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Verlängerung der Corona-Impfverordnung und Reform der Unabhängigen Patienten-Beratung Deutschland

Region/Berlin – Die Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV) wird über den 31. Dezember 2022 hinaus verlängert. Zudem wird die Unabhängige Patientenberatung Deutschland grundlegend reformiert und in eine Stiftung bürgerlichen Rechts umgewandelt. Das ist Inhalt einer Verordnung und eines Gesetzentwurfs, die beide heute vom Bundeskabinett verabschiedet wurden.

Dazu erklärt Bundesgesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach:

„Angesichts hoher Impfquoten und abnehmender Nachfrage sind die niedergelassenen Ärzte und Apotheken in der Lage, die Corona-Impfungen zu übernehmen. Deshalb überführen wir die Impfkampagne in die Regelversorgung. Mein ganz besonderer Dank gilt den vielen Ärztinnen und Ärzten, die in den Impfzentren die Impfungen durchgeführt haben sowie ihren Unterstützern. Nur so ist es Deutschland gelungen, bisher vergleichsweise gut durch die Corona-Pandemie zu kommen.“

Die Regelungen im Einzelnen:

  • Um Schutzimpfungen gegen das Coronavirus bis zur Etablierung aller für die Regelversorgung notwendigen Anforderungen weiterhin niedrigschwellig zu ermöglichen, wird die Coronavirus-Impfverordnung verlängert.
  • Damit bleiben der Anspruch der Bevölkerung auf Schutzimpfungen gegen SARS-CoV-2 und die bestehenden Vergütungsregelungen für die Leistungserbringer bis zum 7. April 2023 erhalten. Durch die Verlängerung wird ein ausreichender Zeitraum zur Überleitung der Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 in die Regelversorgung gewährleistet.
  • Ab dem 1.  Januar 2023 wird die Finanzierung der Impfvergütungen aus Bundesmitteln allerdings abgelöst. Bezahlt werden die Impfleistungen nach der CoronaImpfV nunmehr bis zum Ablauf des 7. April 2023 aus der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds sowie von den privaten Krankenversicherungsunternehmen.
  • Damit endet auch mit Ablauf des 31. Dezember 2022 die hälftige Finanzierung der Impfzentren und mobilen Impfteams aus Bundesmitteln. Den Ländern steht es frei, diese aus dem eigenen Haushalt zu finanzieren.
  • Die Verordnung wird von dem Bundesminister für Gesundheit in der 52. Kalenderwoche 2022 erlassen. Zuvor wird noch der Haushaltsausschuss des Bundestages beteiligt.

Darüber hinaus hat das Kabinett einen Gesetzentwurf zur Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) verabschiedet. Die Gesetzesinhalte:

  • Als unabhängige, qualitätsgesicherte und kostenfreie Informationsstelle zur Beratung von Patientinnen und Patienten in gesundheitlichen und gesundheitsrechtlichen Fragen wird die UPD als Stiftung bürgerlichen Rechts verstetigt.
  • Die Stiftung soll vom GKV-Spitzenverband errichtet werden und zum 1. Januar 2024 ihre Tätigkeit aufnehmen.
  • Die Stiftung erhält jährlich ab dem 1. Januar 2024 einen Gesamtbetrag von 15 Mio. Euro von GKV (93 %) und PKV (7 %).
  • Die Tätigkeit der Stiftung wird jährlich extern evaluiert.
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An Weihnachten leisten 1.200 Apotheken Notdienste

Region/Berlin – Keine Panik zum Jahresende: Jede Nacht sind rund 1.200 Apotheken geöffnet und versorgen bundesweit 20.000 Patientinnen und Patienten mit Arzneimitteln – auch an den Weihnachtsfeiertagen und trotz anhaltender Lieferengpässe bei Fiebersäften, Fieberzäpfchen oder Antibiotika. Die sichere Versorgung der Bevölkerung mit Medikamenten ist eine Kernaufgabe der Apotheken.

„Auf uns können sich die Menschen verlassen – wir sind rund um die Uhr an 365 Tagen für die Versorgung mit Medikamenten da und werden auch bei Lieferengpässen im Nacht- und Notdienst zu Weihnachten eine individuelle und verantwortungsvolle Lösung für alle Patientinnen und Patienten finden“, sagt Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.

Die 18.000 Apotheken leisten pro Jahr etwa 440.000 Notdienste, zusätzlich zu ihren regulären Öffnungszeiten. Der Nacht- und Notdienst ist eine der wichtigen Gemeinwohlpflichten der Apotheken. Jede Apotheke wird dazu von ihrer Landesapothekerkammer in regelmäßigen Abständen eingeteilt.

In den Nacht- und Notdienst der Apotheken kommen viele Patientinnen und Patienten wegen dringender Selbstmedikation, wie z.B. Schmerz-, Magen-, Durchfall- und Erkältungsmittel oder auch „Pille danach“, oder sie lösen Rezepte ein. Overwiening: „Wir wissen aus Erfahrung, dass mindestens die Hälfte aller Patientinnen und Patienten im Notdienst direkt in die Apotheke kommen, also ohne vorher einen Arzt oder eine Ärztin besucht zu haben.“

Overwiening: „Wir sind auch im Notdienst verlässlich für unsere Patientinnen und Patienten da. Unsere Notdienste gewährleisten eine zeitlich unabhängige, individuelle Versorgung für Notfälle. Das gilt auch für einen verantwortungsvollen Umgang mit Lieferengpässen.“ Wer eine dienstbereite Apotheke in der Nähe sucht, findet diese Information über www.aponet.de oder über einen Schaufensteraushang in jeder Apotheke.

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Apotheken leisten Außerordentliches beim Bewältigen der katastrophalen Lieferengpässe

Region/Berlin – Die 160.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den 18.000 Apotheken in Deutschland managen die unzähligen Lieferengpässe von Arzneimitteln. Damit erbringen sie jeden Tag eine außerordentliche Leistung. Nur durch dieses kreative und verantwortungsbewusste Management von Lieferengpässen, können die wirkungsvollen Arzneimitteltherapien von akut und chronisch erkrankten Kindern, Frauen und Männern noch sichergestellt werden.

Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, dankt allen Apothekenteams für ihren zeitaufwendigen, unermüdlichen und nervenaufreibenden Einsatz, der in den vergangenen Monaten extrem hoch war. „Herzlichen Dank für Ihren Einsatz beim Bewältigen der Lieferengpässe! Es ist Wahnsinn, was Sie geleistet haben und weiterhin leisten. Ich möchte mich bei allen Apothekenteams in Deutschland für ihren engagierten, kompetenten und verantwortungsvollen Einsatz bedanken“, sagte Overwiening bei einem Besuch in der Galenus-Apotheke in Berlin-Mitte, wo sie den Teammitgliedern je einen Blumenstrauß als symbolischen Dank überreichte – stellvertretend für alle Apothekenteams in Deutschland.

Dieses Verantwortungsbewusstsein, was die Apothekenteams unermüdlich zeigen, lässt der Vorschlag der Bundesärztekammer leider komplett vermissen. Mit großer Bestürzung hat die Apothekerschaft ihren Aufruf zum nachbarschaftlichen Austausch verfallener Arzneimittel wahrgenommen. So treibt man Menschen in gefährliche Arzneimitteleinnahmen, löst aber keine Lieferengpässe. Dass Apotheken durch Hamstern zu den Engpässen beigetragen hätten, wie von einzelnen Politikern gemutmaßt wird, weist ABDA-Präsidentin Overwiening scharf zurück: „Wir helfen, die Engpässe zu lösen, wir produzieren sie nicht. Von der Politik ist für diesen Einsatz längst ein spürbarer Dank überfällig!“.

Zum Hintergrund: Lieferengpässe von lebenswichtigen Medikamenten gehören leider seit Jahren zu den größten Ärgernissen und aufwendigsten Herausforderungen im Apothekenalltag. Seit einigen Monaten sind Fiebersäfte und Fieberzäpfchen für Kinder mit den Wirkstoffen Paracetamol und Ibuprofen nur schwer zu bekommen. Auch der Magensäureblocker Pantoprazol oder das Antibiotikum Amoxicillin sind schwer zu beschaffen.

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Gemeindeschwester plus jetzt auch in den Verbandsgemeinden Daun und Kelberg

Daun – Vor allem mit Blick auf die demografische Entwicklung in ländlichen Regionen nimmt der Landkreis Vulkaneifel bereits seit 2020 am Projekt des Landes Rheinland-Pfalz: „Gemeindeschwesterplus“ teil. War die Gemeindeschwesterplus bisher nur in der Verbandsgemeinde Gerolstein zuständig, so ist das Projekt ausgeweitet worden und seit September kümmert sich die Gemeindeschwesterplus nun auch in den Verbandsgemeinden Daun und Kelberg um die Sorgen und Nöte älterer Menschen.

In Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz – Kreisverband Vulkaneifel e.V.. ist mit Yvonne Surges ab sofort auch in den Verbandsgemeinden Daun und Kelberg eine Gemeindeschwesterplus im Dienst, die sich um die Belange nichtpflegebedürftiger Menschen über 80 Jahre kümmern wird.

Mit der gemeinsamen Unterschrift des Kooperationsvertrages zwischen dem Landkreis Vulkaneifel und dem Deutschen Roten Kreuz – Kreisverband Vulkaneifel ist der Startschuss für die Gemeindeschwesterplus in den Verbandsgemeinden Daun und Kelberg nun auch offiziell besiegelt worden. „Nachdem das Projekt seit 2020 bereits erfolgreich in der Verbandsgemeinde Gerolstein angelaufen ist, bin ich stolz und froh, dass wir gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz diese wichtige Stelle der Gemeindeschwesterplus nun auch in den Verbandsgemeinden Daun und

Kelberg initiieren können“, so Landrätin Julia Gieseking bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung.  Dabei sind die Aufgaben der Gemeindeschwesterplus  klar definiert: Im Fokus sollen Hausbesuche von nicht pflegebedürftigen Menschen im Alter ab 80 Jahren  nach dem Prinzip der Freiwilligkeit stehen.

Die Gemeindeschwesterplus unterstützt und hört zu

Die Gemeindeschwesterplus kennt Möglichkeiten zur Erleichterung des Alltags, sie kennt Freizeitangebote und Nachbarschaftshilfen und stellt bei Bedarf die entsprechenden Kontakte her. Sie selbst führt keine pflegerischen Tätigkeiten aus, vermittelt aber bei Fragen rund um das Thema Pflege den Kontakt zu den örtlichen Pflegestützpunkten. Aufgrund des demografischen Wandels stellen sich immer wieder die Fragen: Was brauchen Menschen, was brauchen aber auch die Gemeinden vor Ort, damit alte Menschen so gut und so lange wie möglich selbständig und selbstbestimmt zuhause leben können? Wo gibt es Angebote, wo fehlt es noch an Angeboten für alte Menschen? Im Zusammenspiel mit der Kommune, mit Vereinen, den Pfarrgemeinden und weiteren Einrichtungen soll so bürgerschaftliches Engagement vor Ort gefördert werden, es sollen sich neue Netzwerke erschließen oder ggf. neue Angebote kreiert werden.

 Das Projekt „Gemeindeschwesterplus

Das Projekt wird gefördert vom Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie aus Mitteln des Landes Rheinland-Pfalz sowie der in Rheinland-Pfalz vertretenen gesetzlichen Krankenkassen und Krankenkassenverbände.

Die Gemeindeschwesternplus im Landkreis Vulkaneifel sind wie folgt erreichbar:

Verbandsgemeinden Daun und Kelberg

Yvonne Surges, Tel. 06592/9500-13, Mobil: 016093175463,
E-Mail:y.surges@vulkaneifel.drk.de

Verbandsgemeinde Gerolstein (hier in Kooperation mit dem Caritasverband Westeifel e.V.)

Elisabeth Reinarz, Tel.: 06591 94920 253, Mobil: 0160 93327100

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Alarmierende Nachrichten zur Krankenhaus-Versorgung im Kreis Ahrweiler

Ahrweiler – Die CDU-Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil zeigt sich besorgt über die deutliche Verschlechterung der Krankenhausversorgung im Kreis Ahrweiler. Die Geburtshilfe-Station im Krankenhaus Maria Hilf Bad Neuenahr wird geschlossen, so erfuhr man letzte Woche. Von jetzt auf gleich müssen werdende Mütter in Krankenhäuser benachbarter Kreise und Städte zur Entbindung fahren. Kurz darauf die Meldung, dass das Krankenhaus St. Josef in Adenau vom gleichen Träger, der Marienhaus Kliniken GmbH, geschlossen werden soll.

„Das sind dramatische Nachrichten für die medizinische Versorgung in unserem ländlichen Raum“, so Mechthild Heil. „Mehr Effizienz durch Synergie bedeutet nicht, dass kleine Häuser im ländlichen Bereich aus rein wirtschaftlichen Gründen aufgegeben werden müssen. Die Verantwortung der großen privaten Träger liegt darin, die Stärken der großen und kleinen Häuser zusammen zu führen und Nachteile Einzelner damit auszugleichen. Von der Ampel in Land und Bund erwarte ich, dass sie ihre vollmundigen Versprechungen einhalten und die Menschen in unserer Heimat in der medizinischen Versorgung nicht abhängen. Versorgung muss Vorrang haben. Dazu gehören auch Anstrengungen, mehr Mediziner für eine Tätigkeit in ländlichen Räumen zu gewinnen.“ Die anstehenden Gespräche auf Kreisebene unter Einschluß des Trägers und der Landesregierung müssen nach Ansicht Heils das klare Ziel haben, eine stationäre Grundversorgung im Kreis Ahrweiler aufrecht zu erhalten. Dazu bedarf es flexibler Ansätze. Die starre Festlegung von Fahrzeiten zu anderen Geburtshilfestationen ausserhalb des Kreises Ahrweiler durch das Land helfe da nicht weiter. Nachdem die Gynäkologie in Adenau bereits vor geraumer Zeit geschlossen wurde, können im Kreis Ahrweiler nun keine Kinder mehr im Kreißsaal zur Welt gebracht werden.

Aktuelle Presse-Äusserungen von Sabine Anspach, Marienhaus Kliniken GmbH, wonach „unser Orden den Standort Adenau vor 160 Jahren gegründet hat“, klingen insofern für die Parlamentarierin ernüchternd. Mechthild Heil dazu: „Es ist unfassbar schade, dass sich ein katholischer Träger nach 160 Jahren aus rein wirtschaftlichen Gründen aus der Geburtshilfe und dem Standort Adenau zurückzieht. Der Orden wurde über all die Jahrzehnte von der Bevölkerung geschätzt und getragen. Das alles soll in Zukunft kein Wert mehr sein?“ Noch im Juni 2022 hieß es in einer Pressemitteilung des Trägers „Die Marienhaus-Gruppe freut sich, die Geburtshilfe und Gynäkologie in unserem Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr fortsetzen zu können. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag für die Zukunft des gesamten Ahrtals.“ Nach Auffassung Heils stehen nun alle Beteiligten in der Verantwortung, eine Lösung für die Standorte Bad Neuenahr-Ahrweiler und Adenau zu finden.

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Kostenfreier AOK-Online-Pflegekurs „AOK – Pflegen zu Hause“

Region/Eisenberg – Gute Noten – Internetangebot unterstützt Angehörige beim Umgang mit den zu Pflegenden – Rund 75 Prozent aller Pflegebedürftigen in Deutschland werden zu Hause von Angehörigen oder Freunden gepflegt. Das bedeutet hohe Belastungen, viele Fragen und den Wunsch nach guten Vorschlägen, die Pflege zu verbessern, zu erleichtern und die Pflegenden zu entlasten. Um sie in ihrer Pflegesituation zu unterstützen, bietet die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland den Online-Pflegekurs „Pflegen zu Hause“ an.

„Durch den digitalen Pflegekurs erfahren pflegende Angehörige alles Wissenswerte rund um die optimale Pflege. Der Online-Pflegekurs enthält 14 Kapitel, in denen durch eine Einweisung Hilfestellungen und leicht verständliche Grundlagen der Pflege vermittelt werden. Zudem erhält man Tipps zur Selbstfürsorge“, sagt Christiane Firk, Bevollmächtigte des Vorstandes der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse.

Der Online-Pflegekurs steht kostenfrei zur Verfügung und ist auf jedem Gerät wie Smartphone, Tablet oder PC verfügbar. Dieses E-Learning-Programm kann jederzeit unterbrochen werden. Die Reihenfolge der Inhalte sind selbst bestimmbar und Lerneinheiten können jederzeit bei Bedarf wiederholt werden. Den Kurs bewerteten in den ersten beiden Jahren über 90 Prozent der Teilnehmenden als „sehr gut“ oder „gut“. Besonders nützlich für die Pflege zu Hause wurden die Kapitel „Erst Hilfe bei Notfällen“ und „Den Körper pflegen“ bewertet; dicht gefolgt von dem Kapitel „Hygiene zu Hause“.

Infos unter: Pflegekurse | AOK

Zudem Informationen zum Thema Demenz unter www.familiencoach-pflege.de

 

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Chefarzt vom St. Elisabeth Krankenhaus Mayen informiert am Montag 12. Dezember über künstliche Gelenke

Mayen – Gelenkersatz an Hüfte oder Knie: Was ist für Patienten wichtig? Knorpelverschleiß an Knie- und Hüftgelenk endet immer häufiger in einem Gelenkersatz. Das bedeutet für viele Betroffene nicht nur das Ende eines langen Leidensweges, sondern meist auch eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität. Doch wann ist ein künstliches Gelenk sinnvoll? Worin unterscheiden sich die Implantate? Gibt es noch Alternativen zur Operation?

Diesen und weiteren Fragen geht Dr. Horst Kray, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie im St. Elisabeth Mayen, am Montag, 12. Dezember, im Rahmen eines Online-Vortrags nach. Interessierte können zwischen 17 und 18 Uhr am Online-Vortrag des zertifizierten Endoprothetikzentrums teilnehmen und im Anschluss ihre Fragen an den Experten richten.

Eine weitere Gelegenheit, den Vortrag zu hören, gibt es am Montag, 6. Februar. Interessierte können sich ab sofort per E-Mail an veranstaltungen@gk.de mit dem Datum und Titel des Vortrags im Betreff anmelden. Die Zugangsdaten und weitere Infos zur Teilnahme werden rechtzeitig vor der Veranstaltung verschickt.

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Statement von Landrätin Weigand zur Schließung der stationären Versorgung Krankenhaus Adenau

Ahrweiler/Adenau – Zur angekündigten Schließung der stationären Versorgung am Standort St. Josef-Krankenhaus Adenau nimmt Landrätin Cornelia Weigand wie folgt Stellung: „Nach der Ankündigung der Marienhaus-Gruppe vergangene Woche, die stationäre Gynäkologie und Geburtshilfe am Standort Bad Neuenahr zu schließen, folgte nun gestern die Mitteilung, dass auch die stationäre Versorgung in Adenau zum 31. März 2023 eingestellt wird.

Wir bedauern ausdrücklich, dass das Krankenhaus Adenau nach langen Jahren des Ringens um seinen Erhalt nun doch im kommenden Jahr geschlossen wird. Und auch wenn die Nachricht keine positive ist, so sind wir doch hoffnungsvoll, dass die bereits erfolgten und noch laufenden Gespräche zur Versorgung der Menschen vor Ort fruchten werden. Bürgermeister Guido Nisius ist bereits in enger Abstimmung mit Stadtbürgermeister Arnold Hoffmann, Vertretern des Ministeriums für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz, dem Förderverein Krankenhaus & Notarztstandort Adenau sowie dem Träger, der Marienhaus-Gruppe, um nach Lösungen zu suchen, ein bedarfsgerechtes und zukunftsfähiges Versorgungsmodell in Adenau aufzubauen. Das erklärte Ziel dieser Bestrebungen ist die Einrichtung einer chirurgischen und allgemeinmedizinischen Anlaufstelle, der Erstbehandlung von Unfällen sowie weiterer Angebote zur präventiven Gesundheitsvorsorge.

Der Kreis Ahrweiler – und hier spreche ich direkt für die Menschen – unterstützt dabei alle Anstrengungen, die Gesundheits- und Notfallversorgung vor Ort sicherzustellen und ein modernes, adäquates und nachhaltiges Gesundheitsangebot aufzubauen.“

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Gefäßzentrum Mechernich erhält zum 3. Mal Qualitätssiegel der DGG

Mechernich – Erstmals im Jahr 2015 durch die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG) zertifiziert, wurde das Gefäßzentrum Mechernich jetzt im Rahmen der Re-Zertifizierung zum dritten Mal in Folge für seine hohen Qualitätsstandards ausgezeichnet.

Dieses erfreuliche Ergebnis steht am Ende eines anspruchsvollen Zertifizierungsverfahrens und dem abschließenden eintägigen Überprüfungsaudit am 28. November 2022 im Krankenhaus Mechernich. Mit der erneuten Verleihung des Qualitätssiegels ist das Gefäßzentrum Mechernich als einzige Einrichtung in der Region von
der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie anerkannt. Das Siegel ist nun mindestens weitere drei Jahre gültig.

Als externer Auditor überprüfte Prof. Dr. Thomas Schmitz-Rixen (emeritierter Direktor der Klinik für Gefäßchirurgie am Universitätsklinikum Frankfurt sowie Past-Präsident der DGG und der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie) sowohl die Versorgungsstrukturen als auch die Behandlungsqualität und die fachärztliche Zusammenarbeit innerhalb des Zentrums. Die Vorstellung der AngioSuite und des kooperierenden Röntgeninstituts
Mechernich rundeten den umfassenden Prüfungstag ab.

In seiner abschließenden Prüfungsbewertung stellte Prof. Schmitz-Rixen besonders die gute interdisziplinäre Zusammenarbeit der im Gefäßzentrum Mechernich beteiligten Fachdisziplinen heraus. Diese erfolgt am Krankenhaus Mechernich zwischen den Fachdisziplinen Gefäß- und Endovaskularchirurgie, Radiologie sowie Angiologie und ist besonders wichtig, da bei Gefäßpatienten oftmals komplexe Erkrankungen vorliegen. In gemeinsamen Fallkonferenzen legen die leitenden Fachärzte die optimale Behandlung für jeden einzelnen
Patienten mit Erkrankung des Gefäßsystems fest.

Eine maßgeschneiderte Diagnostik, konservative wie operative Therapie mit modernen Methoden und kurze Abstimmungswege ohne Doppelbehandlungen an einem Standort zeichnen ihre gemeinsame Arbeit im Gefäßzentrum aus.

Dr. Alexander Klug und Dr. Karl Söhngen, Chefärzte der kooperierenden Klinik für Gefäß- und Endovaskularchirurgie,
sowie ihre ärztlichen Kollegen Dr. med. Manfred Szangolies (Radiologie) und Dr. med. Patrik Behrendt (Angiologie) zeigten sich stolz über die erneute Auszeichnung. „Dieses tolle Ergebnis unterstreicht unsere hohen Qualitätsstandards und bestätigt unseren Anspruch an eine moderne Patientenversorgung im Rahmen
eines breiten Leistungsspektrums. Auch bei komplexen Indikationsstellungen sind wir nachweislich bestens
aufgestellt“, betont Dr. Alexander Klug.

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AOK übernimmt Mehrkosten bei Fiebersäften für Kinder

Region/Eisenberg – Die AOK hat beschlossen, bei Ibuprofen- und Paracetamol-haltigen Fiebersäften für Kinder ab sofort anfallende Mehrkosten zu übernehmen. Die Ausnahmeregelung soll zunächst für die laufende Erkältungssaison bis Ende März 2023 gelten. Mehrkosten entstehen Versicherten dann, wenn der Preis der abgegebenen Präparate über dem Festbetrag liegt, der von den Kassen erstattet wird.

„Wir möchten in der angespannten akuten Situation für Entlastung sorgen“, sagt Dr. Martina Niemeyer, Vorstandsvorsitzende der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse. Das zuständige Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte BfArM hat bislang zwar keinen „Lieferabriss“ bei Fiebersäften für Kinder festgestellt. Gleichwohl wird auf bestehende regionale Versorgungsengpässe und die eingeschränkte Verfügbarkeit der Präparate hingewiesen. „Eltern mit erkrankten Kindern werden aktuell durch diese Knappheit verunsichert. Wir möchten die Familien unterstützen, indem wir die Mehrkosten, soweit sie anfallen, für unsere Versicherten übernehmen“, erläutert Niemeyer.

Angesichts der zunehmenden Lieferengpässe mahnt die AOK effektive Maßnahmen für mehr Versorgungssicherheit im Arzneimittelbereich an. Hierzu hatte die AOK-Gemeinschaft bereits vor zwei Jahren Vorschläge gemacht: Auch in Deutschland muss es endlich ein Frühwarnsystem mit verpflichtenden Meldungen der Hersteller zu Lieferschwierigkeiten geben, wie es bereits in anderen Ländern umgesetzt wird. Außerdem sollten Bevorratung und Lagerhaltung bei Großhandel sowie pharmazeutischen Unternehmen ausgebaut werden. Bevor reflexartig an der Preisschraube zu Lasten der Beitragszahlenden gedreht wird, müssen diese Maßnahmen in der angekündigten Gesetzgebung erst einmal umgesetzt werden.

Das AOK-Positionspapier „Versorgungssicherheit mit Arzneimitteln stärken“ findet sich unter https://www.aok-bv.de/positionen/