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Westenergie fördert ehrenamtliches Engagement über Mitarbeiter-Initiative „aktiv vor Ort“

Saffig/Ruitsch – Der SV Ruitsch-Kerben ist ein Sportverein, der mittlerweile auf fast 60 Jahre Tradition zurückschaut. Das Vereinsheim benötigte nun nach so vielen Jahren eine Modernisierung der Wände und Fenster. Westenergie unterstützte die Aktion im Rahmen der Initiative „aktiv vor Ort“. Eva-Maria Klein, Projektpatin und Mitarbeiterin des Energieversorgungsunternehmens Westenergie, hat ihren Arbeitgeber erfolgreich um die finanzielle Förderung des Projektes gebeten.

Das Projekt wurde im Zuge der Corona-Pandemie unterbrochen und erst im Laufe des vergangenen Jahres unter Einhaltung der Corona-Hygienemaßnahmen wieder aufgenommen. In etlichen Arbeitsstunden haben die Vereinsmitglieder in Einzelarbeit unterschiedliche Tätigkeiten ausgeführt, wie zum Beispiel das Einsetzen eines neuen zweifach verglasten Fensters, welches zukünftig als Verkaufsfenster für die bald zurückkehrenden Zuschauer des Sportvereins dient. Zudem wurde die Fassade rund um das Fensterneu verputzt und gestrichen.

Vereinsvorsitzender Christian Frank hat sich nach den Arbeiten einen Eindruck verschafft und lobt die Arbeit der freiwilligen Helfer: „Das Vereinsheim hatte eine Modernisierung dringend nötig und das Ergebnis ist sehr zufriedenstellend. Wir sind dankbar, dass wir für dieses Projekt eine finanzielle Unterstützung erhalten haben.“

Bei „aktiv vor Ort“ handelt es sich um eine Initiative der Westenergie, bei der sich Mitarbeiter in ihrer Freizeit für Mitmenschen engagieren. Wer selbst die Ärmel hochkrempelt und sich für einen guten Zweck in seinem Heimatort einbringt, erhält bis zu 2.000 Euro für die Maßnahme. Westenergie unterstützt so das soziale und ehrenamtliche Engagement seiner Mitarbeiter.

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Autorin Claudia Gliemann liest für Kinder im Kreis Düren ab Montag, 14. Juni

Düren – Seelische Gesundheit ist schon immer ein großes Thema im Regionalen Bildungsbüro des Kreises Düren. Im Jahr der Corona-Pandemie ist es aber vielleicht präsenter und dringender als jemals zuvor. Daher konnte Autorin Claudia Gliemann gewonnen werden, die Schülerinnen und Schülern aus ihrem Buch „Papas Seele hat Schnupfen“ vorliest.

Ab dem 14. Juni wird die Autorin zwei Wochen lang auf Lesereise durch den Kreis Düren ziehen. Sie besucht dabei Kinder der 3. und 4. Klassen in Grundschulen und verschiedene Altersgruppen in Förderschulen.

Gesponsert von der AOK und der deutschen Depressionsliga kommt Claudia Gliemann auf Einladung des Regionalen Bildungsbüros in diesem Jahr bereits zum vierten Mal zu Besuch in Dürener Schulen. „Es freut uns sehr, Frau Gliemann erneut hier im Kreis Düren begrüßen zu dürfen. Sie leistet mit ihrem Buch und ihren Lesungen eine sehr wichtige Aufklärungsarbeit bei den Kindern“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn.

Erzählen wird sie die Geschichte der kleinen Nele, die mit ihrer Familie von Zirkusartisten eigentlich in einer bunten und fröhlichen Welt lebt, aber erleben muss, wie ihr Vater plötzlich an einer Depression erkrankt und nicht mehr auftreten kann, sogar lange Zeit ins Krankenhaus muss. Zwischen Wut, Trauer, Angst und Verwirrung sucht sie das Gespräch mit dem Clown August, der ihr erklärt, dass Neles Papa eine richtige Krankheit hat, auch wenn man sie nicht sehen kann. Und sie lernt, dass auch Erwachsene schwach sein dürfen, was der Seele gut tut und dass es nie die Schuld des Kindes ist, wenn es den Erwachsenen nicht gut geht.

„Papas Seele hat Schnupfen“ ist ein Anti-Stigma-Projekt, das Kindern vermitteln soll, dass es keinen Grund gibt sich zu schämen, wenn es einem Elternteil psychisch nicht gut geht und dass man sich immer Hilfe holen kann. Die Lesungen werden coronakonform mit Rücksicht und Vorsicht durchgeführt.

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RLP Innenminister Lewentz: Pandemie hat Gefahren für Innere Sicherheit hervorgerufen

Region/Mainz – Der demokratische Verfassungsstaat sieht sich seit Beginn der Corona-Pandemie vielen, darunter auch neuen extremistischen und sicherheitsgefährdenden Bedrohungen ausgesetzt. Diese Bedrohungen und ihre Wegbereitung prägten die Arbeit des Verfassungsschutzes im vergangenen Jahr. Darüber hinaus blieben der Rechtsextremismus und der Islamismus die größten Herausforderungen.

„Die Corona-Pandemie beeinflusste 2020 nicht nur nachhaltig das gesellschaftliche Leben in Deutschland, sie hat auch vielfältige Gefahren für die Innere Sicherheit und die Demokratie hervorgerufen“, sagte Innenminister Roger Lewentz bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichts 2020. Die Herausforderungen für den Staat und die Gesellschaft insgesamt, aber eben auch für den Verfassungsschutz im Konkreten seien spürbar gewachsen.

Vor allem Rechtsextremisten und Angehörige des „Reichsbürger“-Spektrums sahen in der Krise eine Chance, öffentliche Proteste gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zu instrumentalisieren, um Anschluss an die gesellschaftliche Mitte zu finden. Zumindest bei Teilen der heterogenen Protestszene, die keine Berührungsängste zu den Rechtsextremisten zeigten, ist ihnen das auch gelungen. Das rechtsextremistische Personenpotenzial ist in Rheinland-Pfalz mit rund 730 in 2020 (2019: 735) nahezu konstant geblieben. Gleich geblieben ist mit etwa 150 Personen auch der Anteil gewaltorientierter Rechtsextremisten am Gesamtpotenzial.

In der Statistik über die politisch motivierte Kriminalität sticht der Phänomenbereich -rechts – bundesweit mit der deutlich höchsten Zahl an Straf- und Gewalttaten hervor. In Rheinland-Pfalz stieg die Zahl der Straftaten gegenüber 2019 von 640 auf 759 im Jahr 2020 und die der darin enthaltenen Gewalttaten von 35 auf 54.

Die Aufklärungsarbeit der im August 2019 eingerichteten Taskforce „Gewaltaufrufe rechts“ hat 2020 einen wichtigen Beitrag geleistet. Zwischen August 2019 und Dezember 2020 konnten in annähernd 100 Fällen bislang unbekannte rechtsextremistische Strukturen, Akteure und Radikalisierungsphänomene aufgedeckt und mehr als 300 Fälle bereits bekannten Strukturen zugeordnet werden. „Die Einrichtung der Taskforce geschah zum richtigen Zeitpunkt“, sah sich Lewentz bestätigt.

Das „Reichsbürger“-Spektrum einschließlich der sogenannten Selbstverwalter hat in Rheinland-Pfalz wie auch bundesweit 2020 einen Zuwachs verzeichnet. Mittlerweile gehörten ihm im Land rund 700 Personen an (2019: ca. 650), darunter etwa 100 gewaltorientierte (2019: ca. 95).

Im Windschatten der Proteste hat sich zudem eine neue extremistische Erscheinungsform gebildet, die keinem der bekannten weltanschaulichen Muster zugerechnet werden kann und deren Protagonisten eine ausgeprägte Demokratieverachtung verbindet. Das Auftreten dieser Kreise ist im Laufe des Jahres 2020 spürbar aggressiver geworden, wie mehrere Demonstrationen im Bundesgebiet dokumentierten.

Erhebliche Gefahren für die politisch-demokratische Ordnung und den gesellschaftlichen Zusammenhalt gingen zudem von Desinformationskampagnen und Cyberangriffen fremder Nachrichtendienste aus. Sie betrieben Destabilisierung und Know-how-Diebstahl im staatlichen Auftrag.

Der Blick des Verfassungsschutzes richtet sich bei den jüngsten Entwicklungen insbesondere auf zwei wesentliche Gefahrenherde: das verstärkte Aufkeimen des Antisemitismus und das Verbreiten von Verschwörungstheorien. Damit einher gingen vielerlei Falschinformationen sowie massive Verunglimpfungen des demokratischen Systems sowie der Repräsentantinnen und Repräsentanten. Beide Phänomene zeigten sich in einem stetig zunehmenden Ausmaß in den sozialen Medien, aber auch auf der Straße, wie die Corona-Proteste 2020 belegten. Ihre potenziell zerstörerische Wirkung darf nicht unterschätzt werden. „Von der Verbreitung von Verschwörungstheorien und Fake News geht die Gefahr aus, dass durch dieses Tun der gesellschaftliche Zusammenhalt und die Demokratie auf lange Sicht ernsthaft Schaden nehmen, sofern dieser Gefahr nicht konsequent begegnet wird“, so Lewentz. Antisemitismus, Verschwörungsdenken und antidemokratische Hetze dürften sich nicht entfalten, ihr Nährboden müsse „ausgetrocknet“ werden. In diesem Zusammenhang seien auch die antijüdischen und israelfeindlichen Ausfälle bei Demonstrationen anlässlich des jüngst wiederaufgeflammten Konflikts im Nahen Osten unerträglich und beschämend. Sie gelte es mit allen rechtsstaatlichen Mitteln zu bekämpfen.

Auch die Bedrohung der Inneren Sicherheit durch den Islamismus und den islamistischen Terrorismus setze sich unvermindert fort. Dies habe sich 2020 unter anderem am neu entbrannten Streit um die Muhammad-Karikaturen und der in diesem Zusammenhang mit äußerster Brutalität durchgeführten Terroranschläge in Frankreich gezeigt sowie auch an weiteren islamistisch motivierten Anschlägen wie in Österreich am 2. November 2020. Der Messerangriff eines Islamisten am 4. Oktober 2020 in Dresden gegen ein homosexuelles Paar, der ein Menschenleben forderte, zeige, wie stark der Faktor Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit unter Islamisten ausgeprägt sei. Unter den gleichbleibend rund 650 Islamisten in Rheinland-Pfalz gebe es konstant ca. 65 gewaltorientierte, der jihadistischen Szene zuzurechnende Personen. Auf dem Niveau von 2019 bewege sich mit etwa 230 Anhängern die salafistische Szene, die eine besonders kompromisslose Haltung vertrete.

„Angesichts der Erkenntnisse kann man von einer ernst zu nehmenden Belastungsprobe für die Demokratie und unsere Innere Sicherheit sprechen“, bilanzierte Lewentz. Es gelte für alle Demokratinnen und Demokraten, dem standzuhalten und den Gefahren zu trotzen.

Hier können Sie den aktuellen Verfassungsschutzbericht 2020 herunterladen.

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Gemündener Maar ist gerüstet für die Badesaison 2021

Daun – Am 02. Juni 2021, 11:00 Uhr, startete das Naturfreibad am Gemündener Maar in die neue Badesaison und baute den Service für seine Gäste weiter aus. Pünktlich zum Start wurde die neue Reservierungssoftware von VR Ticket der Raiffeisen und Volksbanken online gestellt, die es ermöglicht Eintrittstickets bequem vom PC oder auf dem Smartphone zu reservieren und auch sicher online zu bezahlen. Auch in diesem Jahr ist der Besuch des Naturfreibades nur mit einem zuvor online gekauften Ticket möglich, mit der Einschränkung, dass für Gäste, die sich spontan für einen Besuch des Bades entscheiden, es ein Kontingent von 50 Tickets geben wird, die an der Tageskasse gekauft werden können.

Aufgrund der Corona-Pandemie werden auch in diesem Jahr zwei Zeitzonen von 11:00 bis 15:00 und 16:00 bis 20:00 Uhr eingerichtet, in denen Badespaß pur für jeweils maximal 365 Personen garantiert ist. Auf Initiative des Stadtbürgermeisters Friedhelm Marder und nach Abstimmung im Stadtvorstand sowie den städtischen Gremien, haben die Kur- und Freizeitbetriebe der Stadt Daun zudem in Zusammenarbeit mit der Kreissparkasse Vulkaneifel ein digitales Bezahlverfahren für die Tickets, die an der Tageskasse gekauft werden, eingeführt. Möglich ist dies mit der neuen Sparkassen App S-POS. Hierbei wird das eigene Smartphone zum mobilen Kartenlesegerät. Beträge bis 50 Euro können mit diesem innovativen Verfahren beglichen werden. „Ich freue mich sehr, dass wir mit zwei starken Partnern unsere Servicequalität im Freibad am Gemündener Maar deutlich erhöhen und damit den Aufenthalt für unsere Kunden optimieren werden“, so Stadtbürgermeister Friedhelm Marder.

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Weitere Öffnungsschritte ab heute, 11. Juni in Nordrhein-Westfalen

Region/Düsseldorf – Gesundheitsminister Laumann appelliert gleichzeitig, die AHA+L-Regeln konsequent einzuhalten. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW teilt mit: Der weitere Rückgang der Infektionszahlen sowohl in den einzelnen Regionen als auch auf Landesebene insgesamt macht es möglich: Nach den Regelungen der aktuell geltenden Coronaschutzverordnung und dem sogenannten Drei-Stufen-Modell kommt es ab heute, 11. Juni 2021, in Nordrhein-Westfalen zu weiteren Öffnungsschritten. Vielerorts wird dann sogar ein Besuch der Innengastronomie ohne Test möglich sein. Auch Innensport kann dann ohne vorheriges negatives Testergebnis ausgeübt werden. Und: Kulturveranstaltungen mit bis zu 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern können wahlweise ohne Abstand oder ohne Test durchgeführt werden, Kulturveranstaltungen mit über 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit Test und Abstand (Schachbrettmuster).

Dies gilt für alle Kommunen mit der „Doppelinzidenzstufe 1“. Konkret bedeutet das: Sowohl die Sieben-Tage-Inzidenz der kreisfreien Stadt bzw. des Kreises als auch die die Sieben-Tage-Inzidenz im Landesdurchschnitt liegt mindestens fünf Werktage in Folge unter dem Wert von 35. Nach der Feststellung der entsprechenden Werte durch das Gesundheitsministerium tritt dann die Inzidenzstufe 1 am übernächsten Tag in Kraft. Nach der gestrigen Feststellung (210610-matrix_inzidenzstufen.pdf (mags.nrw)) tritt somit ab morgen die Inzidenzstufe 1 im Landesdurchschnitt in Kraft.

Diese erfreuliche Entwicklung zeigt sich auch bei regionalen Inzidenzstufen: Die regionale Inzidenzstufe 1 (unter 35) gilt ab morgen in 14 weiteren Kreisen und kreisfreien Städten und die regionale Inzidenzstufe 2 (35-50) neu in acht weiteren Kreisen und kreisfreien Städten. Damit werden ab morgen nur noch in drei Kreisen und kreisfreien Städten die Regelungen für die Inzidenzstufe 3 gelten. Stand heute liegt von diesen Kommunen nur noch die Stadt Hagen oberhalb eines Inzidenzwertes von 50, so dass in den anderen drei Kommunen nach Ablauf von jeweils fünf Werktagen ebenfalls zum übernächsten Tag die Inzidenzstufe 2 erreicht werden wird.

„Ich bin sehr froh, dass sich die Infektionszahlen aktuell so positiv entwickeln. Dadurch kommt es in Nordrhein-Westfalen nun automatisch zu weiteren Lockerungen. Damit bewährt sich unsere neue Coronaschutzverordnung, die mit dem Drei-Stufen-Modell Planbarkeit geschaffen und neue Perspektiven eröffnet hat. Wir machen damit wichtige und deutliche Schritte in Richtung einer lang vermissten Normalität. Besonders wichtig ist mir, dass nun auch wieder zahlreiche Angebote in der Jugendarbeit, im Sport und in der Kultur möglich sind und dass wir für den Bereich Pflege und Krankenhaus klargestellt haben, dass Besuche grundsätzlich möglich sind“, erklärt Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

Er erinnert zugleich daran, dass die Pandemie allerdings noch nicht vorbei ist. „Wir sind auf dem richtigen Weg. Daher dürfen wir jetzt nicht voreilig falsch abbiegen. Das heißt: Wir müssen weiterhin vorsichtig sein und die inzwischen längst eingeübten AHA+L-Regeln beibehalten. Auch Schnelltests müssen weiterhin verwendet werden. Sie sind auf absehbare Zeit ein wichtiger Baustein, um die Öffnungsschritte ein Stück weit abzusichern und uns gegenseitig vor Infektionen zu schützen“, sagt Laumann.

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Das Leben in der Vordereifel gestalten

Region/Trier – Während der Corona-Pandemie hat sich eine Initiative gegründet, die ein gutes Leben in den Orten der Verbandsgemeinde Vordereifel unterstützen und ehrenamtliches Engagement fördern will. Unter dem Namen „Wir.Zusammen.Aktiv“ haben sich Vertreterinnen und Vertreter von kommunaler und kirchlicher Seite zusammengeschlossen.

Am Anfang stand ein Fragebogen, der 7800 Haushalte in der Vordereifel erreicht hat. „Gespräche vor Ort waren ja kaum möglich wegen des Lockdowns“, berichtet Oliver Serwas, Pastoralreferent im Dekanat Mayen-Mendig. „Doch wir wollen die Umsetzung der Synodenergebnisse ernstnehmen“, betont er. Daher sei es wichtig, zuzuhören, was die Menschen vor Ort benötigen, was ihnen fehlt oder wie es ihnen geht. „Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung sind unglaublich wichtig, um nicht ‚irgendetwas‘ auf den Weg zu bringen, sondern gezielt Hilfsangebote zu initiieren, die auch tatsächlich benötigt werden“, führt Team-Mitglied Dorothee Waldorf vom Pflegestützpunkt Mayen/Vordereifel aus. Sie und Oliver Serwas bilden gemeinsam mit Iris Emmerich (Katholische Familienbildungsstätte Mayen), Elena Janzen (Mehrgenerationenhaus Mayen) und Christine Engels (Verbandsgemeindeverwaltung Vordereifel) und sowie Hugo Nowicki (Ehrenamtlicher) den interdisziplinären Kreis.

Von den Ergebnissen der Umfrage angeregt, starten die Frauen und Männer von „Wir.Zusammen.Aktiv“ ihre Arbeit in der Gemeinde Langenfeld mit den Aktionen „Hoffnungspost“ und „Osterbriefe“. In Zusammenarbeit mit der Ortsgemeinde wurden Kinder und Jugendliche gebeten, Postkarten für ältere Bürger zu gestalten. „Und sie konnten ihre Adressen hinterlassen, so dass ein Austausch zwischen Jung und Alt möglich war. Es sollte keine Einbahnstraße sein, sondern den Kontakt im Dorf fördern“, erklärt Serwas. Diese Aktion zeigt einen Schwerpunkt der Initiative – nämlich Vernetzung: Ortsgemeinderat, Kirchengemeinde sowie Kindertagesstätte und Grundschule haben an einem Strang gezogen.

Fördern und unterstützen

Die Gruppe versteht sich als Impulsgeber in den Orten aber auch als Ermöglicher, die das Engagement in den Dörfern fördern und unterstützen. Sie wollen die gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen und eine Anlaufstation für Menschen mit einem konkreten Wunsch, Anliegen oder einer Idee sein. Das kann durch das Bereitstellen von geeigneten Räumen oder passender Technik geschehen. Ein konkretes Beispiel ist die Idee eines Bürgers, der gerne kulturwissenschaftliche Spaziergänge anbieten möchte. Die Umsetzung soll erfolgen, sobald sich die Corona-Lage entspannt hat. Darüber hinaus setzen die Mitglieder ihre ganz unterschiedlichen Fachexpertisen ein, um das bereits vorhandene ehrenamtliche Engagement zu stärken. „Wir wollen beraten, unterstützen und Vernetzungen aufbauen“, fasst Oliver Serwas zusammen, und Christine Engels räumt gleichzeitig ein: „Wir wollen aber keine Konkurrenz zu bereits bestehenden Angeboten sein“. Hinter allem steht die Frage: Was brauchen die Menschen, und was können wir für sie tun?

Konkret geplant ist als nächstes das Erstellen eines Sozialatlasses für die Pfarreiengemeinschaft Langenfeld in Zusammenarbeit mit Diakon Martin Nober.

Weitere Informationen gibt es bei Projektleiter Oliver Serwas unter Tel: 02651-70453-202, per E-Mail an oliver.serwas(at)bgv-trier.de oder auf www.dekanat-mayen-mendig.de/projekte/wirzusammenaktiv/. (jf)

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Mechernicher Schulen mit individuellen Paketen unterstützt

Mechernich – „Wir haben Mittel aus der Integrationspauschale erhalten und natürlich als erstes an unsere Schulen gedacht“, ließ Willi Göbbel von der Stadtverwaltung Mechernich in der Flüchtlingsunterkunft in der Friedrich-Wilhelm-Straße verlauten. Für jede Schule im Stadtgebiet wurde eine individuelle Box zusammengestellt. Ziel des Ganzen ist, spielerisch mehr Sprachbildung für individuelle Erfolge bei geflüchteten, beziehungsweise Kindern mit Migrationshintergrund zu erreichen. Dies soll den Betroffenen im schulischen Alltag, aber auch in Spielzeiten, zum Beispiel in der offenen Ganztagsschule zugutekommen.

Die Sprachförderungsboxen wurden durch Vertreter der Stadt Mechernich, der Caritas und des Integrationszentrum an die Schulen im Stadtgebiet Mechernich überreicht, (v.l.) Maria Cloot-Schmich, Kerstin Lehner, Sonja Daniels, Alexandra Offermann, Willi Göbbel, Christina Baden, Sigrun Hoyer-Kräckel, Ulrich Lindner-Moog, Suzana Kilickeser und Alexander Neubauer. Foto: Henri Grüger/pp/ Agentur ProfiPress

Die Stadt Mechernich und der Caritasverband für die Region Eifel packten gemeinsam nach dem Konzept der Integrationsagentur Euskirchen die Boxen. Diese beinhalten für jede Schule des Stadtgebietes Spiel- und Fördermaterial, die für das Erlernen von Deutsch als Zweitsprache gebraucht werden. In der Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Casino in Mechernich wurden sie dann schließlich feierlich verteilt.

Neben Göbbel war ein großer Kreis anwesend. Alexander Neubauer, Integrationsbeauftragter der Stadt Mechernich, Suzana Kilickeser, Pädagogische Mitarbeiterin im Kommunalen Integrationszentrum des Kreises und Kerstin Lehner aus dem Team Bildung, Kultur und Tourismus der Stadt Mechernich. Gekommen waren ebenso Schulleiterinnen und Schulleiter der Grundschulen im Stadtgebiet, so Maria Cloot-Schmich (Kommern), Alexandra Offermann (Satzvey), Sonja Daniels (Lückerath), Ulrich Lindner-Moog (Mechernich), sowie zwei Vertreter von der Gesamtschule mit Sigrun Hoyer-Kräckel, Abteilungsleitung der Klassen fünf bis sieben, und Christina Baden, Koordinatorin des Sprachförderunterrichts der Gesamtschule.

Dank an die Stadt

Die Grundschule Mechernich beispielsweise hat derzeit insgesamt 360 Schüler, 160 davon mit Migrationshintergrund und 45 Geflüchtete. „Wir bedanken uns herzlich bei der Stadt, der Caritas und dem Integrationszentrum. Es ist wirklich besonders, individuell und für jede Stufe solch eine Förderung mit Sprachboxen anbieten zu können“, sagte Schulleiter Ulrich Lindner Moog der Grundschule Mechernich.

Die freiwilligen „Smile-Paten“ hätten einen „anderen Zugang“ zu den Kindern als die Lehrkräfte, ein spielerisches Lernen sei „optimal“. Laut des Integrationsbeauftragten Neubauer müssten die Kinder zuhause öfter auch als Dolmetscher herhalten, wobei manche Dinge natürlich nicht für Kinderohren gedacht seien. Den Kindern einen stabilen, altersgerechten Wortschatz beizubringen sei einfach „enorm wichtig“.

Sonja Daniels, Schulleiterin der katholischen Grundschule Lückerath bedankte sich ebenfalls für die Fördermittel. Sie betonte, dass diese Art des Lernens eine „echte Bereicherung“ sei, da somit alle Kinder in den Lernprozess integriert werden könnten. Sie spielten zusammen und nicht betroffene Kinder könnten dabei den Betroffenen eine weitere Hilfe beim Lernen sein und ein Gefühl von Gemeinschaft geben.

Da die Gesamtschule Mechernich auf dem aufbauen würde, was die Grundschulen beginnen, sei diese Arbeit auch hier sehr wichtig, betonte Sigrun Hoyer-Kräckel. Darüber hinaus kamen auch ältere Geflüchtete oftmals übberraschend und ohne sprachliche Vorkenntnisse an die Schulen. Dies bringe „große Herausforderungen“ für Lehrkräfte und Helfer mit sich. Sie sagte: „Die Spiele erleichtern die Kommunikation und damit fallen auch ein Stück weit die Grenzen zwischen den Kindern. Es erfordert viel Mut von den Kindern, das Gelernte einzusetzen und sich gegenüber anderen sprachlich zu öffnen.“ Dabei könnten die Sprachboxen helfen.

Hintergründe und Smile-Paten

Das Integrationszentrum hatte die Aktion bereits im Vorfeld mit 35 „Sprachförderungsboxen“ angestoßen, welche an teilnehmende Schulen des „Smile-Programms“ im Kreis Euskirchen verteilt worden waren. An diesem Beispiel hat sich die Stadt orientiert und mit anderen Fördermitteln selbst derartige Boxen „nachgebaut“.

Laut Suzana Kilickeser vom Kommunalen Integrationszentrum sei die Zahl der aktiven Smile-Paten jedoch in Pandemiezeiten leider gesunken. Zu Hoch-Zeiten waren es zwar über 230, seit September konnten aber auch wieder 48 neue gefunden werden, davon sind 35 derzeit über Zoom-Meetings mit den Kindern aktiv. „Hier sind alle sehr gefordert. Aber es wollen wieder mehr Menschen helfen. Wir hätten wirklich nicht gedacht, dass sich so viele Paten im Kreis finden lassen. Die personellen Ressourcen sind wirklich das Beste und Wichtigste, was wir haben“, so Kilickeser. Man merke in dieser Arbeit auch, dass spielerisch Lernen besonders motiviert, und sehr helfe, Deutsch zu lernen. Gerade auch deswegen sei die Spende der Stadt Mechernich bedeutsam und gewinnbringend.

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Fünf Monate Corona-Impfkampagne im Eifelkreis Bitburg-Prüm

Bitburg – Fast jeder Zweite hat mindestens eine Impfdosis erhalten. Mit Stand 09. Juni 2021 wurden im Eifelkreis Bitburg-Prüm insgesamt 69.971 Corona-Schutzimpfungen durchgeführt. 44.396 Bürger haben ihre Erstimpfung erhalten (44,82% der Bevölkerung); hiervon wurden 25.575 Menschen ein zweites Mal geimpft (25,82% der Bevölkerung). Damit übertrifft der Eifelkreis leicht die rheinland-pfälzische Quote von derzeit 23% bei den Zweitimpfungen.

Als Berechnungsgrundlage gilt die beim Statistischen Landesamt erfasste Einwohnerzahl von 99.058 Bürgern im Eifelkreis Bitburg-Prüm. Da aktuell die Altersgruppe unter 16 Jahren nicht geimpft wird, reduziert sich die Zahl auf 84.178 impffähige Einwohner im Eifelkreis, sodass die tatsächliche Quote der Erstimpfungen den Wert 52% übersteigt.

52.097 Impfungen (davon 30.901 Erst- und 21.196 Zweitimpfungen) wurden über das Impfzentrum in Bitburg sowie über Mobile Teams zur Versorgung von Seniorenheimen und anderen Einrichtungen durchgeführt. Laut Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz wurden von den niedergelassenen Ärzten bisher 17.874 Impfungen (davon 13.495 Erst- und 4.379 Zweitimpfungen) durchgeführt.

Sowohl im Impfzentrum als auch von den niedergelassenen Ärzten wird mehrheitlich das Präparat „Comirnaty“ des Herstellers BioNtech/Pfizer eingesetzt. Der Impfstoff „Vaxzevria“ von Astra Zeneca wird für die Altersgruppe ab 60 Jahren empfohlen und ist das am zweitmeisten verwendete Vakzin. Daneben werden in geringer Zahl die Impfstoffe der Hersteller Moderna sowie Johnson und Johnson (Markenname „Janssen“) genutzt. Außer beim Impfstoff von Johnson und Johnson werden zwei Impfungen benötigt, um mit der vollen Schutzwirkung rechnen zu können. Sie tritt etwa zwei Wochen nach der zweiten Impfung ein. Ob sogenannte „Booster-Impfungen“ zur Auffrischung nötig sind, wird derzeit erforscht. Erkenntnisse hierzu werden im Spätsommer erwartet.

Die COVID-19-Impfbereitschaft der Bevölkerung liegt auf einem hohen Niveau: Der Anteil derjenigen, die sich „auf keinen Fall impfen“ lassen möchten, liegt bei 4.6 % und 72.6 % der Befragten geben an, sich „auf jeden Fall impfen“ lassen zu wollen (Quelle: rki.de). Hierfür werden seit Januar 2021 deutschlandweit alle drei bis vier Wochen etwa 1.000 Personen aus der deutschsprachigen Bevölkerung ab 18 Jahren telefonisch befragt.

Das Corona-Portal der Kreisverwaltung veröffentlicht unter www.bitburg-pruem.de (Auswahl „Fallzahlen“) neben der täglichen Zahl der Neuinfektionen sowie der aktuellen 7-Tage-Inzidenz ebenfalls den Fortschritt der Corona-Schutzimpfungen im Eifelkreis. Hierbei fließen mindestens zwei Mal wöchentlich die aktualisierten Meldungen des Impfzentrums und der Kassenärztlichen Vereinigung ein. Einzelheiten für den Besuch des Impfzentrums sind im Internet abrufbar unter https://bitburg-pruem.de/link/impfzentrum. Für die Vergabe von Impfterminen in den Impfzentren ist das Land (Tel. 0800 5758100) zuständig.

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Dreilindenhof zu neuem Leben erweckt

Wachtberg/Niederbachem – Kleines Paradies für Pferdeliebhaber auf dem Rodderberg. „Das Wohlergehen der Pferde soll hier an erster Stelle stehen“, freut sich die neue Eigentümerin Lisa Griesemann über ihr neues Domizil. Das knapp 20 Hektar große Anwesen wird die 25-Jährige gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Paul Völlmer führen und bewohnen.

Das Areal wirkt wie ein Fünf-Sterne-Hotel für Pferde und ist weit über die Grenzen Wachtbergs bekannt. Neben dem Stall mit Pferdeduschbereich, einem 3200 Quadratmeter großem Reitplatz, einer 550 Meter langen Rennbahn und einem Teich für Vielseitigkeitsübungen verfügt der Dreilindenhof auch über ein Ebbe- und Flutsystem für optimale Bodenverhältnisse sowie eine Art Swimmingpool, damit sich Pferde bei hohen Temperaturen abkühlen können.

Lisa Griesemann übernimmt das Anwesen von Baron de Rothschild, der die Anlage einst als Sponsor einer portugiesischen Olympiareiterin zu Trainingszwecken errichtet hatte. Lange hätten sie nach einem geeigneten Objekt gesucht. „In den Dreilindenhof haben wir uns auf den ersten Blick verliebt“, schwärmt die neue Besitzerin, die im Bachelor und Master General Management studiert hat. Bereits seit ihrem fünften Lebensjahr sitzt sie regelmäßig auf dem Rücken der Pferde. Als passionierte Springreiterin bringt sie auch ihre eigenen vier Pferde mit auf den Hof.

Künftig wird das neue Domizil eine Heimat für Sport- und Freizeitpferde, die von ihren Besitzern geliebt werden. Zu „Hemingway“, „Galardo“, „New Yorker“ und „Eskado“ kommen dann ab dem 1. Juli weitere Einstellpferde hinzu. Bis dahin sollen auch die notwendigen Renovierungsarbeiten in Eigenleistung und mit Unterstützung zahlreicher Freunde und Bekannter abgeschlossen sein. Turnierbetriebe sollen dennoch vorerst nicht stattfinden, auch wenn Lisa Griesemann selbst ab und an auf Turniere fährt: „Der Dreilindenhof ist eine Oase der Ruhe für Pferd und Mensch, das möchte ich gerne in den Vordergrund stellen.“

Bürgermeister Jörg Schmidt, der vor Jahren selbst einmal Pferde besaß, besuchte die Familie Griesemann, Tochter Lisa und ihren Lebensgefährten, um sie in Wachtberg zu begrüßen und ihnen für die Zukunft alles erdenklich Gute zu wünschen: „Ich freue mich mit Ihnen gemeinsam, dass am Dreilindenhof wieder Leben einzieht. Wachtberg ist nun mal ein Reiterland und Pferde gehören zu unserer Gemeinde dazu. Daher wünsche ich Ihnen viel Spaß und Freude in ihrer neuen Heimat!“ (bb)

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Die Spargelzeit ist nur von kurzer Dauer

Wittlich/VettweißEndspurt bei den EIFEL Produzenten in Wittlich und Vettweiß. Produzenten der Regionalmarke EIFEL liefern frische und saisonale Lebensmittel wie Obst und Gemüse über kurze Transportwege direkt zu den Verkaufsstellen in der Region. Familie Thetard aus Wittlich-Dorf und Familie Esser aus Vettweiß-Kelz bauen schon seit vielen Jahren eines der Lieblingsgemüse der Deutschen an – den Spargel. Ob grün oder weiß – auf die Qualität des Spargels kommt es an und da ist man bei den beiden Familienbetrieben auf der sicheren Seite. Den Spargel gibt es z.B. im eigenen Hofladen der Familie Thetard in Wittlich, in zahlreichen REWE und EDEKA-Märkten in der Region.

Noch bis zum 24. Juni geht die Spargelsaison – dann endet sie traditionell mit dem sogenannten „Spargelsilvester“. Das Gemüse hat so noch ausreichend Zeit Kraft für das nächste Jahr zu sammeln. Der Spargel benötigt rund 100 Tage, um sich auf den Frost vorzubereiten und den Winter zu überstehen. Die Spargelpflanze bildet einen kräftigen Busch mit feinen nadelförmigen Blättern – mit der sie Photosynthese betreibt und Energie sammelt, die in den Wurzeln einlagert wird. Mit dieser angesparten „Energie“ können sich dann im kommenden Jahr neue Stangen bilden. Freunde des „königlichen Gemüses“ müssen jetzt noch zugreifen!