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Wie man 6.000 Reben in den Boden bringt

Wittlich – Beinahe könnte man sagen: Alles Neue macht der Mai. So jedenfalls geschieht es in diesem Monat in einer Wittlicher Weinberglage.

Altes muss für Neues weichen. Wo die knorrigen Rebstöcke aus den vergangenen Jahren abgelegt wurden, rattern die Maschinen für die Neuanlage und bringen ca. 6000 neue Riesling Reben in die Erde. Ausgerichtet werden die Zeilen mit Lasertechnik und Abstandsband.

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700 Teilnehmer bei der Aktion „Sauber Alsdorf“

Alsdorf -Tolle Bilanz bei „Sauber Alsdorf“. Eine Bilanz, die sich sehen lassen kann. Trotz, oder vielleicht ja wegen Corona, war die Teilnehmerzahl bei der Aktionswoche „Sauber Alsdorf“ mit fast 700 Alsdorferinnen und Alsdorfern, die zu Müllzangen und -säcken gegriffen hatten, beachtlich. „Wenn man bedenkt, dass in diesem Jahr wegen der Corona-Folgen für die Schulen aus diesem sonst starken Teilnehmerfeld so gut wie keiner mitmachen konnte, ist die Resonanz toll“, sagt Claudia Kiziloglu vom Eigenbetrieb Technische Dienste (ETD), die in diesem Jahr zum ersten Mal alleine die Regie bei der Aktion innehatte. Nicht nur die Teilnehmerzahl, die sich diesmal vor allen Dingen aus Reihen der Siedler- und Bürgervereine sowie aus dem Karneval zusammensetzte – dabei aber auch viele Einzelpersonen und kleinere Gruppen – , war bemerkenswert.

Auch die Ausbeute beim Müllsammeln war beachtlich. Fast sieben Tonnen vermeldeten die Mitarbeiter des ETD, die das Sammelgut an vereinbarten Standorten abgeholt hatten. Auch Bürgermeister Alfred Sonders zeigte sich am Ende der Aktion erfreut: „Dass so viele mitgemacht haben, auch oder besonders in den einzelnen Siedlungen, zeigt, dass das gesellschaftliche Miteinander lebt. Das macht Mut auch für zukünftige Projekte.“ Der Bürgermeister bedauerte, dass aufgrund der Corona-Auflagen die traditionelle Abschlussveranstaltung diesmal ausfallen musste. Dass für einige Sammler die Aktionswoche im Kampf gegen den wilden Müll noch nicht abgeschlossen zu sein scheint, erzählt Claudia Kiziloglu: „Viele haben nachgefragt, ob sie die Müllzangen behalten dürften, um weiter bei Streifzügen durch ihren Stadtteil Abfall aufzusammeln.“ (apa)

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Mehrere Tausend Bescheide für Genesene werden verschickt

Region/Mayen-Koblenz – Alle Bürger aus dem Landkreis Mayen-Koblenz und der Stadt Koblenz, deren Corona-Infektion mindestens 28 Tage und maximal sechs Monate zurückliegt, werden spätestens in der kommenden Woche unaufgefordert eine Bescheinigung über die überstandene Erkrankung per Post erhalten. Die Schreiben werden gerade erstellt und sollen voraussichtlich noch diese Woche verschickt werden.

Hintergrund dafür ist, dass nach den gesetzlichen Regelungen Ausnahmen und Erleichterungen für vollständig geimpfte und von der COVID-19-Erkrankung genesene Menschen gelten. Bestimmte Einschränkungen, die das Infektionsschutzgesetz zur Eindämmung der Pandemie vorsieht, gelten für sie nicht mehr. Dazu gehören etwa Ausgangs- oder Kontaktbeschränkungen. Das Gesundheitsamt bittet von gesonderten telefonischen oder E-Mail-Anfragen abzusehen. Nur wer bis zum Ende Mai keine entsprechende Bescheinigung erhalten hat, wird gebeten eine E-Mail an corona@kvmyk.de zu senden.

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An Spitzentagen knapp 500 Abstriche

Euskirchen/Mechernich – Seit etwas mehr als einem Jahr betreibt das Rote Kreuz im Kreis Euskirchen das Corona-Testzentrum in den Räumen des ehemaligen Fastfood-Restaurants „Burger King“ am Mechernicher Georges-Girard-Ring. Waren die Kapazitäten zu Beginn auf bis zu 200 Corona-Tests pro Tag ausgelegt, wurden inzwischen an Spitzentagen schon knapp 500 Beprobungen durchgeführt. Insgesamt wurden seit dem Start am 23. März vergangenen Jahres rund 37.200 Proben für PCR-Tests gezählt.

Landrat und Rotkreuz-Schirmherr Markus Ramers (rechts) würdigte bei seinem Besuch im Corona-Testzentrum in Mechernich zusammen mit DRK-Kreisgeschäftsführer Rolf Klöcker (links) die Arbeit des Rotkreuz-Teams vor Ort. Eva Schneider und Dr. Cathrin Cupisti (von links) übernahmen an diesem Tag die Beprobung der Patienten. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Seit dem vergangenen November konnte ein Anstieg der notwendigen Corona-Tests beobachtet werden. „Diese Entwicklung hängt damit zusammen, dass sich mit Ausbreitung der Virus-Mutationen auch die Kriterien des Robert-Koch-Instituts verändert haben, wer als Kontaktperson I eingestuft wird und sich in Quarantäne begeben muss“, erklärt Markus Ramers, Landrat und Schirmherr für das Rote Kreuz im Kreis Euskirchen, der die Arbeit des Rotkreuz-Teams bei seinem Besuch vor Ort würdigte.

Rotkreuz-Mitarbeiter Thomas Moll mit DRK-Kreisgeschäftsführer Rolf Klöcker und Landrat Markus Ramers (von links) an der Eingabestelle im Corona-Testzentrum. Dort werden die Daten der Patienten erfasst. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

„Im Moment sind bei uns neun Mitarbeiter im Corona-Testzentrum beschäftigt“, sagt DRK-Kreisgeschäftsführer Rolf Klöcker. Bis zu drei von ihnen können gleichzeitig Abstriche vornehmen. Die Patienten müssen dafür nicht aus ihrem Auto aussteigen. „Viele Menschen sind wirklich erleichtert, dass sie ihren Wohlfühlbereich für den Abstrich nicht verlassen müssen“, weiß Rotkreuz-Mitarbeiter Thomas Moll. Geschützt durch FFP2-Maske, Face-Shield, Schutzanzug und zwei Lagen Handschuhe nehmen die Mitarbeiter die Stäbchenprobe in Rachen und Nase direkt am Autofenster.

Mitarbeiter wissen, wo das Stäbchen hin muss

Anfangs hatten die Patienten den Test noch unter Anleitung selbst durchgeführt, doch dies dauerte nicht nur länger, sondern war letztendlich auch weniger professionell. Thomas Moll: „Wer sich selbst testet, der hört vielleicht auf, wenn es unangenehm wird. Unsere geschulten Mitarbeiter wissen aber, wo sie mit dem Stäbchen hin müssen.“

Damit bei gleichzeitiger Probennahme drei Fahrzeuge hintereinanderstehen können und die Rotkreuz-Mitarbeiter dennoch nicht im Regen stehen müssen, wird derzeit gerade die Überdachung am Drive-In-Schalter vergrößert. Im Innenraum des Testzentrums nehmen indessen zwei Mitarbeiter die Proben entgegen, zwei Mitarbeiter kümmern sich um Terminvergabe und administrative Aufgaben und zwei weitere Mitarbeiter übernehmen den Corona-Fahrdienst des Roten Kreuzes. Am Abend gehen die Proben dann gesammelt ins Labor, das Ergebnis liegt in der Regel bis zum frühen Abend des Folgetages vor.

Das Rote Kreuz im Kreis Euskirchen ist in jeder Hinsicht auf den Kunden eingestellt. So war es mit dem Drive-In-Charakter des Testzentrums Vorreiter in Deutschland. „Das Drive-In war eine sehr gute Wahl, auch weil es viel Platz bietet und vor allem, weil es mitten im Kreis Euskirchen liegt“, betont Landrat Markus Ramers. Mit steigendem Bedarf wurden auch die Testkapazitäten stetig weiter ausgebaut. Und mit vier verschiedenen Stäbchengrößen versuchen die Rotkreuz-Mitarbeiter, auf die individuellen Bedürfnisse der großen und kleinen Patienten einzugehen. „Unser jüngster Patient war gerade mal vier Wochen, unser ältester Patient 101 Jahre alt“, erzählt Thomas Moll.

Jetzt auch am Wochenende geöffnet

Um den Bürgern im Kreis Euskirchen nun noch einen weiteren Schritt entgegenzukommen, hat das Rote Kreuz die Öffnungszeiten des Corona-Testzentrums in Mechernich angepasst. So ist es jetzt nicht nur montags bis freitags von 8 bis 15 Uhr geöffnet, sondern auch samstags, sonntags und an Feiertagen jeweils von 9 bis 12 Uhr. „Wir haben viele Anfragen zu den Öffnungszeiten bekommen, denn für einige Bürger hat es entscheidende Auswirkungen, wenn das Testzentrum auch am Wochenende Abstriche vornimmt – etwa wenn die Quarantäne ausläuft und sie nur mit negativem Testergebnis wieder arbeiten gehen können.“

Während zu Beginn der Pandemie vor allem Hausärzte ihre Patienten an das Corona-Testzentrum überwiesen hatten, kommen aktuell etwa 80 Prozent der zu testenden Personen mit einem Gutschein vom Gesundheitsamt. Wer sich in Quarantäne begeben muss, erhält jeweils zwei dieser Gutscheine, um sich einmal zu Beginn und einmal am Ende der Quarantäne auf das Corona-Virus testen lassen zu können. Ab Juni sollen im Corona-Testzentrum ausschließlich Personen mit Gutscheinen des Gesundheitsamtes getestet werden.

„Wir haben viele Schnelltest-Zentren im Kreis Euskirchen, aber nur ein PCR-Test-Zentrum“, betont Landrat und Rotkreuz-Schirmherr Markus Ramers und fügt hinzu: „Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Testperson corona-positiv ist, ist hier deutlich höher, als in einem Schnelltest-Zentrum. Das macht die Arbeit hier risikobehafteter aber gibt ihr auch eine besondere Bedeutung in der Pandemiebekämpfung im Kreis Euskirchen.“

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Potentialflächen für die Windkraft-Anlagen im Kreis Ahrweiler

Ahrweiler – Erfolgreiche Projekt-Kooperation mit Firma CISS TDI Sinzig. Wo lohnt es sich im Kreis Ahrweiler Windkraftanlagen zu planen? Und wie können diese Potentialflächen schnell und automatisiert abgerufen werden? Mit dieser Frage setzt sich ein Modellprojekt auseinander, das der Kreis als Praxis-Partner gemeinsam mit dem Geoinformationsunternehmen CISS TDI aus Sinzig durchgeführt hat.

Ziel des Projekts ist es, mithilfe eines Geoinformationssystems in einer automatisierten Suche Potentialflächen für Windkraftanlagen im Kreis Ahrweiler zu finden. Dazu werden Daten unterschiedlicher Fachrichtungen, wie Naturschutz, Landesplanung oder Forst, übereinandergelegt, abgeglichen und ausgewertet. Die ermittelten Potential- beziehungsweise Weißflächen sind auf einer nun erstellten Karte auf der Homepage des Kreises unter www.kreis-ahrweiler.de und im Klimahub Ahrweiler (www.klimahub.de) einsehbar.

„Wir verfolgen mit dem Ausbau  der Energiegewinnung aus klimaneutralen Quellen konsequent unser Ziel, nachhaltigen Klimaschutz zu betreiben und den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase alle fünf Jahre um zehn Prozent zu senken“, so Landrat Dr. Jürgen Pföhler. „Zur erfolgreichen Umsetzung der Energiewende im Kreis Ahrweiler sind alle Akteure gefragt. Als Sinziger Familienunternehmen möchten wir Verantwortung übernehmen. Mit unserem Fachwissen im Bereich der modernen Datenverarbeitung unterstützen wir den Kreis, die gesetzten Ziele zu erreichen“, hebt Dr. Richard Figura von CISS TDI Sinzig die Bedeutung der Zusammenarbeit hervor.

Zuletzt wurden im Projekt EnAHRgie mögliche Flächen für Windkraft ermittelt. Seitdem hat sich die Technik von Windkraftanlagen deutlich weiterentwickelt und die Kreisverwaltung sieht Bedarf, die Potentialflächen neu zu untersuchen. Dies soll auf Basis der nun entwickelten Anwendung erfolgen. Wird eine Fläche positiv bewertet, muss diese aber nach wie vor mittels Immissionsschutzverfahren einzelfallbezogen geprüft und umfangreiche naturschutz- und denkmalschutzrechtliche Untersuchungen vorgenommen werden, bevor dort eine Windenergieanlage gebaut werden kann.

Die Kooperation mit CISS TDI entstand im Rahmen der Zukunftskonferenz „Energiewende“, die im November 2019 auf Initiative des Kreises stattfand. Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gefördert. Die vollständigen, von CISS TDI ermittelten und aufbereiteten Flächen sind ebenfalls unter www.ciss.de/potentialflaechen-im-kreis-ahrweiler öffentlich verfügbar und zeigen auch mögliche Ausschlusskriterien.

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Internationaler Tag der Pflege: Bätzing-Lichtenthäler dankt Pflegekräften

Region/Mainz – Anlässlich des morgigen Internationalen Tags der Pflege dankte Sozial- und Arbeitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler allen Menschen, die sich um Pflegebedürftige kümmern. „Unsere Pflegekräfte sichern in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen tagtäglich unermüdlich eine gute Versorgung der Menschen in Rheinland-Pfalz. Besonders während der Corona-Krise zeigt sich, welch tragende Säule unserer Gesundheitsversorgung die Pflege darstellt.“

Dafür verdienen die Pflegekräfte nicht nur am Tag der Pflege Anerkennung und Dank. Dies müsse sich vor allem in guten Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen und einer angemessenen Bezahlung niederschlagen. Vor allem gelte es, Voraussetzungen zu schaffen, damit mehr Personal in der Pflege beschäftigt wird.

„Unsere Gesellschaft befindet sich in einem tiefgreifenden demografischen, technologischen und strukturellen Wandel, der gleichermaßen Herausforderungen und Chancen bereithält. In der Pflege geht es dabei insbesondere um die Sicherstellung und Weiterentwicklung einer bedarfsgerechten und qualitativ hochwertigen Versorgung in den städtischen wie in den ländlichen Regionen.

Die Landesregierung setzt sich bereits seit längerem gemeinsam mit den Partnerinnen und Partnern im rheinland-pfälzischen Gesundheitswesen und der Pflege in Initiativen und vielfältigen Projekten mit diesen Entwicklungen erfolgreich auseinander.

Die Akteure in Rheinland-Pfalz streben gemeinsam an, auch zukünftig eine menschenwürdige und qualitativ hochwertige pflegerische und medizinische Versorgung in Rheinland-Pfalz vorzuhalten und weiterzuentwickeln.

„Die Sicherung der Fachkräfte im Pflegebereich ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Bessere Löhne sind für die Attraktivität der Pflegeberufe unverzichtbar. An dem Ziel eines allgemeinverbindlichen Tarifvertrags in der Altenpflege halten wir fest“, betonte Bätzing-Lichtenthäler.

Der Internationale Tag der Pflege ist ein internationaler Aktionstag, der jährlich am 12. Mai begangen wird. Er erinnert damit an den Geburtstag von Florence Nightingale, die Pionierin der modernen Krankenpflege.

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Internationaler Museumstag 2021 – Jüdisches Museum Niederzissen nimmt erneut teil

Niederzissen/Brohltal – Am Sonntag, 16. Mai 2021 ist internationaler Museumstag! Ziel an diesem Tag ist es, auf die thematische Vielfalt der mehr als 6.500 Museen in Deutschland aufmerksam zu machen und die Bedeutung der Museumsarbeit als Beitrag zum kulturellen und gesellschaftlichen Leben zu verdeutlichen.

Sofern das aktuelle Infektionsgeschehen es zulässt, wird auch das jüdische Museum in der ehemaligen Synagoge Niederzissen an diesem Tag wieder seine Türen öffnen und bietet in der Zeit von 14.00 bis 18.00 Uhr unter den erforderlichen Hygienemaßnahmen kostenfreie Führungen an (Anmeldung erforderlich! Tel. Nr.: 02636-6482 oder info@khv-niederzissen.de). Alle Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, das Museum zu erkunden und sich vom Engagement der Mitglieder des Kultur- und Heimatvereins Niederzissen begeistern zu lassen. Diese gewähren spannende Einblicke und beantworten gerne Ihre Fragen

Sollte eine Öffnung aufgrund der Inzidenz nicht möglich sein, schauen Sie doch einmal ganz gemütlich von zu Hause aus digital unter www.ehem-synagoge-niederzissen.de oder www.museumstag.de vorbei und nutzen Sie die Gelegenheit, die ehemalige Synagoge und das jüdische Museum in Ruhe zu entdecken.

Der Internationale Museumstag wurde 1977 vom Internationalen Museumsrat ICOM ins Leben gerufen und wird seit 1978 gefeiert. Seit 1992 wird der Tag von einem jährlich wechselnden Motto begleitet. Ziel an diesem Tag ist es, auf die thematische Vielfalt der mehr als 6.500 Museen in Deutschland aufmerksam zu machen und die Bedeutung der Museumsarbeit als Beitrag zum kulturellen und gesellschaftlichen Leben zu verdeutlichen. Das diesjährige von ICOM-International Councils of Museums ausgerufene Motto lautet: Museen mit Freude entdecken.

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Rom hat ihn endlich selig – Live-Übertragung aus Rom im Internet

Kall-Steinfeld – Am Samstag, 15. Mai, wird der Salvatorianergründer Pater Franziskus Jordan seliggesprochen – Wegen der Corona-Pandemie keine große Feier in Steinfeld möglich. Pater Jordan ist im Kloster Steinfeld allgegenwärtig – auch wenn er nicht immer direkt so auffällt wie vor dem alten Gästehaus, wo sich eine Statue des Salvatorianer-Gründers befindet. Beim Gang durch das Kloster, die Basilika und den Garten muss man teilweise schon die Augen offenhalten. So ist das Relief unweit des Brunnens im Garten der Stille ebenso wenig direkt sichtbar wie das Bild im Eingangsbereich der Basilika unter einer der Figuren.

Pünktlich zur Seligsprechung wurde ein neues offizielles Porträt von Pater Franziskus Jordan angefertigt. Foto: Salvatorianer

Im Garten, aber auch im Refektorium, ist Pater Jordan nicht alleine. Neben ihm ist ganz häufig Mutter Maria von den Aposteln abgebildet, die Mitgründerin der Ordensgemeinschaft der Schwestern vom Göttlichen Heiland, besser bekannt als Salvatorianerinnen. Zwar ist diese Ordensgemeinschaft 1888, sieben Jahre nach der „Gesellschaft des Göttlichen Heilandes“ (Salvatorianer), gegründet worden. Doch Mutter Maria von Aposteln hat Pater Jordan eines voraus: Sie wurde bereits 1968 seliggesprochen.

53 Jahre später, genauer am 15. Mai, folgt nun auch die Seligsprechung des Ordensgründers – der Prozess hatte bereits 1942 begonnen, sich also nun fast 80 Jahre hingezogen. „Aus dem ehrwürdigen Pater Jordan wird der selige Pater Franziskus Jordan“, beschreibt es Pater Lambertus Schildt, Geschäftsführer des Kloster Steinfelds und Provinzökonom der Deutschen Provinz.

Reisen wegen Corona abgesagt

Doch eine große Feier in Steinfeld wird es wegen der Corona-Pandemie nicht geben. Eine Teilnahme in Rom ist beinahe ausgeschlossen. „Auch, wenn Provinzial Pater Hubert Veeser und ein ganz kleiner Kreis noch an den Reiseplänen festhalten“, sagt Pater Lambertus. Kalls Bürgermeister Hermann-Josef Esser und die erweiterte Schulleitung des Hermann-Josef-Kollegs hatten ursprünglich überlegt, der Seligsprechung in Rom beizuwohnen, haben davon aber längst Abstand genommen. „Ich freue mich außerordentlich über die Seligsprechung – sowohl für die Bedeutung der Person Pater Jordan, die über eine starke mystische Kraft verfügt hat, als auch für das Kloster Steinfeld als spirituellen Ort mit besonders großer Bedeutung nicht nur für die Region, sondern überregional“, so Bürgermeister Esser. Jeder, der Steinfeld besuche, spüre die besondere Atmosphäre.

Schwester Helene Engelmayer, Oberin der Schwesterngemeinschaft der Salvatorianerinnen in Steinfeld, ist sich sicher, dass diese äußeren Umstände bei der Seligsprechung Pater Jordans nur allzu gut zum Ordensgründer passen: „Trotz aller Schwierigkeiten mit den Kirchenautoritäten bei der Gründung ging es ihm immer ums Durchhalten und darum, zu sehen, was Gott von einem will.“ Pater Lambertus ergänzt: „Er hätte angesichts der momentanen Situation wohl gesagt, dass wir im Gebet verharren sollen.“

Ohnehin sei es wohl nicht im Sinne Pater Jordans gewesen, so im Mittelpunkt zu stehen. „Er wollte nie eine One-Man-Show“, so Pater Lambertus. Im Gegenteil: Pater Franziskus Maria vom Kreuze Jordan, wie er sich nach der Ordensgründung nannte, sei seiner Zeit voraus gewesen, indem er auch Laien mit in die Arbeit einband. Dass Pater Franziskus Jordan (1848-1918) bald zur Gruppe der Seligen gehöre, empfindet Pater Lambertus als Anerkennung. Für das Kloster selbst werde sich aber dadurch nichts ändern. Ohnehin geht er davon aus, dass Pater Jordan nie in Steinfeld war, obwohl sich dort zwei Jahre vor seinem Tod die Salvatorianerinnen niedergelassen hatten (die Patres folgten 1923).

Liveübertragung aus Rom

Die Live-Übertragung aus Rom am Samstag, 15. Mai, 10.30 Uhr, (zu empfangen im Internet unter https://telepacenews.it/diretta/) wird im Kloster per Beamer gezeigt – allerdings nur intern statt wie geplant im Rahmen eines großen Festes. Hinzu kommt, dass der Tag der Seligsprechung in Steinfeld mit dem Hermann-Josef-Fest zusammenfällt. Die Statue vor dem Gästehaus werde geschmückt.

Am Samstag, 22. Mai, findet um 17.30 Uhr ein Dankgottesdienst des Hermann-Josef-Kollegs statt, der im Rahmen des Hermann-Josef-Tages der Schule abgehalten wird. Im Gymnasium war die Seligsprechung natürlich auch Thema. Benjamin Schaafstall, Leiter der Religionsfachschaft, hat mit seiner Klasse ein Video über Pater Jordan aufgezeichnet. Außerdem, so Lehrerin Marlis Knoll, sei ein Padlet in Arbeit, also eine digitale Übersichtsseite, die bald online gehe. Eine Schülerin aus der Q1 hat eine Facharbeit zur Seligsprechung verfasst. Und dann gibt es natürlich schon seit zwei Jahren den Pater-Jordan-Weg, der an der Statue vor dem alten Gästehaus beginnt und in verschiedenen Stationen mit Informationen und Aufgaben aufwartet.

Momentan gibt es weltweit 1250 Salvatorianer (in Deutschland 45) sowie rund 1000 Salvatorianerinnen (in Deutschland 80). Wie Pater Lambertus berichtet, befinden sich weltweit 500 junge Menschen in Ausbildung. Während in Europa Häuser schließen, befinden sich andere Teile der Welt im Aufwind (Philippinen, Tansania, Kongo), in Vietnam gab es 2020 eine Neugründung. „Diese weltweite Ausrichtung wäre ganz im Sinne Pater Jordans“, vermutet Pater Lambertus. Denn eine Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg sei dem Ordensgründer stets wichtig gewesen.

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Start am 14. Mai: Corona-Testcenter bei BUNGERT in Wittlich

Wittlich – Für Ministerpräsidentin Malu Dreyer können Schnelltests einen Wendepunkt in der Pandemiebekämpfung darstellen. Je mehr Testcenter zur Verfügung stehen, desto einfacher ist es für die Bevölkerung, orts- und zeitnah Tests durchführen zu lassen. Bei BUNGERT kann man sich ab 14. Mai von montags bis samstags in der Zeit von 8.00 bis 20.00 Uhr testen lassen.  Mit dem bestätigten – negativen – Ergebnis sind auch in Corona-Zeiten zumindest für die folgenden 24 Stunden mehr Freiheiten erlaubt.

Jeder Bürger in Rheinland-Pfalz hat Anspruch, sich mindestens einmal pro Woche einem kostenlosen Schnelltest/Bürgertest unterziehen zu lassen.

Kooperationspartner von BUNGERT ist Schnelltest Deutschland der NosCuro Medical GmbH. Deren COVID-19 Antigen-Schnelltest liefert innerhalb von 15 Minuten ein Ergebnis, das darüber informiert, ob jemand gerade ansteckend ist oder nicht.

Das Prozedere ist einfach und problemlos: Man meldet sich auf www. Schnelltest-Deutschland. de an, wählt Testzentrum (BUNGERT, Wittlich) und gewünschten Testzeitpunkt. Per Mail erhält man seinen individuellen QR-Code, den man zum gewünschten Testtermin mitbringt. 15 Minuten nach Durchführung des Tests durch Fachpersonal erhält man mit dem ausgehändigten Code Zugriff auf das Testergebnis. Damit besitzt man einen 24 Stunden gültigen Nachweis.

Im BUNGERT-Testzentrum können auch bereits Kinder ab zwei Jahren getestet werden, hierfür wird kindgerecht mit dem Lollipop-Test gearbeitet.

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Startklar für die berufliche Zukunft in Eschweiler

Eschweiler – Digitale Ausbildungsmesse der Stadt Eschweiler am 20.-21.05.2021. Bürgermeisterin Nadine Leonhardt lädt alle Ausbildungsbetriebe in Eschweiler ein. Jugendliche aus Eschweiler können im Rahmen der digitalen Ausbildungsmesse zumindest virtuell in die Praxis schnuppern: Unternehmen in Eschweiler stellen sich auf der Internetseite der Stadt Eschweiler vor und stehen für Videokonferenzen zur Verfügung. Schüler*innen der Abschlussjahrgänge der Realschule Patternhof, der Gesamtschule Waldschule, der Adam-Ries-Schule, des Städtischen Gymnasiums sowie des Berufskollegs Eschweiler sind an diesen Tagen herzlich eingeladen, sich konzentriert über das vielfältige Ausbildungsangebot in Eschweiler zu erkundigen und erste Gespräche mit Ausbildern aus den Firmen zu führen.

Der Übergang von der Schule in das Berufsleben ist in Zeiten des Fachkräftemangels ein besonders wichtiger Schritt. Wichtig nicht nur für die Schülerinnen und Schüler, sondern auch für die Unternehmen. Aus diesem Grund wurde bis zum vergangenen Jahr mit steigenden Anmeldezahlen der regionalen Ausbildungsbetriebe eine eigene Ausbildungsbörse veranstaltet. Die 16. Auflage konnte leider im letzten Jahr aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Da die vielfältige Auseinandersetzung mit beruflichen Perspektiven auch gerade während der Pandemie sehr wichtig ist, möchte die Stadt Eschweiler in Kooperation mit der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter der StädteRegion Aachen Geschäftsstelle Eschweiler den Unternehmen und den Schüler*innen ein alternatives Angebot bieten.

Auf der Internetseite www.eschweiler.de/ausbildungsmesse erhalten die Unternehmen die Möglichkeit, sich als digitaler Aussteller sowie die Ausbildungsberufe vorzustellen. Über eine eigene Seite können die Arbeitgeber ihre Angebote einstellen sowie Informationen zu Bewerbungsunterlagen und Kontaktmöglichkeiten hinterlegen. Darüber hinaus können die Schüler*innen digitalen Kontakt mit den Unternehmen aufnehmen.

Bürgermeisterin Nadine Leonhardt lädt alle Ausbildungsbetriebe in Eschweiler ein, sich an der digitalen Messe zu beteiligen und potentielle Fachkräfte über Ausbildungschancen und Berufsbilder oder über duale Studiengänge zu informieren. Das Anmeldeformular kann unter www.eschweiler.de/anmeldung heruntergeladen werden.