Kategorien
Wirtschaft

International auf Wachstumskurs – HARIBO eröffnet erstes Werk in den USA

Grafschaft – HARIBO hat in den USA einen wichtigen Meilenstein seiner internationalen Wachstumsstrategie erreicht: Vor kurzem hat das Familienunternehmen seine erste eigene Produktionsstätte in Nordamerika in Betrieb genommen, die in Pleasant Prairie im Bundesstaat Wisconsin steht. „Die Nachfrage nach unseren Produkten steigt in den USA seit Jahren. Wir sind dort seit 2018 Marktführer im Segment Fruchtgummi/Lakritz/Schaum. Das freut uns und macht uns gleichermaßen stolz. Nun können wir die Nachfrage mit einem eigenen Werk vor Ort noch besser, aber vor allem effizienter und schneller bedienen“, sagt Markus Riegelein, Chief Operations Officer der HARIBO-Gruppe. Das Areal in Pleasant Prairie umfasst ein Produktionswerk, ein Verwaltungsgebäude sowie ein Lager und verfügt über weitere Wachstumsmöglichkeiten. Wie geplant laufen in dem rund 46.000 Quadratmeter großen, hochmodernen Werk zunächst HARIBO Goldbären vom Band. Künftig will HARIBO die Kapazitäten weiter hochfahren, um die dort produzierte Produktpalette auszuweiten. Die im amerikanischen Werk hergestellte Ware wird ausschließlich für den US-Markt genutzt.

Investition in die Zukunft

Schon jetzt ist der neue Produktionsstandort ein Job- und Wirtschaftsmotor in der Region. Aktuell beschäftigt HARIBO vor Ort rund 175 Mitarbeitende. Darüber hinaus werden mehrere tausend Arbeitsplätze beispielsweise bei Zulieferbetrieben oder Logistikdienstleistern entstehen. Mit dem geplanten Ausbau des Standortes sollen in den kommenden Jahren weitere Arbeitsplätze folgen. Für HARIBO ist der Bau des Werks in den USA die bislang größte Einzelinvestition in der über hundertjährigen Firmengeschichte. Insgesamt hat HARIBO für den Bau des neuen Standorts rund 300 Millionen Dollar investiert. Markus Riegelein sagt: „Die neue Produktionsstätte ist ein Meilenstein für uns und unterstreicht HARIBOs Ambition, in diesem großen und wichtigen Markt weiter zu wachsen. Wir bereiten unser Unternehmen damit strategisch auf ein langfristiges Wachstum in den USA vor.“

Mit dem neuen Werk in Nordamerika betreibt HARIBO nun 16 Produktionsstätten in elf Ländern. Für die USA werden über 25 verschiedene Produkte hergestellt – weltweit hat HARIBO mehr als 1.200 Produkte im Angebot. Die Reise „über den großen Teich“ begann HARIBO 1982 mit einem kleinen Vertriebsbüro in Baltimore. Seitdem ist HARIBO of America stetig gewachsen und hat 2015 die Zentrale nach Rosemont in der Nähe von Chicago verlegt.

Kategorien
Kunst & Kultur

1000 Jahre Lüxem – Rückblick auf ein intensives Festwochenende

Wittlich/Lüxem – Als ein Kreis unermüdlicher Helfer am Montag nach dem Abbau der Stände bei einem letzten Kaltgetränk zusammen saß und im Dorf schon (fast) nichts mehr vom Festwochenende zu sehen war, waren sich alle einig: es waren drei intensive Tage Mitte Juli in Lüxem, viel Arbeit und wenig Schlaf, doch jede Stunde Arbeit und jede Stunde fehlender Schlaf haben sich gelohnt. Das Feedback der zahlreichen Gäste hat dies untermauert. Die 1000-Jahr-Feier in „Wittlichs schönster Tochter“ kann als rundum gelungen bezeichnet werden, das Orga-Team ist mehr als zufrieden.

Lüxem sang, Lüxem tanzte, Lüxem feierte sich zum 1000. Wiegenfest. Foto: Valentin Klas

Schon am Freitag war der Festplatz in der Dorfmitte voll und es herrschte eine ausgelassene Stimmung wie schon lange nicht mehr in Lüxem. Ein Hauch Nostalgie lag in der Luft, hatte doch „Mexül“ (den 40- bis 50-jährigen noch bestens bekannt von den legendären Viez-Partys am Lüxemer Steinbruch in den 90ern) den Abend organisiert und die Schlager-Evergreens der „Gerd Blume Show“ heizten das Publikum ein. Lüxem sang, Lüxem tanzte, Lüxem feierte sich zum 1000. Wiegenfest.

Im Jahr 1023 wurde Lüxem als „Lukesinga“ erstmals urkundlich erwähnt – am Samstagabend erlebte der ebenfalls wieder prall gefüllte Festplatz die Uraufführung der Hymne „Lukesinga“, dargeboten vom Musikverein Lüxem unter der Leitung von Stefan Barth. Komponist Martin S. Schmitt saß im Publikum und war hoch zufrieden mit der Umsetzung seines Werks durch den MV Lüxem. Lukesinga dürfte künftig zum festen Repertoire bei den Konzerten der Lüxemer Musikerinnen und Musiker zählen.

Musik war ohnehin Trumpf am Festwochenende – bei zahlreichen kleineren und größeren Konzerten von einer Prise Philharmonie in der Mühlenbäckerei bis hin zum Kajüte Revival zum Festausklang mit Les Copains. Am Samstag präsentierten sich Unternehmen, Vereine und Gruppierungen im ganzen Dorf – von der traditionellen Bergkegelbahn über historischen Tabakanbau und historische Traktoren bis hin zu einer der wenigen noch existierenden Gemeinschaftsgefrieranlagen konnten die Festgäste zahlreiche Facetten des Ortes erkunden. Die Schreinerei Hayer feierte zugleich den 120. Geburtstag und lud zu einem Einblick in Geschichte und Gegenwart des Unternehmens ein. Am Samstag und Sonntag flanierten zudem zahlreiche Menschen über den Handwerkermarkt entlang der Straße Am Sterenbach. Mitmachprogramme für Kinder und Jugendliche rundeten das Programm ab. Im Mittelpunkt stand aber auch das Wiedersehen mit vielen „ehemaligen“ Lüxemerinnen und Lüxemern, die zum großen Fest zurückgekehrt waren.

Zum Festakt am Sonntag beehrte die Schirmherrin der Veranstaltung, Frau Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Lüxem mit ihrem persönlichen Besuch. Die Ministerpräsidentin nahm sich Zeit für Gespräche mit den Bürgerinnen und Bürgern und zeigte sich sehr interessiert an den Menschen und ihren Geschichten. Sie gratulierte Lüxem zum 1000-jährigen Jubiläum: „Lüxem ist ein lebendiger und blühender Stadtteil, der zu Recht stolz auf seine Geschichte und seine Traditionen ist. Er ist so einzigartig und individuell wie die Menschen, die den Ort über Jahrzehnte hinweg mitgeprägt haben. Wir als Landesregierung unterstützen unsere Kommunen dabei, ihre Identität zu leben und unsere Gemeinden als Orte des sozialen Zusammenhalts und Orte der Lebensqualität stetig weiterzuentwickeln.“

Den Glückwünschen der Ministerpräsidentin schlossen sich Landrat Gregor Eibes und Bürgermeister Joachim Rodenkirch an. Der Landrat bedankte sich bei allen Aktivposten „für ihr wertvolles ehrenamtliches Engagement, mit dem sie die 1000-Jahr-Feier zu einem besonderen Meilenstein in der weiteren Historie ihres Heimatdorfes werden lassen. Lüxems herausragender Gemeinschaftssinn ist ein Pfund, auf das „Wittlichs schönste Tochter“ bauen kann.“ Bürgermeister Rodenkirch gratulierte und mahnte zugleich: „Insofern gilt es anlässlich des 1000-jährigen Jubiläums die Wurzeln nicht zu vergessen, Traditionen zu wahren, aber gleichzeitig den Blick nach vorne zu richten.“ In der Tat wird es jetzt die Aufgabe des Ortsbeirats und der Vereine sein, die durch das Fest erzeugte Aufbruchstimmung in Lüxem und das Zusammenrücken der Bevölkerung nachhaltig zu nutzen. Im Namen der Stadt Wittich schenkte Bürgermeister Joachim Rodenkirch dem Stadtteil Lüxem das Ehrenschild der Stadt Wittlich.

Ortsvorsteher Sebastian Klein bedankte sich bei allen Ehrengästen mit einem Exemplar der 320 Seiten starken Chronik „1000 Jahre Lüxem“. Dieses Werk imponiert mit Fakten, Hintergrundgeschichten und zahlreichen Fotos aus Vergangenheit und Gegenwart; eine kurzweilige Reise in die lange Geschichte des Ortes. Alle Interessierten können diese Chronik weiterhin entweder bei den Mitgliedern des Ortsbeirats und der „Interessengemeinschaft 1000 Jahre Lüxem“ sowie in der Altstadt Buchhandlung Wittlich erwerben.

Höhepunkt des Wochenendes war der Große Festumzug, an dem sich ca. 650 Aktive in 33 Gruppen beteiligten. Geschätzt 2.500 bis 3.000 Menschen säumten die Straßen und sahen unter anderem Lüxemer Familien, die ihre Ahnen aufleben ließen, Lüxemer Vereine und tolle Festwagen mit örtlichem Bezug. Jung und Alt waren vertreten, von den Kindern der Lüxemer Kita über Jugendgruppen bis hin zu einem Oldtimer mit drei über 90-jährigen, die die „Triumphfahrt“ durch „ihr Lüxem“ sichtlich genossen. Aber auch Gäste aus der näheren und weiteren Region waren vertreten, wie beispielsweise die Schlepperfreunde des ewig rivalisierenden Nachbardorfes Flußbach. Besonders zu erwähnen sind die bekannte Mainzer Ranzengarde und die „Meenzer Schwellköpp“, deren Träger angesichts 25kg „Kopfgewicht“ bei sommerlichen Temperaturen viel Respekt zuteilwurde. Moderiert wurde der Festumzug vom ebenfalls aus dem Mainzer Karneval bekannten Dr. Florian Sitte sowie Dr. René Pschierer und Dr. Herbert Hoffmann.

Den Festumzug treffend zusammengefasst hatte ein Mitglied der Mainzer Ranzengarde: „Von der Organisation und von der Stimmung her hatte das schon fast etwas von Mainz.“ Was heißt fast…? Ranzengarde, Schwellköpp, Florian Sitte und Ministerpräsidentin: für einen Tag wurde die Landeshauptstadt nach Lüxem verlegt.

Die Mitglieder der „Interessengemeinschaft 1000 Jahre Lüxem“ bedanken sich bei allen Teilnehmenden, allen Gästen und insbesondere den zahlreichen Helferinnen und Helfern für ihren Beitrag zum Gelingen dieses Festwochenendes. Die Kehrseite eines solchen Festes sind zweifelsohne Dauerbeschallung und Durchfahrtsbeschränkungen für Anwohner, vor allem auch für jene in der Nähe des Festplatzes. Am Sonntag war zudem gefühlt das ganze Dorf gesperrt. Diese Zumutungen waren von den Betroffenen fast ausnahmslos von großem Verständnis getragen – auch dafür bedanken sich die Organisatoren ganz herzlich.

1000 Jahre Lüxem – sicherlich ein unvergessliches Highlight für viele die sich mit diesem Ort verbunden fühlen.

Kategorien
Tourismus

Wie vor 50 Jahren: „ZEITblende“ im Freilichtmuseum Kommern – 200 Karossen im Oldtimercorso

Mechernich-Kommern – Seit 2008 erinnert das Rheinische Freilichtmuseum Kommern mit sommerlichen Großveranstaltungen, den sogenannten „ZEITblenden“ an seine Gründung vor 50 Jahren. So auch 2023 am Wochenende 19./20. August zum nunmehr 15. Mal. Darauf macht Daniel Manner, der Pressesprecher dieser Einrichtung des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR), die Medien dies- und jenseits des Rheins aufmerksam.

Erinnerungen an AC/DC, die Sesamstraße, Pink Floyds „The dark side of the moon“ und die Rocky-Horror-Show sollen diesmal aufgefrischt werden. Rund 200 Oldtimer-Autos werden erwartet. Anders als beim Sonntagsfahrverbot angesichts der Erdölkrise 1973 starten die alten Blechkarossen samstags zu einem Autokorso durchs Museum.

Mit Modenschauen, Objektausstellungen von Zeitzeugen und typischen Spielen soll an den Lifestyle der 1973er erinnert werden. Ein „Geschichtsweg“ soll die Besucher/innen durch die wichtigsten Ereignisse des Jahres führen. Auf der Bühne will die AC/DC-Tribute Band „Power up“ agieren. Gäste, die lieber tanzen möchten, sollen bei Workshops und Tanzangeboten die Möglichkeit bekommen.

Dienstleister für 9,7 Mio Menschen

Die Museumsgastronomie serviert zeittypische Gerichte und Cocktails, es gibt Sangria und Grillwurst an einer historischen Imbissbude. Auch ein mit Liebhaberstücken vollgestellter Campingplatz mit Wohnwagen fehlt seit Jahren nicht bei den „Zeitblenden“. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist der Eintritt frei. Ebenso für alle Gäste, die in zu 1973 passender Kleidung erscheinen.

Öffnungszeiten sind am Samstag, 19. August, von 11 bis 19 Uhr, sonntags dann von 11 bis 18 Uhr. Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) versteht sich als Kommunalverband mit 20.000 Beschäftigten für 9,7 Millionen Menschen im Rheinland. Er unterhält 41 Schulen, zehn Kliniken, 20 Museen und Kultureinrichtungen, vier Jugendhilfe-Einrichtungen, das Landesjugendamt und den Verbund Heilpädagogischer Hilfen.

Kategorien
Kunst & Kultur

Ein Wiedersehen mit Publikumsliebling Thorsten Hamer bei den Burgfestspielen in Mayen

Mayen – Zusatztermin für die Heinz-Erhardt-Revue auf der Genovevaburg am 07. August – Thorsten Hamer, einer der absoluten Publikumslieblinge der Festspielsaison 2022, gilt als bestes Heinz-Erhardt-Double Deutschlands. Die unverwechselbare Mimik und Gestik des Originals, ebenso wie die typischen Bewegungen imitiert Thorsten Hamer so gekonnt, dass die perfekte Illusion entsteht. Mit der großen „Heinz-Erhardt-Revue“ kommt Thorsten Hamer in diesem Sommer wieder zurück nach Mayen. Ein Kultabend mit Lachgarantie, der schnell restlos ausverkauft war.

Um der großen Nachfrage gerecht zu werden, hat die Theaterleitung nun einen zusätzlichen Vorstellungstermin am 7. August angesetzt. Wer für den 11. August keine Karten mehr bekommen hat, hat am 7. August um 20 Uhr noch eine Chance, diese großartige Verbeugung vor dem zeitlosen Jahrhundert-Komiker Erhardt und dessen spitzbübischem Humor zu erleben.

Tickets für die große Heinz-Erhardt-Revue gibt es bei Bell Regional Touristikcenter in der Rosengasse 5 in 56727 Mayen, unter der Ticket-Hotline: 02651 / 494942 oder auch per Mail an tickets@touristikcenter-mayen.de.

Kategorien
Top-Events

Klare Sache – Am 31. August 2023 ist im Pallas auf Burg Nideggen der Brass-Pop los!

Düren/Nideggen – Das 13-köpfige Musikerkollektiv Querbeat will die Bühne unter Sternen „radikal positiv“ zum Zittern bringen. Brass, Brass, wir brauchen Brass! – sagten sich die 13 Musiker:innen der Bonner Band Querbeat, als sie sich vor zwei Jahrzehnten zusammentaten, um ihre Blechblasinstrumente anders, sprich weniger traditionell einzusetzen. Apropos Dreizehn. Die sogenannte „Unglückszahl“ steht bei Querbeat fürs genaue Gegenteil: Transformation, Wachstum, Weiterentwicklung und beständiger Neubeginn.

Derlei musikalische Tugenden bestimmen bis heute den Werdegang der Gruppe. Am Anfang bildeten die Brass-Begeisterten am Gymnasium in Bonn-Beuel eine Jazz-Schülerband, denen die Aulen und Proberäume jedoch schnell zu eng wurde. Es ging raus auf öffentliche Plätze zu staunenden Zuhörer:innen, die dieser Form der Straßenmusik gebührenden Respekt zollten. Ein paar Jahre später flatterten Engagements vom Kölner Karneval ins Haus. Aber auch dessen regionale Grenzen waren für Querbeat zu eng gesteckt. Zu neuarrangierten Cover-Songs gesellten sich zunehmend eigene Songs, von denen etliche schließlich 2016 ihren Weg auf das Einstiegsalbum „Fettes Q“ fanden.

Prompt wurden die Konzerthallen größer, die TV-Auftritte zahlreicher, was in einer satten Top 10-Platzierung des Folgealbums „Randale & Hurra“ mündete. Randale bedeutet bei Querbeat, sich vom Leben gemeinsam positiv mitreißen zu lassen. Eine Botschaft, die ankommt. „Radikal positiv“, das vor zwei Jahren veröffentlichte dritte Album der Band schoss direkt auf Platz 2 der deutschen Album-Charts.

Auf die Zusammenkunft mit ihren Fans und all jenen, die Fans werden können, im August dieses Jahres auf Burg Nideggen, wird für Querbeat ein Highlight des kommenden Konzertsommers sein. Die bekennenden Jazz-, Punk-, Pop- und Die Ärzte-Fans sind beeindruckt von den Bildern der Burg Nideggen und freuen sich auf die besondere Atmosphäre im historischen Gemäuer. Freuen wir uns mit ihnen!

Landrat Wolfgang Spelthahn, der das Festival auf Burg Nideggen auch 2023 als Schirmherr unterstützt, zeigt sich begeistert von der Querbeat-Zusage: „Diese Band destilliert ihre ganz eigene Musik aus unterschiedlichen Stilen und reißt dabei ganz verschiedene Menschen mit. Gerade in Zeiten von Krieg und Ausgrenzung setzen wir damit auch ein Zeichen für das Verbindende, was mir und allen Mitarbeitenden hinter den Kulissen wichtiger ist denn je.“
Das Konzert findet statt am Donnerstag, 31.8.2023, beginnt um 20 Uhr, Einlass ist ab 18 Uhr.

Tickets und Infos auf buehne-unter-sternen.de

Kategorien
Wirtschaft

Aachener Solarmarkt wächst rasant

Aachen – Förderstopp ab 15. August – Der Fördertopf der Stadt Aachen für die Solarförderung im Jahr 2023 ist bereits jetzt ausgeschöpft. Mit den vom Stadtrat beschlossenen Haushaltsmitteln in Höhe von 1,6 Millionen Euro werden etwa 1.200 Solarstromanlagen von Hauseigentümern, Mietern und Gewerbebetrieben gefördert, darunter etwa 264 Balkonkraftwerke, sowie 357 Batteriespeicher mit einer Speicherkapazität von etwa 3200 Kilowattstunden.

Das Interesse von Gewerbebetrieben und Bürgerschaft an der Solarstromerzeugung wächst seit Jahren konstant und mit wachsender Dynamik. Gingen 2017 im Stadtgebiet noch weniger als 100 Solaranlagen mit einer Leistung von ca. 800 Kilowatt Peak (KWp) ans Netz, so waren es in 2019 bereits gut 170 Anlagen mit über 2.000 KWp. Im bisherigen Rekordjahr 2022 wurden dann erstmalig über 1.000 Anlagen mit 4.500 KWp an das Stromnetz der Regionetz gekoppelt. Und nun sind es bereits in den ersten sechs Monaten 2023 weitere 900 Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 5.000 KWp.

Heiko Thomas, Beigeordneter für Klimaschutz: „Die Solarstromerzeugung in Aachen hat den Durchbruch geschafft. Dieses ist gut für das Klima und gut für die Menschen. Das Integrierten Klimaschutzkonzept (IKSK) der Stadt zeigt große Erfolge. Die Transformation des Energiesystems Aachens schreitet voran. Der Wachstumstrend wird sich weiter fortsetzen. Die Speichertechnologien werden günstiger und erweiterte Nutzungsoptionen – wie zum Beispiel das Laden von Elektrofahrzeugen – werden die Dynamik weiter erhöhen.“

Neben positiven Effekten auf die Energiewende und den Klimaschutz zeigt der massive Anstieg des Ausbaus auch, dass Sonnenergie zunehmend auch für Gewerbebetriebe eine hochwirtschaftliche und zudem Image fördernde Lösung ist, um die Strombezugskosten zu senken und sich individuelle Versorgungsoptionen zu gestalten.

Gründe für die nochmals verbesserte Wirtschaftlichkeit sind dabei der Wegfall der Mehrwertsteuer auf Photovoltaikanlagen und Speicher im Jahr 2023 und auch gestiegene Strompreise. Zudem sanken in der Nach-Corona-Zeit die Preise für Komponenten wie Wechselrichter; ebenfalls deutlich verbilligt hat sich 2023 gegenüber 2022 die Anschaffung von steckerfertigen Solargeräten.

Fast 5.000 Solaranlagen an Fassaden, auf Dächern und an Balkonen gehören schon heute zum Aachener Stadtbild – Staunen war gestern! Und so stellen immer mehr Bürger*innen fest, dass es klimapolitisch geboten und wirtschaftlich lukrativ ist, einen eigenen Beitrag zur Energiewende zu leisten.

Auf Grund der erschöpften Haushaltsmittel nimmt der Fachbereich Klima und Umwelt der Stadt Aachen ab dem 15. August 2023 keine neuen Anträge auf Sonnenergienutzung mehr entgegen.

Jochen Lowis vom Fachbereich Klima und Umwelt der Stadt Aachen: „Für alle Anträge, die bis zum 14. August 2023 vollständig eingegangen sind, gilt: Die Bescheide sind in Arbeit, alle Antragsteller erhalten ihre Förderung.“

Kategorien
Gesundheit

Hochmodernes Ultraschallgerät in Betrieb genommen

Region/Mayen-Koblenz – Patienten der Immunologischen Ambulanz am Kemperhof profitieren von erneuter Spende des Fördervereins – Die Immunologische Ambulanz am Kemperhof wurde 1995 ins Leben gerufen, um Menschen mit schweren Infektionserkrankungen, insbesondere HIV, Aids, Hepatitis oder Tuberkulose, zu behandeln. Das Team um Chefarzt Dr. med. Ansgar Rieke betreut derzeit mehr als 2.500 Patienten.

Aufgrund der meist chronischen Verläufe ihrer Erkrankungen und der verbesserten Therapiemöglichkeiten ist das durchschnittliche Alter dieser Patientengruppe gestiegen. Um sie bestmöglich betreuen zu können, hat der Förderverein der Immunologischen Ambulanz Koblenz nun die Anschaffung eines speziellen Ultraschallgerätes finanziell unterstützt. Es ist eines der modernsten seiner Art und wird ab sofort ambulant eingesetzt. Mittels Scherwellen-Elastographie kann damit etwa der Fibrosegrad der Leber gemessen und dadurch die Behandlung von Patienten mit chronischer viraler Hepatitis deutlich verbessert werden. Dank verschiedener Schallköpfe in einem Gehäuse ist sowohl die Diagnostik am Herzen, des Bauchraumes, der Schilddrüse, der Lymphknoten und der Blutgefäße möglich. Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz können unter anderem die Herzfunktion errechnet und abgeschätzt sowie die Gefäße dreidimensional und Zeichen einer Atherosklerose dargestellt werden – um nur einige Einsatzbeispiele des neuen Helfers zu nennen.

Neben der technischen Ausstattung der Ambulanz des GK-Mittelrhein engagiert sich der Förderverein in vielfältiger Art und Weise für Patienten und Mitarbeitende gleichermaßen. „Wir freuen uns sehr, wenn wir einen Beitrag zur Verbesserung der Behandlungssituation von schwer erkrankten Menschen in unserer Region leisten können“, erklärte der Vorstandsvorsitzende Joachim Palm anlässlich der kürzlich erfolgten Spendenübergabe. Auch das Thema Fortbildung liegt Palm und seinen Mitstreitern sehr am Herzen. Daher fördert der Verein das jährlich in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) durchgeführte Aids- und Hepatitis-Forum. Die renommierte Fortbildungsveranstaltung findet am Samstag, 16. September 2023, bereits zum 27. Mal statt.

Kategorien
News

Weitere Ausweisung von Gewerbeflächen – Flugplatzgelände in Mendig wird weiterentwickelt

Mendig – Die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Konversion Flugplatz Mendig hat einer weiteren Entwicklung des Flughafengeländes einstimmig zugestimmt. Geplant ist die weitere Ausweisung von Gewerbeflächen im nördlichen Bereich, die Schaffung von zusätzlichen Industrieflächen im südlichen Bereich des Konversionsgeländes sowie die Festsetzung einer Sondergebietsfläche für die Durchführung von Veranstaltungen.

Das dafür erforderliche Bebauungsplanverfahren wurde schon eingeleitet, wird sich jedoch noch etwas hinziehen, da zunächst noch eine landesplanerische Stellungnahme und ein Zielabweichungsverfahren beantragt werden müssen.

Für dieses Jahr sind darüber hinaus noch Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur vorgesehen, die zeitnah umgesetzt werden sollen. Zum einen ist die Neuverlegung einer 350 Meter langen Wasserleitung in der Gunther-Plüschow-Straße, im Bereich der ehemaligen Mannschaftsunterkünfte, vorgesehen. Die Kosten belaufen sich auf rund 100.000 Euro. Für die Erschließung der im Süden bereits heute festgesetzten Industrieflächen soll auf einer Länge von circa 240 Metern ebenfalls eine neue Wasserleitung verlegt werden, die mit rund 60.000 Euro veranschlagt werden. Die Maßnahmen werden in Kürze ausgeschrieben und sollen nach den Sommerferien ausgeführt werden.

Zusätzlich ist für diesen Bereich die Erstellung einer Straßenplanung erforderlich. Der Bau der Straße soll dann im Haushaltsjahr 2024 erfolgen.

75 Prozent der förderfähigen Kosten können durch bereits bewilligte Fördermittel des Landes gedeckt werden. Die TRIWO trägt einen Anteil von 15 Prozent der Kosten und die verbleibenden zehn Prozent gehen zu Lasten des Zweckverbands Konversion. Die Verbandsversammlung hat den Verbandsvorsteher, VG-Bürgermeister Jörg Lempertz, einstimmig ermächtigt die Auftragsvergaben für die Neuverlegung von zwei Wasserleitungen sowie eine Straßenplanung an den wirtschaftlich günstigsten Bieter zu vergeben.

Kategorien
Top-Themen

Auf Starkregen und Hochwasser besser vorbereitet – Aktionstag am 12. August in Meckenheim

Meckenheim – Ist mein Haus starkregen- oder hochwassergefährdet? Ist mein Keller vor Rückstau aus dem Kanal geschützt? Was zeichnet Hochwasserschutzsysteme für Türen und Fenster aus? Mit welchen Gerätschaften erfolgt die Gewässerunterhaltung? Antworten auf all diese Fragen liefert der Aktionstag zu den Themen Starkregen und Hochwasser, den die Stadt Meckenheim unter dem Motto „Besser vorbereitet!“ am Samstag, 12. August, von 10 Uhr bis 16 Uhr in der Jungholzhalle durchführt. Gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen des städtischen Fachbereichs Verkehr und Grünflächen, Michaela Kempf und Miriam Böckmann, dem Fachbereichsleiter Marcus Witsch und dem Ersten Beigeordneten Hans Dieter Wirtz erläuterte Bürgermeister Holger Jung das umfassende Programm.

„Wir möchten unsere Bürgerinnen und Bürger für die Gefahren von Starkregen und Hochwasser sensibilisieren und sie dazu ermutigen, aktiv Vorsorge zu treffen. Der Aktionstag bietet eine hervorragende Gelegenheit, bewährte Schutzmaßnahmen kennenzulernen und praktische Tipps zur Vorsorge im eigenen Zuhause zu erhalten“, sagte Holger Jung.

Die Veranstaltung hält eine Fülle von Informationsmöglichkeiten bereit, darunter aufschlussreiche Vorträge renommierter Experten sowie verschiedene Beratungs- und Informationsstände mit allerlei Anschauungsmaterial aus den Bereichen Hochwasserschutz und Starkregenvorsorge.

An den Informations- und Beratungsständen haben die Besucherinnen und Besucher von 10 Uhr bis 16 Uhr die Möglichkeit, sich von verschiedenen Experten unter anderem vom HochwasserKompetenzCentrum (HKC), Erftverband und von der Verbraucherzentrale NRW individuell beraten zu lassen und konkrete Fragen zu stellen. Die Handwerkskammer zu Köln hilft dabei, Fachfirmen für Sanierungs- bzw. Präventionsmaßnahmen zu finden. Zudem präsentieren die Städte Meckenheim und Rheinbach sowie die Gemeinden Swisttal und Wachtberg ihre bereits umgesetzten und geplanten Projekte. Darüber hinaus stehen verschiedene Anbieter von Hochwasserschutzsystemen und Entwässerungslösungen sowie Hilfsorganisationen für persönliche Gespräche zur Verfügung.

Das Vortragsprogramm bietet zwischen 10.15 Uhr und 13.30 Uhr anschauliche und praxisbezogene Präsentationen, beispielsweise zur privaten Hochwasser- und Starkregenvorsorge, zum Starkregenrisikomanagement für die Stadt Meckenheim sowie zur Interkommunalen Hochwasserschutzkooperation Erft.

Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, die Veranstaltung in und vor der Jungholzhalle zu besuchen, um zu erfahren, wie sie ihr Eigentum und sich selbst vor den Gefahren zukünftiger Starkregen- und Hochwasserereignisse schützen können. „Dieser Aktionstag ist keine Fachveranstaltung für ein ausgewähltes Publikum, sondern praxisnah aufgebaut. Er veranschaulicht sehr konkret, was jede Einzelne und jeder Einzelne zu Hause machen kann“, erklärte Miriam Böckmann. „Daher wendet sich der Aktionstag am 12. August an die breite Öffentlichkeit“, verdeutlichte Michaela Kempf. Der Eintritt zur Veranstaltung ist kostenlos, eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Kategorien
Kunst & Kultur

202.000 Euro für 200 Initiativen im Eifelkreis Bitburg-Prüm

Bitburg – Stiftungen der Kreissparkasse Bitburg-Prüm schütten aus – Mit der Ausschüttung der Erträge ihrer drei Stiftungen: der Sparkassenstiftung, der Kulturstiftung und der Naturschutzstiftung hat die Kreissparkasse Bitburg-Prüm in diesem Jahr Kindergärten, Schulen und Vereine sowie zahlreiche Kunst- und Kulturprojekte, Maßnahmen zur Denkmalpflege, karitative Einrichtungen und den Naturschutz mit einem Betrag von 202.000 Euro unterstützt. Die Gelder kamen 200 verschiedenen Projekten zu Gute.

Im Rahmen der Jugendförderung wurden Kindergärten, Schulen und Bildungseinrichtungen sowie Vereine mit 94.000 € gefördert. Kulturelle Initiativen und Vereine konnten sich über Zuwendungen in Höhe von 80.000 € freuen. Mit 28.000 € wurden Maßnahmen von Natur- und Tierschutz unterstützt.

Soziale und kulturelle Aspekte tragen wesentlich zur Lebens- und Standortqualität unserer Region bei. Es ist beeindruckend, wie viele Bürgerinnen und Bürger sich aktiv für ihre Mitmenschen einsetzen und ehrenamtliches Engagement zeigen. Dieses Engagement unterstützt die Kreissparkasse Bitburg-Prüm auch mit den von ihr ins Leben gerufenen drei Stiftungen, die mit einem Kapital in Höhe von 7,7 Mio. Euro ausgestattet sind. Als regional verankertes und gemeinwohlorientiertes Unternehmen übernimmt die Sparkasse seit mehr als 165 Jahren Verantwortung im Eifelkreis Bitburg-Prüm.

Mit ihren Stiftungen hat die Sparkasse ein klares Ziel vor Augen“, so Landrat Andreas Kruppert, „sie engagiert sich dort, wo ihre Kunden und Mitarbeiter zu Hause sind – hier im Eifelkreis Bitburg-Prüm.“

„Die Zuwendungen unserer Stiftungen sind oftmals ein wichtiger Baustein für die Finanzierung vieler gesellschaftlich bedeutsamer Vorhaben“, betonte Rainer Nickels, Vorsitzender des Vorstandes, im Rahmen der feierlichen Übergabe der Spendenzusagen am 10. Juli 2023.

Insgesamt konnte die Sparkasse seit Bestehen ihrer Stiftungen rund 7,75 Mio. Euro an über 4400 verschiedene Initiativen ausschütten. Die Bandbreite der Förderung ist dabei so vielfältig wie das soziale und kulturelle Engagement in der Region.