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Kreiswackesträger Mayen-Koblenz 2024 steht fest – Kreisnarrentreffen 2024 findet in Ettringen statt

Region/Mayen-Koblenz – Seit 1997 wird die höchste karnevalistische Auszeichnung, der aus Pflastersteinen gefertigte Kreiswackes, vergeben. Der Kreiswackes ist ein aus einem „Pflasterstein gefertigtes Narrengesicht“. Diese Auszeichnung geht alljährlich an einen verdienten Karnevalisten. Eine Jury bestehend aus Landrat, Präsident der Rheinischen Karnevalskorporationen e.V. (RKK) und Pressevertretung wählen einen Karnevalisten aus verschiedenen von den Vereinen eingereichten Vorschlägen aus. Die Auswahl der Person, die 2024 mit dem Kreiswackes ausgezeichnet wird, hat jüngst stattgefunden. Verliehen wird der Preis während des Kreisnarrentreffens. Bis dahin bleibt es ein gut gehütetes Geheimnis, welche Person den Preis erhält.

Das Kreisnarrentreffen findet nächstes Jahr am 31. Januar in der Hochsimmerhalle in Ettringen statt. Durchschnittlich nehmen 75 Vereine mit rund 800 bis 900 Gästen an der Veranstaltung teil. Jedes Jahr ist ein anderer Karnevalsverein Ausrichter des Treffens, so dass es an wechselnden Orten im Landkreis stattfindet. Programmpunkte sind unter anderem Auftritte einzelner Karnevalsvereine, die Ordensverleihung an die teilnehmenden Vereine und als Höhepunkt der Veranstaltung die Verleihung des Kreiswackes.

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Eifeler Dialekt steht im Mittelpunkt des aktuellen Heimat-Jahrbuches in der Vulkaneifel

Daun – „Eifeler Dialekt – oder eher die Dialekte der Eifel? Unsere Sprache, so wie sie sich entwickelt hat und welche Rolle sieh heute noch spielt“– so lautet das Schwerpunktthema des vor wenigen Tagen in der Historischen Wassermühle in Birgel vorgestellten Heimatjahrbuches 2024 des Landkreises Vulkaneifel. Über 30 Beiträge des 286 Seiten starken Werkes beschäftigen sich alleine mit diesem Thema. In unterschiedlichen Facetten haben die jeweiligen Autorinnen und Autoren Geschichten im Dialekt, über unser Platt oder die historische

Entwicklung des Dialektes eingereicht.  „Eh Schtöckelche üwer Platt“, Eifeler Platt als erste Fremdsprache, „Gendern op platt“ oder „Platt hürt önner Denkmolschotz“ – und viele weitere interessante Beiträge laden zum Lesen, Schmöckern und Schmunzeln ein. Und für alle, die den Eifeler Dialekt nicht beherrschen, gibt es bei Beiträgen in Platt auch immer die Version in Hochdeutsch dazu.

Über die jüngste Geschichte des Landkreises informiert der bewährte Jahresrückblick, der die wichtigsten Ereignisse des vergangenen Jahres noch einmal Revue passieren lässt.

Neben dem Schwerpunktthema hat das Buch aber auch viele weitere spannende Themen zum Inhalt. Wissen Sie z.B. warum man in Brasilien Moselfränkisch spricht, wie der Ernstberg bei Daun 701 Meter hoch wurde oder was es mit einem rätselhaften Hausbrunnen in Auel auf sich hat? Die Antworten hierzu und viele weitere historische Begebenheiten, Beschreibung von Brauchtum und Traditionen, Geschichten oder Anekdoten aus unserem Landkreis finden interessierte Leserinnen und Leser im Heimatjahrbuch 2024.

Über 60 Autorinnen und Autoren haben erneut dazu beigetragen, dass ein interessantes und informatives Heimatjahrbuch und somit ein begehrtes Sammler – und Nachschlagewerk für unsere Region entstanden ist.

Es ist gute Tradition, dass die Kreisverwaltung Vulkaneifel die Autorinnen und Autoren zur Buchvorstellung in einen Betrieb im Landkreises Vulkaneifel einlädt. In diesem Jahr hatte die Kreisverwaltung in die Historische Wassermühle nach Birgel eingeladen. Der Nachmittag startete mit einer Mühlenführung mit Chefmüller Erwin von der Mühle.

Bei der eigentlichen Buchvorstellung im Anschluss an die Führung dankte Landrätin Julia Gieseking den zahlreichen Autorinnen und Autoren sowie den Mitgliedern des Redaktionsausschusses Brigitte Bettscheider, Siegfried Czernohorsky, Madlene Steffes, Dorothea Gessner-Blum, Elke Sprünker und Verena Bernardy, die in stundenlanger Arbeit die eingehenden Texte Korrektur lesen, redigieren und eigene Texte einbringen.

 

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Bundesweiter Vorlesetag – Kreis und Stadt Düren tauchen in die Welt der Literatur ein

Düren – Die Vorlesegruppe in Kreis und Stadt Düren wächst. Das zeigte sich bei der Vorstellung der zahlreichen Engagierten, die in diesem Jahr am bundesweiten Vorlesetag teilnehmen. Sie werden Geschichten für Jung und Alt in verschiedenen Einrichtungen im Kreisgebiet vortragen. Die rund 70 Vorlesepatinnen und Vorlesepaten haben zudem das Buch, das sie bei dem Aktionstag am 17. November präsentieren werden, im Konferenzzentrum in Düren vorgestellt. Im Jahr zuvor waren es noch 65 Freiwillige.

„Ich danke allen, die lesen werden und einen wichtigen Beitrag leisten. Durch Ihre Unterstützung wird die Lesekompetenz, die Chancengleichheit und Teilhabe von Kindern gestärkt. Wir wollen jungen Menschen, aber auch Erwachsenen Freude am Lesen vermitteln“, sagte Elke Ricken-Melchert, die für Kinder, Familien und Soziales zuständige Kreis-Dezernentin. Die vor Kurzem veröffentlichte Bildungsstudie „Vorlesemonitor“ belegte, dass ein Drittel der Eltern kaum oder nicht vorliest. Der Aktionstag könne hier motivierend wirken, ein Buch in die Hand zu nehmen, so Elke Ricken-Melchert. Sie wird „Die Streithörnchen“ in der Kita St. Nikolaus in Nörvenich vorlesen. Ansgar Kieven, Leiter des Stadt Dürener Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien, sagte: „Wir möchten Vorbild sein. Lesen fördert auch die Kreativität und das eigenständige Denken. Wir animieren zum Vor- und Mitlesen und diese Traditionsveranstaltung ist uns sehr wichtig.“ Er wird im Familienzentrum Grüngürtel Wunschgeschichten vorlesen.

Ob in Kindergärten, in Museen, im Hospiz, im Café, Kulturzentrum oder in der Bücherei – so vielfältig wie die Geschichten sind, so vielfältig sind auch die Vorleseorte und das Publikum. Es werden persönliche Lebensgeschichten erzählt, aus Kinderbüchern vorgetragen, lustige Literatur vermittelt oder Reiseberichte präsentiert – teilweise auch auf Platt. Einige Lesungen sind öffentlich, das ganze Programm im Kreis Düren gibt es unter anderem unter: www.kreis-dueren.de/vorlesetag

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Die Städte-Partnerschaft Aachen-Arlington / Virginia feiert ihr 30-jähriges Jubiläum

Aachen – Am vergangenen Wochenende fand ein großer Festakt anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft Aachen-Arlington/Virginia statt. Unter den Gästen im Krönungssaal des Aachener Rathauses befanden sich neben Vertreter*innen des Stadtrats, der Hochschulen und Konsulate auch zahlreiche Aachener Bürger*innen. Anwesend war ebenfalls eine Delegation aus Arlington unter Leitung von Takis P. Karantonis vom Arlington County Board und Hanna Eun, Vorsitzende der Arlington Sister City Association (ASCA). Als Vorsitzende des Partnerschaftskomitees Aachen Arlington e.V. war Dr. Gertraud Kösters vor Ort. Ehrengast der Jubiläumsfeierlichkeiten war Pauline Kao, US-Generalkonsulin für das Land Nordrhein-Westfalen.

Es war Richard E. Carver, der Aachen durch seine Bekanntschaft mit dem damaligen Kulturamtsleiter Heribert Zantis bestens kannte und dem Arlington County Board die Kaiserstadt als Partnerstadt vorschlug. Die historische Vergangenheit als eines der Zentren Europas zu Zeiten Karls des Großen und die geographische Lage im Herzen Europas waren Faktoren, die Aachen interessant für die Amerikaner machten.

1992 besuchte eine Delegation aus Arlington Aachen, und im darauffolgenden Jahr fand ein Gegenbesuch statt. Am 17. September 1993 war es soweit: Im Aachener Rathaus wurde der Städtepartnerschaftsvertrag feierlich unterzeichnet. Eines der primären Ziele des Vertrages ist es bis heute, Kontakte zwischen jungen Menschen zu knüpfen und zu festigen. Auf beiden Seiten des Atlantiks wurde ein Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft gegründet. So entstand das Städtepartnerschaftskomitee Aachen & Arlington e.V und die Arlington Sister City Association.

Bürgermeister Norbert Plum betonte in seiner Ansprache, dass die Freundschaft zwischen beiden Städten eine „tiefe und herzliche“ sei und erinnerte an die beiden Gründungsväter Richard Carver und Heribert Zantis, die mit ihrer Idee, Amerikaner und Deutsche in Aachen zusammenzubringen, diese Partnerschaft ermöglichten: „Wie auch immer die Begründungen der einzelnen Beteiligten für diese Partnerschaft ausgesehen haben, wir sind uns einig, dass es der Startschuss für eine wunderbare transatlantische Freundschaft gewesen ist“.

Norbert Plum dankte beiden Partnerschaftsvereinen für ihre beeindruckende Einsatzbereitschaft über die vergangenen Jahrzehnte hinweg und sagte: „Mitten in einer Zeit internationaler Krisen, Spannungen, Konflikte und Kriege tut es mir hier und heute gut, diese internationale Freundschaft in den Mittelpunkt zu stellen. Sie alle haben mit ihrem Engagement dazu beigetragen, die Verbindung zwischen den Menschen aus unseren beiden Städten immer weiter zu stärken. Und Sie alle sollen wissen: Arlington gehört genauso fest zu Aachen wie der Dom und alles, was hier schon über Jahrhunderte fest verankert ist.“

 

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Neuer Rekord – 25.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer und über 190.000 gelesene Bücher

Region/Koblenz/Neustadt-Weinstraße – Der „LESESOMMER“ Rheinland-Pfalz stellt auch in seiner 16. Auflage wieder einen neuen Rekord auf. Die Zahlen kennen nur einen Weg: Nach oben. Mit über 25 500 Teilnehmenden und über 190 000 gelesenen Büchern stellt der „LESESOMMER Rheinland-Pfalz auch in seiner 16. Auflage wieder einen neuen Rekord auf.

Unter dem Motto „Lese-Alaaaarm!“ konnte auch die neue Leseförderaktion „VORLESESOMMER“ für Kitakinder einen steigenden Zuspruch verzeichnen. Waren beim Start der Aktion 2022 noch 6.302 Kinder dabei, sind es in diesem Jahr 7.923. „Der „LESESOMMER“ und der „VORLESE-SOMMER“ gehören zu den erfolgreichsten Leseförderaktionen bundesweit.

„Dank und Lob gebührt den Organisatoren und den vielen ehren- und hauptamtlichen Helferinnen und Helfern in den Bibliotheken, die dies jedes Jahr möglich machen“, so Staatssekretär Prof. Dr. Jürgen Hardeck, Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration bei der Abschlussveranstaltung der Aktionen im Landesbibliotheks-zentrum / Landesbüchereistelle (LBZ) in Neustadt/Weinstraße.

Anlässlich der Preisziehung bei der großen Verlosung in der Landesbüchereistelle zeigte sich Staatssekretär Hardeck begeistert über den großen Zuspruch bei den Kindern und Jugendlichen und das Engagement ihrer Eltern. Die Vermittlung von Lesekompetenz sei ein entscheidender Baustein der Bildung und Weiterbildung.

Auch die Zahl der teilnehmenden Bibliotheken stieg gegenüber der 15. Auflage des „LESESOMMERS“ von 212 auf 220. Gleiches gilt für den „VORLESESOMMER“: Waren zum Start der neuen Aktion im letzten Jahr 199 Bibliotheken dabei, sind es in diesem Jahr 224. Dabei nutzten die Kinder und Jugendlichen beim „LESESOMMER“ die Angebote vor Ort intensiv: 191.940 Bücher wurden gelesen, 15 % mehr als im Vorjahr. Im Durchschnitt haben die Teilnehmenden 7,5 Bücher gelesen. Auch beim „VORLESESOMMER“ gab es mit 50.437 Büchern einen Zuwachs um über 26 % bei den gelesenen Büchern.

Auch die Zahl der Kinder stieg auf 7.923, ein Zuwachs von 20 %.
Staatssekretär Hardeck zog in der Landesbüchereistelle die Gewinnerinnen und Gewinner der landesweiten Preisziehung und betonte: „Der LESESOMMER“ ist die landesweit größte und erfolgreichste Förderaktion, um Kinder und Jugendliche aktiv zum Lesen zu motivieren. Denn Lesen ist grundlegend für eine gelingende Bildungsbiografie, für die Teilhabe am Leben in unserer Gesellschaft. Mit dem „LESESOMMER“ wollen wir Kinder und Jugendliche gerade in den Ferien – fernab von Schul- und Unterrichtsdruck – für das Lesen begeistern und sie auf fantasievolle Reisen schicken. Sie lernen dabei Bibliotheken als Orte der Begegnung kennen, Kommunikationsorte, wo sie mit Freundinnen und Freunden Zeit verbringen können. Für viele Kinder und Jugendliche ist daher der „LESESOMMER“ ein fester Bestandteil der Sommerferien geworden“.

Das Land Rheinland-Pfalz hat den „LESESOMMER“ Rheinland-Pfalz und den „VORLESESOMMER“ Rheinland-Pfalz mit 111 000 Euro gefördert. Auch LOTTO Rheinland-Pfalz war als Sponsor bei den Förderaktionen dabei. Die Koordination lag wieder beim Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz (LBZ).
Der nächste „LESESOMMER und der „VORLESE-SOMMER“ finden vom 1.07.2024 bis 01.09.2024 statt.

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Wartungsarbeiten – Die Eifelschau optimiert die User Experience

Region/Weiler – In der Zeit vom 04. Oktober mittags bis voraussichtlich 12. Oktober 2023 vormittags führt die Eifelschau Wartungsarbeiten und Optimierungen an den IT-Systemen durch. In diesem Zeitraum können daher keine aktuellen Beiträge veröffentlicht werden.

Ab dem 12. Oktober 2023 mittags bieten wir unseren Leserinnen und Lesern sowie unseren Werbepartnern wieder das bestmögliche Erlebnis. Wir bitten um  Ihr Verständnis.

Ihr Eifelschau-Team

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Auftakt zu einem herbstlichen Kulturprogramm im Bergbaumuseum

Mechernich – Alles außer unterirdisch – Vernissage zur Kunstausstellung „Art Symphonie“ bildete den Auftakt zu einem herbstlichen Kulturprogramm im Bergbaumuseum – 17 Aussteller präsentieren ihre Werke – Eine Krimilesung mit Autor Ralf Kramp am Samstag, 7.Oktober, sowie ein Herbst-Kultur-Fest am Sonntag, 8. Oktober, runden das abwechslungsreiche Programm ab.

Die Figur hat etwas Militärisches. Oder ist es ein Forscher, der sich auf eine Expedition begibt? Auf jeden Fall entführt die Grafik den Betrachter in eine fremde Welt. Es ist ein Werk von Heiner Kirch, mit dem die Besucher des Bergbaumuseums in die Ausstellung „Art Symphonie“ hineingezogen werden. Insgesamt 17 Künstlerinnen und Künstler stellen aktuell dort aus. Die Ausstellung gehört zur Reihe „Einheimische Künstler Mechernich“ und ist damit die 44. Ausstellung dieses Formates.

„Dass wir erstmals hier im Bergbaumuseum ausstellen, geht auf eine Idee von Gabi Schumacher zurück“, erzählt Künstlerin Michaela Rübenach, die die Ausstellung gemeinsam mit ihren Kolleginnen Donata Reinard und Petra Hansen organisiert hat. Gabi Schumacher ist bei der Stadt Mechernich für Kultur und Tourismus zuständig und brachte das Museum ins Spiel, als um die Planung der Ausstellung ging. Bei Museumsmacher Günter Nießen liefen die Organisatorinnen offene Türen ein, so dass in den kommenden Tagen reichlich Kultur Einzug hält in die Erinnerungsstätte der Mechernicher Bergleute.

Auf sich wirken lassen

Die Vernissage am letzten Septemberwochenende, die musikalisch umrahmt wurde vom Duo „Schohnzeit“, bildete den Auftakt dazu. „Es ist schön, dass sie hier ausstellen, und so auch eine Verbindung zur Geschichte und Tradition unserer vom Bergbau geprägten Stadt herstellen“, betonte Dr. Hans-Peter Schick. Der Mechernicher Bürgermeister animierte die Besucherinnen und Besucher dazu, die unterschiedlichen Kunstwerke auf sich wirken zu lassen. „Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele“, zitierte Dr. Hans-Peter Schick den berühmten Maler Pablo Picasso. Daher sei man gut beraten, die Kunstwerke mehrere Minuten auf sich wirken zu lassen, das Drumherum auszublenden und sich darauf einzulassen, was die Kunst mit einem macht und welche Assoziationen sie in einem weckt.

Gelegenheit dazu gibt es in der Ausstellung zahlreich. Das fand auch Vizelandrat Leo Wolter, der der Veranstaltung alles Gute und viel Erfolg wünschte. „Diese Ausstellung lebt von der Vielfalt der Kunst und von den vielen guten Ideen“, so Wolter.

Angefangen bei der futuristischen Grafik von Heiner Kirch können Besucher schließlich eintauchen in das Zauberland von Christine Schirrmacher. Mit beeindruckenden Pflanzenwelten von Majon Wallis geht die Entdeckungsreise weiter. Ela Rübenach zeigt Werke aus diversen Materialien kombiniert mit Epoxidharz, so wie sie aktuell auch in der Galerie im Rathaus zu sehen sind.

Keramik und tänzerische Kunst

Abstrakt kommen die Werke „Metamorphose“ und „Feuerader“ von Petra Hansen daher, aber es gibt auch das klassische Landschaftsgemälde zu sehen. Beate Krupp hat unterdessen ihre vielseitigen Keramiken mit in die Ausstellung gebracht, die umrahmt werden, von schwereloser und tänzerischer Kunst von Donata Reinhard.

Mit Iris Hilgers ist auch eine Fotografie-Künstlerin vertreten und wer den Rundgang durch die Ausstellung im Uhrzeigersinn vollzieht, wird bei der Kunst von Gerhard H. Lenz enden. Er hat einerseits einen Bergwerksstollen in Szene gesetzt, andererseits präsentiert er mit „a Dieu“ ein sehr persönliches Bild, das den Abschied von seiner verstorbenen Frau zum Thema macht. Ein sehr emotionaler Schlusspunkt für eine in ihrer Vielfalt sehr eindrückliche Kunstausstellung.

Den zweiten kulturellen Höhepunkt bildet am Samstag, 7. Oktober, das Wiedersehen mit Ralf Kramp. Dann entführt der Krimiautor seine Zuhörer ein weiteres Mal in die humorvollen und dennoch schaurig-spannenden Kriminalgeschichten rund um die Eifel. Eintrittskarten werden kleine Kunstanhänger sein. Die können im Vorverkauf für 15 Euro, sowie an der Abendkasse für 17 Euro erworben werden. Eine Bestellung ist per Mail unter kunst.im.gat@web.de oder telefonisch unter der Nummer 01 71/60 36 34 5 möglich.

Segensfeier und Musik

Zum Abschluss laden die Organisatoren der Kulturreihe „Kunst im GAT“ und die Gastgeber des Bergbaumuseums am Sonntag, 8. Oktober, zu einem Herbst-Kultur-Fest ein. Zwischen 11 Uhr und 16 Uhr erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches Programm zwischen musikalischen und gestalterischen Beiträgen.

Los geht es mit einer Segensfeier mit Diakon Manfred Lang, die umrahmt wird vom Klavierspiel von Lino Rübenach. Anschließend werden die Gäste beim gemeinsamen Frühschoppen mit Bier und Würstchen oder wahlweise auch Kaffee und Kuchen versorgt. Am Nachmittag sorgen zunächst die Musikerinnen und Musiker der Gitarrenschule unter der Leitung von Fedor Volkov für Unterhaltung. Ab 14 Uhr rundet das Trio Jojo Joisten (Gesang), Peter Rosue (Gitarre) und Günter Macherey (Piano) das musikalische Programm ab.

Die Besucher können sich bei den Führungen an diesem Tag auf Kunstsuche im Stollen begeben. Auch die Aktion „werde Teil der Ausstellung“ lädt dazu ein, die Ausstellung „Art Symphonie“ mit vom Nachwuchs selbst bemalten Fahnen zu bereichern.

Ziel der Kulturveranstaltungen sei es, die Kunst auch in anderen Bereichen Mechernichs einfließen zu lassen und sie dadurch noch mehr Menschen zugänglich zu machen, betont Künstlerin Ela Rübenbach.

 

 

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„Talk op Platt“ im ausverkauften PAPSTAR-Präsentations-Raum kam sehr gut an

Kall – Publikum verlangt Fortsetzung beim nächsten von der VR-Bank Nordeifel gesponserten Mundartfestival „Mir kalle Platt“ – Auch nach zwei Stunden „Talk op Platt“ hatte das Publikum vom „Talk op Platt“ mit Manni Lang, Günter Hochgürtel und Stefan Pütz keineswegs genug. „Zugabe-Forderungen“ sind bei einer Frage- und Erzähl-Show zwar eher die Ausnahme, aber bei dieser Runde auf Eifeler Platt kam am Donnerstagabend im Präsentationsraum der Firma PAPSTAR in Kall brillante Laune auf.

Die drei Protagonisten plauderten locker vom Sessel, was sie in Kindheit und Jugend so alles erlebt haben, wie sie wurden, was sie sind, und was es mit dem eigenen Glücklichsein so auf sich hat. „Eifel-Troubadour“ Günter Hochgürtel stimmte mit seinen Liedern in Nordeifeler Mundart auf den lustigen, aber auch nachdenklichen verbalen Schlagabtausch mit drei Liedern aus dem Dorf seiner Kindheit ein.

Das waren die bekannten Titel „En de Kakushöll“ und „Ahle Möllsteen, wenn du vezälle könnts“ und die Neukomposition „Ongem Ühle-Bersch“, drei markante Punkte in und um Vollem, einem kleinen bis winzigen Dorf im Mechernicher Feytal, wo Hochgürtel aufwuchs. „Trenge Steff“, wie der Dorfschmied von Sistig, Stefan Pütz, in seinem Heimatdorf genannt wird, beschrieb die Sehnsucht, die ihn immer wieder in die Heimat seiner Mutter führte, die aus dem Westerwald kam.

Platt, westerwäldisch, bayerisch

Schon als Zwölfjähriger radelte er die 80 Kilometer unbegleitet und ohne Landkarte, nur markante Punkte im Gedächtnis, die er von Familienausflügen im gecharterten VW-Büschen in Erinnerung hatte. Später ließ er sich auf der anderen Rheinseite auch zum Schlosser und danach gleich weiter zum Technischen Zeichner ausbilden. „Ich war da  in allen Vereinen, außer in der Frauenkongregation…“

Für ein Zusatzstudium zum Maschinentechniker verschlug es „Steff“ zeitweise sogar nach München, sodass er heute nicht nur in Eifeler und Westerwälder Platt, sondern auch auf Bayerisch ordentlich schwadronieren kann. „Ich komme aus der Nähe von Köln“ sage er seit der Münchner Zeit nicht mehr, als er bei einer Fete im Mädchenpensionat gegenüber dem Kolpingheim mit einem Aachener und einem Bayern an einem Tisch zu sitzen kam, denen beide Sistig in der Eifel ein Begriff war.

Das Publikum krümmte sich zuweilen vor Lachen, auch als Günter Hochgürtel mit Wortwitz und Direktheit von ersten Annäherungsversuchen ans andere Geschlecht berichtete. Den Namen seiner ersten Liebschaft, mit der er im Gebüsch hinter der Vollemer Mühle verschwunden sei, habe er im Lied allerdings verfälscht.

Beiden Gesprächspartnern von Mundartkolumnist Manfred Lang („Manni kallt Platt“) gemeinsam war die Ahnung, dass sie eigentlich noch was anderes werden wollten als das, was ihnen beruflich in den Schoß gelegt wurde. Hochgürtel sollte Pastor werden, winkte aber ab, als er vom Zölibat erfuhr, schwenkte um auf Lehramt, wurde aber Redaktionsvolontär bei der „Aachener Volkszeitung“ und schließlich, wie Manni Lang, Tageszeitungsredakteur beim „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Dabei hatte er schon als Abiturient als Berufswunsch „Poet“ angegeben, während „Pötze Steff“ nie was anderes wirklich wollte, als die 1908 von Großvater Stefan Pütz gegründete Schmiede seines Vaters Josef in Sistig weiterzuführen, was ihm nach beruflichen Ausflügen unter anderem ins Betonwerk Milz in Kall und eine Maschinenbaufirma in Euskirchen 1976 auch tatsächlich gelang.

Glück an Amboss und Gitarre

„Von da an war ich glücklich“, berichtete der Talker aus Sistig in der Kaller Veranstaltung des diesjährigen Mundartfestivals „Mir kalle Platt“, das von der VR-Bank Nordeifel („Mit der Eifel verwachsen“), dem Kreis und dem NRW-Kulturministerium gesponsert und von der Nordeifel-Tourismus GmbH (NeT) in Kall veranstaltet wird. Hochgürtel fand seine Erfüllung in der Musik.

Er hat sich sowohl als Komponist und Texter als auch als Interpret einen Namen gemacht, nicht zuletzt als Frontmann der Rockband „Wibbelstetz“ und Mitglied der berüchtigten „Eifel-Gäng“, in der auch Manni Lang und Krimilegende Ralf Kramp mitmischen. Stefan Pütz sattelte auf sein Schmiedehandwerk noch eine kunsthistorische Ausbildung zum „Restaurator im Handwerk“ auf und schmiedet und ersetzt seither nach alten Motiven und Methoden.

Am Schluss sang Günter Hochgürtel „Mir john lang noch net heem“, und Manni Lang rezitierte ein Gedicht von Dr. Jacob W. Flosdorff aus Kall mit dem Titel „Die Klocke fleje no Rom“. Dazu philosophierte der Diakon aus Mechernich mit seinen Zuhörern über die Zeit („Chronos“), die unaufhörlich verrinnt, und die Zeit, die „Kairos“ genannt wird und ihren Wert nicht aus der Dauer, sondern aus der Intensität des Erlebten bezieht. „Wenn Ihr su wollt, e Stöck konservierte Iewigkeet“, so der in Bleibuir geborene Plattperfektionist.

Die Gäste bei „Talk op Platt“ hätten noch gerne weiter zugehört, obwohl es inzwischen fast 22 Uhr war. Man einigte sich aber auf einen Kompromiss: „Beijm nächste Festival schwaade me widde de Muhl!“ Patrick Schmidder, mit Iris Poth Geschäftsführer der NeT Eifel, und Bernd Born, PR-Chef von PAPSTAR, begrüßten und verabschiedeten das begeisterte Publikum nicht nur, sie ließen auch Getränke und Brezeln servieren und verschenkten Tüten mit Recyclinggeschirr des Hauses. Die Regie bei dieser erfolgreichen „Mir kalle Platt“-Veranstaltung führte einmal mehr Nicole Habrich.

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Aachener OBin Sibylle Keupen enthüllte das Wandbild „Loveletter from 2123“

Aachen – Im Rahmen des grenzüberschreitenden Projekts „Street Art Trail“ weihte Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen das große Wandbild „Loveletter from 2123“ ein. „Ein solches Kunstwerk im öffentlichen Raum trägt zur Belebung der Innenstadt bei. Ich freue mich daher sehr, dieses Mural enthüllen zu dürfen“, erklärte sie.

Im Projekt „Street Art Trail“ haben sich fünf euregionale Street-Art-Organisationen zusammengeschlossen, um in enger Zusammenarbeit mit den Städten des MAHHL+ Netzwerks Aachen, Hasselt, Heerlen, Lüttich und Maastricht fünf Murals rund um das Thema „Loveletters from 2123“ zu erstellen. Der Fokus des Projekts liegt auf der Präsentation und Weiterentwicklung lokaler Talente mit Qualität. Mit den Arbeiten der teilnehmenden Künstler*innen soll gleichzeitig eine neue Kunstroute durch die Euregio geschaffen werden. Das Projekt wurde mit Fördermitteln der Euregio Maas Rhein finanziert und ist ein weiterer Baustein in der Stadtentwicklung, die durch Innenstadtmorgen vorangetrieben wird.

Nachdem bereits in Hasselt und Lüttich Murals fertig gestellt werden konnten, folgte nun mit dem Kunstwerk von Philip Bosmans aus Hasselt die dritte „Enthüllung“ in Aachen. Das Wandbild befindet sich an der Fassade des ehemaligen Kaufhauses“ Lust for life“; das Unternehmen Landmarken stellte zur Realisierung eine große Plane zur Verfügung.

Philip Bosmans erklärte, dass das Motiv des Murals Hoffnung und Warnung zugleich sei. Es zeige einen Vogel als Symbol der Freiheit, gleichzeitig strahle das Bild die Fragilität und Verletzlichkeit der „heiligen“ Natur aus. „Trotz aller Zerstörung der letzten zwei Jahrhunderte schickt uns die Natur in Form des Vogels ein positives Feedback aus der Zukunft. Der Vogel besteht aus verschiedenen Teilen, die unsere Vorfahren darstellen. Diese tragen wir in uns, sie sind die Eckpfeiler unserer individuellen DNA. All diese Teile symbolisieren unsere Geschichte, es ist das, was uns verbindet. Die eiförmigen Formen stehen für Erneuerung, von außen ist es kalt und tot, aber im Innern erwächst neues Leben“, sagte er.

Informationen zum Projekt gibt es im Internet unter http://www.streetarttrail.eu/

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Kulturelles Erbe der 21 Euskirchener Tuchfabriken vor dem Vergessen bewahren

Euskirchen-Kuchenheim – „Über 350 Botschafter in der Region“ – Mitgliederstärkster Förderverein der sieben rheinischen Industriemuseen feierte mit einer Matinee sein 25jähriges Bestehen. Das jährlich erscheinende Magazin des Fördervereins des LVR-Industriemuseums am Standort Kuchenheim in der früheren Tuchfabrik Müller nennt sich „Transmission“. Das ist ein technischer Begriff für die mechanische Kraftübertragung mit Wellen, Rädern und Riemen von der Dampf- zu den Arbeitsmaschinen.


Vorsitzender Heinz-Otto Koch eröffnet die Jubiläumsmatinee zum 25jährigen Bestehen des Vereins der Freunde und Förderer des Industriemuseums „Tuchfabrik Müller“, in der ersten Reihe von rechts Bürgermeister Sacha Reichelt, Dr. Walter Hauser, LVR-Direktor der sieben Industriemuseen in Oberhausen (2), Ratingen, Solingen, Bergisch-Gladbach, Engelskirchen und Euskirchen-Kuchenheim, Claudia Meixner, die Vorsitzende des Mandolinenorchesters Kuchenheim, Dr. Maria Regina Neft, die Stellvertreterin Kochs, Wolfgang Picard, Revisor seit der Gründung, Schatzmeister Karl-Heinz Daniels, stellvertretender Vorsitzender Dr. Reinhold Weitz, Beisitzerin Nadja Hügle-Ginster und Homepage-Redakteur Dieter Kabatnik. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Im übertragenen Sinne versteht sich auch der über 350 Mitglieder zählende Förderverein, der mitgliederstärkste von sieben rheinischen Industriemuseen, als „Transmissionsriemen“ zwischen Museum und Öffentlichkeit: Er sorgt mit dafür, dass alles rundläuft im Museum und die Menschen in der Region ihre Freude am historischen Erbe der 1962 aufgegebenen Tuchfabrik und den Exponaten in den neugebauten Räumlichkeiten und auf dem weitläufigen Museumsgelände haben.

Das sagte die Vize-Vorsitzende Dr. Maria Regina Neft in ihrem Festvortrag zum 25jährigen Bestehen des von Heinz-Otto Koch geführten Fördervereins vergangenen Sonntag im „Mottenburg“ genannten modernen Konferenz- und Seminargebäude des Industriemuseums. Viele Mitglieder waren gekommen, auch offizielle Gäste, darunter Euskirchens Bürgermeister Sacha Reichelt.

Uniformen für Preußen und Kaiserreich

Er erinnerte in einem Grußwort an Euskirchens große Vergangenheit als Weberstadt, vor allem Uniformstoffe wurden dort vor 1914 in 21 Tuchfabriken hergestellt. Im Königreich Preußen und deutschen Kaiserreich trug „man“ in den unterschiedlichsten Rollen Uniform, Briefträger, Lokomotivführer und Straßenbahnschaffnerinnen eingeschlossen.

Unbestätigt ist das Ondit, dass auch Uniformen der amerikanischen Nordstaaten dabei waren, so Reichelt. 1982 schloss mit Ruhr-Lückerath in Euenheim die letzte Euskirchener Industrieweberei.

Müller in Kuchenheim, heute eine von wenigen Textilfabriken europaweit im Originalzustand der Nachkriegszeit, schloss bereits 20 Jahre zuvor, allerdings in der Erwartung, irgendwann erfolge der wirtschaftliche Aufschwung für die Branche, so Dr. Maria Regina Neft in ihrem fesselnden Festvortrag durch 25 Jahre Zeit-, Museums- und Vereinsgeschichte.

Der Aufschwung blieb aus und so blieben Tuchfabrik mit Maschinen- und Shedhalle bis 1999 erhalten, als der Landschaftsverband Rheinland, die „einmalige Zeitkapsel“ unter ihre Fittiche nahm, so Dr. Walter Hauser, LVR-Direktor der sieben Industriemuseen in Oberhausen (2), Ratingen, Solingen, Bergisch-Gladbach, Engelskirchen und Euskirchen-Kuchenheim.

Leo Wolter, stellvertretender Landrat des Kreises Euskirchen, überbrachte die Glückwünsche des Kreistages und der Kreisverwaltung, Dr. Dennis Niewerth, als neuer „Schauplatzleiter“ des Museumsstandortes Euskirchen Nachfolger von Detlef Stender, appellierte an die Mitglieder: „Bleiben Sie uns treu!“ Sie seien nicht nur finanzielle Förderer und moralische Unterstützer, sondern auch Botschafter des Museums in der Region, so Vorsitzender Heinz Otto Koch.

Er ist erst der zweite Vereinschef in 25 Jahren. Vorgänger war sein ehemaligen Sparkassen-Vorstandskollege Hans Bösch, der kürzlich im Alter von 90 Jahren gestorben ist. Koch ehrte die Vorstandsmitglieder, die seit der Gründung 1998 – anderthalb Jahre vor Museumseröffnung – dabei sind, allen voran seine Stellvertreterin Dr. Maria Regina Neft, seinen Stellvertreter Dr. Reinhold Weitz und Schatzmeister Karl-Heinz Daniel. Auch Kassenprüfer Wolfgang Picard ist so lange dabei, sein damaliger Kollege Fritz Kleinertz ist verstorben.

Geburtshelfer des Vereins

Zu den Geburtshelfern des Fördervereins gehörten damals auch IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Drewes aus Aachen und Museumsleiter Detlef Stender. 50 Gründungsmitglieder wählten in der Shedhalle am 19. November 1998 Hans Bösch zum Vorsitzenden und Albert Pasch, den damaligen Geschäftsführer der Regionalgas Euskirchen, zum Stellvertreter. Karl-Heinz Daniel übernahm die Kasse, Ex-Tuchfabrik-Mitarbeiter Walter Pröpper bei Ruhr-Lückerath, Dr. Reinhold Weitz und Dr. Maria Regina Neft wurden Beisitzer.

Später kamen Nadja Hügle-Ginster und Homepage-Redakteur Dieter Kabatnik dazu sowie Christa Thelen als zweite Prüferin neben Wolfgang Picard und der neue Museumsleiter Dr. Dennis Niewerth. Dr. Maria Regina Neft würdigte die beiden bisherigen Vorsitzenden, die den Verein auch ihren jeweils individuellen Eigenarten geprägt hätten.

Hans Bösch, „der Mittelpunkt unseres jungen Fördervereins“ habe „mit seiner unnachahmlichen Art, charmant, aber unnachgiebig, für eine stetig wachsende Zahl von Mitgliedern“ gesorgt: „Stand er vor jemandem, gabs kein Entweichen, kein sich herauswinden, man wurde Mitglied.“ Im Rückblick habe Bösch gemeint: „Ich bin überhaupt kein Anhänger von langen Werbebriefen, von Flyern … Ich bin für die persönliche Ansprache …. und so habe ich viele Menschen angesprochen – mit einer gewissen Zielstrebigkeit.“

Heinz-Otto Koch, der das Ruder im Jahre 2010 übernahm, lebe und handele nach dem Motto: „Mit Menschen leben und wirken, um gemeinsame Ziele zu erreichen.“ Gelungene Teamarbeit bescheinigte ihm und seinem Vorstand, aber auch den durch die Bank engagierten Mitliedern Diakon Manfred Lang, der als Moderator durch das Programm der Jubiläumsmatinee führte und dabei kurzweilig, aber tiefgründig mit den Gästen über das Thema „Zeit“ philosophierte.

Dazu passende Musikstücke aus unterschiedlichen Epochen präsentierte das Mandolinenorchester Kuchenheim von 1921 unter der Leitung von Ulrich Bleck. Der Dirigent ist auch der Arrangeur der meisten dargebotenen Kompositionen. Am Ende gab es stehende Ovationen.

100 Jahre Mandolinenorchester

Die Vorsitzende Claudia Meixner, eine Tochter des unvergessenen Hans Fellbach, der im Jubiläumsjahr 2021 verstorben war, übereichte zum Jubiläum eine dem Anlass angemessene gravierte Kristallvase an Heinz-Otto Koch.

Wie außerordentlich aktiv der Verein der Freunde und Förderer des Tuchmuseums ist, zeigte die Festrednerin Dr. Maria Regina Neft am Beispiel des Jahres 2012 mit nicht weniger als sieben Veranstaltungen auf: „Die Mitgliederversammlung machte den Anfang. Im April konnten die Mitglieder mit Prof. Dr. Wolfgang Zehnder die Kunstakademie und die Kirche in Heimbach besichtigen.“

„Im Mai kam die Eifel-Gäng mit Günter Hochgürtel, Ralf Kramp und Manfred Lang mit Liedern, Literatur und Gags in die Shedhalle“, so die stellvertretende Vorsitzende weiter: Es folgten Exkursionen zur Orgelbaufirma Weimbs in Hellenthal und nach Oberhausen zur „Geburtsstätte der Ruhrindustrie“. Im Oktober war Dr. Ulrich Soénius (Geschäftsführer der IHK Köln) mit einem Vortrag zu Besuch und im Dezember fand die jährliche Veranstaltung „Menschen des Jahres“ in Zusammenarbeit mit Radio Euskirchen statt.