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Neuer stellvertretender Schiedsmann in der Gemeinde Simmerath vorgestellt

Simmerath – „Ich freue mich, dass wir mit Michael Huppertz einen neuen stellvertretenden Schiedsmann gefunden haben“, sagte Bürgermeister Bernd Goffart bei der Vorstellung der neuen Schiedsperson. „Er bringt die nötige Menschenkenntnis und die Lebenserfahrung mit, die man für solch eine wichtige Aufgabe braucht.“

Schiedsleute kommen z.B. bei Strafsachen wie Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch oder bei Nachbarschaftsstreitigkeiten zum Einsatz. Ihre Aufgabe ist es, den streitenden Parteien Gelegenheit zur Aussprache zu geben. Dadurch sollen Spannungen abgebaut und ein außergerichtlicher Vergleich erzielt werden. Ob das gelingt, hängt sehr oft vom Vermittlungsgeschick der Schiedsleute ab. In jedem Fall sind sie aber ein wichtiger und erfolgreicher Teil des Rechtsstaats, denn mit ihrer Arbeit entlasten sie die Gerichte.

Vielseitiges Amt mit regelmäßigen Fortbildungen Hermann-Josef Schmitz, Vorsitzender des Bundes dt. Schiedsmänner und Schiedsfrauen e.V., freute sich, dass die Suche nach einem stellvertretenden Schiedsmann erfolgreich war: „Wir haben tolle Gespräche mit Michael Huppertz geführt und konnten uns von seiner Eignung überzeugen.“ Auch die Amtsdirektorin des Amtsgerichts Monschau, Katja Maxrath-Brang, hieß den neuen stv. Schiedsmann willkommen. Das Schiedsamt sei sehr vielseitig und regelmäßige Fortbildungen unerlässlich. Deshalb sei sie froh, dass das Schiedsamt in
Simmerath mit Karl Rambadt und Michael Huppertz nun wieder vollständig besetzt sei.

Kurzer Draht zwischen den Schiedsleuten

Michael Huppertz aus Eicherscheid ist verheiratet und hat drei Kinder. 40 Jahre lang war er bei der Berufsfeuerwehr Aachen tätig und hat dort so ziemlich alle Stationen, von der Personalwirtschaft bis hin zum stv. Fachbereichsleiter, durchlaufen. Daneben hat er sich in seinem Heimatdorf stets ehrenamtlich engagiert, wie z.B. bei der SV Germania Eicherscheid, dem Trommler- und Pfeiferkorps und natürlich bei der dortigen Feuerwehr. Außerdem war er in der Simmerather Politik aktiv. In sein neues Themengebiet hat er sich bereits eingearbeitet. „Den kurzen Draht hat es schon ein, zwei Mal gegeben und wir kommen sehr gut miteinander zurecht“, freute sich Schiedsmann Karl Rambadt über die willkommene Verstärkung. Zum Abschluss wünschte Bernd Goffart den beiden Schiedsleuten wenig Arbeit, „…denn das ist ein Zeichen dafür, dass sich die Leute hier gut verstehen.“

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Naturnaher Schaugarten wird „vergoldet“

Wachtberg-Berkum – Kein Hitzefrei gab es an diesem strahlenden Juni-Samstag für die TeilnehmerInnen einer Schulung im Naturnahen Schaugarten in Berkum. Aus ganz Deutschland waren Gartenfreunde angereist, die sich dort im Rahmen des Bundesprojekts „Tausende Gärten – tausende Arten“ zum Naturgartenzertifizierer schulen ließen.

Ihre Aufgabe: Abarbeitung eines umfangreichen Kriterienkataloges zur Bewertung und Einstufung der Naturnähe von Gärten am Beispiel des Berkumer Schaugartens. Erfüllt ein Garten die vorgegebenen Kriterien, um zum Naturgarten geadelt zu werden? Wurden zum Beispiel heimische Pflanzen verwendet? Wie viele Biotopelemente wie Vogeltränke, Wildbienennisthilfe, Totholz o.ä. gibt es? Wurden regionale Materialien verbaut? Der Schaugarten bot den Teilnehmern für diese vom Bonner Wissenschaftsladen organisierte Präsenzschulung reichlich Lehrmaterial. Im Beisein der Projektkoordinatoren Bernd Assenmacher und Andrea Muno-Lindenau führte Jürgen Schneiders vom NaturGarten e.V. sachkundig durch die mehrstündige Veranstaltung. Jeder Teilnehmer bearbeitete seinen Fragebogen selbstständig. Dabei traten immer wieder Fragen auf, die rege diskutiert wurden.

Am Ende freuten sich alle über ihre Anerkennung als „Naturgartenzertifizierer“, die für jeden interessierten Gärtner ansprechbar sind (Kontakt über Wissenschaftsladen Bonn, www.wilabonn.de). Mit ihrem im Wachtberger Schaugarten erworbenen Wissen wirken sie künftig ganz im Sinne des Tausende-Gärten-Projektes als Botschafter für Biodiversität und Förderer der Insekten- und Artenvielfalt in unseren Gärten (www.tausende-gaerten.de).

Übrigens: Der Naturnahe Schaugarten in Berkum ließ im Hinblick auf naturnahe Gartengestaltung keine Wünsche offen und wurde als Naturgarten in Gold prämiert! (AK Naturnaher Schaugarten, Birte Kümpel)

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Ratssitzungen in Euskirchen werden live gestreamt – Morgen Dienstag, 29. Juni startet Testphase

Euskirchen – Am morgigen Dienstag, 29. Juni startet in Euskirchen die Testphase für das Live-Streaming von Ratssitzungen. Die drei Ratssitzungen, die noch für 2021 angesetzt sind, werden live ins Netz übertragen und können von jedermann angesehen werden.

Mit mehreren Kameras soll sichergestellt werden, dass für die Zuschauer eine ansprechende und gut verständliche Übertragung geboten wird.

Das Angebot kann ganz einfach über die Homepage der Stadt Euskirchen wahrgenommen werden, auf der es nun unter „Rathaus“ den neuen Unterpunkt „Rats-TV“ gibt.

https://www.euskirchen.de/rathaus/rats-tv/

Dort kann am 29. Juni ab 16.15 Uhr die Übertragung aus dem City-Forum verfolgt werden. Die Aufzeichnungen der Sitzungen werden an dieser Stelle zunächst bis zum Jahresende abrufbar bleiben, so dass man nicht unbedingt „live“ dabei sein muss.

Die Testphase dient dazu das Interesse der Bürgerinnen und Bürger an den Übertragungen auszuwerten. Zudem werden die technischen Möglichkeiten ausgetestet und sofern erforderlich verfeinert.

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SBR-Präsidentin Monika Sauer: Sportstätten müssen in den Ferien geöffnet bleiben

Region/Mayen-Koblenz – Der Sportbund Rheinland wiederholt seinen Appell aus dem vergangenen Corona-Jahr an die Landräte und Bürgermeister, die Sportstätten auch während der nahenden Sommerferien zu öffnen. In einem Schreiben an die kommunalen Entscheider hebt SBR-Präsidentin Monika Sauer hervor,  dass sich die 3000 Vereine mit ihren 600.000 Mitgliedern im Rheinland nach 15 Monaten Pandemie nach einem geregelten Trainings- und Wettkampfbetrieb auf den Sportplätzen und in den Sporthallen sehnen. Die nunmehr positiven Aussichten dürften nicht durch Schließung der Sportstätten während der Sommerferien zunichte gemacht werden.

Sauer zeigt sich zuversichtlich, dass die Landräte und Bürgermeister diese Bitte erfüllen werden. So habe eine Untersuchung der Hochschule Koblenz gemeinsam mit dem SBR gezeigt, dass sich besonders jene Vereine gut entwickeln, die von ihren Kommunen unterstützt werden. „Ich bin mir sicher, dass Sie sich dieser Gruppe zugehörig fühlen, unserem Appell nachkommen und sicherlich alles möglich machen, damit die Sportvereine in Ihrem Verantwortungsbereich während des Sommers und auch in den Sommerferien ein qualitativ gutes Sport- und Bewegungsangebot durchführen können“, heißt es abschließend in dem Schreiben.

Gleichzeitig appelliert Monika Sauer auch an die Vereinsvorsitzenden, dem SBR-Beispiel zu folgen, offensiv auf die Kommunen zuzugehen und für die Offenhaltung der Sportstätten einzutreten. „Sollte dies nicht möglich sein, müssen die Gründe dafür benannt werden“, fordert Sauer. Es dürfe nicht wieder zu einer Situation wie im Sommer 2020 kommen. Damals blieben vor allem veraltete Sportstätten geschlossen, weil die Kommunen die Vorgaben der Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes nicht erfüllen konnten.

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Als Mensch gesehen werden

Vogelsang/Mechernich/Kreis Euskirchen – Ausstellung auf Vogelsang am Weltflüchtlingstag – Workshop hilft Geflüchteten ihre Gefühle und Erlebnisse aufzuarbeiten – Sprechen, stärken und stolz sein – „Gänsehaut“ angesichts der auf Leinwand gebannten Emotionen – DRK-Kreisverband bietet außerdem ein Empowerment-Treffen für von Rassismus-Betroffene in Euskirchen an: immer donnerstags von 16 bis 18 Uhr.

Sie begleitete die Teilnehmer beim „Empowerment“: Sylvie Dayiku Pomame von der Integrationsagentur, Servicestelle Antidiskriminierungsarbeit, DRK-Kreisverbands Euskirchen. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

„Wie ich mehrere Vergewaltigungen überlebt habe.“ Davon „erzählt“ Hennie Eley in ihrem Bild. Mit Farbe und Motiven hat die 25-Jährige ihr Innerstes nach außen gekehrt. Ein schmerzhafter Prozess, aber genauso ein erster wichtiger Schritt, um die Hölle, die sie im eigenen Land erlebt hat, Stück für Stück aufarbeiten zu können. 2018 ist sie nach Deutschland geflüchtet.

25 Jahre ist Hennie Eley jung und „erzählt“ in ihrem Bild auch von den mehrfachen Vergewaltigungen in ihrer Heimat und der Hoffnung, dass sie eine Aufenthaltsgenehmigung erhält und in Deutschland bleiben darf. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

„Ja“, sagt Eley leise. Das Bild zu malen, sei ihr schwergefallen. Das Malen habe sie aufgewühlt, weil wieder alles hochkam, die Gefühle, die so gut und tief im Innern versteckt lagen. Ihr Bild steht nicht alleine, sondern in einer Reihe mit elf weiteren. Alle wurden sie in einem Workshop mit dem Titel „Empowerment“ gemalt und anlässlich des Weltflüchtlingstags zu „Grenzen und Herausforderungen“ auf der ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang ausgestellt. Zu jedem Werk gehört ein Gesicht und eine Geschichte.

Ihnen wird in Vogelsang Raum gegeben. Langfristig soll der Workshop den geflüchteten Menschen helfen, ihre Interessen wieder eigenmächtig, selbstverantwortlich und selbstbestimmt zu vertreten und sich gegenseitig zu stärken. „Die Menschen werden wieder in ihrer Individualität als Mensch gesehen und anerkannt – nicht als Flüchtling“, bringt es Sylvie Dayiku Pomame, von der Integrationsagentur, Servicestelle Antidiskriminierungsarbeit, des DRK-Kreisverbands auf den Punkt.

Das Projekt ist eine Idee von der Vogelsang IP. Dayiku Pomame hat das Konzept zur Umsetzung entwickelt und den Workshop durchgeführt. Die Kooperationspartner mit Katharina Wonnemann von der Akademie Vogelsang IP und ihrem Kollegen, dem Mechernicher Hassan Hasno, sowie Roland Kuhlen vom Kommunalen Bildungs- und Integrationszentrum (KoBIZ) in Euskirchen, haben den Workshop gemeinsam mit Dayiku Pomame (DRK) auf die Beine gestellt. Basis für die Workshops bildet das Landesförderprojekt „NRWeltoffen“ im Kreis Euskirchen.

Stolz & Gänsehaut

„Die Ausstellung ihrer Bilder ist für die Menschen eine Anerkennung. Sie können auf diese Art und Weise zeigen, dass sie da sind. Und stolz auf sich sein“, würdigte Sylvie Dayiku Pomame das Ergebnis. Angesichts der auf Leinwand gebannten Emotionen sagt sie: „Ich habe eine Gänsehaut.“

Zwölf Menschen haben an dem kreativen und künstlerischen Workshop teilgenommen. Auch der Mechernicher Hassan Hasno ist einer davon. Gleich nach Eröffnung der Ausstellung wird er von einem Besucher auf sein Bild angesprochen. Sie kommen ins Gespräch. „Malen?“, das sei für ihn „das erste Mal“, sagt Hassan Hasno. Sein Bild zeige „Gut und Böse, den Kampf zwischen Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit, zwischen Freiheit und Dunkelheit“ und lässt die Zerrissenheit erahnen.

Corona-bedingt seien leider nur zwei kreative und künstlerische Treffen möglich gewesen, berichtet Sylvie Dayiku Pomame. „Der Weg ist noch nicht zu Ende. Aufarbeitung braucht Zeit, aber ein wichtiger Schritt ist geschafft und Schönes erschaffen worden“, ist sie genauso glücklich über das Erreichte, wie die Teilnehmer.

Jeden Donnerstag bietet der DRK-Kreisverband ein „Empowerment“-Treffen an – von 16 bis 18 Uhr, Kommerner Straße 39, in Euskirchen. „Dort ist die Aufarbeitung ebenfalls Schwerpunkt, richtet sich speziell aber an Schwarze, die häufig im Alltag Rassismus erleben“, so die DRK-Mitarbeiterin. Ein Novum, sagt sie weiter: „Ein solches Angebot gab es bisher nicht im Kreis“, und sei doch bedeutsam: „Weil die Menschen leiden.“

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Wirtschaft

In MYK ein halbes Jahrhundert die Wirtschaft im Blick

Region/Mayen-Koblenz -50 Jahre: Wirtschaftsförderungsgesellschaft am Mittelrhein feiert Jubiläum. Der Landkreis Mayen-Koblenz steht für ein starkes Wirtschaftsleben, eine Aufschwung-Region, für Industrie, Gewerbe und Handel, Landwirtschaft, Weinbau und Tourismus. Das alles und mehr für die Bürger sowie Arbeitnehmer und Arbeitgeber im Landkreis zu bewahren und zu fördern, ist Ziel der Wirtschaftsförderungsgesellschaft am Mittelrhein mbH (WFG) – und das seit mittlerweile 50 Jahren. Und es ist eine Erfolgsgeschichte:

Nach der Neugründung des Landkreises Mayen-Koblenz im Zuge der kommunalen Gebietsreform am 7. November 1970 vergingen nur wenige Monate, bis die Wirtschaftsförderungsgesellschaft ins Leben gerufen wurde.

Am 14. Juli 1971 nahm die WFG an ihrem Sitz in Mayen die Arbeit auf, zu Beginn des Jahres 1973 wurde er nach Koblenz verlegt. Ziel war es, die Entwicklung und Verbesserung der Wirtschafts- und Sozialstruktur im Landkreis Mayen-Koblenz mit geeigneten Maßnahmen zu fördern. Gründungsgesellschafter waren der Landkreis Mayen-Koblenz (52,4 Prozent), die Sparkasse Koblenz und die Kreissparkasse Mayen (je 23,8 Prozent) bei einem Stammkapital von damals 21.000 D-Mark. In den Folgejahren wurde seitens des Landkreises das Stammkapital durch die Einlage von RWE-Aktien erhöht; es beträgt heute 1,85 Millionen Euro. Die Gesellschaftsanteile verteilen sich auf den Landkreis Mayen-Koblenz mit 96 Prozent sowie die Sparkasse Koblenz und die Kreissparkasse Mayen mit jeweils 2 Prozent des Gesellschaftskapitals.

Struktur des Kreises

Der Kreis Mayen-Koblenz ist räumlich einerseits vom urbanen Bereich des Rheingrabens mit der dortigen starken Infrastruktur samt Häfen geprägt, während andererseits der westliche Teil des Landkreises deutlich geringer besiedelt ist und vom landwirtschaftlich genutzten Eifelraum beziehungsweise Maifeld und dem Abbau der vulkanologischen Rohstoffe (Bims, Basalt, Tuff) um den Laacher See (Mendig, Pellenz, Ochtendung, Mayen) bestimmt ist. In den Nachkriegsjahren war der Bedarf an Baustoffen, insbesondere Bimsstein, groß und die Bau-Steine-Erden-Industrie prosperierte. Doch diese Dominanz und Monostruktur hatte auch ihre Schattenseiten. In den 1980er Jahren ging die Nachfrage zurück, was zu einer wirtschaftlichen Schwächung der Region führte. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft setzte an diesem Problem an und entwickelte Maßnahmen zur gebietsübergreifenden Struktur- und Wirtschaftsförderung. Es wurden unter anderem Standortanalysen erstellt. Den Schwerpunkt bildete in diesen Jahren der Aufbau eines Fördersystems sowie die Formulierung von Förderrichtlinien.

Das „Bimsprogramm“

Zu Beginn der 1980er Jahre fokussierte die WFG Maßnahmen zur monetären, direkten einzelbetrieblichen Förderung. Doch schnell erwies sich diese Art der Förderung als nicht geeignet, um einen nachhaltigen Einfluss auf die positive Entwicklung des Arbeitsmarktes und der Wirtschaftsstruktur zu nehmen. Die deutschlandweite Rezession von 1981 bis 1983 tat ihr übriges und es war klar: Ein aktives Gegensteuern ist erforderlich. Der Monostruktur sollte durch die Ansiedlung zukunftsorientierter und konjunkturunabhängiger Industrien entgegengewirkt werden: Das „Bimsprogramm“ wurde aufgelegt. Ziel war es, die Kapazitäten in der Produktion von Bimssteinen stillzulegen, um damit eine Grundlage für einen Strukturwandel zu schaffen. Der Landkreis erwarb ganze Bimsbetriebe einschließlich Grund und Boden. Durch die Stilllegung wurden einerseits Produktionskapazitäten reduziert, andererseits entstanden durch den Abriss der Gebäudesubstanz und die Reaktivierung der Flächen neue Gewerbe- beziehungsweise Industriegebiete. Diese neuen Flächenangebote für gewerbliche Betriebe bildeten die Grundlage für den Ansiedlungserfolg von Unternehmen bis weit in die 1990er Jahre hinein. Auch im Tourismus wurde einiges angestoßen: Mit der Einführung eines Gaststättenprogramms des Landkreises entstand eine regelrechte Modernisierungswelle in der Gastronomie.

Standortvorteil Verkehrsanbindung

Mit den Autobahnen A 48 von Ost nach West, der A 61 von Nord nach Süd sowie den wichtigen Verkehrsadern B 256 und B 9 verfügt der Landkreis verkehrstechnisch über große Standortvorteile. Ergänzend zu der Flächenreaktivierung im Rahmen des Bimsprogramms rückten weitere Potenzialflächen für die gewerbliche Entwicklung in den Blick, die WFG wurde zum Initiator für die Ausweisung großflächiger Industriegebiete. Die Realisierung erfolgte sowohl auf kreiseigenen Flächen als auch in enger Zusammenarbeit mit den Kommunen im Landkreis und mit finanzieller Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz. Beispielhaft ist die von der Rhein-Zeitung betitelte „Erfolgsstory Polch” mit der Ausweisung und Besiedlung eines direkt an der Autobahnausfahrt der A 48 liegenden Industriegebietes. Neue Unternehmen siedelten sich an und schufen zahlreiche Arbeitsplätze bis heute.

Heterogen aufgestellte Wirtschaft Die Ansiedlungserfolge in den beiden letzten Jahrzehnten führten zu einer Diversifizierung des Wirtschaftsstandortes Mayen-Koblenz. Schwerpunkte in der heterogen aufgestellten Wirtschaft waren nun die Branchen Metallverarbeitung, Maschinenbau, Nahrungsmittelindustrie, Mineralbrunnen, Brauereien, Papier- und Hygieneindustrie, Medizintechnik sowie Softwareentwicklung. Im Rahmen einer Branchenanalyse wurde 2008 eine Verdichtung von Verpackungs- und Logistikunternehmen festgestellt. Hieraus initiierte die WFG die regionale Brancheninitiative „Verpackung-Logistik“ und organisierte Betriebsbesuche sowie Fachveranstaltungen zwecks Vernetzung der Unternehmen, Know-How-Transfer und Verbesserung der Wertschöpfung in der Region. Schon 2008 wurde die DSL-Erschließung als relevanter Standortfaktor identifiziert und damit zur Aufgabe der WFG.

Aufbau von Netzwerken

Die Wirtschaftsförderung nimmt zunehmend die ganzheitliche Entwicklung der Region in den Blick. Die Verfügbarkeit und die Qualität sogenannter harter Standortfaktoren wie verkehrsgünstig gelegene, attraktive Flächenangebote gehören zum Grundangebot. Doch um im 21. Jahrhundert erfolgreich zu agieren, reichen diese Faktoren allein nicht mehr aus. Der Aufbau von Netzwerken mit Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung sowie die Kommunikation der Partner erlangen im Wettbewerb der Regionen eine zunehmende Bedeutung. Hinzu kommt die am Unternehmensbedarf orientierte Projektarbeit, die als „wissensbasierte Wirtschaftsförderung“ das bisherige Angebot erweitert. Der Wert des Faktors „Wissen” erhält eine verstärkte Relevanz. In Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Wissensmanagement der Hochschule Koblenz wurde das Projekt „Wissensmanagement“ gestartet. Ziel ist dabei, Wissen in den Unternehmen zu bewahren, dieses Wissen aber auch zu organisieren und zu dokumentieren, damit es jederzeit abgerufen werden kann.  Für die Zukunft gewappnet zu sein, bedeutet auch, die Erfordernisse der Unternehmen stets im Blick zu behalten. Die wachsende Produkt- und Prozesskomplexität ist für Betriebe eine neue Anforderung. Sie sehen in den modernen Technologien der Vision Industrie 4.0 die Erfolgsfaktoren für ihre Konkurrenzfähigkeit. Dies bestätigte sich auch in einer Umfrage der Hochschule Koblenz. Gemeinsam mit der Hochschule wurde der „Quick Check Digitalisierung“ für Unternehmen entwickelt, der seit 2018 von der Kompetenzstelle Digitalisierung erfolgreich durchgeführt wird. Die Einrichtung der Stelle wurde von der WFG initiiert und gefördert.

Weichen für die Zukunft stellen

Das 2020 erstellte Gewerbeflächenkonzept für den Landkreis bildet die Grundlage für die Standortentwicklung der Zukunft, denn attraktive Flächenangebote bleiben nach wie vor die Voraussetzung für die Prosperität der Region. Die Digitalisierung wird in den nächsten Jahren die Geschäfts- und Arbeitswelt weiter verändern. Die WFG sieht es als ihre Aufgabe an, Unternehmen bei ihren Innovations- und Technologieentwicklungen zu stärken und zu unterstützen. Der Landkreis Mayen-Koblenz sieht die Standortentenwicklung als ganzheitliches Konzept. Die Region soll weiter so attraktiv bleiben wie sie es schon ist. Dazu zählt Leben und Arbeiten zusammenzubringen. Hierfür steht auch der 2017 neu entwickelte Slogan der WFG „Starke Wirtschaft. Gutes Leben.”, der auch im neuen Internetauftritt der WFG seit 2018 konzeptionell zum Ausdruck kommt. Die Bedeutung der weichen Standortfaktoren, im Kontrast zu den harten, spiegelt sich in den Projekten der WFG immer wider. So wurde zum Beispiel 2020 ein Radverkehrskonzept für Alltags- und Pendlerverkehre erstellt, um den Bürgern eine flexible und sichere Mobilität zu ermöglichen. Wichtige Akzente werden im Bereich der Digitalisierung gesetzt: Der Landkreis Mayen-Koblenz wurde im September 2020 als eine von 32 bundesweiten Modellregionen für das „Modellprojekt Smart Cities made in Germany“ ausgewählt. Die WFG hat den Prozess organisiert und maßgeblich vorangetrieben. Damit startet ein siebenjähriger Prozess, der den Lebens- und Wirtschaftsraum Mayen-Koblenz zukunftssicher gestalten wird.

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Rathaus Meckenheim ab heute 28. Juni wieder uneingeschränkt geöffnet

Meckenheim – Bürgerinnen und Bürger sollten weiterhin vor dem Besuch einen Termin vereinbaren. Niedrige Infektionszahlen machen es möglich: Das Meckenheimer Rathaus ist ab heute Montag, 28. Juni, wieder uneingeschränkt geöffnet. Um längere Wartezeiten zu vermeiden, wird dringend empfohlen, vor dem Besuch der Stadtverwaltung einen Termin zu vereinbaren. Dies ist entweder telefonisch oder per E-Mail möglich. Wer im Rathaus welches Anliegen bearbeitet, steht auf der Homepage www.meckenheim.de im „Bürgerinfosystem“. Bürgerinnen und Bürger mit einem fixen Termin werden grundsätzlich bevorzugt behandelt.

Einzige Einschränkung: Das Bürgerbüro ist ohne Termin montags von 14 Uhr bis 18 Uhr sowie mittwochs von 7.30 Uhr bis 11 Uhr erreichbar. Bürgerinnen und Bürger sollten längere Wartezeiten einplanen. Für die telefonische Vereinbarung von Terminen sowie für sonstige telefonische Rückfragen stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bürgerbüros montags, dienstags sowie donnerstags und freitags von 9 Uhr bis 10.30 Uhr sowie zusätzlich dienstags und donnerstags von 14 Uhr bis 15 Uhr unter den Rufnummern (02225) 917-206, -207 und -208 zur Verfügung. Per E-Mail ist das Bürgerbüro unter buergerbuero@meckenheim.de – auch zwecks Terminvereinbarung- erreichbar. Es wird darum gebeten, in der E-Mail die entsprechende Telefonnummer anzugeben.

Beim Besuch der Stadtverwaltung ist unbedingt eine medizinische Maske, das heißt eine sogenannte OP-Maske, eine Maske des Standards FFP2 oder eine vergleichbare Maske (KN95/N95) zu tragen. Daneben gilt es, die Hygiene- und Abstandsregelungen (mindestens 1,5 Meter zur nächsten Person) einzuhalten.

Öffnungszeiten der Infothek im Foyer des Rathauses:

Montag                             7.30 Uhr bis 18 Uhr

Dienstag bis Donnerstag      7.30 Uhr bis 16 Uhr

Freitag                              7.30 Uhr bis 13 Uhr

Allgemeine Informationen erhalten die Bürgerinnen und Bürger über die Service-Nummer (02225) 917-0 oder per E-Mail unter stadt.meckenheim@meckenheim.de. Eine reine Übermittlung von Unterlagen kann weiterhin auf dem Postweg, über den Hausbriefkasten sowie per E-Mail und Fax erfolgen.

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Drive-In Corona Schnelltest-Zentrum am Mendiger Flugplatz geht vorerst in die Sommerpause

Mendig – Kurz nachdem Gesundheitsminister Jens Spahn Anfang März die Idee der bundesweiten Corona Testzentren öffentlich machte, dauerte es genau drei Tage um zwei kommunale Testzentren in Zusammenarbeit mit der ansässigen Schlags-Apotheke, dem Deutschen Roten Kreuz, der Verbandsgemeinde Pellenz und der Verbandsgemeinde Mendig ins Leben zu rufen.

Innerhalb kürzester Zeit hatten sich mehr als 80 freiwillige Helfer an die Verbandsgemeinden gewendet und wollten ihren Teil dazu beitragen, den Bürgerinnen und Bürgern nicht nur aus unserer Heimat mehr Sicherheit und Freiheit im täglichen Leben zu ermöglichen. Am 13. März eröffnete dann eines der ersten Drive-In Schnelltestzentren in Rheinland-Pfalz am Mendiger Flughafen – mit sehr großem Erfolg.

„Zum damaligen Zeitpunkt hatten wir sogar eine Auslastung von über 100%. Unsere Online Terminvergabe war nach Bekanntgabe über Tage ausgebucht und auch Bürgerinnen und Bürger, die ohne Termin vorbeikamen, wurden – wenn irgend möglich – nicht abgewiesen.“, so einstimmig der Bereitschaftsleiter des Ortsvereins Mendig vom Deutschen Roten Kreuz, Marco Emmerich, Fachbereichsleiter der Verbandsgemeinde Pellenz, Stephan Ristow und der Teilbereichsleiter Sicherheit und Ordnung der Verbandsgemeinde Mendig, Christopher Wittig.

Viermal wöchentlich wurden in den letzten drei Monaten bei jeglicher Wetterlage ob Sturm, Hagel oder der aktuellen Hitzewelle fast 5.000 Corona Schnelltests mit einem Einsatz von mehr als 150 freiwilligen Helfern vor Ort und in den Verwaltungen sichergestellt.

Aufgrund der nun stetig steigenden Anzahl von Impfungen, der derzeitig gesunkenen Infektionslage und der daraus resultierenden geringeren Nachfrage auf Schnelltests haben alle Beteiligten entschlossen, den Betrieb des Drive-In Schnelltestzentrums am Mendiger Flugplatz vorerst am 03.07.2021 einzustellen.

Das kommunale Testzentrum in der Mendiger Adler Apotheke – Dr. Schlags steht den Bürgerinnen und Bürgern weiterhin zur Verfügung. Die Online-Terminvergabe erfolgt unter www.schlags-apotheke.de.

Darüber hinaus stehen auch die etablierten, kommerziellen Testzentren in der Verbandsgemeinde Mendig beim

  • Vulkan Brauerei

www.vulkan-brauerei.de

und der Verbandsgemeinde Pellenz

  • In Nickenich; Anbieter Jannik Böffgen

www.apo-schnelltest.de/jannik-boeffgen

  • Mobiles Testen in Plaidt und Saffig; Anbieter Marco Dworschak

https://www.testmobilmyk.de

  • In Plaidt; Anbieter „HundertAuto“

www.apo-schnelltest.de/schnelltest-hundertauto

zur Verfügung!

Weitere Angebote und Informationen für Corona Schnelltests erhalten Sie bei ihrem Hausarzt und oder unter der Rubrik Corona auf www.mendig.de und www.pellenz.de.

„Wir möchten an dieser Stelle nicht nur dank sagen an das Deutsche Rote Kreuz und den ehrenamtlichen Helfern aus unseren Gemeinden, die unzählige Stunden auch am Wochenende ihre freie Zeit für uns Bürgerinnen und Bürger bereitgestellt haben. Wir möchten uns auch bei allen Bürgerinnen und Bürgern bedanken, die das Angebot so zahlreich angenommen haben. Wir sind stolz, gemeinschaftlich unseren Teil zum Gesundheitsschutz beigetragen zu haben.“, betonen Jörg Lempertz, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Mendig und Klaus Bell, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Pellenz unisono.

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40-jähriges Dienstjubiläum von Norbert Schmitz

Simmerath – Auf eine 40-jährige Dienstzeit im öffentlichen Dienst kann Forstwirt Norbert Schmitz zurück blicken, davon zunächst 13 Jahre beim Staatlichen Forstamt Monschau und 27 Jahre bei der Gemeinde Simmerath.

Wer die Sowjetische Kriegsgräberstätte Simmerath-Rurberg, zwischen
Kesternich und Rurberg gelegen, bereits einmal besucht hat, wird mit
großer Wahrscheinlichkeit auch Norbert Schmitz begegnet sein. Bereits
seit seiner Einstellung bei der Gemeinde Simmerath im Jahr 1994 ist er
dort für die Pflege verantwortlich. Damals übernahm er diese Tätigkeit von seinem Schwiegervater und das Arbeitsgebiet blieb praktisch „in der Familie“. Dank seines Einsatzes ist die Kriegsgräberstätte und das dortige Gebäude stets in einem hervorragenden Pflegezustand anzutreffen.

Auch beim Bauhof ist Norbert Schmitz mit seinen forstfachlichen Kenntnissen oft gefragt. In einer Feierstunde bedankten sich Bürgermeister Goffart, Bauhofleiter Christoph Nellessen, der stellvertretende Bauamtsleiter Michael Bongard und der Personalratsvorsitzende André Koll bei Norbert Schmitz mit einem
Präsentkorb für die gute Zusammenarbeit.

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Neue Schriftzüge an Rathaus und Bau-Betriebshof in Zülpich

Zülpich – Haupteingang zur Stadtverwaltung ab sofort deutlich erkennbar. Bisherige Kennzeichnung hatte mitunter für Irritationen gesorgt. RATHAUS – seit einigen Tagen prangt dieser Schriftzug groß und deutlich sichtbar über dem Haupteingang des Zülpicher Rathauses.

Damit wird insbesondere ortsunkundigen Besucherinnen und Besuchern die Suche nach dem richtigen Eingang zur Stadtverwaltung deutlich erleichtert. Denn bislang war eine entsprechende Kennzeichnung – wenngleich in deutlich kleinerer Form – lediglich über der in der Regel verschlossenen Pforte zum Rathaus-Altbau zu finden. „Das hat in der Vergangenheit immer mal wieder für Irritationen gesorgt“, berichtet Bürgermeister Ulf Hürtgen. „Diesem Problem wollten wir mit dem neuen Schriftzug abhelfen. Nun ist deutlich erkennbar, wo sich der Haupteingang befindet.“

Auch das Gebäude des städtischen Baubetriebshofes in der Blatzheimer Straße wurde mit einer neuen Beschilderung versehen. Foto: Stadt Zülpich / Torsten Beulen

Auch das Gebäude des Baubetriebshofes der Stadt Zülpich in der Blatzheimer Straße 8 wurde unlängst mit einer neuen Beschilderung versehen. Von beiden Seiten – also sowohl von der Blatzheimer Straße
als auch von der Römerallee aus – ist nun gut zu erkennen, wo die Bediensteten des Baubetriebshofes ihre Basis haben. Von dort starten sie Tag für Tag zu ihren vielfältigen Pflege- und Unterhaltungsmaßnahmen im gesamten Stadtgebiet.