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Familiär und ganz schön aktiv – Nur zufriedene Gesichter beim Blankenheimer DRK

Blankenheim – Blankenheimer DRK-Ortsverein traf sich zur Jahreshauptversammlung im Landgasthof Cremer – Bereitschaft ist auf 55 aktive Mitglieder angewachsen – Rettungswagen angeschafft und Vorfreude auf eine neue Unterkunft –  Die Zahlen, die Angela Tack präsentierte, sind absolut beeindruckend. Die Blankenheimer DRK-Bereitschaft ist von 39 auf 55 aktive Mitglieder angewachsen. Die Helferstunden sind von etwas über 3200 im Jahr 2022 auf rund 5700 Stunden im Jahr 2023 geklettert. Und auch bei der Unterstützung des Rettungsdienstes bei Spitzenbedarf haben sich die Personalstunden von 874 im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt.

Kein Wunder also, dass bei der Jahreshauptversammlung des Blankenheimer DRK im Landgasthof Cremer nur zufriedene Gesichter zu beobachten waren. Denn es gab eigentlich nur gute Nachrichten. Der DRK-Vorsitzende Karl Werner Zimmermann zum Beispiel bekräftigte noch einmal, dass es in diesem Jahr endlich losgehe mit dem Bau einer neuen Unterkunft. Darüber hinaus bedankte er sich bei allen ehrenamtlich Engagierten. „Danke, dass ihr im Roten Kreuz seid und Gutes tut“, so Karl Werner Zimmermann.

Verbindliche Partner

In diesen Dank stimmte auch Blankenheims Bürgermeisterin Jennifer Meuren mit ein, die sich reichlich Zeit nahm für die Rotkreuzler. „Weil sie für uns als Gemeinde einfach sehr verbindliche Partner sind und wir eine sehr gute Kooperation pflegen“, so das Gemeindeoberhaupt. Sie sei sehr dankbar für das stetige Engagement der Ehrenamtler, aber auch für die Unterstützung bei besonderen Anlässen. Als Dank hatte sie stellvertretend für alle einen Blumenstrauß für Angela Tack mitgebracht, weil „sie für mich das Gesicht des DRK in Blankenheim ist“.

Eine gelungene Überleitung zu der Bereitschaftsleiterin, die neben den positiven Zahlen noch einiges mehr zu berichten hatte. „So haben wir 2023 zum ersten Mal persönliche Helfergespräche geführt“, sagte Angela Tack. Sie habe daraus ein sehr positives Feedback zum Vereinsleben mitgenommen. „Von fast allen Helfern wir die Bereitschaft als familiär bezeichnet“, freute sich die Leiterin über eine gute Stimmung im Team.

Das ist dementsprechend hoch motiviert und vielfältig im Einsatz. So unterstützen die Helferinnen und Helfern das DRK Köln bei Einsätzen im Rheinenergie-Stadion – etwa bei Fußballspielen oder bei Konzerten. „Diese Kooperation wird auch weitergeführt“, betonte Angela Tack, die mit ihrer Truppe inzwischen zur Einsatzeinheit Euskirchen gehört. Gemeinsam habe bereits zahlreiche Einsätze absolviert und zudem gemeinsame Fortbildungs- und Workshop-Veranstaltungen durchgeführt.

Wagen neu foliert

Beim Thema technische Ausstattung gab es auch einige Neuerungen. Neben dem Mannschaftswagen verfügen die Blankenheimer mit einem Ford Ranger über ein geländegängiges Fahrzeug, das beim Kreisverband angeschafft wurde, und auch von der Wasserwacht genutzt werden kann. Um den alten Rettungswagen zu ersetzen, sind die Blankenheimer im vergangenen Jahr zudem in den Süden Deutschlands gefahren, um eine gebrauchte Neuerwerbung abzuholen. „Da der Wagen gelb war, mussten wir ihn komplett umfolieren“, berichtet Angela Tack mit einem Lächeln.

Eine Aktion, die sich natürlich auch finanziell bemerkbar machte. Davon konnte Schatzmeisterin Franziska Reiners berichten. Trotz zweier leicht negativer Jahresabschlüsse in Folge verfüge der Ortverein noch immer über einen fünfstelligen Kassenbestand. Dieses Ergebnis konnten die Blankenheimer vor allem durch ihre Einsatzdienste erzielen, die reichlich Geld in die Vereinskasse spülen. Einen Beitrag leistet auch das Blutspende-Team.

36.975 Blutspenden

Leiterin Luzia Elz konnte berichten, dass nach einem leichten Einbruch in 2022 wieder ein Aufwärtstrend zu verzeichnen ist. „Wir hatten im vergangenen Jahr 599 Spender, was ein Plus von 8,7 Prozent bedeutet“, so die Leiterin der Blankenheimer Blutspende-Truppe, die nach der Pandemie auch endlich wieder ein Buffet anbieten konnte. „Das gemeinsame kochen und vorbereiten tut uns allen auch wieder gut“, berichtete Luzia Elz, die feststellen konnte, dass in Blankenheim seit Beginn der Aufzeichnungen insgesamt 36.975 Blutspenden getätigt wurden.

Weniger gute Nachrichten hatte dann leider Julia Etzkorn im Gepäck. Denn die Leiterin des Jugendrotkreuzes in der Ahr-Gemeinde musste aufgrund ihres beruflichen Werdegangs etwas kürzertreten. Zwar wurden noch diverse Gruppenstunden abgehalten und Ausflüge unternommen, aber die Zahl der teilnehmenden Kinder sank von neun auf sechs. „Leider konnte bislang niemand gefunden werden, der die Jugendgruppe künftig leiten möchte, so dass wir das Jugendrotkreuz aktuell ruhend stellen müssen“, sagte Julia Etzkorn.

Beim Blick in die Runde der zahlreichen Mitglieder wurde einem aber nicht bange, dass die agile Blankenheimer Truppe auch diese Herausforderung gemeinsam meistern wird. Die Vorsitzende Manuela Schildhauer und ihr Stellvertreter Franz Willems strahlten am Abend jedenfalls Zuversicht aus und natürlich wurde die Gelegenheit genutzt, um langjährige Mitglieder zu ehren. Seit zehn Jahren dabei sind Brigitte Weidemann und Jana Linden. Für 15-jährige Mitgliedschaft wurde Luzia Elz ausgezeichnet, bevor der Abend mit einem zünftigen Essen und einem geselligen Beisammensein sein Ende nahm.

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Kreissparkasse Ahrweiler unterstützt das donum vitae

Ahrweiler – Der Verein donum vitae Kreis Ahrweiler hat eine großzügige Spende von der Kreissparkasse Ahrweiler erhalten. Die Spende dient zur Finanzierung der Kosten der staatlich anerkannten Beratungsstelle. Unter anderem wird hierdurch die Möglichkeit zur Beratung und Unterstützung in Schwangerschaftsfragen und im Schwangerschaftskonflikt gewährleistet. Darüber hinaus informiert das donum vitae in allen Fragen rund um die Schwangerschaft und Sexualität nach dem Beratungskonzept von donum vitae.

„Die Vereine und das Vereinsleben sind ein essentieller Bestandteil unserer Gesellschaft und unserer Region. Ohne Vereine und das ehrenamtliche Engagement ihrer Mitglieder wären viele Dinge nicht mehr möglich. Dies zeigt sich auch hier wieder. Grade in schwierigen Situationen ist eine Schwangerschaftsberatung äußerst hilfreich. Es ist schön zu sehen, mit welchen Engagement hier gearbeitet wird. Wir freuen uns, dass wir auch so außergewöhnliche Themen unterstützen können. So gelingt es uns unseren Beitrag zur Förderung des Vereinslebens, der Menschen vor Ort und der gesamten Region leisten können“, erklärt René Schell Leiter des BeratungsCenters der Kreissparkasse Ahrweiler in Ahrweiler.

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„Starlink“-Systeme und Satellitentelefone an Städte, Kommunen und Hilfsorganisationen im Kreis Euskirchen verteilt

Mechernich/Euskirchen – „Meilenstein für Bevölkerungsschutz“ – Auch Feuerwehr Mechernich und DRK ausgestattet – Auf Katastrophen vorbereitet – Alle elf Städte und Gemeinden, die Polizei sowie vier Hilfsorganisationen im Kreis Euskirchen sind mit insgesamt 16 Satellitentelefonen ausgestattet worden. Zusätzlich gab es zwei Starlink-Systeme für die Polizei und das THW.

Selbstverständlich ging dabei auch jeweils ein System an das Rote Kreuz im Kreis Euskirchen und an die Freiwillige Feuerwehr Mechernich – um im Katastrophenfall stets „up to date“ bleiben und schnell sinnvolle Maßnahmen ergreifen zu können.

„Im Grunde geht es darum, im Ernstfall weiterhin Kontakt zum Krisenstab des Kreises halten zu können. Dieser kann Nachrichten und Informationen bündeln und an uns weiterleiten. Genauso geht es auch anders herum“, erklärte Jens Schreiber, Chef der Mechernicher Feuerwehr, nun gegenüber der Agentur ProfiPress.

Für den Kreisverband Euskirchen des Roten Kreuzes hatte Lars Klein, Kreisbereitschaftsleiter der Einsatzdienste, ein Gerät entgegengenommen. Somit ist auch das Rote Kreuz im Kreis bestens auf mögliche Katastrophen vorbereitet.

Wissen, was passiert

Das System kommt bei Katastrophen beispielsweise an der Schnittstelle zwischen dem Kreis Euskirchen und der Mechernicher Stadtverwaltung zum Einsatz: dem Feuerwehrgerätehaus in Mechernich.

Ausschlag hatte die Flutkatastrophe im Jahr 2021 gegeben. Schreiber: „Hier waren Telefon- und Funkverbindungen abgerissen. Wir konnten die Lagemeldungen aus Mechernich nur per Boten an den Führungs- und Krisenstab beim Kreis Euskirchen überbringen. Überhaupt zum Kreishaus hinzukommen war aufgrund vieler gesperrter und zerstörter Straßen nicht einfach.“

Die moderne Kommunikationstechnologie des US-amerikanischen Anbieters „SpaceX“ sowie die Satellitentelefone sollen dies in Zukunft ändern und helfen, in Notlagen schnell und präzise handeln zu können.

„Noch besser aufgestellt“

„Das ist ein weiterer Meilenstein für den Bevölkerungsschutz im Kreis Euskirchen“, sagte auch der sichtlich erfreute Landrat Markus Ramers bei der Übergabe am Kreishaus: „Mit Blick auf die Kommunikation im Krisen- und Katastrophenfall sind wir nun noch besser aufgestellt.“

Neben der Flut habe nämlich auch die drohende Energiemangellage gezeigt, dass eine ausfallsichere Kommunikation der Leitstelle mit den Einsatzkräften, den Hilfsorganisationen, der Polizei und den Kommunen von entscheidender Bedeutung sei. Dazu habe der Kreis bereits im vergangenen Jahr „Starlink“-Satellitensysteme angeschafft, mit denen man kurz nach der Flut gute Erfahrungen gemacht habe.

Kreistag bewilligte 100.000 Euro

Mit der Polizei und dem THW habe man nun den Lückenschluss geschafft, so Martin Fehrmann, Leiter der Abteilung Gefahrenabwehr, und damit weitere Partner in das „Full-Use-Konzept“ des Kreises aufnehmen können. Kommuniziert wird dann per Internet, über „Starlink“-Satelliten in der Erdumlaufbahn.

Letzter Baustein im Konzept seien nun die hochmodernen Satellitentelefone auf „Inmarsat“-Basis, die nun ebenfalls an die Städte und Gemeinden sowie an die Hilfsorganisationen DRK, MHD, THW und DLRG sowie die Polizei übergeben wurden. Das Gesamtpaket hat einen Anschaffungswert von rund 100.000 Euro – Geld, das vom Kreistag für den Bevölkerungsschutz einstimmig bewilligt worden war.

„Kommunikationsausfallstufe zwei abgedeckt“

„Wenn im schlimmsten Fall sowohl Fest- als auch Mobilnetz ausfallen und selbst die Starlink-Systeme nicht mehr funktionieren, dann haben wir immer noch die geostationären »SAT-Systeme«“, betonte Martin Fehrmann. Damit könne man nicht nur telefonieren, sondern auch Daten übertragen: „Somit haben wir die Kommunikationsausfallstufe zwei auch abgedeckt.“

Pressesprecher Wolfgang Andres: „Der Kreis Euskirchen dürfte damit landesweit der einzige Kreis sein, der sich zur Sicherstellung der Kommunikationswege sowohl in der polizeilichen wie der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr so breit aufgestellt hat.“

Und Landrat Markus Ramers bilanzierte: „Damit haben wir unser Kommunikationspaket für einen Katastrophenfall sinnvoll abgerundet – und hoffen doch alle, dass wir es nie benötigen!“

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„Schönen Dank für die Nächstenliebe“ – Sternsinger aus Alken bringen den Segen ins Bundeskanzleramt

Region/Trier/Berlin/Alken – Seit 1984 bringen die Sternsinger jedes Jahr ihren Segen ins Bundeskanzleramt. Mit von der Partie sind auch immer Kinder und Jugendliche aus dem Bistum Trier. „Gemeinsam für unsere Erde – in Amazonien und weltweit“ lautet das Motto der laufenden, 66. Aktion Dreikönigssingen, mit dem 108 Sternsingerinnen und Sternsinger – darunter auch Johanna (17), Emma (16), Jakob (15) und Nils (14) sowie Begleiterin Anja Isaak aus der Gemeinde St. Michael in Alken – am 8. Januar bei Bundeskanzler Olaf Scholz offene Türen einrannten. „Schönen Dank für all das, was ihr unternehmt, schönen Dank für die Bereitschaft, füreinander einzustehen, für die Nächstenliebe und für Euer Verständnis, dass wir auf dieser Welt alle füreinander verantwortlich sind“, dankte der Bundeskanzler dem königlichen Besuch beim dritten Sternsingerempfang in seiner Amtszeit. „Der Amazonas ist bedeutsam für die Qualität des Lebens auf der ganzen Erde“, lobte Scholz den Einsatz der Sternsinger für die Bewahrung der Schöpfung und das Recht aller Kinder weltweit auf eine gesunde Umwelt. Es sei wichtig, Klimawandel und Entwaldung zu stoppen, machte der Bundeskanzler unmissverständlich deutlich.

Domvikar Dr. Stefan Ottersbach, Bundespräses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), bedankte sich im Namen der Aktionsträger bei Bundeskanzler Olaf Scholz für die Einladung und erklärte zum aktuellen Sternsinger-Thema: „Wir wollen mit unserem Beispiel dem Hilferuf aus Amazonien eine Stimme geben. Und wir hoffen, dass Sie uns bei unserem Engagement unterstützen. Wir brauchen Menschen, die sich auch hier bei uns für die Einheit von Mensch und Natur einsetzen. Ich bitte Sie, gemeinsam mit uns dafür Sorge zu tragen, dass unsere Hoffnung nicht vergebens ist und wir gemeinsam für unsere Erde einstehen.“ Ottersbach hatte gemeinsam mit Pfarrer Dirk Bingener, Präsident des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger‘, die engagierten Kinder und Jugendlichen ins Bundeskanzleramt begleitet.

Seit 1984 bringen die Sternsinger jedes Jahr ihren Segen ins Bundeskanzleramt. Aus allen Himmelsrichtungen reisen sie in ihren prächtigen Gewändern, mit ihren goldenen Sternen und glänzenden Kronen in die Bundeshauptstadt. Jeweils vier Königinnen und Könige aus allen 27 Bistümern repräsentieren dabei alle Kinder und Jugendlichen, die sich bundesweit an der Aktion beteiligen.

Seit dem Start der Aktion 1959 kamen beim Dreikönigssingen insgesamt rund 1,31 Milliarden Euro zusammen, mit denen Projekte für benachteiligte und Not leidende Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa gefördert wurden. Mit den Mitteln aus der weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder werden Projekte in den Bereichen Bildung, Ernährung, Gesundheit, Kinderschutz, Nothilfe, pastorale Aufgaben und soziale Integration unterstützt. Bundesweite Träger sind das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).

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evm warnt vor Betrügern an der Haustür

Region/Mayen-Koblenz – Herren in roten Jacken geben sich als Zählerableser aus – Die Energieversorgung Mittelrhein (evm) erhält seit Kurzem vermehrt Beschwerden über Personen, die sich an der Haustür als Mitarbeitende des Unternehmens ausgeben, um Zugang zum Zähler zu bekommen. Aufgefallen sind Herren in roten Jacken zum Beispiel in Kruft.

Das Ziel ist dabei immer Datenklau. Denn schon mit wenigen Daten können Betrüger so einiges anrichten – bis hin zum Lieferantenwechsel. Die evm bittet daher alle Menschen in der Region, vorsichtig zu sein und immer zu überprüfen, ob die Person, die vor ihnen steht, wirklich von der evm kommt. Das geht über den Dienstausweis, den alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Unternehmens mit sich führen.

Oder indem die Identität beim evm-Kundenservice unter 0261 402-11111 verifiziert wird. „In jedem Fall sollten Betroffene nicht einfach sensible Daten wie die Zählernummer, Namen oder Bankverbindung rausgeben, ohne dass sie sich sicher sind, wer dort vor ihnen steht. Das gilt übrigens auch am Telefon“, erklärt evm-Sprecher Marcelo Peerenboom.

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Politik

CDU-Kreisvorstand im Gespräch mit Landwirten im Kreis Ahrweiler

Ahrweiler – Christdemokraten unterstützen Bauern im Einsatz gegen einseitige Belastungen durch die Ampel-Koalition – Der CDU-Kreisvorstand Ahrweiler führte jetzt bei seiner aktuellen Vorstandssitzung einen Meinungsaustausch mit Vertretern der Landwirtschaft. Die CDU-Kreisvorsitzende Petra Schneider MdL konnte in dieser Runde den Vorsitzenden des Kreisbauern- und Winzerverbandes, Franz-Josef Schäfer, sowie dessen Vorstandskollegen Jürgen Radermacher begrüßen. Am bundesweiten Aktionstag der Landwirte besprach man die Auswirkungen der von der Ampel-Koalition ins Auge gefassten Einschnitte. Die CDU im Kreis Ahrweiler steht uneingeschränkt an der Seite der Landwirtschaft. Auch für die aktuellen Protestaktionen der Landwirtschaft äußerten die Mitglieder des Kreisvorstandes großes Verständnis.

Schäfer und Radermacher machten klar, dass die deutsche Landwirtschaft im europäischen Binnenmarkt einem harten Wettbewerb ausgesetzt sei. In vielen Nachbarländern wie Frankreich oder Polen erhielten ihre Berufskollegen höhere Subventionen. Gerade im Kreis Ahrweiler mit dem Schwerpunkt auf bäuerliche Familienbetriebe müssten alle mit anpacken, um einen Hof überlebensfähig zu halten. Lob seitens der CDU gab es für den diszipliniert und konstruktiv abgelaufenen Protesttag am 8. Januar. Dies betonte die CDU-Kreis­vorsitzende Petra Schneider MdL, die gemeinsam mit ihrem Kollegen Horst Gies MdL an der Kundgebung teilgenommen hat. Gies sprach in seiner Funktion als Vorsitzender des Ausschusses für Landwirtschaft und Weinbau im rheinland-pfälzischen Landtag zu den Teilnehmern der Kundgebung. Vertreter von SPD und FDP sah man dort leider nicht.

Sehr kritisch reagierten die Christdemokraten auch auf die „Krokodilstränen“ derjenigen Parteien im Kreis Ahrweiler, die die Koalition in Berlin tragen. Gerade die AW-GRÜNEN sollten sich statt unglaubwürdiger Solidaritätsbekundungen lieber bei den Verantwortlichen ihrer Partei in der Bundesregierung für eine vollständige Rücknahme der Belastungen einsetzen. Im Gegensatz zu seinen grünen Kollegen im Kreis Ahrweiler teilte nunmehr der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Kreistag, Wolfgang Schlagwein, bei der Bauernkundgebung vor Ort mit, dass er für die vollständige Umsetzung der vorgesehenen Kürzungen sei. „Was gilt denn nun für die Grünen hier im Kreis Ahrweiler?“, so fragen die Christdemokraten.

Horst Gies erklärte dazu: „So geht man nicht mit denjenigen um, die uns mit heimischen Produkten ernähren, die Landschaft pflegen und erhalten und dazu in einer Symbiose mit Tourismus, Hotellerie und Gastronomie die heimische Wirtschaft nach der Flut im Ahrtal wieder aufbauen und am Laufen halten.“ Man war sich beim Gespräch des CDU-Kreisverbandes mit der Vertretern der Landwirtschaft einig: die einseitige Belastung der Landwirtschaft bleibt. Nach wie vor muss nach Verlautbarungen der Ampel-Koalition eine Milliarde Euro im Agrarhaushalt des Bundes eingespart werden. Die CDU-Kreisvorsitzende Petra Schneider erklärte abschließend: „Die Ampel-Regierung in Bund und Land ist eine Gefahr für unsere Bauern und Winzer im Kreis Ahrweiler.“

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Wirtschaft

Wirtschaftsregion Aachen befürchtet massive Nachteile für die Papierindustrie

Aachen – Der Strukturwandel im Rheinischen Revier kostet bereits mehr als 10.000 Arbeitsplätze. „Durch aktuelle Planungen des Bundeswirtschaftsministeriums sind jetzt rund 10.000 weitere Jobs in der heimischen Papierindustrie und ihren Zulieferbetrieben gefährdet“, warnt Michael F. Bayer, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen, und fordert deshalb gemeinsam mit Bundestagsabgeordnetem Thomas Rachel, Dr. Stefan Cuypers, Geschäftsführer der Vereinigten Industrieverbände (VIV) Düren, und Jens Bröker vom Kreis Düren: „Die betroffenen Unternehmen benötigen dringend Zugang zu grünem Wasserstoff, um sich zukunftssicher aufzustellen.“

Im Zuge der Energiewende sollen nach dem Wunsch der Politik möglichst viele Industriebereiche elektrifiziert werden, um CO₂-Emissionen zu reduzieren. „Das wird in der Papierindustrie – anders als vom Bundeswirtschaftsministerium beabsichtigt – nicht funktionieren“, betont Bayer und verweist auf ein aktuelles Gutachten, beauftragt vom Wasserstoff-Netzwerk Hydrogen Hub Aachen, das heute während einer gemeinsamen Pressekonferenz in Düren vorgestellt wurde: Die IHK Aachen, der VIV Düren und der Kreis Düren fordern als Konsequenz, die hiesige Papierindustrie in die Planungen zum deutschen Wasserstoff-Kernnetz aufzunehmen.

Laut dem Gutachten, das von dem international erfahrenen Papier-Experten Dr. Peter Kramp erstellt wurde, ist eine Direktelektrifizierung von Papierfabriken wirtschaftlich nicht darstellbar. „Große Papierfabriken würden bei einer Elektrifizierung ihrer Papiertrocknungsprozesse Strommengen benötigen, die etwa dem jährlichen Verbrauch der Einwohner Kölns entsprechen“, betont Kramp. Aktuell werden diese Strommengen in Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen auf Basis von Erdgas am jeweiligen Standort erzeugt. Würden diese Anlagen nicht mehr benötigt, wären Abschreibungen in zweistelliger Millionenhöhe notwendig. Da dann auch das Biogas, das bislang aus eigenen Kläranlagen und Produktionsrückständen gewonnen wird, nicht mehr genutzt werden könnte, wäre zudem ein funktionierender effizienzoptimierter Energie-Kreislauf zerstört. „Durch die aufwändige und kostspielige Entsorgung von bislang gut nutzbaren Produktionsrückständen kämen zusätzliche Kosten zwischen vier bis sechs Millionen Euro pro Jahr auf die jeweils betroffenen Unternehmen zu“, skizziert der Experte die möglichen Folgen.

Ein weiteres Hindernis für die Direktelektrifizierung ist die fehlende Netzinfrastruktur: Die benötigten Strommengen könnten nur über Hochspannungsleitungen bereitgestellt werden, die jedoch nicht an jedem Produktionsstandort vorhanden sind und gegebenenfalls erst gebaut werden müssten. Ein Anschluss an das Hochspannungsnetz würde durch die dann anfallenden Netzentgelte für weitere finanzielle Belastungen der Unternehmen sorgen.

„Die Entscheidungen für die Dekarbonisierung der Industrie auf Bundesebene werden jetzt getroffen. Deshalb ist es unabdingbar, auch die Papierindustrie in den Kreisen Düren und Euskirchen in das Wasserstoff-Kernnetz einzubinden“, betont Bundestagsabgeordneter Thomas Rachel. „In Sachen Wasserstoff ist die Region bereits gut aufgestellt. Der Branchenfokus des Kernnetzes muss nun um Bereiche wie die Papierindustrie unbedingt erweitert werden, sonst sind deren Standorte in unserer Region gefährdet.“

Stefan Cuypers sagt: „Die Papierindustrie benötigt im Verhältnis zu anderen Branchen unbedingt einen diskriminierungsfreien Zugang zum Wasserstoffkernnetz. Viele unserer Mitgliedsunternehmen der Papierindustrie wären schon heute in der Lage, in kurzer Zeit auf Wasserstoff umzurüsten und damit klimaneutral zu produzieren, wenn der Brennstoff in ausreichenden Mengen und zu wettbewerbsfähigen Preisen verfügbar wäre. Bei der aktuellen Planung des Wasserstoffkernnetzes wird aber auch grundsätzlich die große Bedeutung unseres Verbandsgebietes als Industriestandort verkannt. Immerhin sind rund 25.000 Mitarbeiter in unseren Mitgliedsbetrieben beschäftigt. Es kann nicht sein, dass eine zentrale Transportleitung für Wasserstoff unsere Wirtschaftsregion quert, westlich und östlich Ausspeisezonen vorsieht und demgegenüber die Industrieregion Düren-Euskirchen übergangen wird.“

Jens Bröker, Referatsleiter für Wandel und Entwicklung des Kreises Düren, hebt die Bedeutung der Papierindustrie für einen erfolgreichen Strukturwandel vom Braunkohlerevier hin zu einem nachhaltigen Industriestandort hervor: „In der Papierindustrie mit ihren Zulieferern geht es mindestens um weitere 10.000 Jobs in der Region, die wir erhalten wollen. Die zukünftige Versorgung der Branche mit Wasserstoff ist hierfür die Grundlage.“ Bröker verweist auf laufende Gespräche mit den Fernleitungsnetzbetreibern, um zusätzliche Ausspeisepunkte in der Region vorzubereiten. Zugleich appelliert er an Unternehmen, den Netzbetreibern potenzielle Wasserstoffbedarfe zu melden: „Nur wenn klar ist, wo Wasserstoff abgenommen wird, kann auch die Infrastruktur gebaut werden.“

Michael F. Bayer unterstreicht die Bedeutung von grünem Wasserstoff für die gesamte Wirtschaft in der Region: „Wir sehen einen großen Bedarf an Wasserstoff, insbesondere in der Metall- oder Glasindustrie. Die ebenfalls großen Bedarfe der Lebensmittel- oder Papierindustrie werden in den bisherigen Infrastrukturplanungen des Bundeswirtschaftsministeriums jedoch noch nicht berücksichtigt. Und auch die Kupferindustrie ist wegen der Fokussierung auf Stahl und Eisen verunsichert, ob sie Zugang zu grünem Wasserstoff erhält. Das muss sich dringend ändern, um den Strukturwandel erfolgreich zu meistern.“

 

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NRW Ministerpräsident Hendrik Wüst zum Tod von Franz Beckenbauer

Region/Düsseldorf – Der Fußballspieler, Trainer und Funktionär Franz Beckenbauer ist am 7. Januar 2024 im Alter von 78 Jahren verstorben. Der Fußball-Weltmeister von 1974 und Europameister von 1972 wurde im Jahr 2009 mit dem Landesverdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Die Welt trauert um den ‚Kaiser‘. Mit Franz Beckenbauer verliert der Fußball einen seiner ganz großen Helden, ein Jahrhunderttalent und einen Botschafter des Sports. In seiner Karriere als Spieler und Trainer der deutschen Nationalmannschaft und des FC Bayern Münchens hat er den deutschen Fußball auf die Weltbühne gebracht.

Doch Franz Beckenbauer war nicht nur ein außergewöhnlicher Spieler. So war er Chef des Organisationskomitees für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006, bei der ein Viertel aller Spiele allein in Nordrhein-Westfalen stattfanden. Von hier aus ging eine Botschaft des herzlichen und friedvollen Miteinanders um die Welt. Das bleibt in Erinnerung.

Auch außerhalb des Platzes wird Franz Beckenbauer fehlen. Mit seiner Stiftung hat er sich seit Jahrzehnten für Menschen mit Behinderungen und Personen, die krank oder unverschuldet in Not geraten sind, eingesetzt. Sein Charisma und seine Fähigkeit, Menschen zu inspirieren und zu motivieren, werden uns fehlen. In Gedanken trauern wir mit seiner Familie und seinen Freunden.“

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Landwirte protestierten auch auf Mechernicher Straßen

Mechernich – Es sind auffallend viel junge Landwirte, die am Montagmorgen auf dem Parkplatz am Mühlenpark zwischen den Traktoren stehen. Einer davon ist Lukas Esser aus Rißdorf, den das nicht wundert. „Wir haben das ganze Berufsleben noch vor uns und bei diesen politischen Entscheidungen sehen wir unsere Zukunft als Landwirte in Gefahr“, betont der 28-Jährige. Gemeinsam mit seinem Rißdorfer Berufskollegen Andreas Nöthen hat er daher die Protestfahrt auf überwiegend Mechernicher Straßen angemeldet.

Denn ihnen ist wichtig, dass es ein gesitteter und ordentlicher Protest werden soll. „Es geht uns um die Sache“, betont Lukas Esser, der zufrieden ist mit der Resonanz auf seinen Aufruf per WhatsApp-Gruppe. Rund 110 große Gefährte zählten die Organisatoren am Morgen. Darunter waren nicht nur Traktoren, sondern auch zahlreiche Lastwagen von Gartenbauern oder Bauunternehmen, die sich mit dem Protest der Landwirte solidarisieren.

Pünktlich um 7 Uhr hatten sich die Protestteilnehmer auf dem Parkplatz am Mühlenpark versammelt, um dann Richtung Autobahn-Auffahrt Wisskirchen zu fahren. Später am Morgen gab es dann eine zweite Runde, die schließlich zur Kundgebung nach Euskirchen führen sollte.

Viel Solidarität

„Eine Komplettsperrung wollten wir nicht, wir wollten den Verkehr nur ,etwas entschleunigen‘“, ist aus den Reihen der Landwirte zu hören. Dabei erfahren sie immer wieder Solidaritätsbekundungen. Am Mühlensee etwa winken zwei Frauen dem Tross aufmunternd zu und sogar Autofahrer, die gezwungen sind, mit 20 km/h über die Bundesstraße zu schleichen, bekunden mit Lichthupe ihre Solidarität.

Entzündet hatte sich der Unmut der Landwirte an geplanten Kürzungen im Zuge der Haushaltskrise. Die Bundesregierung hat die Pläne inzwischen wieder in großen Teilen zurückgedreht. Ein guter Kompromiss? Volker Scheidtweiler findet nicht. „Das, was jetzt zurückgedreht wurde, soll anschließend im Agrarhaushalt wieder eingespart werden. Dann fehlt uns das Geld später an anderer Stelle“, sagt der Wachendorfer Landwirt, der ebenfalls von seiner Tochter begleitet wird, weil es eben um die Zukunft der Landwirte geht.

Dazu passend haben die Mechernicher Bauern und ihre Mitstreiter ihre Traktoren mit den entsprechenden Schildern ausgestattet. „Gesetze und Regeln ohne Verstand, es sterben die Bauern sowie das ganze Land“, ist auf einem Schild zu lesen, das an einem kleinen roten Massey Ferguson hängt, dessen Fahrer bei Minustemperaturen und Schnee hart gesotten sein muss.

Auf dem nächsten Schild bricht sich der Unmut in einem Wortspiel Bahn. „Schluss mit dem gehAMPEL!“, ist darauf zu lesen. Und Lukas Esser aus Rißdorf betont nicht nur seine Zukunftssorgen, sondern auch die der ganzen Branche. Daher steht auf seinem Schild am Frontlader: „Betreibt die Regierung weiter Schmuh, geht auch des nächsten Bauern Türe zu!“

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Zimmerer Lukas Schäfer ausgezeichnet – Prüfungsbester für die Region Mosel-Eifel-Hunsrück

Prüm/Sülm/Niersbach – Lukas Schäfer hatte bei der letzten Gesellenprüfung im Zimmererhandwerk die beste Prüfung in der Mosel-Eifel-Hunsrück Region abgelegt. Der Vorsitzende vom Gesellenprüfungsausschuss Peter Nosbers und der Obermeister der Holzbau- und Zimmerer-Innung Westeifel Michael Fandel hatten Lukas Schäfer dafür im Rahmen des regelmäßigen Zimmerer-Innungsstammtischs im Dezember ausgezeichnet und ein Präsent überreicht. Der 22-Jährige aus Sülm hat bei Innungsmitglied Holzbau Elsen OHG aus Niersbach seine Ausbildung absolviert.