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Seit dem 02. November verstärkt die Bundeswehr den Kreis Düren bei der Kontakt Nachverfolgung

Düren, 03.11.2020 – Aktuell sind im Kreis Düren 519 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Seit dem (1.11.) ist die Zahl der positiven Falle um 40 gestiegen. Leider sind zwei weitere Todeopfer zu beklagen. Gestorben sind eine 83-Jährige und ein 87-Jähriger. „Wir drücken der Familie und den Angehörigen unser tiefes Mitgefühl aus“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn. Insgesamt sind seit Ausbruch der Pandemie 2353 Menschen positiv getestet worden. Die Zahl der Genesenen ist auf 1788 Personen gestiegen (Stand: 13 Uhr).

Derzeit sind im Kreisgebiet mehrere Kitas, Schulen und Pflegeeinrichtungen betroffen. Die Kontaktpersonen wurden und werden ermittelt. 48 Menschen liegen derzeit aufgrund einer Corona-Infektion im Krankenhaus (davon 13 auf Intensivstationen).

Seit dem 02.11. verstärkt die Bundeswehr den Kreis Düren bei der Kontaktnachverfolgung. Landrat Wolfgang Spelthahn begrüßte die 10 Soldatinnen und Soldaten und stellte ihnen kurz das Kreisgebiet vor. „Sie leisten eine enorm wichtige Arbeit“, betonte der Landrat, „vielen Dank dafür.“ Neben der Bundeswehr wird der Kreis ab dieser Woche auch von Studenten und Abiturienten bei der Kontaktnachverfolgung unterstützt.

Die 519 Infizierten verteilen sich wie folgt auf das Kreisgebiet:

Aldenhoven: 76 (Gesamtzahl aller jemals positiv Getesteten je Ort: 280); Düren: 177 (815); Heimbach: 13 (39); Hürtgenwald: 4 (45); Inden: 14 (50); Jülich: 71 (365); Kreuzau: 34 (110); Langerwehe: 10 (124); Linnich: 25 (98); Merzenich: 33 (94); Nideggen: 13 (66); Niederzier: 16 (95); Nörvenich: 13 (60); Titz: 8 (56); Vettweiß: 12 (56). Die Anzahl der Todesopfer beträgt 46.

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Aktion „Jetzt Herz zeigen!“ in Wachtberg

Wachtberg-Berkum, 03.11.2020 – Am 28. September 2020 hieß es in den deutschen dm-Märkten „Jetzt Herz zeigen!“ Mit insgesamt rund 1,4 Millionen Euro spendete dm im Rahmen von HelferHerzen fünf Prozent des Tagesumsatzes an rund 1.750 ehrenamtliche Projekte aus den Bereichen Soziales, Bildung oder Kultur. Die Mitarbeiter des dm-Marktes im Einkaufszentrum in Berkum hatten als ihr Herzprojekt vor Ort den Ökumenischen Arbeitskreis Wachtberg zur Betreuung von Flüchtlingen und Asylbewerbern (ÖAK) ausgewählt.

Am Eingang des Marktes präsentierte so am 28. September der Ökumenische Arbeitskreis die Arbeit der gesamten Flüchtlingshilfe in der Gemeinde Wachtberg. Ein Banner machte darauf aufmerksam. Zu dieser Hilfe und dem ehrenamtlichen Angebot für die Neuankömmlinge in Wachtberg gehören auch noch der Kleiderpavillon, die Zugabe und der Lotsenpunkt. Das ist ein effektiver Verbund, der nicht nur für Geflüchtete, sondern auch für viele andere Herz zeigt und soziales Engagement leistet. Den ÖAK gibt es übrigens schon seit 30 Jahren. In diesem Jahr ist sein Jubiläumsjahr.

Mit den Flyern und Bildcollagen wurde den Besucherinnen und Besuchern des Marktes die soziale Arbeit der Initiativen vorgestellt. Fotos von Sprachkursen, gemeinsamen Feiern, Samstagstreffs, Besuchen von Käpt’n Book beim Rheinischen Lesefest und gemeinsamem Essen dokumentierten das breite Angebot der Flüchtlingshilfe in Wachtberg.

Die Wachtberger kauften an diesem Montag so ein, dass 5 Prozent des Tagesumsatzes etwa 680 Euro ergaben. Diese Spende erhielt der ÖAK. Der Arbeitskreis bedankt sich bei allen Wachtbergerinnen und Wachtbergn, die ihn so unterstützt und die ehrenamtliche Arbeit gewürdigt haben. Dank gilt auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des dm-Marktes, mit denen hervorragend zusammengearbeitet wurde. Dem Leiter des Marktes, Herrn Diehl, gilt dazu noch ein besonderer Dank für seine  freundliche Unterstützung. (Kurt Zimmermann / ÖAK  Wachtberg)

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„Tatort Eifel“ abgeblasen – 11. Ausgabe des Krimifestivals auf 2022 verschoben

Hillesheim/Daun/Mechernich/Eifel, 03.11.2020 – Auf Tuchfühlung mit den Stars der Krimiszene gehen, Kontakte und Netzwerke knüpfen, den Hauch der großen weiten Kino- und Fernsehwelt in die Eifel tragen: Das alles kann und tut das Kriminalfestival „Tatort Eifel“ seit 20 Jahren. Die für den Herbst 2021 ursprünglich vorgesehene elfte Auflage allerdings wird als Folge der Pandemie auf September 2022 verschoben.

In Daun gabs Autogramme von Michaela May, der Kriminalhauptkommissarin Jo Obermaier aus der Fernsehserie „Polizeiruf 110“. Foto: Helmut Gassen/Veranstalter/pp/Agentur ProfiPress

Das teilen Mirjam Flender, Pressebüro „Tatort Eifel“, und Verena Bernardy, Pressestelle der Kreisverwaltung Vulkaneifel, in einer gemeinsamen Pressemeldung dem „Bürgerbrief“ der Stadt Mechernich mit.

Darin heißt es: „Die Entscheidung haben sich die Macher von »Tatort Eifel« rund um Festivalleiter Heinz-Peter Hoffmann nicht leicht gemacht. Eigentlich wären jetzt die ersten Programmplanungen für das Festivaljahr 2021 gestartet. Pandemiebedingt ist in diesem Jahr jedoch vieles anders.“

Heinz-Peter Thiel, der Landrat des Nachbarkreises Vulkaneifel, und Festivalleiter Heinz-Peter Hoffmann wollen das Krimifestival mit Unterstützung des aus der Stadt Mechernich stammenden Kriminalschriftstellers und Verlegers Ralf Kramp 2021 allerdings um eine Variante bereichern, die „Hillesheimer Krimi-Tage“ vom 16. bis 19. September.

Kaum Stars zu buchen für 2021

Damit reagieren die Veranstalter auf die derzeitige Situation und die geltenden Abstands- und Hygieneregeln, die eine Durchführung des Festivals bereits jetzt schwer kalkulierbar machen. „Tatort-Eifel“-Erfinder Heinz-Peter Hoffmann: „Hinzu kommt, dass es momentan fast unmöglich ist, Künstler und Experten aus der Filmbranche für das Jahr 2021 zu verpflichten, weil viele Filmdrehs ebenfalls auf das nächste Jahr verschoben wurden.“

„Tatort Eifel“ soll nun vom 16. bis 24. September 2022 in Daun stattfinden. Folglich werden auch die mit „Tatort Eifel“ verbundenen Wettbewerbe nicht dieses Jahr, sondern erst 2021 ausgeschrieben. Dazu zählen der „Junior Award“, „Der Kurzfilm-Preis“ sowie „Der Deutsche Kurzkrimi-Preis“ und die Förderung für Drehbuchautoren im Rahmen der „Stoffbörse“.

Die „Hillesheimer Krimitage“ mit einem abwechslungsreichen Programm werden von der Touristik GmbH Gerolsteiner Land veranstaltet, und mit Unterstützung von „Tatort Eifel“ geplant und durchgeführt. Ralf Kramp ist Mit-Initiator. „Zukünftig ist angedacht, die »Hillesheimer Krimitage« im jährlichen Wechsel mit »Tatort Eifel« stattfinden zu lassen“, erklärten Bürgermeister Hans Peter Böffgen und Touristiker Manfred Schmitz.

Schirmherrin Malu Dreyer

Wie es in der Pressemitteilung heißt, ist für Insider des Krimigeschäfts – Drehbuchautoren, Senderverantwortliche, Produzenten und Filmschaffende – 2021 ein kurzes Workshop-Programm in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz in Berlin geplant.

„Unser Krimifestival »Tatort Eifel« lebt von den vielen Besuchern aus dem gesamten Bundesgebiet und von der gemütlichen Atmosphäre in der Eifel, den persönlichen Kontakten und Begegnungen, prominenten Gästen und glamourösen Veranstaltungen. Wir hoffen, dass wir diese Atmosphäre und Qualität der Veranstaltungen ab 2022 wieder realisieren“, so Vulkaneifel-Landrat Heinz-Peter Thiel.

„Tatort Eifel“ ist eine Veranstaltung des Landkreises Vulkaneifel und des Landes Rheinland-Pfalz und findet alle zwei Jahre im Rahmen des Kultursommers Rheinland-Pfalz statt. Schirmherrin des Festivals ist die Ministerpräsidentin des Landes Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer. www.tatort-eifel.de

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Das neue Heimatjahrbuch Kreis Ahrweiler ist da

Ahrweiler, 03.11.2020 – Feuerwehr, Spitzensport und Karneval vorne auf der Titelseite, 75 Beiträge auf 290 Seiten im Innenteil – das Heimatjahrbuch Kreis Ahrweiler 2021 ist druckfrisch erschienen, 79 Autorinnen und Autoren sind es diesmal, die den AW-Kreis mit seinen Dörfern, Städten und Menschen aus vielen Blickwinkeln beleuchten. Die jüngste Ausgabe des seit 1926 erscheinenden Standardwerks ist ab sofort Im Buchhandel sowie bei weiteren Verkaufsstellen erhältlich. Das Buch mit festem Einband kostet 7,50 Euro, wie Im Vorjahr.

Die knalligen Farben des Buchtitels 2021 sind Vorboten der bunten Vielfalt an Buchthemen: So setzt der Brand- und Katastrophenschutz im Kreisgebiet verstärkt auf „Digitales, Drohne & Co.“, was die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Sinzig anschaulich demonstriert. Mit Anna-Lena Friedsam präsentiert sich ein Tennis-Profi aus dem Brohltal erfolgreich bei internationalen Turnieren. Und Karneval in der Stadt sowie im Kreis Ahrweiler Ist seit Jahrhunderten Kult.

Die Palette der Beiträge reicht über Schule und Sport, Naturschutz und Ehrenamt, Kunst und Kultur, Industrie – und Verkehrsgeschichte, Archäologie und Kirchengeschichte bis zu Anekdoten und – das gehört in jedes Jahrbuch – Mundart. Einen „herzlichen Dank“ schickte Landrat Dr. Jürgen Pföhler bei der Buchvorstellung im Kreishaus an jene voraus, „die unser Heimatjahrbuch überhaupt erst ermöglichen; die Autorinnen und Autoren.“ Was der Landrat sich für die Zukunft wünscht? „Noch mehr junge Menschen, die sich mit Vorschlägen oder Beiträgen einbringen.“

Einige Blicke in die Themen: Die Aktuelle Chronik aus Kreis und Gemeinden Ist obligatorisch, diesmal ergänzt durch Corona und seine Folgen, nämlich das „Leben im Ausnahmezustand“. Das Deutsche Rote Kreuz leistet notfallmedizinische Hilfe im Wandel der Zeit. Jugendliche Themen befassen sich unter anderem mit dem Peter- Joerres-Gymnasium, wo sich Schüler und Lehrer für mehr Klimaschutz einsetzen, und den Pfadfindern, die seit 40 Jahren in Remagen organisiert sind. Naturschutz steht im Mittelpunkt bei der Streuobstwiese in Leimbach-Adorferhof sowie der Renaturierung des Brohlbachs aus Sicht der Fischereigenossenschaft und des Gewässersystems der Ahr. Die artenreichen Wiesen rund um Lind und Plittersdorf bieten „Weiden mit Weitsicht“.

Um Musik geht es beim Kreis-Chorverband Ahrweiler, der 1200 Sängerinnen und Sänger aus 38 Chören vereint, bei Stephan Maria Glöckner und bei einem Ausflug ins Remagen der 1960er-Jahre, das damals als Beat-Hochburg galt. Ludwig van Beethoven wird in zwei Beiträgen mit dem Kreisgebiet in Verbindung gebracht.

Sport darf nicht fehlen: Der Hockey- und Tennisclub Bad Neuenahr wird 100 Jahre alt; Geh-Fußball ermöglicht älteren Semestern sportliche Aktivitäten bisher in Remagen und Birresdorf; die Rhein-Ahr-Borussen sind ein offizieller Fanclub von Borussia Dortmund; Oskar Hauger war ein vorausschauender Sportfunktionär des SC 07 Bad Neuenahr und Präsident prunkvoller Karnevalssitzungen.

Interessant ebenfalls: Technikgeschichte und Firmengeschichten, etwa mit der „Sinziger Plattenfabrik“, der Rekofa, der Rheinfähre Linz-Kripp, der erfolgreichen englischen Motorradfirma „Veloce“, deren Ursprünge sich in Oberwinter finden, oder den Bus- und Bahnverbindungen nach Ringen.

Reichhaltig vertreten: Kunst- und Kulturgeschichte, beispielsweise Salvador Dali als Gast im Arp Museum, die Are Gilde mit Johannes Friedrich Luxem, Johannes Kirschweng (Kaplan, Schriftsteller und Dichter), die Großveranstaltungen der Internationalen Trachtenfeste in Bad Niederbreisig, der Kreuzweg am Apollinarisberg, die Jülicher Wasserburg in Sinzig sowie der Kutschen- und Kurfürstenweg im Breisiger Ländchen.

Namen und Schreibweisen sind manchmal verschieden und doch verwandt: Weibern und Wabern etwa; oder Aremberg und Arenberg, wo um 1600 übrigens zwei Biersorten gebraucht wurden: für die Herren und für das Gesinde.

Zurück zu Corona: Bei allen derzeitigen Sorgen und Nöten gilt es zu bedenken, dass diese Krankheit bezüglich der Todesrate im Vergleich zu früheren Pandemien glimpflich verläuft: Ein Bericht über die Pest, die vor 350 Jahren auf der Grafschaft wütete, beweist dies anschaulich.

Ein Tipp: Die Kreisverwaltung Ahrweiler veröffentlicht im Internet frühere Jahrbuch-Ausgaben – ein umfangreicher Fundus an Wissenswertem und Interessantem: www.kreis-ahrweiler.de/kvar.

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„Super Markt – Esch bringt‘s wieder!“

Kaisersesch, 03.11.2020 – Unterstützungsangebote für Tafelkunden und Bedürftige in der Verbandsgemeinde Kaisersesch. Aufgrund der aktuellen Situation hat die Tafel in Cochem zum Schutz der Bedürftigen und der Beschäftigten dort ihren Betrieb eingestellt. Für diese Menschen fällt hierdurch leider wieder ein wichtiges zusätzliches Unterstützungsangebot weg.

Wie bereits im Frühjahr dieses Jahres, werden unter der Organisation der Verbandsgemeindeverwaltung Kaisersesch von ortsansässigen Supermärkten Lebensmittelpakete mit verschiedenen Grundnahrungsmitteln kostenlos zur Verfügung gestellt.

Wie funktioniert der Service?

Tafelkunden und Bedürftige melden sich bitte telefonisch oder per E-Mail unter:

Telefon: 02653 9996-712 oder 02653 915173-0

E-Mail: mgh.schieferland@vg.kaisersesch.de

Wenn Sie den Kontakt über E-Mail nutzen, können Sie uns hier auch gerne Ihre Berechtigung (Tafelkunde/Bedürftigkeit) nachweisen (Bescheid Job-Center o. ä.). Selbstverständlich werden alle Informationen vertraulich behandelt.

Die Lebensmittelpakete werden den bedürftigen Menschen mittwochnachmittags nach Hause geliefert.

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Damokles-Schwert über Karnevalisten: Runder Tisch der Karnevalisten glich eher einem Corona-Krisentreffen

Mechernich, 03.11.2020 – Geselliges Schunkeln und Singen ist der Inbegriff für die pure Lebensfreude im rheinischen Karneval. Doch mit steigenden Corona-Fallzahlen sind für Karnevalisten und Jecken schwere und tief-traurige Zeiten angebrochen. Das wurde beim dritten runden Tisch der Karnevalisten jüngst in aller Wucht deutlich, zu dem die Stadt Mechernich alljährlich einlädt. Die Zusammenkunft im Ratssaal der Stadt glich diesmal eher einem Corona-Krisentreffen.

Auch Constantin Hochgürtel vom Mechernicher Ordnungsamt hätte lieber freudigeres mitgeteilt: „Leider habe ich heute nicht die besten Nachrichten zu verteilen“, sagte er: „Wir befinden uns aktuell in einer sehr dynamischen Lage.“ Täglich gebe es neue Verordnungen. Im Kreis Euskirchen habe man nun schon den zweiten Wert der Gefahreneinstufung überschritten. Wo das Ganze noch hinführe, müsse man abwarten, so Hochgürtel weiter. Fakt sei aber schon jetzt durch Beschlüsse der Landes- bzw. Bundesregierung: „Karnevalsumzüge und Sitzungen in der klassischen Form, wie sie sonst stattgefunden hätten, werden wohl nicht möglich sein.“

Mini-Lösungen wirtschaftlich vertretbar?

Aktuell erlaubt seien höchstens noch „kleine karnevalistische Kulturveranstaltungen“, so Hochgürtel. Und ob sich solche kleinen Mini-Lösungen wirtschaftlich lohnten und ob nicht der Aufwand größer sei als der Nutzen, das müsse letztlich jeder Verein für sich selbst entscheiden.

Erschwerend hinzu komme für die Vereine, dass ein langes im Voraus planen ohnehin schlecht machbar sei. Eher müsse man sich als Verein oder Veranstalter bei Vorhaben „nach heutigen Erkenntnissen“ und „nach aktuell gültigen Verordnungen“ richten. Ob das, was man heute festlege, tatsächlich morgen durchgeführt werden könne, wisse keiner. „Letztlich müssen wir kurzfristig mit Ihnen entscheiden, was genau mit welchem Hygienekonzept und unter welchen Bedingungen, möglich sein wird“, so Hochgürtel. Das Damokles-Schwert der Änderungen schwebe stets über den Plänen der Karnevalisten. „Kurzfristige Absagen sind laut Verordnung jederzeit möglich und einzuplanen.“

Aus allen Wolken fielen die Karnevalisten ob der Nachricht Hochgürtels allerdings nicht. Wie es scheint, haben sie die Entwicklung der Corona-Pandemie genau beobachtet. Sie nutzten vielmehr die Gelegenheit, beim Runden Tisch Fragen an den Experten vom Ordnungsamt loszuwerden. Zehn Karnevalsvereine – von Floisdorf bis Weyer – waren vertreten.

„Vereinsleben zusammengebrochen“

„Das ganze Vereinsleben ist zusammengebrochen“, bedauert Nicole Reipen, die Vorsitzende der KG Greesberger aus Kommern. Deshalb wolle der Vorstand zumindest noch eine Jahreshauptversammlung des Vereins unter strengen Hygiene- und Abstandsregeln in der Kommerner Bürgerhalle durchführen, um sich „wenigstens nochmal zu sehen“.  Die Karnevalisten hatten wenige Stunden zuvor die komplette Session mit Sitzungen und Rosenmontagszug in Kommern abgesagt.

Für Bleifööss-Präsident Reinhard Kijewski die einzig richtige Entscheidung. Er plädierte gegenüber den Vertretern anwesender Vereine, dass es gut wäre, jetzt alle Veranstaltungen rigoros für diese Session abzusagen und dafür lieber mit frischem Wind und Schwung in die Session 2021/2022 zu gehen: „Ich hoffe, dass die Pause uns und dem Karneval gut tut.“ Sitzungen & Co. in der Corona-gebeutelten Session auf Biegen und Brechen durchzuführen, damit sei niemandem gedient. Die Bleifööss würden auch von Besuchen bei befreundeten Vereinen Abstand nehmen.

Björn Wassong, der auch als Büttenredner „Ne Jeck im Rähn“ auf den Karnevalsbühnen Kölns als Künstler unterwegs ist, sagte: „Mein persönlicher Terminkalender ist von 2021 auf 2022 gewandert.“

Verträge bereiten Sorge

Große Sorgen bereiten den Mechernicher Karnevalisten die langfristig geschlossenen Verträge mit Bands und Büttenrednern oder für das Festzelt, die vielleicht bezahlt werden müssen, solange nicht „von oben“, sprich der Landes- oder Bundesregierung, ein generelles Verbot von karnevalistischen Veranstaltungen aller Art ausgesprochen werde.

Doch da konnte Wassong beruhigen: „Laut einem Justitiar des Kölner Festkomitees haben die Künstler schlechte Karten, wenn sie auf ihre Verträge pochen.“ Außerdem bleiben etliche Karnevalsvereine im Stadtgebiet erneut auf ihren Kamellebergen sitzen. Wegen zweier Sturmtiefs waren schon 2020 etliche Karnevalswagen und Fußtruppen zu Hause geblieben.

Ersatzlos gestrichen seien definitiv auch der Karnevalistische Empfang des Bürgermeisters in der St.-Barbara Schule und der Sturm auf das Rathaus angesichts der aktuellen Corona-Entwicklung in diesem Jahr, teilte Ralf Claßen, Kämmerer und Dezernent der Stadt Mechernich, mit.

Im Vorjahr war erstmals ein neues Konzept mit größerer Bühne, Stehtischen und Theke im Nachbarraum für Gespräche umgesetzt worden. „Eine gelungene Entwicklung“, konstatierte Björn Wassong rückblickend: „Die Vereine haben ein schönes Bild des facettenreichen Karnevals in Mechernich gezeigt.“ Auch Claßen freute sich über die „tolle Veranstaltung“ und über einen Erlös von 300 Euro, der an die Mechernich-Stiftung geflossen ist, deren Vorsitz er innehat.

Das Ordnungsamt helfe den Karnevalisten auch in den kommenden Wochen bei aktuellen und drängenden Fragen immer gerne weiter, betonte Claßen: „Rufen Sie das Ordnungsamt einfach an.“ Aktuelle Corona-Schutzverordnungen veröffentliche die Stadt tagesaktuell auch auf der städtischen Webseite unter www.mechernich.de.

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Rückblick auf die Herbstferienspiele 2020

Stolberg, 03.11.2020 – In den Herbstferien dieses Jahres konnten Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren ein farbenfrohes – abwechslungsreiches Ferienprogramm genießen. Dieses wurde von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der kommunalen Jugendarbeit in Kooperation mit der Kinder- und Jugendperspektive des Jugendamtes Stolberg und mit Unterstützung durch die Sponsoren des „Stolbärchens“ liebevoll geplant und detailliert gestaltet.

Kleine Igel-Kinder und größere Fuchs-Teenies eroberten in selbstdesignten Räubermützen und Beutelchen die Stolberger Burg unter Leitung von Frau Jansen „der Kräuterhexe“. Bei der Altstadterkundung durfte natürlich auch nicht ein großes Holzschild mit eigenen bunten Ritterwappen fehlen. Den Kindern gelang es so, im Handumdrehen die kniffligen Rätsel der Stadtrally zu lösen. Holzschilder und Räuberutensilien wurden in Zusammenarbeit mit der Jugendwerkstatt Stolberg extra für die Kinder, die an den Ferienspielen teilnehmen, von den Jugendlichen unter Anleitung der erfahrenen Werkpädagogen Frau Kober und Herr Hoettge (JBH Stolberg e. V.) vorher angefertigt.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Herbstferienspiele staunten über die große Dampfmaschine. Foto: Anne Barry, Kinder- und Jugendperspektive Stolberg

Auch im Museum Zinkhütter Hof vermischten sich Wissenswertes und Spaß durch die interaktiven Angebote, die von Frau Grüttemeier nach Alter entsprechend vorbereitet worden sind. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Herbstferienspiele staunten über die große Dampfmaschine, die in ihrer Funktion kindgerecht erklärt wurde und weitere eindrucksvolle Ausstellungsstücke.

Viel Bewegung und Natur standen ebenfalls auf der Tagesordnung. Im Naturschutzgebiet Gehlens Kull brachte Herr Schmidt, ein Wildnispädagoge, den neugierigeren Igel-Kindern und Fuchs-Teenies interessantes über verschiedene einheimische Tiere, ihren Lebensraum und ihre Überlebensstrategien bei. Vielen Kindern wurde bewusst, dass es viele unterschiedliche Lebewesen auch inmitten der schönen Kupferstadt Stolberg ihr Zuhause haben. Herr Steil, Künstler und Imker, kreierte mit den Kindern eigene Bienenkerzen, Labellos und Creme, aus rein natürlichen Wertstoffen wie Bienenwachs und zeigte den Kindern, warum Bienen so wichtige und nützliche Lebewesen sind und wie sie ihr Leben organisieren. Außerdem erfuhren sie, wie eine Bienenwohnung aufgebaut ist und dürften dabei selbst Hand anlegen.
Zum Ausgleich gab es Entspannung beim Kinder-Yoga. Zusammen mit Yoga-Lehrerin Frau Scheitinger, wurden verschiedene Figuren und Formen wie Schütze, Baum, Vogel und Krokodil erlernt. Die Übungen hatten es aber auch in sich, denn Konzentration, Achtsamkeit und Körpergefühl brachten Igel- und Fuchskinder einige Herausforderungen.

Ein weiteres Highlight in den bunten Herbstferienspielen war der Besuch des Kinos im Kulturzentrum Frankenthal, welches an die Räumlichkeiten des Jugendzentrums „Westside“ angrenzt. Die Kinder hatten dabei die Auswahl zwischen zahlreichen aktuellen Kinderfilmen.
Rückblickend auf die bunten zwei Wochen im Herbst freuen sich die Organisatoren, dass die Herbstferienspiele trotz der aktuellen Umstände und diversen Anpassungen durch die täglich variierende Lage zur Corona-Pandemie Zeit trotzdem für alle Kinder unter Einhaltung der vorgegebenen Schutzmaßnahmen stattfinden konnte. „Wir sind sehr glücklich über die Rückmeldungen, dass alle Kinder gleichermaßen von aufregenden Ferienerlebnissen zu Hause berichten konnten. Für uns sind damit die Herbstferienspiele ein voller Erfolg!“, berichten Anne Barry und Aida Ramic von der Kinder- und Jugendperspektive Stolberg.

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Diffuses Infektionsgeschehen in der Verbandsgemeinde Adenau

Ahrweiler, 02.11.2020 – Derzeit ist im gesamten Kreis Ahrweiler ein diffuses Infektionsgeschehen zu verzeichnen. Alle acht Gebietskörperschaften im Kreis sind nahezu täglich von Neuinfektionen mit dem Coronavirus betroffen. In der Verbandsgemeinde Adenau unterliegt das Infektionsgeschehen aktuell einer besonders hohen Dynamik. So wurden innerhalb der vergangenen sieben Tage 43 Neuinfektionen verzeichnet. Dies entspricht einer Sieben-Tage-Inzidenz von 325 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche, wenn man die Einwohnerzahl von 13.200 zugrunde legt.

Diese hohen Zahlen sind maßgeblich auf private Feiern und Zusammenkünfte zurückzuführen. Die Infizierten haben das Virus sowohl innerhalb der Familie als auch im Rahmen von Außenkontakten in der Verbandsgemeinde Adenau weitergetragen, sodass man in der Region von einem diffusen Infektionsgeschehen sprechen kann. Hier besteht kein Zusammenhang zu den Motorsportveranstaltungen am Nürburgring.

Heute gibt es 26 Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Kreis: 13 in der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, 1 in der Stadt Remagen, drei in der Stadt Sinzig, zwei in der Verbandsgemeinde Adenau, fünf in der Verbandsgemeinde Bad Breisig und zwei in der Verbandsgemeinde Brohltal.

Die Gesamtzahl der Infizierten im Kreis Ahrweiler steigt auf 678. Davon gelten 405 als genesen. Fünf Personen sind an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. 951 Personen befinden sich derzeit in Quarantäne.

Die Sieben-Tage-Inzidenz für den Kreis Ahrweiler liegt bei 121 Neuinfektionen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche an. Damit befindet sich der Kreis weiterhin in der „Alarmstufe“ rot des Warn- und Aktionsplans des Landes Rheinland-Pfalz.

Der aktuelle Verlauf der Corona-Pandemie stellt sich in den einzelnen Städten, Gemeinden und Verbandsgemeinden im Kreis wie folgt dar:

Verbandsgemeinde Adenau: 115 Infektionen, davon 40 genesen
Verbandsgemeinde Altenahr: 57 Infektionen, davon 47 genesen, 1 Person verstorben
Verbandsgemeinde Bad Breisig: 55 Infektionen, davon 31 genesen
Verbandsgemeinde Brohltal: 45 Infektionen, davon 27 genesen
Gemeinde Grafschaft: 70 Infektionen, davon 54 genesen
Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler: 177 Infektionen, davon 108 genesen, 3 Personen verstorben
Stadt Remagen: 79 Infektionen, davon 48 genesen
Stadt Sinzig: 80 Infektionen, davon 50 genesen, 1 Person verstorben

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Corona-Pandemie: Gemeinsames Abstrichzentrum am Aachener Tivoli ab heute, 02. November in Betrieb

StädteRegion Aachen, 02.11.2020 – Stadt und StädteRegion Aachen nehmen in Kooperation mit der Kassenärztlichen Vereinigung ab heute, Montag (2. November) ein Gemeinsames Abstrichzentrum (GAZ) in Betrieb. Das GAZ wird in einem speziell hergerichteten Bereich des Aachener Tivoli eröffnet. Ein Teil des Zentrums wird von der Kassenärztlichen Vereinigung betrieben, der andere Teil vom Gesundheitsamt.

„Hier können sämtliche Fälle aus der Coranavirus-Testverordnung sicher und kostenlos getestet werden“, erklärt Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier. Damit sich symptomatische und asymptomatische Personen nicht begegnen, muss man bei der Online-Terminvergabe schon eine Reihe von Angaben zum Grund für die gewünschte Testung und zum eigenen Gesundheitszustand machen. Termine werden werktags von 8 bis 18 Uhr vergeben. Nur Kontaktpersonen ersten Grades bekommen ihren Termin NICHT über das Online-Formular. Sie werden durch das Gesundheitsamt informiert. Auch nach der Eröffnung des GAZ werden mobile Teams des Gesundheitsamtes weiterhin in den Alten-, Wohn- und Pflegeheimen unterwegs sein.

Anfang März 2020 hatten Stadt und StädteRegion Aachen das erste Kommunale Abstrichzentrum (KAZ) in Eschweiler und drei Wochen später ein zweites im Aachener Tivoli in Betrieb genommen. Nachdem die Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) Nordrhein Mitte Juni mitgeteilt hatte, dass angesichts der geringen Nachfrage die Abstriche wieder in den Praxen wahrgenommen werden konnten, wurde das KAZ geschlossen. Beim „Neustart“ der zentralen Einrichtung ist die KV jetzt von Anfang an mit dabei. „Wir sind als Vertreter der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein schon seit Monaten mit der StädteRegion Aachen in konstruktiven Gesprächen, um ein gemeinsames Testzentrum zu etablieren. Besonders wichtig war uns, wie auch in den Praxen, eine strikte Trennung zwischen symptomatischen, von uns im neuen Testzentrum zu testenden Patientinnen und Patienten, und asymptomatischen Personen zu gewährleisten. Dies ist hier am Tivoli gut umzusetzen“, sagt Marion Ries, Vorsitzende der KV-Kreisstelle Aachen-Stadt.

Die StädteRegion Aachen wird sich vornehmlich um Kontaktpersonen der ersten Kategorie, sogenannte K1-Fälle, kümmern. Außerdem um die Fälle aus Wohn- und Betreuungsangeboten für ältere und pflegebedürftige Menschen sowie Menschen mit Behinderung („WTG-Behörde“) und Institutionen der Eingliederungshilfe. Nach Ausbrüchen in Schulen und Kitas soll das GAZ zudem die mobilen Teams unterstützen. Die Kapazität wurde von der StädteRegion auf 650 Tests pro Tag ausgelegt. Für den Bereich der KV hängt die Zahl der zu Testenden vom Bedarf ab und davon, wir viele Abstriche weiterhin in den Praxen gemacht werden. „Das Angebot können wir flexibel anpassen. Es werden immer zwei Ärzte und geschultes medizinisches Personal vor Ort sein“, so Ries. Auch nach der Eröffnung des GAZ sind die Hausärzte in ihren Praxen zur Testung berechtigt.

Einen besonderen Dank spricht der Städteregionsrat den Hilfsorganisationen aus: „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), des Malteser Hilfsdienstes, der Johanniter Unfallhilfe und des Technischen Hilfswerks leisten seit dem Frühjahr hervorragende Arbeit zur Bewältigung der Pandemie! Mein Dank gilt zudem der Aachener Parkhaus GmbH, die ihr Parkhaus hier vor Ort zur Verfügung stellen.“  Besucher mit Termin im Abstrichzentrum können im Parkhaus hinter dem Fußballstadion parken. Sie bekommen bei der Anmeldung ein kostenloses Auslassticket.

Testwillige müssen über eine deutsche Krankenversicherung verfügen. Unter dieser Bedingung können auch Menschen mit Wohnsitz in Belgien oder den Niederlanden getestet werden. Die Tests im GAZ sind kostenfrei.

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Mayen-liefert : Unterstützung für die Mayener Restaurants

Mayen, 02.11.2020 – Seit heute sind die Restaurants und Cafés wieder für vier Wochen geschlossen. Aber die Website www.mayen-liefert.de ist nach wie vor vorhanden. Unterstützen Sie die Mayener Restaurants und Cafés und nutzen Sie den Bestell- und Lieferservice.

Die Restaurant- und Café- BetreiberInnen bitten wir Ihre Einträge auf den Website zu aktualisieren oder – wenn noch nicht geschehen – Ihr Angebot einzutragen. Die Eintragung ist sehr einfach.

Wir haben es schon einmal geschafft.  Wir schaffen es auch diesmal – alle gemeinsam – wenn wir zusammenhalten.

Für die MY- und Brückengemeinschaft Dieter Klein