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Gedenken Flutkatastrophe – Rheinland-Pfalz steht auch am 2. Jahrestag im Gedenken zusammen

Bad Neuenahr-Ahrweiler – „Vor zwei Jahren hat eine zerstörerische Flut das Ahrtal und Teile der Eifel fast völlig verwüstet. 136 Menschen hat sie das Leben gekostet, ein Mensch wird noch immer vermisst. Rheinland-Pfalz trauert um die Toten, fühlt mit den Angehörigen und steht an der Seite der Betroffenen“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer am zweiten Jahrestag der Flutkatastrophe bei der Gedenkveranstaltung der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler im Kurpark Bad Neuenahr.

Gerade rund um den Jahrestag sei die Trauer und die ungebrochene Anteilnahme besonders stark. Das Anzünden von Kerzen, der Besuch von Gottesdiensten oder Gedenkveranstaltungen sendeten eine ganz wichtige Botschaft aus. „Alle Menschen, deren Leben durch die Flut einen tiefen Einschnitt erfahren hat, sollen wissen, dass wir an ihrer Seite bleiben. Niemand ist und wird vergessen. Wie so viele Menschen im ganzen Land erschüttern auch mich persönlich die Folgen der Katastrophe nach wie sehr. Umso mehr bin ich beeindruckt von dem immensen Willen der Menschen, die ihre Heimat Schritt für Schritt wiederaufbauen. Dieser Wille hat bereits viel bewegt. Kleine und große Lichtblicke sind nach zwei Jahren sichtbar“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

In jedem Projekt stecke sehr viel Anstrengung und manchmal auch Belastung. Und es gebe Betroffene, denen noch die Kraft fehle und die einfach noch nicht so weit seien. „Deswegen war es wichtig, dass wir die Antragsfrist verlängert haben. Genauso wichtig ist es, dass wir uns um die Menschen kümmern, die die Bilder der Flut nicht loslassen.“

Der Wiederaufbau sei und bleibe ein Regierungsschwerpunkt. Die Landesregierung setze zusammen mit den kommunalen Ebenen, den Bürgern und Bürgerinnen und den vielen ehrenamtlich Helfenden alles daran, dass der Wiederaufbau weiter gelinge und Neues entstehe. 24 Monate nach der Flut sei an vielen Stellen nach und nach ein neuer Alltag eingekehrt. „Belebte Wochenmärkte in der Region, die einladende Altstadt in Ahrweiler oder das wunderschöne Kurviertel in Bad Neuenahr zeugen von wiedergewonnener Lebensqualität“, so die Ministerpräsidentin. Auch die steigenden Touristenzahlen setzten ein Zeichen der Zuversicht. Nicht zuletzt würden über die vielen Infrastrukturprojekte wie Radwege oder Zugstrecken, Nahwärmenetze oder Glasfaserausbau wichtige Grundlagen für eine nachhaltige und zukunftsstarke Region geschaffen. Dazu gehöre auch, dass die Landesregierung in enger Zusammenarbeit mit den Kommunen und dem Landkreis den Katastrophen- und Hochwasserschutz weiterentwickele. In Zukunft deutlich besser für eine Katastrophe gewappnet zu sein, sei das gemeinsame Ziel.

„Heute ist ein Tag, an dem der Blick zurück und der Blick nach vorne zusammentreffen. Unsere Gedanken sind bei den Verstorbenen und unser ganzes Mitgefühl gilt den Menschen, die ihre Liebsten verloren haben. Ich danke allen, die engagiert mitanpacken und andere ermutigen, weiterzumachen. Sie hier im Ahrtal zeigen, wieviel Menschenmögliches die Kraft der Vielen bewegt“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

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Gefahrenkarten für Starkregen – Kreis Euskirchen geht voran

Euskirchen – Seit der Flut-Katastrophe vom Sommer 2021 sind die Menschen im Kreis Euskirchen sehr sensibel, wenn Unwetter und Starkregen angekündigt wird – wenn etwa der Deutsche Wetterdienst vor extremen Wassermengen warnt oder die WarnApps NINA und KATWARN Alarm schlagen. So wichtig diese Warnungen auch sind: Die konkrete Einschätzung fällt schwer. Was bedeutet es für mein Haus, wenn Starkregen von 40 Liter pro Stunde angekündigt wird? Ist mein Haus dann betroffen? Wird möglicherweise Wasser in den Keller laufen? Oder in die Garage?

Diese Fragen können nun mithilfe der neuen Starkregengefahrenkarten besser und genauer beantwortet werden. „Mit der Veröffentlichung ermöglichen wir den Bürgerinnen und Bürgern, das eigene Risiko fundiert einzuschätzen und schaffen so die Basis für Schutzmaßnahmen bei Starkregen“, sagte Landrat Markus Ramers bei der Vorstellung der digitalen Karten. „Die Karten an sich schützen zwar keine Menschen oder Gebäude, aber sie bilden eine wertvolle Grundlage für die Übersetzung der Warnmeldungen – und das sowohl für Privatpersonen wie auch für die Kommunen.“

Dargestellt werden drei Szenarien: Die erste Variante zeigt einen Starkregen, der statistisch betrachtet alle 100 Jahre wiederkehrt (41 bis 45 mm pro Stunde). Variante zwei präsentiert ein Szenario mit einer Regenmenge von 90 mm pro Stunde. Dabei handelt es sich um ein extremes Starkregenereignis. „Zusätzlich haben wir uns dafür entschieden, den Niederschlag aus Juli 2021 nachsimulieren zu lassen. Durch die Darstellung dieses Ereignisses erhoffen wir uns ein besseres Verständnis für die anderen beiden Szenarien“, sagt die Projektleiterin Sarah Nolting. Die Bürger und Bürgerinnen im Kreis hätten dieses Ereignis leider hautnah erleben müssen und so einen Anhaltspunkt für die anderen beiden Szenarien. „Denn uns ist besonders wichtig zu betonen, dass es neben extremen Ereignissen wie 2021 auch kleinere Starkregenereignisse gibt, gegen die man als Privatperson sinnvolle Maßnahmen zum Schutz ergreifen kann“, betont Sarah Nolting.
Die Karten liefern dazu zunächst eine grundlegende Information. Sollte das jeweilige Haus bzw. Grundstück bei Starkregen gefährdet sein, empfiehlt sich laut Frau Nolting zunächst die Beauftragung eines Gutachters, der konkrete Maßnahmen empfiehlt. Nach der Umsetzung könne man über das Hochwasserkompentenzcentrum (HKC) in Köln einen Hochwasserpass erstellen lassen, der bei vielen Versicherungen zu einer Beitragsreduzierung führt.

Neben dem Nutzen für die Bevölkerung profitieren auch die Kreiskommunen von den Karten, die von der Dr. Pecher AG erstellt worden sind. Die geplanten und dringend notwendigen Starkregenvorsorgemaßnahmen können in die Karten „eingebaut“ werden, so dass die Wirkung der Maßnahmen anschaulich ermittelt werden kann. Die Kosten-Nutzen-Analyse der Schutzmaßnahmen kann so fundiert durchgeführt werden.

Der Kreis Euskirchen hat die Starkregengefahrenkarten im Zuge einer unkomplizierten interkommunalen Zusammenarbeit für die elf Städte und Gemeinden im Kreisgebiet erstellen lassen. „Das ist ein gutes Beispiel für eine unkomplizierte interkommunale Zusammenarbeit“, freute sich Achim Blindert, der Allgemeine Vertreter des Landrats und Wiederaufbaukoordinator des Kreises. Er appellierte an das Land, Fördermöglichkeiten für die Starkregenvorsorge zu schaffen, sowohl für Private wie auch für Kommunen. „Leider gibt es das bisher noch nicht.“

Link zu den Starkregengefahrenkarten:
https://www.kreis-euskirchen.de/aktuelles/hochwasserportal/

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Wein-Wettbewerb „Ahrwein des Jahres“ erstmals mit exklusivem Tasting

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Weinerzeuger aus dem Ahrtal können ihre Weine bis 24. August anmelden – Publikums-Tasting „Test the Best“ mit allen angestellten Weinen am 5. November. Der Weinpreis „Ahrwein des Jahres“ startet in das diesjährige Prämierungsjahr und wird in diesem Jahr zum ersten Mal unter dem Titel „Test the Best“ auch ein exklusives Tasting für die Öffentlichkeit anbieten.

Weinerzeuger aus dem Anbaugebiet Ahr haben beim Ahrwein des Jahres die Möglichkeit, sich mit ihren Weinen in den insgesamt sechs Kategorien „Kultweine“, „Premiumweine“, „Klassiker“, „Bester Frühburgunder“, „Bester Blanc de Noir“ und „Riesling“ zu bewerben. Der vom Land Rheinland-Pfalz anerkannte Wettbewerb wird jährlich von der Kreissparkasse Ahrweiler, dem im Ahrtal ansässigen International Wine Institute und dem Ahrwein e.V. durchgeführt. „Der Weinbau an der Ahr ist ein Herzstück der Identität des Ahrtals und des Tourismus. Für uns ist die nachhaltige Förderung der Weinwirtschaft daher ein ganz besonderes Anliegen. Der Ahrwein des Jahres leistet einen Beitrag dazu, die Leidenschaft der Ahrwinzer und die einmalige Qualität der Spätburgunder in den Fokus zu rücken. Das ist vor allem im Hinblick auf die wirtschaftlichen Auswirkungen der verheerenden Flut im Ahrtal überaus wichtig,“ so Dieter Zimmermann, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Ahrweiler.

Unter dem Titel „Test the Best“ ist für Sonntag, 5. November, von 12 bis 17 Uhr das exklusive Tasting zum Ahrwein des Jahres geplant. Hier erhalten Vinophile, Weinkenner und Ahrwein-Fans die einmalige Gelegenheit, alle angestellten Weine inklusive der frisch ausgezeichneten Siegerweine des „Ahrwein des Jahres“ zu probieren. Das Hotel Rodderhof in Ahrweiler stellt hierfür seine Räumlichkeiten im Erdgeschoss inklusive Gewölbekeller zur Verfügung. „Vielfach wurde der Wunsch an uns herangetragen, interessierten Weinfreunden eine Möglichkeit zur Verkostung der Bewerberweine zu ermöglichen. Mit dem Hotel Rodderhof haben wir nun eine ideale Location gefunden, in der die Weine in exklusiver und trotzdem lockerer Art und Weise in vielen Räumlichkeiten präsentiert werden können“, so Carolin Groß, Referentin beim Ahrwein e.V. Tickets zum Preis von 44,95 Euro (inkl. Verkostung, Wasser und Fingerfood) sind ab sofort unter ahrweindesjahres.de erhältlich.

Die Weinerzeuger können ihre Weine bis zum 24. August online über die Homepage ahrweindesjahres.de anmelden. Die Probenflaschen sind am Dienstag, 29. August, und am Mittwoch, 30. August, zwischen 12 und 18 Uhr beim Ahrwein e.V. (Oberstraße 8 in Bad Neuenahr-Ahrweiler) abzugeben. Am Freitag, 22. September, wird eine unabhängige Jury die Blindverkostung und Bewertung durchführen. Das Gremium unter dem Vorsitz von Autor und Journalist Carsten Henn ist mit ausgebildeten Sommeliers und internationalen Spätburgunder-Experten hochkarätig besetzt. Das International Wine Institute (IWI) zeichnet für die neutrale Bewertung der Weine verantwortlich. „Der in Deutschland einmalige Weinpreis dient Wiederverkäufern aus Gastronomie und Weinhandel als hilfreiche Orientierung. Weingenießer können auf die Kompetenz der Jury vertrauen und sich großartige Gewächse aus dem Ahrtal sichern“, sagt Alexander Kohnen vom IWI.

Carolin Groß spricht ihren Dank aus: „Ohne das besondere Engagement der Kreisparkasse Ahrweiler wäre die Durchführung des Wettbewerbs auch in diesem Jahr nicht möglich. Wir sind stolz, einen solchen Partner an der Seite zu haben und freuen uns auf den Wettbewerb. Besonders gespannt sind wir, wie das Tasting „Test the Best“ am 5. November angenommen wird.“

Alle Informationen zum Wettbewerb gibt es unter ahrweindesjahres.de

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Politik

Dank des Handwerks geht der Wiederaufbau in Nordrhein-Westfalen jeden Tag Schritt für Schritt voran

Region/Düsseldorf – Mit Mut, Machertum und Kreativität hilft unser Handwerk tagtäglich beim Wiederaufbau – Um mehr Handwerksbetriebe für den Wiederaufbau in den von der Starkregen- und Hochwasserkatastrophe im Juli 2021 betroffenen Gebieten zu gewinnen, hat das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen zusammen mit dem Westdeutschen Handwerkskammertag vor rund einem Jahr eine Initiative ins Leben gerufen: Ziel der Initiative „HANDWERKimWIEDERAUFBAU“ ist es, ortsnahes und -fremdes Handwerk für Wiederaufbauprojekte zu gewinnen und alle maßgeblich beteiligten Akteure über den Handwerks-Marktplatz www.handwerk-baut-auf.de zusammenzubringen.

Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, Garrelt Duin, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer zu Köln, und Dr. Florian Hartmann, Hauptgeschäftsführer des Westdeutschen Handwerkskammertages, besuchten am gestrigen Donnerstag, 13. Juli 2023, gemeinsam die Hochwassergebiete von Rheinbach, Erftstadt und Euskirchen, um sich ein Bild von der aktuellen Situation und der bis heute anhaltenden Aufbauleistung des Handwerks zu machen.

„Handwerk baut Zukunft: Mit Mut, Machertum und Kreativität hilft unser Handwerk tagtäglich beim Wiederaufbau in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten in Nordrhein-Westfalen. Mit der Initiative ‚HANDWERKimWiederaufbau‘ hat die Landesregierung Nordrhein-Westfalen und der Westdeutsche Handwerkskammertag die Unterstützung für den Wiederaufbau um einen wichtigen Baustein erweitert. Die Initiative gibt uns die Möglichkeit, weitere Handwerksbetriebe zielgerichtet zu gewinnen, um beim Wiederaufbau voranschreiten zu können. Dank des Handwerks geht somit der Wiederaufbau in Nordrhein-Westfalen jeden Tag Schritt für Schritt voran. Gemeinsam packen wir an, um die von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Kommunen zurück in die Zukunft zu bringen“, sagt Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Das Starkregenereignis im Juli 2021 hat das Leben von vielen Menschen von heute auf morgen verändert. Häuser wurden überflutet, Straßen weggespült und die Infrastruktur schwer beschädigt. Besonders eindrücklich zeigt sich dies in der Sanierung der Fußgängerzone im schwer betroffenen Euskirchen und der betroffenen Marienschule in Euskirchen, die von der Delegation besucht wurden.

Auf der für den Wiederaufbau ins Leben gerufene Handwerks-Plattform www.handwerk-baut-auf.de sind mittlerweile über 1.900 engagierte Handwerksbetriebe aus ganz Deutschland registriert. Insgesamt wurden in den vergangenen neun Monaten ca. 1.800 Webseiten von Handwerksbetrieben über die Plattform aufgerufen. Im Schnitt wird die Seite von 45 Userinnen und Usern pro Tag besucht.

„Direkt nach dem Ereignis hat das Handwerk beeindruckende Solidarität und Unterstützung gezeigt. Die Handwerkerinnen und Handwerker standen in dieser schweren Zeit zusammen und haben den betroffenen Menschen gezeigt, dass sie auch heute nicht allein sind. Und das auch, obwohl viele Betriebe selbst betroffen waren“, so Garrelt Duin, Hauptgeschäftsführer der Handwerkammer zu Köln. Wie betroffene Handwerksbetriebe die Nacht der Katastrophe und die unmittelbare Zeit danach erlebt haben, darüber informierte sich die Delegation bei den Firmen Bauunternehmung Theodor Weber GmbH im Rhein-Sieg-Kreis und Bastian Boße Hochbau im Rhein-Erft-Kreis. Beide berichteten eindrucksvoll über ihre Erlebnisse während und kurz nach dem Ereignis und über die bis heute anhaltenden Wiederaufbauleistungen der Handwerksbetriebe.

Ins Leben gerufen von der Handwerkskammer Koblenz, wird die Plattform inzwischen als gemeinsames Pilotprojekt der Kammern Koblenz und Köln stetig ausgebaut, weiterentwickelt und könnte auch für kommende Naturkatastrophen zum Einsatz kommen. „Es ist wichtig, dass die Flutkatastrophe nicht in Vergessenheit gerät. Denn auch nach zwei Jahren ist der Wiederaufbau nicht abgeschlossen. Mit der Handwerks-Plattform ist ein Instrument geschaffen worden, mit der langfristig auf unbürokratischem Wege Handwerksbetriebe und Sachverständige von nah und fern an Flutbetroffene für Wiederaufbaumaßnahmen vermittelt werden können. Vielleicht kann unsere Plattform auch eine Blaupause für die Zukunft sein,“ sagt Dr. Florian Hartmann, Hauptgeschäftsführer des Westdeutschen Handwerkskammertages.

Auch wenn schon viel erreicht wurde, ist das Wiederaufbauvorhaben weiterhin zwingend auf die Unterstützung des professionellen Handwerks angewiesen. Da, wo das ortsansässige Handwerk an seine Kapazitätsgrenze kommt, wird Unterstützung aus der Region und dem gesamten Bundesgebiet benötigt. Deshalb bleibt es eine zentrale Aufgabe des Projektkoordinators Marius Siebenhaar über die Handwerksorganisationen im gesamten Bundesgebiet Betriebe anzusprechen, die ihre Dienstleistungen in den Flutgebieten anbieten.

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Wirtschaft

Nordlicht 2023 – Spatenstich Glasfaserausbau der NetAachen GmbH im Aachener Norden

Aachen – Ausbau-Großprojekt der NetAachen mit potenziell 5000 Wohneinheiten verläuft nach Plan – Rund 70% aller Gebäudeeigentümer haben sich bereits für einen Glasfaserhausanschluss der NetAachen entschieden – Etwa 100 Anschlüsse im Gebiet Lousberg konnten bereits realisiert werden.

Die beiden Ausbaugebiete Lousberg und Stadtgarten bilden das aktuelle Großprojekt des regionalen IT- und Telekommunikationsanbieters NetAachen. Insgesamt werden bis zu 5000 Wohneinheiten in den beiden Ausbaugebieten mit Glasfaserverbindungen versorgt. Die Anbindung an das „Netz der Zukunft“ sichert die notwendigen Ressourcen für einen immer mehr ansteigenden Bandbreitenbedarf und entsprechenden Digitalisierungsanforderungen. Immobilienwerte werden durch die Anbindung an das Glasfasernetz der NetAachen nachhaltig gesteigert. Der offizielle Spatenstich markiert gleichzeitig den Ausbaustart für das zweite Ausbaugebiet innerhalb des Großprojekts, den Bereich Stadtgarten.

Investition in die Zukunft

Die Ausbaumaßnahmen der NetAachen in den Gebieten Lousberg und Stadtgarten kennzeichnen einen weiteren, wichtigen Meilenstein im infrastrukturellen Glasfaserausbau in der Städteregion Aachen. 5000 Wohneinheiten in insgesamt mehr als 800 Gebäuden erhalten die Möglichkeit eines kostenlosen Glasfaserhausanschlusses nach entsprechender Auftragserteilung an die NetAachen. Über zwei Drittel aller Hauseigentümer haben sich bislang für Glasfaser entschieden und die entsprechend notwendige GEE (Grundstückseigentümererklärung) an die NetAachen erteilt, sodass bauliche Arbeiten auf dem privaten Grundstück möglich sind. Über zwölf Kilometer Glasfasertrasse werden im Zuge des Ausbaus neu verlegt. Dabei wird ressourcenschonend abschnittsweise auf bereits vorhandene Leerrohre zugegriffen.

Offizieller Spatenstich

Zum offiziellen Spatenstich vor der städtischen Volkshochschule in der Passstraße kamen heute neben den Verantwortlichen der NetAachen auch Vertreter der Stadt Aachenzusammen. Stefan Döhler (Gigabitkoordinator Stadt Aachen) beantworteten gemeinsam mit Andreas Schneider (Geschäftsführer NetAachen GmbH), Isabel Tuzolana (Projektleitung Netzbau NetAachen GmbH) und Daniel Fichte (Bauleitung NetAachen GmbH) alle Fragen der Presse und Öffentlichkeit. Der symbolische Spatenstich markiert gleichzeitig die „Halbzeit“ des Großprojekts. Das zweite Ausbaugebiet Stadtgarten startet im August. Im Gebiet Lousberg sind seit diesem Frühjahr bereits hunderte Glasfaserhausanschlüsse installiert.

Mit dem Großprojekt Lousberg und Stadtgarten investiert die NetAachen GmbH über drei Millionen Euro in ihre Heimatstadt. Ein eigenwirtschaftlicher Ausbau in diesem Umfang ist für ein regionales Unternehmen eine besondere Herausforderung und Chance zugleich. Alle aktuellen Neu- und Ausbaugebiete von NetAachen finden Sie unter: www.netaachen.de/privatkunden/hilfe/ausbau

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Glücklicherweise war in Meckenheim kein Todesopfer zu beklagen

Meckenheim – In diesen Tagen denken viele Bürgerinnen und Bürger an die schlimme Flutkatastrophe im Juli vor zwei Jahren zurück. Die Region – und auch Meckenheim selbst- waren sehr stark betroffen. Der einsetzende Regen verwandelte die Bäche in reißende Ströme, die sich ihre Wege in die Keller und Häuser bahnten. Versuche, die Flut zu stoppen, blieben oft vergeblich. Aus der Sorge um Hab und Gut wurde im Laufe der Zeit Angst um das eigene und das Leben anderer. Glücklicherweise war in Meckenheim kein Todesopfer zu beklagen.

Rund 500 Privathaushalte, eine zweistellige Zahl von Unternehmen und ein nicht unerheblicher Teil der öffentlichen Infrastruktur waren betroffen. Auch zwei Jahre nach den schlimmen Ereignissen der Flutnacht werden die Gedanken und Bilder wieder lebendig. Die Flut hat großen Schaden angerichtet, materiell und in den Herzen und Köpfen der Betroffenen. Die Spuren dieser Katastrophe werden die Meckenheimer Bürgerinnen und Bürger noch lange begleiten.

„Die Flutkatastrophe hat aber auch ein großes Wir-Gefühl hervorgerufen. Der kollektive Zusammenhalt und das gegenseitige Helfen in der Gemeinschaft haben die Stärken unserer Gesellschaft wieder hervorgebracht“, so Bürgermeister Holger Jung im Rückblick auf die schlimmen Ereignisse.

Um das Schadensrisiko künftiger Überflutungen zu minimieren, sind bereits interkommunale Bündnisse zum Hochwasserschutz geschlossen, Gutachten erstellt und Maßnahmen entwickelt worden. Für die verschiedenen Szenarien eines Starkregens wurden Starkregenkarten entwickelt und helfen, Absicherungen zu schaffen. Die neu geschaffene Verwallung in der Swistbachaue oder der Naturrechen sind nur zwei Beispiele.

Die Optimierung der Abläufe im Krisengeschehen, die besseren Warnmöglichkeiten durch Frühwarnkonzepte, der neu organisierte Bevölkerungsschutz oder das Vorhalten von Schutzangeboten im Krisenfall sind Aspekte, die neu in den Fokus von Politik und Verwaltung gerückt worden sind. Aber auch das Thema der Klimafolgenanpassung musste überdacht und konzeptionell aufgearbeitet werden. Das Gesamtthema muss bei städtischen Planungen und Entwicklungen berücksichtigt werden.

Die Arbeiten an der Infrastruktur und den Meckenheimer Grundschulen sowie Turnhallen sind zum Teil beendet bzw. werden im Laufe des Jahres beendet werden können. Für die Kita „Villa Regenbogen“ wird aktuell geprüft, ob sie hochwassersicher an der alten Stelle wieder saniert werden kann.

In den vergangenen zwei Jahren wurde aufgrund von Interimslösungen gerade den Schülerinnen und Schülern und ihren Familien, den Lehrerinnen und Lehrern sowie Sportvereinen und Freizeiteinrichtungen viel Geduld und Nachsicht abverlangt.

Einen vollkommenen Schutz wird es nicht geben können, aber es kann gerade in Richtung Eigenvorsorge, Schutz des Eigentums, einiges umgesetzt werden. Hier gilt es den Blick nach vorne, in die Zukunft zu richten.

„Ich lade daher alle Interessierten am 12. August zwischen 10 Uhr bis 16 Uhr zum Aktionstag „Starkregen und Hochwasser“ in die Jungholzhalle herzlich ein. Dort wird es viele Antworten auf die Frage geben `Was kann jede Einzelne, was kann jeder Einzelne dafür tun, sich bestmöglich vorzubereiten und zu schützen`“, so Holger Jung.

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Mehr als nur ein schönes Fotomotiv

Mendig/Volkesfeld – Freiwillige Feuerwehr feierte 130-jähriges Bestehen – Als es 1893 im Deutschen Kaiserreich und damit auch in Preußen Pflicht wurde eine Feuerwehr in den Gemeinden vorzuhalten, galt das natürlich auch für Volkesfeld. „Wir sind uns sicher, dass unsere Vorfahren schon früher in Sachen Brandschutz aktiv waren, aber 1953 hat man sich auf dieses Entstehungsjahr geeinigt“, erzählte Wehrführer Matthias Wingender am Rande des Feuerwehrtages der VG Mendig, der im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten stattfand.

Dass die Volkesfelder Wehr heute aber noch so jung wie eh und je ist, davon konnten sich die Gäste am Festwochenende überzeugen, das ebenfalls die Jugendfeuerwehr des Ortes in den Fokus rückte, die offiziell seit 25 Jahren besteht. Und die Jüngsten durften sich auch im Rahmen einer Übung vorstellen. Der Mendiger VG-Bürgermeister Jörg Lempertz hatte für die Freiwillige Feuerwehr Volkesfeld zudem ein besonderes Geburtstagsgeschenk im Gepäck: ein großformatiges Foto von den Volkesfelder Einsatzkräften mit einem ihrer Einsatzfahrzeuge. Dabei hob Lempertz noch einmal hervor, dass die Freiwilligen Feuerwehren der VG Mendig zu rund 250 Einsätzen im Jahr ausrücken müssen. Ein Zeichen für den großen ehrenamtlichen Einsatz der Feuerwehrfrauen und -männer.

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Stadt Schleiden setzt den Weg des stillen Erinnerns fort

Schleiden – Die Hochwasserkatastrophe vom 14. auf den 15. Juli jährt sich bereits zum zweiten Mal  – Am 14. Juli jährt sich die verheerende Hochwasserkatastrophe zum zweiten Mal. Die Wassermassen brachten Leid und Zerstörung in die Region und das Gebiet der Stadt Schleiden: Neun Menschen verloren allein im Stadtgebiet in den Fluten ihr Leben, hunderte wurden körperlich und seelisch verletzt. Rund 5.000 Bürgerinnen und Bürger in über 3.000 Haushalten waren allein im Gebiet der Stadt Schleiden direkt vom Hochwasser betroffen.

„Die Geschehnisse der Hochwasserkatastrophe haben bei vielen Menschen in unserer Region Trauer und oft auch Traumata ausgelöst. Zur Bewältigung dieser gehören zum einen die individuelle Aufarbeitung, aber auch die Frage, wie wir als Gesellschaft damit umgehen wollen“, erklärt Bürgermeister Ingo Pfennings. „Daher hat der „Runde Tisch Gedenken“, der sich auch mit der Ausgestaltung des ersten Jahrestages sowie der Frage, wie das dauerhafte Erinnern im Stadtgebiet organisiert werden kann, beschäftigt hat, auch die Ausgestaltung des zweiten Jahrestages festgelegt.“

Der 14. Juli wird erneut unter dem Titel „Tag des stillen Erinnerns“ stehen. Die Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, an diesem Tag innezuhalten und sich auf ihre Weise an die Geschehnisse zu erinnern: „Jeder trauert unterschiedlich, geht anders mit Verlusten, Ängsten und traumatischen Erlebnissen um, und braucht seinen individuellen Zeitraum für die Verarbeitung des Erlebten“, so Pfennings. Es wird daher tagsüber keine zentral organisierte Veranstaltung geben, um den Betroffenen den Raum bieten, sich auf ihre Weise und zu dem für sie richtigen Zeitpunkt zu erinnern – allein, mit der Familie oder Freunden.

Um 20:30 Uhr laden die beiden Pfarrer, Philip Cuck und Erik Schumacher, Menschen aller Glaubensrichtungen in die katholische Kirche in Olef zum gemeinsamen Gebet und Erinnern ein. Ursprünglich war eine Zusammenkunft in der evangelischen Kirche in Schleiden geplant, dieser Treffpunkt fällt jedoch aufgrund von Schimmelspuren in der Luft aktuell leider aus. Parallel dazu gibt es eine Zusammenkunft in Gemünd vor dem ehemaligen OSE-Gebäude. Zum Abschluss des Tages des stillen Erinnerns läuten die Kirchenglocken im Stadtgebiet ab 20:50 Uhr. „Wir rufen dazu auf, dass die Bürgerinnen und Bürger während des Glockenläutens innehalten, alle Aktivitäten zur Ruhe kommen lassen und sich an die tragischen Geschehnissen vor einem Jahr in Stille erinnern“, so Bürgermeister Pfennings. Am 14. Juli 2021 hatte er gegen 21:00 Uhr die Alarmierung der Bevölkerung durch die Katastrophensirenen sowie die Evakuierungsmaßnahmen in Oberhausen und Gemünd angeordnet.

 

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Zweiter Jahrestag der Flut-Katastrophe – Caritas bleibt an der Seite der Betroffenen

Region/Trier – Zum zweiten Jahrestag der Flut-Katastrophe in Rheinland-Pfalz am 14./15. Juli 2021 macht die Caritas deutlich, dass die Unterstützung für die Menschen noch lange weitergehen wird. „Unsere Fluthilfe hat den Krisenmodus jetzt hinter sich gelassen. Die Hilfeangebote sollen auch in den kommenden Jahren aufrechterhalten werden, denn Fluthilfe ist kein Sprint, sondern ein Marathon“, so der Vorsitzende des Diözesan-Caritasverbandes, Benedikt Welter. Konkret sind die aus Spendenmitteln finanzierten Hilfeangebote und sozialen Projekte der Fluthilfe bis Ende 2026 vorgesehen. Neben den finanziellen Hilfen beim Wiederaufbau unterstützt die Caritas die Menschen vor allem durch psychosoziale Angebote.

Insgesamt waren zum Stichtag 30. Juni 2023 aus Spendenmitteln 2,6 Millionen Euro für finanzielle Einzelfallhilfen an über 3700 Haushalte in den Flutgebieten verausgabt. Weitere ca. 2,6 Millionen Euro wurden bis dahin u.a. für psychosoziale Beratungsdienste oder Sozialraumarbeit aufgewendet. Die Caritasverbände in den betroffenen Gebieten bieten teilweise auch eine Baufachberatung an, die beim Wiederaufbau unterstützt. Rund 10 000 Menschen haben bereits an besonderen sozialen Projekten für Flutbetroffene teilgenommen.

Es wurden weitere Spenden in Höhe von 2,2 Millionen Euro von Caritas und Bistum Trier gesammelt. Daraus wurden bisher rund 106 500 Euro an Pfarreien und -gemeinschaften zur Förderung von Begegnung und Gemeinschaft ausgezahlt. Weiterhin wurden rund 215 300 Euro bewilligt, um soziale Projekte und Hilfeangebote zu fördern. Noch bis zum Ende des Jahres 2023 können Projekte eingereicht werden.

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Kreis Mayen-Koblenz und evm machen Region smart

Region/Mayen-Koblenz – Energieversorger gewinnt mit seiner Marke „Smartmacher“ Ausschreibung „MYK10“ – Der Landkreis Mayen-Koblenz ist auf Zukunftskurs: Als eines von deutschlandweit insgesamt 73 „Modellprojekten Smart Cities“, die vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen sowie der KfW gefördert werden,  baut er im Zuge des Projektes der „Smarten Region MYK10“ ein flächendeckendes LoRaWAN-Netzwerk aus. Unterstützt wird der Kreis dabei von der Energieversorgung Mittelrhein (evm), die mit ihrer Marke Smartmacher kürzlich die entsprechende Ausschreibung gewonnen hat. „Mit Smartmacher bieten wir Kommunen und Unternehmen in der Region innovative Lösungen direkt vor Ort an“, erklärt Christian Schröder, Unternehmenssprecher der evm. „Wir konnten schon viele Erfahrungen mit LoRaWAN und smarten Anwendungen sammeln und freuen uns, nun ein kreisweites Projekt gemeinsam anzugehen.“

MYK10 – Smart Region vor Ort
Dem Landkreis Mayen-Koblenz stehen dank des Förderprogramms „Modellprojekte Smart Cities“ 17,5 Millionen Euro  zur Verfügung, um die Region bis Ende 2027 mithilfe der Digitalisierung effizienter, technologisch fortschrittlicher, grüner und sozial inklusiver zu gestalten. Der Landkreis hat sich dabei drei zentralen Zukunftsaufgaben gestellt: die zukunftsorientierte Transformation von Stadt und Land, die innovative Gestaltung der Mobilität und die Verbesserung des Zusammenlebens. „Wir verstehen Digitalisierung als multifunktionales Werkzeug, das entscheidend zur Lösung von unterschiedlichsten Herausforderungen beitragen kann. Ziel ist es, den Alltag aller Menschen im Landkreis Mayen-Koblenz smarter zu gestalten – das heißt angenehmer, einfacher, nachhaltiger und effizienter. Wir sind froh, mit der evm hierzu einen erfahrenen Partner an unserer Seite zu haben“, so Sonja Gröntgen, Chief Digital Officer des Landkreis Mayen-Koblenz, die das Projekt betreut.

LoRaWAN als Basis auf dem Weg zur Smart City
LoRaWAN, oder „Long Range Wide Area Network“, ist ein Netzwerk, das eine drahtlose Kommunikation über große Entfernungen bei geringem Energieverbrauch ermöglicht. Es bildet die Basis zur Vernetzung von Sensoren, Geräten und Anwendungen im Smart-City-Bereich. Im Kreis Mayen-Koblenz, der 817 Quadratkilometer umfasst, werden dafür flächendeckend Antennen an ausgewählten Punkten installiert, um so den Grundstein für weitere Anwendungen zu legen. „Wir haben diese Art Netzwerk schon an verschiedenen Stellen in unserem Versorgungsgebiet installiert und auch angeschlossene Anwendungen begleitet. Die Möglichkeiten sind hier vielzählig – je nach Kommune müssen sie sinnvoll ausgewählt und auf die jeweiligen Begebenheiten angepasst werden“, so Schröder. Ob intelligente Bewässerung von Grünflächen, automatische Pegelstandsmessung, Parkraumüberwachung oder Füllstandsermittlung von Mülleimern – die smarten Anwendungen erleichtern den Alltag und sparen Geld und Ressourcen. Dem pflichtet Gröntgen bei: „In einer zunehmend digitalisierten Welt, in der Technologie und Daten eine immer wichtigere Rolle spielen, werden Unternehmen, Organisationen und sogar Regierungen verstärkt auf Daten angewiesen sein, um fundierte und effektive Entscheidungen zu treffen. Sie helfen uns dabei, wettbewerbsfähig zu bleiben, Maßnahmen gezielt zu definieren und Herausforderungen in der sich ständig verändernden Welt erfolgreich zu bewältigen.“

In Andernach und der Verbandsgemeinde Weißenthurm half die evm bereits bei der Implementierung einiger dieser Anwendungen. Auch mit weiteren Gemeinden aus dem Landkreis Mayen-Koblenz wird schon jetzt ganz konkret an zusätzlichen Anwendungsfällen gearbeitet. „Für die Gemeinden ist das Projekt ein großer Vorteil, denn sie müssen nun nicht selbst in ein entsprechendes Netzwerk investieren. Der Kreis schafft die Grundlage für die Zukunft“, erklärt Schröder.