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Aachener Delegation besuchte die türkische Partnerstadt Sariyer – Als Höhepunkt „Aachen-Platz“ eingeweiht

Aachen – Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft Aachen-Sariyer besuchte eine Delegation aus Politik und Verwaltung unter Leitung von Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen jetzt gemeinsam mit Vertreter*innen des Partnerschaftsvereins Aachen-Sariyer und der Organisation Eurotürk die Stadt Sariyer. Bereits im September war eine Delegation aus Sariyer zu Gast in Aachen. Im Rahmen dieses Besuchs hatten Sibylle Keupen und Sariyers Bürgermeister Şükrü Genç gemeinsam einen bisher unbenannten Platz im Bereich des Kreisverkehrs am Hangeweiher als „Sariyer-Platz“ eingeweiht.

Die Aachener Delegation besuchte in Sariyer unter anderem die Kommunalverwaltung und sprach mit verschiedenen Gesprächspartner*innen über Innovationen, erneuerbare Energien, Klimaschutz sowie nachhaltiges Handeln in den Kommunen. Bürgermeister Şükrü Genç stellte das noch in Planung befindliche Bosporus Museum vor. Die Delegation besuchte die Türkiye Akademie, eine Schule, die sich schwerpunktmäßig der Förderung junger Frauen widmet. Auf dem Programm standen darüber hinaus ein Empfang des deutschen Kultur-Attachés sowie eine Führung über den deutschen Soldatenfriedhof.

Während des Festaktes legten Şükrü Genç und Sibylle Keupen den Nachdruck auf die sehr engen Beziehungen zwischen beiden Städten. In seiner Ansprache ging Sükrü Genc vor allem auf die aktuellen globalen Herausforderungen ein, die ohne verlässliche Partner nicht zu lösen seien. Sibylle Keupen bedankte sich für die herzliche Gastfreundschaft, die der Aachener Delegation entgegengebracht wurde. Sie betonte die Bedeutung des Austauschs in den Themen Bildung, Kultur, Wirtschaft und Klimaschutz und sagte: „Es sind diese intensiven Begegnungen, die den Kern einer Partnerschaft zwischen Städten ausmachen und die uns helfen, gegenseitig voneinander zu lernen“.

Als Höhepunkt der Festlichkeiten in Sariyer wurde auch in der türkischen Partnerstadt ein „Aachen-Platz“ eingeweiht.

 

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Euskirchen erhält das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“

Euskirchen – Die Stadt Euskirchen wurde vergangenen Freitag mit dem Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ ausgezeichnet. Mit dem Erhalt des Siegels bekennt sich Euskirchen dazu, die Rechte von Kindern und Jugendlichen zu stärken und wird hierbei durch den Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. begleitet.

Die Stadt Euskirchen ist nach Köln, Dormagen und Weilerswist die vierte nordrhein-westfälische Kommune, die das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ erhält.

Bürgermeister Sacha Reichelt freut sich, das Siegel – im Beisein von Vertretern der Ratsfraktionen, des Vereins und der Verwaltung – entgegennehmen zu dürfen: „Wir sind froh, dass das jahrelange Engagement der Stadt Euskirchen für Kinder und Jugendliche nun auch zu der Auszeichnung als Kinderfreundliche Kommune geführt hat. Für die Verwaltung ist es ein wichtiges Anliegen, Angebote für Kinder und Jugendliche zu schaffen und sie an der Gestaltung unserer Stadt teilhaben zu lassen. Hierzu haben wir für die nächsten Monate einige Projekte geplant. Besonders freue ich mich zum Beispiel auf die Erweiterung der Auelsburg.“

Anne Lütkes, Vorstandsvorsitzende des Vereins, betonte: „Euskirchen hat wegweisende Maßnahmen zur Förderung von Kinderrechten auf lokaler Ebene eingeleitet. Die Einführung des Jugendbudgets beispielsweise stellt ein innovatives Verfahren dar, um die selbstbestimmte Interessenvertretung von Kindern und Jugendlichen zu stärken.“

Katharina Fournier vom Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. erwähnte besonders: „Die Stadt Euskirchen hat sich ein vielfältiges und anspruchsvolles Programm zur Stärkung der Kinderrechte gegeben. Viele Maßnahmen des Aktionsplans sprechen junge Menschen direkt an und stärken ihre Mitbestimmungsrechte.“

Katharina Fournier hatte gemeinsam mit Martina Hoff und Gerda Holz die Aufgabe der Sachverständigen für die Stadt Euskirchen übernommen.

Das Programm „Kinderfreundliche Kommune“ läuft vier Jahre und kann anschließend verlängert werden. Im ersten Jahr wurde nach einer Bestandsaufnahme und durch Beteiligungsverfahren mit Kindern und Jugendlichen der Aktionsplan vorbereitet. Nach dem Beschluss des Aktionsplans durch den Stadtrat prüfte der Verein Kinderfreundliche Kommunen den Aktionsplan und vergab das Siegel für die folgenden drei Jahre.

 

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Politik

Ahrweiler Landrätin Cornelia Weigand überreicht Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz

Ahrweiler – Würdige Feierstunde im Kreishaus: Elmar Dölle aus Weibern, Heinz Peter Kriechel aus Bad Neuenahr-Ahrweiler und Karl-Heinz Sundheimer aus Kempenich sind mit der Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet worden. Landrätin Cornelia Weigand nahm die Verleihung stellvertretend für Ministerpräsidentin Malu Dreyer in der Kreisverwaltung Ahrweiler im Beisein des Landtagsabgeordneten Horst Gies, des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Brohltal Johannes Bell, der Beigeordneten der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler Ute Reuland sowie Ortsvorstehern und Ortsbürgermeistern vor.

In ihrem Grußwort würdigte Landrätin Cornelia Weigand das langjährige und aufopferungsvolle Engagement der drei geehrten Persönlichkeiten. „Sie haben sich stets durch Ihre unermüdliche Bereitschaft ausgezeichnet, Verantwortung zu übernehmen. Sie haben sich mit großem Einsatz für das Gemeinwohl und die Menschen in unserer Region verdient gemacht. Sie leben Engagement vor, das den Menschen im Kreis Ahrweiler zugutekommt“, betonte Landrätin Weigand. „Damit haben Sie in besonderer Weise zur Verbesserung der Lebensqualität in unserer Region beigetragen. Entsprechend wird dem Dank für Ihr langjähriges Schaffen nun mit der Ehrennadel des Landes Ausdruck verliehen.“

Elmar Dölles Engagement gilt seit vielen Jahren der Gemeinschaft – besonders im Brohltal. Seit 1994 ist er Mitglied im Gemeinderat Weibern und im Verbandsgemeinderat Brohltal und hat Weibern zudem jahrelang als ehrenamtlicher Beigeordneter vertreten. Als Vorsitzender der FWG Brohltal und Weibern übernimmt Dölle seit Jahrzehnten weitere Ämter in der Kommunalpolitik.

Auch die Vereine in seiner Heimat unterstützt Dölle nach Kräften. So ist er seit 1972 Mitglied und seit 1984 Kassierer der Blaskapelle Weibern. Auch in der Jagdgenossenschaft Weibern ist er als Beisitzer aktiv gewesen. Dölle engagiert sich überdies in der Dorftruppe „Weibern packt an“ und im Vereinsfußball.

Heinz Peter Kriechel engagiert sich seit Jahrzehnten in der Jagdgenossenschaft im Kreis Ahrweiler. Seit dem Jahr 2003 ist er zunächst als Kassenprüfer und Mitglied im Jagdausschuss tätig gewesen, später als Erster Beisitzer im Jagdvorstand. Seit 2013 bekleidet Kriechel das Amt des Jagdvorstehers der Jagdgenossenschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler I. Zudem ist er seit 2011 als Erster Beisitzer im Vorstand der Interessengemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer im Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau vertreten. Aktuell ist Kriechel zusätzlich im Landesjagdverband Rheinland-Pfalz als Obmann der Hegeringleiter aktiv, leitete von 2011 bis 2014 den Hegering Ahrweiler und fungiert seitdem als stellvertretender Leiter im Hegering Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Karl-Heinz Sundheimer hat eine beachtliche Laufbahn in der Kommunalpolitik vorzuweisen: 30 Jahre lang gehörte er dem Gemeinderat Kempenich an, fünf Jahre davon als Erster Beigeordneter. Weitere fünf Jahre war er Mitglied im Verbandsgemeinderat Brohltal. Zudem ist er seit 30 Jahren im Kreistag aktiv, allein 26 Jahre lang als CDU-Fraktionsvorsitzender. Überdies engagiert sich Sundheimer, der als vormaliger Leiter der Realschule plus und der Fachoberschule Adenau die Bildungslandschaft im Kreis Ahrweiler über Jahre entscheidend mitgeprägt hat, seit fast 40 Jahren in der Kempenicher Karnevalsgesellschaft sowie lange Zeit im Männergesangsverein und in der Kirchengemeinde.

Die Ehrennadel ist eine Auszeichnung des Landes Rheinland-Pfalz, die 1974 gestiftet wurde und langjähriges ehrenamtliches Engagement im kommunalpolitischen, kulturellen oder sozialen Bereich würdigt.

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Kunst & Kultur News

Am 4. Dezember wird in Roggendorf das neue Buch über den Ex-Profi Jonas Hector vorgestellt

Roggendorf/Köln – Auf ein turbulentes und spannendes Jahr zurückblicken konnte jetzt der FC-Fanklub „Geißböcke Nordeifel“ bei seiner Jahreshauptversammlung im Vereinslokal Zagreb in Roggendorf. Im Verlauf der Versammlung wurden der Vorsitzende Günter Henk und dessen Stellvertreterin Sandra Igel in ihren Ämtern bestätigt. Und auch der Kreis der Ehrenmitglieder wurde anlässlich der Jahreshauptversammlung um eine Person größer. Pero Banic, Inhaber des Clublokals Zagreb, wurde für seine Verdienste um die Geißböcke Nordeifel von Günter Henk mit der Ernennungsurkunde zum Ehrenmitglied bedacht.

Während der 1. FC Köln sich seit Wochen im Abstiegskampf befindet, konnte Fanklub-Chef Günter Henk auf eine erfolgreichere Bilanz verweisen. Ein großer Erfolg sei im Frühjahr die Präsentation von Film und Buch „Heinz Flohe – Der mit dem Ball tanzt“ des Kölner Filmemachers, Buchautors und Verlegers Frank Steffan gewesen. Viele FC Fans hätten diese Veranstaltung im Roggendorfer Klublokal besucht.

Auch eine Signierstunde des ehemaligen FC-Profis Jupp Bläser und die Vorstellung dessen Buches „Ich war dabei“ habe ein positives Echo gefunden. Einer der Höhepunkte in diesem Jahr sei das zehnjährige Bestehen der Eifeler Geißböcke gewesen, zu dem auch die Geschäftsführung des 1. FC Köln gratuliert habe. Der Fanbeauftragte des Bundesligisten, Rainer Mendel, war höchstpersönlich zum Jubiläumsstammtisch nach Roggendorf gekommen, um eine Urkunde zu überreichen.

Mit Rainer Mendel waren auch die FC-Legenden Bernd Cullmann und Herbert „Zimbo“ Zimmermann nach Roggendorf geeilt, um dem recht aktiven Fanklub zum Zehnjährigen zu gratulieren. Bei dieser Gelegenheit hatte der Klub alle drei zu Ehrenmitgliedern ernannt. Gleiches war im Laufe des Jahres den ehemaligen FC-Profis Harald Konopka, Jupp Bläser und Karl-Heinz Thielen zuteilgeworden. Sie alle hatten die Eifeler Geißböcke persönlich. Wie Günter Henk berichtete, war auch der ehemalige FC-Torwarttrainer Alexander Bade Gast bei einem der Stammtische in Roggendorf gewesen.

Mit der Jahreshauptversammlung sind die Aktivitäten der Eifel-Geißböcke für dieses Jahr keinesfalls abgeschlossen. Am Montag, 4. Dezember, um 19 Uhr, bekommt der Fanklub erneut hohen Besuch aus der Domstadt, der im Klublokal Zagreb ein druckfrisches Buch über den ehemaligen Nationalspieler und FC-Strategen Jonas Hector vorzustellen. Es sind der Buchautor und Verleger Frank Steffan und der bekannte Buchautor Ralf Friederichs, die das Buch vorstellen, zu dem auch die Geißböcke Nordeifel Fotos beigetragen haben und das erst in diesen letzten Novembertagen aus dem Druck kommt.

Ralf Friedrichs ist Autor von mehreren Satire-Büchern wie zum Beispiel „Neulich am Geißbockheim“ sowie diverser Romane. Als ausgewiesener Fußball-Experte schreibt er unter anderem auch Beiträge für Focus Online. Der 59-Jährige ist bekannt durch seine Moderation von Fußball-Talkshows. Er war maßgeblich an den Produktionen der Fußballfilm-Dokumentationen „Heinz Flohe – Der mit dem Ball tanzte“ und „Das Double 1977/78“ beteiligt. Mit seinem ganz aktuellen Buch „Jonas Hektor – Seine große Karriere in Wort und Bild“ ist dem Fußball-Experten erneut ein Werk gelungen, auf dessen Erscheinen unzählige FC-Fans warten.

Denn gerade Jonas Hector reiht sich in die Galerie der großen Ex-Spieler des 1. FC Köln ein. Seine sportliche Karriere war bemerkenswert. Das druckfrische Buch würdigt ihn auf 120 Seiten in Wort und Bild. Autor Ralf Friedrichs hat Hectors sportlichen Weg von Anfang an begleitet hat. Bei seinem FC-Stammtisch absolvierte Jonas Hector als junger Spieler einst seinen ersten öffentlichen Auftritt. Friedrichs zeichnet alle Stationen nach und bewertet seine Bedeutung für den deutschen Fußball und für den 1. FC Köln im Besonderen.

In Roggendorf werden Frank Steffan und Ralf Friedrichs das Buch vorstellen und über die letzten sechs turbulenten Monate berichten, in denen das Werk entstanden ist. In dieser Zeit musste Friedrichs 349 Spiele des Kölner Fußballers recherchieren und auswerten. Friedrichs: „Es hat bei allem Aufwand wirklich Spaß gemacht, und es war mir eine Ehre, über diesen tollen FC-Spieler zu schreiben“.

Besucher der Buchvorstellung am 4. Dezember, um 19 Uhr, im Klublokal Zagreb haben dann die Möglichkeit, das Buch zu einem Subskriptionspreis von 19,90 Euro (Normalpreis 24,90 Euro) zu bekommen. Auf Wunsch werden Verleger Frank Steffan und Autor Ralf Friedrichs die Exemplare auch signieren.

FC-Fans haben außerdem die Chance, das Buch bis zum 12.  Dezember noch zu dem reduzierten Preis von 19,90 Euro zu bestellen. Bestellungen sind möglich direkt bei Frank Steffan (Tel. 0221-7391673 oder info@edition-steffan.de) in Köln. Beim Roggendorfer Fanklub-Vorsitzenden Günter Henk (Tel. 02443-1674) sind Bestellungen am Montag, 27., Mittwoch, 29., und Donnerstag, 30. November, von 13 bis 16 Uhr, möglich. Günter Henk: „Das Buch über Jonas Hector ist ein tolles Geschenk zu Weihnachten und ein Muss für jeden Fan des 1. FC Köln“.  (Reiner Züll)

www.edition-steffan.de/shop

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Kunst & Kultur

Der ehemalige Oberkreisdirekter Dr. Karl-Heinz Decker berichtete in der Kuchenheimer Mottenburg

Euskirchen – „Wir alle litten großen Hunger“ – Auch die Geschichte eines spannenden Standortpokers um Procter & Gamble fehlte nicht – Am Ende ging es um eine Zither, ein knapp 100 Jahre altes Instrument. Es war das Markenzeichen eines stadtbekannten Euskirchener Originals. Doch dazu später. Denn an diesem Abend war die Bühne in der Kuchenheimer Mottenburg zunächst für Dr. Karl-Heinz Decker bereitet. Der Titel seines Vortrags lautete „80 Jahre leben in Euskirchen“ – und der clevere Jurist, Verwaltungsmann sowie ehemalige Oberkreisdirektor verstand es, seinen Ausführungen mit Witz, Charme und mitunter auch nachdenklich stimmender Ernsthaftigkeit einen hohen Unterhaltungswert zu verleihen.

Die zwei Stunden Vortrag waren kurzweilig und so hatte Heinz-Otto Koch, der Vorsitzende des Fördervereins des Rheinischen Industriemuseums, Tuchfabrik Müller, für die Reihe „Persönlichkeiten im Museum“ erneut einen Glücksgriff getan. „Eigentlich wollten wir Sie zu unserem zehnten Vortragenden machen, aber Corona hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Jetzt sind Sie der achte und wir freuen uns sehr auf Ihre Ausführungen“, sagte Heinz-Otto Koch, bevor er Karl-Heinz Decker auf die Bühne geleitete.

Der erklärte zunächst, warum er mit seinen 86 Jahren seinen Vortrag mit „80 Jahre leben in Euskirchen“ überschrieben hatte. „Mit sechs Jahren kam ich in die Schule und das ist die Zeit, wo erste Erinnerungen haften geblieben sind“, so der Euskirchener. Erinnerungen, die zunächst geprägt waren von Krieg und Nazi-Regime. Seine Einschulung 1943 an der Ostschule beschreibt er „als großes Fahnengedöns auf dem Schulhof, bei dem der Führer gepriesen wurde. Alles eine große Schau“.

Hakenkreuz-Fahne gekauft

Die nationalsozialistischen Repressalien spürte er später auch in der Familie. So gab es eine Baugenehmigung für einen Verwandten nur bei gleichzeitigem Eintritt in die NSDAP. Seine Mutter musste sich derweil der Befragung eines Zellenleiters stellen. Ob ihr Mann in der SS, SA oder NSDAP sei? Ob sie in der Frauenschaft Mitglied sei? Ob die Tochter denn beim BDM mitmache? Ob sie den Westdeutschen Beobachter lese? „Alle Fragen beantwortete meine Mutter mit Nein, und so flehte der Zellenleiter sie an, sich wenigstens eine Hakenkreuz-Fahne zu kaufen, damit er zumindest ein ,Ja‘ auf dem Fragebogen notieren konnte“, so Dr. Karl-Heinz Decker.

Ansonsten hätte der Parteifunktionär Schritte gegen die Familie einleiten müssen. „Am nächsten Tag kaufte meine Mutter also eine Fahne. Die kleinste, die sie kriegen konnte. Für 1,36 Mark“, erzählt der 86-Jährige. Den Kassenzettel habe sie sehr lange aufbewahrt, um den Kauf auch belegen zu können. „Sonst hätte ja einer sagen können, wir hätten sie nur geliehen“, so der ehemalige Oberkreisdirektor über diese schlimmen Zeiten, die erst mit furchtbaren Bombardierungen Euskirchens, dem Einmarsch der Alliierten und der späteren Kapitulation Deutschlands endeten.

Die Kreisstadt lag in großen Teilen in Schutt und Asche. „Diese Bilder kommen wieder hoch, wenn ich in den Nachrichten Berichte über die Ukraine oder über Gaza sehe“, so Karl-Heinz Decker, der es schaffte, das Publikum mit seinen Erzählungen in diese Zeit des Chaos‘ mitzunehmen. So berichtete er von dem großen Hunger, „den wir alle litten“. „Kartoffeln und Briketts waren damals die Währung – und Rüben. Dann daraus konnte Rübenkraut und Knollibrandi, ein Knollenschnaps, hergestellt werden.“

Der Chef des Schlachthofs hatte derweil ein großes Herz für die Bevölkerung. Er deklarierte hin und wieder geschlachtete Tiere als „nicht tauglich“, so dass das Fleisch samstags an die Euskirchener ausgegeben werden konnte.

Auch der Wohnraum war knapp. Die in Euskirchen stationierten Belgier beschlagnahmten viele der noch halbwegs intakten Häuser. Die Deckers durften ihre Wohnung derweil behalten. Wenngleich ein Raum von einem belgischen Offizier konfisziert wurde, der dort zweimal pro Woche mit seiner Freundin seine Schäferstündchen abhielt. Für die katholische Mutter des Vortragende eine schwere Bürde, wenngleich immer etwas zu essen abfiel, von dem, was der Offizier für sich und seine Freundin mitbrachte.

Aufschwung dank Währungsreform

Für Karl-Heinz Decker markierte schließlich der Tag der Währungsreform am 20. Juni 1948 den Wendepunkt. „Wir hatten wieder Geld, das einen Wert hatte“, so der 86-Jährige über die Erfolge des Marshall-Plans. So kam anschließend die Fresswelle, gefolgt von der Kleiderwelle und einer abschließenden Wohneinrichtungswelle.

Das Wirtschaftswunder war da und der Verwaltungsfachmann beteiligte sich daran, den Wiederaufbau und Aufschwung für Euskirchen mitzugestalten. Dank der Gebietsreform wuchs Euskirchen auf 60.000 Einwohner an. „Die Expansion auf rund 160 Quadratkilometer war für Euskirchen ein Segen.“ Firmen wie Miele siedelten sich an, mit der Glasfachschule im benachbarten Rheinbach gab es Bestrebungen in Euskirchen auch die Glasindustrie heimisch werden zu lassen.

Ein nervenaufreibender Wirtschaftspoker spielte sich schließlich im Vorfeld der Ansiedlung von Procter & Gamble ab. „Die Amerikaner verhandelten noch mit 28 anderen Standorten“, berichtete der studierte Jurist. Gemeinsam mit dem Euskirchener Stadtdirektor Dr. Heinrich Blaß führte Karl-Heinz Decker die Verhandlungen mit Unternehmensvertretern. Zahlreiche Hürden galt es zu nehmen. Die größten waren die verkehrlichen Anbindungen, die dank Land und Bund über den Zubringer zur A61 geschaffen werden konnten.

Dann brauchte es noch staatliche Förderungen. Nach einem Termin in Düsseldorf gab es auch dafür eine Zusage. „Als wir aus dem Ministerbüro raus waren, haben sich Heinrich Blaß und ich auf die Schulter geklopft und gesagt: Wir haben gewonnen.“ Und das hatten sie in der Tat. Mit der Ansiedlung von Procter & Gamble kamen 1976 Arbeitsplätze nach Euskirchen samt Gewerbesteuereinnahmen. „Sie glauben allerdings nicht, wer uns am Anfang große Problem bereitet hat“, sagte der Ex-Oberkreisdirektor süffisant: „Die Telekom: Sie legten nur einen Anschluss ins Werk. Später waren es dann sage und schreibe drei.“

Bestens aufgestellt

Von dieser Ansiedlung profitiert die Kreisstadt auch heute noch. Ohnehin sieht er die Stadt Euskirchen bestens aufgestellt. Karl Heinz Decker führt dafür die positive Siedlungsentwicklung ins Feld, eine gut funktionierende Wirtschaft, eine hervorragende Bildungslandschaft und eine Lebensfreude, die sich auch nach Flut und Corona wieder in fröhlichen Feiern und Volksfesten wie dem Simon-Juda-Markt niederschlage.

Damit hatte er auch den Weg für eine Überleitung zu Dr. Ingrid Schellenberger bereitet. Denn sie hatte eine Zither mit nach Kuchenheim gebracht. Aber nicht irgendeine, sondern das Instrument von Schops Löhr, einem Euskirchener Original, der jedes Fest in Euskirchen mit seiner Musik bereicherte. Und diese Zither überreichte Dr. Ingrid Schellenberger als Dauerleihgabe für das Stadtmuseum an Euskirchens Bürgermeister Sacha Reichelt.

Der bedankte sich sehr herzlich dafür und auch für den hervorragenden Vortrag von Dr. Karl-Heinz Decker. In Richtung von Heinz-Otto Koch sagte Sacha Reichelt daher: „Eigentlich spricht doch nichts dagegen, dass Herr Decker nochmal wiederkommt und auch den zehnten Vortrag hält.“

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Tourismus

Ein Besuch in Mayen lohnt sich immer – Denn das ganze Jahr ist MayenZeit

Mayen – Das Jahr geht langsam zu Ende, die Zeit der Rückblicke beginnt. So schaut auch die Stadt Mayen zurück auf das Jahr 2023 und das kann sich im Bereich Veranstaltungen und Kultur sehen lassen. Die Innenstadt in Mayen war durch das ganze Jahr hinweg Schauplatz und Bühne für die verschiedensten Veranstaltungen und Feste. Seit den närrischen Tagen fand in nahezu jedem Monat ein Event statt. Neben den bewährten und sehr beliebten Festen wie dem Pfingstmarkt, dem Food & Beer Festival, dem Stein- und Burgfest und natürlich dem Lukasmarkt, aber auch den insgesamt vier Krammärkten gab es in diesem Jahr zahlreiche neue Termine im Veranstaltungskalender. Ein besonderes Highlight war das Bundesschützenfest, bei dem es Mitte September hieß: Alle Schützen nach Mayen! Bei wahrhaftigem Kaiserwetter traf sich der „grüne Adel“ in der Eifelstadt und erlebte Mayen von seiner besten Seite.

Erstmalig in diesem Jahr fand der „KulturGenuss“ zum Auftakt der Burgfestspiele statt und machte Lust auf mehr. Premiere feierte in diesem Jahr auch das Be (e)ats-Festival, bei dem sich alles um die Biene drehte. Mit einem bunten Programm rund um dieses wichtige und nützliche Insekt lockte die Stadt viele große und kleine Besucher in die Innenstadt. Selbst die Biene Maja und ihr Freund Willi überzeugten sich bei einem Rundgang über das Fest von dem bunten Treiben in der Stadt und waren ein beliebtes Fotomotiv für Groß und Klein. Viele weitere Feste, bei denen der Nachwuchs im Mittelpunkt stand, lockten ebenfalls nach Mayen: Beim Kinderfest, das von der MY-Gemeinschaft organsiert wird, verwandelt sich die gesamte Innenstadt in eine große Spielwiese für kleine Leute. Gruselig wird es alle zwei Jahre beim Festival der Magier und Hexen. Dann treiben Hexen, Magier und Gaukler ihr Unwesen in der City und verlangen den Besuchern so manche magische Prüfung ab.

Für PS-Liebhaber verwandelt sich der Marktplatz in der Innenstadt alljährlich in ein großes Autohaus, wenn alle Autohäuser der Stadt ihre neuesten Modelle dort präsentieren.

Besonders auf ihre Kosten kamen Musikliebhaber in diesem Sommer. Von Juli bis September lud die Stadt an insgesamt neun Samstagen zu Live-Musik auf dem Marktplatz, in der Marktstraße und der Brückenstraße ein. Klassik, Pop oder Schlager – es war für jeden Musikgeschmack etwas Passendes dabei und so kamen viele Besucher, um durch die Innenstadt zu bummeln, etwas zu trinken und natürlich, um Live-Musik zu hören.  „Die Summer-Beats waren ein echter Publikumsmagnet. Wir freuen uns daher natürlich sehr, dieses Format im kommenden Sommer wieder anbieten zu können“, sagt Christina Wolff von der Wirtschaftsförderung der Stadt.

Aus Summer Beats werden Christmas Beats

Und nun steht schon bald der Mayener Weihnachtszauber vor der Tür. Auch hier erwartet die Besucher der Innenstadt ein besonderes musikalisches Highlight, die Christmas Beats: Der bekannte Jazz-Posaunist Joe Wulf wird am 16. Dezember auf dem Weihnachtsmarkt auftreten. Dieser Auftritt wird, ebenso wie die vielen zusätzlichen Termine im Veranstaltungskalender der Stadt, möglich gemacht durch das Bundesförderprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“. Zusätzlich können die Besucher des Weihnachtszaubers auf viele Neuerungen gespannt sein, wie die Veranstalter schon ankündigen.

„Wir freuen uns sehr über die große Vielfalt der Veranstaltungen. Das gelingt nur durch gute Zusammenarbeit, Kreativität und viel Engagement aller Akteure“, hebt Oberbürgermeister Dirk Meid hervor. Auch Jürgen Nett von der Gemeinschaft der Mayener Einzelhändler zeigt sich sehr zufrieden mit dem diesjährigen Programm und den Veranstaltungen in der Innenstadt: „Mayen bietet wirklich das ganze Jahr über Kultur und Veranstaltungen für jeden Geschmack. Wir von der MY-Gemeinschaft engagieren uns immer wieder gerne und tragen mit dem „Start in den Frühling, dem Kinderfest und dem Mayener Weihnachtszauber gerne zum prall gefüllten Veranstaltungskalender bei.  Nicht zu vergessen das Brückenstraßenfest, das jedes Jahr von der sehr aktiven Brückenstraßengemeinschaft organisiert und durchgeführt wird. Wir freuen uns, wenn die Konzepte aufgehen und die Resonanz so positiv ist wie in diesem Jahr.“

Alle Beteiligten sind sich einig: Ein Besuch in Mayen lohnt sich immer, denn das ganze Jahr ist MayenZeit!

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Kunst & Kultur

Erfolgreiche Kneipensitzung im Mechernicher Magu – Erlös geht erneut an die Mechernich-Stiftung

Mechernich – „Imagine“ im Kneipenkarneval – Traditioneller Karnevalsspaß im Mechernicher Magu fing leise an und wurde anschließend zum vollen Erfolg – Wie fängt man in Zeiten von Krieg und Krisen eine fröhliche Karnevalsveranstaltung an? Diese Frage stellten sich auch die Macher der inzwischen fünften Kneipensitzung im Mechernicher Magu. Die Antwort von Hans-Dieter Hahn-Möseler: „Aufgrund der aktuellen Geschehnisse in der Welt fangen wir unsere Kneipensitzung einmal anders an. Freuen Sie sich auf Julia Cremer.“

Nach dieser Ankündigung wusste die Sopranistin mit emotionalen Songs wie „Imagine“ von John Lennon, „Mir sin eins“ von Kasalla oder auch dem „Halleluja“ auf ganzer Linie zu überzeugen. Das war mal ein angemessenes Opening, das sich absolut sehen und aber vor allem hören lassen konnte.

Im weiteren Verlauf des über fünfstündigen Programms konnten sich die teils karnevalistisch gekleideten Gäste auf kölsche Musik vom Feinsten von der „Domstadtbande“ freuen. „Ne Schwadlappe“ war ebenso dabei wie „Die Henkelmänchen“ und Reiner Roos als „Ne närrische Kommissar“. Ebenfalls zu Gast: „Trompeter Markus Rey“, der „Jeck noh Note“ und „Josephine Ohly“. Tänzerische Darbietungen präsentierte die „Tanzgruppe Original Kölsch Hännes’chen“. Aus der Heimat mit dabei waren die Tanzgruppe der „Löstige Höndche Nettersheim e.V.“ und die „Blos mer jeht un Bumskapell“.

Sagenhaft tolle Unterstützung

Unter den Gästen war auch Maria Jentgen. Die stellvertretende Vorsitzende der Mechernich-Stiftung freute sich auf die fünfte Kneipensitzung, nicht nur wegen des Programms, sondern auch, weil die Erlöse der Sitzung dem guten Zweck der Stiftung gewidmet sind. Sie hieß die Gäste daher sehr herzlich willkommen und dankte gleichzeitig für die sagenhaft tolle Unterstützung.

Veranstalter Hans-Dieter Hahn-Möseler betonte: „Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass alle Künstler kostenlos auftreten und den weiten Weg aus dem schönen Köln hier zu uns suchen und der Erlös an die Mechernich-Stiftung geht.“ Der Obergartzemer stellt dafür alljährlich gemeinsam mit seinem Bühnenpartner Rainer Krewinkel, die besser bekannt sind als „Botz un Bötzje“, ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine. Neben den Künstlern tragen auch das Team der Obergartzemer Event-Löven mit ihrer Technik und das Magu mit seinen Räumlichkeiten dazu bei, dass die Spende für die Mechernich-Stiftung üppig ausfällt. Denn beide verzichten auf Technik- und Raummiete.

Bereits jetzt, konnten die Veranstalter stolz verkünden, dass für die in Aussicht stehende sechste Kneipensitzung im kommenden Jahr schon über 100 Karten verkauft wurden. Damit stehe einer erfolgreichen Fortsetzung nichts mehr im Wege.

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Verkehrsfreigabe für Lommersdorfer „Lebensader“ – Gesamtkosten von rund 4,5 Mio. Euro

Blankenheim-Lommersdorf/Euskirchen – Wer Lommersdorf zuletzt Anfang 2020 besucht hat und jetzt wiederkommt, dürfte seinen Augen kaum trauen: In den vergangenen drei Jahren hat sich das Bild des Dorfes deutlich verändert. Neue Ortsdurchfahrt, neue Bürgersteige, neues Leitungsnetz, neuer Brunnenbaum und neue Straßenbeleuchtung – der rund 600 Einwohner zählende Ortsteil von Blankenheim wurde in den vergangenen drei Jahren deutlich modernisiert. Mit der offiziellen Verkehrsfreigabe hat der Kreis Euskirchen am Samstag eines der größten Kreisstraßen-Bauprojekte der letzten Jahre beendet.

„Ich konnte mich fast jeden Tag vom Baufortschritt überzeugen“, sagte Landrat Markus Ramers am Samstag, als die neugestaltete Ortsdurchfahrt – die Kreisstraße 41 – für den Verkehr freigegeben wurde. Der im Nachbardorf Freilingen wohnende Landrat zeigte sich beeindruckt vom neues Ortsbild, dankte den beteiligten Firmen und insbesondere den Lommersdorfern, die in den vergangenen Jahren einiges an Geduld mitbringen mussten. Auch Ortsvorsteher David Dreimüller zeigte sich im Beisein vieler Dorfbewohner sehr zufrieden mit dem neuen Dorfbild und der modernisierten Kreisstraße, die sich als “Lebensader” durch das gesamte Dorf zieht.

Für die Bewohnerinnen und Bewohner gehen damit mehr als drei Jahre zuende, in denen Bauarbeiter, Bagger und „Brummis“ das Ortsbild dominierten und so manche Umleitung in Kauf genommen werden musste. Doch das Ergebnis kann sich sehen lassen, wie Achim Blindert, der Allgemeine Vertreter des Landrates und zuständiger Geschäftsbereichsleiter, ausführte. In einem großen Rundumschlag wurde nicht nur die K 41 auf einer Länge von knapp zwei Kilometern ausgebaut, sondern erstmals auch Gehwege und Fußgängerbereiche berücksichtigt.

Weiterhin gehörten zum Gesamtpaket ein Fahrbahnteiler in der L 115, so dass Fußgänger sicher zwischen Lommersdorf und Freilingen pendeln können, neue Wasser-, Kanal- und Hausanschlussleitungen sowie eine erneuerte Straßenbeleuchtung. Und um künftige Straßenaufbrüche möglichst zu vermeiden, hat der Kreis Euskirchen Leerrohre verlegen lassen, damit eine spätere Breitbandversorgung mit Glasfaser problemlos möglich wird. “Interessierte Telekommunikationsunternehmen können sich gerne melden”, sagte Achim Blindert. “So einfach wie hier ist die Verlegung von Breitband selten.”

Ebenfalls neu gestaltet wurde der Platz am Brunnen, der sich harmonisch ins Gesamtbild einfügt. Leider konnte die dort stehende alte Kastanie nicht wie ursprünglich geplant erhalten bleiben. Hier bestand akute Bruchgefahr, so dass sie aus Sicherheitsgründen gefällt werden musste. In Abstimmung mit den Lommersdorfern wurde dort eine Esskastanie gepflanzt, deren Wurzeln durch ein spezielles Schutzsystem so gesichert wurden, dass sie dort viele Jahrzehnte bestehen kann.

Das Großprojekt lief unter der Federführung der Kreisverwaltung Euskirchen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 4,5 Mio. Euro, wobei der Kreis Euskirchen mit 3,5 Mio. Euro die Hauptlast trägt. Die Gemeinde Blankenheim hat die Gehwege sowie die Kanal- und Wasserleitungen für rund 1 Mio. Euro finanziert. Das Land NRW hat das Bauprojekt mit rund 70 Prozent gefördert.

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Einbürgerungs-Feier im Landkreis Vulkaneifel

Daun – 34 Frauen, Männer und Kin­der freuen sich über den Er­halt der deutschen Staats­bürgerschaft – Zur zweiten Einbürgerungsfeier 2023 empfing Landrätin Julia Gieseking vor wenigen Tagen 34 neue Staatsbürgerinnen und Staatsbürger. In fei­erlichem Rahmen überreichte sie ihnen im Beisein von Familien und Freunden ihre Einbürgerungsur­kunden und hieß sie offiziell und recht herzlich im Landkreis Vulkaneifel willkommen.

Die Kreisverwaltung Vulkaneifel lädt zweimal im Jahr zu einer kleinen Feierstunde ein, in der Men­schen, die die deutsche Staatsbürgerschaft erfolg­reich beantragt haben, von Landrätin Julia Giese­king im Beisein der Integrations- und Migrations­beauftragten des Landkreises, Maaike Thijs, ihre Einbürgerungsurkunden überreicht bekommen.

Die 19 neuen Staatsbürgerinnen und 15 neuen Staatsbürger stammen aus 10 verschiedenen Län­dern, darunter Mitgliedsstaaten der Europäischen Union wie Italien, Kroatien, Lettland, Polen und Rumänien sowie Afghanistan, Brasilien, Syrien, Tunesien und die Ukraine.

Herzlich Willkommen im Landkreis Vulkaneifel

Landrätin Julia Gieseking begrüßte die Neubür­gerinnen und Neubürger ganz herzlich im Land­kreis Vulkaneifel und legte dar, welche Berei­cherung Menschen anderer Nationen für uns alle sind und welche Chancen die Zuwanderung für alle bringt. Gerade auch in Zeiten des demogra­phischen Wandels brauchen wir Menschen aus anderen Ländern, die sich bei uns zu Hause fühlen und gemeinsam mit uns zusammen die Zukunft gestalten, so die Landrätin. Sie ermutigte die neuen Staatsangehörigen, sich aktiv in der Gesell­schaft und ihrer „neuen“ Heimat einzubringen. Im Hinblick auf die Kommunalwahlen 2024 forderte sie die neuen Staatsangehörigen auf, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen.

Neubürgerinnen und -bürger leben meist bereits seit Jahren in Deutschland

Meist leben die Menschen, die die deutsche Staatsbürgerschaft beantragen, bereits seit vielen Jahren mit ausländischer Staatsbürgerschaft in unserer Mitte. Häufig sind sie der Arbeit oder der Liebe wegen zugezogen. Zu den Einbürgerungs­voraussetzungen zählen neben ausreichenden Kenntnissen der deutschen Sprache ein erfolg­reich abgelegter Einbürgerungstest sowie die ei­genständige finanzielle Sicherung des Lebensun­terhaltes.

Besondere Anerkennung für die Verbundenheit und Loyalität zum deutschen Staat zollte Landrä­tin Julia Gieseking den Einbürgerungsbewerben­den, die mit der Annahme der deutschen Staats­bürgerschaft ihre Herkunftsstaatsangehörigkeit aufgeben müssen.

Pro Jahr werden durchschnittlich 80 Personen eingebürgert, die im Landkreis Vulkaneifel ihren Wohnsitz haben. Zukünftig ist aufgrund von Ge­setzesänderungen mit einer zunehmenden An­zahl an Einbürgerungen zu rechnen.

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Wirtschaft

Zukunftsregion Ahr e.V. findet Geschäftsführer

Ahrweiler – Christoph Klötzer wird Geschäftsführer des Vereins „Zukunftsregion Ahr e.V.“. Zum 1. Januar 2024 wechselt er in die verantwortliche Position an die Ahr. Die Identifikation mit seinem neuen Wirkungskreis wird dem dann 37-jährigen Bad Breisiger sicherlich leicht gelingen.

Als aktueller Leiter Digital Business Development & Technologies bei einer Tochtergesellschaft der TÜV Nord Gruppe bringt Klötzer mehrjährige Management- und Führungserfahrung mit. Durch seinen umfangreichen Aufgabenbereich besitzt er ein breites Verständnis für eine Vielzahl von Themen, die in seiner zukünftigen Aufgabe im Zuge des Aufbaus an der Ahr von Relevanz sein werden. Darüber hinaus verfügt er über ein breites Netzwerk und Erfahrung in der Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Interessengruppen.

Der Vorstand des Zukunftsregion Ahr e.V. mit dem Vorsitzenden Guido Mombauer ist davon überzeugt, dass Christoph Klötzer fachlich wie persönlich bestens geeignet ist, die spannende und herausfordernde Aufgabe anzutreten. „Sein exzellenter beruflicher wie akademischer Werdegang und das dabei erworbene Knowhow wird ihm bei der Übernahme der neuen Aufgaben helfen“, begründet Guido Mombauer, dass die Wahl aus den zahlreichen Bewerbern auf ihn gefallen ist und führt weiter aus: „Als regional verwurzelter und vernetzter Mensch erfüllt er ein weiteres Kriterium, welches für meine Vorstandskollegen und mich bei der Wahl des Geschäftsleiters von besonderer Bedeutung war.“

Aufgabe des vor wenigen Monaten gegründeten Vereins Zukunftsregion Ahr ist es, Menschen und Organisationen so zu vernetzen, dass Projekte des Aufbaus zustande- und gut vorankommen. Ziel ist es, Akteure unter anderem aus der Wirtschaft, den Landes- und Kommunalverwaltungen, aus der Politik, dem Umwelt- und Naturschutz und aus Wissenschaft und Bildung zusammenzuführen, um eine Stärkung der Zukunftsfähigkeit der Ahrregion zu fördern, dies auch über die flutbetroffenen Bereiche hinaus. Zudem sollen Synergieeffekte unter anderem durch adäquaten Informations- und Wissenstransfer erzielt werden.

Mit der Installation eines Geschäftsführers konnte nun eine der ersten bedeutenden Aufgaben des Vereinsvorstandes erfolgreich abgeschlossen werden.

Christoph Klötzer freut sich auf die vor ihm liegenden Aufgaben: „Ich möchte in der Rolle als Geschäftsführer des Vereins Zukunftsregion Ahr e.V. einen möglichst großen Beitrag für einen nachhaltigen, resilienten und zukunftsfähigen Aufbau des Ahrtals leisten und dabei nicht nur das Alte wiederaufbauen, sondern zeitgleich auch Neues schaffen“, umschrieb Klötzer seine neuen Herausforderungen. Wir wünschen ihm auf diesem Weg alles Gute.