesu, das Enthauptungstuch des heiligen Johannes des Täufers und das Lendentuch Jesu – den Menschen wieder gezeigt werden können?

Genau 29 Hammerschläge sind es bis der Aachener Gold- und Silberschmied Thomas Zintzen das Schloss geöffnet hat. Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen und Dompropst Rolf-Peter Cremer haben zuvor die Unversehrtheit des Schlosses festgestellt.
Dr. Birgitta Falk, Leiterin der Domschatzkammer, entnimmt anschließend die vier Heiligtümer dem Marienschrein, um sie an das Domkapitel zu übergeben. Die Heiligtümer sind sorgfältig mit farbigen Seidenstoffen umhüllt, die mit Wachs versiegelt sind. Die Unversehrtheit dieser Siegel überprüfen Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen und Dompropst Rolf-Peter Cremer. Anschließend packen jeweils zwei Schwestern von vier Aachener Ordensgemeinschaften die Reliquien in der Sakristei aus. Dann werden sie zum ersten Mal nach neun Jahren den Gläubigen zur Verehrung gezeigt.

2500 Menschen im Aachener Dom und auf dem Katschhof verfolgen die Erhebungsfeier live, ungezählte weitere im Live-Stream von Domradio.de.

Der Ritus der feierlichen Erhebung beginnt mit der nach altem Brauch von Dompropst Rolf-Peter Cremer an Bischof Dr. Helmut Dieser ausgesprochenen Bitte, im Namen des Domkapitels und der Stadt Aachen die Tür des Marienschreins öffnen zu dürfen. In seiner Predigt ruft der Aachener Bischof dazu auf, Jesus bei der Heiligtumsfahrt zu entdecken. „Unsere vier Aachener Heiligtümer helfen uns, zu entdecken, worauf es ankommt, denn diese Heiligtümer spannen den gesamten Bogen unserer menschlichen Existenz auf“, betont er bei der Erhebungsfeier. „Sie zeigen uns, wer Christus ist und wer wir für ihn sind.“

Der Reiz der Einladung „Entdecke mich“ liegt nach Ansicht von Dieser darin, selbst von Jesus gefunden zu werden. Und das geschehe, wenn der Mensch zum Glauben an ihn komme. „Wir Aachener freuen uns auf viele Menschen, die auch in diesem Jahr 2023 wieder der Einladung folgen und in unsere Stadt kommen werden wie Unzählige vor ihnen alle sieben Jahre seit 1349!“, betont der Bischof. „Wer noch unentschlossen ist, möge sich anstecken lassen von diesem faszinierenden Geschehen: Kommen Sie nach Aachen, lassen Sie sich anrühren von dem Ruf: Entdecke mich!“ In seiner Predigt ruft der Aachener Bischof dazu auf, Jesus bei der Heiligtumsfahrt zu entdecken. „Unsere vier Aachener Heiligtümer helfen uns, zu entdecken, worauf es ankommt, denn diese Heiligtümer spannen den gesamten Bogen unserer menschlichen Existenz auf“, betont er bei der Erhebungsfeier. „Sie zeigen uns, wer Christus ist und wer wir für ihn sind.“
Der Reiz der Einladung „Entdecke mich“ liegt nach Ansicht von Dieser darin, selbst von Jesus gefunden zu werden. Und das geschehe, wenn der Mensch zum Glauben an ihn komme. „Wir Aachener freuen uns auf viele Menschen, die auch in diesem Jahr 2023 wieder der Einladung folgen und in unsere Stadt kommen werden wie Unzählige vor ihnen alle sieben Jahre seit 1349!“, betont der Bischof. „Wer noch unentschlossen ist, möge sich anstecken lassen von diesem faszinierenden Geschehen: Kommen Sie nach Aachen, lassen Sie sich anrühren von dem Ruf: Entdecke mich!“

Musikalisch gestaltet wird die Erhebungsfeier vom Aachener Domchor und dem Dombläserensemble unter der Leitung von Domkapellmeister Berthold Botzet.

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Ferienangebot im LVR-Freilichtmuseum Kommern vom 22. Juni bis zum 04. August

Mechernich-Kommern – Kinder und Erwachsene dürfen sich in den Sommerferien auf einen bunten Mix zum Mitmachen im LVR-Freilichtmuseum Kommern freuen. Über die Ferien verteilt vom 22. Juni bis zum 4. August können die kleinen Museumsgäste Hefeküchlein backen, mit der Korbmacherin arbeiten, Seife herstellen, Steckenpferde bauen oder mit der Steinmetzin aus Steinen Schmuckstücke zaubern.

In diesem Jahr neu im Programm: Buttern mit dem Butterfass, Salbenherstellung, fantasievolle Postkarten gestalten, Kerzen gießen und Historisches Konfekt. Die Aktionen müssen nicht gebucht werden: einfach dazukommen, Unkostenbeitrag von 2,50 Euro pro Person zahlen, loslegen und Spaß haben!

Die Angebote des Waldpädagogikzentrums Eifel erfordern eine Anmeldung unter 02234/9921-555. Für Flitzebogen, Bötchenbau und die anderen spannenden Programme des WPZs werden 5 Euro pro Person erhoben.

Angebote, Termine und Zeiten des Ferienprogramms sind auf der Museumswebseite www.kommern.lvr.de zu finden.

Offenen Führungen im Freilichtmuseum Kommern? Von Mai bis Ende Oktober finden jeden Sonntag jeweils zwei offene Führungen im Freilichtmuseum statt. Dabei geht es zum Beispiel „In einer Stunde über den Marktplatz Rheinland“ oder durch die Ausstellung „Herdanziehungskraft. Küche und Kochen“. Tickets und weitere Informationen unter www.kommern.lvr.de.

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Stadt Mayen erlässt Marktstand-Gebühren für Wochenmarkt-Händler

Mayen – Die Marktstandgebühren für die Wochenmarkthändler werden ab sofort für die Jahre 2023 und 2024 ausgesetzt. Der Marktausschuss hat dies in der Marktausschusssitzung am 24. Mai beschlossen, um den Händlern zu danken, die den Traditionsmarkt in dieser Form weiterführen und somit aufrechterhalten. Zudem soll diese Maßnahme zur Belebung der Innenstadt dienen.

Der Wochenmarkt ist eine langjährige Tradition – daher ist es umso schöner, wenn diese Tradition noch viele Jahre / Jahrzehnte weitergeführt werden kann. Die Mayener Bürger*innen möchten auf den Markt, der an drei Tagen in der Woche auf dem Marktplatz stattfindet nicht mehr verzichten. Neben frischen, regionalen Lebensmitteln gibt es beispielsweis auch Blumen und vieles mehr, was der Traditionsmarkt zu bieten hat.

„Der Wochenmarkt ist aus den Köpfen der Mayener Bürger*innen gar nicht mehr wegzudenken. Er ist, wie auch die Genovevaburg, ein fester und wichtiger Bestandteil, der die schöne Atmosphäre unserer schönen Stadt Mayen ausmacht. Das Engagement, welches viele Markthändler bereits jahrelang mitbringen, ist ein hohes Gut und soll mit der Erlassung der Gebühren wertgeschätzt werden“, so stellvertretender Marktmeister Bastian Kirch.

Interessierte können sich bei Bastian Kirch per Mail an bastian.kirch@mayen.de weitere Informationen einholen und sich mit einem Stand für den Wochenmarkt anmelden.