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Hitzeaktionstag am 5. Juni 2024

Region/Düsseldorf – Anlässlich des bundesweiten Hitzeaktionstags am 5. Juni informieren das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales und das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr über die Hitzeschutzmaßnahmen der Landesregierung. Zwar ist Hitzeschutz in Deutschland als Teil der Daseinsfürsorge vornehmlich eine kommunale Aufgabe, die Landesregierung unterstützt die Kommunen und die Einrichtungen des Gesundheitswesens jedoch bei dieser wichtigen Aufgabe und hat landesübergreifende Maßnahmen und Netzwerke geschaffen.

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann: „Für Kinder sowie ältere und erkrankte Menschen können hohe Temperaturen sehr belastend und sogar gefährlich sein. Häufig werden diese Risiken noch unterschätzt. Es ist daher unerlässlich, zu lernen die Risiken richtig einzuschätzen und dass wir uns bestmöglich auf Hitze und Hitzewellen vorbereiten. Ich freue mich, dass wir als Landesregierung mit dem LZG eine extrem kompetente Einrichtung haben, um alle relevanten Akteure zu vernetzen und bei ihrer Arbeit unterstützen.“

Umweltminister Oliver Krischer: „Die Klimakrise wird immer mehr zur Belastung für Mensch, Umwelt und unsere Infrastruktur. Tage mit Temperaturen von mehr als 30, manchmal sogar 40 Grad, und Nächte mit mehr als 20 Grad werden in Zukunft häufiger auftreten. Die Landesregierung will Kommunen weiterhin mit unterschiedlichen Angeboten in die Lage versetzen, sich besser auf Hitzeperioden vorzubereiten und damit die Auswirkungen auf die Bevölkerung zu reduzieren. Dazu zählt bspw. die finanzielle Unterstützung im Rahmen von Förderprogrammen, die Bereitstellung von Daten und Informationen aber auch die notwendige Beratung in Form der Kommunalberatung Klimafolgenanpassung NRW.“

Die Landesregierung hat beim LZG.NRW eine Landeskoordinierungsstelle für gesundheitsbezogenen Hitzeschutz eingerichtet, die unter anderem die Kommunen zum Themenfeld Hitze und Gesundheit und zur Hitzeaktionsplanung berät und begleitet. Darüber hinaus führt das LZG.NRW auch weiterhin für den Öffentlichen Gesundheitsdienst Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen zum Thema Hitze und Gesundheit durch. Als Teil der Beratung werden auch Arbeitshilfen entwickelt und bereitgestellt. Aktuell stehen Arbeitshilfen für den einrichtungsbezogenen Hitzeschutz in zwei Versionen, eine für Krankenhäuser und eine für stationäre Pflege- und Wohneinrichtungen, zur Verfügung. Die Arbeitshilfen umfassen sowohl kurzfristig umsetzbare verhaltensbasierte Maßnahmen (wie Empfehlungen zu Trink- und Ernährungsverhalten, zum Monitoring von Patientinnen und Patienten bzw. Bewohnerinnen und Bewohner und der Nutzung von Innen- und Außenbereichen) sowie mittel- und langfristige verhältnisbasierte Maßnahmen (wie zum Beispiel gebäudebezogene Gestaltungsmöglichkeiten).

Zudem hat das Gesundheitsministerium ein behörden- und organisationsübergreifendes zentrales Netzwerk für den gesundheitsbezogenen Hitzeschutz auf Landesebene mit den maßgeblichen Akteurinnen und Akteuren von Behörden, Verbänden und Organisationen des Gesundheits- und Pflegewesens eingerichtet. Das zentrale Netzwerk tauscht sich fachübergreifend aus und plant und erarbeitet in themenspezifischen Arbeitsgruppen übergeordnete Maßnahmen. Laumann: „Nachdem wir im Herbst letzten Jahres Arbeitshilfen zum Hitzeschutz in Krankenhäusern und stationären Pflege- und Wohneinrichtungen bereitgestellt haben, wird in Arbeitsgruppen des zentralen Netzwerks bereits an weiteren Arbeitshilfen zum gesundheitsbezogenen Hitzeschutz für Kommunen gearbeitet. Durch die gemeinsame Entwicklung erreichen wir hoffentlich auch eine bereite Nutzung in der Praxis.“

Über verschiedene Förderprogramme werden vom Umweltministerium finanzielle Mittel für Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung bereitgestellt. Aktuell werden beispielsweise im Rahmen des EFRE/JTF Programms 2021-2027 über die Förderangebote „Klimaanpassung.Kommunen.NRW“, „Grüne-Infrastruktur“ sowie die „Förderrichtlinie zur Umsetzung der blauen Infrastruktur im Rheinischen Revier“ Entsiegelungsmaßnahmen sowie Maßnahmen der blauen und grünen Infrastruktur gefördert. Mit diesen und ähnlichen Angeboten hilft das Land Kommunen in ihren Bemühungen, die Hitzebelastung für die Bevölkerung bei sommerlichen Temperaturen, Hitzetagen oder Tropennächten zu reduzieren. Um die Kommunen in ihrer eigenen Verantwortung wirkungsvoll zu unterstützen, leistet die „Kommunalberatung Klimafolgenanpassung NRW“ seit 2019 im Auftrag des Umweltministeriums konkrete Hilfestellung durch (Förder-)Beratung und Information. Seit Januar 2024 ist die Kommunalberatung beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) angesiedelt und damit eng mit dem dort bereits bestehenden Datenangebot zu Klimaveränderungen, Klimafolgen und weiteren Fachinformationen rund um das Thema Klimaanpassung verzahnt. Im digitalen Klimaatlas des LANUV sind seit November 2022 alle Karten, Daten und Werkzeuge zum Klimawandel und zur Klimaanpassung in NRW, die bisher auf einzelne Anwendungen verteilt waren, zusammengefasst und nutzerorientiert veröffentlicht. Damit steht den Nutzerinnen und Nutzern seitdem ein optimiertes Informationsangebot zur Verfügung. Das Netzwerk „Klimaanpassung & Unternehmen.NRW“ (NKU) ergänzt das Beratungsangebot und schafft mit seiner Ausrichtung auf Unternehmen eine zentrale Anlaufstelle für die Privatwirtschaft bei Fragen der Klimaanpassung.

Weitere Informationen

  • Das Informationsportal hitze.nrw.de des LZG.NRW bietet ein Serviceangebot mit leicht verständlichen Informationen. Neben aktuellen Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) richten sich die zielgruppenspezifischen Informationsangebote zu hitzebedingten Erkrankungen und Hitze-Tipps an die allgemeine Bevölkerung, den Öffentlichen Gesundheitsdienst, Pflegekräfte sowie Ärzteschaft.
  • Mit dem Klimaatlas NRW stehen umfangreiche Informationen zum Klima und seiner Entwicklung in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung. Hier finden Sie auch das Angebot der Kommunalberatung Klimafolgenanpassung NRW: https://www.klimaatlas.nrw.de.

 

 

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Unterwegs für die Gesundheit in Firmen bei einer ausgedehnten „Maifeld-Wanderung“

Region/Mayen-Koblenz – Zahlreiche Unternehmen nutzen „bewegtes“ Netzwerktreffen der Fachkräfte-Allianz Mayen-Koblenz zum Austausch über betriebliches Gesundheitsmanagement. Nicht immer jubeln alle Mitarbeiter, wenn der Chef sagt, dass Sportkurse und -übungen im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) angeboten werden. Dabei lohnt es sich den Fokus darauf zu legen. Denn: Gesunde Mitarbeiter und Chefs sind wichtig für ein gesundes Unternehmen. Zu diesem Thema haben sich jetzt zahlreiche Unternehmen aus dem Landkreis Mayen-Koblenz beim fünften „bewegten“ Netzwerktreffen der Fachkräfte-Allianz Mayen-Koblenz ausgetauscht. Das Besondere: Statt im Seminarraum sitzend miteinander zu diskutieren, führten die Teilnehmer bei einer ausgedehnten „Maifeld-Wanderung“ von Ochtendung zum Karmelenberggipfel anregende Gespräche.

„Es ist wichtig, über Gesundheit zu sprechen, noch besser ist es aber, selbst etwas dafür zu tun und das betriebliche Gesundheitsmanagement in Unternehmen stetig weiterzuentwickeln“, sagte Lea Bales, Projektbeauftragte für den Familienfreundlichen Landkreis bei dem Treffen. Mit gutem Beispiel gingen daher 26 Unternehmenschefs und Personalverantwortliche von 14 Firmen voran. Über den Radweg am Ochtendunger Bahnhof vorbei, wanderte die Gruppe entlang der sieben Fußfälle zum Karmelenberggipfel, wo der Besuch der Marienkapelle auf die Teilnehmer wartete. Diese gilt noch heute als die älteste Barockkirche im Mayen-Koblenzer Raum. Auch der Karmelenberg hat eine ganze besondere Geschichte, denn hier treffen Vulkanismus, Naturschutz und Tradition aufeinander. Über die „Allee der Bäume“, deren jahrhundertealte Bäume durch skurrile Formen beeindrucken, ging es zurück zum Ochtendunger Bahnhof. Während der Wanderung ergatterten die Teilnehmer nicht nur weite Aussichten über den Schlackenkegel des Karmelenbergs, sondern auch allerhand Interessantes und Wissenswertes rund um die Erfahrungen zum betrieblichen Gesundheitsmanagement in anderen Unternehmen. So berichtete Geno Bleser von der Firma Bleser – Heizung Sanitär in Plaidt, bei einem Zwischenstopp von ihren positiven und negativen Erfahrungen. Bei der Firma Bleser gelten die Mitarbeiter als höchstes Gut. „Die Erhaltung und Förderung der Gesundheit des Teams ist uns sehr wichtig. Deshalb bieten wir unseren Mitarbeitenden ein breites Angebot im Bereich des BGM und passen dieses individuell an die unterschiedlichen Bedürfnisse an“, berichtete Geno Bleser. So bietet die Firma flexible Arbeitszeiten und eine betriebliche Krankenzusatzversicherung, beides wird von den Mitarbeitenden gerne angenommen. Darüber hinaus legt die Firma Bleser ihren Fokus auf die Bewusstseinsförderung im Bereich Ernährung und sensibilisiert mit Infoplakaten, regionalem Obst, kostenfreiem Wasser sowie selbstgemachtem Haferbrei für eine ausgewogene und gesunde Kost. Auch das Angebot eines JobRades sowie Yoga-Stunden sind Maßnahmen des BGM. Beides wird leider nur spärlich angenommen. „Mit den Jahren kann ich sagen, dass es immer schwieriger wird, die Mitarbeitenden für die Sache zu begeistern“, beschreibt Geno Bleser die Kehrseite des Betrieblichen Gesundheitsmanagements. Darüber hinaus machte Geno Bleser deutlich, dass immer mehr junge Menschen unter psychischen Problemen leiden. „Hier müssen wir im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements unbedingt tätig werden.“

Das bestätigt auch Johannes Stein, Geschäftsführer bei S&W Staplerservice Thür, der in diesem Jahr das erste Mal an dem „bewegten“ Treffen teilgenommen hat, um mehr über das betriebliche Gesundheitsmanagement mit Blick auf die psychische Belastung von Mitarbeitenden zu erfahren und neue Impulse zu sammeln. „Meiner Meinung nach wird der Bereich psychische Belastung  häufig vernachlässigt. Für physische Probleme gibt es ein großes Spektrum an Hilfsmitteln, wobei die Angebote für die Psyche kaum bis gar nicht vorhanden sind“, merkte Johannes Stein an. Der Geschäftsführer sieht vor allem auch die Mitarbeiterwertschätzung sowie klare Strukturen im Arbeitsalltag als wichtigen Aspekt im Bereich des betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Zudem vermittelte Anke Altmeyer von der Handwerkskammer Koblenz den Teilnehmenden während eines Zwischenstopps ein paar Informationen und Übungen zu den Themen Aktivierung, Konzentration und Entspannung am Arbeitsplatz. Dabei reicht ein einfaches, aber effektives Training häufig schon aus. „Sich während der Arbeit mal zwei bis drei Minuten zu bewegen, neue Energie zu tanken und emotionalen Stress zu reduzieren ist gut für jedermann“, betonte Anke Altmeyer. Ein Großteil der Teilnehmenden war bereits zum wiederholten Male beim „bewegten“ Treffen dabei. So auch Christina Wald, Assistentin der Geschäftsführung bei der Firma Baldus Medizintechnik in Bendorf. „Ich finde es jedes Mal spannend dabei zu sein, neuen Input zu erhalten und mich mit den anderen Teilnehmern auszutauschen. Bisher war immer die ein oder andere Idee dabei, die man schnell im eigenen Betrieb umgesetzt hat und die einen Mehrwert für die eigenen Mitarbeitenden hat“, erklärt Christina Wald.

Ein erstes Treffen dieser Art fand bereits im Jahr 2018 statt. Damals traf man sich zum Spaziergang und vielversprechenden Gesprächen auf dem Traumpfädchen Riedener Waldsee.

Mehr Infos sowie Termine der Fachkräfte-Allianz Mayen-Koblenz gibt es im Internet unter der Adresse www.fachkraefteallianz-myk.de

Hintergrund

Die Fachkräfte-Allianz Mayen-Koblenz unterstützt Unternehmen im Landkreis Mayen-Koblenz bei der Fachkräftegewinnung und -sicherung. Im Rahmen dieses Angebotes tauschen sich die Unternehmen auch zu Maßnahmen einer familienfreundlichen Personalpolitik aus. Die Kooperationspartner der Fachkräfte-Allianz sind die Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen, der DGB, die Handwerkskammer Koblenz, die IHK Koblenz, das Jobcenter des Landkreises Mayen-Koblenz, der vem.die arbeitgeber e.V., die Kreishandwerkerschaft Mittelrhein und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft am Mittelrhein mbH.

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„Sport im Park“ startet in Alsdorf mit den Sommerferien

Alsdorf – Auch in diesem Jahr gibt es wieder zahlreiche Schnupperangebote rund um den Sport in Alsdorf. Das Erfolgskonzept „Sport im Park“ vom Regiosportbund Aachen in Zusammenarbeit mit dem Stadtsportverband Alsdorf und der Stadt Alsdorf geht in die fünfte Runde. Mit dabei sind attraktive Sportangebote von Sportvereinen und -anbietern. Ob Jung oder Alt, alter Hase oder Anfänger, hier ist für jeden etwas dabei. Das Hauptziel: Spaß an der Bewegung unter freiem Himmel und ganz nebenbei etwas für den eigenen Körper und die Seele tun.

Denn schon bei geringer körperlicher Aktivität von nur 30 Minuten schüttet der Körper Glückshormone aus. „Wir freuen uns sehr, dass ‚Sport im Park‘ in den letzten Jahren zu einem festen Bestandteil in vielen Kommunen geworden ist“, sagt Hugo Polz, Geschäftsführer des Regiosportbundes Aachen. „In den Kursen kommen die unterschiedlichsten Menschen zusammen und verbringen gemeinsam eine gute Zeit. Die positiven Rückmeldungen und die Anzahl der Teilnehmenden zeigen uns, dass der Sport nicht nur für Wettkampf und Disziplin, sondern auch für Spaß und Gemeinschaft steht“, betont Alsdorfs Bürgermeister Alfred Sonders, der seit dem Start der Veranstaltungsreihe ein großer Fan ist.

Das dreiwöchige Kursprogramm in Alsdorf im Annapark und Josef-Thelen-Park in Mariadorf startet am 8. Juli und endet am 28. Juli. Mit dabei sind in diesem Jahr Sportarten wie Taekwondo, Fußball, Yoga, Dance-Workout, Sportkarate, Laufen, Bogenschießen und das Sportabzeichen. Das ganze Programm mit Ort, Datum und Uhrzeiten sowie der Kursinhalte gibt es unterwww.sportimpark-rsb.de/alsdorf/. (apa)

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Knorpelverschleiß an Knie- und Hüftgelenk endet immer häufiger in einem Gelenkersatz

Region/Mayen – Chefarzt des St. Elisabeth Krankenhaus Mayen informiert online am Montag, 10. Juni über Gelenkersatz an Hüfte oder Knie – Gelenkersatz an Hüfte oder Knie: Was ist für Patienten wichtig? Knorpelverschleiß an Knie- und Hüftgelenk endet immer häufiger in einem Gelenkersatz. Das bedeutet für viele Betroffene nicht nur das Ende eines langen Leidensweges, sondern meist auch eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität. Doch wann ist ein künstliches Gelenk sinnvoll? Worin unterscheiden sich die Implantate? Gibt es noch Alternativen zur Operation? Diese und weitere Fragen beantwortet Dr. Horst Kray, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie im St. Elisabeth Mayen, am Montag, 10. Juni, im Rahmen eines Online-Vortrags.

Interessierte können zwischen 17 und 18 Uhr an der kostenfreien Infoveranstaltung des zertifizierten Endoprothetikzentrums teilnehmen und im Anschluss ihre Fragen an den Experten richten. Eine weitere Gelegenheit, den Vortrag zu hören, gibt es am Montag, 29. Juli.

Der Online-Vortrag ist ein Angebot aus der Informationsreihe „Patienten fragen – GK-Mittelrhein antwortet“. Interessierte können sich ab sofort per E-Mail an veranstaltungen@gk.de mit dem Titel des Vortrags im Betreff anmelden. Die Zugangsdaten und weitere Infos zur Teilnahme werden rechtzeitig vor der Veranstaltung verschickt.

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Menschen mit Bluthochdruck hilft der neue Online-Coach der AOK

Region/Eisenberg – Die AOK bietet einen neuen Online-Coach, der Betroffene dabei unterstützt, ihre Blutdruckwerte über gezielte Verhaltensänderungen im Alltag eigenständig zu senken. Das Angebot ist für alle Interessierten kostenlos und frei zugänglich. Der Coach wurde in enger Zusammenarbeit mit einem interdisziplinären Experten-Team aus den Bereichen Medizin, Psychologie, Ernährungs- und Sportwissenschaften entwickelt.

 In Rheinland-Pfalz und im Saarland hat rund jeder dritte Erwachsene Bluthochdruck und trägt damit den sogenannten „leisen Killer“ in sich, der oft erst Beschwerden verursacht, wenn schon Folgeerkrankungen vorliegen. „Uns ist es wichtig, den Menschen frühzeitig Rüstzeug an die Hand zu geben. Erkrankte haben die Möglichkeit selbst einiges dafür zu tun, um zur Verbesserung ihren Blutdruckwerte beizutragen. Bei der Frage, wie eine Umstellung der Gewohnheiten wirksam und dauerhaft gelingt kann, unterstützt der neue Online-Coach Bluthochdruck“, sagt Dr. Martina Niemeyer, Vorstandsvorsitzende der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse.

Eine Auswertung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) für den Gesundheitsatlas Deutschland zeigt, dass im Jahr 2022 bei rund 30 (Rheinland-Pfalz) bzw. gut 31 Prozent (Saarland) der Bevölkerung ab 20 Jahren eine Bluthochdruckerkrankung vorlag, mit steigender Tendenz.

Expert/-innen verschiedener Fachrichtungen haben den Coach entwickelt 

Zur Senkung des Blutdrucks sind Verhaltensänderungen in verschiedenen Lebensbereichen notwendig. Daher haben Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Fachrichtungen bei der Entwicklung des Online-Programms zusammengearbeitet: Aus den Bereichen Kardiologie, Sportwissenschaft, Psychologie und Ernährungswissenschaft gibt es aufeinander aufbauende Schulungsinhalte und Übungen, welche die Nutzenden in ihrem eigenen Tempo absolvieren können. Die Expertinnen und Experten sowie vier Personen mit typischen Formen des Bluthochdrucks begleiten die Anwender durch die insgesamt zwölf Module – anhand von Filmen, Animationen und interaktiven Übungen Der Online-Coach kann eine ärztliche Beratung und Behandlung nicht ersetzen, aber durch zahlreiche Anleitungen zur Verhaltensänderung sinnvoll ergänzen.

Zum Online-Coach Bluthochdruck: https://aok.de/online-coach-bluthochdruck

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Gemeinschafts-Klinikum Mittelrhein bildet medizinische Technologen für Radiologie aus

Region/Mayen-Koblenz – Bildungs- und Forschungsinstitut etabliert eigene MTR-Schule – Das GK-Mittelrhein bildet innerhalb von drei Jahren medizinische Technologen für Radiologie aus. Arbeiten mit modernster medizinischer Technik von der Radiologie über die Strahlentherapie bis hin zur Nuklearmedizin: Das bietet die Ausbildung zum „medizinischen Technologen für Radiologie“ (m/w/d). Neben technischem Know-how ist vor allem Empathie und kommunikative Kompetenz gefragt, denn medizinische Technologen für Radiologie sind wichtige Ansprechpartner für ihre Patienten.

Das Bildungs- und Forschungsinstitut (BFI), die zentrale Bildungs- und Forschungsstätte des GK-Mittelrhein, hat mittlerweile eine eigene MTR-Schule etabliert. „Ich freue mich sehr, dass wir unseren Auszubildenden eine eigene Ausbildungsstätte für einen solch wichtigen und verantwortungsvollen Beruf ermöglichen können“, betont Nicolle Remagen, zentrale Praxisanleiterin für medizinische Technologen für Radiologie am BFI.

Während der Ausbildung zum medizinischen Technologen für Radiologie erlernen die Auszubildenden alle relevanten physikalischen und technischen Grundlagen, die benötigt werden, um die medizinischen Geräte in den Arbeitsbereichen der Nuklearmedizin, der radiologischen Diagnostik sowie der Strahlentherapie sicher und eigenverantwortlich bedienen zu können. Die Ausbildung dauert drei Jahre und erfolgt im Wechsel von theoretischem und praktischem Unterricht sowie praktischer Ausbildung. Der Unterricht findet im BFI im Metternicher Feld statt. Voraussetzung für eine Ausbildung ist ein mindestens Mittlerer Bildungsabschluss (Realschule oder gleichwertiger Abschluss). Auch ausländische Bewerber sind herzlich willkommen, sofern sie einen gültigen Aufenthaltstitel, ausreichende Sprachkenntnisse (mindestens Niveau B2) sowie die Anerkennung ihres ausländischen Bildungsabschlusses durch die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier nachweisen können.

Der nächste Ausbildungsbeginn ist am 1. Oktober 2024. Mehr Informationen zur Ausbildung zum medizinischen Technologen für Radiologie am GK-Mittelrhein gibt es unter: Ausbildung zum medizinischen Technologen für Radiologie: Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein (gk.de)

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Neue „Sport im Park“-Saison bringt in Bewegung

Bad Münstereifel – Am 29. April startet im Schleidpark die diesjährige „Sport im Park“-Saison in Bad Münstereifel, veranstaltet durch den KreisSportBund Euskirchen e.V. in Kooperation mit der BARMER und der Stadt Bad Münstereifel. Unterstützt wird die Sportreihe in der Kurstadt zudem durch die Bürgerstiftung Bad Münstereifel sowie die Firmen F&S Concept und Knappe + Team GmbH.

Bis zum 5. Juli wird montags bis freitags jeweils eine andere Sportart angeboten, an denen alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt – und darüber hinaus – kostenlos teilnehmen können. Geleitet werden die Übungen von Trainerinnen und Trainern. Von 18 bis 19 Uhr werden montags Faszienfitness mit Sabine Pichler, dienstags Pilates mit Birgit Rau, mittwochs AROHA® mit Johanna Sepp, donnerstags FitMix mit Trainern von Sportwelt Schäfer und freitags TABATA mit Claudia Uthoff-Hachenberg angeboten.

„Sport im Park“ steht für offene, unverbindliche und kostenfreie Bewegungsangebote unter freiem. Durch dieses niederschwellige Angebot sollen viele Menschen zur Bewegung motiviert werden und somit einen Schritt zu einem gesünderen Leben machen. Das Konzept wird seit 2017 in verschiedenen Städten im Kreis Euskirchen angeboten, seit 2019 ist auch Bad Münstereifel dabei.

„Selbstverständlich stellt die Stadt Bad Münstereifel den Schleidpark als grüne Übungsfläche für dieses tolle Angebot gerne zur Verfügung. Bewegung ist für die Gesundheit unabhängig vom Alter sehr wichtig“, sagt Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian, die bereits eigenes Interesse an einer Teilnahme bekundete.

„Die Barmer hat es sich seit vielen Jahren zur unverzichtbaren Aufgabe gemacht, die Gesundheit durch präventive Maßnahmen zu fördern, um die Lebensqualität und die Leistungsfähigkeit langfristig zu erhalten und zu steigern und ein gesundes Altern zu ermöglichen“, sagt Guido Otten, Regionalgeschäftsführer der BARMER Euskirchen: „Eine sehr wichtige Säule ist hier das Thema ‚Bewegung‘.“

Im Schleidpark in Bad Münstereifel finden die Trainerinnen, Trainer und Teilnehmenden optimale Bedingungen. Die Teilnehmenden sollten lediglich sportlicher Kleidung, einer Fitnessmatte, ein Handtuch und etwas zu trinken mitbringen. Jede und jeder, der Lust hat, kann ohne Anmeldung völlig unverbindlich und kostenfrei teilnehmen.
Wer zehn Wochen dabei bleibt, hat bereits eine Menge für die Gesundheit getan. Und wer einmal Interesse an Sport und Bewegung hat und vor allem spürt, wie gut das tut, der bleibt in der Regel auch dabei. Damit tun die Teilnehmer etwas für ihre Gesundheit und der KreisSportBund unterstützt die Sportlandschaft im Kreis und damit auch die Sportvereine vor Ort. Das SportBildungswerk Euskirchen und die Sportvereine im Kreis Euskirchen haben dann die passenden Angebote für weitere Aktivitäten.

Die Trainingsdetails:
Zeitraum: 29.04.-05.07.2024
Tag und Uhrzeit: jeweils montags bis freitgs, 18.00 – 19.00 Uhr
In 10 Wochen gibt es 46 Bewegungsangebote
Ort: Schleidpark Bad Münstereifel, Schleidtalstraße
Angebote: Montag: Faszienfitness mit Sabine Pichler
Dienstag: Pilates mit Birgit Rau
Mittwoch: AROHA® mit Johanna Sepp
Donnerstag: FitMix mit Sportwelt Schäfer
Freitag: TABATA mit Claudia Uthoff-Hachenberg

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Bad Münstereifel stärkt Position als Kneippheilbad

Bad Münstereifel – Wasseranwendungen sind die wohl bekannteste der fünf Säulen der Gesundheitslehre nach Sebastian Kneipp. So war es für die Stadt Bad Münstereifel als Kneippheilbad selbstverständlich, diese prominent in der Neugestaltung des Europaplatzes zu integrieren. Offiziell in Betrieb genommen wurden das neue Arm- sowie das Tretbecken nun zu Beginn des Frühjahrs. Eröffnet worden war der Europaplatz bereits im November 2023 mit einem kleinen Festakt. Die Inbetriebnahme der Kneipp-Becken war aufgrund der kalten Jahreszeit hingegen für den Frühjahr terminiert worden. Dieser präsentierte sich in den vergangenen Tagen zwar eher von seiner kühlen und nassen Seite, ließ aber während des Anwasserns die Sonne erstrahlen.

Die Eröffnung der neuen Kneipp-Becken wurde im Rahmen des traditionellen „Anwasserns“, mit dem jährlich die Kneipp-Freiluftsaison eingeläutet wird, feierlich begangen. Der Kneipp-Verein Bad Münstereifel, vertreten durch seinen Vorsitzenden Peter Hanschke und zahlreiche weitere Mitglieder, spielt sowohl beim Kneippen in der Stadt als auch beim „Anwassern“ eine zentrale Rolle. Der Verein füllt die von der Stadt zur Verfügung gestellten Angebote mit Leben und bietet einen reichhaltigen Kalender an Kursen, Wanderungen, Radtouren und anderen Veranstaltungen. Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian dankte den aktiven Mitgliedern des Kneipp-Vereins für ihr ehrenamtliches Engagement, das diese Angebote erst möglich macht. Den Gästen gegenüber erläuterte der „echte“ Pfarrer Kneipp alias Günter Puhe die Elemente und die Technik des Wassertretens und verpasste Interessierten mit der Gießkanne eine Gesichtsanwendung.

Der Europaplatz beherbergt in seiner neuen Gestaltung neben der Wassertherapie drei weitere der fünf Säulen nach Sebastian Kneipp. Im oberen Teil des Europaplatzes ist mit einem Klettergerüst, aber auch kleinen Geräten für die ältere Generation, die Säule der Bewegung abgebildet. Der inneren Balance kommen die Ruheplätze in verschiedenen Abschnitten des Platzes zugute. Die vierte Säule der Kräuter inklusive Schildern mit Namen und Wirkweise ist ebenfalls im Bereich „Kneipp und Meditation“ zu finden.

Die neuen Kneipp-Becken markieren einen sichtbaren Schritt in der Modernisierung von Bad Münstereifel als Kneippheilbad. Mit diesen Einrichtungen wird nicht nur die Tradition der Kneipp‘schen Wasseranwendungen fortgeführt, sondern auch die Attraktivität der Stadt als Gesundheits- und Erholungsziel gesteigert. Der Status als Kneippheilbad ist ein wichtiger Bestandteil des Selbstverständnisses von Bad Münstereifel. Seit der staatlichen Anerkennung im Jahr 1974 und der Verleihung des Titels „Bad“ im Jahr 1967 ist Kneipp ein integraler Bestandteil der Stadt. Die Verwaltung und Politik sind sich einig, dass das Kneipp-Wesen weiterhin unterstützt und ausgebaut werden muss, um Bad Münstereifel weiterhin als gesundheitsfördernde Destination zu positionieren.

Die Zukunft des Kneippheilbades Bad Münstereifel steht im Mittelpunkt dieser Bemühungen. Auf den Beschluss der Politik hin plant die Stadt, einen nicht genutzten Teil des eifelbades zur zentralen Kurmittelabgabestelle zu ertüchtigen und somit die Gesundheitsangebote für Gäste, aber auch Einheimische, auszubauen. Diese Investitionen sind nicht nur für den touristischen Sektor von Bedeutung. In einer Zeit, in der Resilienz und Prävention immer wichtiger werden, sind diese Angebote auch als Faktor der öffentlichen Gesundheitsvorsorge aller Bürgerinnen und Bürger zu sehen.

Die regelmäßigen finanziellen Zuwendungen, die Bad Münstereifel als Kneippheilbad erhält, sind sicher ein wichtiger Faktor, aber nicht der Hauptgrund, warum investiert werden soll. Neben dem mittelalterlichen Stadtkern und dem Outlet sind der Heilbadstatus und die entsprechenden Angebote auch nach Jahrzehnten noch ein zentrales Merkmal der Stadt. Etliche Gäste sehen darin einen wichtigen Entscheidungsfaktor für einen Aufenthalt in Bad Münstereifel – insbesondere jene Gäste, die gezielt nach naturbasierten Heilverfahren suchen. Viele der Heilbad-Einrichtungen werden von den Gästen sowie Einheimischen gerne und oft genutzt.

Die anvisierte zentrale Kurmittelabgabestelle im eifelbad bringt nicht nur einen Ausbau der Kurangebote mit sich, sondern auch generell eine Attraktivitätssteigerung des eifelbades.  Die künftigen Angebote im Kur und Wellnessbereich bereichern das Angebot Bad Münstereifels für die Gäste- und Bewohnerschaft.

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Nachhaltiger Therapieerfolg bei starkem Übergewicht

Region/Mayen-Koblenz – Adipositaszentrum Mittelrhein informiert über interdisziplinäres Behandlungskonzept – Menschen mit schwerem Übergewicht werden häufig diskriminiert und beschämt. Ihnen wird schnell Trägheit und ein Mangel an Willenskraft unterstellt, um abzunehmen. Doch bei Adipositas handelt es sich um eine chronische Erkrankung, die ebenso komplexe wie unterschiedliche Ursachen haben kann.

Experten sprechen ab einem Body-Maß-Index (BMI) über 35 von extremer, behandlungsbedürftiger Adipositas. „Auf Dauer drohen dann weitere gesundheitliche Probleme wie Gelenkbeschwerden, Diabetes, Bluthochdruck oder Schlaganfälle – und damit ein deutlich erhöhtes Sterberisiko im Vergleich zu normalgewichtigen Menschen“, erklärt Dr. med. Benedikt Hoidn bei einer gut besuchten Informationsveranstaltung. Der Leiter des Adipositaszentrums Mittelrhein beobachtet häufig, dass Betroffene zunächst wegen dieser Begleiterkrankungen zum Arzt gehen. So werden dann lediglich die Symptome, aber nicht die Ursache der vielfältigen Beschwerden behandelt. Für einen echten Therapieerfolg muss das Übergewicht spürbar abgebaut werden. Studien belegen, dass dies ab einem bestimmten BMI allein durch Diäten und Bewegung nicht in ausreichendem Maß möglich ist.

Vor einer Operation sollten immer konservativen Methoden zur Gewichtsreduktion stehen. Erst wenn es aussichtslos erscheint, hiermit die notwendige Gewichtsabnahme auch langfristig zu erzielen oder sämtliche Diäten gescheitert sind, kommt eine Operation in Frage. „Maßnahmen wie Ernährungsumstellung, Verhaltensberatung, Bewegung und die Begleitung durch den Hausarzt und bei Bedarf auch einen Psychotherapeuten müssen im Vorfeld koordiniert und dokumentiert werden“, beschreibt Zentrumskoordinatorin Ingrid Neunheuser den komplexen Prozess, bei dem Betroffenen oft auf die Hilfe von einem Adipositaszentrum angewiesen sind. „Mit diesen Unterlagen können Betroffene dann operiert werden und die Krankenkasse übernimmt die Kosten.“

Oberarzt Dr. med. Sven Oosterloo stellte verschiedene operative Verfahren vor, die in der Regel alle minimal-invasiv durchgeführt werden. „Welches Verfahren sich für wen eignet, hängt unter anderem ab vom BMI, vorhandenen Begleiterkrankungen und weiteren persönlichen Faktoren ab. Daher findet vor jedem Eingriff ein ausführliches individuelles Beratungsgespräch statt, um gemeinsam die beste Therapieoption festzulegen“, erläuterte Oosterloo.

Ziel ist es, mit dem Eingriff nachhaltig bis zu 80 Prozent des Übergewichtes zu reduzieren. Um es zu erreichen, spielt auch die umfassende Betreuung nach der Operation eine wichtige Rolle, wie Oberarzt Thorsten Kratz verdeutlichte. Hier geht es etwa um den
Umgang mit den Auswirkungen eines verkleinerten Magens oder Abhilfe bei eventuellen, daraus resultierenden Problemen. Bei jüngeren Patientinnen kommt das Thema Verhütung hinzu, da eine Schwangerschaft für die Dauer von 1,5 bis zwei Jahren nach einer bariatrischen Operation möglichst vermieden werden soll.

Während körperliche Betätigung aufgrund des hohen Gewichts schwerfällt oder auch gar nicht möglich ist, sind Bewegung und sportliche Aktivitäten nach der Operation wichtig, um den Therapieerfolg zu unterstützen, wie der Experte weiter ausführte: „Mit weniger Gewicht geht es nicht nur leichter, sondern macht einfach mehr Spaß – eine Aufwärtsspirale, die wichtig für die Motivation ist und Betroffene einfacher am Ball bleiben lässt.“ Dabei kann zudem der Austausch mit Gleichbetroffenen helfen. Daher arbeitet das
Adipositaszentrum Mittelrhein eng mit entsprechenden Selbsthilfegruppen in der Region zusammen, die Betroffenen generell auch bei anderen Fragen und Problemen im Alltag mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Last but not least können bei stark verändertem Körperbild für den Gesamterfolg weitere Operationen notwendig sein, bei denen etwa überschüssige Hautschürzen entfernt oder Körperpartien gestrafft werden. Neben der störenden Optik geht es dabei auch um die Vorbeugung von Entzündungen und Pilzerkrankungen, die sich manchmal aufgrund von Feuchtigkeit in den Hautfalten bilden. Zu solchen Eingriffen raten die Experten frühestens nach etwa zwei Jahren, weil sich dann sowohl Gewicht als auch das Körperbild weitgehend stabilisiert haben. Viele Patienten brauchen diese Wiederherstellungsoperationen allerdings gar nicht.

Weitere Informationen gibt es online unter www.adipositaszentrum-mittelrhein.de.
Kontakt: 0261 137-1985 oder per E-Mail: adipositas@gk.de.

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Start des Organspende-Registers – Entscheidung zur Organspende jetzt online festhalten

Region/Berlin – Mit dem Start des Organspende-Registers können Entscheidungen zur Organ- und Gewebespende seit gestern auch online festgehalten werden. Das Register wird schrittweise aufgebaut. Zur Sicherheit müssen sich Nutzerinnen und Nutzer mit einem Ausweisdokument mit eID-Funktion identifizieren.

Bundesgesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach:

„Der Start des Organspende-Register ist ein wichtiger Meilenstein, um mehr Organspende möglich zu machen. Zum ersten Mal besteht damit auch die Möglichkeit, online seine Bereitschaft zur Organ- und Gewebespende zu hinterlegen. Dies ermöglicht den Ärztinnen und Ärzten, auf schnelle und zuverlässige Weise die Spendebereitschaft eines potenziellen Organspenders zu ermitteln. Im Ernstfall werden die Angehörigen von einer schweren Entscheidung entlastet, da eine im Register dokumentierte Entscheidung Klarheit und Sicherheit bietet. Deshalb lautet mein dringender Appell: Fassen Sie eine Entscheidung zur Organspende und halten Sie diese im Register fest!“

Prof. Karl Broich, Präsident des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM):

„Das Organspende-Register genügt höchsten Anforderungen an die Datensicherheit. Die gespeicherten Erklärungen selbst sowie alle personenbezogenen Daten sind vor Manipulation oder unberechtigtem Zugriff geschützt. Die Daten des Organspende-Registers werden sicher auf einem Server in Deutschland gespeichert. Sichere Verfahren zur Authentifizierung gewährleisten, dass nur die erklärende Person selbst und entsprechend berechtigtes Personal im Krankenhaus auf die Erklärung zugreifen können. Das BfArM wird jährlich die Zahl der im Organspende-Register erfassten Erklärungen veröffentlichen.“

Antworten auf wichtige Fragen 

Was ist das Organspende-Register?

Das Register für Erklärungen zur Organ- und Gewebespende ist ein zentrales elektronisches Verzeichnis, in dem Sie Ihre Erklärung für oder gegen eine Organ- und Gewebespende festhalten können. Der Eintrag ist freiwillig und kostenlos. Er kann vom Eintragenden jederzeit wieder geändert oder gelöscht werden. 

Wo wird das Organspende-Register geführt?

Das Organspende-Register (www.organspende-register.de) wird vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) geführt. 

Wie ist das Organspende-Register aufgebaut?

Erster Baustein des Registers ist das Erklärendenportal, in dem Bürgerinnen und Bürger ihre Entscheidung zur Organspende hinterlegen können. Zweiter Baustein ist das Abrufportal, in dem die Entnahmekrankenhäuser Erklärungen suchen und abrufen können, um zu erfahren, ob eine verstorbene Person Organe spenden möchte oder nicht. 

Wie wird das Organspende-Register in Betrieb genommen?

Das Organspende-Register wird stufenweise in Betrieb genommen:

  • Das Erklärendenportal startet am 18. März 2024. Entnahmekrankenhäuser, die zu diesem Zeitpunkt bereits an das Organspende-Register angebunden sind, können mögliche Organspende-Erklärungen suchen und abrufen.
  • Ab dem 1. Juli 2024 müssen alle Entnahmekrankenhäuser an das Organspende-Register angebunden sein. Sie können dann im Abrufportal mögliche Organspende-Erklärungen suchen und abrufen.
  • Ab Juli bis spätestens Ende September 2024 wird die Abgabe der Erklärung mithilfe der Digitalen Identität für Versicherte (GesundheitsID) ermöglicht.
  • Ab dem 1. Januar 2025 können die Gewebeeinrichtungen die Bereitschaft zur Gewebespenden bei potentiell Spendenden über das Abrufportal klären.

Bis das Organspende-Register vollständig in Betrieb ist, sollten Sie Ihre Entscheidung weiterhin auf einem Organspendeausweis oder in der Patientenverfügung festhalten. Beide Dokumente bleiben auch nach der vollständigen Inbetriebnahme des Registers gültig.

Warum sollte ich meine Entscheidung im Organspende-Register festhalten?

Eine im Organspende-Register dokumentierte Entscheidung sorgt für Klarheit und Sicherheit: Das Selbstbestimmungsrecht bleibt gewahrt, und Angehörige sowie die behandelnden Ärztinnen und Ärzte um eine Entscheidung entlastet. Im Gegensatz zum Organspendeausweis, der zum Beispiel verloren gehen kann, ist das Organspende-Register immer verfügbar. Im Ernstfall kann das zum Abruf berechtigte Personal im Krankenhaus jederzeit darauf zugreifen und die entsprechende Erklärung einsehen.

Wie kann eine Erklärung im Organspende-Register abgegeben werden?

Wenn eine Erklärung über www.organspende-register.de abgegeben wird, kann man ein NFC-fähiges Smartphone oder NFC-fähiges Tablet oder einen Computer bzw. einen Laptop nutzen.

Wo werden die Daten gespeichert?

Die Daten des Organspende-Registers werden sicher auf einem Server in Deutschland gespeichert.

Wer hat im Ernstfall Zugriff auf meine Daten?

Nur die abrufberechtigten Personen eines behandelnden Krankenhauses können eine Registerabfrage durchführen, sofern im konkreten Fall die Voraussetzungen für eine Organ- und Gewebeentnahme grundsätzlich vorliegen. Dies ist der Fall, wenn der Hirntod unmittelbar bevorsteht, vermutlich bereits eingetreten ist bzw. bereits festgestellt wurde. Bei den abrufberechtigten Personen handelt es sich ausschließlich um Ärztinnen und Ärzte sowie Transplantationsbeauftragte. Diese wurden vom Krankenhaus gegenüber dem Register benannt und müssen sich vor der Suche nach einer Erklärung im Register authentifizieren.

Wie sicher ist eine Erklärung im Organspende-Register?

Die Registerdaten sind nicht öffentlich einsehbar und vor dem Zugriff unbefugter Dritter geschützt. Jede Person, die eine Erklärung im Organspende-Register abgeben, ändern oder widerrufen möchte, muss sich zunächst mittels sicherer Verfahren authentifizieren. Auch der Abruf der Erklärung durch berechtigtes Personal des Krankenhauses ist nur nach dessen vorheriger Registrierung und Authentifizierung möglich.

Welche Alternativen gibt es zum Organspende-Register?

Entscheidungen für oder gegen eine Organ- und Gewebespende können auch weiterhin zum Beispiel im Organspendeausweis, in der Patientenverfügung oder jeder weiteren schriftlichen Form festgehalten werden. Ebenso ist weiterhin eine mündliche Mitteilung an die Angehörigen möglich und sinnvoll. Einen Organspendeausweis kann man unter www.organspende-info.de/organspendeausweis-download-und-bestellen/ online ausfüllen, selbst ausdrucken oder kostenfrei als Plastikkarte bestellen.

Bleibt die Erklärung zur Organ- und Gewebespende in einer Patientenverfügung oder im Organspendeausweis auch nach dem Start des Organspende-Registers gültig?

Ja. Erklärungen zur Organ- und Gewebespende können weiterhin in einem Organspendeausweis oder in einer Patientenverfügung festgehalten werden. Wichtig: Es gilt immer die jüngste Erklärung zur Organ- und Gewebespende.

Weitere Fragen beantwortet die BZgA auf ihrer Informationsseite zum Organspende-Register:

https://www.organspende-info.de/organspende-register