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Landrat Dr. Saftig überreicht Ehrenpreise der Landwirtschafts-Kammer

Region/Kreis MYK, 16.12.2020 – Einmal im Jahr prämiert die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz die besten Weine und Sekte aus den verschiedenen Anbaugebieten des Landes. Da die Prämierungsfeier Corona-bedingt ausfallen musste, überreichte Landrat Dr. Alexander Saftig die Auszeichnungen an die Gewinner aus dem Landkreis Mayen-Koblenz.

Mayen-Koblenzer Winzer ausgezeichnet. Foto: Kreisverwaltung MYK

Für das Anbaugebiet Mittelrhein durfte sich das Weingut Florian Weingart aus Spay über den Ehrenpreis des Landkreises Mayen-Koblenz freuen. Der Ehrenpreis für die Mosel ging an den Winzerhof Künster aus Niederfell.  „Wir können stolz sein auf unsere hervorragenden Weine. Sie sind von hoher Qualität. Das bestätigen die zahlreichen Auszeichnungen, die unsere Winzer erhalten, immer wieder“, freute sich Dr. Alexander Saftig. Die verliehenen Ehrenpreise beziehen sich nicht auf einen bestimmten Wein oder Sekt, sondern auf die durchgehend hohe Qualität eines Erzeugers und stellen damit eine Auszeichnung des Betriebes dar.

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Schieferland rund um Kaisersesch im SWR Fernsehen – „Fahr mal hin“

Kaisersesch, 16.12.2020 – Am Freitag, den 18. Dezember 2020, um 18:15 Uhr präsentiert das SWR Fernsehen in der Sendereihe „Fahr mal hin“ das Schieferland rund um Kaisersesch.

„Wo Zeit noch selbst gemacht, wo Landschaft natürlich gepflegt wird und die Menschen etwas knorzig daherkommen, da ist das Land des Schiefers. Rund um Kaisersesch in der Eifel. Fahr mal hin ist unterwegs nördlich der steilen Flanken des Moseltals, wo die Eifelhöhen sich ganz allmählich aufschwingen. Kleine Dörfer liegen verstreut. Es ist eine Gegend, wo man Zeit hat für kleine Entdeckungen, wie im Kirchturm von Müllenbach: Hier wird schon immer Zeit gemacht…“

Das sind ein paar Eindrücke von Dipl. Geograph Christoph Würzburger, Autor und Reporter, der besondere Menschen und Orte im Schieferland besucht hat und in seinem Fernsehbeitrag ihre Geschichten erzählt.

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Stadt Jülich schenkt Freude – Ein Weihnachtsgruß für alte Menschen in Zeiten von Corona

Jülich, 16.12.2020 – In diesem Jahr ist alles anders. „Das Pandemiegeschehen hat uns allen viel abverlangt“, sagt Bürgermeister Axel Fuchs. Ganz besonders aber sind Menschen im hohen Alter durch die Corona-bedingten Kontaktbeschränkungen von sozialer Isolation betroffen. Rund 2300 Bürgerinnen und Bürger im Alter von 80 Jahren aufwärts leben derzeit in der Stadt.

Gerade in der Vorweihnachtszeit und an den Weihnachtstagen ist die Isolation von Familie und Freunden für viele schmerzlich. „Wir möchten zu Weihnachten ein wenig Freude zu den alten und sehr alten Menschen in Jülich bringen,“ erklärt Beatrix Lenzen, Sozialplanerin im Amt für Familie, Generationen und Integration, „so ist die Idee entstanden, Weihnachtsgrußtaschen zu packen und mit Hilfe vieler freiwilliger Helferinnen und Helfer an Haushalte mit Menschen ab dem Alter von 80 Jahren aufwärts zu verteilen.“ 1300 Weihnachtstaschen mit Beschäftigungsmaterial wurden nun gepackt.

Ein Jülicher Kreuzworträtsel, Anleitung für Seniorengymnastik zu Hause, Knobelaufgaben für das Gedächtnistraining, Mandalas zum Ausmalen und nützliche Informationen für Seniorinnen und Senioren finden sich in den Weihnachtstüten und natürlich der Weihnachtsgruß des Bürgermeisters. Und dazu 200 besondere Weihnachtstaschen für demenziell veränderte Menschen, die Beschäftigungsmaterial zur Anregung der Sinne erhalten, wie z.B. Weihnachtsgewürze. Zusätzlich nähte die Initiative „Nähen für den guten Zweck – Jülich“ 200 gefüllte kleine Kissen für die sensorische Förderung. Die Schülerinnen und Schüler der fünf Jülicher Grundschulen gestalteten liebevoll 600 individuelle Weihnachtskarten und – briefe für die alten Menschen. Sevdije Haxha, städtische Quartiersentwicklerin, freute sich über Unterstützung durch den Tischtennisverein TTC indeland Jülich beim Packen der Weihnachtstüten.

Bereits seit 3 Jahren besteht im Nordviertel eine gute Kooperation mit dem Verein zur Förderung des Seniorensports. Noch vor Weihnachten werden die städtischen Weihnachtsgrüße von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, wie z.B. den Besuchsdiensten der Pfarrei Heilig Geist, den städtischen NAH-Netzwerken, einigen Ortsvorstehern und vielen Einzelpersonen an die Haustüren alter Menschen in Jülich gebracht. Auch alle drei Altenpflegeheime erhalten Weihnachtstüten für ihre Bewohnerinnen und Bewohner. Besondere Unterstützung für die Aktion leistet der 2018 in Jülich gegründete Verein MenschSein e.V. Stephan Weinberger, Vorsitzender des Vereins, war sofort bereit, mit einer großzügigen Spende zur Anschaffung von Materialien und mit Tatkraft beim Packen zu helfen.

 

 

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Ab dem 16. Dezember: „Notbetrieb“ in der Kreisverwaltung Euskirchen – Publikumsverkehr nur noch in absoluten Ausnahmefällen

Euskirchen, 16.12.2020 – Kreisverwaltung und Rathäuser schließen zwischen Weihnachten und Neujahr. Angesichts der hohen Infektionszahlen und des bundesweit geltenden Lockdowns werden die Kreisverwaltung Euskirchen und die Rathäuser in den elf Städten und Gemeinden vom 24. Dezember 2020 bis zum 3. Januar 2021 für den Publikumsverkehr komplett geschlossen. Dies haben Landrat Markus Ramers und die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in einer Videokonferenz am heutigen Dienstag einvernehmlich abgestimmt. Selbstverständlich werden Kreis und Kommunen „zwischen den Jahren“ einen telefonischen Notdienst anbieten.

„Bund und Länder haben aufgrund der hohen Coronazahlen beschlossen, das öffentliche Leben in ganz Deutschland weitestgehend herunterzufahren. Es geht jetzt darum, Kontakte so weit wie möglich zu reduzieren“, so Ramers.  Daher geht die Kreisverwaltung in Euskirchen bereits ab dem morgigen Mittwoch, 16. Dezember, in eine Art Notbetrieb. Konkret heißt das: In der Verwaltung wird zwar weitergearbeitet, aber der Publikumsverkehr wird auf ein absolutes Minimum reduziert. „Wir sind nach wie vor für unsere Kundinnen und Kunden da, bitten aber dringend darum, auf persönliche Besuche in der Verwaltung zu verzichten“, so Ramers. Die Bürgerinnen und Bürger können ihre Anliegen per Telefon, E-Mail oder Brief vorbringen. Wenn das in Ausnahmefällen nicht möglich sein sollte, ist eine Terminvereinbarung unbedingt erforderlich. Mit dieser Regelung verfolge man nicht nur das Ziel, die Ausbreitung von Corona einzudämmen, sondern man schütze damit auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, so dass die Arbeitsfähigkeit der Verwaltung aufrechterhalten werden könne.

„Intern geht die Arbeit bei uns weiter“, betont der Landrat. „Selbstverständlich läuft das Gesundheitsamt auch im Lockdown unter Volllast, weitere Abteilungen wie das Jugendamt sind natürlich auch an den Feiertagen in Bereitschaft.

INFO-KASTEN Kreisverwaltung:

16. Dezember 2020 – 10. Januar 2021: Publikumsverkehr nur in absoluten Ausnahmefällen und nach Terminvereinbarung. Kontaktdaten: www.kreis-euskirchen.de oder Tel. 02251 / 15-0.

24. Dezember – 3. Januar 2021: Die Kreisverwaltung und alle Nebenstellen sind für den Publikumsverkehr geschlossen. Dann sind auch keine Privatanlieferungen im Abfallwirtschaftszentrum möglich.

 

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Ein Funken Hoffnung – Beeindruckende Nikolaus-Aktion der Wachtberger Landwirte

Wachtberg, 16.12.2020 – Mit Einbruch der Dunkelheit war am Sonntag, 06. Dezember 2020, der Nikolaus in Wachtberg unterwegs…und das nicht alleine. „Nikolaus“ Albert Michael Schmitz aus Wachtberg-Villip hatte zusammen mit Wachtberger Landwirten die beeindruckende Aktion „Ein Funken Hoffnung“  organisiert.

Mit circa 30 üppig weihnachtlich geschmückten und in der Dunkelheit leuchtenden  Traktoren ging es vom Einkaufszentrum zunächst zum Altenstift Limbach, um hier den Bewohnern ein bisschen „Hoffnung“ zu schenken. Mit im Gepäck hatte der Nikolaus auch Geschenke für die Seniorinnen und Senioren, die er dem Leiter des Altenstifts, Alexander Christian, und Pflegedienstleiterin Margarete Porn überreichte.

Christian: „Wir danken dem „Nikolaus“ Albert Michael Schmitz und allen Wachtberger Landwirten, die teilgenommen haben. Es bleibt nur noch Danke zu sagen. Danke für diesen tollen Einsatz in ermüdenden Zeiten, Danke für den Zuspruch, Danke für „wir sind für Euch da“, Danke für ein bisschen Normalität.
Es war ein wundervolles Erlebnis für alle Bewohner und Mitarbeiter, es war für unsere Augen und unsere Herzen ein Abend voller Lichter!“

Albert Michael Schmitz, Wachtberger Landwirt und Ratsmitglied, ist Mitinitiator dieser bundesweiten Aktion: „Wir wollen ein bisschen Licht und Hoffnung in diese düstere Zeit, in der nur wenig Besuche oder gar Weihnachtsfeiern erlaubt sind, bringen“. Schmitz ist stolz darauf, dass sich spontan so viele Kollegen seiner Idee angeschlossen und diese so fantasievoll umgesetzt haben. Herzlichen Dank auch an die Landhändler, Landmaschinenmechaniker, Handwerksfirmen und private Personen, die die Geschenke gesponsert haben. Allein die Friesland Campina Molkerei hat über 7000 Trinktütchen Kakao gestiftet.

Funken der Hoffnung: Margarete Porn (r.) und Alexander Christian (2.v.r) freuen sich mit einer Bewohnerin über die Geschenke des Nikolaus Albert Michael Schmitz (l.). Foto: Privat

Nicht nur die Augen der Senioren leuchteten, auch die großen und vor allem kleinen  „Zaungäste“, die am Straßenrand in Corona konformem Abstand dem wundervollen Spektakel folgten, waren mehr als beeindruckt und begeistert.

Nach dem Besuch im Limbachstift zog der leuchtende Traktoren-Tross weiter zu Wachtberger Kinderheimen…Augenleuchten war auch dort garantiert!

 

Alle waren sich einig: Respekt und Achtung für eine solch wundervolle uneigennützige Aktion des Wachtberger Landwirte. HERZLICHEN DANK für den „FUNKEN HOFFNUNG“.

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2080 Euro für Hilfsgruppe Eifel

Kall/Mechernich, 16.12.2020 – Maxi Brucker (14) verkaufte im Möbelhaus weihnachtliche Holz-Deko zugunsten krebskranker Kinder – Mit dem Großvater gebastelt – 1230 Euro gespendet – Weitere 850 Euro beim Backen von „Waffeln to Go“ des Brucker-Restaurants erlöst.

Corona machte auch dem geplanten Weihnachtsmarkt im Kaller Traditionsmöbelhaus Brucker einen Strich durch die Rechnung. Vorweihnachtlich ging es trotzdem zu im Möbelhaus, davon kündete schon der riesige Weihnachtsbaum im Foyer. Zeugnis für die ganz besondere Zeit vor der Geburt des Jesuskindes legte auch der 14-jährige Firmenjunior Maxi Brucker ab.

Der 14-jährige Maxi Brucker hat über Monate hinweg mit seinem Großvater weihnachtliche Holz-Deko gebastelt und zugunsten der Hilfsgruppe Eifel verkauft. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

An einem Stand im Eingangsbereich des Möbelhauses verkaufte der Filius selbstgebastelte Weihnachtsdeko zugunsten der Mechernich-Kaller Hilfsgruppe Eifel für tumor- und leukämiekranke Kinder, unter anderem hölzerne Rentiere, Wichtel, Tannenbäume, Engel und andere Holzarbeiten.

Die Bastelarbeiten entstehen in der Werkstatt von Maxis Großvater Willi Frey in Zülpich, wo das Opa-Enkel-Gespann seit August fast jeden Nachmittag im Basteleinsatz war, um beim Weihnachtsmarkt am Möbelhaus ein großes Angebot präsentieren zu können.

Willi Greuel: „Auf Brucker ist Verlass!“

Waren im vergangenen Jahr Eichhörnchen-Häuschen der große Renner, so waren es in diesem Jahr kunstvoll gefertigte Schwibbögen, die insbesondere im Erzgebirge in der Vorweihnachtszeit oft zu finden

sind. Die Schwibbögen zeigen verschiedene zweidimensionale, mit der Laubsäge ausgeschnittene und beleuchtete Weihnachtsmotive in Bogenform. Schwibbögen und andere Motive fanden tatsächlich reißenden Absatz.

Unterstützung beim Geldeinnehmen für die Schützlinge der Hilfsgruppe Eifel bekam Maxi Brucker vom Team des Restaurants im elterlichen Möbelhaus. Chefkoch Ben Kromb sowie die Restaurant-Mitarbeiterinnen Nathalie Schmitz und Lea Schweizer servierten für den guten Zweck frische „Waffeln to Go“.

Am 14. Dezember nun übergaben Maxi Brucker und Chefkoch Ben Kromb die Erlöse ihrer Aktivitäten an den Hilfsgruppen-Vorsitzenden Willi Greuel aus Lückerath. Maxis Holzschmuck-Verkauf hatte einen Erlös von 1230 Euro ergeben, während das Waffel-Team von Ben Kromb auf einen Erlös von 850 Euro kam.

Bei der Entgegennahme der Gesamtspende von 2080 Euro lobte Willi Greuel das jahrzehntelange Engagement des Möbelhauses Brucker zugunsten der Hilfsgruppe. Greuel: „Seit unserem fast 30-jährigen Bestehen können wir uns auf die Unterstützung der Familie Brucker verlassen“.

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Wachstum

Landkreis Mayen-Koblenz unterstützt Projekt zur Sicherung der ärztlichen Versorgung

Mayen/Region/Kreis MYK, 16.12.2020 – Gruppenfamulatur soll Medizinstudenten für Mayen-Koblenz begeistern. Mayen-Koblenz zeichnet sich durch eine umfassende und flächendeckende medizinische Versorgung sowie durch Haus- und Fachärzte aus. Um dieses Angebot auch in Zukunft sicherzustellen, engagiert sich der Landkreis mit Nachdruck bereits heute dafür, Ärzte für die Nachbesetzung von Hausarztpraxen oder für den Einsatz in den hiesigen Krankenhäusern zu gewinnen. Ein 2020 erstmals erprobter Schritt ist die Teilnahme des Landkreises am Projekt „Gruppenfamulatur“ der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz. So haben in diesem Jahr bereits 18 Medizinstudenten einen Eindruck von der Arbeit im ländlichen Raum erhalten – und das mit Erfolg, wie uns Studenten und betreuende Ärzte im Gespräch versichern.

Die Famulanten Philip Klecker und Philipp Conzelmann (von links) zusammen mit Dr. Anja Klinghuber, Hausärztin in Bassenheim. Foto: Kreisverwaltung/Morcinek

„Es war sehr interessant und lehrreich. Und es hat riesigen Spaß gemacht, Patienten über einen längeren Zeitraum hinweg betreuen zu können“, sagt der 25-jährige Medizinstudent Philip Klecker. Gemeinsam mit seinem Kommilitonen Philipp Conzelmann (26) absolvierte er das im Studium verpflichtende Praktikum (Famulatur) in der hausärztlichen Praxis von Dr. Anja Klinghuber in Bassenheim. Beide studieren in Mainz und wollen Allgemeinmediziner werden. Für die vierwöchige Zeit der Famulatur wurde ihnen – sowie allen anderen Famulanten, die im Landkreis tätig waren – kostenlos Wohnraum durch die Städte und Verbandsgemeinden zur Verfügung gestellt. Ein Angebot, dass die Studenten nur allzu gern dankend annehmen.

Das bestätigen auch die drei Famulantinnen Sophie H., Eva C. und Johanna H., die ihr medizinisches Praktikum am St. Elisabeth Krankenhaus in Mayen abgeleistet haben. „Der kostenlose Wohnraum war ein großer Anreiz – finanziell hätten wir das allein nicht stemmen und so auch nicht hierher kommen können“, betont Johanna H. (25), die neben ihrem Studium in Mainz wie so viele Studenten jobben muss, um über die Runden zu kommen. Ein weiterer Ansporn, nach Mayen-Koblenz zu kommen, war laut Aussage der Medizinstudenten die Option, die Famulatur in der Gruppe anzutreten. „Es ist toll, dass man nicht ganz auf sich allein gestellt ist, sondern direkt Bezugspersonen hat“, sagt Johanna H., die ebenso wie ihre Mitstreiterinnen von der Famulatur selbst im St. Elisabeth Krankenhaus sehr angetan ist. „Hier ist es sehr familiär und wir sind herzlich aufgenommen worden. Man darf überall zuschauen und Fragen stellen“, berichtet die 22-jährige Eva C. „Und wir durften sogar in den PJ-Unterricht reinschnuppern“, spricht Sophie H. (23) jene Phase der Ausbildung an, die Medizinstudenten im „Praktischen Jahr“ durchlaufen.

Aber nicht nur die Gruppenfamulatur, auch Mayen-Koblenz selbst hat den auswärtigen Medizinstudenten insbesondere landschaftlich sehr gut gefallen. „Wir sind Traumpfade und Traumpfädchen gewandert und auch in Kontakt mit vielen netten Menschen gekommen – wenn man hier nur Urlaub gemacht hätte, würde man das nicht so intensiv erleben“, sagt die 25-jährige Johanna H. Und Philipp Conzelmann, der in Reutlingen (Baden-Württemberg) beheimatet ist, fügt hinzu: „So ländlich, wie immer alle sagen, ist es hier gar nicht.“

Ebenfalls vom Angebot der Gruppenfamulatur und der Arbeit als Mediziner im ländlichen Raum überzeugt ist Dr. Anja Klinghuber. Die Fachärztin für Innere Medizin hatte sich Ende 2013 dazu entschieden, die Praxis des damals verstorbenen Allgemeinmediziners Dr. Hans-Walter Schürmann in Bassenheim zu übernehmen und hat diesen Schritt seither nie bereut. „Ich weiß noch, als ich in meiner eigenen Famulatur an die Hand genommen wurde, dafür bin ich heute noch dankbar“, sagt Anja Klinghuber, die so etwas an die Ärzteschaft von morgen weitergeben kann. „Bei uns bekommen die Famulanten sowohl das landärztliche als auch die Arbeit einer modernen Praxis mit. Für uns ist es zwar zusätzlicher Zeitaufwand, doch eine gute Ausbildung ist enorm wichtig, daher würde ich jeder Zeit wieder Famulanten aufnehmen.“

Von den insgesamt 18 Famulanten im Kreis MYK wurden 10 im St. Elisabeth Krankenhaus und 2 in Hausarztpraxen in Mayen sowie 5 bei Hausärzten in der Verbandsgemeinde (VG) Weißenthurm und ein Famulant in einer Arztpraxis in der VG Maifeld mit der Versorgung von Patienten vertraut gemacht. In Kooperation mit der KV waren von Seiten des Landkreises Mayen-Koblenz auch zwei zentrale Veranstaltungen beziehungsweise Aktivitäten für die Teilnehmer der Gruppenfamulatur geplant, die angesichts der Corona-Pandemie allerdings abgesagt werden mussten.

Was ist ein Famulant?

Famulant bzw. Famulantin stammt vom lateinischen Wort famulus/famula ab und bedeutet soviel wie Gehilfe. Medizinstudenten sind verpflichtet als ebensolche Gehilfen zwischen dem ersten und zweiten Staatsexamen in der vorlesungsfreien Zeit eine insgesamt viermonatige Famulatur in Krankenhäusern und/oder Arztpraxen absolvieren. Ziel ist es, die Studierenden mit der ärztlichen Patientenversorgung vertraut zu machen und die praktische klinische Ausbildung kennenzulernen und zu vertiefen.

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Landesimpfzentrum in Grafschaft-Gelsdorf startklar – Warten auf Impfstoff im Kreis Ahrweiler

Ahrweiler, 16.12.2020 – Die Zielvorgabe des Landes, am 15. Dezember mit den Impfzentren im Land an den Start zu gehen, wird im Kreis Ahrweiler voll erfüllt. Nun heißt es: „Warten auf den Impfstoff“. Ab wann und in welcher Menge ein Impfstoff in Deutschland zur Verfügung stehen wird, ist derzeit unklar. Es steht lediglich fest, dass ältere und chronisch kranke Menschen sowie bestimmte Berufsgruppen, wie beispielsweise medizinisches Personal, bei den wohnortnahen Impfungen Vorrang haben.

In einem vorbildlichen Zusammenwirken von Kreis und der Gemeinde Grafschaft wurden in den vergangenen Wochen die Räumlichkeiten in Grafschaft-Gelsdorf, die seit einigen Monaten als Corona-Ambulanz für die niedergelassene Ärzteschaft dienen, in ein Impfzentrum umgebaut. Landrat Dr. Jürgen Pföhler betont: „Die Einrichtung erfüllt alle Voraussetzungen eines Impfzentrums im Hinblick auf die vom Land genannten Kriterien. Diese reichen von der Barrierefreiheit und einer guten Erreichbarkeit über eine ausreichende Internetverbindung bis hin zur einzelnen Raumaufteilung. Sogar eine eigens eingerichtete Anbindung an den ÖPNV ermöglicht es, die Einrichtung auch ohne PKW zu erreichen. Das beim Land eingereichte Konzept zum Betrieb des Impfzentrums wurde vom Land geprüft und genehmigt. Die Kosten werden von Bund und Land getragen.“

Der Betrieb der Corona-Ambulanz wird nunmehr verlagert und auf dem Gelände in Grafschaft-Gelsdorf in eigens dafür angeschafften Containern weitergeführt. Auch das dort eingerichtete „Corona-Abstrichzentrum“ bleibt erhalten.

Dem Landkreis Ahrweiler obliegt die eigenverantwortliche Errichtung eines Impfzentrums sowie die Sicherstellung des Betriebs im Auftrag des Landes RLP. Damit der Kreis diesen Verpflichtungen nachkommen kann, wurden ein kommunaler Impfzentrumskoordinator des Kreises Ahrweiler, Fabian Schneider, sowie dessen Vertreter, Daniel Blumenberg, benannt. Die beiden Mitarbeiter des Gesundheitsamts der Kreisverwaltung Ahrweiler sind für die Organisation und Koordination des Impfzentrums verantwortlich. „Allerdings kann nicht jeder einfach vorbeikommen und sich impfen lassen“, erklären Fabian Schneider und Daniel Blumenberg. „Die Termine werden zentral auf Landesebene vergeben. Derzeit ist eine Anmeldung jedoch noch nicht möglich. Sobald dies der Fall ist, werden wir die Öffentlichkeit darüber informieren.“

Zusätzlich zur Impfung im Impfzentrum setzt das Land mobile Impfteams ein. Diese nehmen Impfungen von älteren und chronisch kranken Bewohnern in Senioren- und Pflegeeinrichtungen sowie von älteren Menschen außerhalb dieser Einrichtungen vor.

Schneider und Blumenberg koordinieren darüber hinaus – in Abstimmung mit dem Landesimpfstofflager – die Belieferung des Impfzentrums in der Grafschaft. Die Lagerung des Impfstoffs erfolgt in einem 700 Liter umfassenden Medikamentenkühlschrank bei minus 70 Grad. Ob ein Apotheker die Aufteilung des Impfstoffs vornehmen muss, wird derzeit geklärt. Neben der Impfstoffdisposition gehören unter anderem die Steuerung und der Einsatz des Personals zu ihren weiteren Aufgaben. Fabian Schneider und Daniel Blumenberg hierzu: „Bei der Organisation des täglichen Betriebs und der Dienstplangestaltung führt die Unwägbarkeit der jeweils zur Verfügung stehenden Impfstoffmenge dazu, dass wir täglich neue Überlegungen anstellen müssen, in welchem Umfang die Bürgerinnen und Bürger des Kreises geimpft werden können. Erst wenn die Priorisierung wer, wie, wann geimpft wird, feststeht, wird es hier mehr Klarheit geben.“

Fachbereichsleiterin Siglinde  Hornbach-Beckers und der Leiter des Gesundheitsamts, Dr. Stefan Voss, sind sich sicher, dass der Betrieb des Impfzentrums und die damit verbundenen Herausforderungen in den besten Händen liegen. „Wir werden auch diese Phase der Pandemie in bewährtem Miteinander bewältigen.“ In diesem Zusammenhang zeigt sich Landrat Dr. Pföhler beeindruckt vom Engagement der rund 200 Ärzte, Ärztinnen, Apotheker sowie der medizinischen Fachangestellten im Kreis, die sich in der Freiwilligendatenbank des Landes registriert und zur Durchführung der Schutzimpfung bereiterklärt haben.

Entsprechend der Vorgaben des Landes wird das Impfzentrum „rund um die Uhr“ von einer Sicherheitsfirma überwacht. Den Zuschlag auf eine zuvor erfolgte Leistungsausschreibung hat die Firma Rogard aus der Kreisstadt erhalten.

Für Achim Juchem, Bürgermeister der Gemeinde Grafschaft, und Fachbereichsleiter Friedhelm Moog von der Gemeindeverwaltung Grafschaft war es eine Selbstverständlichkeit, dem Kreis erneut bei der Pandemiebewältigung zur Seite zu stehen: „Wir werden die bewährte kommunale Zusammenarbeit gerne fortführen und freuen uns, dass die Gemeinde Grafschaft zum zentralen Ort für die Pandemiebekämpfung geworden ist. Daher haben wir gerne bei der Standortauswahl und Bereitstellung einer Liegenschaft und entsprechenden Räumlichkeiten unterstützt.“

Sichtlich zufrieden zeigt sich Landrat Dr. Pföhler: „Auch in dieser Phase der Pandemie ist der Kreis sehr gut vorbereitet. Ich freue mich, dass auch die Kreisgremien geschlossen hinter uns stehen und wir binnen kürzester Zeit die außergewöhnliche Herausforderung, ein Impfzentrum einzurichten, bewältigt haben.“

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Eifelgoldhalle in Landkern steht zum Impfen bereit

Landkern, 16.12.2020 – Seitdem Ende November die Eifelgoldhalle in Landkern als Impfzentrum für den Landkreis Cochem-Zell bestimmt wurde,  sind gerade einmal drei Wochen vergangen, in denen die leere Halle zu einem vollständig eingerichteten Impfzentrum umgebaut wurde.

„Im Landkreis Cochem-Zell sind wir ab sofort startklar. Sobald ein Impfstoff in Deutschland zugelassen und verteilt wird, können wir in Landkern mit dem Impfen beginnen“, betont Landrat Manfred Schnur.

Das Team rund um den Impfkoordinator Michael Stein hat in den letzten Wochen eine logistische Meisterleistung vollbracht. Neben einem Empfangsbereich und einem Bereich zur Aufklärung durch den Arzt wurden insgesamt zehn Impfkabinen eingerichtet, in denen der Impfstoff durch medizinisches Fachpersonal verabreicht werden kann. Zudem wurde ein Ruhebereich geschaffen, in dem die Impflinge nach der Impfung beobachtet werden. Für mögliche auftretende Komplikationen steht ein Erste Hilfe-Raum durch das DRK zur Verfügung. Zum Schluss erhalten die Geimpften beim Ausgang ihre Bescheinigung für das Impfbuch.

„Alle Helferinnen und Helfer haben in den letzten Wochen Großartiges geleistet. Ob morgens, mittags, abends oder am Wochenende – jeder hat angepackt, um unser Ziel, nämlich am 15.12.2020 startklar zu sein, zu erreichen“, so Michael Stein, Impfkoordinator und Mitarbeiter der Kreisverwaltung.

Die Bewältigung der Corona-Pandemie stellt eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung dar, bei der viele Bereiche gefordert sind. So betreibt die Verwaltung das Impfzentrum nicht alleine:

„Personell sind wir gut aufgestellt. Neben der Unterstützung durch die vier Verbandsgemeinden erhalten wir ebenfalls große Unterstützung durch Ärzte, Apotheker oder medizinisches sowie pharmazeutisches Fachpersonal. Doch auch im Außenbereich werden Personen für ordnende Tätigkeiten benötigt. Ob Parkplatz einweisen, Verkehr regeln oder für sonstige Fragen zur Verfügung zu stehen – jeder, der ehrenamtlich helfen möchte, kann sich gerne bei unserem Impfkoordinator melden“, erklärt der Kreischef.

Wann mit dem Impfen begonnen werden kann, ist derzeit noch unklar. Bis zu 200 Impfungen pro Tag können in Landkern bei einem Ein-Schicht-Modell durchgeführt werden. Je nach Öffnungszeiten und Schichtplänen ist die Kapazität noch ausbaufähig. Zu bedenken ist auch, dass noch genügend Impfstoff für die nach 21 Tagen notwendige zweite Impfung zur Verfügung stehen muss. Wie viele Personen zu Beginn tatsächlich geimpft werden können, hängt von der Menge des zugeteilten Impfstoffes ab.

Landrat Manfred Schnur sieht in der Impfung momentan die einzige Hoffnung und Chance, dass die geltenden Maßnahmen und Einschränkungen gelockert und nicht zuletzt ganz aufgehoben werden: „Einen weiteren Lockdown über die Feiertage wie Ostern oder Weihnachten im Jahr 2021 können wir der Gesellschaft nicht noch einmal zumuten. Ich hoffe sehr, dass wir noch in diesem Jahr mit einer Zulassung des Impfstoffes rechnen können“, erklärt Schnur.

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Landes-Impfzentrum Vulkaneifel in Hillesheim ist einsatzbereit – Für den Echtbetrieb fehlt nur noch der Impfstoff

Hillesheim, 16.12.2020 – „Das Landes Impfzentrum Vulkaneifel in Hillesheim ist einsatzbereit“ – das durfte Landrat Heinz-Peter Thiel zusammen mit dem Leiter des Gesundheitsamtes Dr. Volker Schneiders, dem Leiter der Abteilung Kreisentwicklung Dieter Schmitz und dem Impfkoordinator Lucas Hürtgen heute vor Ort in der Markt und Messehalle der Stadt Hillesheim verkünden und die Abläufe in einem Pressetermin der Öffentlichkeit vorstellen.

Landkreis Vulkaneifel stellt Corona-Impfzentrum Vulkaneifel in der Markt und Messehalle der Stadt Hillesheim vor. Foto: Peter Doeppes

Vom Land wurde erwartet, dass die insgesamt 31 für Rheinland-Pfalz geplanten Impfzentren am 15. Dezember einsatzbereit sind und damit bei Vorhandensein eines Impfstoffes direkt starten können. „Wir sind froh, dass uns dieser logistische Aufwand innerhalb kürzester Zeit im Landkreis Vulkaneifel gelungen ist. Hier zeigt sich – wie bereits bei dem Aufbau der beiden Corona-Ambulanzen: Wenn es darauf ankommt, halten wir Vulkaneifler zusammen und können einiges auf die Beine stellen“, so Landrat Heinz-Peter Thiel bei der Vorstellung.

Der Organisator des Impfzentrums Dieter Schmitz (li) und der Impfkoordinator Lucas Hürtgen (mi) erklären den Ablauf im neuen Impfzentrum. Landrat Heinz-Peter Thiel (re) kann stolz auf seine Mitarbeiter sein. Die haben einen verdammt guten Job gemacht. Foto: Peter Doeppes

„Mein besonderer Dank gilt daher allen, die hier in den letzten Wochen mitgearbeitet und ihren Beitrag geleistet haben, besonders der Firma OK Messebau, Klaus Ofer, Scheid für den zuverlässigen und beherzten Aufbau, Anna-Carina und Marco Krebs von der Firma Linden-Reisen in Stadtkyll, die zusammen mit ihren Mitarbeiter*innen die administrativen und organisatorischen Aufgaben vor Ort übernehmen sowie meinen Mitarbeitern in der Kreisverwaltung“, so Heinz-Peter Thiel.

Für den Echtbetrieb fehlt derzeit noch der Impfstoff

Aktuell steht noch kein Impfstoff zur Verfügung. Es ist derzeit in Aussicht gestellt, dass über den Jahreswechsel eine Zulassung des Impfstoffes von der zuständigen Europäischen Arzneimittelbehörde EMA erfolgt und dann im Januar tatsächlich mit der Impfung begonnen werden kann. Eine zentrale Terminvergabestelle soll die Termine für die Corona-Impfung vergeben. Hierzu wird es eine beim Land Rheinland-Pfalz geschaltete Telefonnummer geben, über die die Terminvergabe erfolgen wird. Aktuell ist diese noch nicht bekannt. Sie wird veröffentlicht, sobald klar ist, wann mit den ersten Impfungen tatsächlich begonnen werden kann. Zutritt zum Impfzentrum erhält man nur über die landesweite noch bekanntzugebende Telefonnummer und eine vorherige Terminvereinbarung. Ohne Terminbestätigung und Impfberechtigung ist kein Zutritt möglich.

Die Hausarztpraxen impfen vorerst nicht. Grund hierfür ist, dass der derzeit in der Zulassung befindliche Impfstoff der Firma Biontech bei sehr tiefen Temperaturen um die -70 Grad transportiert und gelagert werden muss, was eines zusätzlichen logistischen Aufwandes bedarf.

Ablauf im Impfzentrum: In ersten Probeläufen wurde der Echtbetrieb am 15.12.2020 getestet.