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Kreissparkasse Mayen präsentiert Ausstellung „Mühlsteinrevier RheinEifel – Gestern und Heute“

Mayen/Region – Feierlich eröffnet wurde heute die Ausstellung „Mühlsteinrevier – Gestern und Heute“ in der Kreissparkasse (KSK) Mayen. Sie stellt historische Aufnahmen aus dem Revier zeitgenössischen Bildern gegenüber. Dabei zeigt sich, dass sich eine erstaunliche Fülle von „Sachzeugen“ aus dem Basaltlavabetrieb bis heute erhalten hat, die historischen Stätten also heute noch ganz klar erkennbar sind. Dieser Punkt ist besonders wichtig für das Antragsverfahren bei der UNESCO für die Bewerbung um den Welterbestatus.

Einen Scheck in Höhe von 1.500 Euro überreichte Karl-Josef Esch (l.) an Heinz und Jörg Lempertz (2.v.l., 1.v.r.) für die Aufstellung von Mahl- und Mühlsteinen im Hof Michels in Mendig, die von Leonhard Fuchs (Mitte) großzügig gestiftet wurden. Auch Dr. Nicolas Junglas freute sich über diese Spende. Foto: KSK Mayen / Irina Schiller

Karl-Josef Esch, Vorstandsvorsitzender der KSK: „Mit dieser Ausstellung wollen wir die Bewerbung um den Welterbetitel aktiv unterstützen und unseren Kundinnen und Kunden zeigen, was hier schon vor Jahrtausenden von unseren Vorfahren geleistet wurde. Auch die Geschicke unserer Kreissparkasse waren von Beginn an eng verknüpft und geprägt von der Steinindustrie, die ein wichtiger Motor für die Entwicklung in unserem Landkreis war und auch noch bis heute ist. Unser Geschäftsgebiet erstreckt sich zudem genau über die Orte, die nun antreten, UNESCO-Weltkulturerbe zu werden.“

Landrat Dr. Alexander Saftig, Vorsitzender des Verwaltungsrats der KSK, betonte: „Die Ausstellung dokumentiert nicht nur ganz hervorragend die Geschichte des Mühlsteinreviers im Wandel der Zeit, sondern damit zugleich auch die Geschichte unseres Landkreises. Denn das geologische Erbe, der `Eifeler Mühlstein´, hat maßgeblich unsere wirtschaftliche Entwicklung beeinflusst und unser Landschaftsbild geprägt.“

“Nach Stationen bei der VGV Vordereifel und der Stadt Andernach freuen wir uns sehr, dass die Ausstellung auch in Mayen in den Räumlichkeiten der Kreissparkasse verweilen wird. Hierdurch wird das kulturelle Angebot, das unsere Stadt zu bieten hat, erweitert und bereichert. `Das Mühlsteinrevier RheinEifel´ – an diesem hochinteressanten Thema und seinem regionalen Bezug werden sich nun zahlreiche Besucherinnen und Besucher in Form einer Fotoausstellung erfreuen können“, so der Oberbürgermeister der Stadt Mayen, Dirk Meid.

Ein schöner Einstand war diese Ausstellungseröffnung auch für den neuen Leiter des BeratungsCenters Mayen St.-Veit-Straße: Marc Opper freute sich, gleich an seinem zweiten Arbeitstag so viele Gäste und Besucher in seiner neuen Filiale begrüßen zu dürfen.

Der Historiker und Germanist Dr. Nicolas Junglas beleuchtete in seinem wissenschaftlichen Vortrag die historische Entwicklung der UNESCO und ihre Zielsetzung, und erläuterte, welches Potenzial im Mühlsteinrevier steckt. „Bislang gibt es auf der Welterbeliste noch keine Stätte der Mühlsteinproduktion, dabei ist das Mahlen von Getreide eine essentielle Kulturtechnik, die dem Menschen erst die Sesshaftwerdung mit Ackerbau und Viehzucht möglich gemacht hat. Keine andere Produktionsstätte von Mahlsteinen auf der Welt kann eine mit dem Mühlsteinrevier vergleichbare Nutzungskontinuität vorweisen.“, so der Projektleiter für das Antragsverfahren. Zudem wäre das Mühlsteinrevier ein „serielles Welterbe“, denn es umfasst fünf Bestandteile: Mendig, Mayen, Kottenheim, Bell und Andernach. Darüber hinaus kann es auch identitätsstiftend für die gesamte Region sein, denn die Geschichte der Mühlsteinproduktion ist ein gemeinsames Erbe über diese Orte hinaus.

Für das Mühlsteinrevier setzen sich viele ehrenamtlich ein, so auch Heinz Lempertz aus Mendig. Für die Kulturgemeinschaft Albertinum sollen 14 historische Mahl- und Mühlsteine im Hof Michels in Mendig ausgestellt werden. Die Steine sind eine Spende von den Gebrüdern Martin und Leonhard Fuchs aus Mayen. Abbau, Transport und Bearbeitung der Steine wurden bereits ehrenamtlich durch die Museumsfreunde organisiert. Der Einbau muss durch Fachhandwerker erfolgen, hierfür fehlten noch Mittel in Höhe von 1.500 Euro. Ehrensache, dass die Kreissparkasse Mayen hier gerne eingesprungen ist und heute den Spendenscheck überreichte.

Im Oktober wird die Kultusministerkonferenz entscheiden, welche sieben deutschen Projekte sie der UNESCO in den nächsten Jahren nacheinander vorschlagen wird. Dass das Mühlsteinrevier einen Platz vorne auf dieser Liste erhält, darauf hoffen alle Beteiligten. Die Ausstellung ist noch bis zum 11. August zu sehen im Foyer der Kreissparkasse Mayen, St.-Veit-Straße 22-24 zu den Schalteröffnungszeiten.

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Ab dem 27. Juli wieder Sommerkino im Kurpark Bad Neuenahr

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Kino-Center Rhein-Ahr ist neu als Partner mit dabei – Hollywood-Blockbuster, Komödien und Kinderfilme – diesen Sommer kommen Filmfans im Kurpark Bad Neuenahr-Ahrweiler wieder voll auf ihre Kosten. Unter freiem Himmel, umringt von meterhohen Bäumen und gemütlich im Liegestuhl oder auf der Picknick-Decke sitzend, können Gäste ab Donnerstag, 27. Juli, beim Sommerkino im Kurpark besten Filmgenuss erleben. Zahlreiche Filme werden bis 31. August auf einer großen LED-Wand gezeigt, zum Beispiel „Paw Patrol“, „Top Gun 2“, „Enkel für Anfänger“ und „Sex and the City 2“. Mittwochs sowie sonntags nachmittags gibt es immer eine Familienvorstellung. Der Vorverkauf startet am Montag, 10. Juli. Infos gibt es unter ahrtal.de/sommerkino

„Nachdem das erste Sommerkino im vergangenen Jahr so gut angekommen ist, folgt in diesem Jahr die zweite Auflage“, sagt Jan Ritter, Geschäftsführer der Ahrtal und Bad Neuenahr-Ahrweiler Marketing GmbH, die das Sommerkino realisiert. Neu als Partner mit im Boot ist in diesem Jahr das Kino-Center Rhein-Ahr. Kino-Inhaber Jurij Stroeve stellt die Filmauswahl zusammen, sorgt für die entsprechenden Filmlizenzen und wickelt den Ticket-Verkauf über seinen Kino-Online-Shop ab. „Dass wir auch 2023 wieder Open-Air-Filmgenuss anbieten können, ist dank dem Engagement von Jurij Stroeve und der großzügigen Unterstützung der Rotary Clubs Bad Neuenahr-Ahrweiler und Remagen-Sinzig, des Spenden-Shuttles, der Firma Eventures, der AWO Rheinland und der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler möglich“, so Dominik Kremer, Leiter Veranstaltungsmanagement.

Bis zu 300 Kinofans können es sich im Juli und August entweder in Stuhlreihen, auf Liegestühlen oder Picknick-Decken, die vor Ort verteilt werden, bequem machen. Die Filme werden auf einer neun mal fünf Meter großen LED-Leinwand gezeigt, die beste Qualität garantiert. Dazu gibt es Getränke, kleine Snacks und Popcorn. Für Erwachsene ist das Ticket ab 8 Euro zu haben. Für Kinder bis einschließlich 11 Jahre gibt es vergünstigte Tickets. Alle gezeigten Filme haben FSK 12 oder jünger. Auf dem Gelände besteht freie Platzwahl.

 

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Der bekannte Diakon Willibert Paules erzählt und liest in Mechernich

Mechernich – „De Bergische Jong“ Diakon Willibert Paules ist der Mann der Stunde beim nächsten Impulsabend des Ordo Communionis in Christo in Mechernich am Donnerstag, 6. Juli, um 19 Uhr in der Hauskapelle der Gemeinschaft, Eingang Bruchgasse 14.

Wer möchte, ist ab 17 Uhr zu Rosenkranz und Vesper in die Gründungskapelle im Kloster sowie zum Abendbrot um 17.30 Uhr im Refektorium herzlich eingeladen. Um 18.30 Uhr findet noch eine heilige Messe in der Hauskapelle statt, ab 19 Uhr erzählt und liest Diakon Willibert Pauels dann „Geschichten des Trostes und der Hoffnung“ aus seinem gleichnamigen Buch.

Der fernsehbekannte Büttenredner und Karnevalist schreibt im Vorfeld an die Communio: „Es gibt Gedanken und Geschichten, die trösten. Und das ist die erlösende Botschaft, dass wir uns getrost in die bergenden Hände Gottes geben dürfen. Dies ist das innerste Wesen unseres Glaubens.“

Schwester Lidwina vom Ordo Communionis in Christo: „Der Eintritt ist selbstverständlich frei, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.“

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Jazz im Wachtberger Köllenhof mit FourAndMore am Dienstag 04. Juli 2023

Wachtberg-Ließem – Das Jazzquartett FourAndMore um den Düsseldorfer Saxophonisten Reiner Lottermoser nimmt am Dienstag, 04. Juli 2023 um 20.00 Uhr beim Jazz im Köllenhof das Publikum mit auf eine Reise in die 50er bis 70er Jahre.

In der klassischen Besetzung Tenorsaxofon, Piano, Bass und Schlagzeug präsentiert FourAndMore ein Programm zwischen Hardbop und Soul Jazz. Der Bandsound wird dabei geprägt vom ausdrucksvollen Spiel Lottermosers und dem erdigen Swing der Rhythmusgruppe um den Kölner Pianisten Jürgen Buschka. Zum Repertoire gehören neben eigenen Stücken Kompositionen von Benny Golson, Horace Silver und Chick Corea.

FourAndMore, das sind Reiner Lottermoser (Tenorsaxofon), Jürgen Buschka (Piano), Ralf Diedenhofen (Kontrabass) und Dirk Hogenacker (Schlagzeug).

Der Eintritt ist frei, der Hut darf gerne voll werden.
Dienstag, 04. Juli 2023, 20.00 Uhr
Köllenhof, Marienforster Weg 14, Wachtberg-Ließem

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„Die Riesen von Lüttich – zu Gast im Aachener Centre Charlemagne“

Aachen – Wer sie noch nicht kennt, sollte sie jetzt kennenlernen – die „Riesen von Lüttich“. Sie greifen eine mittelalterliche Tradition auf, überlebensgroße Figuren in Umzügen und Prozessionen mitzuführen. Aachen hatte ebenfalls einen solchen „Riesen“, eine Figur von – natürlich: Karl dem Großen, die an Fronleichnam Süßigkeiten an die Kinder ausgeteilt hat. Die Preußen machten damit Schluss, der „Bonbonkarl“ landete im Sperrmüll.

In Lüttich werden seit 1993 wieder Riesen gebaut, die wie gigantische Marionetten wirken, aber von unermüdlichen Helfern getragen werden, den Mitgliedern der „Pwèrtues d’gèyants del Province di Lidje“, auf deren Schultern schon mal gut und gerne 50 kg lasten. Während einer Parade braucht es drei bis vier Männer pro Bild, die sich beim Tragen abwechseln. Der Träger der Figur sieht nicht viel. Die anderen gehen daher an den Seiten mit, um ihn zu führen.

1993 begann die Riesenproduktion mit Tchantchès, dem Lütticher Schängchen; inzwischen sind unter anderem dessen Frau Nanesse und die Bischöfe Notger und Hubertus sowie die französische Marianne hinzugekommen. Auch Kommissar Maigret ist mit von der Partie. Nach Aachen ausgeliehen werden Charlemagne, ein Karnevalsprinz und ein Bergmann – Figuren also, die auf das gemeinsame Erbe von Lüttich und Aachen verweisen. Wer alle elf Riesen in Aktion sehen will, muss bis zum 15. August warten – dann laufen Sie in einem bunten Umzug durch den Lütticher Stadtteil Outremeuse…

Die Figuren sind in die Dauerausstellung des Centre Charlemagne integriert, da sie eine beträchtliche Deckenhöhe benötigen. Sie sind im Zuge eines Museumsbesuchs zugänglich. Im Foyerbereich befindet sich eine Spielekonsole, welche die Kolleginnen und Kollegen des Musée de la Vie Wallonne entwickelt haben: Nach Herzenslust kann man dort Charaktere des Lütticher Marionettenspiels gegeneinander antreten lassen.

Bei der kleinen, aber feinen Ausstellung handelt es sich um ein People to People 2-Projekt, das von Interreg-V-A Euregio Maas-Rhein, einem Finanzierungsprogramm der Europäischen Union, unterstützt wird. Es zielt darauf ab, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu fördern und Ungleichgewichte zwischen den Regionen abzubauen. So wird die Umsetzung konkreter Initiativen, wie Treffen und Dialoge zwischen Bürgerschaft, Vereinen, Organisationen, Besucher*innen und öffentlichen Einrichtungen ermöglicht. In diesem Rahmen arbeiten der Kulturbetrieb der Stadt Aachen und die Kulturabteilung der Provinz Lüttich zusammen, um die Geschichte, die Folklore und die Traditionen ihres Gebiets als gemeinsames kulturelles Erbe zu entdecken und zu fördern.

Die Riesen von Lüttich – zu Gast im Centre Charlemagne“ vom 04. Juli 2023 – 06. August 2023
Centre Charlemagne – Neues Stadtmuseum Aachen
Katschhof 1, 52062 Aachen

www.centre-charlemagne.eu

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Farbe für den Büchel in Aachen – Neues Wandbild entsteht im Sommerferien-Angebot

Aachen – Der Büchel bekommt Farbe: Zehn Kinder und Jugendliche malen zusammen mit den Künstlerinnen Maren Hoch und Steph Neuberger ein Wandbild auf dem grünen Gelände. „Uns ist es extrem wichtig, junge Menschen schon früh durch Projekte mit Kultur in Kontakt zu bringen“, sagt Irit Tirtey, kaufmännische Geschäftsführerin des Kulturbetriebs der Stadt Aachen. Der Workshop findet im Rahmen des Sommerferienprogramms des Museumsdienstes Aachen mit Unterstützung der Stadtwerke Aachen AG (STAWAG) statt.

Nachhaltigkeit und Umwelt in Acryl

Pia vom Dorp, Leiterin des Museumsdienstes Aachen, freut sich über das Projekt: „Ich finde es toll, dass Kinder das Stadtzentrum an dieser Stelle ganz aktiv mitgestalten können. Der Workshop wird gut angenommen; er war innerhalb kürzester Zeit ausgebucht.“ Die Idee zur Wandumgestaltung kam ursprünglich von der STAWAG, die auch die Beleuchtung des Bereichs zur Verfügung stellte. „Die STAWAG unterstützt viele Graffitiprojekte. Mit diesem Projekt wollten wir mehr Nachhaltigkeit und Grün in die Stadt bringen und das Projekt auch für eine größere Gruppe öffnen“, erläutert Kirsten Haacke von der Unternehmenskommunikation der STAWAG. Nachhaltigkeit sollte deshalb auch das Thema des Bildes sein. Weil auf der Grünfläche bereits ein Insektenhotel eingezogen ist, lagen die kleinen Lebewesen als Motive für die Künstlerinnen Maren Hoch und Steph Neuberger auf der Hand.

Gemeinsam ein Kunstwerk schaffen

Das Konzept für das Wandbild, erarbeiteten die Künstlerinnen gemeinsam mit den Kindern. „Das klappt echt super“, findet Maren Hoch. „Wir hätten nicht gedacht, dass sich die Kinder so tief in das Thema reindenken würden. Sie haben so viele kreative Ideen, auf die ich nicht einmal selbst gekommen wäre“, lobt sie die jungen Teilnehmer*innen weiter. Schon seit Anfang der Woche sind die 10- bis 14-jährigen Künstler*innen mit dem Projekt beschäftigt. Viele Fußgänger*innen und Passant*innen bleiben stehen, um interessiert die Verwandlung der weißen Mauer zu verfolgen. Konzentriert bringen die Kinder und Jugendlichen Libellen, Feuerwanzen, Marienkäfer und Raupen mit Acrylfarben auf die ehemalige Wand des Parkhauses am Büchel. Das bunte Bild in Mosaiktechnik kann schon in den nächsten Tagen bewundert werden. „Die bunte Aktion der Kinder ist eine Bereicherung für unser Büchelgelände“, ist auch Christoph Vogt, Geschäftsführer der Städtische Entwicklungsgesellschaft Aachen GmbH & Co. KG (SEGA), überzeugt.

Weitere Informationen über die Ferienangebote des Museumsdienstes gibt es im Internet unter:

https://museumsdienst-aachen.de/museumsdienst-aachen/fuer-jugendliche/

 

 

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„Kinder, kommt mit ins Rathaus“ – Erster, neuer Aachener Rathausführer für Kinder mit Karl dem Kleinen

Aachen – Der erste Rathausführer für Kinder: Neufreds Karl der Kleine führt kindgerecht durchs Rathaus. Nein, eine Alleinherrscherin, eine Monarchin, die über Alles entscheidet, sei sie definitiv nicht, betonte Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen, als sie Schülerinnen der Domsingschule im Rathaus empfing. Die vierte Klasse war an ihrem letzten Schultag über den Katschhof ins Rathaus gekommen, um einen neuen Rathausführer für Kinder in Empfang zu nehmen, an dem sie selbst mitgearbeitet haben. Sie hatten die vielen spannenden Fragen über das Rathaus gestellt, die in dem Führer beantwortet werden. Eine davon: „Wem gehört das Rathaus?“ Für Sibylle Keupen – die erste Frau nach 256 Vorgängern und nach 750 Jahren – eine ganz wichtige Frage: „Das Rathaus gehört der Bürgerschaft der Stadt Aachen – also auch Euch.“

Die Broschüre, die Stadt- und Rathausführerin Sabine Mathieu geschrieben hat, widmet sich nicht nur den vielen historischen Informationen über das Gebäude, sondern eben auch dem Stadtrat, politischen Entscheidungsprozessen und der Verwaltung. „Ich finde es wichtig, auch die Kommunalpolitik in so einen Führer einzubinden, damit Kinder eine Idee von solchen Abläufen und Prozessen bekommen“, so die Oberbürgermeisterin, die betont, dass politische Bildung und die Chancen der Demokratie nie früh genug vermittelt werden können. „Kinder haben immer tolle Ideen, wie wir die Stadt weiter entwickeln können“, weiß Keupen aus vielen Terminen.

Kindgerechte Texte und Karl der Kleine

Sabine Mathieu hatte die Idee zu der neuen Broschüre und damit bei der Oberbürgermeisterin sofort offene Türen eingerannt: „Es gibt ja einen Führer für Erwachsene – sogar in vier Sprachen – aber keinen in kindgerechter, einfacher Sprache“, so die Rathausführerin. Nach den Fragen der Kinder aus der Domsingschule ging es an die Hauptarbeit – die Antworten: „Ich habe meinem siebenjährigen Enkel die Texte immer wieder vorgelesen. Der sagte dann auch schon mal, ‚Oma, das kannst Du weglassen‘.“ Denn alle Details konnte sie bei weitem nicht unterbringen.

Aber Karl den Kleinen hat sie untergebracht: Die bekannte Figur des Aachener Zeichners Alfred „Neufred“ Neuwald zeigt im Führer das Rathaus: „Der kleine Karl war mir wichtig, damit die Kinder Lust bekommen, zu gucken und zu lesen, damit es nicht zu altbacken wird“, so Mathieu. „Und einfach ist ja für Erwachsene oft gut“, so Oberbürgermeisterin Keupen, die überzeugt ist, dass auch erwachsene Menschen noch viele neue Informationen in der Broschüre finden, die sie sich „vielleicht gar nicht trauen zu fragen“. Sie habe richtig Freude beim Lesen gehabt: „Der Rathausführer ist großartig geworden.“

Erstauflage von der Stiftung des Rathausvereins Aachen e. V. finanziert

Das denkt auch Ralf Wagemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung des Rathausvereins Aachen e. V., der die erste Auflage von 10.000 Stück finanziert hat und die von der Fister-Hartmann GbR produziert wurde, die auch das Stadtmagazin Bad Aachen verantwortet. „Normalerweise finanzieren wir ja so etwas wie die Sanierung von Steinfiguren an der Fassade. Ich finde es ganz toll, dass wir dieses Mal ein solch soziales Projekt finanziert haben, das Kindern auch die kommunale Selbstverwaltung näherbringt“, so Wagemann. Aber eben auch Infos zu den Hausmeistern, der Fassade, versteckten Waschbecken, den einzelnen Räumen, Karl dem Großen, dem Namensgeber des Sandwiches, Waldgeistern oder zu den vier „Herrschertugenden“, die in den Ecken des Weißens Saals – in dem die Kinder empfangen wurden – dargestellt sind: der Löwe für Mut, Waage und Gesetzestafeln für Recht und Gerechtigkeit, das Bündel aus Ruten – das Liktorenbündel – für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die antiken Säulen mit dem Schwert des Herkules für Kraft. Durchaus Tugenden, denen sich die Oberbürgermeisterin verbunden fühlt: „Ich finde es wichtig, zu schauen, was wir aus der Historie in die heutige Zeit mitnehmen können.“

Kostenfrei für Aachener Grundschulen – inklusive einer Rathausführung

Nach den Sommerferien – so Keupen – wird sie einen Brief an sämtliche Aachener Grundschulen schreiben, um über den neuen Rathausführer zu informieren. Wer den Führer haben möchte, kann ihn bei der städtischen Schulverwaltung kostenfrei in entsprechender Menge bestellen – und auch eine kostenlose Rathausführung mit Sabine Mathieu oder einem/einer der anderen Rathausführer*innen anmelden. „So geben wir den Schulen kindgerechtes Lernmaterial an die Hand, mit dem sie das Rathaus entdecken können“, freut sich Keupen.

Nach dem Empfang ging es dann noch auf eine kurze Runde durch das Rathaus – und sofort hatten die Kinder neue Fragen parat: Wo ist eigentlich das Büro von Frau Keupen? Warum ist die Krone so groß?

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37. Rheinland-Pfalz-Tag – Etwa 125.000 Besucherinnen und Besucher feiern fröhliches und friedliches Landesfest

Region/Mainz/Bad Ems – Ministerpräsidentin Malu Dreyer dankt Bad Ems für GastfreundschaftZum Abschluss des 37. Rheinland-Pfalz-Tages hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer Bad Ems ein Riesenkompliment ausgesprochen. „Rund 125.000 Besucher und Besucherinnen konnten erleben, was die Stadt und die gesamte Region zu bieten haben. Sie haben die schönen Plätze und die idyllische Atmosphäre in der Kurstadt sehr genossen. Wer mit Bad Ems bisher nur den wunderschönen Blumenkorso verbunden hat, hat jetzt noch einen Grund mehr, die Kurstadt an der Lahn zu besuchen“, so die Ministerpräsidentin. Nicht besser als bei diesem besonders stimmungsvollen Landesfest hätte Bad Ems für seinen UNESO-Welterbetitel als „Great Spa Town of Europe“ werben können. „Der Rheinland-Pfalz-Tag ist ein Fest der Begegnung. Während der drei Tage hatte ich ganz viele Gelegenheiten, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, sei es bei meinem Empfang für engagierte junge Menschen, beim Frühschoppen der Landesregierung oder beim Besuch der vielen Infostände“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Bereits zum Auftakt am Freitag waren 25.000 Menschen nach Bad Ems gekommen. Das vielfältige Programm auf acht großen Bühnen und mit 650 Ständen, Zelten und Mitmachangeboten lockte dann am Samstag 60.000 Besucherinnen und Besucher auf das Festgelände. Den Festzug mit 66 Zugnummern und 2.200 Teilnehmern und Teilnehmerinnen am Sonntag verfolgten über 25.000 Menschen. Bis zum Ende des Programms am Sonntagabend, bei dem unter anderem Max Mutzke auf der Landesbühne auftreten wird, werden noch einmal rund 15.000 Gäste erwartet.

„Wir haben tolle Tage erlebt. Ich bin sehr stolz darauf, Bad Emser zu sein. Der Rheinland-Pfalz-Tag war eine wunderbare Veranstaltung und die allerbeste Werbung für unsere schöne Kurstadt. Ich bin stolz auf das tolle Team von Stadt, Verbandsgemeinde und Land, die so hervorragend zusammenarbeitet haben. Wir haben vermutlich den charmantesten Rheinland-Pfalz-Tag aller Zeiten erlebt“, sagte Stadtbürgermeister Oliver Krügel. Auch Bürgermeister Uwe Bruchhäuser lobte die tolle Kooperation bei der Organisation und Durchführung dieser Großveranstaltung. „Die ganze Region ist in den letzten Monaten zusammengewachsen. Stadt, Verbandsgemeinde und Landkreis haben gemeinsam mit dem Land einen wunderbaren Rheinland-Pfalz-Tag auf die Beine gestellt. Ich bin mir sicher, dass er noch lange nachwirken wird.“

Ministerpräsidentin Malu Dreyer dankte den beiden Bürgermeistern und dem Organisationsteam sowie der Polizei und der gesamten Blaulichtfamilie, die dafür gesorgt haben, dass die Besucher und Besucherinnen drei unbeschwerte Tage erleben konnten. „Ich danke allen Beteiligten, den Ausstellenden, den ehrenamtlichen Helfern und Helferinnen, darunter 100 Volonteers aus Bad Ems, den Medienpartnern SWR, RPR1.bigFM und Rockland Radio und den Sponsoren, die alle den Rheinland-Pfalz-Tag zu einem großartigen Gemeinschaftsprojekt machten“, so die Ministerpräsidentin.

Das Landesfest in Bad Ems habe wieder einmal gezeigt, was die Menschen in Rheinland-Pfalz auszeichne und was sie gemeinsam auf die Beine stellen könnten. „Der Rheinland-Pfalz-Tag steht für den Zusammenhalt und die Identität unseres Landes“, stellte die Ministerpräsidentin fest. Bewährt habe sich auch bei diesem Landesfest, dass das Land als Mitveranstalter die ausrichtende Kommune bei der Planung, Durchführung und Organisation unterstütze“, so die Ministerpräsidentin.

Der 36. Rheinland-Pfalz-Tag fand 2022 anlässlich des 75-jährigen Jubiläums von Rheinland-Pfalz in der Landeshauptstadt Mainz statt. Davor musste das Landesfest pandemiebedingt zwei Jahre ausfallen. Bad Ems richtet nach 2005 bereits zum zweiten Mal den Rheinland-Pfalz-Tag aus. Aufgrund der gestiegenen Anforderungen an solche Großveranstaltungen findet der Rheinland-Pfalz-Tag nach Bad Ems nicht mehr jährlich, sondern alle zwei Jahre statt.

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„Eifelfrauen – Das Haus der Füchsin“ – Der neue Roman von Bestseller-Autorin Brigitte Riebe

Region/Hamburg – Eifelfrauen – Das Haus der Füchsin spielt in den 1920er Jahren in der Eifelregion und erzählt die Geschichte der Tabakfabrikantentochter Johanna Fuchs, die völlig unerwartet von einer ihr bis dato nicht bekannten Tante einen Bauernhof erbt. Gegen den Willen ihrer Eltern entschließt sich die junge Frau ihr Erbe anzunehmen und in dem fiktiven Dorf Altenburg ein Leben mit und an der Natur zu führen. Doch dann beginnen die aufziehenden politischen Ereignisse auch das kleine Eifeldorf zu verändern, das für sie zur Heimat geworden ist …

Die promovierte Historikerin Brigitte Riebe kommt seit 1976 regelmäßig in die Eifel und hat das Haus ihrer Freundin Maria Senftleben-Gudrich als Vorlage für das „Haus der Füchsin“ genommen. Den Ort Altenburg hat sie erfunden, greift aber neben Trier viele weitere regionale Bezüge auf. Auch die Stadt Wittlich und die umliegende Region spielen eine große Rolle, ebenso wie die wechselvolle Geschichte der Region.

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Musikalische Lesung – Sagen und Legenden aus der Eifel

Plaidt/Nickenich – Am 8. Juli 2023 liest die Schriftstellerin Christiane Flock um 19.30 Uhr in der Kulturscheune Nickenich aus Ihrem Buch „Sagen und Legenden aus der Eifel“. Unterstützt wird sie dabei musikalisch von den beiden Vollblut-Liedermachern Joachim Archie Grams und Marco Wrobel.

Die Eifel birgt etwas Mystisches. Wer einmal die geheimnisvollen Nebel über den Wäldern gesehen hat und in die Stille einer Eifelnacht gehört hat, kann sich gut vorstellen, dass hier schon oft Kobolde und Zwerge, Erdmänner und Raubritter, Grafen und Geister Geschichte geschrieben haben. Diese Geschichten hat die Autorin Christiane Flock in ihrem Buch „Sagen und Legenden aus der Eifel“ aufgegriffen und zu Papier gebracht.

An diesem Abend werden sechs ausgewählte Sagen vorgetragen, die im Anschluss an jeden Vortrag durch ein eigens für diese Geschichte geschriebenes Lied zum Klingen gebracht werden. Mal romantisch verträumt, mal schelmisch verschmitzt – der Abend verspricht Abwechslung und eine unterhaltsame Mischung aus Musik und Eifel-Literatur.

Eintrittskarten sind für 13 Euro im Bürgerbüro der VG Pellenz (Tel.: 02632-299 444 / E-Mail: tourismus@pellenz.de) und bei www.ticket-regional.de erhältlich.