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Impfungen für die über 70-Jährigen gehen weiter

Düren, 17.04.2021 – Für die über 70 Jahre alten Menschen im Kreis Düren werden die Corona-Impfungen fortgesetzt. Ab Montag, 19. April,  können sich die Jahrgänge 1946 und 1947 für einen Impftermin – auch für den Lebenspartner – anmelden.

Die Terminbuchung erfolgt online über www.116117.de sowie telefonisch über die kostenlose Rufnummer 0800/116 117 01. Ein Einladungsschreiben für diese Personen wird per Post verschickt; dies ist aber zur Impfanmeldung nicht notwendig. Es ist nach wie vor möglich, Termine für die vorherigen Geburtsjahrgänge 1941 bis 1945 sowie Personen über 80 Jahre über die Kassenärztliche Vereinigung zu vereinbaren.

Am Sonntag, 18. April, werden wieder unter coronakonformen Bedingungen kostenlose Schnelltests (Nasenabstrich) im Kreishaus in Düren (Bismarckstr. 16, Haupteingang) und in der Geschäftsstelle der Kreisverwaltung in Jülich (Düsseldorfer Str. 6) von 9 bis 17 Uhr angeboten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Testzentren im Kreis Düren sind hier zu finden: https://www.kreis-dueren.de/aktuelles/corona/schnelltest-informationen.php

Aktuell sind im Kreis Düren 812 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Seit gestern (15.4.) gibt es 60 Neuinfektionen. Insgesamt sind seit Ausbruch der Pandemie 11.672 Menschen positiv getestet worden. Die Zahl der Genesenen steigt um 77 und beträgt nun 10.603.  (Stand: 14 Uhr)

50.744 Menschen im Kreis Düren haben im Impfzentrum des Kreises Düren bisher die Erstimpfung erhalten und 17.309 sind dort zum zweiten Mal geimpft worden (das sind 2237 Erstimpfungen und fünf Zweitimpfungen mehr als gestern am 15.4.). Es handelte sich hierbei um Sondererstimpfungen, die aufgrund des zusätzlichen Kontingents von Astra-Zeneca-Impfstoff für Menschen über 60 Jahre (wir berichteten) erfolgten. Da das Impfzentrum montags und donnerstags normalerweise geschlossen ist, waren nur wenige Zweitimpfungen terminiert.

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Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier freut sich über die Klarstellung

StädteRegion Aachen, 17.04.2021 – Kostenlose Bürgertests für jedermann – Grenzen spielen keine Rolle! Alle Bürgerinnen und Bürger haben im Rahmen der verfügbaren Testkapazitäten mindestens einmal pro Woche Anspruch auf einen kostenlosen Schnelltest, den sogenannten Bürgertest. Was zunächst auch für diejenigen galt, die im Ausland wohnen, war zwischenzeitlich auf den Wohnsitz in Deutschland begrenzt worden. Dagegen hatte Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier protestiert und den Ministerpräsidenten des Landes gebeten, sich für eine lebensnahe Regelung zugunsten der Menschen in unserer Dreiländer-Region einzusetzen. Die erbetene Klarstellung liegt jetzt auf dem Tisch. In einer Erklärung des Landes wird eine aktuelle Stellungnahme des Bundesministeriums für Gesundheit zitiert, wonach alle Menschen Anspruch auf einen kostenlosen Bürgertest haben. Die Bürgertestung sei an keinerlei Voraussetzung geknüpft, also auch unabhängig vom Wohnsitz in Deutschland. Bürgertests dürfen aber ausschließlich nur von asymptomatischen Personen in Anspruch genommen werden. Aus Sicht der Landesregierung ist jeder Schnelltest einer Person, die sich im Land aufhält, ein Beitrag zur Eindämmung der Pandemie.

Grüttemeier ist sehr froh über diese Entwicklung: „Diese Stellungnahme aus Düsseldorf bringt Klarheit für die Menschen und unterstreicht das gemeinsame Anliegen, die Grenzen offen zu halten und gleichzeitig zu verhindern, dass dadurch das Infektionsgeschehen grenzüberschreitend weiter ansteigt. Die Schnelltests sind hierfür ein sinnvolles Mittel.“

Das Land weist zudem noch einmal auf die Coronavirus-Einreiseverordnung und einen weiteren Vorteil für Grenzgänger hin. Während normalerweise bei der Einreise aus einem Hochrisikogebiet ein maximal 48 Stunden alter Negativtest mitzuführen ist, ist der Test zur Einreise bei Grenzgängern 72 Stunden „gültig“. Außerdem sei es in diesen Fällen ausreichend, wenn der Test unmittelbar nach der Einreise nachgeholt würde, so das Land.

Inzwischen gibt es in der StädteRegion Aachen mehr als 250 Stellen, an denen man einen Schnelltest machen kann. Das sind zum einen über 80 klassifizierte Teststellen und zudem noch mehr als 150 Arztpraxen, die ebenfalls (für ihre Patienten) Tests durchführen. Um eine ortsnahe Versorgung sicherzustellen, werden zusätzlich noch Schnelltest-Busse eingesetzt.

Wichtig ist dabei, dass Bürgertests nur für Menschen ohne Covid-Symptome gedacht sind. Bei einem positiven Schnelltest-Ergebnis soll unverzüglich ein PCR-Bestätigungstest gemacht werden! Zudem gilt dann sofort eine Quarantänepflicht für die positiv getestete Person sowie deren Haushaltsangehörige. Alle aktiven Testzentren und den Fahrplan der Schnelltest-Busse findet man unter der Kurzadresse www.staedteregion-aachen.de/schnelltest

Für alle, die aus den Niederlanden kommend mit einem Negativtest nach Deutschland einreisen müssen, errichtet die Gemeinde Vaals in der Prof. von Kármánstraat (hinter dem Lidl) ein Schnelltestzentrum. In diesem Zentrum werden sowohl Antigen-Schnelltests als auch PCR-Tests abgenommen.

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Wirtschaft

Hervorragende Zusammenarbeit zwischen Landkreis Vulkaneifel und TechniSat

Daun/Hillesheim, 16.04.2021 – Zusätzlich zu den 10.000 FFP2-Masken stellte TechniSat dem Impfzentrum in Hillesheim einen MONITORLINE UHD kostenlos als Leihgabe zur Verfügung. Auf dem großen Bildschirm läuft in Dauerschleife ein Aufklärungsvideo zur Impfung, das sich Wartende anschauen.

Alexander Baulig von TechniSat (links) übergab Dennis Senft von der Verwaltung des Impfzentrums einen MONITORLINE UHD als Leihgabe, auf dem ein Aufklärungsvideo im Wartebereich gespielt wird. Foto: Peter Doeppes

Sicherer mit FFP2-Masken „Made in Germany“

Landrätin Julia Gieseking nutzte die Gelegenheit und informierte sich über die Produktion der FFP2-Masken. Die TECHNIMASK FFP2 wird an zwei TechniSat Standorten in Deutschland hergestellt: im sächsischen Schöneck und in Staßfurt bei Magdeburg. Bei der Produktion der Masken „Made in Germany“ vertraut TechniSat auch beim Vlies auf die Qualität der heimischen Herstellung. Hier setzt TechniSat auf das Meltblown-Vlies von TechniForm, einem Schwesterunternehmen aus Nerdlen/Eifel.

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Tourismus

Die neue ahrtal.de ist online

Ahrtal/Bad Neuenahr-Ahrweiler, 16.04.2021 – Ansprechender, übersichtlicher, besonderer Fokus auf mobile Endgeräte. Die Website www.ahrtal.de ist das wichtigste Online-Portal für Gäste und Touristen im Tal. Der Ahrtal-Tourismus Bad Neuenahr-Ahrweiler e. V. hat die vergangenen Monate gemeinsam mit der Marketing-Agentur shapefruit AG genutzt und die Website komplett neu aufgesetzt. Der Online-Auftritt ist nun in einem neuen Design, auf Basis neuester Technik und mit einem neuen inhaltlichen Konzept verfügbar.

Ob Planung des nächsten Aufenthalts, Suche nach einer passenden Wandertour oder um sich einen Überblick über die Angebote vor Ort zu verschaffen – die Nutzer finden mit wenigen Klicks genau die Informationen, die sie suchen. Dabei ist das Design der Seite deutlich bildlastiger, um auch die ganze Schönheit des Ahrtals darstellen zu können und Inspiration zu bieten. Die Seite ist zudem technisch auf dem neuesten Stand und für alle Endgeräte optimiert, denn Gäste, die im Ahrtal unterwegs sind, suchen vor allem über ihr Smartphone Informationen zum Tal. Die neue ahrtal.de ist zudem auch barrierefrei optimiert – sie kann z. B. mit einem Screenreader gelesen werden und auch Schriftgröße und Kontraste lassen sich schnell und einfach verändern. Die barrierefreie Optimierung konnte umgesetzt werden Dank der Förderung des Landes Rheinland-Pfalz und der Europäischen Union.

„ahrtal.de ist die sichtbarste und reichenweitenstärkste Internetseite zum Ahrtal. Mit dem Relaunch erfüllt die Seite nun gänzlich die Ansprüche an einen modernen Online-Auftritt, auf dem unsere Mitgliedsbetriebe ansprechend und prominent dargestellt werden“, sagt Christian Lindner, Vorsitzender des Ahrtal-Tourismus. Christian Senk, Geschäftsführer des Ahrtal-Tourismus Bad Neuenahr-Ahrweiler e. V., ergänzt: „ahrtal.de ist unsere digitale Visitenkarte als Tourismusregion. Gerade in der aktuellen Situation ist ein attraktiver und ansprechender Online-Auftritt für das Ahrtal entscheidend, um Gäste auf uns aufmerksam zu machen. Wir haben uns bei der Entwicklung vor allem auf die Darstellung auf mobilen Endgeräten konzentriert, denn die Suche nach Informationen erfolgt natürlich mehr und mehr über Smartphones und weniger über PC oder Laptop.“ Der Relaunch von www.ahrtal.de ist daher auch das Kernelement der Digitalstrategie des Ahrtal-Tourismus. „Und gleichzeitig auch ein wesentlicher Beitrag für einen hoffentlich baldigen Restart des Tourismus im Tal“, sagt Christian Senk.

Basis für die neue www.ahrtal.de ist nicht nur ein modernes Content-Management-System, sondern auch eine neue Datenbank – Content Hub genannt -, die die shapefruit AG entwickelt hat. In dieser werden verschiedene Datensätze, wie Touren, Veranstaltungen oder Points of Interest (POIs) verwaltet. „Hierbei handelt es sich um sogenannte strukturierte Daten, die von Google und Sprachassistenten besonders gut erfasst und durchsucht werden können. Der Content Hub ist zudem so programmiert, dass er über standardisierte Schnittstellen auch mit weiteren Webseiten verbunden werden kann“, erklärt Frank Mies, CEO der shapefruit AG. So können beispielsweise Informationen zu Veranstaltungen oder POIs über mehrere Webseiten zentral aus dem Content Hub ausgespielt werden, statt diese in jedem System einzeln einpflegen zu müssen.

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Sonder-Impfaktion am Wochenende in RLP: Mehr als 20.000 zusätzliche Impftermine vergeben

Region/Mainz, 16.04.2021 – „Morgen werden wir die Grenze der millionsten Impfung über die vom Land organisierten Wege überschreiten. Mehr als 750.000 Menschen im Land haben bereits eine Erstimpfung erhalten. Das zeigt, wir kommen voran“, sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler.

Für die Sonder-Impfaktion am kommenden Samstag und Sonntag wurden zusätzlich zu den bereits rund 18.000 terminierten Impfungen mehr als 20.000 Impftermine neu vergeben. 30 Impfzentren beteiligen sich an der Sonderaktion. „Insgesamt finden in an diesem Wochenende rund 39.000 Impfungen statt. Das ist ein weiterer Baustein für unser Ziel, vorhandenen Impfstoff so schnell wie möglich zu verimpfen, damit möglichst viele Menschen in Rheinland-Pfalz schnell einen Impfschutz erhalten“, so die Gesundheitsministerin.

Für die Sonder-Impfaktion an diesem Wochenende erhalten die Impfzentren zusätzlichen Impfstoff, um neben den bereits bestehenden Terminen weitere Impfungen bis zur Maximalgrenze der Kapazität durchführen können. Der Impfstoff wurde dafür unter anderem aufgrund von Umbuchungen im Zusammenhang mit AstraZeneca und einer Nachlieferung durch Biontech verfügbar. Auch bei der Sonderimpfaktion bleibt die Priorisierung der Bundes-Impfverordnung bestehen. Die Termine wurden an Menschen der Prioritätsgruppe 2 vergeben; die Benachrichtigung über den Impftermin ist per Mail und per Brief erfolgt.

Da die Terminvergabe für die Sonder-Impfaktion kurzfristig erfolgt ist, appellierte die Ministerin an alle bereits für eine Terminvergabe registrierten Bürgerinnen und Bürger, ihre E-Mail-Postfächer im Blick zu behalten: „Bitte überprüfen Sie Ihren Maileingang und schauen Sie auch nach, ob möglicherweise eine Mail versehentlich im Spam-Ordner gelandet ist.“

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Wirtschaft

Wirtschaftslage im Handwerk: Corona-Pandemie wirkt weiterhin als Konjunkturbremse

Region/Mayen-Koblenz, 16.04.2021 – Frühjahrsumfrage 2021 der Handwerkskammer Koblenz: Aussichten sind wieder optimistischer. Nach dem deutlichen Rückgang der Konjunkturergebnisse im Frühjahr 2020 präsentiert sich die Wirtschaftslage im Handwerk aktuell stabil und besser als erwartet. Auch die Einschätzungen der befragten 2.800 Handwerksbetriebe für die nächsten drei Monate sind wieder optimistischer. Von den Mitgliedsbetrieben der Handwerkskammer (HwK) Koblenz aus unterschiedlichen Gewerken schätzen bei der aktuellen Frühjahrskonjunkturbefragung 73 Prozent (Vorjahreswerte 2020 und 2019 in Klammern: 66 % / 94 %) ihre Geschäftslage als gut und befriedigend ein. Für die nächsten drei Monate gehen 86 Prozent (35 % / 95%) von einer zufriedenstellenden Geschäftslage aus.

Handwerke unterschiedlich betroffen

„Die Corona-Pandemie hat die Konjunktur in großen Teilen des Handwerks gedämpft. Am stärksten sind die Dienstleistungsbetriebe wie Friseure oder Kosmetiker betroffen. Auch die Fotografen, Konditoren, Bäcker, Fleischer, die Kfz-Betriebe sowie die Betriebe der Gesundheitshandwerke mussten Einbußen hinnehmen. Die besten Einschätzungen als auch Erwartungen für die nächsten drei Monate melden weiterhin die Betriebe der Bau- und Ausbauhandwerke. Dank hohem Auftragseingang ist die Baubranche gut aufgestellt. Damit sich die Wirtschaft insgesamt stabilisiert, müssen nun dringend die Lockdown-Maßnahmen, die schnelleren Impfungen und verstärkten Teststrategien greifen, um im Hinblick auf den Sommer zu weiteren Öffnungen und Lockerungen für alle Betriebe zu kommen“, so HwK-Präsident Kurt Krautscheid und Hauptgeschäftsführer Ralf Hellrich.

Beurteilung der Geschäftslage nach Gewerken

Über alle Branchen hinweg wird die Geschäftslage mit gut und befriedigend in einer Bandbreite von 28 bis 90 Prozent (2020: 16% bis 82 %) bewertet. Von den Bauhandwerken wie Maurer und Betonbauer, Zimmerer, Dachdecker oder Straßenbauer informieren 90 Prozent und von den Betrieben der Ausbauhandwerke wie Tischler, Maler, Installateure und Heizungsbauer, Elektrotechniker oder Fliesenleger 84 Prozent über eine gute oder zufriedenstellende Geschäftslage. Bei den Handwerkern für den gewerblichen Bedarf wie etwa Feinwerkmechaniker, Kälteanlagenbauer, Metallbauer oder Gebäudereiniger bewerten aktuell 68 Prozent die Lage mit gut oder befriedigend. Von den Betrieben der Nahrungsmittelhandwerke wie Bäcker, Konditoren und Fleischer und aus dem Kfz-Handwerk geben jeweils 57 Prozent der Befragten eine gute oder befriedigende Einschätzung ab. Nur 28 Prozent der Betriebe der personenbezogenen Dienstleistungsgewerbe wie Friseure, Kosmetiker oder Schumacher sind mit ihrer aktuellen Geschäftslage zufrieden.

Betriebsauslastung und Umsatzentwicklung weiter unbefriedigend

Bei der Kapazitätsauslastung geben im Frühjahr 2021 64 Prozent (2020: 61 % / 2019: 82 %) der Handwerksbetriebe im Kammerbezirk Koblenz an, mindestens zu 70 Prozent ausgelastet zu sein. Dies ist weiterhin unbefriedigend. Der Auftragsvorlauf hat sich auf 10,8 Wochen (8,4 Wochen / 12,7 Wochen) erhöht. Die Umsatzentwicklung hat sich leicht verbessert: aktuell geben 15 Prozent (15 % / 29 %) der Befragten an, dass die Umsätze gestiegen sind, 41 Prozent (32 % / 46 %) geben gleich hohe Umsätze gegenüber dem Vorquartal an, 44 Prozent (53 % / 25 %) müssen weiterhin Umsatzeinbußen hinnehmen.

Beschäftigungsentwicklung und Investitionsbereitschaft im 1. Quartal verhalten

10 Prozent (2020: 9 %) der befragten Betriebe stellen im ersten Quartal diesen Jahres Mitarbeiter ein, 13 Prozent (13 %) müssen Personal entlassen. 77 Prozent (78 %) der befragten Betriebe haben in diesem Jahr noch keine personellen Veränderungen vorgenommen. Perspektivisch befürchten 10 Prozent (19 %) in den nächsten drei Monaten Personal entlassen zu müssen, 12 Prozent (8 %) möchten mehr Personal beschäftigen.

Die Investitionsbereitschaft bleibt im ersten Quartal 2021 zurückhaltend. Der Anteil investierender Betriebe im Kammerbezirk beträgt aktuell 46 Prozent (50 %) bei einer durchschnittlichen Investitionssumme pro Betrieb von 20.000 Euro (24.000 Euro).

Prognosen im Handwerk deutlich optimistischer

Aktuell erwarten 86 Prozent (2020: 35 % / 2019: 95 %) der Handwerksbetriebe in den nächsten drei Monaten eine gute und zufriedenstellende Geschäftslage. Für den kommenden Sommer rechnen 79 Prozent (34 % / 92 %) der befragten Handwerker mit Wachstumsimpulsen, 21 Prozent (66 % / 8 %) befürchten Umsatzrückgänge. 30 Prozent der befragten Unternehmen (11 % / 38 %) gehen in den nächsten drei Monaten von einem steigenden Auftragsvolumen, 53 Prozent (25 % / 58 %) von Konstanz aus. Die zukünftige Investitionsbereitschaft wird von 66 Prozent (35 % / 79 %) der Betriebe als konstant oder steigend angegeben, 34 Prozent der Befragten möchten geringere Investitionen tätigen.

Beratungsangebot der HwK Koblenz

Mit passgenauen Beratungsleistungen unterstützt die HwK ihre Mitgliedsbetriebe, ob in betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Fragen, technologischen Transformationsprozessen oder Digitalisierungsvorhaben sowie zu den aktuellen Themen rund um das Coronavirus.

Zahlen und Fakten zur Wirtschaftskraft des Handwerks

Aktuell sind bei der Handwerkskammer Koblenz rund 20.300 Betriebe eingetragen. Dies entspricht 38 Prozent aller Handwerksbetriebe in Rheinland-Pfalz. In diesen Betrieben arbeiten etwa 106.000 Beschäftigte – im Landesvergleich sind das 40 Prozent aller Menschen, deren berufliche Heimat das Handwerk ist. Der durch Handwerksbetriebe im Norden des Landes generierte Umsatz liegt bei ca. 13,8 Mrd. Euro (bezogen auf RLP-Niveau 44 Prozent). 8.034 Handwerkslehrlinge werden momentan durch das Handwerk im Kammerbezirk Koblenz ausgebildet, 2.868 neue Ausbildungsverhältnisse konnten 2020 abgeschlossen werden.

Informationen zu Einzelheiten der Frühjahrsbefragung 2021 bei der Handwerkskammer Koblenz, Tel. 0261/ 398-161, presse@hwk-koblenz.de, www.hwk-koblenz.de

Das Handwerk ist weiterhin von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen. Im Frühjahr 2021 geben im Kammerbezirk Koblenz 73 Prozent der Befragten ein gutes oder befriedigendes Geschäftsklima an, Anfang 2019 waren es noch 94 Prozent. Die Prognosen werden wieder optimistischer. 86 Prozent der Handwerksbetriebe in der Region Mittelrhein gehen davon aus, dass sich ihre Geschäftslage zum Sommer hin verbessert oder gleichbleibt.
Quelle: HwK Koblenz

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Tourismus

Regionale MeldeApp Eifel auf Erfolgskurs

Prüm, 16.04.2021 – Bereits im vergangenen Jahr sorgte die MeldeApp Eifel für eine reibungslose und sichere digitale Kontaktnachverfolgung. Die für Vereine, Veranstalter, Gastronomen oder Freizeiteinrichtungen sowie für deren Gäste kostenlose App hat nun die Schwelle von 500 registrierten Anwendern geknackt.

Einer der Ersten: Der Dinopark Teufelsschlucht in Ernzen im Felsenland Südeifel. Dort erfreuen lebensecht gestaltete Nachbildungen von faszinierenden Dinosauriern inmitten der Natur vor allem abenteuerlustige Familien mit Kindern. Es ist eine spannende Zeitreise zurück in eine sehr ferne Vergangenheit. Doch in Pandemiezeiten setzt Geschäftsführer Bruno Zwank auf eine hoch moderne Lösung, um sich angesichts von notwendigen Terminreservierungen und Kontaktnachverfolgungen für die Gesundheitsämter buchstäblich nicht zu verzetteln. „Rund die Hälfte der Besucher nutzt unsere Möglichkeit, sich online und ohne lästigen Papierkram zu registrieren“, schildert er die sehr positive Resonanz auf die MeldeApp Eifel. Sie ist im Dinopark bereits seit Spätsommer 2020 im Einsatz. Dank des kostenfreien WLANs, das den Parkbesuchern zur Verfügung steht, klappt auch im zerklüfteten Areal des Felsenlandes die mobile Verbindung.

Der Dinopark ist somit einer von mehr als 500 gewerblichen oder gemeinnützigen Anwendern der App, welche von der in Bad Neuenahr-Ahrweiler ansässigen IT-Full-Service-Agentur Shapefruit AG entwickelt wurde. Zwank will auf jeden Fall bei dieser bewährten und für ihn kostenlosen App-Lösung bleiben. „Es ist eine große Erleichterung. Wir werden auch die neuen Funktionen zur Erfüllung von Reservierungspflichten nutzen.“ Die Praxis habe zudem gezeigt, dass die App nicht nur bedienerfreundlich ist: „Die Datensicherheit ist gewährleistet. Wir haben in all den Monaten, die wir sie anwenden, von keinerlei Problemen erfahren.“

Benjamin Bellardita, Geschäftsführer von Shapefruit, erläutert die besonderen Vorteile der MeldeApp Eifel: „Bei unserer Lösung ist es der Verein, der Gastronom, der Veranstalter, der die Dinge in der Hand behält. Es können so auch Gäste willkommen geheißen werden, die gar kein Smartphone mit sich führen oder keine entsprechende App installieren wollen. Denn der Betrieb oder Anbieter kann bei Bedarf auch auf Papier vorhandene Kontaktdaten selbst einpflegen. Sie gelangen genauso zuverlässig zu den Gesundheitsämtern wie bei direkter digitaler Eingabe durch den Kunden. Zudem kann er das Login auf ein bestimmtes Zeitfenster – etwa die eigenen Öffnungszeiten – beschränken.“ Damit sei ein ungewöhnlich hohes Sicherheitslevel erreicht, Missbrauch oder die Nennung von Fantasienamen seien weitestgehend ausgeschlossen. Die Terminreservierung ist sehr einfach und bei Wahrnehmung des zuvor gebuchten Termins genügt ein Klick. Damit ist größtmögliche Zuverlässigkeit der Daten gewährleistet.

Shapefruit gilt derzeit als Marktführer für Buchungs- und Reservierungsapps in Deutschland. Mehr als 5000 Unternehmen nutzen die Software, die auch in der MeldeApp Eifel steckt. Manche Bundesländer wie etwa Nordrhein-Westfalen haben sich dafür entschieden, die ganze Vielfalt der angebotenen Lösungen auch für Modellregionen zu nutzen und nicht allein eine zentrale App zu fördern. So hat die Region Aachen das Shapefruit-Konzept mit der Anbindung an ihre zertifizierten Schnelltestzentren übernommen.

Alle, die mit Gäste- oder Besucherkontakten arbeiten, können von der MeldeApp Eifel profitieren: das Eiscafé ebenso wie der Wildpark, der Landgasthof ebenso wie der Sportverein. „Das Angebot ist für die Dienstleister, welche die MeldeApp nutzen, kostenfrei… und zwar unabhängig davon, ob sie Partner der ET sind“, unterstreicht Klaus Schäfer, Geschäftsführer der Eifel Tourismus GmbH, einen wichtigen Aspekt zur Unterstützung der Eifeler Tourismuswirtschaft. „Natürlich macht es Sinn und stärkt es das regionale Netzwerk, wenn alle an einem Strang ziehen. Aber eine Kooperation mit uns ist keine Nutzungsvoraussetzung.“ Mit der MeldeApp Eifel werde ein niedrigschwelliges IT-Angebot umgesetzt, das gerade in Coronazeiten helfen kann, die Belastungen der Tourismusbranche abzufedern und wichtige personelle oder zeitliche Ressourcen dort freier einzusetzen, wo sie Umsatz bringen: beim Gast, beim Besucher, beim Zuschauer.

Für Nachfragen zur MeldeApp Eifel steht bei der Eifel Tourismus GmbH Stephan Kohler unter der Telefonnummer +49-6551-9656-33 oder per Mail kohler@eifel.info zur Verfügung.

Weitere Infos: https://www.standort-eifel.de/meldeapp.
Registrierung unter https://meldeapp.standort-eifel.de.

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Aachen investiert mit „ALigN“ 6,8 Millionen Euro in den Aufbau von Ladesäulen für Elektroautos

Aachen, 16.04.2021 – Aachens Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen: „Wir lösen das Henne-Ei-Problem der Elektromobilität und tragen zum Klimaschutz bei.“ Zehn neue Ladepunkte für Elektroautos stehen am Luisenhospital bereit, acht weitere beim Aachen-Laurensberger Rennverein in der Soers – der Aufbau von Ladeinfrastruktur im Förderprojekt „ALigN“ der Stadt Aachen hat sichtbar an Fahrt aufgenommen. Insgesamt 130 Ladepunkte an 16 Standorten konnten mithilfe von Fördermitteln vom Bundeswirtschaftsministerium bereits installiert werden, weitere 58 Ladepunkte an sieben Standorten sind gerade im Aufbau. „Die Elektromobilität spielt eine große Rolle bei unserem Ziel, einen Beitrag zu leisten zum Klimaschutz. Neben der Verkehrsvermeidung und der Verlagerung von Mobilität auf den Umweltverbund brauchen wir einen Technikwandel, damit auch im Verkehrssektor endlich die Emissionen sinken“, erklärte Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen auf einer Pressekonferenz am Donnerstag (15. April) im Luisenhospital.

„Mit dem Projekt ‚ALigN‘ lösen wir das Henne-Ei-Problem der Elektromobilität in Aachen: Mehr Ladesäulen setzen Anreize, um Unternehmen, Institutionen, Bürgerinnen und Bürger zu motivieren, auf Elektroautos umzusteigen“, so Keupen weiter. Das gemeinsam mit der STAWAG, Regionetz, RWTH Aachen sowie den Unternehmen Smartlab, Umlaut und Aixacct umgesetzte Förderprojekt richte sich zwar vor allem an Betriebsflotten von privaten Unternehmen, doch wenn die Ladesäulen auch der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden, wird dies mit geringeren Betriebskosten belohnt. Das Luisenhospital möchte auch Anwohnerinnen und Anwohnern im Umfeld des Parkhauses in der Mariabrunnstraße eine Lademöglichkeit bieten, die STAWAG und APAG entwickeln aktuell spezielle Bewohnertarife. Auch der ALRV stellt vier Ladepunkte für die öffentliche Nutzung zur Verfügung.

Nutzbar für Patient*innen, Besucher*innen und Anwohner*innen

„Als Teil dieser Stadt sehen wir uns in der Verantwortung und im Spannungsfeld, einerseits einen deutlichen Beitrag zu leisten, das Verkehrsaufkommen und damit den Co2-Ausstoß zu reduzieren und anderseits unseren Mitarbeitenden den Weg zur Arbeit zu jeder Tageszeit zu erleichtern“, erläutert Ralf Wenzel, Vorstandsvorsitzender des Luisenhospitals. Bei über 1.600 Beschäftigten, die aus der ganzen Region komme und die Mehrheit zudem im Schichtdienst arbeite, seien deshalb innovative Lösungen gefragt. „Wir haben bereits umfangreiche Maßnahmen ergriffen, die immer auch mit dem Thema Energiewende verbunden sind. Wir freuen uns deshalb sehr, dass wir unser Mobilitätsangebot mit der Schaffung von Ladeinfrastruktur um einen weiteren wichtigen Baustein ausbauen konnten“, so Wenzel weiter. „Diese steht selbstverständlich auch unseren Patienten, Besuchern und den Anwohnern zur Verfügung.

Jeder Standort ist eine Herausforderung

Im Projekt ALigN sollen bis September 2022 mehrere hundert Ladepunkte aufgebaut werden, dafür stehen 6,8 Millionen Euro zur Verfügung. „Es ist ein sehr ambitioniertes und komplexes Vorhaben. Jeder Standort stellt uns vor neue Herausforderungen“, erläutert Marc Heusch, Projektleiter bei der Stadt Aachen. „Wir finden unterschiedliche Technik aus verschiedenen Jahrzehnten vor, manchmal sind die Wege zu lang vom Ladeplatz bis zum Netzanschluss, die das Vorhaben unverhältnismäßig teuer machen, manchmal reichen die Netzkapazitäten nicht aus oder müssen erst erweitert werden. Hinzu kommt die Corona-Pandemie, die uns vor allen Dingen bei der Vor-Ort-Abstimmung vor neue Probleme stellt und die Abläufe verlangsamt“, so Heusch. Das Projekt schreite gut voran, man hoffe jedoch auf eine Laufzeitverlängerung durch den Fördergeber. „Die Zusammenarbeit mit dem Luisenhospital und dem ALRV war sehr gut“, resümiert Heusch.

Hohe Nachfrage bei der STAWAG

Auch der Projektpartner STAWAG zieht eine positive Bilanz. Vorstand Wilfried Ullrich denkt bereits einen Schritt in die Zukunft: „Wir möchten in den nächsten Jahren an wichtigen Verkehrsadern und zentralen Punkten High Power Charging- Ladeparks für das superschnelle Laden errichten. Ein wichtiger Fokus ist allerdings, dass viele Menschen ihre E-Autos zu Hause laden werden. Mit unseren vielfältigen Angeboten im E-Store und in unserem Online-Store fördern wir deshalb Ladestationen für zu Hause und bieten seit Jahresanfang zwei attraktive Autostromtarife an“, so Ullrich.

Im E-Store der STAWAG am Kapuzinerkarree verzeichnet er zurzeit einen deutlichen Zuwachs in der Nachfrage – von der Beratung über den Verkauf und die Installation von Wallboxen bis hin zur Nutzung der öffentlichen Ladeinfrastruktur. „Allein von 2014 zu 2019 hat sich die Anzahl der Ladevorgänge an unseren öffentlichen Ladepunkten fast vervierfacht, und auch 2020 war die Nachfrage trotz deutlich geringerer Mobilität aufgrund der Pandemie hoch“, so Ullrich weiter.

RWTH: Batterien der Elektroautos zur Netzunterstützung einsetzen

Im Projekt „ALigN“ spielt auch der Forschungsaspekt eine große Rolle. Für die nachhaltige und netzdienliche Installation der Ladeinfrastruktur und den gleichzeitigen Abbau von Netzhemmnissen wird an Maßnahmen zur Flexibilisierung der bestehenden Netzinfrastruktur geforscht und ein intelligentes Netz-Lastmanagement entwickelt.

In diesem Rahmen hat die RWTH Aachen einen Batteriespeicher aufgebaut und erprobt neuartige Solid-State-Transformatoren (SSTs) auf der Verteilnetzebene, um eine bessere Verteilung der Energieflüsse im Versorgungsnetz zu ermöglichen. „Die Effektivität der Maßnahmen zur Vermeidung von Netzengpässen und Spannungseinbrüchen konnte bereits in Simulationen gezeigt werden“, erklärte Professor Rik W. De Doncker, Leiter des Instituts für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe – ISEA – der RWTH Aachen. Zur Demonstration der Konzepte wurde am Pilotstandort in der Lombardenstraße auf dem Betriebsgelände der Regionetz im Rahmen des Projekts ein Batteriespeicher mit 68,5 Kilowattstunden (kWh) und einer verfügbaren konstanten Leistung von 60 Kilowatt (kW) installiert. Darüber hinaus wurde ein Solid-State-Transformator mit 250 Kilo Volt-Ampere (kVA) Dauerleistung entwickelt und aufgebaut, der derzeit auf dem Gelände des E.ON Energy Research Centers der RWTH Aachen in Betrieb genommen wird. Neben den technischen Aspekten werden auch die sozio-ökonomischen Treiber für einen erfolgreichen, breitenwirksamen Einstieg in die Elektromobilität beleuchtet.

In Bezug auf ihre zukünftige Rolle warb De Doncker für die Elektromobilität als elementaren Baustein für ein vernetztes multimodales System im Sinne der Sektorenkopplung: „Wenn die Elektrofahrzeuge nicht mehr nur als reine Lasten verstanden, sondern ihre Batterien gezielt auch zur Netzunterstützung eingesetzt werden, können sie einen wesentlichen Schlüssel für die sektorenübergreifende Energiewende darstellen.“

Das Akronym „ALigN“ bedeutet „Ausbau von Ladeinfrastruktur durch gezielte Netzunterstützung“, es wird gefördert durch die Bundesrepublik Deutschland. Zuwendungsgeber ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

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Kein Abschluss ohne Anschluss – Digitale Info-Veranstaltung für Eltern am Dienstag, 20. April

Düren, 16.04.2021 – Hilfe beim beruflichen Einstieg für Jugendliche mit Handicap. Für Jugendliche mit Handicaps ist der Einstieg in den Beruf eine besondere Herausforderung, vor allem wenn der Weg nach der Schule in eine Ausbildung führen soll. Das Angebot „Kein Abschluss ohne Anschluss – Schule trifft Arbeitswelt (kurz „KAoA-Star“ ) bietet hierbei individuelle Unterstützung an. Bei einer digitalen Infoveranstaltung stellt die Kommunale Koordinierungsstelle KAoA des Kreises Düren dieses Angebot nun näher vor.

In Kooperation mit der Schulaufsicht und dem Integrationsfachdienst wird diese Veranstaltung am Dienstag, 20. April, von 18 bis 20 Uhr per online Video-Konferenz stattfinden. Sie richtet sich an Eltern von Schüler/-innen der 7. Klasse, die in einer Schule des Gemeinsamen Lernens unterrichtet werden, sowie die, die in bestimmten Bereichen einen Förderschwerpunkt aufweisen (beispielsweise zur geistigen oder körperlichen Entwicklung). Auch Eltern von Schüler/-innen, die dem Autismus-Spektrum angehören oder eine Schwerbehinderung haben, die die Berufsorientierung erschwert, sind herzlich zu der digitalen Infoveranstaltung eingeladen. Am Ende gibt es viel Zeit, um auf individuelle Fragen einzugehen.

Eine Anmeldung zu der Video-Konferenz ist nicht erforderlich und erfolgt über diesen Link https://kreisdueren.webex.com/kreisdueren/j.php?MTID=m05bfa4b2ebe1616832d4241503e97b0f, der auch gerne von Sabrina König von der Kommunalen Koordinierungsstelle KAoA des Kreises Düren digital bereitgestellt werden kann. Interessierte schreiben hierzu bitte eine E-Mail an: sa.koenig@kreis-dueren.de

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Andenken an Prof. Wolfgang Leonhard

Manderscheid, 16.04.2021 –  Heute, am 16. April 2021 wäre der 100. Geburtstag des Historikers und Publizisten Prof. Wolfgang Leonhard gewesen. Gewohnt und gewirkt hat Leonhard in Manderscheid. Er starb am 17. August 2014 im Alter von 93 Jahren. Prof. Wolfgang Leonhard war politischer Schriftsteller, Publizist, Historiker und Ostexperte. Er war einer der führenden Kenner der ehemaligen Sowjetunion und des Kommunismus. Wolfgang Leonhard wurde 1921 in Wien geboren. Als Junge war er mit seiner Mutter im sowjetischen Exil in Moskau und besuchte die Komintern-Schule.

1945 kehrte er als 24-Jähriger mit Walter Ulbricht und der Gruppe Ulbricht nach Berlin zurück. Der Kommunist Leonhard brach jedoch mit dem Stalinismus und floh 1949 über Prag nach Jugoslawien. 1950 siedelte er in die Bundesrepublik Deutschland über. Seitdem arbeitete er in der
Bundesrepublik Deutschland und in den USA als Journalist, Publizist und Universitätsprofessor, wobei er sich vor allem als Kritiker des Realsozialismus hervortat. Seit 50 Jahren lebte Leonhard in der Eifel in Manderscheid. Zu seinen bedeutendsten Werken wird der autobiographische Bestseller „Die Revolution entlässt ihre Kinder“ aus dem Jahr 1955 gerechnet, indem er eine Innenansicht des Sowjetsystems liefert, wie man sie bis dahin nicht kannte. Dieses Buch trug zur Desillusionierung einer ganzen, an die gute Sache des Marxismus glaubende Generation bei.

Anschließend folgte eine Studien- und Forschungstätigkeit am St. Antony‘s College der Universität Oxford/England (1956-1958) und am Russian Institute der Columbia-Universität New York (1963-1964). 1966 bis 1987, also 21 Jahre lang, war Leonhard Professor an der historischen Fakultät der Yale-Universität. Im Juli 1987 begleitete Leonhard den Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker (CDU) auf seiner offiziellen Reise nach Moskau. Im gleichen Jahr gab er seine Tätigkeit in Yale auf, um sich ganz der Analyse der Glasnost- und Perestroika-Politik des sowjetischen Staats- und Parteichefs Michail Gorbatschow zu widmen. Zu seinen besten Freunden gehörten Peter Scholl-Latour, der nur einen Tag vor Leonhard am 16. August 2014 gestorben war, und der ehemalige Außenminister Hans-Dietrich Genscher.