Uwe Karmann referierte vor über 30 Teilnehmern zu aktuellen Themen der modernen Energieversorgung. Foto: Elektroinnung Westeifel
Prüm/Fleringen – Seminarreihe der Elektroinnung gestartet. Schulung für Innungsbetriebe für die Realisierung der Energiewende. Die Elektroinnung Westeifel bietet für ihre Innungsmitglieder fachspezifische Schulungen an. „Die Anforderungen an eine moderne Energieversorgung und die Realisierung der Energiewende stellen eine große Herausforderung an das Elektrohandwerk dar“, erzählt Rainer Schmitz, Obermeister der Innung. „Uns als Handwerksorganisation ist es wichtig, dass unsere Mitglieder bestens informiert sind.“
Den Auftakt machte das Thema „Technikzentrale 4.0“ Anfang März im Seminarraum von Hotel Schoos in Fleringen. Uwe Karmann, Referent eines führenden Herstellers von Lösungen für elektrotechnische Installationen, ging unter anderem auf die aktuelle VDE-Anwendungsregel „TAR Niederspannung“ ein. Diese Regel fasst die technischen Anforderungen zusammen, die bei der Planung, Errichtung und beim Anschluss und beim Betrieb von elektrischen Anlagen an das Niederspannungsnetz des Netzbetreibers zu beachten sind. Weiteres Thema war das Energiemanagement rund um Photovoltaik, Speichertechnik und Ladestationen für mehr Autarkie der Haus- oder Gewerbebesitzer.
„Das Seminar war komplett ausgebucht. Über 30 Teilnehmer aus den Innungsfachbetrieben konnten kostenlos vor Ort die Möglichkeit zur fachlichen Weiterbildung nutzen“, freut sich auch Innungsgeschäftsführer Dirk Kleis.
Gesundheits - und Arbeitsminister Karl-Josef Laumann. Foto: Land NRW/R. Sondermann
Region/Düsseldorf – NRW Minister Laumann: Sozialplattform bietet zentralen digitalen Zugang zu Sozialleistungen für Bürgerinnen und Bürger. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales hat im Rahmen der arbeitsteiligen Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes des Bundes die Aufgabe übernommen, federführend für alle Länder und Kommunen in Deutschland einen nutzerfreundlichen digitalen Zugang zu vielen Sozialleistungen zu schaffen.
Arbeits- und Sozialminister Karl-Josef Laumann: „Die Sozialplattform ist eine große Hilfe für Empfängerinnen und Empfänger von sozialen Unterstützungsleistungen in Deutschland. Nicht zuletzt die Pandemie hat gezeigt, wie wichtig es ist, dass staatliche Hilfs- und Unterstützungsleistungen jederzeit und ortsunabhängig in Anspruch genommen werden können.”
Mit der Inbetriebnahme der Beta-Version der Sozialplattform unter www.sozialplattform.de hat Nordrhein-Westfalen gestern dazu den Startschuss gegeben. Im Endausbau wird die Plattform Bürgerinnen und Bürgern ein umfassendes Antrags- und Beratungsangebot zu Leistungen im Sozialbereich bieten.
Seit gestern steht die Beta-Version der Plattform bereit, mit der in den bereits angebundenen Kommunen, Bad Sassendorf, Iserlohn, Soest und Troisdorf, Anträge auf Hilfe zum Lebensunterhalt, Wohngeld und Arbeitslosengeld II gestellt werden können. Bislang sind vier nordrhein-westfälische Pilotkommunen unmittelbar an die Plattform angeschlossen. Das Angebot wird in den nächsten Monaten weiterentwickelt und sukzessive in die Fläche und auf weitere Leistungen ausgebaut.
Minister Laumann erklärt: „Die Plattform bietet für die Kommunen eine echte Entlastung, um die Verpflichtungen nach dem Onlinezugangsgesetz nutzerfreundlich und wirtschaftlich zu erfüllen. Ich hoffe, dass sich neben den bisherigen Pilotkommunen schnellstmöglich auch alle anderen nordrhein-westfälischen Kommunen auf den Weg machen und dieses neue Angebot nutzen werden. Zudem hat bereits eine Vielzahl anderer Bundesländer ihr Interesse an der Plattform bekundet.”
Im Laufe des Jahres 2022 werden weitere Funktionen in die Plattform integriert. Dazu gehört ein Sozialleistungsfinder, der Ratsuchenden Orientierung gibt und einen möglichen Leistungsanspruch aufzeigen soll. Über einen Beratungsstellenfinder können Bürgerinnen und Bürger zudem eine für ihr Anliegen passende Stelle aus den Bereichen Schuldner-, Sucht- oder Wohnungslosenhilfe lokalisieren und einen Beratungstermin vereinbaren. Die Beratung kann vor Ort oder mit Hilfe einer Chat- und Videofunktion über die Sozialplattform durchgeführt werden.
Kommunen oder Beratungsstellen, die Interesse haben, ihren Bürgerinnen und Bürgern das Angebot bereitzustellen, können sich an das Ministerium wenden.
Gelungene Folgeklassifizierung in Langscheid. Foto: Privat
Langscheid – Mittlerweile schon seit dem Jahr 2002 ist das „Haus Marianne“ von Marianne und Engelbert Rieck im Eifeldorf Langscheid eine beliebte Unterkunft für Gäste aus nah und fern. Im Dezember 2021 konnten nun erneut – zum 7. Mal in Folge – alle 4 Ferienwohnungen des Hauses von Petra Wuitschick von der Rhein-Mosel-Eifel-Touristik (REMET) und Svenja Schulze-Entrup vom Touristik-Büro Vordereifel mit 5 Sternen nach den Kriterien des Deutschen Tourismusverbandes (DTV) bewertet und ausgezeichnet werden.
Mit seiner idyllischen Lage inmitten der einzigartigen Wacholderheiden ist das „Haus Marianne“ perfekt für Erholungssuchende und Wanderer geeignet. Direkt vor der Haustür beginnen der Traumpfad „Wacholderweg“ und das Traumpfädchen „Langscheider Wacholderblick“. Nach der Wanderung bietet der großzügige Wellnessbereich mit Wintergarten, welcher im Souterrain des Ferienhauses liegt, unter anderem mit Sauna und Infrarotwärmekabine, jeglichen Komfort den man zum Entspannen und Erholen benötigt. Hier befindet sich, ebenso wie in allen 4 Ferienwohnungen auch ein Kachelofen, welcher nicht nur im Winter für eine gemütliche Atmosphäre sorgt. Für alle besonders sportlichen und aktiven Gäste gibt es außerdem einige Fitnessgeräte sowie einen Fahrradverleih.
Alle vier Ferienwohnungen, drei davon für 2 Personen und eine für 4 Personen, sind geschmackvoll und komfortabel im Landhausstil eingerichtet und tragen die passenden Namen Eifelblick, Wacholderheide, Wabelsberg und Nürburg.
Das 5 Sterne Ferienhaus „Haus Marianne“ ist außerdem auch als „Qualitätsgastgeber Wanderbares Deutschland“ durch den Deutschen Wanderverband zertifiziert und der Hausherr als einer der Wegepaten für die Betreuung des Traumpfädchens „Langscheider Wacholderblick“ verantwortlich.
Die Kontinuität in der Qualität und die Herzlichkeit im Umgang mit ihren Gästen spiegeln sich auch darin wider, dass die engagierten Gastgeber regelmäßig zu Stammgästeehrungen mit besonders treuen Urlaubern einladen können.
An einer Klassifizierung nach den Kriterien des DTV interessierte Gastgeber, können sich gerne unverbindlich telefonisch 02651 800 9-59 oder per E-Mail s.schulze-entrup@vordereifel.de an das Touristik-Büro Vordereifel wenden.
Donnerstag, den 17. März 2022 um 11.00 Uhr vor dem Rathaus in Wachtberg. Foto: Gemeinde Wachtberg
Wachtberg – „Die Bilder, die uns aus der Ukraine erreichen, machen mich sehr betroffen“, sagt Bürgermeister Jörg Schmidt. „Für uns alle war nach der Wiedervereinigung die Hoffnung groß, dass es dauerhaft Frieden in Europa geben würde. Mit dem Angriff auf die Ukraine ist der Krieg zurückgekehrt. Dieser Krieg in unserer Nachbarschaft lehrt uns, Frieden nicht mehr als so selbstverständlich anzusehen, wie wir es bislang getan haben.“
Die Beschäftigten der Wachtberger Gemeindeverwaltung werden sich am Donnerstag, den 17. März 2022 um 11.00 Uhr vor dem Rathaus (Rathausstraße 34, 53343 Wachtberg-Berkum) zu einem Gedenken für den Frieden versammeln.
„Damit soll ein Zeichen gesetzt werden, dass Aggression und Krieg in unserem freiheitlichen und demokratischen Europa keinen Platz haben und dass die Gemeinde Wachtberg an der Seite der Menschen aus der Ukraine steht,“ erläutert der Bürgermeister diese Aktion… und lädt die Wachtberger Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, sich an diesem Gedenken zu beteiligen. (mm)
Machte aus dem Strukturwandel in den 1980er-Jahren eine Erfolgsgeschichte: Professor Dr. Otto Eschweiler, von 1971 bis 1997 Hauptgeschäftsführer der IHK Aachen.
Foto: IHK Aachen
Aachen – Die Region trauert um eine bedeutende Persönlichkeit der heimischen Wirtschaft. Am Samstag, 12. März, ist Professor Dr. Otto Eschweiler im Alter von 90 Jahren verstorben. Mehr als 25 Jahre lang, von 1971 bis 1997, leitete er als Hauptgeschäftsführer die Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen. Seit 1955 war er dort zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig, später als Dezernent und Leiter der Abteilung Handel. Er leitete das Referat Öffentlichkeitsarbeit und betreute den Juniorenkreis der IHK.
„Otto Eschweiler war Visionär und Pragmatiker zugleich. Hervorzuheben ist sein unermüdlicher Einsatz für den Strukturwandel in den 1980er-Jahren“, würdigt Gisela Kohl-Vogel, Präsidentin der IHK Aachen, den Verstorbenen. Damals stand die Region vor einer bedrückenden Zukunft: Keine der acht Steinkohlenzechen mit rund 40.000 Beschäftigten hatte eine langfristige Perspektive. Hinzu kam das Ende nahezu aller 120 Fabriken der Tuch- und Kleiderindustrie sowie das Wegbrechen weiterer altindustrieller Strukturen.
In dem hohen Forschungs- und Technologiepotenzial der Region sah Eschweiler einen Schlüssel zum Erfolg. Mit technologieorientierter Wirtschaftsförderungspolitik legte er den Grundstein für die Erneuerung der ökonomischen Struktur nach dem Ende der Steinkohleförderung im Aachener Revier. Er schloss 1981 die ersten Kooperationsverträge mit der RWTH Aachen, der Fachhochschule Aachen und dem Forschungszentrum Jülich. 1983 initiierte er die Gründung der Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer mbH (AGIT).
„Mit seinem festen Willen und seiner Begeisterung für die Region hat Otto Eschweiler es immer wieder verstanden, Mitstreiter für seine Ideen zu finden“, sagt Michael F. Bayer, Hauptgeschäftsführer der IHK Aachen. Für sein herausragendes Engagement wurde Eschweiler mit der Ehrenplakette in Gold ausgezeichnet, der höchsten Auszeichnung der IHK. Darüber hinaus erhielt er die Ehrensenatorenwürde der RWTH Aachen und wurde vom nordrhein-westfälischen Wissenschaftsministerium zum Ehrenprofessor ernannt.
Als langjähriger Honorarkonsul der Niederlande und Leiter des Deutsch-Niederländischen Jugendwerks setzte er sich auch für grenzüberschreitende Zusammenarbeit ein. Für seine Leistungen auf dem Gebiet der Hochschulförderung und der deutsch-niederländischen Beziehungen erhielt Eschweiler 1991 das Bundesverdienstkreuz am Bande und 1998 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Die niederländische Königin ernannte ihn 1997 zum Ritter des Ordens Oranje Nassau.
Ministerpräsidentin Malu Dreyer Rheinland-Pfalz. Foto: Peter Pulkowski
Region/Mainz – Transformationsrat – Ministerpräsidentin Malu Dreyer – „Die Energiepreise für Gas und Strom aber auch Benzin und Heizöl steigen nicht zuletzt durch die Auswirkungen des Ukraine Krieges immer höher. Das ist für Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger bei uns eine enorme Belastung. Die Industrie ist das Fundament der rheinland-pfälzischen Wirtschaft mit energieintensiven Unternehmen. Daher haben wir heute mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft und Gewerkschaft im Transformationsrat die Lage erörtert“, erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer nach der Sitzung.
Deshalb sei es wichtig, dass darüber auf der anstehenden Ministerpräsidentenkonferenz zusammen mit der Bundesregierung beraten wird. Sie sei der Ampelregierung im Bund dankbar, dass der bereits geplante Heizkostenzuschuss nochmals erhöht werden soll. Auch der Wegfall der EEG-Umlage sei ein wichtiger Beitrag, so die Ministerpräsidentin weiter.
Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt wies darauf hin, dass Rheinland-Pfalz über eine energieintensive Industrie verfüge und es gerade deshalb wichtig sei, die Unternehmen einerseits kurzfristig zu entlasten sowie langfristig unabhängiger von Energieimporten zu machen. Dabei setze Rheinland-Pfalz auf Alternativen wie beispielsweise Wasserstoff. So habe das Land im vergangenen Jahr das Wasserstoffnetzwerk HyCoVe ins Leben gerufen und sei dabei, eine Innovationsagentur zu gründen. „Diese Initiativen werden helfen, die Transformation der Wirtschaft in Rheinland-Pfalz gemeinsam mit den Unternehmen zu gestalten“, sagte Schmitt.
Zu allen Bereichen hat sich der Transformationsrat auf Positionspapiere an die Bundesregierung verständigt und die vielfältigen Vorhaben begrüßt. Im Austausch über die Vorhaben der Bundesregierung hob Klimaschutzministern Katrin Eder den beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren Energien hervor. Für diesen Ausbau seien gute und qualifizierte Fachkräfte nötig, damit die Umsetzung gelingen könne. Weitere Schwerpunkte der Sitzung waren die Themen Beschäftigung, Qualifizierung und Fachkräftesicherung in der Transformation, die industriepolitischen Vorhaben der Bundesregierung sowie eine effektive Kreislaufwirtschaft. „Gerade in der aktuellen Rohstoffkrise ist es wichtig, Güter möglichst ressourcenschonend zu produzieren und sie am Ende wieder zu recyceln, um sie damit wiedereinsetzen zu können,“ unterstrich die Klimaschutzministerin.
Arbeits- und Transformationsminister Alexander Schweitzer hob die Chancen der Transformationsagentur hervor, die in Rheinland-Pfalz 2022 ihre Arbeit aufgenommen hat und sich im April der Öffentlichkeit vorstellt. „Die Agentur soll aufzeigen, welche konkreten Folgen die Veränderungen der Arbeitswelt haben und wie sich diese für Beschäftigte wie für Unternehmen erfolgreich gestalten lassen, damit Rheinland-Pfalz zu einem Gewinner der Transformation wird“, betonte Alexander Schweitzer.
„Seit 2020 arbeitet der Transformationsrat in Rheinland-Pfalz erfolgreich“, dankte die Ministerpräsidentin den Mitgliedern des Transformationsrats für die Gestaltung des Strukturwandels in Rheinland-Pfalz. „Für eine erfolgreiche Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft unter ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten sind stabile und verlässliche Rahmenbedingungen unersetzlich.“ Ziel sei, industrielle Wertschöpfung und zukunftsfähige Arbeitsplätze zu erhalten und auszubauen sowie die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Standorts und der Unternehmen weiter zu stärken.
Jan-C. Czichy, Geschäftsführer DRK-Rettungsdienst Eifel-Mosel-Hunsrück, die Landrätin des Vulkaneifelkreises Julia Gieseking, Hans Peter Böffgen, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Gerolstein und Horst Well, Ortsbürgermeister von Walsdorf (v.l.) Foto: Meike Welling / Kreisverwaltung Vulkaneifel
Gerolstein/Walsdorf – Das Gebäude in der Rosenstraße in der Ortsgemeinde Walsdorf wurde als optimale Außenstelle für ein zusätzliches Rettungsfahrzeug im Gebiet Jünkerath-Kelberg-Gerolstein ausgewählt. Der dort stationierte Notfall-Krankenwagen wird 24 Stunden täglich einsetzbar sein. Über seine Funktion als Krankentransporter hinaus wird das Fahrzeug personell besetzt und technisch ausgerüstet sein wie ein Rettungswagen.„Wir freuen uns sehr über die Zusage zum Rettungsstandort Walsdorf“, so Landrätin Julia Gieseking. Die neue Außenstelle verbessert nicht nur die Versorgungsqualität in der Verbandsgemeinde Gerolstein, sondern im gesamten Landkreis Vulkaneifel.“ Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) wird im Zuge der Erweiterung den in Gerolstein vorhandenen Krankentransportwagen personell auf 24 Stunden aufstocken und von Walsdorf aus im gesamten Landkreis einsetzen. Im zweiten Schritt sollen ein höherwertiges Fahrzeug und zusätzlich weiteres hochqualifiziertes Personal eingesetzt werden.
Der Standort Walsdorf wird als Außenstelle („Stellplatz“) der Rettungswache Gerolstein eingerichtet und ein Jahr lang in der Praxis daraufhin getestet, ob die Einrichtung die gewünschten Verbesserungen erzielt oder weitere Anpassungen notwendig werden. „Mit dem erweiterten Rettungsdienst im Bereich Gerolstein/Hillesheim geht der von Politik, Verwaltung, DRK und vielen Bürger*innen, und damit unser aller lang gehegter Wunsch in Erfüllung, den Rettungsdienst zu stärken und damit die gesetzliche Hilfeleistungsfrist in allen Gemeinden unserer Verbandsgemeinde zu gewährleisten. Dieses Ergebnis konnten wir nur erzielen, weil Landkreis, Verbandsgemeinde, das DRK und vor allem auch die Ortsgemeinde Walsdorf und ein ortsansässiger Betrieb gemeinsam an einem Strang gezogen haben“, so Hans Peter Böffgen, der allen Beteiligten und der Ortsgemeinde Berndorf, die im Gemeindehaus ebenfalls Räumlichkeiten für eine Rettungswache angeboten hat, für ihren Einsatz in dieser Sache herzlich dankt.
„Als Ortsbürgermeister der Gemeinde Walsdorf-Zilsdorf freut es mich besonders, dass wir als künftiger Standort eines neuen, zusätzlichen Rettungsdienststandortes Räumlichkeiten zur Verfügung stellen können. Das ist doch eine klasse Sache für jeden Bürger. Wenn Hilfe erforderlich ist zählt schließlich jede Sekunde“ freut sich auch Ortsbürgermeister Horst Well über die neue Einrichtung in seiner Ortsgemeindeund fügt schmunzelnd hinzu, „die Idee zur Nutzung des leerstehenden Jugendraumes kam von meiner Frau, als ich ihr von den Problemen bei der Raumfindung im Gemeindehaus erzählte“.
Ein meditatives Benefizkonzert zugunsten der Mechernich-Stiftung für Hochwasseropfer im Stadtgebiet gibt das bekannte klassische Minguet-Quartett um den Strempter Cellisten Matthias Diener (2.v.l.) am Sonntag, 20. März, um 14 Uhr in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Mechernich. Hier mit Ulrich Isfort, 1.Violine, Annette Reisinger, 2.Violine, und Aida-Carmen Soanea, Viola. Foto: Irene Zandel/Minguet/pp/Agentur ProfiPress
Mechernich – Ein meditatives Benefizkonzert zugunsten der Mechernich-Stiftung für Hochwasseropfer im Stadtgebiet gibt das bekannte klassische Minguet-Quartett um den Strempter Cellisten Matthias Diener am Sonntag, 20. März, um 14 Uhr in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Mechernich.
Bereits beim Mechernicher Musikfestival 2019 rezitierte und meditierte der Mechernicher Diakon und Autor Manfred Lang bei einer Matinee in der Kommerner Bürgerhalle „Die Sieben letzten Worte Jesu am Kreuz“, musikalisch in sehr einfühlsamer Weise unterstützt von der Harfenistin Ewa Matejewska. Foto: Heinrich Kolb/Festival/pp/Agentur ProfiPress
Thema ist Josef Haydn Komposition „Die Sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze”. Die meditativen Begleittexte spricht der Autor und Diakon Manfred Lang. Einlass ist ab 13.30 Uhr, Eintritt wird nicht erhoben, Spenden für den guten Zweck sind aber herzlich willkommen. Stadtdezernent Ralf Claßen, der Vorsitzende der gemeinnützigen Mechernich-Stiftung, freute sich „außerordentlich über die Initiative zur Belebung des kulturellen Lebens, bei der auch noch Geld für hilfsbedürftige Menschen im Stadtgebiet eingenommen wird“.
Insgesamt zehn Konzerte eifelweit
Das Mechernicher Gastspiel ist Teil eines Kulturprojektes „Eifelklang“, das vom Bundesministerium für Kunst und Medien per Stipendium im Rahmen des Corona-Förderprogramms „Neustart Kultur“ unterstützt und vom renommierten Minguet-Quartett bestritten wird. „Insgesamt planen wir eifelweit zehn Konzerte“, so Matthias Diener: „Mechernich ist der Auftakt!“ Weitere zwei weitere Konzerte seien im Rahmen der Reihe bis Oktober 2022 am Bleiberg geplant, außerdem in weiteren Städten des Überschwemmungsgebietes wie Ahrweiler und Bad Münstereifel.
Die zur Fastenzeit passende Aufführung der „Sieben Worte des Erlösers am Kreuz“ von Josef Haydn hatte Diakon Lang bereits 2019 einmal mit der Harfenistin Ewa Matejewska bei einer Matinee in der Kommerner Bürgerhalle mit eingänglichen Texten bestritten, in denen das Leiden und die Worte Jesu mit dem Leid der Menschen heute korrespondieren. Das war im Rahmen des Mechernicher Musikfestivals, das ebenfalls Matthias Diener und seine Partnerin, die Violinistin Ava Rebekah Rahman, organisiert hatten.
Die sieben Konzertteile und Meditationsimpulse: 1. L’Introduzione. Maestoso ed Adagio, Sonata I. Largo: „Vater, Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun“; 2. Sonata II. Grave e Cantabile: „Heute noch, heute noch wirst du mit mir im Paradiese sein“; 3. Sonata III. Grave „Frau, siehe, das ist dein Sohn“; 4. Sonata IV. Largo: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“; 5. Sonata V. Adagio: „Mich dürstet“; 6. Sonata VI. Lento: „Es ist vollbracht“ und 7. Sonata VII. Largo: „In deine Hände, Herr, befehle ich meinen Geist“.
Als Finale erklingt „Terremoto. Presto con tutta la forza“, Haydns „Erdbeben“ nach dem Verscheiden Jesu, oder der Auszug aus einem zeitgenössischen Quartett von Wolfgang Rihm. Matthias Diener: „Haydns Passionszyklus für Orchester bzw. Streichquartett überwältigte 1788 die Zeitgenossen und löst noch beim heutigen Publikum den Eindruck aus, die sieben in den Evangelien verbürgten Worte Jesu am Kreuz seien »wahr und feierlich« wiedergegeben.“
Instrumentalmusik für Karfreitag
Die Instrumentalmusik über „Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuz“, bestehend aus sieben Sonaten mit einer Einleitung und einem Erdbeben am Ende, entstand 1786/87 im Auftrag der spanischen Stadt Cádiz, für deren aufwendige Karfreitagszeremonien es berechnet war.
Alle zehn Konzerte und Konzertprogramme im Rahmen der Reihe werden vom Minguet-Quartett und zum Teil mit Gästen bestritten. Geplant ist u.a. ein Konzert mit dem Cellisten Jens Peter Maintz und den Streichquintetten von Schubert und Rihm, sowie das Schumann- Klavierquintett mit der Pianistin Claire Huangci.
Matthias Diener: „Neben dem üblichen Konzertformat möchten wir neue Formate (weiter-) entwickeln und so auf die Bedürfnisse des Publikums besser eingehen.“
Vorstellbar seien ein Gesprächskonzert, Kinderkonzert nach dem Vorbild der „Rhapsodie in School“, „Doppelt hören“ (Ein musikalisches Werk wird zweimal gespielt, vor und nach einem Gespräch mit dem Moderator und den Künstlern) oder „Face to face“, so Diener: „Dabei stellen wir einem klassischen Werk ein zeitgenössisches Pendant oder Äquivalent gegenüber. Ziel dieses Musikfestivals ist es, hochkarätige klassische Musik in der Eifel anzubieten. Wir glauben, es ist wichtig, dass neben dem materiellen Wiederaufbau in der Region auch die Kultur dort einen Neustart erfährt!“
Der „Moskauer Circus“ wird ab dem 21. März seine Zelte in Mayen aufschlagen. Foto: PR Wagner Medienkommunikation
Mayen – Wer Ende März über die Polcher Straße nach Mayen einfährt wird nach langer Zeit der Pause wieder die Türme eines Zirkuszeltes auf dem Viehmarktplatz entdecken. Der „Moskauer Circus“ wird ab dem 21. März seine Zelte in Mayen aufschlagen.
Der Zirkus kann mit seinem über 30 Jährigen Bestehen eine lange Familientradition auf sich begründen. Aufgrund des Namens der Zirkus „Moskauer Circus“ fürchtet die Zirkusdirektion Anfeindungen aus der Bevölkerung. Dabei ist der Name des Zirkus in keiner Weise mit den aktuell kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine in Zusammenhang zu setzen.
Bei dem „Moskauer Circus“ handelt es sich um eine internationale Show, produziert von der deutsch-ukrainischen Familie Frank-Mak. Die Direktorin des Zirkus, Leyla Frank-Mak, ist Ukrainerin und entstammt einer alten Artistenfamilie. Ihr Vater war ein russischer Zirkusdirektor und dessen Frau eine ukrainische Artistin.
„Der aktuelle Krieg von Putin gegen die Ukraine schmerzt sehr, zumal Leylas Eltern in der Ukraine, nahe der russischen Grenze leben und deren Leben nun auch gefährdet ist“, heißt es in einer Stellungnahme der Tourneeleitung an die Stadtverwaltung Mayen. Wie sehr der Zirkus unter dem aktuellen Geschehen leidet zeigt sich auch in der Besetzung der Show. Die acht Musiker des Zirkusorchesters haben es nicht mehr rechtzeitig aus Kiew geschafft und kämpfen nun im Krieg um die ukrainische Hauptstadt.
„Die Stadtverwaltung Mayen steht in engem Kontakt mit der Tourneeleitung und der Direktion des Zirkus und hat alles entsprechend geprüft. Aufgrund der Umstände möchte die Stadt Mayen an dem Engagement des Zirkus festhalten“, so Oberbürgermeister Dirk Meid.
„Beim Moskauer Circus geht es um hohe Zirkuskunst der mit seinem aktuellen Programm „One World“ mit Artisten aus der Ukraine, Russland, Tschechien, Ungarn, Österreich, Italien, Spanien und Deutschland auf Völkerverständigung und das friedvolle Zusammenleben aller Nationen miteinander aufmerksam machen möchte,“ so der Zirkus.
Bürgermeister Jörg Schmidt hatte sichtlich Spaß am neuen Passfoto-Terminal. Foto: Gemeinde Wachtberg/mm
Wachtberg-Berkum – Neues Serviceangebot des Bürgerbüros – Sie brauchen einen neuen Personalausweis? Sie möchten verreisen und benötigen einen Reisepass? Aber Sie haben noch kein dafür erforderliches biometrisches Passfoto? Den Weg zum Fotostudio können Sie sich künftig sparen, denn im Wachtberger Rathaus steht jetzt ein Automat, der genau solche Fotos macht.
Im Erdgeschoss, am Ende des hinteren Flurs neben Zimmer 12, steht in einer Nische der moderne Terminal. Bürgermeister Jörg Schmidt ließ sich als einer der Ersten von Fachbereichsleiter Jan Schatton das neue Serviceangebot zeigen. Per Touchscreen wird ausgewählt, für welches Dokument das Foto benötigt wird – für einen Personalausweis, einen Reisepass oder für einen Kinderausweis. Selbstständig hebt und senkt sich die Kamera, je nach Größe des zu Fotografierenden, bis sich das Gesicht optimal im Sucher befindet. Geblitzt wird übrigens nicht, das Foto an sich wird fast geräuschlos erstellt. Nur biometrisch korrekt muss es sein, auch darum kümmert sich das Gerät automatisch. Bei Bildern, auf denen man etwa zu lustig dreinschaut oder das Gesicht in Teilen bedeckt ist, erhält man entsprechende Hinweise auf die etwaigen Fehler und den Aufruf, es erneut zu versuchen. Biometrisch korrekte Fotos werden, nach digitaler Eingabe der persönlichen Unterschrift und des Geburtsdatums des Antragstellers, anschließend direkt ans Bürgerbüro übermittelt, wo der Antrag dann bearbeitet wird. Ein Passfoto kostet acht Euro, sagt Schatton und zeigt sich zuversichtlich, dass der Fotoautomat nicht nur aus praktischen Gründen, sondern auch kostenmäßig gut angenommen werden wird. Der Preis fürs Foto werde dann zusammen mit der Ausweisgebühr im Bürgerbüro beglichen.
Dem Fachbereichsleiter Bürgerdienste war anzusehen, dass er sich freut, einen solchen Foto-Service nun auch im Wachtberger Rathaus anbieten zu können. Bürgermeister Schmidt zeigte sich gleichermaßen gut gelaunt und war ebenso überzeugt, dass diese Verbesserung des Bürgerservices positiv aufgenommen werde: „Passfotos direkt hier im Bürgerbüro machen zu können, wird den Bürgerinnen und Bürgern das Beantragen neuer Ausweise sehr erleichtern!“ (mm)
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