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Lotto Rheinland-Pfalz und der Fußballverband Rheinland verlängern ihre Partnerschaft

Region/Koblenz – Im Sommer 2024 feiert der Fußballverband Rheinland sein 75-jähriges Verbandsbestehen. Eng verbunden mit dem Wirken des FVR ist die Partnerschaft mit Lotto Rheinland-Pfalz, als starker Partner des rheinland-pfälzischen Sports und damit auch für den Fußball im Verbandsgebiet des FVR. Im Jubiläumsjahr wird diese erfolgreiche Zusammenarbeit fortgesetzt. Insbesondere beim Lotto Rheinland-Pfalz-Cup, beim Finaltag der Amateure und beim eFootball wird die Partnerschaft besonders sichtbar. Aber auch im Rahmen aller Aktivitäten des FVR zum Jubiläum wird Lotto Rheinland-Pfalz eine wichtige Rolle spielen.

„Lotto Rheinland-Pfalz ist seit vielen Jahren ein verlässlicher und starker Partner des Fußballverbandes Rheinland und seiner Vereine. Die Verbindung zwischen beiden Partnern ist nicht mehr wegzudenken, wobei wir ein freundschaftliches und partnerschaftliches Miteinander nicht nur pflegen, sondern auch aktiv und zukunftsgerichtet gestalten. In unserem Jubiläumsjahr freuen wir uns ganz besonders, Lotto bei verschiedenen Aktivitäten einbinden zu können – so wie dies beispielsweise bereits beim Buch ‚75 Jahre Fußballverband Rheinland‘ erfolgt ist“, sagt FVR-Präsident Gregor Eibes.

„Die Fußballverbände haben 1948 mit am Tisch gesessen, als die drei Sportbünde des Landes die Lotto Rheinland-Pfalz GmbH gegründet haben“, weist Lotto-Geschäftsführer Jürgen Häfner auf die große Tradition der Allianz hin. „Der Sport, insbesondere der Fußball, hat nachweislich einen sehr großen Werbe- und Imagewert quer durch alle Sportbegeisterten in Rheinland-Pfalz. Davon profitiert auch das Unternehmen Lotto Rheinland-Pfalz seit Jahrzehnten. Wir sind dankbar, dass wir gemeinsam neue Ideen und Konzepte entwickeln können, die den Weg in eine gemeinsame Zukunft weisen.“

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Tourismus

Offene Führung in den Erlebniswelten Grubenfeld in Mayen am 7. April

Mayen – Die Erlebniswelten Grubenfeld veranstalten am Sonntag, 7. April wieder eine offene Führung durch die spannende Ausstellung SteinZeiten und über das Mayener Grubenfeld.

Der geführte Rundgang informiert über die mehr als 7000 Jahre alte Geschichte dieser uralten Bergbaulandschaft, in der noch heute Abbauspuren aus der Vergangenheit zu finden sind. Doch nicht nur das Außengelände ist es wert gesehen zu werden, sondern auch die Ausstellung SteinZeiten, in der die Geschichte noch einmal erlebbar wird, bietet viel Spannendes. Die Teilnehmer an der Führung erhalten dabei interessante Einblicke in die Geschichte und die Bedeutung der ausgestellten Objekte.

Interessierte können sich ohne Anmeldung ab 13.45 Uhr im Kassenbereich der Erlebniswelten für eine Führung einfinden. Der geführte Rundgang dauert eineinhalb Stunden. Der Preis für die Führung beträgt 2,50 € zusätzlich zum regulären Eintrittspreis.

Weitere Informationen sind erhältlich unter der Telefonnummer 02651-49 15 06 oder per Mail an erlebniswelten-grubenfeld@mayenzeit.de.

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Politik

Strompreis-Kompensation für energieintensive Industrie wird ausgeweitet

Region/Berlin – Kleinere Unternehmen profitieren von neuen RegelnAntragsverfahren startet Anfang April 2024 – Die Bundesregierung führt die Strompreiskompensation fort und weitet sie aus. Die neue Förderrichtlinie ist am Dienstag, 26. März im Bundesanzeiger erschienen und am Mittwoch, 27. März in Kraft getreten. Damit wird auch der zweite Teil des Strompreispakets der Bundesregierung von 9. November 2023 wie angekündigt umgesetzt. Die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) beim Umweltbundesamt startet Anfang April 2024 als zuständige Vollzugsbehörde mit dem diesjährigen Antragsverfahren.

Die Strompreiskompensation entlastet das Produzierende Gewerbe und insbesondere die energieintensive Industrie. Von der Strompreiskompensation profitieren aktuell rund 340 stromintensive Unternehmen, die im internationalen Wettbewerb stehen. Diese werden durch die Strompreiskompensation indirekt von den Kosten des CO2-Emissionshandels entlastet, die bei der Stromproduktion anfallen. Mit den Neuerungen werden die Bedingungen für die Inanspruchnahme der Strompreiskompensation verbessert – konkret gibt es zwei Verbesserungen:

  • Dersogenannte Selbstbehalt in Höhe von 1 GWh bei der Strompreiskompensation wird abgeschafft. Das vergrößert die Entlastungswirkung und privilegiert insbesondere kleinere Unternehmen, die bislang keine Strompreiskompensation erhalten haben.
  • Die ergänzende Beihilfe (sog. „Super-Cap“) unter Aufhebung des Sockelbetrags wird um fünf Jahre verlängert. Diese Regelung entlastet besonders stromintensive Unternehmen.

Die neuen Regeln gelten für die Abrechnungsjahre 2023 bis 2030. Sie  lösen die bislang geltende Förderrichtlinie ab. Neue Anträge nimmt die Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) ab Anfang April entgegen. ie neue Förderung steht noch unter dem Vorbehalt der beihilferechtlichen Genehmigung durch die Europäische Kommission. Eine abschließende Bescheidung der Anträge kann daher erst erfolgen, wenn die Europäische Kommission die neue Förderrichtlinie genehmigt hat. Das Genehmigungsverfahren bei der Europäischen Kommission läuft derzeit.

Mit der neuen Förderrichtlinie zur Strompreiskompensation wird das von der Bundesregierung Ende letzten Jahres beschlossene Strompreispaket vollständig umgesetzt: Die temporäre Absenkung der Stromsteuer für Unternehmen des Produzierenden Gewerbes sowie der Land- und Fortwirtschaft wurde bereits zum 1. Januar 2024 durch den Gesetzgeber beschlossen.

Die Anträge zur Strompreiskompemsation sind bis zum 30.Juni bei der DEHST zu stellen.

Weitere Informationen: Webseite der DEHST: https://www.dehst.de/DE/Strompreiskompensation/strompreiskompensation_node.html

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Projekt „Echternacherhof“ nimmt Fahrt auf

Region/Trier-Land – Die Verbandsgemeinde Trier-Land investiert umfangreich in die Zukunft ihrer Feuerwehr. Das geplante Brand- und Ausbildungszentrum (BAZ) Trier-Land am Standort Newel-Echternacherhof stellt einerseits eines der größten Hochbauprojekte der VG der kommenden Jahre dar. Andererseits bringt es auch wesentliche Vorteile für den Brand- und Katastrophenschutz und damit für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger mit sich.

Für die Realisierung plant die Verbandsgemeinde Trier-Land eine gemeinsame Projektgesellschaft mit der SWT Immobilien-Servicegesellschaft mbH. „Die Projektsteuerung unter dem Dach ‚Projektentwicklungsgesellschaft (PEG) Trier-Land‘ mbH“, an der die VG Trier-Land mit 74,9 Prozent beteiligt ist, schafft bei einem Projekt dieser Größenordnung Synergieeffekte und entlastet die VG-Verwaltung“, sagt VG-Bürgermeister Michael Holstein.

Christian Reinert, der seitens der SWT die Geschäftsführung übernimmt, ergänzt: „Beim Brand- und Katastrophen-schutzzentrum in Ehrang und den Planungen rund um die neue Feuerwache in Trier konnten wir gute Erfahrungen als Projektsteuerer in diesem Bereich sammeln und freuen uns darauf, diese in die neue Gesellschaft einzubringen.“ Abschließend ist sich VG-Bürgermeister Holstein sicher, dass „das Projekt durch die Zusammenarbeit in der neuen Gesellschaft bald richtig Fahrt aufnehmen kann.“

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Politik

Dr. Manfred Rechs ist neuer UWV-Chef in Mechernich

Mechernich – Dr. Manfred Rechs (65), Dr. Ing. und früherer Motorenentwickler bei Ford aus Kommern, ist neuer Vorsitzender des UWV-Stadtverbands Mechernich. Der amtierende Stadtverordnete und stellvertretende Fraktionsvorsitzende wurde am Donnerstagabend während einer Mitgliederversammlung im Bergbaumuseum einstimmig gewählt.

Bergbaumuseumsleiter Günter Nießen gab einen geschichtlichen Überblick zur 2000-jährigen Bergbauhistorie am Bleiberg. Foto: Heinrich Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

In die Versammlung führte statt des im Feuerwehreinsatz befindlichen stellvertretenden Parteichefs Karl-Heinz Seeliger Alt-Fraktionsvorsitzender und Vize-Bürgermeister Heinz Schmitz ein. Im Gedenken an die verstorbene bisherige Vorsitzende Heike Waßenhoven hatte man auf dem Vorstandstisch ein Bild und eine rote Rose platziert.

Auch ihr Witwer Wolfgang Waßenhoven war dabei, ebenso Günter Nießen, der Museumszerberus, der einen geschichtlichen Überblick zur 2000-jährigen Bergbauhistorie am Bleiberg gab. Nießen lobte dabei auch den verstorbenen Kommunalpolitiker Winfried Simons, der sich im Einsatz für die Schaffung eines Bergbaumuseums in Mechernich besonders hervorgetan hatte. Es sei heute ein „wertvoller Ort der Bildung und des kulturellen Austausches“ mit 7400 Besuchern allein im vergangenen Jahr, so Nießen.

Sieben Neue und viele Altgediente

Die Vakanz im Stadtverbandsvorsitz war der eigentliche Grund für die außerplanmäßige Versammlung. Bereits nach kurzer Beratung wurde Dr. Manfred Rechs als Nachfolger der im Mai vergangenen Jahres verunglückten Heike Waßenhoven vorgeschlagen und gewählt. Als erste Amtshandlung konnte der neue Stadtverbandsvorsitzende sieben neue Mitglieder begrüßen.

Es waren laut einer UWV-Pressemitteilung Petra und Frank Chelmowski,, Heike Waßenhovens Nachfolger als Satzveyer Ortsbürgermeister,  Elke Litzbarski, Hannelore Nießen, Lisa und Michael Weiss und Jennifer Wielspütz.

Des Weiteren überreichte Dr. Rechs Ehrenurkunden für langjährige Mitgliedschaften an Andrea Rademacher, Karl Heuel und Michael Wolfgarten (25 Jahre), UWV-Stadtratsfraktionschef Gunnar Simon sowie Nicole und Franz Troschke (30 Jahre), Heinz Claßen und Erwin Wiedenau (50 Jahre) und UWV-Mitbegründer Heinz Schmitz (60).

In einer Powerpoint-Präsentation erläuterte der neue Vorsitzende Zielsetzung und Aufgaben der Unabhängigen. Sein Ziel gab er mit den Worten an: „Den Menschen zuhören und konkret helfen“. Besonders lägen Stadtverband und Fraktion die Themen Überschwemmungsschutz, Klimawandelanpassung und regenerative Energieerzeugung mit „Photovoltaik auf allen Dächern“ und Freifeld-PV-Anlagen am Herzen.

Auch die Fraktionsvorsitzenden Gunnar Simon (Stadtrat) und Franz Troschke (Kreistag) gaben laut Pressemitteilung interessante Berichte ab, dann wurde gegrillt. Das beigefügte Foto zeigt (v.l.) Karl Heuel, Franz Troschke, Torsten Krieg, Nicole Troschke, Gunnar Simon, Erwin Wiedenau, Nicole Simon, Michael Wolfgarten, Jennifer Wielspütz , Dr. Manfred Rechs, Klaus Hück, Heinz Claßen, Horst-Peter Litzbarski, Heinz Schmitz, Elke Litzbarski, Petra Chelmowski, Frank Chelmowski, Rebekka Narres, Wolfgang Waßenhoven, Lisa Weiss, Michael Weiss, Andrea Rademacher, Claudia Simon und Bergbaumuseumschef Günter Nießen.

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Vereinbarung unterzeichnet – DLRG-Ortsgruppen unterstützen Kreis Ahrweiler beim Katastrophenschutz

Ahrweiler – Seit Beginn des Jahres arbeiten die beiden Ortsgruppen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Bad Neuenahr-Ahrweiler und Remagen im Zivil- und Katastrophenschutz noch enger mit dem Kreis Ahrweiler zusammen. Nachdem der Kreis- und Umweltausschuss der Kooperation im Herbst 2023 formell zugestimmt hatte, unterzeichnete Landrätin Cornelia Weigand jüngst mit Vertretern der Ortsgruppen eine entsprechende Vereinbarung. Die gemeinsame Einsatzeinheit ist demnach rückwirkend zum 1. Januar 2024 offiziell Bestandteil des Kreis-Katastrophenschutzes.

„Es freut mich, dass wir die Vereinbarung nun unterzeichnen konnten und die beiden DLRG-Ortsgruppen den Kreis damit auch offiziell unterstützen. Das ist ein weiterer wichtiger Baustein unseres Kreis-Katastrophenschutzes und gibt uns für die Bandbreite an Einsatzszenarien ein Plus an Sicherheit“, sagte Landrätin Cornelia Weigand bei dem offiziellen Termin im Kreishaus Anfang März. „Mit den Strömungsrettern verfügen die Ortsgruppen über ausgebildetes Fachpersonal, die entsprechende Ausrüstung sowie Fahrzeuge und Boote für die Wasserrettung und können die Einsatzkräfte in verschiedensten Gefahrenlagen unterstützen“, so Weigand.

„Die Strömungsretter stellen im Verbund mit den anderen Einsatzkräften eine wertvolle Ergänzung zum Zivil- und Katastrophenschutz dar“, sagt Kevin Wassong, Einsatzleiter DLRG der beiden Ortsgruppen. „Sie können Suchen und Rettungen übernehmen oder bestimmte Wasserstrecken absichern. Auch ein Einsatz bei der Wasserrettung oder in der örtlichen Gefahrenabwehr der Kommunen ist möglich. Für diese wichtige Zusammenarbeit konnten nun die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen werden“, freut sich Wassong.

Die DLRG übernimmt seit Jahren neben der Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung im Kreis beispielsweise bereits Wachdienste auf der Rettungsstation am Laacher See. Nach der Flutkatastrophe im Juli 2021 waren im Kreisgebiet auch Wasserrettungseinheiten aus überörtlichen DLRG-Ortsgruppen im Einsatz. Aus dieser Zusammenarbeit ist die Idee entstanden, diese Kooperation im aktiven Einsatzdienst und im Katastrophenschutz auf Kreisebene zu verstetigen.

Der Kreis wird den beiden DLRG-Ortsgruppen künftig eine jährliche Pauschale zahlen, die die Gruppen nach Bedarf und Abstimmung einsetzen können. Zudem beteiligt sich der Kreis an den Kosten für weitere Ausstattung, Wartung, Pflege und Unterhaltung sowie gegebenenfalls Neubeschaffung von Fahrzeugen.

 

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Karfreitag – Trierer Bischof Ackermann lud zu Gedanken über eine Passionsreliquie ein

Region/Trier – Jesus bleibt uns treu – An Karfreitag hat Bischof Ackermann dazu eingeladen, über den „Heiligen Nagel“, eine Passionsreliquie, nachzudenken. In Jesus Christus fallen höchste Bindung und größte Freiheit zusammen: Diesen Gedanken hat Bischof Dr. Stephan Ackermann in der Liturgie am Karfreitag (29. März 2024) mit der Gottesdienstgemeinde im Trierer Dom geteilt. Ausgangspunkt seiner Überlegungen war der Heilige Nagel; der Überlieferung nach ein Geschenk der Kaiserinmutter Helena an die Trierer Kirche. Diese „Passionsreliquie“ wird in der Regel in der Dom-Schatzkammer in einem kunstvoll gestalteten Reliquiar aufbewahrt. An Karfreitag wurde der Nagel neben dem Passionskreuz im Altarraum gezeigt.

Die historische Echtheit einer Reliquie spiele dabei weniger eine Rolle, sagte Ackermann. Richtig betrachtet, könne ihr eine geistliche Kraft innewohnen, die Inspiration für den Glauben biete. Das zeigten auch die Heilig-Rock-Wallfahrten. Er lud ein, ausgehend von der Reliquie „das Potenzial, das, was Jesus in seiner Hingabe bis zum Tod am Kreuz für uns getan hat, zu meditieren und tiefer zu verstehen“.

So könne der Nagel verstanden werden als Symbol für die Bereitschaft Gottes, sich festlegen zu lassen: „Gott hat sich in seinem Kommen festgelegt auf Jesus von Nazaret.“ Mehr noch: Der Nagel sei das unwiderlegliche Zeichen dafür, „dass Jesus sich hat festnageln lassen auf den Weg des Evangeliums. Er ist den letzten Konsequenzen dessen, was er im Auftrag Gottes, des Vaters, gelebt und verkündet hat, nicht ausgewichen.“ So stehe der Nagel dafür, dass Jesus den Weg der Liebe und der Gewaltlosigkeit treu geblieben ist bis zum Schluss, dass er vor der letzten, blutigen Konsequenz nicht geflohen ist. Das fordere die, die als Christinnen und Christen seinen Namen tragen und nach dem Evangelium leben wollen, immer wieder heraus, im Reden und Handeln konkret zu werden: „Wie gerne flüchten wir dagegen in die Abstraktion und Unverbindlichkeit; scheuen uns davor, konkret zu werden und festzulegen, gerade dann, wenn wir ahnen, dass ein konkretes Engagement uns Kraft oder Zeit kosten wird oder wir Kritik auf uns ziehen.“ Jesus hingegen habe sich ein für alle Mal festgelegt auf die Menschheit wie sie ist, mit allen Konsequenzen: „Er nimmt sein Versprechen an uns nicht zurück. Er bleibt uns treu.“

Damit halte der Nagel auch Trost und Ermutigung bereit, etwa für Menschen, die in Situationen feststeckten, die ihnen keinen Spielraum und keine Gestaltungsmöglichkeit lassen, oder Menschen, die von einer schweren Krankheit gezeichnet sind, die sie nicht mehr loslässt: „Im Glauben dürfen wir wissen, dass wir in solchen Situationen nicht allein sind, sondern gerade dann eng verbunden sind mit dem, der sich ans Kreuz hat nageln lassen.“ Denn, daran erinnerte der Bischof, das Ziel der Erlösung ist „das Leben in der Freiheit der Kinder Gottes: Die Kreuzesnägel haben Jesus am Ende nicht festhalten können. Der Auferstandene ist frei von den Fesseln des Todes.“ Diese österliche Freiheit schenke Jesus nicht am konkreten Leben vorbei und nicht ohne selbst die Fesseln zu spüren, unter denen Menschen so oft leiden. „Darum hat er sich ans Kreuz festnageln lassen. In Jesus fallen höchste Bindung und höchste Freiheit zusammen.“

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„Befreiung zum neuen Anfang“ – Kreuzweg 2024 am Karfreitag nach Adenau

Mechernich/Adenau – Mit rund 80 Teilnehmern knüpfte der Kreuzweg 2024 der Communio in Christo Karfreitag in Adenau an vorepidemische Zeiten an, als bis zu hundert Pilger gezählt wurden. Regie bei der Einstimmung in der Hauskapelle des Ordo an der Mechernicher Bruchgasse sowie auf dem 1861 bis 1863 geschaffenen Kreuzweg in Adenau führten einmal mehr Schwester Lidwina und der Diakonant Tilj Puthenveettil. Vorbeter waren außerdem Schwester Theresia und Gaby Dämmer.

Leitthema war „Was ist Erlösung?“. Schwester Lidwina hatte im Vorfeld drei Christen befragt, was ihnen zum Thema einfällt. Gaby Dämmer nannte „Loslösung“ beispielsweise von Erwartungen anderer, an die man sich gebunden fühlt. Heiko Jung, Seelsorger des Clemens-Josef-Hauses (Vellerhof) bei Hüngersdorf (Gemeinde Blankenheim), formulierte es noch einen Zacken dramatischer. Für ihn bedeute „Erlösung“ „Befreiung“ aus unfrei machenden Umständen.

Für Pater Jean Elex Normil, einem haitianischen Priester, der dem Ordo Communionis in Christo in Mechernich sehr nahe steht, bedeutet Erlösung schlichtweg die Chance zu einem neuen Anfang. Alle drei Impulsgeber verbanden „Erlösung“ ganz konkret mit der Person Jesu Christi, seiner Passion und Auferstehung.

„Reale Verbindung mit Jesus“

Der Ordo Communionis in Christo hatte das „Triduum“, die heiligen drei Tage von Tod und Auferstehung, am Gründonnerstagsabend mit der Abendmahlsfeier und dem indischen Priester Jaimson Mathew als Prediger begonnen. Der Geistliche, der im Sommer eine Pfarrerstelle in der Schweiz antritt, verglich Jesus mit Buddha und bezeichnete die Eucharistie nicht nur als Symbol, wie die Lotosblüte im Buddhismus, sondern als bleibende reale Verbindung mit dem christlichen Erlöser über dessen Sterben und Auferweckung hinaus.

Auf dem Kreuzweg in Adenau, zu dem die Pilger mit einem Doppelstockbus der Mechernicher Traditionsfirma „Schäfer-Reisen“ gebracht wurden, wurde an den 14 Stationen und vor der Grablegungsgrotte gebetet und gesungen. Die Meditationstexte knüpften an konkrete Situationen im Leben ganz normaler Menschen an, die wie Jesus Schmerz, Leid und ungerechte Behandlung erdulden müssen.

Die Gebete waren verbunden mit dem Wunsch, nicht nur auf sich selbst zu achten, sondern auch Empathie und Hilfsbereitschaft für andere in prekären Lebenslagen zu entwickeln. Tilj Puthenveettil: „Öffne uns Augen und Herz für Menschen, die unter Katastrophen, Unglück, Hunger, Angst, Krankheit und Tod, unter Verführung, Verleumdung, Verfolgung, Terror und Krieg zu leiden haben.“

Nach der Rückkehr ins Mechernicher Mutterhaus des Ordo Communionis in Christo und einer ausgiebigen Stärkung der Teilnehmer, die die Wirtschafterin Monika Ziegler und ihr Küchenteam vorbereitet hatten, feierte Generalsuperior Jaison Thazhathil mit den Gläubigen die Karfreitagsliturgie. Im Mittelpunkt standen die Kreuzverehrung und die so genannten Großen Fürbitten.

Ostersamstag feierten die Angehörigen der Communio in Christo und Christen aus Mechernich und Umgebung dann in der Cafeteria der Pflegeeinrichtungen die Osternachtliturgie als Auftakt der 50tägigen Osterzeit, in der bis Pfingsten die Auferstehung Jesu Christi gefeiert wird.

In allen Gottesdiensten wurde auch immer wieder Mutter Marie Therese, die Gründerin der Communio in Christo, zitiert, die vom Kreuz als „Sicherheit meines Lebens“, der Auferstehung als „Gewissheit“ und der Erlösung als sichere Heilserwartung für alle Menschen überzeugt war.

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Politik

Polizei zeigt Rasern Rot – Verstärkte Verkehrskontrollen vor Ostern

Region/Düsseldorf – NRW Minister Reul: Der Straßenverkehr ist weder Rennstrecke noch Spielwiese – Die Tuner-Szene hat sich den Karfreitag in den letzten Jahren als „Car-Freitag“ zu eigen gemacht. Die Polizei Nordrhein-Westfalen kontrolliert am „Saisonstart“ der Raser, Tuner und Poser verstärkt auf den Straßen. Damit beteiligt sie sich am Freitag, den 29. März 2024, an der bundesweiten Verkehrssicherheitsaktion „Rot für Raser“.

Innenminister Herbert Reul: „Die Zahl illegaler Autorennen steigt von Jahr zu Jahr. Der Straßenverkehr ist weder Rennstrecke noch Spielwiese, auf der man dem nächsten Adrenalinkick hinterherjagt. Ich hoffe, dass jeder Verkehrsteilnehmer den stillen Freitag als solchen versteht. Die Polizei wird mit konsequenten Verkehrskontrollen ihren Teil dazu beitragen.“

Seit 2018 ist die Polizei am Karfreitag auf den Straßen besonders präsent. Die Aktion zielt auch darauf ab, das Problembewusstsein für illegale Autorennen zu schärfen. Neben mobilen Verkehrskontrollen führt die Polizei auch Geschwindigkeitsmessungen durch und kontrolliert Fahrzeuge hinsichtlich technischer Veränderungen.

Am Karfreitag 2023 wurden bei Verkehrskontrollen in Nordrhein-Westfalen über 4.200 Verwarngelder erhoben und über 2.100 Ordnungswidrigkeitenanzeigen gefertigt. 42 Fahrzeuge wurden sichergestellt.

„Gegen Posen spricht nichts, solange der Straßenverkehr nicht beeinträchtigt wird. Auch gegen Tuning spricht nichts, solange die Vorschriften der Straßenverkehrsordnung uneingeschränkt beachtet werden,“ ruft Herbert Reul ins Bewusstsein.

Die Bekämpfung verbotener Kfz-Rennen ist und bleibt ein Schwerpunkt der Polizei Nordrhein-Westfalen. Die Verkehrsunfallbilanz für das Jahr 2023 zählt drei Getötete, die im Zusammenhang mit verbotenen Kfz-Rennen ums Leben gekommen sind. Die Zahl der verbotenen Kfz-Rennen ist zum Vorjahr um fast 100 gestiegen. Die Polizei registrierte 526 Unfälle nach Kfz-Rennen.

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Domkapitel und Bistum Aachen trauern um Weihbischof em. Karl Reger

Aachen – Karl Reger am heutigen 27. März 2024 im Alter von 93 Jahren verstorben – Priesterweihe am 25. Juli 1960 in Aachen – Am 7. Februar 1987 zum Bischof geweiht –  Der emeritierte Weihbischof Karl Reger ist letzte Nacht im Alter von 93 Jahren verstorben. Bischof Dr. Helmut Dieser würdigte Reger, der vor 64 Jahren in Aachen zum Priester geweiht und 1987 zum Weihbischof ernannt wurde, als unverwechselbare Persönlichkeit und passionierten Seelsorger. „Wir trauern, und unsere Gedanken sind bei seinen Angehörigen“, sagte der Bischof am Mittwoch in Aachen. „Weihbischof Karl Reger war ein sehr liebenswürdiger Mensch und ein von tiefem Glauben und Gottverbundenheit geprägter Priester und Bischof. Er selbst empfand das immer als sein größtes Glück: glauben zu können. Bis in sein Sterben hinein war er davon erfüllt, dieses Glück mit anderen zu teilen und Glauben zu wecken.“

Karl Reger wurde 1930 in Giescheid bei Hellenthal in der Eifel geboren und wurde 1960 zum Priester geweiht. Im Laufe seines priesterlichen Lebens wirkte er an verschiedenen Orten im Bistum Aachen. Zwischen 1960 und 1966 war er Kaplan an St. Albertus in Mönchengladbach. Danach wechselt er als Kaplan nach Viersen. Zwischen 1975 und 1985 übernahm er die Verantwortung des Regionaldekans in der Region Krefeld u. Seit 1985 war er zunächst nichtresidierender Domkapitular im Kapitel der Bischofskirche zu Aachen. Mit seiner Weihe zum Weihbischof am 7. Februar 1987 wurde er zugleich residierender Domkapitular.

Reger war zudem rund zehn Jahre lang Geistlicher Assistent des Diözesanrates der Katholiken. Zwischen 1989 und 2002 übernahm er die Aufgabe des Bischofsvikars für Ordens- und Säkularinstitute und Gesellschaften des Apostolischen Lebens im Bistum Aachen. Aufgrund kirchlicher und sozialer Verdienste verlieh ihm die Stadt Krefeld 1997 die Stadtehrenplakette.

Im September 2005 wurde Reger als Domkapitular emeritiert. Ein halbes Jahr später wurde er auch als Weihbischof emeritiert.
Das Domkapitel des Hohen Doms zu Aachen und das Bistum Aachen gedenken Regers Wirken mit hohem Respekt und Dankbarkeit. Die Begräbnisfeier für ihn wird am Samstag, 6. April um 10 Uhr im Hohen Dom zu Aachen gefeiert, die Beisetzung ist in der dortigen Bischofsgruft. Der Verstorbene wird ab Mittwoch, 3. April 18 Uhr in der Nikolauskapelle aufgebahrt. Am Mittwoch-, Donnerstag- und Freitagabend ist jeweils um 18 Uhr ein Totengedenken.