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Neue Freizeit- und Nachtbusse im Landkreis Mayen-Koblenz nutzen

Region/Mayen-Koblenz – Neue Busverbindungen mit 9-Euro-Ticket erkunden. Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) im Landkreis Mayen-Koblenz bietet neue Linien, mehr Ziele, dichte Taktungen und sinnvolle Umsteigemöglichkeiten. Durch das 9-Euro-Ticket eröffnet sich für Pendler und andere Autofahrer die Chance, in die Vorteile des Linienverkehrs hineinzuschnuppern.

Insgesamt gibt es die fünf Linienbündel Maifeld, linke Rheinseite, Pellenz, rechte Rheinseite und Vordereifel. Unter anderem bieten die neu eingeführten Nachtbusse die Möglichkeit, bis teilweise 3.30 Uhr per Bus unterwegs zu sein. Darüber hinaus gibt es die sogenannten Freizeitbusse, mit denen nicht nur Touristen zahlreiche Ausflugsziele im Landkreis im Sommerhalbjahr vom 1. April bis zum 1. November ansteuern können.

Das sind die Freizeitbusse:

Im Linienbündel Maifeld verkehrt der FreizeitBus 355 Münstermaifeld – Roes – Polch. Der Bus hält unter anderem an der Burg Pyrmont und unweit der Schwanenkirche als Ausgangspunkt für Wanderungen im Schieferland. Im Linienbündel Vordereifel ist der FreizeitBus „Eifler Feuerkrater“ 377 Mayen – Kürrenberg – Nachtsheim – Boos – Bermel – Monreal – Mayen unterwegs. Er hält unter anderem am Booser Doppelmaar und in der Nähe des Vulkans Hochbermel. Der FreizeitBus „Wacholderheiden“ 388 Mayen – Langenfeld – Arft – Herresbach – Kürrenberg – Mayen hält unter anderem am Schloß Bürresheim und den Ausgangspunkten zahlreicher Traumpfade und Traumpfädchen (mehr Infos unter www.traumpfade.info), auf denen es sich vorzüglich wandern lässt.

Im Linienbündel Pellenz verbindet der FreizeitBus 333 zahlreiche Vulkanpark-Attraktionen zwischen Saffig, Plaidt, Kruft, Mendig und Maria Laach im Sommerhalbjahr. Quer durch die Vulkanregion Laacher See ist auch der neue FreizeitBus 399 zwischen Namedy und Mayen im Sommerhalbjahr unterwegs. Er verbindet komfortabel unter anderem das Geysirzentrum Andernach, Nickenich, Maria Laach, den Riedener Waldsee und das Schloss Bürresheim. An Ferientagen und den Wochenenden kommen auf dieser Linie Doppelstockbusse zum Einsatz. Der Freizeitbus 322 fährt zwischen Mendig und Kempenich und hält dabei unter anderem am Bahnhof in Engeln.

Auskünfte zu den Fahrplänen gibt es unter www.vrminfo.de/fahrplan oder über die kostenlose VRM-App. Weitere Informationen dazu unter www.kurzelinks.de/vrm-app

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Bundesweite Durchsuchungen nach Hass-Kommentaren im Internet

Region/Mainz – Bundesweit wurden seit dem frühen Montagmorgen Tatverdächtige durchsucht, die als Verfasser von Hasskommentaren im Netz identifiziert wurden. In 15 Bundesländern fanden entsprechende strafprozessuale Maßnahmen statt, die auf der Grundlage von Erkenntnissen der Ermittlungsgruppe Hate Speech des Landeskriminalamts Rheinland-Pfalz initiiert worden waren.

„Oft sind es Worte, die fassungslos machen. Die bundesweiten Maßnahmen bei 75 angetroffenen Tatverdächtigen zeigen jedoch, dass unser Staat wehrhaft ist, genau hinschaut und widerliche Verunglimpfungen nicht duldet. Hass und Hetze begegnen wir in der realen Welt und der virtuellen mit deutlicher Reaktion und die heutigen Durchsuchungen werden nicht die letzten gewesen sein. Wer hetzt und schamlos gegen andere holzt, muss mit einem Besuch von der Polizei rechnen“, sagte Innenminister Roger Lewentz. Anfang Februar hatte er nach unsäglichen Kommentaren im Zusammenhang mit der Tötung zweier Polizeibeamter bei Kusel beim Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz die Ermittlungsgruppe Hate Speech eingerichtet. Die Ermittlungsgruppe bearbeitet Fälle unter der Sachleitung der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz, geht Hinweisen nach und sucht proaktiv nach solchen. Insgesamt wird 150 Personen auf Basis der Ermittlungen der EG Hate Speech vorgeworfen, für 172 strafrechtlich relevante Kommentare und 18 Likes verantwortlich zu sein. In Rheinland-Pfalz fanden laut Lewentz Durchsuchungen bei elf identifizierten Tatverdächtigen statt. Deren Wohnorte seien verteilt über alle fünf Polizeipräsidien.

„Wir sind seit Februar, um Mehrfachmeldungen bereits bereinigt, bislang rund 1700 Meldungen und Beiträgen nachgegangen. Mit den heute um 6 Uhr begonnenen Maßnahmen haben wir nun erstmals gemeinsam mit allen Bundesländern das Ziel verfolgt, bei den Tatverdächtigen weitere für die Strafverfolgung dienliche Beweise zu sichern. Bei den Durchsuchungen wurden hauptsächlich Datenträger wie Smartphones, Laptops oder Festplatten sichergestellt. Gleichzeitig erhöhen wir den Verfolgungsdruck auf diejenigen, die glauben, sie könnten im vermeintlichen Schutz des Internets völlig schamlos und ehrverletzend über andere Menschen oder unsere Demokratie herziehen, ohne dafür einstehen und die strafrechtlichen Konsequenzen tragen zu müssen. Wir werden alles daran setzen, auch die anderen Verfasser zu identifizieren, damit auch sie für ihre Äußerungen belangt werden können“, so LKA-Vizepräsident Achim Füssel. Die Maßnahmen wurden von den Bundesländern mit eigenen Kräften umgesetzt. Das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz war federführend für die Gesamtkoordination des Einsatzes verantwortlich und wurde dabei auch vom Bundeskriminalamt unterstützt, das außerdem bei der Identifizierung der Tatverdächtigen half. Etwa 90 Prozent der Tatverdächtigen sind männlich, die meisten zwischen 21 und 40 Jahren alt.

„Diese erstmalige Zusammenarbeit eines Landeskriminalamtes mit der „Zentralen Meldestelle für strafbare Inhalte im Internet“ (ZMI) des Bundeskriminalamtes in einer Ad-hoc Lage war ein voller Erfolg. Unser Ziel, die Verfasser der Hasspostings effektiv zu ermitteln und einer Strafverfolgung zuzuführen, haben wir bereits in über der Hälfte der Fälle erreicht. Unser gemeinsames Vorgehen hat deutlich gemacht: Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Hass und Hetze haben keinen Platz im Internet und werden von uns konsequent verfolgt“, betonte BKA-Vizepräsident Jürgen Peter.

Von den rund 1700 Hinweisen hat die sachleitende Generalstaatsanwaltschaft Koblenz insgesamt 536 Kommentare und 309 Likes als strafrechtlich relevant bewertet und entsprechende Ermittlungen eingeleitet. Den mutmaßlichen Verfassern wird hauptsächlich Billigung von Straftaten nach § 140 StGB und Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener nach § 189 StGB vorgeworfen. „Mit den heutigen Maßnahmen haben die Strafverfolgungsbehörden im gesamten Bundesgebiet ein deutliches und nachdrückliches Zeichen gegen Hass und Hetze im Internet gesetzt. Die Verfasser von Hassbotschaften im Internet müssen jederzeit mit ihrer Entdeckung und einer schnellen und nachdrücklichen Strafverfolgung rechnen. Der Ermittlungserfolg hat auch gezeigt, dass es richtig war, die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz – Landeszentralstelle zur Bekämpfung von Terrorismus und Extremismus Rheinland-Pfalz –  mit der zentralen Bearbeitung entsprechender Delikte für das Land zu beauftragen und bundesweit ein Netz von Ansprechpartnern und Zentralstellen zu errichten. Die Zentralisierung hat eine unverzügliche und einheitliche strafrechtliche Bewertung der Posts sowie ein eng abgestimmtes Vorgehen aller Akteure ermöglicht“, so der Koblenzer Generalstaatsanwalt Dr. Jürgen Brauer.

Für Betroffene von Hass und Hetze bietet die Polizei Rheinland-Pfalz auf der Homepage www.contrahass.rlp.de gebündelte Informationen zu Ausprägungen des Phänomens, zivilgesellschaftlichen Beratungs- und Anlaufstellen sowie einen direkten Zugang zur Onlinewache, um die Anzeigenerstattung im Ernstfall so niederschwellig wie möglich zu gestalten. In der Onlinewache können Betroffene seit dem 11. Mai über die Kachel „Hass im Netz“ Hasskommentierungen anzeigen. Dabei kann auch der für eine effektive Strafverfolgung notwendige beweissichere Screenshot über eine Upload-Funktion hochgeladen werden.

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Bürger-Beteiligung zum öffentlichen Nahverkehr in Rheinland-Pfalz

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Die GRÜNEN aus Bad Neuenahr-Ahrweiler begrüßen die Initiative des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität (MKUEM), mit einer Online-Befragung die Rheinland-Pfälz:innen aktiv in die zukünftige Ausgestaltung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) einzubinden.

Wo wird der größte Handlungsbedarf gesehen, in welcher Reihenfolge sollten die Probleme angegangen werden? Wo liegen die individuellen Präferenzen, beim Nahverkehr auf dem Land oder in der Stadt, beim Bus- oder beim Bahnangebot? Wie wird die Preisgestaltung gesehen, gibt es ausreichend Informationen zur Nutzung des ÖPNVs, wie wichtig ist die Barrierefreiheit an Bahnhöfen und beim Einstieg?

Außerdem wird gefragt nach der Bedeutung von Umstiegsmöglichkeiten sowie von Service und Sauberkeit. Da diese Befragung den Auftakt zur Erstellung des neuen Landesnahverkehrsplans bildet, rufen die GRÜNEN des Ortsverbandes Bad Neuenahr-Ahrweiler zur regen Teilnahme auf.

Die Online-Befragung findet im Zeitraum vom 9. Juni bis zum 31. Juli 2022 statt. Durch die Teilnahme kann jede und jeder direkten Einfluss auf den zukünftigen Landesnahverkehrsplan nehmen und legt mit seinen Antworten die Mindeststandards des ÖPNVs in Rheinland-Pfalz fest. Mit diesen Grundlagen soll das neue Nahverkehrssystems attraktiver werden und dazu beitragen, dass der ÖPNV von noch mehr Menschen angenommen und genutzt wird.

In unserer Stadt ist der öffentliche Nahverkehr ein wichtiger Baustein für einen verbesserten CO2- Fußabdruck. Den ÖPNV attraktiv, zuverlässig, bezahlbar, barrierefrei und gut vernetzt mit Radwegen und E-Ladestationen zu gestalten ist aktiver Klimaschutz, sind sich die GRÜNEN aus Bad Neuenahr-Ahrweiler einig. Unter dem folgenden Link kann man direkt teilnehmen: https://www.rolph.de/buergerbeteiligung

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Habeck: „Wir stärken die Vorsorge weiter und ergreifen zusätzliche Maßnahmen für weniger Gasverbrauch “

Region/Berlin – Angesichts der Drosselung der Gaslieferungen aus Russland ergreift die Bundesregierung zusätzliche Maßnahmen, um Gas einzusparen. So wird der Einsatz von Gas für die Stromerzeugung und die Industrie gesenkt sowie die Befüllung der Speicher weiter forciert.

Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck: „In den letzten Tagen hat sich die Lage am Gasmarkt verschärft. Noch können die ausfallenden Mengen ersetzt werden, noch läuft die Befüllung der Gasspeicher, wenn auch zu hohen Preisen. Die Versorgungssicherheit ist aktuell gewährleistet. Aber die Situation ist ernst.  Wir stärken daher weiter die Vorsorge und ergreifen zusätzliche Maßnahmen für weniger Gasverbrauch. Das heißt: Der Gasverbrauch muss weiter sinken, dafür muss mehr Gas in die Speicher, sonst wird es im Winter wirklich eng. Wir werden jetzt die nächsten Schritte gehen. Schon seit Monaten sind wir dabei, Werkzeuge zu schärfen, neue zu schaffen, bestehende Hemmnisse zu beseitigen.

Wir beschleunigen den Ausbau der Erneuerbaren Energien in nicht gekannter Weise, setzen die Einspeicherung von Gas durch und treiben den Ausbau von LNG-Terminals sowie Energieeffizienz-Maßnahmen voran. Die Dringlichkeit dieser Aufgaben bestimmt unsere permanente Arbeit. Jetzt werden wir einen weiteren Teil der Werkzeuge rausholen und nutzen. Wir werden den Gasverbrauch im Strombereich und der Industrie senken und die Befüllung der Speicher forcieren. Je nach Lage werden wir weitere Maßnahmen ergreifen.“

Der Minister machte deutlich: „Die angespannte Situation und die hohen Preise sind eine unmittelbare Folge von Putins Angriffskrieg auf die Ukraine. Da gibt es kein Vertun. Mehr noch: Es ist offenkundig die Strategie von Putin, uns zu verunsichern, die Preise in die Höhe zu treiben und uns zu spalten. Das lassen wir nicht zu. Wir setzen uns entschlossen, präzise und durchdacht zur Wehr.“

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Forstleute warnen vor steigender Waldbrand-Gefahr

Region/Düsseldorf – Mit Blick auf die steigenden Temperaturen warnen das Umweltministerium und der Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen vor zunehmender Waldbrandgefahr in den nächsten Tagen. Laut Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes ist seit dem gestrigen Samstag, 18. Juni 2022, verbreitet mit einer mittleren, regional sogar mit hoher Waldbrandgefahr zu rechnen. Lokal, so warnen die Forstleute, könne die Gefahr zum Beispiel an warmen Südhängen mit trockenem Brandmaterial auch schnell sehr groß werden. Besonders gefährdet sind zudem die Fichten-Schadflächen, auf denen Stürme, Trockenheit und Borkenkäferbefall zu einer Zunahme von trockenen Holzresten geführt haben. Allein im Jahr 2021 hat der Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen 79 Brände registriert, die eine Waldfläche von knapp 5,8 Hektar zerstört haben. Die meisten Brände werden durch Menschen verursacht.

Das Umweltministerium und Wald und Holz Nordrhein-Westfalen rufen daher zu besonderer Vorsicht im Wald auf. Hierzu gehöre die Beachtung des Rauchverbots im Wald vom 1. März bis zum 31. Oktober. Zur Waldbrandvorsorge hat das Umweltministerium die Bußgeldempfehlungen im neuen Verwarnungs- und Bußgeldkatalog Umwelt deutlich verschärft. So wird für das Feuermachen im Wald ein Bußgeld von bis zu 5.000 Euro (bisher bis 1.020 Euro) oder für das Rauchen im Wald von März bis Oktober ein Bußgeld von 150 Euro (bisher 80 Euro) empfohlen. Zudem sind Waldwege und Zufahrten dringend für Rettungsfahrzeuge freizuhalten. Fahrzeuge sollten nur auf befestigten Flächen abgestellt werden, damit heiße Fahrzeugteile kein Gras entzünden.

Mit dem Ziel von mehr Vielfalt und Klimastabilität fördert das Land die Wiederbewaldung der Fichten-Schadflächen mit artenreichen Mischwäldern. Diese sind ökologisch wertvoll und gleichzeitig weniger waldbrandgefährdet. Zum Ausbau der Waldbrandvorsorge plant die Landesregierung zudem in einem Pilotprojekt am Niederrhein die Einrichtung einer kameragestützten Waldbrandfrüherkennung.

Weitere Informationen:

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Schutz-Maßnahmen für ältere Menschen in den heißen Sommermonaten

Region/Mainz – Der Sommer ist angekommen und bringt bereits in diesen Tagen sehr hohe Temperaturen mit sich. Diese können für bestimmte Personengruppen belastend sein. „Mit ein paar Hinweisen, die helfen den Alltag an die hohen Temperaturen anzupassen, möchten wir besonders alten und pflegebedürftigen Menschen helfen, heiße Tage und länger andauernde Hitzeperioden zu bewältigen“, sagte Sozialminister Alexander Schweitzer.

Weil das Durstgefühl im Alter abnimmt, sollten ältere Menschen darauf achten, ausreichend zu trinken. Angehörige und Pflegekräfte sollten die Seniorinnen und Senioren dazu motivieren, in regelmäßigen Abständen Kräuter- und Früchtetees, Saftschorlen oder Mineral- und Leitungswasser zu sich zu nehmen. Bei Bedarf sollte entsprechende Hilfestellung beim Trinken geleistet werden.

An heißen Tagen empfiehlt sich das Tragen von leichter luftdurchlässiger Kleidung. Beim Spazieren im Freien ist das Tragen einer Kopfbedeckung und die Verwendung eines Sonnenschutzmittels unbedingt empfehlenswert. Statt luftundurchlässigen Inkontinenzeinlagen sollten Netzhosen mit Einlagen getragen werden. Um den Körper abzukühlen können Fußbäder, kühlende Waschungen oder Einreibungen – insbesondere vor dem Schlafengehen – hilfreich sein. Nachts sollten so wenige Kissen wie möglich verwendet werden. Es bietet sich an, ein leichtes Laken als Zudecke zu verwenden.

Bei den älteren Menschen sollte unbedingt auch auf Symptome geachtet werden, die auf Überhitzung hinweisen – wie Körpertemperaturen über 38° Celsius, Unruhe, Verwirrtheit und Erbrechen. Auch trockene kühle Haut bei gleichzeitiger hoher Körpertemperatur kann ein Zeichen für einen drohenden Hitzschlag sein. In Aufenthaltsbereichen sind ein entsprechender Sonnenschutz und das Aufhängen feuchter Tücher zur Reduktion der Raumtemperatur daher besonders wichtig.

Vom Deutschen Wetterdienst (www.dwd.de) wird für Gesundheitsämter und Einrichtungen zur Pflege und Betreuung älterer Menschen ein Hitzewarndienst angeboten. Dort werden über einen Hitze-Newsletter Warnungen an registrierte Nutzer versandt. Hilfreich ist auch eine Handy-Applikation des Deutschen Wetterdienstes, die warnt, wenn die erwartete Temperatur 36 Grad übersteigt, da Hitze bereits ab diesem Schwellenwert für Ältere eine extreme Belastung darstellt.

Hintergrund

Empfehlungen für Interventionsmaßnahmen bei anhaltenden Hitzeperioden können Sie auf unserer Homepage unter den folgenden Links abrufen:

Informationen zum Umgang mit Hitze für Pflegeeinrichtungen: https://s.rlp.de/s4e59

Informationen zum Umgang mit Hitze für ältere Menschen: https://s.rlp.de/Su2rt

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Jeder kann zum Klimaschutz beitragen – „Sanierungstreffs Kreis Euskirchen“ unterstützen dabei

Bad Münstereifel – Bis 2030 sollen die Emissionen an Treibhausgasen im Gebäudesektor im Vergleich zu 1990 bundesweit um mehr als zwei Drittel sinken. Mit einem Mix aus verstärkter Förderung und CO2-Bepreisung will die Bundesregierung einen Anreiz für Investitionen in erneuerbare Energien schaffen, um Bauen und Wohnen in Deutschland klimafreundlicher zu machen.

„Egal ob Privatpersonen, Unternehmen, Kommunen oder gemeinnützige Organisationen: Jeder kann zum Klimaschutz beitragen“, sagt Florian Hammes, Klimaschutzbeauftragter der Stadt Bad Münstereifel. Um den Klimaschutz in der Region voranzutreiben hat ein interkommunales Klimaschutzteam aus acht Gemeinden den „Sanierungstreff Kreis Euskirchen“ ins Leben gerufen. In insgesamt fünf Online-Veranstaltungen erhalten die Teilnehmer*innen viele hilfreiche Tipps und Informationen von Experten rund um klimafreundliches Bauen und Sanieren. „Der Bedarf an Energie, Sanierungs- und Bauberatung ist im Stadtgebiet Bad Münstereifel aktuell sehr hoch. Mit den Fachvorträgen bieten wir ein umfassendes Energieberatungsangebot sowohl für Eigentümer*innen, die neu bauen, ihr Gebäude sanieren möchten oder wegen der Flutkatastrophe gezwungen sind zu sanieren“, so Florian Hammes.

Die fünf Online-Veranstaltungen im Überblick

Dienstag, 21.6., 18:30 Uhr: „Förderung energieeffiziente Gebäude-, Neubau- und Sanierung“

Referent: Tobias Feld, Architekt und Energieberater

Dienstag, 13.9., 18:30 Uhr: „Wärmepumpen und Photovoltaik“

Referent: Manfred Scheff, Energieberater Kreis Euskirchen

Mittwoch, 19.10., 18:30 Uhr: „Denkmalschutz und energetische Sanierung“

Referent: Christoph Commes, Architekt und Zimmerer

Mittwoch, 26.10., 18:30 Uhr: „Regenerative Heizungssysteme“

Referent: Manfred Scheff, Energieberater Kreis Euskirchen

Mittwoch, 16.11. „Heizungsoptimierung im Bestand“

Referent: Manfred Scheff, Energieberater Kreis Euskirchen

Die Veranstaltungen finden digital über Zoom statt. Die Anmeldung erfolgt vorab über https://beteiligung.nrw.de/portal/kreis-euskirchen Die Zugangsdaten werden nach der Anmeldung verschickt. Eine Installation von Zoom ist nicht zwingend erforderlich – die Teilnahme ist auch über den Veranstaltungslink möglich.

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8. Sitzung der Hochwasser-Partnerschaft „Ahr“ stellte das Thema Brücken in den Mittelpunkt

Dümpelfeld/Ahrtal/Koblenz – Im Zentrum der achten Sitzung der Hochwasserpartnerschaft Ahr stand das Thema Brücken. In drei Vorträgen informierten die Referentinnen und Referenten rund 40 kommunale Teilnehmende aus dem Ahreinzugsgebiet, die an der Sitzung am 07.06.2022 in Dümpelfeld teilnahmen. Die Landrätin des Kreises Ahrweiler, Cornelia Weigand, begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und wurde einstimmig zur Vorsitzenden und Moderatorin der Hochwasserpartnerschaft Ahr ernannt. „Brücken sind aufgrund ihrer Rolle bei der Flutkatastrophe ein besonders wichtiges Thema für die Hochwasserpartnerschaft. Deshalb ist der gemeinsame Informationsaustausch zu diesem Themenkomplex von außerordentlicher Bedeutung“, betont Weigand.

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Mit der Elektrifizierung von Ahrtalbahn und Eifelstrecke erreichen wir einen Meilenstein im Klimaschutz

Region/Mainz – Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Klimaschutzministerin Katrin Eder – Mit der Elektrifizierung von Ahrtalbahn und Eifelstrecke erreichen wir einen Meilenstein im Klimaschutz – Finanzierungsvertrag zwischen Umweltministerium, Deutsche Bahn AG und SPNV Nord zum Ausbau geschlossen.

„Wir haben uns in Rheinland-Pfalz auf den Weg gemacht, um bis 2035 klimaneutral zu werden und so unsere Umwelt zu schützen. Um dieses Ziel zu erreichen, gehen wir Klimaneutralität in allen Sektoren an, insbesondere auch beim Verkehr“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer nach der Ministerratssitzung. „Die Elektrifizierung von Ahrtalbahn und Eifelstrecke sind dafür ein wichtiger Meilenstein“, erklärten die Ministerpräsidentin und Klimaschutzministerin Katrin Eder. „Auch als Triererin freue ich mich, denn die elektrifizierte Eifelstrecke sichert langfristig Voraussetzungen für die Direktverbindung von Trier über die Eifelstrecke bis nach Köln“, so die Ministerpräsidentin.

Gemeinsam mit der Deutschen Bahn AG (DB Netz AG, DB Station & Service AG und DB Energie GmbH) und dem Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV Nord) habe das Klimaschutzministerium heute den Weg für die Elektrifizierung der Ahrtalbahn und der Eifelstrecke freigemacht. Mit der Unterzeichnung des Finanzierungsvertrags durch Ministerin Katrin Eder sei man jetzt erste konkrete Schritte weitergegangen. Durch den Bau von Oberleitungen und entsprechenden technischen Anpassungen der Infrastruktur werden Streckenteile, die zuvor nur durch dieselbetriebene Züge befahren wurden, für den Betrieb mit modernen, elektrisch angetriebenen Zügen nutzbar. „Zusätzlich zu den Mitteln aus dem Wiederaufbaufonds für die Wiederherstellung der Bahnstrecken investieren Bund und Land damit insgesamt 388 Millionen Euro in die Elektrifizierung der beiden Strecken, davon 80 Millionen Euro Landesmittel“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer weiter.

Insgesamt werden für die Elektrifizierung rund 388 Millionen Euro aufgewendet. Davon sind rund 308 Millionen Euro Bundesmittel und rund 80 Millionen Euro Landesmittel. Die Elektrifizierung stärke langfristig den Schienenpersonennahverkehr als nachhaltige, ressourcenschonende und klimafreundliche Mobilitätsalternative zum Individualverkehr in der Region. Eine Elektrifizierung der Ahrtalbahn und der Eifelstrecke entspreche somit auch dem im Koalitionsvertrag der Landesregierung Rheinland-Pfalz festgelegten Ziel, den ÖPNV weiterzuentwickeln und den neuen Herausforderungen anzupassen, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Klimaschutzministerin Katrin Eder weiter.

„Bei der Erreichung der Klimaziele fällt dem ÖPNV eine Schlüsselrolle zu. Deutsche Bahn, SPNV Nord und das Land Rheinland-Pfalz stellen mit der Elektrifizierung die Weichen für aktiven Klimaschutz, indem der Schienenverkehr künftig auf den betroffenen Strecken emissionsfrei betrieben wird. Hier wird der Wiederaufbau nach der verheerenden Flutkatastrophe als Chance genutzt, um den Öffentlichen Nahverkehr zukunftsfähig und klimaneutral zu realisieren“, erklärte Umwelt- und Klimaschutzministerin Katrin Eder. Nachdem die Schieneninfrastruktur in den betroffenen Gebieten durch die Flutkatastrophe stark beschädigt bis völlig zerstört worden sei, werde so sichergestellt, dass die zerstörten Bahnstrecken nicht nur komplett wiederaufgebaut, sondern gleichzeitig den Anforderungen an einen modernen, klimafreundlichen Schienennahverkehr genügen würden.

„Knapp ein Jahr nach der Flut legen wir heute mit der Finanzierungsvereinbarung einen weiteren Grundstein für einen hochmodernen Bahnverkehr an Ahr und Eifel. Dort, wo unsere Infrastruktur vor einigen Monaten noch massiv geschädigt war, bauen wir gemeinsam die alte Schieneninfrastruktur nicht nur wieder auf, sondern machen die Strecke mit der Elektrifizierung direkt fit für einen nachhaltigeren Verkehr in der Region“, so Jens Bergmann, Vorstand Infrastrukturplanung und -projekte, DB Netz AG. „Künftig können elektrisch betriebene Züge auf der Ahrtalbahn und Eifelstrecke in Rheinland-Pfalz verlässlicher, leiser und pünktlicher fahren. Damit wollen wir noch mehr Menschen für die klimafreundliche Schiene gewinnen. Durch den engen Schulterschluss mit dem Land, dem SPNV Nord und dem Bund wird dies möglich.“

„Wir sind sehr dankbar, dass aus dieser fürchterlichen Hochwasser-Katastrophe am 14.07.21 so eine Chance für beide stark zerstörte Strecken an Kyll und Ahr erwächst. So werden neue Fahrplankonzepte mit elektrischen Fahrzeugen möglich, damit sowohl Verkehrs- als auch Klimawende gelingen können“, freut sich Verbandsvorsteher Landrat Achim Hallerbach. Bei der Ahrtalbahn wird die Bahnstrecke von Remagen über Bad Neuenahr-Ahrweiler bis Ahrbrück elektrifiziert. Das sind 12 Kilometer eingleisiger Streckenverlauf, 14 Kilometer zweigleisiger Streckenverlauf und 1,8 Kilometer Bahnhofsgleise. Bei der Eifelstrecke beginnt die Elektrifizierung in Trier-Ehrang und geht bis zur Landesgrenze in Nordrhein-Westfalen. Der betroffene Abschnitt in Rheinland-Pfalz teilt sich auf in 50,1 Kilometer eingleisigen Streckenverlauf, 21,8 Kilometer zweigleisigen Streckenverlauf und 30,6 Kilometer an Bahnhofsgleisen.

Die drei Vertragsparteien verfolgen das Ziel, jeweils die Ahrtalbahn und die Eifelstrecke für den elektrischen Eisenbahnbetrieb auszubauen und die bestehende Strecke mit einer Oberleitung auszustatten. Mit der Elektrifizierung des Schienennetzes und dem damit verbundenen Einsatz moderner Elektrozüge statt der bisher verkehrenden Dieseltriebwagen setzen das Land und die Eisenbahninfrastrukturunternehmen gemeinsam mit dem Bund, der das Ziel verfolgt 75 Prozent des Schienennetzes bis 2030 zu elektrifizieren, ein Signal zur Verringerung des CO2-Ausstoßes auf der Schiene.

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Westnetz stärkt Versorgungs-Sicherheit im Ahrtal

Saffig/Ahrtal – Umstellung von Freileitungs- auf Kabelhausanschluss. Geplante Baumaßnahme in Ahrbrück, Antweiler, Dümpelfeld, Fuchshofen, Hönningen, Insul, Müsch und Schuld. Mitte Juli 2021 hat Tief Bernd mit Starkregen und Hochwasser im Ahrtal große Schäden an der Infrastruktur verursacht.

Auch die Stromverteilnetze der Westnetz wurden stark beschädigt, großflächige Versorgungsunterbrechungen waren die Folge. Eine schnelle Wiederversorgung aller Bürgerinnen und Bürger im Ahrtal sowie die anschließende Stabilisierung der Stromnetze hatte für Westnetz nach der Flutkatastrophe höchste Priorität. Nun blickt der Verteilnetzbetreiber in die Zukunft und arbeitet mit Hochdruck am Neubau hochwasserfester und resilienter Stromnetze.

Um die Versorgungssicherheit aller Bürgerinnen und Bürger im Ahrtal zu stärken, müssen die Netze in Zukunft extremen Belastungen standhalten können. Eine Verstärkung und Erneuerung vorhandener Netzstrukturen ist dabei unabdingbar. Die Umstellung der Stromversorgung über Freileitungen auf moderne Erdkabel ist eine von vielen wichtigen Maßnahmen, die Westnetz nun in den Ortsgemeinden Ahrbrück, Antweiler, Dümpelfeld, Fuchshofen, Hönningen, Insul, Müsch und Schuld plant. Dies bedeutet, dass alle Häuser, welche zurzeit über eine Freileitung versorgt werden, auf eine Versorgung über Kabelnetz umgestellt werden.

„Erdkabel sind vor Witterungseinflüssen wie Sturm, Gewitter, Hagel und starken Regenfällen weniger störanfällig als Freileitungen, bei denen der Strom übers Dach ins Haus kommt. Eine Versorgung über Erdkabel erhöht somit die Versorgungssicherheit erheblich. Zudem entfällt der Dachständer, der teilweise für Anwohnerinnen und Anwohner störend ist“, erläutert Axel Münnich, Planungsleiter Neuaufbau Region Süd bei Westnetz.

Westnetz übernimmt bei der Umstellung auf Erdkabel alle Aufwendungen, einschließlich der Kosten für den neuen Hausanschluss mit Kabel-Hausanschlusskasten. Die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner in den Ortsgemeinden werden vor Beginn der Maßnahme postalisch informiert.