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Alte MGV-Fahne wie neu

Mechernich-Firmenich/Satzvey – Eigentlich würde der Männergesangverein Satzvey-Firmenich 1877/1921 e.V.  dieses Jahr ein Jubiläum feiern. Denn einer beiden fusionierten Ensembles, der Firmenicher Chorteil, wurde 1921 gegründet. „Durch Corona muss aber auf jede Festlichkeit verzichtet werden“, so der Vorsitzende Sebastian Ewald. Der Chor besteht aktuell aus 18 aktiven Sängern und 62 inaktiven Mitgliedern.

Eine der Fahnen im Chorbesitz, die zum 50. Jubiläum gestiftete Fahne „Cäcilia Satzvey“, war nach fast hundert Jahren stark beschädigt. Es fehlten Zierperlen und Pailletten. Und auch der Samt wies kaum noch Flor auf. Auch die umlaufenden Goldfransen waren teils abgelöst oder fehlten ganz.

„In Freud und Leid zum Lied bereit“ steht auf der für 8000 Euro in Handarbeit auf der Insel Nonnenwerth restaurierten Fahne des MGV Satzvey, die jetzt vor dem Dorfgemeinschaftshaus Firmenich dem Mechernicher Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick (rechts bim Hintergrund) gezeigt wurde. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Professor Dr. Gabriel Steinschulte, der Chorleiter des MGV, brachte die Fahne auf die Rheininsel Nonnenwerth, wo eine fachkundige Textilmanufaktur das historische Prachtstück in akribischer Handarbeit wieder aufarbeitete. Das dauerte ein gutes Jahr und kostete mehr als 8000 Euro.

Sponsoring von NRW, Pfarre und Kartell

„Das ist viel Geld für einen Chor“, so Sebastian Ewald. Allerdings konnte ein Viertel der Summe, also 2000 Euro, aus dem Fördertopf „Heimatscheck“ des Landes NRW in Anspruch genommen werden. Weitere 500 Euro schoss die katholische Kirchengemeinde St. Pantaleon Satzvey zu, 200 Euro kamen vom Vereinskartell Firmenich/Obergartzem hinzu.

Die fertig restaurierte Fahne stellten Hans-Josef Wolf, Heinz Neckritz und Professor Steinschulte jetzt bei einem Ortstermin am Dorfgemeinschaftshaus Firmenich dem Mechernicher Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick vor. Ein passgenauer Wetterschutz wurde ebenfalls angeschafft. „Jetzt wartet die Fahne darauf, zum 150-jährgen Bestehen im Jahre 1927 der Öffentlichkeit präsentiert zu werden“, so Hans-Josef Wolf, der Geschäftsführer des MGV, zum Stadtoberhaupt. Und „Danke an alle, die diese Fahnenrettung ermöglicht haben“, so Sebastian Ewald, Vorsitzender des Männergesangverein Satzvey-Firmenich 1877/1921 e.V.

Die historische Fahne des Männergesangvereins Satzvey-Firmenich ist 1,08 mal 1,05 Meter groß und zeigt auf der Vorderseite auf dunkelrotem Samt mit goldener Seiden-Stickerei und Perlenschmuck eine Darstellung der heiligen Cäcilia mit Orgelportativ und Palmzweigen in umlaufendem Spruchband (gestickte farbige Großbuchstaben) „Männer-Gesang-Verein S. Caecilia Satzvey“, umrahmt von goldenen „Bouillon“-Fransen

Auf der Rückseite ist auf beiger Seide in Kastanienfarbe eine gestickte Lyra im Eichenlaub (Herbstfarben und grün) in umlaufendem Spruchband (gestickte farbige Großbuchstaben) „In Freud und Leid zum Lied bereit, 1877 – 1927“ mit Schmuckstickerei und Perlen/Steinen zu sehen.

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Stellungnahme der SPD Bad Münstereifel zum Ausgang des Bürgerentscheids

Bad Münstereifel – Die kurstädtischen Sozialdemokraten sehen das knappe Ergebnis als Bestätigung für keinen überwiegenden Rückhalt in Sachen Windkraftprojekt im Pfaffenbusch. Das demokratische Ergebnis respektieren die Genossen und wollen an einer möglichst verträglichen Umsetzung der Windkraft mitarbeiten, falls es zu dieser überhaupt rechtlich kommt.

„Wir haben einen sehr harten Wahlkampf beim Bürgerentscheid erleben dürfen, den diese Stadt noch nicht erlebt hat. Leider wurde oftmals nicht respektvoll miteinander umgegangen. Mir bereiten die entstandenen Wunden Sorgen und es wird nötig sein, diese wieder zu schließen.“ sagt der SPD–Fraktionsvorsitzende Karl Michalowski als erste Reaktion auf das Ende des Bürgerentscheids. Die Sozialdemokraten hatten sich früh eindeutig gegen die Verpachtung der städtischen Forstflächen positioniert. Dem parteipolitischen Wahlkampf beim Bürgerentscheid stand die SPD ablehnend gegenüber. „Einige haben richtig Öl ins Feuer geschüttet. Wir waren entsetzt, wie man sich in den sozialen Netzwerken persönlich angegangen ist. Das sollte jetzt hoffentlich vorbei sein, denn wir wollen in dieser Stadt gemeinsam gut zusammen leben können.“ so Michalowski.

Das Ergebnis ist zwar knapp aber eindeutig in der Frage ausgefallen. „Das Windkraftprojekt erfährt keine sehr besonders starke Rückendeckung in der Bürgerschaft. Aus unserer Sicht wäre es jetzt wichtig nach einer Verpachtung eine intensive und transparente Bürgerbeteiligung in allen Details des Genehmigungsverfahrens durchzuführen.“ so Michalowski. Für die Genossen ist es aber noch nicht ausgemacht, dass sich bald tatsächlich die Windräder im Pfaffenbusch drehen werden. Denn die Mühlen des Genehmigungsverfahrens arbeiten langsam. Sicher ist mit langwierigen Klagen, Gutachten und Gerichtsverfahren zu rechnen. „Es ist noch nicht sicher, dass die jetzige Bürgermeisterin einen möglichen Windpark südlich von Nöthen noch einweihen wird. Das Thema ist noch lange nicht beendet und wir sind entschlossen an einer möglichst verträglichen Lösung mitzuarbeiten.“ kündigt der Fraktionschef an. Insbesondere wollen die Sozialdemokraten nicht, dass nur der private Investor am Ende profitiert.

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Besserer Schutz vor Missbrauch

Aachen – Bundesweiter Kita-Präventionsplan der Deutschen Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel startet im Bistum Aachen. Die „Starke Kinder Kiste!“ der Deutschen Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel etabliert sich aktuell bundesweit als erfolgreiches Präventionsprogramm für Kitas in Deutschland. Jetzt kommt die rote Schatzkiste, mit der Kinder vor sexuellem Missbrauch geschützt werden sollen, auch in das Bistum Aachen. „Wir freuen uns, dass bereits jetzt so viele Kitas zugegriffen haben und mitmachen“, unterstreicht Almuth Grüner, Präventionsbeauftragte beim Bistum Aachen.

Almuth Grüner, Präventionsbeauftragte beim Bistum Aachen und Jerome Braun, Geschäftsführer der Kinderschutzstiftung Hänsel + Gretel, freuen sich, dass die „Starke Kinder Kiste!“ jetzt in den Kitas des Bistums Aachen eingesetzt wird. Foto: Bistum Aachen/Jari Wieschmann

Und Jerome Braun, Initiator des Projektes und Geschäftsführer der Deutschen Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel, ergänzt: „Die ‚Starke Kinder Kiste!‘ und das dahinterstehende ‚Echte Schätze-Präventionsprogramm‘ von Petze, Kiel bieten den Kita-Fachkräften die Möglichkeit, mit den Kindern zusammen die wichtigen Präventionsprinzipien spielerisch zu erarbeiten.“ Aktuell sind acht Träger und 33 Kitas mit an Bord. „Der Anfang ist gemacht und die ersten Trainings bereits angesetzt. Zudem gehen wir fest davon aus, dass das Interesse in Zukunft noch wachsen wird“, so Grüner. Die Schulungen werden ab sofort die bereits seit Jahren für das Bistum Aachen tätigen Referentinnen Malu Thönnes (Bildungsforum Mönchengladbach) und Sigrid Siebertz (Helene-Weber-Haus) übernehmen.

Die Anschaffung der „Starke Kinder Kiste!“ – zurzeit sind 20 Stück im Umlauf – im Wert von 42.000 Euro wurde durch das Bistum Aachen mit einem Anteil von 50 Prozent der Kosten finanziert. Darüber hinaus übernahmen die Kitas 10.000 Euro in Eigenbeteiligung und weitere 11.000 Euro wurden von der Deutschen Postcode-Lotterie gefördert. In Zukunft haben die Kitas die Möglichkeit, eine „Starke Kinder Kiste!“ mit einem Eigenanteil von 500 Euro zu erwerben. Das Bistum Aachen wird sich auch weiterhin mit einem Anteil von 50 Prozent an den Kosten beteiligen und zudem die gesamten Schulungsaufwendungen zur Einführung der „Starke Kinder Kiste!“ in den Kitas übernehmen.

Die Deutsche Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel hat sich zum Ziel gesetzt, die „Starke Kinder Kiste!“ bundesweit in 5.000 Kitas zu bringen und damit 500.000 Kinder zu erreichen. Allein im Bistum Aachen gibt es 344 katholische Tageseinrichtungen, in denen rund 18.400 Kinder von ca. 4.500 pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreut werden. „Uns hat an diesem Konzept besonders überzeugt, dass wir über die ‚Starke Kinder Kiste!‘ alle wichtigen Akteure erreichen können. So hat jeder die Chance, unsere Kinder und damit das Wichtigste, was wir haben, stark zu machen“, so Almuth Grüner. Aus diesem Grund hat der Bereich Prävention im Bistum Aachen, Kitas dazu aufgerufen, sich zu beteiligen. „Die ‚Starke Kinder Kiste!‘ kann ein wichtiger Baustein für die Umsetzung der verpflichtenden Kita-Schutzkonzeptionen sein oder für dessen partizipative, also eine Kinder einbindende, Belebung sorgen. Insofern freue ich mich, dass wir mit ihr einen weiteren wichtigen Baustein für die Prävention vor sexuellem Missbrauch schaffen können“, so Jerome Braun.

Folgende Träger beteiligen sich an dem „Echte Schätze Präventionsprogramm“ der Deutschen Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel in Kooperation mit dem Bistum Aachen: KGV Alsdorf, ViaNobis Jugendhilfe / Schloss Dilborn, St. Remigius, Kirchengemeindeverband St. Servatius, Horizonte, Profinos, Promultis, Pfarre Franziska von Aachen. (iba)

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Mineralwasser ist ein einzigartiges Naturprodukt

Region – Die Rhein-Eifel Mineralbrunnen Brohler, Rhodius, Sinziger & Tönissteiner informieren – Deutschland ist weltweit das Mineralbrunnen-Land Nr. 1. Nirgendwo sonst können sich die Menschen an einer solchen Vielfalt erfreuen: Allein in der Region Rhein-Eifel gibt es gut ein Dutzend verschiedene natürliche Mineralwässer, die alle die abwechslungsreiche Geologie unserer Heimat widerspiegeln. Kaum ein anderes Lebensmittel entsteht so natürlich und gelangt so frisch und unverfälscht zu den Verbraucherinnen und Verbrauchern wie Mineralwasser. Um den besonderen Wert dieses Naturproduktes zu vermitteln, haben die Mineralbrunnen der Region Rhein-Eifel gemeinsam mit dem Verband Deutscher Mineralbrunnen und dem Getränkehandel eine Kommunikationskampagne mit aufmerksamkeitsstarken Bildmotiven und plakativen Botschaften für den natürlich reinen Durstlöscher aus der Tiefe gestartet.

Wohl kaum etwas ist so wichtig für Mensch und Natur wie das Element Wasser. Doch Wasser ist nicht gleich Wasser. Zwischen natürlichem Mineralwasser und Leitungswasser werden allzu oft Vergleiche gezogen, die den unterschiedlichen Charakteristika beider Wasserarten nicht gerecht werden. „Unser wichtigstes Anliegen ist es, den Konsumentinnen und Konsumenten zu verdeutlichen, dass natürliches Mineralwasser ein einmaliges Naturprodukt und damit keinesfalls mit Wasser aus dem Hahn vergleichbar ist, auch wenn auf den ersten Blick keine Unterschiede erkennbar sind. Mineralwasser ist schließlich nicht ohne Grund das beliebteste Kaltgetränk in Deutschland.“, erklären die Rhein-Eifel Mineralbrunnen Brohler, Rhodius, Sinziger und Tönissteiner ihr gemeinsames Engagement.

„Wir möchten dieses große Vertrauen der Verbraucherinnen und Verbraucher in das Naturprodukt Mineralwasser weiter stärken und dessen Einzigartigkeit in den Vordergrund stellen. Deshalb werden wir begleitend zu den Aktionen der Getränkefachmärkte selbst mit einprägsamen Botschaften wie ‚Hier sprudelt die Natur‘ oder ‚Die Leitung kann uns nicht das Wasser reichen‘ über unsere jeweiligen Social Media Kanäle auf die Kampagne und die Besonderheiten von natürlichem Mineralwasser hinweisen“, so die Rhein-Eifel Mineralbrunnen weiter.

Neben dem vorbildlichen deutschen Mehrweg- und Kreislaufsystem mit seinem herausragenden Beitrag zum Umweltschutz stehen die besonderen Attribute von Mineralwasser wie Natürlichkeit und Sicherheit im Fokus der Initiative. Schließlich durchläuft kein anderes Lebensmittel hierzulande ein so strenges und zeitintensives Prüfverfahren wie natürliches Mineralwasser, denn eine amtliche

Anerkennung gibt es ausschließlich für Mineralwasser. Dies bestätigt, dass ein Mineralwasser hier aus der Region aus geschützten unterirdischen Quellen stammt und dass die Zusammensetzung an Mineralstoffen und Spurenelementen im Rahmen natürlicher Schwankungen konstant ist.

Bis ein Mineralwasser aus der Region Rhein-Eifel sicher und rein in die Flasche kommt, ist sein Weg lang wie steinig: Schicht um Schicht, durch Böden und Gestein, sickern Niederschläge sehr langsam in die Tiefe der Vulkanregion. Dabei wird das Wasser zum einen auf natürliche Weise gereinigt. Zum anderen reichert es sich bei seiner Reise mit Mineralstoffen und Spurenelementen aus den verschiedenen Gesteinen an, wird zu Mineralwasser und sammelt sich schließlich im gut geschützten Depot: der Quelle.

Von dort wird das Mineralwasser schließlich nach oben gepumpt und muss direkt am Quellort abgefüllt werden. Ein fabrikneuer Schraubverschluss gewährleistet, dass das Mineralwasser bis zum Öffnen genauso sicher und rein bleibt, wie es die Quelle verlassen hat. So ist die natürliche Reinheit des Naturprodukts von der Quelle bis zum Verzehr jederzeit sichergestellt.

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Das Freibad Pellenz startet am 02. Juni in die Badesaison 2021

Plaidt – Rechtzeitig zum meteorologischen Sommerbeginn öffnet das Freibad Pellenz seine Pforten. Aufgrund der positiven Entwicklung der 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Mayen-Koblenz kann das Freizeit- und Sportbad im Nettetal am Mittwoch, 02. Juni, in die Badesaison 2021 starten.

Das Freibad Pellenz öffnet wieder. Foto: Verbandsgemeinde Pellenz

An diesem Tag wird für alle Badegäste der Eintritt frei sein. Dennoch hat die Corona-Pandemie auch in diesem Jahr Auswirkungen auf den Badebetrieb. Voraussetzung für eine Öffnung des Pellenzbads ist die konsequente Umsetzung des Hygienekonzepts, das vom Zweckverband Frei- und Hallenbad Pellenz auf der Grundlage der Corona-Regeln des Bundes und des Landes Rheinland-Pfalz erstellt und vom Gesundheitsamt der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz genehmigt wurde.

Das umfangreiche Hygienekonzept für das Freibad Pellenz sieht derzeit folgende Regelungen für den Badebetrieb vor:

• Das Pellenzbad ist an allen Wochentagen von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr sowie von 15:00 Uhr bis 19:00 Uhr geöffnet. Während der Badezeiten können jeweils maximal 402 Badegäste das Freibad Pellenz nutzen. Zwischen den Badezeiten wird eine Zwischenreinigung, nach 19:00 Uhr eine Komplettreinigung des gesamten Bads vorgenommen.

• Eintrittskarten können zum einen online gebucht werden, hierfür steht den Badegästen auf der Internetseite der Verbandsgemeinde Pellenz ein Online-Portal zur Buchung von Eintrittskarten zur Verfügung. Im Rahmen der Online-Buchung können Badegäste zunächst den gewünschten Tag und die gewünschte Badezeit auswählen. Eine Reservierung kann maximal zwei Tage im Voraus und muss spätestens am Vortag des gewünschten Termins vorgenommen werden. Tickets können für maximal fünf Personen reserviert werden, die Kontaktdaten aller Personen werden im Rahmen der Online-Buchung erfasst, für den Zeitraum von einem Monat aufbewahrt und im Anschluss unter Beachtung der Datenschutzgrundverordnung vernichtet. Nach Abschluss der Online-Buchung erhält der Nutzer eine verbindliche Reservierungsbestätigung per E-Mail. Die Reservierungsbestätigung wird von den Badegästen beim Besuch des Pellenzbads als Ausdruck oder auf dem Smartphone mitgebracht. Der Eintrittspreis (Erwachsene 4,00 EUR, Kinder und Jugendliche im Alter von 3 bis unter 18 Jahren 1,00 EUR) ist an der Kasse im Freibad zu entrichten, die Badegäste werden gebeten, passendes Kleingeld bereitzuhalten. Eintrittskarten sind zudem an der Kasse im Pellenzbad erhältlich, dort steht pro Badezeit ein begrenztes Kontingent von rund 50 Tickets zur Verfügung.

• Nach derzeitigem Sachstand ist der Eintritt für Badegäste nur zu gewähren, wenn ein negatives Testergebnis einer offiziellen Teststation, eine Impfbestätigung oder eine Genesenenbescheinigung vorgelegt werden kann. Eine endgültige, konkrete Information stand zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses noch nicht fest.

• Eingangs- und Ausgangsbereich des Pellenzbads sind voneinander getrennt, der weitere Weg durch das Freibad wird durch eine Einbahnregelung gesichert. Die Sammelumkleiden sowie die Duschen im Sanitärbereich sind geschlossen, die Einzelumkleiden sowie die WC-Anlagen stehen nur eingeschränkt zur Verfügung. Die Badegäste müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung – eine medizinische Gesichtsmaske (OP-Maske) oder eine Maske des Standards KN95/N95 oder FFP2 – tragen, die auf den Liegewiesen sowie bei Benutzung der Schwimmbecken abgenommen werden darf. Im Eingangsbereich sowie an den Einzelumkleiden und an den WC-Anlagen sind Desinfektionsmittelspender aufgestellt. Auf die Einhaltung der Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen werden die Badegäste durch eine umfangreiche Beschilderung sowie regelmäßige Lautsprecherdurchsagen hingewiesen.

• Reguliert wird zudem der Schwimmbetrieb. Im Schwimmerbecken stehen drei Schwimmbahnen zur Verfügung, die mittlere Bahn ist für ältere Badegäste sowie für Badegäste mit Behinderung reserviert.
Sowohl im Schwimmer- als auch im Nichtschwimmerbecken sind die Abstandsregeln einzuhalten, das Kindererlebnisbecken ist ohne Einschränkungen nutzbar. Gesperrt sind die Startblöcke des Schwimmerbeckens, das Sprungbecken sowie alle Wasserrutschen (Ausnahmen können durch die jeweilige Badeaufsicht gemäß des aktuellen Hygienekonzeptes getroffen werden). Nicht genutzt werden können zudem der Spielplatz, das Beachvolleyballfeld und die Tischtennisplatten. Der Schwimmbadkiosk bleibt geschlossen.

Verbandsvorsteher Klaus Bell zeigt sich erfreut, dass im Freibad Pellenz am 02. Juni in die Badesaison 2021 gestartet werden kann. „Die positive Entwicklung der 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Mayen-Koblenz ermöglicht eine Öffnung des Pellenzbads mit Beginn der Sommermonate. Trotz nach wie vor notwendiger Einschränkungen steht den Menschen in der Region mit dem Freibad Pellenz auch in diesem Sommer – und insbesondere während der Ferien – ein attraktives Freizeitangebot zur Verfügung. Den großen und kleinen Badegästen, die in den kommenden Wochen das Pellenzbad besuchen werden, wünsche ich im Namen des Zweckverbands Frei- und Hallenbad Pellenz sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Schwimmbads bereits jetzt viel Spaß und eine gute Zeit“, so Klaus Bell.
Aktuelle Regelungen immer auf www.pellenz.de

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Petra Fischer aus Oberkail kandidiert für den Bundestag im Wahlkreis 202

Oberkail – Petra Fischer tritt am 26. September 2021 als Direktkandidatin für die Freien Wähler zur Bundestagswahl für den Wahlkreis 202 an. Dazu wurde die Oberkailerin am 22. Mai 2021 bei der Aufstellungsversammlung in Berschweiler bei Baumholder einstimmig gewählt. Ihr Wahlkreis umfasst den Eifelkreis Bitburg-Prüm, den Landkreis Vulkaneifel und den Nordteil des Landkreises Bernkastel-Wittlich mit der Stadt Wittlich, der Verbandsgemeinde Wittlich sowie den Gemeinden Bausendorf, Bengel, Diefenbach, Flußbach, Hontheim, Kinderbeuern, Kinheim, Kröv, Reil, Willwerscheid.

Petra Fischer ist verheiratet und hat zwei Kinder im Alter von 11 und 15 Jahren. In ihrer Bewerbungsrede betonte die 49-Jährige, wie wichtig es ihr ist, dass Politik wieder für die breite Masse verständlich und nachvollziehbar wird. Ihr Wunsch an die zukünftige Bundespolitik: „Wir müssen den Menschen wieder zuhören und sie in ihrer jeweiligen Lebenssituation abholen.“ Sie will ihren Beitrag dazu leisten, dass zukünftig mehr Abgeordnete mit gesundem Menschenverstand aus der Mitte der Gesellschaft im Bundestag vertreten sind und ihnen zeigen, dass Mann oder Frau nicht als Politiker geboren sein muss, um sich für eine Kandidatur zu bewerben.

Über die letzten Monate der Regierung resümiert sie: „Wenn ich die verschiedenen Skandale der letzten Zeit betrachte, ist es kein Wunder, dass das Vertrauen in die Politik schwindet.“ Dieses Vertrauen möchte sie zurückgewinnen. Nach ihrer kaufmännischen Ausbildung in Wittlich arbeitete Petra Fischer 20 Jahre für verschiedene Unternehmen der Techniropa Holding in Daun. Seit sechs Jahren ist sie bei suki.international in Landscheid im Vertrieb tätig und dort für Prozessoptimierung zuständig. Neben dem Amt als ehrenamtliche Ortsbürgermeisterin von Oberkail engagiert sich Petra Fischer für die Freie Wählergemeinschaft im Verbandsgemeinderat Bitburger Land sowie im Vorstand der FWG auf Verbandsgemeinde- und Kreisebene.

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Strahlende Kinderaugen in Lückerath

Mechernich-Lückerath „Manchmal stellen wir uns vor, dass wir Oma im Taxi nach Hause bringen“, erzählt Marie, eine strahlende Schülerin der Katholischen Grundschule (KGS) Lückerath und leidenschaftliche Kettcar-Taxifahrerin. Möglich wurde das durch die Kreisverkehrswacht (KVW) Euskirchen, die den glücklichen Kindern der Grundschule Am Bleiberg zwei neue Kettcars gestiftet hat.

Mary Böhmer, OGS-Leiterin in der Grundschule (l.), hatte sich um die Kettcars beworben und die Zusage durch Peter Schick (2.v.r.) von der Kreisverkehrswacht erhalten. Schulleiterin Sonja Daniels (r.) nahm die Fahrzeuge dankbar an und Oberkommissarin Julia Braun (2.v.l.) betonte die Sinnhaftigkeit und Wichtigkeit der Aktion für die Verkehrssicherheit der Kinder. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress

Im Namen der KVW erschien Peter Schick, von dem Schulleiterin Sonja Daniels und Mary Böhmer, Leiterin der Offenen Ganztagsschule (OGS), die Fahrzeuge voller Freude und Dankbarkeit entgegennahmen. Auch Polizei-Oberkommissarin Julia Braun vom Verkehrsunfall-Präventionsteam Mechernich war vor Ort, um die positiven Aspekte der Aktion in Hinsicht auf die Verkehrssicherheit zu betonen.

„Besser geht es einfach nicht“

Die neuen Fahrzeuge kommen bei den Kindern aus allen vier Jahrgangsstufen sehr gut an. Mary Böhmer: „Die Kinder bauen von sich aus Straßen mit Verkehrsschildern, die wir hier zur Verfügung stellen. Sie errichten Parkplätze und Stationen auf dem Schulhof und aus dem Nichts entstehen Waschstraßen, Rastplätze, Tankstellen und vieles mehr. Das begeistert die großen und die kleinen Kinder. Sie tauschen sich aus, haben Spaß und lernen, aufeinander zu achten. Besser geht es einfach nicht. Natürlich muss Betreuung trotzdem sein, denn mit Rasern ist es ja auch nicht immer ungefährlich“, schmunzelt sie.

Auch Schulleiterin Sonja Daniels ist begeistert: „Wir sind alle total dankbar. Gerade auch die OGS, wo die Kettcars so richtig zum Einsatz kommen. In der Pause haben wir so viel Betrieb auf dem Schulhof, da ist es schwer den Überblick zu behalten – deswegen nutzen wir sie dann meist nicht. Aber nachmittags, in der freien Spielzeit, sowie in manchen Unterrichtseinheiten, zum Beispiel mit aufgebauten Parcours, sind die Fahrzeuge eine absolute Bereicherung für uns. Das wäre ohne die Kreisverkehrswacht und den Förderverein schlichtweg nicht möglich gewesen.“

Pure Begeisterung bei den Fahranfängern

Die OGS-Kinder wurden natürlich auch zu ihren neuen fahrbaren Untersätzen interviewt und zeigten sich sehr begeistert. So freute sich Selmedina: „Es ist sehr schön sie zu fahren. Damit kann man super Polizei und Räuber spielen.“ Auch Hannah erzählte, wie sie die Kettcars gerne nutzen: „Wir stellen uns gerne vor, dass wir einen Anhänger da dran haben, mit dem wir unsere Pferde transportieren. Oder wir fahren zu »McDonalds« und gehen zusammen Essen“. Während die einen noch kichern, meldet sich Marie noch einmal zu Wort: „Man kann damit ultraschnell fahren – und das machen wir in der OGS eigentlich die ganze Zeit.“

Verkehrssicherheit und Hintergründe

Oberkommissarin Julia Braun von der Mechernicher Verkehrspolizei, die mit den Kindern bereits ab der ersten Klasse Theorie in der Verkehrssicherheit und in der vierten Klasse die Fahrradprüfung macht, zeigte sich ebenfalls begeistert: „Das ist einfach klasse. Die Kinder lernen früh, aufeinander zu achten, setzen sich mit Verkehrsregeln auseinander und natürlich kommt dabei auch die Motorik nicht zu kurz. Auch in Hinsicht auf die Sicherheit auf dem Fahrrad ist das sehr gut.“ Sie hoffe des Weiteren auch, dass die Fahrradprüfung an der Schule in diesem Jahr wieder stattfinden könne. Diese musste im vergangenen Jahr aufgrund der pandemischen Situation leider abgesagt werden. In diesem Jahr hätten die Kinder nun durch die Kettcars eine sehr gute Vorbereitung.

Mary Böhmer hatte sich bei der im Januar gestarteten Ausschreibung „Kind und Verkehr“ der KVW um zwei Kettcars für die Grundschule beworben. So übernahm die Kreisverkehrswacht zwei Drittel der Kosten, die sich auf rund 650 bis 700 Euro pro Kettcar belaufen. Den Rest bezahlte der Förderverein der Grundschule.

Insgesamt hat die KVW in diesem Jahr drei Schulen und 17 Kindertageseinrichtungen im Kreis Euskirchen mit Fahrzeugen und Artikeln zur Bewegungsförderung versorgt. Die Kosten beliefen sich in diesem Jahr auf rund 28.000 Euro. Sponsorengelder zu diesem Zweck kommen unter anderem von der Kreissparkasse und der Volksbank in Euskirchen.

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Neue E-Bike-Station am Haltepunkt Meckenheim Industriepark

Meckenheim – Bürgermeister Holger Jung und Vertreter der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) nehmen Anlage in Betrieb. Als ausgezeichnete fahrradfreundliche Stadt hat Meckenheim den Weg Richtung Zukunft längst eingeschlagen. Mit RVK e-Bike begann vor zwei Jahren eine neue Zeitrechnung. Im linksrheinischen Teil des Rhein-Sieg-Kreises sowie in Weilerswist (Kreis Euskirchen) startete damals eines der ersten regionalen Fahrradverleihsysteme Deutschlands und eines der ersten, das ausschließlich mit E-Bikes läuft. Am Meckenheimer Bahnhof wurde 2019 die vollautomatisierte Verleihstation in Betrieb genommen. Jetzt erfährt das System eine Erweiterung: Am DB-Haltepunkt Meckenheim Industriepark ist eine zweite E-Bike-Verleihstation auf Meckenheimer Stadtgebiet entstanden. Gemeinsam mit Christian Seul, Projektleiter der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK), und Eduardo Meier, Leiter E-Bike Systeme Rheinland der nextbike GmbH, hat Bürgermeister Holger Jung die neue Station ihrer Bestimmung übergeben.

„Diese Verleihstation ist ein weiterer Beleg dafür, dass wir als ausgezeichnete fahrradfreundliche Stadt den Wandel der Mobilität hin zu nachhaltigen Lösungen energisch vorantreiben“, sagte Holger Jung und dankte allen am Projekt Beteiligten, vor allem der RVK, für die erfolgreiche Umsetzung. „Entspannt mit der Voreifelbahn angereist, kann man am Haltepunkt Meckenheim Industriepark ab sofort bequem auf das E-Bike umsteigen und seine Tour umweltfreundlich fortsetzen“, so der Bürgermeister begeistert.

An dem Verbundprojekt beteiligen sich die Kommunen und die RVK. Sie möchten mit der klimafreundlichen Mobilitätsalternative vor allem Berufspendler und Freizeitradler ansprechen. Den Nutzern stehen rund um die Uhr E-Bikes an voll automatischen Verleihstationen zur Verfügung. In einem ersten Schritt 2019 wurden die zentralen ÖPNV-Knotenpunkte der beteiligten Städte und Gemeinden angebunden. Sie verfügen jeweils über zehn E-Bikes. In Meckenheim befindet sich diese Station am Bahnhof. Eine zweite Station ist nun am Haltepunkt Meckenheim Industriepark hinzugekommen – bestehend aus sechs E-Bikes und Ladepunkten. Komplett überdacht bietet die neue Station Rädern und Nutzern gleichermaßen einen Standort, der vor Witterungseinflüssen geschützt ist. „Ein Alleinstellungsmerkmal“, wie Christian Seul betonte.

Neben den fixen Stationen gibt es darüber hinaus sogenannte virtuelle Stationen. Sie befinden sich in Meckenheim auf dem Kirchplatz und am Rathaus. Drei weitere virtuelle Stationen sind in Vorbereitung: Merl Schleife, Lüftelberg Buswendeschleife und Altendorf Schule.

Das Prinzip ist einfach: Registrierung, Entleihe, Rückgabe, so lautet die Formel. Die Nutzer können sich per RVK- oder nextbike-App anmelden. Auch eine Registrierung per Hotline 030-69205046 ist möglich. Bei der Ausleihe sind lediglich die RVK- oder nextbike-App zu öffnen und der QR-Code am Rad zu scannen. Das Schloss öffnet sich dann automatisch. Bei der Rückgabe müssen die Nutzer das Rad an einer RVK e-Bike-Station oder virtuellen Station abschließen, indem sie den Hebel am Rahmen nach unten drücken. Die Ausleihe in der App wird automatisch beendet.

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Streuobstwiese aufgepeppt

Mechernich-Firmenich – Eine knapp einen Morgen (2200 Quadratmeter) große Streuobstwiese am Fuß der Schavener Heide und am Ortsrand von Firmenich hat der Ortsarbeitskreis der Naturschutzverbände auf Bitten der Stadtverwaltung Mechernich unter seine Fittiche genommen.

„Es handelt sich um eine Nachpflanz- und Baumschutzaktion im Rahmen einer ökologischen Ausgleichsmaßnahme“, so Peter Dierichsweiler, der Wirtschaftsförderer und Liegenschaftsverwalter der Stadt. Bei einem Ortstermin stellten Franz-Josef Henkenmeier, Cornelia und Kurt Schroeder, Alfred Trenz und Ursula Büchen die gesicherten alten und zehn neugepflanzte Obstbäume dem Reporter des Mechernicher Bürgerbriefs vor.

In die Wipfel der hochstämmigen Obstbäume hängten die Naturschützer acht Nistkästen. Insgesamt betreuen sie 50 Nisthilfen. „Die meisten davon sind bewohnt“, so Kurt Schroeder (l.), worüber exakt Buch geführt werde. Es wohnen, nisten und brüten keineswegs „nur“ Vögel in diesen Nistkästen, so Franz-Josef Henkenmeier (r.), sondern beispielsweise auch Haselmaus und Fledermäuse. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Bei den neuen Exemplaren handelt es sich um die Apfelsorten Geheimrat von Oldenburg, Freiherr von Berlepsch, Prinz Albrecht von Preußen, Kaiser Wilhelm, Schöner von Boskop, Roter Boskop, Rheinischer Bohnapfel, Winterrambour und Zucclamagliorenette. Hinzu kommt noch eine von Henkenmeier selbst veredelte Süßkirsche, die an die Stelle eines abgestorbenen Kirschen-Altbaums in die Erde gesetzt wurde.

Winterbananenapfel kam aus USA

Von den älteren vor Jahrzehnten von Theo Reck gepflanzten und gepflegten Hochstämmen lassen sich nicht alle Sorten zweifelsfrei identifizieren, so Franz-Josef Henkenmeier. Sicher ist er allerdings beim Winterbananenapfel, einer Sorte, die aus den USA nach Europa kam. Außer den genannten Naturschützern waren auch Ludwig Schmitz und Ulrich Pohl an der Pflanzung und Eingatterung der neuen Bäume beteiligt.

Astrid Heistert-Klink von der Eifeler Obstbaugenossenschaft „Die SoNNe e.V.“ war bei der Beschaffung des Baumschutzmaterials behilflich. Die professionellen Eingatterungen wurden in den Nordeifelwerkstätten Zingsheim (NEW) hergestellt.

Die vor Jahrzehnten von dem Firmenicher Theo Reck bepflanzte und gepflegte Wiese soll ab dem August von 16 Eseln der Obergartzemer Familie Büchen beweidet werden, die auch in der vom Ortsarbeitskreis betreuten Grube Rolf bei Satzvey im pflanzenschonenden Äsungseinsatz stehen. „Das sind perfekte Landschaftsschützer“, so Kurt Schroeder beim Ortstermin.

Alle Bäume beschnitten

In seinem Bericht an die Stadtverwaltung Mechernich schreibt der 14 Aktive zählende Ortsarbeitskreis der Naturschutzverbände: „Neben den Neupflanzungen wurden auch die vorhandenen Altbäume mit einem Baumschutzgitter vor Verbiss geschützt. Insgesamt befinden sich auf der Wiese nun zehn Jungbäume, eine Jungkirsche und 13 Altbäume. Bis auf die zwei Nussbäume, zwei Pflaumen, zwei Kirschen und eine Mirabelle (sie benötigen allenfalls einen Sommerschnitt nach der Ernte) haben alle Apfel- und Birnbäume einen Erhaltungsschnitt bekommen.“

Die Altbäume habe man aus ökologischen Gründen stehenlassen, so Franz-Josef Henkenmeier: „Sie sollen im Verlauf der Zeit zerfallen und bis dahin Insekten und anderen Tieren als Habitat dienen.“ Die Kosten der Maßnahme von rund 2000 Euro trug die Stadt, alle Arbeiten erledigte und erledigt der Ortsarbeitskreis. „Dazu gehörte auch die Hängung von acht Nistkästen“, so Alfred Trenz zum Bürgerbrief.

„Insgesamt betreuen wir 50 Nistkästen, die meisten davon sind bewohnt“, so Kurt Schroeder, der Fotograf des Ortsarbeitskreises. Es wohnen, nisten und brüten keineswegs „nur“ Vögel in diesen Nistkästen, so Franz-Josef Henkenmeier, sondern beispielsweise auch die Haselmaus und Fledermäuse.

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Jülicher Rathaus auf Rädern: Infomobil verbessert Kontakt zur Bürgerschaft

Jülich – Die Stadtverwaltung Jülich übernimmt Fahrzeug der Verkehrswacht. Ein mobiler Informationsstand auf Rädern ermöglicht es der Stadtverwaltung Jülich ab sofort, ein seit Jahren gewünschtes Vorhaben umzusetzen: alle Themen auch auf die Dörfer zu bringen.

Das konnte bisher ohne großen organisatorischen Aufwand und Personaleinsatz nicht geleistet werden. Der Transport und Aufbau von Informationszelten mit Messestand und Stellwänden ist nur mit mehreren Personen zu bewerkstelligen, im Gegensatz dazu kann ein Infomobil bereits am Rathaus vorbereitet und nur von einer Person gefahren und vor Ort betrieben werden. Das Infomobil ermöglicht auch den von traditionellen Veranstaltungsterminen und Veranstaltern räumlich und zeitlich unabhängigen Einsatz im ganzen Stadtgebiet und vor allem auf den Dörfern.

Bürgermeister Axel Fuchs am Steuer des Infomobils, das mit der „Skyline“ der Stadt dekoriert wurde. Foto: Stadt Jülich/Gisa Stein

„Die Übernahme des zu einem Infostand umgebauten Sprinters der Verkehrswacht ist eine tolle Möglichkeit, dieses Vorhaben endlich umzusetzen. Die geringe Laufleistung des Fahrzeugs und der nachgewiesene gute Zustand ermöglichten eine im Verhältnis zu einer Neuanschaffung kostengünstige Realisierung“, freut sich Bürgermeister Axel Fuchs über das Angebot des Vereins, das Fahrzeug übernehmen zu können.

Bürgermeister Axel Fuchs und Dezernentin Doris Vogel zeigen eine der Einsatzmöglichkeiten des Fahrzeugs als mobiles Büro. Foto: Stadt Jülich/Gisa Stein

Es soll in den kommenden Jahren der Sprinter als Infomobil und mobiles Büro für die Ämter und Institutionen der Stadt Jülich genutzt werden. Der einst für die Verkehrswacht durch die Jülicher Firma Jumbo zu einem Büro um- und ausgebaute Sprinter wurde lediglich in der Außengestaltung mit städtischer Skyline und Wappen dekoriert. Im Innenraum existieren eingebaute Schränke für Infomaterial und Equipment sowie ein Tisch mit Sitzmöglichkeiten für Gesprächssituationen. Das Fahrzeug hat eine Anhängerkupplung und eine Markise, so dass Nutzungsmöglichkeiten erweitert werden können – ideale Voraussetzungen für zahlreiche und vielfältige Einsätze der Verwaltung. Zahlreiche Ämter haben bereits Nutzungsmöglichkeiten benennen können. Verwendung gibt es überall dort, wo bisher Klappzelt und Theke im Einsatz war und es bieten sich zahlreiche zusätzliche Einsatzmöglichkeiten an, für die diese Kombination nicht geeignet waren oder sind.

Das Amt für Familie, Generationen und Integration wird einen Stadt-Stand beim Berufsinfomarkt und eine Einsatzzentrale der Projektleitung beim Spieletag umsetzen. „Ob Informationsveranstaltungen des Vereins ´Jülich hilft`, des Jugendparlaments, des Jugendheims, des Stadtteilbüros Nordviertel, des Kulturbüros und Kulturbahnhofs – eine offensive Informationsmöglichkeit kann so den Erfolg vieler Maßnahmen steigern“, meint Dezernentin Doris Vogel, die sich intensiv dafür eingesetzt hat, dass das Projekt Infomobil realisiert werden kann.

„Wir freuen uns auf den Einsatz als mobile Tourist Information auf Rädern sowie auf Informationsveranstaltungen zur Nachhaltigkeit, zum Ehrenamt, zum Projekt ´Die Verwaltung kommt zu Ihnen`, auf Einsätze bei Bürgerinformationen rund um das Integrative Handlungskonzept oder auch die Bewerbung von Veranstaltungen“, so Gisa Stein vom Amt für Stadtmarketing.

Und auch Claudia Tonic-Cober als Mobilitätsbeauftragte der Stadt Jülich ist begeistert von dieser Maßnahme, „die es der Verwaltung ermöglicht, selber mobil zu sein – um das Thema Mobilität in die Bürgerschaft im gesamten Stadtgebiet und auf die Dörfer zu bringen“.

Sobald es die derzeit noch geltenden pandemiebedingten Kontaktbeschränkungen nicht mehr verhindern, wird das Infomobil im Einsatz sein – als Verbindungsmöglichkeit zwischen Verwaltung und Bürgerschaft.