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Statement von Stolbergs Bürgermeister Patrick Haas zum Übergangs-Wohnheim Kelmesberg

Stolberg – „Liebe Stolbergerinnen und Stolberger, das Übergangswohnheim Kelmesberg wird endlich neu gebaut. Nachdem die Thematik über viele Jahre immer wieder verschoben wurde, bin ich nun stolz und sehr glücklich, dass wir in Kürze einen Neubau realisieren werden, der den Bewohner*innen eine spürbare soziale und bauliche Verbesserung der aktuellen Situation bringen wird. Ganze 16 Beschlüsse haben wir in meiner Amtszeit im Rat und den zuständigen Ausschüssen gefasst, damit wir den Neubau nun endlich realisieren können.

Trotzdem ist dann gestern das Portal „Mein Stolberg“, betrieben von Pascal van den Berghe, der für die AfD in den Stadtrat gewählt wurde, noch auf den derzeit rollenden medialen Zug aufgesprungen, um auch für sich und seine Partei noch Aufmerksamkeit zu generieren. Dazu nutzt er eine interne Mail, die völlig aus dem Zusammenhang gerissen wurde und nichts mit dem zu tun hat, was dort suggeriert wird. Die unmittelbare Folge dieses derzeitigen Sensationsjournalismus zu diesem Thema ist, dass ich inzwischen Drohungen aller Art und Form erhalte.

Ich möchte nochmals betonen, dass der Umbau des Kelmesberges für mich ein Herzensthema ist, für das ich angesichts der Kosten nicht nur Applaus erhalte. Trotzdem halte ich es für wichtig, die bauliche Substanz und die soziale Betreuung der Menschen vor Ort zu verbessern. Wie schon zu Beginn meiner Amtszeit 2019 gibt es dazu auch diesmal Informationsveranstatungen für Anwohner*innen und Bewohner*innen, die wir erst einmal ohne Beteiligung der Presse veranstalten, um zu verhindern, dass diese beispielsweise von oben beschriebenen Menschen mit entsprechendem Gedankengut für Stimmungsmache genutzt werden. Deswegen informieren wir auch aktuell zuerst die Anwohner*innen und die Bewohner*innen, also die unmittelbar Betroffenen, bevor wir die Presse informieren. Dieses Vorgehen halte ich für absolut richtig.

Liebe Stolbergerinnen und Stolberger, ich bin dafür bekannt, dass ich mich gerne Diskussionen stelle, auch den unangenehmen. Die aufgeheizte Art und Weise, wie nun hier aber diskutiert wird, ist nicht akzeptabel, auch nicht für die Bewohner*innen und Anwohner*innen, auf deren Rücken diese Diskussion letztendlich ausgetragen wird. Diese Art und Weise wäre schon inakzeptabel, wenn mich die Zustände auf dem Kelmesberg nicht interessieren würden und ich nichts tun würde, sie sind aber erst recht vollkommen unverständlich, weil ich mich von Beginn meiner Amtszeit an für den Neubau eingesetzt habe und diesen nun umsetzen werde.

Ich hoffe sehr, dass wir hier im Sinne der Bewohner*innen des Kelmesberges zu einer gebotenen Sachlichkeit zurückfinden.

Herzliche Grüße
Ihr/Euer
Patrick Haas“