Euskirchen – Der Kreis Euskirchen hat in der Vergangenheit eine Vielzahl an Gesprächen mit Expert*innen verschiedenster Fachrichtungen geführt, um eine mögliche Unterstützung des Kreises Euskirchen und seiner betroffenen Städte und Gemeinden zu erörtern. Im Forschungsprojekt DAZWISCHEN –Zukunftsorientierter Strukturwandel im Rheinischen Revier, in welchem der Kreis Euskirchen Verbundpartner ist, wurde die Starkregenproblematik bereits im Handlungsfeld Klima thematisiert.
Auf Anregung des Kreises Euskirchen besuchten daher am Donnerstag, den 16.09.2021 Frau Prof. Christa Reicher, Institutsleiterin Städtebau der RWTH Aachen sowie Revierknotenvorsitzende Raum der Zukunftsagentur Rheinisches Revier und Herr Prof. Dr. Stefan Greiving, Institutsleiter Raumplanung der TU Dortmund und Projektkoordinator des Forschungsprojekts DAZWISCHEN sowie Frau Dr. Alexandra Renz, Gruppenleiterin Landesplanung und Raumordnung am Landesministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie, gemeinsam mit Herrn Alfred Jaax, Erster Beigeordneter und Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters der Stadt Euskirchen, Thorsten Sigglow, Abteilungsleiter Planung der Stadt Euskirchen und Vertreter*innen des Kreises Frau Heike Schmitz, Team Kreisentwicklung und Planung sowie Herr Fritze, Abteilungsleiter Umwelt und Planung, die von der Flut am 14./15.7. sehr stark betroffene Innenstadt Euskirchen.
Der Termin diente den Institutsleiter*innen und der Vertreterin des Ministeriums dazu, sich ein eigenes Bild vor Ort vom Ausmaß der Zerstörung und der bereits begonnenen Wiederaufbaumaßnahmen zu machen.
Die Besichtigung der Stadt war von einer regen Diskussion der Teilnehmenden geprägt und es stellte sich klar heraus, dass das Bewusstsein für die Bedeutung von Freiraum, Siedlungsstrukturen sowie kritischer Infrastruktur gestärkt werden muss. Dies schließt auch ein Umdenken beim Wiederaufbau zu einer intelligenten und nachhaltigen Konzeptionierung voraus, um zukünftige Schäden zu reduzieren. Alle drei Expert*innen betonten, dass die hier gewonnenen Erkenntnisse in ihren weiteren Arbeitsprozess aufgenommen werden und eine erhebliche Berücksichtigung finden werden. Alle Teilnehmenden sind sich einig, dass eine gemeinsame Strategie vom Kreis Euskirchen und den Städten und Gemeinden für einen nachhaltigen, klimawandelangepassten Wiederaufbau benötigt wird.
