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Stadt Eschweiler gründet Wiederaufbau-Gesellschaft

Eschweiler – Die Stadt Eschweiler gründet Wiederaufbaugesellschaft zur Unterstützung der weiteren Aufgaben im Wiederaufbau nach dem Hochwasser – Die Wiederaufbauplanungen und –arbeiten nach dem Hochwasserereignis binden nach wie vor erhebliche Personalkapazitäten innerhalb der Stadtverwaltung. Kapazitäten, die für die Bewältigung anderer wichtiger Aufgaben – dem KiTa-Ausbau, Strukturwandel-Projekte und der Modernisierung von Schulen, um nur wenige Beispiele zu nennen – nur eingeschränkt zur Verfügung stehen.

Zur Schaffung zusätzlicher Kapazitäten hat der Stadtrat im Dezember des vergangenen Jahres die Gründung der Wiederaufbaugesellschaft Eschweiler mbH beschlossen. Die entstehenden laufenden Kosten der Gesellschaft (inkl. der Personalkosten) werden durch das Land NRW im Zuge des Wiederaufbauplans gefördert. Die Gründung der 100%igen Tochter der Stadt konnte nunmehr mit Eintragung in das Handelsregister am 26. Februar abgeschlossen werden. Auch der aus Politik und Verwaltung gebildete Aufsichtsrat ist bereits konstituiert.

Bürgermeisterin Nadine Leonhardt, zugleich Vorsitzende des Aufsichtsrates der Gesellschaft: „Aus der Stammbelegschaft der Verwaltung heraus ist es gelungen, die priorisierten Projekte – allesamt dem Bereich Schule und Kindergärten zuzuordnen – weit voranzubringen. Im Laufe des Jahres werden z.B. das Schulzentrum Mitte und die KiTa/GGS Weisweiler wieder bezogen werden können. Allen Unkenrufen zum Trotz ist dies eine großartige Leistung der Kolleginnen und Kollegen! Ich bin aber auch sehr froh, dass die Gründung der Gesellschaft nun zügig vorangeht. Die Projekte –das Sportzentrum Jahnstraße, die Willi-Fährmann-Schule, um nur die beiden Größten zu nennen – werden sehr spannende, aber keine leichte Aufgaben für eine frisch gegründete Wiederaufbaugesellschaft, die zudem erst noch der weiteren personellen Ausstattung bedarf“.

Zum Gründungs- und Interimsgeschäftsführer wurde Christoph Guth, Referent für Wiederaufbau und Projektmanagement der Stadt, bestellt. Seine Hauptaufgabe wird nach dem nun erfolgten Abschluss des Gründungsprozesses die Herstellung der operativen Arbeitsfähigkeit der Gesellschaft sein. Dies umfasst neben der Einrichtung der Gesellschaft, die in der Merkurstraße 11 geschäftsansässig werden wird, insbesondere die Personalakquise: „Zusätzlich zur Findung einer hauptamtlichen Geschäftsführung, die mit Unterstützung einer Personalagentur gesucht wird, werden wir planmäßig 6 Vollzeitstellen zeitnah und eine weitere im nächsten Jahr ausschreiben. Davon werden 5 Stellen im operativen Bereich tätig werden – also direkt für die Bewältigung der Wiederaufbauprojekte eingesetzt. Das ist schon eine schlanke Struktur.“, so Guth. Die Stellenausschreibungen werden auf der Homepage der Stadt unter karriere.eschweiler.de veröffentlicht werden.

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„Rettet die Burg Odenhausen“ – 2000 Unterschriften an Wachtberger Bürgermeister überreicht

Wachtberg-Berkum – Um die 2000 Unterschriften zur Aktion „Rettet die Burg Odenhausen“ wurden von den Besitzern der Burg, der Familie Viethen, und einer Gruppe des im Jahr 2023 gegründeten Initiativkreises „Freunde der Burg“ gestern (26. Februar 2024) an Wachtbergs Bürgermeister Jörg Schmidt überreicht.

Hintergrund ist die Sorge der Burgbesitzer, dass im Rahmen der in den kommenden Jahren angedachten Bebauung der angrenzenden Freiflächen zum Burggelände, die Wasserburg als denkmalgeschütztes Objekt beeinträchtig werden könnte. Die Besitzer befürchten durch den Neubau von Einfamilien- und Reihenhäusern nicht nur eine Sichteinschränkung rund um die Burg, was den Charakter der bisher freistehenden historischen Anlage erheblich beeinträchtigen würde. Auch sehen die Burgbesitzer durch zukünftige Baumaßnahmen die natürliche Wasserversorgung der Wasserburg als gefährdet an.

„Es ist nie Absicht gewesen, die Burg in ihrem Bestand zu gefährden“, so Bürgermeister Schmidt. Auch der Einwand zum Schutz und Erhalt der ländlichen Schätze sei nachvollziehbar. „Ich meine es mit offenem Herzen, dass mir an unserer schönen und einzigartigen Landschaft gelegen ist“, so Schmidt im Rahmen des Übergabetermins.

Schmidt betonte erneut, dass es keine Baumaßnahme geben würde, ohne zuvor neue Gutachten eingeholt zu haben. Nach dem Gutachten aus dem Jahr 2013 wäre die Versorgung der Wasserburg durch die Quellen nicht in Frage gestellt. Weitere Gutachten sollen bei Fortschreitung der Planungen aktuelle Daten erbringen.

Letztendlich sei es eine Entscheidung der Politik, im Rat darüber zu entscheiden, ob eine Bebauung nach Prüfung aller notwendigen Parameter durchgeführt werden kann. Schmidt wiederholte, dass er nach wie vor für den Erhalt historischer Gebäude sei, auch der Burg Odenhausen. ( mm/ds )

 

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Wirtschaft

WFG Vulkaneifel 2024 – Netzwerke ausgebaut – Das Eifler „Durchhalte-Vermögen“

Daun – Die Welt ist im letzten Jahr nicht friedlicher geworden und die Auswirkungen von militärischen Konflikten haben auch erheblichen Einfluss auf die ökonomischen Entwicklungen. In den vergangenen Monaten hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft spürbar eingetrübt. Umso erfreulicher ist die Tatsache, dass unsere mittelständisch geprägten Unternehmen über eine solide Basis verfügen und sehr flexibel in der Anpassung auf neue Situationen sind.

Dazu kommt das Eifler „Durchhaltevermögen“ und die positive Grundhaltung, weniger zu reden und mehr zu machen. So wurden nicht nur die schwierigen letzten Jahre bewältigt – so entsteht auch der Mut, trotz allem tatkräftig nach vorne zu schauen. Es wird in unserer Region weiter investiert und gegründet!  Vielversprechende Projekte mit spannenden Ideen, Produkten und Dienstleistungen werden von entschlossenen Gründerinnen und Gründern umgesetzt und von der WFG mit einer Vielzahl von Beratungsangeboten und Veranstaltungsformaten unterstützt. Wir arbeiten gemeinsam daran, dass es WEITER geht in der Vulkaneifel!

WEITER informieren: „Relaunch Website“

Wirtschaftsförderung heißt individuelle Beratung, kompetente Begleitung und vernetzte Unterstützung. Mit dem gründlichen Relaunch der WFG-Website werden seit Februar 2024 Informationen übersichtlicher präsentiert, Leistungsangebote zielgruppenspezifisch aufgeführt und Termine schneller gefunden. Hier kann man durchstarten: https://www.wfg-vulkaneifel.de/

WEITER kommunizieren: „WFG ImPuls“ und „Early Birds“

Der „WFG ImPuls“ geht 2024 bereits in sein viertes Jahr und wird sich als Kommunikations-plattform auch in diesem Jahr wieder mit dem beliebten Unternehmerfrühstück „Early Birds“ abwechseln. Das erste Unternehmerfrühstück findet am 23. April 2024 in der jüngst eröffneten Junior Uni Daun statt.

WEITER netzwerken: „NeuUnternehmer Vulkaneifel“

Austauschen und vernetzen – darum geht es jeden zweiten Dienstag im Monat beim Treffen der NeuUnternehmerInnen. 2023 nutzten mehr als 250 TeilnehmerInnen diese Gelegenheit und 2024 wird das Netzwerk auf vielfachen Wunsch erweitert: Es wird ab sofort als UnternehmerTreff fortgesetzt und steht auch allen offen, die bereits länger als 5 Jahre am Markt sind. Geboten wird den TeilnehmerInnen auch 2024 eine breite Palette an interessanten Themen: steuerliche Vorteile für Mitarbeitende, betriebliches Gesundheitsmanagement, Personalrekrutierung, Preisverhandlungen und Preisgestaltung, Cybersicherheit, Datenschutz und Impressum für Websites, Krisenbewältigung und vieles mehr.

Im Dezember trafen die NeuUnternehmerInnen wiederholt auf das MentorenNetzwerk Vulkaneifel (MNV). Das ist eine Gruppe von Führungskräften, die nach einem erfolgreichen Berufsleben aus der aktiven Tätigkeit ausgeschieden sind oder ihr langjährig erworbenes Fachwissen jungen UnternehmerInnen in den ersten fünf Jahren ihrer Tätigkeit zur Verfügung stellen. Das Feedback ist von beiden Seiten durchweg positiv.

WEITER beraten: „Gründen auf dem Land“

Für all diejenigen, die den Schritt in die Selbstständigkeit noch vor sich haben, steht – neben den Erstberatungsgesprächen bei der WFG – wieder ein breites Veranstaltungsangebot im Rahmen der Initiative „Gründen auf dem Land“ zur Verfügung. Den Auftakt im Jahr 2024 bildet der GründungsBeratungsParcours am 16. März.

WEITER denken: „FunkenSprüher“

Im Dezember 2023 startete die nunmehr 9. Wettbewerbsrunde des Abschlussarbeitenpreises „FunkenSprüher“. Mit dem Award belohnt werden schulische und studentische Abschluss-arbeiten, die sich mit dem Landkreis Vulkaneifel beschäftigen oder deren Ergebnisse einem Unternehmen oder einer Institution aus unserer Region zu Gute kommen. Eingereicht werden können Facharbeiten, besondere Lernleistungen, Semester-, Bachelor-, Master- und Examensarbeiten sowie Dissertationen, bei denen der Funke in die Vulkaneifel überspringt. Diesjähriger Sponsoring-Partner ist die Volksbank Eifel eG. Letztmöglicher Tag für eine Einreichung innerhalb der 9. Wettbewerbsrunde ist der 31. Mai 2024. Die prämierten Arbeiten werden anlässlich einer Preisverleihung im Sommer 2024 der Öffentlichkeit vorgestellt.

WEITER stärken: „Frauen.Unternehmen.Was.“

Frauen gründen anders, Frauen unternehmen anders, Frauen führen anders – Gründe genug für die WFG Vulkaneifel, den Unternehmerinnen im Landkreis seit 2021 ein eigenes Netzwerk zu bieten. Das wird sehr gut angenommen und auch im Sommer 2024 wird es eine Fortsetzung der Netzwerktreffen speziell für Unternehmerinnen und Gründerinnen geben.

WEITER motivieren: „EIFEL STARTER“

Der „EIFEL STARTER“ hat auch 2023 wieder viele Impulse für junge Menschen in der Orientierungsphase zwischen Schule und Ausbildung geben können. Neben den regulären Ausgaben erschien auch wieder eine Jungunternehmer-Sonderausgabe. 2024 wird es nach einer weiteren Ausgabe einen Re-Start in einem neuen Format geben, in dem einzelne Portraits von interessanten Ausbildungsplätzen im Mittelpunkt stehen werden.

WEITER unterstützen: Beratertage

Auch die bereits gut etablierten Beratertage zu den Themen „Website Check“, „Selbstständigkeit in den freien Berufen“ sowie „Unternehmensnachfolge“ werden 2024 wieder angeboten.

WEITER wachsen: „VON HIER Vulkaneifel“

Mit klaren Zielen startete im Herbst 2022 das Netzwerk „VON HIER Vulkaneifel“. Es will regionale Erzeuger von Lebensmitteln, (Kunst-)Handwerk, Genussmitteln, Bekleidung, Spielzeug u.v.m. vernetzen und sichtbarer für Kundinnen und Kunden machen. Das ist mit großem Erfolg gelungen! Bis Dezember 2023 konnten fast 60 Betriebe gewonnen werden, die sich u.a. auf www.vonhier-vulkaneifel.de präsentieren. Und das Netzwerk wächst weiter. Durch die Vernetzung untereinander profitieren die Erzeuger ebenso wie von den Workshops und Seminaren, die die WFG gemeinsam mit den Wirtschaftsförderern der Verbandsgemeinden Gerolstein, Daun und Kelberg anbietet. 2023 sind der Natur- und Geopark Vulkaneifel und die drei in der Region ansässigen Kreditinstitute – die Kreissparkasse Vulkaneifel, die VR Bank RheinAhrEifel eG und die Volksbank Eifel eG – als Sponsoren dazu gekommen. Das ermöglicht weiterhin das kostenfreie Angebot für unsere regionalen Erzeuger. Mehr unter www.vonhier-vulkaneifel.de.

Wir sind WEITER da!

Unser Team freut sich darauf, die Vulkaneifel auch und gerade in schwierigen Zeiten noch mehr zu einer Region zu machen, in der man gut arbeiten und gut leben kann!

 

 

 

 

 

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Politik

Nordrhein-Westfalen regelt Unterstützung für Betroffene von Naturkatastrophen

Region/Düsseldorf – NRW Minister Reul: Schnelle und unbürokratische Hilfe ist in den ersten Tagen das Wichtigste – Wer sich nach einer regional begrenzten Naturkatastrophe in einer akuten Notlage befindet, zum Beispiel durch schwere Schäden an Gebäuden, bekommt künftig eine erste finanzielle Hilfestellung vom Land. Dazu hat die Landesregierung jetzt eine neue Richtlinie verabschiedet. Die Neuregelung war notwendig, weil die alte Richtlinie ausgelaufen war.

Die Soforthilferichtlinie gilt für Privathaushalte und land- und forstwirtschaftliche Betriebe. Die Höhe der so genannten Soforthilfe richtet sich nach der Anzahl der in einem Privathaushalt lebenden Personen. Haushalten mit einer Person stehen demnach 2.000 Euro zu. Für jede weitere gemeldete Person gibt es 1.000 Euro zusätzlich. Land- und forstwirtschaftliche Betriebe können einen Festbetrag von grundsätzlich 5.000 EUR je Betriebsstätte erhalten.

„Naturkatastrophen, wie die Flut im Jahr 2021, hinterlassen Zerstörung und Verzweiflung. Wir wollen die Betroffenen in Nordrhein-Westfalen damit nicht alleine lassen. Schnelle und unbürokratische Hilfe ist in den ersten Tagen das Wichtigste. Deshalb war es uns als Landesregierung wichtig, die finanzielle Soforthilfe planungsfest zu regeln. Das schafft ein kleines Stück Sicherheit in Situationen, die Menschen aus ihrem gewohnten Leben reißen“, sagt Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul. Sein Ministerium hat die Richtlinie federführend ausgearbeitet.

Betroffene können einen entsprechenden Antrag bei ihrer zuständigen Gemeinde stellen. Damit die Einmalzahlung gewährt wird, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein:

Der Landtag muss das Naturereignis förmlich als eine Naturkatastrophe anerkannt haben.

Darüber hinaus muss die Antragstellerin oder der Antragsteller erklären, dass es sich um den Hauptwohnsitz handelt, ein Schaden in Höhe von mindestens 5.000 Euro entstanden ist oder sie oder er den Hausstand verloren hat. Bedingung ist außerdem, dass die Versicherung nicht oder nicht zeitnah für den kompletten Schaden aufkommt. Ein Antragsmuster mit Erklärungen soll beim Beantragen unterstützen.

Bis Ende 2022 galt bereits eine ähnliche Richtlinie zur Soforthilfe. Die neue Richtlinie soll es Betroffenen deutlich einfacher machen, einen Antrag zu stellen. Das nordrhein-westfälische Innenministerium hat die Richtlinie zusammen mit dem Ministerium der Finanzen, dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bauen und Digitalisierung, dem Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr, dem Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie dem Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie in Nordrhein-Westfalen und unter Beteiligung der Staatskanzlei ausgearbeitet.

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Tourismus

Das Ahrtal als innovative und nachhaltige Tourismusregion

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Endbericht zum Nachhaltigen Tourismuskonzept Ahrtal 2025 liegt vor – Vorstellung im Beisein von Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt – Ein Meilenstein für den Tourismus im Ahrtal: Erstmals hat die Destination eine eigene Tourismusstrategie.

(v.l.) David Bongart, Meike Carll, Erster Beigeordneter Hans-Werner Adams, Erster Beigeordneter Peter Diewald, Sebastian Kniel, Geschäftsführer Christian Senk, Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt, Jan F. Kobernuß, Landrätin Cornelia Weigand, Bürgermeister Guido Nisius, Denis Hüttig, Bürgermeister Dominik Gieler. Foto: Ahrtal-Tourismus/Max Harrus

Mitte Februar 2024 hat der Ahrtal-Tourismus den Endbericht zum Nachhaltigen Tourismuskonzept Ahrtal 2025 vorgestellt. Das rund 130 Seiten starke Papier beschreibt nicht nur die Strategie und Ziele des Ahrtals, sondern liefert auch eine Zielgruppen-Analyse sowie einen Maßnahmen-Katalog von knapp 70 Einzelprojekten. Nach rund 20 Monaten voller Workshops, Ideen-Werkstätten, Befragungen und Potential-Analysen ist die gesamte Ausarbeitung nun auch für die Öffentlichkeit einsehbar. Unter ahrtal.de/tourismuskonzept2025 finden Interessierte alle Informationen.

Zur Vorstellung im Hotel Aurora begrüßte Denis Hüttig, Vorstandsmitglied des Ahrtal-Tourismus, insbesondere Ministerin Daniela Schmitt vom Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz, welches die Finanzierung der gesamten Konzeptentwicklung übernommen hat. Als Vertreter der Kommunen waren Bürgermeister Dominik Gieler (Verbandsgemeinde Altenahr), der Erste Beigeordnete Peter Diewald (Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler), Bürgermeister Guido Nisius (Verbandsgemeinde Adenau) und der Erste Beigeordnete Hans-Werner Adams (Stadt Sinzig) mit dabei. Von Seiten des Kreises Ahrweiler nahm Landrätin Cornelia Weigand am Termin teil.

„Das Nachhaltige Tourismuskonzept Ahrtal 2025 bündelt Ideen für einen Aufbruch, für eine wirtschaftlich starke, nachhaltige und liebenswerte Tourismusregion“, sagte die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt. „Knapp zwei Jahre nach der verheerenden Hochwasserkatastrophe haben alle touristischen Akteure an der Ahr in einem breiten Schulterschluss aus Tourismuswirtschaft, Weinwirtschaft, Kommunen, aber auch unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, der Politik und der Fachorganisationen im gesamten Ahrtal eine fundierte und zukunftsweisende Strategie erarbeitet und weiterentwickelt.“ Als Land habe man die Bemühungen vor Ort stets intensiv begleitet und auch finanziell mit rund 1,2 Millionen Euro zusätzlich zur üblichen Tourismusförderung unterstützt. Diese Unterstützungszusage gelte auch weiterhin. So überreichte Schmitt einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 50.000 Euro für die Fortführung der erfolgreichen Kampagne „We AHR Open“. „Ich wünsche Ihnen allen weiterhin gutes Gelingen und viel Erfolg bei der Umsetzung der vor Ihnen liegenden Aufgaben“, so die Ministerin.

Der herausgearbeitete Leitgedanke des Tourismuskonzeptes: Das Ahrtal soll DIE nachhaltige und innovative Natur- und Weinregion in Deutschland werden. Darüber hinaus soll das Ahrtal für ein starkes „Wir-Gefühl“, für Premium-Qualität und beste Gastlichkeit sowie für einen perfekten Lebensraum für alle Generationen und zufriedene Fachkräfte stehen. In den Zielgruppen finden sich Wein- und Naturgenießer ab 50 Jahren und aktive Naturgenießer, aber auch eine jüngere Zielgruppe ab ca. 30 Jahren, die genussorientierte Entschleunigung sucht. Das gesamte Tourismuskonzept steht unter dem übergeordneten Ziel der Nachhaltigkeit.

„Gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels und seiner Auswirkungen hat das Thema Nachhaltigkeit im Ahrtal noch mehr als in anderen Destinationen an Bedeutung gewonnen“, erklärte Denis Hüttig. Das Ahrtal stelle sich mit dem Nachhaltigen Tourismuskonzept der Aufgabe, konkrete Nachhaltigkeitsprojekte auf betrieblicher, kommunaler und regionaler Ebene umzusetzen. „Im Tourismus reicht Wiederaufbau langfristig nicht aus! Das Ahrtal muss sich mit Innovation und Nachhaltigkeit neu positionieren. Das geht nur mit neuen Angeboten und Maßnahmen!“, verdeutlichte Hüttig. So wurden alle im Konzept enthaltenen Projekte und Maßnahmen auch unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit bewertet.

Aus der Liste der rund 70 möglichen Einzelprojekte wurden bereits einige Leitprojekte priorisiert. So finden sich ganz oben auf der Wunschliste beispielsweise die Hängebrücke bei Walporzheim, welche auf Höhe der Bunten Kuh den Rotweinwanderweg und den AhrSteig miteinander verbinden soll, und der Skywalk in der Nähe des Regierungsbunkers in Ahrweiler. Eine zentrale Bedeutung kommt auch dem Wiederaufbau der Ahr-Thermen zu, welchen die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler als Eigentümerin koordiniert. Zum Thema Flutmuseum steht derzeit die Option im Raum, dieses mit einem möglichen International Crisis Center Ahr (ICCA) zu verbinden. Während für das Flutmuseum als Einzelprojekt bereits eine Machbarkeitsstudie veröffentlicht wurde, ist die von der Kreisverwaltung Ahrweiler in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie für das ICCA noch in Arbeit. „Sobald diese vorliegt, können weiterführende Entscheidungen mit allen Beteiligten getroffen werden“, sagte Christian Senk, Geschäftsführer des Ahrtal-Tourismus.

Er machte deutlich, dass auch zum Fortführen der Projekte Hängebrücke und Skywalk zeitnah Finanzmittel benötigt werden. Das rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerium hat bereits signalisiert, eine Förderung zu prüfen. „Wir rechnen fest damit, dass das Land uns in unserem Vorhaben unterstützen wird“, ist Senk optimistisch. Grundsätzlich beginne nun die eigentliche Arbeit, nämlich Leitprojekte in die Umsetzung zu bringen. „Wichtigste Aufgabe wird die Erörterung von Finanzierungsmöglichkeiten sein. Mit dem Tourismuskonzept haben wir jetzt auch die Grundlage für die Anwerbung potentieller Investoren und für mögliche Fördertöpfe. Denn klar ist, dass das Ahrtal weiterhin enorme Unterstützung benötigen wird.“

Zum Abschluss des Termins dankte Senk im Namen des Ahrtal-Tourismus ganz besonders David Bongart, welcher als Projektleiter die Konzeptentwicklung maßgeblich begleitet und mit gesteuert hat. „Dass wir nun den vollständigen Endbericht vorliegen haben, ist vor allem seiner engagierten Projektleitung zu verdanken“, lobte Senk. Er verabschiedete Bongart, welcher seit Januar neue Aufgaben an der Mosel übernommen hat und kündigte an, dass die Stelle des Projektleiters zeitnah neu besetzt werde.

 

 

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Ehemaliger Kapitän des 1. FC Köln Lukas Sinkiewicz begeisterte die „Geißböcke Nordeifel“

Roggendorf/Köln – „Sinke“ war der 70. Stammtisch-Gast – Er ist mit 1,92 Meter einer der Größten im deutschen Fußball. Und das nicht nur wegen seiner Körpergröße: Er hat 76 Bundesligaspiele für den 1. FC Köln bestritten, 39 Spiele beim Erstligisten Bayer 04 Leverkusen, zehn für den FC Augsburg und 41 für den VfL Bochum. Heute ist der 38-jährige Lukas Sinkiewicz Trainer des Bonner SC, und noch immer ein gern gesehener Gast im Kölner Geißbockheim. Jetzt war der in Polen geborene und in Quadrat-Ichendorf aufgewachsene Ex-Fußball-Profi beim Roggendorfer FC-Fanclub „Geißböcke Nordeifel“ zu Gast.

Es war der 70. Gast aus den Reihen ehemaliger Spieler oder Fanbetreuern des 1. FC Köln, den Fanclub-Vorsitzender Günter Henk in den 19 Jahren des Clubbestehens begrüßen konnte. Und so lange kennen sich Henk und „Sinke“, wie der ehemalige Kapitän der Kölner Geißböcke in seiner aktiven Profizeit genannt wurde. Was lag da näher, Lukas Sinkiewicz zum Ehrenmitglied der Nordeifeler Geißböcke zu ernennen. Vize-Vorsitzende Sandra Igel überreichte ihm die dazugehörige Ernennungs-Urkunde.

Es wurde ein unterhaltsamer Abend mit dem ehemaligen FC-Kicker. Die Anwesenden erfuhren viel über den Fußballer, der bereits als fünfjähriger Knirps beim FC Flerzheim dem runden Leder nachjagte, und danach als Jugendspieler beim VfL Rheinbach und beim 1. FC Quadrat-Ichendorf kickte, ehe er 1996 bei den Junioren des 1. FC Köln anheuerte. Schon ein Jahr später gab er beim FC als Profi sein Bundesliga-Debüt.

Sinkiewicz erzählte auch, wie er mit Clubkamerad Lukas „Poldi“ Podolski auf dem Beifahrersitz bei Habbelrath mit seinem roten VW-Polo im Renntempo zum Training gefahren war, was ihm einen ordentlichen Rüffel des Vereins eingebracht habe. Der heute 38-jährige Vater von drei Söhnen, deren Vornamen allesamt mit „L“ beginnen, hat in der Zeit von 2004 bis 2006 insgesamt 17 Spiele in den Nationalmannschaften U-19 und U-21 bestritten, ehe er 2005 unter Bundestrainer Jürgen Klinsmann in die Nationalelf berufen wurde, in der er drei Spiele bestritt.

Die derzeitige Situation beim abstiegsbedrohten FC Köln und die Entlassung von Trainer Stefan Baumgart empfinde er als ehemaliger Spieler der Geißböcke sehr schade. Als ehemaliger Profi von Bayer 04 Leverkusen freue er sich aber über die derzeitigen Erfolge seines Ex-Vereins, der mit acht Punkten Vorsprung auf den FC Bayern München die Bundesliga-Tabelle anführe und auf Meisterschaftskurs sei. Es sei jetzt auch endlich an der Zeit, dass nach dieser Saison mal ein anderer Verein die begehrte Meisterschale bekomme. Sinkiewicz: „Meine beiden jüngsten Kinder kennen keinen anderen Deutschen Meister als Bayern München“.

Er habe noch viele Kontakte mit ehemaligen Spielern des FC Köln, berichtete der Ex-Profi. Denen seien auch die vielen Aktivitäten der Geißböcke Nordeifel bekannt. Seine Ernennung zum Ehrenmitglied mache ihn stolz. Hellauf begeistert war Sinkiewicz über die Altersstruktur der Fanclubmitglieder, die von 15 bis 85 Jahre reicht.

Respekt zollte er dem Ehepaar Nelly und Jörg Barnert aus Kalenberg. Mit 85 Jahren ist Nelly Barnert das älteste Mitglied der Eifeler Geißböcke. Ihr Ehemann Jörg wird in Kürze 80 Jahre alt. Nicht nur, dass die beiden bei jedem Stammtisch in Roggendorf dabei sind; das betagte Ehepaar versäumt auch kein Heimspiel des FC im Stadion, wo beide einen festen Platz haben.

Vorsitzender Günter Henk wies beim Stammtisch auf eine weitere Veranstaltung am Donnerstag, 21. März, um 19 Uhr hin. Dann kommen Ex-FC-Spieler Harald Konopka und der Buchautor und FC-Kenner Frank Steffan zu einem öffentlichen Fußball-Podcast mit Autogrammstunde. Fußballfreunde sind herzlich eingeladen.       (Reiner Züll)

 

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Mechernich bildet „pastoralen Raum“ – Neue Strukturen werden Realität

Mechernich/Region – Ab 2028 sind neue Großpfarrgemeinden im Bistum Aachen geplant – „Alle paar Jahre wird eine neue Sau durchs Dorf getrieben“: Dieser altbewährte Spruch auf sich rasch verändernde Situationen und Rahmenbedingungen ist längst auch im kirchlichen Raum eingezogen. Seit der Römerzeit bewährte Größen wie die Dekanate sind verschwunden, Pfarren wurden diesseits der Aachen-Kölner Bistumsgrenzen in „Gemeinschaften der Gemeinden“, auf Kölner Seite zu „Seelsorgebereichen“ zusammengefasst.

Jetzt sollen auf Aachener Seite zunächst mit gleicher territorialer Grenzziehung „Pastorale Räume“ und „Orte von Kirche“ entstehen, aus den früheren Bistumsregionen, im Fall der Mechernicher Gemeinden also der Region „Eifel“, sollen eines nicht allzu fernen Tages acht bis elf (Groß-) Pfarreien werden.

Der Pfarrer von Mechernich und GdG-Leiter der derzeitigen „Gemeinschaft der Gemeinden, GdG, St. Barbara“ nimmt im aktuellen Pfarrbrief Stellung zum Thema – und fordert seine Schäflein auf, von sich aus alle denkbaren „Orte von Kirche“ für den künftigen „Pastoralen Raum“ anzumelden und sich dort in einem noch zu bildenden Gremium per in der Gruppe selbst zu wählender Vertreter repräsentieren zu lassen.

Klassische und neue Christengruppen

Was sind solche „Gruppen von Kirche“? Nun, Kirchenchöre, Jugendgruppen, Gebetsgruppen, Bruderschaften, Pilgergemeinschaften, Frauenvereinigungen, Frühschichten oder spezielle Zusammenschlüsse wie der Unterausschuss „St. Georgsritt“ in Kallmuth oder die Zeltlagercrew „Camp St. Agnes“ in Bleibuir und Umgebung, klassische, althergebrachte, aber auch neue Gruppierungen katholischer Christen.

„Neue Strukturen brauchen neue Namen, aus GdG St. Barbara Mechernich wird der pastorale Raum St. Barbara Mechernich“, schreibt Pfarrer Pühringer im GdG-Boten: „Mehr als nur eine Namensänderung. Die GdG bildet viele eigenständige Pfarrgemeinden ab, der Pastorale Raum hingegen ist ab 2028 Teil einer Groß-Pfarrgemeinde, die vermutlich die jetzige Region Eifel sein wird.“

Im schlimmsten Fall habe der Pastorale Raum gar kein eigenes hauptamtliches Kirchenpersonal mehr, das sei bei der neuen Groß-Pfarrei angesiedelt, so der frühere Eifeldekan und Mitglied im Priesterrat des Aachener Bischofs Dr. Helmut Dieser. Vor Ort, in den einzelnen Kirchengemeinden, müsste es gleichwohl Christen geben, die sich auskennen, so genannte „Leute wie Du und ich“. Die will Pühringer bereits jetzt „sammeln“ und bis Mitte des Jahres in einem neuen „Rat des pastoralen Raumes“ an einen Tisch bringen.

„Jeder »Ort von Kirche« soll einen Aspekt des kirchlichen Lebens – Liturgie, Glaubensweitergabe, Nächstenliebe, Gemeinschaft im Glauben – auf seine je eigene Art verwirklichen“, schreibt der gebürtige Aachener an die Katholiken im südlichen und westlichen Teil der Stadt Mechernich: „Bei manchen Orten von Kirchen kann es schwer sein, sie nur einem Bereich zuzuordnen.“

Aber das sei „kein Problem“, so lange diese „Orte von Kirche“ eine „Anerkennung durch ein pastorales Gremium des pastoralen Raums haben“, zurzeit durch das Pastoralteam, das aus ihm, Pühringer, seinen Pfarrern, Gemeinde- und Pastoralreferentinnen sowie einem Diakon besteht.

Vom Pastoralteam anerkannt

Jeder so zugelassene „Ort von Kirche“ müsse aus den Reihen seiner Mitglieder einen Vertreter für die Vollversammlung des pastoralen Raums wählen, der nach Pastor Pühringers Vorstellungen ein oder zweimal mal pro Jahr tagt: „Diese Vollversammlung wählt dann den Rat des pastoralen Raums, der mindestens viermal im Jahr tagen soll.“ Geleitet werden solle der pastorale Raum von Vertretern des Pastoralteams, des Rates des pastoralen Raums und des Kirchenvorstands.

Mit der geplanten Wahl neuer Kirchenvorstände 2025 könne dieser neue Kirchenvorstand bereits gebildet werden. Erik Pühringer: „2024 ist ein Jahr des Übergangs. So können wir erste Erfahrungen sammeln und an den Stellen nachbessern, wo wir Schwachpunkte entdecken, bevor 2028 alles endgültig fertig und umgesetzt sein soll.“

Er hoffe, „dass wir in unserer GdG St. Barbara Mechernich nun ganz viele »Orte von Kirche« entdecken, die zukünftig den pastoralen Raum St. Barbara Mechernich mit vielfältigem Leben erfüllen und zu einer überzeugenden Verwirklichung einer Gemeinschaft von Glaubenden machen.“ Er schließt in der Hoffnung, dass man sich „trotz neuer Namen keine Sorgen um die Zukunft kirchlichen Lebens machen“ müsse.

Informationen und Meldungen an das Pfarrbüro Mechernich, Weierstraße 80, Tel. (0 24 43) 86 40, oder eines der Mitglieder im Pastoralteam: Pfarrer Pühringer (02443/23 18), Pfr. Stephen (0176/60 48 57 66, Pfarrer Arenz (02443) 25 51, Diakon Manfred Lang (0177) 46 54 000, Gemeindereferentin Doris Keutgen (0157) 58 36 38 45, Pastoralreferentin Linda Schmitt-Thees (0157) 51 63 28 47, Krankenhausseelsorgerin Cordula Waberzeck (02443)17 11 71, Koordinatorin Gerda Schilles (02443) 90 29 431.

Eine GdG-Versammlung zum Thema findet am Samstag, 9. März, ab 10 Uhr in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Mechernich statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

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Gesundheit

Warum Gefäßerkrankungen fachübergreifend behandelt werden sollten

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Die Gefäßchirurgie am Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr steht für eine umfassende Diagnostik und Therapie von Gefäßerkrankungen. Dabei arbeitet das Team eng mit Kolleginnen und Kollegen anderer medizinischer Fachrichtungen zusammen. Wie Betroffene von dieser Interdisziplinarität profitieren, erläutert Chefarzt Kambiz Fadaei.

Immer mehr Menschen leiden an Gefäßerkrankungen, also an krankhaften Veränderungen der Venen und Arterien. Dazu zählen zum Beispiel nicht heilende Wunden, Durchblutungsstörungen durch verengte oder verschlossene Arterien, krankhaft erweiterte Gefäße wie ein Bauchaorten-Aneurysma, Krampfadern und Thrombosen. Am Krankenhaus Maria Hilf ist die Abteilung für Gefäßchirurgie erste Anlaufstelle für Betroffene. Hier bieten Chefarzt Kambiz Fadaei und sein Team – leitender Oberarzt Nasir Ahmad Sayed, Oberarzt Abdulbaset Alared, Assistenzärztin Ceren Akinci sowie Gefäßassistent Markus Schmitz – eine umfassende Behandlung sämtlicher Gefäßerkrankungen an. Das Besondere: „Unsere Patientinnen und Patienten erhalten ein diagnostisches sowie therapeutisches Gesamtpaket in Kooperation mit vielen weiteren Fachabteilungen des Klinikums“, sagt Fadaei.

Das ist wichtig, da Gefäßerkrankungen in der Regel nicht isoliert auftreten. Betroffene leiden häufig zusätzlich unter Diabetes, Bluthochdruck und/oder erhöhten Blutfettwerten. Allesamt Risikofaktoren, die sowohl die Gefäße als auch das gesamte Herz-Kreislauf-System schädigen – vor allem, wenn sie unerkannt bleiben. Neben der Behandlung der akuten Gefäßerkrankung sei deshalb eine ganzheitliche internistische Diagnostik und Therapie von großer Bedeutung, so Fadaei. Am Krankenhaus Maria Hilf arbeiten er und sein Team eng mit den Internisten, Kardiologen, Anästhesisten und Geriatern des Klinikums zusammen. Die Diagnostik erfolgt in enger Kooperation mit der Radiologie des Hauses. Diese verfügt über eine hochmoderne technische Ausstattung, mit der vor Ort sämtliche notwendige Untersuchungen durchgeführt werden können. Für den Patienten bedeutet das: kurze Wege und unkomplizierte Terminabstimmungen.

Die Gefäßchirurgen haben umfangreiche Erfahrungen mit dem gesamten Spektrum gefäßchirurgischer Behandlungsmethoden. Dazu gehören sowohl interventionelle Eingriffe, bei denen beispielsweise mit Hilfe eines Katheters Engstellen in den Gefäßen aufgedehnt und mit einem Stent stabilisiert werden, als auch offene gefäßchirurgische Operationen. Diese können notwendig sein, wenn Gefäße über eine größere Distanz verschlossen sind und sich nicht mehr mit dem Katheter öffnen lassen. In diesen Fällen legen die Gefäßchirurgen einen sogenannten Bypass, mit dem der Gefäßverschluss mit Hilfe körpereigener Venen umgangen und die Durchblutung der Gliedmaßen wiederhergestellt wird. So behandeln sie zum Beispiel chronische Wunden an den Unterschenkeln und den Füßen. „Falls erforderlich, führen wir diese beiden Operationstechniken auch als hybriden Eingriff in einer einzigen OP durch“, erläutert Fadaei. „Für die Patientinnen und Patienten ist das weniger belastend, und sie sind schneller wieder fit.“

Neben der Abteilung für Gefäßchirurgie befindet sich unter dem Dach des Krankenhauses eine weitere Anlaufstelle für Menschen mit Gefäßerkrankungen: das Medizinische Versorgungszentrum kurz MVZ mit einer spezialisierten Facharztpraxis für Gefäßchirurgie. Hier erhalten Betroffene kurzfristig Termine zur Untersuchung. Zum Beispiel bei anhaltenden Schmerzen in den Beinen oder auch bei Wunden, die nicht heilen wollen. „Symptome wie diese können auf eine Durchblutungsstörung hinweisen und sollten unbedingt gefäßchirurgisch abgeklärt werden“, betont Fadaei.

Vor allem Diabetikern rät er, sehr auf ihre Füße zu achten. Denn sie neigen dazu, ein diabetisches Fußsyndrom zu entwickeln. Viele von ihnen leiden an Polyneuropathie, einer Nervenschädigung an den Füßen, die durch die Stoffwechselerkrankung verursacht wird. Das führt dazu, dass Betroffene nur noch geringe oder keine Schmerzen an den Füßen empfinden. Sie spüren Druckstellen oder kleine Steinchen im Schuh nicht und laufen sich im schlimmsten Fall die Füße wund, ohne es zu merken. Sind diese Verletzungen unter dem Fuß, dann kommt es gar nicht so selten vor, dass diese längere Zeit unbemerkt bleiben. Werden sie dann entdeckt, sind oftmals schon große Wunden entstanden, die sich möglicherweise bereits infiziert haben. Fadaei empfiehlt deshalb, täglich die Füße anzuschauen und auch kleinste Verletzungen ernst zu nehmen und behandeln zu lassen.

Jede Patientin, jeder Patient kann sich im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) ohne Überweisung in ärztliche Behandlung begeben. Terminvereinbarung telefonisch unter 02641 83-5682 oder per Mail: gefaesschirurgie.maw@marienhaus.de.

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Aus der Eifel für die Eifel – Gerolsteiner Brunnen fördert auch in diesem Jahr gemeinnützige Projekte

Gerolstein – Team mit Stern startet in die 16. Runde – Unter dem Motto „Aus der Eifel, für die Eifel – Gemeinsam gestalten wir die Zukunft der Region“ unterstützt der Gerolsteiner Brunnen in diesem Jahr bereits zum 16. Mal in Folge gemeinnützige Projekte im Umkreis.

Ab sofort und bis 22. April können sich Vereine, Schulen, Betreuungseinrichtungen und weitere Organisationen aus den Verbandsgemeinden Gerolstein, Daun und Kelberg mit ihren Ideen auf der Aktionswebseite www.team-mit-stern.de bewerben. Erstmals können sich Projekte auch um ehrenamtliche Unterstützung, etwa durch fachliches Know-how oder helfende Hände, statt finanzieller Förderung bewerben.

Welchen Förderbedarf sie haben, entscheiden die einzelnen Teams selbst: Pro Projekt ist eine Förderung zwischen 1.000 und 5.000 Euro möglich. Auch 2024 unterstützt Gerolsteiner mit insgesamt 50.000 Euro. Nach Abschluss der Bewerbungsphase entscheidet eine Jury aus Geschäftsführung und Mitarbeitenden im Rahmen einer Vorauswahl darüber, welche Teams am Online-Voting teilnehmen.

Die Abstimmung beginnt am 7. Mai und endet am 24. Mai – auch alle Mitarbeitenden von Gerolsteiner können daran teilnehmen. Projekte, die sich ausschließlich um ehrenamtliche Hilfe bewerben, nehmen nicht am Voting teil, sondern werden vom Unternehmen persönlich kontaktiert, wenn passende Unterstützung zur Verfügung steht.
Die Gewinnerteams werden am 7. Juni bekanntgegeben und auf der Webseite der Aktion vorgestellt. Seine Teams mit Stern begleitet der Gerolsteiner Brunnen dann durch das ganze Jahr.

Wie geht’s den Teams mit Stern 2023?

Im vergangenen Jahr wurden 13 Teams mit Stern für gefördert. Wie die Auswahl zeigt, haben die Gewinnerteams ganz unterschiedliche Konzepte in die Tat umgesetzt: SV Büscheich goes Zumba®
Mithilfe der Fördersumme wurde eine mitreißende Zumba-Tanzgruppe gegründet und das Sportangebot des SV Büscheich erweitert. Jetzt wird jeden Montag ab 18:30 Uhr im Gemeindehaus mit Begeisterung getanzt.

Natur- und Erlebnislandschaft der KiTa Sonnenschein, Üxheim

Die Kinder der KiTa Sonnenschein freuen sich riesig über die neugestaltete Hangspielfläche und die ersten neuen Spiel- und Klettergeräte. Es fehlt noch ein Kletternetz, das in den nächsten Tagen unter strenger Aufsicht durch die Kleinen verwirklicht wird.

Kinder schreiben Lied – pädagogische Wohngruppe Müllenborn

Drei Ferientage lang waren die Kinder und Jugendlichen der pädagogischen Wohngruppe Müllenborn mit den Dozentinnen und Dozenten kreativ: Gemeinsam haben sie einen Songtext geschrieben, Musik komponiert, Instrumente und Gesang aufgenommen und ein Musikvideo gedreht. In ihrem neuen Song „Weihnachtszeit“ erzählen sie davon, wie sie sich auf Weihnachten vorbereitet und sich über ihre Weihnachtsgeschenke gefreut haben. Das Ergebnis gibt’s auf YouTube.

Seit Beginn der Initiative Team mit Stern hat der Gerolsteiner Brunnen inzwischen mehr als 260 innovative Projekte gefördert – darunter auch viele Aktionen, die sich der Nachhaltigkeit und dem Schutz der Umwelt widmen und so zur Erhaltung der Vulkaneifel als Heimat des Gerolsteiner Mineralwassers beitragen. Auf www.team-mit-stern.de dokumentieren die Teams des vergangenen Jahres ihre Fortschritte.

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Stadtarchiv und Stadtmuseum Euskirchen veröffentlichen Bildband mit 200 Bildern zur Flut

Euskirchen – Die Flutkatastrophe vom 14. Juli 2021 ist durch die massiven Auswirkungen auf das Leben und das Erscheinungsbild der Stadt ein ausgesprochen drastisches Ereignis in der jüngsten Geschichte Euskirchens.

In einem gemeinsamen Forschungsprojekt haben Stadtarchiv und Stadtmuseum Euskirchen private Foto- und Filmaufnahmen, die während oder unmittelbar nach der Katastrophe gemacht worden waren, gesammelt. Von über 3.000 eingereichten Fotos wurden nach der fachlichen Auswertung 2.500 Exemplare in die Sammlung des Stadtarchivs aufgenommen. 2022 präsentierte das Stadtmuseum über 50 ausgewählte Fotos aus diesem Konvolut in einer großen und sehr erfolgreichen Ausstellung.

Aus dieser Ausstellung wurde nun wiederum der jetzt vorliegende Bildband entwickelt. Darin ist über die Ausstellungsfotos hinaus noch eine große Zahl weiterer Fotos zu sehen. Zudem wurden Vergleichsfotos zur Dokumentation des inzwischen erfolgten Wiederaufbaus hinzugefügt. Insgesamt zeigt der Bildband mit 200 Fotos, die dramatischen Ereignisse und ihre unmittelbaren Folgen. Mit den fotografischen Beiträgen von zahlreichen Euskirchener Bürgerinnen und Bürgern wird so die Erinnerung an dieses schwerwiegende Ereignis der jüngsten Geschichte in einer Publikation gebündelt.

Der Bildband ist ab sofort zum Preis von 15 € im Stadtmuseum erhältlich.