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Erstes großes Museum in Deutschland mit regionalem Holz beheizt

Region/Trier – Neue Pellet-Heizung im Museum am Dom. „Jetzt ist die Zeit, jetzt ist die Stunde zu handeln.” Mit diesem Vers hat der Trierer Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg die Notwendigkeit verdeutlicht, den Schutz der Schöpfung nicht nur mit schönen Worten, sondern mit konkreten Maßnahmen anzugehen. Anlass war die Inbetriebnahme der neuen Pellet-Heizung im Museum am Dom in Trier.

Das Museum am Dom. Foto: Helmut Krames

Es ist das erste große Museum in Deutschland, das mit regionalem Holz beheizt wird. „Es ist eine Investition in die Zukunft – nicht nur für uns, sondern auch für zukünftige Generationen”, betonte von Plettenberg. „Es mag auf den ersten Blick ein kleiner Schritt sein, aber es ist nicht der einzige, den wir gehen werden.” Von Plettenberg verwies dabei auch auf die Bistumsschulen, die mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet würden.

Die alte Gas-Heizung des Museums war rund 35 Jahre alt und stand zur Modernisierung an. Sie emittierte pro Jahr rund 90 Tonnen CO2. Die alte Heizung wird jetzt ersetzt durch zwei Pellet-Kessel mit einer Leistung von 100 KW sowie, zur Redundanz, mit einer Gasbrennwerttherme mit ebenfalls 100 KW. Mit dem neuen Heizsystem werden jährlich 77 Tonnen CO2 eingespart. Das entspricht 20 Einfamilienhäusern mit Erdgas-Heizungen. Die Pellets, kleine stiftförmig gepresste Holzabfälle, bezieht das Museum von der Firma MOSELPELLETS aus Morbach im Hunsrück. Die Verbrennung von Holz anstelle von Öl oder Gas schont das Klima, denn bei der Verbrennung von Holz wird nur die Menge an CO2 frei, die das Holz im Laufe seines Lebens gebunden hat. Ausgangspunkt für die neue Heizung war ein Energiekonzept, das 2018 und 2019 auf Initiative des Bistums von der Firma e+e Consult aus Trier erstellt wurde.

Das Museum verfügt über eine zu beheizende Fläche von 4.170 Quadratmetern und einem umbauten Raum von 24.500 Kubikmetern. Der riesige Ausstellungsbereich ist mit einer konstanten Temperatur von 22 Grad und einer Luftfeuchtigkeit mit 50 Prozent relativer Feuchtigkeit zu beheizen oder zu klimatisieren. „Sind etwa Holzskulpturen über einen längeren Zeitraum zu hoher Luftfeuchtigkeit ausgesetzt, nimmt das Holz die Feuchtigkeit auf, quillt auf, so dass als Folge die farbige Fassung der Skulptur abgesprengt wird, weil sie die Ausdehnung des Holzes nicht mitmachen kann“, erklärte der Direktor des Museums, Markus Groß-Morgen. Eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit bewirke ein Schrumpfen und im Endeffekt ebenfalls Schäden an der Farbfassung. „Das Museum sieht sich den klimapolitischen Zielen des Bistums Trier verpflichtet und war daher gerne bereit, eine Heizungslösung mitzutragen, die eine Reduktion des CO2-Ausstoßes und eine Reduktion des Verfeuerns fossiler Brennstoffe zum Ziel hat.“

2019 begannen auf der Grundlage des Energiekonzepts die Planungen für die Erneuerung der Heizung. „Wir bevorzugen eigentlich Lösungen in der Konstruktion von Bauten und erst dann technische Lösungen“, führte Walther Hauth aus. Er ist der verantwortliche Architekt des Bistums. Das Museum stehe aber unter Denkmalschutz, so dass eine Fassaden-Dämmung oder eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach ausgeschlossen seien. Der jetzt eingeschlagene Weg sei so der bestmögliche.

Baubeginn war im Herbst 2020. Im Frühjahr 2021 wurde der riesige, 42 Quadratmeter fassende Pellet-Tank installiert, die Inbetriebnahme erfolgte im Sommer 2021. Insgesamt kostet die Baumaßnahme rund 530.000 Euro, die zur Hälfte gefördert werden durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie das Umweltministerium Rheinland-Pfalz (Förderprogramm „Zukunftsfähige Energieinfrastruktur” – ZEIS).

Begleitet worden war die Heizungs-Sanierung von Helmut Krames, Geschäftsführer des Ingenieurbüros e+e Consult, der schon zuvor das Energiekonzept für das Museum erstellt hatte. Er wies darauf hin, dass im Nachgang zum Energiekonzept verschiedene Änderungen im Museum vorgenommen worden sein. „Die neuen Brenner arbeiten zusammen mit neuen Pumpen und in einer engeren Abstimmung mit dem Lüftungssystem und es kann jetzt Raum für Raum gesteuert werden.“ Zudem ermögliche die Digitalisierung der Heizungsanlage eine bessere Auswertung ihrer Wirkungsweise.

„Wir werden nach diesem Projekt nicht stehen bleiben, sondern konsequent an den Stellen den Klimaschutz vorantreiben, die in unserer Verfügbarkeit stehen”, betonte Charlotte Kleinwächter, Klimaschutzmanagerin des Bistums. Dazu gehörten die Photovoltaik-Anlagen auf den Schulen des Bistums, die anstehende nachhaltige Sanierung des Klosters Himmerod, aber auch ein Energiekonzept für das Bischöfliche Generalvikariat in Trier. „Der nachhaltige Umgang mit der Schöpfung ist ein wichtiges Anliegen des Bistums Trier”, betonte Kleinwächter. Das Museum könne dabei als Vorbild dienen. „Wenn wir Erwartungen an die Kirchengemeinden formulieren, dann ist das jetzt ein Beispiel, bei dem das Bistum selbst vorangeht.“

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Ideen für Aachens Mobilität der Zukunft? – Projekt-Workshop für Bürger*innen im OecherLab am Mittwoch, 7. Juli

Aachen – Wenn aus Ideen strukturierte Konzepte werden, nennt man das auch „Butter bei de Fische“: Mit seinem gleichnamigen Workshop lädt das OecherLab am Mittwoch, 7. Juli, von 18 bis 20 Uhr alle Aachener*innen ein, die Interesse daran haben, die Stadt von morgen mitzugestalten und eigene kleine und große Projekte auf die Beine zu stellen. Als Teil der Workshopreihe #mitmaachen wird im Rahmen der digitalen Veranstaltung bestmöglich zu Denkanstößen verholfen und werden methodische Tipps zur Konzeptausgestaltung für eigene Ideen erarbeitet.

Dieses Mal dreht sich dabei alles rund um die Mobilität, unter anderem erste Ideen eines Hoch- und Seilbahnkonzeptes für die Aachener Innenstadt oder alternative Lösungen für Fahrradwege und -infrastruktur. Eventuell können hier direkt Mitstreiter*innen zur Umsetzung gefunden werden. Und wie geht es danach weiter? In monatlich stattfindenden digitalen Stammtischen bietet das OecherLab Raum für die weitere Ausgestaltung der eigenen Ideen.

Die Veranstaltung findet im OecherLab, Kapuzinergraben 19, statt. Eine Anmeldung sowie der Nachweis eines aktuellen, negativen Coronatests oder der Nachweis über die vollständige Impfung ist daher erforderlich. Vorkenntnisse sind für den Workshop nicht erforderlich. Die Plätze sind jedoch begrenzt. Eine Anmeldung ist im Internet über www.oecherlab.de möglich.

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Wirtschaft

GRÜNDERPREIS NRW 2021 startet in die Bewerbungsphase

Region/Düsseldorf – Innovative Gründerinnen und Gründer aus Nordrhein-Westfalen haben die Chance auf 60.000 Euro Preisgeld. Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie teilt mit: Bereits zum zehnten Mal vergeben das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie und die NRW.BANK den GRÜNDERPREIS NRW und stellen mit der Auszeichnung auch in diesem Jahr die innovative Gründerszene des Landes in den Mittelpunkt. Ab sofort können sich erfolgreiche Unternehmensgründerinnen und -gründer für den GRÜNDERPREIS NRW 2021 bewerben und insgesamt 60.000 Euro Preisgeld gewinnen. Die Bewerbung erfolgt in diesem Jahr zum ersten Mal rein digital.

 Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andres Pinkwart: „Gründerinnen und Gründer benötigen neben unternehmerischer Kreativität viel Mut – ganz besonders in dieser herausfordernden Zeit. Die Entschlossenheit und das Durchhaltevermögen, an die Innovationskraft der eigenen Ideen zu glauben, möchten wir mit der zehnten Ausgabe des Gründerpreises anerkennen und belohnen. Dabei ist es mir ein besonderes Anliegen, dass die vielen tollen Gründerinnen in Nordrhein-Westfalen noch mehr den Mut finden, sich zu bewerben. Sie profitieren insbesondere von den starken Netzwerken, die der GRÜNDERPREIS bietet.“

Eckhard Forst, Vorstandsvorsitzender der NRW.BANK: „Vielversprechende Gründungskonzepte mit zukunftsweisenden Ideen sind eine tragende Säule für unser Land. Eine unserer Kernaufgaben als Förderbank für Nordrhein-Westfalen ist es, solche Gründungen nachhaltig zu unterstützen. Diesem Prinzip folgen wir mit den Auszeichnungen: Wir fördern, was NRW bewegt.“

Ungeachtet ihrer Branchenzugehörigkeit haben alle Unternehmen, die zwischen 2016 und 2019 in Nordrhein-Westfalen gegründet wurden, die Möglichkeit zur Teilnahme am diesjährigen GRÜNDERPREIS NRW. Vom klassischen Handwerks- oder Industriebetrieb über das Restaurant mit neuartigem Gastronomiekonzept bis hin zum hochdigitalisierten Technologie-Start-up: Jede Gründung hat Chancen auf den Sieg.

Eine Fachjury unter Vorsitz von Prof. Dr. Christine Volkmann, Inhaberin des Lehrstuhls für Unternehmensgründung und Wirtschaftsentwicklung an der Bergischen Universität Wuppertal, trifft die Entscheidung über die zehn Nominierten, aus denen am Ende die drei Sieger hervorgehen. Die Bewertungskriterien sind vielfältig: Neben dem wirtschaftlichen Erfolg fließen Aspekte wie die Kreativität der Geschäftsidee, das gesellschaftliche Engagement, Umweltschutz und Nachhaltigkeit sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in die Entscheidungsfindung ein.

Prof. Dr. Volkmann: „Qualitativ verzeichnen wir bei den Bewerbungen schon seit Jahren ein wirklich hohes Niveau. Bedauerlicherweise waren bislang die Gründungen von Frauen deutlich unterrepräsentiert. Ich möchte alle jungen Unternehmerinnen in Nordrhein-Westfalen dazu aufrufen, uns ihre innovativen Ideen vorzustellen. Gleichzeitig gibt es viele Beispiele von guten Unternehmensnachfolgen in Nordrhein-Westfalen. Über diese Bewerbungen freuen wir uns immer ganz besonders, denn sie beweisen die Nachhaltigkeit von Unternehmertum in unserem Land.“

Über den Wettbewerb

Der GRÜNDERPREIS NRW zählt zu den bundesweit höchst dotierten Wettbewerben seiner Art. Das Preisgeld wird von der NRW.BANK gestiftet (1. Platz: 30.000 Euro, 2. Platz: 20.000 Euro, 3. Platz: 10.000 Euro).

Seit 2012 werden mit dem Preis die erfolgreichsten und kreativsten Gründungen aus Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Preisträger des Vorjahres waren die oculavis GmbH aus Aachen, die WMD Service GmbH aus Dortmund und die Grubenhelden GmbH aus Gladbeck.  

Die diesjährige Preisverleihung findet am 29. November 2021 in Düsseldorf statt. Weitere Informationen zum Wettbewerb und die elektronischen Teilnahmeunterlagen finden Sie im Internet unter www.gründerpreis.nrw.

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Aachens OBin Sibylle Keupen überreicht das Bundes-Verdienstkreuz an Professor Fritz Rohde

Aachen – Professor Dr. Fritz Georg Rohde hat am vergangenen  Freitag, 2. Juli von Oberbürgermeisterin Sybille Keupen im Aachener Rathaus das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten. Rohde wurde aufgrund seines langjährigen Engagements im kulturellen Bereich und für sein eindrucksvolles Lebenswerk ausgezeichnet.

Nach der Ehrung im Weißen Saal des Rathauses äußerte sich Sibylle Keupen zum 85-Jährigen: „Keine andere Person des öffentlichen Lebens hätte besser zu meiner ersten Übergabe gepasst. Sein Einsatz als Künstler geht weit über seine eigenen Werke hinaus. Seine Vielzahl an Engagements und Initiativen gehen über die Grenzen der StädteRegion und haben die Kunstszene gestärkt und geprägt.“

Als Maler und Bildhauer tätig
Fritz Georg Rohde studierte von 1955 bis 1958 im Rahmen eines Parallelstudiums Malerei und Skulptur an der Werkkunstschule in Braunschweig. Daneben absolvierte er das Studium der Architektur und des Bauingenieurwesens an der Technischen Universität Braunschweig. Bevor er 1973 an die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH) berufen wurde, beteiligte er sich an verschiedenen Projekten der Entwicklungshilfe auf der ganzen Welt, in denen er später als Hochschulgutachter weiterhin aktiv blieb. Neben seiner Lehrtätigkeit des Faches Wasser-Energie-Wirtschaft an der RWTH nahm er zwischen 1973 und 2001 bei internationalen Konferenzen der UNO bzw. UNESCO zum Thema Energieversorgung teil. So war er als Förderer von Auslandskontakten der RWTH aktiv.

Bereits vor seiner Emeritierung im Jahr 2000 nahm er seine künstlerischen Tätigkeiten als Maler und Bildhauer wieder auf. 1997 präsentierte er seine erste Einzelausstellung „Skulpturen + Malerei“. Nach seiner Emeritierung verschrieb er sich voll und ganz der Kunst, sowohl als Schaffender aber vor allem als Förderer.

Von 2003 bis 2010 war er ehrenamtlich Vorsitzender im „Bundesverband Bildender Künstler Aachen/Euregio e.V.“ (BBK Aachen), der die Interessen der Künstlerinnen und Künstler gegenüber dem Bund vertritt. Sieben Jahre lang nahm er mit viel Engagement und Verantwortung die Aufgaben des Verbands wahr. „Sein Sachverstand und sein zielorientiertes Handeln waren in diesen Jahren Basis einer erfolgreichen Verbandsführung. So hat er wesentlich zur regionalen und überregionalen Vernetzung der Künstlerschaft beigetragen“, heißt es in der offiziellen Begründung für die Auszeichnung. Rohde habe es geschafft, Räume ausfindig zu machen und diese für Kunst und Kultur zu erobern.

Auslobung von neuen Kunstpreisen
Seit 2007 ist er ehrenamtlich Vorsitzender im „Forum für Kunst und Kultur Herzogenrath in der Euregio e.V.“ Der Verein mit 120 Mitgliedern hat sich die Förderung, Erforschung und öffentliche Präsentation von Kunst und Kultur zur Aufgabe gemacht. Regionale und überregionale Kunst des 20. Und 21. Jahrhunderts stehen dabei im Vordergrund. Unter der Trägerschaft des Vereins hat sich 2007 das Kunsthaus „EURODE BAHNHOF“ in Herzogenrath entwickelt, dessen Leiter Rohde ist. Hier hat er inzwischen mehr als 100 Ausstellungen kuratiert. Auf diese Weise unterstützte er die Tätigkeit vieler aktiver Künstler und Künstlerinnen und macht sie einer großen Öffentlichkeit bekannt. Das Kulturhaus hat sich zu seinem wichtigen regionalen Kulturzentrum als Plattform für Kunst und Künstler aus der Euregio entwickelt. Viel Beachtung fand insbesondere die Auslobung von neuen Kunstpreisen, wie z.B. der für Belgien, die Niederlande und Nordrhein-Westfalen international ausgeschriebene EURODE Kunstpreis.

2010 war Rohde Initiator des Fördervereins „Kulturwerk des BBK Aachen e.V.“ und 2011 Gründungsmitglied des Vereins. Der Verein dient der kulturellen Bildung durch Stärkung des öffentlichen Verständnisses für aktuelle Kunst und Förderung von Künstlern auf dem Gebiet der bildenden Kunst. Seit 2014 fungiert er auf Bitten des Vereins hin trotz seines hohen Alters als Beiratsmitglied.

Während seiner Tätigkeit in den Kunstvereinen baute Fritz Georg Rohde diese mit einem hervorragenden Ruf auf und macht sie auch so für namenhafte Künstlerinnen und Künstler attraktiv, die er in die Region zieht. „Bei all seinen Aktivitäten rückt sich Rohde nie in den Vordergrund, ist ohne jede Eitelkeit, in seinem Wirken uneigennützig und am Allgemeinwohl orientiert“, heißt es über den frisch gekürten Bundesverdienstkreuz-Träger.

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Kreuzimpfungen mit AstraZeneca und BioNTech – Begonnene Impfserien werden mit mRNA-Impfstoff fortgesetzt

Ahrweiler – Bereits begonnene Impfserien mit AstraZeneca werden in den rheinland-pfälzischen Impfzentren und damit auch im Landesimpfzentrum in Grafschaft-Gelsdorf seit diesem Montag, 5. Juli 2021, grundsätzlich mit einem mRNA-Impfstoff beendet. Hierfür stehen derzeit die Vakzine von BioNTech/Pfizer oder Moderna zur Verfügung. Darüber hinaus erfolgt die Zweitimpfung in einer verkürzten Frist von mindestens vier Wochen.

Mit diesem Vorgehen schließt sich Rheinland-Pfalz dem bundesweiten Vorgehen auf Basis einer Sondersitzung der Gesundheitsministerkonferenz vom 2. Juli an. Grundlage ist eine Mitteilung der Ständigen Impfkommission (STIKO), die diese sogenannten heterologen Impfungen aufgrund der höheren Wirksamkeit sowie der Möglichkeit, die Zweitimpfung zu einem früheren Zeitpunkt durchführen zu können, empfiehlt.

Für den Betrieb des Landesimpfzentrums in Grafschaft-Gelsdorf bedeutet dies, dass seit dieser Woche allen Personen bei einer vorgesehenen Zweitimpfung mit AstraZeneca der mRNA-Impfstoff von BioNTech/Pfizer angeboten wird. Es besteht aber weiterhin die Möglichkeit, bei der Zweitimpfung zwischen AstraZeneca oder dem mRNA-Impfstoff zu wählen. Alle Termine für Zweitimpfungen bleiben darüber hinaus bestehen, Verschiebungen oder Verkürzungen des Impfabstandes erfolgen nach Vorgabe des Landes nicht.

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Präsident Horper zum Abschlussbericht der Zukunfts-Kommission Landwirtschaft

Region/Mayen-Koblenz/Berlin – Den Abschlussbericht der „Zukunftskommission Landwirtschaft“, der heute an Bundeskanzlerin Angela Merkel übergeben wurde, bewertet Präsident Michael Horper vom Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau in Koblenz als große Chance und als wichtiges Zeichen für ein unverzichtbares Miteinander von Ökonomie und Ökologie, von Erzeugern und Verbrauchern sowie von Landwirtschafts- und Umweltverbänden. „Die Zeiten der ideologischen Auseinandersetzungen müssen der Vergangenheit angehören. Gesellschaftliche Wünsche und ökologische Leistungen können nur erbracht werden, wenn diese dauerhaft betriebswirtschaftlich tragfähig sind. Dies ist eine unabdingbare Voraussetzung für mehr Nachhaltigkeit in der Zukunft. Landwirte, Verarbeiter, Handel, Verbraucher und Steuerzahler müssen hier gemeinsam an einem Strick ziehen – und zwar in die richtige Richtung.“

Präsident Horper hatte zwar selbst nicht viel von der Zukunftskommission erwartet, begrüßte aber jetzt das klare Bekenntnis zum Landwirtschaftsstandort Deutschland und zu deren Kernaufgabe, die Versorgungs- und Ernährungssicherheit zu gewährleisten. Damit verbunden sei die gemeinsame Gestaltung eines nachhaltigen Transformationsprozesses, wobei ein solcher Wandel auch nichts grundsätzlich Neues sei. Denn Wandel habe es immer gegeben – teils in dramatischem Ausmaß (so haben z.B. in den letzten 30 Jahren mehr als 90 % der Milchviehhalter aufgegeben) und teils mit sehr negativen Auswirkungen für die Betriebe im Einzelnen und den ländlichen Raum im Allgemeinen. Nachhaltigkeit dürfe es nicht nur für die Umwelt und beim Tierschutz geben. Nachhaltigkeit sei auch für die in der Landwirtschaft arbeitenden Menschen unverzichtbar.

„Wir brauchen und wollen eine wirtschaftlich gesunde Landwirtschaft, die sich dem europäischen, internationalen Wettbewerb insbesondere auf den heimischen Märkten stellen kann, die in Kooperation mit Staat und Gesellschaft Umweltschutzmaßnahmen und Verbesserungen beim Tierwohl umsetzt, die eine moderne und zielorientierte Pflanzenzüchtung betreibt und nicht mit ordnungsrechtlichen Vorgaben gegängelt wird.“

„Wir müssen aktiv und offensiv nach vorne gehen und bauen dabei auf die im Rahmen der Zukunftskommission Landwirtschaft von allen Beteiligten gegebenen Zusagen. Ich hoffe sehr, dass die „ideologischen Verbotspolitiker“ nicht in ihre altbekannten Lagerkämpfe zurückfallen. Dies wäre ein Rückschritt und für die Bauern, die sich in den letzten eineinhalb Jahren für mehr Wertschöpfung, Wertschätzung sowie gesellschaftliche Anerkennung eingesetzt und demonstriert haben ein nachhaltiger Schlag ins Gesicht.“

Abschließend forderte Präsident Horper alle Beteiligten auf, die Chancen des Wandels für alle zu eröffnen und insbesondere für die bäuerlichen Familienbetriebe erfolgreich zu nutzen.

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RLP Innenminister Lewentz: Rückkehr der Zuschauer in Stadien sehr zu begrüßen

Region/Mainz – Innen- und Sportminister Roger Lewentz begrüßt als Vorsitzender der Sportministerkonferenz sehr, dass sich die Chefinnen und Chefs der Staats- und Senatskanzleien auf die teilweise Rückkehr der Zuschauer in die Stadien geeinigt haben. Mit Beginn der Saison 2021/2022 sollen in den Stadien bis zu maximal 50 Prozent und 25.000 Personen zugelassen werden können. Die letzte Entscheidung liegt bei den zuständigen Behörden vor Ort.

„Die aktuell deutschlandweit niedrige Inzidenz und die Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr erlauben die von vielen Fußballfans sehnsüchtig erwarteten Lockerungen. Die immer stärkere Rückkehr zur Normalität und die Rückkehr der Zuschauer in die Stadien greifen ineinander. Die Kombination aus voranschreitendem Impfen und häufigem Testen ermöglicht im Sommer 2021 mehr Lockerungen als im Vorjahr“, so Lewentz. Hygienekonzepte seien natürlich notwendig, aber inzwischen gut erprobt.

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Olympisches Niveau beim Ferienspaß

Mechernich – Klaus Kremer kann zielen und schießen. Er ist der Vater einer speziellen Biathlon-Lasertechnologie, die weltweit und sogar bei den Olympischen Spielen zum Einsatz kommen. Seit 25 Jahren wohnt er in Kommern-Süd und bringt sein Know-how in diesem Jahr beim Angebot der St.-Sebastianus-Schützen im Mechernicher Ferienspaß ein. Biathlon- und Bogenschießen werden auf dem Kommerner Schützenplatz für Klein und Groß kostenlos angeboten. Auch Neueinsteiger sind willkommen. Biathlon und Bogenschießen stehen jeweils freitags, 23. und 30. Juli, auf dem Programm.

Biathlon mit Lasertechnik

Das Kommerner Angebot „Biathlon-Wettkampf“ ist eine Premiere unter Aufsicht und mit Tipps des „alten Hasen“ in der innovativen Laser-Technologie. Dies sei insbesondere für Kinder und Jugendliche interessant, so die Schützenbruderschaft. Um 14 Uhr geht es auf dem Schützenplatz los.

Klaus Kremer, der mit seiner bahnbrechenden Laserschusstechnologie bereits mehrfach bei den olympischen Spielen mitgewirkt und seine innovative Technologie für die Biathlon-Wettbewerbe zur Verfügung gestellt hat, berichtet: „Das System arbeitet mit Laserklasse eins, ist also für das Auge gänzlich ungefährlich. Dabei geht es uns in erster Linie um die Förderung von Konzentration und Koordination des Körpers. Das kann im Sinne des Biathlons für die Teilnehmer durchaus auch Sport werden, das liegt in dessen Ermessen und Ehrgeiz.“

Bogenschießen

Wie geht das mit dem Zielen? Was hat es mit der Schießtechnik auf sich? Das und mehr wird den Teilnehmern beim Ferienangebot mit Pfeil, Bogen und Zielscheibe nähergebracht.

„Mittlerweile leiden leider viele Schützenvereine unter Nachwuchssorgen“, so Hans-Diethard Eichinger-Heß, Präsident der Schützenbruderschaft Kommerns. Für die Zukunft hofft man nun in Kommern, mit den Angeboten zum „Biathlon“ und dem klassischen Bogensport wieder mehr Kinder, Jugendliche und Erwachsene ansprechen können. Auf lange Sicht ist geplant, wenn weitere Ausbaumaßnahmen auf dem Gelände abgeschlossen sind, die Angebotspalette auszubauen.

Kremer hat viel vor

Kremer, der den Schützenverein mit seiner Forschung und Technologie wesentlich unterstützen will, ist bereits seit seinem 14. Lebensjahr ein begeisterter Sportschütze und konnte auch bereits auf Landesniveau glänzen. Seit 2019 hat sich der Erfinder und Unternehmer aus dem internationalen Sport und Olympia aus diversen Gründen zurückgezogen, wo er als Entwickler und Produzent seit 1992 an fünf Olympischen Spielen teilgenommen hat.

2012 produzierte Kremer bei den Olympischen Spielen in London das IQ-Laser-Schieß-System für den Modernen Fünfkampf. 2016 wurde in Rio mit seinem System um die Goldmedaille gekämpft. Sein IQ-Laser-Biathlon-System – vor allem in TV-Show und Event-Einsatz.

Der Experte hat noch viel vor und könnte sich auch eine langfristige Zusammenarbeit mit den Schützen vorstellen und bringt auch die Idee ein, gerne den Mühlenpark für derartige sportliche Aktionen zu nutzen.

Die von der Schützenbruderschaft Veranstaltungen werden Corona-konform durchgeführt, es gelten Abstands- und Hygieneregeln. Die Geräte werden nach jedem Durchgang desinfiziert und eine vorherige Anmeldung ist für beide Teilnahmen erforderlich.

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Mayen blüht auf! – Musikalisches Highlight mit der Kölschband „Spontan“ am Samstag, 10. Juli

Mayen – Die Stadt Mayen veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Firma Dimepro die musikalische Veranstaltungsreihe „Mayen blüht auf“ auf dem Mayener Marktplatz am Oktogon. Am Samstag, 10. Juli, wird die Kölschband „Spontan“, auf dem Oktogon auftreten. Die Darbietung beginnt jeweils um 11 Uhr, 12 Uhr und 13 Uhr.

Als nach langen Suchen endlich ein freier Termin gefunden war, stand auch in diesem Jahr für einen erneuten Auftritt der über die Region hinaus bekannten Kölschband „Spontan“ nichts mehr im Wege. Die Kölschband Spontan aus Kobern-Gondorf freut sich, wie viele andere Gruppen und Solokünstler auch, nach der für alle Musikfreunde so kulturarmen Zeit wieder mit Liveauftritten unterwegs zu sein. Ihr erster Auftritt führt die 5 Musiker wieder nach Mayen, Bereits im letzten Jahr kam die Band auf dem Mayener Marktplatz gut an.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Mayen blüht auf“, spielen sie die Lieder vieler Kölscher Topbands am 10.7. 2021 ab 11.00 Uhr vom Oktogon des Mayener Marktplatzes aus. Freuen Sie sich auf Kölsche Klassiker und aktuelle Hits und sichern Sie sich einen Platz in einem der angrenzenden Gastronomiebetriebe!

Die Band „Spontan“ kommen aus Kobern-Gondorf an der Mosel und covern mit Herzblut und auf hohem musikalischem Niveau die brand-aktuellen Hits und „Klassiker” der bekanntesten Gruppen der Kölschen Musikszene, aber auch deren gute Songs, die heute nicht mehr so oft zu hören sind.

Den unverwechselbaren Spontan-Stil prägen der Lead-Sänger, der mehrstimmige Gesang und das facettenreiche Zusammenspiel aller fünf Musiker.

Spontan ist in „klassischer” Besetzung unterwegs; mit Akkordeon („Quetsch”), akustischer Gitarre, E-Gitarre, Keyboard, Bass und Schlagzeug.

Als eine der Top-Kölschbands überzeugten sie bereits als Support vor den Bläck Fööss, den Räubern und den Höhnern auf der Festung Ehrenbreitstein. Ebenso schaffen sie es regelmäßig im Café Hahn oder dem Gaffel am Dom-Brauhaus in Köln vor ausverkauften Haus zu spielen.

100 % live! – 100% Spontan

Der Termin am 10. Juli ist einer von vier Veranstaltungssamstagen, die durch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft am Mittelrhein mbH im Rahmen der Re-Opening Marketinginitiative unterstützt werden.

Bis einschließlich 21. August wird – mit Ausnahme vom 7. August – an jedem Samstag ein musikalisches Programm auf dem Mayener Marktplatz geboten.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Es wird darum gebeten den Vorort ausgeschilderten Hygienemaßnahmen folge zu leisten.

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Kfd Wittlich spendet für besonderes Malteser Projekt

Wittlich – Über eine Spende in Höhe von 1.000 Euro können sich die Malteser in der Region Wittlich/Trier freuen. Diese hat die katholische Frauengemeinschaft Deutschland (kfd), Ortsverband Wittlich, für den „Malteser Herzenswunsch-Krankenwagen“ übergeben. „Der Beitrag ist das Ergebnis von Spenden und Erlösen aller Mitglieder des kfd. Eine solche Spende wäre ohne die Verbundenheit innerhalb der Frauengemeinschaft nicht möglich gewesen“, so die Vorsitzende Maria Spanier. Anlässlich der Johannesfeier in der St. Markus Kirche in Wittlich wurde der Herzenswunsch-Krankenwagen von Domvikar Matthias Struth gesegnet.

Der Malteser Herzenswunsch-Krankenwagen erfüllt unheilbar kranken Menschen einen letzten Wunsch. Noch einmal ans Meer reisen oder bei einer Familienfeier dabei sein, mit dem Partner ein Konzert besuchen oder zum letzten Mal den geliebten Garten sehen. Die Wünsche von unheilbar kranken Menschen – jungen wie älteren – sind sehr individuell. Die Erfüllung dieser Herzensangelegenheiten bedeutet für sie, noch einmal für ein paar Stunden herauszukommen, etwas persönlich Wichtiges zu erleben oder zu Ende zu führen.

Die Wunscherfüllung ist für die betroffenen kleinen und großen Gäste kostenlos – sie wird komplett aus Spenden finanziert und lebt vom ehrenamtlichen Engagement der Beteiligten. Markus Neujoks, Koordinator des Malteser-Herzenswunsch-Krankenwagens bedankt sich bei allen Mitgliedern des kfd für Ihr Engagement und die großzügige Spende. Sie haben Fragen zum Projekt oder möchten einem unheilbar kranken Menschen seinen Herzenswunsch erfüllen? Anfragen können über die Diözesangeschäftsstelle Trier bei Markus Neujoks per Mail an: herzens-wunsch.trier@malteser.org oder telefonisch unter 0651-14648-37 gestellt werden.