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JA! Jung trifft Alt – Kreuzauer Projekt ist für den Deutschen Demografie-Preis 2021 nominiert

Kreuzau – Am 10. Juni 2021 verleiht Das Demographie Netzwerk e.V. (ddn) den Deutschen Demografiepreis zum zweiten Mal. Ausgezeichnet werden Menschen und Organisationen, die Demografie antizipieren, vorausdenken und vorangehen. Und so die Zukunft trotz oder gerade wegen Corona aktiv gestalten.

„Gemeinsam Wirken“, ist eines von sieben Themenfeldern, in welchen die Experten Handlungsbedarf und Entwicklungschancen in Wirtschaft und Gesellschaft sehen. Zusammengenommen zeichnen die Kategorien das bunte, vielfältige Bild einer Zukunft, in der alle Platz haben und wirksam werden können.

Gemeinsam wirken auch die Nominierten in der Gemeinde Kreuzau seit knapp einem Jahr in dem generationenübergreifenden Projekt: „JA! Jung trifft Alt“. Monika Paillon, Generationenbeauftragte der Gemeinde Kreuzau, formuliert das Ziel: „Als Kommune im ländlichen Raum Bildungswanderung weitestgehend abwenden, Senior*innen als Ausbildungspaten für Jugendliche mit sozialintegrativen Problemlagen einbinden und den jungen Menschen eine Perspektive in Beruf und Gesellschaft bieten. Brücken schlagen zwischen Tradition und Innovation und so auch das lokale Handwerk stärken.“

Dabei wird deutlich, dass zielführendes Handeln nur in einem gut funktionierenden Netzwerk wirken kann.

Gemeinsam mit Lisa Palm, der hauptamtlichen Fachkraft für offene Kinder- und Jugendarbeit der Gemeinde Kreuzau fand man beim Sozialwerk Dürener Christen in der Jugendberatungsstelle Kreuzau zwei starke Partnerinnen. Sigrid Wilwers und Jana Henning als pädagogische Fachkräfte beraten und begleiten bei Bedarf Jugendliche und junge Erwachsene im Schulabschlussjahr und beim Übergang in das Berufsleben. Die Jugendberatungsstelle Südkreis wird im Rahmen des Programms „JUGEND STÄRKEN im Quartier“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BIBH), den Europäischen Sozialfonds und den Kreis Düren gefördert.

„JA! Jung trifft Alt“ wurde als eine der drei besten Strategien für gemeinsames Wirken für den Demografiepreis 2021 nominiert, weil durch die Aktivierung und Anerkennung von personalen und sozialen Ressourcen bei Jung und Alt und das gegenseitiges Kennenlernen sowie die Toleranz der diversen Lebenswelten, dem Demografischen Wandel begegnet wird.

Anerkannt wird darüber hinaus die motivierende Vernetzung und Begleitung der Akteure durch die Berufsausbildung der jungen Menschen und darüber hinaus.

Die Preisverleihung findet pandemiebedingt am 10. Juni 2021 online statt. Weitere Informationen unter www.deutscher-demografie-preis.de.

Bis dahin gilt natürlich „Daumen drücken“.

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„Aktionstag der Wirtschaft“ bringt Unternehmen und gemeinnützige Einrichtungen zusammen

Aachen – Pressetermin  im inklusiven DRK- Familienzentrum Eintrachtstraße. Dort haben jetzt im Rahmen des ersten Aachener  „Aktionstags der Wirtschaft“ die Carpus+Partnern AG, Umlaut, CP Bauteam GmbH,  low-tec und der NABU Stadtverband Aachen gemeinsam mit den Mitarbeiter*innen  des Familienzentrums eine Wildblumenwiese, ein Insektenhotel sowie ein  Hochbeet für die Kita gestaltet. Nur ein Beispiel für die vielen Projekte,  die beim Aktionstag unter dem Motto „Gemeinsam für Aachener Quartiere“ auf  die Beine gestellt wurden.

Der vom Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalisierung und Europa im  Rahmen der Projekte „Aachener Quartiere 4.0“ und „N-Power“ initiierte  Aktionstag wird gemeinsam vom Sozialwerk Aachener Christen e. V., der low-tec,  dem Stadtteilbüro Aachen-Nord und mit  Unterstützung des Jobcenters StädteRegion Aachen organisiert. Ziel ist es,  verschiedene Akteure aus den Aachener Quartieren zusammenzubringen und die Quartiere durch die neu-entstehenden Beziehungen nachhaltig zu aktivieren.

Im Rahmen des Projekts stellten Aachener Unternehmen für einen Tag mindestens  eine*n Mitarbeiter*in frei, um ein konkretes Projekt für und mit einer gemeinnützigen Einrichtung aus Aachen-Nord beziehungsweise Aachen-Ost  umzusetzen. Geld war dabei Nebensache – vielmehr waren Ressourcen wie Zeit,  Wissen, Kompetenz, Kontakte und Logistik gefragt. Unternehmen, soziale  Einrichtungen und Bürger aus den Aachener Quartieren sollten sich kennen lernen  und gemeinsam für das Gemeinwohl handeln. Insgesamt nahmen 16 Unternehmen und  zehn soziale Einrichtungen an dem Projekt teil.

Die Unternehmen und Einrichtungen konnten sich bereits im Vorfeld zum „Aktionstag  der Wirtschaft“ anmelden und im November ihre Projektideen auf einer  Online-Plattform vorstellen. Im März gab es die Gelegenheit, während einer Online-Projektmesse  miteinander ins Gespräch zu kommen und über die konkrete Umsetzung der einzelnen  Projekte zu sprechen.

Oberbürgermeisterin  Sibylle Keupen freute sich, dass so viele Unternehmen und soziale  Einrichtungen beim Aktionstag der Wirtschaft zusammengefunden und gemeinsam  spannende Projekte umgesetzt haben und sagte: „Ich wünsche mir, dass sich diese  neu entstandenen Kooperationen über den Tag hinaus verstetigen“. Sozialdezernent  Professor Dr. Manfred Sicking betonte, dass die Stadt sich hier als Ziel  gesetzt habe, alle in den Quartieren tätigen Akteure miteinander zu vernetzen  und gewinnbringende Kooperationen ins Leben zu rufen. „Dabei entstehen neue  Blickwinkel, Chancen und Beziehungen, die bürgernahe Experimentierräume  schaffen und ganz neue Entwicklungen und Innovationen im Stadtteil  ermöglichen.“

Dieter Begaß, Leiter des städtischen Fachbereichs  Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalisierung und Europa, ergänzte :“Mit diesem  ersten Aachener Tag der Wirtschaft ist es uns gelungen, innovative Technologiefirmen,  Kreativunternehmer*innen und weitere Betriebe zusammenzubringen. Es ist  beeindruckend, dass so viele Mitwirkende die Chance genutzt haben, aktiv  etwas Sinnvolles für die Gemeinschaft zu tun und neue Kontakte zu knüpfen.“

Anke Bäßler, Leiterin des Familienzentrums Eintrachtstraße,  erklärte schließlich: „Bei der Umsetzung des Projekts konnten und können  unsere Kinder an einigen Stellen mithelfen. Es wird eine Umgebung geschaffen,  die Kinder inspiriert und neugierig macht. Das ist die Basis für ein  Bewusstsein von Nachhaltigkeit und Verantwortung für unsere Umwelt und für uns.“

Das  Projekt wird im Rahmen des ESF Bundesprogramms „Bildung, Wirtschaft, Arbeit  im Quartier – BIWAQ“ durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und  Heimat und den Europäischen Sozialfonds gefördert. Das N-Power-Projekt wird im Rahmen der  Interreg V-A Euregio Meuse-Rhine durchgeführt und zu fast 50 Prozent aus  Mitteln des EFRE (Europäischer Fonds für wirtschaftliche und territoriale  Entwicklung) und der Partnerregionen (Wallonien, der belgischen und  niederländischen Provinzen Limburg und dem Land Nordrhein-Westfalen)  finanziert.

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Eine App, die Leben retten soll

Kall – Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand muss einem Patienten so schnell wie möglich geholfen werden. Seit einigen Jahren hängen deshalb in öffentlichen Gebäuden, beispielsweise in den Eingangsbereichen des Kaller Rathauses und der VR-Bank-Filiale in Kall, Defibrillatoren, die während der Öffnungszeiten nutzbar sind.

Nun gibt es eine weitere Möglichkeit: Potenzielle Ersthelfer können sich bei der Corehelper-App anmelden und erhalten im Notfall von der Rettungsleitstelle eine Nachricht über einen Vorfall. Harald Heinen, Leiter des Ordnungsamtes und Feuerwehrchef der Gemeinde Kall sowie stellvertretender Leiter des Kreisfeuerwehrverbandes, hofft, dass sich möglichst viele Menschen aus Kall anmelden, die als Ersthelfer geeignet sind.

„Im Kreis Euskirchen ist der Leitende Notarzt Jesko Priewe maßgeblich verantwortlich“, berichtet Heinen. Insgesamt, so Heinen, sollten rund 3000 bis 3500 Menschen gewonnen werden, die sich für die App anmelden, damit sie möglichst flächendeckend angewendet werden kann.

Wenn es nach Harald Heinen geht, soll im Jahr 2022 jeder Mannschaftstransportwagen der Feuerwehr mit einem Defibrillator ausgestattet werden. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Sollte die Rettungsleitstelle nun Kenntnis von einem Herz-Kreislauf-Vorfall erhalten, kann sie auf Knopfdruck alle App-Nutzer im Umkreis des Geschehens per Push-Nachricht informieren. Im Idealfall kümmern sich dann sogar zwei Helfer gleichzeitig um die hilfsbedürftige Person. „Eine kümmert sich um die Herz-Kreislauf-Massage, die andere Person holt einen Defibrillator“, erklärt Heinen.

Alle nichtpolizeilichen Rettungskräfte, also Feuerwehr und Hilfsorganisationen, wurden bereits über die App informiert. Heinen hofft aber, dass auch Ärzte und medizinisch geschulte Bürgerinnen und Bürger sich bei der App anmelden. Dazu muss das Programm aufs Handy geladen werden. Außerdem muss der Nutzer nachweisen, dass er medizinisch qualifiziert ist.

Doch die App ist nicht die einzige Neuerung. In Kall hat man erkannt, dass Defibrillatoren rund um die Uhr verfügbar sein sollten und nicht nur, wenn bestimmte Gebäude geöffnet sind. „Die Zeit, bis die durch die App alarmierten Ersthelfer und der Rettungsdienst eintreffen, sollte überbrückt werden, indem man immer auf Defibrillatoren zurückgreifen kann, um eine Reanimation erfolgreich zu starten“, meint Heinen.

Aus diesem Grund sollen Defibrillatoren an bestimmten Stellen öffentlich zugänglich gemacht werden. Denkbar, so Heinen, seien die drei Feuerwehrgerätehäuser in Kall, Wahlen und Sistig, der Zwischengang zwischen Rathaus und Haus der Begegnung sowie die Bürgerhäuser. „So hätten wir schon mal rund 15 mögliche Stellen im Gemeindegebiet“, sagt Heinen. Die Defibrillatoren müssten in alarmgesicherten Schränken, die zum Schutz der Akkus beheizbar sein müssen, aufbewahrt werden. Pro „Defi“ inklusive Schrank und Einweisung sind rund 2300 Euro fällig.

Darüber hinaus haben auch zahlreiche Unternehmen Defibrillatoren angeschafft. Tobias Heinen, Wirtschaftsförderer der Gemeinde Kall, ist momentan dabei, ein Kataster für Kall zu erstellen, damit man Kenntnis darüber erlangt, wo im Gemeindegebiet überall Defibrillatoren verfügbar sind. „Mit diesen Firmen wollen wir dann sprechen, ob dort eventuell auch im Außenbereich oder, wenn die Firmen rund um die Uhr geöffnet haben, beim Pförtner platziert werden können“, sagt Harald Heinen.

Außerdem will der Feuerwehrchef für das Jahr 2022 beantragen, dass jeder Mannschaftstransportwagen der Feuerwehr mit einem Defibrillator ausgestattet wird – damit möglichst viele Leben gerettet werden.

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LG Laacher See – Fit durch die Krise – jetzt geht es um die Wurst

Laacher See/Region – Jeder hat so seine Lieblingsstrecken, die er entweder gerne wandert, läuft, walkt oder radelt. Nach dem Motto „Fit durch die Krise“ lud die LG Laacher See ihre Mitglieder vom 30.03.-01.05.2021 zum sportlichen Event während der Corona Pandemie ein. Die Lieblingsstrecken mussten nur dem Organisationsteam gemeldet werden und man wurde knackig belohnt. Als Dankeschön gab es von der Fleischerei Hugo Adams in Mendig zwei extra für die LG‘ler hergestellte Rohbeißer-Würstchen.

Jürgen Schlegel machte auf seiner Wanderung einen Abstecher auf den Kaiser-Wilhelm-Turm an der Hohen Acht. Foto: LG Laacher See

Seit einigen Jahren können die Teilnehmer der Veranstaltungen der LG nach den Wettbewerben mit der leckeren Erbsensuppe der Fleischerei Adams stärken. Damit das Vereinsleben nicht zum Erliegen kam regt Michael Krämer die „Fitmacheraktion“ an.  Zusammen mit Stefan Adams ging er in die Planung. Binnen weniger Tage dachte sich Adams ein Rezept aus und das Projekt konnte starten. Die LG-Mitglieder schickten Fotos von ihrer Lieblingsstrecke an das Orga-Team. Daraufhin erhielten sie einen Gutschein, den sie dann in der Metzgerei einlösen konnten. Wer beim Abholen der Würstchen noch weitere Waren einkaufte, erhielt einen zusätzlichen Vereinsrabatt.  „Die Aktion fand große Resonanz unter den Mitgliedern. Es haben so viele mitgemacht, dass uns zwischendurch die Würstchen ausgegangen sind“, lacht Adams. Die LG ist ein toller Verein, mit dem wir gerne zusammenarbeiten. Nicht zuletzt deswegen, haben wir gerne einen Spendenscheck überreicht.

Insgesamt legten die Vereinsmitglieder fast 600 km auf ihren Lieblingsstrecken zurück. Viele waren auf den Höhenwegen am Laacher See oder in den Thürer Wiesen unterwegs. Jürgen Schlegel wanderte 16 km in seinem „Wohnzimmer am Nürburgring“ an der Nordschleife entlang. Dafür reiste der 83jährige gerne aus Köln an.

Für den ausgefallenen Lohner’s Vulkan Marathon am 1. Mai bietet die LG Laacher See einen virtuellen Wettbewerb an, für den man sich noch bis zum 24. Mai anmelden kann. Die Strecken von 5 km bis zum Marathon können laufend oder walkend absolviert werden.


Infos und Anmeldung unter http://www.vulkan-halbmarathon.de/ 

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IHK-Umfrage: Wirtschaft erholt sich, aktuelle Situation zweigeteilt

Aachen – Nach dem konjunkturellen Einbruch im vergangenen Jahr erholt sich die Wirtschaft in der Region zunehmend. Die aktuelle Lage wird von einer Mehrzahl der Unternehmer als gut angesehen. Ihre Beurteilungen erreichen das Niveau vom Jahresbeginn 2020 – und damit wie vor der Corona-Pandemie. Das ist das Ergebnis der jüngsten Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen, an der sich 413 Unternehmen mit mehr als 36.000 Beschäftigten beteiligt haben.

„Die positive Lagebeurteilung der regionalen Wirtschaft macht Mut, wenngleich die Gesamtsituation noch zweigeteilt ist“, sagt Michael F. Bayer, Hauptgeschäftsführer der IHK Aachen. „Während die Industrie und das Baugewerbe wieder annähernd auf Vorkrisen-Niveau wirtschaften, spüren einige Dienstleister – vor allem das Gastgewerbe – und der Handel weiterhin die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie.“ Bayer sieht Anzeichen, dass sich die in Summe überwiegend gute Lage in den kommenden Monaten stabilisieren könnte. Drei von zehn Befragten rechnen damit, dass sich ihre Geschäfte verbessern werden, jeder sechste Betrieb ist skeptisch.

Die Industrie in der Region rechnet mit positiven Impulsen aus dem Export. Jeder dritte Befragte erwartet in diesem Bereich ein Nachfragewachstum. „Problematisch ist allerdings die Entwicklung der Rohstoffpreise“, gibt Bayer zu bedenken. „Bei einigen Vorprodukten kommt es bereits wieder zu Lieferengpässen und deutlichen Preissteigerungen.“

Als noch größeres Risiko sehen die Befragten die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen, zu denen neben den Folgen der Corona-Pandemie die Energiewende, aber auch die handelspolitische Schwäche der EU gegenüber den USA und China genannt werden. Mit einem Nachfragerückgang im In- und Ausland rechnen jetzt hingegen deutlich weniger Unternehmen.

Die Stabilisierung der Wirtschaft zeigt sich auch am Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote in der Region Aachen sank seit Januar leicht auf 7,2 Prozent. Sie liegt damit weiterhin unter der Quote des Landes Nordrhein-Westfalen (7,7 Prozent), aber über der des Bundes (6,0 Prozent).

Tests in Unternehmen: 93 Prozent testen bereits oder wollen testen

Zum Schutz ihrer Belegschaft bieten bereits 62 Prozent der befragten Betriebe ihren Beschäftigten Corona-Tests an – und das schon vor der Einführung der Testpflicht. Weitere 31 Prozent hatten zum Zeitpunkt der Befragung Tests für ihre Mitarbeiter geplant. Als größte Hindernisse werden die Beschaffung der Tests und deren Kosten genannt. Bayer betont: „Dieses klare Ergebnis zeigt, dass sich die regionalen Unternehmen ihrer Verantwortung für Belegschaft, Kunden und Geschäftspartner bewusst sind und freiwillig ihren Beitrag zur Bewältigung der Corona-Pandemie leisten.“

Geschäftslage und Erwartungen der Unternehmer im Detail

Die Konjunktur der Industriebetriebe hat deutlich angezogen. Fast die Hälfte der Befragten ist mit der Lage zufrieden, jeder siebte Unternehmer bewertet die Lage als schlecht. Die positiven Einschätzungen basieren vor allem auf einem deutlichen Anstieg der Auftragsnachfrage. Auch die Umsatzentwicklung war in den zurückliegenden Monaten stabil. Die Auslastung der Produktionskapazitäten stieg geringfügig um einen Prozentpunkt auf 79 Prozent, bleibt aber unter dem langjährigen Durchschnitt von 80,7 Prozent.

Die überwiegend gute Situation der Dienstleister hat sich seit Jahresbeginn nicht verändert. Rund ein Drittel der Betriebe berichtet von guten Geschäften, annähernd jeder fünfte Befragte ist unzufrieden. Drei von zehn Unternehmern geben an, dass die Umsätze in den zurückliegenden Monaten gestiegen sind.

Im Handel hat sich die gute Geschäftslage vom Jahresbeginn mittlerweile deutlich verschlechtert. Die positiven und negativen Antworten sind aber noch nahezu ausgewogen. Rund ein Drittel der Befragten ist mit der aktuellen Situation zufrieden, geringfügig weniger sind es nicht.

Im Großhandel berichtet rund ein Drittel der Unternehmer von guten Geschäften. Drei von zehn Befragten sind hingegen unzufrieden. Im Einzelhandel bewerten vier von zehn Befragten ihre aktuelle Situation positiv, geringfügig weniger bezeichnen sie als schlecht. Die Lagebeurteilungen der Einzelhändler sind innerhalb der einzelnen Branchen wegen der Auswirkungen der Corona-Schutzverordnung, der damit einhergegangenen Schließung vieler Geschäfte sowie der Test- und Terminpflicht für Kunden sehr heterogen. Während ein Großteil der Lebensmittelmärkte und Online-Händler aller Art mit dem laufenden Geschäft zufrieden ist, sind insbesondere Einzelhändler von Bekleidung und Schuhen unzufrieden.

Das Baugewerbe spürt weiterhin kaum die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Sechs von zehn Befragten bewerten ihre aktuellen Geschäfte als gut, jeder neunte Unternehmer ist nicht zufrieden.
Das Auslandsgeschäft hat sich in den zurückliegenden sechs Monaten stabil entwickelt. Rund ein Drittel der Industriebetriebe berichtet von gestiegenen Exportumsätzen, vergleichbar viele von gesunkenen Umsätzen. Die Auftragseingänge aus dem Ausland haben eine steigende Tendenz. Drei von zehn Unternehmern geben an, dass sich die Nachfrage erhöht hat, jeder sechste berichtet von zurückgegangenen Aufträgen aus dem Ausland. Die überwiegende Zahl der Befragten rechnet damit, dass sich die positive Entwicklung fortsetzen wird und der Export weiter steigt. Drei von zehn Industriebetrieben rechnen mit einem Anstieg, weniger als jeder Zehnte erwartet einen Exportrückgang.

Die positiven Konjunkturaussichten wirken sich noch nicht tiefgreifend auf die Investitionspläne der Unternehmer in der Region Aachen aus. Drei von zehn Befragten wollen ihre Investitionen in den kommenden Monaten erhöhen, jeder achte plant, die Ausgaben zu senken. Allerdings wollen auch deutlich mehr Unternehmen als zum Jahresbeginn gar nicht investieren.

Die Ertragslage der Unternehmen hat sich in den zurückliegenden Monaten zwar verbessert, dennoch meldet die überwiegende Zahl der Befragten eine negative Entwicklung der Erträge. Bei einem Viertel der Betriebe sind die Erträge in den vergangenen Monaten gestiegen, bei einem Drittel gesunken.

Die Belebung der Wirtschaft erhöht auch die Nachfrage nach Mitarbeitern. Drei von zehn Unternehmern planen aktuell, die Anzahl der Beschäftigten zu erhöhen, nur halb so viele gehen von einem Personalabbau aus. Fast die Hälfte aller Befragten sieht dabei den Fachkräftemangel als größtes Risiko für die weitere konjunkturelle Entwicklung. Die positive Beschäftigungsdynamik kommt allerdings noch nicht am Ausbildungsmarkt an. Ein Fünftel der Unternehmer will die Zahl ihrer Auszubildenden senken, jeder neunte Befragte will sie erhöhen. Dabei gestaltet sich die Suche nach beruflichem Nachwuchs während der Pandemie für mehr als jeden dritten Betrieb schwieriger als sonst. Nur vier Prozent fällt es leichter, einen Auszubildenden zu finden.

Bei der aktuellen Konjunkturumfrage hat die IHK Aachen mit den Vereinigten Industrieverbänden von Düren, Jülich, Euskirchen und Umgebung e.V. (VIV) kooperiert und Unternehmer gemeinsam befragt. Der Konjunkturbericht ist auf der Internetseite der IHK Aachen unter www.aachen.ihk.de/konjunkturbericht zu finden.

Geschäftslage und Erwartung in den Teilregionen

Städteregion Aachen: Stadt Aachen
Die Lage der Unternehmen in der Stadt Aachen hat sich seit dem Jahresbeginn geringfügig verschlechtert. 34 Prozent aller Betriebe melden gute Geschäfte, 27 Prozent sind nicht zufrieden. Gut geht es vor allem dem Einzelhandel (Saldo: +39) und den Dienstleistern (Saldo: +21). Die Erwartungen haben sich leicht verbessert. 33 Prozent der Befragten gehen von einer positiven Entwicklung, 20 Prozent von einer negativen aus. Positive Aussichten haben vor allem die Dienstleister (Saldo: +33) und die Industrie (Saldo: +18).

Übrige Städteregion Aachen
Die Situation der Betriebe im ehemaligen Kreis Aachen hat sich erneut verbessert. 40 Prozent der Befragten bewerten ihr Geschäft positiv, 17 Prozent sind unzufrieden. Die besten Einschätzungen geben die Unternehmen im Baugewerbe (Saldo: +100) und im Dienstleistungssektor (Saldo: +34). Die Aussichten haben sich ebenfalls verbessert: 34 Prozent rechnen mit besseren Geschäften, 16 Prozent gehen von schlechteren aus. Am besten sind die Erwartungen in der Industrie (Saldo: +34) und bei den Dienstleistern (Saldo: +26).

Kreis Düren
Auch im Kreis Düren berichtet die Mehrzahl der Betriebe von guten Geschäften. 35 Prozent melden, dass sich ihre Lage verbessert hat, 15 Prozent sind unzufrieden. Positive Geschäfte melden insbesondere die Industrie (Saldo: +31) und die Dienstleister (Saldo: +17). Die Erwartungen sind weiterhin positiv. 33 Prozent der Befragten rechnen mit einer Verbesserung ihrer Geschäfte, 14 Prozent sind zurückhaltend. Am besten sind die Aussichten im Einzelhandel (Saldo: +31) und in der Industrie (Saldo: +24).

Kreis Euskirchen
Die Lage der Betriebe im Kreis Euskirchen ist ebenfalls überwiegend positiv: 45 Prozent der Unternehmer berichten von guten Geschäften, 19 Prozent melden schlechte. Gut geht es vor allem den Unternehmen im Baugewerbe (Saldo: +77) und im Großhandel (Saldo: +63). Die Aussichten haben sich verbessert. 28 Prozent der Befragten gehen von einer Verbesserung der Geschäfte aus, 16 Prozent von einem Rückgang. Überwiegend positiv sind die Einschätzungen des Großhandels (Saldo: +22) und der Dienstleister (Saldo: +20).

Kreis Heinsberg
Die Unternehmen im Kreis Heinsberg melden ebenfalls eine verbesserte Lage. 56 Prozent der Befragten bezeichnen ihre Situation als gut, 19 Prozent als schlecht. Von guten Geschäften berichten vor allem das Baugewerbe (Saldo: +71) und der Großhandel (Saldo: +61). Nur eine kleine Mehrzahl der Unternehmer schaut zuversichtlich in die Zukunft: 26 Prozent der Befragten erwarten eine Verbesserung ihrer Geschäfte, 20 Prozent rechnen mit einem Rückgang. Positive Aussichten haben die Industrie (Saldo: +20) und der Großhandel (Saldo: +16).

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Erfolgreiche System-Umstellung im Mayen-Koblenzer Gesundheitsamt

Region/Mayen-Koblenz – Das Gesundheitsamt Mayen-Koblenz setzt nun die bundeseinheitliche Software Sormas zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ein. Im Kreishaus blickt man zufrieden auf die erfolgreiche Systemumstellung, bei der über 10.000 Fälle übertragen wurden. Bundesweit war dies die 24. Migration von Sormas mit vollständig angeschlossener Schnittstelle zum Robert-Koch-Institut.

„Das war zwar arbeitsintensiv aber die geringe Menge an Fehlermeldungen während des Prozesses zeigt uns, dass in dem alten System sehr ordentlich gearbeitet wurde“, erklärt Tobias Querbach, der für die Systemumstellung verantwortliche Mitarbeiter im Kreishaus. Auch nach den ersten Arbeitstagen mit der neuen Software ist man in der Kreisverwaltung zufrieden: „Auch wenn wir ein Wochenende lang keine Zahlen melden konnten, bin ich froh, dass der Wechsel so reibungslos funktioniert hat. Ganz besonders danke ich den Mitarbeitern in der Corona-Lage, die sich schnell im neuen System zurechtgefunden haben und mit großem Einsatz die Rückstände schnell aufarbeiten konnten. So läuft die Erfassung der positiven Fälle schon wenige Tage nach der Umstellung wieder tagesaktuell“, sagt Landrat Dr. Alexander Saftig.

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Neue Spenden-Plattform SUPPORT YOUR LOCAL ARTIST für Künstlerinnen und Künstler der Region Aachen

Aachen – Region Aachen und Stadt Aachen stellen eine gemeinsame regionale Spendenplattform vor. Mit SUPPORT YOUR LOCAL ARTIST bekommen Kulturschaffende und Künstler*innen eine Plattform, auf der sie ihre Spendenaufrufe und Crowdfunding–Projekte einstellen können. Großzügige Spender*innen können sich auf einen Blick informieren, wen sie unterstützen möchten.

„Ein Jahr leben wir in der neuen Realität mit Corona und substanzielle Änderungen für Kulturschaffende sind noch nicht in Sicht. Daher sind wir der Karlsruher Initiative gefolgt und haben eine Online-Plattform ins Leben gerufen, über die Kulturschaffende der Region Aachen direkt Spenden erhalten können.“ berichtet Susanne Schwier, Kulturdezernentin der Stadt Aachen.

„Letztes Jahr hatte unser Kulturbüro kurzfristig den Culture Coin Corona entwickelt, mit dem freischaffende Künstler*innen und Kulturakteur*innen aus den Kreisen Düren, Heinsberg, Euskirchen, der StädteRegion und der Stadt Aachen unterstützt wurden. Nun gehen wir einen Schritt weiter. Wir bieten eine Plattform an, auf der die Kulturschaffenden ihre Spendenaufrufe und Kampagnen einstellen können.“ sagt Prof. Christiane Vaeßen, Geschäftsführerin des Region Aachen Zweckverband.

Bernd Schwuchow, Vorsitzender des Kultur-Ausschusses der Region Aachen Zweckverband ergänzt: „Um Weihnachten hatte das Kulturbüro fast täglich Anfragen von großzügigen Spender*innen, die gefragt haben, ob es unseren Culture Coin Corona noch gibt oder wohin sie spenden können. Diese Lücke schließen wir nun.“ Die neue Spendenplattform ist abrufbar unter www.regionaachen.de/syla. Ab sofort können Kulturschaffende dort ihre Kampagnen einstellen und verlinken. Das Kulturbüro berät bei Bedarf.

„Wir hoffen damit einen weiteren kleinen Baustein zur leichten Abmilderung der Folgen der Corona-Krise im Kulturbereich beitragen zu können“, so die Initiatorinnen des Projektes Susanne Ladwein, Leiterin und Julia Schaadt, Mitarbeiterin des Kulturbüros Region Aachen. „Da dieses Thema leider nach wie vor aktuell ist, haben wir diesem Jahr auch das Schwerpunktprofil `Kultur und Krise`, in dem wir uns besonders mit den gesellschaftlichen Folgen beschäftigen.

„Der Anstoß für die Idee kam aus der Öffentlichkeit. Region Aachen und Kulturbetrieb haben ihn gerne aufgegriffen. Jetzt kann schnell, unbürokratisch und passgenau für Kultur gespendet werden“, so Olaf Müller, Leiter des Kulturbetriebs der Stadt Aachen.

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Impfen und Testen gehören in Daun jetzt zum Alltag

Daun – Die Kreisstadt Daun mit ihrem Stadtbürgermeister Friedhelm Marder tut alles, damit ihre Mitbürgerinnen und Mitbürgern, vor allem auch die Geschäftsleute ihren Alltag trotz Pandemie so normal wie nur möglich gestalten können. Besonders hervorzuheben sind die sechs Schnellteststationen, die im Dauner Stadtzentrum eingerichtet wurden. In Daun kann man sich tatsächlich an jedem Wochentag testen lassen, also auch sonntags. Sanitätsrat Dr. Rafael Hoffmann, Vorsitzender des DRK Ortsverein Daun und sein Team betreuen die Corona-Teststation im Forum Daun.

Personelle Unterstützung erhalten sie von der Adler-Apotheke. Allein in der DRK-Teststation im Forum Daun wurde in den ersten vier Testwochen schon mehr als 3.000 Schnelltest durchgeführt. In Kürze wird nach Information der Eifel-Mosel-Zeitung auch die Eifel-Apotheke eine weitere Teststation auf dem EDEKA-Parkplatz in Betrieb nehmen. Die Rosenapotheke bietet Schnelltests im Nachbargebäude links neben der Dauner Volksbank an. Die Marienapotheke steht mit ihrer Corona-Teststation auf dem Wirich-Parkplatz. Alle vier Dauner Apotheken und das DRK-Daun sorgen mit ihrem Personal für unsere Gesundheit, und das sieben Tage in der Woche. Das muss an dieser Stelle lobenswert hervorgehoben werden! Eine weitere Corona-Teststation betreibt der DM-Drogeriemarkt auf seinem Kundenparkplatz.

Darüber hinaus bieten nahezu alle Firmen ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Schnelltests an. Für das Personal des Firmenverbundes der Techniropa-Holding wurde sogar eigens eine Corona-Teststation im „TKL“ TechniSat-Kunden und Logistikcenter eingerichtet, wo sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zweimal pro Woche testen lassen können. Die Vulkaneifelkreisstadt ist also bestens aufgestellt, wenn es ums Testen geht. Das wird in den Nachbarkreisen und  Städten sicherlich ähnlich praktiziert.

Auch in den Impfzentren der Region wird im wahrsten Sinn des Wortes verimpft, was das Zeug hält. Es wird alles verimpft, was an Impfstoff zur Verfügung steht. Die Euphorie in den Impfzentren wächst von Tag zu Tag. Die Menschen, die zum Impfen kommen, erleben ein echtes Glücksgefühl. Das Personal in den Impfzentren kann man nicht oft genug loben. Man fühlt sich als Impfling geborgen und bestens umsorgt. Hektik und Nervosität finden in keinem Impfzentrum statt. Routiniert und konzentriert, immer mit einem freundlichen Lächeln, so funktioniert die Pandemiebewältigung in der Region.

Tatkräftige Unterstützung leisten inzwischen auch die niedergelassenen Kassenärzte. Die Impfquoten steigen dank ihres Einsatzes rasant an. Wir sind ziemlich zuversichtlich, dass in absehbarer Zeit auch wieder die Gastronomie und Hotellerie ihre Häuser öffnen dürfen. Die Menschen sehnen sich danach, zu ihrem gewohnten Leben zurückkehren zu dürfen.

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Initiative „Ladenliebe“ gegen Leerstand in Aachen

Aachen – Die Stadt Aachen eröffnet Experimentierräume für neue Läden. Seit über einem Jahr sind Dr. Daniela Karow-Kluge und Kai Hennes die Citymanager*innen der Stadt Aachen. In den vergangen zwölf Monaten haben sie die Aufwertung des Theaterplatzes im Reallabor, Streetart-Aktionen, Pop-up-Stores und Bürger*innen-Sprechstunden zu einem festen Bestandteil ihrer Arbeit gemacht.

Einen gebührenden Abschluss findet das erste Jahr des Citymanagements mit dem Auftakt der „Initiative Ladenliebe“, die durch ein Fördergeld von über 800.000 Euro finanziert werden wird. Das Geld, das aus dem nordrhein-westfälischen „Sofortprogramm zur Stärkung unserer Innenstädte“ stammt, soll zur Belebung des Leerstandes in Pandemiezeiten eingesetzt werden.

Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen wünscht sich, dass die „Ladenliebe“ den ansässigen Handel und die Gastronomie, „die gerade jetzt dringend Unterstützung brauchen“, helfen kann: „Mit der „Ladenliebe“ können wir die Attraktivität und Aufenthaltsqualität in der Innenstadt durch neue Erlebnismöglichkeiten und Angebote steigern“, steht für die Oberbürgermeisterin fest.

„Wir haben durch die Initiative die tolle Möglichkeit, die Innenstadt zu gestalten und aktiv etwas gegen Leerstand zu tun. Es ist ein Angebot an Menschen mit Unternehmensgeist, die mit uns Zukunft bewegen wollen. Ihnen können wir den Start in diesen unsicheren Zeiten erleichtern“, erklärt Citymanager Kai Hennes.

Leerstand beleben, Stadtteil positionieren und Negativtrend beenden

Um den zum Teil jahrlangen und auch corona-bedingten Leerstand rund um Holzgraben, Dahmengraben, Großkölnstraße und den Markt zu beleben, beabsichtigt die Stadt bis zu zehn leerstehende Lokale anzumieten, die dann stark vergünstigt an neue Mieter*innen unterviermietet werden sollen.

Die Anmietung findet erst statt, wenn sich Interessent*innen auf die Lokale melden und die Konzepte mit den Vorstellungen der Eigentümer*innen zusammenpassen. „Gerade in diesem Teil der Innenstadt können wir durch die Aktivierung von Lokalen eine Abwärtsspirale durchbrechen und das Quartier stärken. Bis zu zwei Jahre wollen wir Raum für neue Ideen und Geschäftsgründungen schaffen“, erklärt Hennes.

Besonders in diesen Tagen, wo die pandemiebedingte „Bundes-Notbremse“ auch in der Stadt Aachen seit Samstag, 24. April, zu erneuten Schließungen des Einzelhandels führt, soll das Angebot ein zukunftsgerichteter Lichtblick sein:

„Jede Nutzungsidee ist erwünscht: von Concept-Stores über kreativwirtschaftliche und kulturelle Nutzungen, Einzelhandels- und Gastronomie-Angebote ist grundsätzlich zunächst alles möglich. Ziel ist, eine positive Strahlkraft für die gesamte Innenstadt zu erzeugen“, erläutert Karow-Kluge.

Citymanager*innen übernehmen Koordination

Die Citymanager*innen werden die „Ladenliebe“ koordinieren und Gespräche mit den Eigentümer*innen der leerstehenden Ladenlokale führen.

Familie Roos, Eigentümerin eines Ladenlokals an der Großkölnstraße, ist gerne Teil des noch nie dagewesenen Sofortprogrammes: „Die derzeitigen Leerstände reißen große schwarze Löcher in die Stadt. Deshalb begrüßen wir die Initiative der Stadt Aachen und öffnen als Eigentümerin gerne die Räume für ein neues zukunftsfähiges Angebot. Wir sind gespannt und freuen uns, wenn lebendige neue Nutzungen einen Platz finden.“

Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen freut sich schon heute auf eine „bunte Aachener Innenstadt“: „Durch die „Ladenliebe“ können sich neue Konzepte, Angebote und Geschäftsideen in Zeiten von Corona mit geringerem Risiko erproben und in einer zukunftsfähigen Innenstadt etablieren.“

Nutzungskonzepte und Ideen einreichen

Voraussetzung für eine Anmietung der Lokale ist zunächst ein Entgegenkommen der Eigentümer*innen im Mietpreis. Diese reduzieren die zuletzt erhobene Kaltmiete um mindestens 30 Prozent. Die neuen Nutzer*innen zahlen dann als Untermieter*innen nur noch 20 Prozent der Kaltmiete zuzüglich Nebenkosten ausgehend von der Altmiete. Wünschenswert sind Anmietungen ab einer Mindestdauer von sechs Monaten. Bis zu 24 Monate können die Lokale über die „Ladenliebe“ zu einer reduzierten Miete angemietet werden.

Wichtige Informationen

Über den Link www.aachen.de/ladenliebe können sich Interessierte ab sofort über das Programm informieren. Zeitnah sollen die zur Verfügung stehenden Lokale auf der Homepage einsehbar sein. Ab diesem Zeitpunkt besteht dann auch die Möglichkeit, das eigene Nutzungskonzept einzureichen. Interessierte können sich bis dahin telefonisch und per E-Mail an das Citymanagement wenden.

Kontaktdaten des Citymanagements der Stadt Aachen:

Dr. Daniela Karow-Kluge und Kai Hennes
Tel: 0241 432 7291

E-Mail: citymanagement@mail.aachen.de

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Gemeinde-Arbeiter Bernd Stollenwerk in den Ruhestand verabschiedet

Simmerath – Mit einer kleinen Feierstunde wurde Bernd Stollenwerk nach 32 Jahren aus dem Dienst der Gemeinde Simmerath verabschiedet. Seit April 1989 war er zunächst als Gemeindearbeiter für die Gemeindearbeiterkolonne beim Bauhof tätig. Im Oktober 1991 legte Bernd Stollenwerk die Facharbeiterprüfung erfolgreich ab, bevor er 2003 zum Sicherheitsbeauftragten für den Bereich Bauhöfe bestellt wurde.

Sechs Jahre später wurde er zum Arbeitgeberbeauftragten für die Überprüfung von Brand- und Rauchschutztüren bestellt. Außerdem war Bernd Stollenwerk viele Jahre zweiter stellvertretender Vorsitzender im Personalrat der Gemeinde Simmerath und dort u.a. Vertreter der Arbeitnehmer.

Bürgermeister Bernd Goffart, Beigeordneter Frank Prömpeler, Bauhofleiter Christoph Nellessen, Personalratsvorsitzender André Koll und Bauabteilungsleiter Jürgen Förster bedankten sich für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit und verabschiedeten sich mit einem Geschenk von ihrem langjährigen Mitarbeiter.