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Ausflugstipps für Familien – Neue Vulkaneifel-Kinderkarte erschienen

Daun – Gemeinsam haben das Gerolsteiner Land, die Ferienregionen Kelberg und Wittlich Stadt und Land sowie das GesundLand Vulkaneifel eine Vulkaneifel-Kinderkarte auf den Weg gebracht. Die Kinderkarte zeigt knapp 200 Ausflugsziele für die ganze Familie zwischen Stadtkyll und Hetzerath, Mürlenbach und Bad Bertrich.

„Wir verzeichnen nicht erst seit der Corona-Pandemie eine deutlich verstärkte Nachfrage nach Familienangeboten“, berichtet Vera Esch vom GesundLand Vulkaneifel. „Dem wollen wir schon lange Rechnung tragen, doch bisher fehlte ein Ort, an dem die zahlreichen Familienangebote der Region zusammengetragen werden. Mit unserer Kinderkarte wird nun endlich auf einen Blick sichtbar, was die Region für Familien zu bieten hat“.

Die Vielfalt der Angebote aufzuzeigen, das steht im Fokus des Projektes, betont auch Andrea Meyfarth-Staub von der Tourist Information Kelberg: „Wir haben enorm viel zu bieten für Groß und Klein, über alle Altersgruppen hinweg.“ Die Karte zeigt von Radwegen über Museen, Burgruinen und Schlösser, Schimmbäder, Minigolfplätze und Naturerlebnisse bis hin zu Kinos, Hofläden und Abenteuerspielplätzen 194 Ausflugsziele in der ganzen Region.

„All diese Ausflugsziele sind in weniger als einer Stunde zu erreichen, egal, wo auf der Karte man sich befindet“, stellt Nicole Baller von der Tourist Information Wittlich Stadt und Land heraus. „Der Gast denkt nicht in den Grenzen eines Gerolsteiner Landes, einer Ferienregion Kelberg oder eines GesundLand Vulkaneifel. Der Gast ist auf der Suche nach Erlebnissen, und unsere neue Karte zeigt ihm, wo er sie findet.“

Frank Reuter, Geschäftsführer der Ferienregion Gerolsteiner Land, erklärt: „Es ist das erste gemeinsame Projekt dieser Art unserer vier Ferienregionen. Darauf aufbauend möchten wir weitere Projekte über die Grenzen der einzelnen Regionen hinweg in Angriff nehmen.“

Die neue Vulkaneifel-Kinderkarte ist ab sofort kostenfrei in den Tourist Informationen der Partnerregionen erhältlich.

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Breitbandausbau abgeschlossen – Westconnect sorgt für schnelles Internet im Stadtteil Sinzig-Franken

Sinzig-Franken – Privathaushalte sowie Gewerbetreibende aus dem Stadtteil Sinzig-Franken können ab sofort über moderne Glasfaserleitungen im Internet surfen. Vertreter*innen der Kommune und der Westconnect GmbH gaben gemeinsam den offiziellen Startschuss für das Breitbandnetz. Insgesamt profitieren rund 170 Haushalte von den Gigabit-Verbindungen, die sich im Rahmen der erfolgreichen Vorvermarktung für die attraktiven Glasfaserangebote von Westenergie Breitband entschieden hatten. Das neue Glasfasernetz bietet dabei Übertragungsraten von bis zu 1.000 Megabit pro Sekunde.

Ortsvorsteher Hans Jürgen Koffer, auf dessen Initiative die Vorvermarktung durchgeführt wurde, sagte: „Eine zukunftsfähige Breitbandversorgung ist heute von zentraler Bedeutung und eine wesentliche Investition in die zukunftsfähige, digitale Infrastruktur. Für die Wettbewerbsfähigkeit und Lebensqualität unserer Region ist dies ein entscheidender Vorteil. Schnelle Internetzugänge sind für die meisten Menschen von großer Bedeutung und erhöhen die Attraktivität der Region als Wohn- und Gewerbestandort nachhaltig. Wir freuen uns, dass der Breitbandausbau nun erfolgreich abgeschlossen wurde und bedanken uns dafür herzlich bei Westconnect.“

Nach zwei Jahren intensiver Bauzeit sind alle notwendigen Arbeiten für das schnelle Internet im Stadtteil Sinzig-Franken abgeschlossen: Hierzu wurden insgesamt 6,1 Kilometer Glasfaserkabel verlegt und 7 Schaltschränke errichtet. Philipp Klein, Key Account Manager bei Westconnect, erklärte: „Beim Ausbau des schnellen Internets beschränken wir uns nicht nur auf die Interessen der größeren Städte und Gemeinden, sondern blicken auf eine Flächenversorgung im gesamten Versorgungsgebiet. Wir wünschen allen Bürger*innen viel Freude mit dem neuen schnellen Internet.“

Auskunft und Beratung

Die Westconnect GmbH ist zuständig für den Ausbau des Breitbandnetzes in den Städten und Gemeinden. Die Ansprache von Kund*innen im Ausbaugebiet und der Vertrieb von passenden Breitbandprodukten erfolgt dienstleistend unter der Marke „E.ON Highspeed“ durch die E.ON Energie Deutschland.

Auskünfte über Produkte und Services gibt es weiterhin online unter www.eon-highspeed.com oder über die kostenfreie Info-Hotline 0800-9900066.

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Straßenbäume in Aachen leiden unter der Trockenheit – Stadtbetrieb versorgt täglich bis zu 300 Bäume

Aachen – Mit zusätzlichen Fahrzeugen werden aktuell bis zu 60.000 Liter Wasser täglich an Aachens Straßenbäume gebracht. Um den Baumbestand im Gleichgewicht zu halten, werden künftig jedes Jahr 500 neue Bäume gepflanzt. Bürger*innen sind aufgerufen, mitzugießen – jeder Liter Wasser hilft!

Zuletzt waren die Fahrzeuge Anfang des Jahres unterwegs – da noch mit Schild und Streuteller im Winterdienst. Nun sind die kleinen Lastwagen mit einem Gießarm und einem 5.100-Liter-Wasserfass umgerüstet, sodass die Mitarbeitenden der Baumunterhaltung Aachens Straßenbäume mit Wasser versorgen können. Der Klimawandel zeigt seine Auswirkungen deutlich.

Bereits seit März versorgt das Team des Aachener Stadtbetriebs im Schnitt täglich bis zu 300 Straßenbäume. Zwischen 150 und 200 Liter werden an den Baum gegossen; abhängig vom Alter des Baumes alle zehn bis zwölf Tage.

„Dekade der Stadtbäume“

Die Anforderungen an die Baumunterhaltung haben sich in den vergangenen Jahren drastisch verändert. Insbesondere die anhaltenden Trockenperioden führen dazu, dass die Mitarbeitenden der Baumunterhaltung des Aachener Stadtbetriebs zu Gegenmaßnahmen greifen müssen, um die Stadtbäume in Aachen in einem guten Zustand erhalten zu können. Stadtbäume können mit der Trockenheit noch viel schwerer umgehen, als die Bäume im Wald. Der Grund: In den Städten haben die Bäume oft weniger Platz für ihre Wurzeln. Im Boden können sie Wasser schlechter aufnehmen. Gleichzeitig bekommen sie viel Sonne ab, da sie häufig isoliert an den Straßen stehen.

Um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen, braucht Aachen eine „Dekade der Stadtbäume“, betont Heiko Thomas, Dezernent für Klima und Umwelt, Stadtbetrieb und Gebäude der Stadt Aachen. „Wir verlieren in Aachen jährlich mehr Bäume als wir pflanzen. Wir müssen uns deshalb um die Bestandsbäume kümmern und gleichzeitig mehr Bäume pflanzen.“ Rund 500 Ersatzbaumpflanzungen im öffentlichen Raum, also an Straßen, Parkanlagen und Spielplätzen, sowie im Bereich des städtischen Gebäudegründe und auf Liegenschaften übernimmt der Aachener Stadtbetrieb ab 2024 jährlich. Hinzu kommen Pflanzungen des Fachbereichs Umwelt und Klima im Rahmen von Neu- und Umbaumaßnahmen, sowie sonstigen Projekten, wie etwa dem Friedhofsentwicklungsprojekt des Stadtbetriebs.

25.000 Gießgänge pro Jahr

Sie alle müssen mit Wasser versorgt werden. Fünf Gießsysteme mit unterschiedlichen Fassungsvermögen (1.000 Liter, 5.100 Liter und 8.000 Liter Wasser) setzt der Stadtbetrieb aktuell täglich ein, um die Bäume in den unterschiedlichen Umgebungen wie Parks, Schulen und Straßenzügen zu erreichen. 2024 werden zwei weitere Systeme mit 3.500 Liter und 11.000 Liter Fassungsvermögen angeschafft. „Bei 500 Ersatzpflanzungen pro Jahr und bis zu fünf Jahren Entwicklungspflege pro Baum entspricht dies in etwa 25.000 Gießgängen pro Jahr, die sich überwiegend auf die Vegetationsperiode von März/April bis Oktober/November verteilen, unabhängig von den älteren Bestandbäumen“, erläutert Andreas Schulz, Bereichsleiter Baumunterhaltung des Aachener Stadtbetriebs. Welche Bäume in Zeiten des Klimawandels bestenfalls gepflanzt werden, ist abhängig vom jeweiligen Standort, erläutert der Teamleiter für Baumpflanzungen und Jungbäume, Michael Speck. „Auf einer Rasenfläche im Park gedeiht eine Birke sehr gut, ein paar Meter weiter im Straßenraum kommt sie nicht mehr gut zurecht.“ Und so prüfen die Expert*innen für jede Ersatz- und Neupflanzung, welche Baumart wegen der örtlichen Begebenheiten am besten geeignet ist.

Um die Vorbereitungen der Baumstandorte, Pflanzungen und Pflege dauerhaft übernehmen zu können, wird das Team aktuell erweitert: Der Aachener Stadtbetrieb stellt allein in diesem Bereich acht neue Mitarbeitenden ein. Denn vor allem die Jungbäume benötigen eine intensive Pflege. „Die Jungbäume müssen wir in den ersten drei Jahren nach der Pflanzung mit 15 bis 20 Gießgängen vollversorgen“, erläutert Andreas Schulz. Doch auch darüber hinaus werden die Stadtbäume gegossen – bedarfsorientiert je nach Alter, bei Trockenheit auch bei älteren Bäumen, um Schaden abzuwenden. „Es ist wichtig den permanenten Welkepunkt abzuwenden, damit die Bäume keinen dauerhaften Schaden davontragen“, erklärt Schulz. Besonders junge Bäume sind davon betroffen, denn sie konnten noch nicht ausreichend breite und tiefe Wurzeln bilden. Doch dieser Punkt kann abgewendet werden, indem die Bäume gegossen werden. Hier könnten schon ein bis zwei Gießkannen eine erste Hilfe sein. „Wir brauchen alles und jeden. Menschen, Maschinen, den Privatbereich und Baumpat*innen“, betont Heiko Thomas.

Unterstützung der Bürger*innen

Die Bürgerinnen und Bürger können die Mitarbeitenden des Stadtbetriebs unterstützen, indem sie Bäume in der eigenen Wohnstraße mit Wasser versorgen. Leitungs- und Regenwasser sind gleichermaßen geeignet. Dabei gilt: Zu viel gibt es nicht, und jeder Eimer oder jede Gießkanne zählt.

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Neue Kooperation in Mayen

Mayen – Wer rastet, der rostet! Nach diesem Motto handelt der Ehrenamtskoordinator des Seniorendomizils Am Grubenfeld James Clifton „Jimmy“ Stone und ist immer auf der Suche nach interessanten und altersgerechten Abwechslungen für die Bewohner des Altenpflegeheims.

Er wurde gleich in der unmittelbaren Nachbarschaft fündig, denn die Erlebniswelten Grubenfeld bieten ein Stück Heimatgeschichte zum Anfassen. „Es ist ganz wichtig, im Alltag Abwechslung zu erleben und neue Eindrücke zu gewinnen. So bleiben unsere Bewohner fit und können weiter am Leben teilhaben“, begründet James Clifton Stone sein Engagement. Auch Sabine Leonard von den Erlebniswelten Grubenfeld ist überzeugt, den Senioren ein paar schöne Stunden gestalten zu können: „Unsere Ausstellung ist weitestgehend barrierefrei.

Vielleicht werden ja sogar wieder Kindheitserinnerungen wach und der ein oder andere erzählt von früher. Auch unsere Führungen durch die Ausstellung und über das Gelände versprechen viel Wissenswertes und laden ein, die direkte Nachbarschaft zu erkunden. Wem der Besuch der Ausstellung zu anstrengend wird, kann sich auf unserer wunderbaren Terrasse bei einer Tasse Kaffee ausruhen.“ Ehrenamtskoordinator Jimmy Stone und Museumsmitarbeiterin Sabine Leonard sind sich einig: „Zusammen gestalten wir einen schönen und erlebnisreichen Nachmittag für unsere Besucher!“

Mehr Informationen zum Eifelmuseum Mayen unter: www.eifelmuseum-mayen.de

Öffnungszeiten
EifelTotal und Deutsches Schieferbergwerk: Täglich geöffnet von 10.00 bis 17.00 Uhr
Geschlossen:freitags, außer an Feiertagen und in den Ferien RLP und NRW

Erlebniswelten Grubenfeld: Täglich geöffnet von 10.00 bis 17.00 Uhr
Geschlossen: montags, außer an Feiertage und in den Ferien von RLP und NRW

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Stabwechsel beim Sommerfest in Kall

Kall – Die Musikkapelle Kall präsentierte mit Marc Leibach ihren neuen musikalischen Leiter – Der scheidende Dirigent Peter Blum übergab den Taktstock an seinen Nachfolger – Ein letztes Mal „Gospel John“. Mit neuem Dirigenten startete die Musikkapelle Kall am ersten Ferienwochenende ihr traditionelles Sommerfest. Weil der langjährige Festplatz „Auf dem Fels“ durch die dort stehenden Tiny-Häuser für Kaller Flutopfer noch nicht zur Verfügung steht, zogen die Musiker erneut hinter die Alte Post in der Bahnhofstraße um. Die Kaller zeigten zwei Tage lang, dass sie „ihrer“ Musikkapelle auch am Ersatzstandort die Treue halten. Das Fest war samstags und sonntags gut besucht, wozu auch der strahlende Sonnenschein dazu beigetragen hatte. Auch Bürgermeister Hermann-Josef Esser erwies den Kaller Musikern an beiden Tage die Ehre.

Am Samstagabend hatte Band „Two Funny 4 You“, die Rock- und Pop-Titel covert, aber auch kölsche und eigene Lieder spielt, die Gäste unterhalten. Sonntags spielen die Musikvereine Floisdorf und Vlatten auf und anschließend die Musikkapelle Kall selbst. Für den Dirigenten Marco Leibach wurde das Fest in Kall eine offizielle Premiere, denn der 30-Jährige hat erst vor wenigen Wochen die musikalische Leitung der Musikkapelle Kall übernommen.

Marco Leibach folgt auf Peter Blum, der nach zehn Jahren als Dirigent in Kall aus zeitlichen Gründen sein Dirigat aufgegeben hat. Nach 28 Jahren als Trompeter der Big Band der Bundeswehr steht er vor der Pension und wechselt ins Marketing zu einem der weltweit größten Hersteller von Blasinstrumenten nach Süddeutschland. „Peter Blum hat uns mit großem Engagement dirigiert und musikalisch wie menschlich enorm bereichert. Es ist sehr schade, dass er uns verlässt“, sagt Vereinsvorsitzender Stefan Reinders.

Blum vermittelte den Kallern den Kontakt zu Marco Leibach, der seit Ende 2022 als Posaunist bei der Big Band der Bundeswehr spielt und mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in Stotzheim wohnt. Der neue Dirigent, gebürtig vom Bodensee, war bei diversen Musicals angestellt und in einigen Brass-Bands aktiv. Er hat Musik unterrichtet und eine Big Band geleitet. Nun freue er sich, erstmals eine traditionelle Blaskapelle zu dirigieren. „Die Musikkapelle Kall zu dirigieren, finde ich spannend, da ich immer vor neue Herausforderungen gestellt werde. Das Repertoire einer modernen Blaskapelle reduziert sich ja nicht nur auf traditionelle Musik, sondern sollte das breite Spektrum der heutigen Erwartungen erfüllen“, so Leibach.

Bevor Marco Leibach beim Sommerfest erstmals öffentlich den Taktstock in Kall schwang, galt es, seinen Vorgänger Peter Blum gebührend zu verabschieden. Vorsitzender Stefan Reinders übergab Blum eine große Collage mit Fotos aus der zehnjährigen Dirigententätigkeit in Kall. Peter Blum erinnerte sich noch an einen Zeitungsartikel vor zehn Jahren, in dem von der Übergabe des Dirigentenstabs an ihn berichtet wurde. Nun sei es an der Zeit, den Dirigentenstab an seinen Nachfolger Marco Leibach in der Hoffnung, dass dieser mindestens die nächsten zehn den Taktstock in Kall schwinge.

Der neue übernehme eine gut aufgestellte Blaskapelle bestätigten Vorsitzender Stefan Reinders und der scheidende Dirigent Peter Blum. Der ergriff, unter großem Applaus der Sommerfest-Besucher, zum endgültigen Abschied von Kall noch einmal den Dirigentenstab, um das Stück „Gospel John“, dass sein Vorgänger Eckard Auer für Blasorchester umgeschrieben habe.

Die Musikkapelle Kall, die im nächsten Jahr ihr 70-jähriges Bestehen feiert, ist immer auf der Suche nach Verstärkung. Sie fördert auch die musikalische Ausbildung finanziell. Die rund 40 Aktiven proben freitags ab 19.30 Uhr in der Alten Schule (Aachener Str. 51). Vorsitzender Stefan Reinders: „Interessierte können dort gerne vorbeikommen“. (Reiner Züll)

 

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Jetzt bewerben für den Städtischen Förderpreis „Integration durch Sport“ 2023 in Aachen

Aachen – Nicht nur Sportvereine können sich mit sportlichen Projekten bewerben – Er geht in die nächste Runde: Der städtische Förderpreis „Integration durch Sport“ wird in diesem Jahr bereits zum 13. Mal verliehen. Mit ihm werden Vereine, Träger der freien Jugendhilfe, Migrantenselbstorganisationen oder andere Institutionen sowie engagierte, ehrenamtlich tätige Menschen ausgezeichnet, die einen außergewöhnlichen und nachhaltigen Beitrag zur Integrationsarbeit in Aachen leisten. „Integration durch Sport ist so viel einfacher, als in vielen anderen Bereichen“, weiß Bernd Elbert, stellvertretender Fachbereichsleiter des Fachbereichs Sport der Stadt Aachen. Davon ist auch Uschi Brammertz, Geschäftsführerin des Fördervereins „Integration durch Sport“, überzeugt: „Man verbindet beim Sport Menschen auch ohne gemeinsame Sprache, starre Regeln oder Abläufe.“ Das kann Sarah Hunds vom Kommunalen Integrationszentrum des städtischen Fachbereichs Wohnen, Soziales und Integration bestätigen: „Sport baut Brücken.“

Der Sieger des vergangenen Jahres

Und diese Brücken will der Förderpreis alljährlich zeigen und auszeichnen. Für die Preisträger*innen ist der Förderpreis nicht nur ein finanzieller Anreiz, sondern vor allem auch eine öffentliche Anerkennung ihrer wichtigen Arbeit. Den ersten Platz belegte 2022 das Jugend- und Begegnungshaus „jub – das Netz“ mit dem Projekt „Hip Hop Tanz-Workshops, Skate-Workshops, Nachtaktiv“. Das „jub“ fördert seit über 20 Jahren das gleichberechtigte und friedliche Zusammenleben von Menschen, unabhängig ihrer sozialen und kulturellen Herkunft, sowie die Begegnung zwischen den Generationen. Die Bedeutung über das Preisgeld hinaus kann Silke Radermacher, pädagogische Mitarbeiterin, nur bestätigen: „Das war für die Kinder, die bei der Preisverleihung im Ballsaal des Alten Kurhaus dabei waren, aufregend. Die sind ganz lange sehr stolz gewesen. Das hat uns viel bedeutet.“ Tanztrainer Patrick Legun über das ausgezeichnete Projekt: „Wir bekommen bei solchen Angeboten immer mit, aus welchen Ländern aktuell die meisten Geflüchteten kommen. Aber beim Tanzen reden wir erstmal kaum miteinander. Wir machen Musik und tanzen gemeinsam.“ Für Simone Deloie, Fachkraft „Integration durch Sport“ beim Stadtsportbund Aachen, ein ideales Beispiel: „Eigentlich passiert beim Sport Integration ja nebenbei. Viele Vereine wissen gar nicht, wie viel sie in dem Bereich leisten.“ Für Oliver Schwarz, den Hausleiter des „jub“, ist auch „Nachtaktiv“ ein solches Angebot: „Die Kinder und Jugendlichen treiben abends gemeinsam Sport in offenen Turnhallen und sind nicht alleine draußen unterwegs.“ Das „jub“ sei ein sicherer Spot für die Jugendlichen der Umgebung.

Jury entscheidet

Eine Jury entscheidet über die eingegangenen Vorschläge. Sie setzt sich zusammen aus dem Beigeordneten für den städtischen Fachbereich Sport und jeweils einer Vertretung des Integrationsrates, des Fachbereichs Wohnen, Soziales und Integration, des Fachbereichs Sport, des StadtSportBundes und des Arbeitskreises „Integration durch Sport“. Besonders berücksichtigt werden innovative und richtungsweisende Aktivitäten mit Vorbildcharakter, die sich nachhaltig und dauerhaft auf die Integrationsarbeit auswirken, Projekte oder Aktivitäten, die durch eine Kooperation unterschiedlicher Institutionen getragen werden und vernetzt sind. Aktionen, die sich durch ein gemeinsames Miteinander von Menschen unterschiedlicher Kulturkreise auszeichnen und die Kommunikation untereinander verbessern oder Aktivitäten, die sich durch soziale Aspekte, wie kostenlose oder preiswerte Angebote oder ein über das Sportangebot hinausgehendes soziales Engagement auszeichnen, haben ebenfalls gute Chancen.

Für den ersten Platz wird ein Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro, für den zweiten Platz 1.000 Euro und für den dritten Platz 500 Euro ausgezahlt. Für weitere Projekte kann es zusätzliche Anerkennungspreise geben.

„Projekte, die vor 2018 für den Preis vorgeschlagen oder geehrt wurden, können sich erneut bewerben. Prämierte Projekte aus den vergangenen fünf Jahren können leider nicht berücksichtigt werden“, erläutert Ellen Schartmann vom Fachbereich Sport. Alle Infos und die ausfüllbare Bewerbung unter www.aachen.de/sport, Rubrik „Sportförderung“.

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Mayener KSK-Belegschaft unterstützt Initiative „Glücksritter“

Mayen/Region – Claudia Sauer als Gründerin der Initiative „Glücksritter“ sowie Anja Daheim von der Flut- & Flüchtlingshilfe Polch sowie Barbara Böhlandt und Herman Feller von den TAFEL-Ausgabestellen Münstermaifeld und Polch staunten nicht schlecht, was die Belegschaft der Kreissparkasse (KSK) Mayen in den zurückliegenden Wochen an Sachspenden zusammen getragen hatte. KSK-Personalratsvorsitzende Anne Püsch hatte hierzu in den vergangenen Wochen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der KSK aufgerufen, die Initiative mit Sachspenden in Form von haltbaren Lebensmitteln, Babynahrung, Arzneimitteln, Verbandsmaterialien, Hygieneartikeln sowie Spielsachen und auch Tiernahrung zu spenden. Im Beisein von KSK Vorstandsvorsitzendem Karl-Josef Esch und seinem Vorstandskollegen Christoph Weitzel konnten die gesammelten Sachspenden kürzlich ihrer Bestimmung übergeben werden.

Claudia Sauer, die sich seit vielen Jahren ehrenamtlich engagiert, hatte die Initiative „Glückritter“ ins Leben gerufen, insbesondere um Bedürftigen und Flüchtlingen zu helfen. So konnte bereits in der Vergangenheit nach der Flutkatastrophe an der Ahr unkompliziert Hilfe geleistet werden. Auch Hilfstransporte in die Ukraine konnten so bereits organisiert und durchgeführt werden. „Aktuell liegen mir die Kinder aus der Ukraine besonders am Herzen, die sich über Stofftiere, Malstifte und Malbücher freuen“, bedankte sich Claudia Sauer, die selbst bei einem Hilfstransport in die Ukraine dabei war und diesen in einem Video dokumentiert hat.

„Die Idee, etwas Gutes zu tun, liegt vielen unserer Kolleginnen und Kollegen am Herzen. So ist auch diese Aktion aus der KSK-Belegschaft heraus entstanden und schnell stand fest, dass wir der Initiative „Glücksritter“ helfen wollen, die u.a. die örtliche TAFEL Ausgabestellen in Münstermaifeld und Polch mit Lebensmittelspenden unterstützt. Gerade die gemeinnützige TAFEL des Caritasverbandes Rhein-Mosel-Ahr e.V. ist mit der Versorgung Bedürftiger momentan leider stark gefordert und für solche Aktionen dankbar,“ erklärt KSK-Personalratsvorsitzende Anne Püsch. „Die Lebensmittelspenden kommen völlig unbürokratisch und ohne Umwege den Ausgabestellen der TAFEL in Münstermaifeld und Polch zu. Ebenso werden das Tierheim Andernach und die Flut- & Flüchtlingshilfe Polch Sachspenden erhalten. Medizinische Spenden in Form vom Arzneimitteln und Hygieneartikel gehen an Menschen in der Ukraine, die durch Kriegshandlungen verletzt und verwundet wurden“, erklärt Anne Püsch abschließend.

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Tourismus

Nationalpark Eifel ist ein voller Erfolg für Mensch, Natur und die Region

Schleiden/Region/Düsseldorf – Mehr als 11.300 nachgewiesene Tier-, Pilz- und Pflanzenarten, rund eine Million Besuche und Bestnoten für die Naturerlebnis- und Umweltbildungsangebote: Vom Nationalpark Eifel profitiert nicht nur die Natur, auch für die Menschen in der Region und darüber hinaus hat sich das Großschutzgebiet zu einem beliebten Ziel für Naturtourismus und Umweltbildung entwickelt.

Das zeigt der neue Jahresbericht 2022 der Nationalparkverwaltung Eifel. „Nordrhein-Westfalen hat eine einzigartige Natur und eine faszinierende Artenvielfalt“, sagte Umweltminister Oliver Krischer bei der Vorstellung des Berichtes in Schleiden. „Unser Nationalpark Eifel ist seit nunmehr fast 20 Jahren ein wertvoller Hort der biologischen Vielfalt, Faktor einer nachhaltigen Entwicklung und Vorbild des sanften Natur-Tourismus. Der Nationalpark Eifel ist ein voller Erfolg für Mensch, Natur und die Region. Er beherbergt seltene und gefährdete Arten und zeigt den Menschen mit seinen vielfältigen Angeboten, wie einmalig und schützenswert die Natur vor unserer Haustür ist. Ich bin ein großer Fan des Nationalparks und das schon seit der ersten Stunde.“ Seit seiner Gründung am 1. Januar 2004 zeige der einzige Nationalpark in Nordrhein-Westfalen, dass er ein wichtiger Motor der wirtschaftlichen Regionalentwicklung ist.

Mit 1.016.880 registrierten Besuchen überschritten die Besuchszahlen im letzten Jahr das dritte Mal in Folge die Marke von einer Million Gäste. Seit der ersten Volluntersuchung 2007 (450.000 Gäste) haben sich die Besucherzahlen des Nationalparks mehr als verdoppelt. Um regionalökonomischen Effekte zu ermitteln, wurde 2022 eine große sozioökonomische Wiederholungsuntersuchung begonnen. Eine Studie aus den Jahren 2014/2015 zeigte, dass der Nationalpark in der Region bei damals 870.000 Besuchen einen Bruttoumsatz von über 30 Millionen Euro bewirkte, was rechnerisch 674 Arbeitsplätzen entspricht.

„Der Nationalpark Eifel und die Region zeigen, wie erfolgreicher Naturschutz umgesetzt werden kann und davon Natur und Mensch gleichzeitig profitieren. Hieran wollen wir anknüpfen und noch im Sommer den Startschuss für das Beteiligungsverfahren zur Errichtung eines zweiten Nationalparks in Nordrhein-Westfalen geben“, kündigte Minister Krischer an. Denn auch in Nordrhein-Westfalen habe man trotz Erfolge im Naturschutz weiterhin einen Verlust an biologischer Vielfalt. „Etwa 45 Prozent der untersuchten Tier-, Pilz- und Pflanzenarten sind gefährdet, vom Aussterben bedroht oder bereits ausgestorben. Diesen Trend wollen und müssen wir umkehren“, sagte Minister Krischer. „Denn die Biodiversitätskrise ist neben der Klimakrise die zweite große ökologische Herausforderung unserer Zeit.“

Biologische Vielfalt profitiert durch Nationalpark

Gerade der Nationalpark Eifel zeigt, welche positive Wirkung ein solches Großschutzgebiet mit seinen gut 10.700 Hektar auf die Artenvielfalt hat. Unter den 11.356 nachgewiesenen Arten im Nationalpark befinden sich 2.614, die auf der „Roten Liste der gefährdeten Arten“ stehen. So leben im Nationalpark Wildkatzen, Milane, Mauereidechsen, gelbe Wildnarzissen und zunehmend auch typische Arten für alte Wälder wie den „Urwald-Pilz“ Ästiger Stachelbart.

Allein im Jahr 2022 konnten Forscherinnen und Forscher weitere 156 Arten nachweisen. Ein neu gefundener Pilz ist beispielsweise der Duftende Goldporling, der an einem älteren Baumstumpf direkt am Bachufer gefunden wurde. Ein Neufund für Nordrhein-Westfalen ist der Schmetterling Pammene agnotana. Insgesamt umfasst die Artenliste der Schmetterlinge inzwischen 1.430 Arten. „Die nachgewiesenen Arten und die Entwicklung der Wälder zeigen, dass die Natur im Nationalpark nach und nach in ihre Kreisläufe zurückfindet und von den ungestörten Lebensräumen profitiert“, sagte Dr. Michael Röös, Leiter der Nationalparkverwaltung. Auffällig war 2022 auch das häufige Auftreten des Kleinspechtes. Mindestens ein Uhupaar konnte zudem erfolgreich zwei Jungvögel aufziehen. Für Überraschung sorgte im März ein Schneesperling auf der Dreiborner Hochfläche, da diese Art normalerweise in alpinen Regionen vorkommt. In den Wäldern konnte die Nationalparkverwaltung feststellen, dass die Rotbuche, aber auch Bergahorn und Hainbuche häufiger werden, was ein Hinweis auf die Abnahme der Einflüsse früherer Nutzungen ist.

„Es ist wichtig und gut, dass es die Menschen in die Natur zieht, denn dann sehen sie, wie wertvoll und schützenswert die Natur ist. Genauso wichtig ist aber, dass sich alle Menschen an die Schutzbestimmungen halten – das ist wichtig für die dort lebenden Arten und fördert gleichzeitig ein vielfältiges Naturerleben für alle“, ergänzte Michael Röös.

Begonnen wurde 2022 zudem mit einem akustischen Fledermaus-Monitoring. An vier Standorten wurden hierzu Fledermausrufe mittels sogenannter Batcorder automatisch aufgezeichnet und später am Computer analysiert. Nach vorläufiger Auswertung stammen die 36.601 aufgezeichneten Rufe von mindestens 14 Arten. Die Rauhaut- und die Wimperfledermaus wurden dabei ausschließlich durch das akustische Monitoring nachgewiesen.

Dass es auch im Jahr 2023 bereits mit spannenden Entdeckungen weiterging, konnte Dr. Christa Lang, Leiterin des Fachgebiets Forschung und Dokumentation der Nationalparkverwaltung, berichten. So konnten im Juni 21 Gänsegeier beobachtet werden. Seit rund 100 Jahren gelten Gänsegeier in Deutschland als ausgestorben, allerdings werden immer wieder auch hierzulande Exemplare beobachtet.

Umweltbildung stark nachgefragt

Neben einem attraktiven Wegenetz finden im Nationalpark auch vielfältige Naturerlebnis- und Umweltbildungsprogramme statt. Über 23.000 Teilnehmende zählten die organisierten Veranstaltungen im Jahr 2022. Dabei erhielten die Programme Bestnoten. Über 95 Prozent gaben an, dass ihre Erwartungen an die Umweltbildungsprogramme der Wildniswerkstatt in Düttling erfüllt worden sind. Auch die Erlebnisausstellung „Wildnis(t)räume“ im Nationalpark-Zentrum Eifel und die Rangertouren bewerteten über 90 Prozent der Befragten mit sehr gut oder gut.

Zahlreiche Einrichtungen und Personen unterstützen die Bildungsarbeit im Nationalpark. So bieten 129 eigens für den Nationalpark Eifel ausgebildete Waldführerinnen und Waldführer individuelle Gruppenführungen an. 46 Schulen und 32 Kindertageseinrichtungen nahmen an einer speziellen Zertifizierung der Nationalparkverwaltung und des Nationalpark-Fördervereins teil. Auch 29 Junior-Ranger beendeten ihre Ausbildung. Sie bieten nun Familientouren für andere Kinder und deren Eltern oder Großeltern durch das Schutzgebiet an.

„Immer mehr Gäste sehnen sich nach authentischen Naturerlebnissen. Dafür kommen sie auch in den Nationalpark Eifel“, berichtet Michael Lammertz, der für das Besuchermanagement verantwortliche Fachgebietsleiter: „Die ‚Gratwanderung‘ zwischen Schutz und Erlebbarkeit von Nordrhein-Westfalens Nationalpark ist schmal. Sie kann nur gelingen, wenn Gästen bewusst ist, dass sie sich in einem wertvollen Lebensraum aufhalten, sie die Regeln kennen und wir attraktive Vorschläge zum Naturerleben anbieten. Dafür reichten klassische Informationsquellen wie Hinweistafeln oder Faltblätter nicht mehr aus, digitale Informationsquellen würden zur Planung von Ausflügen ins Grüne zunehmend wichtiger, so Lammertz.

Deshalb setzt er gemeinsam mit Jasmin Daus, Projektleiterin für Digitales Besuchermanagement der Nationalparkverwaltung, verstärkt auf Angebote in der digitalen Welt. „Seit 2018 veröffentlichen wir offizielle Tourenvorschläge in den Apps bekannter Wanderportale. Dieses Angebot wird stetig aktualisiert und optimiert. Derzeit sind es rund 70 Touren“, so Daus. „Außerdem stellen wir die Regeln zum Schutz der Natur als Open Data für Apps zur Verfügung. Auch die Korrektur der Kartengrundlagen, z.B. über OpenStreetMap, ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Optimierung der Besucherlenkung im Sinne eines nachhaltigen Tourismus“, ergänzt die Fachfrau Jasmin Daus.

Eine Befragung der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) bei ausländischen Gästen bestätigte eine ungebrochen große Beliebtheit des nordrhein-westfälischen Nationalparks. Bei der Frage nach beliebten Naturschönheiten oder Bauwerken in Deutschland belegte der Nationalpark Platz 32, womit er vor der Insel Sylt, dem Brandenburger Tor oder der Zugspitze liegt.

ÖPNV-Anbindung zum Nationalpark erweitert

Um die Erschließung mit Bus und Bahn zu stärken, hat der Kreis Euskirchen mit dem so genannten Kermeter-Shuttle 2022 eine zusätzliche Freizeitlinie in das Herzstück des Nationalparks Eifel entwickelt. Auch in Zukunft setzt die Nationalparkverwaltung auf die gute Zusammenarbeit mit der Region. So arbeitet sie im Nachhaltigkeitsbeirat der Nordeifel Tourismus GmbH (NeT) mit, in dem gemeinsame Strategien abgestimmt und Angebote entwickelt werden.

Bisher einziger Nationalpark in Nordrhein-Westfalen

Im Januar 2004 wurde der Nationalpark Eifel als erster Nationalpark in Nordrhein-Westfalen und 14. in Deutschland gegründet. Das Großschutzgebiet in der Nordeifel stellt die bodensauren, nährstoffarmen Laubmischwälder unter Schutz. Neben den Waldgebieten sind auch die zahlreichen Quellgebiete und Bachtäler sowie Felskomplexe ökologisch wertvolle und empfindliche Bereiche. Auf der Dreiborner Hochfläche mitten im Nationalpark Eifel ist das verwildernde Offenland von besonderer Schönheit. Rund um den Nationalpark Eifel besteht in Zusammenarbeit mit den Kommunen ein Informationsnetzwerk mit Nationalpark-Ausstellungen und touristischen Servicestellen. Die internationale Begegnungs- und Bildungsstätte Forum Vogelsang IP beherbergt das Nationalpark-Zentrum Eifel mit der interaktiven und barrierefreien Erlebnisausstellung „Wildnis(t)räume“. Bundesweit existieren heute 16 Nationalparke.

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Eurojackpot geknackt – Mega-Glück für Deutschland

Region/Münster – 120 Millionen gehen nach Schleswig-Holstein – Weitere 8 deutsche Millionäre in der zweiten Gewinnklasse – Ein Eurojackpot-Tipper aus Schleswig-Holstein schaffte es am gestrigen Freitag, 23. Juni, den 120-Millionen-Jackpot zu knacken. Elf weitere Spielteilnehmer erzielten Treffer in der zweiten Gewinnklasse und werden dadurch ebenfalls zu Millionären – 8 davon stammen aus Deutschland.

Der neue Multi-Millionär aus Schleswig-Holstein bewies mit den Gewinnzahlen 2-3-18-23-39 sowie den beiden Eurozahlen 6 und 8 in der 15. Ziehung der laufenden Jackpotperiode den richtigen Riecher für den ersten Rang. Da ihm dies als einzigem Tipper gelang, gehören die 120 Millionen Euro jetzt allein ihm.

Damit geht der Mega-Jackpot, der erst dreimal überhaupt diese Summe erreicht hat, zum zweiten Mal nach Deutschland. Im November 2022 hatte ein Berliner den Jackpot geknackt und damit einen neuen Lotterierekord für Deutschland aufgestellt.

Bundesland-Rekord

Und auch für Schleswig-Holstein ist der Gewinn ein ganz besonderer: Erstmals in der Geschichte von Eurojackpot hat es ein Spielteilnehmer aus diesem Bundesland geschafft, einen Treffer in der ersten Gewinnklasse zu erzielen. Der bisherige Eurojackpot-Rekord für Schleswig-Holstein stammt aus dem Juni 2018. Damals hatte ein Tipper knapp 6 Millionen Euro in Gewinnklasse 2 gewonnen.

Noch mehr Millionäre

Die Ziehung am Freitagabend brachte zudem weitere Millionen-Gewinne hervor: Da der Mega-Jackpot am Dienstag (20. Juni) nicht geknackt wurde, hatte sich in Gewinnklasse 2 ein zusätzlicher Jackpot in Höhe von rund 22 Millionen Euro gebildet. Dieser wird nun auf elf Spielteilnehmer aus Baden-Württemberg (2x), Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen (3x), Spanien, Litauen und die Tschechische Republik aufgeteilt. Ihre Glückstreffer im zweiten Rang sind jeweils exakt 2.275.342,20 Euro wert.

Bisherige Gewinner

Der Eurojackpot war zuletzt am 2. Mai (Dienstag) getroffen worden – ein Spielteilnehmer aus Polen gewann rund 13,7 Millionen Euro. Der jüngste deutsche Jackpotgewinner stammt aus dem April: Rund 46,9 Millionen gingen nach Nordrhein-Westfalen.

Seit der Produktänderung im März 2022 kann überhaupt erst um Jackpots von bis zu 120 Millionen Euro gespielt werden. Vorher war die Jackpothöhe bei der Lotterie Eurojackpot auf 90 Millionen Euro begrenzt.

Nächste Ziehung

Zur kommenden Ziehung am Dienstag (27. Juni) startet der Eurojackpot wieder mit einer Jackpotsumme von 10 Millionen Euro. Tipps können dann bis spätestens 19 Uhr in den Lotto-Annahmestellen oder unter www.eurojackpot.de abgeben werden. Je nach Bundesland kann der Annahmeschluss abweichen.

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RLP Innenminister Michael Ebling stellt das neue 3,5 Mio. teure Tanklösch-Fahrzeug (TLF) 3000 vor

Region/Mainz – Über 3.000 Liter Löschwasservorrat, Spezialequipment für die Waldbrandbekämpfung und besonderer Schutz gegen Feuer: Innenminister Michael Ebling hat am Rande einer Tagung mit den rheinland-pfälzischen Brand- und Katastrophenschutzinspekteuren (BKI) in Wirges (Westerwaldkreis) das erste von insgesamt acht neuen Tanklöschfahrzeugen (TLF) 3000 vorgestellt. Die insgesamt rund 3,5 Millionen Euro teuren Fahrzeuge sollen bis Ende Oktober in den Leitstellenbereichen stationiert und damit den Kommunen zur Verfügung gestellt werden.

„Die Neuaufstellung und nachhaltige Stärkung des Katastrophenschutzes ist eines der wichtigsten Projekte dieser Landesregierung. Dazu gehören zahlreiche organisatorische, rechtliche und strukturelle Anpassungen. Aber auch künftig werden im Kern die Landkreise, Städte und Gemeinden für den Brand- und Katastrophenschutz verantwortlich sein. Damit die Akteure vor Ort ihre Aufgaben im Bereich des Katastrophenschutzes noch besser erfüllen können, stellen wir diese hochspezialisierten Tanklöschfahrzeuge für die Waldbrandbekämpfung als Landesbeschaffung zur Verfügung“, sagte Innenminister Michael Ebling. Die Konzeptionierung und Beauftragung der Fahrzeuge gehe auf eine gemeinsame Arbeitsgruppe „Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung“ zurück, die gemeinsam mit den Aufgabenträgern gegründet worden sei.

Der Minister betonte, dass die geländegängigen Fahrzeuge für eine ganze Reihe von besonderen Einsatzszenarien nutzbar seien. „Die neuen TLF 3000 führen spezielle Ausrüstung zur Bekämpfung von Waldbränden mit. Dazu gehören spezielle Strahlrohre genauso wie dünnere Schläuche, die im Gelände besser anzuwenden sind. Die Brandbekämpfung kann aus dem fahrenden Fahrzeug heraus erfolgen und eine Selbstschutzanlage ermöglicht es, das Fahrzeug mit einem „Wasservorhang“ zu schützen, um aus einem Gefahrenbereich zu entkommen“, so der Minister.

„Das Fahrzeug kann aber auch bei Überschwemmungen eingesetzt werden. Es hat eine erhöhte Wasserdurchfahrtsfähigkeit und kann mit seiner Dachluke zur Personenrettung eingesetzt werden“, sagte Ebling.

Das am gestrigen Freitag vorgestellte Fahrzeug wird im Landkreis Alzey-Worms stationiert. Bevor das TLF 3000 in den Einsatz gebracht wird, sind jedoch zunächst noch einige Gebrauchs- und Einsatztests geplant. Anschließend folgt eine Schulung der Kräfte, die das Fahrzeug später nutzen.