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„Flutkapelle des Ahrtals“ in den Weinbergen von Walporzheim eingeweiht

Walporzheim – Bischof Dr. Stephan Ackermann weihte am 15. Juli eine neue Kapelle in den Weinbergen von Walporzheim ein. Drei Dinge seien ihm in den Sinn gekommen, als er die Kapelle in den Weinbergen über Walporzheim gesehen habe, so der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann: Erinnerung, Hoffnung und Mahnung. Er weihte die „Flutkapelle des Ahrtals“ am zweiten Jahrestag der Flut, die in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli nicht nur im Ahrtal, sondern auch in Nordrhein-Westfalen, in der Eifel und rund um Trier für viel Leid sorgte. „Es ist wichtig in diesen Tagen zu schauen, was geschafft ist, aber auch auf die Betroffenen, die bis heute innerlich leiden.“

Die Kapelle solle zu einem Ort werden, an dem sich die Besucherinnen und Besucher an Menschen erinnern können, die ihr Leben in der Flut verloren haben. Der Bau der Kapelle gebe aber auch Hoffnung und lenke den Blick auf das, was schon geschafft wurde. Doch zugleich verstehe Ackermann diesen neuen Ort auch als Zeichen der Mahnung. „Er mahnt dazu, sensibel zu bleiben füreinander und das Zusammenleben, aber auch für die versteckten Wunden“, sagte der Bischof in seiner Predigt während der Wort-Gottes-Feier vor der Kapelle. Er ermunterte, Solidarität zu leben und empathisch zu sein. Zudem stehe die Kapelle für ihn als Mahnung zur Bescheidenheit und als Aufforderung im Einklang mit der Schöpfung zu leben und diese zu bewahren.

Die Mitglieder des Freundeskreises der Kapelle St. Josef Walporzheim werden sich zukünftig um die Kapelle im Wingert kümmern. Sie hoffen, dass die St. Donatus Kapelle gut angenommen werde. „Kirchen und Kapellen sind keine von der Welt abgeschlossenen Räume. Daher soll diese Kapelle für Angehörige, Einheimische, Wanderer und Besucher im Ahrtal eine Erinnerungsstätte werden und zum Wallfahrten, Pilgern, zum Verweilen und zum Gebet einladen“, fasst es Andrea Wittkopf vom Kapellenverein und Teil des Vorbereitungsteams des Gottesdienstes zusammen. Den Wünschen schloss sich Bischof Ackermann an: „Ich wünsche mir, dass viele den Weg hierher finden und keiner ungestärkt weg geht.“ Während der Wort-Gottes-Feier neben Kapelle und Altar wurde auch eine Statue des Heiligen Donatus geweiht, der Schutzheiliger vor Unwettergefahren und nun Patron der Flutkapelle ist.

Viele Unterstützer und Förderer

Möglich wurde der Bau des kleinen Gotteshauses durch Unterstützung von unterschiedlichen Stiftern, Vereinen und mit Hilfe kommunaler Einrichtungen. „Durch eine gute Fügung kamen Helfer aus dem Süddeutschen Raum auf unseren Kassierer Harald Knieps zu und boten dem Freundeskreis der Kapelle St. Josef an, eine Kapelle zu stiften“, berichtete Werner Schüller, Vorsitzender des Freundeskreises der Kapelle St. Josef Walporzheim von der Genese der neuen Kapelle im Weinberg. Die Mitglieder des Freundeskreises werden sich zukünftig um zwei Kapellen kümmern: Zum einen um die St. Josef Kapelle im Ortskern, die durch die Flutkatastrophe stark beschädigt wurde und sich weiterhin im Wiederaufbau befindet und zum anderen um die neue St. Donatus Kapelle in den Weinbergen.

 

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RuheForst am Laacher See in Bell eingeweiht

Region/Mendig/Bell – Mit der Einweihung des Ruheforstes am Laacher See in Bell wird in der Verbandsgemeinde Mendig eine neue Bestattungsform angeboten. In Zeiten in denen zwischen Verstorbenen und deren Angehörigen die räumliche Distanz der Bestattungs- und der Wohnorte immer öfter von weiten Entfernungen geprägt ist, ist auch die Organisation der Grabpflege schwieriger geworden. Auch aus diesem Grund werden Bestattungsalternativen immer stärker nachgefragt. Mit dem RuheForst am Laacher See haben Sie jetzt in Bell eine solche Alternative geschaffen.

„Der Gedanke zurück zur Natur und den Wald sich selbst überlassend zum Ruheort werden zu lassen kam uns sehr entgegen. Wir nennen unsere Grabstätten – gemäß dem Konzept – auch Ruhebiotope. Das Wort verbindet, frei übersetzt: bios: das Leben und topos: der Ort, wortwörtlich Leben und Tod. Gerade die Tatsche nicht nur für verstorbene Angehörige einen Platz zu finden, sondern auch bereits zu Lebzeiten für die Zeit danach vorzusorgen macht unseren Ruheforst so reizvoll“, ist der Beller Ortsbürgermeister Stefan Zepp überzeugt, dass in den Gremien der Ortsgemeinde eine gute Entscheidung getroffen wurde. Es ist der erste Waldfriedhof im Landkreis Mayen-Koblenz, der öffentlich weit über die Grenzen von Bell hinaus genutzt werden kann.

Im RuheForst übernimmt die Natur die Pflege. Künstliche Dekorationen würde die Atmosphäre zerstören. Die Angehörigen haben aber einen Ort, an dem sie ihrem Verstorbenen nah sein können, denn eine kleine Tafel mit dessen Namen und Lebensdaten ist möglich. „Dieser Waldfriedhof ist nicht nur ein Ort der Trauer, sondern auch ein Ort des Lebens. Er bietet Raum für Besinnung, für Spaziergänge und für das Erleben der Natur in all ihrer Pracht“, so Jörg Lempertz, Bürgermeister VG Mendig.

Im RuheForst am Laacher See werden insgesamt 172 Ruhebiotope mit rund 2.000 Grabplätzen angeboten. Die genehmigte Gesamtfläche ist circa fünf Hektar groß. Davon ist aktuell in etwa die Hälfte erschlossen.

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Beliebter Treffpunkt in Mayen ist wieder geöffnet

Mayen – Mitarbeitende und Bevölkerung können die Cafeteria im St. Elisabeth Krankenhaus Mayen besuchen – Es war und bleibt ein beliebter Treffpunkt in Mayen: die Cafeteria im St. Elisabeth Krankenhaus. Sie bietet montags bis freitags von 7 bis 16 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 11:30 bis 16 Uhr ein umfangreiches Angebot an.

Auf der Speisekarte stehen ein reichhaltiges Frühstück und mittags ein Büfett mit verschiedenen Menüs, die beliebig zusammengestellt werden können, zur Auswahl. Zum Repertoire gehören sowohl Fleisch-, als auch Fisch- und Vegetarische Gerichte. Am Nachmittag gibt es eine große Auswahl an Kuchen und Teilchen, ergänzt um frische Kaffeespezialitäten.

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Höchste Auszeichnung des deutschen Handwerks an Ralf Hellrich verliehen

Region/Koblenz/Berlin – HwK-Hauptgeschäftsführer erhält „Handwerkszeichen in Gold“ für außerordentlichen Einsatz zum Wohle des Handwerks. Für seinen außerordentlichen Einsatz im Sinne des Handwerks ist der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer (HwK) Koblenz, Ralf Hellrich, mit dem „Handwerkszeichen in Gold“ als höchster Auszeichnung des Wirtschaftsbereichs geehrt worden. Diese Auszeichnung wird durch den Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) verliehen. In Koblenz überreichte Holger Schwannecke als ZDH-Generalsekretär Hellrich das Handwerkszeichen.

Neben Schwannecke stellten auch HwK-Präsident Kurt Krautscheid, Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt, David Langner als Oberbürgermeister der Stadt Koblenz und Dr. Alexander Saftig, Landrat des Kreises Mayen-Koblenz, in Reden die Leistungen von Ralf Hellrich heraus, der seit 2018 als Hauptgeschäftsführer an der Spitze der Koblenzer Kammer agiert. Kurt Krautscheid nannte beispielhaft die schnelle und beherzte Organisation handwerklicher Hilfeleistungen und Strukturen nach der Flutkatastrophe im Ahrtal. „Auch das ist Ralf Hellrich: wenn er Gesprächsrunden zwischen den vielen Akteuren organisiert, muss man nicht lange überzeugen, sich hier einzubringen. Denn Ralf ist ein Netzwerker und wenn er so etwas aufbaut, hat es Hand und Fuß.“ Auch die schnelle Umstellung wichtiger Lehrgänge, Meisterprüfungen und interner Abläufe im Zuge der Pandemieauflagen wurden beispielhaft für innovative und proaktive Problemlösungen beschrieben, was einher ging mit einem deutlichen Digitalisierungsschub. „Wer Ralf Hellrich kennt, weiß um seine Begeisterung für innovative, digitale Ideen und Anwendungen.“

Holger Schwannecke stellte Einfluss- und Gestaltungsmöglichkeiten von wirtschaftlichen, gesellschaftlichen wie auch politischen Prozessen in den Mittelpunkt seiner Rede. „Hier spielen handwerkliche Organisationen und deren Akteure eine wichtige Rolle. Wir brauchen Leute, die anpacken. Ralf Hellrich ist so ein Anpacker und er hat sich die heutige Auszeichnung redlich und über die Jahre hart erarbeitet.“ Voller Ideen und Tatendrang, „ist er ein Mensch, der gut tut. Er richtet den Blick nach vorn, geht auf Menschen zu und schafft es mit seiner optimistischen Art, sie zu motivieren.“

„Diese höchste Auszeichnung im Handwerk ist mehr als verdient. Ralf Hellrich ist immer offen für Neues, er hat viele Projekte vorangetrieben und zeigt ein nicht nachlassendes Engagement für seine Branche“, würdigte auch Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt die beeindruckende Karriere von Ralf Hellrich in den Handwerksorganisationen und seine zahlreichen Verdienste rund um das Handwerk. Der Hauptgeschäftsführer habe „eine große Tatkraft und außergewöhnliche Qualitäten als Chef und Motor der Handwerkskammer Koblenz“, sagte Schmitt. „In Koblenz zeigt sich: Wenn das Ehrenamt und das Hauptamt gemeinsam mit den Mitgliedsbetrieben an einem Strang in dieselbe Richtung ziehen, ist und bleibt das Handwerk die ‚Wirtschaftsmacht von nebenan‘“, lobte die Ministerin dieses entschlossene Miteinander.

„Man kann Ralf Hellrich wie auch dem gesamten Handwerk gratulieren. Was wir hier seit Jahren erleben, ist eine Erfolgsgeschichte und kommt unserer ganzen Region zugute“, so David Langner, der Hellrich seit Jahrzehnten kennt und ihn als „pragmatisch, optimistisch, zupackend und lösungsorientiert“ beschreibt. Auch Landrat Alexander Saftig stellte die handwerklichen Leistungen als „wichtigen Faktor für eine Wohlfühlatmosphäre der Region“ heraus und lobte Ralf Hellrich wie auch Kurt Krautscheid für ihr Wirken. „Sie haben gemeinsam Vieles entwickelt und die heutige Verleihung ist auch eine gute Möglichkeit, dafür einmal herzlich zu danken!“

Ralf Hellrich ging in seiner Danksagung auf die gute Zusammenarbeit mit dem Ehrenamt, der Geschäftsführung und allen HwK-Mitarbeitern ein. Insbesondere hob er den Rückhalt durch seine Familie heraus, „ohne den mein Einsatz für das Handwerk so nicht möglich gewesen wäre.“ Hellrich ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder sowie zwei Enkelkinder.

Der 60-jährige Diplom-Betriebswirt kann auf jahrelange und umfangreiche Erfahrungen an der Spitze von Handwerksorganisationen zurückblicken. So war er ab 2001 Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft (KHS) Westpfalz, ab 2006 auch der KHS Kaiserslautern. 2008 wurde er zum Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer in Kaiserlautern gewählt und vertrat ab 2012 als Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft der Handwerkskammern Rheinland-Pfalz die Gesamtinteressen des Landeshandwerks gegenüber Politik, Organisationen und Einrichtungen auf Landes-, Bundes- und Europa-Ebene wie auch am „Ovalen Tisch“ der Landesregierung.

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Bürgermeister-Spende für Wachtberg4Help

Wachtberg-Berkum – Bitte keine Geschenke, darum hatte Bürgermeister Jörg Schmidt anlässlich der Feier seines kürzlich begangenen 60. Geburtstages gebeten. Stattdessen sollten Spenden für einen guten Zweck gesammelt werden. Mitarbeiter, Freunde, Weggefährten … die rund 170 Gäste hatten fleißig das rote Schwein gefüllt und so konnte Schmidt kürzlich die stolze Summe von 1.800 Euro an Silvia Parting vom Verein Wachtberg4Help übergeben.

2022 als gemeinnütziger Wachtberger Verein gegründet engagiert sich Wachtberg4Help in der Region und aus der Region für Kriegs- und Katastrophenopfer. Seit dem Krieg in der Ukraine unterstützt der Verein die Menschen dort regelmäßig mit medizinischem Material und Lebensmitteln. Die zweite Vereinsvorsitzende zeigte sich sichtlich erfreut über die unerwartete Spende. Gerade jetzt seien sie wieder in den Vorbereitungen einer neuen Hilfstour. Mitte August sollen wieder Lebensmittel und Hygieneartikel vor allem für Seniorinnen und Senioren in die Ukraine gebracht werden. Für den Verein wäre das der mittlerweile 15. Hilfstransport, den die ehrenamtlich Engagierten organisieren. Das Netzwerk habe sich weiter gefestigt, erzählte Parting, und durch weitere Kooperationen wären die Transporte einfacher geworden. Auch die nächste Tour führe wieder nach Przemysl an der polnisch-ukrainischen Grenze, Partnerorganisationen übernähmen dort dann die weitere Verteilung ins Kriegsgebiet. So seien schon viele Tonnen Hilfsgüter zielgenau an Krankenhäuser, Kinderheime und zu Menschen gebracht worden, die wegen des Krieges von einer stabilen Versorgung abgeschnitten sind.

Silvia Parting dankte Jörg Schmidt im Namen des Vereins herzlich für die Spende. Wer jetzt interessiert daran sei, Wachtberg4Help auch zu unterstützen, als aktiv Engagierter oder mit einer Spende, könne sich gerne melden: E-Mail: info@wachtberg4help.de , Internet: www.wachtberg4help.de .

 

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Tourismus

Schwimmen – Schlemmen – Schlafen in Mechernich

Mechernich – Die neue Freizeit Mechernich GmbH vereint Eifel-Therme Zikkurat, Bistro im Mühlenpark, das Eifel-Snackmobil und den neuen Wohnmobilhafen unter einem Dach. Mit dem Wohnmobil anreisen, zu Fuß oder mit dem Fahrrad die Umgebung erkunden, den Nachmittag in der Eifel-Therme Zikkurat verbringen und den frühen Abend noch gemütlich mit Pommes und einem kühlen Getränk im Bistro im Mühlenpark ausklingen lassen – so könnte schon bald ein perfekter Urlaubstag für Camper in Mechernich aussehen. Möglich macht das die Freizeit Mechernich GmbH, keine wirklich neue Firma, aber ein neues Dach für vier attraktive Angebote in der Stadt am Bleiberg.

„Da wir unsere Angebotspalette deutlich erweitert haben, passte der alte Name einfach nicht mehr“, erläutert Thomas Hambach, Erster Beigeordneter und gleichzeitig Geschäftsführer der früheren Eifel-Therme Zikkurat und heutigen Freizeit Mechernich GmbH.  „Der neue Name vereint alle unserer Angebote, ebenso wie das neue Logo alle vier Einzelembleme vereint. Auch die jeweils eigenständigen Webseiten werden miteinander verknüpft.“ Im Zuge dieser Neufirmierung wurde Betriebsleiter Christian Klein zum Prokuristen ernannt.

Er verantwortet insbesondere das vielfältige operative Geschäft. Zu der Freizeit Mechernich GmbH zählt zum einen die Eifel-Therme Zikkurat mit ihrem Bad, der Sauna, Kursen, Massagen, Gastronomie und einem eigenen Shop. Hier lässt sich alleine oder mit Freunden oder Familie je nach persönlichem Geschmack ein entspannter oder ereignisreicher Tag verbringen.

Snacks und Co.

Zum anderen gehört auch das Bistro im Mühlenpark dazu. Dieses hatte Anfang des Jahres einen schwierigen Start. Der benachbarte Spielplatz wurde umfassend saniert. Die aufgestellten Bauzäune hätten wohl auch Bistro-Besucher abgeschreckt, führt Christian Klein aus. Doch jetzt erstrahlt das Spielegelände in neuem Glanz, die Bauzäune sind weg und auch der Bistro-Betrieb nimmt wieder Fahrt auf. Dort können sich Interessierte auch Schläger und Bälle ausleihen, um auf dem Minigolf-Platz Rekorde zu jagen.

Ein weiterer Bestandteil der Freizeit Mechernich GmbH ist das „Eifel Snackmobil“. Der Imbisswagen wird voraussichtlich an drei Tagen pro Woche an einem fest angestammten Platz stehen und seine Gäste mit Burger, Bratwurst, Pommes und vielem mehr versorgen. „Auch Catering für Familien- und Firmenfeiern oder ähnliche Veranstaltungen bieten wir gerne an“, erzählt Christian Klein.

Den vierten Betriebsteil bildet der Wohnmobilhafen, der aktuell auf dem Gelände „Elisabethhütte“ entsteht. „Wir bereiten gerade weitere Ausschreibungen vor. Zudem werden die Pläne noch einmal bis ins Detail ausgearbeitet“, erklärt Thomas Hambach. Denn noch steht nicht fest, wie viele Stellplätze am Ende auf das Gelände passen. Thomas Hambach geht von 30 bis 40 Parkmöglichkeiten aus.

Ideale Lage

Künftige Nutzer können den Platz sowohl per Internet vorab buchen oder auch eine bargeldlosen Buchungsautomaten vor Ort nutzen. Die mit modernster Technik ausgestattete Schranke erkennt dann die Nummernschilder und lässt die Besucher hineinfahren. Dort werden sie künftig nicht nur attraktive Stellplätze vorfinden, sondern auch Wasser- und Stromanschlüsse sowie alle Entsorgungsmöglichkeiten, die Camper so benötigen. Die Lage des Wohnmobilhafens sei ideal, findet Thomas Hambach: „Von hier aus hat man es nicht weit zu vielen Touristenattraktionen: Freilichtmuseum, Kakushöhle, Sommerrodelbahn, Hochwildpark, Bergbaumuseum und vieles mehr liegen quasi nebenan.“

Wenn alles nach Plan läuft, wird der Wohnmobilhafen voraussichtlich im Herbst fertig sein. Dann können die ersten Camper kommen, die wunderbare Umgebung genießen, in der Eifel-Therme Zikkurat saunieren oder ein paar Bahnen schwimmen, um den frühen Abend noch am Bistro im Mühlenpark ausklingen zu lassen – und all das unter dem einen Dach der neuen Freizeit Mechernich GmbH.

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Deutschland-Ticket für Schülerinnen und Schüler in der StädteRegion Aachen zum 1. August

Aachen – In Aachen und der Städteregion werden zum 1. August die meisten School&Fun-Tickets und Schülerjahreskarten für das Schuljahr 2023/2024 auf das Deutschlandticket umgestellt. Vom neuen „Deutschlandticket Schüler“ profitieren rund 20.000 Schülerinnen und Schüler. Wer auch bisher schon ein School&Fun-Ticket oder eine Schülerjahreskarte hatte, kann das Deutschlandticket an den Fahrscheinautomaten der Deutschen Bahn ab sofort auf seine Chipkarte laden. In Aachen und der Städteregion stehen 26 Automaten zur Verfügung. In den Kreisen Düren und Heinsberg, die ebenfalls zum Gebiet des Aachener Verkehrsverbundes (AVV) gehören, gibt es weitere 46 Automaten. Die ASEAG arbeitet zudem gemeinsam mit ihren IT-Dienstleistern unter Hochdruck daran, dass die Tickets möglichst bald auch an den Fahrscheinautomaten und bei den Vorverkaufsstellen der ASEAG aktualisiert werden können.

Die Chipkarten können auch im Kunden-Center der ASEAG am Aachener Bushof aktualisiert werden. Hier kann es aber zu längeren Wartezeiten kommen. Daher empfehlen ASEAG und Aachener Verkehrsverbund, die DB-Fahrscheinautomaten zu nutzen. Die ASEAG hat in dieser Woche alle Schülerinnen und Schüler, die ein School&Fun-Ticket nutzen, angeschrieben und über die Umstellung informiert. Diesem Schreiben liegt auch eine so genannte Gültigkeitsbescheinigung bei. Die müssen die Schülerinnen und Schüler mitführen, solange sie das Deutschlandticket nicht auf ihre Chipkarte aufgespielt haben. Das muss bis spätestens 31. August geschehen sein.

Schülertickets an Fahrkartenautomaten auf das Deutschlandticket aktualisieren

Anne Körfer, Leiterin des Fachbereiches Kundenservice bei der ASEAG: „Innerhalb weniger Wochen haben Schulträger und Verkehrsunternehmen den Erlass des Landes zur Einführung des Deutschlandtickets für Schülerinnen und Schüler umgesetzt. Jetzt sind wir auf die Hilfe der Schülerinnen und Schüler angewiesen, damit die Umstellung reibungslos klappt. Alle, die ihr Ticket am Automaten aktualisieren, tragen dazu bei, dass die Warteschlange vor dem Kunden-Center nicht zu lang wird.“ Wer für das Schuljahr 2023/2024 erstmals ein School&Fun-Ticket beantragt hat, braucht seine Chipkarte nicht an den Fahrscheinautomaten zu aktualisieren. Die Chipkarte wird als Deutschlandticket per Post geschickt.

Alle Infos auf aseag.de und avv.de

Alle Infos zur Umstellung von School&Fun-Tickets und Schülerjahreskarten auf das Deutschlandticket findet man auf aseag.de/schule und avv.de.

Innovative Technik im Gebiet des Aachener Verkehrsverbundes

Beim Auflegen der Chipkarte am Automaten wird in einer Cloud überprüft, ob zu der aufgelegten Karte Aufträge vorhanden sind, beispielsweise das Schreiben eines neuen Tickets oder das Abändern eines bestehenden Tickets. Wenn dies der Fall ist, werden die Aufträge ausgeführt und zum Beispiel neue Tickets elektronisch auf die Chipkarte geschrieben. „Die Technik zum Aufladen der Deutschlandtickets am Automaten ist Bestandteil des deutschlandweiten eTicket-Standards. Im AVV wird diese Technik deutschlandweit-einmalig in einer optimierten Form angewendet, die datensparsamer und vor allem schneller funktioniert, was dafür sorgt, dass eine Vertragsänderung im System und das Aufladen des neuen Tickets am selben Tag möglich ist“, so Markus Vogten, Pressesprecher des Aachener Verkehrsverbundes (AVV).

Die meisten Schulträger folgen dem MUNV-Modell

Die meisten Schulträger in der Städteregion Aachen haben entschieden, dem vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (MUNV) mit Erlass vom 2. Juni 2023 empfohlenen so genannten MUNV-Modell zu folgen. Nach der Schülerfahrkostenverordnung erhalten anspruchsberechtigte Schülerinnen und Schüler in diesem Fall durch den Schulträger ein Deutschlandticket. Selbst-zahlende bekommen dies zu einem vergünstigten Preis von 29 Euro. Somit beträgt in der Städteregion Aachen der Preis für das School&Fun-Ticket als Deutschlandticket wie bisher für anspruchsberechtigte Schülerinnen und Schüler 14 Euro für das erste Kind, 7 Euro für das zweite Kind und 0 Euro für jedes weitere Kind. Schülerinnen und Schüler, deren Schulträger dem MUNV-Modell folgen und die keinen Anspruch auf Erstattung von Schülerfahrkosten haben, können das Deutschlandticket für 29 Euro bei der ASEAG beziehen. Dieser Preis ist günstiger als die 32,80 Euro, die ab 1. August für ein School&Fun-Ticket gelten, das zudem nur im Gebiet des Aachener Verkehrsverbundes gültig ist. Schülerinnen und Schüler, die noch nicht wissen, ob ihre Schule dem MUNV-Modell folgt, sollten bei den Schulen nachfragen.

 

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LG Laacher See beim AhrTuS-Lauf für den ersten Platz der Meistbeteiligung geehrt

Laacher See – Im zweiten Jahr lud der TuS Ahrweiler zum AhrTuS Lauf auf die Quarzkaul oberhalb vom Kalvarienberg ein. Da die Parkplätze auf dem Gelände sehr gering waren, wurde den Sportlern empfohlen, die öffentlichen Parkplätze in Ahrweiler zu nutzen. Zum Austragungsort galt es dann etwa 1,5 km zu laufen. Hier war alles bestens organisiert, die Gäste wurden von toller Live-Musik begrüßt und nette Helfer*innen empfingen sie am Verpflegungs- und Gepäckaufbewahrungsstand.

Die Walker der LG Laacher See warten auf den Startschuss. Foto: Karin Breslauer

Der einzige Wermutstropfen war das extrem heiße Wetter. Für kühle Erfrischung sorgte ein leichter Wasserregen aus dem Gartenschlauch. Die Wettkampfstrecken führten überwiegend durch den Wald und unterwegs gab es ausreichend Verpflegungsstellen.

Der erste Wettkampf, an dem die LG’ler dabei waren, war der Jedermannlauf über 5 km. Nach langer Zeit startete Luisa Breslauer wieder für die LG Laacher See. Sie begleitete ihren Vater, der anschließend noch die 10 km bestritt.

Anschließend fiel der Startschuss für die 10 km. Manfred Schmitt wurde mit 69:38 min. Zweiter der AK M 60. Bestzeiten konnten aufgrund der Hitze und den Höhenmeter nicht erzielt werden. Die meisten der LG Laacher See fanden sich beim 6,5 km Walkingwettbewerb. Alle Strecken waren mit zahlreichen Höhenmeter gespickt. Die Extremhitze erschwerte zusätzlich die Bedingungen. Zur Belohnung gab es einen grandiosen Ausblick ins Ahrtal.

Für die Sportfreunde der LG Laacher See gab es noch ein weiteres Highlight. Sie wurden für den ersten Platz der Meistbeteiligung geehrt. Des Weiteren belegten die Frauen der LG Laacher See den fünften Platz beim Ahrtal-Team Cup, der aus vier Einzelveranstaltungen bestand. Hier gab es einige Leckereien aus dem Ahrtal. Die Einzelergebnisse des AhrTus Lauf findet man unter

www.my.raceresult.com/238056/results.

Bei kühlen Getränken genossen die LG’ler die gemütliche Atmosphäre auf der Quarzkaul in Ahrweiler.

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„Einfach nur Hammer“ – Kick-Off-Veranstaltung „Team Paris Rheinland-Pfalz“

Region/Koblenz/Mainz – Ganz schön sportlich ging es am Freitagabend bei der Kick-Off-Veranstaltung „Team Paris Rheinland-Pfalz“ im Koblenzer Fährhaus zu. Im sommerlichen Ambiente unter den mächtigen weißen Sonnensegeln auf der großzügigen Terrasse des modernen High-Tech-Hotels direkt an der Mosel kamen perspektivreiche Athlet*innen des Spitzensportförderprojektes der Sporthilfe Rheinland-Pfalz zusammen, um gemeinsam den Startschuss in Richtung Olympische und Paralympische Spiele 2024 in Paris zu geben.

Unter den knapp 60 geladenen Gästen, darunter zahlreiche Persönlichkeiten aus Sport, Wirtschaft und Politik, waren insgesamt 14 aktive Spitzensportler*innen aus sechs Sportarten. Talente, die von Olympia träumen. Aber auch gestandene Asse, die bereits Stammgast bei den Olympischen Spielen sind – und es nochmal wissen wollen. So wie Hindernisläuferin Gesa Krause von Silvesterlauf Trier, die sich nach der Geburt ihres Kindes aktuell im Aufbautraining befindet. „Es ist einfach schön, dass hier alle Sportler*innen ein Jahr vor Olympia noch einmal zusammenkommen“, sagte Krause. „Das ist dann auch schon Vorfreude und Motivation – damit man sich ranhält und weiter akribisch arbeitet.“ Oder der Speerwurf-Europameister und dreifache Deutsche Meister Julian Weber vom USC Mainz, der am Vormittag noch in der Heimat trainiert hatte. „Es ist wie Urlaub hier“, lächelte der Wahl-Berliner. „Es ist immer megaschön, hierher zu kommen und die Leute wieder zu sehen.“

Noch ist völlig offen, wer die rheinland-pfälzischen Farben in Paris vertreten werden. Wenn es richtig gut läuft, könnten 15 Sportler*innen oder mehr das Ticket lösen. „Nominierungstermin vom DOSB ist circa sechs Wochen vor Beginn der Spiele oder noch knapper“, weiß Anne Zabel, Geschäftsführerin der Sporthilfe RLP. Der einzige, der das Ticket schon sicher in der Tasche hat, ist Zehnkampf-Europameister Niklas Kaul. Der Saulheimer fehlte in Koblenz wegen universitärer Verpflichtungen. In Summe fördert die Sporthilfe RLP zurzeit 47 olympische, paralympische und deaflympische Sportler*innen. Pro Jahr stehen ihr dafür über das Landesglücksspielgesetz eine halbe Million Euro zur Verfügung. Die Gelder stammen von Lotto Rheinland-Pfalz. „Bis 2028 haben wir sie zugesichert bekommen“, freut sich Zabel. „Und von der GlücksSpirale erhalten wir weitere Mittel für die Förderung unserer Sportler*innen.“ Über die Olympiaprämien werde man im Sporthilfe-Vorstand noch entscheiden. Zuletzt betrug die Antrittsprämie 5.000 Euro, für Olympia-Gold gab es 15.000 Euro extra.

Außerdem freut sich die Sporthilfe RLP über ihre 13 Kurator*innen. Einer davon ist Oliver Krumholz, Geschäftsführer von Intersport Krumholz. Der übergab im Rahmen des Abends einen Scheck in Höhe von 3.600 Euro an die Stiftung. Das Ergebnis einer Spendenaktion. Bei der Feier zur Wiedereröffnung seines 2.200 Quadratmeter großen Sporthauses in Mülheim-Kärlich vor einigen Monaten hatte der Geschäftsmann anstelle von Geschenken zu Spenden für den Spitzensport in Rheinland-Pfalz aufgerufen.

LSB-Vizepräsidentin Monika Sauer verabschiedete in ihrer Funktion als stellvertretende Vorsitzende des Stiftungsrats der Sporthilfe RLP den früheren rheinland-pfälzischen Innenminister Karl Peter Bruch nach acht Jahren mit bewegenden Worten offiziell aus dem Stiftungsrat. „Sie sind ja nicht nur ein Ehrenpräsident, sondern jemand, der mit Herzblut hinter dem Behindertensport steht“, sprach Sauer den 76-Jährigen persönlich an. „Sie waren ein ganz exzellentes Stiftungsratsmitglied, haben immer gute Ideen eingebracht und dafür gesorgt dass der Behindertensport um keinen Preis der Welt zu kurz gekommen ist.“ Nachfolger von Bruch, der auch Ehrenpräsident des Behinderten- und Rehabilitationssportverbandes Rheinland-Pfalz ist, wird der Landtagsabgeordnete Michael Hüttner aus Bingen. Hüttner hat auch Bruchs Nachfolge als BSV-Präsident angetreten. Offiziell verabschiedet aus dem Kreis der geförderten Athlet*innen wurden der studierte Wirtschaftsingenieur und Ruder-Olympiasieger Richard Schmidt (RV Treviris Trier), Para-Dressurreiterin Claudia Schmidt (IG Therapeutisches Reiten Rhein-Main) und die ganz in Pink aufgelaufene Judoka Martyna Trajdos (JC Zweibrücken), die ihre erfolgreiche Karriere inzwischen beendet haben, sowie Bahnradsprinter Timo Bichler (RV Dudenhofen), der sein Laufbahnende für den August angekündigt hat, „weil der Kopf nicht mehr zu hundert Prozent mitmacht“.

Das Ambiente an der Mosel lud zu Symbolkraft ein. Frei nach dem Motto „Alles im Fluss in Richtung Olympia“ schlug der gewitzte Sportexperte und top informierte SWR-Journalist Christian Döring als Moderator des Abends geschickt die Brücke von Olympia 2022 zu Olympia 2024. Sportstaatssekretärin Simone Schneider outete sich als „Olympia-Junkie“. Sie freue sich schon „wahnsinnig auf die Spiele – ich muss mal mit meinem Minister reden. ob ich dann zwei Wochen frei bekomme, um die Wettbewerbe auf dem Sofa vor dem Fernseher zu verfolgen“. Schneider wörtlich: „Wir finden das ganz klasse, was die Sporthilfe macht. Die Förderung, die der Landessportbund neu und gut aufgestellt, wollen wir vom Land unterstützen. Wir sind in einer guten Partnerschaft mit LSB und Sporthilfe – das sind die besten Voraussetzungen für Paris 2024.“ Das findet auch Prof. Mark Pfeiffer, LSB-Vizepräsident Leistungssport und Vorstandsmitglied der Sporthilfe. „Bei der individuellen Förderung leistet die Sporthilfe einen guten Beitrag – weil sie das Geld sozusagen bedingungslos zur Verfügung stellt, wenn eine gewisse Leistung erbracht wird.“

Neben dem „Get Together“ der rheinland-pfälzischen Spitzensportfamilie mit langjährigen und treuen Partnern, Sponsoren, Förderern, Geldgebern und Funktionären des Sports in exklusiver Location mit hochklassiger Kulinarik standen bei dem ungezwungenen, lockeren und trotzdem intensiven Abend Logo-Präsentation und Design-Konzept des „Team Paris Rheinland-Pfalz“ im Mittelpunkt. Ziel war es, wieder ein starkes Logo zu entwickeln, das die rheinland-pfälzischen Athleten*innen auf ihrem Weg zu den Olympischen und Paralympischen Spielen in Paris begleitet – und die regionale Einheit des Sporthilfe „Team Paris Rheinland-Pfalz“ symbolisiert. Dieses Ziel ging voll auf. Wie Sporthilfe-Referentin Fabienne Knecht erläuterte, steckt hinter dem neuen Signet mehr als ein halbes Jahr Arbeit. „Das Logo greift gemeinsame Elemente aus dem Pariser Stadtwappen und dem rheinland-pfälzischen Landeswappen auf, die unsere Grafikerinnen zu einer aufstrebenden Linie kreiert haben. Es greift aber auch die Farben von LSB, Sporthilfe und Sportbünden und auch den olympischen Glanz auf, den unsere Athlet*innen hoffentlich von Paris wiederbringen.“

Das Logo kam überall gut an. „Ich bin begeistert“, schwärmte etwa Lotto-Geschäftsführer Jürgen Häfner. „Ein schöneres Logo hätte ich mir gar nicht vorstellen können.“ Kurator Ralph Anselmann vom Weingut Anselmann in Edesheim gefiel besonders auch „die Symmetrie sehr gut – das hat für mich etwas Positives“. Und Speerwurf-Champ Weber meinte: „Das Logo ist einfach nur Hammer. Sehr schön, dass die goldene Farbe mit drin ist.“ Hammer war auch, wie Julian Weber zu später Stunde noch zu den Jungs und Mädels der Tanzfabrik Mittelrhein um Headcoach Gabriel Hermes – dem Showact der Veranstaltung – gesellte und vor aller Augen eine ziemlich coole Hip-Hip-Einlage aufs Parkett legte. So hatte man den 28-Jährigen noch nie erlebt. Aber Weber ist zurzeit eben gut richtig gut drauf – und will in Paris 2024 nach den Sternen greifen…

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Bad Münstereifel Ort des Gedenkens an die Flut – Freitreppe an der Erft feierlich eröffnet

Bad Münstereifel – Am gestrigen Samstag, 15. Juni hat Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian gemeinsam mit ihren Stellvertretern und den politischen Vertretern von Bad Münstereifel die Freitreppe an der Erft eröffnet. Zuvor gedachte sie den fünf Opfern der Flutkatastrophe auf dem Stadtgebiet mit einem Gebet und einer Gedenkkerze. Danach segnete Pfarrer Robert Rego gemeinsam mit Armin Reichert die Treppe ein.

In ihrer Rede unterstrich Sabine Preiser-Marian die Bedeutung der Freitreppe als besonderen Ort des Erinnerns und des Gedenkens, denn genau an dieser Stelle haben die gewaltigen Wassermassen vor zwei Jahren ein großes Loch in die Erftmauer gerissen und den Springbrunnen davor zerstört. „Die Flut hat viel Leid und Zerstörung über Bad Münstereifel gebracht und bei vielen Bürgerinnen und Bürgern hat sie tiefe Narben hinterlassen, die immer noch weh tun.“ Die Bürgermeisterin dankte an der Stelle den Hilfsorganisationen, Psychologen und Seelsorgern, die nach wie vor den Menschen in Bad Münstereifel wichtige, psychologische Unterstützung anbieten.

Symbol der Hilfsbereitschaft und des Zusammenhalts

Trotz der immensen Schäden in der Kernstadt und den Dörfern hat die Flut auch etwas Neues entstehen lassen: Im Januar 2022 stimmte der Stadtrat für den Bau der neuen Freitreppe. „Die Freitreppe hält die Erinnerung und Mahnung an die Flutnacht wach, gleichzeitig ist sie ein starkes Symbol dafür, was wir mit der Hilfsbereitschaft vieler Menschen und dem Zusammenhalt und Mut der Münstereifeler nach dem schlimmen Ereignis alles geschafft haben“, so die Bürgermeisterin.

Ein besonderes Element der Treppe sind die alten Pflastersteine, die in das Bauwerk integriert sind, und Motive der Flut aus Bad Münstereifel tragen. Diese „Foto-Pflastersteine“ hat der Fotograf Joachim Rieger in einem aufwendigen und hochwertigen Druck gestaltet. Privatleute und Unternehmen haben die Steine gestiftet.

Wiederaufbau in Bad Münstereifel weit fortgeschritten

„Wenn ich auf die letzten zwei Jahre zurückblicke, haben wir wirklich vieles geschafft und darauf können wir gemeinsam stolz sein“, betonte die Bürgermeisterin und danke nochmals allen Helfern, die nach der Flut mitangepackt haben. Bereits nach einem Jahr konnte das Outlet mit einem Silent Opening größtenteils wieder eröffnen. Zu den bisherigen Geschäften sind sogar neue hinzugekommen, auch einige Cafés. Inzwischen sind bis auf Restarbeiten alle städtischen Schul- und Kitagebäude sowie drei Feuerwehrgerätehäuser in Schönau, Eicherscheid und Arloff wieder hergerichtet. Das Feuerwehrgerätehaus in der Kernstadt wird an gleicher Stelle und nach dem neuesten Stand der Technik wiederaufgebaut.

Die massiv zerstörten Straßen und Brücken zwischen Werther Tor und Orchheimer Tor sind fast durchgehend erneuert und mit barrierearmem Pflaster und wasserdurchlässigem Fugenmaterial versehen, die Erftmauern der Kernstadt hochwassergesichert wieder aufgebaut. Die zerstörten Wege im Stadtwald sind erneuert.

Zurzeit werden in Iversheim die beschädigten Brücken und in Arloff die Erftmauern saniert und neu aufgebaut – auch hier unter Berücksichtigung eines verbesserten Hochwasserschutzes. Im Anschluss werden die zerstörten Straßen endgültig saniert.

Der Bau der Freitreppe wird aus dem Wiederaufbaufonds des Bundes und des Landes NRW finanziert. Die Kosten übersteigen nicht die des reinen Wiederherstellens der Erftmauer an dieser Stelle, da Maßnahmen wie z.B. der Unterbau der Erftmauer entfallen.