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Ministerpräsidentin Malu Dreyer besucht LEPPER Stiftung in Daun

Daun, 06.02.2021 – Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer besuchte am Montag, dem 1. Februar 2021 die LEPPER Stiftung in Daun. Begleitet wurde sie von Kathrin Künstler (Soziales, Arbeit, Gesundheit, Bildung). Bei der Besprechung in Daun waren dabei der IHK Trier Präsident Peter Adrian und der IHK Trier Geschäftsführer Dr. Jan Glockauer.

Die Ministerpräsidentin Malu Dreyer war sehr erfreut, dass vor einigen Monaten die LEPPER Stiftung ihren Sitz von Düsseldorf nach Daun verlegt hat. Sie zeigte sich auch positiv beeindruckt davon, dass am 13.11.2020 notariell beglaubigt alle Anteile der Techniropa Holding GmbH und damit die Firmen, die zur Techniropa Holding GmbH gehören, an die LEPPER Stiftung übertragen wurden.

Damit sind sämtliche Firmenanteile von Doris G. Lepper und Peter Lepper in die LEPPER Stiftung eingebracht. RLP-Ministerpräsidentin Malu Dreyer interessierte sich ganz stark für die Pläne der Errichtung einer Junior Universität in Daun nach dem Vorbild der Junior Universität Wuppertal. Peter und Doris G. Lepper führten aus, dass neben der Junior Universität im selben Gebäude auf dem Gelände der ehemaligen Brotfabrik mindestens zwei Etagen für Duale Studiengänge vorgesehen sind.

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Virtuelles Krankenhaus Nordrhein-Westfalen: Kliniken nehmen telemedizinisches Angebot für Corona-Patienten sehr gut an

Region/Düsseldorf, 06.02.2021 – Das Virtuelle Krankenhaus führt das zweitausendste Telekonsil durch / Damit Krankenhäuser im Land die nötige Technik beschaffen und das Angebot vollumfänglich nutzen können, stellt Land zahlreiche Fördermittel bereit. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit: Mit Beginn der Corona-Pandemie wurde die Vorstufe des Virtuellen Krankenhauses zur Behandlung von schwer an COVID-19 Erkrankten gestartet. Nun wurde das zweitausendste Telekonsil durchgeführt. Insgesamt haben mehr als 300 Patientinnen und Patienten bereits von der Bereitstellung der intensivmedizinischen und infektiologischen Expertise der Universitätskliniken Aachen und Münster profitiert. Aktuell nehmen 39 Krankenhäuser die telekonsiliarische Beratung regelmäßig in Anspruch.

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann zeigt sich zufrieden: „Dass das Virtuelle Krankenhaus so gut angenommen wird, zeigt einmal mehr, wie wichtig die digitale Vernetzung im Gesundheitswesen ist. Wir haben mit der Vorstufe des Virtuellen Krankenhauses Strukturen geschaffen, die es uns erlauben, fachmedizinische Expertise überall im Land gleichermaßen verfügbar zu machen. Denn eines ist klar: Ob man in der Stadt oder auf dem Land lebt, darf beim Zugang zu Spitzenmedizin keine Rolle spielen.“

Univ.-Prof. Dr. med. Gernot Marx, Klinikdirektor für Operative Intensivmedizin und Intermediate Care der Universitätsklinik Aachen und verantwortlich für die Leitung und Steuerung der Vorstufe des VKh.NRW, bestätigt: „Die aktuellen Zahlen machen deutlich, wie hoch der Beratungsbedarf bei COVID-19 ist. Sie zeigen, dass Nordrhein-Westfalen mit dem Konzept des Virtuellen Krankenhauses den richtigen Weg eingeschlagen hat. Werfe ich einen Blick in die Zukunft, so bin ich deswegen sehr optimistisch, dass wir in Nordrhein-Westfalen gut gerüstet sind, sollte es eine weitere Corona-Welle geben.“

Univ.-Prof. Dr. med. Hugo Van Aken, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Münster, ergänzt: „Ganz besonders freuen wir uns, dass es uns über das Virtuelle Krankenhaus gelingt, die Patientinnen und Patienten weiter wohnortnah zu versorgen: Ein Großteil der stationär aufgenommenen Erkrankten kann im Krankenhaus vor Ort verbleiben. Sollte doch eine Verlegung notwendig werden, so erfolgt diese passgenau und zeitnah.“

Mit dem Virtuellen Krankenhaus etabliert das Land Nordrhein-Westfalen derzeit ein sektorenübergreifendes telemedizinisches Netzwerk, das in absehbarer Zeit ein fester Bestandteil der Regelversorgung werden soll. Damit wird ein zentraler Baustein für die medizinische Versorgung geschaffen, mit dem fachärztliche Expertise, die ansonsten nur an spezialisierten Kliniken oder medizinischen Expertenzentren vorgehalten werden kann, digital im gesamten Land verfügbar gemacht. Hierzu wurde im vergangenen Herbst die Virtuelles Krankenhaus NRW gGmbH (VKh.NRW gGmbH) als gemeinnützige Trägergesellschaft gegründet. Sukzessive werden im Rahmen des Virtuellen Krankenhauses weitere Krankheitsbilder behandelt werden beziehungsweise Fachdisziplinen hinzukommen: Seltene Erkrankungen, Lebermetastasen, therapierefraktäre Herzinsuffizienz, Infektiologie und Intensivmedizin.

Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium fördert den Aufbau der VKh.NRW gGmbH und den Pilotbetrieb bis Mitte 2023 mit rund 11,5 Mio. Euro. Für die erforderlichen Investitionen im IT-Bereich stehen für die Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen weitere Förderprogramme bereit, so zum Beispiel für die Anschaffung von Televisitenwagen. Auch das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) sieht Fördermittel für Krankenhäuser vor.

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Pater Albert und seine Internet Gemeinde

Klausen, 06.02.2021 – Der Klausener Wallfahrtsrektor Pater Albert Seul OP ist über die Region bekannt für eine aktive und moderne Kirche (z.B. „Kultur in der Wallfahrtskirche“, Motorradsegnung und Tiersegnung). Neben den weiterhin erlaubten Gottesdiensten hat sich der Pater Albert inzwischen auch eine Internet Gemeinde aufgebaut. „Ein festliches Hochamt in der Gemeinschaft vor Ort in der Kirche ist für mich weiterhin die schönste Art Gott nah zu sein. Deshalb werden wir auch weiterhin öffentliche Gottesdienste unter den erlaubten Corona Rahmenbedingungen anbieten. Die Gottesdienste in der Wallfahrtskirche Klausen sind alle beim Kreisordnungsamt angemeldet und wir achten zum gegenseitigen Schutz sehr auf die Einhaltung der bekannten Massnahmen.

Im Vergleich zum ersten Lockdown ist es ein Geschenk, dass wir öffentliche Gottesdienste halten dürfen. Deshalb bieten wir auch aktuell keine Livestream Gottesdienste an. Die Gläubigen sind sehr dankbar dafür und nutzen das Angebot der Gottesdienste.“ erklärt Pater Albert. Aufgrund der weiteren Einschränkungen durch Corona sendet der Pater seit dem 2. November 2020 wieder täglich seinen Tagesimpuls. Bereits im ersten Lockdown hat der Geistliche die Menschen in dieser schwierigen Phase begleitet.

Am 9.2.2021 wird es dann die 100. Folge im zweiten Lockdown geben. Bei der Themenauswahl der Impulse zeigt sich bei Pater Albert sehr kreativ. „Ich möchte den Menschen Mut und Kraft in dieser schwierigen Zeit geben. Deshalb sollen meine Impulse einen Denkanstoss geben und auch die Sicht auf das positive im Leben schärfen. Wichtig ist mir aber auch das am Ende des Impulses das „Vater unser“ gemeinsam mit mir gebetet werden kann und ich den Segen spende.“ erzählt der Dominikanerpater.

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Burgfestspiele Mayen: „Zuckertoni“ sucht Musiker – Mitmachen beim Bürgerbühnen-Projekt

Mayen, 06.02.2021 – Durch die Verschiebung des Bürgerbühnen-Projekts der Burgfestspiele Mayen muss es leider einen Wechsel im Ensemble geben. Oliver Nürnberg wird das Projekt aufgrund neuer beruflicher Verpflichtung verlassen müssen. Damit fehlt der Gruppe nun auch ihr musikalischer Leiter.

Die schauspielerischen Szenen wurden im Ensemble bereits neu aufgeteilt.  Gesucht wird jetzt ein leidenschaftlicher Freizeit-Musiker der mit Gitarre und Gesang die Gruppe musikalisch anführen kann. Im Stück werden sechs verschiedene Lieder dargeboten.

Die musikalischen Proben mit dem neuen Ensemble-Mitglied für das ehrenamtliche Projekt sollen wenn möglich bereits im März beginnen. Geplant sind für den Sommer 2021 fünfzehn Vorstellungen auf der Kleinen Bühne im Alten Arresthaus.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte direkt an Intendant Daniel Ris telefonisch unter 02651-703835 oder per Mail an: daniel.ris@burgfestspiele-mayen.de . Mehr Informationen zu den Festspielen finden Sie unter https://www.burgfestspiele-mayen.de .

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Popchor trotzt der Pandemie mit „VideoSpecial“ – Anmeldeschluss 08. Februar

Aachen, 06.02.2021 – Nach dem großen Erfolg ihres Musikvideos auf dem Tivoli nach dem Frühjahrs-Shutdown startet Popchorleiterin Tanja Raich jetzt ein weiteres Video-Projekt: An zwei Samstagen, nämlich am 13. Februar sowie am 13. März, jeweils von 10 bis 13 Uhr wird der weltberühmte Popsong „Man in the Mirrow“ von Michael Jackson einstudiert – ausschließlich online und in Stimmgruppen aufgeteilt. Die Dreharbeiten für das Video werden voraussichtlich im Mai stattfinden. Abhängig von der dann aktuellen Corona-Situation wird das Video outdoor oder als Home-Video gedreht; in beiden Fällen jedoch von professioneller Hand geschnitten. Online gehen soll das „VideoSpecial“ dann im Juni 2021.

Für den „Popchor 7.0“ hatten sich in der Saison 2020/21 180 Sängerinnen und Sängern angemeldet. Um das Projekt trotz der Pandemie realisieren zu können, organisierten Chorleiterin Tanja Raich und die Musikschule ungewöhnliche Probenorte wie den Europasaal im Eurogress oder die Albert-Vahle-Halle auf dem CHIO-Gelände; sogar der Tivoli bot sich als Konzertort an. Die zweite Coronawelle und der Shutdown machten allerdings alle Pläne zunichte. Unterkriegen lassen sich Tanja Raich und ihre Mitstreiter*innen dennoch nicht: „Wenn Plan A, B, und C nicht funktionieren, gibt es eben Plan D und E“ sagt die beliebte Chorleiterin.

Neuanmeldungen zum Popchor sind willkommen. Anmeldung und Infos dazu gibt es im Internet unter www.musikschule-stadtaachen.de sowie telefonisch unter der Nummer 0241 432-38950. Für die Teilnahme erhebt die Musikschule ein einmaliges Entgelt von 30 Euro; Anmeldeschluss ist der 8. Februar.

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Wirtschaft

Wolfgang Scheidtweiler ist nicht nur Bierbrauer, er ist auch Besitzer der Klöster in Steinfeld und Mariawald

Euskirchen, 06.02.2021 – Steinfeld, Mariawald und vielleicht auch noch ein weiteres Kloster– wer den Blick auf die Eifeler Aktivitäten von Wolfgang Scheidtweiler richtet, könnte auf die Idee kommen, er sei so etwas wie ein Spezialist für Klöster. Doch damit wird man dem gebürtigen Godesberger, der in Wachendorf aufgewachsen ist, nicht gerecht. Brauereien und Hotels gehören gleichermaßen zum Beuteschema des 72-jährigen, in Pforzheim ansässigen Unternehmers. Oder um sein Hauptkriterium anzuwenden: „Meine Spezialität ist es, Dinge zu tun, von denen jeder behauptet, dass es gar nicht geht – und meistens klappt‘s auch.“

Natürlich findet man in den Mini-Bars im Gästehaus des Klosters Steinfeld auch das in Gemünd gebraute Klosterbier, das Wolfgang Scheidtweiler präsentiert. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Die Leidenschaft an dem, was er tut, ist im Gespräch unverkennbar. Scheidtweiler erzählt offen und beredt über sich, seine Herkunft und seinen Werdegang, seine Aktivitäten und seine Projekte. Und auch wenn er Geschäftsführer ist, Ideengeber, Entscheider, vergisst er nie zu betonen, dass er Teil einer Familie ist, die ihm als Teilhaber und Unterstützer den Rücken stärkt.

Der Vater

„Prägend“ sei der Einfluss seines Vaters Dr. Matthias Scheidtweiler gewesen, erzählt Wolfgang Scheidtweiler: „Er stammte aus Bürvenich, aus einfachen Verhältnissen und war mit jungen Jahren Vollwaise geworden.“ Mit Unterstützung des Pfarrers habe er das Gymnasium besuchen und mit äußerster Sparsamkeit Jura studieren können. „Mein Vater war ein Mensch, der sich nicht verbiegen ließ und sich auch mit den Leuten angelegt hat.“

Aus bescheidenen Anfängen habe er sich hochgearbeitet. „Wir hätten luxuriöser leben können, doch das war nicht seine Art“, stellt Scheidtweiler fest. Aus den Lehren der Nahrungsmittelknappheit im Zweiten Weltkrieg erwarb der Vater für seinen damals zwölfjährigen Sohn Hermann-Josef Scheidtweiler den Bauernhof in Wachendorf, auf dem auch Wolfgang Scheidtweiler aufwuchs: „Mein Vater hat vertraglich festgelegt, dass mein Bruder die Familie in Notzeiten mit Lebensmitteln versorgen muss.“ Hermann-Josef Scheidtweiler erbaute 2007 in Wachendorf mit dem Schweizer Architekten Peter Zumthor die Bruder-Klaus-Kapelle.

Sie haben und hatten in der Gemünder Brauerei die Verantwortung: Geschäftsführer Johannes Schweizer (r.) und sein Vorgänger Werner Winkler bei der Zwickelprobe im Bierkeller. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Die Gemünder Brauerei

Die Gemünder Brauerei wurde 1961 eröffnet, als Wolfgang Scheidtweiler zwölf Jahre alt war. „Sie ist der Ursprung von allem“, sagt Wolfgang Scheidtweiler. „Du wirst Bierbrauer“, erinnert er sich an die Worte seines Vaters. Auf keinen Fall sollten die Kinder Juristen werden. „Wenn du Anwalt wirst, musst du jeden Lump vertreten, wenn du Staatsanwalt wirst, musst du in jedem einen Lump sehen, und wenn du Richter wirst, hast du das Riesenproblem zu entscheiden, wer ein Lump ist und wer nicht“, so das Diktum des Vaters über die Juristerei.

Immer in Aktion sei Matthias Scheidtweiler gewesen, habe drei Tage in der Woche in seiner Kanzlei in Godesberg gearbeitet, dann auf dem Wachendorfer Bauernhof und in der Brauerei, wo er eigenhändig den Parkplatz pflasterte. „Es kam vor, dass er auf dem Feld arbeitete und Mandanten fragten ihn nach dem Weg zu Dr. Scheidtweiler. Die hat er um den Berg herumgeschickt, ist schnell nach Hause gelaufen, hat sich umgezogen und sie am Hof empfangen“, erinnert sich der Sohn.

Den vorgezeichneten Weg zum Bierbrauer ging Wolfgang Scheidtweiler mit seiner Lehre in Gemünd, einem Studium zum Diplombraumeister an der TU München in Weihenstephan und schließlich einem Studium zum Diplom-Ingenieur für Brauwesen und Getränketechnologie. Während des Studiums lernte er seine Frau Andrea kennen, die einzige Frau in dem Semester, Tochter der Konstanzer Brauereifamilie Ruppaner. Als er 23 Jahre alt war starb sein Vater. Wolfgang Scheidtweiler übernahm die Leitung der Brauerei.

Nach dem Studium folgte er dem Rat seiner Schwiegereltern, das Bayerische Brauhaus in Pforzheim zu übernehmen. Dort gelang es ihnen, 1978 den „Ratskeller“, in dem bereits zweimal eine Gastronomie insolvent gegangen war, erfolgreich zu etablieren. Die zündende Idee: „Ich habe als erster in Baden-Württemberg naturtrübes Bier verkauft“, verrät Scheidtweiler, eine Spezialität, die in Gemünd Braumeister Hans Ransbach 1975 erfolgreich eingeführt hatte. Den Gästen hat es offensichtlich geschmeckt, denn das erste Sanierungsprojekt der Familie ist seit nun 40 Jahren erfolgreich und markiert den Anfang der Unternehmerkarriere Scheidtweilers.

„Bier braucht Heimat“

Das Herz Scheidtweilers hängt am Bier und an Brauereien. Er vergleich sie mit den Klöstern, beiden besäßen „traditionelle, jahrhundertealte Werte“. Eine ganze Reihe in Schieflage geratener Firmen, etwa die Hatz-Moninger Brauerei in Karlsruhe, Palm-Bräu in Eppingen oder Franz-Bräu in Rastatt, hat er übernommen und wieder auf Erfolgskurs gebracht.

Das Rezept klingt denkbar einfach: „Wenn ich eine Brauerei kaufe, wird die als selbstständige Braustätte erhalten.“ Der Versuch, nur die Marke am Leben zu erhalten sei in Deutschland schon 600-mal versucht worden und immer in die Hose gegangen. Stattdessen lasse er weiter vor Ort brauen, denn: „Bier braucht Heimat.“

Verkaufen will er nichts, was nicht perfekt ist. „Wenn der Kunde zwölf Euro für einen Kasten Bier bezahlt, dann muss das hundertprozentiges Bier sein“, so Scheidtweiler. Da kann es dann auch schon mal passieren, dass eine Brauerei im Sommer kein Bier verkauft, weil es nicht reif ist.

Hotels sind Sache seiner Frau

Den Begriff Millionär hört er genauso ungern wie den Begriff Reichtum. „Ich kann nicht alle maroden Unternehmen retten, dazu bin ich zu arm – oder besser: zu reich an Schulden“, lächelt er. An den Hotels der Private Hotel Collection ist seine Familie nur federführend beteiligt. Dabei seien die Hotels Sache seiner Frau, er sieht sich als Bierbrauer.

Auch wenn er in Steinfeld und Mariawald gemeinsam mit Pater Lambertus Schild die Geschäftsführung hat. Mit Werner Winkler und Hans Ransbach in Gemünd, Christoph Böhnke in Steinfeld und Wolfgang Nowak in Mariawald hat er Menschen gefunden, die die Geschicke der Häuser im Alltag leiten. Doch die große Linie, das ist unverkennbar, gibt er vor.

Auch die Übernahme des Klosters Steinfeld sei wieder eine Geschichte gewesen, die viele für unmöglich gehalten hätten. „Als wir das in Steinfeld angefangen haben, war nicht abzusehen, dass sich das Kloster schnell so positiv entwickelt“, erzählt er. Er habe damals seiner Familie, die in Steinfeld beteiligt sei, gesagt, sie müssten unabhängig davon so viel verdienen, dass sie sich das leisten könnten.

„Ein Kloster braucht den Orden“

In Steinfeld habe er auf einen Verbleib der Salvatorianer bestanden. „Ein Kloster ist ein spiritueller Ort, der braucht den Orden“, begründet er die Idee. Man hätte natürlich auch ein reines Urlaubs- oder Tagungshotel daraus machen können, aber das sei ohne Sinn. Es gebe alte Klöster, die als Hotel genutzt würden, doch die hätten nicht das Flair. „Ich freue mich immer, wenn die Ordensschwestern im Habit zu sehen sind, so dass man erkennt, dass hier Ordensleute leben“, sagt er.

Ursprünglich hätten die Salvatorianer zugesagt, fünf Jahre zu bleiben, aus denen seien mittlerweile sechs geworden. Der Orden hat inzwischen weitere Häuser aufgegeben, aus denen mehrere Patres nach Steinfeld gekommen sind. „Für die Salvatorianer ist Steinfeld mittlerweile ein Leuchtturmprojekt geworden, nachdem auch die Schule wieder einen großen Zuspruch hat“, stellt er fest.

Über Jahre hätten die Ordensleute nicht gewusst, wie die hohen Instandhaltungskosten bezahlt werden könnten. Jetzt seien sie in der Situation, dass sie sich darum nicht mehr kümmern müssten. „Das ist natürlich genau das Richtige: Sie können sich um ihr Seelenheil und das ihrer anvertrauten Schäfchen und Gemeinden kümmern, nicht um das Haus, das kann ich besser“, so Scheidtweiler mit einem Schmunzeln.

Die Virtuosität, mit der die Scheidtweilers finanziell schwache Baudenkmäler auf gesunde Beine stellen, hat sich herumgesprochen. Immer wieder werden ihnen historische Gebäude oder gar Schlösser angetragen, deren Erhalt nicht mehr zu finanzieren ist: das Schloss Kaltenstein in Vaihingen-Enz, Schloss Liebenstein bei Neckarwestheim oder das Renaissance-Schloss Brackenheim. „Das ist die größte Rotweinanbaugemeinde in Baden-Württemberg, da bauen wir in die alten Schlosskeller eine Weinerlebniswelt“, erzählt er. Um alles kümmert er sich persönlich. „Ich habe doch sonst nichts zu tun“, sagt er. Er erfreue sich eben an alten Gebäuden, das sei sein Hobby.

Nachhaltiges Bauen

Und auch wenn eine Sanierung manchmal lange dauere und die Presse ihn verreiße, dann sagt er: „Leute, macht doch keinen Stress, erstens habe ich nebenher noch etwas anderes zu tun, und zweitens soll das die nächsten 200 Jahre dort stehen.“ Deshalb gebe es auch keine Schnellschüsse. Gebaut werde nachhaltig. „Was bei uns nach Holz aussieht, ist immer Holz und nicht Laminat, was nach Stein aussieht, ist bei uns Naturstein und nicht Kunststein, darauf legen wir Wert.“

Ein schönes Haus am richtigen Platz läuft beinahe von alleine. „Für mich war Steinfeld kein wirkliches Risiko, wenn wir alles richtig machen“, sagt er. Dies sei durch die Kombination aus Gästehaus, Tagungsmöglichkeiten und Wochenendtourismus gegeben. „Und das gleiche gilt auch irgendwann für Mariawald“, betont er.

„Die Verbindung in die Eifel ist sehr eng“, sagt er über seine Heimat. Seine Mutter habe hier gelebt, seine Geschwister leben hier. Auch seine Frau liebe mittlerweile die Region. Die Eifel sei schon etwas Besonderes.

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IHK vor Ort startet am Mittwoch, 10. Februar mit neuen Formaten

Region/Trier, 06.02.2021 – Mit kostenfreien Informations- und Diskussionsveranstaltungen in der Region Trier ebenso wie digitalen Angeboten richtet sich die Industrie- und Handelskammer (IHK) Trier 2021 an die Unternehmen. Damit will sie diese sowohl in der aktuellen Krisenzeit als auch in grundsätzlichen Fragen unterstützen.

Die Reihe „IHK vor Ort“ beginnt zunächst mit zwei Webinaren. Am Mittwoch, 10. Februar, stellt die IHK die Tech- und Internet-Trends 2021 vor und erklärt, was für kleine und mittlere Unternehmen in der virtuellen Welt wichtig wird. Wie Chefs ihre Mitarbeiter in turbulenten Zeiten mit viel Homeoffice führen, zeigt ein Online-Vortrag am Donnerstag, 25. Februar (jeweils ab 19 Uhr).

Weiter geht es im Sommer mit Präsenzveranstaltungen – darunter auch neuen Formaten. Mit Krisensprechtagen unterstützt die IHK jene Unternehmen, die besonders von den aktuellen Umwälzungen und von Verlusten betroffen sind. Sie finden jeweils von 9 bis 15 Uhr in Bitburg (Mittwoch, 16. Juni), Wittlich (Donnerstag, 8. Juli), Föhren (Mittwoch, 14. Juli) und Daun statt (Donnerstag, 7. Oktober).

Abendveranstaltungen in Kooperation mit Gewerbevereinen vor Ort drehen sich um die Unternehmensnachfolge und zeigen auf, was Unternehmer hier beachten sollten. Die Termine: Dienstag, 26. Oktober, in Prüm, Mittwoch, 27. Oktober, in Schweich und Dienstag, 16. November, in Bernkastel-Kues.

Die klassischen IHK-vor-Ort-Vortragsabende drehen sich vor allem um die Themenfelder Marketing, Umgang mit Mitarbeitern und Herausforderungen für Führungskräfte. Das komplette Programm und die Möglichkeit zur Online-Anmeldung finden Sie unter www.ihk-trier.de/vorort

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Tourismus

Großartiger Auftakt: Eifeler Wege liegen bei „Deutschlands schönster Wanderweg“ weit vorne

Daun, 06.02.2021 – Seit Anfang Januar sucht das Wandermagazin wieder „Deutschlands schönsten Wanderweg“. Der VulkaMaar-Pfad im GesundLand Vulkaneifel ist zur schönsten Mehrtagestour, der Felsenweg 6 – Teufelsschlucht der Ferienregion Südeifel zur schönsten Tagestour nominiert. Der erste Zwischenstand zeigt, dass beide Wege momentan weit vorne liegen.

Einen Monat nach Beginn der Wahlphase liegt der VulkaMaar-Pfad rund um Manderscheid, Bettenfeld und Meerfeld, in der Kategorie Mehrtagestouren auf dem zweiten von zehn Plätzen. „Dieser Auftakt ist sensationell und spornt uns umso mehr an, Stimmen zu sammeln. Jetzt heißt es: Diese Platzierung verteidigen und noch besser werden! Gerade jetzt müssen wir dranbleiben, denn die Abstimmung läuft noch bis zum 30. Juni. Bis dahin ist noch viel möglich“, verrät Vera Merten, Geschäftsführerin der GesundLand Vulkaneifel GmbH.

Auch in der Kategorie Tagestouren ist ein Eifeler Weg nominiert: Die Felsentour 6 – Teufelsschlucht der Ferienregion Südeifel, die momentan in ihrer Kategorie sogar auf dem ersten Platz liegt. „Das großartige Ergebnis beider Wege bis hier hin zeigt, dass ein doppelter Gewinn für die Eifel möglich wäre. Das würde viele Touristen in die Region ziehen und dazu beitragen, nach der schwierigen Zeit des Lockdowns die Wertschöpfung im Tourismus wieder ordentlich anzukurbeln. Die Synergieeffekte sind nicht zu unterschätzen“, erklärt Merten. Um möglichst viele Stimmen zu sammeln, sei jedoch auch die Mithilfe der Gastgeber, Einheimischen und Bürgermeister gefragt: „Jeder kann in seinem Umfeld für die Abstimmung werben. Jede Stimme ist wichtig“, gibt Merten zu bedenken.

Für den VulkaMaar-Pfad (Kategorie Mehrtagestouren Nr. 8) und die Felsentour 6 – Teufelsschlucht (Kategorie Tagestouren Nr. 11) kann online unter www.wandermagazin.de/wahlstudio abgestimmt werden. Mit Öffnung der Tourist Informationen nach dem Lockdown wird auch wieder die Abstimmung per Wahlkarte möglich sein.

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Mehr Kinder Betreuungstage auch für Beamtinnen und Beamte in Nordrhein-Westfalen

Region/Düsseldorf, 06.02.2021 – Das Ministerium des Innern und das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration teilen mit: Die Landesbeamten in Nordrhein-Westfalen erhalten in der Corona-Pandemie für das Jahr 2021 mehr Sonderurlaub zur Betreuung ihrer Kinder. Das hat die Landesregierung in ihrer Kabinettssitzung am 26. Januar 2021 beschlossen.

Zuvor hatte die Bundesregierung für 2021 eine Erweiterung der Kinderkrankentage für gesetzlich Versicherte eingeführt. In Nordrhein-Westfalen soll der Anspruch auf Kinderkrankentage nun auch für die Beamtinnen und Beamten umgesetzt werden. Die Landesregierung legt zudem ein eigenes Landesprogramm auf, damit auch Eltern, die einer Erwerbstätigkeit als Selbstständige oder Freiberufler nachgehen, einen Anspruch auf Betreuungstage erhalten. Die Regelungen gelten auch dann, wenn die Einrichtungen der Kindertagesbetreuung geöffnet sind, aber an die Eltern appelliert wird, die Kinder nicht betreuen zu lassen.  

Landesbeamte können pro Kind bis zu 20, insgesamt jedoch maximal 45 Sonderurlaubstage pro Jahr geltend machen. Für Alleinerziehende erhöht sich die Zahl auf bis zu 40 Sonderurlaubstage pro Kind und maximal 90 Sonderurlaubstage im Jahr. Die Anzahl der zur Betreuung, Beaufsichtigung und Pflege verfügbaren Sonderurlaubstage hat sich somit deutlich erhöht.

Wie bisher können die Tage auch weiterhin zur Betreuung kranker, behinderter oder auf Hilfe angewiesener Kinder gewährt werden. Ergänzend können die Tage nun auch bewilligt werden, wenn Kinderbetreuungseinrichtungen, Schulen oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen Corona-bedingt vorübergehend geschlossen werden müssen oder ihr Angebot nur eingeschränkt zur Verfügung stellen können.

Im Beamtenbereich gilt dies auch unabhängig davon, ob bereits die Möglichkeit mobiler Arbeit besteht. Die Regelung wird über eine Änderung der Freistellungs- und Urlaubsverordnung NRW umgesetzt. Diese gilt nur für das Jahr 2021 und tritt rückwirkend zum 5. Januar in Kraft.

Für das Betreuungsentschädigungsprogramm des Landes für Selbständige und Freiberufler sind insgesamt 9 Millionen Euro aus Mitteln des Corona-Rettungsschirms vorgesehen. Die Betreuungsentschädigung unterstützt erwerbstätige Eltern mit Wohnsitz in Nordrhein-Westfalen, die ihr Kind pandemiebedingt zu Hause betreuen, jedoch kein Kinderkrankengeld nach § 45 Sozialgesetzbuch V oder vergleichbare Leistungen erhalten und die auch keinen Sonderurlaub nach beamtenrechtlichen Vorschriften nehmen können. Auch gesetzlich Versicherte, deren Kinder privat versichert sind, können die Leistung erhalten.

Beantragt werden können bis zu 10 Tage Verdienstausfallsentschädigung pro Kind und Elternteil (bei Alleinerziehenden 20 Tage). Insgesamt werden je Elternteil bis zu 20 Betreuungstage (Alleinerziehenden bis zu 40 Betreuungstage) gewährt. Der Tagessatz orientiert sich an den Entschädigungen nach Infektionsschutzgesetz und beträgt pauschal 92 Euro. Anträge können ab Februar 2021 bei den Bezirksregierungen gestellt werden. Die Landesregierung informiert umgehend über den genauen Zeitpunkt, ab dem die digitalen Anträge gestellt werden können. Die Regelung gilt ebenfalls rückwirkend ab 5. Januar.

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Mehr als 15.000 Impfungen pro Monat möglich – Zweite Impfstraße in Grafschaft-Gelsdorf fertiggestellt

Ahrweiler, 06.02.2021 – „Mit der Fertigstellung der zweiten Impfstraße sind wir für die größte Impfaktion im Kreis Ahrweiler bestens ausgestattet“, so Landrat Dr. Jürgen Pföhler und Impfzentrumskoordinator Fabian Schneider. „Wir haben die Räumlichkeiten und den Personalpool, um alle Impfstoffmengen, die wir vom Land erhalten, schnell und zuverlässig zu verimpfen. Jetzt hoffen wir, dass in den kommenden Monaten endlich größere Mengen an Impfstoffen zur Verfügung stehen, damit in beiden Impfstraßen im Volllastbetrieb geimpft werden kann.“

Auf der erweiterten Fläche von 600 Quadratmetern stehen jetzt zusätzlich in modularer Bauweise errichtet 22 Räume zur Verfügung – darunter eine Anmeldung, ein Aufklärungsraum, Impfkabinen, ein Beobachtungsbereich sowie Sanitär- und Personalräume. „Mit dieser Erweiterung sind wir in der Lage, bei entsprechender Lieferung des Impfstoffs und soweit es die Regelungen des Landes zulassen, mehr als 15.000 Impfungen pro Monat vorzunehmen“, erklären Schneider und sein Stellvertreter Daniel Blumenberg

Das Impfzentrum mit seinen zwei Impfstraßen befindet sich zusammen mit der Corona-Ambulanz und der Abstrichstation auf dem Gelände der Mehrzweckhalle in Grafschaft-Gelsdorf. Um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren, wurden die bereits vorhandenen Parkmöglichkeiten deutlich erhöht. Mithilfe der Gemeinde Grafschaft wurde zudem ein Parkleitsystem eingeführt. Hierzu hat die Gemeindeverwaltung die verkehrsrechtlichen Grundlagen geschaffen und auf der Altenahrer Straße ein Einbahnstraßen-System eingeführt. Damit werden die Zu- und Abfahrten der ohnehin sehr gut erreichbaren Liegenschaft noch besser reguliert. Darüber hinaus bleibt die Erreichbarkeit mittels ÖPNV durch die eigens eingerichtete Haltestelle erhalten. Auch die zweite Impfstraße ist vollständig barrierefrei. Die zuständigen Stellen des Landes hatten dem Konzept im Vorfeld zugestimmt. Die Kosten für Aufbau und Einrichtung der zweiten Impfstraße belaufen sich auf rund 160.000 Euro, hinzukommen Personal- und laufende Betriebskosten. Getragen werden die Gesamtkosten von Bund und Land.

Die Inbetriebnahme der zweiten Impfstraße ist ab dem 15. Februar 2021 vorgesehen. Das Land hat für Mitte Februar rund 28.000 Impfdosen des Herstellers Astrazeneca angekündigt. Damit können jetzt auch Menschen geimpft werden, die der höchsten Priorisierung angehören und unter 65 Jahre sind. Es handelt sich dabei unter anderem um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von stationären Senioreneinrichtungen beziehungsweise ambulanten Pflegediensten oder aber um Personen in medizinischen Einrichtungen mit sehr hohem Expositionsrisiko. Bei der zentralen Terminvergabestelle des Landes wird festgelegt, welcher Impfstoff verimpft wird. Des Weiteren werden die vom Land verschobenen Erstimpfungen der über 80-Jährigen ab dem 17. Februar 2021 mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer in der ersten Impfstraße fortgesetzt.