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13. Team mit Stern: Gerolsteiner spendet dieses Jahr an 13 gemeinnützige Projekte in der Region

Gerolstein – Mittlerweile zum 13. Mal unterstützt der Gerolsteiner Brunnen soziale Initiativen in der Vulkaneifel mit einer Summe von insgesamt 50.000 Euro. Passenderweise zum 13. Jubiläum erhielten in diesem Jahr 13 Teams aus den Verbandsgemeinden Gerolstein, Daun und Kelberg den Zuschlag für finanzielle Projektförderungen. Dieses Jahr erhielten die Teams ihre Gewinne wieder persönlich vor Ort in Gerolstein.

Die gemeinnützige Aktion Team mit Stern des Gerolsteiner Brunnen ist mittlerweile ein fester Bestandteil des sozialen Lebens in der Vulkaneifel. Anders als im letzten Jahr, als die Verleihung pandemiebedingt nur digital stattfand, konnten die Auszeichnungen dieses Jahr wieder persönlich im Rahmen einer Präsenzveranstaltung übergeben werden. Alle 13 Gewinnerteams waren bei der Übergabe der Auszeichnung mit jeweils einem Vertreter pro Team und selbstverständlich entsprechend der aktuell gültigen Hygieneauflagen vertreten.

Bis zum Bewerbungsschluss Mitte April sind insgesamt 32 Bewerbungen eingegangen – nun hat die Jury nach Auswertung des bereits traditionellen Bevölkerungs-Votings die diesjährigen 13 Siegerprojekte ausgewählt. Die Gewinner-Teams erhalten jeweils individuelle Förderungen zwischen 1.000 Euro und 5.000 Euro. Das Besondere daran: Jedes Team legt die Höhe der Förderungssumme dabei individuell und projektbezogen selbst fest. Insgesamt stellt der Gerolsteiner Brunnen eine Summe von 50.000 Euro zur Verfügung.
„Da auch in diesem Jahr wieder zahlreiche fantastische Projekte eingereicht wurden, fiel uns die Auswahl der Gewinner außerordentlich schwer”, erklärt Roel Annega, Vorsitzender der Geschäftsführung des Gerolsteiner Brunnen. „Das Team mit Stern hat für uns einen hohen Stellenwert und das wollten wir auch erneut mit diesem Beitrag zum sozialen und gesellschaftlichen Miteinander untermauern. In der Eifelregion hält man zusammen, auch in schwierigen und von einer Pandemie geprägten Zeiten. Wir sind stolz darauf, unsere Wurzeln hier in der Region mit ihren tollen Menschen zu haben.“

Erwähnenswert ist an dieser Stelle die Tatsache, dass jedes Projekt von einer Gerolsteiner Mitarbeiterin oder einem Gerolsteiner Mitarbeiter als Pate begleitet und natürlich auch leidenschaftlich unterstützt wird. Für die Dokumentation der Umsetzung ihrer Projekte sorgen die Teams mit Stern dabei selbst auf der eigens dafür ins Leben gerufenen Webseite, die unter www.team-mit-stern.de erreichbar ist. Auf der Facebookseite www.facebook.de/teammitstern tauschen sich die Beteiligten zusätzlich regelmäßig zu ihren Ideen und Erfahrungen aus.
Seit die Aktion im Jahr 2010 zum ersten Mal stattfand, hat der Gerolsteiner Brunnen mittlerweile weit über 200 innovative gemeinnützige Projekte mit einer Gesamtfördersumme von 650.000 Euro unterstützt.

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RLP Innenminister Lewentz: Eifel-Mosel-Hunsrück-Projekt mit 673.000 Euro gefördert

Region/Mainz – Innenminister Roger Lewentz hat den drei Landkreisen Cochem-Zell, Bernkastel-Wittlich und Vulkaneifel einen Förderbescheid für das interkommunale Kooperationsprojekt „Eifel-Mosel-Hunsrück“ in Höhe von 673.000 Euro überreicht. Der Bescheid wurde von Landrat Manfred Schnur (Cochem-Zell) im Beisein seiner Amtskollegen Julia Gieseking (Vulkaneifel) und Gregor Eibes (Bernkastel-Wittlich) in Cochem entgegengenommen. Im Rahmen der Kooperation wollen die drei Landkreise zukünftig eng in den Bereichen Digitalisierung und Software-Nutzung sowie im Personalbereich zusammenarbeiten.

„Die drei Landkreise in der Eifel-Mosel-Hunsrück-Region gehen mit eigener Initiative voran und wollen die Vorteile interkommunaler Zusammenarbeit für sich nutzen. Die Kooperation bündelt Ressourcen und kann auch für viele weitere Landkreise zum Vorbild werden“, so Innenminister Roger Lewentz. Diese Zusammenarbeit könne ein Weg sein, die Zukunft einer auch künftig leistungsfähigen Kommunalverwaltung zu gestalten. Mit dem Fördersatz in Höhe von 90 Prozent verdeutliche das Land den hohen Stellenwert des Projekts.

„Wir freuen uns, dass das Land Rheinland-Pfalz den interkommunalen Ansatz positiv bewertet und das Modellvorhaben sowohl finanziell als auch fachlich unterstützen will. Wir bedanken uns bei Minister Lewentz für die schnelle Prüfung und Bewilligung der hohen Landeszuwendung“, erklärten Landrätin Gieseking und die Landräte Eibes und Schnur.

Die Landesregierung hatte sich vor gut einem Jahr mit den Koalitionsfraktionen sowie der CDU-Landtagsfraktion und den kommunalen Spitzenverbänden auf weitere Schritte in der Kommunal- und Verwaltungsreform verständigt. Bei der Digitalisierung der kommunalen Verwaltung und Intensivierung der interkommunalen Zusammenarbeit auf der Ebene der kreisfreien Städte und Landkreise werden in einem ersten Schritt drei Modellprojekte ins Leben gerufen. Neben dem Projekt „Eifel-Mosel-Hunsrück“ gibt es noch ein Kooperationsprojekt in der Vorderpfalz und ein weiteres in Vorbereitung in der Südwestpfalz. Die Modellprojekte werden wissenschaftlich begleitet.

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Impfung durch den Betriebsarzt: KSK Ahrweiler bereits im Endspurt

Ahrweiler – Bereits Mitte April hat die KSK ihre Beschäftigten mit einem Rundschreiben über das Corona-Impfangebot durch den Betriebsarzt informiert. Die Belegschaft zeigte schon vor dem staatlichen Startschuss der Impfungen durch die Betriebsärzte großes Interesse. Insgesamt hatten sich 84 % der Mitarbeiter/-innen für eine Impfung angemeldet.

Die Mitarbeiter/-innen konnten sich bei Interesse unbürokratisch bei der Personalabteilung anmelden und einen Impftermin bekommen. Zusätzlich bestand die Möglichkeit, sich über das Landesimpfzentrum zu registrieren. Die ersten Impfdosen erhielten ältere Mitarbeiter/-innen. „Wir verstehen uns als eine Art Familie, in der wir Verantwortung füreinander übernehmen“, betont Dieter Zimmermann, Vorstandsvorsitzender der KSK, die Wichtigkeit des Impfangebots für die ganze Belegschaft.

Neben den Impfungen im Impfzentrum Gelsdorf und den Impfungen bei den verschiedenen Hausärzten haben 89 Mitarbeiter/-innen vom Impfangebot durch den Betriebsarzt Dr. Porz aus Brohl-Lützing Gebrauch gemacht. Ein herzliches Dankeschön gilt hier dem gesamten Praxisteam für die tolle Leistung.

Die letzten Impfungen über den Betriebsarzt sind diese Woche erfolgt. Gemäß den erhaltenen Rückmeldungen hat die KSK aktuell eine „Impf- und Genesenenquote“ von über 94 % bei insgesamt 386 Beschäftigten, was als sehr erfreulich anzusehen ist. „Dies ist nicht nur erfreulich, sondern macht auch zuversichtlich, um alsbald wieder in einen unbeschwerten Arbeitsalltag zurückzufinden“, freut sich Guido Mombauer, Vorstandsmitglied der KSK, über den Impferfolg im Unternehmen.

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Eifel-Therme Zikkurat bietet Jobs

Mechernich-Firmenich – Die Eifel-Therme Zikkurat hat viel zu bieten: Eine Badelandschaft mit 650 Quadratmeter Wasserfläche, Sauna mit Gartenareal, Gastronomie mit kleinen und großen Gerichten. „Für den richtigen Wohlfühlfaktor der Gäste sind jedoch die Mitarbeiter unerlässlich“, sagt Betriebsleiter Christian Klein. Das bestehende Team soll jetzt vergrößert werden.

Wer flexibel und zuverlässig ist und auch Spaß im Umgang mit Menschen hat, ist herzlich willkommen. Geboten werden Minijobs, Teilzeit- und Vollzeitstellen in Bezug auf Service, Küche und Kochen. Auch Fachkräfte für Bäderbetriebe und Rettungsschwimmer werden gebraucht und gesucht. Am Empfang werden ebenfalls Minijobs und Teilzeitstellen geboten.

Bewerbungen können bei der Eifel-Therme-Zikkurat-GmbH, An der Zikkurat 2, 53894 Mechernich-Firmenich, zu Händen von Christian Klein, eingereicht werden. Wer Fragen hat: einfach telefonisch vorher melden unter (0151) 42237942 oder per Mail an info@eifel-therme-zikkurat.de. Mehr auf www.eifel-therme-zikkurat.de.

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Ein Meilenstein: Der Aachener Stadtrat beschließt den Bebauungsplan Campus West

Aachen – Der Rat der Stadt Aachen hat in seiner Sitzung am gestrigen  Mittwoch, 23. Juni den Bebauungsplan Nr. 923 Campus West beschlossen. Die Entscheidung fiel einstimmig. Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen dankte der Politik für die stets konstruktive Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren: „Der künftige Campus West wird das Bild Aachens mitprägen – als Wissenschaftsstadt und zugleich als weiterer wichtiger Baustein unserer urbanen, jungen, zukunftsgerichteten und pulsierenden Stadt. Der Bebauungsplan Campus West markiert einen Meilenstein für die Aachener Stadtentwicklung. Einen besonderen Dank möchte ich an mein Verwaltungsteam richten, das mit viel Engagement und Fachwissen – auch durch knifflige Phasen hindurch – auf diesen Tag hingearbeitet hat.

“Diesen Worten schloss sich auch Frauke Burgdorff, städtische Beigeordnete für Stadtentwicklung, Bau und Mobilität, an: „Solch ein planerisch äußerst komplexes Mammutwerk kann nur durch Teamwork entstehen. Dennoch möchte ich an dieser Stelle das Trio Gabi Hergarten, Karen Roß-Kark und Eckard Larosch hervorheben, die im gesamten Prozess federführend dafür gesorgt haben, dass die Politik diesen B-Plan beschließen konnte und der Realisierung des Campus West nun nichts mehr im Wege steht.“

Der Campus West ist eines der größten Planungsprojekte in der Stadt Aachen. Im engen Austausch mit den Partnern RWTH Aachen und Campus GmbH sowie gemeinschaftlich mit dem Stadtrat verfolgt die Verwaltung ein ambitioniertes Ziel: Auf gut 25 Hektar soll eine Forschungslandschaft geschaffen werden, die europaweit Maßstäbe setzt und die zugleich Wissenschaft, Wirtschaft und urbanes Leben miteinander verknüpft.

Begonnen hat das Bebauungsplanverfahren bereits 2009. Nach vielen Planungsschritten und intensiven Abstimmungsprozessen fand die erneute frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit im Jahr 2019 und im vergangenen Herbst 2020 die Offenlage statt.In den Bebauungsplan Campus West sind die Ergebnisse zahlreicher Gutachten eingeflossen, die neben den verkehrlichen auch sämtliche Umweltauswirkungen betrachtet haben. In der Begründung des Bebauungsplans und in dem darin enthaltenden Umweltbericht sind diese Auswirkungen ausführlich dargestellt. Die Gutachten sowie der Vorentwurf der Straßen- und Brückenplanung wurden ebenfalls ausgelegt.

Innovativer Klimaschutz auf dem Campus

Der Campus West soll vor allem bei den wichtigen Aspekten des Klimaschutzes vorbildliche Akzente setzen: So sind vielfältige Grünflächen mit Bäumen, Plätzen und weiteren Elementen vorgesehen. Neben den Gebäuden, die sich auf die campus-typischen Cluster verteilen, und den Erschließungsflächen soll circa 20 Prozent der Gesamtfläche des Areals unversiegelt bleiben. Insgesamt sollen ca. 470 neue Bäume gepflanzt werden. Mit diesen umfangreichen Maßnahmen der Begrünungen möchte die Stadt gemeinsam mit den Partnern von RWTH und Campus GmbH einen Beitrag dazu leisten, sommerliche Überhitzungen im Gebiet zu vermeiden.

Die Nutzung lokal erzeugter regenerativer Energie (Geothermie) ist ein essentieller Baustein des Energiekonzeptes für den Campus West. Sämtliche Gebäude werden zudem mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet, die in erster Linie dem Eigenverbrauch der jeweiligen Gebäude dienen. Darüber hinaus werden die Parkhäuser, die aufgrund ihrer Lage und baulichen Struktur PV-Elemente nicht nur auf den Dachflächen, sondern über ihre kompletten südorientierten Fassaden aufnehmen können, als zusätzlicher „Stromlieferant“ fungieren. Die lokal erzeugte Energie soll in den Parkhäusern den steigenden Strom-Bedarf für die Ladeinfrastruktur abdecken und somit einen Beitrag zur wachsenden Elektromobilität leisten. Nicht im jeweiligen Gebäude verbrauchter Strom wird über ein intelligentes Stromnetz im gesamten Areal flexibel und anforderungsgerecht verteilt, in Wärme bzw. Kälte umgewandelt oder gespeichert werden. Hiermit wird nicht nur der benötigte Strombedarf reduziert, sondern auch die Einbindung von regenerativ erzeugtem Öko-Strom ermöglicht, da die schwankenden Erzeugerkurven im Arealnetz gepuffert werden können. Hiermit ist eine wesentliche Voraussetzung geschaffen, um das Campus-Areal langfristig CO2-neutral versorgen zu können.

Der Satzungsbeschluss des B-Plans Campus West ist Voraussetzung für die kommenden Schritte. Die Stadt wird mit der Erschließung des Areals voraussichtlich ab dem Jahr 2022 beginnen können. Die ersten Hochbaumaßnahmen in Verantwortung der Campus GmbH schließen sich hieran an.

Weitere Infos: www.aachen.de/campuswest

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Mayen blüht auf! – Musikalisches Highlight mit Passionati am 3. Juli

Mayen – Die Stadt Mayen veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Firma Dimepro die musikalische Veranstaltungsreihe „Mayen blüht auf“ auf dem Mayener Marktplatz am Oktogon. Am Samstag, 3. Juli, wird Passionati, auf dem Oktogon auftreten. Die Darbietung beginnt jeweils um 11 Uhr, 12 Uhr und 13 Uhr. Passionati ist das neue deutsch-italienische Opern-Duo bestehend aus den Tenören Andreas Schönberg und Ricardo Marinello.

Bereits 2007 startete Ricardo als erster Gewinner des Supertalents in die Musikbranche und konnte die Massen mit seinen Interpretationen von Liedern wie „Time to Say Goodbye“ und „Ave Maria“ begeistern. Er legte seinerzeit eine Pause ein und ist nun wieder da und startet gemeinsam mit seinem Freund und Kollegen Andreas Schönberg, der bereits seit einigen Jahren fester Bestandteil in der internationalen Opernwelt ist, sein Comeback.

Zusätzlich ist Schönberg bereits jahrelang ein Teil des Ensembles der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg. Durch seine Auftritte in den verschiedensten Konzerthäusern auf der ganzen Welt, bringt er seine gesammelten Erfahrungen mit in das neue Projekt „Paradise“. Die auf drei Sprachen gedichtete Ballade steht für die Leidenschaft und die Emotion im Menschen.

„Die Verantsaltungsreihe hat bei tollem Wetter und guter Laune mit Lukas Otte begonnen. Es war rundum ein musikalisches Hilight und es freut mich sehr das die Veranstaltungsreihe so gut angenommen wird“, so die Wirtschaftsförderin für die Innenstadt Christina Wolff. „Kommen Sie vorbei und genießen sie das Duo Passionati“, so Wolff weiter.

Der Termin am 3. Juli ist einer von vier Veranstaltungssamstagen, die durch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft am Mittelrhein mbH im Rahmen der Re-Opening Marketinginitiative unterstützt werden.

Bis einschließlich 21. August wird – mit Ausnahme vom 7. August – an jedem Samstag ein musikalisches Programm auf dem Mayener Marktplatz geboten.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Es wird darum gebeten den Vorort ausgeschilderten Hygienemaßnahmen folge zu leisten. Mehr Informationen gibt es unter www.mayen.de sowie www.facebook.com/StadtMayen .

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Wohnimmobilien-Preise im Umland ziehen während der Pandemie kräftig an

Region/Berlin – Auch in diesem Jahr dürften die Preise für Wohnimmobilien trotz der Coronapandemie wieder kräftig steigen. Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) erwartet einen durchschnittlichen Anstieg der Preise für selbstgenutztes Wohneigentum im Jahr 2021 von rund 5,9 Prozent. Der Preisanstieg dürfte damit ähnlich kräftig ausfallen wie 2020 (6,0 Prozent). Insbesondere in den sechs größten Städten Deutschlands – Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt und Stuttgart – ist der Preisauftrieb ungebrochen.

„Aufgrund des historisch niedrigen Zinsniveaus bleiben Wohnimmobilien eine attraktive Form der Geldanlage. Zudem hat die Coronapandemie durch den verstärkten Aufenthalt zu Hause den Wert der eigenen vier Wände plastisch vor Augen geführt,“ so BVR-Vorstand Dr. Andreas Martin.

Die Coronapandemie verstärkte bestehende Trends am Wohnimmobilienmarkt. Bisher war der Preisauftrieb in den Arbeitsmarktzentren zwar stets kräftiger als im Umland, dieser hat sich in den vergangenen Jahren jedoch zunehmend angeglichen. Im Jahr 2020 stiegen die Preise in den Arbeitsmarktzentren und im Umland nun erstmals ähnlich stark.

Hierzu beigetragen haben dürfte, dass sich der direkt mit der Pendelaktivität in Zusammenhang stehende Preisaufschlag von Wohnimmobilien in zentraler Lage im vergangenen Jahr erstmals nicht weiter ausgeweitet hat. Eine Erklärung ist, dass die Möglichkeit des mobilen Arbeitens die Notwendigkeit des tatsächlichen Pendelns deutlich reduzierte. Dies senkt die Attraktivität des Wohnens im Zentrum und steigert die Toleranz für räumlich entfernte Arbeitsstellen. Inwieweit die Ausweitung des mobilen Arbeitens auch über die Coronapandemie hinaus erhalten bleibt und ob dies nachhaltig zu einem höheren Preisauftrieb im Umland führt, wird sich in den kommenden Jahren zeigen.

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Expertenrat Corona der Landesregierung Nordrhein-Westfalen legt 6. Stellungnahme vor

Region/Düsseldorf – Handlungsempfehlungen insbesondere für die Zeit ab Herbst – letzte Sitzung des Gremiums. Die Staatskanzlei NRW teilt mit: Am gestrigen Mittwoch, 23. Juni 2021, kamen die Mitglieder des Expertenrats Corona der Landesregierung Nordrhein-Westfalen zu ihrer 17. und letzten Sitzung zusammen. Es war die erste Sitzung in Präsenz. Im Zuge der Beratungen verabschiedeten sie ihre 6. Stellungnahme, die Empfehlungen an die Landesregierung für den weiteren Umgang mit dem Coronavirus ab der zweiten Jahreshälfte 2021 gibt. Insbesondere rät der Expertenrat zu einem besonnenen Umgang mit der Entspannung der Krise, da ab Herbst aufgrund der hohen saisonalen Muster wieder mit einem Anstieg der Infektionszahlen zu rechnen sei. Darüber hinaus tritt der Expertenrat für eine intensive Analyse und Bewertung des Pandemiemanagements von Bund, Ländern und Kommunen ein, um für zukünftige pandemische Lagen strategisch und politisch vorbereitet zu sein.

Ministerpräsident Armin Laschet: „Unsere Brücke in ein normales Leben steht auf einem festen Fundament. Die derzeit niedrigen Inzidenzzahlen ergeben in Verbindung mit dem weiter zunehmenden Erfolg der Impfkampagne neue Perspektiven und Möglichkeiten. Nichtsdestotrotz ist es wichtig, schon jetzt den Blick auf die Zeit nach dem Sommer zu richten. Wir haben die Pandemie noch nicht überwunden. Die Empfehlungen der 6. Stellungnahme des Expertenrats setzen einen wichtigen Rahmen, um über die Evaluierung der getroffenen Maßnahmen zu beraten und diese für die Zukunft zu optimieren.“

In seiner 6. Stellungnahme gibt der Expertenrat Corona Empfehlungen zu verschiedenen Handlungsfeldern, etwa zur Prävention, zur Kommunikation, zur Krisenresilienz und insbesondere zu Nöten der jungen Generation.

Ministerpräsident Armin Laschet nutzte bei der Präsenzsitzung in Düsseldorf die Gelegenheit, den insgesamt zwölf Mitgliedern des Expertenrats für ihr ehrenamtliches Engagement persönlich zu danken: „Über ein Jahr lieferten die Mitglieder des Expertenrats wertvolle Debattenimpulse und gaben Anregungen für eine differenzierte Politik, die sowohl das gesundheitliche Leid der Pandemie wie auch das durch die Corona-Schutzmaßnahmen ausgelöste soziale und ökonomische Leid im Blick behält. Diese Vielfalt der Disziplinen zu berücksichtigen, war mir von Beginn der Pandemie an wichtig. Mir ist kein weiteres interdisziplinäres Gremium bekannt, das so konsequent den Blick in der Pandemie weitete und immer wieder auf Zielkonflikte hinwies. Ich bin dem Expertenrat für die konstruktiven und bereichernden Beratungen ausgesprochen dankbar und freue mich, dass alle ihre Bereitschaft erklärt haben, mit ihrer jeweiligen Expertise der Landesregierung bei Bedarf auch weiterhin beratend zur Seite zu stehen.“

Minister Dr. Joachim Stamp: „Die Corona-Pandemie hat uns und der Gesellschaft insgesamt viel abverlangt und vor enorme Herausforderungen gestellt. Ich bin dankbar, dass der Expertenrat uns in dieser schwierigen Zeit mit seiner großen Expertise bereichert und beraten hat. Wir haben jetzt beim Infektionsgeschehen und dem Impffortschritt die Situation, dass wir Rahmenbedingungen schaffen müssen, um insbesondere unseren Kindern und Jugendlichen wieder Normalität zu ermöglichen. Wir bleiben wachsam und Hygiene- sowie Abstandsregeln müssen weiterhin eingehalten werden. Dennoch sollten wir über den fortschreitenden Impfschutz der Bürgerinnen und Bürger zu einem souveränen Umgang bei Infektionsfällen kommen und nicht automatisch sämtliche Kontaktpersonen in Quarantäne schicken müssen. Wir können nicht jede Eventualität im Infektionsgeschehen als Anlass dafür nehmen, Kindern und Jugendlichen durch Schul- oder Kitaschließungen dauerhaft Bildungs- und damit Lebenschancen zu nehmen. Kinder müssen wieder Kinder sein dürfen.“

Erklärung des Expertenrats Corona: „Gerade der Beginn der Pandemie war von hoher Unsicherheit geprägt und erforderte Erkenntnisgewinne in der gesamten thematischen Breite. Die Einrichtung des Expertenrats durch Ministerpräsident Armin Laschet zu diesem frühen Zeitpunkt war eine richtige und wichtige Entscheidung. Die hohe Interdisziplinarität des Gremiums hat der Einschätzung und Bewertung der vielschichtigen Problemlagen der Krise wichtige Impulse gegeben. Diesen Austausch jenseits der eigenen Disziplinen und Lebensbereiche haben die Mitglieder des Expertenrats Corona als äußerst bereichernd empfunden. Die Landesregierung hat die Argumente der Ratsmitglieder zu jedem Zeitpunkt mit spürbarer Wertschätzung angehört und freimütig diskutiert. Für die Offenheit, Zielkonflikte zu erkennen und sorgfältig zwischen unterschiedlichen politischen Optionen abzuwägen, bedanken wir uns.“

Hintergrund

Ministerpräsident Armin Laschet hat den Expertenrat Corona im April 2020 berufen, um auf Basis transparenter Verfahren Kriterien und Maßstäbe für die erforderlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sowie gleichsam zu einer möglichen Öffnung des sozialen und öffentlichen Lebens zu entwickeln. Das interdisziplinäre Gremium befasste sich unter anderem mit den ökonomischen und sozialen Konsequenzen einer lang andauernden Politik der sozialen Distanzierung und des wirtschaftlichen Shutdowns, erarbeitete gemeinsam mit der Landesregierung Strategien für die Zeit nach der Krise und diskutierte Szenarien für den Übergang zwischen Krisenmodus und Normalität.

Zu dem zwölfköpfigen Gremium gehörten:

  • Dr. Dr. Udo Di Fabio, Professor für Öffentliches Recht an der Universität Bonn und früherer langjähriger Richter am Bundesverfassungsgericht
  • Stephan Grünewald, Diplom-Psychologe und Gründer des Markt- und Medienforschungsinstituts „rheingold“
  • Dr. Dr. h.c. mult. Otfried Höffe, emeritierter Philosophie-Professor an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen
  • Dr. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln
  • Monika Kleine, Geschäftsführerin des Sozialdienstes katholischer Frauen in Köln
  • Dr. Renate Köcher, Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie Allensbach
  • Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende der Geschäftsführung beim Maschinenbauer Trumpf
  • Dr. Armin Nassehi, Professor für Allgemeine Soziologie und Gesellschaftstheorie an der Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Claudia Nemat, Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom AG
  • Dr. Dr. h.c. Christoph M. Schmidt, Präsident des RWI Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung
  • Dr. Hendrik Streeck, Direktor des Instituts für Virologie am Universitätsklinikum Bonn
  • Dr. Christiane Woopen, Humanmedizinerin und Vorsitzende des Europäischen Ethikrates
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Facelifting für die historische Stadtmauer in Zülpich

Zülpich – Die Stadt Zülpich realisiert in den Jahren 2020 bis 2022 im Park am Wallgraben die Sanierung der mittelalterlichen Stadtmauer im Bereich zwischen Weiertor und der kurkölnischen Landesburg. Der erste, etwa 45 Meter lange und unmittelbar am Weiertor beginnende Bauabschnitt konnte im vorigen Jahr fertiggestellt werden. Hier wurde die Standfestigkeit der Mauer durch Errichtung von drei Stützpfeilern,
Unterfangung der Fundamente und den Einbau von Spiralankern aus Edelstahl sichergestellt.

Außerdem wurde die Mauerkrone für den langfristigen Erhalt der Mauer wiederhergestellt, fehlende Mauersteine ergänzt und der gesamte Bauabschnitt neu verfugt. Kürzlich konnte dann auch der zweite Bauabschnitt fertiggestellt werden.

Bei der Sanierung der Überreste des mittelalterlichen Bruderhauses, das einst im Bereich des heuten Parks am Wallgraben in die Stadtmauer eingebaut war, wurde unter anderem auch dieser Aborterker erneuert. Foto: Stadt Zülpich / Torsten Beulen

Er beinhaltete unter anderem Überreste eines mittelalterlichen Bruderhauses (Schützenbruderschaft), das in die Stadtmauer eingebaut war und stadtseitig bis zum Haus Schießbahn 1 reicht. Die alte Giebelwand des Bruderhauses konnte mit ihren Bestandteilen durch entsprechende Maßnahmen dauerhaft gesichert werden – darunter auch ein so
genannter Aborterker.  Diese mittelalterliche Toilette war in die Stadtmauer eingelassen, so dass die dort verrichtete Notdurft in den Burggraben oder ins Freie fiel.

Mit dem dritten Bauabschnitt in Richtung Landesburg soll die Gesamtmaßnahme in 2022 abgeschlossen werden. Die Kosten für die gesamte Sanierung belaufen sich auf rund 510.000 Euro. Aus dem Denkmalprogramm des Landes NRW werden alle drei Bauabschnitte mit insgesamt rund 231.000 Euro gefördert. Zusätzlich wird die Maßnahme von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz mit rund 70.000 € für die Bauabschnitte 2 und 3 unterstützt.

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„Wir müssen das Vergessen verhindern“

Euskirchen – Geschichtsverein des Kreises Euskirchen präsentiert Band 35 seiner Veröffentlichungsreihe: „Hilde Nathan: Überlebt zu Dritt – Ein Augenzeugenbericht“ / Projektkurs der Gesamtschule Euskirchen.  Als Hilde Nathan zehn Jahre alt wurde, endete ihre unbeschwerte Kindheit abrupt. Die Nationalsozialisten hatten 1933 in Deutschland die Macht ergriffen, und für Juden änderte sich alles. Auch für die kleine Hilde, die 1923 in Münstereifel geboren worden ist. Aufgewachsen in bürgerlichen Verhältnissen in Münstereifel und Euskirchen begann nun für die jüdische Familie Nathan eine Zeit der Ausgrenzung, Entrechtung und Verfolgung, die im Konzentrationslager Theresienstadt enden sollte. Wie durch ein Wunder hat die Familie den Holocaust überlebt, aber was sie in all den Schreckensjahren erlebt hat, ist für heutige Verhältnisse unvorstellbar.

40 Jahre nach Kriegsende begann Hilde Nathan ihre Erinnerungen an die NS-Zeit, ihr Überleben und das ihrer Eltern Hugo Nathan und Emilie im Ghetto Theresienstadt niederzuschreiben. Mit viel Glück, doch vor allem durch das kluge Vorsehen der Mutter, konnte Familie Nathan sowohl in Köln als auch in Theresienstadt mehrfach ihre Deportation in den sicheren Tod verhindern.

Das bis dahin Unaussprechliche niederzuschreiben, glich für Hilde Nathan im Alter einer Psychotherapie und machte sie zu einer relativ objektiven, keinesfalls verhärmten oder anklagenden Zeitzeugin. Bis zum Jahr 2007 arbeitete sie daran, sich an so viele Details wie möglich zu erinnern und zu Papier zu bringen. Entstanden sind so drei Teile eines Zeitzeugnisses, ungefähr 300 Seiten, die sie betitelte: „Überlebt zu Dritt. Ein Augenzeugenbericht.“

Dazu Landrat Markus Ramers: „Die Schilderungen Hilde Nathans sind bewegend und erschütternd. Sie sind eine Verpflichtung für uns alle, die Erinnerung an diese schreckliche Zeit wachzuhalten und damit ihrem Wunsch nachzukommen, dass das unendliche Leid jener Zeit nie in Vergessenheit gerät.“ Das Zeitzeugnis führe dem Leser eindrucksvoll vor Augen, was es bedeutet, ausgegrenzt, fast aller Rechte beraubt, verfolgt und vernichtet zu werden, und dies nur auf Grund einer ideologisch definierten „Rassenzugehörigkeit“.

Die Inhaftierung im Ghetto Theresienstadt, der dort erlittene Mangel, Krankheiten, die ständigen Ängste, der Kampf um das eigene Überleben und das Überleben anderer, die immerwährende Gefahr, hilflos in noch schlimmere Verhältnisse oder in den Tod geschickt zu werden, haben das weitere Leben der Hilde Nathan bis an ihr Lebensende geprägt. „Ihre Erinnerungen sind ein wichtiger Beitrag, die tatsächlichen Verhältnisse im Ghetto Theresienstadt, über das sich in der Erinnerungskultur der Nachkriegszeit lange Jahre der Mythos des schönen Altersghettos erhalten hat, darzustellen“, sagt Dr. Gabriele Rünger, die Vorsitzende des Kreis-Geschichtsvereins. „Es ist eines der wenigen deutschsprachigen Zeitzeugnisse, das sich mit dem Leben der Jugendlichen im Ghetto befasst.“ Die Historikerin aus Bad Münstereifel hat über viele Jahre den Kontakt zu Hilde Nathan aufrechterhalten.

Die Präsentation des Buches fand in der Gesamtschule Euskirchen statt. Hier wird sich im kommenden Schuljahr der Projektkurs Q1 auf der Basis des Buches intensiv mit den Themen Diskriminierung, Entrechtung, Verfolgung und Vernichtung der Juden während der NS-Zeit beschäftigen und dabei auch aktuelle Bezüge in den Blick nehmen. „Mit dem Projekt wollen wir eine Brücke zwischen Gestern und Heute bauen und dabei die Lebensstationen von Hilde Nathan verfolgen“, betont Geschichtslehrerin Kim Selbach. Schulleiter Thomas Müller freute sich ebenfalls über die Initiative der Schülerinnen und Schüler und begrüßte das Projekt: „Wir müssen das Vergessen verhindern.“

INFO-KASTEN

Hilde Nathan: Überlebt zu Dritt – Ein Augenzeugenbericht. Geschichte im Kreis Euskirchen, Jg. 35, Verlag Ralf Liebe, Weilerswist 2021, ISBN: 978-3-948682-14-9

Das Buch wird allen Mitgliedern des Geschichtsvereins in den nächsten Tagen zugesandt. Darüber hinaus ist das Buch für 20 Euro im regionalen Buchhandel und beim Verlag Ralf Liebe erhältlich.