Kategorien
Wirtschaft

Post-Corona-Stadt: RWTH und Stadt Aachen entwickeln gemeinsam Perspektiven für die Innenstadt

Aachen, 20.02.2021 – Für die Entwicklung der Innenstädte wirkt die Corona-Krise wie ein Brennglas. Schon vor der Pandemie wurde der Wandel des Einzelhandels auch in Aachen intensiv diskutiert. Wie verändert Fokussierung auf Online-Shopping das Verhalten und die Bedürfnisse von Bürger- und Besucher*innen? Wie verändert es Einkaufsstraßen und Fußgängerzonen? Mit welchen Charakterzügen punktet eine attraktive City heute und in Zukunft? Welche Probleme müssen dringend angepackt werden? Und welche Herausforderungen entstehen, wenn sich gleichermaßen die Arbeitswelt etwa durch zunehmendes Homeoffice und das Freizeitverhalten der Menschen ändern.

Mit der Stadtgesellschaft Lösungen finden

Die RWTH Aachen erforscht dieses komplexe Themenfeld nun in enger Kooperation mit der Stadt Aachen im Rahmen des Projekts „Post-Corona-Stadt: Ideen und Konzepte für die resiliente Stadtentwicklung“. Das Ziel lautet, praktische Lösungsansätze vor Ort zu finden. Wie sieht unsere Innenstadt von morgen aus? Was können wir heute schon tun, um hochwertige Aufenthaltsräume und ansprechende Orte in der City zu schaffen? Welche Chancen und Potenziale stecken in den Herausforderungen, die uns die aktuelle Corona-Lage beschert?

Das interdisziplinär aufgestellte Aachener Wissenschafts- und Stadtteam gehört zu einem von 13 Projekten, die deutschlandweit ausgewählt worden sind. Insgesamt 222 Bewerbungen waren bei der Nationalen Stadtentwicklungspolitik – einer Gemeinschaftsinitiative von Bund, Ländern und Kommunen – eingegangen. Der Bund fördert den gesamten Projektaufruf mit 3,5 Millionen Euro. 350.000 Euro fließen davon nun nach Aachen.

Für Aachens Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen ist die intensive, fachlich fundierte Auseinandersetzung mit der Innenstadt entscheidend für die künftige Entwicklung Aachens. „Wir stehen vor enormen Herausforderungen. Es ist zu erwarten, dass sich der Leerstand von Geschäftslokalen, den wir in Teilen der Innenstadt bereits vor Corona registriert haben, durch die kräftezehrende Bewältigung der Pandemie weiter verschärft. Wir müssen jetzt gute Ansätze finden, wie wir unsere Aachener Innenstadt von morgen gemeinsam gestalten wollen!“, betont die OBin und sagt weiter: „Diesen Weg nun gemeinsam mit unserer starken Partnerin RWTH zu beschreiten, neue Perspektiven für eine resiliente – also eine robuste – Stadtentwicklung aufzuschlagen, stimmt mich zuversichtlich, dass wir diese Mammutaufgabe meistern.“ Die Stadt profitiere an vielen Stellen von der Zusammenarbeit mit den Hochschulen – umgekehrt gelte dies ebenso. „Dieses Pfund müssen wir auch beim Umbau der Post-Corona-Stadt ausspielen. Ebenso setzen wir natürlich auf das Know-how und Engagement der Expert*innen des Alltags, unserer Bürgerinnen und Bürger“, verspricht Sibylle Keupen, das Thema auch in einem intensiven öffentlichen Diskurs zu verankern. „Nur mit einem starken Gemeinsinn schaffen wir diese Veränderung!“

RWTH-Rektor Rüdiger: „Wandel bewusst gestalten!“

RWTH-Rektor Ulrich Rüdiger erklärt dazu: „Die Pandemie hat unser Leben gravierend verändert, die Auswirkungen dieser Ausnahmesituation werden wir noch lange spüren. Die Veränderungen betreffen uns an der Hochschule – etwa im Bereich Lehre und Prüfungswesen –, sie werden aber auch in den Städten und in unserem Zusammenleben sichtbar sein. Wir sollten sie als Chance begreifen. Gemeinsam mit den städtischen Akteurinnen und Akteuren möchte die RWTH den Wandel bewusst gestalten und durch unser wissenschaftliches Know-How zu einer zukunftsorientierten Stadtentwicklung beitragen.“

„ACademie“ startet im Mai 2021

Das Projekt bietet allen Akteur*innen in der Aachener Innenstadt die Möglichkeit, neue tragfähige Konzepte zu entwickeln und auch zu erproben. Im Fokus sollen alltagstaugliche Nutzungen und neue Mischungen aus Wohnen, Arbeiten, Bildung, Nachbarschaft, Kultur stehen. Räumlich im Fokus steht die Innenstadt innerhalb des Grabenrings zzgl. angrenzender, von Handel geprägter Übergangsbereiche. Im Rahmen des Projekts werden neuartige Planungswerkzeuge entwickelt. So sollen in einer digitalen Plattform Raumangebote, interessierte Akteure und Nutzungsideen erfasst und neu verknüpft werden. In heute schon leerstehenden Ladenlokalen sollen Ad-hoc-Lösungen entwickelt und getestet werden. Es ist außerdem geplant, eine Mitmachzentrale, betrieben von Studierenden, einzurichten. All dies dockt an etablierte Formate und Projekte der Stadt Aachen an, die sich bereits seit längerem mit den drängenden Fragen des Strukturwandels in der Innenstadt beschäftigen.

Das Projekt startet voraussichtlich im Mai 2021. Erste öffentliche Formate im Rahmen der „ACademie für kollaborative Stadtentwicklung“ sind für den Spätsommer 2021 geplant. Das Projektende ist aktuell für den Herbst 2023 vorsehen

Kategorien
News

Coronahilfe Profisport in NRW: Förderzeitraum bis zum 30. Juni 2021 verlängert

Region/Düsseldorf, 20.02.2021 – Die Staatskanzlei NRW teilt mit: Die Landesregierung wird die Coronahilfe Profisport fortsetzen und auch weiterhin Sportvereine oder deren Unternehmungen, die mit einer Mannschaft am Spielbetrieb einer Vierten Liga teilnehmen, unterstützen. Über das Hilfsprogramm des Landes wird den nordrhein-westfälischen Viertligisten ein Anteil der ihnen aufgrund des Zuschauerverbots entgehenden Ticketeinnahmen ersetzt. Nun wurde der Förderzeitraum bis zum 30. Juni 2021 verlängert.

Im vergangenen Jahr wurden 40 Viertligisten mit Landesmitteln in Höhe von insgesamt gut 3,5 Millionen Euro unterstützt. Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, wertet das Hilfsprogramm als Erfolg: „Es freut mich sehr, dass wir mit unserer Coronahilfe Profisport die Bundesförderung für die ersten bis dritten Ligen effektiv ergänzen und einen Beitrag dazu leisten, auch die Sportvereine der Vierten Ligen vor wirtschaftlichen Notsituationen zu bewahren.“ Mit Blick auf die Verlängerung des Programms sagt die Staatssekretärin weiter: „Für die Sportvereine wünsche ich mir, dass sich die pandemische Lage bald soweit verbessert, dass alle Ligen ihren Spielbetrieb wiederaufnehmen können. Für die Athletinnen und Athleten würde es mich sehr freuen, wenn wir ihre Leistungen in absehbarer Zeit wieder vor Ort bejubeln können. Bis dahin werden wir den Sport dabei unterstützen, die Einschränkungen wie bisher auch solidarisch mitzutragen.“

Die Antragstellung ist ausschließlich online über das Förderportal des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen möglich. Anträge können nach Freischaltung bis zum 15. Juni 2021 gestellt werden. Vereine, die bereits eine Hilfe aus der Coronahilfe Profisport erhalten haben, sind nicht von weiteren Förderungen ausgeschlossen.

Kategorien
News

Hilfe im ersten Lebensjahr – Fünfteiliger DRK-Online-Kursus für Eltern ab Dienstag, 23. Februar, jeweils 11 bis 12.30 Uhr

Euskirchen, 20.02.2021 – Die Familienbildung des Rotkreuz-Kreisverbandes Euskirchen bietet beginnend am 23. Februar an insgesamt fünf aufeinanderfolgenden Dienstagen jeweils von 11 bis 12.30 Uhr einen kostenlosen Online-Kursus „Elternstart NRW“ an. Letzter Termin ist demnach der 23. März.

Das Online-Treffen richtet sich an junge Eltern. Dozentin Miriam Nachtkamp steht ihnen in allen Fragen rund um das Baby Rede und Antwort: Mögliche Themengebiete sind die ersten Zähnchen, das Stillen und das Schlafen.

„Wegen der Corona-Pandemie gibt es für Eltern in der ersten Zeit mit ihrem Baby kaum Austauschmöglichkeiten. Wir wollen mit unserem Online-Angebot eine schöne und kostenlose Alternative anbieten“, sagt Heike Iven von der DRK-Familienbildung.

Bei ihr kann man sich unter 02251/7911 44 oder unter hiven@drk-eu.de anmelden. Eine weitere Anmeldemöglichkeit besteht über die Internetseite des Rotkreuz-Kreisverbandes Euskirchen unter www.drk-eu.de/ Die Zugangsdaten erhalten die Teilnehmer von der Dozentin. Benötigt werden ein Laptop, Tablet oder Smartphone und ein Internetzugang.

„Elternstart NRW“ ist ein Kursprogramm des NRW-Familienministeriums und Teil des Kernarbeitsprogramms „Eltern stärken – initiativ handeln“. Eltern und andere Erziehungsberechtigte dürfen im ersten Lebensjahr ihres Kindes einmal pro Kind kostenlos einen solchen Kursus besuchen.

Kategorien
Wirtschaft

TechniSat spendet medizinische Masken an Westeifel Werke

Gerolstein, 19.02.2021 – Die gemeinnützige Westeifel Werke GmbH der Lebenshilfen Bitburg, Daun und Prüm, darf sich über eine Spende von 30.000 medizinischer Masken des Dauner Unternehmens TechniSat freuen. Bekannt ist das Unternehmen TechniSat aus dem Bereich der Unterhaltungselektronik. Doch seit Ende September produziert die Firma FFP-2-Masken und medizinische Masken an seinem Standort im sächsischen Schöneck. Einen Teil der dort produzierten Masken werden nun im Unternehmensverbund der Westeifel Werke von den Mitarbeitern mit Behinderung getragen.

Das Tragen von medizinischen Masken ist für die betreuten Mitarbeiter in den Werkstätten und in den Wohnheimen vorgeschrieben. Auch die hauptamtlichen Mitarbeiter müssen sich an diese Vorschrift halten. Die Spende umfasst 10.000 FFP-2-Masken sowie 20.000 Mundnasenschutz-Masken. „Wir freuen uns über diese tolle Spende der Firma TechniSat“, so Ferdinand Niesen, Geschäftsführer der Westeifel Werke (WEW). „Die medizinische Maske ist auch in unseren Werkstätten und Wohnheimen zu einem unerlässlichen und täglichen Begleiter geworden. Ohne Maske geht es nicht. Bei 1.300 Mitarbeitern in unserem Unternehmensverbund kommt dabei aber täglich eine große Menge an benötigten Masken zusammen. Daher sind wir über diese äußerst großzügige Unterstützung überaus dankbar.“ Die Masken werden täglich an die Mitarbeiter im Firmenverbund ausgegeben.

„Bereits seit Jahrzehnten arbeiten die TechniSat Digital GmbH und die TPS-Technitube Röhrenwerke GmbH mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Westeifel Werke zusammen. Die Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Geschäftsführer, Herrn Erwin Görgen, und dem neuen Geschäftsführer, Herrn Ferdinand Niesen, war uns immer sehr wichtig, denn die Westeifel Werke leisten einen wichtigen Beitrag dazu, dass Menschen mit Beeinträchtigung am Arbeitsleben und am Leben in der Gemeinschaft teilhaben können.

Damit das auch in diesen außergewöhnlichen Zeiten weiterhin möglich ist, haben wir den Westeifel Werken 10.000 FFP2-Masken und 20.000 Mundnasenschutz-Masken gespendet“, so Peter Lepper, Firmengründer und Geschäftsführer TechniSat Digital GmbH/TPS-Technitube Röhrenwerke GmbH, über die Spende. „Wir möchten auch in Zukunft zum Schutz der Gesundheit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie deren Betreuern beitragen und möchten den Westeifel Werken monatlich, bei entsprechendem Bedarf, 5.000 bis 10.000 FFP2- und/oder OP-Masken spenden.“

Kategorien
Wirtschaft

Zukunftsfähige Infrastruktur für Polch – Westenergie investiert eigenwirtschaftlich in Breitbandausbau

Polch, 19.02.2021 – Der Zugang zum schnellen Internet wird in Polch Realität: Die Westnetz GmbH hat im Auftrag der Westenergie Breitband GmbH die Bauarbeiten für die Infrastruktur in Polch erfolgreich abgeschlossen, so dass jetzt Anwohner im Ausbaugebiet über Hochleistungsanschlüsse an das Glasfasernetz verfügen. Haushalte und Unternehmen profitieren von dem erfolgreichen eigenwirtschaftlichen Breitbandausbau der Westenergie Breitband GmbH, bei dem das Energieunternehmen, die Bürger und Stadt vor Ort engagiert und erfolgreich zusammenarbeiten. Insbesondere die Bildungseinrichtungen in Polch erzielen einen großen Nutzen durch die Anbindung an das schnelle Internet.

Das neue Breitbandnetz von Westenergie ermöglicht Bandbreiten im Gigabitbereich. Streaming-Dienste, Online-Shopping, Homeoffice oder Homeschooling sind nur mit einer guten Datenanbindung möglich und die benötigten Datenmengen wachsen stetig weiter. Michael Dötsch, Leiter des Regionalzentrums Rauschermühle bei Westnetz erläutert: „Beim Ausbau der Breitband-Infrastruktur beschränken wir uns nicht nur auf die Interessen der größeren Städte und Gemeinden, sondern blicken auf eine Flächenversorgung im gesamten Versorgungsgebiet. So tragen wir unserer Verantwortung als verlässlicher Partner der Kommunen bei diesem wichtigen Thema Rechnung.“

In einem ambitionierten Zeitplan hat Westnetz die Infrastruktur in Polch für das schnelle Internet geschaffen. Dabei wurden 15 Kilometer Glasfaserkabel eingebracht. Westnetz investierte 280.000 Euro
in die Ausbaumaßnahme der Stadt. Insgesamt hat Westnetz in Polch bereits ein Glasfasernetz mit einer Gesamtlänge von 34 Kilometern verlegt.

Fabian Vocktmann, Regionalmanager bei Westenergie, weiß aus der Zusammenarbeit mit den Kommunen, welche Bedeutung das Thema Breitbandausbau einnimmt: „Eine zukunftsfähige Breitbandversorgung ist heute von zentraler Bedeutung und eine wesentliche Investition in die zukunftsfähige, digitale Infrastruktur einer Kommune. Gerade im ländlichen Bereich ist dies ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Zudem wird in Zeiten der Corona-Krise schnelles Internet immer wichtiger, da Bürger als auch Schüler vermehrt im Homeoffice tätig sind.“

Westenergie schließt in Polch auch die Bildungseinrichtungen an das schnelle Internet an. Darunter zählen die Grundschule St. Georg, die Stephanus-Schule und die Integrierte Gesamtschule Maifeld.
„Dass Breitbandinternet in der heutigen Zeit zur digitalen Ausstattung von Schulen gehört, hat uns nicht erst die Corona-Pandemie gezeigt. Eine bestmögliche Bildung im digitalen Zeitalter ist ohne die nötige Infrastruktur nicht umsetzbar. Wir sind stolz, nunmehr für unsere Schulen optimale Voraussetzungen geschaffen und die Digitalisierung in unserer Stadt gemeinsam mit Westenergie weiter vorangetrieben
zu haben“, betont Gerd Klasen, Stadtbürgermeister von Polch.

Bereits Ende letzten Jahres hat Westenergie die Stadt Polch beim Aufbau der Infrastruktur für das Impfzentrum unterstützt. Innerhalb weniger Tage wurde die Maifeldhalle ans Glasfasernetz angeschlossen und die Voraussetzung für eine schnelle Internetanbindung geschaffen. „Wir sind dankbar, dass uns Westenergie als zuverlässiger Partner vor Ort im Kampf gegen die Corona-Pandemie unterstützt. Von der Planung über die Organisation und Realisierung lief alles Hand in Hand und blitzschnell“, erläutert Gerd Klasen.

Zum Unternehmen

Die Westenergie Breitband GmbH, vormals innogy TelNet GmbH, ist eine 100-prozentige Tochter der Westenergie AG und zuständig für den Ausbau des Breitbandnetzes in den Städten und Gemeinden.

Die Ansprache von Kunden im Ausbaugebiet und der Vertrieb von passenden Breitbandprodukten erfolgt durch die E.ON Energie Deutschland. Alle Anwohner, die einen schnellen Internetanschluss erhalten können, wurden per Post von Westenergie über den erfolgten Ausbau informiert. Darüber hinaus gibt es unter der kostenlosen Rufnummer 0800 99 000 66 Auskunft über die Produkte und Leistungen. Weitere Informationen finden Interessierte auch unter www.eon-highspeed.com.

Kategorien
Top-Events

Nachbetrachtung: Karnevals-Gottesdienst der GdG St. Barbara Mechernich bei YouTube abrufbar

Mechernich, 19.02.2021  – Was für eine himmlische Jeckerei! Der Karnevalsgottesdienst der GdG St. Barbara Mechernich, der seit Karnevalssonntag bei YouTube zu finden ist, zeigt: Auch in schlechten Zeiten hält man in Mechernich zusammen. Und auch wenn Karneval vorbei ist: Ansehen sollte man den Beitrag unbedingt, denn ist er doch wie Balsam auf die von Corona geschundene Seele.

Sakristan Marco Sistig kutschierte Pfarrer Erik Pühringer im Alt-Prinzenwagen 2.0 herum – einer Schubkarre. Foto: GdG St. Barbara/YouTube/pp/Agentur ProfiPress

Neben dem Pfarrteam rund um Pfarrer Erik Pühringer und dem Familienmesskreis nahmen zahlreiche Kinder und natürlich auch jede Menge Jecken aus dem Stadtgebiet teil – fast alle einzeln, und wenn nicht immer auf Abstand. Die Organisten ließen rheinische Karnevalslieder wie „Echte Fründe“ und „Mir lossen d’r Dom en Kölle“ majestätisch auf ihren Kirchenorgeln erklingen. Und aus vielen Einzelaufnahmen der Mitglieder des Kirchenchors St. Cäcilia Mechernich wurde ein kraftvolles Ensemblewerk – was im Übrigen auch für das Gesamtvideo spricht. Über Tage hinweg trudelten die Videos im Pfarrbüro ein. Rainer Peters schnitt daraus ein tolles Video zusammen.

Dass der Gottesdienst etwas anders sein würde als sonst, zeigte sich schon zu Beginn. Denn Pfarrer Erik Pühringer ließ sich von Sakristan Marco Sistig mit dem Alt-Prinzenwagen 2.0 in die Kirche bringen – einer Schubkarre, deren Reifen vorher noch aufgepumpt werden mussten. Pühringer leitete die Messe, mal mit, mal ohne Narrenkappe, überließ allerdings Diakon Manni Lang, einst im Karneval als „Ne Nickelije Eefeler“ bekannt, die karnevalistische Kurzpredigt.

Pfarrer Erik Pühringer, selbst ein waschechter Jeck, führte durch den Karnevalsgottesdienst der GdG St. Barbara Mechernich – und das teils sogar mit Narrenkappe. Foto: GdG St. Barbara/YouTube/pp/Agentur ProfiPress

Pühringer sollte in seinem musikalischen Beitrag als „Himmelsbote Erik der Rote“ Recht behalten, als er sang: „Und ich düse im Sauseschritt und bring‘ das Lachen mit“. Denn nicht nur Pfarrsekretärin Agnes Peters weiß in ihrer Grußbotschaft: „Lachen ist gesund und befreit“.

Für eine lange Videosequenz schlüpfte Weyers Ortsbürgermeister Björn Wassong in seiner Paraderolle als „Ne Jeck im Rään“. Foto: GdG St. Barbara/YouTube/pp/Agentur ProfiPress

Und so hatten es die Teilnehmer in diesem 80-minütigen Karnevalsgottesdienst auf die Lachmuskeln der Zuschauer bei YouTube abgesehen. Björn Wassong, Ortsbürgermeister von Weyer, schlüpfte in seine Rolle als Büttenredner „Ne Jeck im Rään“, Senioren des Barbarahofes gaben ebenso Tanzeinlagen zum Besten wie die Tanzgarden der Mechernicher Gesellschaften. Und selbst das Dreigestirn 2015/16, Prinz Michael III. (Sander), Bauer Reinhard (Kisewski) und Jungfrau Margret (Eich) kam noch einmal zusammen. FMK-Vorsitzender Albert Meyer, sein Stellvertreter Marcel Hembach und zwei Pänz schickten jecke Grüße an die Gläubigen der GdG.

Und nicht nur das: Die Pänz der inklusiven Kita St. Johannes Baptist sowie Fabian und Julian Meyer aus Mechernich verzichteten auch nicht auf einen Karnevalszug – nur eben mit Spielzeugautos. Die Kindergartenkinder hatten sogar Mechernich im Kleinformat nachgebastelt, aus dem Rathaus blickte Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick. Und im Meyer’schen Kinderzimmer säumten Minions den Straßenrand beim närrischen Lindwurm.

Diese 80 Minuten der GdG St. Barbara Mechernich machten deutlich: Karneval und Kirche fangen beide nicht nur mit K an, sie verbindet viel mehr, auch in Zeiten, in denen man nicht zusammenfeiern kann wie in dieser Corona-Pandemie. Oder um es mit Manni Lang zu sagen: „Es geht nicht alles glatt und trotzdem ist das Leben wunderschön.“

Kategorien
News

Oberbürgermeister der Stadt Mayen ruft zur Stimmabgabe auf

Mayen, 19.02.2021 – Briefwahl für die Landtagswahl bereits jetzt in Mayen unkompliziert möglich. Am 14. März 2021 wird in Rheinland-Pfalz ein neuer Landtag gewählt. „Machen Sie von Ihrem Wahlrecht Gebrauch!“, ruft Oberbürgermeister Dirk Meid die Mayener Bürgerinnen und Bürger auf und weist darauf hin, dass auch die aktuelle Corona-Pandemie niemanden abhalten sollte, zu wählen.

„Hygienekonzepte in den Wahllokalen sind für uns eine Selbstverständlichkeit. Aber Sie können auch bereits jetzt – vollkommen sicher und komplett kontaktlos – per Briefwahl wählen“, erklärt der Stadtchef. Die Briefwahl kann ohne Angabe von Gründen unkompliziert beantragen werden. Folgende Möglichkeiten stehen zur Auswahl:

  • schriftlich – durch Ausfüllen des Antrages auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung oder mittels formlosen Brief an die Stadtverwaltung
  • online, über den auf der Wahlbenachrichtigung abgedruckten QR-Code,
  • online unter www.mayen.de/wahlen
  • per Fax oder
  • durch einfache Email an briefwahl@mayen.de

Bei der Email-Beantragung muss der Familiennamen, der Vornamen, das Geburtsdatum sowie die vollständige Wohnanschrift (Straße, Hausnummer, Postleitzahl, Ort) angegeben werden.

„Die Beantragung von Briefwahlunterlagen per Telefon ist leider nicht möglich“, erklären die Mitarbeiter des Wahlamtes und geben den Tipp: „Bitte denken Sie daran, dass wir eine kleine Bearbeitungszeit für Ihren Antrag brauchen und auch der Postweg etwas Zeit in Anspruch nimmt. Beantragen Sie also gerne heute schon Ihre Wahlunterlagen!“

Bisher wurden bereits rund 2.300 Wahlscheine ausgestellt.

Wer vor Ort im Briefwahlbüro wählen möchte, muss hierfür einen Termin vereinbaren unter www.mayen.de/online-leistungen oder telefonisch unter 02651 – 88 2002 oder 02651 – 88 4013. Ein Zugang zum Briefwahlbüro ist aus Pandemieschutzgründen ohne Terminvereinbarung nicht möglich.

Kategorien
Top-Themen

Landrat Dr. Saftig freut sich: 2.500 Tablets für Mayen-Koblenzer Schüler – Verteilung der Geräte an Schulen hat begonnen

Region/Mayen-Koblenz, 19.02.2021 – Insgesamt stehen den Schulen im Landkreis Mayen-Koblenz ab sofort 2.500 Tablets für eine Ausleihe an Schüler für das digitale Lernen zu Hause zur Verfügung. Der Großteil der Geräte wurde aus dem Sofortausstattungsprogramm des Bundes angeschafft. Um die Anzahl zu erhöhen, wurde der zur Verfügung stehende Betrag aus Kreismitteln um rund 110.000 Euro aufgestockt.

Aufgrund von Lieferengpässen erhielt der Landkreis die Geräte erst Mitte Januar. In nur zwei Wochen wurden die Tablets durch die Mitarbeiter der Kreisverwaltung so vorbereitet und konfiguriert, dass die Schüler diese direkt nach dem Einschalten verwenden können. Dabei konnte jede Schule vorab Apps festlegen, die den Schülern auf dem Tablet für den Unterricht zur Verfügung stehen sollen. Die Lieferung an die Schulen erfolgte anhand eines zuvor festgelegten Verteilungsschlüssels. „Die vergangenen Wochen und Monate haben gezeigt, wie wichtig es für die Schüler ist, von zu Hause aus arbeitsfähig zu sein. Ich bin froh, dass wir als Schulträger nun eine so große Anzahl an Geräten ausliefern konnten, die eine wichtige Grundlage für das digitale Lernen darstellen“, freut sich Landrat Dr. Alexander Saftig.

Kategorien
News

Eine jecke Spendenübergabe an Kinder und Jugendliche in Aachen

Aachen, 19.02.2021 – Zweimal 1.111,11 Euro – eine jecke Spende gab es nun vom Karnevalsfestkomitee der Stadtverwaltung Aachen an die Vereine „Jugendliche powern ohne Gewalt“ und „Verein zur Förderung der Kinder und Jugendlichen in Aachen Ost“.

Die Vertreter*innen der Vereine konnten wegen der Coronavirus-Pandemie zwar nicht zu einer offiziellen Übergabe eingeladen werden, aber dafür informierten Karlheinz Welters, Andreas Fischer und Ralf Diesburg vom Komitee Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen im Ratssitzungssaal des Rathauses über die Spende.

Sibylle Keupen zeigte sich erfreut darüber, dass die Spenden Kindern und Jugendlichen zugutekommen: „Beide Initiativen stehen für eine schnelle und unaufgeregte Hilfe aus der Bürgerschaft, die in der Pandemie an so vielen Stellen wichtig ist. Es ist heute ein schöner Anlass, unsere Wertschätzung auszusprechen.“ So wird zum einen ein Verein gefördert, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Kindern und Jugendlichen in Aachen Ost ein gesundes Mittagessen zur Verfügung zu stellen. Ein ähnliches Projekt betreibt der Verein „Jugendliche powern ohne Gewalt“, der eine Kooperation mit der Gemeinschaftshauptschule Aretzstraße unterhält und dort die Mensa sowie den Kiosk betreibt.

„Gerade Kinder und Jugendliche leiden in der aktuellen Situation besonders“, erläuterte Karlheinz Welters vom Komitee die Spendenwahl. Außerdem habe sich das Komitee darauf verständigt, das Geld eher unbekannteren Aachener Vereinen zugutekommen zu lassen, die auf kein großes Spendennetzwerk zurückgreifen können und somit Hilfe dringend benötigen.

Das Karnevalsfestkomitee der Stadtverwaltung Aachen besteht aus Verwaltungsmitarbeiter*innen und organisiert seit etwa 50 Jahren zwei Karnevalsfeten für alle Verwaltungsmitarbeiter*innen in der Aula Carolina und dem Verwaltungsgebäude an der Lagerhausstraße. Den Überschuss aus den Einnahmen spenden sie jedes Jahr Institutionen, die auf Hilfe angewiesen sind. Im vergangenen Jahr hat das Komitee einen Überschuss von 2.700 Euro erzielt, wovon 500 Euro als Planung für die nächste Fete eingesetzt werden.

Kategorien
Top-Themen

Dürener Landrat Wolfgang Spelthahn: „Großer Schritt auf dem Weg zur Wasserstoff-Region“

Düren, 19.02.2021 – Aus der Vision wird Wirklichkeit: Im vergangenen Spätsommer kündigte Landrat Wolfgang Spelthahn an, dass der Kreis Düren grünen, klimaneutralen Wasserstoff produzieren werde. Gestern vermeldete er gewissermaßen Vollzug. „Ich freue mich sehr, dass wir renommierte Partner gewonnen haben, um unser Vorhaben umzusetzen.“

Der Kreis Düren ist der erste Kreis landesweit, der grünen Wasserstoff herstellen wird und kommt damit seinem Ziel „auf dem Weg zur innovativen Wasserstoffregion einen großen Schritt weiter“, wie der Landrat betonte. Details des Projektes wurden gestern in einer corona-konformen Pressekonferenz vorgestellt.

Am Brainergy-Park, einem innovativen Gewerbegebiet auf Jülicher Stadtgebiet (beteiligt sind neben Jülich noch die Kommunen Niederzier und Titz) wird einer der größten Solarparks in NRW entstehen. Die dort aus circa 18 000 Modulen gewonnene Sonnenenergie wird verwendet, um über ein sogenanntes Elektrolyseverfahren Wasserstoff herzustellen. Den Solarpark wird das Euskirchener Unternehmen F&S Solar bauen, die für die Elektrolyse notwendige Anlage die Siemens AG.

„Wir haben nun die Baugenehmigung erhalten“, sagte Uwe Czypiorski, Technischer Geschäftsführer von F&S Solar im Kreishaus und betonte, dass es damit bald losgehen könnte. Czypiorski lobte wie Dr. Bernd Koch, Leiter dezentrale Energiesysteme bei der Siemens AG, die strategisch gute Lage für die Produktionsstätte am Brainergy Park. Dr. Koch nannte die Herstellung von grünem Wasserstoff „ein sehr gutes Konzept mit einer sauberen Lösung“.

Zur Umsetzung des Projektes, das vom Bund für eine finanzielle Förderung ausgesucht wurde, soll eine Betreibergesellschaft gegründet werden, der neben dem Kreis Düren und der Siemens AG noch RWE und der Industriegasespezialist Messer Group angehören sollen. Diese Gesellschaft ist für das gesamte Projekt verantwortlich und tritt als Bauherrin auf. Für Tim Evison, Senior Vice President Clean Hydrogen bei Messer Group, ist „das Projekt genau auf die Bedürfnisse des Kreises Düren zugeschnitten“. Sein Unternehmen freue sich, nun „unsere Kompetenz für die Logistik einbringen zu können“. Jens Rochol, Projekt Manager Hydrogen bei RWE Generation, spannte den Bogen zum Strukturwandel im Rheinischen Revier, der sich aus dem absehbaren Ende des Braunkohleabbaus ergibt. „Wir wollen nicht nur abschalten, sondern auch anschalten“, betonte Rochol und fasste stellvertretend für alle beteiligten Akteure zusammen, dass es Ziel aller Partner sei, einen wirtschaftlichen Betrieb der Produktionsstätte sicherzustellen.

Der Kreis Düren wird den klimaneutralen, grünen Wasserstoff für seine eigenen Bedarfe nutzen. Derzeit wird der Öffentliche Personen-Nahverkehr auf Elektromobilität umgestellt: Der Kauf von fünf Wasserstoffbussen ist ausgeschrieben, außerdem wird der Kreis zum nächst möglichen Termin vier Wasserstoff-Züge einsetzen. Fünf Wasserstoff-Tankstellen sind geplant. Eine davon wird noch in diesem Jahr im Gewerbegebiet „Im großen Tal“ errichtet. Der am Brainergy Park produzierte grüne Wasserstoff wird aber auch zur weiteren Verwendung in der Industrie oder beispielsweise für Speditionen angeboten.

„Wasserstofftechnologie ist die Zukunft“, betonte Landrat Wolfgang Spelthahn. „Wir kommen damit unserem Ziel, im Kreis Düren bis 2035 klimaneutral zu sein, ein erhebliches Stück weiter. Heute ist uns der Durchbruch gelungen.“

Baubeginn für die Produktionsanlagen ist nach Abschluss der Planungsphase noch in diesem Jahr, Fertigstellung dann 2022.