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Dr. Oetker erweitert Standort in Wittlich

Wittlich – Mit einer neuen Pizzalinie hat Dr. Oetker seinen Standort in Wittlich ausgebaut. Damit trägt das Unternehmen der steigenden Nachfrage nach Tiefkühlprodukten Rechnung. Zur offiziellen Einweihung am 12. April, die bedingt durch die Corona-Pandemie im kleinen Kreis unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, besuchte Joachim Rodenkirch, Bürgermeister der Stadt Wittlich, unter Einhaltung strenger Hygiene- und Corona-Schutzmaßnahmen das Werk. Nach knapp zwei Jahren Bauzeit produziert Dr. Oetker seit dem 15. März 2021 das Sortiment La Mia Grande in Wittlich. Die La Mia Grande erfüllt den Trend zu größeren Premium-Pizzen. Mit der Markteinführung 2018 hat Dr. Oetker seine sehr gute Marktposition im Tiefkühlpizza-Markt weiter ausgebaut.

Die neue Produktionshalle in Wittlich. Foto: Dr. Oetker

Nun hat Dr. Oetker die Produktion ausgeweitet. Möglich macht dies der Neubau einer Produktionslinie am größten Dr. Oetker Pizza-Produktionsstandort in Deutschland. Dabei handelt sich um eine klassische Produktionshalle, in dem die Back-, Beleg- und Verpackungsbereiche voneinander getrennt sind. Die Halle verfügt über zwei Geschosse plus ein halbes Kellergeschoss im Bereich des Backens. In Quadratmeterzahl pro Anlage entspricht die neue Produktionsstätte etwa den bestehenden Linien. Darüber hinaus entsprechen der Neubau sowie die verbauten Anlagen modernsten Standards, insbesondere hinsichtlich energetischer Gesichtspunkte. So ist etwa die Wärmerückgewinnung gewährleistet und die statischen Konstruktionen lassen den Einsatz von Photovoltaik zu.

Trotz erschwerter Bedingungen durch die Corona-Pandemie konnte der Bau ohne nennenswerte Komplikationen durchgezogen werden. „Es freut mich sehr, dass Dr. Oetker erneut in den Standort Wittlich investiert und sich auf diesem Wege zu der Region bekennt. Gerade in für viele von uns wirtschaftlich unsicheren Zeiten tut es gut, einen verlässlichen Partner an seiner Seite zu haben. Im Namen der Stadt Wittlich wünsche ich dem gesamten Dr. Oetker Team einen guten Start für die neue Linie“, so Bürgermeister Joachim Rodenkirch während der offiziellen Einweihung.

Neben Rodenkirch begrüßte Werksleiter Hans-Dieter Husch auch Hans Hansen und Rainer Wener von der Stadtverwaltung Wittlich, Lothar Schäfer von den Stadtwerken, Architekt Augustinus Clüsener (Planungsbüro Punkt 1) sowie Matthias Linden, Ortsvorsteher von Wengerohr. Mit den ersten Wochen gibt sich Dr. Oetker zufrieden. „Bisher sieht alles sehr gut aus. Die Produktionsqualität ist hervorragend und auch die geforderten Mengen können wir bedienen“ so Hans-Dieter Husch, der sich während seiner Ansprache gleichzeitig für die gute Zusammenarbeit mit den Behörden bedankte: „Die Zusammenarbeit mit den Vertretern der Stadt, des Kreises und allen weiteren Gremien hat wieder einmal sehr gut funktioniert. Besonders in dieser angespannten Zeit konnten wir immer auf die schnelle und konstruktive Zusammenarbeit mit allen Behörden zählen.“ Dr. Oetker stellt im Zuge der Standorterweiterung rund 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter neu ein. Insgesamt sind am Dr. Oetker Standort in Wittlich rund 1.500 Personen beschäftigt.

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Herausragendes Engagement für Kirche und Gesellschaft im Bistum Trier gewürdigt

Prüm/Trier – Bischof Dr. Stephan Ackermann hat am 18. April im Anschluss an das Pontifikalamt im Trierer Dom die Bistumsmedaille an Beate Born aus Prüm und Hans Georg Reuter aus Trier verliehen. Mit der Medaille werden Christinnen und Christen gewürdigt, die durch ihr glaubhaftes Zeugnis und außerordentliches Engagement Bedeutsames in Kirche und Gesellschaft im Bistum Trier bewirkt haben.

Beate Born (66) aus Prüm erhielt die Medaille für ihr jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement im Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB) und im Katholikenrat. Bereits 1988 trat sie dem KDFB Prüm bei, dessen Vorsitzende sie von 1994 bis 2002 war. 1995 wurde sie Kassenwartin im KDFB-Diözesanverband, 1999 übernahm sie den stellvertretenden Vorsitz. 2003 wurde sie Diözesanvorsitzende der KDFB Trier und überführte den Verband 2017 in einen eingetragenen Verein. Von 2008 bis 2012 war sie Vorstandsmitglied im Trierer Katholikenrat, wo sie sich in unterschiedlichen Sachausschüssen und Gremien engagierte, darunter fünf Jahre im Sachausschuss „Geschlechtergerechtigkeit“. 2016 wurde sie Vertreterin des Katholikenrates im Gremium „Bischofsfonds für Frauen in Konfliktsituationen“. Von 2003 bis 2015 war Born Vizepräsidentin des KDFB-Bundesvorstandes und vertrat den Verband in diversen Funktionen, etwa bei der Europäischen Allianz katholischer Frauenverbände und der Mitgliederversammlung des Deutschen Frauenrates. „Dein überaus vielfältiges Engagement zeigt, dass du dich mit Leidenschaft, Herzblut und einer tiefen Solidarität gegenüber anderen Frauen all diesen Aufgaben mit einer hohen Verbindlichkeit und Verantwortungsbereitschaft gewidmet hast“, sagte Stefanie Peters in ihrer Laudatio.

Hans-Georg Reuter (78) aus Trier ist seit vielen Jahren ehrenamtlich für das Bistum und die Hohe Domkirche aktiv. Als Regionalbeauftragter für den europäischen Kulturweg „St. Martin von Tours“ trug der pensionierte Religionslehrer maßgeblich dazu bei, dass der Pilgerweg durch das Bistum GPS-gestützt begehbar ist; für die Trierer Diözese arbeitete er im Vorstand der im Bistum Rottenburg-Stuttgart ansässigen Martinusgesellschaft und ist im Auftrag des Bistums Trier Ansprechpartner für offizielle Delegationen von Pilgergruppen auf dem Martinsweg. „Durch zahlreiche Publikationen und Vorträge lässt er Leben, Werk und Botschaft des Heiligen Martin und dessen Verbindung zum Bistum aufleben und wissenschaftlich fundiert ein facettenreiches Bild des Heiligen entstehen, das weit über das herkömmliche Wissen hinausgeht,“ so Horst Drach in seiner Laudatio. „Du brennst für die Dinge, die dir wichtig sind als Mensch und Christ in dieser Ortskirche von Trier.“ Außerdem ist Reuter Teil des ehrenamtlichen Unterstützerteams der Dominformation und engagiert sich im Lektorendienst der Hohen Domkirche.

Eigentlich hätte die Verleihung bereits im vergangenen Jahr stattfinden sollen, wegen der Corona-Pandemie musste sie verschoben werden. Die Ehrung im Dom fand im Rahmen der Heilig-Rock-Tage und unter Einhaltung des bistumsweiten Corona-Schutzkonzepts statt; die Organisation oblag dem Arbeitsbereich Ehrenamtsentwicklung im Bischöflichen Generalvikariat unter der Federführung von Arbeitsbereichsleiterin Michaela Tholl.

Weitere Informationen über Ehrenamt im Bistum Trier gibt es auf www.ehrenamt.bistum-trier.de.

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Neues Mitglied im Gewerbeverein „Stadtmarketing Wittlich“

Wittlich – Das Team Stefan Weides, Cindy Szedzielorz und Sokaina Wallenborn vom Telekom-Shop in der Trierer Straße in Wittlich freuen sich auf eine gute Zusammenarbeit und unterstützen gerne bei allen Anliegen / Fragen im Bereich Telekommunikation.

Bei einem ersten Gespräch überreichte Claudia Jacoby vom Verein Stadtmarketing Wittlich ein gerahmtes Tony-Munzlinger-Plakat an den Filialleiter Stefan Weides.

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Corona-Schnelltest-Station in Kruft durch Event-Veranstalter Petzi Group

Kruft/Plaidt – Im Kampf gegen die Corona-Pandemie unterstützt die Verbandsgemeinde Pellenz den Aufbau einer Corona-Schnellteststation in Regie des Unternehmens Petzi Group in Kruft. Neben dem Corona-Schnelltest Drive-In auf dem Flughafengelände in Mendig steht der Bevölkerung somit eine weitere Anlaufstelle zur Verfügung.

Der Eventveranstalter Petzi Group eröffnet voraussichtlich am 20. April eine Station für kostenfreie Corona-Schnelltests in der Bahnhofstraße 19 in Kruft. In diese Kooperation sind die Bemühungen der Verbandsgemeinde Pellenz und Thomas Petzenhauser, Geschäftsführer der Petzi Group, gemündet, für die Bevölkerung neben dem Corona-Schnelltest-Drive-In auf dem Flugplatz Mendig eine ortsnahe Anlaufstelle zu schaffen.

„Wir werden das Testzentrum vorerst dienstags bis freitags von 14.00 bis 18.00 Uhr öffnen. Es besteht die Möglichkeit den Test als „Drive-In“ im Pkw oder auch quasi zu Fuß durchzuführen“, so Thomas Petzenhauser. Um Wartezeiten zu vermeiden, ist eine vorherige Anmeldung über das Internet-Terminportal www.schnelltest-pellenz.de und während der Öffnungszeiten der Teststation telefonisch unter 02652-939960 erforderlich. „Immer dann, wenn es zukünftig z. B. bei Gastronomie-, Kinobesuchen oder dem Besuch kultureller Veranstaltungen ohne bescheinigten Corona-Schnelltest nicht weiter geht, sind wir die richtige Anlaufstelle. Wir können etwa 50 Tests pro Tag durchführen. Dies lässt sich bei Bedarf auf bis zu 100 Test erweitern.“

Zutritt ist nur ohne Symptome und mit FFP 2-Maske möglich. Das Testergebnis liegt etwa 20 Minuten nach dem Test vor und wird per E-Mail übermittelt oder auf Wunsch auch ausgedruckt. Das ausgestellte Testat, nicht infiziert zu sein, ist 24 Stunden gültig. Jedem Bürger steht mindestens ein kostenfreier Test pro Woche zu.

„Wir hatten gerade begonnen, uns nach einem kommerziellen Anbieter für weitere Testungen umzuhören, als Thomas Petzenhauser auf uns zukam und seine Zusammenarbeit anbot. Dieses Angebot haben wir gerne angenommen und freuen uns heute, dass wir den Bürgerinnen und Bürgern nun neben dem Drive-In in Mendig eine weitere kostenfreie Teststation anbieten können“, so Bürgermeister Klaus Bell.

Um als „Testzentrum“ zugelassen zu werden, musste Thomas Petzenhauser beim Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung Rheinland-Pfalz neben einem Hygienekonzept den Nachweis erbringen, dass das Personal entsprechend geschult ist, um Tests durchführen zu dürfen. Zudem war die Kooperation mit einer Apotheke erforderlich, über die er die zugelassenen Testkits beziehen muss. Hier hat Apotheker Peter Betz, Inhaber der St. Anna Apotheke in Nickenich, spontan seine Unterstützung zugesagt.

„Tests auf Covid-19 gehören neben Impfen, der Einhaltung der Hygieneregeln und der konsequenten Kontaktnachverfolgung zu den vier Säulen unserer Strategie im Kampf gegen die Corona-Pandemie“, betont Bürgermeister Klaus Bell. „Je mehr Personen auf Covid-19 getestet werden, desto größer ist die Chance, Infektionswege zu erkennen und zu verhindern. Daher appelliere ich an alle Bürgerinnen und Bürger, sich regelmäßig testen zu lassen bzw. einen Selbsttest durchzuführen.“

Aktuelle Informationen zur Teststation auf: www.schnelltest-pellenz.de

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Landrätin Julia Gieseking besucht Landes-Impfzentrum Vulkaneifel in Hillesheim

Hillesheim – Anlässlich des Besuches von Landrätin Julia Giesking im Landesimpfzentrum Vulkaneifel in Hillesheim begrüßte sie als neuen festen Mitarbeiter am Impfzentrum Vulkaneifel in Hillesheim den DRK-Notfallsanitäter Dennis Senft. Dennis Senft der seit Errichtung des Impfzentrums maßgeblich teilweise ehren- und nebenamtlich für den Landkreis tätig war, wird ab April dauerhaft in der Koordination des Impfzentrums eingesetzt. Dank einer Kooperations- und Personalgestellungsvereinbarung des Landkreises mit dem DRK Rettungsdienst kann Dennis Senft zukünftig in Vollzeit am Impfzentrum tätig sein.

Landrätin Gieseking freute sich darüber, dass Dennis Senft, der bisher als Leiter der Rettungswachen in Gerolstein und Jünkerath tätig war, ab sofort seine hohe Fachkompetenz als medizinische Fachkraft im Impfzentrum in Hillesheim einbringt. Das Team des Impfzentrums rund um Dieter Schmitz, Abteilungsleiter Kreisentwicklung und Anna-Carina Krebs freut sich über die Verstärkung im Impfzentrum in Hillesheim. Damit der Schicht- und Wochenendbetrieb gewährleistet werden kann, wurden inzwischen neben dem medizinischen Personal aus Ärzten, Apothekern und medizinischen Fachkräften mehrere Mitarbeiter*Innen der Kreisverwaltung in die Abläufe des Impfzentrums eingearbeitet. „Wir sind so aufgestellt, dass wir jederzeit den Betrieb ausweiten können“, so Dieter Schmitz von der Kreisverwaltung. Aufgrund der sehr guten organisatorischen Voraussetzungen ist es möglich, täglich zunehmend mehr Impfungen durchzuführen. Bei Bedarf könnte jederzeit eine weitere Impfstraße eröffnet werden.

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Tourismus

Entdeckungsreise durch die Zeit

Kall-Urft – Etwa 15 Jahre ist es her, dass Felizius Poth im Wald bei Urft spazieren ging und einen alten Grenzstein mit einem Wappen darauf fand. Er wollte mehr darüber herausfinden, doch das war gar nicht so einfach. Schließlich landete er beim Amt für Bodendenkmalpflege des Landschaftsverbandes – und engagiert sich seither als ehrenamtlicher Heimatforscher. Rund um Urft gibt es für ihn viel zu entdecken.

Beim Überflug im Tragschrauber verschwinden die markanten Höhenraster rund um Urft. Foto: Felix Lang/pp/Agentur ProfiPress

Vor rund acht Jahren entdeckte Felizius Poth im Wald zwischen Urft und Marmagen Reste der Nieringsburg, die viele vor ihm schon gesucht, aber nicht gefunden hatten. Etwas abseits des Eifelsteigs ragen die Mauerreste der Burganlage aus dem Boden, die einst dem Kloster Steinfeld gehörte.

Felizius Poth nutzt die Ruhe am Aufschluss des Römerkanals bei Urft gerne, um zwischen Wurzeln und Blätterwerk ein Buch zu lesen. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

„Kloster Steinfeld hatte früher einen riesigen Einzugsbereich“, erzählt Felizius Poth. So gehörte auch die alte Mühle, die hinter Burg Dalbenden an der Urft liegt, einst zum Kloster.

Der gebürtige Urfter interessiert sich auch für die Abbaugebiete von Eisenerz in der Gegend. Das Eisenerz wurde in den Hüttenwerken zu Stahl verarbeitet und beispielsweise für die Herstellung landwirtschaftlicher Gerätschaften genutzt. Eine solche Eisenhütte befand sich bis zum Ende des 19. Jahrhunderts im Gillesbachtal.

Rundstedt-Offensive in Urft geleitet

Heute liegt dort das Hermann-Josef-Haus, eine Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung, die mehr als 220 Minderjährige in ambulanten und teilstationären Angeboten sowie in stationären Wohngruppen betreut und eine Förderschule mit dem Schwerpunkt sozialer und emotionaler Entwicklung betreibt.

Als Heimatforscher beschäftigte sich Felizius Poth auch lange Zeit mit der Burg Dalbenden. Die im 12. Jahrhundert entstandene Wasserburg diente Generalfeldmarschall Gerd von Rundstedt 1944 als Hauptquartier in der Ardennenoffensive.

Mittlerweile sind in der sanierten Burg Mietwohnungen eingerichtet worden, zu den Bewohnern zählte einst zeitweise auch der bekannte Eifelmaler Fritz von Wille. In direkter Nachbarschaft befindet sich das Schullandheim „Haus Dalbenden“, in dem die Eifeler Oldie-Nacht der „Hilfsgruppe Eifel“ zweimal stattfand.

Von Burg Dalbenden aus führt der Römerkanal-Wanderweg zur Stolzenburg, der Ruine einer Höhenburg, die einen ausladenden Blick über die Landschaft eröffnet. „Hier komme ich immer hin, wenn ich etwas Zeit habe“, erzählt Felizius Poth.

Der Weg führt am „Aufschluss“ vorbei, einem Stück freigelegter und geöffneter römischer Wasserleitung, die am Grünen Pütz bei Nettersheim beginnt und in der Römerzeit bis zu fünf Millionen Liter Wasser täglich nach Köln leitete. „An dem Aufschluss kann man genau sehen, wie die Römer die Leitung gebaut haben“, erklärt Poth, der sich an der Stelle gerne mal mit einem Buch auf die Bank setzt, umgeben von Wurzeln und Blätterwerk des Waldes.

Eifelmarmor abgebaut

Nicht weit davon befindet sich der Urfter Steinbruch, in dem um das 17. und 18. Jahrhundert der sogenannte „Eifelmarmor“ abgebaut wurde. Vor neun Jahren machte Felizius Poth den Steinbruch zusammen mit einer Rentner-Truppe wieder begehbar, sodass Besucher der Archäologietour Nordeifel dort auf Entdeckungsreise gehen konnten.

Der rötliche Kalkstein ist 395 Millionen Jahre alt. „Geschliffen geben die eingeschlossenen Fossilien ein tolles Muster“, schwärmt Felizius Poth. Verwendet wurde der „Eifelmarmor“ unter anderem für den Fußboden und den Sarkophag des heiligen Hermann-Josef in der Basilika Steinfeld sowie für Fußböden im Brühler Schloss Augustusburg sowie die Säulen am Bonner Schloss Poppelsdorf.

Einen Ausflug wert ist in Urft schließlich auch der Atomschutzbunker und ehemalige Ausweichsitz der Landesregierung NRW. Im Kalten Krieg war der Bunker gebaut worden, um im Falle eines Angriffs von dort den Zivilschutz leiten zu können. Der Bunker ist räumlich und technisch so gut erhalten, dass die Besucher bei Mitmach-Führungen selbst in die Rolle der Bunkerbesatzung schlüpfen können. Im Ernstfall hätte man planmäßig in dem Urfter Bunker in den 60er-Jahren bis zu 30 Tage unabhängig von der Außenwelt leben und arbeiten können.

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Nordrhein-Westfalen ist das Schnelltestland Nummer eins

Region/Düsseldorf – Bereits rund 4,4 Millionen Bürgertestungen. Schnelltests helfen, Infektionsketten zu unterbrechen. In Nordrhein-Westfalen wurde seit dem 8. März 2021 ein landesweites Netz von mehr als 6.500 Teststellen für die kostenlosen Bürger-Schnelltests aufgebaut. Seitdem wurden insgesamt rund 4,4 Millionen Testungen durchgeführt. Werktäglich finden in der Regel zwischen 200.000 und 270.000 Testungen pro Tag statt. Auf Grundlage der verfügbaren Datenlage werden damit in Nordrhein-Westfalen im bundesweiten Vergleich die meisten Schnelltestungen durchgeführt. Die Quote der positiven Schnelltestergebnisse liegt dabei mit leichten Schwankungen in einem Rahmen von knapp 0,4 bis knapp über 0,7 Prozent. Um ganz sicherzugehen, soll jeder positive Schnelltest nochmals durch einen PCR-Test geprüft werden.

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann erklärt: „Nordrhein-Westfalen ist das Schnelltestland Nummer eins. Wir können stolz sein, dass wir mit vielen engagierten Einrichtungen, Apotheken, privaten Testzentren und auch vielen teilnehmenden Ärztinnen und Ärzten in so kurzer Zeit für unsere Bürgerinnen und Bürger dieses wichtige Angebot aufbauen konnten. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Bewältigung der Pandemie geleistet. Denn wir entdecken damit unerkannte Infektionsketten und können diese unterbrechen. Gerade in der jetzt auch in unserem Land leider sehr deutlich erkennbaren dritten Welle ist das Testen enorm wichtig, deshalb appelliere ich an alle: Nehmen Sie das Angebot wahr und nutzen Sie mindestens einmal wöchentlich die Testangebote! So schützen Sie die Menschen in Ihrer Nähe und tragen dazu bei, dieses unsichtbare Virus endlich in die Schranken zu weisen!“

Neben den zuletzt wöchentlich knapp 1,4 Millionen kostenlosen Bürgertestungen erfolgen nach wie vor auch in den Alten- und Pflegeheimen, Wohneinrichtungen der Eingliederungshilfe, Rehaeinrichtungen, etc. in jeder Woche zwischen 800.000 und 900.000 Schnelltests – bei Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Besucherinnen und Besuchern und Beschäftigten. Auch in den sensiblen Produktionsbereichen der Fleischindustrie sind nach wie vor regelmäßige Testungen vorgeschrieben. Dort erfolgen rund 60.000 Tests wöchentlich in Form von Schnell- und PCR-Testungen. Testungen in Schulen und Betrieben, die bisher nicht gezählt werden, sowie Selbsttests zuhause kommen mit steigender Anzahl hinzu.

Die Erfahrungen in diesen Einrichtungen zeigen, dass häufige Schnelltests wirksam zu einer Begrenzung des Infektionsgeschehens beitragen, denn dort liegt die Positivquote mit regelmäßig 0,1 Prozent trotz wechselnder Besucherinnen und Besucher deutlich unter der Quote bei den Bürgertestungen. In den fleischverarbeitenden Betrieben, in denen regelmäßig die gleichen Personen getestet werden, konnte die Positivquote sogar auf inzwischen rund 0,03 Prozent abgesenkt werden.

Tests in Alten- und Pflegeheimen, Wohneinrichtungen der Eingliederungshilfe und Rehaeinrichtungen sowie in den Produktionsbereichen der Fleischindustrie bleiben daher weiterhin sinnvoll und erforderlich, um mögliche Infektionseinträge von außen in diese sensiblen Bereiche zu verhindern. So konnten zum Beispiel in der Fleischindustrie in den letzten drei Wochen jeweils in fast der Hälfte der Betriebe positive Fälle erkannt und so Infektionsketten rechtzeitig unterbrochen werden.

Zum Hintergrund:

Nach der Coronavirus-Testverordnung haben alle Personen, die im Inland wohnen oder hier ihren gewöhnlichen – auch zeitlich befristeten – Aufenthalt haben, einen Anspruch auf mindestens einen kostenfreien Test pro Woche.

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Top-Events

Vorgarten-Wettbewerb in Alsdorf – Startschuss am 21. April

Alsdorf – Lebendiges Grün statt grauer Schotterflächen. Die vier Kommunen des Aachener Nordkreises richten in diesem Jahr erstmals gemeinsam einen Vorgartenwettbewerb aus. Gesucht werden vielfältige und insektenfreundliche Flächen vor der eigenen Haustüre, egal ob groß oder klein!

Was summt denn da? Demnächst jede Menge, wenn es nach den vier Kommunen des Aachener Nordkreises geht! Am 21. April fällt der Startschuss für den Vorgartenwettbewerb in Kooperation mit der Sparkasse Aachen, dem Garten-Center Crumbach und dem Bienenzuchtverein Alsdorf-Bardenberg. Alle Bürgerinnen und Bürger des Nordkreises können sich mit ihrem Vorgarten bewerben und Artenschutz großschreiben. Ein ökologisch wertvoller Garten sieht gut aus und kann mit ein paar einfachen Tipps pflegeleicht angelegt werden.

Schottergärten sind deutlich anspruchsvoller als bei der Neuanlage versprochen wird. Durch Laubfall, eingetragene Samen, Staub oder andere Verschmutzungen siedeln sich Moose und Unkräuter an, die nur mühsam entfernt werden können. Auch andere Verschmutzungen fallen auf den einheitlichen Flächen schnell auf und erwecken einen ungepflegten Eindruck. Im Sommer heizen sich die Steine zudem stark auf und geben die Wärme in der Nacht wieder ab. Das verhindert ein nächtliches Abkühlen in besiedelten Gebieten, was für aufgeheizte und schlaflose Nächte sorgt. Auf Dauer ein echtes Gesundheitsrisiko!

Pflanzen sind wahre Meister darin, hier gegenzusteuern. Bäume und Sträucher schützen vor Überhitzung und filtern Feinstaub aus der Luft, Niederschlag versickert im Boden und füllt die Grundwasserspeicher. Wildbienen und andere Nützlinge finden Lebensräume und bestäuben Nutzpflanzen. Mit etwas Mut und Kreativität lassen sich kahle Schotterflächen in summende Paradiese verwandeln, die Mensch und Tier gefallen. Ein Gewinn für die Gesundheit und die Lebensqualität jedes Einzelnen.

Auf die Hauptgewinner wartet in jeder Kommune ein Geldpreis in Höhe von 300 Euro. Das ausgefüllte Teilnahmeformular, das wie die Teilnahmebedingungen zum Start des Wettbewerbs ab dem 21. April auf den Homepages der Städte zu finden sein soll, kann mit aussagekräftigen Fotos bis zum 30.09.2021 eingereicht werden. Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner sind:

Für Alsdorf Herr Marco Stabe, Hubertusstraße 17, 52477 Alsdorf. Infos per Mail unter vorgartenwettbewerb@alsdorf.de

Für Baesweiler Frau Karina Vonhögen, Mariastraße 2, 52499 Baesweiler. Infos per Mail unter wettbewerb@baesweiler.de

Für Herzogenrath Frau Sabine Schnichels, Rathausplatz 1, 52134 Herzogenrath. Infos per Mail unter klimaschutz@herzogenrath.de

Für Würselen Herr Fabian Onkels, Morlaixplatz 1, 52146 Würselen. Infos unter klimaschutz@wuerselen.de. (apa)

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Lebensmittel bedarfsgerecht auswählen – Online-Seminar zur Verpflegung in Kinder-Tagesstätten

Bitburg – Am 29. April 2021 bietet das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Eifel das Tagesseminar „Lebensmittel bedarfsgerecht auswählen“ an. Das Seminar findet online über das Programm Cisco Webex Meetings statt. Es beginnt um 9.30 Uhr und endet um 16.00 Uhr.

Im ersten Teil des Seminars werden die allgemeinen Grundsätze der vollwertigen Kinderernährung erläutert. Dabei wird auch die Verpflegung der Unter-3-Jährigen thematisiert. Außerdem werden vegetarische Ernährungsformen und deren Eignung für Kinder besprochen.

Im zweiten Teil werden auf Basis des neuen „DGE-Qualitätsstandards für die Verpflegung in Kitas“ (Neuauflage 2020) die Empfehlungen für die Lebensmittelauswahl und Speiseplangestaltung vorgestellt und diskutiert. Anhand einer Checkliste wird ein Speiseplan bewertet.

Das Seminar richtet sich an Hauswirtschaftskräfte in Kindertagesstätten und interessierte pädagogische Fachkräfte. Eine Anmeldung ist erforderlich bis zum 26.04.2021 online unter www.dlr-eifel.rlp.de (>Termine). Der Teilnehmerbeitrag beträgt 10 Euro. Nähere Informationen erhalten Interessierte unter Tel. 06561/ 9480-439.

Mit dieser Veranstaltung startet die sechsteilige Seminarreihe „Essen und Trinken in Kindertagesstätten“. Die einzelnen Bausteine ergänzen sich, können aber auch sehr gut unabhängig voneinander besucht werden. Wer alle Seminare besucht, kann ein Zertifikat erwerben. Die Seminarreihe ist ein Angebot der Ernährungsberatung Rheinland-Pfalz an den Dienstleistungszentren Ländlicher Raum und bietet eine Auffrischung und Vertiefung des Wissens rund um die Kita-Verpflegung.

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Dank Ökoprofit fit für die Zukunft

Region/Mayen-Koblenz – Offizieller Ökoprofit-Betrieb – diese Auszeichnung hat die Massivhaus Mittelrhein GmbH im vergangenen Jahr erhalten. Ökoprofit steht für Ökologisches Projekt für Integrierte Umwelttechnik und unterstützt Unternehmen dabei, Betriebskosten zu senken und gleichzeitig einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz zu leisten. Bei dem in Mendig ansässigen Unternehmen findet sich der Gedanke der Nachhaltigkeit an den unterschiedlichsten Stellen: beim neuen Bürogebäude, in Maßnahmen zur Verbesserung der Energie- und CO2-Bilanz des Betriebes sowie beim Produkt der Firma, den Effizienzhäusern, die für Bauherren erstellt werden.

Träger des Projektes Ökoprofit sind die drei Landkreise Mayen-Koblenz, Mainz-Bingen und Bad Kreuznach sowie die Stadt Koblenz. Ökoprofit hilft beim Einstieg in ein Umwelt- und Energiemanagement. Teilnehmende Betriebe durchlaufen in der Einsteigerrunde acht themenbezogene Workshops und vier Vorort-Termine sowie eine Kommissionsprüfung zum Projektende. Verbrauchswerte werden erfasst und analysiert. Hierauf aufbauend werden im Unternehmen konkrete Maßnahmen erarbeitet und umgesetzt. So wird das Unternehmen dabei unterstützt, dauerhaft Einsparungen in den Bereichen Energie, Wasser und Abfall zu erzielen und damit gleichzeitig einen Beitrag für den Umwelt- und Klimaschutz zu leisten.

In diesem Rahmen hat Massivhaus Mittelrhein verschiedenste Maßnahmen umgesetzt: Für den Erhalt und die Verbesserung der biologischen Vielfalt wurden die Freiflächen des Firmengeländes mit einheimischen Pflanzen und insektenfreundlichem Bewuchs bepflanzt. Im Bürobetrieb erfolgte der Umstieg auf nachhaltigere Materialien wie Recyclingpapier oder auch der Austausch von alten gegen effizientere Bürogeräte. Außerdem wurde ein Teil des Fuhrparkes auf Hybridfahrzeuge umgestellt, um auch hier einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Durch die Sensibilisierung der Mitarbeiter konnten zusätzliche Einsparungen wie beim Stand-by-Verbrauch erzielt werden. Insgesamt verbraucht das Bürogebäude des Unternehmens durch die Umsetzung dieser Maßnahmen deutlich weniger Wasser, Strom und Rohstoffe. Durch diese und weitere Maßnahmen kommt es hier zu einer jährlichen Einsparung von mehr als drei Tonnen CO2.

Das 2018 bezogene Bürogebäude wurde energieeffizient im KfW 55 Standard erbaut und 2020 mit der Klimaschutzhausnummer des Landkreises Mayen-Koblenz ausgezeichnet. Das Heizen und Kühlen des Gebäudes erfolgt über Erdwärme. Eine zentrale Be- und Entlüftung mit einer Wärmerückgewinnung von rund 85 Prozent sorgt für frische Luft im Gebäude mit nur geringen Wärmeverlusten. Eine Photovoltaikanlage deckt einen Teil des Bedarfes an elektrischer Energie des barrierefrei gebauten Gebäudes.

Den größten Beitrag zur Nachhaltigkeit stellen die energieeffizienten Massivhäuser dar, die das Familienunternehmen selbst entwickelt und baut. Jährlich werden etwa 140 Wohnhäuser als Energieeffizienzgebäude im Standard KfW 55 errichtet. Dabei liegt der Fokus auf besonders effizienten Heizsystemen, die bis zu 83 Prozent der benötigten Energie der Umwelt entnehmen. Seit vielen Jahren ist dabei der Einsatz von diversen Wärmepumpen Standard. Diese sind mit hohen Effizienzklassen und teilweise recyclebaren Bestandteilen besonders ressourcenschonend.

Dem Ökoprofit-Programm und dem Thema Nachhaltigkeit bleibt die Massivhaus Mittelrhein GmbH treu und nimmt aktuell an der Ökoprofit-Klub-Runde teil, die allen Unternehmen offen steht, die an der Einsteigerrunde teilgenommen haben.