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Zwei engagierte Frauen als Kümmerinnen in Aachen unterwegs

Aachen – Am Kaiserplatz und am Bushof sind jetzt zwei engagierte Frauen als Kümmerinnen unterwegs. Mit einem starken Netzwerk sollen sie an diesen beiden herausfordernden Orten in der Stadt Missstände identifizieren, Menschen zusammenbringen, Bündnisse schließen und mit kreativen Ideen eine neue Aufenthaltsqualität erreichen.“ Mit diesen Worten stellte Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen den Medienvertreter*innen in einem Pressegespräch Silke Ulrich und Sara Lauscher, die beiden neuen Leiterinnen der Koordinationsstellen Bushof und Kaiserplatz / Östliche Innenstadt, vor.

Deutliche Nutzungskonflikte

Sara Lauscher leitet seit Anfang Mai die Koordinationsstelle Kaiserplatz / Östliche Innenstadt, die nach den Beschlüssen des Ausschusses für Soziales, Integration und Demographie sowie der Bezirksvertretung Aachen-Mitte eingerichtet wurde. Der Kaiserplatz ist seit Jahrzehnten ein bevorzugter Aufenthaltsort der Suchtszene. Es kommt dort immer wieder zu deutlichen Nutzungskonflikten. Die Zunahme an Verunreinigungen, Belästigungen und anderen Delikten sowie zahlreiche Leerstände verschärft die sozialen Problemlagen im Bereich rund um den Kaiserplatz spürbar.

Der Bushof, den täglich rund 70.000 Pendler*innen passieren, ist ein wichtiger Teil der Aachener Innenstadt, der mit zahlreichen sozialen und infrastrukturellen Herausforderungen konfrontiert ist. Die Arbeit der Koordinationsstelle Bushof seit Ende 2018 zeigt hier jedoch erste Erfolge und belegt, wie eine Aufwertung des Bereichs mit einfachen Mitteln, aber äußerst wirksam erfolgen kann. Nach Pensionierung der bisherigen Leiterin Heidemarie Ernst hat Silke Ulrich die Koordinationsstelle übernommen.

Netzwerkstelle

Für die gebürtige Aachenerin, Sozialarbeiterin und Sozialwissenschaftlerin Sara Lauscher (37) ist es eine Herzensangelegenheit, am Kaiserplatz, „der schon lange bedürftig ist und wo sich die Problemlagen zentrieren“, zu arbeiten. Sie erklärt: „Das Konzept der Koordinationsstelle als Netzwerkstelle hat mich von Anfang an überzeugt. Ich möchte deshalb gemeinsam eng mit allen Akteuren aus Verwaltung, Politik, Wohlfahrtspflege, Wirtschaft, Gesellschaft, Wissenschaft und Nachbarschaft zusammenarbeiten. Die verschiedenen infrastrukturellen und sozialen Prozesse und Themen rund um den Kaiserplatz werde ich auf diese Weise intensiv begleiten. Als Kümmerin bin ich zudem persönliche Ansprechpartnerin und Mediationsstelle für Anwohnende, Gewerbetreibende sowie Institutionen und nehme ihre Sorgen und Anliegen in den Blick“.

Ein erstes Netzwerktreffen am 28. August im Suermondt-Ludwig-Museum ist bereits geplant. Über die entsprechende Internetseite sowie einen Mail-Verteiler sollen demnächst kontinuierlich Informationen über die Entwicklung und Veranstaltungen im Stadtteil veröffentlicht werden. Den Fokus hat Sara Lauscher dabei vor allem auf die bekannten Nutzungskonflikte und Unsicherheitsgefühle im öffentlichen Raum gelegt, auf sichere Schulwege und Aufenthaltsorte für Kinder und Jugendliche sowie auf die Verschmutzung und wilden Müll rund um den Kaiserplatz. Diese Themen stehen unter der Überschrift „Sauberkeit, Sicherheit und Soziales“ in der kommenden Zeit ganz oben auf der To-do-Liste von Kümmerin Lauscher.

AnsprechBar

Am 14. September steht dann die AnsprechBar auf dem Programmn, ein niederschwelliges Dialogformat für Bürger*innen und Gewerbetreibende rund um Kaiserplatz und Bushof, die an diesem Tag in der Zeit von 10 bis 15 Uhr eingeladen sind, ohne Voranmeldung in das Büro der Koordinationsstelle in der Blondelstraße 9-21 zu kommen und sich dort mit Sara Lauscher und Silke Ulrich austauschen können. Sowohl das Netzwerktreffen als auch die AnsprechBar finden im Rahmen des Innenstadtmorgen Festivals statt.

Silke Ulrich (61) bezeichnet sich selbst als klassische „Verwaltungskraft“ und bringt aus ihren bisherigen Einsatzstellen bei der Stadt Aachen „eine Menge Wissen aus den Bereichen Sicherheit, Ordnung, Veranstaltungen, Sondernutzung und Gewerbe“ mit in die Koordinationsstelle Bushof. Sie ist ausgesprochen gut vernetzt. „Die unterschiedlichen Themen in der Koordinationsstelle, die nur über Zuständigkeiten hinweg gelöst werden können, finde ich deshalb sehr reizvoll“, erläutert Silke Ulrich.

Fokus Alexanderstraße / Hansemannplatz

Und weiter: „Am Bushof haben wir bereits viele Verbesserungen bewirkt. Gemeinsam mit vielen Akteur*innen haben wir den Bushof heller, sauberer und sicherer machen können. Trotz aller Erfolge bleibt jedoch noch viel zu tun. Ich werde die guten und wirksamen Angebote beibehalten, mich in Zukunft aber auch verstärkt um den Bereich Alexanderstraße / Hansemannplatz kümmern.“ Auch dort plant Silke Ulrich Netzwerktreffen, um gemeinsam mit Anwohnenden und Gewerbetreibenden Belastungen und Ressourcen zu ermitteln und Entlastungsmöglichkeiten zu erarbeiten. In den Zukunftsprozess Innenstadtmorgen wird sie die Expertise und die Interessen des Bushofsviertels ebenso aktiv einbringen.

„Die Arbeit der beiden Kolleginnen ist nach der Pionierarbeit, die Heidemarie Ernst am Bushof geleistet hat, ein Schritt in eine neue Orientierung“, so Sibylle Keupen. „Wir haben gesehen, wie wichtig der persönliche Einsatz an diesen Brennpunkten ist. Es braucht langfristig eine kontinuierliche Begleitung der Lage vor Ort, um die Themen in die Verwaltung und im besten Fall schnell zur Lösung zu bringen. Deswegen freue ich mich sehr, dass Sara Lauscher und Silke Ulrich als Kümmerinnen am Kaiserplatz / Östliche Innenstadt und am Bushof unterwegs sind.“

Zukunftsprozess Innenstadtmorgen

Sara Lauscher und Silke Ulrich sind beide Teile des Teams im Zukunftsprozess Innenstadtmorgen. Zahlreiche weitere aktuelle Innenstadtmorgen-Projekte und Infos sind auf der Homepage www.innenstadt-morgen.de zusammengefasst. Zudem finden Interessierte dort viele Möglichkeiten, aktiv mitzumischen und sich als Morgenmacher*in einzubringen.

 

 

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Rur-Beach-Cup in Jülich – Insgesamt werden knapp 470 Tonnen Quarz-Sand aufgeschüttet

Jülich/Düren – Bereits zum siebten Mal findet die Westdeutsche Beachvolleyball Meisterschaft im Kreis Düren statt. Am Samstag und Sonntag, 26. und 27. August, kämpfen die zwölf besten Damen- und 16 besten Herren-Teams um die Siegerpokale des Westdeutschen Volleyball-Verbandes (WVV).

Die Zuschauerinnen und Zuschauer erleben auf dem Schlossplatz in Jülich bei freiem Eintritt Beachvolleyball vom Feinsten. Die Vorrunden des Rur-Beach-Cups sind am Samstag, die spannenden Endspiele und die Siegerehrung am Sonntag. Beginn ist jeweils um 9 Uhr. Bei den Männern versuchen Fabian Jeff Kaiser und Nico Wegner ihren Titel erneut zu verteidigen. Bei den Damen ist auch die Siegerin aus dem vergangenen Jahr, Luisa Doss, dabei, die nun mit Ida Burbulla antritt. Letztes Jahr holte sie mit Lisa Schreiner den Titel. „Es ist jedes Jahr wieder einer der sportlichen Höhepunkte im Kreis Düren. Spannende Spiele und Volleyball auf höchstem Niveau sind garantiert“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn, der Initiator und Schirmherr des Turniers ist. Bevor die Profis den Sand am Wochenende stürmen, dürfen am Freitag, 25. August, ab 14 Uhr die Freizeit- und Hobbymannschaften auf das Feld, denn da geht es um den Sieg vom SWJ-Cup, also Stadtwerke Jülich-Cup.

Insgesamt werden knapp 470 Tonnen Quarz-Sand aufgeschüttet, die danach an den Brückenkopf gespendet werden. Der Rur-Beach-Cup sorgt für ein optimales Spielfeld und bringt gleichzeitig Urlaubsatmosphäre in die Herzogstadt. Dies ist auch dank der Sponsoren Rurtalbus GmbH, F & S Solar, der Sparkasse Düren, der Entwicklungsgesellschaft indeland und den Stadtwerken Jülich möglich.

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Zwei Wochen für starke Frauen

Mechernich/Euskirchen – Vom 24. August bis zum 9. September finden zum zweiten Mal im Kreis Euskirchen die „FRAUEN-STÄRKEN-Wochen“ statt –Workshops, Vorträge, Lesungen oder Sport im Programm – Auftakt mit einer Lesung von Tessa Randau im Euskirchener Stadtmuseum – Rotes Kreuz im Kreis Euskirchen beteiligt sich mit elf Veranstaltungen.

Acht Bürgermeister, drei Bürgermeisterinnen. Eine passable Quote für die Rathäuser im Kreis Euskirchen, mag der ein oder andere denken. „Es dürfen durchaus noch mehr werden“, sagt Sabine Preiser-Marian, während die Bad Münstereifeler Bürgermeisterin und Schirmherrin der „FRAUEN-STÄRKEN-Wochen“ die Anwesenden im Roten Rathaus begrüßt. Denn dort wurde jetzt das Programm der Aktionswochen, die die Stärken der Frauen in den Mittelpunkt rücken wollen, präsentiert – und dieses Programm kann sich durchaus sehen lassen.

Über 60 Veranstaltungen stehen bereits in der Internet-Plattform eveeno.com. Vom 24. August bis zum 9. September können Interessierte – nicht nur Frauen sind willkommen, sondern auch Männer – aus ganz unterschiedlichen Angeboten wählen. Die fangen bei A wie Altersvorsorge und B wie Bewerben leicht gemacht an, reichen über G wie Gesund abnehmen und K wie Kreatives Gestalten mit Makramee und enden bei S wie Selbstschutz, Selbstsicherheit, Selbstverteidigung oder Z wie Zurück in den Beruf.

Lesung und Gesang

Zum Auftakt findet am heutigen Donnerstag, 24. August, um 19 Uhr im Stadttheater in Euskirchen eine Lesung mit der Autorin Tessa Randau statt. Sie liest aus ihrem neusten Buch „Das Meer und ich. Wie ich mich selbst wiederfand“. „Darauf freuen wir uns schon sehr“, sagt Sandra Schmitz von der Agentur für Arbeit Brühl, die mit zum elfköpfigen Organisationsteam gehört. Da in Tessa Randaus Büchern auch Lieder eine Rolle spielen, wird es nicht nur eine Lesung geben, sondern auch ein Mitsing-Konzert mit Barbara Luke, bei dem vier bis fünf Lieder mit Bezug zu den Büchern oder zum Thema „FRAUEN-STÄRKEN“ gemeinsam gesungen werden sollen.

Organisiert werden die beiden Aktionswochen von einem Team unterschiedlicher Institutionen. Die Agentur für Arbeit ist genauso an Bord wie das Berufsbildungszentrum Euskirchen. Der Caritasverband Euskirchen, die DEKRA Akademie, das Jobcenter EU-aktiv, die Katholische Kirche Euskirchen und das Kompetenzzentrum Frau und Beruf Region Aachen machen ebenfalls mit. Der Kreis beteiligt sich genauso wie die Stadt Euskirchen und z.eu.s Zukunft Euskirchen Stadtmarketing.

Auch der DRK Kreisverband Euskirchen beteiligt sich mit insgesamt elf Veranstaltungen. Das Team Migration/Integration unter der Leitung von Boris Brandhoff hat neun Angebote im Programm, die Familienbildung beteiligt sich mit zwei Veranstaltungen.

Yoga, Zumba und mehr

Bei den Workshops „Stark gegen Diskriminierung“ und „Fair in den Job – Infos und Tipps“ handelt es sich um gemeinsame Angebote der Servicestelle Antidiskriminierungsarbeit von Judith Raß und des KOMM-AN-Projekts „Mensch, Respekt!“ von Thomas Weber. Judith Raß bietet zudem „Yoga – Stärke Deine Frauenpower“ an.

Der „Starke-Frauen-Treff“ mit Sabine Heines ist ein Angebot der Integrationsagentur und des Mehrgenerationenhauses. Dieser Treff findet regelmäßig alle zwei Wochen in Euskirchen statt, ist also auch über die „FRAUEN-STÄRKEN-Wochen“ hinaus für alle Frauen offen. Die beiden Begegnungs-Angebote „Zumba mit Fatima in Kall“ und „Sportkurs mit Regine in Weilerswist“ sind Angebote des Projekts „Willkommen“ von Karoline July. Beide Kurse finden wöchentlich statt und werden ebenfalls über die Aktionswochen hinaus angeboten.

Die Informationsveranstaltung „Starke Familien – Finanzielle Hilfen für mich und meine Kinder“ führt Judith Raß gemeinsam mit Fatima Collins von donum vitae im Kreis Euskirchen durch. Die Teilnahme an sämtlichen Angeboten des Teams Migration / Integration ist kostenfrei.

Die Familienbildung unter der Leitung von Heike Iven bietet in Weilerswist Hormon-Yoga an. Mit Übungssequenzen wird die natürliche Hormonproduktion angekurbelt und hormonelle Dysbalancen ausgeglichen. Für den dreistündigen Kurs wird ein Kostenbeitrag von 15 Euro erhoben. Zudem wird in Weilerswist Outdoor-Yoga angeboten, Kosten 8 Euro für zwei Stunden.

Bewusst doppeldeutig

Insgesamt also ein sehr vielfältiges und abwechslungsreiches Angebot, das die Organisatorinnen und Organisatoren auf die Beine gestellt haben. Den Titel der „FRAUEN-STÄRKEN-Wochen“ haben sie dabei bewusst doppeldeutig gewählt. Es geht einerseits um die Stärken der Frauen, aber auch darum, die Frauen zu stärken.

Das findet auch Bürgermeisterin Sabine Preise-Marian stark. Daher habe sie das Angebot, die Schirmherrschaft zu übernehmen, auch sehr gerne angenommen. Gleichzeitig beteiligt sie sich mit einem eigenen Angebot. „Frauen in Politik und Führungspositionen“, lautet der Titel für ihre Gesprächsrunde bei Kaffee und Kuchen im Roten Rathaus – dort, wo jetzt das Programm der „FRAUEN-STÄRKEN-Wochen“ präsentiert wurden.

Alle Angebote der Aktionswochen sind unter www.eveeno.com/211580645 zu finden. Mitunter sind zu den einzelnen Veranstaltungen Anmeldungen erforderlich.

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Wartungsarbeiten an der IT-Infrastruktur

Region/Weiler – In der Zeit vom 14. August bis voraussichtlich 24. August 2023 abends führt die Eifelschau Wartungsarbeiten und Optimierungen an den IT-Systemen durch. In diesem Zeitraum können daher keine aktuellen Beiträge veröffentlicht werden.

Ab dem 25. August 2023 bieten wir unseren Leserinnen und Lesern sowie unseren Werbepartnern wieder das bestmögliche Erlebnis. Wir bitten um  Ihr Verständnis.

Ihr Eifelschau-Team

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Offizielle Fertigstellung – Renaturierung der Nette in Mayen

Mayen – Kürzlich fand der offizielle Termin zur Fertigstellung einer weiteren, wichtigen Hochwasserschutzmaßnahme statt – die Renaturierung der Nette im Bereich der Bach- und Bürresheimer Straße. Die Hauptarbeiten wurden vom 10. November 2022 bis 14. Juli 2023 umgesetzt.

Teilbereich der umgestalteten Fläche an der Nette. Foto: Jacqueline Blang / Stadt Mayen

An der Maßnahme beteiligt waren unter anderem das Planungsbüro Ingenieurbüro IBS, die Klein Kultur und Drainagebau GmbH, die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz mit ihrer unteren Wasser- und Naturschutzbehörde, die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord und das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Rheinland-Pfalz (MKUEM RLP).

Die Stadt Mayen arbeitet bereits seit längerer Zeit an verschiedenen Hochwasserschutzmaßnahmen – besonders nach der Hochwasserkatastrophe im Jahr 2021. Mit der offiziellen Abnahme konnte somit eine weitere Maßnahme vollendet werden.

Die Nette hatte im Teilabschnitt entlang der Bachstraße, Bürresheimer Straße und Uferstraße einen sehr beengten Querschnitt und einen relativen begradigten Verlauf, sodass die Fließgeschwindigkeit entsprechend hoch gewesen ist und Stillwasserbereiche sowie damit einhergehende Lebensraumbedingungen fehlten.

Aus diesen Gründen wurde die marode Ufermauer – zumindest wo es technisch möglich war – zurückgebaut. An diesen Stellen konnten flache Böschungen mit wechselnden Neigungen hergestellt werden. Weiterhin konnten durch diese Maßnahme neue Zugangsmöglichkeiten zur Nette geschaffen werden. Zudem konnten insbesondere für die Hochwasservorsorge Ausweichflächen (Retentionsräume) von rund 1.200m³ geschaffen werden. Das vom Hochwasser verbliebene Reststück der Ufermauer entlang der Bürresheimer Straße konnte im Rahmen des Programms „Wiederaufbau RLP 2021“ bei den Arbeiten erneuert werden.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 530.000 €. Die Maßnahme konnte vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Rheinland-Pfalz aus Mainz mit einer Zuwendung aus der Aktion „Blau“ in Höhe von 90% der Baukosten bezuschusst werden. Für die Erneuerung der Ufermauer kann eine Förderung von 100% in Aussicht gestellt werden.

„Mit der Renaturierung der Nette in diesem Bereich können wir einem möglichen Hochwasser in großen Stücken entgegenwirken. Hier, vor der Stadt, haben wir noch die Chance, die Freiflächen für eben solche Maßnahmen wie diese zu schaffen und zu nutzen. Mit all diesen Vorkehrungen leisten wir eine gute Präventionsarbeit zum Schutze unserer schönen Stadt“, so Bürgermeister Bernhard Mauel.

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Tourismus

Ahrweiler Weinwochen wieder mit Winzerfestumzug

Ahrweiler – Proklamation der Burgundia 2023/2024 und Verabschiedung von Lena Körtgen – Die vier mächtigen Stadttore im mittelalterlichen Ahrweiler heißen die Besucher am ersten und zweiten Septemberwochenende willkommen zu einem der traditionsreichsten und größten Weinfeste im Ahrtal.

Erstmals nach vier Jahren gibt es in Ahrweiler in diesem Jahr am 3. September wieder einen Winzerfestumzug. Foto: Dominik Ketz

Innerhalb der historischen Stadtmauer laden die Ahrweiler Weinwochen vom 1. bis 3. September und vom 8. bis 10. September dazu ein, bei einem guten Tropfen Ahrwein fröhliche und gesellige Stunden zu verbringen. Vor der Kulisse der großen Pfarrkirche St. Laurentius wird der gemütliche Ahrweiler Marktplatz zum Treffpunkt für Weinfreunde aller Generationen. Auch der Blankartshof in der Ahrhutstraße lädt wieder zu Beisammensein bei Wein und Musik ein.

Erstmals seit vier Jahren gibt es am Sonntag, 3. September, wieder einen großen Winzerfestumzug. Er wird sich mit floral geschmückten Festwagen, bunten Fußgruppen und beschwingter Musik ab 14 Uhr durch die von Fachwerkhäusern gesäumten Straßen innerhalb des Stadtmauerrings schlängeln. Der Umzug startet am Ahrtor und geht dann über den Marktplatz, die Altenbaustraße und die Oberhut wieder zurück zum Marktplatz. Die Zugteilnehmer schenken Ahrweine zum Probieren aus und bilden die Vorhut für den Festwagen der neuen Burgundia 2023/2024, der Weinkönigin der Rotweinmetropole Ahrweiler. Sie wird am Freitag, 1. September, ab 19.30 Uhr auf dem Marktpatz feierlich proklamiert und die Krone von der scheidenden Burgundia Lena Körtgen übernehmen.

„Für uns in Ahrweiler sind die Weinwochen ein Stück Heimat und Identität. Daher freuen wir uns riesig, dass es nach vierjähriger Corona- und Flutbedingter Pause dank der großartigen Unterstützung und Mitwirkung von Vereinen, Winzern und zahlreichen Sponsoren gelungen ist, auch wieder einen Winzerfestumzug anzubieten. Dies ist auch ein weiterer kleiner Schritt Richtung Normalität“, freut sich Steffi Koll-Bensberg, Vorsitzende des Ahrweiler Weinwochen e.V. Fast alle Festwagen seien durch die Flut zerstört worden, auch der große Burgundiawagen. „Zwei Wagen, die glücklicherweise die Flut überlebt haben, werden derzeit für die Burgundia und den Bacchus umgebaut“, so Koll-Bensberg.

Während am ersten Wochenende die Ahrweiler Vereine die Weinbuden betreiben, laden am zweiten Event-Wochenende Weingüter aus Bad Neuenahr-Ahrweiler zum Probieren ein. Mit dabei sind der Ahrweiler Winzer-Verein, Dagernova, Weingut Peter Kriechel, Weingut Kurth, Weingut Peter Lingen, Weingut Stark-Linden, Brogsitter Weingüter und die Jungwinzer next Generation.

Umrahmt werden die Ahrweiler Weinwochen an allen Festtagen von einem musikalischen Bühnenprogramm. Mit dabei sind verschiedene Blasorchester und Cover-Bands, beispielsweise „Skybagg“, die „Die Tonic Party Band“ oder das Ahrweiler Ensemble „Barlala“. Geöffnet sind die Ahrweiler Weinwochen freitags von 16 bis 24 Uhr, samstags von 11 bis 24 Uhr sowie am ersten Sonntag von 11 bis 22 Uhr und am zweiten Sonntag von 11 bis 19 Uhr.

Ein leckerer Gaumenschmaus darf bei den Ahrweiler Weinwochen nicht fehlen. Sowohl auf dem Marktplatz als auch am Blankartshof erwarten die Gäste Buden mit allerhand herzhaften und süßen Speisen. Auch in den Straßen und Gassen lädt die Gastronomie mit Restaurants, Cafés und Eisdielen zu einem Besuch ein.

 

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Politik

Corona-Wirtschaftshilfen – Längere Fristen für Schluss-Abrechnungen der Überbrückungs-, November- und Dezemberhilfen

Region/Berlin – Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz und die Länder verlängern die Fristen für noch ausstehende Schlussabrechnungen der Corona-Wirtschaftshilfen. Die Schlussabrechnungen für die Pakete 1 (Überbrückungshilfen I bis III; November-/Dezemberhilfe) und 2 (Überbrückungshilfe III Plus/IV) können nun bis zum 31. Oktober 2023 eingereicht werden. Darüber hinaus kann bis zum vorgenannten Termin eine Fristverlängerung bis zum 31. März 2024 beantragt werden. Hierfür ist lediglich die Anlage eines Organisationsprofils im digitalen Antrags-System durch die prüfenden Dritten vorzunehmen. Bereits beantragte und erteilte Fristverlängerungen (bisher 31. Dezember 2023) werden automatisch bis zum 31. März 2024 verlängert. Sie gilt nicht für die Endabrechnungen der Neustarthilfen (die separaten Corona-Hilfen für Soloselbstständige), da diese Einreichungsverfahren bereits seit längerem abgeschlossen sind.

Die neuen Fristen sind in Abstimmung mit mit den berufsständischen Organisationen der prüfenden Dritten praxisnah ausgestaltet worden, um insbesondere angesichts der angespannten Arbeitsbelastungen und des hohen Fachkräftebedarfs bei den eingebundenen Steuerberaterinnen oder Steuerberatern (inklusive Steuerbevoll-mächtigte), Wirtschaftsprüferinnen oder Wirtschaftsprüfern, vereidigten Buch-prüferinnen, vereidigten Buchprüfern, Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten für eine gewisse Entlastung zu sorgen.

Michael Kellner, Parlamentarischer Staatssekretär im BMWK und Mittelstandsbeauftragter der Bundesregierung:

„Die zuständigen Prüfstellen haben mit ihrem außergewöhnlichen Engagement erheblich dazu beigetragen, dass die Corona-Wirtschaftshilfen seinerzeit sicher und schnell an die betroffenen Unternehmen ausgezahlt werden konnten. Jetzt gilt es, mit der Schlussabrechnung das letzte Kapitel der Corona-Wirtschaftshilfen erfolgreich abzuschließen. Mit den neuen Fristen für die Schlussabrechnung der Corona-Wirtschaftshilfen haben wir eine gute Lösung gefunden, um den Fristendruck zu entzerren und mehr Bearbeitungszeit zu ermöglichen.“

Wie schon die ursprüngliche Antragstellung der Corona-Wirtschaftshilfen wird auch die Schlussabrechnung der Programme in einem vollständig digitalisierten Verfahren bearbeitet. Die vorläufigen Bewilligungen wurden vielfach auf der Basis von prognostizierten Umsatzrückgängen und Fixkosten erteilt, um eine schnelle Auszahlung der Zuschüsse zu ermöglichen. Die Förderbedingungen der Corona-Wirtschaftshilfen sehen vor, dass die endgültige Höhe der Billigkeitsleistung anhand der tatsächlich realisierten Geschäftsentwicklung zu ermitteln ist. Die Schlussabrechnung ist somit notwendig, um einen Abgleich zwischen den ursprünglich beantragen Zuschüssen und denen, die den Antragstellenden tatsächlich zustehen, vorzunehmen. Das kann je nach gewählten Programmen zu einer Bestätigung der erhaltenen Mittel oder zu einer Nach- oder Rückzahlung führen.

Sofern bis zu den neuen Terminen keine fristgerecht eingereichten Schlussabrechnungen vorliegen, erfolgen Erinnerungsschreiben, Anhörungen bzw. dann auch  Rückforderungsbescheide von den jeweils zuständigen Bewilligungsstellen der Länder.

Weitere Informationen: www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

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34 neue Auszubildende in der Arena Kreis Düren begrüßt

Düren – Protest gegen geplante Umstrukturierungen auf Bundesebene – 34 neue Auszubildende hat Landrat Wolfgang Spelthahn in der Arena Kreis Düren begrüßt, 34 junge Menschen, die eine Perspektive gesucht und gefunden haben. Sie sind beschäftigt bei der Kreis eigenen Gesellschaft DGA, der Lowtech oder dem Sozialwerk Dürener Christen und wurden auf dem Weg dorthin vom Jobcenter des Kreises Düren, der jobcom, auf vielfältige Art und Weise unterstützt.

34 junge Menschen, die nun durchstarten wollen. Ein neuer Lebensabschnitt beginnt. „Wir lassen niemanden zurück“, betonte Landrat Wolfgang Spelthahn bei der Begrüßung der jungen Auszubildenden. Alle hätten ganz unterschiedliche Voraussetzungen und Lebensumstände. Deshalb habe er großen Respekt vor denen, die „sich durchkämpfen und nach Rückschlägen wieder aufstehen“, sagte der Landrat. Und an die Adresse der jungen Menschen: „Sie können stolz auf sich sein.“

Die 34 Auszubildenden erhalten Leistungen der jobcom und wurden vom Kreis Dürener Jobcenter mit unterschiedlichen Projekten auf ihre Ausbildung beispielsweise zum Maler und Lackierer, Metallbauer, Friseur, Gärtner, Koch oder Fahrzeugmechatroniker vorbereitet. Finanziert wird die Ausbildung über die jobcom, die im Laufe vieler Jahre ein großes Netzwerk mit Trägern vor Ort aufgebaut hat. „Dieses Netzwerk arbeitet sehr effektiv und sorgt dafür, dass enorm viele junge Menschen eine Ausbildung machen können“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn.

Doch genau dieses Erfolgsmodell sehen die Verantwortlichen im Kreis Düren in Gefahr. Das Bundesarbeitsministerium plant für 2025 eine neue Organisationsform, nach der nicht mehr die regionalen Jobcenter, sondern die Bundesarbeitsagentur die Betreuung junger Bürgergeldempfänger unter 25 Jahre übernimmt. Zudem sollen schon 2024 die finanziellen Mittel für die Qualifizierung um rund 500 Millionen Euro gekürzt werden. Rund 2800 junge Menschen im Kreis Düren wären davon betroffen.

„Damit würde zerstört, was wir seit 2005 aufgebaut haben“, sagt Martina Forkel, Leiterin der jobcom. Die Bundesagentur für Arbeit könne nicht von heute auf morgen über ein solches Netzwerk verfügen und damit die Jugendlichen nicht so effektiv und zielführend begleiten, „wie wir das als jobcom können“.  Leidtragende wären die jungen Menschen selbst, sagt Sybille Haußmann, die für die jobcom zuständige Dezernentin beim Kreis Düren.

Gleicher Ansicht sind auch die bei der Begrüßung der Auszubildenden vertretenden Geschäftsführungen der drei Träger Dürener Gesellschaft für Arbeitsförderung (DGA/Astrid Küpper), Lowtech (Ralf Stutzke) und des Katholischen Sozialwerkes Dürener Christen für arbeitslose Jugendliche (Karina Siebertz). Sie haben eine gemeinsame Resolution verfasst, um auf die Problematik aufmerksam zu machen. Eine Resolution plant auch der Kreistag. Die jobcom führt außerdem zahlreiche Gespräche, unter anderem mit den örtlichen Bundestagsabgeordneten – mit der Zielsetzung, dass sie sich in Berlin gegen die geplante Organisationsänderung und die Mittelkürzungen einsetzen.

„Es geht hier nicht um Parteipolitik, sondern um die Perspektiven junger Menschen vor Ort“, unterstrich Landrat Wolfgang Spelthahn. „Wir haben in vielen Jahren beispielhafte Strukturen geschaffen – und wollen diese erfolgreiche Arbeit im Sinne unserer jungen Menschen fortsetzen.“

Rund 600 Plätze stehen für das differenzierte Unterstützungsangebot bei der jobcom zur Verfügung; sie wendet circa 2,1 Millionen Euro für die mehrjährige Qualifizierung auf. Im Rahmen der „Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen (BaE)“ werden mehr als 20 Ausbildungsberufe geboten. Seit 2012 wurden mehr als 500 Fachkräfte ausgebildet. Weitere 3400 junge Menschen wurden in eine duale oder schulische Ausbildung vermittelt, rund 4300 Jugendliche in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung integriert und mehr als 250 junge Erwachsene zum nachträglichen Erwerb eines Schulabschlusses motiviert.

 

 

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Kunst & Kultur

Seit Jahrzehnten Kult – „Tag der Künste“ und „Atelierfest“ bei Franz Kruse

Mechernich – Aus dem „Tag der Künste“ in Floisdorf ließen Franz Kruse und seine kulturellen Gefährten im Lauf der Jahrzehnte das „Atelierfest“ am Mechernicher Eifelstadion entstehen, in dessen ehemaligem TuS-Vereinsheim der Maler, Grafiker und Gestalter mit Wurzeln im „Kohlenpott“ seine Schaffensstätte unterhält.

Mitwirkende Kulturschaffende bei Franz Kruses Atelierfest am Eifelstadion Mechernich. Foto: Stephan Everling/RRG/pp/Agentur ProfiPress

Am vergangenen Wochenende fand die jüngste Auflage dieser Zusammenkunft vieler Kulturschaffender vor gemeinsamem Publikum statt. Und fast alle kamen, die schon einmal mitgewirkt hatten, unter anderem Radiomoderatorin und Autorin Katia Franke, Ex-„Höhner“-Bassist Johannes Schulte-Ontrop, Klassikgitarrist Fedor Volkov, Sänger Jojo Joisten, der Pianist Uli van Staa, das Kabarettduo Brigitte Oessling und Uwe Melchert sowie last not least Charly Kemmerling, der im Hänneschen-Theater Köln den Speimanes mimt.

Katia Franke gab Einblick in ihren gerade im Entstehen befindlichen ersten Roman „Körperrauschen“. „Da der Part, mit dem sie dem Publikum einen Vorgeschmack auf das Werk geben wollte, auch eine Männerstimme notwendig machte, hatte sich die versierte Leserin ihren Kollegen Franz Laake zur Verstärkung mitgebracht“, schreibt Stephan Everling im „Kölner Stadt-Anzeiger“ und in der „Kölnischen Rundschau“.

„Frauen sind anders, Männer auch“

Während Jojo Joisten seine unverwechselbare Stimme, begleitet von dem Pianisten Uli van Staa, zum Einsatz brachte, zeigte Fedor Volkov sein Können an der klassischen Gitarre. Auch der ehemalige Höhner-Bassist Hannes Schöner ließ es sich nicht nehmen, zur Gitarre zu greifen und in das musikalische Geschehen einzugreifen.

Teile aus ihrem Kabarettprogramm „Männer sind anders, Frauen aber auch“ präsentierten Brigitte Oessling und Uwe Melchert. Gemeinsam mit Heinrich Rosenberg tanzte Oessling auch noch Tango. Everling: „Einen besonderen Leckerbissen für alle Freunde des Kölner Hänneschen-Theaters hatte Charly Kemmerling, der in dem Theater den Speimanes spielt und spricht, im Gepäck.“

Er sang zwei Lieder, die er vor Jahren für die Programme geschrieben hatte. „Das eine Lied geht über den kölschen Pattühm uss Nippes und darüber, wie wichtig es ist, Menschen zu haben, wenn es einem schlecht geht“, so Kemmerling. Im anderen Lied wanderte der Speimanes durch die Natur, wobei ihm klar wird, dass er wohl deshalb so gern einen Schnaps trinkt, weil er im vorigen Leben eine Wacholderbeere war.

Alles wurde natürlich mit dem charakteristischen speimanschen Sprachfehler vorgetragen. „Bei der ersten CD des Theaters sagte der Toningenieur, nachdem meine Aufnahme fertig war, dass es ihm wohl gelingen würde, die Störgeräusche zu beseitigen“, erinnerte sich Kemmerling lachend.

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Wirtschaft

IHK-Aachen – 124 IHK-Fortbildungs-Absolventen sind gut gerüstet für die Zukunft

Aachen – Sie sind jetzt IHK-geprüft: 124 Absolventinnen und Absolventen haben bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen erfolgreich ihre Fortbildungsprüfung gemeistert. Im Rahmen einer Feierstunde übergab Gisela Kohl-Vogel, Präsidentin der IHK Aachen, Teilnehmenden ihre Urkunde und gratulierte ihnen zu den Abschlüssen. Diese liegen auf dem Niveau von akademischen Bachelor- und Masterabschlüssen.

„Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Abschluss, für den Sie sicher eine Menge Zeit, Arbeit, Herzblut und auch Nerven investiert haben. Sie sind nun gut gerüstet für die Arbeitswelt von Morgen“, sagt Kohl-Vogel. „Für eine Fortbildung ist es nie zu spät. Ihre neu erworbenen Fähigkeiten sind ein großer Gewinn für Arbeitgeber, aber auch für Sie persönlich. Sie sind die Macher der Region für ein ‚Morgen-Land‘, in dem wir auch in Zukunft gerne leben und arbeiten.“