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Smartes Mayen-Koblenz: Neuer Digitalisierungs-Beauftragter soll die Fäden ziehen

Region/Kreis Mayen-Koblenz, 23.12.2020 – Das Förderprogramm „Smart Cities – made in Germany 2020“ des Bundesinnenministeriums birgt riesige Chancen für den Landkreis Mayen-Koblenz in der Digitalisierung weiter voranzukommen – insbesondere im ländlichen Raum. Nachdem der erste Schritt mit einer erfolgreichen Bewerbung für Förderung gemacht wurde, sind in den vergangenen Wochen umfangreiche Vorbereitungen für die Suche nach einer Schlüsselpersonalie vorangetrieben worden.

„Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Digitalisierung im Hinblick auf Wirtschaft, Tourismus und eine positive Entwicklung in allen Daseinsbereichen sowie der Stadt- und Kreisentwicklung umzusetzen. Dafür suchen wir ganz aktuell für unsere neugeschaffene Stabsstelle „Smart City“ eine Führungskraft, den sogenannten Chief Digital Officer. Jemanden mit einschlägigen Erfahrungen im Bereich der Digitalisierung beziehungsweise Informationstechnik, der den digitalen Wandel im Landkreis mit uns anpackt und bewegt“, erläutert Landrat Dr. Alexander Saftig den nächsten fundamentalen Schritt im Smart-Cities-Prozess des Landkreises.

Der Digitalisierungsbeauftragte ist federführend für den Entwicklungsprozess einer zukunftsorientierten Digitalisierungsstrategie und deren Umsetzung verantwortlich. Ihm obliegt die Leitung der Stabsstelle und eines Smart-Region-Teams, mit dem er gemeinsam auf operativer Ebene den Gesamtprozess steuert. „Vor diesem Hintergrund suchen wir eine Persönlichkeit für die Leitung des Programmes, die auf Basis fachlicher Expertise und Erfahrung im Umgang mit komplexen Netzwerkstrukturen in der Lage ist, gemeinsam mit einem Team wesentliche Impulse für den Erfolg unseres Vorhabens zu setzen“, sagt der Landrat.

Darüber hinaus wirkt der Chief Digital Officer als Repräsentant der Stabsstelle und des Digitalisierungsprozesses nach innen und außen und ist verantwortlich für die proaktive Vernetzung mit den relevanten Akteurinnen und Akteuren aus Kreis, Städten und Verbandsgemeinden, kommunalen Tochterunternehmen, politischen Gremien sowie weiteren internen und externen Schnittstellen. „Denn allen voran werden wir die kreiseigenen Kommunen am Smart-Cities-Programm im Landkreis beteiligen. Die kommunale Familie im Landkreis Mayen-Koblenz ist das Fundament, auf dem die smarte Region entstehen soll“, betont Saftig. Nicht umsonst wurde als Projekttitel „MYK10 Network in Region“ ausgewählt. Dabei steht die hochgestellte 10 sinnbildlich für die zehn kreisangehörigen Städte und Verbandsgemeinden. Darüber hinaus sind rund 50 weitere lokale Partner beteiligt. Hinzu kommen mehr knapp fünfzehn externe Partner auf Bundesebene sowie ein zwölfköpfiger Expertenbeirat.

Das Smart-Cities-Projekt besteht aus zwei Phasen: In der ersten, bis zu zwei Jahren dauernden Startphase werden kommunale Ziele, Strategien und Maßnahmen zur Gestaltung der Digitalisierung entwickelt. Die zweite Phase beinhaltet die Umsetzung der Ziele, Strategien und Maßnahmen in einem bis zu fünf Jahre dauernden Prozess. In dieser Gesamtlaufzeit von sieben Jahren ist für den Landkreis Mayen-Koblenz ein Gesamtvolumen von 17,5 Millionen Euro für das Projekt vorgesehen. 11,4 Millionen Euro davon kommen vom Bund, der neben MYK deutschlandweit 31 weitere Kommunen fördert. Zur Finanzierung des Eigenanteils werden auf Beschluss des Kreistags hin Haushaltsmittel in Höhe von 6,1 Millionen Euro bereitgestellt.

„Die Suche nach dem Chief Officer Digital läuft noch bis zum 17. Januar. Wir alle sind gespannt, wer schon in naher Zukunft mit uns den Aufbau des Landkreises als Smart-City-Kommune gestalten wird, die alle digitalen Aspekte im Gesundheits- und Bildungswesen sowie in Bezug auf Kommunikationsinfrastruktur, Verkehrssysteme, aber auch Energieanwendungen, Umweltanforderungen und digitale Souveränität vereint“, sagt Landrat Saftig.

Weitere Informationen gibt es unter smart-cities@wfg-myk.de und www.zfm-bonn.de

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Corona-Schutzimpfungen starten auch in der Vulkaneifel am 27. Dezember 2020

Hillesheim, 23.12.2020 – Der Landkreis Vulkaneifel gehört zu den ersten Landkreisen in Rheinland-Pfalz, die mit dem Impfstoff versorgt werden. „Der 27. Dezember wird ein ganz besonderer Tag werden. Ein Tag, der den Menschen im Gedächtnis bleiben wird – nicht nur in Rheinland-Pfalz, sondern auch in Deutschland, ja in ganz Europa. Ein Tag, der uns gerade in der aktuell so schwierigen Phase der Pandemie Zuversicht schenkt. Der uns Hoffnung gibt, dass wir den langen und entbehrungsreichen Kampf gegen dieses Virus am Ende gewinnen werden“, sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler mit Blick auf den nahenden Impfauftakt in Rheinland-Pfalz.

In einer allerersten Lieferung wird Rheinland-Pfalz 9.750 Dosen des Impfstoffs erhalten. Aufgrund dieser engen Begrenzung starten die Impfungen daher in den Altenheimen und Senioreneinrichtungen – übereinstimmend mit den Vorgaben des Bundes und basierend auf den Empfehlungen zur Priorisierung der Ständigen Impfkommission. Den ersten Empfehlungen des einberufenen Ethikbeirats Corona-Schutzimpfung folgend werden dabei zunächst jene Regionen bedient, die zum Stichtag 16. Dezember über der durchschnittlichen 7-Tages-Inzidenz des Landes lagen.

Dies sind die Kreise Bad Kreuznach, Germersheim, Kusel, Neuwied, der Rhein-Pfalz-Kreis und der Kreis Vulkaneifel sowie die kreisfreien Städte Frankenthal, Koblenz, Ludwigshafen, Mainz und Speyer. Betroffen sind dort insgesamt mehr als 200 Einrichtungen, in knapp 70 davon wird in einem allerersten Schritt mit mobilen Impfteams geimpft.

Diese enge Einschränkung auf einen Teilbereich wird sich dabei nach und nach mit der Zulieferung zusätzlichen Impfstoffs erweitern. So soll es laut Bund bereits am 28. und 30. Dezember Nachlieferungen von einmal knapp 25.000 und einmal gut 34.000 Impfdosen für Rheinland-Pfalz geben. Für den Januar hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wöchentliche Lieferungen von je gut 34.000 Impfdosen für Rheinland-Pfalz angekündigt. Nach der Ausweitung auf weitere Seniorenheime sollen in den folgenden Phasen dann auch medizinisches Personal beispielsweise in Krankenhäusern sowie Menschen über 80 Jahren auch in den Impfzentren geimpft werden. Dazu startet Rheinland-Pfalz vermutlich Anfang bis Mitte Januar ein Terminvergabesystem. Der genaue Zeitpunkt wird in den kommenden Tagen bekannt gegeben.

Zum Start werden die Einrichtungen in Rheinland-Pfalz von mobilen Impfteams aufgesucht, die vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) organisiert werden, erläuterte Gesundheitsstaatssekretär und Landeskoordinator Impfen, Dr. Alexander Wilhelm. „Unser Ziel ist es, dass wir zum Start 20 mobile Impfteams haben, die insgesamt 20 Einrichtungen pro Tag bedienen können“, erläuterte Wilhelm. Er dankte dem DRK ausdrücklich. „Das DRK ist zentrale Ansprechstelle für die mobilen Impfteams. Sie sind der Schlüssel für die erfolgreichen Schutzimpfungen der Bürgerinnen und Bürger, die in stationären Einrichtungen leben und keinen Zugang zu Impfzentren haben beziehungsweise diese nur schwer erreichen können.“ Die jeweiligen mobilen Impfteams setzen sich zusammen aus einer Ärztin beziehungsweise einem Arzt, einer Apothekerin oder einem Apotheker zur Aufbereitung des Impfstoffes sowie weiterem Personal, beispielsweise einer medizinischen Fachkraft. Ein Teamleiter übernimmt die Steuerung und ist Hauptansprechpartner für Pflegeeinrichtungen und Impfzentren.

Angesichts der limitierten Impfstoffverfügbarkeit zum geplanten Beginn der Impfungen am 27. Dezember und der dadurch nötigen Priorisierung treten auch viele ethische Fragen in den Vordergrund. Der von Gesundheitsministerin Bätzing-Lichtenthäler ins Leben gerufene Ethikbeirat Corona-Schutzimpfung hat daher ein erstes Empfehlungs­papier verabschiedet. „Idealerweise stünden alle Impfdosen für alle Menschen, die sich impfen lassen möchten, am ersten Tag zur Verfügung. Dem ist bedauerlicherweise, jedoch aus nachvollziehbaren Gründen, nicht so und deshalb müssen wir uns darauf verständigen, wer zu Beginn anhand medizinischer, ethischer und sozialer Kriterien zunächst versorgt werden wird. Dazu haben wir als Ethikbeirat erste Empfehlungen für das Land verabschiedet“, sagte der Vorsitzende Professor Dr. Norbert Paul. Diese lauten unter anderem, die ersten Impfungen durch mobile Impfteams in Einrichtungen der Pflege innerhalb von Kreisen oder kreisfreien Städten mit besonders hoher Inzidenz durchzuführen.

Ministerin Bätzing-Lichtenthäler verband mit dem nahenden Auftakt der Schutz­impfungen auch einen Appell an die Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer: „Der Kampf gegen das Virus – das zeigt sich am Beispiel Schutzimpfung besonders deutlich –, ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Das heißt im Klartext: Je mehr Menschen sich impfen lassen, desto größer ist der Schutz für uns alle. Angelehnt an das rheinland-pfälzische Motto ‚Ich schütze Dich, Du schützt mich‘ bitte ich hiermit die Menschen in Rheinland-Pfalz von ganzem Herzen, die Impfungen wahrzunehmen, wenn sie dazu an der Reihe sind.“

Bätzing-Lichtenthäler zeigte Verständnis, dass viele Menschen ein sehr großes Informationsbedürfnis rund um die Impfungen und den Impfstoff haben. Sie verwies darauf, dass das Land dafür von morgen an eigens eine Info-Hotline für Bürger geschaltet hat. Diese ist unter der Telefonnummer 0800/5758100 erreichbar und montags bis samstags von 8 Uhr bis 22 Uhr sowie sonn- und feiertags zwischen 10 Uhr und 16 Uhr und am 24. und 31. Dezember jeweils von 8 bis 12 Uhr besetzt. Auch vom Bund gibt es eine Info-Hotline, die unter der Nummer 116117 erreichbar ist.    Ausführliche Informationen finden sich darüber hinaus auch auf der Internetseite des Landes unter www.corona.rlp.de. Darüber hinaus schließt sich Rheinland-Pfalz der vom Bund angekündigten groß angelegten Informationskampagne an.

„Wir alle sind sehr optimistisch, dass wir kurz vor einem entscheidenden Wendepunkt im Kampf gegen diese Pandemie stehen. Auch wenn es gerade zu Beginn ob der Knappheit des Impfstoffs schmerzhafte ethische Fragen geben mag, auch wenn in der Anlaufphase sicherlich kleine und größere Problem auftreten werden – dieser Impfstoff und die folgenden Varianten haben das Potenzial, uns im Kampf gegen das Virus einen riesigen Vorteil zu verschaffen“, sagte Bätzing-Lichtenthäler zum Abschluss. „Lassen Sie uns deshalb alle gemeinsam daran arbeiten und alle zusammen zuversichtlich sein, dass der kommende 27. Dezember ein Tag sein wird, an den sich die Menschen noch lange erinnern werden, weil es der Wendepunkt im Kampf gegen Corona war.“

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Coronavirus kennt keine Weihnachtspause

Jülich/Kreis Düren, 23.12.2020 – Die wichtigsten Corona-Regeln für Weihnachten und Silvester. Mit Blick auf die nach wie vor hohen Infektionszahlen gilt unverändert der Grundsatz, dass jede Person ihre Kontakte auf das unbedingt Notwendige reduzieren muss.

Weil der Wert der 7-Tages-Inzidenz über 200 liegt, musste der Kreis Düren in einer Allgemeinverfügung strenge Regelungen zur Ergänzung der Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) des Landes Nordrhein-Westfalen festlegen. Diese Regelungen gelten für den gesamten Kreis Düren, also auch in Jülich.

Grundsätzlich gilt zur Reduzierung privater Zusammenkünfte, dass sich zu Hause maximal 2 Hausstände treffen dürfen. Es dürfen dabei nicht mehr als 5 Personen zusammenkommen. Kinder bis einschließlich 14 Jahre werden dabei nicht mitgezählt.

Nur für die Weihnachtstage ist diese Regel für Familien etwas erweitert. Für private Zusammenkünfte zu Hause gilt im Zeitraum vom 24. bis zum 26. Dezember, dass sich Personen des eigenen Hausstandes mit höchstens vier weiteren Personen aus dem engsten Familienkreis treffen dürfen. Hierzu zählen Ehegatten, Lebenspartner und Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft sowie Verwandte in gerader Linie, Geschwister und deren jeweilige Haushaltsangehörige. Kinder bis einschließlich 14 Jahre werden dabei nicht mitgezählt. Im Falle solcher Familientreffen ist die Anzahl der Haushalte nicht ausschlaggebend.

Grundsätzlich, also auch an den Weihnachtstagen und an Silvester, gilt die Kontaktbeschränkung im öffentlichen Raum. In der Öffentlichkeit dürfen sich maximal 3 Personen aus insgesamt 2 Haushalten treffen. Kinder bis einschließlich 14 Jahre werden dabei nicht mitgezählt.

Ebenso grundsätzlich, also auch an den Weihnachtstagen und an Silvester, gilt im Kreis Düren die Ausgangsbeschränkung zwischen 21 Uhr und 5 Uhr. Das Verlassen der im Kreisgebiet Düren gelegenen eigenen Wohnung bzw. der Aufenthalt im Kreisgebiet von Personen, die keine Wohnung im Kreisgebiet haben, ist in diesem Zeitraum nur erlaubt, wenn triftige Gründe vorliegen.

Triftige Gründe sind insbesondere:

–    die Rückkehr in die eigene Wohnung von einer zulässigen Beschäftigung oder einem zulässigen Kontakt

(z.B. die o.g. Personen, die in einem Haushalt zu Besuch sind, dürfen auch nach 21 Uhr wieder nach Hause fahren)

–    die Ausübung der beruflichen Tätigkeit,

–    das Einkaufen von Lebensmitteln,

–    die Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen,

–    der Besuch des Ehegatten, des Lebenspartners (LPartG), des nichtehelichen Lebenspartners oder von Verwandten in gerader Linie,

–    die Ausübung von Individualsport,

–    ein Spaziergang mit Angehörigen des eigenen Hausstandes,

–    Handlungen zur Versorgung von Tieren (Gassi gehen),

–    in sonstigen Notlagen (u.a. Hausbrand).

Ergänzend dazu sind auch die folgenden Regelungen grundsätzlich zu beachten (auch an den Feiertagen und Silvester):

–    Der Hinweg zu einem Treffen mit Freunden, Bekannten oder entfernten Verwandten ist kein triftiger Grund im Sinne der Ausgangsbeschränkung zwischen 21 und 5 Uhr.

–    Im öffentlichen Raum ist der Verzehr von alkoholischen Getränken untersagt.

–    Partys und vergleichbare Feiern sind generell untersagt. Das gilt im privaten und im öffentlichen Raum.

Aufgrund der dynamischen Lage ist es ratsam, sich jeweils aktuell über die gültigen Regelungen zu informieren.

Die für Jülich relevanten Regelungen (Coronaschutzverordnung NRW, Allgemeinverfügungen Kreis Düren und Stadt Jülich) werden auf www.juelich.de/coronavirus stetig aktualisiert.

Die Corona-Hotline der Stadt Jülich ist erreichbar per E-Mail: Hotline@juelich.de und per Tel.: 02461 – 63–605, Mo – Fr: 8.00-12.00 Uhr (außer an den Weihnachtsfeiertagen, Silvester und Neujahr).

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Impfzentrum: „Wir sind startklar!“ Landrat Markus Ramers stellt Impfzentrum in der ehemaligen Eifelhöhenklinik in Marmagen vor

Euskirchen, 21.12.2020 – Unter Volllast können täglich über 600 Menschen geimpft werden. Wenn das mal keine Punktlandung ist: „Der Führungsstab meldet mit Ablauf des 14.12.2020 fristgerecht, dass die Betriebsbereitschaft für ein Regionales Impfzentrum hergestellt wurde.“ Mit dieser knappen Botschaft meldete Udo Crespin, der Leiter des Führungsstabes, am Dienstagmorgen die Fertigstellung des Impfzentrums des Kreises Euskirchen in der ehemaligen Eifelhöhenklinik Marmagen. „Wir sind ab sofort startklar“, freute sich Landrat Markus Ramers. „Jetzt fehlt nur noch der Impfstoff.“

„Großartige Teamleistung“: Landrat Markus Ramers dankt allen Beteiligten, die das Regionale Impfzentrum in kurzer Zeit startklar gemacht haben. Foto: W. Andres / Kreis Euskirchen

Das Land NRW hatte vor knapp vier Wochen die Vorgabe gemacht, dass die Impfzentren landesweit bis zum 15. Dezember einsatzbereit sein müssen – eine Aufgabe für die Kreise und kreisfreien Städte. „Das haben wir dank einer beeindruckenden Teamleistung geschafft“, so Ramers. „Die Infrastruktur steht.“

Die Aufgabe des Impfens hat das Land in die Hand der Kassenärztlichen Vereinigung gelegt. Dazu der Mediziner Frank Gummelt: „Wir haben eine große Anzahl von freiwilligen Ärzten, die sowohl hier in der Klinik als auch in den mobilen Teams das Impfen übernehmen werden.“ Dritter „Player“ sind die Apotheken, die für die Vor-Ort-Aufbereitung des Impfserums zuständig sind. „Mit der Kassenärztlichen Vereinigung, den Apotheken und dem Kreis Euskirchen sind wir gut aufgestellt, um diese historisch einmalige Herausforderung bewältigen zu können“, so Ramers.

Warten auf „Impfling Nummer 1“: (v.l.) Manfred Poth (Allgemeiner Vertreter des Landrats), Markus Ramers (Landrat), Udo Crespin (Leiter Führungsstab), Frank Gummelt (Kassenärztliche Vereinigung), Christian Ramolla (Leiter Gesundheitsamt) und Martin Fehrmann (Abteilungsleiter Gefahrenabwehr). Foto: W. Andres / Kreis Euskirchen

Für den Start stehen in der ehemaligen Klinik drei Impfstraßen zur Verfügung, die bei Bedarf noch erweitert werden können. Bei voller Auslastung können hier gut 600 Menschen täglich geimpft werden.  Dazu wurde in den vergangenen Wochen ein ausgeklügeltes Einbahnstraßen-System entwickelt und ausgezeichnet, das die „Impflinge“ von der Anmeldung über die Registrierung und den Wartebereich in die Impfzimmer führt. Anschließend gibt es noch einen „Ruhebereich“, bevor die Geimpften zu einem separaten Ausgang geleitet werden.

Wenn der Impfstoff zur Verfügung steht – aktuell geht das Land vom 27. Dezember aus – werden allerdings nach jetzigem Stand zunächst Menschen in Pflege- und Senioreneinrichtungen geimpft, nicht im Impfzentrum! Dabei werden mobile Teams der Kassenärztlichen Vereinigung die Heime aufsuchen und die Bewohner und das Personal impfen. Erst in einem zweiten Schritt sollen dann weitere Risikogruppen in der ehemaligen Reha-Klinik in Marmagen geimpft werden. Wann das sein wird, steht noch nicht fest.

Der alles begrenzende Faktor ist die Menge des zur Verfügung stehenden Impfstoffes. Bisher ist noch unklar, welche Anzahl von Impfdosen der Kreis Euskirchen täglich erhält. Zunächst sollen die „vulnerablen“ Gruppen geimpft werden, also die am meisten gefährdeten Menschen (Ältere und Vorkrankte) sowie medizinisches Personal. In einem weiteren Schritt sind Mitarbeiter der „kritischen Infrastruktur“ an der Reihe, also beispielsweise Polizisten und Feuerwehrkräfte. Die Krankenhäuser werden ihr Personal selbstständig impfen.

Das Land NRW hat eine breitflächige Informationskampagne angekündigt, um weitere Fragen zu klären – etwa wo man sich zur Impfung anmelden kann. Aktuell ist eine Anmeldung noch nicht möglich. „Sicher ist nur“, so Ramers: „Ohne Termin braucht niemand nach Marmagen zu kommen!“ Geplant ist zunächst eine tägliche Öffnungszeit (inklusive Sonntag) von 10 bis 17.30 Uhr.

Was die Anreise in die Südkreis-Kommune betrifft, gibt es natürlich die Möglichkeit der Anreise mit dem eigenen PKW. Eine ausreichende Anzahl von Parkplätzen an der Klinik steht zur Verfügung. Von dort aus ist auch ein barrierefreier Zugang ins Impfzentrum möglich. Wichtig für die Marmagener: Wer aus dem nördlichen Kreisgebiet kommt, wird über Bahrhaus in die Klinik geleitet, damit der Ort vom Autoverkehr entlastet wird. Natürlich ist auch eine Anreise mit Zug und Bus möglich. Von Euskirchen fährt stündlich ein Zug über Mechernich und Kall nach Nettersheim. Von dort pendelt dann ein Shuttlebus nach Marmagen.

„Unser Dank gilt allen Beteiligten, die daran mitgewirkt haben, das Impfzentrum in Rekordzeit startklar zu machen“, so Landrat Ramers. Neben dem Führungsstab unter der Leitung von Udo Crespin, den Abteilungen der Kreisverwaltung, der Polizei und der Bundeswehr sei die Unterstützung durch die Hilfsorganisationen wieder beispielhaft gewesen, die zum überwiegenden Teil ehrenamtlich unterwegs seien.  „Das ist die ganz große Stärke des Kreises Euskirchen – eine großartige Teamleistung!“

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“Weil’s auf sie ankommt!“ – Aufruf zur Unterstützung von Pflegekräften

Region/Berlin, 19.12.2020 – „Weil’s auf sie ankommt!“ heißt die aktuelle bundesweite Initiative des Bundesministeriums für Gesundheit, mit der das Pflegenetzwerk Deutschland zur Unterstützung von Pflegekräften aufruft. Ziel ist, die großartigen Leistungen von Pflegekräften in der Corona-Pandemie zu würdigen. Auch der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) unterstützt die Aktion und engagiert sich bei der Ansprache von Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn: „Pflegerinnen und Pfleger sind in der Corona-Pandemie noch mehr gefordert als zuvor. Das zeigt, warum es richtig ist, für bessere Pflege alle Register zu ziehen. Die Bundesregierung hat dafür gesorgt, dass es mehr Pflegestellen gibt, dass die Ausbildung modernisiert wird und dass Pflegekräfte besser bezahlt werden. Die Aktion „Weil’s auf sie ankommt!“ ist Zeichen dieser Unterstützung.“

„Wir unterstützen die Aktion, weil gute Pflege in den Kommunen nicht nur in Corona-Zeiten ein sehr wichtiges Thema ist und noch weitere Bedeutung erlangen wird“, so Uwe Lübking, Beigeordneter für Sozialpolitik des Deutschen Städte- und Gemeindebundes.

Pflege-Kräfte und Lokalpolitik im Dialog

Über die Online-Aktionsplattform des Pflegenetzwerkes können Bürgermeisterinnen und Bürgermeister direkt vor Ort in den Dialog mit Pflegekräften treten. Was sind die lokalen Herausforderungen im Pflegalltag – zum Beispiel hinsichtlich der Besuchsregelungen? Wie mit dem Wunsch nach „normalem Leben“ einerseits und notwendigen Beschränkungen in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern andererseits umgehen? Wie kann der gesellschaftliche Zusammenhalt gestärkt werden? Über diese und andere Themen wird diskutiert.

Erste digitale Dialoge finden bereits statt – zum Beispiel am 18.12. in Berlin-Charlottenburg mit Bezirksstadtrat Detlef Wagner. Und im neuen Jahr geht es weiter: mit Dialogen u.a. in Euskirchen (Nordrhein-Westfalen), Erlangen (Bayern) oder Heppenheim (Rheinland-Pfalz).

Unternehmen vor Ort reichen „Helfende Hände“

Unter dem Motto „Helfende Hände“ werden lokale und regionale Gewerbetreibende aufgerufen, mit Aktionen und Angeboten ihre Wertschätzung gegenüber Pflegekräften auszudrücken. In den ersten Tagen der Aktion haben bereits mehr als zwanzig Unternehmen spontan ihre Unterstützung angeboten. Vom Gratis-Haarschnitt im Frisörsalon in Gerolstein (Eifel) über einen Preisnachlass in den Filialen eines rheinland-pfälzischen Optikers bis hin zum kostenlosen Online-Coaching in Bremerhaven für Pflegekräfte in besonders belasteten Situationen: – die Aktionen zur Wertschätzung der Leistungen von Pflegekräften sind vielfältig. Ihre Angebote können Unternehmen online unter www.pflegenetzwerk-deutschland.de  einstellen. Pflege-Kräfte können sie dort einsehen und sich für ein Angebot anmelden.

Das Pflegenetzwerk Deutschland ist eine bundesweite Plattform für die Vernetzung und den Austausch von Menschen, die in der Pflege und für die Pflege arbeiten. Das Pflegenetzwerk ist eine Initiative des Bundesministeriums für Gesundheit.

Mehr Informationen unter www.pflegenetzwerk-deutschland.de

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Gesundheitsminister Spahn stellt die Impfverordnung vor: Spahn: Die Schwächsten zu schützen, ist das erste Ziel!

Region/Berlin, 18.12.2020 – Hochbetagte Menschen sowie Bewohner und Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen können sich als Erste gegen das Coronavirus impfen lassen. Voraussichtlicher Impfstart ist der 27. Dezember. Gesundheitsminister Spahn hat die Planungen für die Corona-Schutzimpfung erläutert.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat am Freitag die Coronavirus-Impfverordnung vorgestellt. Sie legt fest, in welcher Reihenfolge Menschen in Deutschland eine Corona-Schutzimpfung angeboten werden kann. „Wir können zu Beginn der Impfung nicht allen Bürgerinnen und Bürgern gleichzeitig dieses Angebot machen. Dafür gibt es erst einmal nicht genug Impfstoff. Deshalb müssen wir priorisieren“, betonte Spahn.

Wenn die Bundesländer voraussichtlich am 27. Dezember mit den Impfungen beginnen, werde zu allerst in den Pflegeeinrichtungen geimpft. „Jeder zweite Todesfall ist ein über 80-Jähriger, eine über 80-Jährige“, so Spahn. Die Schwächsten zu schützen, sei daher das erste Ziel der Impfkampagne, betonte Spahn. „Zur Wahrheit gehört, dass wir mindestens ein bis zwei Monate benötigen werden, bis wir dieses Ziel erreicht haben. „Danach könne das Angebot Zug um Zug erweitert werden. Alle anderen bat Spahn um Geduld. „Ich bitte Sie darum abzuwarten, bis auch Sie an der Reihe sind.“

Die Verordnung sieht drei Gruppen vor, deren Angehörige sich mit Priorität impfen lassen können. Zur Gruppe mit „höchster Priorität“, die den Impfstoff zuerst erhalten kann, zählen alle über 80-Jährigen. Außerdem gehören unter anderem dazu: Bewohner und Personal von Pflegeheimen, Mitarbeiter von ambulanten Pflegediensten, Personal auf Intensivstationen, in Notaufnahmen und im Rettungsdienst.

Zur zweiten Gruppe mit „hoher Priorität“ zählen unter anderem Personen ab 70 Jahren, Menschen mit Trisomie 21, Demenzkranke und Transplantationspatienten, zudem Bewohner von Obdachlosen- oder Asylbewerberunterkünften und enge Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen und Schwangeren.

Die dritte Gruppe umfasst unter anderem über 60-Jährige, Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen, Mitarbeiter von Polizei, Feuerwehr, Personen in besonders relevanter Position in staatlichen Einrichtungen sowie Erzieher, Lehrer und Mitarbeiter im Einzelhandel.

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„Malu Dreyer direkt. Aktuelles von der Ministerpräsidentin.“: Weihnachten in Zeiten der Corona-Pandemie

Region/Mainz, 18.12.2020 – In Zeiten, in denen wir mit Abstand zusammenhalten müssen, wendet sich Ministerpräsidentin Malu Dreyer in ihrem Podcast-Format „Malu Dreyer direkt. Aktuelles von der Ministerpräsidentin“ Direkt an die Rheinland-Pfälzer und Rheinland-Pfälzerinnen. Die Ministerpräsidentin nutzt das Format in einer Zeit, in der direkte Begegnungen mit Bürgerinnen und Bürger sehr eingeschränkt sind. Der Podcast der Pressestelle der Staatskanzlei bietet so auf digitalem Weg die Möglichkeit, die Menschen in Rheinland-Pfalz auch aus der Ferne und in all ihren Lebenssituationen zu erreichen. In der fünften Episode geht es um Weihnachten in Zeiten von Corona, den deutschlandweiten Shutdown und um das, was der Ministerpräsidentin mit Blick auf das neue Jahr Hoffnung macht.

Wie für viele Menschen steht auch für die Ministerpräsidentin die Weihnachtszeit vor allem im Zeichen der Bewältigung der Corona-Pandemie. Im Podcast informiert sie über die Strategie der Landesregierung im Umgang mit dem Corona-Virus und welche Schwerpunkte dabei im Vordergrund stehen. Dazu zählen vor allem der Schutz älterer Menschen, die Begleitung von Kindern und Jugendlichen durch die Krise sowie der Erhalt von Arbeitsplätzen und die Sicherung der Wirtschaft.

Eine Rückkehr zur Normalität könne zu Jahresbeginn noch nicht erwartet werden: „Das Virus ist tückisch und zwingt uns dazu, auf nahe Sicht zu fahren“, erklärt Ministerpräsidentin Malu Dreyer im Podcast. Gleichzeitig böten der baldige Start der Impfungen und das verantwortungsvolle Verhalten der Bürgerinnen und Bürger Anlass zu Zuversicht und Hoffnung.

Außerdem bespricht Ministerpräsidentin Malu Dreyer, wie das Weihnachtsfest trotz Pandemie stattfinden kann und wieso die Kontaktbeschränkungen auch über die Feiertage so wichtig sind. Und zu guter Letzt beantwortet sie die Frage, wie sie persönlich Weihnachten feiert und was ihr an diesen Tagen besonders gut gefällt.

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Angela Merkel trägt TechniSat FFP2-Masken

Daun, 17.12.2020 – In den letzten Tagen und Wochen konnte man mehrfach unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel im Fernsehen und in der Presse mit FFP2-Masken von TechniSat sehen. Das war bei verschiedenen Auftritten in Berlin der Fall sowie bei der Verkündigung der neuen verschärften Lockdown-Maßnahmen am Sonntag, dem 13.12.2020. Auch bei einem Treffen in Brüssel trug die Kanzlerin TechniSat FFP2-Masken. Diese werden hergestellt bei der TechniSat Vogtland GmbH im sächsischen Schöneck. Das für die Produktion der Masken benötigte Meltblown-Vlies wird bei der Firma TechniForm GmbH in Nerdlen (Verbandsgemeinde Daun im Vulkaneifel-Kreis) hergestellt.

Beide Firmen gehören der LEPPER Stiftung. In Nerdlen sind seit mehreren Monaten mehrere Meltblown-Vliesanlagen in Betrieb. In Kürze werden es insgesamt sechs Maschinen sein. Bei der TechniSat Vogtland GmbH sind insgesamt sieben Maskenproduktionslinien installiert worden. Da es am Standort zumindest zeitweise schwierig ist genügend Personal für den Mehrschichtbetrieb zu finden, hat sich die TechniSat-Geschäftsleitung dazu entschlossen weitere vier Maskenfertigungslinien bei einem thüringischen Maschinenbauer zu bestellen. Diese sollen im Januar 2021 bei der TechniSat Teledigital GmbH in Staßfurt bei Magdeburg (Sachsen-Anhalt) installiert werden. Die TechniSat Teledigital GmbH in Staßfurt gehört ebenfalls zu 100 % der LEPPER Stiftung.

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Situation in den Pflegeheimen spitzt sich zu: Fachkräfte in einem Gesundheits- oder Pflegeberuf können sich beim Freiwilligenregister NRW registrieren lassen!

StädteRegion Aachen, 17.12.2020 – Die Corona-Krise stellt unser Land und damit auch das Gesundheitswesen vor ungeahnte und große Herausforderungen. Besonders dramatisch ist die Situation derzeit in vielen Alten- und Pflegeheimen. Alleine in der StädteRegion Aachen sind derzeit sechs Einrichtungen von Ausbrüchen mit mehr als 10 Bewohnerinnen und Bewohnern betroffen. Insgesamt sind 198 Bewohnerinnen und Bewohner infiziert, 30 mehr als am Vortag. Hinzu kommen Ausfälle von derzeit 67 Mitarbeitenden, die infiziert sind, und diejenigen, die in Quarantäne sind. Schon jetzt sehen sich mindestens drei Einrichtungen in der StädteRegion kaum noch in der Lage, die Versorgungssicherheit der Bewohnerinnen und Bewohner zu gewährleisten.

In diesen akuten Fällen ist es wichtig, die Versorgungsstrukturen kurzfristig personell verstärken zu können. Ein wichtiges Instrument dafür ist das neu geschaffene Freiwilligenregister des Landes Nordrhein-Westfalen. „Wir wenden uns mit unserem Hilferuf an alle Menschen mit einer relevanten Ausbildung“, so der städteregionale Gesundheitsdezernent Dr. Michael Ziemons und bittet um rasches Handeln: „Bitte tragen Sie sich in das Freiwilligenregister ein, damit wir dort helfen können, wo die Not am größten ist.“ Bei aller Sorge versichert er jedoch auch: „Wir sind in den dramatischsten Fällen bereits dabei, Lösungen zu organisieren. Niemand darf und wird in den Einrichtungen alleine gelassen werden!“

Fachkräfte aus allen Gesundheitsberufen wie z.B. Ärztinnen und Ärzte, Pflegerinnen und Pfleger, Medizinische Fachangestellte, Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter, aber auch Angehörige anderer Gesundheitsfachberufe sowie Verwaltungskräfte des Gesundheitswesens, die in der Corona-Krise helfen wollen, können sich in das Freiwilligenregister des Landes Nordrhein-Westfalen eintragen (www.freiwilligenregister-nrw.de).

Mit der Eintragung in das Freiwilligenregister ist keine Verpflichtung verbunden! Es geht zunächst darum, die grundsätzliche Bereitschaft zur Mitarbeit zu signalisieren. Auf dieser Seite werden in einem ersten Schritt lediglich persönlichen Kontaktdaten sowie Informationen über Qualifikationen und Einsatzmöglichkeiten hinterlegt.

Im Bedarfsfall werden die Freiwilligen vom Krisenstab oder von einer Einrichtung konkret angesprochen, um etwaige Einsatzmöglichkeiten und spätere Aufgaben zu besprechen. Danach kann man selbst entscheiden, wo, wie und in welchem Umfang man eingesetzt werden möchte. Die Bereitschaft sowie die persönlichen Daten kann man jederzeit löschen lassen.

Arbeitgeber müssen die Menschen, die sich freiwillig zur Verfügung stellen, für die Dauer ihres Einsatzes bei vollem Lohn freistellen und erhalten den gezahlten Arbeitslohn durch das Land NRW erstattet. Auch für Selbständige gibt es Erstattungsmöglichkeiten. Den Freiwilligen darf durch ihre Freistellung kein beruflicher Nachteil entstehen.

Antworten auf die wichtigsten und häufigsten Fragen im Zusammenhang mit dem Freiwilligenregister haben wir in einer FAQ-Liste zusammengestellt, nachzulesen unter: www.staedteregion-aachen.de/corona.

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Landkreis Mayen-Koblenz unterstützt Projekt zur Sicherung der ärztlichen Versorgung

Mayen/Region/Kreis MYK, 16.12.2020 – Gruppenfamulatur soll Medizinstudenten für Mayen-Koblenz begeistern. Mayen-Koblenz zeichnet sich durch eine umfassende und flächendeckende medizinische Versorgung sowie durch Haus- und Fachärzte aus. Um dieses Angebot auch in Zukunft sicherzustellen, engagiert sich der Landkreis mit Nachdruck bereits heute dafür, Ärzte für die Nachbesetzung von Hausarztpraxen oder für den Einsatz in den hiesigen Krankenhäusern zu gewinnen. Ein 2020 erstmals erprobter Schritt ist die Teilnahme des Landkreises am Projekt „Gruppenfamulatur“ der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz. So haben in diesem Jahr bereits 18 Medizinstudenten einen Eindruck von der Arbeit im ländlichen Raum erhalten – und das mit Erfolg, wie uns Studenten und betreuende Ärzte im Gespräch versichern.

Die Famulanten Philip Klecker und Philipp Conzelmann (von links) zusammen mit Dr. Anja Klinghuber, Hausärztin in Bassenheim. Foto: Kreisverwaltung/Morcinek

„Es war sehr interessant und lehrreich. Und es hat riesigen Spaß gemacht, Patienten über einen längeren Zeitraum hinweg betreuen zu können“, sagt der 25-jährige Medizinstudent Philip Klecker. Gemeinsam mit seinem Kommilitonen Philipp Conzelmann (26) absolvierte er das im Studium verpflichtende Praktikum (Famulatur) in der hausärztlichen Praxis von Dr. Anja Klinghuber in Bassenheim. Beide studieren in Mainz und wollen Allgemeinmediziner werden. Für die vierwöchige Zeit der Famulatur wurde ihnen – sowie allen anderen Famulanten, die im Landkreis tätig waren – kostenlos Wohnraum durch die Städte und Verbandsgemeinden zur Verfügung gestellt. Ein Angebot, dass die Studenten nur allzu gern dankend annehmen.

Das bestätigen auch die drei Famulantinnen Sophie H., Eva C. und Johanna H., die ihr medizinisches Praktikum am St. Elisabeth Krankenhaus in Mayen abgeleistet haben. „Der kostenlose Wohnraum war ein großer Anreiz – finanziell hätten wir das allein nicht stemmen und so auch nicht hierher kommen können“, betont Johanna H. (25), die neben ihrem Studium in Mainz wie so viele Studenten jobben muss, um über die Runden zu kommen. Ein weiterer Ansporn, nach Mayen-Koblenz zu kommen, war laut Aussage der Medizinstudenten die Option, die Famulatur in der Gruppe anzutreten. „Es ist toll, dass man nicht ganz auf sich allein gestellt ist, sondern direkt Bezugspersonen hat“, sagt Johanna H., die ebenso wie ihre Mitstreiterinnen von der Famulatur selbst im St. Elisabeth Krankenhaus sehr angetan ist. „Hier ist es sehr familiär und wir sind herzlich aufgenommen worden. Man darf überall zuschauen und Fragen stellen“, berichtet die 22-jährige Eva C. „Und wir durften sogar in den PJ-Unterricht reinschnuppern“, spricht Sophie H. (23) jene Phase der Ausbildung an, die Medizinstudenten im „Praktischen Jahr“ durchlaufen.

Aber nicht nur die Gruppenfamulatur, auch Mayen-Koblenz selbst hat den auswärtigen Medizinstudenten insbesondere landschaftlich sehr gut gefallen. „Wir sind Traumpfade und Traumpfädchen gewandert und auch in Kontakt mit vielen netten Menschen gekommen – wenn man hier nur Urlaub gemacht hätte, würde man das nicht so intensiv erleben“, sagt die 25-jährige Johanna H. Und Philipp Conzelmann, der in Reutlingen (Baden-Württemberg) beheimatet ist, fügt hinzu: „So ländlich, wie immer alle sagen, ist es hier gar nicht.“

Ebenfalls vom Angebot der Gruppenfamulatur und der Arbeit als Mediziner im ländlichen Raum überzeugt ist Dr. Anja Klinghuber. Die Fachärztin für Innere Medizin hatte sich Ende 2013 dazu entschieden, die Praxis des damals verstorbenen Allgemeinmediziners Dr. Hans-Walter Schürmann in Bassenheim zu übernehmen und hat diesen Schritt seither nie bereut. „Ich weiß noch, als ich in meiner eigenen Famulatur an die Hand genommen wurde, dafür bin ich heute noch dankbar“, sagt Anja Klinghuber, die so etwas an die Ärzteschaft von morgen weitergeben kann. „Bei uns bekommen die Famulanten sowohl das landärztliche als auch die Arbeit einer modernen Praxis mit. Für uns ist es zwar zusätzlicher Zeitaufwand, doch eine gute Ausbildung ist enorm wichtig, daher würde ich jeder Zeit wieder Famulanten aufnehmen.“

Von den insgesamt 18 Famulanten im Kreis MYK wurden 10 im St. Elisabeth Krankenhaus und 2 in Hausarztpraxen in Mayen sowie 5 bei Hausärzten in der Verbandsgemeinde (VG) Weißenthurm und ein Famulant in einer Arztpraxis in der VG Maifeld mit der Versorgung von Patienten vertraut gemacht. In Kooperation mit der KV waren von Seiten des Landkreises Mayen-Koblenz auch zwei zentrale Veranstaltungen beziehungsweise Aktivitäten für die Teilnehmer der Gruppenfamulatur geplant, die angesichts der Corona-Pandemie allerdings abgesagt werden mussten.

Was ist ein Famulant?

Famulant bzw. Famulantin stammt vom lateinischen Wort famulus/famula ab und bedeutet soviel wie Gehilfe. Medizinstudenten sind verpflichtet als ebensolche Gehilfen zwischen dem ersten und zweiten Staatsexamen in der vorlesungsfreien Zeit eine insgesamt viermonatige Famulatur in Krankenhäusern und/oder Arztpraxen absolvieren. Ziel ist es, die Studierenden mit der ärztlichen Patientenversorgung vertraut zu machen und die praktische klinische Ausbildung kennenzulernen und zu vertiefen.