Kategorien
Wachstum

LEPPER Stiftung präsentiert Junior Uni Daun Pläne

Daun, 11.11.2020 –  Im Frühjahr 2019 verkündete die LEPPER Stiftung, eine Junior Uni in Daun bauen zu wollen. Seit geraumer Zeit laufen die Arbeiten für das Projekt auf Hochtouren.

In der vergangenen Woche wurde das Bauvorhaben in der Sitzung des Umwelt-, Bau- und Planungsausschusses der Stadt Daun vorgestellt. Der für die Bebauung notwendige Änderungsantrag wurde vom Ausschuss einstimmig angenommen. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Realisierung des Projekts.

Einmalige Chance für die Region

Das Vorhaben der LEPPER Stiftung ist für die Region einmalig: Da, wo vor einigen Monaten noch die „alte Brotfabrik“ stand, soll eine Junior Uni entstehen, die zu einem einmaligen Lern- und Erlebnisort für die Eifel werden soll. Das, was bis vor Kurzem als graues Fabrikgelände die Gegend prägte, wird sich in einen attraktiven und belebten Ort verwandeln, dessen Park- und Grünanlagen sowie Kinderspielplatz auch von Anwohnern genutzt werden können.

Die Vulkaneifel mit ihren natürlich geformten Maaren war als Inspirationsquelle für Gebäude- und Freiraumplanung ausschlaggebend. So fügen sich die Gebäude der Junior Uni Daun perfekt in die Landschaft, ohne diese zu dominieren oder das deutliche höher gelegene Altenheim zu verdecken.

Junior Uni Daun als bildungspolitischer Leuchtturm

An der Junior Uni selbst sollen Kindern und Jugendlichen zwischen vier und zwanzig Jahren – ohne Notendruck und unabhängig von Sozial- und Bildungshintergrund – vor allem in den Fachbereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT), aber auch in den Gebieten Kunst und Kultur (Musik, Tanz, Theater) lernen und forschen können. In kleinen Gruppen wird lebenslanges Lernen gelehrt, mit Freude – ohne Aufnahmeprüfungen und Zeugnisse, durch konkretes Experimentieren und Forschen im Team, ausdrücklich auch durch die Vermittlung von Wertvorstellungen, Respekt vor jeder Form des Lebens und dem nachhaltigen Schutz der Umwelt. Hier fügt sich das Konzept der Junior Uni Daun nahtlos ein in die Agenda 2030 der Unesco Geoparks Vulkaneifel, mit den Aspekten, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Klimaschutz und internationale Partnerschaft und Wissenstransfer.

Triebfeder für Innovationsund Wirtschaftskraft in der Region

Überdies wird die Junior Uni Daun durch das praxisorientierte und heimatverbundene Bildungskonzept dazu beitragen, junge Menschen als qualifizierte Nachwuchskräfte für Unternehmen in der Region Daun zu binden. Hierdurch trägt die Junior Uni Daun langfristig und nachhaltig zur Unterstützung der Unternehmen vor Ort im Fachkräftewettbewerb bei und wirkt positiv auf den Erhalt und die Steigerung der regionalen Wirtschaftskraft und Lebensqualität ein.

Der durch das für den Bau der Junior Uni Daun beauftrage Architektenbüro GNA aus Wuppertal angefertigte Modellbau zeigt, wie wunderbar sich die Junior Uni Daun in die Landschaft einfügt. Besonders das Hauptgebäude sticht mit seinem farbenfrohen Design heraus und setzt damit einen städtebaulichen Akzent. Grafik: © GNA Architekten, Wuppertal

Ein 100-prozentiges Projekt der LEPPER Stiftung

Die Idee für die Junior Uni ist nicht neu, sie wird nach dem Vorbild der Junior Uni Wuppertal, die in Deutschland bisher einmalig ist, errichtet. Die LEPPER Stiftung unterstützt diese seit 2018 jährlich mit einem sechsstelligen Betrag. Als die Stifterin und Vorstandsvorsitzende der LEPPER Stiftung, Doris G. Lepper, und der Kuratoriumsvorsitzende der LEPPER Stiftung, Peter Lepper, die Junior Uni in Wuppertal zum ersten Mal besuchten, waren sie von diesem bundesweit einmaligen Konzept begeistert und fassten bereits früh den Entschluss, eine solche Institution in Zusammenarbeit mit den Machern aus Wuppertal auch in Daun zu etablieren. Hierzu beauftragte die LEPPER Stiftung das Wuppertaler Architektenbüro GNA (Josef Niedworok und Anja Schacht) in Zusammenarbeit mit Hans Christoph Goedeking mit dem Entwurf des Projekts. Das Team um Hans Christoph Goedking hat das Gebäude der Junior Uni Wuppertal entworfen und damit der Stadt Wuppertal neben der Wuppertaler Schwebebahn zu einem weiteren Wahrzeichen verholfen.

Die Junior Uni Daun wird zu hundert Prozent durch die LEPPER Stiftung finanziert und getragen. In Kooperation mit allen bereits bestehenden Bildungseinrichtungen wie Schulen und Hochschulen stärken leidenschaftlich engagierte und authentische Dozentinnen und Dozenten mit pädagogischer Kompetenz das Selbstbewusstsein der jungen Besucher und qualifizieren sie – ausdrücklich unabhängig vom Einkommen und Sozialstatus der Familien – zum besseren späteren Einstieg in Berufsbildung oder Studium. Das verbessert die Chancengleichheit im Bildungsbereich.

Kategorien
Wachstum

DEHOGA-Umfrage: Wirtschaftliche Verluste bedrohen gesamte Branche

Region/Bad Kreuznach, 11.11.2020 – Zweidrittel der Hoteliers und Gastronomen in akuter Existenznot. „Betriebe benötigen dringend Perspektiven für die Wintermonate“ Restaurants und Hotels verzeichnen in Folge der Corona-Krise nie dagewesene Umsatzeinbrüche. 67% Prozent der gastgewerblichen Betriebe in Rheinland-Pfalz sehen sich aktuell  in ihrer Existenz gefährdet. Das geht aus einer bundesweiten Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband) hervor, die am Montag in Berlin veröffentlicht wurde.

Nach den vorliegenden Ergebnissen für Rheinland-Pfalz droht jedem sechsten Betrieb bereits ab November die Insolvenz wegen Zahlungsunfähigkeit. „Jetzt ist es wichtig, dass unsere Gastgeber schnellstmöglich ihre Entschädigung für die zwangsweise Schließung im November erhalten!“ Es eilt!“, so DEHOGA Präsident Gereon Haumann „Denn viele unserer Betriebe im rheinland-pfälzischen Gastgewerbe stehen mit dem Rücken zur Wand!“

Seit März hat die Gastgewerbebranche, aufgrund des Lockdowns im Frühjahr und nach dem Neustart, mit Abstandsregeln und Kapazitätsbeschränkungen massive Umsatzverluste erlitten. Auch für Oktober beklagen 76 Prozent der befragten Unternehmer Umsatzverluste von durchschnittlich 42 Prozent. Grund dafür war insbesondere die anhaltende Diskussion um ein Beherbergungsverbot, die zu einer regelrechten Stornierungswelle von Übernachtungen führten. Die rheinland-pfälzischen Beherbergungsbetriebe machen über 70 Prozent des Umsatzes mit touristischen Gästen und nur knapp 37 Prozent mit Geschäftsreisenden. Daher trifft das coronabedingte Verbot von touristischen Übernachtungen unsere Gastgeber besonders hart.

„Die Verzweiflung in der Branche wächst“, so Gereon Haumann. „Der neue Lockdown im November hat die Betriebe weiter verunsichert.“ Angesichts der dramatischen Lage brauchen die Betriebe dringend die zugesagten November-Hilfen. „Die Hilfen werden aber nur dann funktionieren, wenn sie jetzt schnell und unbürokratisch zur Verfügung gestellt werden“, macht Haumann deutlich „dies ist dezentral und rechtssicher über die Finanzämter möglich. Wir wurden von Amts wegen geschlossen, also sollte der Staat jetzt auch – ohne langes Antragsverfahren – von Amts wegen unverzüglich die Entschädigungszahlungen vornehmen! In Rheinland-Pfalz warten 13.500 Betriebe dringend auf die versprochene ,November-Hilfe‘!“

Kategorien
Wachstum

Eifelkreis und Bitburger Polizei zeigen Präsenz

Bitburg, 10.11.2020 – Die Eindämmung der Corona-Pandemie geht uns alle an. Am vergangenen Wochenende zeigte die Bitburger Polizei in enger Abstimmung mit der originär zuständigen Ordnungsbehörde des Eifelkreises verstärkte Präsenz im gesamten Dienstgebiet. Hierbei mussten zwanzig Verstöße gegen die Maskenpflicht geahndet, vier Personenansammlungen im öffentlichen Raum aufgelöst und die nach gültiger 12. CoBeLVO Rheinland-Pfalz verbotswidrige Inbetriebnahme zweier Gaststätten eingestellt werden.

Ein Kernbestandteil der Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens ist das korrekte Tragen der Mund-Nasenschutzbedeckungen. Auf dem Zentralen Omnibusbahnhof in Bitburg gilt im kompletten Warte- und Haltebereich eine dauerhafte Maskenpflicht. Aufgrund des hohen Personenaufkommens verbunden mit einer dauerhaften Personenfluktuation ist es wichtig, dass jeder durch sein verantwortungsvolles Verhalten einen Beitrag zum Infektionsschutz leistet. Fast alle Bürgerinnen und Bürger befolgen diese Vorschriften vorbildlich. Leider gibt es aber Einzelne, die sich auch wiederholt nicht an die geltende Maskenpflicht halten. Insgesamt mussten am vergangenen Wochenende zwanzig Maskenpflichtverweigerer eindringlich zum Tragen des Mund-Nasen-Schutzes aufgefordert und die Verstöße zur Anzeige gebracht werden.

Zu unerlaubten Personenansammlungen im öffentlichen Raum kam es am Freitag zwei Mal im Bereich des Waisenhausparks, am Samstag in der Saarstraße und auch am Sonntag in der Mötscher Straße in Bitburg. Innerhalb der festgestellten Personengruppen wurde die Anzahl von max. zwei unterschiedlichen Hausständen überschritten und Mindestabstände bei fehlendem Mund-Nasenschutz nicht eingehalten. Alle Ansammlungen wurden durch die Polizei aufgelöst.

Die geltende Verordnung sieht weiterhin vor, dass alle Gastronomiebetriebe aktuell geschlossen bleiben müssen. Bei entsprechenden Überprüfungen wurde festgestellt, dass diese unmissverständliche Bestimmung durch zwei Konzessionsinhaber, hiervon ein Fall in der VG Südeifel und ein weiterer Fall in der VG Bitburger-Land, hintergangen wurde.

In allen geschilderten Fällen hat die zuständige Kreisordnungsbehörde die entsprechenden Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Auch in der Zukunft wird die Bitburger Polizei die originär zuständigen Behörden des Eifelkreises zum Schutz der Menschen im südlichen Eifelkreis weiter intensiv unterstützen und eine verstärkte sowie zugleich ansprechbare Präsenz zeigen.

Ein herzliches Dankeschön von Landrat Dr. Joachim Streit und dem Leiter der Polizeiinspektion Bitburg, Polizeioberrat Christian Hamm, geht an die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung in der Stadt Bitburg, den Verbandsgemeinden Südeifel, Bitburger-Land und Speicher, die durch ihr verantwortungsvolles und coronakonformes Verhalten dazu beitragen, die Infektionsdynamik abzuschwächen und sich in dieser für uns alle schwierigen Zeit solidarisch zeigen.

Landrat Dr. Joachim Streit betont abschließend: „Wir befinden uns an einer entscheidenden Stelle bei der aktuellen Coronabekämpfung im Eifelkreis: Entweder es gelingt uns jetzt den Inzidenzwert zu senken oder die Welle wird uns den Winter mit voller Wucht treffen. Wir werden als Staat hier gemeinsam mit der Polizei Flagge zeigen und Verstöße ahnden. Ich danke der Polizei im Eifelkreis für den Schulterschluss in der Coronabekämpfung!“

Kategorien
Wachstum

Propsteier Wald Eschweiler: Fahrplan zur Öffnung der seit über 60 Jahren gesperrten Liegenschaft

Eschweiler, 09.11.2020 – Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) und die Stadt Eschweiler haben mit der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zur Öffnung des Propsteier Waldes einen Durchbruch in den langjährigen Verhandlungen geschafft – auch dank der Unterstützung der Eschweiler Bundestagsabgeordneten Claudia Moll (SPD), die sich seit Jahren gemeinsam mit dem Förderverein Propsteier Wald e.V. für die Öffnung der ehemals militärischen Liegenschaft einsetzt.

Grafik – Luftbild Rechteinhaber: Geobasis NRW 2020

Rund 350 ha des im Südwesten der Stadt Eschweiler gelegenen Propsteier Waldes wurden mit Einzug der belgischen Streitkräfte Anfang der 1950er Jahre gesperrt. Diese nutzten den Wald, der bereits zuvor eine lange militärische Nutzungsgeschichte hatte, bis 1995 als Munitions- und Materialdepot. Nach Abzug der Belgischen Streitkräfte wurde das Lager ausschließlich forstwirtschaftlich und jagdlich genutzt und musste bis heute auf Grund der diffusen Gefahrensituation durch bauliche Anlagen und Kampfmittelreste aus dem Zweiten Weltkrieg gesperrt bleiben.

Bereits seit gut zehn Jahren bemüht sich die Stadt Eschweiler gemeinsam mit dem Förderverein Propsteier Wald e.V. um die Öffnung des Waldes zur Naherholung. Gleichzeitig besteht ein starkes Interesse daran, den Propsteier Wald als ökologisch bedeutenden Naturraum in der ansonsten ausgeräumten Landschaft der Jülicher Börde zu schützen, als öffentliches Eigentum dauerhaft zu erhalten und so einer Privatisierung vorzubeugen.

Nach anfänglichen Überlegungen, den Wald in eine Waldgenossenschaft zu überführen, einigte man sich nach dem Scheitern der Kaufverhandlungen auf einen gemeinsamen Fahrplan mit der Eigentümerin, der BImA. Die Ziele und Aufgaben wurden im Dezember 2013 in einer Rahmenvereinbarung gemeinsam festgehalten, die zwischenzeitlich im Sommer 2020 aktualisiert wurde. Darin ist vereinbart, dass erst nach Rückbau aller Gebäude bis zur Bodenplatte, der Entsorgung der asbest- und schadstoffhaltigen Abfälle sowie der Beseitigung sonstiger baulicher Gefahrensituationen der Propsteier Wald auf festgelegten und markierten Wegen für die Erholungsnutzung geöffnet wird.

Um der im gesamten Gebiet vorherrschenden Gefahrensituation durch die militärischen Hinterlassenschaften des Zweiten Weltkrieges Rechnung zu tragen, werden nur ein Teil der vorhandenen Wege explizit für Wanderer und Radfahrer ausgewiesen. Alle außerhalb des freigegebenen Wegenetzes gelegenen Waldflächen und die übrigen Wege werden zur Gefahrenabwehr sowie aus Naturschutzgründen weiterhin gesperrt. Zudem wird es ein ausdrückliches Wegegebot geben. Zu diesem Zweck haben BImA und Stadt gemeinsam mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf eine Kampfmittelverhütungsverordnung erarbeitet, die im Herbst 2020 vom Rat der Stadt E-schweiler beschlossen werden soll.
Sind alle Maßnahmen zur Gefahrenabwehr durchgeführt, werden die rund neun km lange Zaunanlage entfernt und die ausgewiesenen Waldwege freigegeben.

Derzeit bereitet die BImA die Ausschreibung der Rückbaumaßnahmen im Wald vor, z.B. den Abriss von ca. 350 Lagerhütten. Im Vorfeld muss zum Schutz der evtl. durch den Rückbau beeinträchtigten Tiere und Pflanzen eine Artenschutzprüfung durchgeführt werden, die derzeit mit der Unteren Naturschutzbehörde der StädteRegion Aachen abgestimmt wird. Liegen alle erforderlichen Informationen vor, soll die Maßnahme im Laufe des nächsten Jahres unter ökologi-scher Baubegleitung durchgeführt werden.

Zudem sind zahlreiche Maßnahmen – naturschutzfachliche Kompensationsvorhaben und ökologische Aufwertungsmaßnahmen – vorgesehen, um den Lebensraum bedeutender und teils streng geschützter Arten zu sichern und aufzuwerten. Durch den Verbleib des Probsteier Waldes im Eigentum der BImA ist das öffentliche Eigentum dauerhaft gesichert.

Parallel dazu soll in Kürze die Offenlage zur 4. Änderung des Landschaftsplanes III bei der StädteRegion Aachen erfolgen. Im Rahmen dieses Verfahrens wird die Unterschutzstellung des gesamten Propsteier Waldes angestrebt – die Ausweisung zum Naturschutzgebiet. Auf einem Teilbereich des ehemaligen Wartungsareals für Militärfahrzeuge soll zudem eine Photovoltaikanlage entstehen. Die Stadt wird dazu in Kürze das Verfahren eröffnen, um Planungsrecht zu schaffen. Claudia Moll, Mitglied des Deutschen Bundestages und Mitglied der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Eschweiler, hat sich für die Öffnung des Propsteier Waldes in Berlin stark gemacht und den Weg geebnet.

Mit großem Engagement haben sich die Vertreter*innen von BImA, Bundesforst, Stadt und Förderverein Propsteier Wald e.V. für dieses Ziel und den gemeinsamen Weg eingesetzt. Auch wenn es noch einige Zeit dauern wird, bis die ersten Naherholungssuchenden nach 65 Jahren wieder offiziell das Sperrgebiet betreten dürfen, ist die Freude aller Beteiligten groß, endlich den Knoten in Sachen Propsteier Wald durchschlagen und damit das Ende des ehemaligen Camp Astrid eingeläutet zu haben.

Kategorien
Wachstum

Knapp 1,8 Millionen Euro für die Digitalisierung der Schulen in Trägerschaft des Landkreises Vulkaneifel

Daun, 09.11.2020 – Der Landkreis Vulkaneifel macht seine kreiseigenen Schulen fit für die digitale Zukunft. Unterstützung gibt es dabei von Bund und Land: Mit dem Programm „DigitalPakt Schule“ steht dem Landkreis Vulkaneifel als Schulträger insgesamt ein Budget von 1.791.851,75 € zur Verfügung. Hiervon entfallen 1.612.666,58 € auf Bundesmittel, 179.185,18 € muss der Landkreis als Eigenanteil beisteuern.

Mit dem Geld wird vor allem die digitale Infrastruktur in den 7 Schulen in Trägerschaft des Landkreises Vulkaneifel ausgebaut. Nach monate-langen intensiven Vorbereitungen hat der Landkreis als Schulträger im September den ersten entscheidenden Förderantrag in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro auf den Weg gebracht.

Gefördert werden insbesondere Maßnahmen in Schulgebäuden und auf Schulgeländen in den Bereichen Aufbau, Erweiterung oder Verbesserung der digitalen Vernetzung, einschließlich Schulserver sowie Herstellung eines drahtlosen Netzzugangs. Zu den Schulen in Trägerschaft des Landkreises Vulkaneifel gehören das Thomas-Morus-Gymnasium Daun, das Geschwister-Scholl-Gymnasium Daun, das St. Matthias-Gymnasium in Gerolstein, die BBS Vulkaneifel Gerolstein, das Hubertus-Rader-Förderzentrum in Gerolstein, das St. Laurentius-Förderzentrum in Daun sowie die Realschule plus in Daun. Insgesamt werden in den kreiseigenen Schulen mehr als 3.800 Schülerinnen und Schüler unterrichtet.

Kategorien
Wachstum

Deutsch-amerikanisches Forum tagte auf dem Flugplatz Spangdahlem

Spangdahlem, 09.11.2020 –  Auf der Air Base Spangdahlem fand kürzlich eine Sitzung des deutsch-amerikanischen Informationsforums statt. Der Kommodore des 52. Jagdgeschwaders, Oberst
David Epperson war Gastgeber der Sitzung für lokale Bürgermeister und Kommunalpolitiker, Vertreter des Jagdgeschwaders, Gäste und Experten, von deutscher und US-Seite.

Während des Treffens erhielten Vertreter der Kreise, der Region und der Gemeinden aktuelle Informationen zu den Auftragsaufgaben des Geschwaders, zu Flugoperationen, Bauprojekten, COVID-19-Regeln und Partnerschaftsveranstaltungen. In einem offenen Forum konnten die Mitglieder Fragen stellen und aktuelle Themen mit dem
Führungsstab des 52. Jagdgeschwaders erörtern.

Aktueller Flugbetrieb

Nach Angaben des Kommodores wird das Jagdgeschwader in der letzten Oktoberwoche und in den ersten beiden Novemberwochen Nachtflüge durchführen. „Es wird nach der Zeitumstellung sein. Während der drei Wochen werden wir später fliegen als üblich, sagte er. „Es ist wichtig, dass unsere Piloten dieses Nachttraining mit der Nachtsichtbrille bekommen,“ erklärte er. Das Geschwader führt in der Regel zweimal jährlich Nachtflüge durch, einmal im Herbst und dann im Frühjahr.

Ankündigung zu Truppenanpassungen

In Bezug auf Ankündigungen des Verteidigungsministeriums zu Truppenanpassungen sagte der Oberst, dass es momentan keine zusätzlichen Informationen gibt. „Ich möchte nicht darüber speku-lieren, was passieren könnte. Ich habe keine Details,“ sagte Epperson. Als Teil der Erklärung, die vom Verteidigungsminister im Juli abgegeben wurde, kommt der „Special Operations Wing“ nicht nach Spangdahlem. Nach Angaben des Kommodores wird Spangdahlem ein kritischer Mobilitätsknotenpunkt für den Lufttransport und eine dauerhafte Installation für die US-Luftwaffe bleiben.

Kategorien
Wachstum

Neue Quarantäneregeln für Rückkehrende und Einreisende aus ausländischen Risikogebieten ab 09.11.2020

Region/Mainz, 07.11.2020 – Am 9. November 2020 tritt in Rheinland-Pfalz die 1. Änderungsverordnung zur Zwölften Corona-Bekämpfungsverordnung (12. CoBeLVO) des Landes in Kraft.

Diese Änderungsverordnung regelt die Quarantäne von Personen, die aus ausländischen Risikogebieten einreisen oder von dort nach Rheinland-Pfalz zurückgehen. Sie basiert auf der Musterquarantäne-Verordnung, die Bund und Länder erarbeitet haben, um ein möglichst einheitliches Vorgehen bei diesem Thema sicherzustellen.

Folgende wesentliche Neuerungen sind in der Änderungsverordnung für Rheinland-Pfalz enthalten:

Die Quarantänedauer verkürzt sich von 14 auf 10 Tage. Betroffene Personen sind wie bisher verpflichtet, unverzüglich nach Einreise das für sie zuständige Gesundheitsamt zu kontaktieren. Hierfür wird eine neue digitale Einreiseanmeldung durch den Bund zur Verfügung gestellt. Eine sofortige Befreiung von der Quarantänepflicht durch Vorlage eines negativen Testergebnisses bei Einreise wird nicht mehr generell möglich sein. Die Quarantänedauer kann jedoch mit der Vorlage eines negativen Testergebnisses verkürzt werden. Dabei darf der Test grundsätzlich frühestens am fünften Tag nach der Einreise durchgeführt werden.

Für die Verpflichtung zur Quarantäne sind zudem verschiedene Ausnahmen festgelegt worden. So sind beispielsweise Personen von der Quarantänepflicht ausgenommen, die sich auf der Durchreise befinden, die sich weniger als 72 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder aus einem Risikogebiet für bis zu 24 Stunden in das Bundesgebiet einreisen. Weitere Ausnahmen sind beispielsweise unter bestimmten Voraussetzungen auch für besondere Personengruppen wie etwa sogenannte Grenzpendler oder Grenzgänger vorgesehen.

Die Verpflichtung zur Quarantäne besteht außerdem nicht für bestimmte weitere Personengruppen, wenn diese ein negatives Testergebnis vorlegen können. Dies betrifft beispielsweise Personen, die zum Besuch von Verwandten ersten oder zweiten Grades oder aufgrund einer dringenden medizinischen Behandlung einreisen, Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte, Richterinnen und Richter oder beispielsweise Parlamentarierinnen und Parlamentarier und Polizeivollzugskräfte. Mit besonderer Berücksichtigung der wirtschaftlichen Belange sind mit Vorlage eines Negativtests auch Personen von der Pflicht zur Quarantäne befreit, die sich für bis zu fünf Tage zwingend notwendig und unaufschiebbar unter anderem beruflich veranlasst in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder nach Rheinland-Pfalz einreisen.

Neben diesen Neuerungen werden zur Umsetzung der Coronavirus-Testverordnung des Bundes in Rheinland-Pfalz zurzeit örtliche Testzentren etabliert, die überwiegend unter der Regie von Krankenhäusern betrieben werden. In diesen vom Land beauftragten Testzentren werden anlassbezogen asymptomatische Patienten getestet. Durch diese Unterstützung werden die Gesundheitsämter weitreichend entlastet. Die letztlich rund 20 örtlichen Testzentren reihen sich dabei in das bereits bestehende Netz an Testmöglichkeiten ein, das sich flächendeckend über Rheinland-Pfalz legt.

Anspruch auf eine Testung in einem örtlichen Testzentrum haben nach der Coronavirus-Testverordnung des Bundes Einreisende aus ausländischen Risikogebieten, Kontaktpersonen einer mit dem Coronavirus infizierten Person, Personen, die von Ausbrüchen in unter anderem Krankenhäusern, Pflegeheimen, Kitas, Schulen oder Pflegeeinrichtungen betroffen sind sowie Personen in Gesundheitseinrichtungen und ähnlichen Unternehmen. Diese Testmöglichkeit steht nur nach Bestätigung des Anspruches durch den Öffentlichen Gesundheitsdienst, den niedergelassenen Arzt oder die entsprechende Einrichtung beziehungsweise das entsprechende Unternehmen offen.

Einige der örtlichen Testzentren haben ihren Betrieb bereits aufgenommen. So ist beispielsweise schon ein Testzentrum in Ludwigshafen aktiv, das unter der Regie des Klinikums Ludwigshafen betrieben wird und mit der bestehenden Infektionsambulanz verbunden wurde. Weitere Testzentren werden in den kommenden Tagen und Wochen den Betrieb aufnehmen.

Die bisherigen vier Teststationen des Landes haben indes ihre Arbeit eingestellt. Dort wurden im gesamten Zeitraum vom 5. August bis 1. November 2020 insgesamt 49.018 Reiserückkehrer und Einreisende auf Corona getestet. Der Anteil der positiven Befunde aller Testergebnisse lag dabei bei weniger als einem Prozent.

Kategorien
Wachstum

Vielfalt und Literatur von Weltrang – Am 2. März 2021 startet das 15. Eifel-Literatur-Festival

Prüm, 06.11.2020 – Die Frage, ob es ein 15. Eifel-Literatur-Festival geben wird, war von Hoffen und Bangen begleitet. Schon die für 2020 angekündigte Spezialausgabe mit nur einer Lesung von Thriller-Star Sebastian Fitzek musste aufgrund der Covid-19 Pandemie entfallen. Die Krise gewährt keine Planungssicherheit.

Doch Literaturfreundinnen und -freunde in der Eifel können sich freuen: Dr. Josef Zierden, der mit dem Kulturpreis der Dr. Hanns-Simon-Stiftung ausgezeichnete Initiator des Eifel-Literatur-Festivals, hat sich der Herausforderung gestellt und für 2021 eine hochkarätige Festivalausgabe organisiert. Unter Berücksichtigung der aktuellen Umstände geht sie als Kompaktformat mit zehn Lesungen in großen Veranstaltungsräumen in Wittlich, Bitburg, Gerolstein und Prüm sowie mit reduzierten Ticketkontingenten an den Start. Schirmherr ist der rheinland-pfälzische Kulturminister Prof. Dr. Konrad Wolf.

Inhaltlich bietet die 15. Auflage des Eifel-Literatur-Festivals wieder Vielfalt und Klasse.

Es treten Erzählerinnen und Erzähler von Weltrang auf, allen voran die polnische Literaturnobelpreisträgerin des Jahres 2019, Olga Tokarczuk, die aus ihrem ausgezeichneten Werk „Die Jakobsbücher“ lesen wird. Daniel Kehlmann ist dabei, mit seinem Roman „Tyll“ über den Dreißigjährigen Krieg, außerdem Bestsellerautor Ingo Schulze mit seinem hochaktuellen Werk über deutsche Befindlichkeit „Die rechtschaffenen Mörder“.

Zu Gast sind ferner Romanciers, die Menschen und Zeitgeist hierzulande so unterhaltsam wie niveauvoll porträtieren: Dörte Hansen mit „Mittagsstunde“, Joachim Meyerhoff mit „Hamster im hinteren Stromgebiet“ und die junge Leipziger Neuentdeckung Daniela Krien mit „Die Liebe im Ernstfall“.

Das Genre Thriller vertritt Sebastian Fitzek. Seine zunächst für April und dann September 2020 geplante Lesung geht nun am 9. April im Eventum Wittlich über die Bühne. Zu erwarten ist eine spannende Show zu seinem neuen Titel „Der Heimweg“.

In der Sparte Sachbuch wartet das Festival mit so beliebten wie kompetenten Autoren auf. Peter Wohlleben, Deutschlands wohl bekanntester Förster mit dem Beinamen „Der Baumversteher“, berichtet über „Das geheime Band von Mensch und Natur“. Publikumsmagnet Pater Anselm Grün reflektiert anlässlich der Corona-Krise „Was gutes Leben ist“. Und Meteorologe Sven Plöger, der 2010 als „Bester Wettermoderator Deutschlands“ ausgezeichnet wurde, erklärt mit „Zieht euch warm an, es wird heiß“, den Klimawandel und wie wir damit umgehen können.

DIE TERMINE:

Dienstag, 02. März, Joachim Meyerhoff, Bitburg Stadthalle;

Freitag, 19. März, Peter Wohlleben, Wittlich Cusanus-Gymnasium (Atrium);

Freitag, 26. März, Daniel Kehlmann, Bitburg Stadthalle;

Freitag, 9. April, Sebastian Fitzek, Wittlich Eventum;

Freitag, 16. April, Ingo Schulze, Gerolstein Rondell;

Freitag, 23. April, Dörte Hansen, Prüm Karolingerhalle;

Donnerstag, 29. April, Pater Anselm Grün, Prüm Basilika;

Freitag, 28. Mai, Olga Tokarczuk, Bitburg Haus Beda (Festsaal);

Freitag, 11. Juni, Daniela Krien, Bitburg Haus Beda (Festsaal); Freitag, 25. Juni, Sven Plöger, Gerolstein Rondell.

Alle Veranstaltungen beginnen um 20.00 Uhr (Einlass: 19.00 Uhr).

Kategorien
Wachstum

Stadtrat Wittlich zeigt Flagge gegen Corona-Leugner

Wittlich, 05.11.2020 – Der Platz an der Lieser war vergangenen Sonntag wieder Schauplatz von Corona-Demonstrationen. Mit rund zehn Personen versammelten sich die sogenannten „Corona-Rebellen“ in ihrem selbsternannten „Wohnzimmer“ zu einer erneuten sonntäglichen Kundgebung.

Viele Wittlicher Bürgerinnen und Bürger schlossen sich dem Stadtrat an und demonstrierten gemeinsam gegen die abstrusen und teilweise aggressiv vorgetragenen Theorien der Corona-Leugner. Plakate mit der Aufschrift „Masken sind der neue Hitlergruß“ machten deutlich, welche Weltanschauung die Corona-Leugner vertreten.

Bürgermeister Joachim Rodenkirch verlas die vom Stadtrat einstimmig beschlossene Resolution und machte einmal mehr deutlich, dass die Stadt sich bewusst dafür entschieden hat, den einleitenden Satz des Grundgesetzes „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ für jeden Besucher Wittlichs an der Synagoge sichtbar zu machen.

An die Adresse der Corona-Rebellen richtete der Stadtrat seine Bot-schaft, dass er entschieden dafür eintritt, dass menschenverachtende Ideologien in Wittlich nicht salonfähig werden. Gemeinsam machte man den Corona-Rebellen klar: „Ihr seid hier nicht willkommen! “Neben dem Stadtrat demonstrierten auch das „Solidarische Wittlich“ und die Antifa gegen die Coronas-Leugner.

Kategorien
Wachstum

Online-Petition gestartet: Verschuldete Kommunen senden Hilferuf

Mayen/Pirmasens, 05.11.2020 – Vielen Kommunen steht das Wasser bis zum Hals. Elf der bundesweit 20 am höchsten verschuldetsten Städte und Landkreise liegen in Rheinland-Pfalz. Grund für die strukturelle Unterfinanzierung ist eine mangelnde Gegenfinanzierung der von Bund und Land jahrzehntelang an die Kommunen übertragen Pflichtaufgaben.

Die Corona-Pandemie verschärft die prekäre Haushaltslage drastisch. Jetzt wendet sich das parteiübergreifende Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“ erstmals mit einem Hilferuf direkt an die Bevölkerung.

Am Dienstag, 3. November 2020, ist in Pirmasens der Startschuss für die digitale Unterschriftenaktion „Petition Heimat“ gefallen. In den kommenden sechs Wochen sind alle Bürger aufgefordert, sich für eine bessere Zukunft ihrer Heimat stark zu machen – dazu genügen wenige Klicks im Internet. Die Petition ist an die rheinland-pfälzische Landesregierung und die Fraktionsvorsitzenden im Landtag adressiert. Im Mittelpunkt des geforderten Maßnahmenpaketes steht eine auskömmliche Finanzausstattung der Kommunen, um die gesetzlich übertragenen Aufgaben auch wahrnehmen zu können, sowie eine Lösung des Altschuldenproblems.

Immer mehr Städten und Landkreisen droht der Verlust eigener Gestaltungsfähigkeit. Denn trotz vielfältiger eigener Sparmaßnahmen bekommen die finanzschwachen Kommunen die massiven Probleme niemals in den Griff. Wie wichtig die Kompetenz der Kommunen zur Lösung von gesellschaftspolitischen Problemen ist, zeigt aktuell die Corona-Pandemie.

Gleichzeitig wird die Erfüllung der Aufgaben für die örtliche Gemeinschaft aber zusehends eingeschränkt. Spürbar wird dies für den Bürger vor allem durch Einschnitte bei der Instandsetzung von Straßen, der Gesundheitsvorsage, dem öffentlichen Nahverkehr sowie bei Kultur, Sport, Freizeit- und Bildungsangeboten. Dies kann und darf nicht sein, führt es doch mittlerweile dazu, dass die von der Verfassung garantierte Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in Städten und Landkreisen mit besonders hohen sozialen Lasten nicht mehr gewährleistet ist.

Wenn der Gordische Knoten der strukturellen Unterfinanzierung in Rheinland-Pfalz tatsächlich zerschlagen werden soll, muss dort angesetzt werden, wo die Finanzverantwortung für die Städte und Gemeinden liegt: bei der Landesregierung.

Die Kommunen benötigen umgehend eine ausreichende Finanzierung der ihnen übertragenen staatlichen Pflichtaufgaben, so dass sie ein Mindestmaß an freiwilligen Leistungen wahrnehmen können, ohne dies über neue Kredite zu finanzieren.

„Ich fordere die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt auf: Bitte beteiligen Sie sich an der Online-Petition, damit wir unsere Heimat auch in Zukunft für alle Generationen lebenswert gestalten können“, appelliert Oberbürgermeister Treis.