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Ehemalige Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann zu Gast beim Volkstrauertag in Bad Bodendorf

Ahrweiler – Öffentliche Gedenkstunde des Kreises Ahrweiler am 19. November 2023 in Bad Bodendorf Im Auftrag des Landes Rheinland-Pfalz richtet der Kreis Ahrweiler am Sonntag, 19. November 2023, um 15 Uhr die alljährliche Gedenkstunde zum Volkstrauertag auf dem Soldatenfriedhof in Sinzig-Bad Bodendorf aus, zu der alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen sind.

Unter dem diesjährigen Leitmotiv „Richte unsere Füße auf den Weg des Friedens“ (Lukas 1, 79) hält in diesem Jahr Dr. Margot Käßmann, Landesbischöfin im Ruhestand und Theologin, die Hauptrede zur Gedenkstunde. In ihrer Ansprache wird sie der Toten der beiden Weltkriege, gleichermaßen der Zivilisten wie Soldaten, gedenken. Ihr ist es ein zentrales Anliegen, Lehren aus den Konflikten unserer Zeit zu ziehen und aufzuzeigen, dass durch das Durchbrechen der Eskalationsspirale der Gewalt Hoffnung auf eine friedliche Zukunft entsteht.

Landrätin Cornelia Weigand, die in die Gedenkstunde einführen wird, freut sich über die Zusage der Theologin: „Mit Frau Dr. Käßmann haben wir eine Rednerin für den Volkstrauertag gewinnen können, die sich wie kaum eine andere in Deutschland für Frieden und Gewaltfreiheit einsetzt. Das Thema ist in diesen Tagen aktueller denn je.“

Musikalisch begleitet der Posaunenchor der evangelischen Kirchgemeinde Bad Neuenahr sowie die Chorgemeinschaft Bad Bodendorf-Sinzig-Westum die Veranstaltung, umrahmt von den Eingangs- und Schlussgebeten der evangelischen Pfarrerin Kerstin Laubmann sowie des katholischen Pastors Frank Werner. Außerdem findet in diesem Rahmen eine feierliche Kranzniederlegung seitens der Landesregierung, der Bundeswehr sowie des Volksbunds Deutscher Kriegsgräberfürsorge e. V. statt.

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Israel-Fahne angezündet – Solidaritäts-Bekundung vor dem Mechernicher Rathaus hielt keine 24 Stunden

Mechernich – Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick zeigt sich entsetzt über die Tat – Nach dem schrecklichen Angriff der Hamas auf Israel sollte die Fahne ein Symbol der Solidarität mit dem israelischen Staat sein. Das jedenfalls war die Idee, die in der Mechernicher Politik entstanden war und von der Stadtverwaltung umgesetzt werden sollte. Als die bestellte Fahne am Donnerstag endlich im Rathaus eintraf, wurde sie am Mittag gehisst – keine 24 Stunden später, in der Nacht zum Freitag, wurde sie von bislang unbekannten Tätern angezündet.

„Ich bin entsetzt über diese Tat“, erklärt Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick Medienvertretern: „Seit dem Holocaust sind nicht mehr so viele Juden an einem Tag gestorben, wie bei dem grausamen Angriff der Hamas. Als Deutsche haben wir eine besondere Verantwortung, die wir in Mechernich sehr ernst nehmen. Daher war es uns ein wichtiges Anliegen, mit dem Hissen der Fahne unser Mitgefühl für die Opfer und ihre Angehörigen auszudrücken und gleichzeitig ein Zeichen der Solidarität zu setzen.“

Nachdem die Tat am Freitagmorgen entdeckte wurde, erstattete die Mechernicher Stadtverwaltung Anzeige bei der Polizei. Beamte stellten die Fahne am Vormittag sicher. Die Stadtverwaltung wolle wieder eine israelische Flagge anschaffen, so der Bürgermeister: „Wir werden noch abstimmen, ob wir sie wieder in gleicher Form präsentieren.“

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Kunst & Kultur

Bundesweiter Vorlesetag – Kreis und Stadt Düren tauchen in die Welt der Literatur ein

Düren – Die Vorlesegruppe in Kreis und Stadt Düren wächst. Das zeigte sich bei der Vorstellung der zahlreichen Engagierten, die in diesem Jahr am bundesweiten Vorlesetag teilnehmen. Sie werden Geschichten für Jung und Alt in verschiedenen Einrichtungen im Kreisgebiet vortragen. Die rund 70 Vorlesepatinnen und Vorlesepaten haben zudem das Buch, das sie bei dem Aktionstag am 17. November präsentieren werden, im Konferenzzentrum in Düren vorgestellt. Im Jahr zuvor waren es noch 65 Freiwillige.

„Ich danke allen, die lesen werden und einen wichtigen Beitrag leisten. Durch Ihre Unterstützung wird die Lesekompetenz, die Chancengleichheit und Teilhabe von Kindern gestärkt. Wir wollen jungen Menschen, aber auch Erwachsenen Freude am Lesen vermitteln“, sagte Elke Ricken-Melchert, die für Kinder, Familien und Soziales zuständige Kreis-Dezernentin. Die vor Kurzem veröffentlichte Bildungsstudie „Vorlesemonitor“ belegte, dass ein Drittel der Eltern kaum oder nicht vorliest. Der Aktionstag könne hier motivierend wirken, ein Buch in die Hand zu nehmen, so Elke Ricken-Melchert. Sie wird „Die Streithörnchen“ in der Kita St. Nikolaus in Nörvenich vorlesen. Ansgar Kieven, Leiter des Stadt Dürener Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien, sagte: „Wir möchten Vorbild sein. Lesen fördert auch die Kreativität und das eigenständige Denken. Wir animieren zum Vor- und Mitlesen und diese Traditionsveranstaltung ist uns sehr wichtig.“ Er wird im Familienzentrum Grüngürtel Wunschgeschichten vorlesen.

Ob in Kindergärten, in Museen, im Hospiz, im Café, Kulturzentrum oder in der Bücherei – so vielfältig wie die Geschichten sind, so vielfältig sind auch die Vorleseorte und das Publikum. Es werden persönliche Lebensgeschichten erzählt, aus Kinderbüchern vorgetragen, lustige Literatur vermittelt oder Reiseberichte präsentiert – teilweise auch auf Platt. Einige Lesungen sind öffentlich, das ganze Programm im Kreis Düren gibt es unter anderem unter: www.kreis-dueren.de/vorlesetag

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Neuer modernisierter Pausenraum für die Intensivstation am Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Förderverein spendiert neue Küche – Über einen modernisierten Pausenraum inklusive neuer Küchenzeile freut sich das Team der Intensivstation am Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr – finanziert durch den Förderverein des Hauses sowie private Spenden der Chefärzte.

Das Team der Intensivstation am Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr versorgt tagtäglich Patientinnen und Patienten mit schweren oder lebensbedrohlichen Erkrankungen. Um zwischendurch kurz durchatmen zu können, steht den Kolleginnen und Kollegen ein Pausenraum zur Verfügung, der nun umfassend modernisiert und mit einer neuen Küchenzeile ausgestattet wurde. Möglich gemacht hat dies die finanzielle Unterstützung des Fördervereins sowie private Spenden der Chefärzte. „Den häufig fordernden Arbeitsalltag unserer Mitarbeitenden zu erleichtern, gehört zu unseren Herzensaufgaben“, sagt Hermannjosef Berg, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins.

Der Förderverein Krankenhaus Maria Hilf Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V. unterstützt das Klinikum finanziell sowie ideell. Durch Spenden und Mitgliedsbeiträge konnten in den vergangenen Jahren zum Beispiel ein hochmoderner Arthroskopie-Turm für den OP sowie eine ebenso moderne Kaffeemaschine in der Cafeteria angeschafft werden. Das heißt: Vom Engagement des Fördervereins profitieren sowohl die Patientinnen und Patienten der Region als auch die Mitarbeitenden des Hauses.

Wer die Arbeit des Fördervereins unterstützen möchte, ist herzlich eingeladen, als Mitglied beizutreten. Weitere Informationen finden Interessierte auf der Homepage des Krankenhauses: www.marienhaus-klinikum-ahr.de. Vorsitzender Horst Gies MdL und seine Vorstandskollegen freuen sich über jedes neue Mitglied: „Wenn viele einen kleinen Beitrag leisten, können wir gemeinsam so einiges erreichen!“

Das Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler besteht aus dem Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr sowie der Brohltal Klinik St. Josef, einer Fachklinik für geriatrische Rehabilitation, in Burgbrohl. Es gehört zur Marienhaus-Gruppe, einem der größten christlichen Träger sozialer Einrichtungen in Deutschland. Die Gruppe betreibt u.a. 15 Kliniken an 16 Standorten, 4 medizinische Versorgungszentren, 18 Einrichtungen für Menschen im Alter, 2 Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen an 3 Standorten, 13 stationäre und ambulante Hospize sowie 9 Bildungseinrichtungen.

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Eine Knolle mit Klasse – Am 28. Oktober findet in Aachen ein Kartoffelfest im Rahmen des Biomarkts statt

Aachen – Auf dem pittoresken Münsterplatz herrscht reges Treiben und lautes Stimmengewirr. Ob Kürbis in knalligem Orange, ein knackiger, grüner Salat oder Eier frisch vom Hof: Der Biomarkt, der jeden Samstag von 9 bis 14 Uhr stattfindet, lockt seit Jahren vor der Domkulisse mit frischen Lebensmitteln, die sich durch Regionalität, Saisonalität und biologischen Anbau auszeichnen. Am Samstag, 28. Oktober, rückt erstmalig ein Kartoffelfest auf dem Münsterplatz die beliebte Knolle auf dem Biomarkt in den Fokus „Das Anbieten von frischen Waren auf Märkten gehört seit vielen Jahrhunderten zu unserer Stadt“, weiß Christoph Kemperdick, Leiter des städtischen Immobilienmanagements. Sein Fachbereich ist für die Organisation der insgesamt dreizehn Aachener Wochenmärkte verantwortlich. Die Stadt verfolgt gemeinsam mit der Politik das Ziel, die Aachener Wochenmärkte zu stärken und an das Kundenverhalten anzupassen.

Die neueste Idee zum Kartoffelfest kam von Christina Leuer aus dem Immobilienmanagement. Sie betreut federführend das Marktwesen. Für die Premiere konnte sie insgesamt vier zusätzliche Anbieter*innen gewinnen, die am 28. Oktober das Biomarkt-Angebot ergänzen. „Das Kartoffelfest findet als Pilotprojekt im Rahmen des Biomarkts statt. Auf diesem herbstlichen Themenmarkt sollen Kartoffelsorten präsentiert, verkauft und zubereitet werden. Außerdem kann sich die Kundschaft Informationen rund um die Knolle an den Infoständen einholen“, umreißt Leuer das Angebot. Neben dem Gut Paulinenwäldchen ist der Ernährungsrat samt Initiative „Slowfood“, Martin Görg von Essbare Innenstadt sowie ein Foodtruck dabei.

Angebote zum Kartoffelfest

Das Gut Paulinenwäldchen bietet die unterschiedlichsten Kartoffelsorten zum Kauf und zum Probieren an. „Zehn verschiedenen Sorten gehören zu unserem Angebot. Wir sind auf dem Gebiet also echte Spezialist*innen. Ganz besonders interessant finde ich den blauen Schweden, eine Knolle, die wie ihr Name sagt, blau ist und auch einen wirklich tollen Geschmack hat“, schwärmt Heike Mohmeyer vom Gut Paulinenwäldchen.

„Der Ernährungsrat Aachen & Region setzt sich für eine nachhaltige, regionale und gesunde Ernährung in Aachen und Umgebung ein. Als freies Bündnis arbeiten wir im Interesse aller Menschen und Organisationen, die Lebensmittel produzieren, verarbeiten, verkaufen und auch einkaufen“, erklärt Sabine Weineck vom Ernährungsrat Aachen & Region. Im Rahmen des Kartoffelfestes werden sie auf dem Münsterplatz über regionale Ernährung informieren.

Die Initiative Essbare Innenstadt vervollständigt das Informationsangebot. Sie berichtet, wie interessierte Gärtner*innen sich ganz leicht selbst mit ihren Kartoffeln versorgen können: „Die eigene Kartoffel ist immer die Regionalste, die es gibt. Viele wissen nicht, dass schon kleine Flächen reichen, um sich mit einem Jahresvorrat an Kartoffeln eindecken zu können“, erläutert Martin Görg von Essbare Innenstadt.

Wochenmärkte stärken

Wird das Angebot gut angenommen, sollen künftig zu jeder Jahreszeit – also jeweils einmal im Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter – spezifische Sonderfeste den samstäglichen Biomarkt ergänzen und auf einen Bummel in die Aachener Altstadt einladen.

Von Dienstag bis Samstag finden in der Aachener Innenstadt sowie in den Bezirken Wochenmärkte statt. Hier gibt es: frisches Obst, Gemüse, Käse, Brot, Honig und Oliven, ein Käffchen mit Bekannten, und wer ein schönes Zuhause schätzt, gönnt sich einen Blumenstrauß.

Alle Märkte sind zentral gelegen und gut erreichbar. „Wir sehen vor allem die Chancen, bewährte Angebote mit neuen kreativen Ideen und guten Konzepten zu ergänzen“, beschreibt Kemperdick die aktuelle Aufgabe. Im Rahmen des neuen Wochenmarktkonzepts ist der Umzug des Innenstadtmarkts am Dienstag vom Marktplatz vor dem Rathaus zum Elisenbrunnen vollzogen. Das vielfältige Angebot und die gute Erreichbarkeit werden von Besucher*innen gut angenommen. „Dort verzeichnen wir eine spürbare Belebung“, bilanziert Kemperdick rund anderthalb Jahre nach dem Start des „neuen“ Elisenmarkts.

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Altmeisterfeier der HwK Koblenz mit vielen Superlativen

Region/Mayen-Koblenz – Traditionsveranstaltung der Handwerkskammer Koblenz würdigt 211-fach Lebenswerk mehrerer Meistergenerationen – 105 Altmeister wurden bei der ersten Feier 1962 geehrt. Doppelt so viele, nämlich 211 Meisterbriefe in Gold, Diamant, Eisern und Platin, konnte die Handwerkskammer (HwK) Koblenz in diesem Jahr an Handwerker verleihen, die vor 50, 60, 65 oder 70 Jahren ihre Meisterprüfungen abgelegt haben. Dabei stellte die jüngste Feier gleich mehrere Rekorde auf: Seit der Premiere im Jahr 1962 konnten noch nie mehr als 200 Auszeichnungen übergeben werden, mit Bäckermeister Werner Kaiser war auch der älteste Handwerksmeister dabei, den es in 61 Jahren Altmeisterfeier jemals gab. 103 Jahre ist der rüstige Senior alt, der immer noch regelmäßig sein Brot bäckt und 1946 zu Meisterehren in diesem Handwerk kam. Das liegt 77 Jahre zurück. (separate Meldung in dieser Mail: Altmeisterfeier 2023_Werner Kaiser.docx)

HwK-Präsident Kurt Krautscheid konnte unter den 211 Jubiläumsmeistern 104 mit dem Goldenen Meisterbrief für 50 Jahre Meisterprüfung im Handwerk begrüßen, außerdem 71 Diamantene für ihr 60-jähriges Meisterjubiläum. Den Eisernen Meisterbrief für 65 Jahre Meisterehren ging an 23 Jubilare „und sage und schreibe für 70 Jahre Meisterprüfung im Handwerk können wir dieses Jahr 12 Platin-Meisterbriefe verleihen. Auch das gab es noch nie und es zeigt, dass das Handwerk ganz offensichtlich fit hält.“

„Jungspund“ unter den Platinmeistern ist mit 92 Jahren Schreinermeister Franz Josef Limbach und „unsere 12 Jubilare dieser außergewöhnlichen Kategorie bringen zusammen 1.138 Lebensjahre und rund 840 Jahre Handwerks-Meisterschaft mit zu unserer Feier – ebenfalls ein Rekord!“, so Krautscheid. Handwerksmeister aus 34 unterschiedlichen Berufen erhielten Auszeichnungen, wobei die Elektroinstallateure und Kfz-Mechaniker an der Spitze lagen. Doch selbst heute eher exotische Gewerke wie Buchdrucker oder Fernmeldetechniker waren dabei. „Das steht für die Vielfältigkeit des Handwerks, aber auch technischen Fortschritt. Viele Berufe von damals haben sich weiterentwickelt und ihr Aufgabenprofil hat sich stark verändert, was Zusammenlegungen und Umbenennungen einschließt. Auf der anderen Seite gibt es Klassiker, die offenbar nichts verloren haben an ihrer Attraktivität, so die Tischler, Dachdecker oder eben die Top-Berufe des Kfz-Handwerks und der Elektroinstallation“.

In einer kurzweiligen Altmeisterfeier, die aufgrund der starken Resonanz auf zwei Tage verteilt war, ging es auf Zeitreise durch die Jahre und Jahrzehnte. Wesentliche Ereignisse der Meisterabschlussjahre wurden aufgegriffen und in Erinnerung gerufen. Doch auch die Jubilare selbst brachten Erlebnisse mit, die untrennbar mit der Meisterprüfung verbunden sind. So in einem Kurzfilm, der drei Altmeister in betrieblichem und familiärem Umfeld vorstellte, darunter Bäckermeister Werner Kaiser. Als eines von acht Kindern kam er 1920 zur Welt und wurde nach der Bäckerausbildung zur Wehrmacht eingezogen. Im zweiten Weltkrieg geriet er in amerikanische Kriegsgefangenschaft, der er nach seiner Rückkehr ins heimische Ruhrgebiet 1946 die Meisterprüfung folgen ließ. Einem Studium zum Berufsschullehrer schloss sich der Umzug nach Boppard an, wo er ab 1953 an der Gewerbeschule für die pädagogische Ausbildung der Bäcker, Konditoren, Fachverkäufer, Köche und Kellner zuständig war. Im Sekretariat arbeitete seine spätere Ehefrau, mit der eine Familie gründete. Hier lebt der 103-Jährige mit seiner Frau im 1956 bezogenen Haus noch immer und bäckt einmal pro Woche noch sein Brot.

Traditionell überreichte der Kammerpräsident jeden Jubiläumsmeisterbrief persönlich am Platz der Altmeister – auch eine Hommage an die Leistungen, die hinter jedem Meister-Lebenswerk steht.

Für gute Unterhaltung und eine kulturelle Bereicherung sorgten mit ihrer Kowelenzer Mundart die Gesangseinlagen der „Schängelmaries“ sowie die 15-jährige Leyla Karim. Die junge Musikerin ist insbesondere in den sozialen Medien mit Tausenden Aufrufen sehr erfolgreich und konnte mit ihrem Gesang auch die Gäste der Altmeisterfeier beeindrucken.

Durch die Veranstaltung führte HwK-Mitarbeiterin Eva Vogt.

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Nischensport „Kickern“ lockt zahlreiche Profis und Amateure in die Eifel

Kaisersesch 1. Kaisersescher Stadtmeisterschaft im Tischfußball – Am vergangenen Samstag wurde in der Aula der Pommerbachschule die erste Kaisersescher Stadtmeisterschaft im Tischfußball ausgetragen. Der Startschuss fiel um 15.00 Uhr. Nach spannenden Kämpfen im Profi- und Amateurfeld um den ersten Platz, konnten gegen 22.00 Uhr die Sieger durch Stadtbürgermeister Gerhard Weber und den Vorsitzenden des TFC Kaisersesch Bernhard Rieden geehrt werden.

Siegerehrung im Profi-Feld: Das Team des KCK Kaiserslautern gewinnt den Wanderpokal (v. l. n. r.: Bernhard Rieden, Thorsten Grünkorn, Karsten Kuckhoff, Kevin Kaisling, Stadtbürgermeister Gerhard Weber). Foto: ©Mirjam Johann-Rieden

Die erste Kaisersescher Stadtmeisterschaft lockte vergangenen Samstag zahlreiche aktive Kicker-Sportler in die kleine Eifelstadt. Von abgebrühten Profis aus ganz Rheinland-Pfalz bis zu regionalen Amateurspielern war jedes Spielniveau vertreten. Die großzügige Aula der Pommerbachschule bot beste Bedingungen, Tischfußball als Nischensportart in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Stadtbürgermeister Gerhard Weber bedankte sich bei Bernhard Rieden für die Organisation des Events und freute sich über die rege Teilnahme: „Neue Ideen und das Engagement unserer Kicker-Freunde in Kaisersesch unterstützen wir gerne und freuen uns, mit der Pommerbachschule einen passenden Austragungsort für die Meisterschaft gefunden zu haben.“

Sieben Vorrunden bis zum Finale

Pro Team traten jeweils drei Spieler an, die auf Amateur- oder Profi-Niveau spielen konnten. Gespielt wurde im „Race-to-Modus“ – Wettkampf bis zu einer gewissen Toranzahl – an neun Profi-Kickertischen. Um 15:30 Uhr starteten die ersten Spiele. Für den Sieg mussten mindestens 15 Tore erzielt werden. Nach sieben Vorrunden standen dann die Finalisten für die Profi- und Amateurrunde fest. Heiß umkämpft in spannenden Matches, ging der Wanderpokal schließlich an die Profis aus Kaiserslautern. Im kommenden Jahr gilt es, diesen zu verteidigen.

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Erhöhungen der Grund- und Gewerbesteuer-Hebesätze machen Standortvorteil von Rheinland-Pfalz zunichte

Koblenz/Ludwigshafen/Mainz/Trier – Zu den am Donnerstag veröffentlichten Grund- und Gewerbesteuerhebesätzen der rheinland-pfälzischen Kommunen 2023 durch das Statistische Landesamt äußert sich Dr. Florian Steidl, steuer- und finanzpolitischer Sprecher der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz:

„Die großflächigen und teils massiven Steuererhöhungen im Jahr 2023 hatten sich mit der Neuregelung des Kommunalen Finanzausgleichs bereits angekündigt. Sie machen den Standortvorteil der bisher im Bundesvergleich eher moderaten Steuersätze in Rheinland-Pfalz zunichte. Die Verteuerung der kommunalen Standorte führt zu einem Verlust an Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit. Den Steuererhöhungen stehen für Unternehmen keine verbesserten Standortbedingungen gegenüber – von Infrastruktur über eine digitale, unternehmensnahe Verwaltung bis hin zum passenden Fachkräfteangebot in den Regionen.

Die Hebesätze sind in vielen Kommunen auf ein Niveau gestiegen, das dem Strukturwandel und der Ansiedlung von Unternehmen entgegensteht, vor allem in ohnehin bereits strukturschwachen Regionen. Aus Sicht der rheinland-pfälzischen Wirtschaft sind gesunde Kommunalfinanzen unabdingbar, um angesichts der vielfältigen Herausforderungen handlungsfähig zu bleiben und die Lebens- und Wirtschaftsbedingungen vor Ort aktiv mitgestalten zu können. Zur Haushaltskonsolidierung reicht es jedoch nicht, nur an der Einnahmenseite zu schrauben. Es muss alles auf den Tisch. Öffentliche Leistungen und Aufgaben müssen noch stärker auf ihre Relevanz überprüft und priorisiert werden. Auch das Land Rheinland-Pfalz ist gefordert, sich in allen Bereichen der Mitverantwortung für die Standortbedingungen in den Kommunen zu stellen.“

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Das Heimatbuch des Landkreises Mayen-Koblenz 2024 ist ab sofort erhältlich

Region/Mayen-Koblenz – Gewinner des Fotowettbewerbs „Nachhaltiges MYK“ gekürt – Endlich ist es da, das Heimatbuch 2024. Ab sofort ist die 42. Auflage der mit lesens- und wissenswerten Geschichten gespickten Heimatbuchreihe für 8,90 Euro im Handel erhältlich. Knapp 90 ehrenamtliche Autoren haben die rund 330 Seiten des Heimatbuches mit Leben gefüllt. „Das freiwillige Engagement und die Mithilfe, die die Autoren in die Entstehung des Buches gesteckt haben, ist keinesfalls selbstverständlich. Umso mehr freut es mich, dass die Beteiligung von Jahr zu Jahr ungebrochen hoch ist“, sagt Landrat Dr. Alexander Saftig.

„Die Autoren halten in mühevoller Detailarbeit die Geschichte des Landkreises Mayen-Koblenz im Heimatbuch lebendig. Sie recherchieren, forschen, dichten und fotografieren und schaffen es damit, dass Ereignisse unvergessen und künftigen Generationen erhalten bleiben“, betont der Kreischef. Der Fotowettbewerb, der sich an Hobbyfotografen jeden Alters richtete, stand in diesem Jahr unter dem Motto „Nachhaltiges MYK“. Die Resonanz darauf war groß. „Uns haben knapp 110 Fotografien von rund 50 Fotografen erreicht. Vom Solarpanel bis zum Denkmal haben die Einsendungen viele Seiten der Nachhaltigkeit gezeigt, die unseren Landkreis Mayen-Koblenz mit all ihren Facetten bereichern. Es waren viele tolle Ideen dabei und die Jury hatte es in diesem Jahr nicht leicht, die Gewinner-Bilder auszuwählen“, berichtet Landrat Dr. Alexander Saftig überaus zufrieden.

Den 1. Platz und gleichzeitig das Titelbild sichert sich Sabrina Hofmann (26) aus Mendig. Mit ihrer Fotografie des Bienenbesuchs am nachhaltig hergestellten Insektenhotel gelingt es ihr nicht nur, ein schönes Detail einzufangen, sondern auch die Thematik der Nachhaltigkeit zu transportieren. Platz 2 geht an Pamela Sprenger (43) aus Rhens für die herbstliche Fotografie des Bauwagens der Wald-Kindertagesstätte Rhens im Rhenser Stadtwald – eine durchweg beeindruckende und stimmungsvolle Aufnahme. Den 3. Platz belegt Klaus Breitkreutz (60) aus Lehmen mit der „Essbaren Stadt“ – einem Gemüsebeet in der Stadt Andernach. Über Platz 4 dürfen sich Annika Assenmacher (15) und Annika Schmitt (15), Schülerinnen des Megina-Gymnasiums Mayen, freuen, die das emsige Treiben eines Bienenvolks im Mayener Fachzentrum Bienen und Imkerei, das zum Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Westerwald-Osteifelgehört, festgehalten haben. Platz 5 konnte sich Marina Müller (29) aus Kirchwald sichern, die mehrere von Nebel umhüllte Windräder während eines Spaziergangs auf dem Panoramaweg Kirchwald in der Abenddämmerung im Bild festhalten konnte. Der 6. Platz geht an Anton Lutz (18) aus Andernach, der die Verbindung von Nachhaltigkeit und Elektromobilität in Form eines Elektrorollers im Kornfeld fotografiert hat. Die sechs ersten Platzierungen erhalten Geldpreise von 300 bis 100 Euro. Darüber hinaus haben es noch weitere tolle Fotografien ins Heimatbuch 2024 geschafft.

Eine Besonderheit des Heimatbuches 2024 ist der Abdruck der Gewinnerbilder des Malwettbewerbs der Smarten Region MYK10. Unter dem Motto „Male Dein Dorf oder Deine Stadt der Zukunft“ haben unzählige Kinder im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren ihre beeindruckenden Kunstwerke eingereicht. Hierbei wurden außergewöhnliche sowie kreative Ideen zum Leben im zukünftigen Landkreis Mayen-Koblenz zu Papier gebracht.

Das Heimatbuch 2024 ist ab sofort für 8,90 Euro in den Buchhandlungen der Region erhältlich. Anfang 2024 startet die nächste Redaktionsphase. Dann können die Autoren wieder ihre Beiträge zur Auswahl ins Kreishaus schicken.

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Wirtschaft

Über 60 Unternehmen präsentieren sich bei Jobmesse am Nürburgring

Nürburg – Zweite „Jobmesse powered by Nürburgring“ am 3. und 4. November in der ring°arena – 60 regionale und überregionale Unternehmen als Aussteller mit dabei – Eintritt frei für alle Interessierten – Partnerschulen kommen mit über 500 Schülern. Große, international tätige Unternehmen bieten an beiden Messetagen genauso Einblicke in ihre Berufswelt wie erfolgreiche Mittelständler.

Über 60 Unternehmen präsentieren sich bei Jobmesse am Nürburgring.

Die Premium-Aussteller wie die Bundesnetzagentur, die Deutsche Vermögensberatung, Krämer Bau, Manthey Racing und die Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG sind dabei mit den größten Ständen in der ring°arena vertreten. Darüber hinaus gibt es verschiedene Vorträge: So informiert die Agentur für Arbeit rund um das Thema „Arbeiten 4.0 und Qualifizierung“. Das Finanzamt MYK/AW thematisiert die Karriere in der Steuerverwaltung und die VWA Koblenz das Duale Studium neben Ausbildung oder Beruf. Die Bundespolizei sucht im Rahmen ihrer Präsentation „zur Abwechslung mal die Guten.“ Darüber hinaus gibt es weitere Vorträge verschiedener Unternehmen.

Arbeitnehmer von morgen: Partnerschulen reisen mit über 500 Schülern an
Neben den Ausstellern engagieren sich auch mehrere Schulen im Rahmen der Jobmesse am Nürburgring. Sie kommen mit ausgewählten Klassen an die legendäre Rennstrecke, damit die zukünftigen Berufseinsteiger sich umfassend informieren können. Mit dabei sind die BBS Bad Neuenahr-Ahrweiler, die Grund- und Realschule plus St Martin aus Kelberg, die Hocheifel Realschule Plus aus Adenau und die St. Thomas Realschule plus aus Andernach. Insgesamt können sich über 500 Schüler der Partnerschulen auf einen abwechslungsreichen Messetag freuen.

Über 60 Unternehmen sind am 3. und 4. November mit dabei

Alphabetisch sortiert sind bislang folgende Aussteller am Nürburgring mit dabei:
Holzbau Adams, Agentur für Arbeit/Jobcenter, AOK, apra gruppe, attentio, AWO Bezirksverband Rheinland, Beutlhauser, Blumer Lehmann, Bundesnetzagentur, Bundespolizei, Bundeswehr, Care Concept AG, compassio, Dachser, Deutsche Bahn, Deutsche Vermögensberatung, Steuerverwaltung Rheinland-Pfalz, Griesemann, Griesson – de Beukelaer, Heim & Haus, Hotel Rieder, IHK Koblenz, ISA-Racing, IVKO, Katholische KiTa Koblenz, Köllemann, Krämer Bau, Kreissparkasse Ahrweiler, Landesbetrieb Mobilität RLP, Lidl, Lohner, Manthey-Racing, Marienhaus Bildungszentrum Eifel-Mosel, Moog Rekofa, Stahl- und Metallbau Nett, Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG, Nürburgring Hotels & Ferienpark, persona service, Polizei Rheinland-Pfalz, Randstad, Riedel Communications, Antriebstechnik Saftig, SANI, SCANIA, Schnorpfeil, SWB, steep, Stephani Steuerberatung, SVG Fahrschulzentrum Südwest, Techniropa, Tesla Automation, Verbandsgemeindeverwaltung Adenau, VR Bank RheinAhrEifel, Vorwerk, VWA Koblenz, Weinand & Pauken, Wirtgen, WI SOLAR und ZF.