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Vier Millionen Euro in 25 Jahren – Die Lotto-Elf ist ein Erfolgsmodell

Region/Koblenz – Ein Vierteljahrhundert Fußball für den guten Zweck in Rheinland-Pfalz – Seit 25 Jahren haben die prominenten Spieler der Lotto-Elf auf vielen Sportplätzen in Rheinland-Pfalz ihre Fußballschuhe geschnürt, um für wohltätige Zwecke anzutreten. Diese einzigartige Mannschaft hat in den vergangenen Jahren im Auftrag von Lotto Rheinland-Pfalz knapp 4,1 Millionen Euro für unzählige soziale Projekte und Initiativen gesammelt. Im Jubiläumsjahr 2024 wird die Lotto-Elf mit weiteren Spielen ihr soziales Engagement fortsetzen.

Die Idee zur Gründung der Lotto-Elf entstand fast beiläufig im Jahr 1999 unter dem damaligen und langjährigen Trainerweltenbummler Rudi Gutendorf. Seitdem haben 199 Spielerinnen und Spieler das Trikot der Mannschaft getragen. Unter ihnen waren Fußballgrößen wie die Weltmeister Horst Eckel, Wolfgang Overath und Guido Buchwald, Europameister Stefan Kuntz, Startrainer wie Jürgen Klopp sowie Prominente wie der TV-Showmaster Guido Cantz.

Die Jubiläumssaison 2024

Die Jubiläumssaison 2024 wird zwölf Spiele umfassen, von denen elf von Mai bis Ende September auf Sportplätzen in Rheinland-Pfalz stattfinden werden. Den Auftakt bildet jedoch ein besonderes Spiel gegen die Traditionsmannschaft von Eintracht Frankfurt am 8. Mai im hessischen Mainz-Kastel. Weitere Höhepunkte sind das Spiel gegen die Traditionsmannschaft des 1. FC Kaiserslautern am 25. Juli in Mackenbach sowie gegen eine Auswahl der drei Sportbünde Rheinland, Rheinhessen und Pfalz am 23. August. Der Spielort für dieses Spiel ist noch offen. Hierfür können sich Vereine bei den Sportbünden bewerben.

Beeindruckende Bilanz und bewegende Geschichten

Die Bilanz der Lotto-Elf zum 25-jährigen Jubiläum ist beeindruckend: 4.087.098,47 Euro für soziale Initiativen, 278 Spiele und zahllose Traumtore. Doch neben den finanziellen Unterstützungen sind in den vergangenen 25 Jahren auch unzählige bewegende Geschichten entstanden. So haben immer wieder auch ungewöhnliche Spieler wie der ehemalige Premierminister von Ruanda, Bernard Makuza, oder der König eines Stammes in Ghana, Togbui Ngoryifia Céphas Kosi Bansah, ihre Unterstützung für die gute Sache gezeigt.

Aushängeschild für die gute Sache

Jürgen Häfner, Geschäftsführer von Lotto Rheinland-Pfalz, betonte im Rahmen einer Jubiläumsveranstaltung in der Lotto-Zentrale die Bedeutung der Lotto-Elf für das Unternehmen: „Seit einem Vierteljahrhundert verkörpert die Lotto-Elf wie kaum ein anderes Projekt die Werte von Lotto Rheinland-Pfalz: sozial, sportlich und sicher. Wir sind stolz darauf, dass dieses besondere Team seit 1999 über vier Millionen Euro für gute Zwecke eingespielt hat.“

Auch Hans-Peter Briegel, der zweifache Vize-Weltmeister und Teamchef der Lotto-Elf, zeigte sich stolz, Teil dieses Engagements zu sein: „Es ist mir eine Ehre, dazu beizutragen, dass vielen hilfsbedürftigen Menschen geholfen werden kann.“

Für dieses Engagement erfuhr die Lotto-Elf auch eine ganze besondere Ehrung durch die beiden Fußballverbände Rheinland und Südwest, die das außerordentliche Engagement des Teams und von Lotto Rheinlande-Pfalz würdigten.

Mehr als nur Fußball: Ein Event für die ganze Gemeinde

Das Engagement der Lotto-Elf geht jedoch weit über Fußball hinaus. Rund um die Spiele gibt es immer ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Unterhaltung, Autogrammen, gemeinsamen Fotos mit den Stars und einer Tombola mit hochwertigen Preisen. Diese Events sind nicht nur den Fußballfans, sondern der gesamten Gemeinschaft gewidmet und sollen eine unvergessliche Zeit im Dienst der guten Sache bieten.

So hat die Lotto-Elf auch 25 Jahre nach ihrer Gründung nichts von ihrer Faszination verloren. Ihr Einsatz für wohltätige Zwecke bleibt weiterhin eine inspirierende und bewegende Erfolgsgeschichte.

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Bioabfall-Kontrolle in Aachen – Ab April werden falsch befüllte Behälter nicht mehr geleert

Aachen – Mehr als 4.000 Anschreiben wurden bisher wegen falsch befüllter Biotonnen an die jeweiligen Eigentümer*innen versendet. Ein großes Problem sind kompostierbare Plastikbeutel, die in Aachen nicht zum Erfassen des Bioabfalls für Biotonnen genutzt werden dürfen. „Wir wollen die Qualität des Bioabfalls deutlich steigern und Störstoffe aus dem wertvollen Material, aus dem hochwertiger Kompost entstehen kann, heraushalten.“ Anja Maul, Sachbearbeiterin im Bereich Abfallwirtschaft des Aachener Stadtbetriebs, verdeutlicht an einer falsch befüllten Biotonne die Problematik, die sich im gesamten Stadtgebiet wiederfindet: Plastik, Verpackungsmaterialien, teilweise sogar Metall und Glas liegen vermischt in Küchenabfällen und Rasenschnitt. Viele Abfälle finden ihren Weg in die Bio-Tonne; der Anteil der kompostierbaren Abfälle hingegen geht immer weiter zurück. Die Folge: Die Störstoffe können vor der Verarbeitung nicht aus dem Abfall herausgesiebt werden, da der Bioabfall zu nass und klebrig ist. „Es gibt einen enormen Verschmutzungsgrad“, sagt Anja Maul.

Wegen des dringenden Handlungsbedarfs kontrollieren Mitarbeiter*innen der Abfallwirtschaft des Aachener Stadtbetriebs seit Januar die Biobehälter im Stadtgebiet. Mehr als 4.000 Anschreiben wurden wegen falsch befüllter Bioabfallbehälter bereits an die jeweiligen Eigentümer*innen versendet. „Diese hohen Zahlen zeigen uns, wie wichtig es ist, so gut wie möglich aufzuklären.Wenn Plastik oder andere Störstoffe in Bioabfall geraten, gelangen sie in die Landwirtschaft und landen letzten Endes sogar in unseren Lebensmitteln“, erläutert Anja Maul.

Änderung ab April: Fehlbefüllte Biobehälter werden nicht mehr geleert

Nachdem betroffene Bürger*innen seit Januar über Fehlbefüllungen informiert wurden, verändert sich ab April das Verfahren: Stellen die Mitarbeiter*innen der Abfallwirtschaft bei den Sichtkontrollen grobe Verunreinigungen in den Biobehältern fest, bleiben die Tonnen ungeleert am Straßenrand stehen. Grundlage hierzu ist ein politischer Beschluss vom 21. November 2023, der nach intensiver Beratung aufgrund der aktuellen Situation und der Kostenentwicklung unausweichlich war.

Betroffene Eigentümer*innen haben dann drei Möglichkeiten:

  1. Sie sortieren die Biotonne selbst und die Abholung erfolgt am nächsten Entleerungstag.
  2. Sie füllen den Inhalt der Biotonne in den Restabfallbehälter oder in amtliche Restabfallsäcke. Die Abholung erfolgt am nächsten Entleerungstag.
  3. Die Grundstückseigentümer*in oder die Hausverwaltung beauftragt eine kostenpflichtige Sonderleerung der Tonne per Mail an abfallwirtschaft-stadtbetrieb@mail.aachen.de.

Zahlreiche Nachfragen

„Die schlechte Qualität des Bioabfalls findet sich im gesamten Stadtgebiet“, betont Tino Grotenclos, Logistikleiter der Abfallwirtschaft des Aachener Stadtbetriebs. Ein Hauptproblem sind Plastiktüten, in denen der Bioabfall gesammelt wird. Dazu zählen auch vermeintlich kompostierbare Plastikbeutel, die von Herstellern als solche deklariert werden. Alle Plastiktüten, auch kompostierbare Plastiktüten mit dem Keimlingssymbol, dürfen in Aachen nicht verwendet werden.

Anja Maul betont, sie könne die Irritation über die, aus Sicht der Bürger*innen verwirrende Aussage zu den sogenannten biologisch abbaubaren Bioplastikbeuteln gut nachvollziehen. Sie erklärt: „Es besteht leider ein Ungleichgewicht zwischen der DIN-Zertifizierung, die die Kompostierbarkeit von Kunststoffprodukten bestätigt, und dem Prozess in einer industriell betriebenen Kompostierungsanlage. Laut der DIN-Norm sollen 90 Prozent des Kunststoffproduktes innerhalb von sechs Monaten abgebaut sein. Der Prozess in einer industriell betriebenen Kompostierungsanlage ist jedoch in der Regel nur etwa 30 Tage lang. Dies bedeutet, dass am Ende des Prozesses in einer Kompostierungsanlage kein oder kein vollständiger Abbau der nach besagter DIN-Norm zertifizierten Bioplastikprodukte stattgefunden hat und diese somit im Kompost bleiben.“

Jede Anlieferung an die Kompostierungsanlage wird durch den Anlagenbetreiber in fünf Bonitierungsstufen eingeteilt: von grün (gute Qualität) bis rot (schlechte Qualität, viele Verunreinigungen). Im Jahr 2023 waren die Anlieferungen der Bioabfälle aus dem Stadtgebiet Aachen folgendermaßen eingestuft: grün inkl. grün-gelb rund drei Prozent, gelb 52 Prozent und für alle schlechteren Anlieferungen (gelb-rot bis rot) etwa 45 Prozent. Ziel der Bioabfallkontrollen ist es, die Qualität des wertvollen Rohstoffes wieder deutlich zu verbessern.

 

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Tourismus

Traumpfade-Land Mayen-Koblenz erzielt Rekordergebnis bei Gäste-Übernachtungen

Region/Mayen-Koblenz – Millionen-Grenze fast geknackt – REMET: Qualität zahlt sich aus – Der Tourismus im Landkreis Mayen-Koblenz hat seine positive Entwicklung im Jahr 2023 kontinuierlich und deutlich fortgesetzt. Mit 981.401 Übernachtungen wurde abermals ein neuer Rekordwert erreicht, das machen aktuelle Zahlen des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz deutlich. „Damit wurde das bisherige Rekordjahr 2022 um 2,4 Prozent übertroffen. Dabei profitiert der Traumpfade-Landkreis Mayen-Koblenz vor allem von Inlandsgästen, doch auch die Zahl der Auslandsgäste steigt nach dem coronabedingten Einbruch wieder an“, sagt Michael Schwippert, stellvertretender Geschäftsführer der Rhein-Mosel-Eifel-Touristik (REMET), Zweckverband des Landkreises MYK.

Der Tourismus in Mayen-Koblenz ist seit langem auf Wachstumskurs. „Wurden im Jahr 2006 noch 645.278 Übernachtungen registriert, waren es 2010 bereits 670.269, weitere vier Jahre später 776.502 und 2018 bereits 887.479 Übernachtungen. Die steigenden Übernachtungszahlen belegen die Attraktivität unserer Feriendestination – für Urlaube, Ausflüge und Geschäftsreisen. Und sie sind auch Ergebnis der Leistung unserer überaus herzlichen und weltoffenen Gastgeber“, betont Schwippert.

Mit der richtigen Mischung aus Stadt und Land, aus Wandern auf den Traumpfaden und Spazierwandern auf den Traumpfädchen, aus Vulkanismus und den weltweit steilsten Weinbergen, aus kulturellen Schätzen wie etwa der Burg Eltz und dem höchsten Kaltwassergeysir der Welt bietet das Rhein-Mosel-Eifel-Land hervorragende Gesamtpakete an. „Wir sind eine Region der Superlative und dies hat sich mehr und mehr herumgesprochen“, freut sich der stellvertretende REMET-Geschäftsführer.

Mit Blick auf die aktuellen Zahlen des Statistischen Landesamtes wird deutlich, dass es im Landkreis Mayen-Koblenz im vergangenen Jahr bei den Gäste- und Übernachtungszahlen wieder deutlich nach oben ging. So übernachteten im Jahr 2023 genau 405.732 Gäste im Landkreis – 7,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Dabei bleiben die Gäste im Durchschnitt 2,42 Tage in MYK und buchten 981.401 Übernachtungen, was ebenfalls ein Plus von 2,4 Prozent gegenüber 2022 bedeutet. Profitieren konnten von den Übernachtungszahlen insbesondere viele Städte und Verbandsgemeinden (VG) im Landkreis Mayen-Koblenz: Besonders die VG Vordereifel (+26,3 Prozent), die VG Vallendar (+10,0 Prozent) und die VG Rhein-Mosel (+3,6 Prozent) konnten 2023 die Anzahl der Gäste deutlich erhöhen. Während 81 Prozent der Gäste aus ganz Deutschland stammen, kamen 19 Prozent aus dem Ausland. In Zahlen bedeutet dies, dass 184.387 Übernachtungen von ausländischen Gästen im Traumpfade-Land MYK registriert wurden, die vor allem aus den benachbarten Niederlanden und Belgien stammen – das sind 2,8 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Bei der REMET sieht man drei wesentliche Gründe für den erfreulichen Zuwachs der Gästezahlen: Deutschlandurlaub liegt nach wie vor im Trend, das Rhein-Mosel-Eifel-Land kann mit seinen Outdoor-Aktivitäten punkten und auch die Zahl der Tagungsgäste nimmt zu. „Unsere Ferienregion ist touristisch stark von Outdoor-Aktivitäten geprägt. Traumpfade und Traumpfädchen, ebenso wie Rheinsteig, RheinBurgenWeg und Moselsteig gehören zu unseren Spitzenprodukten, die hervorragend angenommen werden und Gäste aus ganz Deutschland und den Benelux-Ländern zu uns führen. Ergänzend kommt der Bereich Radfahren hinzu“, erläutert der stellvertretende REMET-Geschäftsführer Michael Schwippert und betont, dass darüber hinaus auch das VRM-Gästeticket, das viele Gastgeber ihren Gästen für die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs bereitstellen, insbesondere an Rhein und Mosel seine Wirkung zeigt.

Für Rhein-Mosel-Eifel-Touristik ist der stete Aufwärtstrend gleichermaßen Motivation, genauso zielstrebig und tatkräftig weiter zu machen wie bisher, um noch mehr Gäste für das Traumpfade-Land zu begeistern. So stehen für 2024 neue digitale Projekte und Highlights für Familien sowie neue Radrouten oder auch die verstärkte Hinwendung zu regionalem Genuss (www.leckermyk.de) auf dem Programm. REMET-Geschäftsführer Henning Schröder sieht die Tourismuswirtschaft im Landkreis daher hervorragend aufgestellt. „Unser Fokus auf Qualität hat sich ausgezahlt. Auch ziehen alle Akteure im Tourismus an einem Strang in die gleiche Richtung“, sagt Henning Schröder, der sich ebenfalls über die hervorragenden Zahlen freut: „Immer mehr Wanderer kommen für mehrere Tage ins Traumpfade-Land Mayen-Koblenz, wovon alle Kommunen des Landkreises profitieren.“ Nicht zu vergessen sind die Tagungsgäste, die sich im Wirtschaftsraum MYK zusehends wohler fühlen.

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Wirtschaft

KI-Pionier und Mediziner aus Aachen erhalten Heinz Maier-Leibnitz-Preis

Region/Düsseldorf – Wichtigster Nachwuchspreis Deutschlands für zwei Forscher aus Nordrhein-Westfalen – Für ihre herausragende wissenschaftliche Arbeit erhalten zwei Forscher aus Nordrhein-Westfalen den Heinz Maier-Leibnitz-Preis – die wichtigste Auszeichnung für den Forschungsnachwuchs in Deutschland.

Wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) am Freitag, 22. März, bekanntgab, zählen zu den zehn bundesweiten Preisträgerinnen und Preisträgern zwei Juniorprofessoren aus Aachen: der Informatiker Christopher Morris und der Mediziner Kai Markus Schneider. Zur Unterstützung ihrer weiteren Forschungsarbeiten erhalten die beiden ein Preisgeld in Höhe von jeweils 200.000 Euro.

Wissenschaftsministerin Ina Brandes: „In Nordrhein-Westfalen ist die Spitzenforschung zu Hause. Die Auszeichnung der beiden Preisträger zeigt, dass junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hier ein hervorragendes Umfeld für exzellente Forschung vorfinden. Christopher Morris und Kai Markus Schneider sind nach Forschungsaufenthalten in Amerika zurück nach Nordrhein-Westfalen gekommen und leisten hier international anerkannte Arbeit. Das ist Spitzenforschung ‚made in NRW‘, auf die wir sehr stolz sind.“

Die beiden Preisträger

Christopher Morris absolvierte sein Informatik-Studium an der TU Dortmund, wo er 2019 nach einem Forschungsaufenthalt in Standford (USA) auch promovierte. Seit 2022 forscht und lehrt er als Juniorprofessor für „Maschinelles Lernen auf Graphen“ an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen. Sein Schwerpunkt sind komplex vernetzte Datenstrukturen, die in der Informatik als Graphen repräsentiert werden und zu denen zum Beispiel Molekülstrukturen oder Verkehrsverbindungen zählen. Morris forscht daran, wie Künstliche Intelligenz genutzt werden kann, um mit diesen komplexen Datenstrukturen zu arbeiten. Er zählt international zu den herausragenden aufstrebenden Forschenden in diesem explodierenden Gebiet der KI.

Kai Markus Schneider wechselte nach seinem Studium und seiner Promotion in Aachen an die University of Pennsylvania (USA). Von dort kam er mit einer Förderung im Rahmen des Rückkehrprogrammes des Landes Nordrhein-Westfalen zurück an die Uniklinik RWTH Aachen, wo er seit dem vergangenen Jahr Juniorprofessor für „Experimentelle Gastroenterologie und Organ-Crosstalks“ ist. Sein Spezialgebiet sind Wechselwirkungen von verschiedenen Organen, um ganzheitliche Therapieansätze für komplexe Erkrankungen zu entwickeln. Beispielsweise konnte er bereits entschlüsseln, wie chronische Darmentzündungen mit psychischem Stress zusammenhängen. Für seine Arbeit erhielt Schneider bereits mehrfach Auszeichnungen – im vergangenen Jahr etwa den „Rising Star Award“ der United European Gastroenterology (Dachverband für multidisziplinäre Gastroenterologie).

Hintergrund

Die zehn Preisträgerinnen und Preisträger wurden von einem eigens hierfür eingesetzten Auswahlausschuss aus 168 Vorschlägen ausgewählt.

Benannt nach dem Physiker und früheren DFG-Präsidenten Heinz Maier-Leibnitz wird der Preis seit 1977 jährlich an hervorragende junge Forscherinnen und Forscher verliehen. Er gilt als der wichtigste Preis für den Forschungsnachwuchs in Deutschland.

Die Preise werden am 4. Juni 2024 in Berlin verliehen. Weitere Informationen zum Heinz Maier-Leibnitz-Preis finden sie hier.

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Handwerkskammer Koblenz prüft bundesweit erstmals Diplom-Coloristen

Region/Mayen-Koblenz – Deutschlandpremiere im Zentrum für Ernährung und Gesundheit: Friseurmeister und Salonbesitzer stellen zwei Tage lang praktisches und theoretisches Können unter Beweis. Zwei Tage lang haben sich im Koblenzer Zentrum für Ernährung und Gesundheit fünf Absolventen der Gold Academy den Aufgaben der Diplom-Coloristen-Prüfung gestellt. Die nahm die Handwerkskammer (HwK) Koblenz erstmals ab.

Teilnehmer der Prüfung, die bundesweit Premiere hatte, waren vier Friseurinnen und ein Friseur, die überwiegend Meister und Salonbesitzer sind und aus ganz Deutschland zur Prüfung angereist waren. Im Vorfeld hatten sie den Gold Color Master-Kurs besucht und sich vier Wochenenden lang intensiv auf die vielfältige Prüfung vorbereitet. In der galt es nun, im vorgegebenen Zeitrahmen und unter den Blicken professioneller Prüfer, ein umfangreiches Wissen und Können von der Ausgangs- und Stilberatung über Farbchemie und -lehre bis hin zur optimalen Umsetzung zu präsentieren.

Am ersten Tag mussten die Absolventen dafür in acht Stunden zunächst am lebenden Modell eine Neufärbung umsetzen sowie dann jeweils am Puppenkopf eine Strähnentechnik in Freihand sowie eine Strähnentechnik mit Folie präsentieren. 88 Farben standen zur Verfügung. Eine Mixtur aus bis zu vier Tönen war dabei state of the art bei den angehenden Spezialisten für Haarfarben. Es folgte ein Fachgespräch mit drei Experten über die Farbergebnisse.

Am zweiten Tag stellten sich die fünf Prüflinge einer dreistündigen, schriftlichen Theorieprüfung mit offenen und Multiple-Choice-Fragen. Mit den Farb- und Prüfungsergebnissen waren die Absolventen, Modelle und Prüfer sehr zufrieden, denn alle haben mit Bravour bestanden. Die Premiere der ersten von der HwK Koblenz „geprüften Diplom-Coloristen“ ist gelungen. „Diese Zusatzqualifikation ist eine hochwertige Auszeichnung für einen Salon und eine Art Meisterstatus als Spezialist für Haarfarben – wobei auch ambitionierte Gesellen den Kurs und die Prüfung absolvieren können“, wie HwK-Dozentin Jeannette Büttner abschließend erklärt.

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Tourismus

Freizeitvergnügen rund um die Mechernicher Sommerrodelbahn startet wieder in die Saison

Mechernich – Die Erlebniswelt Eifeltor erwacht – Ab dem heutigen Samstag, 23. März, ist all das in Mechernich wieder möglich. Eine rasante Abfahrt im Bob, ein Cross-Abenteuer auf dem Quad oder ein Höhenflug auf der elektrischen Schaukel – ab Samstag, 23. März, ist all das in Mechernich wieder möglich. Denn die Erlebniswelt Eifeltor erwacht aus ihrem Winterschlaf und bietet ein abwechslungsreiches Freizeitvergnügen auf einem großen familienfreundlichen Gelände umgeben von Wald und Wiesen.

Die wohl bekannteste Attraktion der Erlebniswelt dürft die Sommerrodelbahn sein. Sie bietet 680 Meter Rodelspaß, bei der die Bobfahrer am Ende immer etwas traurig sind, dass es schon vorbei ist. Dagegen hilft nur, schnell den Berg hinaufkraxeln und die nächste Fahrt in Angriff nehmen.

Rasant geht es auch auf der Quad-Bahn zu. „Wer sich einmal dem kurvenreichen Parcours gestellt hat, wird schnell zum Fan dieses Geländevergnügens“, heißt es auf der Internetseite der Erlebniswelt. Auf dem 350 Meter langen Rundkurs lässt sich auf jeden Fall die eigene Cross-Tauglichkeit testen. Fahrberechtigt sind Personen ab 18 Jahren oder ab 15 Jahren mit Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten.

Der Nachwuchs kann allerdings auch an den Start gehen. Denn für Kinder ab acht Jahren mit einer Körpergröße von mindestens 1,40 Meter steht eine Kinder-Quadbahn zur Verfügung.

Attraktive Indoor-Spielarena

Damit sind die Freizeit- und Spielmöglichkeiten aber noch lange nicht ausgeschöpft. Denn auf dem Spielplatz können Kinder nach Herzenslust die Hydraulikhebel von Kran und Bagger bedienen. Einen unvergesslichen Höhenflug verspricht die elektrische Schaukel, auf der bis zu vier Personen Platz finden. Zu großen Sprüngen laden die vier Trampolinplätze ein.

Wer es etwas ruhiger mag, kann mit Golfschläger und -ball versuchen, den Bahnrekord auf der 18-Loch Minigolfanlage zu knacken. Zwischen den einzelnen Abschlägen gibt es auch immer wieder Ruhebänke für kleine Pausen. Die Erlebniswelt Eifeltor ist mit ihrem Komplettpaket auch bestens geeignet, um dort Kindergeburtstage zu feiern.

Für das leibliche Wohl kann auch gesorgt werden. Das Restaurant mit seinen Außenterrassen bietet kulinarische Eifelspezialitäten, kleine Snacks, Kaffee, Kuchen und erfrischende Getränke an. Es ist ab dem 23. März montags bis freitags von 16 bis 20 Uhr geöffnet, samstags sowie an Sonn- und Feiertagen von 12 bis 20 Uhr. Weitere Infos finden sich auf der Internetseite www.erlebniswelt-eifeltor.de

 

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Feuerwehrdepot Mayen – Ersatzneubau und Generalsanierung

Mayen – Erweiterung der Außenanlage und Herstellung von Parkflächen – Nach Gesprächen zwischen den Stadtwerken und der Stadtverwaltung stellen die Stadtwerke Teile ihrer rückwärtigen Außenanlage des Wasserwerkgebäudes in der Weiersbach der Feuerwehr als Hof-und-Parkfläche zur Verfügung. Damit können dringend notwendige Stellplätze für den Einsatzfall und ausreichend Bewegungsfläche auch für die Zuwegung geschaffen werden. Diesem Plan und Kosten hat der Bauausschuss in seiner Sitzung am 15. Februar zugestimmt.

In den nächsten Wochen wird der vorhandene rückwärtige Hof mit Zufahrt von der Maifeldstraße erneuert und nun auf das Gelände der Stadtwerke erweitert. Für die Erweiterung wurden zusätzliche Mittel zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus besteht die Option weitere Flächen der Stadtwerke für die Feuerwehr zu nutzen. Eine Umsetzung als Option ist nach Planung und nach Bereitstellung weiterer Mittel in Zukunft in einem gesonderten Bauabschnitt möglich.

Kürzlich trafen sich hierzu Oberbürgermeister Dirk Meid, Geschäftsführer der Stadtwerke Rolf Schäfer und Bernhard Mauel, Fabian Thelen, Heike Schmitz und Jana Schmitt, ebenfalls von den Stadtwerken sowie Wehrleiter Stefan Stein und stellvertretender Wehrleiter Thomas Velten am Feuerwehrdepot, um den Pachtvertrag förmlich vor Ort zu überreichen. Auch Karl Feils vom Planungsbüro Feils sowie Fachbereichsleiter 4, Gerd Schlich und Stefan Köhler vom Hochbau waren vor Ort.

Neben der Begutachtung der neuen Außenanlagen hatten alle Anwesenden die Möglichkeit an einer kurzen Führung durch den Anbau teilzunehmen. Der erste Bauabschnitt kann nun zur Nutzung übergeben werden und mit dem zweiten Bauabschnitt wird zeitnah begonnen. Im Anschluss daran konnten alle noch einen Blick in die Feuerwehreinsatzzentrale (FEZ) werfen. Auch hier wurde, besonders im technischen Bereich, viel aufgerüstet.

„Wir freuen uns, dass die Stadtwerke, insbesondere das Wasserwerk durch diese Aktion wieder wie in zurückliegender guter Tradition etwas näher an die Feuerwehr rückt“, so die Geschäftsführer der Stadtwerke Rolf Schäfer und Bernhard Mauel.

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Politik

Erleichterung in der Kaiserstadt Aachen – Mehr Aufenthalts-Qualität und gut für den Klimaschutz

Aachen – Umgestaltung Rennbahn und Klappergasse: Stadt Aachen erhält in Berlin Förderbescheid über zwei Millionen Euro – Mit viel Grün und einem offengelegten Bachlauf soll die Aufenthaltsqualität in der Altstadt weiter steigen. Baubeginn ist für Herbst 2025 vorgesehen, mit der Fertigstellung rechnet die Stadt im Jahr 2027. Damit wird ein großer Wunsch der Bürgerschaft – wieder mehr Bäche an die Oberfläche zu holen – an einem ersten Ort erfüllt.

Viel Grün und offen fließendes Wasser: Der Blick auf den Platz an der Jakobstraße. Visualisierung: www.v-cube.de

Die Stadt Aachen hat in Berlin einen Förderbescheid über exakt 1.966.410 Euro aus den Händen von der Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, Klara Geywitz, sowie dem Parlamentarischen Staatssekretär Sören Bartol erhalten. Das Geld stammt aus dem Bundesprogramm „Anpassung Urbaner Räume an den Klimawandel“ und fließt in die Umgestaltung der Rennbahn und der Klappergasse. Mit viel Grün und einem offengelegten Bachlauf soll die Aufenthaltsqualität in der Altstadt weiter steigen.

Zwischenzeitlich wurde das Aachener Förderprojekt zur Zitterpartie. Es stand nämlich die Befürchtung im Raum, dass die bereits im vergangenen Jahr zugesagten Gelder doch nicht freigegeben werden können. Das Bundesverfassungsgericht hatte nämlich im November 2023 den Nachtragshaushalt der Bundesregierung für verfassungswidrig erklärt. Dies betraf vor allem den 60 Milliarden schweren „Klima- und Transformationsfonds“ (KTF). Aus diesem Topf sollte auch das Aachener Projekt gefördert werden. Doch mittlerweile steht fest, dass das Fördergeld zur Verfügung steht. Mit dem Erhalt des offiziellen Bescheids, den Landschaftsarchitektin Silvia Beretta aus der Abteilung Stadterneuerung und Stadtgestaltung am Montag (18. März) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung entgegengenommen hat, kann es nun vor Ort weiter vorangehen.

Das freut Frauke Burgdorff, Beigeordnete für Stadtentwicklung, Bau und Mobilität: „Wir sind in Aachen auf einem sehr guten Weg. Die Innenstadt von morgen nimmt an immer mehr Stellen Gestalt an. Rund um Rennbahn und Klappergasse können sich die Menschen in Zukunft auf eine wahre Stadtoase freuen.“

Mehr Aufenthaltsqualität und gut für den Klimaschutz

Wo jetzt noch versiegelte Flächen als Verkehrsraum dienen, sollen nach dem Umbau Grün und Wasser für deutlich mehr Aufenthaltsqualität sorgen, Besucher*innen wie Bewohner*innen anziehen und zur Begegnung einladen. „Grün-blaues Band – vom Verkehrsraum zum Lebensraum“ nennt sich das Projekt des Fachbereichs Stadtentwicklung und Stadtplanung in Kooperation mit dem Fachbereich Klima und Umwelt, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Innenstadt klimafest zu machen.

In der Abteilung Stadterneuerung und Stadtgestaltung setzen unter der Leitung von Stefanie Weitenberg vorneweg Antje Wiese und Jan Kemper das Projekt um: „Mehr Bäume, mehr Grünflächen, ein großzügig angelegter Spielpunkt und vor allem der freigelegte Paubach sollen ab 2027 den Ort prägen und gleichzeitig dazu beitragen, die Innenstadt vor Hitzeentwicklung und Überschwemmung zu schützen“, sagen die Beiden. Eine Maßnahme, die nicht nur klimatisch sinnvoll, sondern auch historisch naheliegend sei, wie das Planungsduo weiter erläutert. Denn Aachens Gründung und Entwicklung ist neben den heißen Quellen maßgeblich durch die Bäche beeinflusst, die erst seit Mitte des 19. Jahrhunderts verrohrt sind und seitdem unterhalb der Innenstadt fließen.

Die nächsten Schritte

Ab Mai dieses Jahres wird die Planung der Stadtverwaltung durch Landschaftsarchitekten und Verkehrsplaner weitergeführt. Der Baubeginn ist zurzeit für den Herbst 2025 vorgesehen.

Eingeleitet hatte das Projekt der Planungsausschuss der Stadt Aachen im November 2019 mit dem Auftrag an die Verwaltung, den Bereich Klappergasse / Rennbahn auf Grundlage der 2018 erarbeiteten Machbarkeitsstudie „Aachener Bäche sichtbar und erlebbar machen“ zu prüfen und konkretisieren. Der Planungsbeschluss wurde dann im Mai 2023 auf Grundlage der Planung von Jan Kemper und Karen Roß-Kark (Stadt Aachen) im Mobilitätsausschuss gefasst. Begleitet wird die Maßnahme von einer engagierten Bürger*inneninitiative, die sich für die Offenlegung von Aachener Bächen einsetzt.

Das Projekt „Grün-blaues Band“ ist ein wichtiger Baustein für eine gesunde, klimagerechte Innenstadt von morgen und wird in enger Abstimmung mit der Neugestaltung von Theaterplatz und Kapuzinergraben entwickelt. Zahlreiche weitere aktuelle Projekte und Infos des Zukunftsprozesses Innenstadtmorgen sind auf der Homepage www.innenstadt-morgen.de zu finden. Zudem finden Interessierte dort viele Möglichkeiten, aktiv mitzumischen und sich als Morgenmacher*in einzubringen.

 

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Marienschule gewinnt „E-Waste Race“ im Kreis Euskirchen – Das bisher höchste Sammelergebnis in Deutschland

Euskirchen – Marienschule macht das Rennen – Schulen im Kreis Euskirchen sammeln über 34.000 Teile E-Schrott für E-Waste Race-Wettbewerb – In einer vierwöchigen Sammelaktion sammelten Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Wettbewerbs „E-Waste Race“ Elektroschrott in ihrer Nachbarschaft und setzten sich dabei aktiv mit Recycling und den damit verbundenen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt auseinander. Insgesamt zehn Schulen beteiligten sich an diesem Projekt, das erstmalig im Kreis Euskirchen stattfand. Heute steht fest, wer am fleißigsten gesammelt hat. Mit 6.764 gesammelten Teilen Elektroschrott hat die Schule das Rennen und damit den Schulausflug zum NaturGut Ophoven in Leverkusen gewonnen.

Jährlich fallen allein in Deutschland 1,7 Millionen Tonnen Elektroschrott an. Darin sind wertvolle Rohstoffe enthalten, doch weniger als die Hälfte wird ordnungsgemäß entsorgt. Was fehlt, ist eine Verhaltensänderung in den Haushalten. Die gemeinnützige Initiative Das macht Schule hat ein Erfolgsmodell aus den Niederlanden nach Deutschland geholt (hier bisherige Ergebnisse). Vor vier Wochen startete mit Unterstützung von Landrat Markus Ramers gemeinsam mit der Abfallwirtschaft des Kreises Euskirchen das erste E-Waste Race im Kreis Euskirchen – für mehr Bewusstsein und einen weiteren Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft. Entsorgungspartner war Schönmackers. Es wurden unglaubliche 34.502 Teile Elektroschrott gesammelt – das bisher höchste Sammelergebnis in Deutschland. Die Schülerinnen und Schüler haben im Rahmen des Projekts aber nicht nur Elektroschrott fürs Recycling gesammelt, sondern zum Teil Geräte (in Repair Cafés) repariert, weitergegeben und ihnen dadurch zweites zuhause geschenkt. So konnten zum Beispiel drei Nähmaschinen repariert und an eine Nähgruppe mit geflüchteten Menschen gespendet werden.

Achim Blindert, allgemeiner Vertreter, Kreis Euskirchen: „Das E-Waste Race ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie Schulen aktiv dazu beitragen können, Umweltschutz zu betreiben. Mit dieser Bildungsform für nachhaltige Entwick-lung konnten die teilnehmenden Schulen die Kinder und Jugendlichen für nachhaltiges Handeln sensibilisieren und inspirieren. Das E-Waste Race zeigt, wie viel wir gemeinsam erreichen können.“

Karen Beuke, Abfallberaterin, Kreis Euskirchen: „Umweltbildung ist für uns in der Abfallberatung ein wesentlicher Bestandteil, nicht nur, um die richtigen Entsorgungsmöglichkeiten aufzuzeigen, sondern auch um zum nachhaltigen Konsum anzuregen. So bin ich sehr dankbar dafür, dass so viele engagierte Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte dazu beigetragen haben und die Problematik der falschen Entsorgung von Elektroschott in so viele Haushalte getragen haben. Ich bedanke mich auch bei der Firma Schönmackers, die die gesammelten Mengen abtransportiert, damit sie richtig entsorgt werden.“

Stephanie Sperber, Lehrerin der Marienschule in Euskirchen: „Das E-Waste Race hat uns als Schule erneut zusammengeschweißt. Wieder konnten wir zeigen, was für eine tolle Schulgemeinschaft wir sind. So viele helfende Hände und Unterstützer haben uns zum Sieg verholfen. Dabei durften wir zudem so viel Gutes für die Umwelt tun. Danke dafür! Macht alle mit!“

Folgende Schulen nahmen am Projekt teil: Gesamtschule Eifel, St. Michael Gymnasium, Erzbischöfliches St.-Angela-Gymnasium, Gemeinschaftsgrundschule Wichterich, Franken-Gymnasium Zülpich, Marienschule Euskirchen, Kaplan-Kellermann-Realschule, Chlodwig-Schule, Johannes Vincken-Schule, Johann-Hugo-von-Orsbeck-Schule.

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Wirtschaft

„Krewelshof Eifel“ – Biegers arbeiten am Generationen-wechsel

Mechernich-Obergartzem Unternehmerfrühstück der Kreiswirtschaftsförderung fand diesmal im „Krewelshof Eifel“ auf Mechernicher Boden statt – Danielle Bieger deutete es in der Talkrunde beim Neujahrsempfang von Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick bereits an: Der Familienbetrieb „Krewelshof“, angeführt von Landwirt Theo Bieger und Ehefrau Danielle, einer gelernten Architektin, hat bereits drei Kinder im Unternehmen, jedes für einen eigenen Bereich zuständig und verantwortlich. Biegers arbeiten also bereits am Generationenwechsel.

Familie Bieger mit den Töchtern Bibi und Kim (v.l.), den Eltern Danielle und Theo Bieger, Kreiswirtschaftsförderin Iris Poth, Landrat Markus Ramers und Sohn Max Bieger. Foto: Dr. Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa/pp/Agentur ProfiPress

Dass das längst nicht alle Firmen von sich behaupten können, ist allgemein bekannt und war auch Thema beim Unternehmerfrühstück der Wirtschaftsförderungsabteilung der Kreisverwaltung unter dem Titel „Viertelvoracht“ auf Mechernicher Boden, nämlich in eben jenem bekannten „Krewelshof „Eifel“ in Obergartzem, „keinen normalen landwirtschaftlichen Betrieb“, wie die Agentur „epa“ meldet, „denn Bauer Theo Bieger, seine Frau Danielle und die drei Kinder Bibi, Kim und Max betreiben eher so etwas wie eine Event-Landwirtschaft“.

Max Bieger (l.) erläutert Unternehmern aus dem Kreis Euskirchen Geschäftsprinzip und Abläufe auf dem „Krewelshof Eifel“. Foto: Dr. Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa/pp/Agentur ProfiPress

Den elterlichen Bauernhof Burg Enzen übernahm Bauer Theo in den 1990er Jahren. „Für mich war bald klar, dass Fleischvieh, Eierproduktion und Weizen nur eine begrenzte Zukunftschance haben, ein Familieneinkommen zu erarbeiten“, sagte Bieger beim Termin: „Das trockene und sonnenreiche Gebiet in Enzen habe ich daher lieber für den Gemüse- und Obstanbau genutzt.“

Graf Berghe von Trips lernte in Enzen

Bis heute baut er dort Spargel, Erdbeeren, Kirschen, Pflaumen und Zwetschgen, Birnen und Äpfel, sowie Kürbisse und Weihnachtsbäume an. „Und auch die Kartoffeln dürfen nicht fehlen, denn für Kartoffeln hat Bauer Theo ein ganz besonderes Faible“, schreibt der Redakteur Dr. Michael Thalken.

Den Anfang diesbezüglicher unternehmerischer Aktivitäten markierte die „Grüne Kiste“, ein Verkaufsstand an der Kommerner Straße in Euskirchen seit den 90er Jahren. Darauf folgte die „Grüne Scheune“ in Schleiden in 1993. In 2002 wurde der Krewelshof Köln/Lohmar mit Milchziegen und einer Käserei eröffnet, 2014 dann der „Krewelshof Eifel“ im städtischen Mechernicher Gewerbegebiet „Obergartzem III“ in unmittelbarer Nachbarschaft des Enzener Urhofs Burg Enzen, auf dem schon Rennfahrerlegende Wolfgang Graf Berghe von Trips als junger Mensch in die Landwirtschaftslehre ging.

„Nicht alle haben damals daran geglaubt, dass aus der Idee etwas werden würde“, erinnerte sich Danielle Bieger bei der von Roland Larmann moderierten Talkrunde beim Neujahrsempfang der Stadt Mechernich: „Aber ich habe an meinen Mann geglaubt“. Und sie habe recht behalten, sagte auch Landrat Markus Ramers in seiner Begrüßungsansprache beim Unternehmerfrühstück: Heute sei der „Krewelshof“ eine Adresse für Einheimische und Touristen.

Allein die Kürbisschau jedes Jahr im Herbst, bei der aus tausenden Früchten Flugzeuge oder Traktoren aufgetürmt werden, locke zusammen mit einer Regatta auf schwimmfähigen Kürbissen hunderte bis tausende Zuschauer an den Krewelshofer See. „Im Hofladen kann man die Produkte aus der Landwirtschaft und viele andere Dinge erwerben“, schreibt die „Eifeler Presseagentur“.

(Noch) kein Biobetrieb

Hinzu kämen ein Selbstbedienungs-Café und Räumlichkeiten, wo man Tagungen, Hochzeiten und Firmenevents feiern kann: „Aber egal, wohin man auch schaut, der »Krewelshof« hat seinen eigenen Stil… zwischen fellbedeckten Caféhausstühlen und Hightech-Spargelschälmaschine.“ Gestalterin der Räume sei die älteste Tochter Bibi.

„Wir sind zwar (noch) kein Biobetrieb“, berichtete Theo Bieger bei dem Unternehmertreffen, „tendieren aber deutlich in diese Richtung und übernehmen viele gute Ideen aus deren Anbau“: An seine Kartoffeln beispielsweise lässt er weder Keimhemmungsmittel, noch Konservierungsgase.

Insgesamt werden noch 163 Hektar Agrarfläche beackert, davon 20 Hektar für Kürbisse. „Wir versuchen, unsere Arbeit so transparent wie möglich zu gestalten“, sagte der 67-Jährige, der betonte, dass er sich „langsam aus dem Alltagsgeschäft etwas zurückziehen“ wolle.

Tochter Bibi hat ihren Master in Environmental Economics gemacht, ist verantwortlich für die zukünftige Ausrichtung des Hofes, für die Frühlings-, Kürbis- und Winterschau, und hat die Käserei unter sich. Ihre Schwester Kim, Bachelor in Agribusiness & Food Engineering, will die Geschäftsführung in Lohmar übernehmen und den dortigen Betrieb weiter ausbauen.

Sohn Max, Master in Agrar-IT, ist der EDV-Experte und setzt laut „epa“ auf Künstliche Intelligenz unter anderen für autonom fahrende Traktoren, intelligente Erdbeerbewässerung und KI-gestütztes Marketing.

Geplant und organisiert wurde das Unternehmerfrühstück von der Kreiswirtschaftsförderin Iris Poth, Henrike Bünder und Alina Kramer (Kreisverwaltung) sowie Alexandra Bennau und Rainer Santema (Sparkasse KSK Euskirchen).