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Über 1000 Besucher erlebten den Tag der AWO Südwest im Kurpark in Bad Neuenahr

Bad Neuenahr/Koblenz – Alle Generationen genossen bei strahlendem Sonnenschein den Jahrmarkt. Am 24. Juni war es soweit: Der Tag der AWO Südwest – das Familienfest für alle Generationen, von den Verbände AWO Pfalz, AWO Saarland und AWO Rheinland fand wieder statt. Ausgerichtet wurde das Fest in diesem Jahr vom AWO Bezirksverband Rheinland e.V.. Mit viel Liebe zum Detail wurde unter dem Motto „nostalgischer Jahrmarkt“ ein inklusives Familienfest für Alle ausgerichtet.

Als Veranstaltungsort wurde dabei der Kurpark in Bad Neuenahr ausgewählt -nicht nur aufgrund der besonders schönen Kulisse, sondern auch um mit diesem Fest viele Menschen nach Bad Neuenahr einzuladen und somit einen weiteren Beitrag zum Wiederaufbau im Ahrtal zu leisten.

Die weit über 1.000 Besucher*innen konnten von 11:00 bis 19:00 Uhr allerlei Unterhaltung genießen. Das Bühnenprogramm wurde durch die Big Band des Peter-Joerres-Gymnasium zum musikalischen Frühschoppen eröffnet. Anschließend folgte die offizielle Begrüßung durch den Moderator Fredi Winter, der begleitet von einer Gebärdendolmetscherin durch das Programm führte. Die Grußworte des 1. Beigeordneten der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler Peter Diewald, der Kreisbeigeordneten des Landkreises Ahrweiler Christina Steinhausen, sowie Staatssekretär Dr. Fedor Ruhose des MASTD, unterstrichen alle die Wichtigkeit der Arbeit der AWO, besonders die große Unterstützung durch die AWO Hochwasserhilfe im Ahrtal an vielen Stellen.

Neben einem Riesenrad und Karussell gab es viele Mitmach-Stände, einen Kletterparcours für Kinder und Rundfahrten mit der Rikscha. Auch Informatives, wie einen Blindenparcours, die Vorstellung der Blindenreporter, einen Demenzparcours und einen Altersanzug fanden Besucher*innen auf dem Festplatz. Für die weitere Unterhaltung auf der Bühne sorgten tolle lokale und überregionale Highlights. Weiter ging es mit dem großartigen Koblenzer Comedy-Künstlerduo Willy und Ernst, den Wonderfrolleins aus dem Mainzer Raum mit Musik und Show aus den 50er bis 70er Jahren, tollen Tanzgruppen der AWO hin zu der Coverband AWO Allstars, die der krönende Abschluss des Tages waren.

Auch für das leibliche Wohl wurde gesorgt: Neben Waffeln, Eis und Kuchen gab es Imbissangebote von Currywurst über Burger bis hin zu veganen/vegetarischen Angeboten- alles zu familienfreundlichen Preisen.

Die monatelangen Vorbereitungen haben sich mehr als gelohnt. Die Rückmeldungen der Besucher*innen waren durchweg positiv. Ein rundum gelungener Tag im Kurpark Bad Neuenahr!

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Gruppe des Bürgervereins Meckenheim e.V. grüßt die Eifelschau aus Prag

Meckenheim/Prag – Die Kultur- und Bildungsreise des Bürgervereins Meckenheim e.V. ins Böhmische Bäderdreieck geht vom 20.06. bis 01.07.23. Nach unseren ersten drei Tagen in Pilsen und weiteren drei Tagen Aufenthalt in Budweis sind wir bei hochsommerlichen Temperaturen im Goldenen Prag angekommen.

Die Geschichte Südböhmens und seine beeindruckenden Schlösser noch im Gedächtnis staunen wir jetzt über Art Deco und Jugendstil in Prag! Die letzten beiden Tage werden wir in Marienbad verbringen.

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Bad Münstereifeler Kinder- und Jugendzentrum KICK an neuem Standort

Bad Münstereifel – „Das Wohl der Kinder und Jugendlichen hat bei unseren Wiederaufbaubemühungen hohe Priorität. Das unsere Jugendlichen wieder einen festen Treffpunkt haben, bringt ein weiteres Stück Normalität für Bad Münstereifel“, sagt Sabine Preiser-Marian.

Anfang Juni sind alle 65 Kinder der KiTa „Magische 12“ in ihre neuen-alten Räumen in der Trierer Straße zurückgekehrt. Nun hat Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian den KiTa-Kindern und dem benachbarten Kinder- und Jugendzentrum KICK einen Willkommensbesuch abgestattet. „Es ist so schön zu sehen, wie sehr sich die Kinder, die Eltern und das KiTa-Team über die Rückkehr in die frisch renovierten Räume freuen“, sagt die Bürgermeisterin. Den Leiterinnen der Einrichtung, Denise Schulpin und Daniela Zollmarsch, sowie dem ganzen KiTa-Team dankte sie für den großen persönlichen Einsatz in den vergangenen, herausfordernden zwei Jahren.

Ein „Danke“ für das gemeinsam Geleistete ging auch an den KiTa-Träger, den Deutschen Kinderschutzbund, an die am Wiederaufbau beteiligten Mitarbeiter der Verwaltung, die Kirche sowie den Rotary Club Euskirchen, vertreten durch seinen Präsidenten Wolfgang Deinhard. Der Rotary Club hatte mit Hilfe weiterer Spender neben der KiTa Container aufgestellt. Die waren eigentlich für die offene Jugendarbeit des ebenfalls flutgeschädigten KICK bestimmt. Die Container durften aber vorübergehend von der KiTa genutzt werden. Denn nach der Flutkatastrophe musste diese aus ihrem weitgehend zerstörten Gebäude ausziehen. Unterkunft fanden die Kinder dank der katholischen Kirche zunächst im St. Josefshaus, später dann auch in den Containern. Nach und zogen die Kinder dann in ihren Gruppen in die sanierten Räume zurück. Auch wenn noch Restarbeiten zu erledigen sind: Für die Kinder und das Team ist der neue Alltag in den hellen, großen Räumen eine große Erleichterung. „Endlich gibt es wieder drinnen wie draußen genug Raum für die Kinder zum Spielen und Entdecken. Sie können sich viel freier bewegen und unsere pädagogische Arbeit ist auch wieder einfacher möglich“, sagt Denise Schulpin.

Nach dem Umzug der KiTa konnte das Kinder- und Jugendzentrum KICK in die Container einziehen. Die ebenfalls von der Flut zerstörten, bisher genutzten Räume können noch nicht wieder genutzt werden. Der neue Standort entlang der Schulwege wird aber bereits sehr gut angenommen.

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Politik

CDU Rheinland-Pfalz bereit für die Kommunalwahl 2024

Ahrweiler/Region/Koblenz – Die CDU Rheinland-Pfalz hat am Samstag ihre Liste für die Europawahl 2024 aufgestellt. Die 204 anwesenden Delegierten der Landesvertreterversammlung, darunter die Riege aus dem CDU-Kreisverband Ahrweiler mit den beiden CDU-Landtagsabgeordneten Petra Schneider und Horst Gies, nominierten dabei die Europaabgeordnete Christina Schneider aus Edenkoben mit 97 Prozent der Stimmen erneut zur Spitzenkandidatin. Auf Platz zwei folgt der Westerwälder Ralf Seekatz MdEP. Er erhielt mit 96,5 Prozent ebenfalls große Zustimmung.

Die gesamte Landesliste ist paritätisch mit 24 Frauen und Männern aus allen drei Bezirksverbänden der CDU Rheinland-Pfalz besetzt. Sehr erfreulich für die Christdemokraten aus dem Kreis Ahrweiler: Natalie Baum aus Bad Neuenahr-Ahrweiler wurde mit einem sehr guten Ergebnis auf Platz sieben der Landesliste zur Europawahl gewählt.

Anschließend stellten die Christdemokraten in der Rhein-Mosel-Halle in Koblenz bei ihren Landesparteitag die Weichen für die Kommunalwahl 2024. CDU-Landeschef Christian Baldauf stimmte die 241 Delegierten mit einer engagierten Rede darauf ein. „Der Zukunft verpflichtet“ – dieses Credo stellte er seiner Rede voran. Baldauf forderte darin das Ende der „politischen Erziehungs- und Verbotsmanie“ der Berliner Ampel, die den Menschen ein schlechtes Gewissen einrede – und erntete dafür den großen Beifall des Saals. Generalsekretär Gordon Schnieder stellte den Delegierten in Koblenz das Kommunalwahlprogramm vor, das in den vergangenen Monaten in den Ideenwerkstätten der CDU Rheinland-Pfalz entwickelt wurde – unter Mitarbeit von 300 Mitgliedern aus dem ganzen Land. Auch Schnieder betonte die Rolle der CDU als nach wie vor stärkste Kommunalpartei im Land.

Die CDU-Kreisvorsitzende Petra Schneider MdL betonte, dass man auch in der CDU im Kreis Ahrweiler mit pootiver Stimmung an den wichtigen Themen arbeitet. Die gute Beteiligung der Delegierten und Vertreter aus dem Kreis Ahrweiler bei der Vertreterversammlung „Europa“ und dem Landesparteitag sei ein gutes Zeichen für das Engagement der Mandats- und Funktionsträger.

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Der ehemalige FC-Kicker Karl-Heinz Thielen kam zum Stammtisch des Fanclubs „Geißböcke Nordeifel“

Roggendorf – Bei den Monatsstammtischen des Roggendorfer FC-Köln-Fanclubs „Geißböcke Nordeifel“ geben sich in letzter Zeit aktive und ehemalige Spieler des 1. FC Köln sprichwörtlich die Klinke in die Hand. Jonas Hektor, Heinz Hornig, Herbert „Zimbo“ Zimmermann und Harald Konopka waren in der Vergangenheit bei den Fußball-Abenden in der Eifel zu Gast, und sie sind wegen ihrer Nähe zu den Fans allesamt zu Ehrenmitgliedern ernannt worden. Man kennt sich, denn in der großen FC-Fußballfamilie genießt der Roggendorfer Geißbock-Fanclub, mit Günter Henk und Sandra Igel an der Spitze, einen besonders guten Ruf. Henk ist am und im Kölner Geißbockheim bekannt wie ein bunter Hund

Jetzt beim Juni-Stammtisch konnte sich Günter Henk über den Besuch einer ganz besonderen FC-Legende freuen. Kein geringerer als der inzwischen 83 Jahre alte ehemalige Außenstürmer und spätere FC-Vizepräsident Karl-Heinz Thielen war mit dem Kölner Verleger, Buchautor und Filmemacher Frank Steffan zu den Roggendorfer Geißböcken gekommen. Steffan ist ein besonders guter Kenner der FC-Szene und hat einige Bücher über legendäre Spieler geschrieben. In Roggendorf berichtete Steffan, dass in Kürze ein von ihm geschaffenes Buch über Jonas Hektor auf den Markt komme, der zum Ende der Saison seine Karriere beim FC beendet hat. Steffan hat auch die Filmdokumentation „Heinz Flohe – Der mit dem Ball tanzte“ über den Euskirchener Fußball-Weltmeister Heinz Flohe geschaffen.

Mit Applaus wurde Karl-Heinz Thielen im Clublokal „Zagreb“ in Roggendorf von den FC-Fans begrüßt. Einige von ihnen waren noch gar nicht auf der Welt gewesen, als der damals blonde und schussstarke Außenstürmer für die Kölner Geißböcke ein Tor nach dem anderen schoss. Karl-Heinz Thielen hatte jede Menge Autogrammkarten und Dokumentationen über seine langjährige Karriere beim FC mitgebracht. Eine Karte zeigte ihn als jungen Spieler, auf der anderen ist er – im schicken Anzug mit Schlips und Kragen – 1978 als FC-Manager mit der Meisterschale und dem DFB-Pokal zu sehen. In dem Jahr hatte der FC das Double gewonnen.

Die Roggendorfer FC-Fans wussten viel über den ehemaligen Superstürmer, der 1963 Gründungsmitglied der Fußballbundesliga war und noch im gleichen Jahr Fußballgeschichte schrieb, als er am 7. Dezember 1963 beim 5:1-Sieg des FC gegen den 1. FC Kaiserlautern alle fünf Tore schoss. In seiner aktiven Zeit beim FC von 1959 bis 1973 bestritt er 401 Pflichtspiele (146 Tore) und 169 Freundschaftsspiele (283 Tore) im FC-Trikot. Viermal trug er das Deutsche Nationaltrikot.

Nach seiner aktiven Laufbahn wurde er Manager beim FC und war maßgeblich an der Verpflichtung von Trainer Hennes Weisweiler beteiligt. Später war Thielen beim Geißbockklub noch als Schatzmeister, Geschäftsführer und Vizepräsident. Bis zu seinem altersbedingten Rücktritt war er bis 2015 Präsident der Deutschen Fußballspieler-Vermittler Vereinigung (DRVV).

In Roggendorf erwies sich Karl-Heinz Thielen als versierter Erzähler und aufmerksamer Zuhörer. Es stellte sich schließlich heraus, dass die Eifeler Fans längst nicht alles über ihren prominenten Gast wussten. Sie waren nicht wenig erstaunt, als der Ex-Fußballprofi ihnen verriet, dass eine Schwägerin von ihm im wenige Kilometer entfernten Voißel wohnt. (Reiner Züll)

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In Zeiten von Fachkräftemangel ist das DRK im Kreis Euskirchen kreativ geworden

Euskirchen – Niki Lauda war nahezu eins mit seinem roten Kapperl. Nach seinem Feuerunfall 1976 sah man die Formel-1-Legende eigentlich nie ohne. „Wenn er sie abzog, dann musste etwas wirklich Besonderes passiert sein“, sagte Ralf Krutwig. Was das mit der Feier für die acht neuen staatlich geprüften Kinderpflegerinnen zu tun hat, löste der stellvertretende DRK-Geschäftsführer und Kita-Bereichsleiter natürlich auch auf: „Nikki Lauda hätte für sie heute bestimmt seine Kappe gezogen, sie haben eine hervorragende Leistung erbracht.“

Denn Edyta Bernacka, Susanne Brüßel, Diana Herzog, Tanja Kircher, Elke Klasen, Eleni Maragdouli-Friederich, Ronja Reinartz und Ines Wünsche haben ihre Prüfungen nicht nur bestanden, sondern das auch mit richtig guten Noten. Dementsprechend war die Freude bei allen Beteiligten riesig, als sie nun bei einer kleinen Feierstunde im Euskirchener Rotkreuzzentrum ihre Zertifikate erhielten.

Noch dazu sind die acht erfolgreichen Absolventinnen der Beleg für einen gelungenen Pilotversuch. In Zeiten des Fachkräftemangels ist das DRK im Kreis Euskirchen kreativ geworden und hat ein eigenes Kursangebot auf dem Weg zur staatlichen Prüfung kreiert – sozusagen eine Überholspur für künftige Kinderpflegerinnen und -pfleger.

Richtig ins Zeug gelegt

„Üblicherweise führt der Weg dorthin über eine zweijährige Ausbildung“, erläutert Heike Iven, Leiterin der Familienbildung. Gemeinsam mit Daniel Larres, dem Leiter der Rotkreuz-Bildungsakademie, und etablierten DRK-Dozentinnen haben die Rotkreuzler einen Prüfungsvorbereitungskurs entwickelt, mit dem berufserfahrene Kitahelferinnen schneller zum Ziel kommen sollen.

Im Oktober 2022 ging es für die ersten acht Teilnehmerinnen los. „Damals habe ich hier gestanden und gesagt: Am Ende dieses Kurses möchte ich mit Ihnen allen anstoßen“, erläuterte Dozentin Maria Ben Jannet. Dass dieser Wunsch gut neun Monate später in Erfüllung gegangen ist, erfülle sie mit einem überwältigenden Glücksgefühl. „Denn sie alle haben sich richtig ins Zeug gelegt, hatten manchmal auch Ängste und Fluchtgedanken, aber sie haben gekämpft und gelernt und sind dafür belohnt worden“, so Maria Ben Jannet weiter.

Schließlich mussten alle acht Teilnehmerin das Lernpensum neben den beruflichen und familiären Verpflichtungen absolvieren. Unterstützt wurden sie dabei nicht nur von Maria Ben Jannet, sondern auch von den Dozentinnen Trudi Baum, Simone Binzenbach und Renate Ismar-Limito. Ihnen allen dankten Ralf Krutwig, Daniel Larres und Heike Iven für ihre hervorragende Arbeit. Ein großer Dank ging auch an die Kita-Leiterinnen, die manche Tage ohne die Mitarbeiterinnen auskommen mussten.

Der Blick fürs Kind ist das A und O

Doch all das hat sich gelohnt. Denn alle acht Berufsabsolventinnen haben ihre Verträge bereits unterschrieben und werden ihren Kitas nach praktischer sowie jeweils drei schriftlichen und mündlichen Prüfungen als pädagogische Fachkräfte erhalten bleiben.

„Ihnen allen wünsche ich einen guten Einstand in ihrer neuen Rolle in der Kita“, betonte der stellvertretende DRK-Geschäftsführer Ralf Krutwig zum Schluss seiner Ausführungen. Und Dozentin Maria Ben Jannet gab ihren Schützlingen auch noch etwas mit auf den künftigen beruflichen Weg: „Es war besonders schön, Sie alle in ihrer Entwicklung begleiten zu dürfen. Denken Sie daran: Ihr Blick für das Kind ist das A und O.“

Um genau dieses Wissen auch künftig weiterzugeben, soll es eine Neuauflage dieses Prüfungsvorbereitungskurses geben. Voraussichtlicher Start ist im Herbst. Weil verschiedene Voraussetzungen für eine Teilnahme, insbesondere Berufsjahre, erfüllt sein müssen, bieten Heike Iven und Daniel Larres zunächst Beratungsgespräche an. Interessierte können eine Mail an familienbildung@drk-eu.de schreiben. Das Angebot soll auch für andere Kita-Träger geöffnet werden.

 

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Kunst & Kultur

„Kinder, kommt mit ins Rathaus“ – Erster, neuer Aachener Rathausführer für Kinder mit Karl dem Kleinen

Aachen – Der erste Rathausführer für Kinder: Neufreds Karl der Kleine führt kindgerecht durchs Rathaus. Nein, eine Alleinherrscherin, eine Monarchin, die über Alles entscheidet, sei sie definitiv nicht, betonte Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen, als sie Schülerinnen der Domsingschule im Rathaus empfing. Die vierte Klasse war an ihrem letzten Schultag über den Katschhof ins Rathaus gekommen, um einen neuen Rathausführer für Kinder in Empfang zu nehmen, an dem sie selbst mitgearbeitet haben. Sie hatten die vielen spannenden Fragen über das Rathaus gestellt, die in dem Führer beantwortet werden. Eine davon: „Wem gehört das Rathaus?“ Für Sibylle Keupen – die erste Frau nach 256 Vorgängern und nach 750 Jahren – eine ganz wichtige Frage: „Das Rathaus gehört der Bürgerschaft der Stadt Aachen – also auch Euch.“

Die Broschüre, die Stadt- und Rathausführerin Sabine Mathieu geschrieben hat, widmet sich nicht nur den vielen historischen Informationen über das Gebäude, sondern eben auch dem Stadtrat, politischen Entscheidungsprozessen und der Verwaltung. „Ich finde es wichtig, auch die Kommunalpolitik in so einen Führer einzubinden, damit Kinder eine Idee von solchen Abläufen und Prozessen bekommen“, so die Oberbürgermeisterin, die betont, dass politische Bildung und die Chancen der Demokratie nie früh genug vermittelt werden können. „Kinder haben immer tolle Ideen, wie wir die Stadt weiter entwickeln können“, weiß Keupen aus vielen Terminen.

Kindgerechte Texte und Karl der Kleine

Sabine Mathieu hatte die Idee zu der neuen Broschüre und damit bei der Oberbürgermeisterin sofort offene Türen eingerannt: „Es gibt ja einen Führer für Erwachsene – sogar in vier Sprachen – aber keinen in kindgerechter, einfacher Sprache“, so die Rathausführerin. Nach den Fragen der Kinder aus der Domsingschule ging es an die Hauptarbeit – die Antworten: „Ich habe meinem siebenjährigen Enkel die Texte immer wieder vorgelesen. Der sagte dann auch schon mal, ‚Oma, das kannst Du weglassen‘.“ Denn alle Details konnte sie bei weitem nicht unterbringen.

Aber Karl den Kleinen hat sie untergebracht: Die bekannte Figur des Aachener Zeichners Alfred „Neufred“ Neuwald zeigt im Führer das Rathaus: „Der kleine Karl war mir wichtig, damit die Kinder Lust bekommen, zu gucken und zu lesen, damit es nicht zu altbacken wird“, so Mathieu. „Und einfach ist ja für Erwachsene oft gut“, so Oberbürgermeisterin Keupen, die überzeugt ist, dass auch erwachsene Menschen noch viele neue Informationen in der Broschüre finden, die sie sich „vielleicht gar nicht trauen zu fragen“. Sie habe richtig Freude beim Lesen gehabt: „Der Rathausführer ist großartig geworden.“

Erstauflage von der Stiftung des Rathausvereins Aachen e. V. finanziert

Das denkt auch Ralf Wagemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung des Rathausvereins Aachen e. V., der die erste Auflage von 10.000 Stück finanziert hat und die von der Fister-Hartmann GbR produziert wurde, die auch das Stadtmagazin Bad Aachen verantwortet. „Normalerweise finanzieren wir ja so etwas wie die Sanierung von Steinfiguren an der Fassade. Ich finde es ganz toll, dass wir dieses Mal ein solch soziales Projekt finanziert haben, das Kindern auch die kommunale Selbstverwaltung näherbringt“, so Wagemann. Aber eben auch Infos zu den Hausmeistern, der Fassade, versteckten Waschbecken, den einzelnen Räumen, Karl dem Großen, dem Namensgeber des Sandwiches, Waldgeistern oder zu den vier „Herrschertugenden“, die in den Ecken des Weißens Saals – in dem die Kinder empfangen wurden – dargestellt sind: der Löwe für Mut, Waage und Gesetzestafeln für Recht und Gerechtigkeit, das Bündel aus Ruten – das Liktorenbündel – für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die antiken Säulen mit dem Schwert des Herkules für Kraft. Durchaus Tugenden, denen sich die Oberbürgermeisterin verbunden fühlt: „Ich finde es wichtig, zu schauen, was wir aus der Historie in die heutige Zeit mitnehmen können.“

Kostenfrei für Aachener Grundschulen – inklusive einer Rathausführung

Nach den Sommerferien – so Keupen – wird sie einen Brief an sämtliche Aachener Grundschulen schreiben, um über den neuen Rathausführer zu informieren. Wer den Führer haben möchte, kann ihn bei der städtischen Schulverwaltung kostenfrei in entsprechender Menge bestellen – und auch eine kostenlose Rathausführung mit Sabine Mathieu oder einem/einer der anderen Rathausführer*innen anmelden. „So geben wir den Schulen kindgerechtes Lernmaterial an die Hand, mit dem sie das Rathaus entdecken können“, freut sich Keupen.

Nach dem Empfang ging es dann noch auf eine kurze Runde durch das Rathaus – und sofort hatten die Kinder neue Fragen parat: Wo ist eigentlich das Büro von Frau Keupen? Warum ist die Krone so groß?

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Mitmachen bei Frauen Stärken – Aktionswochen vom 24. August bis zum 9. September 2023

Mechernich/Euskirchen – „Stark gegen Diskriminierung“, „Fair in den Job“, „Starke Familien“, dazu noch Yoga, Zumba und ein bunt gemischter Sportkurs – die DRK-Angebote für die zweite Auflage der Frauen-Stärken-Wochen können sich bereits sehen lassen. „Wir freuen uns schon auf die Neuauflage“, sagt Judith Raß, die für den DRK-Kreisverband mit im Organisationsteam sitzt.

Denn organisiert werden die Frauen-Stärken-Wochen von einem großen Team unterschiedlicher Institutionen. Die Agentur für Arbeit ist genauso an Bord wie das Berufsbildungszentrum Euskirchen. Der Caritasverband, die DEKRA Akademie, das Jobcenter EU-aktiv, die Katholische Kirche Euskirchen oder das Kompetenzzentrum Frau und Beruf Region Aachen machen ebenfalls mit. Der Kreis beteiligt sich genauso wie die Stadt Euskirchen und z.eu.s Zukunft Euskirchen Stadtmarketing.

Den Titel der Veranstaltung haben die Organisatorinnen und Organisatoren bewusst doppeldeutig gewählt. Es geht einerseits um die Stärken der Frauen, aber auch darum, die Frauen zu stärken. Aktuell haben potenzielle Veranstalter noch die Möglichkeit, Workshops, Vorträge, Lesungen, Sportangebote und vieles mehr für Frauen, Mädchen und Interessierte anzubieten. Für die Durchführung des Angebotes ist jeder Veranstalter selbst verantwortlich, sprich für die Planung der Inhalte, die Organisation der Räumlichkeiten und auch den Zeitpunkt für die Veranstaltung.

Der sollte lediglich innerhalb des Aktionszeitraums vom 24. August bis 9. September liegen. Beginnen werden die Frauen-Stärken-Wochen mit einer Auftaktveranstaltung am Donnerstag, 24. August, um 19 Uhr im Stadttheater in Euskirchen. Die Autorin Tessa Randau wird dort lesen, anschließend leitet Barbara Luke ein Mitsing-Konzert.

In den Wochen danach geht es darum, Stärken und Ressourcen von Frauen und Mädchen in den Mittelpunkt zu rücken sowie Angebote zu machen, die sie unterstützen. Es werden Räume für Entspannung, Entfaltung, Orientierung und Austausch geschaffen. Dazu trägt eben auch das DRK im Kreis Euskirchen bei. Nicht nur mit den bereits erwähnten Workshops und Sportangeboten, sondern auch mit einem Starke-Frauen-Treff.

Sobald das komplette Programm aller Kooperationspartner feststeht, wird das Organisationsteam darüber informieren. Derweil freuen sich die Macherinnen und Macher der Frauen-Stärken-Wochen über weitere Veranstalter, die ihr Angebot einbringen möchten. Der Kontakt erfolgt per Mail an frauen-staerken@gmx.de.

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Urgestein der KSK Mayen in den Ruhestand verabschiedet

Mayen/Region – Peter Schmitt blickt auf 46 bewegte Berufsjahre im Dienste der KSK Mayen zurück – Nach beachtlichen 46 Berufsjahren wurde kürzlich das KSK-Urgestein Peter Schmitt in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde bei einem Gläschen Sekt bedankte sich Karl-Josef Esch als Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse (KSK) Mayen für die treuen Dienste des aus Trimbs stammenden Peter Schmitt für dessen langjähriges Engagement im Sinne der KSK Mayen.

Karl-Josef Esch würdigte die Bedeutung dieser treuen Verbundenheit sowohl für die Kundenbeziehungen als auch für die Kreissparkasse Mayen. „Erfahrene und kompetente Mitarbeiter sind für jedes Unternehmen der Schlüssel zum Erfolg“, so Esch in seiner Laudatio. „Gerade in der heutigen Zeit ist diese langjährige Treue zu einem Arbeitgeber keine Selbstverständlichkeit mehr. Wir freuen uns daher um so mehr, dass Sie sich bei uns im Haus so lange wohlgefühlt haben“, betonte Karl-Josef Esch abschließend.

Die beiden Vorstände Karl-Josef Esch und Christoph Weitzel sowie Wolfgang Schütz als Leiter des Bereichs Marktservice ließen den beruflichen Lebensweg des angehenden Ruheständler Revue passieren. Hierbei wünschten Sie dem frischgebackenen Ruheständler einen gesunden, aktiven und vor allem genussvollen Ruhestand.

Peter Schmitt – Jahrgang 1959 – begann 1977 seine Ausbildung bei der Kreissparkasse in der Filiale in Kruft, wo er im Anschluss bis zum Antritt seines Wehrdienst weiterhin eingesetzt blieb. Im Anschluss hieran war er für ein knappes Jahr bei der Filiale Plaidt im Einsatz, von wo aus er dann ab 1983 bis 2008 wieder nach Kruft wechselte. In Kruft war Peter Schmitt von 2003 bis 2008 zudem als Filialleiter tätig.

2008 wechselte er dann ins Haupthaus nach Mayen in die St.-Veit-Straße zum Vorstandsekretariat, u.a. als Compliance-Beauftragter WpHG und später als Compliance- und Geldwäschebeauftragter im Bereich Marktservice angesiedelt. In den zurückliegenden 46 Jahren hatte er sich zum Sparkassenbetriebswirt qualifiziert und war auch lange Jahre im Personalrat der Kreissparkasse Mayen aktiv.

Seit 2009 wirkt Peter Schmitt auch ehrenamtlich als Ortsbürgermeister der Gemeinde Trimbs. In diesem  Amt engagiert er sich für die Geschicke der Ortsgemeinde.

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Wo steht der schönste Garten in Nordrhein-Westfalen?

Region/Düsseldorf – Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen hat am gestrigen Montag, 26. Juni 2023, einen Online-Fotowettbewerb unter dem Motto „Wo steht der schönste Garten in Nordrhein-Westfalen?“ gestartet. Ab sofort können Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen am Wettbewerb teilnehmen, in dem sie Fotos ihres Garten auf der Homepage des Ministeriums www.mhkbd.nrw hochladen.

Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen: „Gartenliebe ist Heimatliebe – egal ob wilde Blumenwiese, Klein-Biotop oder natürlicher Schrebergarten. Damit leisten natürliche Gärten einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Artenvielfalt. Zudem verbessern sie das Mikroklima in Wohnvierteln und reduzieren Hitzestaus in unseren Städten. All dies hat ein Schottergarten nicht zu bieten. Auf den versiegelten Steinwüsten kann außerdem Wasser nicht gut versickern – Herausforderungen, die wir angesichts der zurückliegenden Starkregenereignissen der vergangenen Jahre mehr und mehr mitdenken müssen. Deshalb suchen wir bei unserem Online-Fotowettbewerb flotte Gärten statt Schottergärten. Kurzum: Wir suchen den schönsten Garten in Nordrhein-Westfalen.”

Mitmachen kann jede oder jeder, die oder der einen natürlichen Garten in Nordrhein-Westfalen hat. Dazu zählen auch gemeinschaftliche genutzte Gärten oder Schrebergärten. Bis zu fünf Fotos von privatgenutzten Gärten mit einer kurzen Begründung, warum der Garten der schönste in Nordrhein-Westfalen ist, können pro Teilnehmer oder Teilnehmerin bis zur Einsendefrist am 24. Juli 2023 eingereicht werden.

Nach dem Einsendeschluss startet Mitte Juli das Voting auf der Homepage des Ministeriums. Per Mausklick können Nutzerinnen und Nutzer für die schönsten Beiträge abstimmen und ihre Favoriten wählen. Als Preise warten auf die drei Bestplatzierten je 500 Euro, 750 Euro und 1.000 Euro für Neuanschaffungen zur Verschönerung des Gartens in einem Gartencenter ihrer Wahl.

In den Sozialen Medien wird der Wettbewerb mit Beiträgen über die Accounts des Ministeriums bei Facebook, Twitter, Instagram und YouTube unter dem Hashtag „#schönsterGartenNRW” begleitet.

 Die Landesregierung hat am 7. Juni 2023 den Gesetzentwurf zur Änderung der Landesbauordnung vorgestellt: Ein Verbot von Schottergärten soll damit ausdrücklich in das Landesgesetz aufgenommen werden. Mit dem Online-Fotowettbewerb will das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen deutlich machen, dass schöne Gärten eine wirkliche Vielfalt und Bereicherung – für alle – darstellen.

Weitere Informationen rund um die Online-Aktion und die Teilnahmebedingungen gibt es unter www.mhkbd.nrw zu finden.