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Großer Trödelmarkt am Tierheim in Mechernich am Sonntag, 4. Juli

Mechernich-Burgfey – Einen großen Trödelmarkt veranstaltet das Tierheim in Mechernich am Sonntag, 4. Juli, von 10 bis 17 Uhr am Katzenhaus Luise. Die Einnahmen und Spenden kommen den Tieren zugute.

Der 1988 gegründete Verein veranstaltet mehrmals jährlich solche Trödelmärkte am 1992 eröffneten Tierheim Burgfey in der Stadt Mechernich. Sie dienen der Finanzierung der aufwändigen Einrichtung. Der von Reiner Bauer geführte Tierschutzverein Mechernich feierte 2018 sein bereits 30jähriges Bestehen, das Tierheim Burgfey wurde 25.

Auch beim Trödelmarkt am 4. Juli herrschen trotz aktuell niedriger Inzidenzzahlen die üblichen Corona-Sicherheitsbestimmungen. Das Tragen von Mund-Nase-Masken ist auf dem ganzen Tierheimgelände verpflichtend, ein Mindestabstand von 1,5 Metern ist einzuhalten.

Außerdem werden die Wege mit getrenntem Ein- und Ausgang gekennzeichnet. Da es aufgrund der aktuellen Situation noch nicht möglich ist, wird es vorerst keine Bewirtung geben.

Kontakt kann man mit dem Vorsitzenden Reiner Bauer (Tel. 0171/ 203 23 52) oder dessen Stellvertreter Wolfgang Bous (0177/ 21 90 914) aufnehmen. Das Tierheim ist unter der Rufnummer (02443/31 236) zu erreichen. Der 348 Mitglieder zählende Tierschutzverein sucht immer Menschen, die ehrenamtlich mit anpacken, zum Beispiel auch beim Auf- und Abbau und Betrieb der Trödelmärkte.

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1000 Mal vorbeigefahren… 1000 und ein Mal

Wachtberg-Niederbachem – Es gibt Künstler, die regelmäßig an den Wachtberger Kulturwochen teilnehmen und inzwischen eine feste Fangemeinde haben. Und es gibt immer wieder auch Neuzugänge mit bisher nicht gekannten Präsentationen. So eine Überraschung bot die im Programm der diesjährigen 14. Wachtberger Kulturwochen als „Lackgeschichten und Gartengeflüster“ angekündigte Veranstaltung.

Wie oft ist man schon an diesem Haus am Ortseingang von Niederbachem vorbeigefahren? Tausend Mal? Hat man dabei auf den großen Garten geachtet? Eher nicht. Das konnte man jetzt nachholen… und fand sich in einem bunten und fröhlichen Ambiente wieder, das bei bestem Sommerwetter zum Verweilen einlud.

Nina Fammels unter ihrer Installation „Gartengeflüster“. Foto: Gemeinde Wachtberg/mm

Lackgeschichten

Tim Fammels zeigte in seiner Kunstwerkstatt, im Hof und im Garten eine Vielfalt seiner Malereien, bunt, gepunktet, als Collage, teils mit derben Bezugsstoffen kombiniert. Mit den einfachen, zuweilen grafischen Mustern erinnern Fammels Werke stellenweise an die Kunst australischer  Aborigines. Das höre er öfters, sagt der junge Künstler, der bis vor kurzem noch eine eigene Galerie in München betrieb, jetzt aber wieder in Wachtberg lebt. Er liebe es, Dinge künstlerisch zu recyceln, wie alte Graffitti-(Lack)Schichten, die er effektvoll in außergewöhnlichen Glasobjekten verarbeitet, zu „Lackgeschichten“ eben. Statt Leinwänden verwendet er alte Regalböden. Selbst altes Werkzeug ist vor seinem künstlerischen Auge nicht sicher, so zu sehen im Garten an knallbunt gestrichenen Gartengeräten – ein farbiger Hingucker im Gras.

Gartengeflüster

Ganz anders farbig überzeugte seine Schwester, Nina Fammels. Deren Garteninstallationen überraschten mit eigenen Poetry-Kreationen. Neben Gedichten, auf einer Leine am Hängemattengestell aufgereiht, verzauberte die Künstlerin die Besucher besonders mit einer Baum-Installation. Stand man erst einmal darunter, um die dort aufgehängten Gold-Äpfel zu bewundern, erklang im gleichen Moment Fammels bewegendes Gedicht ‚Weltchaos‘ – „Gartengeflüster“ für die Seele.

Gast-Künstler*innen

Als Gäste stellten Corinna Riedmiller und Daniel Born Illustrationen und Paul Samrotzki einige seiner Street-Art-Werke aus.

Das nachmittägliche Begleitprogramm trumpfte zudem mit einem Auftritt des Improvisationstheater „Les Bonnmots“ auf.

Den Besucherinnen und Besuchern wird diese Ausstellung, werden die witzigen Installationen und die fröhliche Stimmung der Gastgeber sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben. (mm)

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Woche der Medien-Kompetenz vom 5. bis 11. Juli 2021

Region/Mayen-Koblenz – Das Landesbibliothekszentrum ist erstmals dabei. Onleihe, dilibri & Co.: Digitale Medien nutzen – Tipps und Tricks. Wer sich im Dschungel des „World Wide Web“ zurechtfinden will ohne auf Abwege zu geraten, der braucht gute Wegweiser und Fährtenleser: Mit der 2021 zum zweiten Mal stattfindenden „Woche der Medienkompetenz Rheinland-Pfalz“ (WMK) will das Bildungsministerium gemeinsam mit dem Pädagogischen Landesinstitut und der Medienanstalt Rheinland-Pfalz Abhilfe schaffen und den kompetenten Umgang mit digitalen Medien stärken.

Auch das Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz (LBZ) ist in diesem Jahr zum ersten Mal mit dabei und beteiligt sich mit drei Online-Aktionen an der Initiative vom 5. bis 11. Juli 2021:
Historische Schätze digital: Wer sich für historische Bücher und Dokumente interessiert, erfährt bei der Online-Veranstaltung „Von A(utograph) bis Z(eitung) – historische Bestände digital in dilibri“ wie wertvolle historische landeskundliche Schätze über das Digitalisierungsportal dilibri (www.dilibri.de) online abrufbar und erlebbar sind, die in den Bibliotheken als kulturelles Erbe bewahrt werden. Der Kurs richtet sich sowohl an Forschende als auch an Menschen, die sich für historische Bestände interessieren. Termin: 6. Juli 2021 von 17-18 Uhr

Die Nutzung elektronischer Medien steht im Fokus des Online-Kurses „E-Books, E-Magazines, Hörbücher & Co online ausleihen – rund um die Uhr mit der Onleihe Rheinland-Pfalz“. Hier erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wertvolle Tipps und Hinweise.
Termin: 8. Juli 2021 von 17-18.30 Uhr

Ein Seminar zum Thema Medienbildung für Bibliotheken in Kooperation mit medien+bildung.com rundet das Kursangebot ab (geschlossene Veranstaltung) Neben der Teilnahme an der landesweiten Aktion sieht das LBZ die Stärkung der Medienkompetenz als eine ihrer wichtigsten Aufgaben an. Dazu gibt es zahlreiche Angebote: So zum Beispiel die Leseförderinitiativen wie der „LESESOMMER Rheinland-Pfalz“ (www.lesesommer.de) oder die Maker-Space-Angebote, die in Zusammenarbeit mit den Öffentlichen Bibliotheken initiiert werden: Hier können Kinder beispielsweise lernen, wie man einen Roboter programmiert oder kurze Filme dreht. „Fake News“ erkennen und im Internet kompetent recherchieren – auch das und mehr vermittelt das LBZ unter anderem in seinen Schulungen, die von den Landesbibliotheken angeboten werden.

Die „Woche der Medienkompetenz“ hat das Ziel, die umfangreichen Angebote in den Bereichen Medienkompetenz, Medienpädagogik und Medienbildung in der rheinland-pfälzischen Öffentlichkeit sichtbarer zu machen und wirbt für das Thema. Landesweit finden
zahlreiche Aktionen statt.

Weitere Informationen und Anmeldung zu den Aktionen des LBZ unter: www.lbz.rlp.de Informationen zur Woche der Medienkompetenz allgemein: www.wmk-rlp.de

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Tourismus

Der Weinort Altenahr erzählt Geschichte(n)

Altenahr – Altenahr im Wandel der Zeit, eine weitere Wandtafel „Am Markt“ macht Geschichte lebendig. Wer hinter der Kirche rechts abbiegt und dann der Straße weiter hoch folgt, kommt „auf dem Markt“ an. Seit vergangenem Samstag findet man dort eine Wandtafel, die von der Geschichte dieser kleinen Straße erzählt.

Die Straße „Markt“ in Altenahr wurde erstmals urkundlich erwähnt 1599 mit „Ufm Marck“. Später, im Jahr 1824, nahm sie schon annähernd den heutigen Sprachgebrauch an: „auf´m Markt“. In den Jahren 1920-1940 war der Markt, so wie auf der Wandtafel zu sehen, ein idyllischer Ort, direkt hinter der romanischen Kirche Mariä Verkündigung. Das Leben auf dem Markt war geprägt von der damals noch landwirtschaftlichen Struktur in Altenahr und ein geselliger Ort, der die Anwohner zum Plausch einlud. Man nahm sich einfach einen Stuhl und setzte sich vor die Tür. Auf der Straße spielten die Kinder und nichts konnte diese Ruhe stören. Ein kleines Paradies. Autos fuhren dort damals noch keine, die Häuser standen dichter, es gab eine lebendige Nachbarschaft und dies inmitten von kleinen Grünflächen, hohen Buchenhecken, einem großen Walnuss- und einem ebenso großen Akazienbaum. Dominiert wurde das ganze Bild des Marktes vom mehrstöckigen Pfarrhaus mit seinem großen Garten, nebenan die kleine Apolloniakapelle.

Heute, im Jahre 2021, ist der Markt immer noch ein idyllischer Ort, aber das Bild hat sich geändert. Etliche Häuser stehen nicht mehr, andere haben ihre Besitzer gewechselt. Einzig das Haus der Familie Görres/Hupperich ist seit Mitte der zwanziger Jahre auch weiterhin im Besitz dieser Familie. Es wurde kürzlich renoviert, ganz nach dem Vorbild einer Bauzeichnung aus dem Jahre 1928.

Zur Einweihung der am 19. Juni 2021 angebrachten Wandtafel „Altenahr im Wandel der Zeit“ haben sich der jetzige Besitzer des „Hauses Markt 8“, Stefan Görres, zusammen mit seiner Frau, Karin Luckey, und deren Familie eingefunden, um mit den Nachbarn, Andreas und Petra Paetz, an deren Haus die Wandtafel angebracht wurde, bei einem erfrischenden Umtrunk den schönen Sommertag zu genießen und über die Geschichte der Straße zu fachsimpeln. Das Haus der Familie Paetz „am Markt 2“ ist aus dem Jahre 1699 und das Pfarrhaus gegenüber von 1898. An beiden Gebäuden sind noch die originalen Jahressteine in der Fassade zu bewundern.

Mit von der Partie war Eva Flügge, Vorsitzende des Weinort Altenahr und Leiterin der Touristinformation Altenahr. „In Zusammenarbeit mit Herrn Philippe Mathar und seinem Graphikbüro „Der Belgier“, aber vor allem durch die Initiative der Familie Görres ist eine interessante und anschauliche Tafel entstanden, die eine großartige Bereicherung für Altenahr, für Einheimische wie auch für unsere Gäste ist“ freut sich Eva Flügge.

An weiteren Häusern in Altenahr sind bereits vor einiger Zeit im Rahmen des Altenahrer Burgenfestes „Altenahr – im Wandel der Zeit“, Wandtafeln aus dieser Reihe angebracht worden. Der Weinort Altenahr e.V. plant momentan bereits Schautafeln zum Thema Hochwasser, der Pfarrkirche und dem alten Bahnhofsgebäude. Anhand eines Flyers wird der interessierte Besucher seine eigene kleine historische Tour durch Altenahr erleben können. So bleibt die Geschichte des vielfältigen Weinortes lebendig. Es ist zu wünschen, dass diese Idee noch viele Nachahmer in Altenahr findet, der Weinort Altenahr bietet gerne Unterstützung bei der Umsetzung an.

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Nordrhein-Westfalen setzt STIKO-Empfehlung zu Zweitimpfungen mit mRNA-Impfstoff um

Region/Düsseldorf – Rund 2,4 Millionen Termine für Erstimpfungen in den nordrhein-westfälischen Impfzentren im Juli möglich. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW teilt mit: Die Landesregierung wird den gestrigen Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) konsequent umsetzen und Menschen, die ihre Erstimpfung mit dem Wirkstoff AstraZeneca erhalten haben, eine Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff ermöglichen. Sie folgt damit der gestrigen Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO), sogenanntes heterologes Impfen (Impfen mit zwei Impfstoffen) zu ermöglichen, um so den Impfschutz vor der neuen Delta-Variante des Coronavirus zu erhöhen.

Konkret bedeutet das: Jeder Person, die im Impfzentrum eine Erstimpfung mit dem Impfstoff von AstraZeneca erhalten hat, wird im Impfzentrum eine Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff (derzeit Biontech) angeboten. Personen, die in Impfzentren bereits einen Termin für eine Zweitimpfung mit AstraZeneca haben, müssen nichts unternehmen, der Impfstoff wird automatisch umgestellt. Die gebuchten Termine, insbesondere in den kommenden Tagen, sollen wie geplant wahrgenommen werden.

Wo entsprechend der STIKO-Empfehlung eine Verkürzung des Impfintervalls erforderlich wird, kontaktieren die Impfzentren die betreffenden Personen zum Zweck einer Änderung des Zweitimpftermins automatisch.

Jeder volljährigen impfwilligen Person, die sich im Juli und August 2021 mit dem Impfstoff von AstraZeneca erstmalig impfen lässt, wird zur Vervollständigung der Impfserie in einem Abstand von mindestens vier Wochen eine Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff angeboten.

Wer die Erstimpfung mit AstraZeneca bei niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten erhalten hat, soll dort grundsätzlich auch die Zweitimpfung erhalten. Das MAGS geht davon aus, dass niedergelassene Ärztinnen und Ärzte ebenfalls entsprechend der STIKO-Empfehlung die Zweitimpfungen auf einen mRNA-Impstoff umstellen werden.

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann: “Das Virus stellt uns immer wieder vor neue Herausforderungen. Wir können aber mittlerweile schnell reagieren. Durch heterologe Impfungen können wir den Impfschutz für Menschen, die eine Erstimpfung mit Astra Zeneca erhalten haben, merklich steigern.”

Die Impfkampagne wird hierdurch nicht verlangsamt: Im Juli werden rund 2,4 Millionen Termine für Erstimpfungen in den Impfzentren des Landes Nordrhein-Westfalen möglich sein. Seit vergangenem Samstag (26. Juni 2021) können inzwischen alle Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren in Nordrhein-Westfalen Impftermine in einem der 53 Impfzentren buchen. In den kommenden 14 Tagen sind bereits viele Termine ausgebucht. Das Ministerium erwartet in den kommenden Wochen aber eine deutliche Steigerung der Impfstofflieferungen durch den Bund. Es werden somit fortlaufend neue Termine in den Terminbuchungssystemen der Kassenärztlichen Vereinigungen zur Verfügung gestellt.

Alle Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren, die bislang noch keinen Impftermin erhalten haben, können weiterhin Termine für Impfungen in Impfzentren online über www.116117.de sowie telefonisch über die zentrale Rufnummer 116 117 oder die zusätzliche Rufnummer je Landesteil ( (0800) 116 117 02 für Westfalen-Lippe und (0800) 116 117 01 für das Rheinland) buchen. Das Ministerium weist darüber hinaus darauf hin, dass Kinder im Alter von 12 bis unter 16 Jahren, für die durch die Ständige Impfkommission (STIKO) eine Impfung empfohlen wird (bspw. wg. einer Vorerkrankung), beim niedergelassenen Kinder- oder Hausarzt ein Impfangebot erhalten.

Zudem gilt ab Montag: Eine Umbuchung eines bereits vereinbarten Zweittermins für eine Impfung mit BioNTech oder Moderna, z.B. aufgrund von Urlaub, ist innerhalb des durch die Impfstoffzulassung vorgesehenen Zeitraums möglich. Das Ministerium bittet jedoch darum, von dieser Möglichkeit nur im Ausnahmefall Gebrauch zu machen. Eine Umbuchung kann über die bekannten Rufnummern zur Terminbuchung oder online erfolgen. Zudem wird ab Montag die Buchung für Genesene, die nur einen einzelnen Impftermin benötigen, ermöglicht.

„Seit vergangenen Samstag haben rund 257.000 Personen etwas mehr als 513.000 neue Termine für Erst- und Zweitimpfungen gebucht. Dadurch, dass wir in den nächsten Wochen große Mengen an Impfstofflieferungen seitens des Bundes erwarten, werden in den Impfzentren zudem immer wieder neue Termine freigeschaltet. Ich rate daher jedem, der noch keinen Termin buchen konnte: Überprüfen Sie regelmäßig die Online-Portale nach freien Terminen. Über die Hotline können die Bürgerinnen und Bürger zudem Impftermine in anderen Impfzentren außerhalb ihres Wohnortes vereinbaren. Sollte es im örtlichen Impfzentrum keinen Termin geben, kann problemlos auch ein Termin in einem der anderen 52 Impfzentren gebucht werden“, erklärt Laumann.

„Im Durchschnitt erfolgen in Nordrhein-Westfalen derzeit rund 90.000 Erstimpfungen pro Tag. Mittlerweile sind über 55 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal geimpft worden. Mit Blick auf die sich verbreitende Delta-Variante fällt der Steigerung der Zweitimpfungsquote zudem eine besondere Bedeutung zu. Diese ist in den letzten Wochen deutlich angestiegen: Mittlerweile sind fast 40 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft und damit vor einem schweren Krankheitsverlauf sehr gut geschützt. Jeder, der sich noch nicht um einen Impftermin bemüht hat, sollte dies nun schnellstmöglich nachholen, damit wir die Freiheiten, die wir jetzt haben, nicht wieder verlieren“, ergänzt Minister Laumann. Zur Verbesserung des Schutzes gegen die Delta-Variante des SARS-Cov-2-Virus wird nun auch das Impfintervall für die mRNA-Impfstoffe (BioNTech und Moderna) in den Impfzentren auf 4 Wochen verkürzt.

Das Ministerium stellt den Impfzentren in der 27. und 28. Kalenderwoche zudem mehr als 190.000 Dosen des Impfstoffs Johnson & Johnson zur Verfügung. Dieser wird den Kreisen und kreisfreien Städten ausschließlich für aufsuchende Impfangebote folgender, schwer erreichbarer Gruppen zur Verfügung gestellt:

  • Saisonarbeitskräfte in der Landwirtschaft,
  • Beschäftigte in der Fleischindustrie, bei Paketdiensten, im Öffentlichen Personennahverkehr, im Baugewerbe sowie im Reinigungsgewerbe,
  • 24-Stunden-Pflegekräfte,
  • Sexarbeiterinnen bzw. -arbeiter,
  • Langzeitpatientinnen und -patienten in somatischen und psychiatrischen Krankenhäusern,
  • Bewohnerinnen und Bewohner sozial benachteiligter Stadtteile,
  • weitere Personengruppen mit geringer Erreichbarkeit über die Impfzentren oder ambulanten Arztpraxen.
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Großes Interesse bei Bürger-Versammlung zur Neugestaltung der Einkaufsstraßen und der Brauersgasse in Zülpich

Zülpich – Fast 40 Bürgerinnen und Bürger diskutierten über die Zukunft der Innenstadt. Multifunktionale Nutzungsvariante findet sehr viel Zuspruch. Am Mittwoch fand im Forum die Bürgerwerkstatt zur Neugestaltung und Verkehrsführung der Münster- und Schumacherstraße sowie der Brauersgasse statt, zu der Bürgermeister Ulf Hürtgen eingeladen hatte. Nach einer Einführung in die Thematik durch das begleitende Büro CIMA aus Köln stellte das Büro RaumPlan aus Aachen verschiedene Überlegungen hinsichtlich einer zukünftigen Gestaltung der drei innerstädtischen Verkehrsverbindungen dar. Arne Blase vom Büro AB Stadtverkehr aus Bonn erläuterte in seinem Vortrag die derzeitige verkehrliche Situation in der Zülpicher Kernstadt und stellte verschiedene Möglichkeiten vor, wie die unterschiedlichen Nutzungsansprüche in einer engen Altstadt wie Zülpich miteinander vereint werden können.

Im Anschluss an die Vortragsreihe bot sich den anwesenden Bürgerinnen und Bürgern Gelegenheit zur Diskussion mit den Fachplanern aus den externen Büros und der Verwaltung, die rege genutzt wurde. Dabei wurden beispielsweise die Gestaltung und Verwendung der verschiedenen Materialen, das Einbringen von Bäumen und Pflanzen in die Gestaltung angeregt. Das vorgestellte Grundprinzip der multifunktionalen Nutzungsvarianten fand großen Zuspruch. Dieses Konzept sieht beispielsweise multifunktionale Flächen im Straßenraum vor, die unterschiedlich genutzt werden können. Eine Nutzung für eine Außengastronomie ist dann ebenso denkbar, wie eine begrünte Aufenthaltsfläche oder eine temporäre Ladezone.

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Landessportbund RLP: Weitere Lockerungen für den Sport im Land

Region/Mainz – Die Landesregierung Rheinland-Pfalz hat eine neue Corona-Bekämpfungsverordnung (24. CoBeLVO) erlassen, die am gestrigen Freitag, 02. Juli in Kraft getreten ist, bis 30. Juli läuft – und weitere Lockerungen für den Sport bringt. Insbesondere ist nun sowohl im Außenbereich wie auch im Innenbereich die aktive Sportausübung mit maximal 50 Personen möglich.

Training und Wettkampf im Amateur- und Freizeitsport sind im Freien und auf allen öffentlichen und privaten ungedeckten Sportanlagen – und in allen öffentlichen und privaten gedeckten Sportanlagen – zulässig, wenn die Sportausübung im Rahmen der allgemeinen Kontaktbeschränkung erfolgt oder von mindestens einer verantwortlichen Person angeleitet wird – und zwar in Gruppen von maximal 50 teilnehmenden Personen. Geimpfte und Genesene werden dabei weiterhin nicht mitgezählt. Neu ist, dass angeleitetes Training bzw. ein Wettkampf in einer Mannschaftssportart ab sofort auch in einer höheren Personenzahl möglich ist. Vorausgesetzt, diese Personenzahl ist bei dieser Sportart erforderlich. Beispiel: American Football.

Geändert hat sich auch die Personenbeschränkung im Innenbereich, also etwa in einer Sporthalle. Hier darf nicht mehr nur eine Person pro zehn Quadratmeter, sondern nun eine Person pro fünf Quadratmeter ihrer Sportart nachgehen. Wichtig: Im Innenbereich bleibt die Testpflicht für aktive Sportler*innen weiterhin bestehen. Wobei dies nur für über 14-Jährige gilt – nicht für Geimpfte und Genesene und auch nicht für Trainer*innen und Zuschauer*innen. Zuschauer*innen sind im Innenbereich bis zu 350 Personen zulässig – ohne Testpflicht, aber mit Kontakterfassung. Bei Sport im Außenbereich sind bis zu 500 Zuschauer*innen erlaubt – ohne Testpflicht und auch ohne Kontakterfassung. Unterschieden wird auch nicht mehr zwischen Inzidenzen unter und über 50, da die Sieben-Tage-Inzidenz mittlerweile landesweit stabil bei einem Wert von deutlich unter 10 stagniert.

„Da beim aktiven Sporttreiben ein erhöhter Aerosolausstoß im Vergleich zu ruhigen Besuchen in der Gastronomie oder in Galerien/Museen entsteht, bleibt es zunächst auch bei der Testpflicht für die aktiv Sporttreibenden in der Halle“, erläutert Christof Palm, Hauptgeschäftsführer des Landessportbundes, die Argumentationslinie der Landesregierung auf Nachfrage des organisierten Sports. Laut Palm stellt die Testpflicht „sicherlich für manche Vereine noch eine Hürde für den Sport im Innenbereich dar“. Fakt sei aber auch, dass beim aktiven Sport in geschlossenen Räumen die Ansteckungsgefahr nach Erkenntnissen der Wissenschaft höher ist als im Freien. „Insofern ist es meines Erachtens vertretbar, wenn die Testpflicht im Innenbereich für das aktive Sporttreiben weiterhin bestehen bleibt und hier aktuell noch strengere Maßstäbe angesetzt werden als bei einem Besuch im Museum“, mahnt der LSB-Hauptgeschäftsführer weiter zur Vorsicht. „Wohlgemerkt, die Testpflicht in Sporthallen besteht nicht für Trainer*innen und Zuschauer*innen, sie gewährleistet aber eine größere Sicherheit und bleibt damit auch ein Baustein zur Vermeidung einer möglichen vierten Welle. Tests geben Trainer*innen, aber auch den Trainierenden – insbesondere mit Blick auf die Erhöhung der zulässigen Personenzahl und die stark ansteckende Delta-Variante des Virus – ein Mehr an Sicherheit, nur mit nicht infizierten sowie geimpften und genesenen Teilnehmer*innen Sport zu treiben.“

Weiterhin niedrige Inzidenzzahlen vorausgesetzt, wird sich der Landessportbund im Vorfeld der nächsten CoBeLVO dafür stark machen, dass Sport ab August wieder ohne jegliche Restriktionen möglich sein wird. Die jetzige 24. Verordnung gilt bis zum 30 Juli. Weitere Infos unter https://www.lsb-rlp.de/coronaservice.

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Kreis Düren: Zweit-Impfungen mit Biontech im Angebot

Düren – Das NRW-Gesundheitsministerium hat gestern entschieden, Menschen, die nach einer ersten Impfung mit AstraZeneca auch eine Zweitimpfung mit AstraZeneca gebucht hatten, alternativ eine Zweitimpfung mit Biontech anzubieten. Vorausgegangen ist mit Blick auf die Ausbreitung der Delta-Variante eine entsprechende Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) in Berlin.

Damit wird auch im Kreis Düren so verfahren. Allen Personen, die an diesem Wochenende einen Termin für eine Zweit-Impfung mit AstraZeneca haben, wird alternativ Biontech angeboten. Dafür steht ausreichend Impfstoff zur Verfügung. Wer möchte, kann als Zweitimpfung auch weiter AstraZeneca erhalten.

Für die nächste Woche hat das Gesundheitsministerium zusätzliche Biontech-Dosen angekündigt, die dann für Zweit-Impfungen eingesetzt werden.

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Fünf Anwärterinnen treten ihren Dienst bei der SGD Nord an

Region/Mayen-Koblenz – Fünf junge Frauen traten am gestrigen 1. Juli ihren Dienst bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord an: Sie sind Anwärterinnen für den Zugang zum dritten Einstiegsamt im Verwaltungsdienst und absolvieren nun ihr Bachelorstudium der Studienfachrichtungen „Verwaltung“ sowie „Verwaltungsinformatik“ bei der SGD Nord. „Auf die Ausbildung junger Menschen legen wir besonderen Wert. Denn sie sollen mit dafür sorgen, dass die vielen wichtigen Funktionen, die unsere Behörde heute ausfüllt, auch in Zukunft so kompetent und rechtssicher wie gewohnt ausgefüllt werden können“, erklärte SGD-Nord-Präsident Wolfgang Treis, der die neuen Mitarbeiterinnen begrüßte.

Das duale Bachelorstudium umfasst fachtheoretische Studien an der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Mayen sowie berufspraktische Studienphasen mit dem Schwerpunkt bei der SGD Nord. Präsident Treis wünschte den neuen Anwärterinnen alles Gute.

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Info-Film zu Glücksspielsucht profitiert von Förderung

Region/Hetzerath – Der rheinland-pfälzische Landesverband der Selbsthilfe-Organisation spielfrei24 mit Sitz in Hetzerath (Landkreis Bernkastel-Wittlich) hat eine Förderung in Höhe von 4.350 Euro von der BARMER erhalten. Bei spielfrei24 haben sich Menschen zusammengeschlossen, die an Glückspielsucht erkrankt sind, um einander zu unterstützen. Mit dem Geld wird ein rund fünfminütiger Info-Film für den youtube-Kanal der Selbsthilfe-Organisation finanziert zum Thema Glückspielsucht.

„Engagement von Selbsthilfe-Einrichtungen ist beeindruckend“

Dunja Kleis, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Rheinland-Pfalz und im Saarland, sagt: „Das wertvolle Engagement von Selbsthilfe-Einrichtungen für meist schwer erkrankte Menschen ist zutiefst beeindruckend. Als gesetzliche Krankenkasse fördern wir diese wichtige, oft ehrenamtliche Arbeit aus voller Überzeugung.“ Das Filmprojekt von spielfrei24 sei ein vorbildliches Beispiel für das unverzichtbare Engagement von Menschen in Selbsthilfeprojekten.

Info-Film richtet sich an Betroffene, Angehörige und viele mehr

Der Vorstandsvorsitzende des Landesverbands Rheinland-Pfalz von spielfrei24, Thomas Patzelt, ergänzt: „Unser Info-Film soll zum Thema Glückspielsucht aufklären, informieren und sensibilisieren. Er richtet sich an Betroffene, Angehörige, Schulen, die Justiz und viele mehr.“ Der Film erkläre die Ursachen von sowie die Therapiemöglichkeiten für Glückspielsucht und weise auf Hilfs- und Beratungsmöglichkeiten hin.“ Der Verein spielfrei24 biete Betroffenen und Angehörigen fachliche Beratung und Therapie sowie eine kostenlose Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Glücksspielsucht sei seit dem Jahr 2001 eine anerkannte Krankheit.