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Louis-Braille-Schule ist jetzt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

Düren – Die Louis-Braille-Schule für sehbehinderte oder blinde Kinder und Jugendliche setzt ein klares Zeichen gegen Diskriminierung und Rassismus. Durch die Koordination des Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Düren ist die Schule des Landschaftsverbandes Rheinland jetzt Teil des bundesweiten Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

Mit der Aufnahme verpflichten sich die Schule, sowie alle Schülerinnen und Schüler, sich aktiv gegen Diskriminierung und insbesondere Rassismus einzusetzen. Deutlich wird dies auch ab sofort mit einem Logo-Schild, das der Schule vom Kommunalen Integrationszentrum bei einem Festakt überreicht wurde. Das Schild wird jetzt sichtbar an der Schulwand befestigt. Schulpate des Projektes ist der Jugendbuch-Autor Tobias Steinfeld.

Mit der Louis-Braille-Schule sind inzwischen 14 Schulen aus dem Kreis Düren Teil des Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage.“ Auf Bundesebene beteiligen sich über 4.400 Schulen mit weit über zwei Millionen Schülerinnen und Schülern. Für die Schulen im Kreis Düren ist das Kommunale Integrationszentrum für die Vernetzung und Organisation des Projektes zuständig. So hilft es beispielsweise bei der Suche von Patinnen und Paten oder bei der Planung von Veranstaltungen rund um das Thema Antidiskriminierung.

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Erntedank-Empfang im Kreishaus Düren

Düren – Traditionsgemäß wurde am Donnerstag, dem 19. September der Erntedank-Empfang der Kreisbauernschaft im geschmückten Veranstaltungssaal des Kreishauses zelebriert. Rund 50 Gäste aus der Region kamen zu der Veranstaltung, die bereits zum 24. Mal stattfand.

In seiner Begrüßungsrede betonte Landrat Wolfgang Spelthahn die auch heute noch aktuelle Bedeutung des bis in die Antike reichenden Erntedank-Brauches. In den vergangenen Jahren habe sich die Welt dramatisch verändert. Vor allem vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges seien Lieferketten über tausende Kilometer nicht immer verlässlich.  „Die Selbstverständlichkeit von Versorgung ist so nicht mehr gegeben. Der Erntedank-Empfang ist heute nicht nur der Dank für eine gute Ernte und andere Erzeugnisse der Landwirtschaft, er ist auch ein Zeichen des Respekts und der Anerkennung für die, die sich um unsere Ernährung kümmern und die unsere Landschaft pflegen: unsere Landwirtinnen und Landwirte.“

Julia Klammer, die rheinische Kartoffelkönigin, erzählte, dass dieses Jahr die Kartoffel-Ernte besonders hart gewesen sei. Unter anderem wegen schlechter Witterung und Krankheiten Aber dank des Know-Hows der Landwirtinnen und Landwirte und der guten Böden im Rheinland, können wir trotzdem auf die Kartoffel zählen“, sagte die 18-Jährige aus Issum.

Auch Erich Gussen, der Vorsitzende der Kreisbauernschaft, blickte auf ein schwieriges Erntejahr zurück. „Selten hatten wir so wenig Stunden Sonnenschein wie in diesem Jahr. Daraus ergaben sich beim Getreide sehr schlechte Erträge. Die weltweiten Handelsströme führten zusätzlich zu niedrigen Preises, wodurch die Stimmung der Landwirte sehr gedrückt ist.“ Es zeige sich, wie stark der Klimawandel die Landwirtschaft im Griff habe. Deshalb sei es wichtig, den Fokus auch regional viel mehr auf geeignete Klimaanpassungsstrategien zu legen.

Eva-Maria Lieven ergriff als Vorsitzende des Landfrauen-Verbandes Düren Jülich das Wort. In ihrer Rede ging sie besonders auf die Altersvorsorge für Frauen in der Landwirtschaft ein. „Dass die Alterskasse in der Landwirtschaft nur ein Teilversorgungssystem ist, wissen wir alle. Aber wie kann ich heute dafür sorgen, auch wenn der Betrieb nicht übernommen wird, finanziell unabhängig meinen Lebensabend zu verbringen?“, stellte sie eine der zentralen Fragen vor, um die sich Landfrauen-Verband in Zukunft kümmern will.

Musikalische Begleitung gab es bei der Veranstaltung durch das Blechbläserduo 4 in 2. Den Höhepunkt des Empfangs bildete die feierliche Übergabe der Erntekrone der Kreisbauernschaft an den Kreis Düren. Die aufwendig gestaltete Krone wird jetzt im Eingangsbereich des Kreishauses ausgestellt.

 

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Welcher edle Tropfen wird Ahrwein des Jahres?

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Jury verkostete über 130 Ahrweine in sechs Kategorien – Preisverleihung am 31. Oktober in der Kreissparkasse Ahrweiler – Es wird spannend beim Ahrwein des Jahres: Am Donnerstag traf sich die hochkarätig besetzte Jury, um die angestellten Weine in sechs Kategorien zu probieren und zu bewerten. Die Prämierungsfeier zum Ahrwein des Jahres ist für Donnerstag, 31. Oktober, in der Kreissparkasse Ahrweiler geplant. Der renommierte Weinpreis wird seit mehr als 10 Jahren jährlich von der Kreissparkasse Ahrweiler, vom Ahrwein e.V. und dem International Wine Institute (IWI) ausgeschrieben.

In diesem Jahr gab es insgesamt 135 Weine blind zu verkosten – in der Kategorie Kultwein: 26 Weine, Premium: 26 Weine, Klassiker: 20 Weine, Frühburgunder: 20 Weine, Blanc de Noir: 26 Weine und Weiße Burgunder: 18 Weine. Unter dem Vorsitz von Autor und Journalist Carsten Henn machte sich die Jury hochkonzentriert ans Probieren und Bewerten. Keine leichte Aufgabe, denn beim Ahrwein des Jahres treten die Besten der Besten an. In diesem Jahr gaben Katharina Röder (Sommelière Landlust und Gastgeberin im Restaurant „Bambergs Häuschen“ auf Burg Flamersheim), Ulrich Hagenmeyer (IHK-Geprüfter Sommelier und Weinkommissionär), Elena Hart-Skilling (Sommeliére im Restaurant Ente in Wiesbaden, Regionalsprecherin Sommelier Union Frankfurt ), Lars Daniels (Leitender Redakteur Perswijn Niederlande), Lukas Sermann (Weingut Sermann, letztjähriger Gewinner in der Kategorie „Kultwein“) als Mitglieder der Jury ihr Urteil ab. Vorbereitet wurde die Blind-Verkostung wieder von Alexander Kohnen und seinem Team vom International Wine Institute. Guido Mombauer, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Ahrweiler, dankte nach der Verkostung herzlich den Jury-Mitgliedern für ihre Expertise und dem Team des IWI für die Vorbereitung des Termins.

Wer genauso wie die Jury die angestellten Weine probieren möchte, hat auch in diesem Jahr wieder die Gelegenheit dazu. Denn unter dem Titel „Test the Best“ laden Kreissparkasse, Ahrwein e.V. und IWI für Sonntag, 3. November, von 12 bis 17 Uhr zu einem exklusiven Tasting in das Hotel Rodderhof ein. Im gesamten Erdgeschoss und dem Weinkeller des Hotels werden sich die Weingüter mit ihren angestellten Weinen inklusive der ausgezeichneten Siegerweine präsentieren. Eine einmalige Gelegenheit, die besten Ahrweine bei einem Event zu verkosten. Tickets zum Preis von 47,95 Euro (inkl. Verkostung, Wasser und Fingerfoodteller) sind ab sofort unter ahrweindesjahres.de erhältlich.

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Auf Leben und Tod – Wenn es ernst wird, rücken die Spezialisten an – Polizei Nordrhein-Westfalen feiert 50 Jahre Spezialeinheiten

Region/Düsseldorf – Ob Verhandlungsgespräche, Festnahmeszenarien oder Observationen: Die Polizistinnen und Polizisten der Spezialeinheiten (SE) sind im Einsatz, wenn es darum geht, größere Bedrohungen abzuwehren. Am Freitag, den 20. September 2024, wurde im Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei das 50. Jubiläum gefeiert. Rund 350 Gäste, darunter Führungskräfte der Landespolizei, des Ministeriums des Innern, der Landesoberbehörden sowie der Spezialeinheiten der Polizei Nordrhein-Westfalen, nahmen am Festakt in Selm teil. Ministerpräsident Hendrik Wüst würdigte den Einsatz der Spezialeinheiten im Rahmen einer Videobotschaft. Um die Sicherheit der anwesenden Kräfte zu gewährleisten, fand die Veranstaltung unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Innenminister Herbert Reul gratulierte: „Wir schauen auf ein halbes Jahrhundert, in dem Sie, die mutigen Frauen und Männer der Spezialeinheiten, mit außergewöhnlichem Engagement und Professionalität für die Sicherheit unseres Landes sorgen. Sie sind nicht nur ein Symbol für Sicherheit, sondern auch für Entschlossenheit und Einsatzbereitschaft. Egal in welcher Einsatzlage, egal wie brenzlig die Situation ist, auf Sie ist Verlass.“

Rund um die Uhr sind die Spezialeinheiten einsatzbereit, um bei Amoktaten, Geiselnahmen, Anschlägen oder Festnahmen in der Organisierten Kriminalität an vorderster Front Schlimmeres zu verhindern. Die Spezialeinheiten bestehen aus Spezialeinsatzkommandos (SEK), Mobilen Einsatzkommandos (MEK), den Verhandlungsgruppen (VG) und den Technischen Einsatzgruppen (TEG). In Nordrhein-Westfalen gibt es sieben Standorte mit Spezialeinheiten. Sie befinden sich angedockt an die Polizeipräsidien Köln, Düsseldorf, Essen, Dortmund, Münster, Bielefeld und beim Landeskriminalamt.

Der Inspekteur der Polizei, Michael Schemke, der selbst elf Jahre bei den Spezialeinheiten tätig war, hebt hervor: „Seit der Gründung vor 50 Jahren haben die Spezialeinheiten Nordrhein-Westfalen eine Vielzahl herausragender Einsatzanlässe bewältigt, wie etwa die Geiselnahme in der Landeszentralbank in Aachen, der Anschlag auf Einsatzkräfte in einem Hochhaus in Ratingen oder – ganz aktuell – die Festnahmen im Zusammenhang mit den Sprengungen in Köln. Wesentliche persönliche Eigenschaften für diese Tätigkeit sind Tapferkeit, Gerechtigkeit und Klugheit.“

Bei dem Überfall auf das olympische Dorf im Sommer 1972 nahmen palästinensische Terroristen israelische Sportler als Geiseln. Bei dem Anschlag und der anschließenden misslungenen Befreiungsaktion auf dem Fliegerhorst Fürstenfeldbruck starben 17 Menschen. Zwei Jahre später beschlossen die Innenminister der Länder und des Bundes unter dem Eindruck des Münchener Attentats und des präsenten RAF-Terrorismus in Deutschland, Spezialeinheiten für herausragende Lagen auszubilden.

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Kreissparkasse Ahrweiler unterstützt Katja Hermann auf ihrem Weg zur Deutschen Weinkönigin

Ahrweiler – Die Kreissparkasse Ahrweiler ist stolz darauf, ihre Mitarbeiterin Katja Hermann bei der Wahl zur Deutschen Weinkönigin zu unterstützen. Katja Hermann, die im Jahr 2023 Ahrweinkönigin war und in den beiden Jahren zuvor Weinkönigin von Rech, hat in diesem Jahr die Chance genutzt und sich zur Wahl für die Deutsche Weinkönigin aufstellen lassen.

Als Ahrweinkönigin ist Katja Hermann berechtigt, an der Wahl zur Deutschen Weinkönigin teilzunehmen. Die Kreissparkasse Ahrweiler steht hinter ihrer Mitarbeiterin und unterstützt sie tatkräftig auf ihrem Weg zur Krone.

Dieter Zimmermann, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Ahrweiler, freut sich über das Engagement von Katja Hermann und betont die Bedeutung des Weinbaus für den Landkreis Ahrweiler: „Der Weinbau ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für unsere Region. Daher freut es uns umso mehr, dass eine unserer Mitarbeiterinnen sich so engagiert auf diesem Gebiet zeigt und die Chance hat, zur Deutschen Weinkönigin gekrönt zu werden. Wir unterstützen Katja Hermann auf ihrem Weg und wünschen ihr viel Erfolg.“

Die Wahl zur Deutschen Weinkönigin findet in zwei Schritten statt: Zunächst gibt es am Samstag, den 21.09.2024, einen Vorentscheid, anschließend folgt am Freitag, den 27.09.2024, das Finale. Beim Vorentscheid, welcher in Neustadt stattfinden wird, tritt Katja Hermann gegen elf Vertreterinnen aus anderen deutschen Weinbaugebieten an, um ins Finale zu kommen.

Katja Hermann bedankt sich für die umfassende Unterstützung, die sie von der Kreissparkasse Ahrweiler erhalten hat: „Ich bin sehr dankbar für die Unterstützung meines Arbeitgebers. Auch durch die Hilfe der Kreissparkasse Ahrweiler ist es mir überhaupt erst möglich, an der Wahl zur Deutschen Weinkönigin teilzunehmen. Ich werde mein Bestes geben, um den Landkreis Ahrweiler würdig zu vertreten.“

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Weitblick

Die vergessenen Schätze – Archäologietour Nordeifel startet am Sonntag 6. Oktober 2024

Mechernich-Kallmuth/Hellenthal-Hollerath – An einem recht unscheinbaren matschigen Wanderweg durch den Wald in Hollerath lässt sich etwas ganz Besonderes finden – eine Bruchsteinmauer. Nur eine Infotafel davor deutet auf die spannende Vergangenheit hin. Denn diese Bruchsteinmauer war einst der Schanzentisch einer Skisprungschanze.

1934 vom Kölner Wintersportverein eröffnet und im zweiten Weltkrieg zerstört dokumentieren diese Überreste einen Ausschnitt rheinischer Sportgeschichte in der NS- und Nachkriegszeit. Aber nur wenige wissen von ihrer Existenz. Das will das „LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland“ (LVR-ABR) ändern.

So ist die ehemalige Skisprungschanze eine von sechs vergessen Schätzen, die bei der diesjährigen Archäologietour Nordeifel am Sonntag, 6. Oktober, vorgestellt werden. Auch in Mechernich befindet sich eine Station: das alte Burghaus in Kallmuth öffnet seine Türen.

„Im Dornröschenschlaf“

Es war, genau wie die Skischanze, lange von der Allgemeinheit unentdeckt. „Das Burghaus war im Dornröschenschlaf“, erzählt Dr. Petra Tutlies, Leiterin der Außenstelle Nideggen des LVR-ABR. Dabei weise es eine sehr lange, interessante Geschichte auf.

Das heute in Privatbesitz befindliche Burghaus war einst Sitz des Kallmuther Adelsgeschlechts. Seine spätromanischen Rundbogenportale stammen aus dem frühen 13. Jahrhundert und weisen damit in eine Zeit noch vor der ersten schriftlichen Nennung 1285. Welche spannenden baugeschichtlichen und archäologischen Erkenntnisse die alten Mauern noch beherbergen, erläutern vor Ort am 6. Oktober Expertinnen und Experten des LVR.

„Das damalige Leben in der Burg und die Bauhistorie stehen im Vordergrund“, so Tutlies, „wir wollen durch Schürfen alle archäologischen Schichten zeigen.“

„Es ist sehr beeindruckend, dass wir solche Schätze in der Region haben“, findet Landrat Markus Ramers. Die weiteren vier Stationen der diesjährigen Archäologietour führen zur Stadtmauer mit Werkbrücke in Bad Münstereifel, zu Fossilien im Steinbruch Paulsgraben bei Nettersheim, der römischen „vicus Belgica“ bei Euskirchen und einer römischen Wasserleitung nach Zülpich.

Römer, Fossilien und Geheimgänge

Letztere wurde erst vor zwei Jahren bei einer archäologischen Maßnahme an der Straße zwischen Langendorf und Merzenich entdeckt. Im Zülpicher Museum der Badekultur erläutern Archäologen bei der Archäologietour ihre neuen Erkenntnisse seitdem.

Ebenfalls aus der Zeit der Römer ist die ehemalige Siedlung „vicus Belgica“, heute zwischen den Euskirchener Stadtteilen Billig und Rheder liegend. Hier fanden schon im 19. Jahrhundert auf den ausgedehnten Ackerflächen und Wiesen erste Ausgrabungen statt.

Noch weiter zurück in die Vergangenheit geht es an dem Sonntag in Nettersheim-Pesch. Was auf den ersten Blick wie eine normale Felswand aussieht, ist für Paläontologen eine wahre Fundgrube – in einem ehemaligen Steinbruch lassen sich 390 Millionen Jahre alte Fossilien finden.

Schließlich führt die Tour auch nach Bad Münstereifel, an die Torbögen bei der Werkbrücke nahe des Heisterbacher Tores. Nach der Flutkatastrophe 2021 wurde hier ein gemauerter Stollen wiederentdeckt, der durch die Mauer führt. Bei Führungen werden Archäologen erklären, was es damit auf sich hat und wie der Gang untersucht wurde.

„Gemeinsam Altbekanntes neu sehen“

„Die Archäologietour ist ein Erfolgsmodell seit 17 Jahren. Mit ihr können wir gemeinsam Altbekanntes neu sehen“, so Tutlies. „Es gibt über 100 Punkte in der Eifel, an denen die Tour schon war“, ergänzt Dr. Ulrike Müssemeier, wissenschaftliche Referentin des LVR-ABR. Sie wird scherzhaft die „Mutter der Archäologietour“ genannt und bekam für ihre Arbeit bei der Pressekonferenz im Vorfeld einen Blumenstrauß für ihre herausragende Arbeit überreicht.

Von den über 100 Stationen lagen bereits einige im Mechernicher Stadtgebiet – so etwa die „Katzensteine“ bei Katzvey, der Römerkanal bei Breitenbenden, die Aquäduktbrücken in Vussem und Vollem sowie die Kartsteinfelsen mit Kakushöhle bei Dreimühlen.

Unter www.kuladig.de sind Informationen zu allen alten und neuen Stationen abrufbar. Markus Ramers ist von der Archäologietour begeistert: „Sie zeigt, dass Wissenschaft und Tourismus sich gut ergänzen können.“

Bei der diesjährigen Tour kann Jung und Alt zwischen 10 und 18 Uhr die Stationen entweder eigenständig besuchen und sich die Bodendenkmäler von Fachleuten aus Archäologie, Paläontologie und Geschichte vorstellen lassen oder sie im Rahmen einer Busexkursion erkunden.

Bus, Fahrrad, Auto oder zu Fuß

Für diese treffen Interessierte sich um 9.15 Uhr am Bahnhof Mechernich. Dort werden sie mit Headsets ausgestattet, für gehörlose Menschen begleitet eine Gebärdensprachdolmetscherin die Fahrt. Anmelden können sie sich bis Mittwoch, 2. Oktober, unter www.nordeifel-tourismus.de oder telefonisch unter (0 24 41) 99 45 70. Die Kosten liegen bei 24,50 Euro pro Person, für Kinder bis 14 Jahre kostet die Exkursion 14,50 Euro.

Außerdem bietet der „Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Bonn e.V.“ (ADFC) eine sportlich anspruchsvolle Fahrradtour an, Informationen dazu gibt es unter www.adfc-bonn.de.

Eine 18km lange Info-Rundwanderung bietet der „Eifelverein Bonn“ vom Busbahnhof Hellenthal aus. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, Informationen gibt es unter www.eifelverein-bonn.de.

Für die eigenständige Erkundung der Stationen finden sich unter www.bodendenkmalpflege.lvr.de und www.nordeifel-tourismus.de weitere Infos, unter www.archaeologietour-nordeifel.lvr.de befinden sich außerdem Detailinfos zur Erreichbarkeit der Stationen für Menschen mit eingeschränkter Mobilität.

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Wachstum

„Ruck geben und Blut spenden“ – Das Rote Kreuz zeichnet im Kommerner „Stollen“ 36 verdiente Lebensretter aus

Mechernich – DRK-Kreisvorsitzender Karl-Werner Zimmermann: „Hundert Blutspenden helfen 300 Menschen“ – Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick: „Bei vollen Terminkalendern in schnelllebiger Zeit ist es vielen zu lästig, auch noch zur Blutspende zu gehen“ – Der erste Bürger oder sein Stellvertreter kommt seit 25 Jahren, also seit er im Amt ist, regelmäßig zu den Blutspenderehrungen des Roten Kreuzes, „weil es mir ein Bedürfnis ist, Ihnen schlichtweg dafür Danke zu sagen, dass Sie sich so für Ihre Mitmenschen einsetzen“, sagte Dr. Hans-Peter Schick auch am Mittwochabend im Kommerner Gasthaus „Stollen“, wo 36 verdiente Lebenssaftspender ausgezeichnet wurden.

13 Lebensretter für je 25 Spenden, 13 für 50, achtmal 75 und je einmal 100 und 125 Blutspenden waren auszuzeichnen vom Kreisgeschäftsführer und Ortsvereinsvorsitzenden Rolf Klöcker und der Blutspenderbeauftragten Edeltraud Engelen. Auch Rotkreuz-Kreisvorsitzender Karl Werner Zimmermann war da, um zu danken und den Dank von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann auszurichten, den er am Vortag getroffen hatte.

„Die Schere zwischen Blutbedarf und tatsächlichen Blutspenden klafft immer weiter auseinander“, so die appellierende Bitte Rolf Klöckers, per Mund-zu-Mund-Propaganda für neue weitere Blutspender im Bekannten- und Kollegenkreis zu werben. 50 Blutkonserven werden bei einem schweren Motorradunfall gebraucht, die doppelte Menge bei der Langzeitbehandlung eines chronisch Kranken.

Blutplättchen halten nur vier Tage

„Eine Blutspende hilft bis zu drei Patienten“, so Karl Werner Zimmermann, weil der wertvolle und nicht künstlich herzustellende Lebenssaft in verschiedene Teilfraktionen aufgespalten wird: Plasma, rote Blutkörperchen, Blutplättchen und so weiter. „Plasma ist bis zu zwei Jahre haltbar und kann eingelagert werden“, so ein Werbespot des Fernseharztes „Doc Esser“ fürs Rote Kreuz, der eingespielt wurde: „Blutplättchen halten nur vier Tage…“

Etwa ein Drittel bis die Hälfte der 36 zu Ehrenden waren persönlich zur Feierstunde in den Kommerner „Stollen“ gekommen, um mit Urkunden, Ehrennadeln und Präsenten bedacht zu werden. Alle zusammen haben bislang 1800 Spenden a einem halben Liter Blut abgegeben, also 900 Liter, fast ein Kubikmeter.

Statistischer Spitzenreiter war Ulrich Volmer mit 125 Spenden. Heiko Bernhard Trapp (hundert Spenden) wurde post mortem geehrt. Je 75 Blutspenden abgegeben haben Karl-Heinz Schwarz, Jörg Bodenhausen, Joachim Vossel, Bernhard Franzen, Christine Greuel-Heiroth, Frank Schriever und Eva-Maria Eich.

Für 50 Blutspenden mit Urkunde, Ehrennadel, einem Präsent des Roten Kreuzes und zwei Flaschen Wein von Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick ausgezeichnet wurden Kerstin Martina Knapp, Oksana Reiter, Kerstin Mießeler, Johannes Bützler, Karin Elfriede Balg, Frank Rang, Ludger Selker, Jens Bädorf, Dr. Gabriele Keus, Stefan Schmitz, Stefanie Braun, Therese Feyen und Hubert Bous.

Bislang 25 Mal zur Ader gelassen und ausgezeichnet wurden Inga Janßen, Johanna Söhnchen, Bianca Herschbach, Kristina Ackermann, Achim Schulz, Wolfgang Duhm, Gerd Josef Jannes, Stefan Jöbges, Erhard Pützer, Mike Bauernschmidt, Hans-Peter Keßeler, Simon Mertens, und Carlo Breuer.

Klares Land-Stadt-Gefälle

Was die Blutspenderhäufigkeit im Vergleich zur Einwohnerzahl anbetrifft, liege Mechernich im oberen Drittel des Rotkreuz-Kreisverbandes Euskirchen, sagte Ortsvereinschef und Kreisgeschäftsführer Rolf Klöcker: „Insgesamt gibt es ein klares Land-Stadt-Gefälle.“ Auf dem Land sei die Notwendigkeit von Blutspenden als lebensrettende Maßnahmen für Mitmenschen in den Köpfen und Herzen präsenter als in den Ballungsräumen.

Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick sagte: „Wir leben in einer schnelllebigen Zeit, alle haben volle Terminkalender und setzen ihre eigenen Prioritäten.“ Es sei „weniger die Angst vor dem kleinen Nadelpicks“, die viele Zeitgenossen von der notwendigen Blutspende abhielten, sondern es liegt daran, dass es vielen von uns „zu lästig ist, bei all dem, was wir sonst noch vorhaben, auch noch zur Blutspende zu gehen“.

„Springen Sie über den eigenen Schatten, geben Sie sich einen Ruck, retten Sie anderer Leute Leben“, so die Blutspenderbeauftragte und stellvertretende Kreisvorsitzende Edeltraud Engelen: „80 Prozent von uns sind irgendwann einmal in ihrem Leben auf eine Blutspende angewiesen, aber nur vier Prozent spenden“. Rolf Klöcker: „Ginge jeder Bundesbürger nur einmal im Jahr zur Blutspende, hätten wir keinen Blutkonservenmangel mehr!“

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80 Millionen Euro Investition – Vertrag unterzeichnet – „Startschuss“ für Neubau des Nelly Pütz-Berufskollegs

Düren – Es ist das finanziell größte Bauprojekt, das der Kreis Düren jemals realisiert hat: der Neubau des Nelly-Pütz-Berufskollegs im neuen Innovationsquartier am Dürener Bahnhof. Nun wurde im Kreishaus der Vertrag mit dem sogenannten Generalübernehmer, also dem Unternehmen, das plant und baut, unterzeichnet.

„Es ist heute ein besonderer Moment“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn. „Die Braunkohle geht – die Bildung bleibt: Wir investieren weiter in die Köpfe der Menschen.“ Das Nelly Pütz-Berufskolleg, dessen Träger der Kreis Düren ist, biete viele gute Bildungsgänge für wichtige Berufszweige wie Erzieherinnen und Erzieher sowie in der Pflege.

Generalübernehmer für das richtungsweisende Projekt ist Goldbeck, ein Konzern mit Hauptsitz in Bielefeld. Das international tätige Unternehmen hat schon einige Bauprojekte im Kreis realisiert, darunter die Arena Kreis Düren, die in diesem Herbst 20 Jahre alt wird. „Uns zeichnet eine vertrauensvolle Zusammenarbeit aus“, betonte bei der Vertragsunterzeichnung Hans Walter Klein, Geschäftsführer der Goldbeck West GmbH. Der Konzern beschäftigt insgesamt circa 12.000 Mitarbeitende. Die kreiseigene Gesellschaft für Infrastrukturvermögen (GIS) mit Geschäftsführer Peter Kaptain an der Spitze setzt das Projekt um.

„Wir stehen in den Starlöchern“, sagten Landrat und Geschäftsführer unisono. Im Dezember 2026 soll die Schule bezugsfertig sein. „Ende August wurde der Bauantrag bei der Stadt Düren eingereicht und nun hoffen wir auf ein möglichst unproblematisches und zügiges Baugenehmigungsverfahren, damit es Anfang des kommenden Jahres los gehen kann“ so Ralf Linde von Goldbeck-West weiter.

Fünf Geschosse, 20.000 Quadratmeter Fläche, rund 80 Millionen Euro Investition. Die Hälfte der Investition wird vom Land NRW aus dem Programm des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für die Aus- und Weiterbildungszentren im Rheinischen Revier gefördert. Das sind wesentliche Eckdaten des Neubaus in unmittelbarer Nähe zum Dürener Bahnhof. Das Land als Zuschussgeber ist sehr an einer zügigen Umsetzung des Projektes interessiert. Die neue Schule soll rund 1600 Schülerinnen und Schülern Platz bieten. Eine Kindertagespflege, eine Sporthalle und ein Parkplatz für 300 Fahrräder gehören zum Projekt dazu. Notwendig wird der Bau auch, weil die jetzigen Platzkapazitäten an der Zülpicher Straße in Düren bei weitem nicht mehr ausreichen.

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ÖPNV – Kreisverwaltung MYK setzt Zahlungen an Verkehrsbetrieb vorerst aus – Probleme im Raum Adenau dauern an

Region/Adenau/Koblenz – Die Probleme im neuen Linienbündel Hocheifel-Ahr dauern trotz intensiver Bemühungen nach wie vor an. Insbesondere der Kita- und Schülerverkehr im Raum Adenau ist hiervon betroffen. Noch immer erreicht die Kreisverwaltung Ahrweiler daher eine Vielzahl berechtigter Beschwerden von besorgten Eltern über den für den ÖPNV-Betrieb zuständigen Verkehrsbetrieb Rhein-Eifel-Mosel GmbH (VREM). Auch in der vergangenen Woche wurden Haltestellen nicht bedient, andere als die vorgeschriebenen Linienwege gefahren und den Busfahrern fehlten die notwendigen Ortskenntnisse.

„Ich persönlich bin von einem Unternehmen, dass immer wieder gegebene Zusicherungen – auch den Eltern gegenüber – nicht einhält, sehr enttäuscht“, betont Landrätin Cornelia Weigand. Aufgrund der mangelhaft erbrachten Leistungen durch die VREM hat die Kreisverwaltung nun vorerst die Zahlungen an das Busunternehmen ausgesetzt. „Die bisherigen Gespräche und Diskussionen haben nicht zu den dringend erforderlichen Verbesserungen geführt. Insofern war dieser Schritt unumgänglich. Wir wollen, dass alle Kitakinder sowie Schülerinnen und Schüler sicher in die Kitas und Schulen befördert und zurückgebracht werden, ohne dass wir – weder Eltern noch Kreisverwaltung – uns Sorgen machen müssen“, so Weigand.

Zusammen mit den Kitas, Schulen und Eltern sucht die Kreisverwaltung nach Lösungen. So wurde durch den Kreis unter anderem mit dem Unternehmen vereinbart, dass Erziehungsberechtigte als sogenannte Eltern-Scouts in den Bussen mitfahren können und den Fahrern bei Rückfragen zur Verfügung stehen. Die Begleitpersonen sollen durch die VREM auf Mini-Job-Basis bezahlt werden. Melden können sich Interessierte per E-Mail an linda.schmitz@transdev.de.

Weitere Details hierzu wird die Kreisverwaltung kurzfristig über die betroffenen Schulen kommunizieren.

Das zentrale Beschwerdemanagement des Kreises steht auch weiterhin für die Aufnahme und Bearbeitung von Beschwerden auf der Internetseite der Verwaltung zur Verfügung: https://kreis-ahrweiler.de/verkehr_ordnung/schuelerbeforderung-oepnv/beschwerdeformular-busse-und-bahn/.

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40 Religions-Lehrerinnen und -lehrer erhalten ihre kirchliche Beauftragung im Dom zu Aachen

Aachen – Weihbischof Borsch ermutigt zu Vertrauen und Gelassenheit – 40 Religionslehrerinnen und -lehrer haben im Aachener Dom die kirchliche Beauftragung zur Erteilung des katholischen Religionsunterrichts erhalten. Im Rahmen des festlichen Gottesdienstes hat Weihbischof Karl Borsch die Urkunden überreicht. Gleichzeitig haben auch zwei Gemeindereferentinnen ihre Missio Canonica erhalten, nachdem sie in ihrer Ausbildung erfolgreich den schulischen Schwerpunkt pastoraler Arbeit durchlaufen haben.

Mit Blick auf das Gleichnis vom Sämann ermutigte Weihbischof Karl Borsch die Lehrerinnen und Lehrer in seiner Predigt, mit vollen Händen weiterzugeben, was sie haben. „Ihre Aufgabe ist es zu säen. Überlassen Sie das Wachsen und Fruchtbringen getrost den Anderen. Zu wissen, dass Gott wachsen lässt, macht gelassen“, sagte Borsch.
Im Religionsunterricht setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit den christlichen Werten auseinander: Für Vielfalt. Für Demokratie. Für Menschenwürde. „Unsere Religionslehrerinnen und -lehrer sind in ihrer täglichen Arbeit stets Vorbild und Orientierung. Sie bieten den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich mit Glaube und Christentum zu beschäftigen und tragen somit zur Werteorientierung bei. Der Religionsunterricht bietet Raum für offenen Diskurs zu eigenen Positionen und anderen Weltanschauungen sowie Religionen. Somit leistet er einen wichtigen Beitrag zu einem gelingenden Gemeinschaftsleben in Schule und Gesellschaft“, betont Carsten Gier, Leiter der Abteilung Schule und Hochschule im Bischöflichen Generalvikariat.

Kirchliche Sendung

Der feststehende Begriff für die kirchliche Lehrbeauftragung, die die neuen Religionslehrerinnen und Religionslehrer aus den Händen des Bischofs empfangen, lautet „Missio canonica“ – „Kirchliche Sendung“. Denn die Religionslehrerinnen und Religionslehrer sind durch den Bischof gesandt, im Raum der Schule den christlichen Glauben in Gemeinschaft mit der Kirche zu vermitteln. Zudem erfüllen sie ihren Dienst mit staatlicher Unterrichtsbefähigung und als Bedienstete des Landes Nordrhein-Westfalen bzw. eines anderen staatlich anerkannten Schulträgers. Grundlage für ihre Anstellung ist in der Regel die Staatsprüfung für ein Lehramt und in jedem Falle die Kirchliche Bevollmächtigung.

Enorme Verantwortung

Im Bistum Aachen unterrichten über 3.000 Lehrerinnen und Lehrer Tag für Tag zirka 150.000 Schülerinnen und Schüler an ungefähr 700 Schulen im Fach Katholische Religionslehre. Indem diese Lehrerinnen und Lehrer dadurch den Schulen zur Erfüllung ihres Bildungsauftrags verhelfen, leisten sie einen wichtigen Dienst an der Gesellschaft.